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Pflege zuhause — der IAHA Podcast

Pflege zuhause ist eine der grössten Leistungen, die Menschen in der Schweiz täglich erbringen — oft unsichtbar, selten anerkannt. Im IAHA Podcast sprechen wir offen über den Pflegealltag, finanzielle Unterstützung, rechtliche Fragen und die Menschen dahinter. Mit Expertinnen, pflegenden Angehörigen und Fachpersonen aus dem Gesundheitswesen. Für alle, die zuhause pflegen — oder es eines Tages tun werden.

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    Psychische Belastung: Wenn Hilfe nach Hause kommt

    Was passiert, wenn psychische Belastungen irgendwann so gross werden, dass selbst alltägliche Dinge schwerfallen? Morgens aufzustehen. Einzukaufen. Rechnungen zu bezahlen. Zu duschen. Oder überhaupt das Haus zu verlassen.In dieser Folge spricht Rachele Wey mit Anna Walter, die seit vielen Jahren im psychiatrischen Bereich und in der Spitex tätig ist und bereits beim Aufbau eines psychiatrischen Spitex-Angebots mitgewirkt hat. Gemeinsam erklären sie, was psychosoziale Spitex bedeutet und wie Unterstützung genau dort ansetzen kann, wo die Schwierigkeiten sichtbar werden: im eigenen Alltag zu Hause.An konkreten Beispielen zeigen sie, wie unterschiedlich diese Begleitung aussehen kann. Manchmal bedeutet sie, gemeinsam wieder eine Tagesstruktur aufzubauen. Manchmal geht es darum, jemanden zu motivieren, das Haus zu verlassen, sich selbst zu versorgen oder alltägliche Aufgaben wieder Schritt für Schritt zu bewältigen. Dabei kann die Begleitung auch helfen, Krisen früher zu erkennen und Situationen zu stabilisieren.Ein wichtiger Unterschied wird ebenfalls deutlich: Psychosoziale Spitex ist keine Psychotherapie. Während eine Therapie tiefer an den Ursachen einer psychischen Erkrankung arbeitet, geht es bei der psychosozialen Pflege darum, im konkreten Alltag wieder handlungsfähiger zu werden. Beides kann sich sinnvoll ergänzen.Auch Angehörige stehen im Fokus. Denn psychische Belastungen betreffen häufig nicht nur eine Person. Professionelle Begleitung kann Verantwortung teilen, Angehörige entlasten und gemeinsam klären, welche Unterstützung tatsächlich gebraucht wird.Und vielleicht die wichtigste Botschaft dieser Folge: Man muss nicht bereits wissen, welche Hilfe man braucht, bevor man sich meldet. Wenn der Alltag über längere Zeit immer schwieriger wird, darf der erste Schritt einfach ein Gespräch sein.Sich Unterstützung zu holen, wenn man sie braucht, ist kein Zeichen von Schwäche, sondern kann der erste Schritt zurück zu mehr Stabilität und Selbstständigkeit sein.Jetzt mehr erfahren zur Unterstützung bei psychischer Belastung: Psychosoziale Pflege zu Hause bei der IAHA

  2. 0

    Wenn Hilfsmittel Freiheit zurückgeben

    Ein Rollator kann sich im ersten Moment wie ein Eingeständnis anfühlen: Ich kann nicht mehr alles allein. Doch was, wenn genau dieses Hilfsmittel dafür sorgt, dass man wieder selbst spazieren gehen, einkaufen oder sich sicherer zu Hause bewegen kann?In dieser Folge spricht Rachele Wey, Geschäftsführerin der IAHA, mit Paolo Iaconi, Geschäftsführer von Careproduct, darüber, was Selbstständigkeit im Alter wirklich bedeutet – und warum die richtige Unterstützung oft mehr Freiheit schafft, statt sie wegzunehmen.Sie sprechen darüber, weshalb viele Menschen Hilfsmittel erst sehr spät annehmen, welche wichtige Rolle Angehörige dabei spielen und warum Unterstützung nie Bevormundung bedeuten sollte. Denn ob Rollator, Rollstuhl, WC-Aufsatz, Greifzange oder andere kleine Alltagshilfen: Entscheidend ist nicht das Produkt selbst, sondern was dadurch wieder möglich wird.Auch ganz praktische Fragen kommen zur Sprache: Welche Hilfsmittel können zu Hause einen echten Unterschied machen? Was sollte man vor dem Kauf ausprobieren? Wann lohnt sich eine Miete? Und bei welchen Hilfsmitteln kann eine Kostenbeteiligung durch Versicherung oder andere Stellen möglich sein?Im Zentrum steht dabei ein Gedanke, der weit über Hilfsmittel hinausgeht: Älterwerden bedeutet nicht, die Kontrolle über das eigene Leben abzugeben. Gute Unterstützung beginnt dort, wo Menschen ernst genommen, auf Augenhöhe beraten und in ihren eigenen Entscheidungen gestärkt werden.Mehr erfahrenIAHA – Pflege zu HauseBeratung, Begleitung und Unterstützung für Familien, pflegende Angehörige und Pflegepersonen.Careproduct – Hilfsmittel für mehr Selbstständigkeit im AlltagMobilität, Pflege, Alltagshilfen, Inkontinenzprodukte sowie persönliche Beratung und Mietmöglichkeiten.

  3. -1

    Was Hörverlust mit Rückzug und Demenzrisiko zu tun hat

    Hörverlust trennt Menschen nicht nur von Geräuschen. Wenn Gespräche anstrengend werden, Restaurantbesuche zunehmend gemieden werden und Betroffene sich immer häufiger zurückziehen, beeinflusst er soziale Nähe, Selbstständigkeit und Lebensqualität – oft schleichend und lange unbemerkt.In dieser Folge spricht Rachele Wey, Geschäftsführerin der IAHA, mit Frau Jacklin, Trainings- und Audiologiemanagerin bei Sonova, über die oft unterschätzten Folgen nachlassenden Hörens. Sie ordnen ein, was die Forschung über den Zusammenhang mit kognitivem Abbau und einem erhöhten Demenzrisiko zeigt, wie Angehörige erste Anzeichen respektvoll ansprechen können und weshalb ein frühzeitiger Hörtest so wichtig ist.Das Gespräch führt von finanzieller Unterstützung durch AHV und IV bis zu modernen Hörgeräten mit KI, Akku und Bluetooth. Im Mittelpunkt steht jedoch eine einfache Erkenntnis: Gutes Hören bedeutet nicht nur, mehr wahrzunehmen – sondern verbunden, selbstständig und geistig aktiv zu bleiben.🎧 Jetzt Hörvermögen testenDer kostenlose Online-Hörtest von IAHA und Phonak liefert in wenigen Minuten eine erste Einschätzung des eigenen Hörvermögens. Für die Durchführung genügen Kopfhörer und eine ruhige Umgebung. Der Test ersetzt keine professionelle Untersuchung.➡️ Kostenlosen Online-Hörtest startenMehr erfahrenIAHA – International Association for Healthy Agingwww.iaha.chIAHA & Phonak – Informationen zur KooperationKooperation und Online-HörtestSonovawww.sonova.com/de

  4. -2

    Blasenschwäche: Warum Betroffene zu lange keine Hilfe suchen

    Blasenschwäche betrifft viele Menschen und trotzdem wird kaum darüber gesprochen. Scham, Unsicherheit und das Gefühl, mit dem Problem allein zu sein, führen dazu, dass Betroffene teilweise jahrelang warten, bevor sie sich Hilfe holen.In dieser Folge spricht Rachele Wey, Geschäftsführerin der IAHA, mit Karin Kuhn, von der Schweizerischen Gesellschaft für Blasenschwäche (Inkontinex). Seit 25 Jahren setzt sie sich dafür ein, eines der hartnäckigsten gesundheitlichen Tabuthemen aus der Verschwiegenheit zu holen.Gemeinsam sprechen sie darüber, welche unterschiedlichen Formen von Blasenschwächen es gibt, warum weniger zu trinken häufig genau der falsche Weg ist und was Trink- und Blasentraining oder gezieltes Beckenbodentraining bewirken können. Auch eine wichtige Frage wird geklärt: Gehört Blasenschwäche einfach zum Älterwerden? Die klare Antwort: Nein.Ausserdem geht es darum, wie Angehörige das sensible Thema ansprechen können, welche Behandlungsmöglichkeiten bestehen und bei welchen Leistungen – etwa Beckenbodentherapie oder Inkontinenzhilfsmitteln – eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse möglich sein kann.Vor allem aber vermittelt das Gespräch eine Botschaft: Blasenschwäche muss nicht still ertragen werden. Es gibt Fachpersonen, Behandlungsmöglichkeiten und konkrete Schritte, die dabei helfen können, Lebensqualität und Sicherheit im Alltag zurückzugewinnen.🎓 Kostenloser Expertenrat zur BlasengesundheitDie Schweizerische Gesellschaft für Blasenschwäche bietet ergänzend Webinare und Informationen für Betroffene und Angehörige an.Mehr erfahrenIAHA – International Association for Healthy Agingwww.iaha.chSchweizerische Gesellschaft für Blasenschwäche – Inkontinexwww.inkontinex.ch

  5. -3

    Gut geschult zu Hause: Warum Pflegebildung immer wichtiger wird

    Wer zu Hause pflegt, braucht mehr als ErfahrungViele Angehörige pflegen ihre Familienmitglieder über Jahre und entwickeln dabei ein enormes praktisches Wissen. Doch reicht Erfahrung allein aus, wenn die Pflege anspruchsvoller wird? In dieser Folge spricht Rachele Wey von der IAHA mit Andreas Eyholzer von Goldstück – Academy for Care über Bildung, Qualität und die Fähigkeiten, die in der Pflege zu Hause wirklich zählen.Es geht darum, woran Angehörige und Organisationen qualifizierte Pflegeausbildungen erkennen können und welche Bedeutung Zertifizierungen und anerkannte Bildungsanbieter haben. Gleichzeitig wird deutlich: Gute Pflege besteht nicht nur aus technischem Wissen. Kommunikation, Selbstfürsorge, der Umgang mit unterschiedlichen Krankheitsbildern und das Wissen um vorhandene Unterstützungsangebote sind ebenso wichtig.Ein weiterer Schwerpunkt ist die praktische Ausbildung. Pflege lässt sich nicht vollständig aus Büchern oder Onlinekursen lernen – bestimmte Fertigkeiten müssen praktisch geübt und angeleitet werden. Auch die Frage, wie sich die ambulante Pflege und die dafür benötigten Kompetenzen in Zukunft verändern, wird diskutiert. Dabei geht es um Digitalisierung und KI, aber auch um etwas, das trotz aller technischen Entwicklungen zentral bleibt: die menschliche Seite der Pflege.Auch die Anstellung pflegender Angehöriger bei einer Spitex wird thematisiert – insbesondere die Bedeutung von fachlicher Begleitung, Weiterbildung und der Einbindung in ein professionelles Team.Weiterführende InformationenIAHA – Informationen und Unterstützung rund um Pflege zu Hause www.iaha.chGoldstück – Academy for Care – Aus- und Weiterbildungen für Pflege und Betreuung www.goldstueck.ch

  6. -4

    Gut vorbereitet für den Pflegefall: Pflege, Vorsorge und Versicherungen

    Was passiert, wenn Pflege zu Hause plötzlich notwendig wird – und wie gut ist man darauf vorbereitet? In dieser Folge sprechen Rachele Wey von der IAHA und Salvatore Costantino von Lakehouse Consulting über die Verbindung von Pflege, Versicherungen und persönlicher Vorsorge.Dabei geht es unter anderem um die Frage, welche Pflege- und Betreuungsleistungen die Krankenkasse übernimmt und wo Unterschiede zwischen Grund- und Zusatzversicherung bestehen. Auch der Vorsorgeausweis der Pensionskasse, die Absicherung bei Erwerbsunfähigkeit und Todesfall sowie die dritte Säule kommen zur Sprache.Ein weiterer Schwerpunkt ist die frühzeitige Vorsorge: Warum sollte man sich mit diesen Themen beschäftigen, solange man gesund ist? Und weshalb gehören neben Versicherungen auch Vorsorgeauftrag und Patientenverfügung zur persönlichen Vorbereitung?Eine Folge für alle, die nicht erst im Ernstfall herausfinden möchten, wie sie versichert sind, wer Entscheidungen treffen kann und welche Unterstützung für sie und ihre Familie zur Verfügung steht.Weiterführende InformationenIAHA – Informationen und Vorlagen zu Pflege und Vorsorge www.iaha.ch/informationen/Lakehouse Consulting – Versicherungs- und Vorsorgeberatung www.lakehouseconsulting.ch

  7. -5

    Wer Angehörige pflegt, braucht ein Netzwerk

    In dieser Episode spricht Rachele Wey mit Ursula Wieser, Bereichsleiterin Pflege der IAHA im Kanton Bern, über die Herausforderungen pflegender Angehöriger und darüber, warum Unterstützung nicht allein getragen werden sollte.Viele Menschen übernehmen die Pflege eines Familienmitglieds mit grosser Hingabe, wissen aber oft nicht, welche Unterstützungsmöglichkeiten ihnen zur Verfügung stehen. Ursula Wieser spricht darüber, wie wichtig Aufklärung, persönliche Begleitung und ein verlässliches Netzwerk aus Fachpersonen, Angehörigen und Partnern im Gesundheitswesen sind.Gemeinsam beleuchten sie, weshalb Vertrauen in der Pflege daheim eine zentrale Rolle spielt, wie IAHA Angehörige entlastet und warum eine gute Zusammenarbeit verschiedener Akteure entscheidend ist, damit Menschen möglichst lange selbstbestimmt in ihrem vertrauten Umfeld leben und gepflegt werden können.

  8. -6

    Was Pflege und Gastfreundschaft verbindet

    Healthy Aging beginnt mit Menschlichkeit. Und manchmal findet man diese Menschlichkeit dort, wo man sie nicht erwartet – an der Schnittstelle zwischen Pflege und Hotellerie.Im Gespräch treffen Rachele Wey, Geschäftsführerin der IAHA, und Tommaso «Tommy» Campanella, Gastgeber und Mitinhaber von Ketty & Tommy, aufeinander. Zwei unterschiedliche Branchen, ein gemeinsamer Anspruch: Menschen das Gefühl zu geben, gut aufgehoben zu sein.Gemeinsam sprechen sie über pflegende Angehörige, Gastfreundschaft, Verantwortung und kleine Auszeiten, die neue Kraft schenken. Sie zeigen, warum echte Fürsorge nicht nur in der Pflege oder im Hotel beginnt, sondern immer bei den Menschen – mit Respekt, Vertrauen und der Bereitschaft, füreinander da zu sein.Eine inspirierende Folge über Healthy Aging, die Kraft zwischenmenschlicher Begegnungen und die überraschenden Gemeinsamkeiten zweier Welten, die auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher sein könnten. Mehr zu den GesprächspartnernIAHA – www.iaha.chKetty & Tommy – www.ketty-tommy.ch

  9. -7

    Pflege ist mehr als ihr Ruf — Zeit etwas zu ändern

    Pflege wird in der Gesellschaft oft auf das Nötigste reduziert. Dabei steckt hinter diesem Beruf weit mehr: Menschlichkeit, Fachwissen, psychiatrische Begleitung zu Hause — und Fachpersonen, die täglich Ausserordentliches leisten.Rachele Wey, Geschäftsführerin der IAHA und seit über 30 Jahren in der Pflege, spricht im Gespräch mit Hakan Kiren offen darüber, was Pflege wirklich bedeutet — und warum das Schweizer Gesundheitssystem seinen eigenen Fachleuten oft mehr im Weg steht als hilft.Sie reden über Stigma und Scham rund um psychische Erkrankungen, über Kinder mit ADHS, die begleitet statt nur medikamentiert werden sollten, über den Pflegemangel — und darüber, was ambulante und psychiatrische Spitex wirklich leisten kann.Eine Folge für Pflegefachpersonen, Angehörige und alle, die verstehen wollen, was hinter dem Beruf steckt.Diese Episode wurde ursprünglich im Podcast von Hakan Kiren aufgezeichnet und erscheint mit freundlicher Genehmigung auch im IAHA-Podcast.

  10. -8

    Die Zukunft der Pflege beginnt zu Hause

    Immer mehr Menschen wünschen sich, ihren letzten Lebensabschnitt selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden zu verbringen. Gleichzeitig stehen das Schweizer Gesundheitswesen, Spitäler und Pflegeinstitutionen vor grossen Herausforderungen.Im Gespräch mit Stefano Recca spricht Rachele Wey, Geschäftsführerin der IAHA, darüber, welche Rolle die ambulante Pflege in Zukunft spielen wird – für Betroffene, Angehörige und die Gesellschaft. Gemeinsam beleuchten sie, wie die Privatspitex funktioniert, weshalb pflegende Angehörige mehr Anerkennung verdienen und welche Chancen Digitalisierung, künstliche Intelligenz und Robotik für die Pflege eröffnen.Eine Folge über die Zukunft der Pflege in der Schweiz – und darüber, wie selbstbestimmtes Leben zu Hause auch im Alter möglich werden kann.Diese Episode wurde ursprünglich im Podcast von Stefano Reca aufgezeichnet und erscheint mit freundlicher Genehmigung auch im IAHA-Podcast.

  11. -9

    Wie eine Tochter Betreuung zu Hause organisiert

    Wie organisiert man die Betreuung der eigenen Mutter, wenn sie trotz hohem Alter weiterhin zu Hause leben möchte? In dieser Episode spricht eine Tochter offen darüber, wie aus dem Wunsch ihrer Eltern Schritt für Schritt ein tragfähiges Betreuungsmodell entstanden ist – und weshalb sich der anfängliche Versuch als bessere Lösung erwiesen hat, als sie je erwartet hätte.Im Gespräch geht es um die ersten Unsicherheiten, unterschiedliche Vorstellungen der Eltern und den Moment, als plötzlich eine fremde Betreuungsperson ins Haus einzog. Was anfangs mit Ängsten verbunden war, entwickelte sich mit der Zeit zu einer grossen Entlastung – für die Mutter genauso wie für die Tochter. Gleichzeitig bleibt die Verantwortung bei den Angehörigen: organisieren, koordinieren, Entscheidungen treffen und im richtigen Moment handeln.Auch die weniger einfachen Seiten kommen zur Sprache. Hörverlust, schwierige Entscheidungen, Notfälle und die emotionale Herausforderung, gleichzeitig Tochter und Pflegefachfrau zu sein. Wie viel Unterstützung ist sinnvoll? Wann muss man loslassen? Und wie gelingt es, die Wünsche der Eltern ernst zu nehmen, auch wenn sie nicht immer den eigenen Vorstellungen entsprechen?Ein zentrales Thema ist die Rolle pflegender Angehöriger. Die Tochter beschreibt, wie viel Zeit, Verantwortung und emotionale Kraft hinter dieser Aufgabe steckt und weshalb Betreuung zu Hause nicht bedeutet, alles alleine bewältigen zu müssen. Sie spricht über den Wert eines guten Unterstützungsnetzwerks und darüber, warum es wichtig ist, verschiedene Betreuungsmöglichkeiten zu kennen und offen auszuprobieren.Eine ehrliche Episode über Verantwortung, Vertrauen und die Herausforderung, den eigenen Eltern ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Wenn dir die Folge gefällt, abonniere den Podcast, teile sie mit Menschen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden, und verrate uns: Was hätte dir am Anfang einer Betreuungssituation am meisten geholfen?

  12. -10

    Eine 102-Jährige zeigt wie Akzeptanz glücklich macht

    «Man muss zufrieden sein, anständig miteinander umgehen und sich anpassen.» Mit dieser einfachen Haltung blickt Frau Sturm mit 102 Jahren auf ihr Leben zurück. Im Gespräch geht es um den natürlichen Rollentausch zwischen Eltern und Kindern, um das Älterwerden und darum, weshalb Zufriedenheit für sie wichtiger ist als Stolz oder Erfolg.Wie lebt es sich mit 102 Jahren im eigenen Zuhause? Frau Sturm spricht über ihren Alltag, den Rollator als wertvolle Hilfe und darüber, wie dankbar sie ist, keine Schmerzen zu haben. Sie erzählt von Menschen, die sie über die Jahre verloren hat, weshalb sie trotzdem nicht verbittert ist und warum sie Veränderungen lieber annimmt, als gegen sie anzukämpfen.Ein weiterer Schwerpunkt ist die Betreuung zu Hause. Fremde Menschen ziehen ins eigene Haus ein, Sprachen und Gewohnheiten wechseln – und trotzdem ist für Frau Sturm klar: Ein gutes Miteinander gelingt nur, wenn beide Seiten bereit sind, sich anzupassen. Vertrauen gehört genauso dazu wie eine gesunde Distanz. Auch ein Altersheim wäre für sie kein Grund zur Resignation. Entscheidend sei nicht der Ort, sondern die eigene Einstellung.Eine ruhige, ehrliche Begegnung über das Älterwerden, den Umgang mit Veränderungen und eine Lebenshaltung, die aktueller kaum sein könnte. Wenn dir die Folge gefällt, abonniere den Podcast, teile sie mit anderen und verrate uns: Welche Lebensweisheit aus diesem Gespräch nimmst du für dich mit?

  13. -11

    Warum Frau Gudrun nach 40 Jahren ihren Weg in die Pflege findet

    Eine pensionierte Zahnärztin wird Live-in-Betreuungsperson und erzählt, warum sie diesen Schritt ganz bewusst macht: Gudrun sucht nach 40 Berufsjahren eine neue Aufgabe, arbeitet weit weg von zuhause und schätzt an der Schweiz Disziplin, Ordnung und Professionalität. Sie spricht dabei ohne Beschönigung über Motivation, Lohn und die Frage, wie man im privaten Haushalt einer fremden Person gleichzeitig menschlich nah und professionell bleibt. Wir nehmen dich mit in den Alltag der Betreuung zu Hause: zusammen wohnen, Essens- und Schlafrhythmen der Kundin mittragen, eigene Bedürfnisse zurückstellen und dennoch geduldig bleiben. Besonders eindrücklich ist das Spannungsfeld Autonomie versus Sicherheit. Wenn eine ältere Person Dinge selbst machen will, kann das Würde geben und trotzdem gefährlich sein. Gudrun beschreibt, wie schnell Verantwortung zur Daueranspannung wird, wie das Babyphone den Schlaf prägt und weshalb diese 24-Stunden-Betreuung emotional näher an Familie ist, als viele denken. Gleichzeitig geht es um das, was diese Seniorenbetreuung trägt: Gespräche, Erinnerungen, alte Fotos, Lebensgeschichten und die Erfahrung, von der Zielstrebigkeit einer Kundin selbst zu lernen. Wir reden auch über freie Tage, Glaube als Ressource, Online-Schulungen, Weiterbildung sowie über die oft unterschätzte Rolle von Berichten und Dokumentation für Qualität und Transparenz in der Pflege zu Hause. Abonniere den Podcast, teile die Folge mit jemandem, der Betreuung organisiert, und hinterlasse uns eine Bewertung: Welche Seite der häuslichen Betreuung interessiert dich am meisten?

  14. -12

    Ich pflege Meine Frau zu Hause weil sie sich nur dort sicher fühlt

    Eine Nacht, in der man mehrmals aufsteht, ist nicht einfach «streng» — sie verändert, wie man lebt, plant und denkt. Genau dort setzt unser Gespräch mit Herrn Erdin an: Er pflegt seine Frau zuhause und beschreibt offen, wie Angehörigenpflege in der Schweiz im Alltag aussieht. Vom Badezimmer am Morgen über die ständige Aufsicht bis zum Moment, in dem er merkt: Wenn ich alles allein mache, brauche ich irgendwann selber Pflege.Wir sprechen über den Weg in diese Situation, über die Suche nach passenden Ärztinnen, Ärzten und Therapien und über den Aufwand, der oft unterschätzt wird. Ein einschneidendes Spitalerlebnis hinterlässt bei Frau Erdin tiefe Angst und wird zum Wendepunkt: Zuhause fühlt sie sich sicher, im Pflegeheim wäre diese Sicherheit für sie nicht da. Das macht die grossen Fragen der Pflege daheim greifbar: Was bedeutet Würde? Was bedeutet Vertrauen? Und was kostet es Angehörige, wenn Systeme zu wenig Zeit haben?Gleichzeitig geht es um Lösungen, die wirklich tragen: Haushaltshilfe als Entlastung, Austausch mit Familie und Kolleginnen, kleine Auszeiten zum «Kopf lüften» und Therapien, die Hoffnung geben. Robotik- und Physiotherapie werden zu Messpunkten für Fortschritt, und manchmal reicht ein kleiner Schritt ums Haus, um wieder Mut zu fassen.Wenn dir Angehörigenpflege, Care-Arbeit, Entlastungsangebote oder das Thema Pflegeheim versus Pflege zuhause nahe sind, dann hör rein. Abonniere den Podcast, teile die Folge mit jemandem, den sie stärken könnte, und hinterlasse uns eine Bewertung: Welche Unterstützung brauchen pflegende Angehörige aus deiner Sicht am dringendsten?

  15. -13

    Wenn Pflege den Alltag bestimmt und trotzdem Sinn gibt

    Halb fünf klingelt der Wecker, oben wartet die Schwiegermutter, unten läuft der Alltag weiter und dazwischen versucht eine Familie, Pflege zu Hause in der Schweiz irgendwie stabil zu halten. Wir sprechen mit einer pflegenden Angehörigen, die selbst Pflegefachfrau ist und gemeinsam mit ihrem Partner die Betreuung der Schwiegermutter im selben Haus mitträgt. Grund- und Behandlungspflege, Medikamente, Organisation und ein Telefon, das gefühlt nie stillsteht.Wir reden offen über das, was selten in Hochglanz-Storys passt. Ständige Diskussionen über Massnahmen, das zermürbende Drumherum, emotionale Machtspiele und die Kunst, Grenzen zu setzen, ohne die Beziehung zu zerbrechen. Gleichzeitig kommen die guten Seiten zur Sprache. Kleine Gesten, ungeplante komische Momente und echte Nähe, die erst durch die gemeinsame Zeit entsteht. Auch Demenz-Nähe und die Schnittstelle zur Psychiatrie werden thematisiert, weil nicht jede Herausforderung rein somatisch lösbar ist.Ein grosser Teil dreht sich um Pflegefinanzierung, Spitex, Pflegekurs und die Frage, warum Entschädigung für Angehörigenpflege nicht «Profit» ist, sondern oft das Minimum, damit Betreuung zu Hause überhaupt funktioniert. Du bekommst praktische Hinweise für den Start. Frühe Abklärungen, Sicherheit in der Wohnung, Stolperfallen, Weglauftendenzen, Medikamenten-Organisation und wo du Unterstützung finden kannst.Wenn dir diese Folge hilft, abonniere den Podcast, teile ihn mit jemandem in ähnlicher Situation und hinterlasse uns eine Bewertung. Damit mehr pflegende Angehörige in der Schweiz gehört werden.

  16. -14

    Wenn der Partner zum Pflegefall wird

    Wir reden mit Morena De Paris darüber, wie sich das Leben verändert, wenn der eigene Mann wegen Hirntumor und schleichenden Lähmungen immer mehr Pflege braucht. Dabei wird klar, wie viel unsichtbare Care-Arbeit, Angst und Organisation hinter „Pflege daheim“ steckt und wo trotzdem kleine Glücksmomente entstehen. • Alltag am Morgen mit Waschen, Anziehen, Sturzprävention und WC-Begleitung • 24-7 Verantwortung und kaum planbare Freizeit • bewusste Entscheidung gegen Pflegeheim und für Pflege zu Hause • Rollenwechsel in der Partnerschaft und was das mit Nähe macht • körperliche Belastung, Überforderung und Strategien zum Durchhalten • Entlastung durch Gespräche, Gartenzeit und Unterstützung aus dem Umfeld • Zusammenarbeit mit Spitex und Wert eines kleinen Lohns • gesellschaftliche Unsichtbarkeit von pflegenden Angehörigen und soziale Distanz • Barrierefreiheit im Alltag und warum Details wie Parkplätze zählen achten, dass wir die, die eine Ausweis haben am Auto haben, auch die Parkplätze benutzen. Und die, die keinen Ausweis haben, einen behinderten Ausweis haben, wirklich nicht auf die behinderten Parkplätze gehen. 

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Pflege zuhause ist eine der grössten Leistungen, die Menschen in der Schweiz täglich erbringen — oft unsichtbar, selten anerkannt. Im IAHA Podcast sprechen wir offen über den Pflegealltag, finanzielle Unterstützung, rechtliche Fragen und die Menschen dahinter. Mit Expertinnen, pflegenden Angehörigen und Fachpersonen aus dem Gesundheitswesen. Für alle, die zuhause pflegen — oder es eines Tages tun werden.

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