PODCAST · society
NDR Kultur à la carte
by NDR Kultur
Die Sendung, in der Leute sprechen, über die man spricht: bekannte Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur, Politik und Gesellschaft. Schauspieler, Musiker, Wissenschaftlerin oder Autorin – in "NDR Kultur à la carte" hören wir interessanten Menschen beim Erzählen zu. Im Radio auf NDR Kultur: montags, mittwochs, freitags von 13:00 bis 14:00 Uhr.
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"Juras letzter Winter" - der neue Roman von Edgar Selge
Edgar Selge ist durch und durch Schauspieler, auf der Bühne, vor der Kamera. Unvergessen seine Rolle als François im Theaterstück und in der Verfilmung des Romans von Michel Houellebecq "Unterwerfung". Die Liste seiner Schauspielrollen ist lang und hochkarätig, Selge spielte und spielt an großen Häusern, in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen. Vor fünf Jahren, 2021, veröffentlichte Selge sein schriftstellerisches Debüt mit der autofiktionalen Geschichte "Hast du uns endlich gefunden". In seinem neuen Roman "Juras letzter Winter" widmet sich Edgar Selge der deutsch-russischen Kriegsgeschichte. Was ihn dazu bewegt hat, was er persönlich damit verbindet, das erzählt er Katja Weise bei NDR Kultur à la carte.
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Roland Schwab inszeniert "Pique Dame" in Hannover
Welche Kartenkombination führt unfehlbar zum Gewinn, zum Spielglück? Pjotr Tschaikowskis Oper "Pique Dame" weiß darauf die Antwort, und weiß auch, dass das Glück der Karten nicht gleich das Glück im Leben bedeutet. "Pique Dame" wird die neue Opernsaison in Hannover eröffnen, unter der Regie von Roland Schwab. Als Opernregisseur hat Roland Schwab international einen Namen, hat seinerzeit bei Götz Friedrich in Hamburg studiert, war Assistent bei Harry Kupfer und Ruth Berghaus. Ob er aber nun in Berlin, München, Köln oder an anderen renommierten Häusern inszeniert, die Arbeiten von Roland Schwab sorgen für Aufmerksamkeit. Wagners "Lohengrin" brachte er beispielsweise in der Salzburger Felsenreitschule mit einem Flugzeugwrack auf die Bühne, eine Art Katastrophenstück. Den "Rosenkavalier" von Richard Strauss versetzte er ins Weltall. 2022 sorgte er bei den Bayreuther Festspielen mit "Tristan und Isolde" für Jubel, trotz nur weniger Wochen Vorbereitungszeit.Bevor jetzt "Pique Dame" in Hannover Premiere feiert, ist Roland Schwab zu Gast bei NDR Kultur la carte und spricht mit Friederike Westerhaus über die Vorbereitung, die Grundstimmung und seine unterschiedlichen Regiearbeiten.
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Geraldine Oetken über eine vergessene Biografie
Von Frieda spricht heute niemand mehr, von ihr hat nie jemand erzählt. 1941 gestorben, kam sie zwei Jahre vor ihrem Tod ins Kloster Blankenburg, ein Pflegeheim für Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen in Oldenburg. Wer aber war Frieda? Wie lebte sie? Wer hat sie nach Blankenburg gebracht? Fragen, die Geraldine Oetken stellt. Sie hat sich auf die Suche nach ihrer unbekannten Urgroßtante begeben, hat ihre eigene Familiengeschichte durchforstet, nach Dokumenten in Archiven gesucht, Krankenakten studiert. Geraldine Oetken, 1990 in Oldenburg geboren, arbeitet heute als Künstlerin in Hannover. Über ihr Buch "Frieda", das prominent im S. Fischer Verlag erschienen ist, über ihre Recherche und die vielen Fragen, die sie seit ihrer Begegnung mit Frieda beschäftigen, spricht Geraldine Oetken bei NDR Kultur à la carte.
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Hanns Zischler als Thomas Mann in "Vaterland"
Hanns Zischler ist in Bewegung: Seit den 1970er Jahren steht er vor der Kamera, arbeitete in Filmproduktionen von Wim Wenders, Peter Handke, Peter Lilienthal. Der Film "Im Lauf der Zeit" von Wim Wenders machte ihn 1976 bekannt, auch international. Es folgten Filme mit Claude Chabrol, Andrew Birkin. Neben seiner äußerst produktiven Filmarbeit schreibt Hanns Zischler Bücher. Er schreibt Romane, Sachbücher, beschäftigt sich mit Literatur, Architektur oder Philosophie. "Berlin ist zu groß für Berlin", "Kafka geht ins Kino" oder seine Übersetzung der Graphic Novel "Die drei Leben der Hannah Arendt" von Ken Krimstein wurden viel beachtet.Jetzt ist Hanns Zischler mit Sandra Hüller in Pawel Pawlikowskis Film "Vaterland" zu sehen. Ein Film, der in Cannes bereits mit der Silbernen Palme ausgezeichnet und über den in den Feuilletons schon viel gesprochen wurde, der von Thomas Manns Reise durch das tief gezeichnete, erschütterte Nachkriegseuropa handelt. Bevor "Vaterland" in die deutschen Kinos kommt, ist Hanns Zischler zu Gast bei NDR Kultur à la carte.
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Intendant Lieben-Seutter bilanziert zehn Jahre Elbphilharmonie
Der Generalintendant der Elbphilharmonie und der Laeiszhalle Hamburg, Christoph Lieben-Seutter, hat das Programm der Jubiläums-Saison 2026/27 bereits vorgestellt. Mit internationalen Top-Stars und Orchestern wird das Programm glänzen, thematisch steht dabei der 250. Geburtstag der USA im Zentrum. Die prominentesten Orchester aus den USA werden dabei zu Gast sein, darunter das New York Philharmonic Orchestra.Bei NDR Kultur à la carte spricht Christoph Lieben-Seutter über die vielfältige Jubiläums-Saison, die am 1. September mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra unter Leitung von Manfred Honeck eröffnet und mit einem langen Wochenende im Juli 2027 zu Ende gehen wird. Und natürlich blickt er zurück auf die Erfolgsgeschichte der Elbphilharmonie, ein Haus, das mit hohem Qualitätsversprechen, einer beeindruckenden Architektur auch dazu beigetragen hat, dass Hamburg noch stärker als zuvor als Kulturstadt wahrgenommen wird.
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Franz-Maria Sonner: Leibniz oder Die Einsamkeit der Monaden
Eigentlich hatte er sich alles anders vorgestellt: Gottfried Wilhelm Leibniz träumt vom Ruf an einen großen europäischen Hof. Aber: Pustekuchen. Sein Landesherr, der König von England, Georg Ludwig, will, dass Leibniz seine aufwändigen Projekte zu Ende bringt, dazu gehört zum Beispiel die lang ersehnte Rechenmaschine. Wer aber war der außergewöhnliche Universalgelehrte, der als Vordenker der frühen Aufklärung in die Geschichte eingegangen ist, die Welt mit Infinitesimalrechnung und binärem System revolutionierte, viele Dinge erfand, die den Alltag bequemer und praktischer machten, ein Mann, der davon überzeugt war, dass aus den kleinsten unteilbaren Einheiten, den Monaden, das Materielle erwächst? Franz-Maria Sonner porträtiert Gottfried Wilhelm Leibniz und zeichnet ein berührendes Porträt vor allem seiner letzten Lebensjahre in Hannover. Zu Gast bei NDR Kultur à la carte spricht er mit Annemarie Stoltenberg über die Novelle "Leibniz oder Die Einsamkeit der Monaden", die Faszination für historische Gestalten, deren Wirkmacht bis in die Gegenwart reicht.
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"Kanzlerkino" - der neue Roman von Mirko Bonné
Es ist eine Reise zurück in die deutsche Vergangenheit: Wendezeit, bundesrepublikanische Aufbruchstimmung. Bernd Vontum, Protagonist der Geschichte, ist gerade aus der DDR geflüchtet und startet durch als Architekt im Bonner Regierungsviertel. Sein Projekt ist ein visionäres Haus für den Kanzler. Durch die Glasfassaden des legendären Kanzlerbungalows meint Vontum den Pfälzer mit seinen Gewohnheiten gut zu kennen, weiß um seine Leidenschaften für den Film und um die gesundheitlichen Gründe seiner Gattin, die mehr Licht benötigt. Mirko Bonné taucht mit seinem neuen Roman "Kanzlerkino" ein in eine Zeit, die geprägt ist von vielen Neuanfängen, von Träumen, Visionen, einer Zeit, die im Dazwischen liegt. Zu Gast bei NDR Kultur à la carte spricht Mirko Bonné mit Joachim Dicks über eine sensible Sicht auf ein Deutschland der Vergangenheit und Gegenwart.
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Luigi Toscano fotografiert gegen das Vergessen
Luigi Toscano ist Sohn italienischer Gastarbeiter-Eltern. Seine Kindheit war geprägt von Gewalt und Vernachlässigung, seine Jugend von einem schweren Absturz in die Drogensucht. Erst die Fotografie und die Möglichkeit, Menschen mit seinen Bildern zu berühren, haben seinem Leben eine neue Perspektive gegeben. International bekannt wurde er 2015 mit seinem Gedenkprojekt "Gegen das Vergessen". Überlebende der Shoah fotografierte er und stellte die großformatigen Aufnahmen an öffentlichen Plätzen aus. Heute ist Luigi Toscano als "Artist for Peace" einer der international bekannten Fürsprecher der "Unesco" und ein Mann, der sein Bundesverdienstkreuz aus Protest zurückgegeben hat. Im Gespräch mit Marion Kuchenny erzählt der Fotograf und Filmemacher Luigi Toscano von seinen biografischen Tiefen und einem ungewöhnlichen, mutmachenden Aufstieg.
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Philipp Kohnke und das Überschlag Festival in Hannover
Philipp Kohnkes Leidenschaft ist das Schlagzeug. Wenn er davon spricht, meint er aber nicht nur das klassische Schlagwerk, er meint, so sagte er in einem Interview, „alles, auf das man draufhaut“. Die Begeisterung für das Instrument wurde 2022 zum Motor und zur Initialzündung für ein Percussion-Festival, dem Überschlag Festival, das sich inzwischen zu Europas größtem internationalen Schlagzeugfestival etabliert hat. Mitte August (19.8. bis 23.8.) ist es wieder so weit, dann wird die dritte Auflage des Festivals eröffnet und in Hannover spielen Rhythmus, Percussion, Schlaginstrumente, internationale, lokale Stars und Nachwuchstalente die große Rolle auf den Bühnen der Stadt.Vorher ist Philipp Kohnke, künstlerischer Leiter des Überschlag Festivals, zu Gast bei NDR Kultur à la carte und spricht mit Andrea Schwyzer über Programm, Impulse und Entwicklung eines in der Szene unverzichtbaren Festivals.
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Julia Franck und Rilkes letzte Geliebte: Baladine Klossowska
Es ist ein schicksalhaftes Wiedersehen: 1920, die Malerin Baladine Klossowska begegnet dem Dichter Rainer Maria Rilke, sie verliebt sich leidenschaftlich, Rilke hingegen entfernt sich von ihr, sucht und braucht Rückzug und Ruhe zum Schreiben. Im Jahr von Rilkes 100. Todestag erzählt die Schriftstellerin Julia Franck die Geschichte der vergessenen Malerin Klossowska, von ihren Gefühlen und einer starken Liebe. "Ich ertrinke in den Wassern meiner eigenen Liebe" schreibt die liebestrunkene Baladine Klossowska an Rilke. Ihrer ungleichen Liebe ist die Malerin sich sehr bewusst. Julia Franck hat ihr Buch, frisch erschienen im Verlag Pfaueninsel, nach diesem Satz benannt.Für ihr schriftstellerisches Werk wurde Julia Franck vielfach mit Literaturpreisen ausgezeichnet, erhielt 2007 den Deutschen Buchpreis für ihren Roman "Die Mittagsfrau", der in Bühnenbearbeitungen aufgeführt oder, wie auch ihr Roman "Lagerfeuer", verfilmt wurde.Über eine außergewöhnliche Liebesgeschichte, über das Schreiben und die dazugehörige Recherche spricht Julia Franck bei NDR Kultur à la carte mit Andrea Schwyzer.(00:00:00) Intro(04:37) La vie en rose(16:05) Tosca (Oper) - "E lucevan le stelle"(24:45) Orpheus singt. 3 Sonette von Rainer Maria Rilke für gemischten Chor a cappella -(29:41) Sonate für Violine und Violoncello a-Moll - Allegro (1. Satz)(39:29) La bohème(47:39) Avalon
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Mona Harry schreibt immer im richtigen Rhythmus und Bild
Mona Harry ist ein Tausendsassa, sie schreibt Gedichte, Reiseführer, Kinderbücher. Sie bespielt Poetry-Slam-Bühnen, ist Illustratorin, veranstaltet interaktive Lesungen in Grundschulen, gibt Schreibworkshops und bestimmt ist hier einiges nicht erwähnt.Bei ihren vielen Tätigkeiten geht es Mona Harry immer um den Text, das Bild, das Lesen und die Lesekompetenz. Das alles soll leicht und spielerisch sein.In Henstedt-Ulzburg 1991 geboren ist die vielseitige Künstlerin durch und durch ein Nordlicht. Jüngst erschien ihr Buch "Lexikon der ganz ganz sicher nicht ausgedachten Tierarten. Gesichtet und gedichtet".Zu Gast bei NDR Kultur à la carte spricht Mona Harry mit Katja Weise über ihre vielen Projekte, über Poetry-Slam und die Kunst, das richtige Wort zum Rhythmus und Ton zu finden.
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Florian Illies entdeckt die Glaskunst von Johannes Kunckel
Florian Illies bespielt Bestsellerlisten, entfaltet in seinen Büchern Geschichtspanoramen, beobachtet Naturphänomene und lotet Stimmungen und Gefühle aus. Das Etikett Pop-Literat brachte ihm sein Buch "Generation Golf" ein. Es folgten Titel wie "1913. Der Sommer des Jahrhunderts", "Zauber der Stille", das Buch über Caspar David Friedrich. Die Liste ginge weiter und weiter. "Wenn die Sonne untergeht. Familie Mann in Sanary" war sein Bestseller aus dem Jahr 2025. In seinem neuen Buch "Träume aus Feuer. Der Alchimist von der Pfaueninsel" taucht Florian Illies ein ins Barockzeitalter, in die Geheimnisse der Glaskunst, erzählt von Johannes Kunckel, der auf der verwunschenen Pfaueninsel, unweit von Potsdam, rubinrotes Glas zum Leuchten bringt und den Großen Kurfürsten damit begeistert. Über die Faszination der Glaskunst, über eine magisch schöne Insel und auch über die Rezeptur seines Schreibens spricht Florian Illies bei NDR Kultur à la carte mit Claudia Christophersen.(00:00:00) Intro(05:11) Suite für Violoncello solo Nr. 1 G-Dur BWV 1007 - Prélude (1. Satz)(16:07) Nocturnes, op. 9 - Nr. 2 Es-Dur(29:16) Goldberg Variationen, BWV 988 - Variation 14_ Variation 29_ Variation 30(40:06) Suite für Violoncello solo Nr. 6 D-Dur, BWV 1012 - Gigue (6. Satz)(46:57) Walzer op. 69 - Nr. 1 As-Dur (Abschiedswalzer)
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Der Zauber des Nordens und die leuchtenden Nächte in Paris
Die schwedische Mezzosopranistin gehört zu den bedeutendsten Opern- und Konzertsängerinnen unserer Zeit, seit über vier Jahrzehnten singt sie auf den großen Bühnen der Welt. Alte Musik, Oper, französische Chansons - ihr Repertoire ist so breit wie ihre musikalischen Interessen - und allem verleiht sie ihre ganz eigene persönliche Note. Mehrfach wurde sie dafür mit Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Grammy Award. Am 7. August, ist Anne Sofie von Otter beim Schleswig-Holstein Musik Festival zu Gast und ganz frisch erschienen ist ihr neues Album "Berlin! Berlin! Berlin! Kabarett und Exil". Zu Gast bei NDR Kultur à la carte spricht sie mit Friederike Westerhaus über ihre Arbeit, ihre nächsten Festivalauftritte, über Berlin der 1920er-Jahre und natürlich über Schweden und Ihre Sommer-Lieblingsbeschäftigung jenseits der Bühne.
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Andreas Schager und die Bayreuther Festspiele
Dieses Jahr wird auf dem Grünen Hügel gefeiert: 150 Jahre Bayreuther Festspiele. Eröffnet wird das Opernereignis mit einem Festakt, erwartet wird natürlich viel Prominenz, mit der Opernpremiere von "Rienzi" bis dann schließlich der Ring des Nibelungen startet. Einer, der in diesem Jahr gleich in zwei Rollen zu erleben ist, ist der Heldentenor Andreas Schager, in den Titelpartien des "Rienzi" und "Parsifal".Andreas Schager singt die großen Wagner-Partien weltweit an den wichtigsten Häusern und ist in Bayreuth sozusagen Dauergast seit zehn Jahren, seit 2016. Wie sich das anfühlt, wieder nach Bayreuth zu kommen, welche Herausforderungen damit verbunden sind, welche Rolle Tradition in Bayreuth spielt, darüber spricht Andreas Schager bei NDR Kultur à la carte mit Friederike Westerhaus.
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"American Dreams" - das Motto des Lucerne Festival 2026
Vom 13. August bis zum 13. September findet in diesem Jahr das Lucerne Festival statt, das größte Klassik-Festival der Schweiz, zu dem viele Gäste aus dem In- und Ausland anreisen, um in schönster Umgebung exklusive und hochkarätig besetzte Klassik zu erleben. Es ist das erste Sommerfestival des neuen Intendanten Sebastian Nordmann, der in Norddeutschland seine Wurzeln hat. Er ist gebürtiger Kieler, hat seine Doktorarbeit über das Schleswig-Holstein Musik Festival geschrieben, war viele Jahre Intendant der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, zuletzt in Berlin am Konzerthaus und nun ist Luzern seine neue Heimat. "American Dreams" lautet das Motto beim Lucerne Festival, das in diesem Jahr mit seinen 120 Veranstaltungen den 250. Geburtstag der USA feiert. Sebastian Nordmann spricht bei NDR Kultur à la carte mit Beate Scheibe über die erste Festivalausgabe unter seiner Leitung und über Pläne, Ziele und Highlights in diesem Jahr.
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Superstar im Klimaschutz: Moorforscherin Franziska Tanneberger
Moore sind besondere Naturlandschaften: Gebiete, die dauernd feucht, kühl und nass sind, in denen ständiger Wasserüberschuss herrscht oder Wasser gespeichert werden kann. Das ist das Markenzeichen von Mooren, dann sind sie intakt, dann können in diesem ganz eigenen Lebensraum seltene Arten existieren. Aber, Moore selbst sind gefährdet: Moorlandschaften verkleinern sich durch Versiegelung, Zersiedelung, durch die gravierenden Folgen des Klimawandels.Franziska Tanneberger ist Moorforscherin, leitet das Greifswald Moor Centrum und arbeitet an der Revitalisierung von Mooren. Für ihre Arbeit wurde die Landschaftsökologin 2024 mit dem Deutschen Umweltpreis ausgezeichnet. Martina Kothe hat mit Franziska Tanneberger in NDR Kultur à la carte über das System Moor gesprochen, über Nutzbarkeit, Gefährdung und seine magische Ambivalenz.
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Felicitas Hoppe ist unterwegs und philosophiert über das Reisen
Seit vielen Jahren bewegt sich Felicitas Hoppe von A nach B, überwindet Grenzen, erlebt Abenteuer und nimmt dafür Anstrengungen, Routinen und große Gefühlskurven in Kauf. Seit sie mit einem Containerschiff die Welt umrundet hat, kennt sie Risiken und Herausforderungen des sich Bewegens, sie denkt nach über die Metaphysik des Reisens und den tieferen Sinn des räumlichen Verlassens. Begonnen hat Felicitas Hoppe ihre Reiseambitionen als Stubenhocker. Inzwischen weiß sie um die Notwendigkeit, die eigenen vier Wände verlassen zu müssen, damit der Richtungswechsel in Gang gesetzt werden kann. Felicitas Hoppe schreibt Geschichten, Erzählungen, Berichte, Romane. Dafür ist sie ausgestattet mit vielen Literaturpreisen, u.a. mit dem renommierten Georg-Büchner-Preis. Stipendien und Dozenturen haben sie immer auch in ferne Länder geschickt: Los Angeles, Washington, New York, Shanghai. Über das Reisen hat sie jetzt eine kleine Reisebiografie geschrieben. Ihre Erlebnisse, Abenteuer, Gefühlsmomente erzählt sie Martina Kothe bei NDR Kultur à la carte.
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Wanja Mues mit unverwechselbarer Stimme
Wanja Mues ist unerschrocken, vielseitig und begeistert sich immer wieder neu für herausfordernde Projekte. Krimis scheinen seine Leidenschaft, vor allem im Fernsehen, deshalb kennt man ihn aus prominenten Serien wie "Tatort", "Polizeiruf" oder vor allem aus "Ein Fall für zwei", in der er an der Seite von Antoine Monot den Privatdetektiv Leo Oswald spielt. International bekannt ist der Schauspieler durch Rollen in Filmen wie "Der Pianist", "Die Bourne Verschwörung" oder "Martha Liebermann - Ein gestohlenes Leben". Seine Stimme ist markant. Deshalb hat er viele Romane eingelesen von Haruki Murakami, James Baldwin, Martin Suter oder Ian McEwan.In Niedersachsen ist Wanja Mues gerade beim "Festival aufm Platz" zu erleben mit dem Duo Brückner-Ladányi und einer Lesung aus dem Roman "Zum Südpol: Zugvögel" von Charlotte McConaghy. Zu Gast bei NDR Kultur à la carte erzählt Wanja Mues von seinen Rollen und seinem ebenfalls großen Engagement für Arten-, Klima- und Umweltschutz.
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100. Geburtstag: Was an Ingeborg Bachmann immer noch fasziniert
Zweifellos zählt Ingeborg Bachmann zu den wichtigsten deutschsprachigen Schriftstellerinnen. In ihrem literarischen Werk, ob Prosa, Lyrik, Essay, Hörspiel, Libretti sezierte sie den Gegenstand. Wahrhaftigkeit forderte sie ein, mit jedem Satz, den sie schrieb: „Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar“, so Bachmann. Mit ihren Texten fiel sie auf, auch bei der Gruppe 47, lebte zwischen Klagenfurt, Wien, Zürich, München, Rom, hatte in ihrem Schreiben eine davon geprägte Internationalität und wurde für ihr Werk mit vielen, renommierten Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden oder dem Georg-Büchner-Preis. Doch: Wer war Ingeborg Bachmann, die am 25. Juni 1926 in Klagenfurt geboren wurde und tragisch 1973 im Alter von 47 Jahren in Rom verstarb? Wie lebte sie? Was verbirgt sich hinter ihrem schriftstellerischen Werk? Jemand, der sich mit Ingeborg Bachmann und ihren Texten gründlich auseinandergesetzt hat, ist die Literaturkritikerin Insa Wilke. Viele Jahre gehörte sie zum Jurorenteam des Ingeborg-Bachmann-Preises, zuletzt, bis 2023, war sie Juryvorsitzende. Bei NDR Kultur à la carte spricht Insa Wilke mit Katja Weise zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann.
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Cathryn Clüver Ashbrook über den "amerikanischen Weckruf"
Cathryn Clüver Ashbrook kennt sich aus mit US-amerikanischer Innen- und Außenpolitik und transatlantischen Beziehungen, hat an der Kennedy School of Government der Harvard University gelehrt und stand an der Spitze der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik. Heute leitet sie bei der Bertelsmann-Stiftung u.a. das Deutsch-Amerikanische Zukunftsforum und ist immer eine prominente Stimme in der Öffentlichkeit. Am 4. Juli feiern die USA 250 Jahre Unabhängigkeitserklärung. Ein Jahrestag, der mit viel Aufsehen; großen Feierlichkeiten und Vorzeigeparaden begangen werden wird. Vorher möchten wir einen Blick auf die USA werfen, analysieren, was sich insbesondere in den Präsidentschaftsjahren unter Donald Trump verändert hat. Deshalb ist Cathryn Clüver Ashbrook zu Gast bei NDR Kultur à la carte, spricht mit Janek Wiechers auch über ihr kürzlich erschienenes Buch "Der amerikanische Weckruf", in dem sie den Appell formuliert: "Wir müssen uns vorbereiten".
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Tillmann Prüfer über Wichtigste für alle Eltern
rziehung ist ein Thema, das häufig polarisiert, weil es persönlich ist, weil es viele Menschen betrifft, vor allem diejenigen, die Kinder haben. Tillmann Prüfer ist Familien-Experte, Autor, Publizist, Kolumnist, vielen bekannt durch "Prüfers Töchter". Seit 2024 leitet er zusammen mit Carla Baum das Familienressort bei der Wochenzeitung "Die Zeit". Seine Bücher zum Thema Familie tragen etwa Titel wie "Kriegt das Papa, oder kann das weg?“"(2019), "Jetzt mach doch endlich mal das Ding aus!" (2020) oder "Vatersein. Warum wir mehr denn je neue Väter brauchen" (2022). Gerade erschienen ist sein Buch "Was Sie (wirklich) über Erziehung wissen müssen". Was das genau ist, das lässt sich Anna Novák von Tillmann Prüfer in NDR Kultur à la carte erzählen.
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Ronald Reng über das deutsche Fußballmärchen
Am 11. Juni ist es wieder so weit: Fußballfans sind elektrisiert, freuen sich auf die Weltmeisterschaft und fiebern den Wochen gebannter Fußballleidenschaft entgegen. Bevor das Eröffnungsspiel in Mexiko-Stadt angepfiffen wird, ist der Fußball-Experte Ronald Reng zu Gast in NDR Kultur à la carte. Wichtige Bücher über Fußball, Fußball-Karrieren und Fußball-Schicksale hat er geschrieben. Für sein Buch "Spieltage. Die andere Geschichte der Bundesliga" (2013) wurde Reng mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem "NDR Kultur Sachbuchpreis". In seinem gerade erschienenen Buch: "Der deutsche Sommer" erinnert Reng sich an die Fußball-Weltmeisterschaft 2006, an das deutsche Sommermärchen. Die Stimmung im Land war damals magisch entkrampft, eine Leichtigkeit, an die sich viele gut und gerne zurückerinnern. Was war damals passiert? Lässt sich das deutsche Sommermärchen 20 Jahre später wiederholen? Fragen, über die Alexander Solloch mit Ronald Reng in NDR Kultur à la carte nachdenkt.
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Anne Lenk und ihre Stoffe für die Bühne
Anne Lenk kennt Hamburg, hat viele Male schon am Thalia Theater inszeniert, auch schon als Joachim Lux dort noch Intendant war, zuletzt Lessings "Emilia Galotti". Seit der Spielzeit 2025/26 aber ist sie nun leitende Regisseurin am Thalia Theater. Die erste Saison von Sonja Anders hat sie ganz klassisch mit Shakespeares "Was ihr wollt" eröffnet. Klassiker "entstauben" gehört zu den Spezialitäten von Anne Lenk. Jetzt steckt sie gerade mitten in den Proben für ein zeitgenössisches Stück: "The Boys Are Kissing" von Zak Zarafshan. Anfang Juni ist Premiere und deutsche Erstaufführung. Das Stück ist eine scharfsinnige, bissige Komödie und wurde bereits mit großem Erfolg in London gefeiert. Über die großen Klassiker der Bühne, über Sprache und Gattungen spricht Anne Lenk in NDR Kultur à la carte mit Katja Weise.
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"Königin der Nacht" - Lukas Bärfuss und seine Mutter
Was macht ein gutes Leben aus? Eine existentielle Frage, die die Philosophie seit vielen hundert Jahren zu deklinieren versucht. Der Schweizer Schriftsteller Lukas Bärfuss, vielfach ausgezeichnet u.a. mit dem renommierten Georg-Büchner-Preis, ist in seinen Theaterstücken, seinen Romanen und Essays immer auch auf der Suche nach einer vernünftigen, einleuchtenden Antwort auf diese nicht unkomplizierte Frage. Auch deshalb vielleicht gehört dazu die reflektierte Suche nach seinen biografischen Wurzeln. Lukas Bärfuss stellt sich in seinen Texten seiner Herkunft, den Lebensgeschichten seiner Eltern, die natürlich nicht folgenlos für den Sohn sein konnten. "Vaters Kiste" (2022) war das Buch über seinen Vater, 2023 schrieb er den autofiktionalen Roman "Krume Brot". Jetzt ist das Buch über seine Mutter erschienen: "Königin der Nacht". In NDR Kultur à la carte spricht Lukas Bärfuss mit Andrea Schwyzer über das "gute Leben", seine Arbeit, die Provokationen der Literatur und über sich.
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KunstFestSpiele Herrenhausen mit Brigitta Muntendorf
Wenn heute die 17. Ausgabe der KunstFestSpiele Herrenhausen eröffnet wird, dann wird das mit einer neuen Intendantin passieren, Brigitta Muntendorf. Die vielfach ausgezeichnete Komponistin wird in Herrenhausen ein buntes Programm präsentieren, das in diesem Jahr erstmals ein Zusammenspiel von Kunst, Technologie und Wissenschaft sein wird. Von Brigitta Muntendorf selbst wird das Stück "The Day Before", eine Kooperation mit den Wiener Festwochen, zur deutschen Erstaufführung kommen. Zusammen mit der Regisseurin Christiane Jatahy und der Librettistin Rosa Montero hat sie ein spektakuläres Musiktheater konzipiert, das partizipativ, politisch und höchst aktuell ist. Bevor "The Day Before" bei den KunstFestSpielen Herrenhausen aufgeführt wird, ist Brigitta Muntendorf bei NDR Kultur à la carte zu Gast und spricht mit Andrea Schwyzer über das Werk, die Proben und ihre neue Arbeit.
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"Das Karussell" - der neue Roman von Hans-Ulrich Treichel
Bernhard ist im Ruhestand, kurz vor seinem 70. Geburtstag fängt er an, Bilanz zu ziehen. Sein Leben scheint in routinierter, belangloser Eintönigkeit zu versinken. Wo nur sind die Jahre geblieben? Mit diesem Gefühl erinnert er sich an die Zeit, die er in Salerno verbracht hat. Damals stand er noch am Anfang seiner Karriere, alles schien möglich, leicht und unbeschwert. Nach rund 40 Jahren rafft Bernhard sich auf und kehrt zurück an den Ort, der ihn in seiner Erinnerung so glücklich gemacht hatte. Was ist aus Salerno geworden, was aus dem alten Karussell, das darauf wartete, wieder in Gang zu kommen? Und Arianna? Fragen über Fragen. Hans-Ulrich Treichel, vielfach mit Preisen ausgezeichnet, ist ein Meister der Erzählkunst. Der Lyriker, Prosaist, Essayist, Librettist, bis 2018 auch Professor am Deutschen Literaturinstitut der Universität Leipzig, hat wieder einmal das Setting seines Schreibens nach Italien verlegt. Sein neuer Roman „Das Karussell“ ist eine Reise in die Vergangenheit, garniert mit Hoffnungen, Träumen und der Melancholie des Südens. Über all dies spricht Hans-Ulrich Treichel in NDR Kultur à la carte mit Claudia Christophersen.
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Kirsten Nehberg über ihren Vater: Abenteurer Rüdiger Nehberg
Ihr Vater wurde in Deutschland „Sir Vival“ genannt. Rüdiger Nehberg durchwanderte Wüsten, Dschungel und überquerte im Tretboot den Atlantik. Von einer inneren Kraft angetrieben, kämpfte der Abenteurer, Aktivist, Survival-Experte unermüdlich und mit großem Engagement für eine bessere Welt. An das alles erinnert sich seine Tochter Kirsten Nehberg. An vielen Reisen nahm sie teil oder erlebte ihn, wenn er zuhause war, im heimischen Wohnzimmer.Kirsten Nehberg hat darüber jetzt geschrieben, erzählt in ihrem Buch „Glaub immer an das Unmögliche“ von ihren exotischen Erlebnissen, von Krokodilen, Würgeschlangen und den vielen Unmöglichkeiten ihrer Kindheit, die im Hause Nehberg möglich waren. In NDR Kultur à la carte spricht sie mit Annemarie Stoltenberg über ihre Erinnerungen an einen ungewöhnlichen, unerschrockenen Mann.
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Händels "Deidamia" mit Nicolò Balducci
Als Kind wollte Nicolò Balducci Popstar werden. Nach sogar ersten, zaghaften Erfolgen machte er eine Ausbildung in Barockgesang, es kamen erste Angebote für Opernproduktionen und CD-Aufnahmen, und Nicolò Balducci wurde Countertenor. Heute singt er vor allem Partien von Monteverdi, Vivaldi, Händel & Co. "Ich liebe die Freiheit, die dieses Repertoire mir bietet", sagt er. "Es gefällt mir, wenn ich die Möglichkeit habe, mit der Musik ein bisschen zu spielen und etwas Neues zu erschaffen."Das tut er auch in der Rolle des Ulisse in Händels Oper "Deidamia". Letztes Jahr hatte sie Premiere beim Opernfestival im irischen Wexford. Jetzt, im Mai, kommt die Produktion auch zu den Internationalen Händel-Festspielen nach Göttingen. In NDR Kultur à la carte spricht der 27-jährige Sänger mit Christiane Irrgang, berichtet von seinen ersten Erfahrungen mit Benjamin Britten an der Deutschen Oper in Berlin, erinnert sich an seine Kindheitssommer in Frankfurt und Dresden, wo die Eltern Restaurants betrieben, und erzählt, warum ein Sänger im Zeitalter von Social Media immer gut aussehen muss.
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Benjamin Maack: Alltag mit Depressionen
Die Lebenskonstitution ist gut: Familie, Beruf, der Alltag - alles läuft im Prinzip. Wären da nicht die Momente, in denen sich alles verfinstert. Der Journalist, Autor, Schriftsteller Benjamin Maack schreibt offen über seine Depressionserkrankung. So erschien 2020 der Bestseller "Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein". Das Buch wurde unter anderem als "Buch des Jahres" der Hamburger Literaturpreise ausgezeichnet. Jetzt, gerade frisch herausgekommen, ist sein Depressionstagebuch "Bewerbungen um einen Job als Mensch". Darin schreibt er über die täglichen Verwirrungen, darüber, wie schwer es ist mit der Krankheit zu leben, zu lieben und zu arbeiten. Wie kann der Alltag trotz Krankheit gelingen? Wie wichtig ist das Reflektieren und Schreiben? Fragen, über die Benjamin Maack in NDR Kultur à la carte mit Juliane Bergmann spricht.
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Manfred Honeck eröffnet das Internationale Musikfest Hamburg
Das 1937 komponierte großformatige Oratorium "Das Buch mit sieben Siegeln" von Franz Schmidt ist eine Vertonung der "Apokalypse des Johannes" für sechs Solisten, großen Chor und Orchester. In der Hamburger Elbphilharmonie wird dieses außergewöhnliche Werk zur Eröffnung des Internationalen Musikfestes Hamburg am 1. und 2. Mai erstmals zu hören sein. Mit dabei sind: ein hochkarätig besetztes Sängerensemble, das NDR Elbphilharmonie Orchester, der MDR-Rundfunkchor und das NDR Vokalensemble. Am Pult steht Manfred Honeck."Das Buch mit sieben Siegeln" gilt als eines der letzten großen Monumente der österreichischen Spätromantik. "Für mich ist es ein Schlüsselwerk", so Honeck, "was er da an gewagten Klängen und musikalischen Feinheiten anbietet, ist gigantisch".Zu Gast bei NDR Kultur à la carte spricht Manfred Honeck mit Beate Scheibe über ein faszinierendes Oratorium, über seine Arbeit und die bald zwanzigjährige Amtszeit als Musikdirektor des Pittsburgh Symphony Orchestra.
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Judith Hermann: "Ich möchte zurückgehen in der Zeit"
"Radom 1942" - so ist ein Foto beschriftet, das Judith Hermann findet, das ihren Großvater in SS-Uniform auf einem Motorrad zeigt. Sie macht sich auf den Weg, fährt nach Radom, in den Südwesten Polens, schaut sich den geschichtsträchtigen Ort an, geht in Archive und versucht Mosaikstein für Mosaikstein zusammenzusetzen. Vieles bleibt Mutmaßung, vieles beschreibt das dunkle Kapitel deutscher Geschichte, an dem Judith Hermanns Großvater nicht unbeteiligt gewesen sein konnte. Die vielfach mit Literaturpreisen ausgezeichnete Schriftstellerin hat sich auf eine beklemmende Spurensuche begeben. In NDR Kultur à la carte spricht sie mit Katja Weise über ihre Recherche, über Erinnerungskultur und die ernsthafte Auseinandersetzung mit Geschichte.
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Pascale Hugues enträtselt das Leben ihrer Mutter
Es sind viele Dinge im Leben von Yvette, die eigentlich hätten anders verlaufen sollen: Ihre Eltern wünschten sich einen Jungen und bekamen ein Mädchen. Als Linkshänderin wird sie gezwungen, mit rechts zu schreiben und im kriegsgeschüttelten Elsass wechselt sie Nationalität, Sprache und Vornamen. Die Journalistin, Schriftstellerin, Korrespondentin und Kolumnistin Pascale Hugues ist dem Feuilleton bereits durch ihre zahlreichen, mit Preisen ausgezeichneten Bücher bekannt. Ihr Debüt "Marthe und Mathilde" war auf Anhieb ein großer Erfolg, "Ruhige Straße in guter Wohnlage" erhielt den Prix Simone Veil und den Europäischen Buchpreis. Mit ihrem neuen Buch "So voller Leben" hat sie sich auf Spurensuche begeben und das Leben ihrer Mutter nachgezeichnet. Wer war ihre Mutter? Warum verschwand sie wochenlang? Was passierte in dieser Zeit? In NDR Kultur à la carte spricht Pascale Hugues mit Martina Kothe über "So voller Leben", über ihre Familie und das Leben zwischen Deutschland und Frankreich.
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"Entzug" - Christoph Peters über seine Sucht
Erste Szene: Auf dem Küchentisch steht eine Wodkaflasche, eine Antwort darauf, wie sie dort hingekommen ist, gibt es nicht. Christoph Peters erzählt die Geschichte eines Schriftstellers, der den Stoff, den Alkohol, braucht, um schreiben, denken und fühlen zu können. Irgendwann trinkt er nur noch, um zu trinken. Das wird so nicht weitergehen können."Entzug" ist die schonungslose Auseinandersetzung mit der komplizierten Logistik einer Sucht, dem Weg aus der Abhängigkeit zurück ins Leben. Vielfach wurden seine Erzählbände und Romane mit Literaturpreisen ausgezeichnet. Nach "Der Sandkasten" (2022) und "Krähen im Park" (2023) erschien 2025 "Innerstädtischer Tod", der letzte Teil einer an Wolfgang Koeppen angelehnten "Trilogie des Scheiterns". Zu Gast in NDR Kultur à la carte spricht Christoph Peters mit Joachim Dicks über seinen autofiktionalen Ich-Erzähler im Roman "Entzug", über das Drama der Sucht und das gute Gelingen des Schreibens ohne Alkoholrausch.
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Sebastian Kohlhepp als Evangelist in Bachs Johannes-Passion
Lautmalerische, dichte, expressive Musik zeichnet Johann Sebastian Bachs Johannes-Passion aus. Ein Werk, über das der Komponist Hans Werner Henze 1983 geschrieben hat: "In dieser Musik kommen Dinge zur Sprache, die bis dahin mit Tönen zu sagen niemand gewagt, niemand vermocht oder auch nur versucht hatte."Der international gefragte Tenor Sebastian Kohlhepp besetzt in Bachs Johannes-Passion die Rolle des erzählenden Evangelisten. Oft schon hat er diese Partie gesungen, eine Rolle, die ihn auch geprägt hat. Das NDR Vokalensemble, Concerto Köln und der Tenor Sebastian Kohlhepp führen die Johannes-Passion am 28. März in der Elbphilharmonie in Hamburg auf und am darauffolgen Tag im Konzerthaus am Schloss in Kiel unter der Leitung von Klaas Stok. Das Konzert am 28. März wird live auf NDR Kultur übertragen und ist im Arte-Livestream zu sehen. (00:00:00) Intro(04:59) Ihr tanzt? Was werden die Meister sagen? (David, Lehrbuben, Gesellen), 3. Aufzug(17:37) Nr. 24: Benedictus. Arie (Tenor), aus: Messe für Soli, Chor und Orchester h-Moll(25:56) A te, fra tanti affanni, aus : Davide penitente, Kantate KV 469(37:28) Nr. 1: Der Fischerknabe, aus: 3 Lieder aus Schillers "Wilhelm Tell" für Singstim(45:06) Nr. 1: Du schaust mich an mit stummen Fragen, aus: 6 Lieder aus Julius Wolffs "T
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Anna Haifisch und ihre Hommage an Siegfried Lenz
Zum 100. Geburtstag von Siegfried Lenz (1926-2014) hat der NDR eine Auswahl aus dem umfangreichen Hörspielwerk des Schriftstellers neu veröffentlicht. 16 Lenz-Hörspiele aus den Jahren 1955-2020 wurden kuratiert. Für jedes Audio hat die Künstlerin Anna Haifisch individuelle Cover geschaffen. Ihr Markenzeichen ist ein formschönes Farbenspiel, das durch klare Ästhetik besticht, garniert immer auch mit einer Mischung aus Humor und Melancholie.Anna Haifisch arbeitet für Museen wie das New Yorker MoMA oder für Magazine wie Le Monde diplomatique. Ihr Webcomic The Artist, gestartet 2015 bei Vice.com, brachte Anna Haifisch den internationalen Durchbruch.In NDR Kultur à la carte spricht Anna Haifisch mit Martina Kothe über Siegfried Lenz, über ihre Inspirationen und ihre Kunst.
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Der Roman über den Kosovo: "ë"
Ende der 1990er-Jahre wütet im Kosovo ein Krieg, Familien verlieren ihre Heimat, es wird gemordet, Leichen verscharrt, bis heute sind Menschen verschollen. Jehona Kicaj erlebte die Geschichte des Kosovo als Kind aus der Ferne. 1991 im Kosovo geboren, flüchten ihre Eltern nach Deutschland. Doch auch in der Diaspora sind der Krieg und seine Folgen spürbar und präsent.Jehona Kicaj hat darüber in ihrem Roman "ë" geschrieben. Sie thematisiert darin die Nachwehen, die Erinnerungen an Gewalt und Vertreibung, auch die Sprachlosigkeit. Mit "ë" stand Jehona Kicaj im Herbst auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis und wurde jetzt mit dem Literaturpreis HANNA der Landeshauptstadt Hannover ausgezeichnet. Jehona Kicaj kennt Niedersachsen gut: in Göttingen hat sie studiert, arbeitet als Lektorin im Göttinger Wissenschaftsverlag De Gruyter Brill, hat in Hannover, zusammen mit Carl Philipp Roth, den Re:sonar Verlag gegründet.Zu Gast bei NDR Kultur à la carte spricht sie mit Martina Kothe über das Schreiben und ihre Arbeit.
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Aurel Dawidiuk am Pult der NDR Radiophilharmonie
Die Dirigentenlaufbahn des heute 25-jährigen Aurel Dawidiuk entwickelt sich gerade rasant. Seit 2024 ist er Gastdirigent des Concertgebouw Orchestra in Amsterdam. Zur Spielzeit 2026/27 tritt er die Nachfolge von Tung-Chieh Chuang als Generalmusikdirektor der Bochumer Symphoniker und Intendant des Anneliese Brost Musikforum Ruhr an. Am 6. und 7. März präsentieren Dirigent Aurel Dawidiuk und die Indie-Pop-Band JEREMIAS bei den Phil & Chill-Konzerten im NDR Konzerthaus Hannover das Beste aus zwei Welten. Zunächst steht die 1. Sinfonie von Gustav Mahler auf dem Programm, dann folgt ein besonderer Live-Act. Wie sich beide Konzertteile verbinden lassen, wie Aurel Dawidiuk über musikalische Grenzen denkt und wie man es schafft, eben auch junges Publikum für Klassik zu begeistern, darüber spricht der Pianist, Organist und Dirigent mit Beate Scheibe in NDR Kultur à la carte.
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"Gelbe Briefe" von İlker Çatak
Eigentlich ist für Derya und Aziz die Welt in Ordnung, bis die Premiere ihres neuen Theaterstücks alles verändert. Über Nacht verlieren sie ihre Arbeit, ihre Wohnung - das Paar ist ins Visier des Staates geraten. Beide suchen einen Weg aus der Situation, gehen aber auf ihre Weise und sehr unterschiedlich mit dem Druck und der Frage um: Wie soll man leben, wenn Zensur und Repression das Dasein bestimmen? İlker Çataks Politdrama "Gelbe Briefe" ist ein nachdenkliches Gesellschaftsdrama über die Lage in der Türkei seit dem Putschversuch 2016.Mit Filmpreisen bereits für "Das Lehrerzimmer" ausgezeichnet, erhielt İlker Çatak gerade erst bei der Berlinale für "Gelbe Briefe" den Goldenen Bären. Eine große Überraschung, denn damit gewinnt erstmals seit mehr als 20 Jahren der Film eines deutschen Regisseurs die wichtigste Auszeichnung des Filmfestivals. Bevor "Gelbe Briefe" in dieser Woche in die deutschen Kinos kommt, spricht İlker Çatak mit Katja Weise über die Entstehung des Films, über seine fortwährende Suche nach gesellschaftlich relevanten Stoffen.
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Markuspassion in der Göttinger St. Jakobikirche
Nikolaus Matthes hat sich einem außergewöhnlichen Projekt gestellt: Nach dem barocken Textbuch von Johann Sebastian Bachs verschollener Markuspassion hat er eine eigene Passionsmusik geschrieben. Eine neue Markuspassion, ganz im Stil Bachs. Und anders als in allen bisherigen Rekonstruktionsversuchen hat er dafür keinerlei bestehende Musik von Bach verwendet, sondern das ganze Werk neu komponiert.Nikolaus Matthes ist in Berlin geboren und in Lüneburg und Basel aufgewachsen. Heute arbeitet er als freischaffender Musiker und Dirigent. Nun wird die Markuspassion am 7. März in deutscher Erstaufführung in Göttingen mit der Jacobikantorei, dem Kammerchor St. Jacobi und dem Göttinger Barockorchester, unter der musikalischen Leitung von Stefan Kordes zu erleben sein. Vorher ist Nikolaus Matthes bei Franziska von Busse zu Gast in NDR Kultur à la carte.
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Nefeli Kavouras: "Gelb, auch ein schöner Gedanke"
Alles in dieser Familie kreist um den selbstvergessenen Georg und seine Krankheit. Niemand kann wissen, wie lange sein trauriges Sterben dauern wird. Eine familiäre Ausnahmesituation, die Mutter und Tochter emotional herausfordert und strapaziert. Dann ändert sich plötzlich das Setting, Georg verwandelt sich … Nefeli Kavouras schreibt in ihrem Roman "Gelb, auch ein schöner Gedanke" über eine zärtliche Beziehung, über das Sterben und die extremen Situationen im Leben, über Trauer und Verlust. Für einen Auszug aus diesem Roman erhielt sie bereits den Hamburger Literaturpreis. Nefeli Kavouras ist fest im Literaturbetrieb verankert, arbeitet u.a. als Kuratorin, Podcasterin und Mitarbeiterin des mairisch Verlags. In NDR Kultur à la carte spricht die Schriftstellerin mit Lisa Kreißler über ihre verschiedenen Wirkungsbühnen, über Literatur und das Schreiben.
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Lena Brasch inszeniert "Gewässer im Ziplock" in Hannover
Lena Brasch stammt aus Ost-Berlin, hat dort mit furiosen Theaterabenden bereits für viel Freude und Aufsehen gesorgt. "It’s Britney, Bitch" am Berliner Ensemble ist inzwischen ein Kult-Long-Seller. "Brasch - Das Alte geht nicht und das Neue auch nicht" am Maxim Gorki Theater ist auch immer noch ein Erfolg. An vielen Theatern in Berlin ist Lena Brasch zuhause. Jetzt inszeniert die Regisseurin zum zweiten Mal auch in Hannover. Nach dem Sibylle Berg-Monolog "Ein wenig Licht und diese Ruhe" mit Katja Riemann, steht jetzt "Gewässer im Ziplock" nach dem Roman von Dana Vowinckel auf dem Spielplan. Der Roman wurde vom Feuilleton hochgelobt, mit Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Mara-Cassens-Preis 2023, und war nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2024. "Gewässer im Ziplock" ist eine Familiengeschichte zwischen jüdischer Tradition und deutschem "Gedächtnistheater", spielt in den USA, Israel und Hannover. Bevor das Stück am 20. Februar in Hannover Premiere feiert, ist Lena Brasch zu Gast in NDR Kultur à la carte und spricht mit Katja Weise über deutsch-jüdische Identitäten, Nachkriegsgeschichte und ihre Regiearbeiten.
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"Alles Liebe" - Barbara Schmutz über ein großes Gefühl
Am 14. Februar ist Valentinstag. Ein Tag, an dem viele Blumensträuße verschenkt werden und an dem über ein großes Gefühl nachgedacht und gesprochen wird. NDR Kultur à la carte möchte das auch tun, mit Barbara Schmutz, die sich intensiv in einem Buch mit der Liebe beschäftigt hat. "Alles Liebe" heißt es und dafür hat die Journalistin, Publizistin, Dokumentarfilmerin ungewöhnliche Orte aufgesucht. Sie ist beispielsweise in den Zoo gegangen und hat mit dem Zoodirektor über Liebe zu Tieren gesprochen. Gefragt hat sie sich, ob man Objekte lieben und sich in Roboter verlieben kann. Eine Ärztin für plastische Chirurgie erklärt ihr, warum Menschen Schmerzen auf sich nehmen und auf Verschönerung durch das Skalpell hoffen. Barbara Schmutz hat sich grundsätzlich gefragt: Welche Nahrung braucht die Liebe? Wann verkümmert sie? In NDR Kultur à la carte spricht Barbara Schmutz mit Andrea Schwyzer über dieses große Gefühl, das so allgegenwärtig und doch so wenig greifbar ist.
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Unangepasst und selbstbewusst: Katja Lembke über Paula Modersohn-Becker
Landschaften, Stillleben, Gesichter, Kinderbilder – Paula Modersohn-Becker hat gemalt, wie sie die Welt sah. In ihrer Zeit war die junge Künstlerin eine Ausnahmegestalt. Stur und willensstark hat sie sich als Frau mit ihrer Leidenschaft für die Kunst und Malerei, auch gegen familiäre Skepsis, durchgesetzt. Ihre Bilder zeigen Menschen und Natur neu, modern, anders, schonungslos und ungeschönt. Bahnbrechend wurde ihr weiblicher Selbstakt von 1906. Bereits 1907, kurz nach der Geburt ihrer Tochter, starb die junge Künstlerin im Alter von 31 Jahren.Wer war diese unangepasste, selbstbewusste Pionierin des deutschen Expressionismus? Das Landesmuseum Hannover beherbergt eine der weltweit größten Sammlungen von Werken Modersohn-Beckers. Aus Anlass des 150. Geburtstages der Künstlerin, am 8. Februar 2026, ist Katja Lembke, Direktorin des Landesmuseums, zu Gast in NDR Kultur à la carte. Sie hat als Archäologin und Ägyptologin auch einen besonderen Blick auf die weniger bekannten Zeichnungen und Skizzen von Paula Modersohn-Becker, die während ihrer Paris-Aufenthalte im Louvre entstanden.
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Renaud Capuçon präsentiert die "Bibel" des Geigenrepertoires
"Meine einzige Obsession ist es, Musik zu lernen und zu spielen – und das Publikum glücklich zu machen", sagt Renaud Capuçon, der nicht nur auf seiner Geige brilliert, sondern auch dirigiert und als Festivalleiter im schweizerischen Gstaad und in Aix-en-Provence arbeitet.Am 27. Januar feiert der französische Geiger seinen 50. Geburtstag. Pünktlich zum Termin erscheint die erste Einspielung seines Solorepertoires mit Bachs Sonaten und Partiten. Bachs Musik habe ihn schon immer getröstet und beruhigt - und ihm gleichzeitig stets Freude und Energie gegeben, so Capuçon. Bei NDR Kultur à la carte erzählt er Beate Scheibe von den ersten musikalischen Begegnungen in seiner Kindheit, die zu Initialzündungen für eine lebenslange Hingabe an Bach wurden.
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Zwischen Tradition und Gegenwart in Geschichte und Musik
Chen Reiss gehört zu den international gefragtesten Opernsängerinnen. Als Sopranistin tritt sie in den großen Häusern der Welt auf, singt bei den bedeutendsten Festivals, hat Hauptrollen an der Bayerischen Staatsoper, dem Théâtre des Champs-Élysées, der Mailänder Scala, der Hamburgischen Staatsoper oder der Wiener Staatsoper gesungen. Ihr jüngstes Album "Jewish Vienna" hat sie zusammen mit Daniel Grossmann und dem Jewish Chamber Orchestra Munich bedeutenden Komponistinnen und Komponisten des 20. Jahrhunderts gewidmet. Darunter sind auch weniger bekannte Namen wie Josefine Winter, die 1943 von den Nazis ermordet wurde. Bevor Chen Reiss Ende März zusammen mit Sharon Kam und Yael Kareth mit Schumann, Mahler und Spohr in der Hamburger Elbphilharmonie auftritt, ist sie zu Gast bei NDR Kultur à la carte. Kurz vor dem 27. Januar, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust, spricht die israelische Sopranistin mit Friederike Westerhaus über Tradition und zeitgenössische Klänge in Musik und aktueller Gegenwart.
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Hannovers neuer Ballettchef Goyo Montero
Warum begehen Menschen immer wieder die gleichen Fehler? Warum nutzen sie das Wissen der Geschichte nicht für Gegenwart und Zukunft? Davon handelt "Schwanensee. Rotbarts Geschichte". Goyo Montero erzählt Tschaikowskis Ballettklassiker "Schwanensee" aus neuer Perspektive, verwandelt die Märchenerzählung zu einem atemberaubenden Tanzereignis über Traumata, Träume, Sehnsüchte, Liebe, finstere Fantasien. Seit der Spielzeit 2025/2026 ist der Tänzer, Choreograf Goyo Montero neuer Ballettdirektor des Staatsballetts Hannover. Zuvor leitete der 1975 in Madrid geborene Montero 17 Jahre das Ballett des Staatstheaters Nürnberg. Mit Kreationen für Compagnien in London, Birmingham, Monte Carlo, Buenos Aires, São Paulo, Ankara, Berlin oder Kiel verschaffte er sich internationales Ansehen. Mit Andrea Schwyzer spricht Goyo Montero in NDR Kultur à la carte über seine Uraufführung "Schwanensee. Rotbarts Geschichte", über seine neuen Projekte und seine Ideen für das Staatsballett Hannover.
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Klaus Schumacher und das Junge Theater in Hamburg
2005 ist er aus Bremen nach Hamburg gekommen, vom Bremer MOKS zum Hamburger Jungen Schauspiel. Am Hamburger Schauspielhaus leitet er seit 20 Jahren das Junge Schauspiel. Schumacher blickt also zurück auf 30 Jahre berufliche Kontinuität. An solche Kontinuitäten hätte er selbst nie gedacht, sagt der Theatermann und empfindet das auch als "wirklich großes Glück", nicht zuletzt, weil er von einem ganzen Team auf diesem langen Weg begleitet wurde. Deshalb gibt es am Ende dieser Spielzeit guten Grund zu feiern. Bis dahin aber wird noch viel gespielt vor einem Publikum, das Klaus Schumacher als im besten Sinn erbarmungslos bezeichnet. Wie er sich dem stellt, inwiefern sich seine Arbeit verändert hat, darüber spricht er in NDR Kultur à la carte mit Katja Weise.
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Kompromisslos und kreativ - der Filmemacher Dominik Graf
Dominik Graf zählt zu den wichtigsten, prägendsten deutschen Filmemachern. In den letzten vier Jahrzehnten hat er mit großen deutschen Schauspielerinnen und Schauspielern wie Götz George, Martina Gedeck oder Matthias Brandt zusammengearbeitet. Und immer wieder hat er auch junge Talente entdeckt, erkannt, das Beste aus ihnen herausgeholt und ihnen zu Ruhm verholfen. Mit Filmen wie "Die Katze", "Geliebte Schwestern", "Spieler", "Im Angesicht des Verbrechens" oder "Fabian" hat Dominik Graf Maßstäbe gesetzt und deutsche Kinogeschichte geschrieben."Sein oder Spielen", heißt das Buch, das Dominik Graf über "Filmschauspielerei" geschrieben hat. Darüber, über seine Liebe zu sogenannten Genre-Filmen, über die Schwierigkeiten mit den "Big Heads" in der Filmwirtschaft oder auch von seinen eigenen Fehlern spricht Dominik Graf mit Carsten Tesch.(00:00:00) Intro(02:15) Listen to the man(14:49) 3. Satz: Anitras Tanz, aus: Peer Gynt Suite für Orchester Nr. 1, op. 46(28:40) The spinach song (I didn't like it the first time)(35:06) All the world is green
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"Smalltown Girl" von Hille Norden
"Ich bin so damit beschäftigt, die Welt zu verstehen, dass ich gar nichts anderes kann als daraus Filme zu machen und sie mit mir zu verbinden", sagt Hille Norden. Geboren ist sie 1998 in Kiel und schon während der Schulzeit sind erste Filme entstanden, die Aufsehen erregten, vor allem der Dokumentarfilm "Khello Brüder", später dann auch "Heimat sucht Seele". In beiden Fällen geht es um das Ankommen syrischer Flüchtlinge in Deutschland. Jetzt ist Hille Nordens Spielfilm "Smalltown Girl" im Kino zu sehen. Zu Gast bei NDR Kultur à la carte spricht sie mit Katja Weise über den Film, das Filmemachen, ihre Arbeit und auch ihren Ehrgeiz.
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Essen als Medizin: Die Ernährungs-Docs
Migräne, Reizdarm, Adipositas oder ADHS - den Ernährungs-Docs ist selten eine Krankheit unbekannt. Seit über zehn Jahren wird die Sendung des Norddeutschen Rundfunks ausgestrahlt, inzwischen sind auch WDR, SWR und RBB an der Produktion beteiligt. Was macht die Sendung so reizvoll, spannend und erfolgreich? Ein Ärzteteam verschafft sich zunächst ein Bild über die Beschwerden ihrer PatientInnen, sucht nach Gründen und Ursachen. Oftmals kann eine Linderung der Beschwerden durch eine Ernährungsumstellung gelingen. Dass eine gezielte Ernährung, oftmals nur eine geringe Veränderung bestehender Gewohnheiten, mit einem so großen Erfolgserlebnis verbunden sein kann, das erstaunt, überzeugt und ist vielleicht das Erfolgsrezept für die Ernährungs-Docs.In NDR Kultur à la carte werden die beiden Ärzte Dr. Viola Andresen und Matthias Riedl mit Charlotte Oelschlegel über Ernährungskonzepte, methodische Umstellungen und ihre Lieblingsrezepte sprechen.
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ABOUT THIS SHOW
Die Sendung, in der Leute sprechen, über die man spricht: bekannte Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur, Politik und Gesellschaft. Schauspieler, Musiker, Wissenschaftlerin oder Autorin – in "NDR Kultur à la carte" hören wir interessanten Menschen beim Erzählen zu. Im Radio auf NDR Kultur: montags, mittwochs, freitags von 13:00 bis 14:00 Uhr.
HOSTED BY
NDR Kultur
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