PODCAST · society
hr2 Doppelkopf
by hr2
Interessante Zeitgenossen - Menschen, die etwas zu sagen haben, unterhalten sich 50 Minuten lang mit einem Gastgeber über ihre Arbeit und ihr Leben.
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208
"Wenn sie Gänsehaut haben, beim Hören von Musik, dann ist ihr Lustzentrum aktiv" | Lutz Jäncke, Neurowissenschaftler
Musik wird gehört - überall, in Räumen, auf Straßen, im Auto, beim Einkaufen, beim Laufen. Wir sind von Musik umgeben. Was aber macht diese Dauerbeschallung mit dem Menschen, mit seinem Gehirn?
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207
“Einsamkeit motiviert uns, den Kontakt mit anderen Menschen zu suchen“ | Maike Luhmann, Einsamkeitsforscherin
Einsamkeit ist ein schmerzhaftes Gefühl, das es möglichst zu vermeiden gilt - im Gegensatz zum Alleinsein. Das streben viele Menschen sogar an.
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206
"In der DDR haben wir mit unserem nichterwünschten Programm 125 Konzerte gespielt" | Michael von Hintzenstern, Komponist
Als Michael von Hintzenstern 1970 elektronische Musik von Karlheinz Stockhausen im Radio hört, ist der 14-jährige geflasht. Er muss den Komponisten kennenlernen. Aber wie? Er lebt in Weimar, Stockhausen in Köln. Dazwischen die Mauer; doch sechs Jahre später gelingt es. Beginn einer lebenslangen Künstlerfreundschaft.
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205
"An die Demokratie zu glauben, fällt mir nicht schwer" | Elisabeth Niejahr, Demokratieexpertin
Elisabeth Niejahr ist Wirtschaftsjournalistin. Sie hat beim Spiegel gearbeitet, war viele Jahre bei der Zeit, hat ihre Brötchen als Chefreporterin der WirtschaftsWoche verdient, schreibt über wirtschafts- und politische Themen, ist Autorin mehrerer Bücher und häufig in politischen Talkshows zu Gast. (Wdh. vom 02.02.2026)
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204
"Der Boden ist die Bühne des irdischen Lebens"| Jörg Blech, Wissenschaftsjournalist
Die Erde verfügt über etwas vielfach unterschätzt Wertvolles: den Boden. In ihm leben Bakterien, Pilze, unzählige kleine Tiere. Sie machen den Boden fruchtbar und wertvoll. (Wdh. vom 21.01.2026)
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203
"Wir sind bei dieser Forschung, eigentlich erst am Anfang" | Anno Mungen, "Von Bayreuth nach Auschwitz"
Wenn die Thesen unseres Gastes heute standhalten, hinterlässt sein Buch "Von Bayreuth nach Auschwitz" ein Trümmerfeld.
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202
"Die Frage, wie gehen wir mit der Vergangenheit um, ist das Spannende" | Thomas Hettche, Schriftsteller
Thomas Hettche wurde 1964 im mittelhessischen Treis am Rand des Vogelsbergs geboren. Er gehört zu den Autoren, die Literatur nie als abgeschlossenen Raum verstanden haben, sondern als offenen Prozess - zwischen Geschichte und Gegenwart, Fantasie und Medien. (Wdh. vom 19.03.2026)
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201
"Sexismus ist das alles strukturierende System, das die Popkultur am Leben hält” | Sonja Eismann, Autorin
Sonja Eismann, geboren 1973 in Heidelberg, ist Mitgründerin und bis heute Redakteurin des Missy Magazine, Untertitel: Pop, Politik & Feminismus. (Wdh. vom 02.03.2026)
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200
"Man muss Zugehörigkeit in Deutschland leider immer verhandeln" | Musa Deli, Sozialpsychologe
Vier von zehn Menschen in Deutschland haben eine Migrationsgeschichte. Eine Geschichte, die fast immer verbunden ist mit der Frage: "Gehöre ich hier wirklich dazu?" Für den Kölner Soziologen Musa Deli ist Zugehörigkeit bis heute ein Versprechen, das nicht eingelöst wird.
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199
"1955 wird zum ersten Mal wieder mehr Butter verzehrt als Margarine, davon hat man geträumt" | Harald Jähner, Publizist
Harald Jähner, geb. 1953 in Duisburg, ist Journalist und Autor von drei Büchern über deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert. Bis 2015 war er Feuilletonchef der Berliner Zeitung und Honorarprofessor für Kulturjournalismus an der Universität der Künste Berlin. (Wdh. vom 22.06.2026)
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198
"Den Wirtschaftswissenschaften fehlt ein Gerechtigkeitsbegriff" | Daniel Stähr, Ökonom
Sie sitzen im Zentrum der Macht, beraten Regierungen und Unternehmen, lenken die Geschicke von Staaten und Institutionen: die Ökonomen. Einer von ihnen ist Daniel Stähr, Jahrgang 1990.
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197
"Frauen schlafen anders als Männer" | Suzann Kirschner-Brouns, Ärztin
Endlich wieder gut schlafen, das wünscht sich jeder Mensch, vor allem aber Frauen, denn gerade sie sind öfter als Männer von Schlafstörungen betroffen. Warum ist das so?
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196
"Scham ist das Gefühl der Armut" | Miriam Davoudvandi, Journalistin
"Das können wir uns nicht leisten." Ein Satz, der Miriam Davoudvandi ihre ganze Kindheit und Jugend hindurch begleitet hat. Als Tochter einer rumänischen Mutter und eines iranischen Vaters hat sie von klein auf erfahren, was Armut in einem reichen Land bedeutet.
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195
"Mein innerer Kritiker ist viel ruhiger als früher" | Heike Mayer, IFS-Therapeutin
Heike Mayer ist Heilpraktikerin für Psychotherapie und IFS-Therapeutin und Ausbilderin. Wobei "IFS" für "Innere Familien Systeme" steht. (Wdh. vom 07.10.2025)
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194
"Das Musicalschreiben passiert bei mir impulsiv" | Dennis Martin, Musical-Macher
Dennis Martin ist Komponist, Sänger und Pianist. Eher beiläufig kam er zum Musical, als er für seine Heimatstadt Fulda den Stoff des Stadtheiligen Bonifatius für ein Musical umarrangierte.
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193
"Ich konnte es als Kind nicht ertragen, wenn beim Spielen die Regeln verletzt wurden" | Torsten Krückemeyer, Polizist
Torsten Krückemeier ist seit fast 28 Jahren im Polizeidienst und leitet seit 2023 das Polizeipräsidium Mittelhessen. Die Polizei als Garant für eine freiheitliche Grundordnung und als Teil unserer demokratischen Gesellschaft - so sieht er die Rolle seiner Organisation.
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192
"Marylin Monroe hatte keine Chance, ihren Körper selbstbewusst wahrzunehmen" | Jenni Zylka, Journalistin
Jenni Zylka, Jahrgang 1969, ist eine Allrounderin. Journalistin, Autorin, Moderatorin, Jurorin, Kuratorin, unter anderem bei der Berlinale und einiges mehr. Jetzt hat sie ein Buch über einen der größten Filmstars des 20.Jahrhunderts geschrieben: Marylin Monroe, die am 1.Juni 100 Jahre alt würde, wäre sie nicht schon 1962 mit gerade mal sechsunddreißig gestorben.
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191
"Wir müssen in einer nicht ganz perfekten Welt, das Beste tun, was wir können" | Jens Jakob Happ, Architekt
Häuser, die auf eine Lebenszeit von 30 Jahren errichtet werden, pragmatisch gestaltet und austauschbar. Dagegen setzt sich der Frankfurter Architekt Jens Jakob Happ ein. Er ist heute zu Gast im Doppelkopf.
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190
"Ich bin Lernender und Hörender, wenn ich raus gehe" | Christian Schäfer, Pfarrer
Er läuft als Praktikant im Alltag seiner Gemeindemitglieder mit, veranstaltet "Tupper Partys" und findet Abba-Lieder im Gottesdienst durchaus angemessen. Der Kasseler Pfarrer Christian Schäfer macht nicht alles, aber doch viele anders.
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189
"Religion ist eine wichtige Quelle für Solidarität" | Yasemin El-Menouar, Soziologin
Yasemin El-Menouar beschäftigt sich bei der Bertelsmann-Stiftung in Gütersloh unter anderem mit dem Zusammenhang von Religion und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Die Soziologin leitet seit gut zehn Jahren den Religionsmonitor der Bertelsmann-Stiftung. (Wdh. vom 07.07.2025)
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188
"Trauernde wissen oft gar nicht was sie brauchen" | Britta Laubvogel, Trauerbegleiterin
Britta Laubvogel baut Brücken in neue Lebensabschnitte. Seit sie selbst durch einen schweren Schicksalsschlag abrupt in eine völlig neue Situation geschleudert wurde, will sie Veränderungen bewusst gestalten. Nicht nur für sich, sondern auch für andere.
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"Entweder es wird cool oder es wird eine Erfahrung" | Franca Cerutti, Psychologin
Franca Cerutti ist Psychologin, Autorin, Podcasterin und Host der neuen ARD Doku-Serie "Familientherapie mit Franca Cerutti". (Wdh. vom 08.12.2025)
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186
"Jede Gehirnzelle, die man nicht benutzt, verkümmert" | Petra Thees & Lutz Karnauchow
Haben wir in unserer Gesellschaft viel zu lange an einer bestimmten Vorstellung vom Alter, vom Altwerden und Altsein festgehalten? An der Vorstellung, dass sich unser Geist und unser Körper in einem stetigen Abbauprozess befinden, mit dem wir uns arrangieren müssen? Und haben wir vielleicht unsere Idee der Pflege und der Ausstattung unserer Pflegheime viel zu einseitig darauf ausgerichtet? (Wdh. vom 26.01.2026)
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185
"Boxen selbst ist eine Kunst." | Ingo Wegerich, Boxkunstsammler
Ingo Wegerich ist fasziniert vom Boxen und von der Kunst, die rund um diesen Sport entsteht. "Boxen selbst ist eine Kunst. Du gewinnst nicht, weil du der stärkere bist, sondern du gewinnst, weil du der bessere Kämpfer bist", sagt er.
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184
"Ich wollte oft meine Gegenüber schnappen und schütteln." | Angelique Geray, "Undercover unter Nazis"
Die Investigativjournalistin Angelique Geray hat sich über viele Jahre eine zweite Identität aufgebaut und ist immer tiefer in die rechtsextreme Szene eingetaucht. Dabei ist sie auf ein breites Netzwerk junger Menschen gestoßen, die Hitlerbilder liken, Fackelumzüge veranstalten, die mit Gewalttaten prahlen und die die braunen Ideen von gestern wieder "hip" finden.
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183
"Empathie ist die Basis menschlicher Gemeinschaft" | Christiane Tietz, Kirchenpräsidentin
Seit über einem Jahr ist Christiane Tietz Kirchenpräsidentin der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau (EKHN). Davor war sie Professorin für Systematische Theologie in Zürich. Sie kam von außen und übernahm die Leitung der hessischen evangelischen Landeskirche in einer Zeit tiefer Umbrüche. (Wdh. vom 19.02.2026)
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182
"Wenn die Menschenwürde unantastbar sein soll, dann braucht es jemanden, der das sicherstellt" | Marc Hinzmann, Soldat
Marc Hinzmann wurde im August 2021 mit einem zusammengewürfelten Team von Feldjägern nach Afghanistan beordert. In Kabul herrschte nach der Machtübernahme durch die Taliban Chaos.
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181
"Im Idealfall geht meine Freiheit nicht auf Kosten von anderen" | Hannah Helmke, Klima- Unternehmerin
"Ich bin eine Optimistin, aber ich bin auch sehr realistisch. Wenn man nicht mehr optimistisch und zuversichtlich ist, dann kann man es - glaube ich - ganz sein lassen."
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"Mit ihren Porträts trage ich ihre Geschichten in die Welt" | Luigi Toscano, Fotograf
Der Fotokünstler und Filmemacher Luigi Toscano hat mehr als 600 Holocaust-Überlebende im Bild festgehalten. "Gegen das Vergessen" heißt sein Projekt, mit dem er mittlerweile durch viele Länder gereist ist. Eine fotografische Wanderausstellung im Öffentlichen Raum und eine ganz persönliche Mission.
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179
"Ich habe die Eiffel immer als meine Heimat betrachtet." | Mario Adorf, Schauspieler
Am 8. April starb Mario Adorf im Alter von 95 Jahren. Er galt als Deutschlands bekanntester und beliebtester Schauspieler. Mit über 200 Film- und Fernsehrollen hat er sich in die Herzen des Publikums gespielt.
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178
"Ich habe nie Schubladenangst gehabt" | Harald Krassnitzer, Schauspieler
Millionen von Krimi-Zuschauern kennen Harald Krassnitzer aus dem Wiener "Tatort". Doch nach über 60 Einsätzen und 25 Jahren hat der Schauspieler seinen Abschied bekannt gegeben. Ende 2026 wird er das letzte Mal als Fernseh-Kommissar "Moritz Elsner" im Ersten zu sehen sein.
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177
"Wir sind keine homogene Masse" | Elishewa Patterson, Aktivistin
Elishewa Patterson ist aktives Mitglied einer orthodoxen jüdischen Gemeinde in Frankfurt, Vorsitzende des Jüdischen Kulturvereins Ostend. Sie organisiert Demos gegen Antisemitismus, setzt sich ein für den interreligiösen Dialog mit Muslimen. Elishewa Patterson ist auch Teil der Initiative "Meet a Jew" und setzt sich ein für ein offenes, inklusives Judentum, in dem alle Menschen einen Platz haben ein.
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"Man muss sich die romantische Sicht des Schreibens abschminken" | Christoph Poschenrieder, ehemaliger Schriftsteller
Christoph Poschenrieder veröffentlichte mit 46 Jahren sein literarisches Debüt "Die Welt ist im Kopf". Nach dem Erfolg folgten weitere sieben Werke, die von der Kritik und Leserschaft durchweg positiv aufgenommen wurden. Und doch hat der in München lebende Poschenrieder beschlossen, die Schriftstellerei an den Nagel zu hängen.
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"Wissen über das Leben ist bei den Menschen vorhanden, wir müssen es gemeinsam erschließen." | Hartmut Rosa, Soziologe
Hartmut Rosa gehört zu den bekanntesten Soziologen Deutschlands. In seinem neuesten Buch beschäftigt er sich mit dem Phänomen, dass wir immer häufiger den "Spielraum" verlieren. (Wdh. vom 10.03.2026)
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174
"Ich war überrascht, wie wenig man in Deutschland über den Kongo weiß" | Nadège Kusanika, Autorin
Mit 15 Jahren kommt die 1988 in Lubumbashi geborene Nadège Kusanika nach Deutschland. Hier wundert sie sich, dass Raupen nicht auf dem Speiseplan stehen und lieber ungekochtes Gemüse namens Salat verzehrt wird. Doch im Laufe der Zeit lernt sie mit beiden Kulturen umzugehen und ist froh, dass sie sich nicht mehr zwischen Fufu und Bratwurst unterscheiden muss, sondern dass beides zu ihr gehört. (Wdh. vom 06.01.2026)
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173
"Für mich ist es ganz wichtig, diesen Wert zu sehen, den uns die Natur geben kann" | Franziska Tanneberger, Moorforscher
Moore sind besondere Naturlandschaften: Gebiete, die dauernd feucht, kühl und nass sind, in denen ständiger Wasserüberschuss herrscht oder Wasser gespeichert werden kann. Das ist ihr Markenzeichen, dann sind sie intakt, dann können in diesem ganz eigenen Lebensraum seltene Arten existieren.Aber, Moore selbst sind gefährdet: Moorlandschaften verkleinern sich durch Versiegelung, Zersiedelung, durch die gravierenden Folgen des Klimawandels. (Wdh. vom 25.06.2025)
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172
"Armut wird vererbt" | Sonja Fehr, Armutsforscherin
An welche Menschen denken wir, wenn wir von Armut sprechen? Den Bettler, der auf dem kalten Boden in der Innenstadt sitzt? Die Leute, die ihr Essen bei der Tafel holen? Oder Menschen, die nach Pfandflaschen suchen?
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171
"Die USA sind nicht wegen, sondern trotz Donald Trump eine Demokratie" | Arnd Henze, Autor
Sie rufen "Christ is King" und wollen Staat und Gesellschaft in eine Theokratie umwandeln. In Donald Trump sehen sie den von Gott gesandten Rächer, während sich sein Kriegsminister Pete Hegset mit nacktem Oberkörper als "Christian Warrior" inszeniert.
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170
“Auf die Frage, wo siehst Du dich in zehn Jahren, ist meine Antwort: glücklich“ | Curse, Rapper
Der deutsche Rapper, Autor und Podcaster Michael Kurth zählt als Curse seit über zwei Jahrzehnten zu den prägenden Stimmen des deutschsprachigen Hip-Hop. Nach 10 Jahren Erfolg fühlt er sich ausgebrannt und leer und entdeckt für sich die Meditation, macht eine Ausbildung in systemischer Therapie. (Wdh. vom 18.11.2025)
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"Das Zeichnen war absolut katharisch" | Ulli Lust, Comiczeichnerin
Ulli Lust hat sich schon in ihren früheren Comics und Graphic Novels mit Frauenbildern und Geschlechterrollen auseinandergesetzt. In einem autobiografischen Comic hat sie auch ihre eigene Jugend als Punk, sexuelle Übergriffe und Vergewaltigung erzählt.
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"Eine Eigenschaft, die Habermas hat, ist die trockene Selbstironie" | Philipp Felsch, Habermas-Biograf
Im März ist Jürgen Habermas gestorben. Mehr als 70 Jahre Theorie und politisches Engagement. Er war ein Schüler Adornos, hat seit den fünfziger Jahren die Debatten in der Republik mitgeprägt und war weltweit einer der führenden Philosophen. (Wdh. vom 18.06.2024)
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"Wir lassen lesen" | Christoph Engemann, Medienwissenschaftler
Christoph Engemann, im ostwestfälisch-hessischen Grenzgebiet aufgewachsen, ist promovierter Medienwissenschaftler und heute an der Uni in Bochum tätig. Seine Forschungsschwerpunkte sind Medientheorie und Mediengeschichte der Digitalität, sowie Künstliche Intelligenz.
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”Ich habe, was politische Fragen angeht, keine größere Kompetenz als andere Bürger” | Ulrich Gumbrecht, Wissenschaftler
Gumbrecht, der "Rockstar der Geisteswissenschaften"! So wird Hans Ulrich Gumbrecht, bisweilen genannt. Er ist 1948 in Würzburg geboren, hat als Professor für Romanistik an verschiedenen deutschen Universitäten unterrichtet, ehe er 1989 in die USA übersiedelte. Dort lehrte er bis zu seiner Emeritierung 2018 an der Stanford University in San Francisco.
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"Ich frage ich mich immer, was sind das für Leute, die hier leben und wie ticken die politisch" | Ansgar Hudde, Soziolog
Was haben der Entertainer Stefan Raab, der Maler Gerhard Richter, Weltmeister Toni Kroos, und TV-Stars wie Oliver und Amira Pocher, Jana Ina und Giovanni Zarrella gemeinsam? Sie wohnen oder wohnten alle im Kölner Stadtteil Hahnwald, einer Villensiedlung. (Wdh. vom 16.12.2025)
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164
"Ohne Gefühle keine Spannung" | Eva Völler, Schriftstellerin
Sie hat mehr als eine Million Bücher verkauft, dabei ist sie eigentlich Juristin und hat als Richterin in Darmstadt gearbeitet. Heute lebt sie als Buchautorin bei Fulda und ist glücklich über ihre fünf Kinder und neun Enkel. (Wdh. vom 21.08.2024)
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"Kriege darf es nicht geben" | Flavio Del Ponte, Kriegschirurg
Er war Chirurg aus Leidenschaft. Er hat in Kambodscha, Vietnam, Afghanistan, Somalia und anderen Krisen- und Kriegsgebieten gearbeitet. Vierzig Jahre lang hat Flavio del Ponte immer wieder neue Verträge unterschrieben und sich dort hinschicken lassen, wo er dringend gebraucht wurde. (Wdh. vom 22.12.2025)
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"Man realisiert, was man in den letzten 25 Jahre für eine Scheiße betrunken gebaut hat" | Christoph Peters, Autor
Alkoholismus ist in Deutschland weit verbreitet. Darüber zu sprechen ist immer noch mit Scham besetzt. Der Maler und Schriftsteller Christoph Peters hat mit "Entzug" einen berührenden Roman geschrieben: Über die eigene Alkoholabhängigkeit und den harten Entzug.
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"Die Geschichte von Otto Küsel hat mich sofort gepackt" | Sebastian Christ, Autor "Auschwitz-Häftling Nr. 2"
Sebastian Christ aus Waldeck-Frankenberg hat 20 Jahre lang auf den Spuren Otto Küsel geforscht. Er rettete hunderten KZ-Häftlingen das Leben, in Polen ist Küsel ein Held - in Deutschland bis heute so gut wie unbekannt. (Wdh. vom 19.02.2025)
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"Es gibt Frauen, die mehr Farben sehen als alle Männer zusammen" | Axel Buether, Farbforscher
Kleidung, Räume, Produkte, Kunstwerke, überall spielen Farben eine Rolle. Je nach Kontext empfinden Menschen sie unterschiedlich. Ein tiefes Rot kann in einem glamourösen Umfeld sinnlich und kraftvoll wirken, im Krankenhaus eher beunruhigen. (Wdh. vom 13.01.2026)
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“Die Entwicklung nach vorne, ist immer eine Beschäftigung damit, was hinter uns ist“ | Maren Wurster, Schriftstellerin
Die Schriftstellerin Maren Wurster schreibt nicht, um persönliche Erschütterungen oder Dramen zu bewältigen, sondern weil sie einfach Erkenntnisse gewinnen will über ihr Leben und Dasein in der heutigen Gesellschaft. Und, wie diese auf sie einwirkt. (Wdh. vom 09.12.2025)
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