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PODCAST

Literadio

literadio ist einerseits ein Archiv für Aufnahmen von AutorInnen-Lesungen, Buchpräsentationen von Verlagen, Literaturdiskussionen und Literaturveranstaltungen. Andererseits bietet literadio Live Radioprogramm von speziellen Literaturevents via Internet.literadio betreibt ein 24/7 Webradio "Lausch-Fest"Zusätzlich wird monatlich das Radioprogramm “Lit ON AIR” produziert, das auf den Radios des VFRÖ on air gebracht wird. Die Sendezeiten entnehmen Sie bitte den jeweiligen lokalen Radioprogrammen. Mehr  ist auf unserer Webseite www.literadio.org nachzulesenDas Literadio – Archiv bietet vorrangig Literatur abseits des Mainstream in verschiedenen Sprachen. Jeder Audiobeitrag ist verbunden mit Hintergrundinformationen in der jeweil

  1. 100

    Die Dichterin Oksana Osmolovska (UA) im Gespräch

    Die ukrainische Dichterin Oksana Osmolovska aus Čerkasy ist im Mai 2026 als Writers-in-Exile-Stipendiatin in Wien, betreut von der IG Autorinnen Autoren. Im literadio-Gespräch mit Astrid Nischkauer spricht sie darüber, wie ihr Wien gefällt, was dieses Stipendium für sie bedeutet und erzählt von ihrem Werdegang als Dichterin. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat ihr Schreiben stark beeinflusst, viele ihrer Gedichte thematisieren den Krieg. Darüber spricht sie ebenso wie über die Aufgaben der Literatur und ihre Rolle als Dichterin in Zeiten des Krieges. Zweisprachiges Interview: Deutsch/Ukrainisch. Dolmetsch: Alois Woldan. Mit einer Lesung eines Gedichts von Oksana Osmolovska aus „Im Flug der Zeit/ЛЕТ. Junge ukrainische Dichterinnen über den Krieg“, herausgegeben von Iryna Sazhynska (Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft, 2025).

  2. 99

    Kritische Literaturtage 2026

    Lesestoff für die Weltverbesserung. Ulli Fuchs, langjährige Organisatorin der Kritischen Literaturtage, stellt das Programm der diesjährigen Krilit vor, die von 15. bis 17. Mai in der Brunnenpassage in Wien Ottakring stattfinden. Im literadio-Gespräch mit Astrid Nischkauer erklärt sie auch, warum es sich dabei wohl leider um die letzte Krilit handelt, die in dieser Form stattfindet. Besucher:innen erwarten an drei Tagen bei freiem Eintritt: 34 teilnehmende Verlage und Initiativen, 15 Lesungen im Rahmen der Messe, eine Abendveranstaltung sowie die Kinderbuchausstellung „Yuki liest!“ Krilit 2026 Buchmesse in der Brunnenpassage: Freitag, 15. Mai: 14–20 Uhr Samstag, 16. Mai: 12–18 Uhr Sonntag, 17. Mai: 12–18 Uhr Veranstaltungsort der Buchmesse: KunstSozialRaum Brunnenpassage Brunnengasse 71 / Yppenplatz, 1160 Wien Abendveranstaltung, Freitag, 15. Mai 2026 – 20:00 Uhr a-bib 1080, Sanettystr. 2, 1080 Wien „Literaturzeitschriften für die Weltverbesserung“ Österreichweiter Erfahrungsaustausch mit Leseproben aus aktuellen Ausgaben. Mit: PODIUM · perspektive · Tarantel · Brot & Spiele · Zwischenwelt · process*in · mischen · Words & Worlds · Kassiber    

  3. 98

    Andreas Pavlic: Selige Unruhe

    „Margit, Amela, Gerda und Carla haben vor 30 Jahren voll jugendlicher Tatkraft in Funkberg gegen den Bau eines Kraftwerkes demonstriert. Nun trommelt Gerda die alte Truppe wieder zusammen. Das Funkberger Kloster soll heimlich an Immobilienhaie verhökert und in ein Kongresszentrum umgewandelt werden. Gemeinsam mit der Studentin Bezé und Angelika, der letzten im Kloster lebenden Nonne, wollen sie das bedrohte Kulturgut der Stadt retten. Bei ihren Nachforschungen legen die Frauen eine unglaubliche Geschichte frei, die sie bis zu den Beginen ins 14. Jahrhundert führt. Und damit zu einer der ersten Frauenbewegungen, die weit mehr war als eine religiöse Gemeinschaft. Andreas Pavlic zeigt in seinem neuen Roman humorvoll und eindrücklich, dass es für zivilen Widerstand immer einen Weg gibt.“ (Quelle Edition Atelier) Andreas Pavlic hat sich immer schon, vor allem in seinen journalistischen und wissenschaftlichen Texten, mit sozialen Bewegungen auseinander gesetzt. Die Geschichte der Beginen, als eine der ersten Frauenbewegungen aus dem Mittelalter, dient ihm in seinem aktuellen Roman als Hintergrund, vor dem er in der Gegenwart von den Geschehnissen in Funkberg berichtet. Welche Facetten der historischen Beginengemeinschaft er den sechs widerständigen Funkbergerinnen mitgegeben hat und wie es für ihn war, die Erzählperspektive einer jungen tiefreligiösen Frau einzunehmen, davon uns mehr erzählt er im Gespräch mit Daniela Fürst. Selige Unruhe ist in der Edition Atelier erschienen ist.

  4. 97

    Isabella Breier: KOSMO

    „Seit Jahrzehnten engagiert sich Chave an einem Institut, das im Dienst enzyklopädischer Erinnerungsarbeit steht und menschliche Gedanken- und Gefühlshaushalte zu rekonstruieren sowie zu archivieren versucht. Das unrettbar Flüchtige unterschiedlichster humaner Kopfwelten soll gerettet und umfassend kontextualisiert werden. Nachdem Chave – Expertin der Temporary Eternal Collection – eine Audiodatei namens Gespensterprotokolle zugespielt wird und deren Urheberin Louise plötzlich verschwindet, begibt sie sich 2048 auf eine Reise quer durch die Zeit nach Kosmo – einer wie verzauberten Ortschaft in Griechenland, die sich beständig verändert. Dieser Roman ist Chaves Bericht über ihre turbulente wie verstörende, von Geschichten in Geschichten wimmelnde Investigationsexpedition – ein Prozess der Wahrnehmung von Grenzen menschlichen Erkenntnisvermögens und des sukzessiven Verlusts von Urteilskraft –, der bald zur traumverlorenen Erzählung über Wirkliches wie Mögliches gerät, über das »Dickicht, was alles der Fall ist« und die Schönheit in vielem, über die Bedeutung des Gedächtnisses und die Kraft der Fantasie. Eine mal hymnische, mal dysphorische, mal verzweifelte Liebeserklärung – dem komplexen Lebendigen gewidmet, dem Selbst wie der Welt, dem, was sich in Worte fassen lässt, und dem, was sich entzieht. “ (Quelle: Septime Verlag) Dass der vorliegende Roman von Isabella Breier nicht „nur“ ein unterhaltender Text ist, sondern uns Lesenden noch viel mehr an Besonderheiten, Ebenen, Facetten und vor allem Themen zur Verfügung stellt, wird im Gespräch mit der Autorin deutlich erkennbar. Mit großer Erzähllust fordert sie unsere ganze Aufmerksamkeit, erlaubt uns zugleich, unseren eigenen Fokus zu finden, und womöglich entdeckt der eine oder die andere sogar noch etwas, wovon im Interview nicht die Rede war. Die Autorin im Gespräch mit Daniela Fürst über ihren aktuellen Roman KOSMO, der im Septime Verlag erschienen ist.

  5. 96

    Kaśka Bryla: Mein Vater, der Gulag, die Krähe und ich

    „Der Sommer 2020 ist heiß und schön, und doch herrschen ü berall Angst und Verunsicherung – auch auf dem Wagenplatz, wo die Autorin wohnt und mit einem schweren Krankheitsverlauf kämpft. Kraft geben ihr die inneren Gespräche mit dem Vater, der als Mitglied der polnischen Untergrundarmee im Gulag interniert war. Seine Widerständigkeit hat sie geprägt. Ihr eigener Kampf um ein selbstbestimmtes Leben als queere Frau ist ähnlich und doch ganz anders. Kraft gibt ihr aber auch das gestrandete Krähenbaby Karl, fü r das sie sorgt, solange es nicht fliegen kann. Liebevoll, lakonisch und manchmal surreal verflicht Kaśka Bryla Aufnahmen der Gespräche mit dem Vater, Fieberträume und Einsamkeit.“ (Quelle: Residenz Verlag) Kaśka Bryla stellt ihren bei Residenz erschienenen Roman „Mein Vater, der Gulag, die Krähe und ich“ im literadio-Gespräch mit Amina Kurbanova vor.

  6. 95

    Nachruf vom Mike aus dem B138

    Mike Schedlberger ist Geschäftsführer des Community Radio B138 in Kirchberg an der Krems

  7. 94

    Teresa Kirchengast: Anatomie der Geborgenheit

    „Manchmal braucht man einfach guten Kaffee oder ein aufgewärmtes Gulasch. Und einen Ort zum Verkriechen, an dem man auch mal unglücklich sein darf. Das Café Zimtschnecke ist so ein Ort. Das liegt vor allem an der Besitzerin Anni, die das Lokal mit einer Wärme erfüllt, die einen sofort willkommen heißt. Neben der etwas verwahrlosten Jagoda, die hier immer einen Gratiskaffee bekommt, sind da noch der 15-jährige Paul, den Anni unter ihre Fittiche genommen hat, ihre beste Freundin Christina, die dauernd von Liebeskummer geplagt ist, und der Matrose Mickey, auch wenn es ihn immer nur kurz an Land hält. Ohne die Kellner Otto und Ivo, die eigentlich viel mehr als Arbeitskollegen sind, geht sowieso nichts. Während Anni allen beherzt zur Seite steht, schiebt sie ihre eigenen Probleme weit nach hinten. Aber da sind ja noch ihre zerstrittene Familie und die komplizierte Beziehung zu ihrem Freund Leo. Kann Anni auch für sich selbst einstehen, bevor es zu spät ist?“ (Quelle: Edition Atelier) Teresa Kirchengast lässt ihre Protagonistin Anni zuhören und vor allem mit Neugier, Offenheit und Unvoreingenommenheit den Menschen begegnen. Dabei sind es die nicht ganz so glatten, bis leicht beschädigten Biografien, die besonders Resonanz in ihr finden. Denn sie sucht etwas, eine Art von Leben, dass nicht den oberflächlich glänzenden vorgefertigten Bildern entspricht. Aber Anni kann auch handeln, wenn es nötig ist. Die „Zimtschnecke“ ist dabei der Hafen, an dem die eine oder der andere strandet und bei Kaffee und Honigsemmel zu sich kommen kann. Ein Roman, wie eine teilnehmende Sozialstudie, ein Blick hinter gesellschaftliche Scheinwelten und ein wenig auch ein Trostpflaster auf den Kratzern, die uns das Leben beibringt. Die Autorin im Gespräch mit Daniela Fürst über ihren dritten Roman, der in der Edition Atelier erschienen ist.

  8. 93

    Andrea Grill: Sonnenspiel

    „Ein Dorf in Apulien. Ein Haus am Meer. Ein Garten voller Olivenbäume und Zitrusfrüchte. Hier lebt Loredana Sartoro unter einem Dach mit ihren Eltern. Sie ist Mutter von drei Kindern und näht in Heimarbeit Kleider für eine italienische Luxusmodemarke. Als eine Journalistin auf Urlaub von ihren prekären Lebensumständen erfährt, will sie einen großen Enthüllungsartikel schreiben. Davon will Loredana aber nichts wissen. Kurzerhand sperrt sie die hartnäckige Journalistin in ihre Speisekammer. Während Loredana entdeckt, wie verführerisch es ist, Macht auszuüben, erhält sie den Auftrag, die legendäre Statue der Schmerzensmadonna aus dem Dom neu einzukleiden.“ (Quelle: Leykam Verlag) Die Autorin Andrea Grill stellt ihren Roman „Sonnenspiel“ (Leykam Verlag) im literadio-Gespräch mit Erika Preisel vor.

  9. 92

    Paula Kollonitz: Mit dem Kaiser zum Popocatépetl

    Die Herausgeberin Gabriele Habinger im literadio-Gespräch „Im April 1864 begibt sich Gräfin Paula Kollonitz in Triest an Bord der österreichischen Fregatte Novara. Das Ziel der Reise ist Mexiko, wo der habsburgische Erzherzog Maximilian zum Kaiser gekrönt werden soll. Kollonitz begleitet seine Gemahlin Charlotte als Hofdame. Aufgrund der Ereignisse rund um Kaiser Maximilian, die am 19. Juni 1867 in dessen standrechtliche Erschießung mündeten, stellt das im selben Jahr erschienene Buch ein bedeutsames Zeitdokument dar, handelt es sich doch um einen Augenzeugenbericht aus der Frühphase des sogenannten „Zweiten Mexikanischen Kaiserreichs“, noch dazu aus dem Blickwinkel einer Frau.“ (Quelle: Promedia Verlag) Die Herausgeberin Gabriele Habinger stellt das Buch „Mit dem Kaiser zum Popocatépetl. Die Reise nach Mexiko im Jahr 1864“ von Paula Kollonitz im literadio-Gespräch mit Susanne Peter vor.

  10. 91

    Rudolf Stueger: Alles in Ordnung

    „Der Autor hat die einzelnen Sätze dreier unterschiedlicher Erzählungen miteinander verwebt, unter Einhaltung gewisser Zusatzregeln alphabetisch geordnet und nach wiederum anderen Regeln mechanisch gekürzt und aneinander angeglichen. Das Ergebnis ist ein Roman, dessen Handlung man nicht chronologisch erfährt, sondern nach und nach detektivisch zusammensetzen muss. Es ist eine liebevolle Parodie unserer Zeit, eine Antwort auf KI-generierte Rhetorik und die fragmentarische Schnelllebigkeit sogenannter sozialer Medien.“ (Quelle: Kētos Verlag) Rudolf Stueger stellt sein alphabetisches Gemälde „Alles in Ordnung“ (Kētos Verlag) im literadio-Gespräch mit Amina Kurbanova vor.

  11. 90

    Julian Tuwim: Akazien

    Der Übersetzer Alois Woldan im literadio-Gespräch „Die von Mieczysław Weinberg zusammengestellten und vertonten Gedichtzyklen Tuwims werden nun erstmals in deutscher Übersetzung veröffentlicht. Julian Tuwim (1894–1953), einer der wichtigsten polnischen Dichter des 20. Jahrhunderts, und Mieczysław Weinberg waren beide jüdischer Abstammung, wuchsen in Polen auf und mussten mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs fliehen.“ Der Übersetzer Alois Woldan stellt den Band „Akazien“ von Julian Tuwim (Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft) im literadio-Gespräch mit Astrid Nischkauer vor.

  12. 89

    Bastian Schneider: Umschreibung

    „Emil Nerz ist ein Detektiv besonderer Art: Er sucht keine Menschen, sondern Texte. Als er den Auftrag erhält, einen verschollenen und bislang unbekannten Text Franz Kafkas zu finden, beginnt eine rastlose Jagd, die ihn von München über Berlin bis nach Buenos Aires führt – und in die Tiefen der argentinischen Nationalbibliothek, wo sich Realität, Literatur und virtuelle Welten unaufhaltsam überlagern.“ (Quelle: Sonderzahl Verlag) Der Autor Bastian Schneider stellt seinen Roman „Umschreibung“ (Sonderzahl Verlag) im literadio-Gespräch mit Astrid Nischkauer vor.

  13. 88

    Fabian Eder: Tanz der Dämonen

    „Einer desertiert im Krieg, nimmt die Identität eines gefallenen Kameraden an, kann aber nicht mehr zurück in die Heimat und wandert aus. Eine könnte einen Mann, einen Feind, töten, tut es aber nicht und schenkt ihm das Leben. In einem fernen Kontinent zwei Brüder, wieder ist Krieg und wieder wird geflohen und wieder kommt es zu einer Begegnung mit fatalem Ausgang. In einer hochpoetischen Sprache verknüpft Fabian Eder menschliche Schicksale und Tragödien über Zeit und Raum hinweg und legt mit Tanz der Dämonen eine Parabel von allgemeiner Gültigkeit und zugleich großer Aktualität vor.“ (Quelle: Edition Tandem) Der Autor Fabian Eder stellt seine Novelle „Tanz der Dämonen“ (Edition Tandem) im literadio-Gespräch mit Erika Preisel.

  14. 87

    Ondřej Cikán: Die Kinder der Riyun

    „»Singe mir alles zugleich«, bittet Cikán die Muse, und diese Bitte ist Programm: Die Sammlung Die Kinder der Riyun ist ein fragmentarisches modernes Epos, das Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sowie die Welten der Lebenden, Toten und Überirdischen umfasst. Leichtfüßig, elegant und sprachgewaltig spannt der Dichter einen Bogen vom Fortbestand der Ukraine und der freien Welt bis in die Antike und die japanische Edo-Zeit, als ein Zauberer namens Puthon – wie heute noch immer – sein Unwesen trieb. Reminiszenzen an japanische Mangas dienen zur Stärkung der Zuversicht.“ (Quelle: Limbus Verlag) Der Autor Ondřej Cikán stellt seinen Gedichtband „Die Kinder der Riyun“ (Limbus Verlag) im literadio-Gespräch mit Astrid Nischkauer vor.

  15. 86

    Xaver Bayer: Hauch

    „Ein unzeitgemäßeres Buch ist kaum denkbar, und zugleich leuchtet keines die Angst-Räume unserer Gegenwart so hell aus. Veit ist Schriftsteller, Dora Übersetzerin, sie haben die Abmachung getroffen, einander ein Jahr lang nicht zu sehen. Wir erfahren nicht, warum, es ist ein Spiel, ein Experiment. Dora lebt in der Stadt und fühlt sich den Zumutungen unserer Zeit zunehmend schutzlos ausgesetzt, Veit bezieht seinen Posten in einem alten Bauernhof am Land, streift durch die verlassene Gegend, beobachtet die Vögel, die Bäume, den Wind. Beide betrachten die Gegenwart, ohne sie zu teilen, beide üben den Rückzug, jeder auf seine Weise. Die Entfernung zwischen den beiden ist nicht groß, aber sie bleibt auch nicht gleich. Sie wächst, wie die Sehnsucht nach einem anderen Leben.“ (Quelle: Jung und Jung) Der Autor Xaver Bayer stellt seinen Roman „Hauch“ (Jung und Jung) im literadio-Gespräch mit Susanne Peter vor.

  16. 85

    Katherina Braschel: Heim holen

    „Familienhistorische Recherche und Erinnerung verwebt Katherina Braschel zu einem zart erzählten Debütroman, der radikale Fragen stellt. Als Lina eines Abends von der SS-Mitgliedschaft ihres Großvaters erfährt, beginnt sie, nach Antworten jenseits der großen Opfererzählung zu suchen. Zerrissen zwischen der Liebe zu ihren verstorbenen Großeltern und ihrer eigenen Politisierung, will sie erstmals das Schweigen brechen. Getragen von ihren engen Freund*innen stellt sich Lina ihrer Familiengeschichte und bricht zu einer Recherche auf, die sie bis nach Belgrad führen wird. Als sie endlich auch die Konfrontation mit ihrer Mutter sucht, wird das zur Zerreißprobe …“ (Quelle: Residenz Verlag) Die Autorin Katherina Braschel stellt ihren Roman „Heim holen“ (Residenz Verlag) im literadio-Gespräch mit Erika Preisel vor.

  17. 84

    Pascal Garnier: Die Insel

    „Ein familiäres Abendessen unter Freunden, das in einen fürchterlichen Albtraum umschlägt. Roland, ein Obdachloser, der nach einem Handgemenge seinen Job als Weihnachtsmann verloren hat, trifft auf den blinden Rodolphe, einen Zyniker, der sich am Schicksal rächt, indem er anderen das Leben vergällt. Einfühlsam und hellsichtig nimmt Pascal Garnier Menschen in den Blick, die irgendwann den Kontakt zum Leben verlieren und sich auf eine Insel zurückziehen, wo nichts und niemand mehr sie erreichen kann. Große Kunst, bei der manchmal der Humor die Rettung vor der Grausamkeit der Gefühle ist.“ (Quelle: Septime Verlag) Der Verleger Jürgen Schütz stellt den Roman „Die Insel“ von Pascal Garnier (Aus dem Französischen von Felix Mayer, Septime Verlag) im literadio-Gespräch mit Astrid Nischkauer vor. Sämtliche Romane von Pascal Garnier und ein Erzählband erscheinen bei Septime.

  18. 83

    Lisa-Viktoria Niederberger: LAHEA

    „Mit eindringlicher Sprache erzählt Lisa-Viktoria Niederberger in ihrem Romandebüt „LAHEA“ von einer Welt zwischen archaischem Tun und fortschrittlicher Vision, von einer Gesellschaft zwischen Fürsorge und Verrat – und davon, wie weit eine Gemeinschaft gehen darf, wenn sie der Gewalt standhalten will, ohne selbst gewalttätig zu werden.“ (Quelle: Otto Müller Verlag) Die Autorin Lisa-Viktoria Niederberger stellt ihren Roman „LAHEA“ (Otto Müller Verlag) im literadio-Gespräch mit Susanne Peter vor.

  19. 82

    Dörte Lyssewski: Exit Pan

    „Dörte Lyssewskis Gedichte widmen sich den Erscheinungen und Existenzen zwischen Realität, Mythen und Märchen. Sie legen Zwischenräume von Tagtraum und Abgrund der Nacht frei, von Liebe und Zerwürfnis, Natur und Stadt, Abschied und Wiederkehr, Frieden und Krieg. Pan, Zwitter aus Mensch und Tier, Gott des Waldes und der Natur, scheint verschwunden, die Ruhe seiner Stunde vom Getöse durch Mensch und Maschine ausgelöscht und Arkadien als Glück und Verheißung durch Profanes ersetzt.“ (Quelle: Klever Verlag) Die Autorin Dörte Lyssewski stellt ihren Gedichtband „Exit Pan“ (Klever Verlag) im literadio-Gespräch mit Amina Kurbanova vor.

  20. 81

    Thomas Raab: Jedermanns Dämon

    „In Thomas Raabs neuem, an der Gothic Novel geschulten Roman treffen wir gleich zu Beginn auf einen unzuverlässigen Erzähler, der sich nicht nur mit einer geheimnisvollen Seuche, sondern auch der Suche nach der eigenen Identität herumschlägt. Auf den Fersen von »Jedermanns Dämon« enthüllen sich dabei die verqueren Beziehungen zwischen Individuum und Gesellschaft und das Böse in uns allen.“ (Quelle: Czernin Verlag) Der Autor Thomas Raab stellt seinen Roman „Jedermanns Dämon“ (Czernin Verlag) im literadio-Gespräch mit Amina Kurbanova vor.

  21. 80

    Christl Greller: Tagsätze zur Nicht- oder Bewältigung

    „Das Alltägliche mag oft den Anschein von Monotonie erwecken, doch aufmerksam betrachtet/analysiert, fallen die darin verstreuten Edelsteinchen auf, die zu beachten wir oft keine Zeit finden. Von Banalität bis zu den großen Umbrüchen, die das Leben auf den Kopf stellen, von (fast) biblischer Tragik bis zu (oft unfreiwilliger) Komik ist auch hier alles enthalten, was uns täglich begegnet. Einzeln herausgehoben, ausgeleuchtet, eventuell vergrößert für bessere Sichtbarkeit. Hier begegnen uns sorgfältige Beobachtungen in poetischer Fassung, die uns bekannt sind und doch in völlig neuer Sicht in den Fokus genommen werden.“ (Quelle: edition lex liszt 12) Die Autorin Christl Greller stellt ihre poetischen Notate „Tagsätze zur Nicht- oder Bewältigung“ (edition lex liszt 12) im literadio-Gespräch mit Astrid Nischkauer vor.

  22. 79

    Stefan Schmitzer: space waste

    „Stefan Schmitzer verbindet in seinem Lyrikband space waste die Themenkomplexe eines himmelschreienden irdischen Müllproblems mit jenem des im Titel angesprochenen Weltraumschrotts, d.h. aller menschgemachter, nicht mehr funktionierender Objekte, die zunehmend eine Gefahr für Raummissionen darstellen. Mit space waste legt Stefan Schmitzer eine sprachgewaltige Suada über die Spannung zwischen Wirklichkeit und Utopie industriellen Fortschritts vor und macht mittels einer technoid anmutenden Sprachzurichtung herrschenden Wachstumsideologien den Garaus.“ (Quelle: Ritter Verlag) Der Autor stellt seinen Lyrikband „space waste“ (Ritter Verlag) im literadio-Gespräch mit Astrid Nischkauer vor.

  23. 78

    Nicole List: Angst vor Männern

    „Nicole List findet eine beeindruckende Sprache dafür, was es heißt, in einer Welt aufzuwachsen und zu leben, die von und für cis Männer gemacht ist. Sie benennt schmerzhafte Wahrheiten, teilt Erfahrungen und schont niemanden, am wenigsten sich selbst. Das Kunststück, das ihr mit „Angst vor Männern“ gelingt: Sie verweilt nie in Schuldzuweisungen, sondern fordert vehement das angstfreie Leben für alle – und zeigt, was dafür notwendig ist.“ (Quelle: Wasser Publishing) Die Autorin Nicole List stellt ihr Buch „Angst vor Männern“ (Wasser Publishing) im literadio-Gespräch mit Susanne Peter vor.

  24. 77

    Richard Schuberth: Der Paketzusteller

    „Der Paketzusteller ist der Bildungsroman einer Frau am Ende ihr Lebens, eine hundsgemeine Gesellschaftssatire zudem, voll vergnüglicher Hoffnungslosigkeit und frivoler Lebenslust. Eine Geisterbahn entlang der Abgründe auch der „fortschrittlichen“ Milieus unserer Gesellschaft, mitten durch die zugleich reale als auch Scheinwelt der Social Media. Die Gleise in Richtung Rückeroberung solidarischen und politischen Handelns bleiben dabei stets in Sichtweite.“ (Quelle: Drava Verlag) Der Autor Richard Schuberth stellt seinen Roman „Der Paketzusteller“ (Drava Verlag) im literadio-Gespräch mit Erika Preisel vor.

  25. 76

    Hubert Weinheimer: Zirkus Morgana

    „So ein Computerprogramm hat alle Hände voll zu tun, zumal eines, das als Datenputzer durch die Systeme geschickt wird und Glitches, also Fehler, beheben soll. Version 8.03 heißt das von der Informatikerin Kristin entwickelte Programm; Sisyphos nennt es sich ahnungsvoll selbst. Als Sisyphos realisiert, dass es eine „handgreifliche Welt“ jenseits seiner Grenzen gibt, möchte er diesen Vorhang lüften. Er erschafft sein menschliches Alter Ego: Peter Kaltenbacher, einst fürs Im-Lot-Halten des elterlichen Alkoholikerhaushalts zuständig, heute Statiker an der TU Wien. Als ein Zirkus in der Stadt gastiert, schließt Peter sich ihm an, einer wundervollen „Welt aus Zuckerwatte, abgewohnten Bauwägen, vorsintflutlichen Stromkreisen und Kamelscheiße“ – vor allem aber wegen der Trapez-Akrobatin Jana Morgana. Die Dinge nehmen ihren Lauf, bis auf einmal ein lautes, sonores Grummeln aufzieht…“ (Quelle: Müry Salzmann Verlag) Der Autor Hubert Weinheimer stellt seinen Roman „Zirkus Morgana“ (Müry Salzmann Verlag) im literadio-Gespräch mit Susanne Peter vor.

  26. 75

    Florian Dietmaier: Spuk

    „Der abgehalfterte Privatdetektiv Frank kämpft im Tucson des Jahres 1952 nicht nur gegen die schweißtreibende Hitze, sondern ringt vor allem mit seinen Erinnerungen. Eigentlich soll er dort die sich formierenden Gewerkschaften ausspionieren, doch setzt mitten in einer Observierung eine Zeitungsmeldung langsam die Erinnerungsmaschine in seinem löchrigen Hirn in Gang. […] Spuk erzählt historisch Verbürgtes und erfundene Historie. Mit einer gefinkelten, trickreichen Erzählweise schreitet der Roman in die Vergangenheit voran, um über Schuld und Verantwortung, Verbrechen und Solidarität zu sprechen.“ (Quelle: Droschl Verlag) Der Autor Florian Dietmaier stellt seinen Roman „Spuk“ (Droschl Verlag) im literadio-Gespräch mit Astrid Nischkauer vor.

  27. 74

    Wolfgang Pollanz: Ein durch und durch durchschnittliches Leben

    „Bei dieser Revue durch ein außergewöhnliches Leben ohne Besonderheiten stirbt der Erzähler gleich drei Mal, reflektiert über das Schreiben und verschollene Verse, spielt ironisch mit Fußnoten und Kommentaren von Lektoren – und gelangt schließlich zur Erkenntnis, dass allein die Liebe Bestand hat.“ (Quelle: Klingenberg Verlag) Der Autor und Musiker Wolfgang Pollanz stellt seinen Roman mit Fußnoten „Ein durch und durch durchschnittliches Leben“ (Klingenberg Verlag) im literadio-Gespräch mit Susanne Peter vor.

  28. 73

    Alfred Komarek: Die Äußerlichkeiten sind also vom Tisch

    Der Mitherausgeber Gerhard Ruiss im Gespräch „Der Band „Die Äußerlichkeiten sind also vom Tisch“ versammelt Texte, die Alfred Komarek (1945–2024) in den 1980ern und 1990ern für Magazine, Zeitschriften und Kunstperiodika ver­fasste. Die Auswahl zeigt Komarek in seiner Band­breite als Erzähler vielfältigster Wirklichkeiten: Über Stadt, Land, Straße, Fluss und Meer nimmt er Orte und Menschen in den Blick und berichtet ebenso unauf­geregt wie gewitzt über die schönen Eigenarten des Alltäglichen.“ (Quelle: Literaturedition Niederösterreich) „Die Äußerlichkeiten sind also vom Tisch. Texte aus nah und fern“ von Alfred Komarek (Literaturedition Niederösterreich) wurde von Helmut Neundlinger und Gerhard Ruiss herausgegeben. Vorgestellt wird das Buch von Gerhard Ruiss im literadio-Gespräch mit Astrid Nischkauer.

  29. 72

    Gerda Sengstbratl: Ein Ich wächst in mir wie Gras, wie Veilchen, wie Baum, wie Wald

    „“Ein Ich wächst in mir“ ist eine Chronik einer weiblichen Sozialisierung, die mit der 2. Welle des Feminismus einsetzt und alle Aspekte des Frauseins auffächert: das Leben, die Bildung, die Körperlichkeit und Spiritualität, die Liebe und das Reisen. Gerda Sengstbratl stellt den Anspruch, dass nicht weniger als alles von Bedeutung ist, wenn eine Frau Mensch werden und bleiben will.“ (Quelle: fabrik.transit) Die Autorin Gerda Sengstbratl stellt ihren Roman „Ein Ich wächst in mir wie Gras, wie Veilchen wie Baum, wie Wald“ (fabrik.transit) im literadio-Gespräch mit Erika Preisel vor.

  30. 71

    Manuela Tomić: Franček

    „Frau B. quält seit Monaten der Fratz. Er hockt auf ihren Geschmacksrezeptoren und schlemmt, klopft wie ein Specht ihren Adamsapfel ab und springt ihr ab und an vor die Augen. Seit sie der Fratz martert, hockt sie im Reihenhaus mit Frau Wahl, Wachtmeisterin und Hebamme, der Katzenfrau, dem Arzt und dem Anwalt. Ihre große Liebe, der Weiberheld, will vom Fratz nichts wissen. Doch der Fratz scheint unausweichlich. Er setzt in Frau B. ein bosnisches Familientrauma in Gang, das schon ihren Großvater geplagt hat. Erinnerungen an die Osmanen, die Habsburger und den Krieg fließen mit Kinderwünschen und weiblicher Zerstörungswut ineinander. Frau B. will den Fratz gebären. Eines Abends aber taucht in ihren Träumen der kleine Franček auf und Frau B. findet sich im Gerichtssaal wieder. Franček, der Debütroman von Manuela Tomić, liest sich wie ein fabelhafter Fiebertraum im surrealistischen Gewand und wahnsinnigen Wendungen.“ (Quelle: Wieser Verlag) Die Autorin Manuela Tomić stellt ihren Debütroman „Franček“ (Wieser Verlag) im literadio-Gespräch mit Susanne Peter vor.

  31. 70

    Gonçalo M. Tavares: Herr Eliot und die Vorträge

    Der Übersetzer Michael Kegler im literadio-Gespräch „Im furiosen Finale seiner zehnbändigen Reihe »Das Viertel« macht uns Gonçalo M. Tavares mit einem gewissen Herrn Eliot bekannt, der eine Reihe von Vorträgen über einzelne Verse berühmter Dichter hält. Herrn Eliots Erläuterungen sind freilich keine Poesievorlesungen der herkömmlichen Art. Sie stecken voller Überraschungen, sind urkomisch und dermaßen rasant, dass es mitunter besser ist, sich anzuschnallen. Der siebte und letzte Vortrag – über einen Vers von Paul Celan – existiert überhaupt nur als Titel und Versprechen. Gonçalo M. Tavares zeigt einmal mehr, dass der Ursprung aller Kreativität im freien Denken liegt, das unsere Sichtweisen spielerisch verändert und damit neue Möglichkeiten des Verstehens schafft, die wir dringend benötigen.“ (Quelle: Edition Korrespondenzen) Der Übersetzer Michael Kegler stellt den Band „Herr Eliot und die Vorträge“ von Gonçalo M. Tavares (Edition Korrespondenzen) im literadio-Gespräch mit Astrid Nischkauer vor.

  32. 69

    Sophia Boddenberg: Revolution der Frauen

    „Dieses Buch erzählt von der Wirkmächtigkeit eines Feminismus, der nicht für individuelle Rechte kämpft, sondern für die radikale Transformation des Lebens von allen, die in einem patriarchalen, rassistischen und kapitalistischen Ausbeutungssystem unterdrückt werden. Feminismus wächst »von unten«: aus den Körpern, aus den Geschichten, aus der alltäglichen Erfahrung von Gewalt und Widerstand. Und genau darin liegt die Kraft des lateinamerikanischen Feminismus: in der Vielfalt, in der kollektiven Organisierung, in der Verbindung von Kämpfen.“ (Quelle: Mandelbaum Verlag) Die Autorin Sophia Boddenberg stellt ihr Buch „Revolution der Frauen“ (Mandelbaum Verlag) im literadio-Gespräch mit Erika Preisel vor.

  33. 68

    Gerhard Ruiss: Literatur und Menschenrechte

    Die ungeschriebenen Gedichte der Renee Nicole Good In Zeiten zunehmender Eskalationen werden Begriffe wie Zensur, Freiheit oder Frieden gerne in ihr Gegenteil verkehrt: Friedensbemühungen und den Friedensnobelpreis reklamieren Leute für sich, die das Verteidigungsministerium in „Kriegsministerium“ umbenennen und bei Kriegseinsätzen vor den Bildschirm sitzen, um ein spannendes Fernsehprogramm zu sehen; Zensur übt aus, wer die ungehinderte Verbreitung von Propaganda nicht zulassen will und Freiheit bedeutet die Ausweitung der Befugnisse und Rechtfertigung polizeilicher Gewalt zur Beschränkung der Bürger- und Menschenrechte. Demgegenüber nehmen sich die Bemühungen um den Erhalt der Grund- und Freiheitsrechte als alt und schwach geworden aus. Die IG Autorinnen Autoren hat vor vier Jahren die Literaturreihe „Stimmen gegen den Krieg“ ins Leben gerufen und vor zwei Jahren die Plattform „Der Wert der Demokratie“. Beide Initiativen haben nichts von ihrer aktuellen Notwendigkeit eingebüßt. Ebenso wenig wie die internationalen Initiativen und österreichischen Ableger von „Writers in Prison“ und „Writers in Exile“. Ein Gespräch mit dem Geschäftsführer der IG Autorinnen Autoren, Gerhard Ruiss, über geänderte Voraussetzungen und aktuelle Pläne. Über diese Themen spricht Gerhard Ruiss, Geschäftsführer der IG Autorinnen Autoren, im literadio-Gespräch mit Astrid Nischkauer.

  34. 67

    Olaf Osten: Offline

    „Weiße Acrylfarbe, gesamtflächig mit der Hand verteilt auf einem Tablet, durch Wegnehmen der Farbe entsteht ein Bild. Die Scheibe trennt nicht nur das Innen vom Außen. Dort entspinnt sich die feine Freundschaft zwischen dem Weiß der Farbe und dem Schwarz des Bildschirms – zwischen Da-Sein und Nicht-Da-Sein…“ (Quelle: Edition Eremitage am Kamp) Der Bildende Künstler Olaf Osten spricht im literadio-Gespräch mit Amina Kurbanova über seine Arbeiten und das Buch „Offline“, erschienen in der Edition Eremitage am Kamp.

  35. 66

    Nachruf von Vincent Morassi

    Vincent hat an der Pädagogischen Hochschule bei Christian Berger die Bachelorarbeit zum Thema Medienpädagogik verfasst und ist als Teil des Teams von Literradio mit auf vielen Buchmessen in Leipzig und Frankfurt gewesen.

  36. 65

    Nachruf von Regina Leibetseder-Löw

    Regina Leibetseder-Löw war viele Jahre im Projekt literadio als Webentwicklerin und Fotografin tätig.

  37. 64

    Nachruf von Herbert Gnauer

    Herbert Gnauer, Freier Radiomacher und langjähriges Mitglied im Team von literadio

  38. 63

    Nachruf von Mieze Medusa

    Mieze Medusa ist Autorin und war öfters schon bei literadio Gast

  39. 62
  40. 61

    Nachruf von Marius Gabriel

    Marius Gabriel hat viele Jahre Lesungen auf den Buchmessen für literadio gemacht.

  41. 60

    Peter Paul Wiplinger: 1000 ausgewählte Gedichte

    1000 ausgewählte Gedichte 1960 bis 2023 Ein Besuch im ehemaligen KZ Mauthausen bewegte Peter Paul Wiplinger zum Schreiben. Der Zeitgeschichte ist er seither verpflichtet geblieben. Der bei Löcker erschienene Auswahlband umfasst über 60 Jahre und enthält 1000 von rund 6000 Gedichten. Sein Werk lasse sich schwer einordnen, meint Peter Paul Wiplinger selbst. Es gehe ihm beim Schreiben immer um Wahrhaftigkeit. Seine Gedichte sind in einer sehr klaren, präzisen Sprache und mit einer großen Dringlichkeit verfasst. Schreiben ist für ihn eine Lebensnotwendigkeit. Im literadio-Gespräch mit Astrid Nischkauer gibt Peter Paul Wiplinger Einblick in sein Schreiben und Werk.

  42. 59

    Nachruf von Moriz Kohlgruber

    In Memoriam Papa Christian Berger

  43. 58

    Nachruf von Ruth Kanamüller, Proton

    Ruth Kanamüller für Proton – das freie Radio, Vorarlberg

  44. 57

    Die Übersetzerin Roksolana Sviato (UA) im Gespräch

    Roksolana Sviato (UA), geboren in Kyjiw, ist Übersetzerin und Literaturkritikerin. Sie übersetzt aus dem Deutschen, Englischen und Polnischen ins Ukrainische. Unter anderem hat sie Werke von Walter Benjamin, Hans Robert Jauss, Melinda Nadj Abonji, Martha Hellers, Herta Kräftner, Jonas Lüscher und Nino Haratischwili ins Ukrainische übersetzt. Derzeit ist sie für einige Monate als Writers-in-Exile-Stipendiatin in Wien, betreut von der IG Autorinnen Autoren. Im literadio-Gespräch mit Amina Kurbanova gibt sie Einblick in ihre vielfältige Arbeit als Übersetzerin.

  45. 56

    Nachruf von Helmut Hostnig

    Christian war ein aufmerksamer, ein außergewöhnlicher Mensch, um in alphabetischer Reihenfolge mit den Eigenschaften zu beginnen, die ihn in jeder seiner vielen Rollen ausgezeichnet haben: bei jeder Begegnung belebend, manchmal belehrend und besserwisserisch, dann wieder charismatisch, einfühlsam, ehrlich, humorvoll, immer lernbereit, neugierig, zugewandt, manchmal provokant, aber nie zynisch…immer prinzipientreu seine Überzeugungen lebend… Widerspenstig. Das war seine herausragende Eigenschaft. Hat gegen den Strich gebürstet. Obrigkeiten herausgefordert. Sich bewusst gegen systemisch bedingte Barrieren gestellt, institutionelle Zwänge bekämpft, nach Alternativen gesucht. Christian war ein unermüdlicher Netzwerker und immer hatte sein Engagement mit handlungsorientierter Bildung im weitesten Sinne zu tun. Unzählige medienpädagogische Seminare, Fachtagungen und Workshops hast du abgehalten und Projekte begründet oder gefördert, die mit Inklusion zu tun hatten und haben. Moralisch verpflichtet den Schwächeren, die keine Stimme haben, hast du die Wiener Radiobande ins Leben gerufen und die von Lehrerinnen mit Schülerinnen erarbeiteten Sendungen bei Orange 94.0 on air gebracht; eine Initiative, die heute noch Bestand hat. Du warst es, der Lehrer und Lehrerinnen im Rahmen der Wiener Radiobande eingeladen hat, mit besonders benachteiligten Schülerinnen an der Friedensflote „Mirno More“ teilzunehmen: ein jährlich stattfindendes inklusives Segelprojekt in der kroatischen Adria, das geflüchtete Kinder aus den ehemaligen Kriegsgebieten Jugoslawiens zusammenbringt, um hautnah Toleranz und Solidarität zu erleben. Als Lehrer an öffentlichen Schulen Wiens habe ich es vornehmlich dir verdankt, dass ich bis zur Pensionierung durchhielt, weil du mich bei vielen deiner Projekte an Bord geholt und so – deinem Beispiel folgend – Gelegenheit gegeben hast, engagiert und motiviert zu bleiben. Im Bildungsbereich kenne ich etliche Lehrer und Lehrerinnen, die deine Impulse im Unterricht umsetzen wollten und dir für dein Engagement dankbar waren und sind. Aus diesen Kooperationen ist meine Freundschaft mit dir und anderen entstanden und mit den Jahren gewachsen. Wir haben uns in unseren Gesprächen oft auch über das düstere Weltgeschehen ausgetauscht. Bei meinem letzten Besuch im Hospiz habe nicht ich dich ermutigt, sondern du mich. Du hast schon recht, hast du gesagt, es sieht finster aus für die Menschheit, doch vergiss nicht, Es gibt mehr Gutes als Böses auf der Welt. Mehr Liebe als Hass. Für mich war es seine letzte an mich gerichtete Botschaft und ich sehe sie als seinen letzten Willen. Nie aufgeben, an das Gute zu glauben. Du warst selbst ein Guter. Ein guter Mensch. Ein Gutmensch: Schimpfwort für jene, die Menschlichkeit und Empathie als Schwäche sehen und die Vielfalt verunglimpfen, eine Auszeichnung für die, die sie als unbezwingbare Kraft anerkennen – und das hast du und du hast sie besessen und hast sie gelebt, diese Kraft, lieber Christian, ohne Wenn und ohne Aber, konsequent, klar und kompromisslos. Ich vermisse dich. Du fehlst mir. Und das wird so bleiben. Helmut Hostnig

  46. 55

    Nachruf von Gerhard Ruiss

    Gerhard Ruiss, der Geschäftsführer der IG Autorinnen Autoren war langjähriger Host-Partner von Christians Bergers Projekt literadio

  47. 54

    Nachruf von Helmut Peissl

    Christian war in all seinen Projekten und Gedanken unermüdlich und hat sich nur zu gerne über Konventionen mokiert und neue Wege aufgezeigt. Ich weiß nicht mehr wann wir uns das erste Mal begegnet sind – ob in Kärnten am gemeinschaftlichen Bauernhof von Longo Mai oder bei einem der unzähligen Treffen am Weg zur Ermöglichung Freier Radios in Österreichin Wien, Linz oder anderswo. Christian hat sich für all seine Projekte immer voll eingesetzt und dabei viele andere motiviert aktiv zu werden – sei es im Schulradio und der Radiobande, in Radiokunstprojekten von aufdraht oder im Literadio. Christian war ein Unruhegeist – lustvoll, manchmal anstrengend und immer hartnäckig. Christians Spuren sind an vielen Orten zu finden und wir werden sie auch nach seinem traurigen Abschied immer wieder queren und sicher ein Stück weitergehen. Im Namen von COMMIT – danke für all die lustvollen, anregenden und anstrengenden Momente, die wir mit Dir teilen konnten. Wir werden auch bei kommenden Schulradiotagungen – ich weiß die müssen jetzt Weiterbildungen heißen – stets einen Platz für Dich freihalten. Ich hoffe Du hast auch weiter Lust dazu. Helmut Peissl, Geschäftsführer von COMMIT, Mitbegründer von AGORA und dem Verband Freier Radios

  48. 53

    Nachruf von Evelyn Blumenau und Walter Kreuz

    Evelyn Blumenau und Walter Kreuz betreiben die Plattform geckoart.at und gestalten seit vielen Jahren (Kunst-)Sprachprojekte, Hörspiele, Audiofeatures und Radiosendungen „„chb“, wie sich Christian gerne selbst abgekürzt hatte, war der Inbegriff von visionär und umtriebig. Seine Gedanken, Konzepte, Ideen waren so vielfältig wie er selbst. Wir hatten mit ihm viele Jahre eine ‚Kooperations-Beziehung‘ an den Schnittpunkten Kunst und Medien. Christian Berger war eben auch ein Ermöglicher und Förderer vieler Menschen und Initiativen. Sein Weitblick und sein Wissen war manchmal auch ein wenig ’nervig‘: Wir konnten ihn kaum mit einer Neuigkeit überraschen. Er wusste es bereits. Aber es sind auch die ungeplanten Momente, die zählen. Als wir 2010 im Rahmen der Buchmesse gemeinsam in Frankfurt waren, unternahm das gesamte Team einen Spaziergang durch die nächtliche Stadt. Dabei stießen wir auf eine große Kaninchenpopulation in einem Park. Mit dabei war sein damals jugendlicher Sohn. Der Spaß und die Leichtigkeit jener Nacht bleibt in unserem Gedächtnis wie auch viele der Projekte, die dank Christians Geschick entstanden sind. Unsere Gedanken in diesen Tagen sind vor allem bei Christians Familie. Als wir von seinem Ableben erfahren haben, kam uns ein unmöglicher Gedanke in den Sinn: Er würde weitermachen. Es gäbe doch so viel zu tun. Der Himmel würde sich wundern, wenn es – bei aller Ewigkeit – in Kürze dort Neues gibt. Vielleicht ist es ein ‚Medienlab für Engel, oder eine Literadio-Station für alle Bücher, die nie geschrieben werden, es könnte aber auch ein heftiger Disput mit der Unendlichkeit sein. Wie auch immer, der struppige, scharfsinnige und wunderbare Christian Berger wird in uns weiterleben.“ Evelyn Blumenau und Walter Kreuz

  49. 52

    Nachruf von Hilde Unterberger, Radio Freequenns

    Hilde Unterberger ist Programmkoordinatorin und Mitbegründerin von Radio Freequenns, das freie Radio im Ennstal

  50. 51

    Nachruf von Eva Neureiter – Radio Widerhall

    Eva Neureiter von Radio Widerhall, eine Sendereihe von Radio Orange 94.0

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