PODCAST · news
Ö1 Journal-Panorama
by ORF Ö1
In Reportagen, Berichten, Diskussionssendungen und Interviews stellen wir ein Thema in all seiner Breite und Tiefe dar: Zusammenhänge sollen begreifbar, Widersprüche und Details erkennbar werden. Ressortgrenzen gibt es dafür kaum. Wir befassen uns mit allen Weltgegenden und allen Bereichen des Lebens, die gesellschaftlich relevant sind. Im Podcast hören Sie ausgewählte "Journal-Panorama"-Sendungen.
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Jung, keine Schule, keine Lehre, kein Job - keine Perspektive?
In Österreich leben 122.000 junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren, die weder in Ausbildung sind noch einen Job haben. Das entspricht fast 13 Prozent dieser Altersgruppe. Man nennt diese jungen Leute NEETs – eine Abkürzung des aus Großbritannien stammenden Begriffs "not in Education, Employment or Training". NEETs gehen keiner geregelten Arbeit nach, machen keine Lehre oder Ausbildung und besuchen keine Schule. Mehr als die Hälfte der betroffenen Frauen und Männer haben Migrationshintergrund, jede oder jeder Vierte hat eine psychische oder physische Beeinträchtigung: Viele finden etwa nach dem Besuch einer Sonderschule keinen Ausbildungsplatz. Je länger die Auszeit dauert, desto komplizierter wird ein Wiedereinstieg in ein „normales“ Leben. Verschiedene Initiativen versuchen deshalb, die jungen Menschen zu motivieren, ihnen Antrieb und neue Perspektiven zu geben.
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10 Jahre Brexit-Referendum: Liebäugeln mit Wiederannäherung
Am 23.6.2016 stimmten in Großbritannien knapp 52% der Wahlberechtigten für den Austritt aus der EU. Der Brexit war somit besiegelt.Erst kam der Streit, dann der Frust, dann wiederum waren der Brexit und seine massiven Folgen in der Politik fast Tabu-Thema; doch das ändert sich jetzt wieder. Viele junge Britinnen und Briten, die damals noch nicht abstimmen durften, haben heute düstere Zukunftsaussichten. Gute Jobs und bezahlbarer Wohnraum sind Mangelware. Mehr als 80 Prozent der unter 25-Jährigen wünschen sich laut Umfragen den Wiedereintritt in die EU. Und auch sonst sind die meisten Menschen mit den Folgen des Brexits unzufrieden. Die Wirtschaftsleistung ist gesunken, und das Land hat, seitdem es 2020 den europäischen Binnenmarkt verlassen hat, 15 Prozent seiner Exporte in die EU eingebüßt.
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Ukraine: Wie lang ist der Weg in die EU noch?
Am Montag hat die EU konkrete Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine begonnen - mit zweijähriger Verzögerung, weil der nunmehr abgewählte ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán jeglichen Fortgang blockiert hatte. Auch mit der Republik Moldau wurden die ersten Verhandlungskapitel eröffnet. Es geht unter anderem um die Rechtsstaatlichkeit und die Bekämpfung der Korruption. Wirtschaftlich muss das kriegsgebeutelte Land nachweisen, dass es auf eigenen Beinen stehen kann, bisher ist das nicht der Fall. Viele Politiker:innen betonen, dass die Annäherung des Landes an die EU im strategischen Interesse Europas sei - dass die Ukraine die notwendigen Bedingungen für einen Beitritt aber auf Punkt und Beistrich erfüllen müsse. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj strebt einen EU-Beitritt 2027 an – eine unrealistische Ansage. Wie lange kann es wirklich dauern? Wo liegen die größten Hürden im Beitrittsprozess? Und kann auch die EU von der Mitgliedschaft der Ukraine profitieren?
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Für die Tonne, aber kein Mist: Wie Biomüll Geld sparen hilft
Wer selber kocht, kennt das: Gemüseabfälle und Lebensmittelreste wandern in den Biomüll und dann auf den Komposthaufen. So funktioniert das am Land. Doch in den Städten stinkt es oft zum Himmel: Die öffentlich aufgestellten Biomüll-Tonnen werden vielfach völlig falsch befüllt. Häufig werden Plastiksackerl, Blumentöpfe aus Kunststoff oder sogar Sperrmüll in die braunen Tonnen geworfen; auch Fleischreste sollten übrigens nicht in die Biotonne. Andererseits landet Biomüll oft in der Restmülltonne - eine Verschwendung.Wie macht man es richtig? Wie wird aus unseren Bioabfällen letztlich wertvoller Kompost? Und wie funktioniert der Kreislauf im Idealfall?
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Philippinen: Korruption frisst Klimaschutz
Der globale Norden, der den Klimawandel verursacht hat, überweist dem Süden jährlich einen dreistelligen Milliardenbetrag für Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel. Teile dieses Geldes versickern aber in Korruption. Auf den dafür besonders anfälligen Philippinen haben Politiker:innen, Bauunternehmer und Bürokraten jahrelang den Bau von Deichen und Flutschutzmauern nur vorgetäuscht und so mit „Geisterprojekten“ allein 2024/25 zwei Milliarden Euro unterschlagen. Unter dem Druck der nationalen Öffentlichkeit und internationaler Geber versucht die Regierung jetzt durchzugreifen: Strenge Überwachung mit Satelliten, Drohnen und Sensoren und ein KI-gesteuertes Finanzwesen sollen die Korruption eindämmen. Und: Die Bevölkerung soll weit stärker als bisher in die Planung von Flutschutzmaßnahmen eingebunden werden.
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Klartext: Nach der Budgetrede
Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) hält im Parlament seine Budgetrede. Danach folgen die parlamentarischen Beratungen über das Doppelbudget für 2027 und 2028, noch im Juli soll es endgültig beschlossen werden. Was jetzt schon klar ist: Der Staat muss massiv sparen. Geht das Sparbudget weit genug? Wird an den richtigen Stellen gekürzt? Wer ist wie sehr betroffen?Es diskutieren:Christoph Badelt, Präsident des FiskalratesGeorg Feigl, Budgetexperte der AKPeter Filzmaier, PolitikwissenschafterMonika Köppl-Turyna, Wirtschaftswissenschafterin, EcoAustria
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Italien: Jugend hinter Gittern
Italien verschärft seine Jugendstrafgesetze – straffällige Jugendliche landen nun schneller im Gefängnis als früher.Gleichzeitig geraten die Haftanstalten an ihre Grenzen. Die Bedingungen hinter den Gittern lassen kaum Raum für Perspektiven. Gewalt, Isolation und fehlende Betreuung prägen für viele der jungen Insassen den Alltag. Dabei setzt Italien eigentlich beim Umgang mit jungen Straftäter:innen auf Resozialisierung. Doch Ressourcen fehlen.
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Kokain: Weißes Gift auf dem Vormarsch
Der Kokainkonsum steigt in Österreich seit Jahren kontinuierlich an. Längst ist das aus den Blättern des südamerikanischen Kokastrauchs gewonnene Rauschmittel in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Galt es früher als Droge der „Reichen und Schönen“, wird es heute quer durch alle Altersgruppen und Gesellschaftsschichten geschnupft, geraucht oder gespritzt.Der Kokain-Boom ist darauf zurückzuführen, dass der europäische Markt regelrecht überschwemmt wird; der Reinheitsgrad ist gestiegen, der Preis trotzdem gesunken. Kokain erzeugt einen schnellen, intensiven Rausch, der jedoch mit massiven gesundheitlichen Risiken und schweren psychischen Abstürzen verbunden sein kann. Wie gerät man in die Abhängigkeit, und wie schwer ist es, sich daraus wieder zu befreien? Welche gesundheitlichen Folgen hat Kokainkonsum, und was können Polizei und Gesellschaft tun?
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Klartext: Vor dem Anpfiff: Österreichs Nationalteam vor der Fußball-WM
Das österreichische Männer-Fußball-Nationalteam nimmt erstmals seit 28 Jahren wieder an einer WM-Endrunde teil. Groß war im November die Euphorie, als die Qualifikation für die WM 2026 in Kanada, Mexiko und den USA geschafft war. Wie ist die Stimmung jetzt? Lässt sich hierzulande trotz Zeitverschiebung WM-Euphorie entfachen? Welche Rolle spielen FIFA-Preisgestaltung und internationale Politik? Was bringt die WM dem ÖFB? Wie stehen die Chancen für das Nationalteam? Und kann der Fußball in Österreich von einer gelungenen WM profitieren?
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Wahlen in Armenien: Brüssel im Blick, Moskau im Rücken
Armeniens prowestlicher Regierungschef Nikol Paschinjan geht als klarer Favorit in die Wahlen am Sonntag. Anfang Mai empfing Paschinjan in Jerewan europäische Regierungschefs beim ersten bilateralen EU-Armenien-Gipfel. Die klare Botschaft war: Die kleine Kaukasus-Republik sieht ihre Zukunft in Europa - und dort steht die Tür für Armenien offen. Ein schwieriger Balanceakt, denn noch ist Armenien Mitglied in der von Russland dominierten Eurasischen Wirtschaftsunion. Und vor allem beim Thema Energie ist Armenien bis heute fast vollkommen abhängig von Moskau. Mit Cyberattacken und Fake News-Kampagnen versucht Russland offenbar die Wahlen in Armenien zu beeinflussen.
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Montenegro 20 Jahre nach der Unabhängigkeit
Vor 20 Jahren ist aus Montenegro ein unabhängiger Staat geworden. Zuvor hat es, bis lange nach Ende der Balkankriege, zu Serbien gehört.Das Land der hohen Berge, der tiefen Schluchten und wunderschönen Strände ist flächenmäßig nur knapp größer als Oberösterreich und hat nur gut 600 000 Einwohner. Bald möchte es EU-Mitglied werden. Die Chancen darauf stehen auch gut, viele Verhandlungskapitel sind bereits abgeschlossen. Doch Wesentliches fehlt auch noch: So plagen organisierte Kriminalität, politische Korruption und Umweltprobleme das kleine Land.
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Ukrainische Soldaten: Augen aus dem 3-D-Drucker
Junge Menschen mit Arm- oder Beinprothesen tauchen immer häufiger im Straßenbild ukrainischer Städte auf. Für viele sind sie Helden, die alles gegeben haben, um das Vaterland zu verteidigen. Dagegen werden Verwundete, deren Gesichter entstellt wurden, oft wie Monster betrachtet. Sie trauen sich kaum in die Öffentlichkeit. Russlands Krieg hat Schätzungen zufolge schon über einhunderttausend ukrainische Soldat:innen das Leben und über eine halbe Million die Gesundheit gekostet. Immer mehr von ihnen werden durch Drohnen im Gesicht verletzt. Die Hilfsorganisation „Ärzte für die Helden“ nimmt sich vor allem dieser Opfer an und ermöglicht ihnen eine Rückkehr in die Gesellschaft. Unter anderem werden 3D-gedruckte Augenprothesen eingesetzt, um Kriegsversehrten bei der ästhetischen und psychologischen Rehabilitation zu helfen.
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Das späte Gift der Stasi
Die „Staatssicherheit“ in der ehemaligen DDR war gemessen an der Bevölkerungszahl einer der mitarbeiterstärksten Geheimdienste der Welt. Um die DDR-Diktatur abzusichern, hat die Stasi Angst und Misstrauen gesät, die Bevölkerung flächendeckend überwacht, bedroht und Gewalt gegen sie angewendet. Laut Schätzungen wurden in der DDR 280.000 politisch Verfolgte Opfer von psychischer oder physischer Gewalt. Die Misshandlung ist nicht immer aktenkundig bzw. wurden Akten vernichtet. Welche langfristigen Spuren sie in den Menschen bis heute hinterlässt, hat kürzlich eine Studie der Berliner Charité gezeigt. Etwa ein Drittel der politisch Verfolgten leidet bis heute an manifesten psychischen Belastungen, darunter Depressionen und Angstzustände. Ein neues Gesetz soll nun die Anerkennung von Folgeschäden und die Beantragung von Entschädigungen erleichtern.
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Klartext: Nach dem Urteil im Spionageprozess
Nach vier Monaten Verhandlung ist am Straflandesgericht Wien der größte Spionageprozess der vergangenen Jahrzehnte zu Ende gegangen: Der ehemalige Staatsschützer Egisto Ott ist wegen Spionage und Amtsmissbrauchs nicht rechtskräftig zu einer unbedingten Haftstrafe von 4 Jahren und einem Monat verurteilt worden. Ott soll ohne dienstlichen Auftrag Personenabfragen gemacht und Tätigkeiten für den russischen Geheimdienst entfaltet haben.Was bedeutet das Urteil für Österreichs Sicherheit? Und was ist von der geplanten Verschärfung des Spionagegesetzes zu erwarten? Darüber diskutieren: Paul Schliefsteiner, Austrian Center for Intelligence, Propaganda and Security Studies (ACIPSS)Anna Thalhammer, „profil“Diskussionsleitung: Christian Jänsch
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Wann kommt der Zug? Das Jahrhundertprojekt Rail Baltica
Die Schnellzuglinie Rail Baltica ist eines der größten länderübergreifenden Infrastrukturprojekte Europas und soll die Zugfahrzeiten durch das Baltikum – von Warschau über Kaunas und Riga bis nach Tallinn – deutlich verkürzen. Eigentlich sollte die Hochgeschwindigkeitsstrecke spätestens heuer fertiggestellt sein. Doch es hakt noch immer an vielen Stellen, die Baukosten sind von ursprünglich geplanten sechs auf mindestens 24 Milliarden Euro angewachsen. Angepeilt ist die Inbetriebnahme nun für 2030. In den Fokus geraten ist die Rail Baltica auch durch den russischen Überfall auf die Ukraine. Denn die Schnellzugtrasse, die das Baltikum an das europäische Bahnnetz mit Normalspur anbindet, kann laut NATO eine wichtige Rolle bei künftigen Panzer-Transporten und Truppenbewegungen spielen.
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Bulgarien: Die Gen Z geht in die Politik
Der ESC-Sieger Bulgarien hat auch politisch turbulente Zeiten hinter sich. Gerade wurde wieder gewählt - zum achten Mal in fünf Jahren. Die junge Generation in Bulgarien, die sogenannte Generation Z, hat genug von Korruption in Politik und Justiz. Sie will in der Politik mitmischen und engagiert sich in verschiedenen Projekten, um Bulgarien zum Besseren zu verändern.
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Tschechien: Vorreiter bei Bitcoin und Co.
Für die Anhänger von Bitcoin und anderen Kryptowährungen ist Prag ein magischer Ort. Hier gibt es viele weltweit tätige Firmen aus der Krypto-Branche, einige der Marktführer stammen aus Prag. Die zweitgrößte Krypto-Konferenz der Welt findet jedes Jahr in Prag statt, und Tschechien hat die erste Nationalbank der westlichen Welt, die Kryptowährungen gekauft hat. Warum ist gerade Tschechien Vorreiter bei Kryptogeld?Sendung vom 18.5.2026
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Bunker, Schutzraum, Notvorrat: Zivile Schutzinfrastruktur einst und heute
Im Zweiten Weltkrieg boten Luftschutzkeller Schutz vor Bombenangriffen. Im Kalten Krieg war die Angst vor Atomschlägen Antrieb, Schutzräume zu errichten. Wie stark das Bewusstsein für Schutzinfrastruktur in einer Gesellschaft ausgeprägt ist, hängt von der geopolitischen Lage und aktuellen Bedrohungen ab. In Österreich beginnt das Thema Schutzraum-Strategie wieder an Bedeutung zu gewinnen. Welche Bedrohungsszenarien existieren und wie könnte die Zivilbevölkerung im Fall des Falles geschützt werden? Was ist Aufgabe des Staates und wie kann jede und jeder Einzelne gegen Krisen vorsorgen?
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ESC: Zwischen Vorfreude und Verunsicherung
Der Eurovision Songcontest gilt als die größte Musikshow der Welt und als Wirtschafts- und Tourismusmotor für die Stadt, die ihn ausrichtet. Heuer sollen an die 160 Millionen Menschen im Fernsehen dabei sein, für die Shows in der Wiener Stadthalle wurden 95 000 Tickets verkauft. Zuletzt hat Österreich den Songcontest 2015, nach dem Sieg von Conchita Wurst, ausgetragen. Die Veranstaltung heuer findet allerdings unter gänzlich anderen Vorzeichen statt. Die politische und wirtschaftliche Lage ist unsicher. In Ländern und Gemeinden herrscht Spardruck, genauso im ORF, der die Veranstaltung ausrichtet. Geopolitisch sorgen der Krieg im Iran und die Lage in Nahost für Unsicherheit. Israel steht wegen des Vorgehens in Gaza in Kritik, fünf Länder boykottieren den Songcontest wegen Israels Teilnahme. Ob man will oder nicht: Ab dem 11.Mai wird man dem Songcontest in Wien nahezu überall begegnen und kaum entkommen.
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Vermitteln, erinnern, verstehen: Behinderte Menschen in der Erinnerungsarbeit
In der NS-Zeit wurden rund 70 000 Menschen aufgrund einer Behinderung ermordet. Menschen mit Behinderung sind aber jahrzehntelang aus der Erinnerungsarbeit weitgehend ausgeklammert worden. Das ändert sich nun langsam.
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Russland: Machtverlust in der Nachbarschaft
Seit Februar 2022 hält Russlands Krieg gegen die Ukraine die Welt in Atem - ein Krieg, mit dem Russland seinen Großmachtstatus wiederherstellen möchte. Doch das Gegenteil ist der Fall. Die Ukraine wehrt sich militärisch und hat außerdem eine enge Anbindung an die Europäische Union erreicht. Und auch in den anderen Ländern der ehemaligen Sowjetunion, etwa in Zentralasien, dem Südkaukasus und der Republik Moldau, scheint Russland an Macht und Einfluss zu verlieren.Was genau geht in diesen Ländern vor? Wie steht es um die ungelösten Konflikte in Georgien oder Moldau? Welche Rolle spielt China? Und wie können Österreich und die EU dazu beitragen, die Länder zu stabilisieren? Darüber diskutierten Expertinnen und Experten in der Wiener Landesverteidigungsakademie.
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Ein Jahr Papst Leo - der andere Amerikaner
Seit einem Jahr ist Papst Leo XIV. als Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche im Amt. Von Beginn an versucht er, sich als Friedenspapst zu profilieren. Vor allem deshalb wird der US-Amerikaner zunehmend als eine Art "Anti-Trump" wahrgenommen. Eine Bilanz über das erste Jahr von Papst Leo XIV.
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Klartext: Causa Wöginger - Schuldspruch und Rücktritt
August Wöginger ist wegen Anstiftung zum Amtsmissbrauch schuldig gesprochen worden. Ihm war vorgeworfen worden, für einen Parteifreund interveniert zu haben, damit dieser den Posten als Vorstand im Finanzamt Braunau bekommt. Wöginger wurde zu sieben Monaten bedingter Haft und einer Geldstrafe von 43.200 Euro verurteilt. Auch die beiden Beamten, die in der Bewerbungskommission gesessen sind, wurden schuldig gesprochen und zu sieben Monaten bedingter Haft und einer Geldstrafe verurteilt. Die Urteile sind nicht rechtskräftig, Wögingers Anwalt hat Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung angemeldet. Wöginger selbst kündigte unmittelbar nach der Urteilsverkündung an, als ÖVP-Klubobmann zurückzutreten.Welche politischen Folgen hat der Prozess bzw. das Urteil? Wie groß ist der Schaden für die ÖVP und für die Politik im Allgemeinen?Darüber diskutieren: Walter Hämmerle, Kleine ZeitungThomas Hofer, PolitikberaterAnna Thalhammer, profilDiskussionsleitung: Monika Feldner-Zimmermann
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Klartext: 40 Jahre "Affäre Waldheim"
Vor 40 Jahren wurde Kurt Waldheim zum Bundespräsidenten gewählt. Im ersten Wahlgang am 4. Mai 1986 erhielt der ÖVP-Kandidat 49,6 Prozent der Stimmen, die Stichwahl am 8. Juni gegen SPÖ-Kandidat Kurt Steyrer gewann Waldheim mit knapp 54 Prozent. Im Wahlkampf zuvor enthüllten das Nachrichtenmagazin profil und andere Medien Details über Waldheims Kriegsvergangenheit, die er zunächst abstritt, dann relativierte – die „Waldheim-Affäre“ erschütterte Österreich und bewirkte, dass sich das Land erstmals ernsthaft seiner NS-Geschichte stellen musste. Welche Rollen spielten ÖVP und SPÖ damals im Wahlkampf? Wie hat die „Affäre Waldheim“ das Ende der „Opferthese“ beschleunigt oder überhaupt ermöglicht? Inwieweit wirkt sie bis heute nach? Darüber diskutieren: Herbert Lackner, Journalist, ehem. Chefredakteur profilFerdinand Trauttmansdorff, Diplomat, ehem. Waldheim-Mitarbeiter
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Todesvögel mit Argusaugen: Wie Drohnen den Krieg verändern
Der Krieg der Zukunft findet längst statt: In der Ukraine hat sich der Himmel in ein Gefechtsfeld aus Aufklärung, Angriff und Gegenangriff verwandelt. Was mit umgebauten Baumarkt-Drohnen begann, ist zu einem hochtechnisierten Drohnenkrieg geworden, in dem Software und künstliche Intelligenz immer wichtiger werden. Kleine, billige Systeme ersetzen zunehmend teure Hightech-Waffen und verändern die Logik des Gefechts grundlegend. Zugleich verschwimmen die Grenzen zwischen Front und Hinterland, zwischen ziviler Technik und militärischem Einsatz. Drohnen entscheiden nicht nur das Kriegsgeschehen, sondern befeuern auch eine stark wachsende und innovative Drohnenindustrie. In diesem rasanten Wettlauf stellt sich die Frage, wie viel Kontrolle der Mensch in einem automatisierten Krieg überhaupt noch behält, während die Ukraine unfreiwillig als globales Labor für die Kriege von morgen dient.
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Mikrokosmos Tschernobyl - Leben in der Sperrzone
Vor 40 Jahren ereignete sich die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Seither ist das Gebiet eine streng bewachte Sperrzone. Doch 2022 besetzen russische Truppen den Reaktor und heben im radioaktiv kontaminierten Wald Schützengräben aus. Der ukrainischen Armee gelingt es, die russischen Truppen aus dem Sperrgebiet zu vertreiben, doch seither ist die Sperrzone Einflugschneise für russische Angriffsdrohnen und Raketen. Immer wieder kommt es auch zu Einschlägen. Im Februar 2025 wird der Sarkophag des explodierten Reaktor-Blocks Nummer 4 durch eine russische Drohne beschädigt.Experten warnen vor der Gefahr einer weiteren nuklearen Katastrophe. Gleichzeitig hat sich die Sperrzone in den vergangenen Jahren zu einem einzigartigen ökologischen Gebiet entwickelt. Hier leben die einzige Wildpferdeherde Europas, wilde Kühe und einige wenige Menschen, die die Sperrzone trotz Krieg und Strahlung nicht verlassen wollen.
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Unbekannter Nachbar Liechtenstein: Ein politisches Porträt
Liechtenstein gehört wie Monaco, Malta, Andorra oder Singapur zu den rund 50 Klein- und Mikrostaaten weltweit. Mit einer Fläche von 160 Quadratkilometern würde unser Nachbarland zweieinhalb Mal in die Stadt Wien passen. Das Fürstentum hat eine interessante politische Struktur: Es ist eine konstitutionelle Erbmonarchie auf demokratisch-parlamentarischer Grundlage. Seit 2025 lenkt eine Regierungschefin die Geschicke in dem Land, das das Frauenstimmrecht erst 1984 eingeführt hat - als europäisches Schlusslicht. Legale Abtreibungsmöglichkeiten gibt es bis heute nicht, das Fürstenhaus hat sich bisher quer gelegt. Wirtschaftlich hat das Alpenland einiges zu bieten: Es weist eine äußerst dichte Industrialisierung, zahlreiche Banken, Treuhandbüros und Vermögensverwaltungen auf – und gehört zu den reichsten Volkswirtschaften der Welt. Wie lebt es sich in einem Land, das nur elf Gemeinden und knapp 42.000 Einwohnerinnen und Einwohner hat? Was beschäftigt die Menschen?
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Klartext: Pensionen - wie lange noch, ab wann und wieviel?
Vor wenigen Tagen haben Seniorenvertreterinnen gewarnt: Die Anhebung des Frauenpensionsalters führt zu vermehrter Arbeitslosigkeit im Alter. Andererseits hat die Regierung konkrete Maßnahmen präsentiert, die das Arbeiten über das Pensionsalter hinaus durch Erleichterungen bei Steuer und Sozialversicherung attraktiver machen sollen. Wie passt das zusammen?Wie stichhaltig sind außerdem die Argumente jener, die sich für eine weitere Anhebung des Pensionsantrittsalters für alle aussprechen? Wäre die nur logisch oder unvertretbar hart? Auch über die Pensionserhöhung für 2027 wird bald wieder diskutiert werden. Soll sie so hoch ausfallen wie die Inflation oder darunter liegen? Wieviel erlaubt die angespannte Budgetlage?Darüber diskutieren:Birgit Gerstorfer, Pensionistenverband (SPÖ)Christine Mayrhuber, WIFO, Vorsitzende der AlterssicherungskommissionJohannes Gasser, Sozialsprecher NEOS
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Die Anwerbung von Pflegekräften aus armen Ländern
Den Industrieländern des globalen Nordens fehlt es zunehmend an Pflegekräften. Sie rekrutieren deshalb Personal in armen Ländern des Südens: Großbritannien bedient sich seit dem Brexit – gegen den Willen der WHO – in bitterarmen afrikanischen Ländern; auch Österreich versucht verstärkt, Pflegerinnen aus Ländern wie Vietnam, Indonesien oder Kolumbien anzuwerben. Von deren Geldüberweisungen profitieren ihre Familien und die Wirtschaft ihrer Heimatländer. Andererseits aber zerbrechen viele Familien von Arbeitsmigrantinnen. Da vor allem gut qualifizierte Pflegekräfte auswandern, kommt es zu einem Brain-Drain. Die Gesundheitsversorgung in Ländern wie Kenia oder den Philippinen verschlechtert sich. Wie lässt sich diese Entwicklung korrigieren? Inwieweit würde eine Ausbildung ausländischer Kräfte in den Industrieländern statt in den Heimatländern helfen?
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Sudan: Völkermord vor aller Augen
Dieser Tage jährt sich der Beginn des Krieges im Sudan zum dritten Mal. Dieser Konflikt ist laut UNO eine der schlimmsten humanitären Katastrophen der Welt: Rund 9 Millionen Menschen wurden innerhalb des Landes vertrieben, etwa 4,5 Millionen flohen in die Nachbarländer. Fast ein Drittel der Bevölkerung leidet an Hunger und ist auf Lebensmittellieferungen angewiesen. Weiterhin werden täglich Dörfer und Städte aus der Luft bombardiert, vor allem mit Drohnen. Gezielt werden auch Krankenhäuser ins Visier genommen. Ende Oktober 2025 fand ein regelrechtes Massaker an der Zivilbevölkerung statt: Die Miliz RSF nahm Al-Faschir, die Hauptstadt der Region Darfur ein und metzelte in nur drei Tagen bis zu 70.000 Menschen nieder. Die Aufarbeitung der brutalen Geschehnisse und die internationalen Ermittlungen haben gerade erst begonnen. Klar ist bereits: Die Übergriffe trugen Merkmale eines Völkermords und sind die größten Kriegsverbrechen seit dem Genozid in Ruanda 1994.
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Sicherheit beginnt im Kopf - Psychologie als Teil der Verteidigungsfähigkeit
Die prekäre geopolitische Lage hat in Österreich das Thema Landesverteidigung wieder verstärkt in den Fokus gerückt. Debatten um Wehrpflicht und ein höheres Verteidigungsbudget zeugen davon. Anfang April hat der Ministerrat die Einrichtung eines Krisenkoordinations-Gremiums angesichts des Kriegs der USA und Israels gegen den Iran beschlossen. Über die psychologische Dimension moderner Sicherheitsvorsorge und Verteidigungsfähigkeit haben Expertinnen und Experten bei der 80. Militärpsychologentagung im Verteidigungsministerium diskutiert. Dazu zählt etwa, wie Menschen und Organisationen auf Extremsituationen vorbereitet werden können.
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Der Landraub – Wie Russland die Ukraine russifiziert
Russland hält rund 20% der ukrainischen Gebiete besetzt. Diese Gebiete ähneln einer Blackbox: Unabhängige Berichterstattung vor Ort ist nicht möglich. Viele Menschen haben Angst, mit Medien zu sprechen. Dennoch gelangen ausreichend Informationen nach außen, die belegen, wie systematisch die russischen Besatzer alles Ukrainische in den von ihnen kontrollierten Gebieten zerstören. Die Instrumente: Kultur, Bildung, Bürokratie und Gewalt. Wer sich beispielsweise weigert, einen russischen Pass anzunehmen, erhält keine Sozialleistungen, keine Pension, keine Arbeit, keinerlei Unterstützung. In den Schulen würden schon die Jüngsten propagandistisch indoktriniert und vor allem militarisiert, erklären Menschenrechtsorganisationen. Junge Männer werden von der russischen Armee zwangsmobilisiert; hunderte, wenn nicht tausende Waisenkinder sind nach Russland verschleppt und dort zur Adoption freigegeben worden. In den meisten Fällen hat sich ihre Spur verloren. So schafft Russland Fakten.
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Die tödlichen Relikte von Kriegen: Fliegerbomben, Minen und Gift
29 Tonnen altes Kriegsmaterial wurden im Vorjahr in Österreich geborgen. Jedes Jahr entsorgt der Entminungsdienst des Bundesheeres solche Mengen, er sorgt für den Abtransport und dafür, dass niemand durch Bomben und andere Kriegsrelikte zu Schaden kommt. Nicht immer ist das gefahrlos möglich.Nicht nur Blindgänger schlummern nach Kriegen im Boden und erinnern noch jahrzehntelang an die Gräuel der Kampfhandlungen. Moderne Kriege - Ukraine, Gaza, Iran - haben auch andere Folgen, etwa gigantische Umweltzerstörungen. Schwermetalle kontaminieren das Erdreich, massenhaft Glasfaserkabel verunmöglichen auf lange Zeit Landwirtschaft, und dazu kommt der unglaublich hohe CO2-Ausstoß durch Kriegsgerät aller Art.
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Klartext: Zeitenwende in Ungarn?
Der Zweikampf zwischen Viktor Orbán und Péter Magyar ist entschieden - was kaum jemand für möglich gehalten hatte, ist eingetreten: Die Oppositionspartei TISZA wird im gestern gewählten ungarischen Parlament über eine Zweidrittelmehrheit verfügen. Damit ist der Weg frei für einen großflächigen Umbau des Systems Orbán, mit dem FIDESZ Ungarn in den vergangenen Jahren in eine illiberale Demokratie verwandelt hatte. Wie schnell kann es gelingen, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit wieder herzustellen? Was ist von einem Ministerpräsidenten Magyar zu erwarten, und was bedeutet der eindeutige Wahlsieg für die EU und für Österreich? Ist der Rechtspopulismus durch Orbáns Niederlage nun weltweit geschwächt? Darüber diskutieren: Petra Edlbacher, Austria Presse AgenturEszter Kováts, Politologin, Universität WienCarsten Schneider, Rektor der Central European University, Wien
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Belgien: Wo der Radsport eine Religion ist
Was für Österreich der Schisport, ist für Belgien das Radfahren. Die Flandern-Rundfahrt etwa ist immer ein Volksfest. Die "Ronde de Vlaanderen" ist eines der sogenannten Monumente, so werden die fünf Eintagesklassiker des Rennradsports genannt, von denen noch ein weiterer in Belgien stattfindet, nämlich das äußerst hügelige Straßenrennen Lüttich-Bastogne-Lüttich Ende April. Abseits der Mega-Events finden in dem Land fast täglich Radrennen statt - in allen Disziplinen: Querfeldein, Mountainbike, Straße - mit Teilnehmer:innen von den ganz Kleinen bis zu den Senior:innen. Wie ist diese Liebe zu erklären?Eine Sendung von Jean-Marie Magro.
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Ungarn: Orbán vor der Abwahl?
Lange galt er als unbesiegbar und allmächtig: der ungarische Langzeitpremier Viktor Orbán. Seit 16 Jahren regiert seine rechtskonservative FIDESZ-Partei das Land; Demokratie und Rechtsstaatlichkeit wurden in dieser Zeit sukzessive abgebaut, das Land lag im Dauerkonflikt mit der EU. Doch bei den Parlamentswahlen am 12. April könnte es eng für FIDESZ und den Ministerpräsidenten werden: Mit Péter Magyar ist Orbán ein ernstzunehmender Konkurrent erwachsen. Im Wahlkampf verspricht er den Kampf gegen die allgegenwärtige Korruption und die Verbesserung der Infrastruktur, des Gesundheitswesens und der Wirtschaftslage der Ungarinnen und Ungarn. Viele Menschen jubeln dem konservativen FIDESZ-Dissidenten, der die große politische Bühne erst 2024 betreten hat, zu - die meisten Umfragen sehen Magyar deutlich in Führung. Doch ein Wahlsieg ist keine ausgemachte Sache, denn Orbáns FIDESZ-Partei hat das Wahlrecht in den vergangenen Jahren mehrfach geändert, um ihre Machtbasis zur sichern.
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Mexiko City: Ein Stadtporträt
Im Aztekenstadion in Mexiko-Stadt wird am 11. Juni das Eröffnungsspiel der Fußball-WM zwischen Mexiko und Südafrika ausgetragen. Damit rückt die mexikanische Hauptstadt weltweit ins mediale Interesse. Neun Millionen Menschen leben im Zentralraum, über 20 Millionen in der gesamten Metropolregion. Mexiko City ist eine der lautesten Städte der Welt, und doch ist es an manchen Plätzen erstaunlich ruhig. Einst durchzogen Kanäle die Stadt, auf den letzten davon gleiten bis heute Kayaks durchs grüne Wasser, am Horizont sieht man majestätische schneebedeckte Vulkane. Sie waren längst da, als noch die Azteken herrschten. Die meisten Seen, die seinerzeit über die Stadt verteilt waren, sind heute allerdings verschwunden.
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50 Jahre Apple: Aus der Garage an die Weltspitze
Im Jänner 2007 stand Steve Jobs auf einer Bühne im Moscone-Messezentrum in San Francisco und stellte ein Gerät vor, das die Gesellschaft für immer verändern sollte: das iPhone. Dieses neuartige Telefon löste den Smartphone-Boom aus, die Grundlage des heutigen Social Media-Zeitalters. Apple wurde dadurch zu einem der mächtigsten und wertvollsten Unternehmen der Welt.Steve Jobs hat Apple lange zuvor, bereits am 1. April 1976, gemeinsam mit Ron Wayne und Steve Wozniak gegründet und es vom legendären Garagen-Startup zum Tech-Giganten gemacht. Zum 50. Geburtstag steht Apple aber vor großen Herausforderungen. KI und die US-Politik verändern die Welt radikal, außerdem steht ein Wechsel an der Unternehmensspitze an.
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Libanon - Leben im Krieg
Der neue Krieg im Nahen Osten zieht auch den Libanon wieder in Mitleidenschaft. Nach Angriffen der Hisbollah auf Israel schlägt dessen Armee zurück, kontrolliert den Luftraum und Gebiete im Süden des Landes. Es gibt bereits mehr als 1000 Tote. Und mehr als eine Million Menschen sind schon vertrieben worden. Sie schlafen unter freiem Himmel oder in selbstgebauten Zelten auf der Straße. Weil der Staat kein Geld hat, springen Hilfsorganisationen bei ihrer Versorgung ein. Und obwohl der Frust über die Terrororganisation Hisbollah hoch ist, ist die Angst vor einer erneuten israelischen Besatzung größer. Den Vertriebenen droht, nicht mehr zurück nach Hause zu kommen.
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Saldo: Folgen der Energiekrise
Seit dem Beginn des Krieges im Iran steigen die Gas- und Rohölpreise an den weltweiten Handelsbörsen massiv an. Das hat Folgen, die weit über die Preisanstiege an den Tankstellen hinausreichen. Da die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern noch immer sehr groß ist, wirken sich deren Kosten auf fast alle Wirtschafts- und Lebensbereiche aus - vom Heizen über die Stahl-, Papier-, Lebensmittel- und Futtermittelproduktion bis hin zu höheren Transportkosten.Die Regierung versucht durch Preisbremsen gegenzusteuern. Aber reicht das? Wie sehr ist unsere Wirtschaft bedroht? Ist die Versorgung gesichert? Zu welchem Preis?Darüber diskutieren:Walter Boltz, EnergieexperteElisabeth Zehetner, Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium (ÖVP)Sigrid Stagl, Umweltökonomin (WU Wien)Monika Köppl-Turyna, Wirtschaftsforscherin (EcoAustria)Diskussionsleitung: Christoph Danninger
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Budapest/Sofia/Zagreb - Drei Bürgermeister unter Druck
In Ungarn, Kroatien, Bulgarien gibt es konservative oder rechtspopulistische Regierungen (in Bulgarien aktuell eine Übergangsregierung). In den jeweiligen Hauptstädten ist das anders: Budapest, Zagreb und Sofia haben oppositionelle Bürgermeister aus dem linksliberalen bis grünen Lager gewählt.Konflikte zwischen Hauptstadt und Regierung sind programmiert. Oft geht es ums Geld, weil zum Beispiel die Zentralregierung Zuschüsse für die Stadt kürzt. Darüberhinaus wird auch gerne die Justiz bemüht: So ist etwa der Budapester Bürgermeister angeklagt, weil er die sogenannte Prideparade in seiner Stadt gegen den Willen der Regierung durchgesetzt hat. Der Bürgermeister von Zagreb wiederum steht unter Beschuss, weil er den Auftritt eines rechten Rocksängers unterbinden wollte.
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Klartext: Arbeitsmarkt im Wandel
Im Jahr 2050 werden in Österreich rund 120.000 Erwerbspersonen fehlen - mit massiven Folgen für den Arbeitsmarkt, vor denen unlängst AMS-Chef Johannes Kopf gewarnt hat. Hintergrund ist die demografische Entwicklung, unter anderem die niedrige Geburtenrate. Das Thema werde viel zu wenig ernst genommen, mahnt Kopf. Schon jetzt klagen Betriebe über einen Fachkräftemangel. Zugleich liegt Österreich bei der Teilzeitquote im europäischen Spitzenfeld. Wer soll also künftig die Arbeit machen? Welche Branchen sind besonders betroffen? Und wie groß sind die Umbrüche in der Arbeitswelt, die durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz zu erwarten sind?Darüber diskutieren:Julia Bock-Schappelwein, WIFOJohannes Kopf, AMS-VorstandManuela Vollmann, Geschäftsführerin ABZ*AustriaDiskussionsleitung: Monika Feldner-Zimmermann
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Ärmelkanal: Flucht trotz hohen Risikos
Nach wie vor versuchen zehntausende Menschen jedes Jahr von Nordfrankreich über den Ärmelkanal nach Großbritannien zu gelangen. In Städten wie Grande-Synthe oder Loon-Plage leben bis zu 1.500 Menschen in wilden Camps und warten dort auf die Chance auf eine Überfahrt. Etwa 41.000 haben es im vergangenen Jahr auf diesem Weg ins Vereinigte Königreich geschafft. Die französische Polizei hat jetzt ihre Einsatzdoktrin geändert: Sie darf die Boote nun auch noch im Wasser an der Überfahrt hindern – zuvor waren im Meer nur Rettungseinsätze der Behörden erlaubt.
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Altkleiderspenden: Second-Hand, Hilfe für Bedürftige oder doch nur Müll?
Am Ende des Winters misten wieder viele ihre Kästen aus und werfen alte Kleider in einen der tausenden Sammelcontainer.Vergangenen Sommer hat allerdings ein Greenpeace-Bericht für Aufsehen gesorgt, wonach nur wenige Altkleider wirklich weiter getragen werden. Vieles lande stattdessen auf Müllbergen in Asien oder Afrika oder werde dort verbrannt. Jene, die über die Altkleidercontainer Spenden sammeln, also Hilfsorganisationen, Gemeinden und Privatbetriebe, versichern hingegen, die Sammlung sei nachhaltig. Aber es würde einfach zu viel billige Kleidung produziert und gekauft, Stichwort Fast Fashion. Anlässlich des Welt-Recycling-Tags am 18. März stellen wir die Frage: Was geschieht mit unseren Altkleiderspenden?(Der Bericht wurde im Dezember 2025 erstmals ausgestrahlt.)
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Kontaminiertes Erbe: Über den Umgang mit NS-belasteten Gebäuden
Heute sind sie oft unauffällige Amtsgebäude wie Bezirksgerichte, Polizeistationen oder Büros von Ministerien, an denen man achtlos vorbeigeht. In der Zeit des Nationalsozialismus haben sie aber häufig eine zentrale Rolle gespielt. Menschen wurden in diesen Gebäuden gefangen gehalten, gefoltert oder aus ihnen vertrieben und in Konzentrationslager gebracht. Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) lässt nun einen Teil ihrer Gebäude historisch aufarbeiten. Fast alle der vom Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung untersuchten Gebäude sind NS-kontaminiert. Die oft schreckliche Geschichte hinter den Fassaden soll nun öffentlich gemacht werden. Weitere NS-belastete Bauten stehen im Blickpunkt: In Braunau am Inn wird im Hitler-Geburtshaus bald eine Polizeistation eröffnet. Und wie soll mit dem „Hitler-Balkon“ am Wiener Heldenplatz umgegangen werden?
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Zwischen Tradition und Verkehrswende: Tram-Großmacht Tschechien
Der Prager Nahverkehr gehört mit seiner Netzdichte und dem hohen Takt europaweit zu den Spitzenreitern. Bis heute bilden Straßenbahnen das Rückgrat des Netzes. Sie fahren über Kopfsteinpflastergassen bis in die hintersten Winkel der Stadt, sind eine beliebte Touristenattraktion – und für die Einheimischen so wichtig, dass ständig neue Straßenbahn-Kilometer gebaut werden. Selbst Franz Kafka hat in seiner Kurzgeschichte „Der Fahrgast“ die Tram in den Mittelpunkt gestellt. Aus Tschechien stammt ein in ganz Mittel- und Osteuropa verbreitetes Straßenbahnmodell, die Tatra-Reihe. Auch heute noch liefern tschechische Firmen neue Trams nach ganz Europa.Doch gleichzeitig ist Tschechien ein Autoland: Seit kurzem sitzen die „Motoristé sobe“, die Autofahrer-Partei, als Junior-Koalitionspartner im Kabinett von Ministerpräsident Andrej Babiš. Der Gedanke an eine Verkehrswende behagt längst nicht allen im Land.
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Südafrikas Pinguine verhungern
Früher haben hunderttausende sogenannte Brillenpinguine die Inseln und Küsten Südafrikas bevölkert. Heute steht der Afrikanische Pinguin auf der roten Liste der bedrohten Arten. In der Wildnis gibt es nur noch 8.000 brütende Paare. Zigtausende dürften verhungert sein. Die Vögel sind stark auf Sardinen angewiesen, durch den Klimawandel mit steigenden Meerestemperaturen werden die seltener. Wissenschafter:innen warnen: Wenn nichts passiert, wird der Brillenpinguin in den nächsten zehn Jahren ausgestorben sein. Südafrikanische Tierschutzorganisationen sind emsig dabei, das Schlimmste zu verhindern. Sie päppeln kranke oder verletzte Tiere in Rettungsstationen wieder auf und betreiben Brutprogramme - verlassene Pinguineier werden ausgebrütet und die Küken dann solange versorgt, bis man sie auswildern kann.
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Klartext: Über die Sinnhaftigkeit von Markteingriffen bei Treibstoffpreisen
Im Krieg der USA und Israels gegen den Iran zeichnet sich kein rasches Ende ab. Europa als Nachbar der Konfliktregion musste sich bisher mit der Rolle des Zuschauers begnügen. Dabei ist Europa von den Folgen des Kriegs unmittelbar betroffen: Der steigende Ölpreis schürt Inflations- und Konjunktursorgen, diese schicken Aktienkurse auf Talfahrt. Etliche Staaten diskutieren zwölf Tage nach Kriegsbeginn bereits Markteingriffe. In Österreich nimmt die politische Debatte über Eingriffe in Energiepreise Fahrt auf, schon ist von Steuersenkungen und Deckelungen die Rede. Sind Eingriffe gerechtfertigt? Und ab welchem Zeitpunkt? Gibt es auch andere Instrumente zur Entlastung? Darüber diskutieren: Johannes Benigni, Ölmarkt-Experte Michael Böheim, Ökonom, WIFOBarbara Schuster, stv. Chefökonomin, Momentum Institut
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In Reportagen, Berichten, Diskussionssendungen und Interviews stellen wir ein Thema in all seiner Breite und Tiefe dar: Zusammenhänge sollen begreifbar, Widersprüche und Details erkennbar werden. Ressortgrenzen gibt es dafür kaum. Wir befassen uns mit allen Weltgegenden und allen Bereichen des Lebens, die gesellschaftlich relevant sind. Im Podcast hören Sie ausgewählte "Journal-Panorama"-Sendungen.
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