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Legal Tech Verzeichnis - Legal Tech & Legal KI Talk

Der Legal Tech Verzeichnis - Legal Tech & Legal KI Talk erscheint zweimal monatlich. Gastgeber und LTV Herausgeber Patrick Prior spricht mit verschiedenen Gästen aus der Rechtsbranche zu Legal Tech Themen und zur Entwicklung der Künstlichen Intelligenz im Rechtsbereich.

  1. 47

    Die Rechtsabteilung als Anbieter von Produkten

    Interview mit Carsten Muth, General Counsel der ZEAL Network SE, zum Thema "Die Rechtsabteilung als Anbieter von Produkten".

  2. 46

    Künstliche Intelligenz in der Rechtsbranche

    Gastgeber Dr. Daniel Halft (AnwaltsCampus) spricht mit Kilian Springer zum Thema "Künstliche Intelligenz in der Rechtsbranche". Kilian Springer ist KI-Experte, Head of Legal bei Distart, Buchautor ("KI in der Rechtspraxis") und Dozent. Neben dem Einsatz von großen Sprachmodellen in der Rechtsbranche wird speziell auch über KI-Agenten diskutiert.

  3. 45

    Die Transformation von Rechtsabteilungen im KI-Zeitalter

    Interview mit Dr. Alexander Steinbrecher (Chefsyndikus der BVG in Berlin und Mitherausgeber des Handbuch Digitale Rechtsabteilung und des Buchs "Die Zukunft der Rechtsberatung") zum Thema "Die Transformation von Rechtsabteilungen im KI-Zeitalter".

  4. 44

    Jahresstudie des Bucerius Legal Innovation Hub 2025/2026

    Dr. Florian Skupin, Executive Director Legal Technoloy an der Bucerius Law School, spricht mit Patrick Prior über die heute erschienene Jahresstudie des Bucerius Legal Innovation Hub 2025/2026 "LEGAL MARKET ECONOMICS".

  5. 43

    Bundesverband der Wirtschaftskanzleien in Deutschland (BWD)

    In der aktuellen Folge des Legal Tech Verzeichnis Podcast interviewt LTV Herausgeber Patrick Prior den Rechtsanwalt und Vorstandssprecher des Bundesverbands der Wirtschaftskanzleien in Deutschland (BWD) Stefan Rizor, LL.M. (McGill), zur Tätigkeit des BWD. Folgende Punkte wurden besprochen: 1. Gründung und Zweck des BWD Der Bundesverband der Wirtschaftskanzleien in Deutschland (BWD) wurde aus der Erfahrung heraus gegründet, dass Wirtschaftskanzleien als Organisationen politisch kaum Gehör fanden – insbesondere sichtbar geworden durch die rechtlichen Probleme deutscher LLP-Kanzleien nach dem Brexit. Ziel ist es, eine gemeinsame, kompetente Stimme gegenüber Politik und Verwaltung zu sein. 2. Arbeitsweise: Kompetenz statt klassischem Lobbyismus Der BWD versteht sich nicht als reiner Lobbyverband, sondern als fachlich fundierter Ansprechpartner. Kritik an Gesetzesvorhaben wird stets mit konkreten Alternativvorschlägen verbunden. Diese konstruktive Herangehensweise hat zu schneller Akzeptanz in Ministerien geführt. 3. Justiz unter Druck – Bedarf an Digitalisierung und Effizienz Die deutsche Justiz leidet unter langen Verfahrensdauern, Überlastung und mangelnder Planbarkeit. Das führt dazu, dass Unternehmen zunehmend auf Schiedsverfahren ausweichen. Der BWD sieht hier dringenden Reformbedarf, insbesondere durch Digitalisierung und bessere Verfahrensorganisation. 4. Zentrale Rolle von KI und offenen Gerichtsentscheidungen Künstliche Intelligenz kann Justiz und Anwaltschaft deutlich effizienter machen – etwa durch Auswertung großer Mengen anonymisierter Urteile. Dafür ist ein deutlich besserer Zugang zu Gerichtsentscheidungen notwendig. Politisch fehlt bislang der ausreichende Wille, diese Daten flächendeckend bereitzustellen. 5. Wandel des Anwaltsberufs durch KI KI wird Anwälte nicht ersetzen, aber den Beruf stark verändern. Standardfälle werden zunehmend automatisiert, während komplexe, beratungsintensive Fälle wichtiger werden. Kanzleien, die KI nicht sinnvoll einsetzen, werden im Wettbewerb zurückfallen. Abrechnung, Haftung und Versicherungsfragen werden sich entsprechend anpassen.

  6. 42

    Expert AI: Von der Akte zum fertigen Dokument – in einem Flow

    In der aktuellen Folge des Legal Tech Verzeichnis Podcast führt LTV Herausgeber Patrick Prior ein spannendes Interview mit Ralph Vonderstein, dem Geschäftsführer der Wolters Kluwer Legal Software Deutschland GmbH. Beide tauschen sich über das Thema "Expert AI: Von der Akte zum fertigen Dokument – in einem Flow" aus. Folgende Punkte wurden besprochen: 1. Vom Dokument zur Akte: KI muss ganze Fälle verstehen Der entscheidende Schritt von Document Chat zu Case Chat ist der Perspektivwechsel: Juristische Arbeit findet nicht auf Dokumentebene statt, sondern auf Fallebene. Case Chat analysiert komplette Akten mit hunderten oder tausenden Dokumenten und versteht den rechtlichen Gesamtzusammenhang. 2. Informationsüberlastung ist das Kernproblem moderner Kanzleien Anwält:innen managen heute keine Akten mehr, sondern massive Mengen unstrukturierter Informationen (E-Mails, Scans, Screenshots, PDFs). Case Chat adressiert genau diese Realität – nicht die idealisierte „Musterakte“. 3. Produktivität durch Integration statt Copy-Paste Der größte Mehrwert entsteht durch die tiefe Integration in die Kanzleisoftware: keine Dokumentenauswahl, kein Export/Import, kein manuelles Prompting. Die KI arbeitet direkt im bestehenden Workflow und liefert Ergebnisse fertig formatiert in Word inklusive Kanzlei-Layout. 4. Der Mensch bleibt verantwortlich – KI ersetzt Vorarbeit, nicht Urteilskraft Case Chat erstellt Schriftsatzentwürfe und Analysen, aber nichts wird automatisch versendet. Jurist:innen prüfen, korrigieren oder verwerfen die Vorschläge. Die KI spart vor allem mechanische, zeitintensive Vorarbeiten – nicht die juristische Verantwortung. 5. KI ist kein Luxus für Großkanzleien, sondern Überlebensfaktor für den Mittelstand Der Fokus liegt bewusst auf kleinen und mittelgroßen Kanzleien ohne eigene Legal-Tech-Teams. Vorgefertigte Prompts, einfache Aktivierung und geringe Einstiegshürden ermöglichen auch weniger tech-affinen Kanzleien einen realistischen Einstieg in KI – und sichern Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Mandanten mit eigenen KI-Voranalysen.

  7. 41

    JUNE - KI-gestütztes Case Management & Legal Automation

    In der aktuellen Folge des Legal Tech Verzeichnis Podcast führt LTV Herausgeber Patrick Prior ein spannendes Interview mit Björn Frommer, Co-Gründer und CEO des Legal Tech und KI Softwareanbieters JUNE. Folgende Punkte wurden besprochen: 1. Tech-Motivation aus Praxisfrust June entstand aus der Erfahrung, dass bestehende Kanzleisoftware und Outsourcing-Modelle den operativen Anforderungen der juristischen Arbeit nicht gerecht wurden, wodurch der Aufbau eigener Technologie notwendig wurde. 2. Positionierung als Enterprise-Plattform June ist von Beginn an als professionelle, ganzheitliche Plattform für große juristische Organisationen konzipiert, mit Fokus auf Standards, Sicherheit, Datenschutz und langfristige Skalierbarkeit. 3. Use-Case statt Kanzleigröße Nicht die Größe der Kanzlei oder Rechtsabteilung ist entscheidend, sondern der konkrete Anwendungsfall. Klassische All-in-one-Kanzleisoftware wird als überholt angesehen. 4. Abgrenzung durch Daten- und Prozessfokus Der zentrale Mehrwert von June liegt in der systematischen Datenerhebung aus juristischer Kommunikation und der darauf aufbauenden Automatisierung kompletter Prozessketten. 5. Zukunftstrend: Agentische KI Der wichtigste technologische Trend sind autonome KI-Agenten und Multi-Agent-Systeme, die repetitive und komplexe Arbeitsabläufe selbstständig steuern, während Juristen sich auf hochwertige fachliche Arbeit konzentrieren.

  8. 40

    Der große Legal Tech Jahresrückblick 2025

    Der große Legal Tech Jahresrückblick 2025 mit Stefan Schicker und Patrick Prior.

  9. 39

    Vorsprung durch KI – Realitätscheck für die Rechtsabteilung

    In der aktuellen Folge des Legal Tech Verzeichnis Podcast führt LTV Herausgeber Patrick Prior ein Interview mit Evgenij Friederichs-Vaskevic. Er ist Sales Executive bei Wolters Kluwer und ist verantwortlich für Legal Software im DACH Bereich. Beide sprechen zum Thema "Vorsprung durch KI – Realitätscheck für die Rechtsabteilung". Folgende Punkte wurden dabei besprochen: 1. Aktueller Stand von KI in Rechtsabteilungen Rechtsabteilungen beschäftigen sich heute deutlich intensiver mit dem Thema KI als noch vor ein oder zwei Jahren. Während früher viele lediglich fragten, „Was kann eure KI überhaupt?“, existiert inzwischen ein spürbares Grundverständnis für Chancen und Grenzen. Dennoch kommt es weiterhin zu Enttäuschungen, weil generische KI-Modelle wie ChatGPT im juristischen Kontext halluzinieren oder unzuverlässig sind. Deshalb wächst das Bewusstsein, dass es spezialisierte, domänenspezifische KI benötigt, die auf juristische Anforderungen und Daten zugeschnitten ist. 2. Zentrale Use Cases: Vertragsprüfung, Dokumentenrecherche und Audits KI zeigt heute besonders dort Wirkung, wo große Datenmengen und repetitive Aufgaben anfallen. Bei der Vertragsprüfung kann KI Klauseln identifizieren, Verträge vergleichen und Zusammenfassungen erstellen, sodass Juristen sich auf die finale Prüfung konzentrieren können. Auch bei der Recherche in langen Dokumenten liefert KI schnelle Antworten auf juristische Fragestellungen, was insbesondere jungen oder fachfremden Mitarbeitenden hilft. In Contract Audits können hunderte oder tausende Verträge automatisiert nach bestimmten Kriterien analysiert werden, was vorher kaum in der geforderten Zeit leistbar war. Entscheidend bleibt jedoch der „Human in the Loop“, da Juristen die KI-Ergebnisse bewerten und final freigeben. 3. Risiken durch Schatten-KI und die Bedeutung sicherer, spezialisierter Systeme Viele Mitarbeitende nutzen aus Zeitdruck heraus ChatGPT oder ähnliche frei verfügbare Tools – oft ohne offizielle Freigabe und unter erheblichem Risiko für Datenschutz und Vertraulichkeit. Der Podcast betont daher die Notwendigkeit sicherer, europäischer und datenschutzkonformer KI-Systeme, die in die bestehende Rechtssoftware integriert sind. Domänenspezifische KI-Lösungen bieten verlässlicher nachvollziehbare Ergebnisse, da sie nur mit Unternehmens- und Rechtsdaten arbeiten und nicht unkontrolliert Informationen verarbeiten oder speichern. So wird verhindert, dass sensible Daten in externe, unbekannte Modelle gelangen. 4. Veränderungen der juristischen Rolle – KI als Entlastung, nicht als Ersatz KI wird die Arbeit von Unternehmensjuristen spürbar verändern, jedoch nicht kurzfristig ersetzen. Sie übernimmt monotone Tätigkeiten, steigert Effizienz und ermöglicht es Juristen, sich stärker auf komplexe, strategische oder risikorelevante Aufgaben zu konzentrieren. Gleichzeitig macht der Einsatz moderner Technologien die Rechtsabteilung attraktiver für Nachwuchskräfte, die nicht mehr mit Excel-Tabellen und manuellen Workflows arbeiten wollen. KI kann zudem dazu führen, dass Rechtsabteilungen weniger externe Kanzleien benötigen, weil sie intern eine breitere fachliche Abdeckung erreichen. 5. Voraussetzungen für erfolgreichen KI-Einsatz und Ausblick auf zukünftige Entwicklung Ein zentrales Fazit ist, dass KI nie ohne eine solide Grundlage funktioniert: strukturierte Daten, klare Prozesse und eine funktionierende Basissoftware sind unverzichtbar. Erst dann kann KI zuverlässig arbeiten und Fehler wie Halluzinationen vermeiden. Blickt man in die Zukunft, arbeiten Anbieter bereits an KI-Systemen, die plattformübergreifend funktionieren und komplexe Aufgaben wie KPI-Analysen, Prognosen oder automatische Vorbereitungen juristischer Antworten übernehmen können. Ziel ist, dass KI nicht nur reagiert, sondern proaktiv Informationen bereitstellt – ein großer Schritt hin zur strategisch denkenden, datengetriebenen Rechtsabteilung.

  10. 38

    Die Dreiteilung des Anwaltsberufs in der Post-KI-Ära

    In der aktuellen Folge des Legal Tech Verzeichnis Podcast führt LTV Herausgeber Patrick Prior ein spannendes Interview mit Ioannis Martinis. Er ist Head of Innovation & Legal Tech bei Coop Rechtsschutz AG, Studiengangsleiter CAS Legal Tech an der HWZ Zürich und Lehrbeauftragter der Universität St.Gallen. Beide tauschen sich über das Thema "Die Dreiteilung des Anwaltsberufs in der Post-KI-Ära" aus. Folgende Punkte wurden dabei besprochen: 1. Die Post-KI-Ära Die Rechtsbranche bewegt sich in eine Phase, in der KI selbstverständlich in allen Systemen integriert ist. Der aktuelle KI-Hype wird einer langfristigen, schrittweisen Transformation weichen. 2. Die Trifurkation der Rechtsbranche Laut Ioannis Martinis wird sich die juristische Profession in drei zentrale Rollen aufteilen: Legal Engineer, Strategic Legal Advisor und Legal Validator – jede mit klar unterschiedlichen Aufgaben und Zukunftsperspektiven. 3. Das Ende des klassischen Generalistenanwalts Der traditionelle Generalist wird langfristig verschwinden, weil KI zwar viel liefert, aber Expert:innen weiterhin benötigt werden, um komplexe Inhalte korrekt zu prüfen und zu validieren. 4. KI als Chance und Risiko für den Zugang zum Recht KI verbessert den Zugang zu Basiswissen und einfachen Rechtsfragen, führt aber gleichzeitig zu einer stärkeren Zweiteilung zwischen Personen, die sich hochwertige Beratung leisten können, und solchen, die auf Self-Service-Lösungen angewiesen sind. 5. Notwendige Reform der juristischen Ausbildung und Modernisierung der Justiz Jurastudium und Weiterbildung müssen sich grundlegend an neue Rollen und KI-gestützte Arbeitsweisen anpassen. Gleichzeitig wird KI in der Justiz unvermeidlich werden, um massive Rückstände und Verfahrensverzögerungen zu reduzieren.

  11. 37

    Neue Geschäftsmodelle für Kanzleien

    In der aktuellen Folge des Legal Tech Verzeichnis Podcast führt LTV Herausgeber Patrick Prior ein Interview mit dem Patentanwalt und Unternehmer Johannes Ernicke. Folgende Punkte wurden dabei besprochen: 1. Effizienzfalle im Anwaltsmarkt KI macht viele Standardleistungen (z.B. Markenanmeldungen) effizienter, aber wenn Kanzleien nur „schneller und billiger“ werden, geraten sie in Preisdruck – Mandanten erwarten dann niedrigere Fixpreise, Margen schrumpfen. 2. Neue Geschäftsmodelle rund um Marken & Patente Statt nur die formale Anmeldung abzuwickeln, sollten Kanzleien vorgelagerte und nachgelagerte Leistungen anbieten (KI-gestützte Selbstchecks, erste Einschätzungen, Recherchen, Strukturierung von Waren- / Dienstleistungsverzeichnissen), also ganze Pakete statt einzelner Akte. 3. Patentüberwachung als Wachstumsfeld Unternehmen müssen nicht nur eigene Erfindungen schützen, sondern auch fremde Patente überwachen (Freedom-to-Operate). Durch Massenzunahme von Patenten (v.a. Großkonzerne, China) ist manuell kaum noch zu bewältigen – genau hier entsteht neuer Beratungs- und Servicebedarf. 4. KI als kuratierte Experten-KI statt „einfach ChatGPT“ Vorteil der Freiberufler (Patentanwälte, Rechtsanwälte etc.) liegt darin, KI-Systeme fachlich zu „kontext­engineeren“ (zuverlässige Recherchen, sinnvolle Fragen, Human-in-the-Loop) und dem Mandanten vertrauenswürdige, gefilterte Ergebnisse zu liefern statt bloßer Roh-KI-Ausgabe. 5. Wettbewerb Inhouse vs. externe Kanzlei in der KI-Zukunft Sowohl interne Patent-/Rechtsabteilungen als auch externe Kanzleien werden durch KI leistungsfähiger. Wer gewinnt, ist derjenige, der näher an den tatsächlichen Geschäftsproblemen ist und mit KI skalierbare, hochwertige Services bietet – nicht zwingend der Billigste, sondern der bessere Dienstleister.

  12. 36

    KI-Tools in Rechtsabteilungen

    In der aktuellen Folge des Legal Tech Verzeichnis Podcast führt LTV Herausgeber Patrick Prior ein Interview mit Maximilian Berger, Legal Counsel bei der DEKRA, zum Thema "KI-Tools in Rechtsabteilungen". Folgende Punkte wurden dabei besprochen: 1. Praktischer Einsatz von KI in der Rechtsabteilung Maximilian Berger berichtet, wie DEKRA ChatGPT nutzt, um NDAs (Geheimhaltungsvereinbarungen) automatisch zu prüfen und zu analysieren – ein früher Anwendungsfall, der viel Routinearbeit spart. 2. Effizienzsteigerung und Genauigkeit Durch strukturiertes Prompting und die Verwendung von JSON-Format zur Datenausgabe konnte DEKRA Halluzinationen reduzieren und eine hohe Prüfgenauigkeit erreichen. → Ergebnis: etwa 50 % Zeitersparnis bei der Vertragsprüfung. 3. Technische und organisatorische Umsetzung Die Einführung erfolgte über Workshops mit Juristen, Führungskräften und Sachbearbeitern. Dabei wurden klare Kriterien und Prozesse für KI-gestützte Prüfungen definiert. 4. Zukünftige Anwendungsszenarien DEKRA plant, das System auf weitere Dokumentarten auszuweiten – z. B. Code of Conducts und Datenschutz-Verträge (AVVs) – und langfristig vollautomatisierte Workflows für Vertragsprüfungen zu etablieren. 5. Blick in die Zukunft der Rechtsarbeit Berger sieht KI nicht als Ersatz, sondern als Werkzeug zur Entlastung von Routineaufgaben. Anwälte sollen sich stärker auf Beratung, Verhandlungen und strategische Aufgaben konzentrieren, während KI repetitive Arbeiten übernimmt.

  13. 35

    Die Veränderung der Rechtsbranche durch KI

    In der aktuellen Folge des Legal Tech Verzeichnis Podcast interviewt LTV Herausgeber Patrick Prior die Rechtsanwältin und Lead Innovation & Legal Tech bei CMS Zürich, Roxana Sharifi, zum Thema "Die Veränderung der Rechtsbranche durch KI". Folgende Punkte wurden dabei besprochen: 1. Aktueller Stand der KI Künstliche Intelligenz befindet sich derzeit auf der Stufe der Narrow Intelligence – sie kann spezialisierte Aufgaben erledigen, aber nicht selbstständig denken oder lernen. General oder Super Intelligence sind noch Zukunftsvisionen. 2. Einsatz in der Rechtsbranche In großen Kanzleien wird KI bereits eingesetzt – etwa für Dokumentenerstellung, Zeiterfassung und Datenanalyse. Die Nutzung wächst, besonders wenn der konkrete Nutzen gezeigt wird. 3. Entwicklung bis 2030 Es wird erwartet, dass KI-Systeme zunehmend eigenständig („agentisch“) arbeiten – also selbst Teilschritte planen und durchführen. Routineaufgaben werden stark automatisiert, während komplexe juristische Arbeit menschlich bleibt. 4. Veränderung der Geschäftsmodelle Durch Automatisierung werden neue Preismodelle entstehen – etwa Pauschal- oder Value-Based-Ansätze für standardisierte Aufgaben, während strategische Beratungen weiterhin individuell vergütet bleiben. 5. Wandel der juristischen Rollen Juristinnen und Juristen werden stärker zu Prüfern und Supervisorn von KI-Ergebnissen. Kritisches Denken und Verständnis der KI-Funktionsweise werden zentrale Kompetenzen der Zukunft.

  14. 34

    Hype um KI im Rechtsbereich

    In der aktuellen Folge des Legal Tech Verzeichnis Podcast interviewt LTV Herausgeber Patrick Prior den Rechtsanwalt und Head of Legal Tech bei Forvis Mazars, Benedikt Raquet, zum Thema „Hype um KI im Rechtsbereich“. Folgende Punkte wurden dabei besprochen: 1. KI-Hype im Rechtsmarkt Viele großspurige Versprechen (z. B. „in 2 Jahren ohne KI abgehängt“) haben sich rückblickend nicht erfüllt; Erwartungsmanagement ist entscheidend. 2. Schulungen als Change-Management, nicht als „Prompt-Magie“ Weiterbildung ist wichtig, um Use Cases zu erkennen und Akzeptanz zu schaffen – moderne Tools nehmen das reine Prompting bereits ab. 3. Build vs. Buy für Kanzleien Eigenentwicklungen sind teuer und aufwendig; für die meisten Boutiquen ist der gezielte Zukauf reifer Tools wirtschaftlicher. 4. Auswirkungen nach Kanzleityp Einzel- und kleine Kanzleien profitieren (niedrigschwellige Mandate, Skalierung durch KI), während bei Großkanzleien datenlastige Arbeiten (z. B. Due Diligence) Preis- und Effizienzdruck erzeugen. 5. Differenzierung jenseits der KI KI wird Standard; Mehrwert entsteht durch proprietäres Wissen, Branchen-/Deal-Erfahrung, strategische Beratung und Vertrauensaufbau – der menschliche Faktor bleibt zentral.

  15. 33

    Legal Hackathon Cologne 2025

    In der aktuellen Folge des Legal Tech Verzeichnis Podcast spricht LTV Herausgeber Patrick Prior mit Frederick Assmuth, Director Communications & Branding bei Wolters Kluwer, zum bevorstehenden Legal Hackathon Cologne. Der Hackathon findet in Köln vom 12. - 14. September statt.

  16. 32

    Large Language Models auf dem Prüfstand des anwaltlichen Berufsrechts und des RDG

    In der aktuellen Folge des Legal Tech Verzeichnis Podcast interviewt LTV Herausgeber Patrick Prior den Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz und IT-Recht, Vizepräsidenten der Rechtsanwaltskammer München sowie Vorsitzenden des RDG-Ausschusses der Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK), Dr. Frank Remmertz, zum Thema "Large Language Models auf dem Prüfstand des anwaltlichen Berufsrechts und des RDG".

  17. 31

    Legal Tech und Rechtsschutzversicherungen

    In der aktuellen Folge des Legal Tech Verzeichnis Podcast interviewt LTV Herausgeber Patrick Prior den Rechtsanwalt, Geschäftsführer der Allianz Rechtsschutz-Service GmbH und Mediator Philipp Eder, zum Thema „Legal Tech und Rechtsschutzversicherungen“. Folgende Punkte wurden dabei besprochen: 1. Rechtsschutzversicherung als Zugang zum Recht Die Allianz Rechtsschutz-Service GmbH versteht sich primär als Versicherung, die über Prozessoptimierung und Digitalisierung den Zugang zum Recht für Kund:innen ermöglicht, jedoch keine eigene Rechtsberatung leisten darf. 2. Einsatz von Legal Tech Legal Tech wird vorrangig in internen Prozessen genutzt: Dokumentenaufbereitung, strukturierte Datenerfassung, automatisierte Deckungs- und Rechnungsprüfung. Anwälte bleiben aber unverzichtbare Partner. 3. Zusammenspiel mit Legal Tech-Unternehmen Start-ups wie Flightright oder Rightmart sind teils Kooperationspartner, teils Konkurrenz. Geschäftsmodelle reichen von partnerschaftlichen Lösungen bis hin zur aggressiven Ausnutzung von Rechtsschutzdeckungen. 4. Zukünftige Herausforderungen Demografischer Wandel und Juristenmangel bedrohen die Grundversorgung im Recht. Flexiblere Modelle und niedrigschwellige Rechtsangebote sind nötig, um gesellschaftliche Versorgungslücken zu schließen. 5. Rolle der KI KI wird nicht als Bedrohung, sondern als Chance gesehen, Effizienz zu steigern und Kapazitätsprobleme zu lösen. Dennoch bleibt der „Faktor Mensch“ – insbesondere Empathie, Vertrauen und Konfliktpsychologie – unverzichtbar.

  18. 30

    Legal Tech in der Rechtsabteilung

    In der aktuellen Folge des Legal Tech Verzeichnis Podcast interviewt LTV Herausgeber Patrick Prior den Inhouse-Counsel der Deutschen Bank, Dr. Hanns Martin Lücke, zum Thema „Legal Tech in der Rechtsabteilung“. Folgende Punkte wurden dabei besprochen: 1. Aktueller Stand von Legal Tech Generative KI-Tools sind in vielen Rechtsabteilungen zwar bekannt, befinden sich aber größtenteils noch in der Experimentierphase. Spezialisierte Legal-Tech-Anwendungen sind etabliert, jedoch ohne große Innovationssprünge. Der größte Fortschritt liegt derzeit in der natürlicheren Interaktion mit KI und ihrer schrittweisen Integration in den Arbeitsalltag. 2. Technische und organisatorische Rahmenbedingungen Unternehmen sind beim Einsatz externer KI-Anwendungen sehr restriktiv, vor allem aus Datenschutzgründen. Häufig erfolgt die KI-Nutzung über etablierte Unternehmenssoftware wie Microsoft Office (Copilot). ChatGPT und ähnliche Systeme werden teils in isolierten Instanzen getestet, um Vertraulichkeit zu wahren. 3. Herausforderungen bei Implementierung und Tool-Auswahl Die Einführung neuer Systeme in Konzernen ist langsamer als die Entwicklung am Markt. Viele Teams nutzen zunächst einfach zugängliche KI-Chat-Tools, um Potenziale zu testen. Dr. Lücke empfiehlt, zunächst vorhandene Unternehmens-Tools zu prüfen, bevor neue angeschafft werden, um Doppelstrukturen und unnötige Kosten zu vermeiden. 4. Fähigkeiten und Mindset für den erfolgreichen KI-Einsatz Zentrale Eigenschaften für Juristen sind Neugier, Experimentierfreude und kritisches Hinterfragen von KI-Ergebnissen. Da einfache Routineaufgaben wegfallen, muss über neue Wege nachgedacht werden, um Nachwuchsjuristen praxisnah auszubilden – etwa durch „Meister-Schüler“-Modelle. 5. Zukunftsausblick und Rolle des Menschen KI wird zunehmend unsichtbar in bestehende Tools integriert und könnte langfristig auch per Sprachsteuerung bedient werden. Vollständige Automatisierung ist jedoch unwahrscheinlich: Menschliche Expertise bleibt unverzichtbar, vor allem im Beziehungsmanagement und bei komplexen Entscheidungen. Wahrscheinlich ist eine Mensch-KI-Symbiose, die Effizienz steigert und Ressourcen entlastet.

  19. 29

    Alternative Legal Service Provider (ALSP)

    In der aktuellen Folge des Legal Tech Verzeichnis Podcast interviewt LTV Herausgeber Patrick Prior den Business Development Manager von EQWAL, Luis Stade, zum Thema Alternative Legal Service Provider (ALSP). Folgende Punkte wurden dabei besprochen: 1. Begriff und Typisierung von ALSP Alternative Legal Service Provider (ALSP) sind neuartige Rechtsdienstleister, die in Deutschland vor allem entweder Interim-Juristen vermitteln oder ihre Services technologiegestützt mittels Legal-Tech-Lösungen skalieren. 2. Geringe Bekanntheit und Adoptionslücke Während international bis zu 80 % der Rechtsabteilungen ALSP nutzen, arbeiten in Deutschland nur etwa 6 % damit, was vor allem auf ein mangelndes Bewusstsein für den Begriff und wenig lokale Forschung zurückzuführen ist. 3. Haupttreiber: Kosten, Flexibilität und Expertise ALSP werden vor allem wegen ihrer Kosteneffizienz von etwa 30–40 % günstiger als klassische Kanzleihonorare, ihrer Flexibilität bei Personalengpässen und der praxisnahen Industrie- und Rechts­expertise der eingesetzten Juristen nachgefragt. 4. Regulatorische Hemmnisse Deutsche Rahmenbedingungen wie das Rechtsdienstleistungsgesetz und das Fremdbesitz­verbot erschweren technologisch orientierten ALSP die klare Abgrenzung zwischen erlaubter Software-Dienstleistung und unzulässiger Rechtsberatung, weshalb manche Anbieter parallel eigene Kanzleistrukturen etablieren. 5. Zukunftsperspektive: KI und LegalTech Künstliche Intelligenz und LegalTech gelten als wesentliche Wachstumstreiber, da technologiegestützte ALSP ihre Services weiter skalieren können, während klassische Interim-Modelle durch Automatisierung zunehmend unter Druck geraten.

  20. 28

    Legal Tech Firma Notarity

    In der aktuellen Folge des Legal Tech Verzeichnis Podcast interviewt LTV Herausgeber Patrick Prior den Gründer und CEO der österreichischen Legal Tech Firma Notarity Jakobus Schuster. Folgende Themen wurden dabei besprochen: 1. Notaritys Geschäftsmodell Notarity ist ein österreichisches Softwareunternehmen, das eine Plattform bietet, über die Nutzer weltweit notariell beglaubigte Dokumente per Video-Call mit Notaren unterzeichnen können. Das Unternehmen selbst erbringt keine notariellen Dienstleistungen, sondern stellt lediglich die technische Infrastruktur zur Verfügung. 2. Gründungsidee & Motivation Die Idee entstand aus der praktischen Erfahrung des Gründers Jakobus Schuster im internationalen Gesellschaftsrecht, wo oft beglaubigte Dokumente von weltweit verteilten Investoren erforderlich sind. Ineffiziente analoge Prozesse und mangelnde digitale Lösungen führten zur Gründung von Notarity im Jahr 2022. 3. Technische Features & Entwicklung Die Plattform bietet Identitätsverifikation, verschlüsselte Protokolle und kryptografische Signaturen. Sie wurde zunächst für den österreichischen Markt entwickelt, ist aber inzwischen international ausgerichtet. Nutzer sind Notare und Unternehmen – von Startups bis zu DAX-Konzernen. 4. Rechtliche Auseinandersetzungen Notarity ist in einen Rechtsstreit mit der österreichischen Notariatskammer verwickelt. Streitpunkte betrafen den Namen „Notarity“ und den Vorwurf, notariellen Dienstleistungen zu ähneln, ohne Notare zu sein. In erster Instanz entschied das Handelsgericht Wien zugunsten von Notarity. 5. Zukunft & KI Künstliche Intelligenz wird bei Notarity aktuell nur unterstützend in der Kundenkommunikation eingesetzt. Die vollständige Ersetzung des Notars durch KI sieht Schuster skeptisch – insbesondere aufgrund der Vertrauensfunktion, die menschliche Notare weiterhin erfüllen müssen.

  21. 27

    LEDOX365 Vertragsmanagement Software

    In der aktuellen Folge des Legal Tech Verzeichnis Podcast interviewt LTV Herausgeber Patrick Prior den Head of Legal Tech und General Counsel der Join GmbH Dr. Sven von Alemann. Folgende Themen wurden dabei besprochen: 1. LEDOX365 als digitale Vertragsmanagement-Lösung Die Join GmbH hat LEDOX365 entwickelt, ein Contract Lifecycle Management (CLM) System, das den gesamten Lebenszyklus von Verträgen digital abbildet. Unternehmen, insbesondere Rechtsabteilungen, können damit Verträge effizient verwalten, erstellen und standardisierte Workflows nutzen. Die Software entstand ursprünglich als internes Projekt für die Merck KGaA und wurde später als eigenständiges Produkt veröffentlicht. 2. Microsoft 365-Integration und Datenschutz als Kernvorteile LEDOX365 ist als Private-Cloud-Anwendung konzipiert und vollständig in die Microsoft 365-Umgebung integriert. Kundendaten verbleiben dabei in der unternehmenseigenen Microsoft Azure Cloud und werden nicht von der Join GmbH gespeichert. Diese Architektur erleichtert IT-Compliance, Datensicherheit und die Verwaltung durch unternehmensinterne IT-Teams, die bereits mit Microsoft-Technologien vertraut sind. 3. Umfassende Funktionen für Vertragsmanagement und Workflows Die Software bietet zentrale Funktionen wie das Erstellen und Verwalten von Verträgen, eine umfangreiche Such- und Filterfunktion sowie eine differenzierte Berechtigungsstruktur. Die Rechtsabteilung stellt Vertragsvorlagen bereit, während Fachabteilungen eigenständig Vertragsprozesse initiieren können. Zudem gibt es automatisierte Genehmigungsprozesse („Presignature Approval“), die abhängig von Metadaten wie Vertragswert oder Abteilung Regeln für Freigaben definieren. 4. Einsatz von Künstlicher Intelligenz für Effizienzsteigerung KI wird in LEDOX365 genutzt, um Metadaten automatisch aus hochgeladenen Verträgen zu extrahieren, Vertragsinhalte zu analysieren und Kündigungsschreiben oder Vertragszusammenfassungen vorzubereiten. Eine Vergleichsfunktion ermöglicht es, neue Verträge mit Standardvorlagen abzugleichen. Dabei bleiben sämtliche Kundendaten innerhalb der eigenen Microsoft-Umgebung und werden nicht für KI-Training verwendet, um Datenschutzvorgaben zu erfüllen. 5. Zukunftsperspektiven und Entwicklung in der Legal-Tech-Branche Die Weiterentwicklung von LEDOX365 zielt darauf ab, über das reine Vertragsmanagement hinauszugehen. Künftige Funktionen sollen auch andere rechtliche und administrative Prozesse wie Patent- und Gebührenverwaltung unterstützen. Der Markt für Legal Tech wächst, wobei viele Rechtsabteilungen noch nicht vollständig digitalisiert sind. Gleichzeitig könnte der zunehmende Einsatz von KI und Automatisierung dazu führen, dass sich die Rolle von Juristen verändert und effizientere Arbeitsweisen entstehen.

  22. 26

    Legal Tech Verband Deutschland

    In der aktuellen Folge des Legal Tech Verzeichnis Podcast interviewt LTV Herausgeber Patrick Prior die Vorstandsvorsitzende des Legal Tech Verband Deutschland Alisha Andert. Folgende Themen wurden dabei besprochen: 1. Legal Tech Verband Deutschland Gegründet vor fünf Jahren als bundesweiter Verband zur Förderung von Legal Tech, mit Fokus auf Innovation, Digitalisierung und rechtliche Rahmenbedingungen. 2. Gründung und Entwicklung Ursprünglich initiiert von Legal Tech Unternehmern wie Philip Kadelbach (Flightright) und Per Schulz (Helpcheck), um politische Themen und rechtliche Herausforderungen der Branche anzugehen. 3. Kernanliegen Verbesserung der Rechtssicherheit für Legal Tech-Geschäftsmodelle, Diskussion über das Fremdkapitalverbot für Kanzleien und Reformen des Rechtsdienstleistungsgesetzes. 4. Aktivitäten und Mitgliederstruktur Organisiert Roundtables, Netzwerkevents und Konferenzen; Mitglieder sind Legal Tech-Unternehmen, Kanzleien, Verlage, Rechtsschutzversicherer und Consultants. 5. Aktuelle Themen Digitalisierung der Justiz, Reform der juristischen Ausbildung, KI-Integration in Kanzleien und Unternehmen sowie neue Pricing-Modelle für Legal Tech-Services.

  23. 25

    Fieldfisher X - Scalable Legal Services

    In der aktuellen Folge des Legal Tech Verzeichnis Podcast interviewt LTV Herausgeber Patrick Prior den Partner für Legal Technology & Operations und Managing Director von Fieldfisher X in Berlin Dr. Jan Wildhirth. Folgende Themen wurden dabei besprochen: 1. Fieldfisher X als skalierbare Rechtsdienstleistung: Fieldfisher X ist eine moderne Rechtsanwaltsgesellschaft, die juristische Exzellenz mit Technologie und optimierten Prozessen kombiniert, um effiziente Lösungen für juristische Probleme bereitzustellen. 2. Fokus auf Automatisierung und Technologie: Das Unternehmen entwickelt eigene Lösungen für juristische Dienstleistungen, nutzt Low-Code- und No-Code-Technologien und setzt auf Produktmanager, um skalierbare, innovative Rechtslösungen zu gestalten. 3. Spezialisierte Rechtsdienstleistungen: Fieldfisher X bietet Unterstützung in verschiedenen Bereichen, darunter Datenschutz (z. B. für LinkedIn), Glücksspielrecht, Vertragsautomatisierung sowie Hilfe bei Rückforderungen von Corona-Überbrückungshilfen für Kleinunternehmen. 4. Einsatz von KI und Automatisierung: Obwohl KI-gestützte Tools eingesetzt werden, bleibt die Endkontrolle durch Juristen essenziell. Generative KI erleichtert juristische Prozesse, aber eine vollständige Automatisierung ohne menschliche Überprüfung ist derzeit nicht realistisch. 5. Zukunft der Rechtsbranche: Es wird erwartet, dass sich Kanzleien stärker branchenspezifisch spezialisieren, um effizienter zu arbeiten. Zudem könnten zunehmend nicht-anwaltliche Unternehmen Rechtsdienstleistungen anbieten, insbesondere im Bereich Verbraucherrecht.

  24. 24

    BRAK zur Digitalisierung, Fremdbesitz und KI

    In der aktuellen Folge des Legal Tech Verzeichnis Podcast interviewt LTV Herausgeber Patrick Prior den Rechtsanwalt, Präsidenten der Hanseatischen Rechtsanwaltskammer Hamburg und Vizepräsidenten der Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) Dr. Christian Lemke. Folgende Themen wurden dabei besprochen: 1. Digitalisierung in der Anwaltschaft: Die Anwaltschaft hat sich in den letzten Jahren digital stark weiterentwickelt, während die Justiz hinterherhinkt. Standardsoftware wird genutzt, eigene Entwicklungen sind selten. 2. Fremdbesitzverbot für Kanzleien: Der Europäische Gerichtshof (EuGH) bestätigte das Verbot für Kanzleien, Kapitalgeber aufzunehmen. Dies soll die Unabhängigkeit der Anwaltschaft schützen und verhindern, dass finanzielle Interessen die Rechtsberatung beeinflussen. 3. Legal Tech und Investitionen: Anwälte benötigen für digitale Entwicklungen nicht zwingend Investoren, da Standardsoftware ausreicht. Große Kanzleien können eigene Lösungen entwickeln, während kleinere auf bestehende Programme setzen. 4. Künstliche Intelligenz (KI) in der Anwaltschaft: KI wird viele Arbeitsprozesse verändern, aber Anwälte nicht komplett ersetzen. Standardverträge oder einfache Beratungen könnten automatisiert werden, jedoch bleibt menschliche Expertise in komplexen Fällen notwendig. 5. Zukünftige Entwicklungen: Die Rechtsbranche muss regulatorische Herausforderungen meistern, insbesondere durch die EU-KI-Verordnung. Langfristig wird sich der Markt und das Berufsbild des Anwalts weiter verändern.

  25. 23

    Legal Tech Initiative recode.law

    In der aktuellen Folge des Legal Tech Verzeichnis Podcast interviewt LTV Herausgeber Patrick Prior den Co-Founder & Advisory Board Member von recode.law Mathias Schuh. Folgende Themen wurden dabei besprochen: 1. recode.law als Plattform: Gegründet 2018 als studentische Initiative, dient recode.law als Plattform für Veranstaltungen, Netzwerken und Content-Erstellung im Bereich Legal Tech. Die Initiative hat mittlerweile über 200 Mitglieder an mehreren Standorten in Deutschland. 2. Entwicklung von Legal Tech in Deutschland: Legal Tech begann in Deutschland um 2015 / 2016 mit Automatisierungstools. recode.law entstand, um Wissen über Legal Tech zu verbreiten, da es damals kaum Angebote für Studierende gab. Die Initiative wuchs schnell, weil das Thema noch wenig bekannt war. 3. Angebote und Aktivitäten: Neben Veranstaltungen bietet recode.law einen Podcast, den Newsletter "New Law Radar" und verschiedene Arbeitsgruppen zu Legal Tech-Themen. Der Fokus liegt darauf, Studierende mit Praxis und Experten zu vernetzen. 4. Einfluss von KI auf Legal Tech: Die aktuelle Entwicklung rund um Künstliche Intelligenz beeinflusst Legal Tech stark. Mathias Schuh sieht Herausforderungen in der KI-Verordnung, insbesondere für kleine Unternehmen und Kanzleien, aufgrund hoher bürokratischer Anforderungen. 5. Reformbedarf in der juristischen Ausbildung: Die juristische Ausbildung wird als reformbedürftig betrachtet, da Legal Tech und KI kaum integriert sind. Studierende sollten neben traditionellem Wissen auch praxisnahe Fähigkeiten wie Software-Nutzung, Legal Tech-Grundlagen und wirtschaftliche Aspekte des Berufs lernen.

  26. 22

    Investitionen in Legal Tech Unternehmen

    In der aktuellen Folge des Legal Tech Verzeichnis Podcast interviewt LTV Herausgeber Patrick Prior den Managing Director des Frühphasen-Investors ESB Invest Vorpommern GmbH und Gründer der Legal Tech Firma Advocado Maximilian Block. Folgende Themen wurden dabei besprochen: 1. Frühe Anfänge und Gründung von Advocado Max Block, aus einer Juristenfamilie stammend, gründete 2014 das Legal-Tech-Startup Advocado. Die Idee entstand bereits in seiner Schulzeit, inspiriert von der Digitalisierung des Rechtsmarktes, insbesondere für ländliche Regionen, um den Zugang zu rechtlichen Dienstleistungen zu verbessern. 2. Kernidee von Advocado Advocado begann als Softwarelösung für Anwälte, um Mandate zu verwalten und Beratungen durchzuführen. Später entwickelte sich die Plattform weiter, um kuratierte und transparente Rechtsdienstleistungen anzubieten, einschließlich kostenloser Ersteinschätzungen und schneller Reaktionszeiten, und setzte damit neue Standards im Verbrauchermarkt. 3. Herausforderungen und Marktentwicklung Advocado stieß anfangs auf Widerstand von traditionellen juristischen Organisationen und Skepsis gegenüber Online-Rechtsplattformen. Durch innovative Ansätze und Beharrlichkeit gelang es jedoch, den Zugang zum Recht zu modernisieren und eine breitere Akzeptanz für digitale Lösungen zu schaffen. 4. Ausstieg und Übergang zu Investitionen Max verließ Advocado um 2020/2021 und wechselte in den Bereich Legal-Tech-Investments. Er arbeitet als Managing Director des Frühphasen-Investors ESB Invest Vorpommern GmbH mit Startups und Institutionen wie der Sparkasse Vorpommern zusammen, um Risikokapitalstrukturen für Startups, insbesondere im Bereich Legal Tech, zu schaffen und zu fördern. 5. Zukunft von Legal Tech und KI-Integration Max betonte die wachsende Bedeutung von Künstlicher Intelligenz im Rechtsbereich. Er riet Kanzleien, sich frühzeitig mit technologischen Veränderungen auseinanderzusetzen, um wettbewerbsfähig zu bleiben und langfristig erfolgreich zu sein, da der Markt zunehmend von digitalen Innovationen geprägt wird.

  27. 21

    Legal KI Software Noxtua im Einsatz bei der Kanzlei CMS

    In der aktuellen Folge des Legal Tech Verzeichnis Video-Podcast interviewt LTV Herausgeber Patrick Prior den Buchautoren, Rechtsanwalt und Partner in der Kanzlei CMS Dr. Markus Kaulartz. Folgende Themen wurden dabei besprochen: 1. KI im Rechtswesen Dr. Markus Kaulartz, Rechtsanwalt bei CMS und Experte für Legal Tech, spricht über die Entwicklung und den Einsatz der KI-Software Noxtua. Dieses Tool wurde in Zusammenarbeit mit CMS und Xayn speziell für juristische Anwendungen entwickelt und übernimmt Aufgaben wie Vertragsentwürfe und die Beantwortung juristischer Fragen. 2. Bedarf an juristischer KI Die Einführung generativer KI wie ChatGPT im Jahr 2022 löste Bedenken hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Rechtsbranche aus. Dr. Markus Kaulartz erkannte die Chance, KI gezielt für juristische Arbeiten einzusetzen, und entwickelte ein Modell, das speziell auf deutsche juristische Daten trainiert wurde, um hohe Präzision und Berufsrechtskonformität zu gewährleisten. 3. Fähigkeiten und Spezialisierung von Noxtua Noxtua ist auf spezifische juristische Aufgaben spezialisiert, z.B. die Bearbeitung von Dokumenten, den Vergleich von AGBs und die Unterstützung bei Vertragsentwürfen. Im Gegensatz zu allgemeinen KI-Modellen ist Noxtua speziell auf juristische Anforderungen abgestimmt, was eine höhere Genauigkeit und Relevanz sicherstellt. 4. Auswirkungen auf juristische Arbeitsprozesse KI wie Noxtua erhöht die Effizienz, indem sie repetitive und zeitaufwändige Aufgaben übernimmt, sodass Anwälte sich auf komplexere und strategische Themen konzentrieren können. Dennoch wird KI als unterstützendes Werkzeug gesehen, das menschliche Kontrolle, insbesondere bei wichtigen Entscheidungen, nicht ersetzt. 5. Zukünftige Auswirkungen auf die Rechtsbranche KI wird die Dynamik der Rechtsarbeit verändern, jedoch weder Anwälte noch Großkanzleien ersetzen. Stattdessen bietet sie neue Möglichkeiten, juristische Dienstleistungen und Arbeitsabläufe zu optimieren, sowohl bei strategischen Beratungsaufgaben als auch bei operativen Tätigkeiten in Rechtsabteilungen.

  28. 20

    Erbringen KI Chatbots unerlaubte Rechtsberatung iSd RDG?

    In der aktuellen Folge des Legal Tech Verzeichnis Video-Podcast interviewt LTV Herausgeber Patrick Prior den bekannten Rechtsanwalt, Buchautoren und Legal Tech Experten Markus Hartung. Folgende Themen wurden dabei besprochen: 1. Definition und Funktion der Rechtsdienstleistung im RDG Das Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG) definiert eine Rechtsdienstleistung als jede Tätigkeit in konkreten fremden Angelegenheiten, die eine rechtliche Prüfung des Einzelfalls erfordert (§2 Abs. 1 RDG). Chatbots können je nach Fragestellung allgemeine Informationen oder individuelle Rechtsdokumente bereitstellen, wobei eine klare Grenze zwischen allgemeiner Auskunft und spezifischer Rechtsdienstleistung nicht immer eindeutig ist. 2. Herausforderungen bei KI-basierten Antworten Sprachmodelle wie ChatGPT basieren auf statistischen Wahrscheinlichkeiten und liefern oft präzise, aber gelegentlich fehlerhafte Antworten ("Halluzinationen"). Nutzer ohne juristische Vorkenntnisse können die Qualität der Antwort oft nicht beurteilen. Das Risiko besteht, dass Nutzer KI-Generierungen als rechtlich verbindliche Beratung missverstehen, obwohl diese nicht die Qualität menschlicher Rechtsberatung erreicht. 3. Vergleich mit bestehenden Technologien Frühere Tools wie Smartlaw wurden als benutzergeführte Programme angesehen, die eine begrenzte Anzahl vordefinierter Dokumente generieren konnten. Im Gegensatz dazu sind KI-Systeme wie ChatGPT nicht auf vorprogrammierte Lösungen beschränkt und erstellen individuelle Antworten, was neue rechtliche und ethische Fragen aufwirft. 4. Aktuelle Rechtslage und Kontroversen Es ist unklar, ob KI-gestützte Antworten als Rechtsdienstleistungen im Sinne des RDG gelten. Bisher wurden keine gerichtlichen Entscheidungen oder offizielle Stellungnahmen veröffentlicht. Die KI-Technologie wird derzeit eher als Informationsquelle betrachtet, nicht als gezielte Rechtsberatung, da die Programmierung keinen spezifischen Einzelfall adressiert. 5. Zukunftsperspektiven und Regulierungsbedarf Der europäische AI Act könnte eine Rolle bei der Regulierung solcher Technologien spielen, insbesondere durch Aufklärungspflichten über die Natur der KI-Generierungen. Anwälte müssen sich auf technologische Veränderungen einstellen, da spezialisierte juristische KI-Anwendungen potenziell zur Konkurrenz werden. Gleichzeitig könnten Änderungen im RDG erforderlich sein, um diese Entwicklungen rechtlich zu adressieren.

  29. 19

    Fortbestand von Anwaltskanzleien im digitalen Wandel

    In der aktuellen Folge des Legal Tech Verzeichnis Podcast interviewt Legal Tech Experte und LTV Herausgeber Patrick Prior die Rechtsanwältin, zertifizierte Coachin und Inhaberin der Firma aHa Strategische Geschäftsentwicklung Dr. Anette Schunder-Hartung. Folgende Themen wurden besprochen: 1. Herausforderungen durch den digitalen Wandel Der digitale Wandel und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz stellen die Rechtsbranche vor große Herausforderungen, da KI-basierte Lösungen in vielen Bereichen schneller und kostengünstiger arbeiten können, wodurch das anwaltliche Kerngeschäft massiv beeinflusst wird. 2. Strategische Neuausrichtung Anwaltskanzleien müssen ihre Strategien neu ausrichten, zukunftsorientierte Geschäftsentwicklungen vorantreiben und dabei sowohl auf eine starke Unternehmenskultur als auch auf die Entwicklung von Soft Skills und den Aufbau von Netzwerken setzen. 3. Neue Konkurrenz und Mandantenbedürfnisse Die Konkurrenz entsteht nicht nur durch andere Kanzleien, sondern auch durch alternative Rechtsdienstleister und technologische Innovationen, weshalb eine stärkere Fokussierung auf Empathie, persönliche Betreuung und ein tiefes Verständnis der Mandantenbedürfnisse notwendig ist. 4. Nachwuchsförderung und persönliche Entwicklung Nachwuchsjuristinnen und -juristen sollten gezielt Kompetenzen im Umgang mit Künstlicher Intelligenz aufbauen, sich auf ihre individuellen Stärken und Business Cases konzentrieren und dabei vermehrt Flexibilität sowie Kreativität entwickeln. 5. Modernisierung von Geschäftsmodellen Um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Kanzleien ihre Geschäftsmodelle modernisieren, sich stärker auf spezialisierte Rechtsgebiete fokussieren, weniger profitable Bereiche anpassen und die Zusammenarbeit durch Netzwerke und Schwarmintelligenz fördern.

  30. 18

    KI-Assistent Chat@GT in der Kanzlei Greenberg Traurig

    In der aktuellen Folge des Legal Tech Verzeichnis Video-Podcast interviewt Legal Tech Experte und LTV Herausgeber Patrick Prior den „Senior Legal Innovation Manager“ Willy Kleinoth von der Kanzlei Greenberg Traurig Germany. Thematisch geht es um den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Kanzleialltag und konkret um den selbst entwickelten KI-Assistent Chat@GT. Folgende Themen wurden besprochen: 1. Einführung von Chat@GT: Die Berliner Niederlassung der Kanzlei Greenberg Traurig hat im Rahmen ihrer globalen Legal-Innovation-Bemühungen einen KI-Assistenten namens „Chat@GT“ entwickelt. Dieser unterstützt bei verschiedenen juristischen Prozessen und arbeitet mit internationalen Teams zusammen. 2. Entwicklung des KI-Systems: Das System wurde Anfang 2023 gestartet und basierte zunächst auf Microsoft Azure AI mit dem GPT-3.5 Modell von OpenAI. Aufgrund von Datenschutzbedenken entschied man sich jedoch, die Infrastruktur selbst zu entwickeln und setzt nun sowohl auf cloudbasierte als auch auf interne Sprachmodelle wie Meta’s LLaMA. 3. Fähigkeiten von Chat@GT: Der KI-Assistent hilft Anwälten und Business-Professionals bei Aufgaben wie der Vertragsgenerierung, der Datenextraktion und der Verarbeitung von juristischen Dokumenten. Er arbeitet auf Deutsch und Englisch und liefert strukturierte juristische Antworten auf spezifische Benutzeranfragen, z.B. im HR-Bereich. 4. Nutzerakzeptanz und internes Training: Fast die Hälfte der Mitarbeiter der Kanzlei nutzt das System aktiv. Durch Schulungen und praktische Tests werden die Nutzer mit der Software vertraut gemacht. Das Entwicklungsteam sammelt kontinuierlich Feedback, um die Funktionen zu verbessern. 5. Zukunft der KI in Kanzleien: Im Interview wird die mögliche Zukunft von KI in Kanzleien besprochen. Man erwartet eine größere Effizienz bei der Verarbeitung zunehmender Datenmengen, wobei jedoch menschliche Kontrolle, insbesondere bei wichtigen Rechtsfällen, weiterhin unerlässlich bleiben wird. Eine Kombination aus KI-gestützten Prozessen und traditioneller Rechtsberatung wird als wahrscheinlich angesehen.

  31. 17

    Datenschutz & EU KI Verordnung: Wie dürfen Juristen KI einsetzen?

    In dieser Spezialausgabe des LTV Podcast spricht Patrick Prior mit der Datenschutz- und KI-Expertin Aurea Verebes über den rechtssicheren Einsatz von KI im juristischen Arbeitsumfeld. Folgende Punkte wurden besprochen: 1. Datenschutz bei der Nutzung von KI in Kanzleien: Kanzleien müssen klare Richtlinien für den verantwortungsvollen Einsatz von Chatbots und KI-Tools erstellen, einschließlich der Nutzung von Unternehmenskonten und der Vermeidung personenbezogener Daten. Datenschutzfolgenabschätzungen und die Pflege eines Verarbeitungsverzeichnisses sind ebenfalls erforderlich. 2. EU KI-Verordnung und DSGVO: Die KI-Verordnung (KIV) bezieht sich auf KI-Produkte und ihre Transparenzanforderungen, während die DSGVO personenbezogene Daten schützt. Beide Regelwerke greifen ineinander, aber die KIV fokussiert sich mehr auf die Vertrauenswürdigkeit und Sicherheit von KI-Systemen. 3. KI-Kompetenz in Kanzleien: Ab Februar 2025 müssen Kanzleien sicherstellen, dass Mitarbeiter, die mit KI arbeiten, ausreichend geschult sind. Dies erfordert maßgeschneiderte Schulungen, die den individuellen Wissensstand der Nutzer berücksichtigen. 4. Kennzeichnungspflichten und Transparenz: Es gibt Unsicherheiten darüber, ob juristische Texte, die teilweise mit KI generiert wurden, als solche gekennzeichnet werden müssen. Die Regelungen für Texte und kleinere KI-Beiträge sind noch in der Entwicklung. 5. Langfristige Auswirkungen von KI auf Berufe: KI wird kurzfristig bestimmte Aufgaben in der Rechtsbranche automatisieren, insbesondere monotone Tätigkeiten. Dennoch bleibt menschliches Eingreifen unverzichtbar, da KI derzeit keine vollständige rechtliche Verantwortung übernehmen kann.

  32. 16

    Legal Tech RightNow: Glücksspiel, Datenschutz und Flugstorno

    In diesem Interview spricht Patrick Prior mit Dr. Benedikt Quarch, Rechtsanwalt und Co-Gründer der Legal Tech Firma RightNow. Folgende Punkte wurden besprochen: 1. Unternehmensfokus und Entwicklung: Die RightNow GmbH wurde 2016 gegründet und hat sich als eines der führenden Legal Tech-Unternehmen in Deutschland etabliert. Das Geschäftsmodell besteht hauptsächlich darin, Rechtsansprüche von Verbrauchern abzukaufen, um diese dann rechtlich durchzusetzen und die Differenz zu behalten. Die Firma hat sich anfangs auf Flugentschädigungen spezialisiert und später u.a. auf Themen wie Online-Glücksspiel und Datenschutz ausgedehnt. 2. Hauptgeschäftsfelder: In den letzten Jahren lag der Schwerpunkt auf Online-Glücksspiel und Datenschutz. Bei Online-Glücksspiel fordert das Unternehmen Ansprüche aus unrechtmäßigen Glücksspieltransaktionen zurück. Im Datenschutzbereich setzt RightNow DSGVO-Schadensersatzansprüche aufgrund von Datenlecks durch, hauptsächlich gegen große Technologiekonzerne. 3. Herausforderungen und Chancen: Die Rechtsdurchsetzung im Bereich Datenschutz ist aufgrund fehlender einheitlicher Schadensregulierung komplex. Es gibt derzeit keine klare Standardisierung für Schadensersatzsummen, was das Geschäft riskanter macht. Trotzdem besteht hohes Potenzial, da viele Konsumenten auch bei geringen Summen von z.B. 20 - 30 Euro Interesse zeigen. 4. Gründungsgeschichte: Die Anfänge des Unternehmens liegen im Bereich Flugentschädigungen. Gründer Dr. Benedikt Quarch und sein Team starteten mit der Idee, Fluggäste zu entschädigen, die ihren Flug nicht antreten konnten. Dieses Geschäftsmodell wurde durch Rechtsänderungen eingeschränkt, was RightNow dazu veranlasste, neue Rechtsgebiete zu erschließen. 5. Künstliche Intelligenz und Zukunftsvision: Künstliche Intelligenz (KI) spielt zunehmend eine Rolle in der juristischen Welt, jedoch sind viele Anwälte noch zögerlich, sie aktiv zu nutzen. Quarch sieht großes Potenzial für KI, um Routineaufgaben zu übernehmen, während komplexere juristische Tätigkeiten weiterhin von Anwälten erledigt werden. Er glaubt, dass die Arbeitsweise von Anwälten in den nächsten 5 - 10 Jahren durch KI maßgeblich verändert wird.

  33. 15

    Mehr Effizienz, weniger Risiko: KI in der Rechtsabteilung

    In diesem Interview spricht Patrick Prior mit Nico Arsos, Account Relationship Manager (SaaS) bei Wolters Kluwer, zum Thema "Mehr Effizienz, weniger Risiko: KI in der Rechtsabteilung". Folgende Punkte wurden besprochen: 1. Einführung von KI in Rechtsabteilungen: Die Diskussion behandelt, wie KI, insbesondere generative KI wie ChatGPT, zur Unterstützung der digitalen Transformation in Unternehmensrechtsabteilungen eingesetzt wird. 2. Arten von KI: Es wird zwischen generativer KI (z.B. ChatGPT zur Erstellung von Texten) und analytischer KI (z.B. zur Vertragsanalyse) unterschieden, die unterschiedliche Funktionen in der Rechtsabteilung übernehmen. 3. Effizienzsteigerung: Der Einsatz von KI führt zu einer erheblichen Steigerung der Effizienz, indem Aufgaben wie die Vertragsprüfung automatisiert werden und so die Bearbeitungszeit von mehreren Stunden auf wenige Sekunden verkürzt wird. 4. Kostensenkung: Durch die Automatisierung von Rechtsarbeiten kann die Notwendigkeit, Aufgaben an externe Kanzleien auszulagern, verringert und somit Kosten eingespart werden. 5. Risikominderung: KI trägt zur Risikominimierung bei, indem sie die Genauigkeit bei der Überprüfung von Rechtsdokumenten und die Einhaltung von Compliance-Anforderungen verbessert – insbesondere bei der Arbeit in verschiedenen Sprachen.

  34. 14

    Einsatz von KI in Kanzlei und Rechtsabteilung

    In diesem Interview spricht Patrick Prior mit Michael Friedmann, Rechtsanwalt und Gründer der Legal Tech Firma QNC mit den Plattformen 123recht.de, frag-einen-anwalt.de und Prime Legal AI. Folgende Punkte wurden besprochen: 1. Entwicklung von Legal Tech Plattformen: Michael Friedmann, ein Pionier im Bereich Legaltech, gründete schon vor vielen Jahren die Plattformen 123recht.de und frag-einen-anwalt.de, um den Zugang zu rechtlicher Beratung zu erleichtern und Transparenz in einem bisher undurchsichtigen Markt zu schaffen. 2. Widerstand in der Anwaltschaft: Anfangs stieß Friedmann auf erheblichen Widerstand von Anwälten, die das Internet als unbedeutend betrachteten und skeptisch gegenüber der Online-Rechtsberatung waren. Erst nach dem Start von frag-einen-anwalt.de im Jahr 2004 änderte sich die Einstellung, als Anwälte erkannten, dass diese Plattformen eine neue Zielgruppe erreichten. 3. Einführung von Prime Legal AI: Vor acht Jahren begann Friedmann mit der Entwicklung von Prime Legal AI, einem KI-basierten System, das vor allem in Rechtsabteilungen und Kanzleien eingesetzt wird. Die Entwicklung startete als notwendige Maßnahme, um Anwälte bei der effizienten Beantwortung von Anfragen zu unterstützen, insbesondere nachdem eine Flatrate für die Rechtsberatung eingeführt wurde. 4. Nutzung von eigenen Daten: Prime Legal AI basiert auf umfangreichen Daten, die über Jahre hinweg durch frag-einen-anwalt.de gesammelt wurden. Das System bietet eine semantische Suche, die relevante Passagen extrahiert und den Anwälten konkrete Antworten vorschlägt, was zu einer erheblichen Zeitersparnis führt. 5. Fokus auf Verbesserung und neue Anwendungsfälle: Das Ziel von Prime Legal AI ist es, die Effizienz weiter zu steigern und neue Anwendungsfälle zu unterstützen, wie etwa den automatisierten Vergleich von Dokumenten.

  35. 13

    Künstliche Intelligenz in der Justiz

    In diesem Interview sprechen Patrick Prior und Isabelle Biallaß, Richterin am Amtsgericht Essen und Leiterin des Think Tanks Legaltech und KI der Justiz NRW, über die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) in der Justiz. Anmerkung: Frau Biallaß spricht nicht in dienstlicher Funktion. Die Kernthemen sind: - Die Anfänge und das wachsende Interesse an KI in der Justiz seit 2018. - Praktische Anwendungen von KI, wie Spracherkennung und Anonymisierung von Urteilen. - Die Chancen und Risiken von KI-basierten Assistenzsystemen in der Rechtsprechung. - Die Bedeutung von Datenschutz und richterlicher Unabhängigkeit im Einsatz von KI. - Zukunftsperspektiven und mögliche Szenarien für die Nutzung von KI in der Justiz. Isabelle Biallaß teilt ihre Expertise und Einblicke aus erster Hand und diskutiert, wie die Justiz von KI profitieren kann, ohne die menschliche Entscheidungskompetenz zu gefährden. Ein Muss für alle, die sich für die Digitalisierung, KI und Zukunft der Rechtsprechung interessieren.

  36. 12

    Legal Tech im Arbeitsrecht mit Cleverklagen

    In der aktuellen Folge des Legal Tech Verzeichnis Podcast interviewt Legal Tech Experte und LTV Herausgeber Patrick Prior den Rechtsanwalt, Chief Operating Officer und Gründer der Legal Tech Firma Cleverklagen. Im Interview erklärt Fabian Beulke die Funktionsweise und das Geschäftsmodell von Cleverklagen. Er beschreibt, dass Cleverklagen eine spezialisierte Plattform für Arbeitsrecht ist, die Arbeitnehmer in Fällen wie Kündigungsschutzklagen und Aufhebungsverträgen unterstützt. Die Plattform vermittelt Mandanten online an ausgewählte Rechtsanwälte, die Expertise im Arbeitsrecht haben. Über die Cleverklagen-Website können Interessierte einen 'Sofortcheck' durchführen, um die Erfolgsaussichten ihrer Fälle zu prüfen und eine erste Einschätzung zu erhalten. Cleverklagen arbeitet mit einer kleinen Gruppe spezialisierter Anwälte zusammen, die jährlich hunderte Fälle bearbeiten und dabei eine hohe Expertise entwickeln. Das Geschäftsmodell basiert auf einer automatisierten Rechtsanwaltssoftware, die Anwälte bei der Fallbearbeitung unterstützt und alle relevanten Informationen und Dokumente verwaltet. Das Interview beleuchtet zudem die Herausforderungen und Besonderheiten des Legal Tech Marktes im Arbeitsrecht und gibt Einblicke in die Zukunftspläne von Cleverklagen sowie die Rolle von Investoren im Legal Tech Sektor.

  37. 11

    KI-Assistenten für Juristen: ChatGPT, beck-chat und Co.

    In der aktuellen Folge des Legal Tech Verzeichnis Podcast interviewt Legal Tech Experte und LTV Herausgeber Patrick Prior den Rechtsanwalt, Buchautor und Legal KI Profi Tom Brägelmann zum Thema "KI-Assistenten für Juristen - ChatGPT, beck-chat und Co.".

  38. 10

    Legal Design in Kanzlei und Unternehmen

    In der aktuellen Folge des Legal Tech Verzeichnis Podcast interviewt Legal Tech Experte und LTV Herausgeber Patrick Prior die Legal Design Expertin und Buchautorin Astrid Kohlmeier. Beide sprechen über Legal Design Methoden zur Anwendung in Kanzleien und Rechtsabteilungen und die Historie von Legal Design.

  39. 9

    Rechtsschutzversicherung und Legal Tech

    In der aktuellen Folge des Legal Tech Verzeichnis Podcast interviewt Legal Tech Experte und LTV Herausgeber Patrick Prior den Rechtsanwalt, ehemaligen Vorstand der ÖRAG Rechtsschutzversicherung, ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Deutsche Assistance Versicherung und Geschäftsführer der ALLCURA 4VS GmbH. Thematisch geht es um das Verhältnis von Rechtsschutzversicherungen und Legal Tech Unternehmen. Ausserdem um die Vorteile und Nachteile von Investitionen in Kanzleien und Legal Tech Firmen und den besseren Zugang zum Recht.

  40. 8

    Legal Tech und Legal KI Jobs

    In der aktuellen Folge des Legal Tech Verzeichnis Podcast interviewt Legal Tech Experte und LTV Herausgeber Patrick Prior die Legal Tech Expertin Daniella Domokos. Thematisch geht es um neue Jobs im Rechtsbereich, wie Legal Engineer, Legal Operations Manager, Legal Prompt Engineer, Legal Tech Manager, Head of Innovation Legal Tech, Legal Designer uvm.

  41. 7

    Legal Operations bei Gleiss Lutz

    In der aktuellen Folge des Legal Tech Verzeichnis Podcast interviewt Legal Tech Experte und LTV Herausgeber Patrick Prior den „Director Legal Operations & Business Technologies“ Marc Geiger von der Kanzlei Gleiss Lutz. Thematisch geht es um das aktuelle Thema „Legal Operations“, Künstliche Intelligenz, Metaverse und gutes Prompting für Anwälte. Ausserdem um die neuen Berufsfelder, die im Bereich Legal Operations und Legal Tech entstanden sind.

  42. 6

    Digitale Hinweisgebersysteme & Compliance

    In dieser Folge des Legal Tech Verzeichnis Podcast interviewt Legal Tech Experte und LTV Herausgeber Patrick Prior die CMO und Co-Gründerin von LegalTegrity Maraja Fistanic. Bei LegalTegrity handelt es sich um ein digitales Hinweisgeber- und Beschwerdesystem speziell für Unternehmen im Mittelstand.

  43. 5

    Ist KI besser als der Jura-Professor?

    In dieser Folge des Legal Tech Verzeichnis Podcast interviewt Legal Tech Experte und LTV Herausgeber Patrick Prior den Prof. Dr. iur. Thorsten Richter von der HTW Dresden zum Thema „Ist KI besser als der Jura-Professor?“. Wie steht es um die Künstliche Intelligenz, speziell in der Form von ChatGPT, wenn Jurastudent:innen diese anwenden? Und wie profitieren Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen in Kanzleien davon? Professor Thorsten Richter gibt antworten und erklärt sein dazu entwickeltes KI Richter-Schema.

  44. 4

    Gründung einer Legal Tech Kanzlei

    In der aktuellen Folge des Legal Tech Verzeichnis Podcast interviewt Legal Tech Experte und LTV Herausgeber Patrick Prior den Gründer der rightmart-Gruppe Marco Klock zum Thema „Gründung einer Legal Tech Kanzlei“. Mit 500 Mitarbeiter:innen, 500.000 Anfragen von Mandant:innen und 130.000 Mandaten pro Jahr wird rightmart als größte Legal Tech Kanzlei in Deutschland für Verbraucherthemen wahrgenommen.

  45. 3

    Legal Revolution 2024

    In dieser Folge des Legal Tech Verzeichnis Podcast interviewt Legal Tech Experte und LTV Herausgeber Patrick Prior den Rechtsanwalt Dr. Jochen Brandhoff, Gründer der Legal Revolution, Europas größter Kongressmesse für die gesamte Rechtsabteilung, Wirtschaftskanzlei und Compliance-Abteilung. Gesprochen wurde über die Gründungsidee der Legal Tech- und Compliance Messe, die ersten Jahre, Aussteller im Jahr 2024 (14.-15. Mai in der Messe Nürnberg) und über die Zukunft der Rechtsbranche.

  46. 2

    Tod des Stundensatzes

    In der aktuellen Folge des Legal Tech Verzeichnis Podcast interviewt Legal Tech Experte und LTV Herausgeber Patrick Prior die Österreichische Rechtsanwältin Katharina Bisset. Mit ihrer Legal Tech Firma NetzBeweis erlangte sie große Bekanntheit in Österreich und Deutschland durch die TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“. Dort stellte sie NetzBeweis vor und erhielt Investitionen von Carsten Maschmeyer und Nils Glagau. Ausserdem ist sie Gründerin von Nerds of Law. Im Schwerpunkt des Interviews geht es um das Thema „Tod des Stundensatzes“. Werden Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen in Zukunft noch nach Stundensätzen abrechnen können oder hat dieses Modell durch den Einsatz von KI ausgedient?

  47. 1

    Nutzung von KI im Unternehmen

    In der aktuellen Folge des Legal Tech Verzeichnis Podcast interviewt Legal Tech Experte und LTV Herausgeber Patrick Prior den General Counsel von idealo, Autoren, und Lehrbeauftragten für KI an der Uni Halle Dr. Daniel Halft zum Thema „Nutzung von Künstlicher Intelligenz im Unternehmen“.

  48. 0

    Wird Künstliche Intelligenz den Anwalt ersetzen?

    In der aktuellen Folge des Legal Tech Verzeichnis Podcast interviewt LTV Herausgeber Patrick Prior den Rechtsanwalt, Legal Tech Berater und Programmierer Stefan Schicker zum Thema „Wird Künstliche Intelligenz den Anwalt ersetzen?“.

  49. -1

    yana – der weltweit erste Antidiskriminierungs-Chatbot

    In der ersten Folge des neuen Legal Tech Verzeichnis Podcast interviewt Legal Tech Experte und LTV Herausgeber Patrick Prior den Rechtsanwalt und Gründer des weltweit ersten Antidiskriminierungs-Chatbots yana Said Haider. Said erklärt, warum er yana (Abk. für: you are not alone) gegründet hat und wie yana konkret Betroffenen von Diskriminierung helfen kann.

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Der Legal Tech Verzeichnis - Legal Tech & Legal KI Talk erscheint zweimal monatlich. Gastgeber und LTV Herausgeber Patrick Prior spricht mit verschiedenen Gästen aus der Rechtsbranche zu Legal Tech Themen und zur Entwicklung der Künstlichen Intelligenz im Rechtsbereich.

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How many episodes does Legal Tech Verzeichnis - Legal Tech & Legal KI Talk have?

Legal Tech Verzeichnis - Legal Tech & Legal KI Talk currently has 49 episodes available on PodParley. New episodes are automatically indexed when they're published to the podcast feed.

What is Legal Tech Verzeichnis - Legal Tech & Legal KI Talk about?

Der Legal Tech Verzeichnis - Legal Tech & Legal KI Talk erscheint zweimal monatlich. Gastgeber und LTV Herausgeber Patrick Prior spricht mit verschiedenen Gästen aus der Rechtsbranche zu Legal Tech Themen und zur Entwicklung der Künstlichen Intelligenz im Rechtsbereich.

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