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Radio Corax 95.9

Radio Corax - Vielfalt statt Einfalt Corax ist ein Verein, der Radio macht. Getragen wird er vor allem von seinen Mitgliedern und Förderern. Radio Corax ist ein freies, nichtkommerzielles Lokalradio. Frei heißt, dass Corax selbstverwaltet und offen ist. Offen für Themen und Musiken, die in den öffentlich-rechtlichen und vor allem privat-kommerziellen Sendern vernachlässigt werden. Offen aber nicht für alles – die Redaktionen sind sich darin einig, dass jede rassistische, sexistische und soziale Diskriminierung von Personen ausgeschlossen ist. Denn Radio Corax steht für die Vielfalt von Meinungen, für offene Diskussion und Kommunikation.

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  1. 100

    Foyer des Arts – Kunstsalon mit Roman Pliske und Marcus-Andreas Mohr anlässlich des Erscheinens des Buches „#verhaftet. Eine Ortsbegehung“

    1987 wurde Marcus-Andreas Mohr mit 15 Jahren in der DDR verhaftet und acht Wochen in einer Untersuchungshaftanstalt in Halle (Saale) festgehalten. Diese Erfahrung prägt sein Denken über Freiheit, Macht und Selbstbehauptung bis heute. In seinem Buch „#verhaftet – Eine Ortsbegehung“ verwandelt Mohr biografische Erinnerung in Kunst: Texte und Fotografien verschmelzen zu einem intensiven Dialog zwischen Sprache und Bild. Die literarisch dichten Texte treffen auf kunstvoll komponierte, atmosphärische Fotografien, die Räume, Spuren und Schatten von Erinnerung sichtbar machen. Anlässlich des erscheinen des Buches gibt es im Grünen Salon des Literaturhaus Halle am 14.09. einen Kunstsalon, veranstaltet von Roman Pilske und Marcus-Andreas Mohr. Letzterer mit Radio Corax über das Erscheinen des Buches und die Veranstaltung.

  2. 99

    Frauenrechte im der Politik

    Nach der Landtagswahl am 06.09. macht der Landesfrauenrat auf strukturelle Probleme aufmerksam: Mit den neugewählten Mandaten sinkt der Frauenanteil der Landtagsabgeordneten erheblich. Nach dem vorläufigen amtlichen Wahlergebnis werden künftig lediglich 18 Frauen* unter 83 Abgeordneten im Parlament vertreten sein. Das bedeutet nur knapp 22 Prozent der Abgeordneten im Sachsen-Anhaltinischen Landtag repräsentieren die Hälfte der Menschen im Land. Frederike Ewald, Geschäftsführerin vom Landesfrauenrat Sachsen-Anhalt betont, dass auch in der Wahlperiode zuvor mit nur knapp 28 Prozent Frauen* keine repräsentative Verteilung vorlag. Der niedrige Frauenanteil im Landtag sei nicht Ausdruck mangelnden politischen Interesses von Frauen*. Vielmehr bestünden weiterhin strukturelle Hürden bei der politischen Partizipation, so Frederike Ewald. Um welche Hürden es sich handelt und warum auch vor allem junge Frauen* von Sachsen-Anhalt seit Jahrzehnte flüchtet, das erzählt die Geschäftsführerin des Landesfrauenrates Sachsen-Anhalt.

  3. 98

    Vogel der Woche – der Rosaflamingo

    You need some protest support by a bird? …—… more birds here: https://dgqyks.podcaster.de/vogel-der-woche.rss Pic CC by Deepak Sundar https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en

  4. 97

    Radiozwitschern #43: Commons

    Brüssel ist als Hauptstadt der EU und politisches Zentrum bekannt, doch was macht die Stadt noch interessant? Als Geographie-Studentinnen waren wir in Brüssel und haben nach Projekten gesucht, die von der Zivilgesellschaft für die Menschen vor Ort organisiert werden. Um unsere Eindrücke festzuhalten, haben wir diese Reportage produziert. Wenn ihr mehr über Gemeinschaftsgüter, also Commons, und deren Organisation erfahren wollt hört rein!

  5. 96

    Antifanews für den 13. August 2026

    Kein Sommerloch gibt es aktuell in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin, den der Wahlkampf läuft auf vollen Touren und jeden Tag passiert was Neues. Mitten in die Urlaubszeit kam dann Ende Juli auch noch die Lage in Ceuta dazu. Diese hat sich vor Ort wieder sehr stark entspannt, zieht aber dennoch weitere politische Konsequenzen nach sich. In unserer heutigen Ausgabe der Antifanachrichten schauen wir uns Ceuta etwas genauer an neben diversen Kurzmeldungen und Veranstaltungshinweisen. Außerdem erinnern wir wie jede Woche an die Opfer rechter Gewalt.

  6. 95

    Die Gefährliche Alte #17 (Margrit) über Guerilla, Gefängnis und Generationen – Teil 1

    Gespräch mit Margrit Schiller über Guerilla, Gefängnis und Generationen – Teil 1 „Die Gefährliche Alte“ ist eine Serie zu und mit „gefährlichen Alten“: Ältere und alte Frauen, die nicht den Status quo akzeptieren, die sich in den Weg stellen, die unbequem sind und fordernd. Sie sind Antifaschistinnen, Feministinnen, Klimaaktivistinnen oder einfach Menschen, die für eine andere, gerechtere Welt kämpfen. Die Sendung ist der Versuch einer Sichtbarmachung. Gegengeschichten zum Hören und Weitererzählen.

  7. 94

    „Noch ist nichts entschieden!“ – Eindrücke vom Gegenprotest anlässlich des AfD-Wahlkampfstand in Halle und dem Besuch vom Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund

    Am heutigen Mittag, am Dienstag, den 11. August 2026, hat die AfD mehrere Wahlkampf-Stände in Halle organisiert und derjenige an der Ulrichkirche wurde von einem antifaschistischen Gegenprotest begleitet. Aufgerufen hatte sehr kurzfristig Halle gegen Rechts, um sich entschieden dagegen zu stellen und vor allem den Besuch des AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund nicht unwidersprochen zu lassen. Unter das Demonstrationsgeschehen mischten sich auch einige Redakteurinnen der tagesaktuellen Redaktion von Radio Corax und brachten Eindrücken von dem Protest mit ins Studio.

  8. 93

    Axel Hoffmann zu den Erklärungen der angeklagten Antifaschist:innen in Düsseldorf

    Seit dem 13. Januar 2026 läuft am OLG Düsseldorf ein Prozess gegen sechs junge Linke, denen die Bildung einer kriminellen Vereinigung und versuchter Mord vorgeworfen wird. Sie sollen im Februar 2023 Nazis körperlich angegriffen haben, die sich am „Tag der Ehre“, einer neonazistischen Großveranstaltung in Budapest beteiligten. Im Juli 2026 gaben die meisten der Angeklagten Erklärungen ab, in denen sie Stellung zu den gegen sie erhobenen Vorwürfen bezogen und dabei auf ihre persönliche Motivation und die Notwendigkeit militanten Antifaschismus eingingen. Axel Hoffmann vertritt in diesem Verfahren Nele A. Er sprach mit Radio Corax über das Verfahren, die abgegebenen Erklärungen und die Reaktionen darauf und verwies auf das Potenzial politischer Prozesse – denn „[e]ine Anti-Repressions-Arbeit und eine Prozess-Arbeit [könnte] mit einer offensiven Antifa-Arbeit Hand in Hand gehen!“

  9. 92

    The Amargi Medienplattform

    Die Berichterstattung auf die Region Kurdistan wird besonders durch die staatlichen Akteure der Regionen, also z. B. der Türkei oder dem Irak, geprägt, die Perspektive ethnischer und sozialer Minderheiten verliert dabei schnell an Beachtung, so beschreibt es zumindest „The Amargi“, eine Online-Medienplattform, die sich eine vielfältigere Berichterstattung über Kurdistan und den gesamten Nahen Osten auf das Plakat geschrieben hat. Der Dachverein „Amargi e.V.“ ist dabei in Leipzig zu verordnen, ist jedoch sehr international organisiert. Die Plattform wurde vergangenes Jahr im September gegründet, ist damit noch relativ jung, inzwischen ist die Plattform aber gewachsen. Ein Blick auf die Web- oder Social-Media-Seiten verrät Themen wie die Auflösung der SDF unter dem Damaskus-Deal oder die Brüchigkeit des iranischen Regimes. Radio Corax sprach mit Lisa Gatz vom Amargi e.V., einer Medienplattform für kurdische AutorInnen und Berichterstattung über die MENA-Region.

  10. 91

    Interview mit Tim Klüssendorf zu Plänen der SPD bei der Vermögenssteuer

    Die Haushaltslage in Deutschland ist angespannt, sei es in den Kommunen, bei den Ländern oder auf Bundesebene. Woher soll das Geld kommen? Bislang macht es den Eindruck, als ob vor allem die Allgemeinbevölkerung zur Kasse gebeten wird. Stichwort: Krankenkassen- und Bürgergeldreform, Kürzungen beim Programm „Demokratie leben!“ sowie die Kürzungsvorschläge für Menschen mit Behinderungen. Die SPD trägt diese Reformen, Reformvorschläge und Kürzungen bislang größtenteils mit. Kann es auch anders gehen? Wie kann die Last bei der Finanzierung des Haushalts gerechter werden? SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf war am 07.08.2026 für einen Gesprächsabend mit der SPD in Halle, davor haben wir ihn bei Radio Corax interviewt. Er fordert die Einführung einer Vermögens- und Erbschaftssteuer für Superreiche. Ein Ziel, das sich zwar im Programm der SPD findet, nicht aber im gemeinsamen Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD auf Bundesebene.

  11. 90

    „Ein Schuldspruch, der wirkt wie ein Freispruch – NSU-Watch zum Ende des 2. NSU-Prozess’

    Im November 2025 startete der 2. NSU-Prozess in Dresden gegen die NSU Unterstützerin Susann Eminger. Verhandelt wurde darin Emingers Rolle bei einem Raubüberfall sowie die Unterstützung einer Terroristischen Vereinigung. Nun wurde am 17. Juli 2026 das Urteil im 2. NSU-Prozess verkündet. Eminger wurde zwar in allen Punkten schuldig gesprochen, das Urteil fällt aber sehr milde aus – es ist ein „Schuldspruch, der wirkt wie ein Freispruch“, schreibt NSU-Watch dazu. Radio Corax sprach mit Caro Keller von NSU-Watch über den Ausgang des zweiten NSU-Prozess’.

  12. 89

    SPD-Generalsekretär fordert Vermögens- und Erbschaftssteuer für Superreiche

    Die Haushaltslage in Deutschland ist angespannt, sei es in den Kommunen, bei den Ländern oder auf Bundesebene. Woher soll das Geld kommen? Bislang macht es den Eindruck, als ob vor allem die Allgemeinbevölkerung zur Kasse gebeten wird. Stichwort: Krankenkassen- und Bürgergeldreform, Kürzungen beim Programm „Demokratie leben!“ sowie die Kürzungsvorschläge für Menschen mit Behinderungen. Die SPD trägt diese Reformen, Reformvorschläge und Kürzungen bislang größtenteils mit. Kann es auch anders gehen? Wie kann die Last bei der Finanzierung des Haushalts gerechter werden? SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf hat dafür nun ein paar Vorschläge und war am 07.08. für einen Gesprächsabend mit der SPD in Halle. Tim Klüssendorf ist neben seiner Funktion als SPD-Generalsekretär zudem Sprecher der parlamentarischen Linken in der SPD-Bundestagsfraktion und Mitglied der Gewerkschaft ver.di. Über seine politischen Forderungen sprach er mit Radio Corax.

  13. 88

    Nachrichten aus Nord-Ost Syrien vom 5. August 2026

    In der aktuellen Ausgabe der Nachrichten aus Nordost-Syrien berichten Women Defend Rojava von der möglichen Zukunft der Fraueneinheiten YPG, über das syrischen Frauenforum sowie über die Weizenernte, die traditionell in der kurdischen Kultur eine wichtige Rolle einnnimmt und in der Frauen auch eine tragende Rolle spielen.

  14. 87

    Einschüchterungsversuch gegen das FrauenBildungsHaus Dresden e.V.

    Am 27. Juli wurde im Briefkasten des FrauenBildungsHaus Dresden eine aufgeschlitzte Ratte entdeckt. Der Verein geht von einer Drohung aus. Auch die Polizei schließt eine politische Tat nach derzeitigem Stand nicht aus. Karin Luttmann ist Bildungsreferentin des Genderkompetenzzentrum Sachsen. Wir sprachen mit ihr über den Vorfall sowie die aktuelle Arbeit und Herausforderungen für queerfeministische Arbeit.

  15. 86

    #PlatzDerRepublik – Über die Selbstverbrennung von Oskar Brüsewitz in Zeitz

    Am 18. August 1976 übergoss sich Oskar Brüsewitz – evangelisch-lutherischer Pfarrer in Rippicha im Kreis Zeitz – vor der Zeitzer Michaeliskirche mit Benzin und zündete sich an. Diese Selbstverbrennung bestimmte in der Folgezeit entscheidend das Verhältnis zwischen Staat und Kirche in der DDR und veränderte die Bedingungen für die Opposition. Doch dieses Ereignis ist von Eigenheiten, Zufällen und Widersprüchen geprägt. Dem Historiker Karsten Krampitz geht es in seiner Auseinandersetzung mit dieser Selbstverbrennung auch darum, einen anderen Blick auf die DDR zu gewinnen. Im Rahmen des Projekts „Ein Platz der Republik“ hat Lukas von Radio Corax ein ausführliches Interview mit Karsten Krampitz geführt. Am 20. August nimmt Karsten Krampitz in der Nicolaikirche Zeitz an einer Diskussionsveranstaltung teil: https://www.zeitz.de/Rathaus-und-Service/Aktuelles/Pressemitteilungen/Erinnern-und-Gedenken-Veranstaltungsreihe-zum-50-Jahrestag-der-Selbstverbrennung-von-Pfarrer-Oskar-Br%C3%BCsewitz.php?object=tx,3429.61423.1&NavID=3429.229 Bücher von Karsten Krampitz zum Thema: Karsten Krampitz, Lothar Tautz, Dieter Ziebarth (Hrsg.): „Ich werde dann gehen…“ – Erinnerungen an Oskar Brüsewitz. Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2006. Karsten Krampitz: Der Fall Brüsewitz: das Verhältnis von Staat und Kirche in der DDR infolge der Selbstverbrennung des Pfarrers am 18. August 1976 unter besonderer Berücksichtigung der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen. Verbrecher Verlag Berlin 2016. 1976. Die DDR in der Krise, überarbeitete Neuauflage, Karl Dietz, Berlin 2026. Karsten Krampitz: Feuerzeichen gegen die DDR – Der Tod des Oskar Brüsewitz, in: Blätter für deutsche und internationale Politik, Ausgabe August 2026, online: https://www.blaetter.de/ausgabe/2026/august/feuerzeichen-gegen-die-ddr-der-tod-des-oskar-bruesewitz

  16. 85

    Antifanews für den 6. August 2026

    Diese Woche läuft es nicht so gut für die Rechtsextremen. Eine Demonstration der AfD-Jugend hatte trotz bundesweitem Aufruf nur wenige Teilnehmer. Außerdem gab es mehrere Gerichtsurteile, im NSU-Prozess und im Prozess gegen die rechte Terrorgruppe Letzte Verteidigungswelle. Aber es gibt auch schlechte Nachrichten – Die Bundesregierung möchte das Informationsfreiheitsgesetz noch stärker einschränken als bisher gedacht. Außerdem werden dem bundesweit einzigem queeren Jugendverband die finanziellen Mittel gestrichen. Das alles in den Kurzmeldungen. Außerdem werfen wir heute einen Rückblick auf die widersetzen-Aktion in Erfurt mit der Philosophin Eva von Redecker. Wie jede Woche erinnern wir den Opfern rechter Gewalt und zum Abschluss der Antifa-Nachrichten gibt es noch ein paar Veranstaltungstipps.

  17. 84

    Ensemble des Theaterhaus Ost zur Premiere des Stücks „Des Meeres und der Liebe Wellen“

    Das Theaterhaus Ost in Halle stellt in der Theaterlandschaft Ostdeutschlands als einziges queerfeministisches Theaterhaus eine Besonderheit dar. Der diesjährige Spielplan ist dabei im vollen Gange, neben zahlreichen Gastspielen bringt das Theaterhaus auch immer wieder eigene Produktionen auf die Bühne, so wie am 07.08. mit dem Stück „Des Meeres und der Liebe Wellen“ – welch ein schöner Genitiv – nach Franz Grillparzer. In Grillparzers Drama geht es um die junge angehende Priesterin Hero, die sich in den Fischer Leander verliebt. Verbotenerweise, da sie durch ihr Priestertum keine Beziehung eingehen darf. Regie hat dabei Raffaela Lanci geführt, Tija Y. C. Uhlig, Sarah Frese, Violante Romani und Melli Heyne spielen mit. Über das Theaterstück sprach Radio Corax mit Raffaela Lanci und Sarah Frese.

  18. 83

    „Für Sorge! Queerfeministische Bewegungen stärken“ – Bildungswochenende in Torgau

    Das „Konzeptwerk neue Ökonomie“ lädt vom 7.-9. August zu einem Bildungswochenende ein, unter dem Titel „Für Sorge – Querfeministische Bewegungen stärken“. Ein queerfeministisches Vernetzungstreffen in Zeiten von Kürzungen und Rechtsruck. Sieben Workshops, ein moderiertes Gespräch und eine Filmvorführung in Torgau. Darüber sprachen wir mit Chris vom Konzeptwerk neue Ökonomie. Mehr zum Bildungswochenende sowie zur Anmeldung: https://konzeptwerk-neue-oekonomie.org/projekt/fuer-sorge/

  19. 82

    Kipppunkt Ost #7: Schulfach Demokratie? Alle nachsitzen!

    In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern hat sich die Zahl der offiziell registrierten rechtsextremen Vorfälle an Schulen innerhalb von zwei Jahren verdoppelt. Hakenkreuze auf dem Pausenhof, rassistisch motivierte Angriffe auf Schüler*innen of Colour, rechtsextreme Bedrohungen gegen queere und demokratisch engagierte Lehrerkräfte sowie Hetz- und Outingkampagnen mit Bezugnahme auf eine vermeintliche „Neutralitätspflicht“ prägen schon jetzt den Schulalltag vieler Familien und Pädagog*innen. Das stellt viele Eltern schulpflichtiger Kinder und Pädagog*innen vor die Frage: Gehen oder Bleiben? Und wer schützt mich vor rechtsextremen Denunziationen, Hetzkampagnen und Angriffen im Schulkontext? In Episode #7 spricht die Reihe Kippunkt Ost mit Christina, Mutter von drei schulpflichtigen Kindern in Sachsen-Anhalt, Eva Gerth, Lehrerin und Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, und der Mutmacherin Hanka, Lehrerin an einer Freien Schule in Mecklenburg-Vorpommern, über Probleme im Bildungswesen – der Lehrer*innenmangel und Unterrichtsausfall ist Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommen insbesondere an Sekundarschulen noch gravierender als im Rest der Republik– und die Auswirkungen rechtsextremer Landnahme und Normalisierung im Schulalltag. Ebenfalls haben wir mit Lehrkräften gesprochen, die uns vom Schulalltag berichten, und stellen das Mutmacher*innen-Projekt „Mach mal was Cooles“ vor.

  20. 81

    „Zusammen durch diese Zeit kommen“ – Die Philosophin Eva von Redecker über Widersetzen, Faschismus&Kapitalismus, und die Wahlen in Sachsen-Anhalt

    Die Philosophin Eva von Redecker setzt sich in ihrem jüngst erschienen Buch „Dieser Drang nach Härte“ mit Faschismus auseinander. Gemeinsam mit ihr blicken Smilla und Carlo im Interview zurück auf die ungehorsamen Aktionen von Widersetzen in Erfurt. Eva von Redecker nahm daran Teil, gemeinsam mit anderen Forscher*innen im Kontext der Kampagne „Wissenschaft gegen Faschismus“. Auch die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt werden thematisiert. Eva von Redecker formuliert Vorschläge für eine antifaschistische Bewegung, die breit aufgestellt ist und zugleich ,vom Kapitalismus nicht schweigt’. Eva von Redecker sieht eine Verbindungslinie zwischen kapitalistischer Eigentums- und Zerstörungslogik und dem faschistischen Vernichtungswillen. Das Interview wurde am 21.07.2026 aufgezeichnet.

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