PODCAST · society
Ich nehm' das gleiche – Der Promi Podcast
by Badische Neueste Nachrichten
An der Bar reden Prominente anders. Genau darauf setzen die Badischen Neuesten Nachrichten (BNN) mit ihrem neuen Podcast „Ich nehm‘ das Gleiche". Die Gäste kommen aus Kultur, Film, Sport, Entertainment, Politik oder Gesellschaft. Sie bestellen ein Getränk, die Gastgeber nehmen das Gleiche. Schon die Bestellung verrät oft etwas über den Menschen. Wer einen schlichten Apfelsaft zum „Champagner des kleinen Mannes" erklärt, zeigt in einem Satz mehr von sich, als sonst in einem ganzen Standardinterview. Genau solche Momente sucht das Format. Die Gastgeber fragen, hören genau zu und stellen sich auf jedes Gegenüber neu ein. Mal sitzt ihnen ein trockener Spötter gegenüber, mal ein nachdenklicher Erzähler. So entlocken sie jedem Gast etwas Eigenes: echte Motive, kleine Geständnisse, den Blick hinter die öffentliche Rolle.Auch die Hörer mischen mit. [IS1.1]Ihre Fragen wandern direkt an den Tresen und bringen die Gäste zuweilen in Verlegenheit. So entsteht kein glattes Werbegespräch, sondern e
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Moses Pelham: Zwei Sekunden, die 27 Jahre seines Lebens gekostet haben
In der 6. Folge von „Ich nehm' das Gleiche", dem Promi-Podcast der BNN, trifft Isabel Steppeler den Rapper und Produzenten Moses Pelham im Museumscafé der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden. Moses Pelham blickt zurück auf fast fünf Jahrzehnte in der Musik, seit den Achtzigern: die Maxi „Twilight Zone" mit Rico Sparks, das Rödelheim Hartreim Projekt, nach eigener Zählung neun Alben in 35 Jahren. Er erklärt, warum er den Schlusspunkt selbst setzen wollte – „Die meisten Leute machen eine letzte Platte und merken erst fünf Jahre später, dass es ihre letzte Platte war" – und warum dieser Verzicht ein Opfer für sein Werk ist. Ausführlich spricht er über den Rechtsstreit, der ihn seit 26 Jahren begleitet: Für „Nur mir" von Sabrina Setlur nutzte er zwei Sekunden aus „Metall auf Metall" von Kraftwerk und wurde von Ralf Hütter verklagt; der Fall wanderte von Hamburg über Bundesgerichtshof und Bundesverfassungsgericht bis zum Europäischen Gerichtshof. Sein Einwand: „Diese Platte hat doch kein Mensch gekauft, weil er glaubte, Metall auf Metall zu kaufen."
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5
Christina Obergföll: „Noch kein Kind ist psychisch erkrankt" – die Speerwurf-Weltmeisterin über Bundesjugendspiele
In der 5. Folge von „Ich nehm' das gleiche – der Promi Podcast", trifft Bernd Kamleitner die Speerwurf-Weltmeisterin Christina Obergföll. Im Streit um die Bundesjugendspiele bezieht sie klar Position – und widerspricht der Sorge um seelische Schäden: „Noch kein Kind ist psychisch erkrankt … davon, dass wir Bundesjugendspiele austragen." Kinder wollten sich messen, sagt sie: „Die wollen sich nonstop messen." Christina Obergföll blickt zurück auf eine der erfolgreichsten Karrieren der deutschen Leichtathletik: WM-Gold 2013 in Moskau, Silber in Helsinki als erst zweite Frau überhaupt über 70 Meter, vier Olympia-Teilnahmen, Sportlerin des Jahres. Sie erzählt auch die Geschichte der Wette, die am Ende bekannter wurde als die Goldmedaille selbst: Gewinnt sie WM-Gold, nimmt ihr Mann Boris Henry bei der Hochzeit ihren Namen an. „Wenn es Gold wird, nehmen wir Obergföll." Sie gewann – und stieß damit eine Debatte an, die weit über den Sport hinausging. Persönlich wird das Gespräch, wenn es um ihre beiden Söhne geht. Als Gesundheitsbotschafterin weiß sie, worauf es bei Ernährung und Bewegung ankommt – schwieriger ist die Bildschirmzeit: „Kontrollierte Verabreichung ist unser Programm." Sorge bereitet ihr weniger der Zustand der Sportstätten als das, was Smartphones mit Kindern anrichten. Offen spricht sie außerdem über den Streit um die Rio-Tickets 2016, den bittersten Moment ihrer Karriere. Daneben verrät die Weltmeisterin, warum noch drei Speere in ihrem Keller stehen, dass sie heute nur noch „das Stöckchen für den Hund" wirft, was sie von den Millionengehältern im Fußball hält – und was aus ihr geworden wäre, wenn sie den Speer nie in die Hand genommen hätte. Zum Schluss stellt sie, wie es das Ritual des Podcasts will, eine Frage an den nächsten Gast: Moses Pelham. Neue Folgen von „Ich nehm' das Gleiche" erscheinen alle 14 Tage um Mitternacht.
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4
Porsche auf Rezept: "Maria, ihm schmeckt’s nicht!" und "Das Pubertier“-Autor Jan Weiler
In der vierten Folge von „Ich nehm’ das Gleiche“, dem Promi-Podcast der BNN, ist Bestsellerautor Jan Weiler zu Gast und bestellt eine Apfelschorle, für ihn der „Champagner des kleinen Mannes“. Der Autor von „Maria, ihm schmeckt’s nicht!“ und den „Pubertier“-Geschichten erzählt, warum das Schreiben seine große Stärke ist, während er sich in vielen anderen Dingen für eher durchschnittlich hält. Er spricht über seinen Weg vom Werbetexter und Journalisten zum Schriftsteller – und darüber, wie sein erster Roman eher beiläufig entstand und schließlich zum millionenfach verkauften Bestseller wurde. Sehr persönlich wird das Gespräch, als Jan Weiler von einer lebensgefährlichen Erkrankung im Jahr 2002 berichtet. Wochenlang ignorierte er massive Bauchschmerzen, bis ein Notarzt ihm unmissverständlich sagte: „Sie sterben gerade.“ Die anschließende Notoperation und eine Begegnung mit einem Psychologen in der Reha veränderten seinen Blick auf das Leben grundlegend. Seitdem ist für ihn klar: „Dinge, die man wirklich tun möchte, sollte man tun, wenn man dazu in der Lage ist.“ Außerdem spricht Jan Weiler über seine Kinder als vermeintliche Vorbilder für die „Pubertier“-Figuren, seine „Inkompetenz-Kompensations-Kompetenz“ und sein Buch „Das Vogelhaus“, in dem es um Ängste geht, die Menschen ein Leben lang begleiten.
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Regina Halmich: Warum sie Politik für korrupter hält als den Sport
Regina Halmich verfolgt täglich die Nachrichten, ein politisches Amt schließt sie dennoch aus. Die frühere Boxerin erzählt, was ihr Vitali Klitschko über die Politik verraten hat und warum ihr eigenes Erfolgsrezept privat zur Belastung wurde.
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Frank Elstner: "Fünf Kinder von vier Frauen sind einfach zu viel!"
In der zweiten Folge von „Ich nehm’ das Gleiche“, dem Promi-Podcast der BNN, trifft Bernd Kamleitner die TV-Legende Frank Elstner in seinem Büro in Baden-Baden. Der Erfinder von „Wetten, dass..?“ spricht über die Zukunft der berühmten ZDF-Show – und darüber, was er von Bill und Tom Kaulitz als mögliche Nachfolger von Thomas Gottschalk hält. Kritikern rät er gewohnt gelassen: „Meckert doch nicht schon, wenn ihr es noch gar nicht gesehen habt.“ Frank Elstner erzählt außerdem, wie ihm einst die Idee zu „Wetten, dass..?“ kam und warum seine handschriftlichen Notizen im Laufe des Abends immer unleserlicher wurden. Er blickt auf seine außergewöhnliche Karriere bei Radio und Fernsehen zurück, erinnert sich an Radio Luxemburg und berichtet von Begegnungen mit Nobelpreisträgern. Auch seine Einschätzung zur Zukunft des Fernsehens und die Frage nach einem möglichen Comeback kommen zur Sprache. Sehr persönlich wird das Gespräch, als Frank Elstner über seine Parkinson-Erkrankung spricht. Seit er die Diagnose 2019 öffentlich gemacht hat, setzt er sich als Botschafter der Parkinson-Stiftung für Betroffene und die Forschung ein. Tischtennis und Boxen sind für ihn wichtige Bestandteile der Therapie. Seine klare Empfehlung: „Dreimal in der Woche gut durchgeschwitzt, dann bist du gut im Training.“ Daneben verrät der leidenschaftliche Skatspieler, warum er als Kind am liebsten Buttermilch trank, ursprünglich Pfarrer werden wollte und trotz seiner Verbundenheit zur Region nach eigener Einschätzung nur „Durchschnitts-Badisch“ spricht.
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1
Harald Schmidt: Warum er an ein Leben vor dem Tod glaubt
In der ersten Folge von „Ich nehm‘ das Gleiche“, dem Promi-Podcast der BNN, trifft Isabel Steppeler auf Harald Schmidt – und der bestellt erstmal: Sprudel. Der Entertainer spricht über seinen Blick auf das heutige Fernsehen, warum er keine Shows mehr macht und weshalb ihn Authentizität langweilt. Außerdem geht es um Glauben, Tradition, Greta Thunberg, das Deutschlandticket und die Kunst, im Alltag verschiedene Rollen zu spielen. Harald Schmidt zeigt sich gewohnt trocken, scharfzüngig und überraschend nachdenklich – mit Sätzen wie: „Ich glaube natürlich an ein Leben nach dem Tod und auch schon in Teilen an ein Leben vor dem Tod.“
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