PODCAST · science
Kemferts Klima-Podcast
by Mitteldeutscher Rundfunk
Hitze, Dürren und schwere Unwetter. Die Klimakrise hat viele Gesichter und macht vielen von Euch Angst. Deshalb ist eine sachliche und verlässliche Einordnung wichtig. Die bekommt Ihr alle zwei Wochen in “Kemferts Klima-Podcast”. Was bedeuten die neuesten Klima-Studien? Sind die Klimaschutz-Maßnahmen der Regierung wirklich sinnvoll? Und woher bekommen wir in Zukunft günstige und emissionsfreie Energie? Klimaökonomin Prof. Claudia Kemfert gibt Antworten und zeigt Euch, wie Ihr nachhaltiger und klimafreundlicher leben könnt.
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Achtung, wir wechseln auf einen anderen Kanal!
Wir starten zusammen mit dem NDR einen neuen Podcast, das "ARD Klima Update". Ihr bekommt spannende Klimarecherchen, Reportagen sowie wissenschaftliche Einordnungen. Prof. Claudia Kemfert wird als Gast weiter regelmäßig zu hören sein. Also wechselt bitte auf unseren neuen Kanal. An dieser Stelle hier werden keine weiteren Folgen mehr veröffentlicht. Hier geht es zum Neuen Kanal: ARD Audiothek: https://www.ardaudiothek.de/sendung/ard-klima-update/urn:ard:show:71acd059ed116dc2/ Spotify: https://open.spotify.com/show/19bl5vTEa65vLlLdLWhiDY Apple: https://podcasts.apple.com/us/podcast/ard-klima-update/id1592513816
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Das passiert im neuen "ARD Klima Update"
Interessiert an spannenden Klimarecherchen mit wissenschaftlicher Expertise? Das bietet ab 29. Oktober das neue "ARD Klima Update". Motto: Vom Problem zur Perspektive. Wie gelingt die Energiewende? Was ist die Heizung der Zukunft? Und wie lässt sich Klimaschutz international organisieren? Diese und andere Themen besprechen die Hosts mit ARD-Reportern in Deutschland und auf der Welt. Ergänzt werden die Klima-Recherchen durch eine wissenschaftliche Einordnung von Expertinnen und Experten. Das "ARD Klima Update" geht aus den beiden bisherigen Podcasts "Kemferts Klima-Podcast" (MDR) mit der Ökonomin Prof. Claudia Kemfert sowie "Mission Klima" (NDR) hervor. Dabei wird Claudia Kemfert als Expertin weiterhin im neuen Podcast zu Gast sein. Alle 14 Tage wird am Mittwoch eine neue Folge veröffentlicht. Zusätzlich zum Podcast gibt es einen Newsletter, der die wichtigsten Schlagzeilen einordnet und Klima-Wissen vermittelt. Hörerinnen und Hörer von „Kemferts Klima-Podcast“ bitten wir, auf den neuen Kanal zu wechseln: https://www.ardaudiothek.de/sendung/ard-klima-update/urn:ard:show:71acd059ed116dc2/ Anmeldung für Newsletter "ARD Klima Update": mdr.de/klima Mail-Adresse für Feedback und Fragen: [email protected]
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Letzte Episode: Bilanz und Ausblick
Nach vier intensiven Jahren und insgesamt 84 Folgen verabschieden wir uns mit einer besonderen letzten Episode von „Kemferts Klima-Podcast“. Gemeinsam mit der renommierten Klimaökonomin Prof. Claudia Kemfert blicken wir zurück auf bewegte Zeiten: Energiekrise, Hitzerekorde, politische Umbrüche – und immer wieder die Frage: Was bedeutet das fürs Klima?Spannend ist vor allem Kemferts abschließende Bewertung der Klimapolitik der Ampel-Koalition. Ihr Fazit: Die Ampel habe viele wichtige Weichen gestellt – etwa beim Ausbau der Erneuerbaren und dem Deutschlandticket – aber vieles nicht zu Ende gebracht.Host Marcus Schödel und Klimaökonomin Prof. Claudia Kemfert schauen aber auch auf aktuelle Entwicklungen: Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche will die Energiepolitik neu ausrichten. Kemfert kritisiert vor allem die geplante Abschaffung der festen Einspeisevergütung für Solaranlagen und die stärkere Rolle von Gaskraftwerken.Zum Abschluss geben wir einen Ausblick auf das neue Podcast-Projekt, das im Herbst startet – mit Reportagen, Recherchen und natürlich wieder mit Prof. Kemfert als Expertin. Lieblings-Folge von Claudia Kemfert vom 20.10.2021 / "Warum Deutschland ein Klimaministerium braucht": https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:2b3b3e0404bc8fd7/ Lieblings-Folge von Claudia Kemfert vom 09.03.2022 / "Krieg, Embargo, Energiepreise – was kommt da auf uns zu?": https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:7435887f46f23eb8/ Lieblingsfolge von Marcus vom 29.05.2024 / "Die neuen Lügen der Ölkonzerne":https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:0ef36c5133365230/ Lieblingsfolge von Theresa vom 26.01.2022 / "Wird es in Magdeburg bald so warm wie in Nordspanien?": https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:56090dcfef10be89/ Podcast-Empfehlung "Druck im Kessel – Doku über die Tücken der Wärmewende":https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:section:46d18a91c497e143/ Anmeldung ARD-Klima-Update: mdr.de/klima MDR-Aktuell-App: https://1.ard.de/mdr-aktuell-app Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an [email protected] oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008.
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Wie grün ist der europäische Fußball?
Die UEFA hat für die Fußball-EM der Frauen eine Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt. Klima-Ökonomin Claudia Kemfert sieht große Fortschritte: "Die UEFA ist auf dem richtigen Weg." Bisher sei beim Fußball kaum über wiederverwendbare Becher oder über eine möglichst klimafreundliche Anreise der Besucherinnen und Besucher diskutiert worden. Das habe sich mit der EM nun geändert. Kemfert sieht trotzdem noch viel Luft nach oben und verweist auf eine Evaluationsstudie zur Fußball-EM der Männer 2024 in Deutschland. Die Studie zeige, der Fußball sei grün, "aber noch nicht grün genug". Kemfert kritisiert unter anderem zu viele Flugreisen und Autofahrten. Außerdem macht sie zahlreiche Verbesserungsvorschläge. Claudia Kemfert beantwortet außerdem eine Hörerfrage, die sich mit der militärischen Aufrüstung beschäftigt. In der Nato sind künftig 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts der Mitgliedsländer für reine Verteidigungsausgaben vorgesehen. Der Hörer möchte wissen, welchen Einfluss die Aufrüstung auf den globalen CO2-Ausstoß hat. Das erklärt die Klima-Ökonomin anhand einer Studie des Transnational Institute. Die Studie zeige einen gravierenden Anstieg der Emissionen. Leider ließen sich die Emissionen beim Militär kaum verhindern. Nachhaltigkeits-Strategie der UEFA für Fußball-EM der Frauen: https://de.uefa.com/womenseuro/news/029b-1e235f0ab495-e1f87af68180-1000--uefa-women-s-euro-2025-nachhaltigkeit-im-fokus/ Evaluationsstudie zur Fußball-EM der Männer 2024: https://www.uni-bielefeld.de/fakultaeten/sportwissenschaft/arbeitsbereiche/ab-iii/forschung/evaluationeuro2024/# Studie des Transnational Institute zum Aufrüstungs-Ziel der Nato: https://www.tni.org/en/publication/natos-35-spending-goal Podcast-Empfehlung "nah dran – die Geschichte hinter der Nachricht": https://www.ardaudiothek.de/sendung/nah-dran-die-geschichte-hinter-der-nachricht/urn:ard:show:dd79145ab6f346da/ Anmeldung ARD-Klima-Update: mdr.de/klima MDR-Aktuell-App: https://1.ard.de/mdr-aktuell-app Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an [email protected] oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008.
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EU-Klimazertifikate: Ein moderner Ablasshandel?
Die EU will bis 2040 ihre Emissionen um 90 Prozent senken – ein ambitioniertes Ziel. Eine zentrale Rolle sollen dabei Klimazertifikate spielen. Kritiker sprechen von einem modernen Ablasshandel. Auch Klimaökonomin Claudia Kemfert sieht das System kritisch: „Klimaschutzprojekte sparen oft weniger CO₂ ein, als sie versprechen.“ Und dennoch – richtig eingesetzt könnten Zertifikate helfen, die EU-Klimaziele zu erreichen. Im Gespräch mit Host Marcus Schödel erklärt Kemfert, welche Bedingungen dafür erfüllt sein müssen. Außerdem: Bundeskanzler Friedrich Merz hat erklärt, die jüngste Hitzewelle in Deutschland sei nicht ausschließlich ein Zeichen des Klimawandels. Was ist da dran? Claudia Kemfert ordnet die Aussage wissenschaftlich ein: Zwar könnten auch andere Faktoren eine Rolle spielen, der entscheidende Treiber sei aber eindeutig der menschengemachte Klimawandel. Das könne die Forschung heute klar belegen. Und wie immer beantwortet Claudia Kemfert eine Hörerfrage – diesmal: Warum ist die Recyclingquote in den Niederlanden deutlich höher als in Deutschland? Die nächste Folge erscheint am 23. Juli 2025. Folge „Kemferts Klima-Podcast“ zu den deutschen Klimazielen: https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:2b430a974be1d41a/ Doku-Tipp "Clym – Mit Games zum Erfolg": https://1.ard.de/clym?sh=pod Anmeldung ARD-Klima-Update: mdr.de/klima MDR-Aktuell-App: https://1.ard.de/mdr-aktuell-app Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an [email protected] oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008.
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Sind die Träume vom grünen Stahl geplatzt?
Eine Nachricht aus der Wirtschaft sorgt für Wirbel. Der zweitgrößte Stahlkonzern der Welt, ArcelorMittal, will seine Pläne für grünen Stahl zum Teil stoppen. Deutschland ist direkt betroffen. In den Werken in Bremen und Eisenhüttenstadt soll die Produktion nun doch nicht umgestellt werden. Das Unternehmen schlägt damit auch einen Milliardenbetrag an Fördergeldern in den Wind. Die Begründung: Grüner Stahl lohne sich nicht, auch wegen zu hoher Strompreise in Deutschland. Stimmt das? Klimaökonomin Claudia Kemfert erklärt, wie Stahl in Deutschland hergestellt wird und wie die Chancen für die Produktion von grünem Stahl stehen. Die Begründungen von ArcelorMittal für dem Projektstopp kann sie nicht nachvollziehen. Außerdem geht es um Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche (CDU). Sie stellt die deutschen Klimaziele infrage. Deutschland müsse nicht bis 2045 klimaneutral sein, wie derzeit geplant. 2050 reiche auch, entsprechend den Vorgaben der EU. Claudia Kemfert hält den Vorschlag nicht für sinnvoll. Sie hat mehrere Gründe dafür, unter anderem befürchtet sie wirtschaftliche Schäden für Deutschland und negative Auswirkungen aufs Klima. Kritisch sieht Kemfert auch die Pläne, die Stromsteuern nicht flächendeckend zu senken, sondern vor allem für große Unternehmen. Hörerfrage: E-Autos und das bidirektionale Laden – wie es funktioniert, was es bringt und wann es sich durchsetzen könnte. Links: - Podcast-Tipp: Im Grünen Bereich (NDR) - https://1.ard.de/imgruenenbereichstauden - Anmeldung ARD-Klima-Update: mdr.de/klima - MDR-Aktuell-App: https://1.ard.de/mdr-aktuell-app Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an [email protected] oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008.
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Viele Hitzetote: Was läuft in Deutschland falsch?
In den Sommern 2023 und 2024 hat es in Deutschland jeweils rund 3.000 Hitzetote gegeben. Das zeigt eine Studie vom Umweltbundesamt. Für Klimaökonomin Claudia Kemfert ist "jeder Todesfall einer zu viel". Sie erklärt, warum in der Vergangenheit unter den Opfern mehr Frauen als Männer waren – und warum inzwischen eine Angleichung stattgefunden hat. Außerdem führt sie aus, warum hitzebedingte Todesfälle nicht eindeutig gekennzeichnet werden. Nach Meinung der Wissenschaftlerin trägt die Politik an den vielen Hitzetoten eine Mitschuld. Dabei verweist sie auf Länder wie Frankreich, Italien oder Spanien, die bei den Schutzmaßnahmen viel weiter seien. Claudia Kemfert führt aus, wie sich dort um gefährdete Menschen gekümmert wird. Außerdem erklärt sie, warum die Gebäude in diesen Ländern die Menschen besser schützen. Host Theresa Brenner spricht mit Claudia Kemfert auch über die Abschaffung der Familienreservierung bei der Deutschen Bahn. Die Wissenschaftlerin hält diese Entscheidung für falsch. Familien würden wieder auf das Auto umsteigen. Auch hier zeigten andere Länder, wie es besser gehe. Dafür nennt sie mehrere Beispiele. Natürlich beantwortet Kemfert auch die Frage einer Hörerin. Sie will wissen, warum ihre gut isolierte Wohnung im Sommer nicht kühl bleibt und wie sich das ändern lässt. Studie des Umweltbundesamtes zu Hitzetoten: https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/umweltbundesamt-veroeffentlicht-studie-zu Hitzeschutzpläne der Bundesregierung: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/praevention/hitze.html Interview mit Expertin für klimagerechtes Bauen: https://www.mdr.de/nachrichten/podcast/interview/audio-hausbau-klimawandel-hitze-100.html Podcast Tipp "WDR 5 – Das philosophische Radio": https://1.ard.de/philosophisches-radio Anmeldung ARD-Klima-Update: mdr.de/klima MDR-Aktuell-App: https://1.ard.de/mdr-aktuell-app Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an [email protected] oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008.
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Neue Studie entlarvt Lügen über E-Autos
Elektroautos sind teuer, umweltschädlich und können explodieren. Solche Behauptungen halten sich hartnäckig. Claudia Kemfert räumt mit Mythen auf – und erklärt anhand einer neuen Studie des "Fraunhofer-Instituts für System und Innovationsforschung", was dran ist und was nicht. Kemfert erklärt, warum E-Autos im Vergleich zu Verbrennern in den meisten Punkten klar im Vorteil sind. Sie kommt aber auch auf einige Nachteile zu sprechen. Gerade beim Ausbau der Ladesäulen und der Handhabung sieht die Wissenschaftlerin noch viel Potenzial für Verbesserungen. Außerdem beantwortet Claudia Kemfert die Frage eines Hörers. Er wundert sich, warum Windräder abgeschaltet werden, um das Stromnetz nicht zu überlasten. Seiner Meinung nach sollten die Windräder weiterlaufen. Mit der überschüssigen Energie könnte doch grüner Wasserstoff gleich vor Ort produziert werden. Warum wird das bisher nicht gemacht? Dafür nennt Kemfert gleich mehrere Gründe. Links: Untersuchung des "Fraunhofer-Instituts für System und Innovationsforschung": https://www.isi.fraunhofer.de/de/presse/2025/presseinfo-07-policy_brief_batterien_elektroautos_update_faktencheck_handlungsbedarf.html Ipsos Studie „People and Climate Change Report“: https://www.ipsos.com/de-de/menschen-und-klimawandel Anmeldung ARD-Klima-Update: mdr.de/klima MDR-Aktuell-App: https://1.ard.de/mdr-aktuell-app Podcast „Der Schacht – Fußball.Kultur.Erzgebirge“: https://www.ardaudiothek.de/sendung/der-schacht-fussball-kultur-erzgebirge/14544157/ Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an [email protected] oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008.
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Carsten Schneider: Vom Ostbeauftragten zum Klimaretter?
Der SPD-Politiker Carsten Schneider war noch bis vor kurzem Ostbeauftragter der Bundesregierung. Nun ist er neuer Bundesumweltminister – aber was ist von ihm zu erwarten? Prof. Claudia Kemfert nennt ihn einen erfahrenen und kompromissfähigen Pragmatiker. Diese Eigenschaften könnten ihm bei den "Grabenkämpfen" mit dem Wirtschafsressort helfen. In dieser Folge spricht Kemfert über Schneiders Rolle in einer Zeit wachsender klimapolitischer Spannungen. Kemfert: "Er wird aus seiner Komfortzone raus müssen." Kemfert ordnet auch eine neue Ipsos-Studie ein, die erschreckende Zahlen für Deutschland liefert: Nur noch 53 Prozent der Menschen sehen sich selbst in der Verantwortung beim Klimaschutz. Vor vier Jahren waren es noch fast 70 Prozent. Was bedeutet das für Politik und Gesellschaft? Und ist die CO₂-Speicherung im Meeresboden eine realistische Maßnahme oder ein gefährlicher Irrweg? Auch auf diese Hörerfrage gibt Prof. Kemfert eine fundierte Antwort. Links: Ipsos Studie „People and Climate Change Report“: https://www.ipsos.com/de-de/menschen-und-klimawandel - Anmeldung MDR-Klima-Update: https://1.ard.de/klima-update - MDR-Aktuell-App: https://1.ard.de/mdr-aktuell-app - punktEU - Der Europa-Podcast: https://www.ardaudiothek.de/sendung/punkteu-der-europa-podcast-von-wdr-5/75833082/ Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an [email protected] oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008.
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Was wir aus dem Blackout in Spanien lernen können
Ein heftiger Blackout hat in Portugal, Spanien und Teilen Frankreichs für Chaos gesorgt. Was waren die Gründe und kann so etwas auch in Deutschland passieren? Darüber sprechen wir mit Klima-Ökonomin Claudia Kemfert. Sie sagt, ein solcher Blackout sei in Deutschland sehr unwahrscheinlich: "Wir haben eines der sichersten Stromnetze der Welt in Deutschland." Ganz ohne Risiko sei die Lage aber auch hierzulande nicht, so Kemfert. Die größte Gefahr für das deutsche Stromnetz seien Cyberangriffe. Außerdem sprechen wir darüber, wen die Union in die künftige Bundesregierung entsendet und was das für Auswirkungen auf den Klimaschutz haben dürfte. Alois Rainer von der CSU soll Minister für Ernährung und Landwirtschaft werden. Als "schwarzen Metzger" hat ihn CSU-Chef Markus Söder bezeichnet. Katharina Reiche (CDU) soll Wirtschaftsministerin werden. Die Klima-Ökonomin Claudia Kemfert hält Reiche für sehr kompetent. Allerdings habe sie ein Faible für E-Fuels und Wasserstoff, das Kemfert kritisch sieht. Insgesamt befürchtet die Ökonomin, dass die Klimapolitik unter der schwarz-roten Bundesregierung leiden könnte, weil der Fokus zu sehr auf der reinen Wirtschaftsförderung liegen dürfte. Kritisch sieht Kemfert, dass die Verantwortung für die Klimapolitik wieder aus dem Wirtschaftsressort abgezogen wird. Weitere Themen: Der Klimawandel könnte uns alle ärmer machen. Laut einer australischen Studie könnte der Wohlstand weltweit um bis zu 40 Prozent einbrechen, wenn die Erderwärmung nicht wirksam begrenzt wird. Und: Das Potenzial von Pflanzenkohle für die Klimapolitik. Links: - Australische Studie zu Klimakosten - https://iopscience.iop.org/article/10.1088/1748-9326/adbd58 - Anmeldung MDR-Klima-Update: https://1.ard.de/klima-update - MDR-Aktuell-App: https://1.ard.de/mdr-aktuell-app - Podcast Hormongesteuert - https://1.ard.de/hormongesteuert Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an [email protected] oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008.
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Der Koalitionsvertrag im Klima-Check
Union und SPD haben sich auf einen Koalitionsvertrag geeinigt. Was taugt das Papier mit Blick auf den Klimaschutz? Einiges Positives dabei, findet Klima-Ökonomin Claudia Kemfert. Aber auch viel Negatives. "Beim Thema Klimaschutz, da sehe ich doch große Defizite. Das ganze Thema wurde stiefmütterlich behandelt", sagt sie. In dieser Folge prüfen wir die Pläne eingehend. Was Kemfert wirklich bitter findet: Das Klimageld wird nicht kommen. "Das ist ein Riesenfehler", findet sie. Darüber hinaus geht es um energetische Sanierungen, das Deutschlandticket, Energiekosten, die Energiewende, Klimaneutralität, eine "Fata Morgana" beim Thema Kernfusion und vieles mehr. Welche Pläne von Schwarz-Rot machen Sinn und welche sind kontraproduktiv? Hier könnt ihr es hören! Links: - Anmeldung MDR-Klima-Update: https://1.ard.de/klima-update - MDR-Aktuell-App: https://1.ard.de/mdr-aktuell-app - Podcast-Tipp: Komm mit in den Garten - https://1.ard.de/gartenpodcast Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an [email protected] oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008.
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So werden Klima-Sanierungen für alle Hausbesitzer möglich
In Berlin laufen die Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD. Einige Zwischenergebnisse sind schon nach außen gedrungen. Strompreise sollen sinken, Änderungen sind beim Heizungsgesetz geplant und die Förderung von E-Autos soll ausgeweitet werden. Wie steht es also künftig um den Klimaschutz? "Dass Klimaschutz keine große Rolle spielt, ich glaube, das sehen ja alle", sagt Klima-Ökonomin Claudia Kemfert dazu. Es drohe eine Koalition der "Klima-Amnesie". Alles deute auf eine fehlgeleitete Energiepolitik hin, die teuer, ineffizient und sozial ungerecht sei. Kemfert erklärt, wie sie zu diesem Schluss kommt und auch, welche positiven Aspekte dir bei den Plänen von Union und SPD sieht. Außerdem sprechen wir über eine Studie, die untersucht hat, wie der Klimaschutz im Gebäudesektor zu schaffen ist. Es geht auch darum, wie man in unsanierten Gebäuden am besten heizt, mit Gasheizung oder mit einer Wärmepumpe. Und es geht um die Frage einer Hörerin zu diesem Thema: Energiegenossenschaften – welche Rolle spielen sie bei der Energiewende? Links: - Studie "Wie Klimaschutz im Gebäudebestand zu schaffen ist" - https://www.duh.de/fileadmin/user_upload/download/Projektinformation/Energieeffizienz/Gebaeude/20250327_Kurzstudie_Mit_guten_Geb%C3%A4uden_zum_Ziel.pdf - Anmeldung MDR-Klima-Update: https://1.ard.de/klima-update - MDR-Aktuell-App: https://1.ard.de/mdr-aktuell-app - DIW-Studie zur Energieerzeugung mit Kernfusion - https://www.diw.de/de/diw_01.c.942435.de/publikationen/wochenberichte/2025_13_1/kommerzielle_energieerzeugung_mit_kernfusion_nicht_absehbar_____anwendungsforschung_entwickelt_sich_dynamisch.html - Podcast-Tipp: CUT - Das Virus, das uns trennt - https://1.ard.de/CUT_S02?p=kkp Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an [email protected] oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008.
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Die Klimakrise bedroht die weltweite Sicherheit
"Die Klimakrise bedroht die nationale und weltweite Sicherheit." Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung des Bundesnachrichtendienstes gemeinsam mit Klimawissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern. Im Gespräch mit Host Theresa Brenner erläutert die Klima-Ökonomin Claudia Kemfert, wie die Klimakrise zusammenhängt mit Preisschocks, Migrationswellen und bewaffneten Konflikten. Kemfert sagt, die Analyse zeige, dass der Klimawandel voranschreite, welche Risiken er mit sich bringe und dass der ganze Bereich der Sicherheit sich damit auseinandersetzen müsse. Diese Woche wurde im Bundestag das beispiellose Schuldenpaket für Verteidigung und Infrastruktur beschlossen. Dafür kam nochmal der alte Bundestag zusammen. Die voraussichtlichen neuen Koalitionspartner Union und SPD erreichten die nötige Zweidrittelmehrheit mit Hilfe der Grünen für eine Grundgesetz-Änderung. Geplant ist, die Schuldenbremse für Verteidigungsausgaben zu lockern. Zudem sollen neue Schulden in Höhe von 500 Milliarden Euro für Investitionen in Infrastruktur aufgenommen werden. 100 Milliarden Euro davon sollen in den Klima- und Transformationsfonds fließen. Kemfert erläutert, wofür die neue Bundesregierung das Geld ihrer Meinung nach ausgeben sollte. Die Klima-Ökonomin beantwortet außerdem eine Hörerfrage zum SPD-Politiker Hermann Scheer und seiner Idee der dezentralen Energiewende. Analyse: Nationale Interdisziplinäre Klimarisiko-Einschätzunghttps://metis.unibw.de/de/nike/Podcast-Hörtipp: Tschüss Kohle, hallo Zukunft!https://1.ard.de/tschuess-kohle Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an [email protected] oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008. Die nächste Folge "Kemferts Klima-Podcast" erscheint am 2. April 2025.
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Klimaschutz: Wahlprogramme im Check
In wenigen Tagen wird ein neuer Bundestag gewählt. Die Klima-Ökonomin Claudia Kemfert ist enttäuscht, dass der Klimaschutz im Wahlkampf keine große Rolle gespielt hat. Sie hätte sich gewünscht, dass das Thema einen größeren Stellenwert eingenommen hätte. Im Gespräch mit Host Theresa Brenner schaut die Wissenschaftlerin, was in den Wahlprogrammen zum Klimaschutz steht. Im Fokus stehen dabei die Pläne aller im Bundestag vertretenen Parteien. Podcast-Tipp: Mein Einsatz - der NDR Feuerwehr-Podcasthttps://1.ard.de/meineinsatz4 Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an [email protected] oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008. Die nächste Folge "Kemferts Klima-Podcast" erscheint am 5. März 2025.
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Klimapolitik: Wie Angela Merkel sich selbst belügt
In Ihrer Biografie „Freiheit“ rechtfertigt Alt-Kanzlerin Angela Merkel ihre Energie- und Klimapolitik. Der Kampf gegen den Klimawandel sei wichtig gewesen, habe aber darunter gelitten, dass es zahlreiche andere Krisen gegeben habe. Nord Stream 2 habe sich kaum verhindern lassen. Russland sei lange ein verlässlicher Gaslieferant gewesen. In dieser Folge ziehen wir eine Bilanz der Klima- und Energiepolitik von Kanzlerin Merkel. Klima-Ökonomin Claudia Kemfert sagt, sie habe Merkel als Person immer geschätzt. An ihrer Klima- und Energiepolitik kann sie jedoch wenig positive Aspekte finden. Den Hinweis der CDU-Politikerin auf die vielen Krisen hält Kemfert für vorgeschoben. Vielmehr hätten wohl wirtschaftliche Interessen und Lobbyorganisationen ihren Anteil daran, dass der Klimaschutz nicht immer im Vordergrund gestanden hätte. "Obwohl viel los ist, kann man Dinge tun. Und das ist ja der Job einer Kanzlerin", so Kemfert. Als Wissenschaftlerin hätte Merkel gewusst, wie ernst sie das Thema hätte nehmen müssen. Habe sie aber nicht. Alternativen hätte es gegeben, so Kemfert. Außerdem habe Merkel Warnungen vor Russland lange ignoriert. Selbst die für die Versorgungssicherheit wichtigen Gasspeicher wurden in ihrer Amtszeit teilweise an Gazprom verkauft. Das habe sich später gerächt. "Ja keine Fehler zugeben", sagt Kemfert zu Merkels Aussagen. Außerdem: Ein Untersuchungsausschuss will herausfinden, was bei der deutschen Energiepolitik schiefgelaufen ist. Im Zentrum steht das Verhalten der Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern im Zusammenhang mit dem Bau der Pipeline Nord Stream 2. Ein Problem: Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) sollte als Zeuge aussagen, fällt aber nun aus. Er soll an einem Burnout leiden. Podcast-Empfehlung: Die Entscheidung. Politik, die uns bis heute prägt - https://1.ard.de/die-entscheidung-br Anmeldung MDR-Klima-Update: https://1.ard.de/klima-update Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an [email protected] oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008.
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1,5 Grad-Ziel wird wohl verfehlt
2024 war das wärmste Jahr seit 1850. Erstmals lag die globale Durchschnittstemperatur 1,6 Grad über dem vorindustriellen Niveau. Das zeigen jetzt auch Forschungen des Klimawandeldienstes Copernicus. Außerdem sei der menschengemachte Klimawandel ein entscheidender Faktor für diese Erderwärmung. Im Gespräch mit Host Theresa Brenner erklärt die Klima-Ökonomin Claudia Kemfert, warum sie nicht davon ausgeht, dass das Pariser Klimaabkommen so noch zu halten ist – mit dramatischen Folgen. Außerdem beschreibt sie, woher Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wissen, wie die Durchschnitttemperatur 1850 war. Und die Klima-Ökonomin erläutert, wieso neben dem Menschen auch Wetterextreme für die globale Erwärmung verantwortlich sind. Weiteres Thema ist einer Warnung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik. Darin geht es um das sogenannte „Solarspitzen-Gesetz“. China könnte über Wechselrichter Zugriffe auf deutsche Stromversorgung erlangen, heißt es. Dieses Gesetz berge „erhebliches Gefährdungspotenzial“. Kemfert erklärt das Gesetz und warum nach ihrer Meinung die Hersteller verpflichtet sein sollten, Schutzvorkehrungen zu treffen. Die Klima-Ökonomin beantwortet auch noch eine Hörerfrage. Darin geht es um regenerativen Strom und den Platz, den Solarparks und Windkraftanlagen brauchen. Links: Copernicus „Global Climate Highlights 2024“: https://climate.copernicus.eu/global-climate-highlights-2024#:~:text=2024%20had%20a%20global%20average,exceed%201.5%20above%20that%20level. Kemferts Klima-Podcast vom 13. November 2023: „Ampel-Aus und Trump: Klimaschutz in der Krise“: https://www.ardaudiothek.de/episode/kemferts-klima-podcast/ampel-aus-und-trump-klimaschutz-in-der-krise/mdr-aktuell/13888873/ Kemferts Klima-Podcast vom 18. Oktober 2023 „Schockierender Temperaturanstieg im September“: https://www.ardaudiothek.de/episode/kemferts-klima-podcast/schockierender-temperaturanstieg-im-september/mdr-aktuell/12826753/ Studie Bundesamt für Naturschutz „Zukünftige Solar-Anlagen: Technologien, Auswirkungen, räumliche Steuerungsmöglichkeiten“: https://bfn.bsz-bw.de/frontdoor/index/index/docId/1834 Podcast-Hörtipp: Große Fragen in zehn Minuten von MDR Wissenhttps://www.ardaudiothek.de/sendung/grosse-fragen-in-zehn-minuten-von-mdr-wissen/70119978/ Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an [email protected] oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008. Die nächste Folge "Kemferts Klima-Podcast" erscheint am 5. Februar 2025.
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Keine Panik wegen Dunkelflauten
Kaum Wind, die Sonne schafft es nicht durch die Wolken - solche Wetterlagen drücken nicht nur aufs Gemüt, sondern sorgen auch für sogenannte Dunkelflauten. Windkraft- und Photovoltaikanlagen erzeugen dann wetterbedingt kaum Strom. Im vergangenen Jahr gab es mindestens zwei solcher Phasen. Die Folge: Die Börsenstrompreise stiegen zeitweise drastisch an. Wie problematisch sind diese Dunkelflauten wirklich? Darüber spricht Host Marcus Schödel mit der Klimaökonomin Claudia Kemfert. Gemeinsam erklären sie, warum solche Wetterlagen kein Grund zur Sorge sind und welche Auswirkungen die kurzzeitigen Preisexplosionen auf Verbraucher haben. Zudem klären sie, warum Energiekonzerne nicht gegensteuern und Reservekraftwerke hochfahren. Außerdem geht es um einen Strompreisstreit zwischen Deutschland und Schweden. Die schwedische Energieministerin Eva Busch hat die deutsche Energiepolitik scharf kritisiert. Sie soll dafür verantwortlich sein, dass Duschen in Schweden zwischenzeitlich ziemlich teuer wurde. Claudia Kemfert ordnet die Vorwürfe aus Stockholm ein. Die Klimaökonomin klärt in dieser Folge auch über falsche Informationen zu fehlenden Stromspeichern auf und beantwortet damit die Frage einer Hörerin. Podcast-Tipp „L.A. River – Aufstieg und Fall eines Flusses“ https://www.ardaudiothek.de/episode/dok-5-das-feature/der-l-a-river-fall-und-aufstieg-eines-flusses/wdr-5/14011871/Anmeldung MDR-Klima-Update: https://1.ard.de/klima-updateMDR-Aktuell-App: https://1.ard.de/mdr-aktuell-app Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an [email protected] oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008.
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Sinn und Unsinn von Umweltzonen
In der letzten Podcast-Folge vor Weihnachten spricht Theresa Brenner mit der Klima-Ökonomin Claudia Kemfert über eine DIW-Studie zu Umweltzonen. Seit 2008 dürfen in vielen deutschen Städten nur noch schadstoffarme Autos unterwegs sein. Die Studie hat die Auswirkungen auf die Gesundheit besonders von Kindern und jungen Erwachsenen untersucht. Ergebnis: Psychische Erkrankungen wie Depressionen und Angststörungen sind zurückgegangen, auch bei den schulischen Leistungen sieht man positive Aspekte. Für Prof. Kemfert ist klar: Die Umweltzonen sind ein Erfolgsmodell und haben sich bewährt. Dennoch haben mehrere Städte die Umweltzonen wieder abgeschafft, darunter auch Erfurt. Das Argument: Die Zonen braucht es nicht mehr, die Luftqualität hat sich ja verbessert. Prof. Kemfert hält diese Sichtweise für einen Fehler. Wenn die Grenzwerte in Zukunft weiter verschärft würden, müssten die Städte die Zonen wieder einführen. Das wiederum würde neue Diskussionen und Widerstände hervorrufen. Deshalb, so die Klima-Ökonomin, sollten die Städte die Zonen lieber gleich beibehalten und einen Jo-Jo-Effekt vermeiden. Am Ende des Podcasts geht es um eine Hörerfrage. Warum gibt es an kleineren Flüssen im Gegensatz zu früher kaum noch Wassermühlen? Claudia Kemfert verweist auf die schlechteren Rahmenbedingungen, ein Betrieb lohnt sich oft nicht mehr. Auch gibt es viel Kritik von Naturschutzverbänden an solchen Wasserkraftanlagen. Sie plädiert dafür, die Potenziale dennoch zu nutzen. DIW-Studie zu Umweltzonen: https://www.diw.de/de/diw_01.c.927097.de/publikationen/wochenberichte/2024_47_2/umweltzonen_in_deutschland__emissionsbegrenzungen_verbessern_bildung_und_psychische_gesundheit.html Podcast-Hörtipp: nah dranhttps://www.ardaudiothek.de/sendung/nah-dran-die-geschichte-hinter-der-nachricht/10836217/ Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an [email protected] oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008. Die nächste Folge "Kemferts Klima-Podcast" erscheint am 8. Januar 2025.
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Sabotage auf der UN-Klimakonferenz
Etwas mehr als zwei Wochen hat die UN-Klimakonferenz in Baku gedauert. Am Ende stand ein Minimalkompromiss. In der Abschlusserklärung steht unter anderem, dass die Industrieländer die Klimahilfen für die ärmere Länder verdreifachen - auf mindestens 300 Milliarden Dollar jährlich. Klima-Ökonomin Claudia Kemfert zählt im Gespräch mit Host Marcus Schödel auf, wofür das Geld eingesetzt werden könnte. Außerdem kann sie die Enttäuschung über das Gipfelergebnis bei Entwicklungsländern nachvollziehen. 300 Milliarden seien wirklich nicht viel Geld, gemessen an den Kosten, die durch die Klimakrise aufträten. Kemfert kritisiert auch, dass beim Ausstieg aus Öl und Gas keine Fortschritte erzielt wurden. Verantwortlich sind Gastgeber Aserbaidschan und Saudi-Arabien. Die Klima-Ökonomin erklärt deren Tricks und Täuschungsmanöver. Sie bennennt aber auch kleinere Erfolge des Gipfels, wie eine Einigung auf nachhaltigen Tourismus. In der Hörerfrage geht es um Chatbots wie ChatGPT und den Energiebedarf, den diese KI-Programme benötigen. Links: Ergebnisse der COP29: https://cop29.az/en/media-hub/newsKlimaschutz-Ranking von Germanwatch: https://ccpi.org/download/climate-change-performance-index-2025-die-wichtigsten-ergebnisse/Podcast -Tipp: Meine Challenge - "Besser sterben": http://1.ard.de/meine-challengeAnmeldung MDR-Klima-Update: https://1.ard.de/klima-updateMDR-Aktuell-App: https://1.ard.de/mdr-aktuell-app Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an [email protected] oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008.
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Ampel-Aus und Trump: Klimaschutz in der Krise
Die Ampel ist zerbrochen und mit ihr viele Vorhaben für den Klimaschutz. Wir ziehen mit Claudia Kemfert Bilanz. Sie sagt: "Man ist bei weitem nicht so weit gekommen, wie man eigentlich wollte." Einiges sei erreicht worden, viel sei liegengeblieben. Zugutehalten müsse man Scholz, dass sich die Rahmenbedingungen für den Klimaschutz verschlechtert hätten während der Regierungszeit der Ampel. Gründe seien der Ukraine-Krieg und das Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts. Mit Blick auf die Neuwahl ist Kemfert wenig optimistisch. Der Klimaschutz habe bei vielen gerade keine Priorität. Sie plädiert erneut dafür, ein Klimageld einzuführen. Außerdem: Friedrich Merz im Wahlkampfmodus. Der Mann, der vielleicht nächster deutscher Kanzler wird, sagt in einem Interview, Windräder seien hässlich und eine Übergangstechnologie. Durch den Einsatz von Kernfusion könnten sie vielleicht irgendwann wieder abgebaut werden. Ist das so? Eher nicht, sagt Kemfert und erklärt, warum. Kernfusion sei eine Wette auf die Zukunft. Schnelle Lösungen bringe sie nicht. Donald Trump wird erneut ins Weiße Haus einziehen. Die USA dürften erneut aus dem Pariser Klimaschutzabkommen aussteigen. Es dürfte noch schlimmer kommen, erklärt Kemfert. „Das ist tatsächlich für die internationale Klimaschutzpolitik ein Riesendesaster. Wir brauchen die Amerikaner. Sie sind die zweitgrößten Emittenten weltweit, wir brauchen sie auch für die Klimafinanzierung.“ Es seien dunkle Zeiten, in vielen Ländern habe der Klimaschutz keine Priorität mehr. Bei der Hörerfrage geht es dieses Mal um geplante Offshore-Windparks in der Nordsee. Wann werden sie in Betrieb gehen? Links: - Folge von "Kemferts Klima-Podcast", in der wir schon einmal über die Versteigerung von Lizenzen für den Bau von Offshore-Windparks gesprochen haben - https://www.mdr.de/nachrichten/podcast/kemfert-klima/audio-atomkraft-atomausstieg-klimaschutzgesetz-oranienburg-100.html - Podcast-Tipp: „Mission Klima“ - https://1.ard.de/MissionKlima_Podcast Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an [email protected] oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008.
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VW in der Krise: Was die Regierung jetzt tun muss
Die wirtschaftlichen Aussichten sind derzeit alles andere als rosig. Die Bundesregierung ist zerstritten und schafft es nicht mal, zu einem gemeinsamen Wirtschaftsgipfel einzuladen. Stattdessen gibt es Parallelveranstaltungen von Kanzler und Finanzminister. Und auch der Autobauer VW ist in der Krise. Was muss die Politik jetzt tun, damit die Wirtschaft wieder in Schwung kommt? Klima-Ökonomin Claudia Kemfert sagt, die aktuelle Lage gehe auf viele Fehler in den vergangenen Jahren zurück. Sowohl die Politik als auch die Unternehmen hätten ihren Anteil daran. Mit Blick auf die Bundesregierung und ihren Streit sagt sie: "Es ist nicht mehr zu akzeptieren, dass man da in einer solchen verantwortungslosen Art und Weise agiert." Kemfert erklärt, was die Politik aus ihrer Sicht jetzt tun sollte, damit sich die Lage bessert. "Wir brauchen eine Modernisierungsoffensive für die Industrie, für eine Digitalisierung." Daneben gebe es weitere Bereiche, in die investiert werden müsse. Welche das sind, hören Sie im Podcast. Außerdem geht es um die vielen Tierarten, die derzeit weltweit vom Aussterben bedroht sind. Die biologische Vielfalt nimmt ab, das hat verheerende Folgen – auch für den Menschen. Um Abhilfe zu schaffen, gibt es derzeit in Kolumbien eine Konferenz zur Artenvielfalt, an der sich fast 200 Länder beteiligen. Wir sprechen darüber, was solche Konferenzen bringen. Und welche Fortschritte seit der letzten Biodiversitätskonferenz erreicht wurden. Klar ist: Auch Deutschland hat da noch einige Hausaufgaben. Die Hörerfrage in dieser Folge: Warum werden Windräder aus umweltschädlichem Kunststoff hergestellt? Wäre Holz nicht eine Alternative für die Fertigung der Rotorblätter? Living Planet Report 2024: WWF-Living-Planet-Report-2024 - https://www.wwf.de/living-planet-report Anmeldung MDR-Klima-Update: https://1.ard.de/klima-update MDR-Aktuell-App: https://1.ard.de/mdr-aktuell-app Podcast-Tipp: Kino.to - Die verbotene Streamingrevolution - https://1.ard.de/kinoto?cp Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an [email protected] oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008.
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Wie die Klimakrise das Hochwasser-Risiko erhöht
Europa hat ein weiteres Extremwetter-Ereignis erlebt. Der September brachte Starkregen und dann Hochwasser. Betroffen waren vor allem Österreich, Tschechien, Polen und Teile Deutschlands. Heftige Schäden und Todesopfer waren die Folge. In dieser Folge sprechen wir darüber, wie solche Phänomene mit dem Klimawandel zusammenhängen. Klima-Ökonomin Claudia Kemfert sagt mit Blick auf die jüngsten Ereignisse: "Das wird alles noch schlimmer, das wird intensiver und häufiger." Nicht jedes Ereignis lasse sich dem Klimawandel zuordnen, aber Fakt sei: Durch den Klimawandel steige das Risiko. Eine wichtige Rolle spielten dabei die Ozeane, die sich mehr und mehr erwärmten. Hitze, Dürre, Starkregen und Überschwemmungen – das Schlimme an den Entwicklungen sei: Das sei erst der Anfang. In dieser Folge gibt es außerdem einen Gast: Jeroen Dirks, Reporter aus den Niederlanden. Seine Heimat liegt zu etwa einem Drittel unter dem Meeresspiegel. Der Hochwasserschutz spielt da eine sehr wichtige Rolle. Dirks erzählt, wie die Niederlande den Klimaschutz organisieren. Wegen ihrer Lage haben sie früher angefangen, sich zu kümmern. In vielerlei Hinsicht können die Niederlande ein Vorbild sein für Deutschland. Aber auch dort gibt es Stimmen, die Klimaschutzpolitik kritisch sehen. Links: - Studie zu Extremwetter-Ereignissen: https://www.nature.com/articles/s41612-021-00202-w - Podcast-Tipp: Wendehausen – Heimat im Todesstreifen https://1.ard.de/wendehausen Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an [email protected] oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008.
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Blick hinter die Kulissen
Die reguläre Ausgabe von "Kemferts Klima-Podcast" fällt leider aus. Die Hosts Theresa Brenner und Marcus Schödel nutzen aber die Gelegenheit für einen Blick hinter die Kulissen. Wie entsteht eine Podcast-Folge? Wo wird aufgezeichnet? Wie werden die Themen ausgewählt? Welche Fragen von Hörerinnen und Hörern werden beantwortet? Außerdem erklären Marcus Schödel und Theresa Brenner, wie die Folgen zu Spotify, Apple Podcast, zur ARD-Audiothek und zu YouTube kommen. Die nächste reguläre Folge von "Kemferts Klima-Podcast" wird voraussichtlich am 16. Oktober veröffentlicht. Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an [email protected] oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008. Podcast-Hörtipp: Wendehausen – Heimat im Todesstreifenhttps://www.ardaudiothek.de/sendung/wendehausen-heimat-im-todesstreifen/13704179/
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So verändert Sahra Wagenknecht die Klimapolitik
In Thüringen und Sachsen hat das Bündnis Sahra Wagenknecht aus dem Stand zweistellige Ergebnisse erzielt. Das BSW könnte in beiden Ländern in die Regierung einziehen. Und damit auch Einfluss auf die künftige Klimapolitik nehmen. Aber wofür steht das BSW beim Klimathema? Klima-Ökonomin Claudia Kemfert erklärt, was man darüber bisher weiß. Es gebe Ansätze zum Klimaschutz, aber auch viele Positionen, die kritisch zu sehen seien. Ein wichtiges Stichwort: Russland. Wie wird das alles mit der CDU zusammengehen, die in Thüringen und Sachsen die künftigen Landesregierungen anführen dürfte? Die Grünen haben bei den Landtagswahlen verloren, sind in Thüringen sogar aus dem Landtag geflogen. Haben die Menschen das Interesse am Klimaschutz verloren? Zum Teil sei das leider so, sagt Kemfert. In den Wahlkämpfen hätten die "Themen der Mitte" kaum eine Rolle gespielt. Populisten seien nun gestärkt. "Die Wahlergebnisse sind katastrophal für den Klimaschutz", so Kemfert. Jetzt sei es wichtig, weiter zu erklären, warum Klimaschutz wichtig sei. Ohne Panikmache, sondern mit einer positiven Vision für die Zukunft. Dann beschäftigen wir uns mit einem Vorschlag der Bundesnetzagentur. Sie will – vereinfacht gesagt – das Unternehmen ihre Produktion hochfahren, wenn Wind weht und die Sonne scheint. Und runterfahren, wenn der Strom aus Erneuerbaren Energien knapp wird. Was ist der Sinn dahinter? Und: Wie soll das in der Praxis funktionieren? Unternehmen reagieren kritisch. Und dann hat ein Hörer eine Frage zur Milchproduktion und zum Wasserverbrauch: Er will wissen, warum für einen Liter Milch mehr als 620 Liter Wasser verbraucht werden, was unglaublich viel ist. Die Antwort gibt es am Ende des Podcasts. Links: Wahlprogramm BSW Sachsen: https://bsw-vg-sachsen.de/wp-content/uploads/2024/05/landtagswahlprogramm2024.pdf Wahlprogramm BSW Thüringen: https://bsw-th.de/wp-content/uploads/2024/06/240608_LWP_fin-2.pdf Wahlprogramm CDU Sachsen: https://www.cdu-sachsen.de/Dateien/regierungsprogramm-weil-es-um-sachsen-geht/17535768 Wahlprogramm CDU Thüringen: https://cduth.de/assets_lp/c206a94986050c4d6ad484135bff6e7c/lp/2011/2335/Regierungsprogramm/Der_20Th_C3_BCringen-Plan_1.pdf Eckpunktepapier der Bundesnetzagentur: https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Beschlusskammern/1_GZ/BK4-GZ/2024/BK4-24-0007/Eckpunktepapier_24072024.pdf?__blob=publicationFile&v=3 Empfehlung: Sahra Wagenknecht – der Podcast: https://www.ardaudiothek.de/sendung/sahra-wagenknecht-der-podcast/13468743/ Empfehlung: Geladen – Der Batteriepodcast: https://geladen.podigee.io/ Anmeldung MDR-Klima-Update: https://1.ard.de/klima-update MDR-Aktuell-App: https://1.ard.de/mdr-aktuell-app Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an [email protected] oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008. Die nächste Folge "Kemferts Klima-Podcast" ist für den 2. Oktober 2024 geplant.
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Warum wir ressourcengerechtes Wachstum brauchen
Wie kann man das Wirtschaftswachstum neu denken? Im Gespräch mit Host Theresa Brenner erklärt die Klima-Ökonomin Claudia Kemfert, warum ihrer Meinung nach unser Wirtschaftssystem aktuell nicht nachhaltig ist und den Planeten zerstört. Außerdem geht sie auf drei zentrale Begriffe ein, die eine wichtige Rolle beim Thema Wirtschaftswachstum spielen: Effizienz, Suffizienz und Konsistenz. Und sie erläutert, was getan werden muss, um ressourcengerechtes Wachstum zu ermöglichen? All das ist auch Teil eines Buches, was Kemfert mit herausgibt. Es erscheint am 01.08.2024 und trägt den Titel „Unlearn CO2“. Weiteres Thema ist ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg. Es hat entschieden, dass die Bundesregierung ihr Nationales Luftreinhalteprogramm nachschärfen muss. Das sieht auch Kemfert so. Und am Ende des Podcasts beantwortet Klima-Ökonomin noch die Frage einer Hörerin. Sie möchte wissen, ob es trotz der Klimakrise noch vertretbar ist, Kinder in die Welt zu setzen. Podcast-Hörtipp: Der Rest ist Geschichte https://www.ardaudiothek.de/sendung/der-rest-ist-geschichte/12405869/ Anmeldung MDR-Klima-Update: https://1.ard.de/klima-update MDR-Aktuell-App: https://1.ard.de/mdr-aktuell-app Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an [email protected] oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008.Der Podcast geht jetzt in eine Sommerpause. Die nächste Folge erscheint am 04.09.2024.
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Neue Pläne: Ampel bremst Erneuerbare aus
Die Ampel-Parteien haben sich auf einen Bundeshaushalt für 2025 geeinigt. So weit, so gut. Aber welche Folgen hat das für die Klimapolitik? Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) gibt dem Paket eine 2+ und spricht von positiven Effekten fürs Klima. Unter anderem meint er damit, dass es mehr Geld für die Deutsche Bahn, für die Nutzung von Geothermie und für erneuerbare Energien geben soll. Einige der Regelungen könnten aber auch dazu führen, dass Besitzer von Solaranlagen finanziell künftig schlechter gestellt würden. Klima-Ökonomin Claudia Kemfert sieht den Haushaltsentwurf kritisch. Sie würde ihm eine 3- oder 4+ geben. Der Haushalt 2025 entspreche einer "Turbo-Bremse" für die Klimapolitik. Aber was genau findet sie misslungen? Das erklärt sie im Podcast. Wichtige Stichworte: Deutschlandticket, Subventionen für Unternehmen, Investitionsstau, die Schuldenbremse und die Reform der EEG-Förderung. Weitere Themen: Studie zu den Treibhausgas-Emissionen von Privathaushalten. Warum reichere Menschen einen größeren CO2-Fußabdruck haben. + Und die Hörerfrage: Warum werden Stromtrassen nicht einfach entlang von Autobahnen gebaut? + Und, nicht ganz ernst gemeint: Eine Botschaft des Himmels! Links: - Eckpunkte Bundeshaushalt 2025: https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/Oeffentliche-Finanzen/Bundeshaushalt/bundeshaushalt-2025-und-wachstumsinitiative.pdf?__blob=publicationFile&v=2 - Papier Wachstumsinitiative: https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/Oeffentliche-Finanzen/Bundeshaushalt/bundeshaushalt-2025-und-wachstumsinitiative-2.pdf?__blob=publicationFile&v=3 - DIW-Studie zum CO2-Fußabdruck deutscher Haushalte: https://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.906978.de/24-27-2.pdf - Podcast-Hörempfehlung: 15 Minuten. Der tagesschau-Podcast am Morgen - https://1.ard.de/15Minuten - Anmeldung MDR-Klima-Update: https://1.ard.de/klima-update - Link MDR-Aktuell-App: https://1.ard.de/mdr-aktuell-app Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an [email protected] oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008.
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We need more Moor!
Die Rolle von Moorlandschaften für den Klimaschutz ist schwer zu unterschätzen. Moore speichern extrem viel CO2, allerdings gibt es kaum noch welche in Deutschland. Das war einmal anders und das könnte auch wieder anders werden. Stichwort: Wiedervernässung. Nun ist eine wichtige EU-Entscheidung gefallen, die positive Auswirkungen haben dürfte. Klima-Ökonomin Claudia Kemfert erklärt das Renaturierungsgesetz und warum sie es für einen Erfolg hält. Und sie outet sich als Moor-Fan. Überhaupt, Moore seien auch eine gute Geschenkidee. Was sie damit meint, erklärt Kemfert im Podcast. Außerdem geht es um eine Umfrage der Vereinten Nationen zum Thema Klimawandel. Mehr als 73.000 Menschen aus fast 80 Ländern wurden dafür befragt. Es ging darum, wie wichtig den Menschen der Klimaschutz ist. Das Ergebnis ist ziemlich eindeutig: Sehr wichtig! Links: - Umfrage der Vereinten Nationen zum Klimawandel: https://www.undp.org/press-releases/80-percent-people-globally-want-stronger-climate-action-governments-according-un-development-programme-survey - Podcast-Tipp: Sahra Wagenknecht - der Podcast https://1.ard.de/wagenknecht-mdr-podcast - Anmeldung MDR-Klima-Update: https://1.ard.de/klima-update - Link MDR-Aktuell-App: https://1.ard.de/mdr-aktuell-app Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an [email protected] oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008.
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Europawahl: Ist der Green Deal tot?
Die Grünen haben bei der Europawahl massiv verloren. Gewinner sind rechte Parteien wie die AfD. Die Klima-Ökonomin Claudia Kemfert sagt, sie sei schockiert gewesen von den Ergebnissen am Sonntag, habe das aber erwartet. Stellt sich die Frage: Haben die Wahlergebnisse Auswirkungen auf den Green Deal? Dahinter steckt das Ziel, dass Europa bis 2050 als erster Kontinent klimaneutral wird. Kemfert erklärt, warum sie den Green Deal nicht für tot hält, einige noch nicht beschlossene Punkte werden ihrer Meinung nach aber wahrscheinlich abgeschwächt. Kemfert kritisiert außerdem, dass Klimaschutz im Wahlkampf keine große Rolle gespielt habe. Mit Host Marcus Schödel bespricht die Klima-Ökonomin auch das Wahlverhalten der jungen Leute. 17 Prozent haben ihr Kreuz bei der CDU gemacht, 16 Prozent bei der AfD. Den Eindruck, dass sich die jungen Menschen aber nicht mehr für Klimaschutz interessieren, sieht sie nicht. Weiteres Thema ist das Hochwasser in Süddeutschland in der vergangenen Woche. Kemfert sagt, Extremwetterereignisse werden künftig zunehmen. Es werde keine Region mehr geben, die nicht davon betroffen sei. Wie sollte der Staat darauf reagieren? Kemfert spricht sich wie Bundesumweltministerin Steffi Lemke dafür aus, dass die Klimaanpassung ins Grundgesetz geschrieben werden müsste. Außerdem zählt sie vier Gründe auf, warum es eine Pflichtversicherung gegen Elementarschäden geben sollte. Zum Schluss beantwortet Claudia Kemfert außerdem noch eine Hörerfrage: Hilft uns goldener Wasserstoff bei der Energiewende? Podcast-Hörtipp: Plusminus. Mehr als nur Wirtschaft.https://1.ard.de/plusminus Anmeldung MDR-Klima-Update: https://1.ard.de/klima-updateLink MDR-Aktuell-App: https://1.ard.de/mdr-aktuell-app Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an [email protected] oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008.
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Die neuen Lügen der Ölkonzerne
Ausgefeiltes Greenwashing, Lügenkampagnen und gekaufte Wissenschaftler. Klima-Ökonomin Claudia Kemfert erklärt die neuen Strategien der Öl-Konzerne. Hintergrund ist ein neuer Bericht aus dem US-Kongress. Der zeigt: Nach außen geben sich die Konzerne gern einen grünen Anstrich. Die Botschaft: Der Kampf gegen den Klimawandel ist wichtig. Wir haben verstanden. Wir erneuern unser Geschäft und werden klimafreundlichere Unternehmen. Aber: Oft steckt nur Greenwashing dahinter. Ziel ist es dann, so lange wie möglich das klimaschädliche Geschäftsmodell weiter betreiben zu können. Selbst Wissenschaftler an renommierten US-Universitäten werden für diese Zwecke eingespannt. Und Gegner der Strategien werden angefeindet. Eruption auf dem E-Auto-Markt: Die USA wollen sich vor der massenhaften Einfuhr günstiger chinesischer E-Autos schützen. Um das zu erreichen, heben sie die Zölle massiv auf 100 Prozent an. Was bedeutet das für den europäischen Automarkt? Sollte die EU bei den Zöllen nachziehen? Weitere Themen: Was ist vom neuen Diesel-Kraftstoff HVO100 zu halten? + Hörerfrage: Kann man Verbrenner umwandeln in ein E-Auto? Links: - Bericht aus dem US-Kongress: https://www.budget.senate.gov/chairman/newsroom/press/new-joint-bicameral-staff-report-reveals-big-oils-campaign-of-climate-denial-disinformation-and-doublespeak/ - Podcast-Tipp: Besser leben. Der BAYERN 1 Nachhaltigkeitspodcast https://www.ardaudiothek.de/sendung/besser-leben-der-bayern-1-nachhaltigkeitspodcast/13785130/ - Anmeldung MDR-Klima-Update - https://1.ard.de/klima-update - Link MDR-Aktuell-App - https://1.ard.de/mdr-aktuell-app Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an [email protected] oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008.
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Geheime Atomakten: Viel Aufregung um (fast) nichts
Ein Artikel des Politikmagazins Cicero hat hohe Wellen geschlagen. Darin geht es um den deutschen Atomausstieg und die Rolle der Grünen. Im Artikel wird der Eindruck vermittelt, die Grünen hätten 2022 trotz der Energiekrise einen früheren Atomausstieg durchsetzen wollen – gestützt durch Manipulation, Desinformation und einflussreiche Netzwerke. Sie hätten also ihre Ideologie über das Wohl des Landes gestellt. Die Klima-Ökonomin Claudia Kemfert zu dem Bericht: „Ein Sturm im Wasserglas.“ Bei den veröffentlichten Fakten handle es sich um Banalitäten. Den Skandal, der da konstruiert werden solle, gebe es nicht. Kemfert erklärt die Vorgänge aus dem besagten Jahr 2022 noch einmal genau. Außerdem: Im Fernsehen, bei Youtube und Co. – Werbung ist allgegenwärtig. Auch der Klimawandel ist dabei Thema. So manche Firma versucht, sich mit aufwändig produzierten Clips ein besseres Klima-Image zu kaufen. Eine Studie hat sich mit dem Thema und Greenwashing per Werbe-Clip beschäftigt. Weitere Themen: Klima-Hungerstreik in Berlin + Hörerin-Frage: Sollte der Strommarkt verstaatlicht werden? Links: - Studie: Reklame für Klimakiller - https://1.ard.de/OBS-studie - Aktion "Unsere Flüsse" - https://1.ard.de/fluesse - Anmeldung MDR-Klima-Update - https://1.ard.de/klima-update - Link MDR-Aktuell-App - https://1.ard.de/mdr-aktuell-app Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an [email protected] oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008.
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Warum Gegner des Atomausstiegs falsch liegen
In dieser Folge sprechen Marcus Schödel und Energie-Ökonomin Claudia Kemfert über den deutschen Atomausstieg. Vor einem Jahr sind die letzten drei Atomkraftwerke vom Netz gegangen. Zeit für eine Bilanz. Laut einer Umfrage des Vergleichsportals Verivox hält eine knappe Mehrheit der Deutschen den Atomausstieg rückwirkend für einen Fehler. Deutschland importiert teilweise mehr Strom, als es exportiert. Kemfert erklärt, warum sie den Atomausstieg trotzdem für eine Erfolgsgeschichte hält. Außerdem geht es um kritische Stimmen zum Atomausstieg und die Entwicklung der Strompreise. Weitere Themen: Engpässe im Stromnetz von Oranienburg – ein Einzelfall? + Das neue Klimaschutzgesetz der Ampel: Eine kritische Einordnung + Versteigerung von Lizenzen für den Bau von Offshore-Windparks – einträglich für den Staat, teuer für Verbraucher Studie "Ein Jahr Atomausstieg in Deutschland": https://green-planet-energy.de/fileadmin/docs/publikationen/Studien/studie-ein-jahr-atomausstieg-energiewirtschaftlicher-rueckblick.pdf Dokumentation "Bittere Früchte": https://www.ardmediathek.de/video/arte/bittere-fruechte-ausbeutung-in-der-landwirtschaft/arte/Y3JpZDovL2FydGUudHYvdmlkZW9zLzExMzE5My0wMDAtQQ MDR AKTUELL App: https://www.mdr.de/nachrichten/neue-mdr-aktuell-app-100.html Das MDR Klima-Update: https://www.mdr.de/wissen/klima/index.html Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an [email protected] oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008.
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Gasnetz richtig stilllegen, sonst wird es teuer
In dieser Folge sprechen Marcus Schödel und die Klima-Ökonomin Claudia Kemfert über ein Thema, dass bei der Energiewende von großer Bedeutung ist, das bisher aber kaum eine Rolle gespielt hat. Sie beschäftigen sich mit der Stilllegung des deutschen Gasnetzes. Eine gigantische Aufgabe, es geht um 522.000 Kilometer Rohre allein in Deutschland. Bis 2045 sollen alle Heizungen klimaneutral sein. Gas fällt damit aus. Ein Teil der Rohre wird wohl zurückgebaut werden müssen. Und für jene, die lange am Gas zum Heizen festhalten, könnte es teuer werden. Kemfert erklärt, welche Probleme es gibt und wie eine Stilllegung des Gasnetzes erfolgen könnte. Dabei ist es wie so oft beim Kampf gegen den Klimawandel: Schnelleres Handeln spart Geld. Papier des Bundeswirtschaftsministeriums: https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Downloads/G/green-paper-transformation-gas-wasserstoff-verteilernetze.pdf?__blob=publicationFile&v=4 DIW-Studie zur Stilllegung der Gasnetze: https://www.diw.de/de/diw_01.c.898168.de/publikationen/wochenberichte/2024_13_1/waermewende__bundesregierung_sollte_kommunen_bei_der_stilllegung_der_erdgasnetze_unterstuetzen.html#box2-collapsible Außerdem geht es um den Physiker und Nobelpreisträger John Clauser, der den Klimawandel leugnet und damit Menschen verunsichert. Welche Theorien verbreitet er und welche Motive stecken dahinter? Unser Podcast-Tipp: CUT - Das Silvester, das uns verfolgt - https://1.ard.de/CUT?p=kkp MDR AKTUELL App: https://www.mdr.de/nachrichten/neue-mdr-aktuell-app-100.html Das MDR Klima-Update: https://www.mdr.de/wissen/klima/index.html Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an [email protected] oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008.
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Lingen: Atom-Deal mit Russland?
Russland will in das deutsche Atomgeschäft einsteigen. Es geht um die Brennelementfertigungsanlage im niedersächsischen Lingen. Es ist die einzige Firma in Deutschland, die Brennelemente für Atomkraftwerke herstellt. Sie gehört dem französischen Konzern Framatom. Das Unternehmen will den Standort in Lingen mit Hilfe des russischen Rosatom-Konzerns ausbauen. In Lingen sollen dann spezielle Brennelemente hergestellt werden, die für Atomkraftwerke russischer Bauart in mehreren osteuropäischen Ländern gebraucht werden. Kritiker halten das für gefährlich. Sie befürchten, dass Russland Spionage und Sabotage betreiben könnte. Ist diese Befürchtung berechtigt? Darüber sprechen Marcus Schödel und Klima-Ökonomin Claudia Kemfert in dieser Folge. Kemfert, die der Atomkraft allgemein kritisch gegenübersteht, hält die Sorgen für berechtigt. Es könne zu Manipulationen an Brennelementen kommen, zu Zwischenfällen oder gar Unfällen in den Atomkraftwerken. Außerdem komme Russland an sicherheitsrelevante Informationen. Im Ergebnis empfiehlt Kemfert dem Bundesumweltministerium, den Einstieg von Rosatom nicht zu genehmigen. Die Bundesregierung müsse die Pläne umgehend stoppen. Es gehe auch darum, nicht die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen. Das würde laut Kemfert geschehen, wenn man sich in einem sensiblen Bereich erneut von Russland abhängig mache. Wintersport in Zeiten des Klimawandels: Die Uni Bayreuth hat eine Studie zur Zukunft zu Ski-Gebieten weltweit untersucht. Es geht darum, wie viel Schnee dort künftig noch zu erwarten ist. Die Ergebnisse sind wenig überraschend – aber folgenreich für die Regionen, deren Wirtschaft am Wintersport hängt. Untersucht wurden auch Gebiete in Europa, die bei deutschen Wintersportlern beliebt sind. Studie der Universität Bayreuth zu Skigebieten: https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0299735 Eine zweite Studie beschäftigt sich damit, unter welchen Repressalien Menschen weltweit leiden, die sich für Klimaschutz einsetzen. Im „Atlas Zivilgesellschaft“ schneidet Deutschland schwächer ab als zuvor, eine laut Kemfert besorgniserregende Entwicklung. Auch das thematisieren wir in diesem Podcast. Atlas der Zivilgesellschaft 2024: https://www.brot-fuer-die-welt.de/fileadmin/mediapool/Atlas_der_Zivilgesellschaft/2024/Atlas_der_Zivilgesellschaft_2024.pdf Investigative Doku-Reihe "Kampf um Rohstoffe – Am Abgrund": https://www.ardmediathek.de/serie/unsereerde-kampf-um-rohstoffe-am-abgrund/staffel-1/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9zZGIvc3RJZC8xNTk5/1 Programm Klimabuchmesse: https://klimabuchmesse.de/programm-2024/ Das MDR Klima-Update: https://www.mdr.de/wissen/klima/index.html Und es geht um die Frage einer Hörerin: Was kann man als Einzelne oder als Einzelner tun, um den Klimawandel zu bekämpfen? Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an [email protected] oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008.
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Der 2. Tod der deutschen Solarindustrie
In dieser Folge sprechen Marcus Schödel und Klimaökonomin Claudia Kemfert zunächst über die Solarbranche. Das Schweizer Unternehmen Meyer Burger will sein Werk in Freiberg in Sachsen schließen. Solarwatt in Dresden denkt ebenfalls über eine Werksschließung nach, genauso die Glasmanufaktur Brandenburg in Tschernitz, die Solarglas herstellt. Claudia Kemfert spricht von einem Déjà-vu zu den 2010er Jahren. Damals gab es einen großen Aufschwung in der Solarbranche, zahlreiche neue Jobs entstanden. Dann holte die asiatische Solarindustrie auf und eroberte den Markt. Mit Blick auf die Entscheidung von Meyer-Burger mahnt Kemfert, das Unternehmen nicht ziehen zu lassen. Fehler der Vergangenheit würden wiederholt. Die Bundesregierung müsse mehr tun, um die Solarhersteller hier zu halten. Es geht außerdem um den sogenannten Resilienzbonus. SPD und Grüne wollen, dass Verbrauchern dauerhaft eine höhere Einspeisevergütung bekommen, wenn sie eine Solaranlage aus europäischer Produktion kaufen. Kemfert erklärt, warum sie das für sinnvoll hält. Und sie beantwortet eine Hörerfrage: Warum gibt es auf Mehrfamilienhäusern kaum Solaranlagen. Weiteres Thema ist ein Endlager für CO2 in der Nordsee. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat dazu jetzt einen Gesetzentwurf vorgestellt. Konkret geht es um die sogenannte CCS-Technik: Carbon Capture and Storage. Dabei wird CO2 nicht in die Luft geblasen, sondern unterirdisch gelagert, in diesem Falle auf dem Meeresgrund der Nordsee. Kemfert erklärt, was geplant ist. Sie ist außerdem weiterhin nicht von der Idee begeistert und schätzt das Vorhaben als bedenklich ein. Es gebe nach wie vor ungelöste Probleme bei der CCS-Technik. Vorschlag des Fraunhofer ISE zum Resilienzbonus:https://www.pv-magazine.de/2024/02/23/vorschlag-des-fraunhofer-ise-fuer-die-ausgestaltung-von-resilienzboni/ Podcast-Tipp: Staffel 3 von „Tschüss Kohle, hallo Zukunft!“https://www.ardaudiothek.de/sendung/tschuess-kohle-hallo-zukunft/10323013/ Und noch ein Tipp: In der MDR AKTUELL-App erhalten Sie alle Informationen, die für die Menschen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wichtig sind, egal ob Nachrichten aus der Region, aus Deutschland oder der Welt.https://www.mdr.de/nachrichten/neue-mdr-aktuell-app-100.html Anmeldung zum MDR Klima-Update:https://www.mdr.de/wissen/klima/anmeldung-klima-update-102.html Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an [email protected] oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008.
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Klima-Kipppunkt: Atlantikströmung vor dem Kollaps
In diesem Podcast geht es um eine Studie, die sich mit möglichen Veränderungen im Atlantik durch den Klimawandel auseinandersetzt. Die Forscher kommen zu dem Ergebnis, dass die Wahrscheinlichkeit, dass die bestehenden Strömungen im Atlantik zusammenbrechen, größer ist als bisher bekannt. Die Folgen wären heftig. In Teilen Europas könnte die Temperaturen um bis zu 30 Grad sinken. Aber wie wahrscheinlich ist das wirklich? Wann könnte es soweit sein? Die Klimaökonomin Claudia Kemfert erklärt zunächst die Strömungen im Atlantik und wie sie zustande kommen. Sie sagt, wenn die Strömungen im Atlantik wirklich zusammenbrechen würden, wären die Auswirkungen auf Europa verheerend. Es drohe ein Temperatursturz in Teilen Europas, ein ständiger Wechsel zwischen extremer Kälte und extremer Hitze, extremer Dürre und extremen Niederschlägen. Die Erderwärmung auf der Südhalbkugel könnte im Gegenzug noch verstärkt werden. Die Studie gehe deutlich über Ergebnisse früherer Untersuchungen zu diesem Thema hinaus. Die Untersuchung sei ernst zu nehmen, auch wenn niemand wisse, wann die Kipppunkte genau drohten. Die Ergebnisse seien ein Grund mehr, den Klimawandel zu bremsen. AMOC-Studie: https://www.science.org/doi/10.1126/sciadv.adk1189 Außerdem ziehen wir eine Winterbilanz. Wie gut sind wir durch den Winter gekommen, was das Heizen betrifft? Und welche Rolle haben die neuen LNG-Terminals gespielt? Kemfert hat dazu neue Zahlen mitgebracht vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung. Ihr Fazit: Deutschland sei gut durch den Winter gekommen. Das Land sollte den Notfallplan Gas beenden und den Bau von weiteren LNG-Terminals stoppen. DIW-Studie: Gasversorgung in Deutschland stabil: Ausbau von LNG-Infrastruktur nicht notwendig Und: Die Heizungsbranche boomt. Es wurden mehr Wärmepumpen eingebaut, Steigerungen gab es jedoch auch bei Öl- und Gasheizungen. Letzteres sei beunruhigend, so Kemfert. Niemand sage den Menschen, dass solche Heizungen sie perspektivisch mehr Geld kosteten. Zum Abschluss geht um die Frage einer Hörerin: Wäre es finanzierbar, den öffentlichen Nahverkehr für alle kostenlos zu machen und wäre das nicht sinnvoll fürs Klima? Unser Podcast-Tipp: 5 Minuten vor dem Tod - Der Kriminalpodcast https://www.ardaudiothek.de/sendung/5-minuten-vor-dem-tod-der-kriminalpodcast-oder-true-crime/83992738/ Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an [email protected] oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008.
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Kraftwerksstrategie: Regierung macht Strom teurer
Im ersten Teil des Podcasts spricht die Klimaökonomin Claudia Kemfert über die neue Kraftwerksstrategie der Bundesregierung. Sie kritisiert den Plan, 20 neue Gaskraftwerke zu bauen, die ihrer Meinung nach teuer und ineffizient sind. Man brauche sie auch nicht unbedingt, denn schon jetzt gebe es Netzreserven, die man je nach Bedarf nutzen könne. Kemfert bezweifelt auch, ob die neuen Gaskraftwerke je für Wasserstoff tauglich sein werden. Das sei nichts anderes als eine riskante Wette auf die Zukunft. Die Wissenschaftlerin nennt Alternativen zum Plan der Regierung. Helfen könne zum Beispiel ein digitales Energie- und Lastenmanagement, auch Energiespeicher seien bereits vorhanden. Anschließend bewertet Kemfert die neuen Klimaziele der EU-Kommission. Und sie geht auf eine Studie zu Klimaschäden in historischen Parkanlagen ein. Die TU Berlin hat bundesweit 150.000 Bäume untersucht, auch in mitteldeutschen Parks. Zum Abschluss eine Hörerfrage: Laut einer aktuellen Prognose könnte der Meeresspiegel um bis zu fünf Meter ansteigen. Was bedeutet das für deutsche Küstenstädte wie Hamburg und Bremen? Kann man bereits jetzt städtebaulich reagieren? Claudia Kemfert erklärt, dass das Szenario noch mit vielen Unsicherheiten behaftet ist. Für Panik bestehe kein Anlass. Gleichwohl sollten auch Städteplaner den Klimawandel berücksichtigen. Kemfert verweist auf das Beispiel Niederlande, wo bereits jetzt Häuser konstruiert würden, die wie Hausboote auf dem Wasser schwimmen könnten. Studie: Historische Parkanlagen leiden unter Klimastress Podcast-Tipp: WDR 5 Politikum - Der Meinungspodcast Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an [email protected] oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008.
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Fehlende Investitionen schaden Bahn mehr als Streiks
Bei der Bahn streiken die Lokführer. Eine Lösung des Tarifkonflikts ist nicht in Sicht. Die GDL will mit der Bahn derzeit nicht sprechen, trotz eines neuen Angebots. Die Klimaökonomin Claudia Kemfert hat Verständnis für Streiks, sieht aber das Vorgehen der GDL auch in Teilen kritisch. Das Ganze schade der deutschen Wirtschaft und dem allgemeinen Vertrauen in die Bahn. Kemfert empfiehlt der Bundesregierung, vermittelnd einzugreifen. Noch schlimmer als die Streiks sei jedoch der aktuelle Sparzwang in Deutschland. Im Zuge der Haushaltsprobleme seien Investitionszusagen zurückgenommen worden. Das sei hochproblematisch, denn das deutsche Bahnnetz befinde sich in einem desolaten Zustand, so Kemfert. Auf diese Weise könne die Bahn nicht attraktiver für die Menschen werden, was aus Klimaschutzgründen aber nötig sei. Deutschland müsse in diesem Bereich mehr investieren. Außerdem geht es um eine Studie: Was ist besser fürs Klima – sich ein neuproduziertes Elektroauto zu kaufen oder den alten Verbrenner weiterzufahren, solange er noch funktioniert? Immer wieder wird argumentiert, die Produktion von Elektrofahrzeugen verbrauche so viel Ressourcen, dass es umweltschonender sei, weiter mit dem alten Verbrenner zu fahren. Kemfert sagt dazu, diese Argumentation sei nur sehr selten zutreffend. Und wir diskutieren über das Klimageld und die Frage, warum sich dessen Einführung in Deutschland so verzögert. Hinter der geplanten Maßnahme steht die Idee, die Einnahmen aus der CO2-Besteuerung nicht beim Staat zu belassen, sondern sie allen Menschen im Land auszuzahlen - mit einer festen jährlichen Summe. Wer sehr klimafreundlich lebt, könnte unterm Strich mehr Geld haben. Die Planungen kommen jedoch derzeit nicht vom Fleck, obwohl die Ampel das Vorhaben in den Koalitionsvertrag geschrieben hat. Außerdem wird darüber diskutiert, ob alle Menschen die gleiche Summe bekommen sollten, oder ob Menschen mit geringeren Einkommen mehr erhalten sollten. Kemfert wäre für Letzteres. Und: Österreich ist bei dem Thema schon weiter. Link: Studie "Neukauf eines Elektro-Pkw oder Weiternutzung des alten Verbrenners?" Bei der Frage einer Hörerin geht es darum, wie klimafreundlich vegane Wurst und veganer Käse sind, die oft in Plastik verpackt sind. Podcast-Tipp: Rasenball - Red Bull und der moderne Fußball Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an [email protected] oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008.
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Regierung darf sich von Bauern "nicht erpressen lassen"
Die deutschen Bauern sind wütend, mit zahlreichen Demonstrationen legen sie bundesweit Verkehrsknotenpunkte lahm. Es geht unter anderem um Subventionskürzungen beim Agrardiesel. Die Klima-Ökonomin Claudia Kemfert hat Verständnis für die Proteste. Die Kürzungen im Agrarbereich seien ohne Vorwarnung verkündet worden, die Bauern fühlten sich nicht ernst genommen. Klimaschädliche Subventionen in anderen Wirtschaftszweigen seien unangetastet geblieben, das erzeuge ein Gefühl von Ungerechtigkeit. Allerdings sagt Kemfert auch: Die Subventionen für Agrardiesel seien klimaschädlich und gehörten durchaus abgeschafft. Sie seien von gestern. Deswegen dürfe sich die Bundesregierung in dieser Frage nicht erpressen lassen. Die Landwirtschaft brauche jedoch auch Unterstützung bei ihrem anstehenden Umbau in Richtung von klimaschonender Produktion. Außerdem geht es um die Frage, warum die deutsche Bevölkerung scheinbar Straßenblockaden durch Bauern weniger schlimm findet als durch Klimaaktivisten. Weitere Themen: Hochwasser in mehreren Bundesländern: Welche Rolle der Klimawandel spielt + Können Wärmepumpen das Klima beeinflussen? Podcast-Empfehlung: 100. Folge von "Die Spur der Täter" Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an [email protected] oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008.
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Die Greenwashing-Konferenz von Dubai
Die Weltklimakonferenz in Dubai hat sich auf ein Abschlussdokument geeinigt. Die Staaten haben sich auf einen Übergang weg von den fossilen Energien geeinigt. Ist das historisch? Nein, sagt Klimaökonomin Claudia Kemfert. Sie sagt, man hätte den Ausstieg aus fossilen Energien festschreiben müssen, um etwas Historisches zu erreichen. Es gebe zu viele Schlupflöcher, auch wenn das Ergebnis des Gipfels weniger schlimm ausgefallen sei, als befürchtet. Das 1,5-Grad-Ziel sei aber so nicht zu erreichen. Kemfert spricht von einer „Greenwashing-Klimakonferenz“. Es sei aber nicht mehr herrauszuholen gewesen. Insofern habe Deutschland richtig daran getan, dem Minimal-Konsens zuzustimmen.Ein weiteres großes Thema auf der Konferenz war die Atomkraft. 22 Staaten haben eine Atomallianz gegründet. Die Begründung: Man müsse die Atomkraft ausbauen, um klimaneutral zu werden. Kemfert sieht das kritisch. Sie glaubt nicht an ein großes Atomkraft-Comeback. Der Bau von Kraftwerken sei viel zu teuer und dauere Jahrzehnte. Erneuerbare Energien seien viel günstiger zu haben.Weitere Themen: Auch die CDU will zurück zur Atomkraft – Kemfert dazu: „Reine Ideologie“ + Generation IV und V der Atomkraftwerke + Die Klimaaußenpolitik-Strategie der Bundesregierung + Und die Frage einer Hörerin: Würde sich die Erde auch dann weiter erwärmen, wenn wir den CO2-Ausstoß schlagartig auf Null senken würden?Links:- das Kohleupdate- World Nuclear Industry Status Report 2023 (worldnuclearreport.org)Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an [email protected] oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008.
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Rettet ein Klimanotstand die Regierung?
In dieser Folge sprechen Marcus Schödel und die Klima-Ökonomin Claudia Kemfert über die deutsche Haushaltkrise und die Auswirkungen auf die Klimapolitik. Das Bundesverfassungsgericht hat der Bundesregierung eine Abfuhr erteilt. Die Umwidmung von Corona-Krediten für Klima-Projekte ist verfassungswidrig. Das Geld fehlt nun im Klima- und Transformationsfonds. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) wurde kalt erwischt, sagt Kemfert. Sie plädiert einerseits dafür, zu sparen, beispielsweise beim Dienstwagenprivileg und umweltschädlichen Subventionen. Darüber hinaus sei es eine gute Option, den Klimanotstand auszurufen oder ein neues Sondervermögen für die Klimapolitik auf den Weg zu bringen. Denn für den Klimaschutz müsse jetzt investiert werden. Sonst spare sich Deutschland kaputt. Für Kemfert ist auch die Schuldenbremse in ihrer jetzigen Form nicht mehr zeitgemäß.Die Weltklimakonferenz in Dubai steht an: Die Erwartungen von Claudia Kemfert sind begrenzt. Was an Plänen auf dem Tisch liege, sei unzureichend. Und: Berichten zufolge will der Gastgeber, die Vereinigten Arabischen Emirate, die Konferenz nutzen, um Öl- und Gasgeschäfte abzuschließen. Kemfert spricht in diesem Zusammenhang von einer Fake-Klimakonferenz und Greenwashing.Und es geht um eine Studie, die zumindest etwas Hoffnung macht. Die Treibhausgasemissionen könnten in sehr naher Zukunft deutlich sinken – wenn die richtigen Maßnahmen eingeleitet werden.Links:- Studie von Climate Analytics - BBC-Bericht zur WeltklimakonferenzHaben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an [email protected] oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008.
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Greta Thunberg "missbraucht" Klimaschutz
Gretha Thunberg gilt als Ikone der Klimaschutzbewegung Fridays for Future. Auf einer Klimaschutz-Demo in Amsterdam stand sie nun mit einem schwarz-weißen Palästinensertuch um den Hals auf der Bühne und redete nicht über Klimaschutz, sondern über Palästina. Mit diesem Auftritt zog Thunberg viel Kritik auf sich. Und auch Klimaökonomin Claudia Kemfert zeigt sich hier im Podcast schockiert. Thunberg schade damit der Klimaschutzbewegung und ihrer eigenen Reputation.Außerdem geht es um einen Fall, den Kemfert als nächste Schockwelle bezeichnet. Der Journalist und Autor Hubert Seipel soll hunderttausende Euro aus Russland erhalten haben - als "Sponsorengelder". Seipel war vor allem durch seine Putin-Interviews und Russland-Berichterstattung bekannt geworden.Host Marcus Schödel und Klimaökonomin schauen auch auf die Strompreise in Deutschland. Was ist von Drohungen zu halten, dass energieintensive Betriebe wegen zu hoher Preise hierzulande massenhaft abwandern werden? Ist die Senkung der Stromsteuer der richtige Weg und welche Gefahren bringt sie mit sich?Claudia Kemfert warnt in dieser Folge auch vor überdimensionierten Plänen für das deutsche Wasserstoff-Leitungsnetz. Damit sollen Häfen, Industrie, Speicher und Kraftwerke miteinander verbunden werden.Die Hörerfrage in dieser Ausgabe: Warum wird in Städten Regenwasser nicht aufgefangen und zum Beispiel für Toilettenspülungen genutzt?Weiterführender Link: IHK-Energiewende-BarometerHaben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an [email protected] oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008.Und hier ist der Podcast-Tipp: Die Fascho-Jägerin
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Aufrüstung: Die neue Gefahr für das Klima
In dieser Folge geht es um das Militär. Weltweit steigen die Rüstungsausgaben, auch infolge des Ukraine-Kriegs. Das macht auch vor Deutschland nicht halt. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) sagte gerade, die Deutschen müssten "kriegstüchtig" werden, da weitere Kriege in Europa möglich seien. Weltweit stiegen die Rüstungsausgaben 2022 auf ein Rekordhoch von unvorstellbaren 2,2 Billionen US-Dollar, so das Friedensforschungsinstitut Sipri. All das hat Folgen – auch für das Klima. Eine aktuelle Studie befasst sich genau damit. Sie kommt von mehreren Nichtregierungsorganisationen und blickt vor allem auf die Klimabilanz der Nato. Die Armeen der Nato-Mitglieder stoßen laut Kemfert mehr CO2 aus als manche Länder insgesamt. Anderen Studien zufolge ist das Militär weltweit für etwa fünf Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich. Die aktuellen Entwicklungen im Rüstungsbereich seien deswegen bedenklich. Allerdings, so Kemfert, sei Deutschland kein Treiber der Entwicklung. Vielmehr reagiere die Bundesrepublik auf die derzeitigen sicherheitspolitischen Entwicklungen weltweit. Und: Deutschland und die Nato versuchten zumindest, bei ihren Plänen das Klima zu schonen. Links zum Thema: - Studie "Climate Crossfire" zur Klimabilanz der Nato - Bericht der Wehrbeauftragten - Antwort der Bundesregierung an die Linksfraktion Außerdem: In einer Zeit der Krisen schauen viele Menschen erneut mit Sorge auf den Winter und die Energiepreise. Wie werden sie sich entwickeln und wie teuer wird das Heizen? Marcus Schödel und Claudia Kemfert sprechen über die aktuellen Preis-Entwicklungen weltweit. Und es geht um die Frage einer Hörerin: Was genau verbirgt sich hinter dem Begriff der Präzisionsfermentation und kann sie die Fleisch-Produktion ersetzen? Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an [email protected] oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008. Und hier ist unser Podcast-Tipp: Unter Verdacht
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Schockierender Temperaturanstieg im September
In dieser Episode sprechen Marcus Schödel und die Klimaökonomin Claudia Kemfert über den September. Der Monat ist dieses Jahr weltweit ungewöhnlich warm gewesen, genauer gesagt 1,75 Grad zu warm. Davon waren sogar Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler überrascht. Kemfert nennt die Zahl schockierend. Sie sagt, den Klimaforschern gingen mittlerweile auch die Superlative aus. Bereits im Juli seien schon mehrere Weltrekorde gemessen worden. Es komme alles viel schneller, viel intensiver und viel häufiger als angenommen und auch als alle Klimamodelle bisher gezeigt hätten. Eine Ursache für den Temperaturanstieg ist natürlich der Mensch und sein CO2-Ausstoß. Aber auch andere Dinge könnten eine Rolle spielen, zum Beispiel das Wetterphänomen „El Niño“ oder der Ausbruch eines Unterwasservulkans im Südpazifik im Königreich Tonga im Januar 2022. Kemfert erklärt, dass bei dem Ausbruch 150 Millionen Tonnen Wasserdampf in die Stratosphäre katapultiert worden seien. Das könne Temperaturen ansteigen lassen, es werde aber noch untersucht. Kemfert ergänzt, Wasserdampf sei ein potentes Treibhausgas. Das habe man sonst nicht so auf dem Schirm. Es dürfte Jahre dauern, bis sich der Wasserdampfgehalt wieder normalisiert habe. Weitere Themen: Warum der Winter sehr kalt werden könnte +++ Pinguinsterben in der AntarktisAußerdem geht es am Ende um den Vorschlag einer Hörerin. Sie kann sich vorstellen, dass ein Großteil des interkontinentalen Flugverkehrs wieder abgeschafft wird und stattdessen Linienschiffe eingesetzt werden. Kann man so klimafreundlich reisen? Und was kostet das? Und hier der Podcast-Tipp: Die Fascho-Jägerin?! – Der Fall Lina E. und seine Folgen. Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an [email protected] oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008.
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Wohnungsnot und Klimaschutz – Was tun?
In dieser Episode sprechen Marcus Schödel und Klimaökonomin Claudia Kemfert über das Bauen. Die Bundesregierung will die Energiestandards für Neubauten vorerst doch nicht verschärfen. Die Baukosten sollen niedrig gehalten werden, schließlich herrscht in Deutschland ein Mangel an Wohnraum. Das hat aber Folgen für den Klimaschutz, denn der wird hintenangestellt. Claudia Kemfert sagt: Die Bundesregierung habe das Thema Klimaschutz bei Gebäudebau „abgeräumt“. Die Pläne seien ein reines Entlastungspaket für die Baubranche. Die Aussetzung der eigentlich geplanten höheren Energiestandards sei schlecht für den Klimaschutz und somit eine falsche Maßnahme. Die Bundesregierung vermittle den Eindruck, dass Klimaschutz teuer sei und dass man ihn sich nur in guten Zeiten leisten könne. So werde Deutschland die Klimaziele für 2030 deutlich verfehlen. Schödel und Kemfert sprechen außerdem darüber, wie Klimaschutz über Maßnahmen bei den Baustoffen gelingen kann. Und welche Länder Deutschland beim energieeffizientem Bauen voraus sind. Außerdem: Das neue Förderprogramm für E-Lade-Säulen im Zusammenhang mit Solaranlagen ist so beliebt, dass die Fördermittel extrem schnell vergriffen waren. Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) feiert sich für das Programm. Kemfert findet das Programm nicht grundsätzlich schlecht, hat aber Kritikpunkte. Sie findet, es helfe vor allem jenen, die es nicht brauchten – wohlhabenden Menschen. Das Geld wäre an anderer Stelle besser eingesetzt. Hörerfrage: Woran erkennt man, ob ein Musik-Festival eine gute oder eine schlechte Klimabilanz hat? Und hier der Podcast-Tipp: Sanieren mit Plan von MDR Thüringen. Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an [email protected] oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008.
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Wie trocken wird Deutschland?
In diesem Sommer fiel so mancher Urlaub in Deutschland buchstäblich ins Wasser. Es hat viel geregnet. Im Juli fielen 25 Prozent mehr Regen als im langjährigen Mittel. Die Dürre sei vorbei, schrieben gleich mehrere Medien. Claudia Kemfert sieht für Entwarnung hingegen keinen Grund. Die Klimaökonomin ist überzeugt: Deutschland trocknet weiter aus. Es gebe immer noch ein Defizit im Boden. Um das auszugleichen, müsste es anderthalb Jahre durchregnen. Kemfert verweist darauf, dass Deutschland zu den Regionen mit den höchsten Wasserverlusten weltweit gehört. In den letzten 20 Jahren habe das Land Wasser im Umfang des Bodensees verloren. Der Grundwasserspiegel sinke noch weiter. Die Folgen für Land- und Forstwirtschaft sowie Industrie, aber auch für die Menschen in den Städten seien enorm. Wasser sparen müsse das Gebot der Stunde sein. Doch in Deutschland sei Trinkwasser noch vergleichsweise billig. Kemfert würde der Industrie einen höheren Preis fürs Wasser berechnen. Die Klimaökonomin erklärt auch, was die Trockenheit bei uns mit den Überschwemmungen zum Beispiel in Libyen zu tun hat. Zum Abschluss beantwortet Claudia Kemfert natürlich auch wieder Hörerfragen. Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an [email protected] oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008. Podcastempfehlung: Vegan vs. Fleisch: Warum polarisiert die Debatte ums Essen so?
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Wissenschaft bittet Öl-Firmen zur Kasse
In dieser Folge sprechen Marcus Schödel und Klimaökonomin Claudia Kemfert zunächst über die katastrophalen Bilder, die uns derzeit aus Griechenland und anderen Ländern erreichen. Es geht um die Wald- und Buschbrände, unter anderem auf der Insel Rhodos. Kemfert äußert sich bestürzt. Solche Ereignisse seien für sie immer auch Symbole des Klimawandels. Dieser sei für die extreme Hitze im Mittelmeerraum verantwortlich, das zeigten wissenschaftliche Erkenntnisse. Im Schwerpunkt dieser Episode geht es um eine Studie, die von Fachjournalisten als bahnbrechend bezeichnet wird: Zum ersten Mal haben Wissenschaftler den Öl-, Gas- und Kohleunternehmen quasi eine Rechnung für ihre Klimasünden gestellt. Veröffentlicht wurde die Arbeit in der Zeitschrift OneEarth. Die Autorinnen und Autoren finden, für die Konzerne sei es an der Zeit, die Zeche zu zahlen für die Schäden, die sie angerichtet hätten. Und sie kommen auf heftige Zahlen. Die weltweit führenden fossilen Unternehmen müssten demnach jährlich 209 Milliarden Euro an jährlichen Kompensationen zahlen. Dahinter stehe die Erkenntnis, dass die Unternehmen die Umwelt verschmutzt hätten und über die Folgen auch lange gelogen hätten. Das Geld könne vor allem in jenen Regionen der Welt eingesetzt werden, die am meisten unter dem Klimawandel litten. Kemfert sieht in der Arbeit ein moralisches Plädoyer, das eine Debatte anschieben soll. Trotz methodischer Mängel bei der Arbeit sei der Ansatz richtig. Es sei an der Zeit, die Unternehmen zur Kasse zu bitten. Sie trügen eine große Verantwortung an der Klimakrise. Außerdem bewerten wir die neue deutsche Wasserstoffstrategie, die die Bundesregierung auf den Weg gebracht hat. Kemfert kritisiert, dass dabei nicht nur auf umweltfreundlichen grünen Wasserstoff gesetzt werden soll, sondern auch auf blauen Wasserstoff. Die Behauptung, dass es nicht genügend grünen Wasserstoff gebe, sei falsch. Bei der Hörerfrage geht es dieses Mal um den Sinn und Unsinn eines Wasserstoffantriebs bei Müllautos. Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an [email protected] oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008. Und hier der Link zum Podcast "Bromance Daddys" vom Hessischen Rundfunk.
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EU-Naturschutzgesetz: Beste Versicherung gegen Dürren
In dieser Ausgabe geht es viel um die Natur. Die EU will mit dem Renaturierungsgesetz Wälder, Moore, Wassergebiete und auch landwirtschaftlich genutzte Flächen renaturieren. Die Rede ist von „Europas größter Naturschutzinitiative“. Kernpunkt ist die Wiederherstellung von Lebensräumen, die derzeit in schlechtem Zustand sind. Klima-Ökonomin Claudia Kemfert sagt, es handle sich um den ersten Rechtsakt dieser Art. Und er sei bitter notwendig, da wir derzeit ein beispielloses Artensterben erlebten. Die Lage sei alarmierend. Die EU liefere mit ihrem Vorhaben die beste Versicherung gegen Dürren, Hochwasser und andere klimabedingte Extremwetterereignisse. Konservative und rechte Parteien machen jedoch Stimmung dagegen, weil teilweise auch landwirtschaftlich genutzte Flächen renaturiert werden sollen. Kemfert hat für die Kritik wenig Verständnis. Sie spricht von Fake News, die ins Feld geführt würden. Deutlich werde aber auch, dass sich Landwirte hierzulande Sorgen machten, weil unterm Strich weniger Fläche für sie bleibe. Kemfert hat Verständnis für diese Bedenken. Sie sagt aber auch: Wenn man jetzt nicht handle, würden langfristig viel mehr Flächen wegfallen, weil sie durch Klimawandel und Artensterben nicht mehr nutzbar würden. Außerdem geht es um Millionäre und Milliardäre: Untersuchungen zeigen, dass diese Menschen einen weitaus größeren CO2-Fußabdruck haben. Sollte die Politik etwas dagegen tun? Ja, findet Claudia Kemfert. Sie hat auch konkrete Vorschläge. Bei der Hörerfrage geht es um weiße Straßen: Ein Hörer fragt, ob Straßen weiß sein sollten, damit sie mehr Sonnenlicht reflektieren. Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an [email protected] oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008. Und hier die Podcastempfehlung: You are fucked – Deutschlands erste Cyberkatastrophe
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Wie viele Milliarden braucht die grüne Wende?
Über Wochen hat sich die Ampel-Koalition im Streit über das Heizungsgesetz zerlegt. Nun gibt es eine Einigung. Neue Heizungen sollen ab 2024 zu zwei Dritteln mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Vielerorts gilt das aber erst, wenn es einen kommunalen Wärmeplan gibt. Und das wird meist noch länger dauern. Über das Heizungsgesetz sprechen Ralf Geißler, der in dieser Folge Marcus Schödel vertritt, und die Klimaökonomin Claudia Kemfert gleich zu Beginn des Podcasts. Kemfert sagt, es sei gut, dass es jetzt endlich Klarheit gebe. Ein großer Fan der Regelungen sei sie dennoch nicht. Sie bedeuteten in vielerlei Hinsicht zunächst ein Weiter so. Positiv hebt Kemfert die umfangreichen Förderungen für die Umrüstung von Heizungen hervor. Thema Förder-Milliarden: Am Rand von Magdeburg will der Chiphersteller Intel ein großes Werk bauen. Dafür soll er vom Staat fast zehn Milliarden Euro an Förderung bekommen. Kemfert findet den Bau des Werks gut, weil Deutschland damit die Abhängigkeit von asiatischen Herstellern verringere. Auch die hohe Förderung sei in Ordnung. Sie verweist darauf, dass Intel selbst das Doppelte, also 20 Milliarden Euro, in Magdeburg investieren wolle. Um Fördermittel geht es auch, wenn Geißler und Kemfert über die Energiewende sprechen. Denn die kommt nicht so richtig in Schwung. Solarzellen- und Windrad-Hersteller fordern mehr Unterstützung, um gegen die Konkurrenz aus Asien und den USA zu bestehen. Auch Kemfert spricht sich dafür aus. Sonst würden Deutschland und Europa noch weiter zurückfallen. Es gehe dabei auch darum, Fehler der Vergangenheit auszugleichen. Denn Deutschland habe schon einmal viel besser da gestanden, das aber leichtfertig aus der Hand gegeben. Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an [email protected] oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008.
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Heizungsgesetz: Ein Erfolg für die Gaslobby
Die Ampel-Koalition hat wochenlang gestritten und sich nun auf einen Entwurf für das Heizungsgesetz geeinigt. Es soll lange Übergangsfristen für den Heizungstausch geben. In den meisten Gebäuden dürfen auch erst einmal weiter neue Gasheizungen eingebaut werden. Marcus Schödel und Klimaökonomin Claudia Kemfert sprechen darüber, was das für den Klimaschutz bedeutet. Kemfert zeigt sich einerseits erleichtert, dass es überhaupt eine Lösung gebe. Das sei besser als nichts. Doch wegen zu vieler Schlupflöcher, werde es schwer, die Klimaziele zu erreichen. Adressat des Gesetzes sei klar die Gaswirtschaft. Sie habe viele Erleichterungen bekommen. Die Klimaökonomin warnt aber davor, jetzt noch schnell fossile Heizungen einzubauen. Das werde wegen des steigenden CO2-Preises zum Kostengrab. Außerdem schauen Schödel und Kemfert nach Frankreich. Die Regierung bereitet die Bevölkerung darauf vor, dass die Durchschnittstemperatur um vier Grad ansteigt. Derzeit wird an einem Nationalen Anpassungsplan gearbeitet. Statt auf Klimaschutz wird nun auf Anpassung gesetzt. Sieht so verantwortungsbewusste Politik aus? Und ein Hörer fragt, welche Rolle Wind- und Sonnenenergie bei der Fernwärme haben können. Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an [email protected] oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008. Der Podcast zum Volksaufstand am 17. Juni "Ein halber Tag Freiheit"
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Letzte Generation: Reden statt kriminalisieren
In dieser Ausgabe sprechen Marcus Schödel und Klimaökonomin Claudia Kemfert über die Razzia bei Mitgliedern der „Letzten Generation“. Der Vorwurf: Bildung einer kriminellen Vereinigung. Das Thema bewegt viele und ruft sehr unterschiedliche Ansichten in der Gesellschaft hervor. Die eine Seite hält die Razzia für folgerichtig, die andere sagt, da werde mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Von „harmlosen Sandkastenspielen“ bis hin zur „Klima-RAF“ ist die Rede. Claudia Kemfert hält das Vorgehen der Behörden für überzogen. Die gesamte Bewegung werde damit kriminalisiert. Selbstverständlich müssten Angriffe auf sensible Infrastruktur geahndet werden. Es gebe aber auch ein Recht auf zivilen Ungehorsam. Sie habe den Eindruck, dass das Vorgehen auch politisch motiviert sei. Kemfert hofft darauf, dass die Politik und die „Letzte Generation“ ins Gespräch kommen. Andererseits gebe es die Gefahr, dass sich die Bewegung radikalisiere. Gegen RAF-Vergleiche mit Blick auf die Klimaaktivisten verwehrt sie sich. Das seien keine Radikalen und keine Terroristen, sondern Menschen mit Zukunftsängsten. Mit denen müsse man reden, anstatt sie zu kriminalisieren. Auch konfrontativer Protest gehöre zur Politik. Weitere Themen: Es gibt Diskussionen um das Heizdatengesetz, nicht zu verwechseln mit dem Heizungsgesetz. Worum geht es bei dem Vorhaben, dass manche von einer „Energie-Stasi“ sprechen lässt. +++ Machen Infrarot-Heizungen Sinn? Hinweis auf den Podcast MDR Investigativ. Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an [email protected] oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008.
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Hitze, Dürren und schwere Unwetter. Die Klimakrise hat viele Gesichter und macht vielen von Euch Angst. Deshalb ist eine sachliche und verlässliche Einordnung wichtig. Die bekommt Ihr alle zwei Wochen in “Kemferts Klima-Podcast”. Was bedeuten die neuesten Klima-Studien? Sind die Klimaschutz-Maßnahmen der Regierung wirklich sinnvoll? Und woher bekommen wir in Zukunft günstige und emissionsfreie Energie? Klimaökonomin Prof. Claudia Kemfert gibt Antworten und zeigt Euch, wie Ihr nachhaltiger und klimafreundlicher leben könnt.
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Mitteldeutscher Rundfunk
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