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PODCAST · health

Mythos Psyche

Der Podcast über Psychologie und Gesellschaft: Eine Auseinandersetzung mit und entgegen der Individualisierung, Stigmatisierung und Pathologisierung seelischen Leidens, hin zu einem Verständnis dafür, welche sozialen Determinanten es für psychische Gesundheit gibt und wie gesellschaftliche und politische Zustände auf unsere Psyche einwirken.

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  1. 21

    Sanismus und Verrücktheit - Cat* Patiño Lang & Rosa* Kato Glück

    Cat* Patiño Lang arbeitet schon lange im politischen Bildungsbereich, zuletzt in Antidiskriminierungszusammenhängen (NGO, VHS). Cat* arbeitet zudem wissenschaftlich an der Mediznischen Hochschule Brandenburg, sowie kommunalpolitisch im Kreissprecher*innenrat für Die Linke. Rosa* Kato Glück hat ein Pädagogik-Diplom und arbeitet seit acht Jahren wissenschaftlich an der Medizinischen Hochschule Brandenburg in partizipativ-collaborativen Projekten. Rosa* Kato forscht aus Erfahrung (Psychiatrie- und Verrücktheitserfahrung). Mit Cat* und Kato spreche ich über Sanismus, Pathologisierung und Psychiatrisierung. Es geht um die Verschränkung von "psychischer Gesundheit" bzw. Krisenerfahrungen und Diskriminierungserfahrungen wie Sexismus und Rassismus, es geht um Genderqueerness, Erfahrungen von Behinderung, und Versuche, Utopien zu denken und sich zu empowern. Cat* und Rosa* Kato sprechen dabei auf einer strukturellen Ebene, aber auch aus der Perspektive und Expertise eigener Erfahrungen.

  2. 20

    Psychosoziale Beratung mit queeren Geflüchteten - Tanchik Kulbakina

    In dieser Folge spreche ich mit Tanchik Kulbakina. Tanchik ist Psycholog*in und Queer-Aktivist*in aus Russland. Seit 2017 lebt Tanchik in Deutschland und arbeitet seit November 2020 bei Rosalinde Leipzig e.V. als psychosoziale Berater*in für queere Geflüchtete im Asylverfahren. Wir sprechen über Tanchiks Arbeit, über Heilung und Macht, über die Situation queerer Asylbewerber*innen in Deutschland, in Unterkünften und dem Gesundheitssystem. Tanchik spricht von eigenen Erfahrungen und darüber, welche Sensibilisierung es für medizinische und psychosoziale Fachkräfte noch braucht. TW: es geht teilweise um Gewalt und um Suizidalität.

  3. 19

    Psyche und Rassismuserfahrungen - Zami Khalil

    Zami Khalil ist Psychotherapeut im Verfahren Tiefenpsychologie, sowie Bildungsreferent für Themen wie Rassismuskritik und Empowerment. Er arbeitet, forscht und lehrt aus einer Schwarzen, psychologischen, rassismus-und machtkritischen, sowie intersektionalen Perspektive zu u.a. Anti-Schwarzem Rassismus und psychischer Gesundheit, und transgenerationaler Weitergabe von Traumata. In der Folge spreche ich mit Zami über die Folgen von Rassismuserfahrungen für die Psyche. Mit einer psychodynamischen Perspektive erklärt Zami verschiedene Mechanismen, die dabei wirken. Außerdem sprechen wir über seine Forschung zu transgenerationaler Weitergabe von (rassistischer) Traumatisierung, über Schuld und Scham, und über die psychotherapeutische Arbeit mit Menschen mit Rassismuserfahrungen.

  4. 18

    Die Zukunft der Psychotherapie - Fabienne Gutjahr

    In dieser Folge spreche ich mit Fabienne Gutjahr, Psychotherapeut:in in Ausbildung und Aktivist:in im Bündnis "Psychotherapie Sichern", über große Fragen: Die Zukunft der Psychotherapie. Wir sprechen zunächst über die diskutierten Sparmaßnahmen im Gesundheitssystem, explizit im Bereich der Psychotherapie, und was das für Therapeut:innen und Patient:innen bedeutet. Außerde sprechen wir über die präkere Situation der Psychotherapieaus- bzw Weiterbildung. Dabei beschäftigt uns auch die Frage: Warum wird psychische Gesundheit öffentlich betont, praktisch aber oft unterfinanziert?

  5. 17

    Armuts- und kultursensible Psychotherapie - Paul Spychalski-Gosch

    In Folge 15 spreche ich mit Paul Spychalski-Gosch. Paul ist gelernter Erzieher und Psychologischer Psychotherapeut im Verfahren Verhaltenstherapie. Wir sprechen darüber, welche Rolle seine eigenen Erfahrung von Migration und Aufwachsen in Armut auf seine Arbeit haben, und was es heißt, kultur- und systemsensibel zu arbeiten. Außerdem beleuchten wird, welche Rolle spielen Armutserfahrungen in der Therapie und im Therapieraum spielen, und welche Dimensionen von Macht im therapeutischen Prozess beachtet werden sollten.

  6. 16

    Kontext versus Individualisierung - Lukas Maher

    Lukas Maher ist Psychotherapeut für Systemische Therapie. Auf Instagram als @systemischegesundheit klärt er vor allem über die vielen Irrtümer der sogenannten Pop-Psychologie auf, aber beleuchtet psychologische Themen auch gesellschaftskritisch. Außerdem ist er Autor des Buches „Trigger Trauma Toxisch - Die 45 größten Mental-Health-Irrtümer“. Wir sprechen in dieser Folge über Therapie, die den Menschen im Kontext sieht statt Probleme zu Individualisieren, sprechen über Politik, (Pop)psychologie, und über Lukas Spezialgebiet: ADHS. CN: In der Folge werden ableistische / sanaristische Aussagen thematisiert, und wir sprechen über das Euthanasieprogramm im dritten Reich.

  7. 15

    Intergenerationale Traumata - Philipp Lioznov

    In Folge 13 spreche ich mit Philipp Lioznov. Philipp ist Psychotherapeut mit Schwerpunkt Traumatherapie. Seine Arbeit orientiert sich an einem kritisch-psychologischen Verständnis von Psyche und Gesellschaft. Wir sprechen über transgenerationale (Weitergabe von) Traumata, dabei wird es auch persönlich. Wir sprechen über Leistungsdruck, Schweigen, Existenzverlust, gesellschaftliches "Nicht-Fühlen". Außerdem tauschen wir uns darüber aus, was (macht)kritische Psychotherapie bedeutet. CN: Wir sprechen über die Diagnose "Borderline" und es werden zur inhaltlichen Einordnung teilweise stigmatisierende Ansichten bezüglich dieser Diagnose wiederholt.

  8. 14

    Soziale Traumatisierung - Dr. Benjamin Iffland

    In dieser Folge ist Dr. Benjamin Iffland zu Gast im Podcast. Dr. Iffland ist Psychotherapeut und forscht zu den Folgen von Erfahrungen emotionaler Gewalt in Kindheit und Jugend, darunter auch Mobbingerfahrungen. Wir sprechen darüber, welche Folgen diese Erfahrungen auf die Psyche, unser Selbstbild und soziale Interaktionen haben können und warum man von „sozialer Traumatisierung“ sprechen kann. Auch auf die Rolle dieser Erfahrungen im Rahmen von Diskriminierungserfahrungen wird eingegangen. Content note: In der Folge werden Misshandlung in der Kindheit, Suizid und sexuelle Übergriffe besprochen.

  9. 13

    Die Pathologisierung queerer Identitäten - Dr. Lieselotte Mahler

    In Folge 11 spreche ich mit Dr. Lieselotte Mahler. Dr. Mahler ist Chefärztin der Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie der Kliniken im TWW in Berlin, u.a. Mitbegründerin und Vorsitzende des DGPPN-Referates „Sexuelle Orientierungen und Geschlechtsidentitäten in Psychiatrie und Psychotherapie“ und hat am Gesetz zum Verbot von Konversionstherapien mitgerarbeitet. In dieser Folge sprechen wir über die Pathologisierung queerer Identitäten, wie sich diese in Diagnosen wiederspiegelt(e), und was die seit 2022 im ICD-11 bestehende Diagnose der "Geschlechtsinkongruenz" bedeutet.

  10. 12

    Psychiatrie: Sicherung oder sicherer Raum? - Dr. Lieselotte Mahler

    In Folge 10 spreche ich mit Dr. Lieselotte Mahler, Chefärztin der Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie der Kliniken im Theodor-Wenzel-Werk in Berlin. Wir sprechen über die therapeutische Haltung, die Rolle der Psychiatrie mit "Ordnungsauftrag" durch den Staat, über Zwangsmaßnahmen und das Weddinger Modell.

  11. 11

    Stigmatisierung, Gewalt und Psychiatrie - Prof. Georg Schomerus

    In Folge 9 spreche ich mit Prof. Georg Schomerus. Georg ist Psychiater und Psychotherapeut, und seit 2019 Professor an der Universität Leipzig und Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Leipzig. Ein besonderer Forschungsschwerpunkt von Georg Schomerus sind die Ursachen und Auswirkungen von Stigmatisierung von Menschen mit psychischen Krankheiten. Wir sprechen über dieses Thema, über das besondere Stigma der Suchterkrankungen, warum Stigmatisierung von Depressionen abnimmt aber die der Shizophrenie zunimmt, und die Rolle der Psychiatrie im Umgang mit besonders gefährdeten Menschen - Spoiler: eine Registererfassung kann nicht die Lösung sein. - CN: Vorurteile gegenüber Menschen mit psychischen Erkrankungen werden benannt, sowie Benennung von rassistischer Diskriminierung / Beschreibung von rassistischer Praxis in den USA

  12. 10

    Normalitätsvorstellungen, Widerständigkeit und der Status Quo - Jonathan Czollek

    In Folge 8 spreche ich mit Jonathan Czollek. Jonathan ist approbiert in Systemischer Psychotherapie, Ausbildner:in am Institut Social Justice & Radical Diversity, Gründungsmitglied des Instituts für Diversitätspsychologie und war Mitglied der Kommission Diversität, Inklusion und Chancengerechtigkeit der Deutschen Gesellschaft für Psychologie, die bis Ende 2024 bestand. Wir machen uns in der Folge auf den Weg zwischen diskriminierungskritischen Perspektiven und psychologischen Ansätzen, thematisieren was eigentlich in unserer Gesellschaft Normalitätsvorstellungen sind und was als "abweichend" verstanden wird. Wir sprechen über Widerständgkeit und Betrauern als Therapieziele und das Verändern des Status quo - in der Psychotherapie, aber auch im Leben.

  13. 9

    Mut, Utopie und Therapie im System - Stephanie Cuff-Schöttle

    In Folge 7 spreche ich mit Stephanie Cuff-Schöttle, systemischer Beraterin und Psychotherapeutin i.A. Stephanie begleitet Einzelpersonen und Paare und berät Opfer von rassistischer Gewalt. Außerdem entwickelt und leitet sie Weiterbildungen für Fachkräfte in sozialen und therapeutischen Kontexten. Wir reden über das Potential Systemischer Therapie, warum es manchmal Mut braucht, sich auf Chaos und Utopien einzulassen, welche Rolle eine machtkritische therapeutische Haltung spielt und wie man im Therapieraum mit Hoffnungslosigkeit angesichts gesellschaftlicher Zustände umgehen kann.

  14. 8

    Feministische Psychotherapie und Therapie mit gewaltbetroffenen Frauen - Dr. Anita Scheuermann

    In der sechsten Folge spreche ich mit Dr. Anita Scheuermann. Anita ist Psychotherapeutin in Ausbildung und Weiterbildung zur Traumatherapeutin. Wir sprechen darüber, was eine feministische Haltung in der Psychotherapie bedeutet und wie wichtig diese ist für die Therapie mit gewaltbetroffenen Frauen.

  15. 7

    Diskriminierende Medizin, Macht und Trauma - Samson Grzybek

    In Folge fünf ist Samson Grzybek zu Gast. Samson hat 2021 Queermed Deutschland gegründet, eine Plattform für Patient:innen, um Empfehlungen für diskriminierungssensible Ärzt:innen auszutauschen. Wir sprechen über Machthierarchien in der Medizin und Forschung, verinnerlichte Diskriminierung, Trauma - und natürlich Psychotherapie.

  16. 6

    Diskriminierungssensible Psychotherapie - Dr. Timo Slotta

    In der vierten Folge spreche ich mit Timo Slotta. Timo ist geschäftsführender Leiter der VT Hochschulambulanz für Psychotherapie an der Universität Köln. Er trägt Diskriminierungssensibilität in seine therapeutischen Tätigkeit, in Forschung und Lehre. Wir sprechen über der Einfluss von Diskriminierungserfahrungen auf unsere Psyche, Machtgefälle im Therapieraum, wie Therapeut:innen das thematisieren können und warum es so schwer ist, damit umzugehen, auf eigenes diskriminierendes Verhalten hingewiesen zu werden.

  17. 5

    Transgenerationales Trauma und Kunst - Cihan Çakmak

    In der dritten Folge ist Cihan Çakmak zu Gast. Cihan beschäftigt sich als Künstlerin in ihrer Arbeit mit Traumata, vor allem transgenerationalem und auch kollektivem Trauma. Wir sprechen über die gesellschaftliche Verantwortung, füreinander da zu sein, über Symbole in Cihans Kunst und wie Bilder und Symbole uns helfen, Traumaerleben sichtbar zu machen.

  18. 4

    Rückblick: "Warum Armut psychisch krank macht" mit Olivier David

    2022 erschien Oliviers erstes Buch "Keine Aufstiegsgeschichte - Warum Armut psychisch krank macht". Im Rahmen dessen hat Paula in ihrem damaligen Podcast mit Fabian bereits ein Gespräch mit Olivier geführt, über die gesellschaftlichen Mechanismen, die den Zusammenhang zwischen Armutsbetroffenheit und psychischen Erkrankungen vermitteln.

  19. 3

    Armut und psychische Erkrankungen - Olivier David

    In der zweiten Folge ist Olivier David zu Gast. Wir machen uns auf die Suche nach der gesellschaftlichen und sozialpolitischen Bedeutung von Krankheiten, sprechen über den Zusammenhang zwischen Armut und psychischen Erkrankungen, über Wut, Trauma und Einsamkeit.

  20. 2

    Céline Zimmerer liest: "Ausbrüche"

    In dieser Folge liest Céline Zimmerer ihr Buch "Ausbrüche". In Folge 1 war sie zu Gast im Podcast.

  21. 1

    Eigene Betroffenheit und Stigmatisierung - Céline Zimmerer

    In der ersten Folge ist Céline Zimmerer zu Gast. Sie ist Peer-Forscherin und schreibt in ihrem Buch "Ausbrüche" über ihre Psychiatrieerfahrung

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HOSTED BY

Paula Kittelmann

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