PODCAST · society
Kontrafunk: Persönlich - Ein Leben, ein Werk, ein Schicksal
by Kontrafunk AG
Das klassische Langstrecken-Tiefeninterview mit prominenten Personen aus Politik, Wissenschaft und Kultur: einfühlsam, kritisch, respektvoll und mit Humor. Einzige Ausgangsbedingung: keine Agenda, keine vorgefasste Meinung – und immer erstmal Zuhören!
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Persönlich: Rüdiger Safranski – Die Liebe zum geräumigen Denken
Mit wissenschaftlicher Akribie und poetischer Verve hat er Biografien von Goethe, Schiller, Schopenhauer, Nietzsche, Heidegger und E. T. A. Hoffmann geschrieben. Im Interview mit Burkhard Müller-Ullrich geht es um Rüdiger Safranskis eigene Biografie: Flüchtlingskind und Gymnasiast in Rottweil, Student bei Adorno in Frankfurt, Gründungsmitglied der Maoisten im Berlin der 70er-Jahre, aber zugleich fasziniert von bürgerlicher Kultur und deutschem Geist. Ein mimetisches Genie, das Pfeife rauchte, weil Karl Barth das tat. In späteren Jahren Darling der Medien wegen seiner Bildung und Eloquenz, doch plötzlich Persona non grata, weil er gegen die Massenmigration öffentlich aufmuckte.
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Persönlich: Bazon Brock – der Theorie-Taifun wird 90
Er ist ein Intellektueller im XXL-Format, ein Kunstprofessor, ein Vielwisser und Vielredner, der seit mehr als einem halben Jahrhundert im internationalen Kulturbetrieb mitmischt, indem er ihn in Frage stellt. Er hat die Geschichte der Kasseler Documenta im 20. Jahrhundert mitgeprägt, zahllose Aktionen in Museen initiiert, um das Publikum vor der Kunst und die Künstler vor sich selbst zu warnen, und er hat von Kindesbeinen an so viel Entsetzliches erlebt, dass er das Wissen darüber, wozu Menschen fähig sind, ins Zentrum seiner Aufklärungsanstrengungen stellt. Im Interview mit Burkhard Müller-Ullrich gibt er Auskunft über sein Leben und sein Werk.
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Persönlich: Allan Guggenbühl – ein Kosmopolit in Zürich
Was lernt man über das Leben, wenn Menschen einem ihre tiefsten Gedanken und Gefühle anvertrauen? Der Schweizer Psychoanalytiker und Autor Allan Guggenbühl öffnet einen Blick auf das, was ihn selbst geprägt und zu einem Weltbeobachter und Menschenkenner gemacht hat. Er nimmt Themen aus der Luft auf und jongliert mit ihnen. Er zeichnet im Gespräch mit Susanne Gerlach nicht nur berührende Bilder seiner turbulenten, schottisch-amerikanischen Kindheit nach, sondern spricht auch darüber, warum Gewalt eine gewisse Faszination auf Menschen ausübt, wie viel Lebenskraft es für seine Projekte in Georgien und in der Ukraine braucht und über sein besonderes Verhältnis zu Japan und China.
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Persönlich: Klaus von Dohnanyi- Die Freiheit ist eine tiefe Sehnsucht des Menschen
Er war Minister im Kabinett von Willy Brandt und erster Bürgermeister der freien Hansestadt Hamburg.Klaus von Dohnanyi teilt in seinem Gespräch mit Susanne Gerlach seine persönliche Sicht auf fast 100 Jahre gesellschaftspolitische Entwicklungen in Deutschland. Er spricht über seine frühen Jahre als Unternehmer, seine Leidenschaft für Malerei und Poesie und gibt Einblicke in die Geschichte der Familie von Dohnanyi. Als Zeitzeuge der letzten Kriegsjahre kritisiert er die fehlenden diplomatischen Bemühungen der Bundesregierung für ein friedliches Miteinander mit Russland.
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Persönlich: Joachim Nikolaus Steinhöfel – Scharf, schneidig, schlagfertig
Als Gegner vor Gericht ist er gefürchtet, sein Selbstbewusstsein war schon im Kindesalter keineswegs kümmerlich, und Showtalent besitzt er zweifellos. Der Rechtsanwalt Joachim Steinhöfel spricht im Interview mit Burkhard Müller-Ullrich über Gesundheit und Sportlichkeit, über Skandinavien und Südafrika, über geschliffene Schriftsätze und juristische Nullen. Mit seinem Hang zu Freiheit und Unabhängigkeit fühlt er sich mehr amerikanisch und weniger deutsch.
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Persönlich: Julia Onken – Von körperlicher und geistiger Mutterschaft
Julia Onken ist Schriftstellerin, Psychotherapeutin und Gründerin des Frauenseminars Bodensee. Im Gespräch mit Markus Vahlefeld schildert sie ihren Werdegang aus schwierigen familiären Verhältnissen zu einer der bekanntesten Buchautorinnen der Schweiz. Inzwischen ist sie, wie sie schreibt, im letzten Kapitel ihres Lebens angekommen, das vom vergnügten Loslassen handelt.
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Persönlich: Julia Neigel – Die Singstimme, die diskutieren kann
Im Interview mit Burkhard Müller-Ullrich erzählt Julia Neigel von ihrer russischen Herkunft, ihrer Schulzeit in der Nähe von Ludwigshafen und ihrem frühen Karrierestart, von ihren Erfolgen, aber auch ihren Krisen – und worauf es ihr im Leben ankommt. Neben ihrer künstlerischen Arbeit hat sie sich auch immer politisch und sozial engagiert, vor allem in der Corona-Zeit opponierte sie gegen die staatlichen Maßnahmen und bekämpft bis heute die staatlichen Versuche, das begangene Unrecht unter den Teppich zu kehren.
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Persönlich: Gabriele Krone-Schmalz – Mut ist eine Geisteshaltung
[Susanne Gerlach im Gespräch mit Gabriele Krone-Schmalz]Die Publizistin und Journalistin Prof. Gabriele Krone-Schmalz, ehemalige ARD-Korrespondentin in Moskau, spricht über Höhenflüge und schmerzhafte Tiefpunkte ihres Lebens – offen, persönlich und überraschend nahbar. Sie nimmt uns mit in ihre Kindheit im Bayerischen Wald, ihre Jugend im Nonnengymnasium und an den Beginn ihrer Karriere beim WDR. Im Gespräch berichtet sie über die Jahre des großen gesellschaftlichen Umbruchs in Moskau. Wir erfahren von ihr, warum ein Mangel an Zeit auch ein Mangel an Menschlichkeit ist und wofür sie sich wirklich ganz bewusst Zeit nimmt.
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Persönlich: Wolfgang Schmidbauer- Das Album meines Bruders
Der Psychoanalytiker Dr. Wolfgang Schmidbauer spricht über seine Beziehung zum älteren Bruder Ernst und welche Auswirkungen der Verlust des Vaters auf ihr Leben hatte. Er berichtet davon, welche Art des Heranwachsens für uns Menschen artgerecht ist und warum viele Menschen so ernst und ängstlich mit Kontakten umgehen. Im Gespräch mit Susanne Gerlach erläutert er, welche Auswirkungen die Verstädterung und der Verlust von Spontanität und Lebendigkeit haben und wie das eiskalte Denken in der Corona Zeit Mitmenschlichkeit beeinträchtigte.
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Persönlich: Marco Rima – Der Teufel ist ein armer Kerl
Jeder Mensch ist spannend und trägt etwas Göttliches in sich. Marco Rima, der Schweizer Comedian, Kabarettist, Schauspieler und Produzent, kommt aus einer Familie von Geschichtenerzählern. Im Gespräch mit Susanne Gerlach erzählt er, dass er gerne die deutsche Regierung missionieren würde. Er bricht eine Lanze für die Debattenkultur und spricht über seine Vorstellung von Krisenbewältigung, Familienleben und Freundschaft.
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Persönlich: Monika Maron – Immer noch freundlich, aber kaum noch geduldig
Monika Marons neues Buch ist soeben erschienen. Es ist ihre erste Publikation aus Tagebüchern und persönlichen Aufzeichnungen. Sie beginnt mit der Veröffentlichung von „Flugasche“ 1980 und reicht bis zu dem Eklat mit dem Fischer-Verlag 2020. Mit Markus Vahlefeld spricht Maron über ihre Herkunft, ihre Zeit in Ostberlin, ihre Ausreise und wer sie dazu inspirierte, Schriftsteller zu werden.
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Persönlich: Daniele Ganser – Mit der inneren Stimme gegen den politischen Lärm
Der Schweizer Historiker, Autor und Friedensforscher Dr. Daniele Ganser berichtet, wie er sich Neugierde, Begeisterungsfähigkeit und Gelassenheit bewahrt. Welche alltägliche Praxis ihm dabei hilft, mit schmerzhaften Erfahrungen umzugehen, und wie er gelernt hat, Seelenimpulse von der Tätigkeit des Verstandes zu unterscheiden. Er ist überzeugt davon, dass der Mensch im Grunde gut und friedensfähig ist.
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Persönlich: Helmut Markwort – Gründer des „Focus“
Helmut Markwort ist Medienunternehmer und Journalist. 1993 gründete er als Konkurrenzorgan zum „Spiegel“ das Wochenmagazin „Focus“, dem er bis 2010 als Chefredakteur und Herausgeber vorstand. Mit Markus Vahlefeld spricht er über sein bewegtes Leben und wie sich der Journalismus nach dem Privatfernsehen in den 1990er-Jahren nun mit den Internetmedien neu erfindet.
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Persönlich: Jürgen Fliege - Wer weint, lebt
Jürgen Fliege, Theologe, Autor, Fernsehpfarrer, Gesellschaftskritiker und Tröster, wirft einen Blick auf sein Leben und die Welt. Er spricht über das Verwirrspiel der angeblich Klugen, die „Drehologie“ der Religionen und seine ganz persönliche Haltung zu Jesus. Wir erfahren, warum beten lauschen ist und was ihm der Sternenhimmel, der Gesang und die Stille bedeuten. So wagt er ganz unbescheiden einen Blick „durch die Zeit hindurch in die Ewigkeit“.
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Persönlich: Markus Frohnmaier – der kleine Ruhige aus dem Süden
Mit gerade mal 35 Jahren gehört Markus Frohnmaier zu den Hoffnungsträgern der AfD: Der Bundestagsabgeordnete tritt jetzt als Spitzenkandidat bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg an. Burkhard Müller-Ullrich spricht mit ihm über seine anonyme Herkunft aus einem rumänischen Kinderheim, seine Rettung durch schwäbische Adoptiveltern, seine Schulzeit, Freundschaften, Enttäuschungen und seinen Weg in die Politik. Markenzeichen: unverwüstliche Freundlichkeit gegenüber tobenden Gegnern.
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Persönlich: Ralf Höcker – Kölscher Jung mit klarer Kante
Die Kölner Rechtsanwaltskanzlei Höcker ist eine der größten und renommiertesten Medienkanzleien Deutschlands. Mit dem Gründer und Namensgeber Prof. Dr. Ralf Höcker spricht Markus Vahlefeld über dessen Werdegang, wie sich die schwule Stadt Köln das letzte Jahrzehnt verändert hat und in welche Kämpfe sich Ralf Höcker selbst und auch ganz handfest einmischt.
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Persönlich: Martin Sellner – durchtrainiert und zartbesaitet
Er steht zwar nicht auf der EU-Sanktionsliste, aber er ist schon seit Jahren denselben Repressionen ausgesetzt: Er kann kein Bankkonto führen, seine Bewegungsfreiheit ist eingeschränkt, und wer sich mit ihm sehen lässt, muss gewärtig sein, ebenfalls mit einer Art Reichsacht belegt zu werden. Im Interview mit Burkhard Müller-Ullrich erklärt Martin Sellner, warum er trotzdem vorwiegend fröhlich ist, dass er als Kind eher schüchtern war, ob er ein guter Schüler war, wie er seine Frau kennenlernte, welcher Wein ihm schmeckt und woran er zweifelt oder verzweifelt.
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Persönlich: Ralf Bos, der Delikatessenjäger
Biografien von Unternehmern und Gründern sind meist wie eine Odyssee, und erst wenn sie dahin zurückkehren, wo sie angefangen haben, stellt sich der Erfolg nachhaltig ein. So auch bei Ralf Bos, der mit Bos Food seit den 1990er-Jahren ein Delikatessenimperium für Deutschland aufbaute, nachdem ihn sein Weg über Anrufbeantworter, den Musikproduzenten Ralph Siegel und Nagelstudios geführt hatte. Hier erzählt er seine Geschichte.
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Persönlich: Uli Masuth - Ein Duisburger in Weimar
[Susanne Gerlach im Gespräch mit Uli Masuth]Wie, wann und warum gehen Kabarettisten in den Ruhestand? Uli Masuth, Kabarettist, Komponist und Musiker, denkt über den Ausstieg aus dem Kulturbetrieb nach und darüber, was für ihn ganz persönlich danach kommt. In Weimar organisiert er das Festival "Musik und Wort", das Raum für einen offenen Austausch zu gesellschaftspolitischen Themen bietet und ähnlich wie seine Kabarettprogramme auch musikalisch auf hohem Niveau unterhalten will.
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Persönlich: Harald Martenstein - Humor ist riskant in einer Gesellschaft, die keinen Spaß versteht
Humor ist riskant in einer Gesellschaft, die keinen Spaß verstehtHarald Martenstein ist ein glänzender Beobachter. In seinen spritzigen Essays und Kolumnen über das Leben, das Sterben und seine Facetten verrät er auch etwas über sich und sein Leben,die Gespenster seiner Kindheit und die der Gegenwart. Er ist überzeugt, dass Literatur im besten Fall das Denkvermögen stärkt.
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Persönlich: Gabriele Gysi – Der Kampf um das eigene Erleben
Die Familie Gysi hat die Geschichte Deutschlands im 20. und 21. Jahrhunderts mitgeprägt. In diesem Kreuzungspunkt aus historischem Bewusstsein und individueller Biografie hat Gabriele Gysi den Beruf der Schauspielerin ergriffen. 1984 übersiedelte sie aus der DDR nach Westdeutschland. Heute schreibt sie Bücher und wendet sich gegen jene, die Geschichtsschreibung als Waffe der Mächtigen einsetzen.
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Persönlich: Gisela Friedrichsen – Kampf um die Wahrheit vor Gericht
Sie ist in München geboren, nach Jahren bei der FAZ zum „Spiegel“ nach Hamburg gewechselt und hat dort die Gerichtsreportage zu einer journalistischen Kunstform entwickelt. Nach langer Krankheit schreibt Gisela Friedrichsen inzwischen in „Die Welt“ über spektakuläre Prozesse. Mit Markus Vahlefeld spricht sie über den weiblichen Blick auf Gerechtigkeit, über die eigenen Abgründe in der Beschäftigung mit Verbrechen und warum sie glaubt, als Nonnenschülerin eine gute Grundlage dafür erhalten zu haben.
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Persönlich: Wolfgang Wodarg - Blick auf ein totalitäres Gesundheitsregime
Wolfgang Wodarg war bis 2021 SPD-Mitglied, lange für die Partei im Deutschen Bundestag und verantwortlich für die Gesundheitspolitik. Er wurde 2020 der erste prominente Kritiker der Corona-Maßnahmen und in dem Zuge eines der ersten Opfer der Corona-Cancel-Politik. Wie blickt ein SPD-Linker auf die Verwandlung des Landes in ein quasi totalitäres Gesundheitsregime, und was können wir für die Zukunft daraus lernen?
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Persönlich: Albrecht Müller – Eine manipulierte Gesellschaft
Albrecht Müller ist seit 2003 Herausgeber und Gründer der Nachdenkseiten. Der studierte Soziologe und Volkswirt war Planungschef und Wahlkampfleiter von Willy Brandt und Helmut Schmidt. Was sind die größten Versäumnisse der Politik in den letzten Jahrzehnten? Im Gespräch mit Susanne Gerlach beschreibt er seinen Weg in die Politik, den Beginn der Entspannungspolitik zwischen Ost und West und die versäumte Möglichkeit einer frühen Wiedervereinigung, den fernsehfreien Tag, den alten und neuen Russenhass sowie seine Haltung zur heutigen SPD.
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Persönlich: Alexander Gauland – Ein konservatives Leben in der Postmoderne
Alexander Gauland ist Mitglied des Deutschen Bundestages, AfD-Ehrenvorsitzender und eines der letzten übrig gebliebenen Gründungsmitglieder der Partei. Seit den 1970er-Jahren prägte Alexander Gauland die kulturpolitischen Debatten innerhalb der CDU und galt auch unter Linksliberalen als „Vorzeigeintellektueller“. Über seine Erlebnisse und die Verengung der Debattenräume spricht er mit Markus Vahlefeld.
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Persönlich: Hermann Binkert – Objektive Meinungsforschung
Hermann Binkert leitet seit 17 Jahren das von ihm gegründete Meinungsforschungsinstitut Insa. Zuvor war der Jurist in verschiedenen politischen Positionen tätig, unter anderem als persönlicher Referent des Thüringer Ministerpräsidenten. 2014 trat er aus der CDU aus und ist seither parteilos. Im Gespräch mit Susanne Gerlach spricht er von seinem katholischen Glauben, seinem Rückhalt in der Familie und seinem unternehmerischen Mut sowie von dem Schicksalsschatten, der auf seinen ersten Lebenswochen lag, weil die Ärzte meinten, der mit sechseinhalb Monaten viel zu früh Geborene wäre schwerstbehindert und würde besser sterben.
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Persönlich: Michael Kyrath – In memoriam Ann-Marie
Michael Kyrath hat wohl den größten Albtraum aller Eltern durchlebt: Am 25. Januar 2023 wurde seine Tochter Ann-Marie gemeinsam mit ihrem Freund Danny in Brokstedt von einem staatenlosen Palästinenser ermordet. Der abgelehnte Flüchtling befand sich trotz ellenlanger Strafakte weiterhin im Land. Seitdem sorgt Michael Kyrath dafür, dass seine Tochter und unzählige andere Opfer nicht in der Namenlosigkeit versinken. Aufgeben, so sagt er, ist keine Option.
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7
Persönlich: Marcel Luthe - Die Grundrenitenz der Persönlichkeit
Den Dingen auf den Grund gehen, das ist Marcel Luthe wichtig. Etwas wissen wollen und vorher keine Ruhe geben: Mit diesem Ansatz stellte er tausende parlamentarische Anfragen, hielt 2018 eine Wutrede gegen die Relativierung des Holocaust und klagt nun auf Einsicht in Angela Merkels Stasi-Akten. Nach dem Ende seiner parteipolitischen Karriere schwimmt er als Gründer der Good Governance Gewerkschaft weiter gegen den Strom. Ist er Rebell oder Realist? Das fragt ihn Silke Schröder. Ein Gespräch über die Grenzen des Sagbaren, die Bedeutung der Meinungsfreiheit für die Demokratie und die Frage, warum Rechtmäßigkeit wichtiger ist als das subjektive Gefühl von Gerechtigkeit.
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Persönlich: Gabriele von Lutzau – Der Engel mit der Kettensäge
Die Lufthansa-Maschine Landshut wurde 1977 von palästinensischen Terroristen bis nach Mogadischu entführt, der Flugkapitän ermordet. Gabriele von Lutzau war Flugbegleiterin der Landshut, und die Passagiere gaben ihr nach der Befreiung durch die GSG9 den Spitznamen „Engel von Mogadischu“. Seitdem hat sie ein zweites neues Leben und wurde zu einer bekannten internationalen Künstlerin. Mit Markus Vahlefeld spricht sie über ihre Erinnerungen und was diese mit ihren Skulpturen, die sie mit der Kettensäge bearbeitet, zu tun haben.
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5
Persönlich: Uwe Steimle - Humor als Form des Widerstands
Die westdeutsche Perspektive fasst „Ostalgie“ oft als subjektiven Bewältigungsmechanismus auf. Auch der Kabarettist und Schauspieler Uwe Steimle, der den Begriff in den 1990er Jahren prägte, sieht seine Erfahrungen als DDR-Bürger als unverzichtbares geistiges Fundament – warnt jedoch davor, die Vergangenheit zu verklären. Viel zu oft, sagt Steimle, wird über Ostdeutsche wie über ein fremdes Volk geredet. Humor bleibt seine Form des Widerstands. Wichtig ist ihm, sich selbst nicht zu ernst zu nehmen und über all den Unbill der Gegenwart die Bildung des Herzens nicht zu vernachlässigen.
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4
Persönlich: Michael Ballweg – Von der Finsternis nicht erfasst
Das Corona-Regime hat in der Justiz merkwürdigste Blüten getrieben. Noch immer werden Bürger, Wissenschaftler und Polizisten für das Aussprechen der Wahrheit verfolgt und verurteilt. Der bekannteste Fall dürfte der von Michael Ballweg sein. Für sein Engagement saß er fast ein Jahr im Gefängnis Stuttgart-Stammheim. Das Verhalten der Staatsanwälte mutet wie Rechtsbeugung an, dass er ein politischer Gefangener war, liegt auf der Hand. Wie geht es Michael Ballweg nach seinem erfolgten Freispruch?
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Persönlich: Imad Karim – Von den Konsequenzen einer unbequemen Meinung
Der libanesisch-deutsche Filmemacher, Journalist und Autor Imad Karim kam 1977 als Student nach Berlin, nachdem er den Libanon des Bürgerkrieges wegen verlassen hatte. Heute sieht er sich weder als Flüchtling noch als Exilant – Deutschland ist ihm zur Heimat geworden, auch wenn er sagt, das Land mache es einem inzwischen schwer, es zu lieben. Im Gespräch geht es um Erfahrungen von Entfremdung und Selbstachtung, Karims kritischen Blick auf Migration und Islam und den Einfluss biografischer Brüche auf seine filmische Arbeit.
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Persönlich: Henryk M. Broder – Die Provokation des Judentums
Er ist eine der schillerndsten Stimmen im deutschen Journalismus, Bestsellerautor und erfolgreicher Dokumentarfilmer. Vor fast fünfzig Jahren begann Broder den wiederauferstandenen „neuen“ Antisemitismus von links zu analysieren. Im Gespräch mit Markus Vahlefeld schildert er, warum das Judentum, das sich nach mehr als 2000 Jahren wieder ein Staatsgebilde geschaffen hat, für die Moderne eine Provokation ist: Alles blüht auf und vergeht, nur das Judentum ist gekommen, um zu bleiben.
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Persönlich: Rupert Scholz – einer der Architekten der deutschen Einheit
Juraprofessor, Verteidigungsminister, enger Berater Helmut Kohls. Das Leben und Wirken von Rupert Scholz umspannt die geschichtsträchtigsten Zeiträume bundesrepublikanischer Entwicklung. Als einer der Architekten der deutschen Einheit war er maßgeblich an der Gestaltung der vereinigten Bundesrepublik beteiligt, machte sich aber nie abhängig vom Scheinwerferlicht des Politikbetriebs. Als Wissenschaftler und Autor kommentiert der Berliner Rupert Scholz auch heute noch die Entwicklungen des Rechtsstaats mit Gradlinigkeit und juristischer Klarheit. Silke Schröder blickt mit ihm auf die Pfeiler eines großen Lebens.
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Persönlich: Stefan Weber, der Plagiatejäger
Er stammt aus einem universitätsfernen Elternhaus in Wien und hat es bis zur Habilitation in akademische Höhen gebracht. Doch seitdem er führende Politiker und Medienleute von Guttenberg bis Karner und von Schavan bis Brosius-Gersdorf als wissenschaftliche Schwindler bloßgestellt hat, winkt ihm keine Professur mehr. Ist er „links“, oder ist er „rechts“? Hat er überhaupt eine Agenda? Das fragt ihn Markus Vahlefeld. Die Antwort ist, dass Weber die Nase voll hat von der Verlogenheit des ganzen Elitenmilieus und sich als Privatsachverständiger keinen Maulkorb mehr verpassen lassen will und muss.
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