PODCAST · society
hr2 Doppelkopf
by hr2
Interessante Zeitgenossen - Menschen, die etwas zu sagen haben, unterhalten sich 50 Minuten lang mit einem Gastgeber über ihre Arbeit und ihr Leben.
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"Wir müssen in einer nicht ganz perfekten Welt, das Beste tun, was wir können" | Jens Jakob Happ, Architekt
Häuser, die auf eine Lebenszeit von 30 Jahren errichtet werden, pragmatisch gestaltet und austauschbar. Dagegen setzt sich der Frankfurter Architekt Jens Jakob Happ ein. Er ist heute zu Gast im Doppelkopf. (Wdh. vom 28.05.2026)
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"Als Herzchirurg sieht man in die Abgründe der Medizin" | Reinhard Friedl, Herzchirurg
Reinhard Friedl ist Herzchirurg und hat vor acht Jahren als Schiffsarzt angeheuert. An Bord großer Kreuzfahrtschiffe ist er für Seekrankheit und einen zwickenden Rücken genauso verantwortlich wie für echte Notfälle. In seinem Buch "Ein Arzt für jede Welle" erzählt er von medizinischen Herausforderungen und den menschlichen Geschichten, die sich tagtäglich auf See abspielen. (Wdh. vom 26.11.2025)
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"Man ist nicht der Erbe seiner Eltern, sondern der Pächter seiner Kinder" | Reinhard Kaiser-Mühlecker, Schriftsteller
Wer kennt schon noch das bäurische Milieu, wer weiß schon noch wie es in den Köpfen von Landwirten aussieht, egal ob Männer oder Frauen? Und wer kann das aus einer Sicht von innen vermitteln? Reinhard Kaiser-Mühlecker kann das. Der österreichische Schriftsteller ist Landwirtssohn und mittlerweile Inhaber des elterlichen Bauernhofs in der Nähe der Stadt Wels. (Wdh. vom 19.05.2025)
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"Frauen schlafen anders als Männer" | Suzann Kirschner-Brouns, Ärztin
Endlich wieder gut schlafen, das wünscht sich jeder Mensch, vor allem aber Frauen, denn gerade sie sind öfter als Männer von Schlafstörungen betroffen. Warum ist das so? (Wdh. vom 10.06.2026)
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"Das Problem sind, Normen, Standards und Erwartungen" | André Frank Zimpel, Neurodiversitätsforscher
Egal ob im Spektrum von Legasthenie oder Dyskalkulie, Aufmerksamkeitsdefizits-Problematiken, Autismus oder dem Tourette-Syndrom, neurodivergente Menschen sind anders, aber gerade deshalb unverzichtbar für die Zukunft unserer Gesellschaft. (Wdh. vom 16.03.2026)
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"Die einzige Konstante in meinem Leben ist die Literatur" | Wolfgang Rüger, Antiquar
Unser Gast im Doppelkopf ist der Antiquar Wolfgang Rüger. Ihn verband eine enge Freundschaft mit dem Schriftsteller Jürgen Ploog. (Wdh. vom 28.0.2025)
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186
"Sprache ist ein Konstrukt, in das die Natur extrem viel Aufwand gesteckt hat" | Felix Effenberger, Neurowissenschaftler
Felix Effenberger ist Neurowissenschaftler aus Frankfurt und fasziniert von der Idee, dass unser biologisches Gehirn die perfekte Vorlage für eine völlig neue Generation künstlicher Intelligenz sein könnte, die ähnlich funktioniert wie ihr biologisches Vorbild. (Wdh. vom 27.11.2025)
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185
"Erzählen kann man nicht ohne Zuhören, dann ist es ein Selbstgespräch" | Rafik Schami, Schriftsteller
Rafik Schami kam Anfang der 1970er Jahre aus Syrien nach Deutschland. Er floh vor politischer Verfolgung, zu einer Zeit, als Begriffe wie Willkommenskultur oder Integration noch kaum Teil der öffentlichen Debatte waren. In Heidelberg studierte er Chemie, promovierte und begann zugleich, Geschichten zu erzählen - zunächst in kleinen Literaturgruppen, später vor einem immer größeren Publikum.
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"Ich war der DJ von Adorno" | Wolfgang Sandner, Musikkritiker
Wolfgang Sandner hat mit seinem feinen Gespür für Klang und seinem kritischen Blick, die Musiklandschaft Deutschlands über viele Jahrzehnte geprägt. Jetzt hat er auch den Hessischen Jazzpreis bekommen. Als langjähriger FAZ-Redakteur und Biograf von Leonard Bernstein und Keith Jarrett hat er Generationen von Lesern das Abenteuer Musik nahegebracht. (Wdh. vom 02.12.2025)
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"Wissen über das Leben ist bei den Menschen vorhanden, wir müssen es gemeinsam erschließen." | Hartmut Rosa, Soziologe
Hartmut Rosa gehört zu den bekanntesten Soziologen Deutschlands. In seinem neuesten Buch beschäftigt er sich mit dem Phänomen, dass wir immer häufiger den "Spielraum" verlieren. (Wdh. vom 10.03.2026)
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"Es gibt Frauen, die mehr Farben sehen als alle Männer zusammen" | Axel Buether, Farbforscher
Kleidung, Räume, Produkte, Kunstwerke, überall spielen Farben eine Rolle. Je nach Kontext empfinden Menschen sie unterschiedlich. Ein tiefes Rot kann in einem glamourösen Umfeld sinnlich und kraftvoll wirken, im Krankenhaus eher beunruhigen. (Wdh. vom 13.01.2026)
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"Niemand muss alles wissen – wichtig ist, neugierig zu bleiben." | Susanne Siegert, Journalistin
Wie erinnert man an den Nationalsozialismus in einer digitalen Welt? Und wie erreicht man Menschen, die mit historischen Themen sonst kaum in Berührung kommen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich Susanne Siegert.
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"Manchmal denke ich, ich sollte weniger fröhlich sein, um bessere Kunst zu machen" | Philipp Keel, Künstler & Verleger
Philipp Keel ist ein äußerst vielseitiger Kulturschaffender: Er ist Fotokünstler, Maler, Zeichner, Filmemacher und -produzent sowie Autor und Verleger - seit 2012 leitet er mit dem Zürcher Diogenes Verlag Europas größten unabhängigen Belletristik Verlag. (Wdh. vom 26.06.2025)
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”Ich habe, was politische Fragen angeht, keine größere Kompetenz als andere Bürger” | Ulrich Gumbrecht, Wissenschaftler
Gumbrecht, der "Rockstar der Geisteswissenschaften"! So wird Hans Ulrich Gumbrecht, bisweilen genannt. Er ist 1948 in Würzburg geboren, hat als Professor für Romanistik an verschiedenen deutschen Universitäten unterrichtet, ehe er 1989 in die USA übersiedelte. Dort lehrte er bis zu seiner Emeritierung 2018 an der Stanford University in San Francisco. (Wdh. vom 16.04.2026)
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"Wir leben in einem Maß an Freiheit und Wohlstand, den es niemals vor uns gegeben hat" | Magnus Brechtken, Historiker
Magnus Brechtken ist stellvertretender Direktor beim Institut für Zeitgeschichte in München und lehrt als Professor an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität. (Wdh. vom 27.06.2025)
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"Humor kann Brücken bauen und Geschichten sichtbar machen, die sonst übersehen werden." | Bettina Bexte, Cartoonistin
Politisch, lakonisch und witzig - so blickt Bettina Bexte auf die Welt. Die Bremer Cartoonistin ist bekannt für ihre pointierten Zeichnungen und Kurzcomics, in denen sie Alltagssituationen beobachtet und gesellschaftliche Entwicklungen mit feinem Humor kommentiert. Nun hat Bettina Bexte ihre erste Graphic Novel veröffentlicht. "In allem ein Stück zuhause" erzählt die Geschichten von fünf Menschen, die nach Deutschland eingewandert sind und hier ihren Platz gefunden haben.
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"Ohne groteske Selbstüberschätzung kann man den Tag nicht gestalten" | Oliver Maria Schmitt, Schriftsteller
Oliver Maria Schmitt ist Herausgeber der Satirezeitschrift Titanic und war dort fünf Jahre Chefredakteur. Er ist Autor und Journalist, er schreibt Romane und Reportagen, vor allem Reiseberichte, Hörspiele, er war Mitbegründer der Partei "Die Partei", für das Amt eines Oberbürgermeisters hat er mal kandidiert und Sänger und Gitarrist einer Punkband war er auch schon. (Wdh. vom 30.09.2025)
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175
"Ärzte teilen viele Dinge mit mir, die ich kritisiere" | Werner Bartens, Wissenschaftsjournalist
Der Mensch sucht seit jeher nach Heilung und Besserung. Das weiß auch Mediziner und SZ-Wissenschaftsredakteur Werner Bartens, der in seinem jüngsten Buch "Leib und Seele" die Geschichte der Medizin erzählt. (Wdh. vom 11.02.2026)
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"Wenn ich Neonazis sehe, die sagen, es wäre nichts gewesen, dann krieg ich die Wut" | Walter Heller, Zeitzeuge
Walter Heller hat einen Bombenangriff und eine Scheinerschießung überlebt. Der gebürtige Steinwänder gilt als DER Sprachexperte für den Rhöner Dialekt und der Regionalgeschichte. Im hr2 Doppelkopf erzählt er, wo der Schmied für das Zähne-Ziehen zuständig war. (Wdh. vom 06.10.2025)
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"Ich nehme mir vor, meinen Protagonisten so nah wie möglich auf die Pelle zu rücken" | Sandra Lüpkes, Schriftstellerin
Sandra Lüpkes hat eine beeindruckende Karriere hinter sich: Von der Schaufensterdekorateurin zur Schriftstellerin. Damit macht sie heute, was sie schon immer machen wollte - sie schreibt. Und zwar Bücher verschiedener Genres: Krimis, Romane und Drehbücher unter anderem für die Wilsberg-Krimis.
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“Ein bösartiger Tumor, das ist der Versuch der Natur sich unsterblich zu machen“ | Irina Berger, Pathologin
Pathologen sind schrullige Typen, die im Tatort die Leichen aufschlitzen? Nicht vollkommen falsch, aber doch nur ein sehr kleiner Ausschnitt von dem, was Pathologen tatsächlich tun. Prof. Dr. Irina Berger ist Chefärztin der Pathologie am Klinikum Kassel. Sie versucht jeden Tag zu entschlüsseln, wie krankes Gewebe sich entwickelt, um mit diesem Wissen Tumore zu bekämpfen - und zwar passgenau für jeden Patienten. (Wdh. vom 18.09.2025)
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171
"Die USA sind nicht wegen, sondern trotz Donald Trump eine Demokratie" | Arnd Henze, Autor
Sie rufen "Christ is King" und wollen Staat und Gesellschaft in eine Theokratie umwandeln. In Donald Trump sehen sie den von Gott gesandten Rächer, während sich sein Kriegsminister Pete Hegseth mit nacktem Oberkörper als "Christian Warrior" inszeniert. (Wdh. vom 27.04.2026)
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170
"Man muss die jungen Leute wie Profis behandeln" | Nicolás Pasquet, Dirigent
Seit 1976 ist das Landes Jugend Sinfonie Orchester Hessen die Talentschmiede des Landes. Zum 50. Jubiläum, am 9. August, kehren Ehemalige aller Generationen dorthin zurück, wo ihre musikalische Reise begann, und treffen im hr-Sendesaal auf die aktuelle Besetzung des Orchesters. Geleitet wird das Konzert vom Dirigenten Nicolás Pasquet. (Wdh. vom 12.04.2023)
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"Bombenangriffe, die ich als Kind erlebt habe, haben für eine lebenslange Flugangst gesorgt" | Claus Peymann, Regisseur
Der verstorbene Theaterregisseur und Intendant Claus Peymann wurde 1937 in Bremen geboren und wuchs als Sohn eines NS-Parteimitglieds in der Hansestadt auf. Aus dieser Zeit erzählt er in seinem Köpenicker Garten, Geschichten, die er vorher noch niemanden erzählt hat, wie er selbst sagt.
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"Orang Utan bedeutet "Mensch des Waldes", was ich für einen sehr schönen Ausdruck halte" | Isabelle Laumer, Primatologin
Als im Frankfurter Zoo vier Orang Utans ausgebüchst waren, riefen die Pflegerinnen und Pfleger die Tiere noch auf dem Gelände beim Namen, die brav zurückkamen und sich ihre Leckerlis holten. Die Verhaltensbiologin Isabelle Laumer überrascht das nicht. Ihr Forschungsgebiet sind Menschenaffen, insbesondere Orang Utans. (Wdh. vom 23.10.2025)
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"Wenn eine Demokratie scheitert, dann still am Ende. Den Aufschrei gibt es früh." | Justus Bender, Journalist
Justus Bender ist Journalist der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und beschäftigt sich mit der AfD seit ihrer Gründung. Seiner Analyse nach wird diese Partei falsch verstanden. Die Wählerschaft der AfD sei weder im Kern rechtsextrem noch würde die Angst vor dem sozialen Abstieg die Wahlentscheidung dominieren. (Wdh. vom 24.03.2026)
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166
"Die Armut in Deutschland tut mir im Herzen weh" | Willi Schmid, Vorsitzender der Tafel Hessen
Eigentlich wollte seine Frau nur verhindern, dass ihm als Rentner die Decke auf den Kopf fällt. Aus diesem gut gemeinten Rat wurde eine Aufgabe, die bis heute sein Leben prägt: Willi Schmid, Vorsitzender der Tafel Hessen e.V., engagiert sich seit vielen Jahren für Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind.
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"Wir müssen Menschen mit Tourette Mut machen, sich nicht zurückzuziehen." | Bijan Kaffenberger, Politiker mit Tourette
Wenn Bijan Kaffenberger spricht, verlassen quietschende Laute seinen Mund. Ab und zu zuckt sein ganzer Körper. Bijan Kaffenberger kann das nicht kontrollieren, denn er hat das Tourette-Syndrom.
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"Wir sind bei dieser Forschung, eigentlich erst am Anfang" | Anno Mungen, "Von Bayreuth nach Auschwitz"
Wenn die Thesen unseres Gastes heute standhalten, hinterlässt sein Buch "Von Bayreuth nach Auschwitz" ein Trümmerfeld. (Wdh. vom 23.06.2026)
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163
"KI ist ein hochgradig ideologisch aufgeladener Diskurs" | Rainer Mühlhoff, Philosoph
Wenn die Tech-Giganten aus dem Silicon Valley über KI, also "Künstliche Intelligenz", reden, geizen sie nicht mit Superlativen. Künstliche Intelligenz wird als die Lösung aller Menschheitsprobleme angepriesen. Weshalb das Silicon Valley jede Art von Regulierung ablehnt. (Wdh. vom 17.03.2026)
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162
“Wir Deutschen haben die Kriege in Europa in den vergangenen 80 Jahren ignoriert“ | Stephan Anpalagan, Autor
Vom Kriegsdienstverweigerer zum Befürworter einer wehrhaften Demokratie: In seinem neuen Buch ‚Für den Frieden - Widerruf meiner Kriegsdienstverweigerung‘ beschreibt der Theologe, Autor und Publizist Stephan Anpalagan seinen persönlichen Perspektivwechsel, in dessen Zentrum die Frage nach der eigenen Verantwortung für den Schutz einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaftsordnung steht.
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"Der Streit ist nicht das Problem, sondern wie man ihn führt" | Michael Roth, ehem. Bundespolitiker
Über 25 Jahre lang saß der SPD-Politiker Michael Roth für seinen Nordosthessischen Wahlkreis im deutschen Bundestag. Roth war in der großen Koalition auch viele Jahre Staatsminister für Europa. Bis er psychisch schwer erkrankte und es einfach nicht mehr weiter ging. (Wdh. vom 31.03.2026)
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160
"Unsere Gehirne hinken der Realität der modernen Welt hinterher" | Liya Yu, Philosophin
Unsere Gesellschaft ist im Dauerkrisenmodus. Immer mehr Menschen scheinen mit den Zumutungen demokratischer Systeme überfordert. Nicht wenige tauchen in digitale Blasen ab und wählen radikale Parteien, die einfache Lösungen versprechen. Mit Moralappellen oder Cancel Culture bringen wir die zersplitterte Gesellschaft nicht wieder zusammen, sagt die Politikwissenschaftlerin Liya Yu.
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"Das Problem sind, Normen, Standards und Erwartungen" | André Frank Zimpel, Neurodiversitätsforscher
Egal ob im Spektrum von Legasthenie oder Dyskalkulie, Aufmerksamkeitsdefizits-Problematiken, Autismus oder dem Tourette-Syndrom, neurodivergente Menschen sind anders, aber gerade deshalb unverzichtbar für die Zukunft unserer Gesellschaft. (Wdh. vom 16.03.2026)
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"Armut wird vererbt" | Sonja Fehr, Armutsforscherin
An welche Menschen denken wir, wenn wir von Armut sprechen? Den Bettler, der auf dem kalten Boden in der Innenstadt sitzt? Die Leute, die ihr Essen bei der Tafel holen? Oder Menschen, die nach Pfandflaschen suchen? (Wdh. vom 28.04.2026)
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"Antisemitismus ist auch von Links nicht cool" | Veronika Kracher, Autorin
Veronika Kracher, Jahrgang 1990, hat in Frankfurt und Mainz Soziologie und Literaturwissenschaften studiert. Als Autorin, Publizistin und Bildungsreferentin beschäftigt sie sich mit digitaler Misogynie, Antifeminismus, Online-Radikalisierung und Rechtsextremismus.
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"Wir haben Wahrheitskriterien" | Raphaela Edelbauer, Philosophin
Für Raphaela Edelbauer sind literarische Werke Gedankenexperimente, die wie naturwissenschaftliche Modelle funktionieren und so mehr über die Realität aussagen als etwa autofiktionale Texte. (Wdh. vom 26.03.2026)
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155
"Liebe ist nicht nur ein romantisches Gefühl" | Barbara Schmutz, Publizistin
Die Autorin Barbara Schmutz, hat sich intensiv in einem Buch mit der Liebe beschäftigt hat. "Alles Liebe" heißt es und dafür hat die Journalistin, Publizistin, Dokumentarfilmerin ungewöhnliche Orte aufgesucht. (Wdh. vom 25.03.2026)
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"Hätten wir keine Hoffnungen, würden wir nicht gestalten" | Giovanni Maio, Arzt und Philosoph
Giovanni Maio ist Arzt und Philosoph. Eine etwas ungewöhnliche Kombination, aber für ihn ist es die Grundlage seines beruflichen Selbstverständnisses. Medizin als soziale Praxis, in der er in erster Linie den Menschen sieht und dann erst die technischen Behandlungsmöglichkeiten.
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"Wenn sie Gänsehaut haben, beim Hören von Musik, dann ist ihr Lustzentrum aktiv" | Lutz Jäncke, Neurowissenschaftler
Musik wird gehört - überall, in Räumen, auf Straßen, im Auto, beim Einkaufen, beim Laufen. Wir sind von Musik umgeben. Was aber macht diese Dauerbeschallung mit dem Menschen, mit seinem Gehirn?
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152
“Einsamkeit motiviert uns, den Kontakt mit anderen Menschen zu suchen“ | Maike Luhmann, Einsamkeitsforscherin
Einsamkeit ist ein schmerzhaftes Gefühl, das es möglichst zu vermeiden gilt - im Gegensatz zum Alleinsein. Das streben viele Menschen sogar an.
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151
"In der DDR haben wir mit unserem nichterwünschten Programm 125 Konzerte gespielt" | Michael von Hintzenstern, Komponist
Als Michael von Hintzenstern 1970 elektronische Musik von Karlheinz Stockhausen im Radio hört, ist der 14-jährige geflasht. Er muss den Komponisten kennenlernen. Aber wie? Er lebt in Weimar, Stockhausen in Köln. Dazwischen die Mauer; doch sechs Jahre später gelingt es. Beginn einer lebenslangen Künstlerfreundschaft.
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150
"An die Demokratie zu glauben, fällt mir nicht schwer" | Elisabeth Niejahr, Demokratieexpertin
Elisabeth Niejahr ist Wirtschaftsjournalistin. Sie hat beim Spiegel gearbeitet, war viele Jahre bei der Zeit, hat ihre Brötchen als Chefreporterin der WirtschaftsWoche verdient, schreibt über wirtschafts- und politische Themen, ist Autorin mehrerer Bücher und häufig in politischen Talkshows zu Gast. (Wdh. vom 02.02.2026)
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149
"Der Boden ist die Bühne des irdischen Lebens"| Jörg Blech, Wissenschaftsjournalist
Die Erde verfügt über etwas vielfach unterschätzt Wertvolles: den Boden. In ihm leben Bakterien, Pilze, unzählige kleine Tiere. Sie machen den Boden fruchtbar und wertvoll. (Wdh. vom 21.01.2026)
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"Wir sind bei dieser Forschung, eigentlich erst am Anfang" | Anno Mungen, "Von Bayreuth nach Auschwitz"
Wenn die Thesen unseres Gastes heute standhalten, hinterlässt sein Buch "Von Bayreuth nach Auschwitz" ein Trümmerfeld.
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"Die Frage, wie gehen wir mit der Vergangenheit um, ist das Spannende" | Thomas Hettche, Schriftsteller
Thomas Hettche wurde 1964 im mittelhessischen Treis am Rand des Vogelsbergs geboren. Er gehört zu den Autoren, die Literatur nie als abgeschlossenen Raum verstanden haben, sondern als offenen Prozess - zwischen Geschichte und Gegenwart, Fantasie und Medien. (Wdh. vom 19.03.2026)
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146
"Sexismus ist das alles strukturierende System, das die Popkultur am Leben hält” | Sonja Eismann, Autorin
Sonja Eismann, geboren 1973 in Heidelberg, ist Mitgründerin und bis heute Redakteurin des Missy Magazine, Untertitel: Pop, Politik & Feminismus. (Wdh. vom 02.03.2026)
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"Man muss Zugehörigkeit in Deutschland leider immer verhandeln" | Musa Deli, Sozialpsychologe
Vier von zehn Menschen in Deutschland haben eine Migrationsgeschichte. Eine Geschichte, die fast immer verbunden ist mit der Frage: "Gehöre ich hier wirklich dazu?" Für den Kölner Soziologen Musa Deli ist Zugehörigkeit bis heute ein Versprechen, das nicht eingelöst wird.
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144
"1955 wird zum ersten Mal wieder mehr Butter verzehrt als Margarine, davon hat man geträumt" | Harald Jähner, Publizist
Harald Jähner, geb. 1953 in Duisburg, ist Journalist und Autor von drei Büchern über deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert. Bis 2015 war er Feuilletonchef der Berliner Zeitung und Honorarprofessor für Kulturjournalismus an der Universität der Künste Berlin. (Wdh. vom 22.06.2026)
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"Den Wirtschaftswissenschaften fehlt ein Gerechtigkeitsbegriff" | Daniel Stähr, Ökonom
Sie sitzen im Zentrum der Macht, beraten Regierungen und Unternehmen, lenken die Geschicke von Staaten und Institutionen: die Ökonomen. Einer von ihnen ist Daniel Stähr, Jahrgang 1990.
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