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PODCAST

Radio Helsinki

Radio Helsinki 92.6 - Freies Radio Graz.Radio Helsinki ist ein Freies Radio, ein Community-Radio. Rund 280 Menschen gestalten bei Radio Helsinki eigenverantwortlich und selbstbestimmt 160 verschiedene Sendungen in elf Sprachen (Stand Winter 2023/2024). Übernahmen von anderen Community-Radios ergänzen das Programm.

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  1. 100

    Wenn es Nacht wird in Graz, Folge 1

    Sonische Forschung   Das Thema sind die Grazer Nächte. Was geschieht nach Einbruch der Dunkelheit, in den Straßen, auf öffentlichen Plätzen, in Kaffeehäusern, Hang-Outs, Skate Parks, am Bahnhof oder in Bars? Wer arbeitet noch, wer ist noch wach, wo regt sich das Leben, was gibt es im nächtlichen Alltag zu entdecken? Was bleibt den meisten Stadtbewohner:innen verborgen und macht es deshalb interessant darüber zu berichten? Im Rahmen dieser Lehrveranstaltung des Instituts für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie entstanden in zwei Folgen Interviews, Reportagen, experimentelle Collagen und Sammlungen von Geräuschen in den Nächten von Graz. https://kulturanthropologie.uni-graz.at/de/  In Kooperation mit Radio Helsinki.   Beiträge dieser Sendung:   „Silent Disco — oder doch nicht so silent?“ von Lisa Marie Höfert Eine akustische Reise durch den Grazer Stadtpark bei Nacht: mitten in eine Party, die scheinbar lautlos ist. Aber ist sie das wirklich? Zwei DJs erzählen vom Rausch des Auflegens, von einer Welt, die immer weniger Zeit zum Zuhören lässt, und davon, wie künstliche Intelligenz die DJs und DJanes nach und nach zu Live-Musikern und -Musikerinnen werden lässt. Mitten in der Nacht tanzen und singen die Menschen, gleichzeitig zu zwei unterschiedlichen Songs und sind durch Kopfhörer doch alle in ihrer eigenen kleinen Klangblase. Aber was hört man eigentlich, wenn man die Kopfhörer absetzt und die Musik verstummt?   „Cocooning, Kopfhörer und das nächtliche Graz“ von Mavie Spitzer Graz bei Nacht klingt anders. Ruhiger, aber nicht still und wer genau hinhört, hört plötzlich mehr: einen surrenden Stromkasten, Gespräche aus einem offenen Küchenfenster, Hundegebell. Dieser Beitrag geht der Frage nach, was verloren geht, wenn man sich mit Noise-Cancelling-Kopfhörern akustisch aus eben diesem nächtlichen Stadtraum ausklinkt. Grundlage des Beitrags sind Feldnotizen aus mehreren Nachtspaziergängen durch Graz, bewusst ohne Kopfhörer unternommen. Der Beitrag begleitet so eine Selbstbeobachtung: wie sich das Gehen ohne akustische Abschirmung anfühlt, was der Körper dabei merkt, was das Ohr plötzlich aufnimmt.

  2. 99

    Fair Styria Tag 2026: Was wissen Jugendliche über die STGs?

    Liebe Hörerinnen und Hörer! Kennt ihr die STGs? Falls nicht, ist das auch nicht schlimm, denn wir waren auch heuer wieder live beim Fair Styria Tag vor Ort und haben nachgefragt, wem der Begriff überhaupt etwas sagt. Die Antworten kamen zum Großteil von Jugendlichen und Kindern und sind auch auf der CBA nachzuhören. In der heutigen Episode haben sich Lina und ich (Mevi), zwei Lehrlinge von Radio Helsinki, sowie Franz und Anna von Beteiligung.st zusammengefunden, um gemeinsam über die geführten Interviews zu reflektieren. Gespannt? Dann hör doch rein! Vielleicht erweitert auch diese Folge deinen Wissenshorizont …

  3. 98

    Tribuna Festival ’26: E5: Objektmarkierung im Spanischen und Portugiesischen mit Philippa Adolf

    Liebe Hörer:innen, schön, dass ihr euch wieder mal auf unsere Seite verirrt habt – hat mich sehr gefreut, dass ihr mich beim diesjährigen Tribuna-Festival akustisch begleitet habt. Ich hoffe, dass bei euch die Freude genauso groß war. Wenn ja, dann haben wir etwas gemeinsam, genauso wie Spanisch und Portugiesisch. Sie gleichen sich stark und doch unterscheiden sie sich in feinen grammatikalischen Details. Zum Abschluss der Tribuna-Konferenz widmet sich Philippa Adolf der Objektmarkierung in beiden Sprachen und schließt damit die Vortragsreihe linguistisch ab.

  4. 97

    Tribuna Festival ’26: E4: Indigene Gefangene in Mexiko mit Joey Whitfield

    Liebe Hörer:innen, was, wenn ich euch sage, dass wir schon bald am Ende der diesjährigen Tribuna-Konferenz angekommen sind? Ich hoffe, die bisherigen Themen konnten euch ein wenig den Horizont erweitern, denn Wissen ist Macht, wie man so schön sagt. Und gemeinsam ist man stärker als allein. Wer weiß, vielleicht kann gemeinsames Erzählen zu Gerechtigkeit führen. Dr. Joey Whitfield stellt zwei Publikationsprojekte vor, die indigenen Gefangenen in Mexiko eine Stimme geben: Totzilob und El camino de la no violencia. Foto: https://cardiff.academia.edu/JoeyWhitfield

  5. 96

    1009すいもあまいも SuimoAmaimo

    みなさん、第29回すいもあまいもへようこそ! 本episodeは全編日本語でお届けしております。 夏の終わり、秋の訪れの味わいのお供に是非ゆったりとお聞きください。 本日流した曲は以下となります Sincerely / Haruomi Hosono Kinu Kaido / Haruomi Hosono Asa wa Kimini / Minako Yoshida Ai no Hono / Minako Yoshida Ai wo tsutaedaitoka / Aimyon Kimi wa rock wo kikanai / Aimyon Ai no katachci / MISIA Natsu no hi no 1993 / class Yoru wo matte / Dweet, Kenichiro Nishihara また2週間後にお会いしましょう!

  6. 95

    117WÆNDE: Wenn Graz zur Leinwand wird

    Kunst und Diskurs im öffentlichen Raum – von 14. bis 20. September 2026 Eine Woche lang werden Grazer Fassaden zu öffentlich sichtbaren Kunstwerken: Beim Festival 117WÆNDE gestalten internationale und lokale Künstler:innen Murals im Stadtraum. Begleitet wird die gemeinsame Arbeit an den Wänden von Workshops, Stadtrundgängen, Film, Diskussionen, Tanz und Musik. Unser neuer Lehrling Elias hat sich mit Ella und Flo aus dem Organisationsteam getroffen. Im Gespräch erzählen die beiden, wie 117WÆNDE entstanden ist, was hinter dem Festival steckt und welche Ideen, Herausforderungen und Begegnungen die Arbeit im öffentlichen Raum mit sich bringt. Das gesamte Gespräch hört ihr im KULTURfoyer am Sonntag, dem 13. September, von 14:00 bis 15:00 Uhr sowie in der Wiederholung am Montag, dem 14. September, von 20:00 bis 21:00 Uhr auf Radio Helsinki. Musik im Beitrag kommt von Flow-G, der beim Festival auch live zu erleben ist, große Empfehlung! Musik im Beitrag: Flow-G – Kasperltheater >>> https://www.raum117.at/events-referenzen/117wænde  

  7. 94

    Hunger.Macht.Profite. – Filmtage zum Recht auf Nahrung 

    Hunger.Macht.Profite. – Filmtage zum Recht auf Nahrung  Heuer finden die Filmtage zum Recht auf Nahrung – Hunger.Macht.Profite. – bereits zum 15. Mal statt. Seit der ersten Ausgabe 2006 bringt die Reihe kritische Dokumentarfilme über unser globales Agrar- und Ernährungssystem auf die Kinoleinwände, mitveranstaltet von FIAN Österreich. Wir haben mit Julia Kocher von FIAN gesprochen – über das Grundanliegen der Filmtage und was sich seit der ersten Ausgabe verändert hat, über die Auswahl der heuer vier gezeigten Filme und was sie inhaltlich verbindet, sowie über die Filmgespräche im Anschluss an die Vorführungen, bei denen Impulsgeber:innen mit dem Publikum über Handlungsoptionen diskutieren. Im Gespräch geht es auch konkret um die Filme die in der Steiermark gezeigt werden: In Graz läuft „Toxic Harvest“ über Pestizidexporte aus Europa nach Südafrika, in St. Stefan ob Stainz „TiAN – Generation Farmfluencer“ über junge Landwirt:innen in Südtirol. Die Termine in der Steiermark: Di, 20.10.2026, 19:00 Uhr – Toxic Harvest Filmzentrum im Rechbauerkino Graz, Rechbauerstraße 6, 8010 Graz Im Anschluss Filmgespräch mit Barbara Soritz (Bio Ernte Steiermark), Sigrun Zwanuger (Welthaus Graz) und Elisabeth Jost (FIAN Österreich) Tickets: Tel. 0316 830 50 8, [email protected], www.filmzentrum.com Mi, 21.10.2026, 19:00 Uhr – TiAN – Generation Farmfluencer Stieglerhaus St. Stefan ob Stainz, St. Stefan ob Stainz 14, 8511 St. Stefan ob Stainz Tickets: Tel. +43 3463 / 81 0 50 · Eintritt nach freiem Ermessen Alle Infos und das gesamte Programm der Filmtage: www.hungermachtprofite.at

  8. 93

    „Meine Schwestern schützen mich, nicht der Staat“ – Femizid-Demo in Graz

    „Meine Schwestern schützen mich, nicht der Staat“ – Femizid-Demo in Graz Am Donnerstag wurde eine 24-Jährige in einer Wohnung in der Grazer Innenstadt getötet, wie ORF Steiermark berichtete. Der festgenommene Tatverdächtige ist der Bruder des Lebensgefährten der Frau, er sitzt mittlerweile in der Justizanstalt Graz-Jakomini in Haft und verweigert die Aussage zu Tathergang und Motiv. Es ist laut ORF bereits der vierte Femizid heuer in der Steiermark – österreichweit wurden bereits mehr Femizide gezählt als im gesamten Vorjahr. Als Reaktion fand am Montag, den 07.09., um 18:00 Uhr am Grazer Hauptplatz eine Kundgebung statt. Enric war für die VON UNTEN Redaktion dabei. Wir haben die Reden von Aleksandra Wierzbicka vom Demobündnis 8. März und von ZORA mitgeschnitten und mit einer Organisatorin der Kundgebung sowie mit Teilnehmer:innen gesprochen. Frauenhelpline: 0800 222 555 Steirische Frauenhäuser: 0800 202 017

  9. 92

    Meldungen 09. September 2026

      1. USA sanktionieren italienisches Internetkollektiv Die US-Regierung hat das linke italienische Internetkollektiv Autistici/Inventati mit Sanktionen belegt und als „globale Terroristen“ eingestuft – ohne dass die US-Regierung dafür Beweise vorgelegt hat, wie netzpolitik.org berichtet. Das Kollektiv betreibt seit 2001 unentgeltlich E-Mail-Adressen, Messenger und die Blogplattform Noblogs für soziale Bewegungen. Bereits kurz nach dem Schritt der Trump-Regierung hatte der private Anbieter der .org-Domain Autistici/Inventati die Domain entzogen, und die italienische Banca Etica hatte aus Angst vor eigenen Schwierigkeiten das Konto des Kollektivs geschlossen. Am 6. September hat Autistici/Inventati nun erklärt, seine Dienste mit Rücksicht auf die Sicherheit der Nutzer*innen einzustellen. 2. AfD wird bei Landtagswahl in Sachsen-Anhalt stärkste Kraft Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat die AfD laut amtlichem Endergebnis 43,8 Prozent der Stimmen geholt – ihr bislang bestes Ergebnis bei einer Landtagswahl deutschlandweit. Die CDU von Ministerpräsident Sven Schulze stürzt auf ein historisches Tief von 17,2 Prozent ab und landet damit auf Platz zwei. SPD (9,3 Prozent) und Grüne (8,9 Prozent) legen leicht zu, die Linke verliert und kommt auf 8,6 Prozent. Das erst 2024 gegründete BSW schafft mit 5,3 Prozent überraschend den Einzug in den Landtag, die FDP scheitert an der Fünf-Prozent-Hürde. Die vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestufte AfD könnte damit erstmals bundesweit einen Ministerpräsidenten stellen. 3. BSI warnt nach Hackerangriff auf Berliner Verwaltung Nach dem Hackerangriff auf die Berliner Verwaltung warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik vor erhöhter Cyber-Bedrohung, wie die dpa berichtete. Die Gruppierung Rhysida hatte rund 1,44 Millionen Dateien mit 5,8 Terabyte Daten im Darknet veröffentlicht, nachdem ein Lösegeld-Ultimatum an den Berliner Senat verstrichen war. Laut Bundesinnenministerium sei die Tat vermutlich rein finanziell motiviert. Das BSI warnt angesichts der bevorstehenden Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus am 20. September vor möglichen Hack-and-Leak-Operationen. 4. Österreichisches Innenministerium kooperiert mit Terroristen: Taliban verhörten in Wien Ausreisepflichtige Vertreter des afghanischen Taliban-Regimes haben laut einem Bericht des Magazins Profil, über den der Standard berichtete, in Wien Ausreisepflichtige verhört, um Abschiebungen nach Afghanistan vorzubereiten – ohne dass die Polizei einen Paschto-Dolmetscher beizog. Das Innenministerium beteuert, die Gespräche seien auf Englisch oder Dari „nachbesprochen“ worden. Schon mehrfach reisten Taliban-Vertreter nach Wien, um österreichische Asylbehörden bei der Identifizierung Abschiebepflichtiger zu unterstützen – trotz international nicht anerkannter Herrschaft und frauenfeindlicher Politik des terroristischen Taliban-Regimes. 5. Hungerstreik in der Justizanstalt Graz-Karlau Mehrere Insassen der Justizanstalt Graz-Karlau befinden sich laut einer Presseaussendung der Organisation Prisoners Unite seit dem 29. August im Hunger- und Durststreik. Sie protestieren gegen eigenmächtige Kürzungen von Medikamenten, eingeschränkte Duschmöglichkeiten und massiv reduzierte Kontaktmöglichkeiten zu Angehörigen und Anwält:innen. Laut Volksanwaltschaft kam es 2025 österreichweit zu acht Suiziden und mindestens 59 Suizidversuchen in Haft. Prisoners Unite fordert eine unabhängige Untersuchung der Vorwürfe sowie Maßnahmen zur Suizidprävention in allen österreichischen Justizanstalten. Ein Insasse wurde laut Prisoners United, trotz sehr schlechter Vitalwerte noch immer nicht ins Krankenhaus eingeliefert.  

  10. 91

    „Meine Schwestern schützen mich, nicht der Staat“ – Femizid-Demo in Graz | Hunger.Macht.Profite

    „Meine Schwestern schützen mich, nicht der Staat“ – Femizid-Demo in Graz Am Donnerstag wurde eine 24-Jährige in einer Wohnung in der Grazer Innenstadt getötet, wie ORF Steiermark berichtete. Der festgenommene Tatverdächtige ist der Bruder des Lebensgefährten der Frau, er sitzt mittlerweile in der Justizanstalt Graz-Jakomini in Haft und verweigert die Aussage zu Tathergang und Motiv. Es ist laut ORF bereits der vierte Femizid heuer in der Steiermark – österreichweit wurden bereits mehr Femizide gezählt als im gesamten Vorjahr. Als Reaktion fand am Montag, den 07.09., um 18:00 Uhr am Grazer Hauptplatz eine Kundgebung statt. Enric war für die VON UNTEN Redaktion dabei. Wir haben die Reden von Aleksandra Wierzbicka vom Demobündnis 8. März und von ZORA mitgeschnitten und mit einer Organisatorin der Kundgebung sowie mit Teilnehmer:innen gesprochen. Frauenhelpline: 0800 222 555 Steirische Frauenhäuser: 0800 202 017 Hunger.Macht.Profite. – Filmtage zum Recht auf Nahrung  Heuer finden die Filmtage zum Recht auf Nahrung – Hunger.Macht.Profite. – bereits zum 15. Mal statt. Seit der ersten Ausgabe 2006 bringt die Reihe kritische Dokumentarfilme über unser globales Agrar- und Ernährungssystem auf die Kinoleinwände, mitveranstaltet von FIAN Österreich. Wir haben mit Julia Kocher von FIAN gesprochen – über das Grundanliegen der Filmtage und was sich seit der ersten Ausgabe verändert hat, über die Auswahl der heuer vier gezeigten Filme und was sie inhaltlich verbindet, sowie über die Filmgespräche im Anschluss an die Vorführungen, bei denen Impulsgeber:innen mit dem Publikum über Handlungsoptionen diskutieren. Im Gespräch geht es auch konkret um die Filme die in der Steiermark gezeigt werden: In Graz läuft „Toxic Harvest“ über Pestizidexporte aus Europa nach Südafrika, in St. Stefan ob Stainz „TiAN – Generation Farmfluencer“ über junge Landwirt:innen in Südtirol. Die Termine in der Steiermark: Di, 20.10.2026, 19:00 Uhr – Toxic Harvest Filmzentrum im Rechbauerkino Graz, Rechbauerstraße 6, 8010 Graz Im Anschluss Filmgespräch mit Barbara Soritz (Bio Ernte Steiermark), Sigrun Zwanuger (Welthaus Graz) und Elisabeth Jost (FIAN Österreich) Tickets: Tel. 0316 830 50 8, [email protected], www.filmzentrum.com Mi, 21.10.2026, 19:00 Uhr – TiAN – Generation Farmfluencer Stieglerhaus St. Stefan ob Stainz, St. Stefan ob Stainz 14, 8511 St. Stefan ob Stainz Tickets: Tel. +43 3463 / 81 0 50 · Eintritt nach freiem Ermessen Alle Infos und das gesamte Programm der Filmtage: www.hungermachtprofite.at Veranstaltungshinweise: Briefe in den Knast Gemeinsames Briefeschreiben an Gefangene – ein wenig Menschlichkeit durch die Mauern schicken und über Alternativen zum Knastsystem sprechen. Papier und Stift mitbringen, den Rest gibt’s vor Ort. Sa., 05.09.26, 16 Uhr (jeden 1. Samstag im Monat, weitere Termine: 03.10., 07.11., 05.12.26) Spektral, Lendkai 45, 8020 Graz 117WÆNDE – Kunstfestival für Streetart und Muralismus Internationale und lokale Künstler:innen gestalten öffentlich sichtbare Fassaden im Stadtraum, begleitet von Workshops, Stadtrundgängen, Podiumsdiskussion, Musikprogramm und Kino. Freier Eintritt. Mo., 14.09. – So., 20.09.2026 (Wandmalen tgl. ca. 10–20 Uhr) Raum117 & öffentlicher Raum: Peter-Tunner-Gasse, Waagner-Biro-Straße, Laudongasse, Starhemberggasse, Daungasse Highlights: Graffiti-Workshops (Di 16 Uhr, Sa 11 Uhr), Stadtrundgänge (Do & Fr), Kinodonnerstag (Do 20 Uhr), Skatehalle-Tag der offenen Tür & Podiumsdiskussion (Fr), ODD BEAT Dancebattle (Sa 12:30 Uhr), Get Together zum Abschluss (So 12–20 Uhr). Musikprogramm an mehreren Tagen. Vollständiges Programm: raum117.at/events-referenzen/117wænde SWEET & SPICY – Tomaten- und Chili-Vielfaltsfest Verkostungen, Workshops, Stände, Kulinarik, Musik und Kinderprogramm rund um Tomaten- und Chilivielfalt – eigenes Gemüse und Saatgut zum Tauschen gerne mitbringen. Für den veganen/vegetarischen Potluck sind Beiträge willkommen. Sa., 19.09.2026 Herzgarten bei der Herz-Jesu-Kirche, Graz Tauschcafé für Grundversorgung Initiative zum Support von Refugees: Menschen in Grundversorgung können hier ihre Gutscheine gegen Bargeld tauschen – Beteiligung ist willkommen. Mo., 21.09., 18 Uhr, fenco&friends Das Patriarchat im Uterus: Ein Plädoyer für körperliche Selbstbestimmung! Gynäkologin Dr.in Alicia Baier liest aus ihrem Buch „Das Patriarchat im Uterus“ und diskutiert im Anschluss mit Expertinnen über Schwangerschaftsabbruch und reproduktive Selbstbestimmung in Österreich. Mit dabei: Anita Adamiczek, Sylvia Gaiswinkler, Sylvia Groth und Eva Magnet, Moderation: Anna Majcan. Mi., 30.09.2026 | 18 Uhr Literaturhaus Graz, Elisabethstraße 30 Kostenlos, Anmeldung: [email protected] – Plätze begrenzt!

  11. 90

    Tribuna Festival ’26: E3: Warum auch uns der Amazonas betrifft mit Georg Grünberg

    Liebe Hörer:innen, ich freue mich, dass euch die diesjährigen Themen des Tribuna-Festivals zum Zuhören anregen, und um euch nicht weiter zappeln zu lassen: Hört in die dritte Episode rein und erfahrt, warum auch euch der Amazonas betrifft. Dr. Georg Grünberg nimmt uns mit auf eine kulturanthropologische Reise durch ein bedrohtes Gebiet und seine Bewohner:innen.

  12. 89

    Vorlesen, zuhören, träumen mit Heidelinde Haindl

    Zu Gast bei uns im Medienbüro von alpha nova war eine ganz besondere Dame: Frau Heidelinde Haindl, besser bekannt als die „Lese-Omi“. Als Lesepatin besucht sie Schulen und bringt mit ihrer Begeisterung für Bücher und Geschichten Kinder und Jugendliche zum Lesen. Kennengelernt haben wir Frau Haindl in der Stadtbibliothek Schillerplatz. Gemeinsam mit ihr durften wir einen ganz besonderen und entspannten Vormittag im Grünen verbringen. Dabei nahm sie uns mit auf eine Reise durch verschiedene Geschichten und las uns spannende Ausschnitte aus unterschiedlichen Büchern vor. Anschließend haben wir die Gelegenheit genutzt und mit Frau Haindl ein interessantes Interview geführt. Dabei verriet sie uns unter anderem, wie sie eigentlich zur „Lese-Omi“ wurde. Also, lehnt euch zurück, macht es euch gemütlich und lasst euch von unserem Gespräch mit der „Lese-Omi“ und den Ausschnitten aus den Büchern mitnehmen. Viel Spaß bei der Sendung!  

  13. 88

    Keine Zuständigkeit, keine Lösung: Ukrainische Vertriebene obdachlos im Metahofpark

    In dieser Ausgabe VON UNTEN im Gespräch geht es um die humanitäre Notlage im Grazer Metahofpark, in dem seit Monaten aus der Ukraine vertriebene Familien ohne Unterkunft leben – und um die Frage, warum bislang niemand die Verantwortung dafür übernimmt. Tamara und Leo aus der VON UNTEN Redaktion haben sich im Sommer auf die Recherche zu dieser Frage gemacht und mit den VinziWerken, der Caritas Steiermark, der Initiative Leave No One Behind Graz sowie dem Sozialamt gesprochen. Grund für die Situation ist eine politische Entscheidung: 2025 kündigte die steirische FPÖ-ÖVP-Landesregierung sämtliche Verträge mit Hilfsorganisationen, die Notquartiere für Menschen betrieben hatten, die um Asyl ansuchen und noch nicht in der Grundversorgung sind. Seit Frühjahr 2026 leben deshalb immer wieder vertriebene Familien im Grazer Metahofpark. Zunächst sprang die Stadt Graz mit einer Übergangsfinanzierung ein, diese lief jedoch Anfang Mai 2026 aus, seither gibt es keine Erstaufnahme- oder Übergangsquartiere mehr für ukrainische Vertriebene. Zeitweise waren bis zu fünf Frauen und 19 Kinder – die meisten davon unter zehn Jahren – sowie Schwangere und chronisch kranke ältere Menschen im Park untergebracht, bei Temperaturen teils um den Gefrierpunkt. Mitte Juli spitzte sich die Lage weiter zu: in der Nacht auf den 10. Juli schlugen Unbekannte mutmaßlich aus rassistischen Motiven mit Stangen auf die Zelte der Familien ein, in denen sich auch ein fünfjähriges Kind befand. Der Angriff ereignete sich auf einer schlecht einsehbaren Ersatzfläche im Süden von Graz, die weit von jeglicher Versorgungsinfrastruktur entfernt liegt; kurz darauf wollten Polizei und Ordnungswache neu ankommende Familien im Metahofpark an genau diesen Ort bringen. Im Zentrum der Sendung steht die Frage, wo die Zuständigkeit zwischen Stadt, Land und etablierten Hilfsorganisationen eigentlich liegt – und warum sie bislang bei niemandem ankommt. Mit Nicola Baloch (Geschäftsführerin VinziWerke Österreich) und Georg Eichberger (Abteilungsleiter Asyl und Integration der Caritas Steiermark) sprechen wir darüber, warum sie die betroffenen Familien nicht aufnehmen können und wo sie ihre eigenen Grenzen sehen. Mit Eva-Christine Seiler, Abteilungsleiterin für den Fachbereichsleiterin für Sozialarbeit, soziale Dienste und Wohnen im Grazer Sozialamt, sprechen wir über die Zuständigkeit ihrer Abteilung. Zu einem Teil der Fragen – etwa zu den genauen Umständen der Rückweisung der Familien an den Ort des Angriffs (der in der Nacht von 9. auf 10. Juli stattfand) am 17. Juli, zu den Strafen, die die Familien fürs Nächtigen im Metahofpark erhalten haben, und zu weiteren Themen – wollte sie sich nicht äußern. Tamara Mandl von der Initiative Leave No One Behind Graz schildert außerdem, wie die Gruppe seit Monaten ehrenamtlich die Versorgung im Park übernimmt – und wo sie an ihre Grenzen stößt. Am Ende sprechen wir über die aktuelle Lage: Eine klare Zuständigkeit gibt es weiterhin nicht, die Stadt Graz hat inzwischen eine Haushaltssperre verhängt, und der Winter naht. Fotocredits: Leave No One Behind Graz Shownotes: Hier findet ihr das gesamte VON UNTEN im Gespräch Interview mit Leave No One Behind Graz. Mehr zur Arbeit von Leave No One Behind Graz gibt es auf Instagram. Tamara Ussners Artikel für Mosaik zur Situation im Metahofpark findet ihr hier.

  14. 87

    EU Digitalgesetze: Segen oder Fluch

    Heute haben wir eine Folge unseres Podcasts für die Sendung von Felix auf Radio Helsinki aufgezeichnet. Dabei geht es um den Digital Markets Act und seine Auswirkungen auf das Produktangebot für europäische User:innen: von Verzögerungen bei Siri AI bis zu fehlenden Funktionen von Smart Watches. Das Spannungsverhältnis wird so deutlich: Schutz vor Marktmacht vs. individueller Bequemlichkeit. Felix bringt es auf den Punkt: „ Mich ärgert das. Ich bin hier der Nutzer, um dessen Schutz es angeblich geht, und ich bekomme weniger als jemand in Kanada oder Japan.“

  15. 86

    WiGD 71: Das Feld des Wandels

    Überall entstehen heute Initiativen, die anders wirtschaften, lernen, produzieren und mit Natur umgehen wollen. Doch warum bleiben so viele von ihnen trotz ihrer guten und vernünftigen Ideen gesellschaftlich marginal? Diese Sendung geht der Frage nach, was der bestehenden Ordnung ihre erstaunliche Beharrungskraft verleiht. Banken, Unternehmen, Verwaltungen, Wissenschaft, Recht und Politik folgen jeweils ihren eigenen Rationalitäten – und erzeugen gerade dadurch gemeinsam eine Welt, in der das Bestehende wahrscheinlich und das Abweichende unwahrscheinlich wird. Selbst gute Ideen und sinnvolle politische Initiativen stoßen an Grenzen, wenn der gemeinsame Lebenszusammenhang niemandes eigentliche Sache ist. Ausgehend von einer britischen Untersuchung über rund zweitausend „marginalen“ Organisationen, die allesamt bereits an „alternativen Zukünften“ arbeiten, fragt die Sendung deshalb nach effektiven Wegen, gegen dieses „Feld der Beharrung“ ein Feld des Wandels aufzubauen: hier entsteht die Notwendigkeit nach Orten und Beziehungen, in denen getrenntes Wissen zusammenkommt, neue Lösungen entdeckt werden können und Erfahrungen nicht mit dem nächsten Projektende wieder verschwinden. Bioregionen – die wir in der letzten Sendung so eingehend vorgestellt haben . könnten dafür einen besonderen Raum bilden – nicht als neue Verwaltungsgrenzen, sondern als konkrete Lebenszusammenhänge, die wieder gemeinsam gestaltbar werden. Transformation hieße dann nicht nur, gegen das Alte zu kämpfen oder auf die große politische Entscheidung zu warten, sondern Schritt für Schritt eine andere Wirklichkeit tragfähig und damit auch wahrscheinlicher zu machen

  16. 85

    disquiet listening: Tunis

    This is a rebroadcast of Disquiet listening: Tunis, a radio art community project run by Eugenia Seriakov that contained a series of live broadcasts. Tune into the diversity of radio art as a medium for grassroots community expression in the Middle East: Disquiet Listening: TUNIS What happens if you transfer the intimate moment of an event – happening right here and now – into another room somewhere else? Disquiet Listening Tunis is a portrait of the city and its independent art scene featuring the communities around Mouhit Space and Dar Meso Art Residency. We connect elements of live broadcasting, submitted tracks from international radio fellows, radio art, interviews, and the ordinary of everyday life. At the heart of the show are live concerts, featuring local musicians in ad-hoc duos, with no predetermined setlists or compositions, conversations with the guest and the audience. We open a space for experimentation and co-create new sonic landscapes. Featured artists: Bochra Triki, ctrl_z_e_d, Habiiibiji, Leila Mnekbi, Mazen Alsafadi, Youssef Ettourjoumene, Cate Hops, and more tba Curator: Eugenia Seriakov Hosted by: Mouhit Space & Dar Meso Aired on: Bug Radio, Colaboradio, Diffusion FM, Paranoise Radio, ∏Node, Radio Alhara, Radio Helsinki, Radio Kapital, Radio Lear, Radio Merda Malata, Radio Panik, Soundart Radio, Usmaradio, Wave Farm/XGXC Supported by: Culture Moves Europe   local host: Margarethe Maierhofer-Lischka

  17. 84

    listening to the rain

    Das Radio ist manchmal wie eine Wunschmaschine: wir können mit den Ohren um die Welt reisen und Neues entdecken. Auch das Kopfkino öffnet solche Räume. Heute gibt es hier etwas, das wir uns in diesem trockenen Sommer oft sehnlichst wünschen : Regen. Eine Soundcollage mit Aufnahmen von der Community von freesound.org. Gute akustische Erfrischung!

  18. 83

    Tribuna Festival ’26: E2: Anti-Haitianismus in der Dominikanischen Republik mit Micely Díaz Espaillat

    Liebe Hörer:innen! Wenn ihr das lest, dann hat euch der erste Vortrag des Tribuna-Festivals so in den Bann gezogen, dass es euch unter den Fingerspitzen kribbelt, wie es in der zweiten Episode weitergeht. Nun denn, die zweite Episode handelt von Ausgrenzung, Geschichte und Identität. Die dominikanische Wissenschafterin Micely Díaz Espaillat legt die gesellschaftlichen und politischen Strukturen offen, die dem Anti-Haitianismus in der Dominikanischen Republik zugrunde liegen. Foto: Martina Mayer-Krauss

  19. 82

    Tribuna Festival ’26: E1: Kosmovision und Übersetzen für indigene Völker mit Rafael Schögler

    Liebe Hörer:innen! Auch in diesem Jahr hat Radio Helsinki das Tribuna-Festival besucht, um gemeinsam mit euch einen Blick nach Südamerika zu werfen. 5 Vorträge. 5 Episoden. Seid gespannt und lasst eure Öhrchen mit neuem Wissen berauschen. In der ersten Episode erfahrt ihr von Dr. Rafael Schögler über sein Forschungsprojekt zu Kosmovision, Dolmetschen und Übersetzen für indigene Völker. Ein Balanceakt zwischen Extraktivismus und Brückenbau.

  20. 81

    Wunde Punkte – Leben mit chronischer Wunde

    Chronische Wunden betreffen in Österreich tausende Menschen und sind weit mehr als ein medizinisches Problem. Sie beeinflussen den Alltag, die Lebensqualität und stellen Betroffene sowie Angehörige vor große Herausforderungen. In dieser Sendung sprechen wir mit Expert:innen aus Pflege, Forschung und Wundversorgung über moderne Behandlungsmöglichkeiten, psychosoziale Auswirkungen, Kosten aber auch über Chancengleichheit. Was ist neben der Wunde selbst noch abzuklären? Und welche Unterstützungsangebote gibt es aktuell? Der Tag der Wunde am 16. September soll das Bewusstsein für eine bessere Versorgung chronischer Wunden stärken, bei Betroffenen, aber auch bei im Gesundheitswesen tätigen Personen. Im Livestudio zu Gast: Karin Egger, DGKP, Gesundheits- und Pflegepädagogin, Wundexpertin, österreichische Gesellschaft für Wundbehandlung (AWA) Paul Brodträger, DGKP, selbstständiger Wundmanager, Schulung und Beratung Gudrun Engert, DGKP, zertifizierte Wundmangerin, mobile Dienste Rotes Kreuz Moderation: Juliane Gerhalter & Karin Schuster Relevante Links: Austrian Wound Association (Österr. Gesellschaft für Wundbehandlung): https://www.a-w-a.co.at/wp2025/ Paul Brodträger, Selbstständiger Wundmanager: https://www.wundmanagement-graz.at/ Initiative Wund?Gesund!: https://wund-gesund.at Wunde Punkte – Forum zu chronischen Wunden, Ludwig Boltzmann Forschungsgruppe für Alterung und Wundheilung (Projekt ging bis Herbst 2024): https://show.lbg.ac.at/wunde-punkte/ Foto: Beinulcus am Knöchel Fotocredit: Karin Egger

  21. 80

    Wunde Punkte – Leben mit chronischer Wunde

    Chronische Wunden betreffen in Österreich tausende Menschen und sind weit mehr als ein medizinisches Problem. Sie beeinflussen den Alltag, die Lebensqualität und stellen Betroffene sowie Angehörige vor große Herausforderungen. In dieser Sendung sprechen wir mit Expert:innen aus Pflege, Forschung und Wundversorgung über moderne Behandlungsmöglichkeiten, psychosoziale Auswirkungen, Kosten aber auch über Chancengleichheit. Was ist neben der Wunde selbst noch abzuklären? Und welche Unterstützungsangebote gibt es aktuell? Der Tag der Wunde am 16. September soll das Bewusstsein für eine bessere Versorgung chronischer Wunden stärken, bei Betroffenen, aber auch bei im Gesundheitswesen tätigen Personen. Im Livestudio zu Gast: Karin Egger, DGKP, Gesundheits- und Pflegepädagogin, Wundexpertin, österreichische Gesellschaft für Wundbehandlung (AWA) Paul Brodträger, DGKP, selbstständiger Wundmanager, Schulung und Beratung Gudrun Engert, DGKP, zertifizierte Wundmangerin, mobile Dienste Rotes Kreuz Moderation: Juliane Gerhalter & Karin Schuster Relevante Links: Austrian Wound Association (Österr. Gesellschaft für Wundbehandlung): https://www.a-w-a.co.at/wp2025/ Paul Brodträger, Selbstständiger Wundmanager: https://www.wundmanagement-graz.at/ Initiative Wund?Gesund!: https://wund-gesund.at Wunde Punkte – Forum zu chronischen Wunden, Ludwig Boltzmann Forschungsgruppe für Alterung und Wundheilung (Projekt ging bis Herbst 2024): https://show.lbg.ac.at/wunde-punkte/ Foto: Beinulcus am Knöchel Fotocredit: Karin Egger

  22. 79

    Klööhn

    Klööhn ist eine Grazer crossover Rockband mit Protestgesang. Hier locker im Gespräch im Grünem bei Focaccia und mit Songs auch aus ihrem neuen Album wie Mei Karma, der Schlamper und Kriegsbeil weg. Es grooved.

  23. 78

    Handy vs. Filmkamera

    Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Episode von Digital Dream Stories – eurer freien Radiosendung über Technik, Zukunft und Fantasie auf Radio Helsinki 92,6 MHz!Heute sprechen wir über Handykameras, und wie sie sich im Vergleich zu echten DLSR bzw. Digital Cameras schlagen – ALSO: VIEL SPAß BEIM ZUHÖREN!!!

  24. 77

    Raphis Musik-Nachmittag – Sommerhits, die man vermisst ☀️

    Ich bin Raphael Stiegmaier und präsentiere euch meinen Musik-Nachmittag mit sommerlichen Songs, die man heutzutage nur noch selten im Radio hört. Freut euch auf vergessene Sommerhits, besondere Klassiker und musikalische Schätze aus vergangenen Jahrzehnten – passend zur schönsten Zeit des Jahres. Raphis Musik-Nachmittag – Sommerliche Musik, die viel zu selten im Radio läuft. 

  25. 76

    Stopp-Müllverbrennung-Graz (17) Gefährdung der Gesundheit durch Abfallverbrennung

    In der heutigen Sendung berichten wir, wie es unseren KollegInnen in Vorarlberg geht. In Frastanz/Walgau soll eine ähnliche Müllverbrennungsanlage wie in Graz gebaut werden.   Petitionstext der Bürgerinitiatrive in Vorarlberg Frastanz/Walgau: S. iebzigtausend (70.000) Tonnen Abfälle, Reststoffe und brennbares Material pro Jahr. [1] O. hne Notwendigkeit. S. chadstoffe in Luft, Boden und Grundwasser könnten die Folge sein. [2] Deshalb sag auch Du: NEIN …. zu einer aus unserer Sicht unnötigen Abfall-Verbrennungsanlage [3] in Frastanz/Walgau, welche zwar wirtschaftlich für die Betreiberfirma von Interesse sein mag, den Menschen und der Umwelt aber schaden könnte. [4] zu einer über 30 Meter hohen und 3.600 qm großen Verbrennungsanlage, die in unmittelbarer Nähe zu Einfamilienhäusern, Wohnanlagen, Schulen, Kindergärten, Sportplätze usw. errichtet werden soll. [5] zu tonnenweise Abfall, der hier bei uns verbrannt werden soll und unsere Luft, unser Grundwasser, unsere Böden, … belasten kann. [6] zu zusätzlichem Schwerverkehr, welcher immer auch zusätzlichen Lärm, Feinstaub und belastete Straßen bedeutet. zu Gestank durch transportierte, deponierte und verbrannte Abfälle. [7] zu erwartenden Entwertung von privaten und gewerblichen Grundstücken und Immobilien in der Nähe der Abfall-Verbrennungsanlage. [8] und vor allem auch zu gesundheitlichen Risiken, die durch Feinstaub, Schadstoffe, sogenannte Ewigkeitschemikalien (PFAS [9] , die im Verdacht stehen, krebserregend zu sein) verursacht werden können. [10] Unsere Forderung ist daher klar: Es gibt bestehende und funktionierende Alternativen und somit keine Notwendigkeit für eine Verbrennungsanlage in Frastanz/Walgau! Deshalb dürfen die möglichen und befürchteten Nachteile und Risiken für uns als Bevölkerung nicht in Kauf genommen werden. Das Projekt soll von der Betreiberfirma zurückgezogen werden bzw. der Antrag von den Behörden (BH-Feldkirch und Land Vorarlberg) abgelehnt werden. Reason Die Lebensqualität im Walgau ist möglicherweise gefährdet. In Frastanz soll nämlich eine Abfall-Verbrennungsanlage errichtet werden. Unserer Auffassung nach würde man dabei aber die wirtschaftlichen Interessen der Betreiberfirma über das Wohl der Bevölkerung und der Natur stellen. [11] Nachdem wir uns sehr intensiv mit dem Projekt beschäftigt, viel recherchiert und auch vergleichbare Anlagen besichtigt haben, sind wir der Überzeugung, dass es überhaupt keine Notwendigkeit dafür gibt. Die Betreiberfirma möchte eine solche zwar errichten, um davon wirtschaftlich zu profitieren und unabhängiger zu werden. [12] Für uns als Bevölkerung gibt es jedoch potentielle Nachteile und Risiken und vor allem viel bessere Alternativen. Beispielsweise wäre für uns die Weiterführung der bestehenden Zusammenarbeit mit dem Verein für Abfallentsorgung Buchs (VfA) sinnvoller. Daneben gibt es aber zusätzlich noch viele andere und bereits bestehenden Möglichkeiten in der Schweiz oder Deutschland. Festgehalt werden muss also, dass es keine Notwendigkeit für eine (und damit erste) Abfall-Verbrennungsanlage in Vorarlberg gibt! [13] Darüber hinaus ist für uns der Standort inmitten vom Walgau äußerst problematisch. Es leben immerhin über 40.000 BewohnerInnen in diesem sehr stark besiedelten Gebiet. Hinzukommt, dass hier viele Menschen zusätzlich noch ihre Freizeit verbringen, ihren Urlaub machen oder ihren Arbeitsplatz haben. All diese Betroffenen sind in Kombination mit der im Walgau auftretenden Inversionswetterlage in unseren Augen von den Nachteilen und Risiken betroffen, ohne dass sie von der Abfall-Verbrennungsanlage profitieren. [14] Die Inversionswetterlage führt nämlich dazu, dass sich ausgestoßenen Abgase und Schadstoffe – wie auf diesem Bild erkennbar – in Bodennähe immer mehr konzentrieren. [15] Es ist für uns deshalb nicht akzeptabel, dass zehntausende Personen, deren Kinder und Nachkommen über viele Jahrzehnte die oben aufgeführten Risiken und Nachteile in Kauf nehmen sollen, ohne dass es dafür eine Notwendigkeit gibt. Sag deshalb auch du NEIN …. und unterstütze unsere Petition aktiv mit deiner Stimme. https://www.openpetition.eu/at/petition/online/s-0-s-keine-abfall-verbrennungsanlage-in-frastanz SOS Walgau Keine Müllverbrennungsanlage Bitte unterschreiben zum Schutz unseres Bodens , Luft und Wasser – Danke S.0.S. – Keine Abfall-Verbrennungsanlage in Frastanz! – Online-Petition https://share.google/DMs9FFBGO33w7LjFF : r/Vorarlberg

  26. 75

    Glasovi ob meji in čez ocean I Stimmen an der Grenze und über den Ozean

    Kako zveni slovenščina, ko jo govoriš daleč od Slovenije? Kaj zate pomeni dom? In katere zgodbe nosiš s seboj? V okviru 30. Tabora slovenskih otrok po svetu, ki ga je med 19. in 25. julijem 2026 v CŠOD Škorpijon organiziral Svetovni slovenski kongres, je potekala ustvarjalna delavnica Glasovi ob meji in čez ocean. Otroci, udeleženci tabora, so skozi pogovor in snemanje svojih pripovedi razmišljali o jeziku, domu, pripadnosti in življenju v različnih državah. Njihove zgodbe so zazvenele v slovenščini, pa tudi v češčini, grščini, angleščini in nemščini, kar odraža večjezičnost in raznolikost njihovih vsakdanjih življenj. Iz posnetega gradiva je nastala avtorska dokumentarna radijska oddaja, ki skozi otroške zgodbe, pogovore in pripovedi ponuja vpogled v svet mladih slovenskih korenin, ki živijo po svetu, ter v njihovo doživljanje jezika, doma in pripadnosti. Delavnico je zasnovala in vodila Jasmina Godec, integrativna psihoterapevtka, radijska ustvarjalka in doktorska študentka UL AGRFT, ki je tudi avtorica koncepta projekta Glasovi ob meji in čez ocean ter radijske oddaje. Radijski projekt Glasovi ob meji in čez ocean je podprt s sredstvi Urada Vlade Republike Slovenije za Slovence v zamejstvu in po svetu. Wie klingt Slowenisch, wenn man es weit weg von Slowenien spricht? Was bedeutet Heimat für dich? Und welche Geschichten trägst du in dir? Im Rahmen des 30. „Tabor slovenskih otrok po svetu“ – des Camps für slowenische Kinder aus aller Welt –, das vom Weltkongress der Slowenen (Svetovni slovenski kongres) vom 19. bis 25. Juli 2026 im CŠOD Škorpijon organisiert wurde, fand der kreative Workshop „Stimmen an der Grenze und über den Ozean“ statt. Die teilnehmenden Kinder setzten sich in Gesprächen und beim Aufnehmen ihrer Erzählungen mit den Themen Sprache, Heimat, Zugehörigkeit und Leben in verschiedenen Ländern auseinander. Ihre Geschichten erklangen auf Slowenisch, aber auch auf Tschechisch, Griechisch, Englisch und Deutsch und spiegeln die Mehrsprachigkeit und Vielfalt ihres Alltags wider. Aus dem aufgenommenen Material entstand eine dokumentarische Radiosendung, die durch die Geschichten, Gespräche und Erzählungen der Kinder Einblicke in die Lebenswelt junger Menschen mit slowenischen Wurzeln sowie in ihr Erleben von Sprache, Heimat und Zugehörigkeit gibt. Der Workshop wurde von Jasmina Godec, integrativer Psychotherapeutin, Hörfunkautorin und Doktorandin an der UL AGRFT, konzipiert und geleitet. Sie ist zugleich Autorin des Projektkonzepts „Stimmen an der Grenze und über den Ozean“ sowie der Radiosendung. Das Radioprojekt „Stimmen an der Grenze und über den Ozean“ wird mit Mitteln des Amts der Regierung der Republik Slowenien für Slowenen im Ausland und weltweit unterstützt. Glasba | Musik: Čompe – Potepuh Katalena – Pastirče mlado

  27. 74

    #29 – Die fresheste Baustelle der Grazer Kulturszene

      In dieser Ausgabe spreche ich mit Hubert und Raphael vom Verein wakmusic über ihre Vision für die Griesgasse 25. Neben dem Club Wakuum übernimmt der Verein den ehemaligen „Bunker“ und verwandelt ihn in eine neue Veranstaltungsstätte für Konzerte, Clubkultur, Theater und die freie Szene. Die beiden erzählen von drei Tonnen Müll, unzähligen freiwilligen Arbeitsstunden, einem überwältigend erfolgreichen Crowdfunding und dem Traum, ein ganzes „Haus für Kultur“ mitten in Graz zu schaffen.

  28. 73

    Sommerakademie Jeux Dramatiques 2026

    Wie blicken zurück in die Schweiz nach Delemonte. Im Studio: Renate Berger,Marion Seidl-Hofbauer, Brigitte Elser Interview mit Andreas Brunnegger      

  29. 72

    WIGD70 – Die Biosphärensendung

    In dieser Ausgabe geht es um die Wirtschaft der Biosphäre – also darum, wie Regionen ihre Lebensgrundlagen gemeinsam tragen können und warum gerade regionale Biosphärenparks prädestinierte Laboratorien der Zukunft sein können. Aus der großen geopolitischen Vogelperspektive der Sendung 69 in ganz konkrete Aufgabenfelder. Eine Sendung also über die Frage, wie wir in einer Zeit globaler Unsicherheit lokal handlungsfähig werden können. Wie Regionen zu Lernlandschaften werden können und warum gemeinschaftsgetragenes Wirtschaften der Schlüssel für das kommende Zeitalter der Gemeinschaften ist. Warum Mitmachräume und von Gemeinschaften unterstützte  Betriebe (CSX) dafür Schlüssel – Muster sind.  

  30. 71

    „Es braucht sofort eine Lösung, die nicht ständig Menschenrechte mit Füßen tritt“ – Tamara von Leave No One Behind Graz

    Seit Wochen versorgt die Gruppe Leave No One Behind Graz ehrenamtlich vertriebene Familien in Graz mit dem Nötigsten – während offizielle Stellen an der Bereitstellung eines sicheren Orts oder Grundsätzlichem wie Nahrung, Kleidung und Babyprodukten für die Familien scheitern. In dieser Ausgabe von VON UNTEN im Gespräch spricht Tamara aus der VON UNTEN Redaktion mit Tamara Mandl über die Arbeit der Gruppe, ihre Beobachtungen und ihre Forderungen. Die Initiative organisiert sich in Schichten und finanziert sich ehrenamtlich, um Essen, Kleidung, Windeln, Babynahrung und teilweise sogar medizinische Erstversorgung sicherzustellen. Im Gespräch schildern sie, wie sie die sich immer weiter verschlimmernde Situation der letzten Wochen miterlebt haben: den vermeintlich rassistischen Angriff auf die Zelte in der Nacht vom 9. auf den 10. Juli und die Wegweisung durch Ordnungswache und Polizei am 17. Juli. Auch die verhängten Strafen und ein Verzeichnis mit angeblich freien Schlafplätzen, das sich bei genauerer Prüfung als lückenhaft erweist, kommen zur Sprache. Zentrale Themen sind die Arbeit der Gruppe, wie sie sich gegründet haben, wie es überhaupt zur Situation kommen konnte, vor welchen Herausforderungen sie stehen, aber auch das Verhältnis zu Caritas, VinziWerke und dem Sozialamt und die Forderungen an Stadt, Land und Bund. Updates zur Situation und, was gebraucht wird, findet ihr auf der Instagram-Seite von Leave No One Behind Graz oder vom Demobündnis 8. März Graz. Außerdem könnt ihr weiterhin für das Notwendigste für die Personen unter diesem GoFundMe-Link spenden.

  31. 70

    Stopp-Müllverbrennung-Graz (15) Geplante Grazer Müllverbrennungsanlage am Kipp-Punkt

    Geplante Grazer Müllverbrennungsanlage am Kipp-Punkt – Betreiber befürchten Verzögerung durch Einwendungen – Zustimmung der ÖVP als Eintrittskarte zur Machtbeteiligung? Die im Wahlkampf von der KPÖ gelegte Messlatte „Energiewerk Graz“ für den Sprung der ÖVP zur Teilnahme an der Stadtregierung rückt in den Fokus. Verzögerungen sind aus Sicht der Bürgerinitiative für die Holding deshalb gefährlich, weil die schnellen technischen Fortschritte bei der Abfallwirtschaft und die erkennbaren Realisierungsmöglichkeit von Alternativen wie der Geothermie die Müllverbrennung überflüssig machen. Teurer würde das Projekt mit großer Wahrscheinlichkeit, wie das aktuelle Hamburger Bespiel der Verdoppelung der Anfangskosten zeigt. ______________________________________________________________________________________________ Stopp-Müllverbrennung-Graz Wir sind eine Bürgerinitiative aus Graz, die große Bedenken wegen der geplanten Müllverbrennungsanlage hat. Gemeinsam setzen wir uns für saubere Luft, den Schutz unserer Gesundheit und eine lebenswerte Stadt ein. Wir berichten über die aktuellen Entwicklungen, wie eine Umweltverträglichkeitsprüfung abläuft und wie eine Bürgerinititative eine Stimme bekommt. Auch andere Bürgerinitativen sollen in der Sendung zu Wort kommen können. Eine Bürgerinitiative ist wichtig, da sie Bürgern ermöglicht, sich direkt an der Politik zu beteiligen, spezifische Anliegen zu vertreten und politischen Druck auszuüben, der über die Aktivitäten von Parteien und Verbänden hinausgeht. Sie kann dazu beitragen, die politische Willensbildung zu verbessern und ist ein wesentliches Element der direkten Demokratie, indem sie den Bürgern eine Stimme zu konkreten Problemen verschafft, oft in Bereichen wie Umwelt, Soziales oder Stadtplanung. Website: http://www.stopp-müllverbrennung-graz.at

  32. 69

    Stopp-Müllverbrennung-Graz (14) Greenwashing – hier ist ein Faktencheck zum Grazer Müllverbrennungsprojekt

    1) Keine Bürgerbeteiligung. Die Grazer wurden nie um Zustimmung zum „Energiewerk“ gefragt oder zur Mitarbeit an einem Müll-/Energiekonzept eingeladen. Das bereits fertige Projekt der Betreiber wurde und wird mit fadenscheinigen Behauptungen intensiv beworben – wohl auch weil es „Greenwashing“ benötigt? Das Projekt wurde von der „Arbeitsgruppe Wärmeversorgung Graz 2020/2040“ erstellt/vorbereitet, bestehend aus Vertretern der Energie Steiermark, Energie Graz, Holding Graz und Vertretern der Stadt Graz. Eine aufwendige PR-Offensive folgte, kann aber die Bürgermitbestimmung nicht ersetzen. Im UVP-Verfahren wurden Alternativmöglichkeiten ausgeklammert, das eingereichte Projekt quasi durchgezogen und Einsprüche als „unbegründet“ abgewiesen. Die Betreiber erreichten sogar, dass im kürzlichen erstinstanzlichen UVP-Bescheid der Umfang der von den Amtssachverständigen vorgeschlagenen Auflagen reduziert wurde! Zwar wurden einzelne Einspruchswerber (Parteien im Verfahren) vor Erlassung des UVP-Bescheides von der Betreiberseite angeschrieben und zum Gespräch eingeladen, allerdings war auch hier keinerlei Bereitschaft erkennbar, das Projekt noch abzuändern. Vielmehr ging es darum, sie zur Zurückziehung der Einsprüche zu überreden. Das UVP-Verfahren ist übrigens grundsätzlich nicht geeignet, über Sinnhaftigkeit und Alternativen zu befinden. Zweckmäßigkeit, aber auch Sparsam- und Wirtschaftlichkeit sind aber wichtige Kriterien (vgl. Punkt 3 und 4, diesermit Hinweis des Stadtrechnungshofes), die nicht unbeachtet bleiben dürfen. Das erkennbare/praktizierte Bestreben aus der Politik, die nicht in deren Entscheidungsfindung einbezogenen Bürger mit ihren Einwänden auf das juristische Gleis (hier: die UVP-Schiene) zu verweisen, um sich damit nicht näher befassen zu müssen, kann Bürgermitbestimmung nicht ersetzen – es kann somit von deren Verweigerung gesprochen werden.   2) Das Werk ist nicht notwendig – zumal mit Blick auf kostengünstigere Alternativen. Laut Betreiberseite ist das Werk, das 2030 in Betrieb gehen soll, wie eingangs erwähnt und von Antragstellerseite nicht bestritten, hauptsächlich für Fernwärme gedacht, die lebenswichtigen Funktionen der Wärmebereitstellung und Abfallentsorgung seien auch ohne „EWG“ sichergestellt. Das Werk könnte nur 12% bis 13% des prognostizierten Fernwärmebedarfes decken (180 GWh/a, also Gigawattstunden/Jahr, bei Bedarf von 1400 GWh 2030 bzw. 1500 GWh 2040, Bedarf entsprechend dem Gemeinderatsbericht und -beschluss vom 13.6.2024 Seite 4, „Verbindlicher Dekarbonisierungsplan 2024“, „Konzept neu – 2024 bis 2040“). Siehe auch Punkt 7. Allein die Geothermie hingegen (für deren Einsatz sich der Grazer Gemeinderat mit Beschluss vom 21.5.2026 mittels Abnahmezusage verpflichtet hat) soll als Projekt von OMV und Energie Steiermark, beginnend ebenfalls etwa 2030, um fast 500 Mio Euro (doppelt so viel wie die Betreiber für das „EWG“ angeben) längerfristig (Vollausbau) vergleichsweise kostengünstig etwa die Hälfte, genannt wurden 40% („Grazer“ 31.5.2026), zumeist bis 50% des künftigen Fernwärmebedarfs liefern. Werner Ressi, Vorstand Energie Steiermark, in „Grazetta“ 7/2025: „Energie Steiermark und Energie Graz stemmen mit der OMV dabei Investitionen von fast 500 Millionen Euro. Fakt ist, dass mit dem Vollausbau die Hälfte des Wärmebedarfs von Graz mit heißem Wasser aus der Tiefe gedeckt wird. Die Investition ist immens, aber sie sorgt für eine nachhaltige Wärmewende und stabile Tarife“. Im wesentlichen emissionsfrei, also tatsächlich dem Dekarbonisierungsanspruch entsprechend und in tatsächlicher Kreislaufwirtschaft und wohl auch mit geringeren Betriebskosten. Das entspricht ca. 560 bis 750 GWh/a (das ca. Drei- bis Vierfache des „EWG“) und deutlich mehr, als im o.a. beschlossenen städtischen Dekarbonisierungsplan Konzept bis 2040, aus dem Jahr 2024 vorgesehen ist (ca. 400 GWh/a in Grafik eingetragen bzw. 400 – 500 GWh/a laut Seite 5). Martin Graf, Vorstand der Energie Steiermark: „Das wird ein absolutes Vorzeigeprojekt, das einen enormen Vorteil für Graz bringt.“ („Grazer“ 31.5.2026). Siehe auch Punkt 12.   3) (Seit Jahren unverändert behauptete) 250 Millionen Euro Errichtungskosten werden beim „EWG“ mit Sicherheit erheblich überschritten, Fernwärmepreise geraten unter Druck. Kostensteigerungen sind aufgrund der allgemeinen Verteuerung und des bevorstehenden Anstiegs der Kreditzinsen absehbar und unvermeidlich. Aus der Sicht der Energieabnehmer, also der Bevölkerung, die letztendlich bezahlen muss, sind kostengünstigere Alternativen vorzuziehen. Über die zu erwartenden Betriebskosten des „EWG“ wird nicht gesprochen. Der Einsatz von Alternativen, z.B. von Geothermie (vgl. Punkt 2 und 12) ist auch bei Herstellungs- und Betriebskosten kostengünstiger und besser geeignet, dem Anstieg der Fernwärmepreise entgegenzuwirken. Kritik am Projekt kam u.a. vom Müllverbrennungsexperten Helmut Krug (Kleine Zeitung 13.9.2025) und dem Abfallexperten Gerald Schmidt (Kleine Zeitung 30.9.2025), mit dem „EWG“-Projekt würde Graz laut Schmidt die teuerste Müllverbrennungsanlage Europas bauen. Die Rostfeuerung wurde auch von Krug und Schmidt in Frage gestellt. „Gibt es so eine (Anm.: Aufbereitungsanlage), kommt eigentlich die modernere, effizientere Wirbelschichtfeuerung zum Einsatz“ (Krug). Eine Wirbelschichtfeuerung wurde von den Projektbetreibern zwar abgelehnt, ist aber im Projekt „Energetische Klärschlammverwertung Gössendorf“ (EKV, 55 GWh/a) sehr wohl vorgesehen.   4) Widerspricht der nötigen Sparsamkeit in Fragen Grazer Budget (Schuldenkrise). Das Grazer Budget ist derzeit nicht nachhaltig, das Defizit liegt bekanntlich in der Größenordnung von 2 Milliarden Euro. Einsparungen sind nötig, worauf auch der Stadtrechnungshof (heute Kontrollamt genannt) öfter verwiesen hat. Ausgaben für die Errichtung des „Energiewerks“ würden den Spardruck verschärfen, was zu Lasten sinnvollerer Projekte ginge. Die behauptete Amortisation bezieht sich auf eine lange Laufzeit, die Kosten für Kredite fallen aber schon ab Errichtungsbeginn an. Der Stadtrechnungshof wies in seinem Kontrollbericht 04/2023 (auch im Gemeinderatsbericht vom 4.7.2024 enthalten) ausdrücklich darauf hin, dass die Stadt Graz bei Aufnahme von Fremdkapital in der Regel haftet (Seite 12) und empfahl, „parallel die Suche nach möglichen Ergänzungen und Alternativen weiter voran zu treiben, bei Vorliegen von ‚potentiellen‘ Alternativen die Zweckmäßigkeit aber auch Sparsam- und Wirtschaftlichkeit des EWG und EKV im Rahmen des Vorhabensbeschlusses zu beurteilen…“ (Seite 8).   5) Luftschadstoffe sind gefährlich und dürfen nicht kleingeredet werden (vgl. Punkt 6 und 7). Graz ist (trotz jahre- oder jahrzehntelangem Einsatz überparteilicher Bürgerinitiativen wie ARGE Luft-Lärm, die Teilerfolge für die Bevölkerung erzielt haben) Luft-Sanierungsgebiet, auch durch die nicht änderbare Beckenlage (im Gegensatz zu durchlüfteten Städten wie Wien und Linz) und noch immer schlechtester Luft österreichweit, was zuletzt besonders im letzten Winter deutlich in Erinnerung gerufen wurde. Aus lufthygienischer Sicht hat man sich keinen günstigen Standort für das „EWG“ ausgewählt. Bei medizinischen Sachverständigen ist Konsens, dass kein Schwellenwert angegeben werden kann, unter dem Feinstaubinhalation gesundheitlich unbedenklich ist. Auch eine geringe Zusatzbelastung kann bei einer Bevölkerungszahl von 300.000 Grazern zu zahlreichen Erkrankungen oder vermehrten vorzeitigen Todesfällen führen. Besonders gefährdet sind vorgeschädigte, alte und kranke Personen. Im Rahmen des Zero Action Pollution Plan des Europäischen Green Deals hat die Europäische Kommission das Ziel gesetzt, die Zahl der vorzeitigen Todesfälle durch Feinstaub PM2,5 zu reduzieren, bis 2030 um mindestens 55 % im Vergleich zu 2005. Ein Immissionsschutzplan, wie er noch beim alten Fernheizkraftwerk Mellach 1986 (bei vergleichsweise geringer Anrainerzahl) vorgeschrieben wurde, ist übrigens nicht vorgesehen/vorgeschrieben. Im Sommerhalbjahr würde mit geringem Wirkungsgrad des Werkes (19%) die ohnehin heiße Grazer Luft zusätzlich aufgeheizt. Wobei es nicht nur auf die allernächste Umgebung ankommt, liegt doch das in der Umweltverträglichkeits-Erklärung von der GeoSphere Austria (12.2.2025) errechnete Immissionsmaximum der Schadstoffe im ohnehin überwärmten innerstädtischen Bereich (beim drei Kilometer entfernten Schloßberg, vgl. Punkte 6 und 7). Während der sechswöchigen Stillstandsphase im Sommer jedes Jahres würde beim „EWG“ Geruchsbelästigung auftreten, während der Bauphase gibt es verstärkte Immissionen, besonders auch Lärm. Umweltanwältin Ute Pöllinger: „Darüber hinaus reicht es aus meiner Sicht auch nicht, in dieser Bauphase eine ‚umfassende Kommunikation mit den direkten Anrainer:innen‘ durchzuführen, allenfalls sind Ersatzquartiere anzubieten.“ Die derzeit in Österreich noch geltenden Immissionsgrenzwerte (Immissionsschutzgesetz Luft – IG-L) wurden übrigens laut Beschluss des Europäischen Parlaments vom 24.4.2024 verschärft, es soll aber noch einige Jahre (bis 2030?) dauern, bis sie dann ins IG-L übernommen werden (vgl. Gemeinderatsbeschluss 13.6.2024 Seite 4). Die Botschaft ist allerdings klar: Immissionsgrenzwerte (Feinstaub PM2,5 sowie PM10 und Stickoxide) bedürfen weiterer Absenkung.   6) Niedriger Kamin. Geplant ist (trotz Lage in einem Becken) ein Kamin mit nur 98 m Höhe. Beim alten Fernheizkraftwerk Mellach waren es 175 m. Dort wurde auch noch das Rauchgas wiederaufgeheizt, um in höhere Luftschichten geblasen zu werden. Beim „EWG“ ist eine „Wärmerückgewinnung“ aus den Abgasen (wohl vor allem im Winterhalbjahr) vorgesehen, die die Rauchgastemperatur bis auf 30 Grad absenken und zu raschem Niederschlag führen könnte, jedenfalls ungeeignet, um die häufigen Inversionsschichten zu durchdringen. Die naheliegende Frage, inwieweit beispielsweise durch eine Kaminerhöhung die nachteiligen (insbesondere gesundheitlichen) Folgen für die Bevölkerung reduziert werden könnten, durfte im UVP-Verfahren nicht behandelt werden, weil nur das Projekt in der eingereichten Form zu beurteilen sei (vgl. Punkt 1).   7) Schönreden insbesondere durch Holding/Energie Graz „Die Umweltbelastung liegt unter der sogenannten Irrelevanzgrenze“ (Holding-Graz-Vorstandssprecher Gert Heigl, Kleine Zeitung 15.3.2026). Laut GeoSphere-Berechnung in den Einreichunterlagen zur UVP vom 12.2.2025 würden im Immissionsschwerpunkt des Werkes, der beim Schloßberg liegt, die Relevanzschwelle (von 3% des Grenzwertes) für Deposition von Feinstäuben udgl. bei Quecksilber und Cadmium um jeweils 57% und bei Arsen um 17% überschritten. Diese Werte gelten daher nicht als irrelevant (Tabelle 5-20). Diese Zusatzbelastung wurde zwar als „gering“ eingestuft. Allerdings wurde bei der Berechnung vom alleinigen Betrieb des „EWG“ ausgegangen und somit die besonders im innerstädtischen Bereich hohe Vorbelastung mit Schadstoffen ausgeklammert, die sich gesundheitlich in Kombinationswirkungen niederschlagen kann, zumal wenn bereits Vorerkrankungen bestehen. Beim Schloßberg findet sich auch bei anderen Luftschadstoffen aus dem „EWG“ der Bereich mit der maximalen errechneten Zusatzbelastung. Siehe auch Punkt 5. Besonders deutlich über der Irrelevanzschwelle ist übrigens die Belastung mit HF (Fluorwasserstoff), deren Gesundheitsrelevanz ausgeklammert wurde, weil die Grenzwerte aus der Forstverordnung stammen und daher HF nur forstrelevant sei. Das Werk würde auch nicht, wie häufig behauptet wurde, ca. 20% (Holding-Graz-Vorstandssprecher Gert Heigl, Kleine Zeitung 15.3.2026: „Dass wir mit dem Energiewerk rund 20 Prozent unserer Fernwärme erzeugen und damit Gas reduzieren können, ist ökologisch der richtige Schritt.“) oder manchmal 18% genannt (z.B. Holding-Graz-Page), sondern wie bereits unter Punkt 2 ausgeführt nur 12 bis 13% des Fernwärmebedarfs für den Großraum Graz liefern (180 GWh/a gegenüber ca. 1400 GWh/a im Jahr 2030 bzw. ca. 1500 GWh/a im Jahr 2040, die laut Verbrauchsprognose benötigt werden). In der Zahl von rund 20% Fernwärmeaufbringung ist, wie bei der Zahl angeblicher Arbeitsplätze, die Klärschlammverbrennung Gössendorf (EKV) unzulässigerweise dazugerechnet worden: Siehe Webseite der Holding Graz, „Grazer Fernwärmeversorgung benötigt EWG/Der Hauptaspekt des Projekts: Warum die Grazer Fernwärmeversorgung das EWG und die EKV benötigt“: „Insgesamt werden EWG und EKV knapp 20% der Fernwärme für Graz mit lokalen Reststoffen/Klärschlämmen erzeugen.“   8) Keine Dekarbonisierung. Das Werk würde während der gesamten vorgesehenen Lebensdauer von 40 Jahren CO2 ausstoßen (110.000 Tonnen CO2/Jahr im Nennlastbereich von 103.000 Tonnen Abfall/Jahr – das sind 126.000 Tonnen CO2/Jahr bei 118.000 Tonnen Abfall/Jahr -, laut Klima- und Energiekonzept vom 28.1.2025). Das Ziel einer wirklich klimaneutralen Fernwärmeversorgung für Graz würde damit für Jahrzehnte zu Grabe getragen – auch wenn man den Teil, der durch den biogenen Anteil der Brennstoffe verursacht wird, herausrechnen und damit das CO2-Problem beiseite schieben will (und dies mit einer eher veralteten deutschen Studie aus 2015). Bei der Verbrennung biogenen Materials wird CO2 sofort freigesetzt, die (Wieder)aufnahme dauert hingegen Jahre bis Jahrhunderte. Zwischenzeitlich erhöht sich die Atmosphärenkonzentration. Auch die ausgerechnet im laufenden UVP-Verfahren (wer da wohl die Fäden gezogen hat?) abgelöste (nicht wiederbestellte) Umweltanwältin Ute Pöllinger hatte in ihrer Einwendung die behauptete CO2-Minderung in Frage gestellt, die Bilanz könnte negativ ausfallen. Ihr Nachfolger hat sich im weiteren Verfahren nicht mehr beteiligt. Eine CO2-Abscheidungsanlage ist nicht vorgesehen.   9) Keine Kreislaufwirtschaft. Das „EWG“ würde bei der Verbrennung etwa ein Drittel des verfeuerten Mülls, das wären ca. 30.000 Tonnen oder mehr, Schlacke/Asche jährlich produzieren, mit hochkonzentrierten Schadstoffen. Eine Deponie ist nötig. Wo diese sein soll, wird nicht kommuniziert. Pöllinger: „In weiterer Folge fehlt jedoch jede Darstellung, wohin die Aschen transportiert werden und ob ortsnah ausreichend Deponievolumen für die Aschen zur Verfügung steht.“ Das Werk ist speziell in Hinblick auf Abfallvermeidung/Verwertung kontraproduktiv, zumal es im Zielkonflikt mit der zu verfeuernden Abfallmenge steht. Der Druck für bessere Abfallvermeidungsmaßnahmen wird zunehmen, etwa durch die EU-Verpackungs-Verordnung PPVR oder die OECD, in deren Länderbericht zu Österreich es heißt: „Die Siedlungsabfälle sind jedoch weiterhin die höchsten in der EU und müssen reduziert werden“. Um Müll zu vermeiden, schlägt die OECD vor, die Verbrennungssteuer zu erhöhen („Standard“ 5.6.2026). Der Stadtrechnungshof geht im Kontrollbericht 04/2023 (in dem es um die Planungskosten ging) auf Seite 10 davon aus, dass von der jährlich genehmigten Kapazität der mechanischen Behandlungsanlage in der Sturzgasse von maximal 110.000 Tonnen Restmüll abzüglich Aussortierung von Metallen (4%) und Anlagenschwund (1,5%) (weiter gehen die Rest-Recyclingambitionen leider nicht – und auch trotz der Möglichkeiten, die sich insbesondere durch KI auftun!) für die Übergabe an das „Energiewerk“ (maximal) 104.000 Tonnen zur Verfügung stehen könnten. „Mit prozesstechnischen und maschinentechnischen Adaptierungen (Anm.: der Behandlungsanlage) wäre diese 100% Auslastung möglich.“ „Die Auslastung der letzten Jahre lag bei rd. 85% der genehmigten Behandlungskapazität von 110.000 Tonnen Restmüll p.a.“ Siehe auch Punkt 10.   10) Verkehr: Es drohen mehr Mülltransporte nach Graz durch Ausweitung des Einzugsgebietes und der Müllmenge. „Wichtig ist, dass keine zusätzlichen Abfallmengen nach Graz transportiert werden“, behauptet die Holding Graz auf ihrer Webseite. Genau das ist aber vorgesehen und droht aus zweierlei Gründen. Grund 1: Der Stadtrechnungshof nennt (wie im Punkt 9 angeführt) als Voraussetzung zur Erreichung der genehmigten Behandlungskapazität von 110.000 Tonnen entsprechende Adaptierungen, wobei die Auslastung „der letzten Jahre“ bei rund 85% lag. Laut „Stadtistik 2021“ (der Grazer Präsidialabteilung) „produzieren die GrazerInnen pro Jahr 56.517 Tonnen Restmüll“ (Seite 64). Im Jahr 2025 waren es (laut Mein Bezirk 22.4.2026 und 13.5.2026) rund 50.000 Tonnen, also rund 10% weniger – der Trend geht also nach unten. Dazu kamen weitere 20.000 Tonnen Sperrmüll (Mein Bezirk 13.5.2026), die Differenz auf die unter Punkt 9 genannten 85% der genehmigten Behandlungskapazität füllten Müllmengen aus umliegenden Gemeinden. Bei der Behauptung „keine zusätzlichen Abfallmengen“ nimmt die Holding Graz aber nicht den tatsächlichen Ist-Zustand als Maßstab, sondern nennt „bis zu rund 110.000 Tonnen pro Jahr“, die „schon seit Jahrzehnten“ gesammelt würden, auch aus umliegenden Gemeinden (Holding-Webseite). Analog dazu in Gemeinderatsberichten (4.7.2024 auf Seite 4): „Bereits im Status quo werden bis zu rd. 110.000 to Reststoffe am Standort der Abfallwirtschaft der Holding Graz in der Sturzgasse verarbeitet, sortiert und behandelt.“ Korrekt müsste es vielmehr lauten: „Schon jetzt können/dürfen, laut derzeitig gültiger Genehmigung des Landes Steiermark, in der Abfallbehandlungsanlage der Holding Graz jährlich bis zu 110.000 Tonnen Reststoffe gesammelt werden.“ Es wird offenbar angestrebt, die Differenz vom Ist-Zustand auf die 100%-Vollauslastung der Behandlungsanlage (nach Adaptierungsarbeiten) durch verstärkten Restmüllimport auch aus weiter entfernteren Abfallverbänden zu schließen, wozu bereits (Vor)verträge geschlossen worden sein sollen. Erwähnt wurden neben Graz-Umgebung die Abfallverbände Bruck-Mürzzuschlag, Leibnitz und Deutschlandsberg. Die Rede ist etwa von rund 12.000 Tonnen Restmüll aus der Obersteiermark, die per LKW großteils nach Graz geführt und verbrannt werden sollen (Mein Bezirk 13.5.2026). Der „steirische Zentralraum“ weitet sich also auf wundersame Weise. Grund 2: Die Lücke zwischen den 104.000 Tonnen/a, die maximal zur Übergabe an das „EWG“ möglich wären, und der beantragten Verarbeitungskapazität des „EWG“ von max. 118.000 Tonnen/a Müll (theoretisch sind maximal 124.000 Tonnen möglich) wird durch ohnehin vorgesehene Direktlieferungen an das „EWG“ etwas verringert. Darüber hinaus ist nicht auszuschließen, dass eine Erweiterung der Genehmigung für die Anlage in der Sturzgasse beantragt wird (was natürlich im Genehmigungsfalle dort weitere Adaptierungen zur Folge hätte). Jedenfalls würde der Müllzubringerverkehr mitsamt seinen Emissionen gegenüber dem Ist-Zustand steigen und die Aussage „Wichtig ist, dass keine zusätzlichen Abfallmengen nach Graz transportiert werden“ löst sich in Luft auf. Sollten die Müllvermeidungsambitionen von EU und OECD greifen, könnte die Holding Graz bzw. die Energie Graz wohl noch weiter entfernte Regionen zur Umgebung von Graz bzw. zum steirischen Zentralraum erklären…   11) Keine 100 Dauerarbeitsplätze (Behauptung in diversen Varianten, z.B. „in der Steiermark“ auf der Holding-Graz-Page). Beim alten Fernheizkraftwerk Mellach wurde seinerzeit die Sicherung von sogar 1000 Arbeitsplätzen versprochen, im Dauerbetrieb waren es beim fertigen Werk rund 3%. Auch beim „EWG“ ist die Zahl der Parkplätze auf eine ähnlich geringe Gesamtzahl von Mitarbeitern im Werk ausgerichtet. Im Bericht an den Grazer Gemeinderat vom 4.7.2024 heißt es auf Seite 7 unter „Schaffung von Arbeitsplätzen“: „Durch beide Projekte werden rd. 100 direkte und indirekte Vollzeitarbeitsplätze neu geschaffen und langfristig abgesichert.“ Die Zahl der behaupteten Arbeitsplätze enthält somit auch diejenigen, die bei der/durch die Klärschlammverbrennung in Gössendorf entstehen sollen – für die ein separates EKV-UVP-Verfahren durchgeführt wird (gestartet nach Start des „EWG“-UVP-Verfahrens, es gab ein paar Einsprüche), über dessen Verlauf die Energie Graz bisher Stillschweigen bewahrt. Und im UVP-Genehmigungsantrag vom 31.5.2024 der Genehmigungswerberin liest man auf Seite 3 „bis zu 100 Vollzeitarbeitsplätze geschaffen und langfristig abgesichert, basierend auf einer umfassenden volkswirtschaftlichen Detailstudie“, die aber nie vorgelegt wurde, wobei die Einschränkung „bis“ in allen Werbemaßnahmen – und Befürworterstellungnahmen aus der Politik – unter den Tisch gefallen ist.   12) Alternativen sind angesagt! Neben effektiven Großwärmepumpen, die Fernwärme kostengünstig erzeugen können, ist besonders Geothermie international stark im Kommen. Auch die EU hat ein Auge darauf geworfen: „München will bis 2040 seinen Bedarf an Fernwärme ausschließlich über die Geothermie decken.“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 1.4.2026) Projekte wie Geothermie können und sollten sinnvollerweise auch mit Wärmespeichern kombiniert/ergänzt werden, zumal die Geothermie-Wärme ganzjährig anfällt. Was soll eigentlich mit der bestehenden Fernwärmeleitung von Mellach nach Graz in Zukunft geschehen? Soll sie eingemottet werden? Die Errichtung einer Großwärmepumpe z.B. im Raum Wildon kommt in Frage. Der Stadtrechnungshof (Kontrollamt) wurde betr. Alternativsuche schon unter Punkt 4 zitiert. __________________________________________________________________________________________________________________________ Hinweise: Die genannten Berichte an den Grazer Gemeinderat sind im Internet abrufbar (allerdings fehlen dort oft Beilagen). Der Autor dieses Fakten-Checks Viktor Pölzl ist Teil der Bürgerinitiative „Stopp Müllverbrennung Graz“ (Sprecher: Günter Eisenhut). Eisenhuts Initiative hat im UVP-Verfahren Parteistellung und wurde im laufenden Verfahren von ca. 500 Personen mit Unterschrift unterstützt. Eisenhut und Pölzl waren bereits in den 1980er Jahren in der Grazer Bürgerinitiative (Verein) ARGE Luft-Lärm aktiv. Unter anderem konnte diese beim FHKW Mellach eine höhere Entschwefelung, eine Entstickungsanlage (ab Betriebsbeginn 1986) und einen verbesserten Immissionsschutzplan erreichen.

  33. 68

    Stopp-Müllverbrennung-Graz (13) Müllverbrennung verhindert Recycling

    Umweltverbände fordern: Keine Einstufung von Wärme aus Müllverbrennungsanlagen als erneuerbare Energie im Wärmeplanungsgesetz • Wärme aus Abfallverbrennungsanlagen vernichtet wertvolle Ressourcen und ist höchst klimaschädlich • Abfallvermeidung, Wiederverwendung und Verbesserung der getrennten Wertstoffsammlung müssen Priorität haben „Wärme aus der Abfallverbrennung als umweltfreundlich darzustellen ist reines Greenwashing. Nach der Logik des aktuellen Entwurfs für das Wärmeplanungsgesetz gilt Müll als erneuerbar und je mehr davon verbrannt wird, desto besser. Dies würde die oberste Stufe der gesetzlich festgelegten Abfallhierarchie, nämlich die Vermeidung, komplett aushebeln. Ressourcen sind ein knappes Gut, mit denen sparsam umgegangen und die stofflich unbedingt erhalten werden sollten. Rund 70 Prozent des Restmülls bestehen aus Wertstoffen, die durch eine Getrenntsammlung und Aufbereitung als Ressourcen wieder nutzbar gemacht werden könnten. Statt Müll als erneuerbare Energiequelle zu deklarieren, sollte dieser vermieden, Produkte sowie Verpackungen möglichst wiederverwendet und die Mülltrennung für ein Recycling weiter verbessert werden“, sagt DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz. „Die Kommunen stehen unter Druck, ihre Wärmeversorgung klimaneutral auszurichten. Hierfür die Wärme aus der Müllverbrennung als grün zu klassifizieren, ist jedoch ein völliger Irrweg. Die Verbrennung von Abfällen ist weder erneuerbar, noch klimaneutral. Nicht nur werden durch die Müllverbrennung erhebliche Mengen CO2 emittiert, sondern außerdem wertvolle Rohstoffe verbrannt. Sollte die Abfallverbrennung im Wärmeplanungsgesetz als erneuerbar klassifiziert werden, käme es zu der absurden Situation, dass Kommunen auf dem Papier ihre Wärmenetze klimaneutral betreiben, in Wirklichkeit aber unverändert vermeidbares CO2 über ihre Anlagen emittieren. Damit ist für eine klimaneutrale Umgestaltung unserer Wärmeversorgung nichts gewonnen. Vielmehr würde dies im schlimmsten Fall sogar zusätzliche Anreize für die Ausweitung der Müllverbrennung in Deutschland liefern“, sagt Leif Miller, NABU-Bundesgeschäftsführer. „Vor allem die Verfeuerung von fossilem Plastik im Restabfall ist besonders klimaschädlich und verhindert ein Recycling werthaltiger Materialien. Auch organische Abfälle gehören in die Kompostierung, als Düngemittel auf die Felder oder zur klimafreundlichen Biogasproduktion in Vergärungsanlagen, aber nicht in Verbrennungsöfen. Statt Müll als ‚erneuerbare Energiequelle‘ zu deklarieren, sollte Müll vermieden und so gleichzeitig Energie eingespart werden. Außerdem muss die Mülltrennung weiter verbessert werden“, sagt die Abfall- und klimapolitische Sprecherin des bfub Gudrun Pinn. Die getrennte Sammlung, Vergärung und stoffliche Nutzung der bislang über den Restabfall verbrannten Bioabfälle könnte jährlich bis zu 680 Millionen Kubikmeter Biogas erzeugen, 40.000 Tonnen aufwändig hergestellten Kunstdünger ersetzen und bis zu 760.000 Tonnen klimaschädliche CO2-Emissionen einsparen. Keinesfalls sollte die Verbrennung organischer Anteile im Restabfall oder getrennt gesammelter Bioabfälle deshalb durch die Einstufung als erneuerbar legitimiert werden. https://www.duh.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/umweltverbaende-fordern-keine-einstufung-von-waerme-aus-muellverbrennungsanlagen-als-erneuerbare-energ/  

  34. 67

    Stopp-Müllverbrennung-Graz (12) Umwelt. Kreislauf. Energie. Wie Wissenschaft die Welt rettet.

    Mitschnitt des Science Talk am 24.4.26 in Graz Ressourcen für Europa, Lieferketten, Kreislaufwirtschaft (Grüne Transformation), statt giftigen Feinstaub, Doxine und Furane durch Müllverbrennung.   Dioxine und Furane (PCDD/PCDF) sind extrem giftige, krebserregende organische Verbindungen, die als unerwünschte Nebenprodukte bei Verbrennungsprozessen in Gegenwart von Chlor entstehen. Sie bilden sich besonders Verbrennung von Abfällen, Kunststoffen (PVC), Holzschutzmitteln. Diese verursachen: Krebs: Dioxine gelten als krebserregend. Fortpflanzung und Entwicklung: Sie können Unfruchtbarkeit verursachen, die Entwicklung des Fötus stören und Fehlgeburten auslösen. Hormonsystem: Störungen des Hormonhaushalts, einschließlich Schilddrüsenerkrankungen. Immunsystem: Schwächung der Immunabwehr, was die Anfälligkeit für Infektionen erhöht. Haut: Schwere Hauterkrankungen wie Chlorakne. Nervensystem: Nervenschäden und neurotoxische Wirkungen. Hauptkritikpunkte an der Dioxinmessung: Partikelanlagerung & Messmethoden: Dioxine sind wasserabweisend und heften sich oft an Staubpartikel im Abgas. Kritiker befürchten, dass Messmethoden, die nicht den gesamten Staubanteil adäquat erfassen, die reale Dioxinbelastung unterschätzen. Stichproben statt Kontinuität: Während viele Schadstoffe kontinuierlich gemessen werden, erfolgt die Dioxinmessung häufig durch zeitlich begrenzte Stichprobenahmen (Diskontinuierliche Messung). Kurzzeitige, hohe Dioxin-Emissionen („Spitzen“), die beispielsweise bei An- und Abfahrvorgängen oder durch unregelmäßige Müllzusammensetzung entstehen, können dabei übersehen werden. Variabilität der Abfallzusammensetzung: Da die Müllzusammensetzung (PVC, Elektronik, lackierte Materialien) stark schwankt, ist eine gleichbleibend niedrige Verbrennungsqualität schwer zu garantieren, was zu plötzlicher Dioxinbildung führen kann. Re-Synthese im Abgasweg: Dioxine entstehen oft nicht direkt im Feuer, sondern bei der Abkühlung der Rauchgase (De-novo-Synthese) im Bereich von 300 bis 600 °C, was die Messung vor und nach der Filterung komplex macht. Die Feinstaubpartikel lösen Entzündungen und Stress in menschlichen Zellen aus. Hält dies über einen längeren Zeitraum an, kann es zu Erkrankungen führen. Die langfristigen Effekte von Feinstaub (insbesondere 2,5 PM), die bei einer Belastung über Monate und Jahre entstehen, wirken sich auf die Atemwege (z. B. Asthma, verringertes Lungenwachstum, Bronchitis, Lungenkrebs), das Herz-Kreislaufsystem (z. B. Arteriosklerose, Bluthochdruck, Blutgerinnung), den Stoffwechsel (z. B. Diabetes Mellitus Typ 2) und das Nervensystem (z. B. Demenz) aus. Eine kurzfristige (Stunden oder Tage andauernde), hohe Belastung kann zu Bluthochdruck, Herzrhythmusvariabilität sowie Krankenhaus- und Notfalleinweisungen meist aufgrund von Herz-Kreislauferkrankungen führen. Insgesamt erhöht Feinstaub die Sterblichkeit. Feinstaub stellt eine besondere Belastung für Kinder, Menschen mit vorgeschädigten Atemwegen und ältere Personen dar. Kinder atmen im Verhältnis zu ihrer körperlichen Größe mehr Luft ein als Erwachsene. Zudem befindet sich ihre Lunge im Wachstum. Eine Schädigung und beeinträchtigte Funktion der Lunge, die durch Feinstaub entstehen kann, kann sich somit auf ihr weiteres Leben auswirken. Menschen mit vorgeschädigten Atemwegen, wie Asthma oder chronischer obstruktiver Lungenerkrankung, reagieren besonders empfindlich auf Feinstaub und es kann zu vermehrten Asthmaanfällen und auch Krankenhauseinweisungen kommen. Auch ältere Menschen sind besonders gefährdet, was eine erhöhte Feinstaubkonzentration angeht, insbesondere dann, wenn sie unter chronischen Krankheiten leiden. Grenzwerte: Für die Landespolitiker der Steiermark sind 250.000 hochgiftige Partikel pro cm3 nicht zu viel, sondern noch unter dem Bereich des Grenzwertes! In einer Stunde würden 80.000 m3 Abgase aus der Müllverbrennungsanlage „Energiewerk Graz“ ausgestoßen. Das wären insgesamt 20.000.000.000.000.000 Feinstaub Partikel pro Stunde, an denen sich hochgiftige Doxine und Furane angeheftet haben können, die den Schornstein trotz Filter verlassen und die Grazer Luft verseuchen. Das Anheften (Adsorption) von Dioxinen und Furanen an Feinstaub ist ein wesentlicher Prozess, der die Ausbreitung dieser Schadstoffe in der Umwelt und ihre Aufnahme durch den Menschen maßgeblich beeinflusst. Dioxine und Furane gehören zu den persistenten organischen Schadstoffen (POPs), die schwer abbaubar sind. Mechanismus der Adsorption: Da Dioxine und Furane lipophil (fettlöslich) und oft schwerflüchtig sind, verbinden sie sich leicht mit feinen Staubpartikeln, Ruß oder Aerosolen in der Luft,  Entstehung: Diese Schadstoffe entstehen als unerwünschte Nebenprodukte, oft bei Verbrennungsprozessen (z.B. in Verbrennungsanlagen). Transport und Aufnahme: Gebunden an Feinstaub können diese Stoffe über weite Strecken transportiert werden und gelangen durch Einatmen tief in die Lunge, was eine signifikante Aufnahmepfad darstellt. Gesundheitliche Wirkung: Toxische Verbindungen wie Dioxine und Furane können sich auf der Oberfläche von ultrafeinen Partikeln anlagern und im Körpergewebe freigesetzt werden, was chronisch toxisch wirkt. Information zur Sendereihe Wir sind eine Bürgerinitiative aus Graz, die große Bedenken wegen der geplanten Müllverbrennungsanlage hat. Gemeinsam setzen wir uns für saubere Luft, den Schutz unserer Gesundheit und eine lebenswerte Stadt ein. Wir berichten über die aktuellen Entwicklungen, wie eine Umweltverträglichkeitsprüfung abläuft und wie eine Bürgerinititative eine Stimme bekommt. Auch andere Bürgerinitativen sollen in der Sendung zu Wort kommen können. Eine Bürgerinitiative ist wichtig, da sie Bürgern ermöglicht, sich direkt an der Politik zu beteiligen, spezifische Anliegen zu vertreten und politischen Druck auszuüben, der über die Aktivitäten von Parteien und Verbänden hinausgeht. Sie kann dazu beitragen, die politische Willensbildung zu verbessern und ist ein wesentliches Element der direkten Demokratie, indem sie den Bürgern eine Stimme zu konkreten Problemen verschafft, oft in Bereichen wie Umwelt, Soziales oder Stadtplanung. Website: http://www.stopp-müllverbrennung-graz.at

  35. 66

    Fakten statt Schlagzeilen – Asyl und Migration

    Am 4. Dezember 2025 lud die Asylkoordination Österreich gemeinsam mit dem Netzwerk #soziallandretten zur Podiumsdiskussion in den Gemeinderatssaal in Graz. Lukas Gahleitner-Gertz von der Asylkoordination Österreich und Christoph Pinter, Leiter des UNHCR-Büros Österreich, diskutierten über Mythen und Fakten rund um Asyl und Migration – aus internationaler, österreichischer und lokaler Perspektive. Dabei ging es um einige der gängigsten Behauptungen zum Thema: Stimmt es wirklich, dass alle nach Europa wollen? Wie ist die Rechtslage, wenn Schutzberechtigte straffällig werden? Und wie weit lässt sich Migration überhaupt steuern? Die Diskutant:innen beleuchteten diese Fragen anhand von Zahlen und rechtlichen Grundlagen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Colette Schmidt vom Standard.

  36. 65

    Postkartenaktion für ein faires Verfahren für Daniel Kollnig

    Im heutigen KULTURkalender nehmen wir uns Zeit abseits von Veranstaltungstipps – für einen politischen Aufruf. Daniel Kollnig darf seit Jänner 2026 die Ukraine nicht verlassen. Er hatte versucht, einer obsorgeberechtigten Mutter dabei zu helfen, ihr Kind zu finden, und wird nun der Kindesentführung beschuldigt. Die Initiative Just Fair kritisiert Verletzungen seiner Rechte und fordert ein objektives, rechtsstaatliches Verfahren. Mit einer Postkartenaktion werden die ukrainische Botschaft in Österreich und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger dazu aufgefordert, sich für die Einhaltung seiner Rechte einzusetzen. Auch bei Radio Helsinki könnt ihr die Aktion unterstützen: Im Funkhaus in der Schönaugasse 8  steht ein Postkartenkasten bereit, in den ihr die ausgefüllten und unterschriebenen Karten einwerfen könnt. Weitere Informationen gibt es auf just-fair.at sowie in einem Beitrag von VON UNTEN, dem Nachrichtenmagazin auf Radio Helsinki. Kommt bei uns im Funkhaus in der Schönaugasse vorbei, unterschreibt eine Postkarte und unterstützt damit die Forderung nach einem fairen Verfahren.

  37. 64

    Schaufenster zur Fairness – Showcase to Humanity [Fair Styria Tag 2026]

    „Zu wenig Lohn. Zu viel Leid. Keine Stimme, keine Wahl.“ Diese Sätze kommen von einer Bühne – gesprochen, getanzt und gesungen von Jugendlichen der Mittelschule Laßnitzhöhe. Ihr Stück heißt „Schaufenster zur Fairness – Showcase to Humanity“. Es eröffnet den FairStyria-Tag des Landes Steiermark. An diesem Tag zeigen rund 30 steirische entwicklungspolitische Initiativen, wie lokale und globale Zusammenarbeit funktionieren kann: Es geht um faire Löhne, faires Nahrungsmittel, faire Bildung – überhaupt ein faires Zusammenleben. Und um die Frage: Was hat mein Konsum in Österreich mit Menschen in Ländern des globalen Südens zu tun? ABMODERATION Das war „Schaufenster zur Fairness – Showcase to Humanity“, vom Drama & Dance Ensemble der Mittelschule Laßnitzhöhe. Ein Gedicht, das getanzt wird. Mit jeder Kaufentscheidung bestimmt der globalen Norden, wie Menschen in Asien, Afrika und Lateinamerika leben. Globale Bildung in Schulen ist wichtig, private und bewusste Kaufentscheidungen sind wertvoll. Die Politik ist in der Verantwortung sich den lokalen und globalen Fragen von menschlicher Enwicklung, fairem Handel, Menschenrechten, Lieferketten und Ausbeutung von Arbeitskraft zu stellen. Die Kaufentscheidungen von Konsument:innen im Globalen Norden sind zwar wichtig, aber können nur begrenzt wirken. Rahmenbedingungen für menschenwürdige und gerechte Entwicklungen global zu schaffen, durch internationale und faire Verhandlungen zwischen den Ländern den globalen Südens und Nordens. Fairness beginnt auf den Feldern, in den Fabriken, den Bergbaugebieten, überall da wo Arbeitskraft, Natur und Bodenschätze ausgebeutet werden, für den Profit von wenigen, auf Kosten der meisten. Rund 30 Initiativen zeigten am Fair Styria Tag, wie menschenwürdige und umweltverträgliche Entwicklung gelingen kann. Dieses Jahr am Mittwoch, dem 24. Juni 2026, von halb neun bis halb drei, im Joanneumsviertelhof in Graz.  Alle Infos: fairstyria.at Diese Performance und Aufnahme entstand in Kooperation von Radio Helsinki mit der Mittelschule Laßnitzhöhe und FairStyria. Gefördert vom OeAD – culture connected.

  38. 63

    Attention: in Beta!

    In dieser Ausgabe von Digital Dream Stories geht es um das Internet. Es geht darum, wie das Internet eigentlich funktioniert. Passend zu dieser Frage habe ich mit KI eine Website für meinen Podcast Digital Dream Stories gebaut. Zum Zeitpunkt der Aufnahme dieser Sendung war die Website noch in einer Beta Phase. Heute habe ich sie allerdings auf eine offizielle Domain gehoben. Änderungen werde ich allerdings noch vornehmen. Wenn du die neue Website schon jetzt testen willst, klicke auf den folgenden Button: Jetzt testen!

  39. 62

    Vom Zeitalter der Imperien zum Zeitalter der Gemeinschaften

    In der 69. Ausgabe von Willkommen im Globalen Dorf lädt Franz Nahrada zu einer gedanklichen Reise durch die tektonischen Verschiebungen unserer Zeit ein. Hauptthese ist, dass das Zeitalter der Imperien an sein Ende gekommen ist.  Ausgehend von der Frage, warum China wahrscheinlich kein Welthegemon werden wird, entfaltet die Sendung einen großen theoretischen Bogen – von der fundamentalen Krise der Modernisierung über die polydynamische Verflechtung ökonomischer, ökologischer und geopolitischer Spannungen bis hin zu neuen Formen gemeinschaftsgetragener Resilienz. Dabei wird deutlich: Die alten Ordnungen verlieren ihre Stabilität, doch gleichzeitig entstehen weltweit Keimzellen einer anderen Zukunft – Gemeinschaften, die beginnen, ihre Lebensgrundlagen wieder selbst zu tragen und sich zu vernetzen. Vom Zeitalter der Imperien zum Zeitalter der Gemeinschaften ist eine Einladung, die gegenwärtige globale Auflösung aller guten Sitten und extreme Brutalisierung  der Staatenwelt  nicht nur zu verstehen, sondern als Übergang zu einer neuen Form von Handlungsfähigkeit zu begreifen.

  40. 61

    Bad DJ’s – Hot Weather – Homeless [Basisworkshop Live]

    Edita, Sadra, See, Elias und MIchael gehen auf den Jakominiplatz und fragen nach Hitzetipps und wie Busfahrer mit der Hitze umgehen? Wir hören einen Beitrag zu „Bad Dj’s“ – Gewalt in der Sprache und wie damit umgehen? Ist das cool oder jenseits? Wir gehen Lehrständen am Wohnungsmarkt, wie Menschen mit mentalen Krankheiten Wohnungen finden oder von Obdachlosigkeit bedroht und betroffen sind. Finnisches Wetter soll besonders sein? Mehr dazu… Live!

  41. 60

    Thirteen – Crazy Frog: Die Sommersendung [MS Bruck/Mur]

    Die WM 2026 – Strassenbefragungen Wer wird die WM gewinnen? Erkennst Du die WM Songs? Der Mandela Effekt: Du erinnerst Dich an einen Song, aber falsch? Anderen geht’s auch so. Das ist der Mandela Effekt. Sommerferien – was wir machen? Mädelstipps vom „Team Mickey“: Hygiene, Kosmetik, Mode, Selbstvertrauen Depressionen, Freundschaft, Vertrauen und vieles mehr… Die philosophische Fragerunde. Kann man nichts tun? Was ist Freundschaft? Was ist Liebe? Wie ist es, wenn man tot ist? Was bedeutet Reichtum ohne Geld? Die Schulradiosendung mit den Schüler:innen der MS Bruck/Mur. Mit einem großen Danke an die Lehrer:innen Olivia, Fabian und Mark. Radio Helsinki: Walther Moser und Mirza Mulalić

  42. 59

    #28 – Saubere, abgekühlte Wasserratten

    Wir werfen einen Blick darauf, warum österreichische Getränke heute deutlich weniger Zucker enthalten, wie ihr mit einfachen Tricks entspannt durch die Hitzewelle kommt und weshalb ein wichtiges Ozean-Beobachtungssystem in den USA doch erhalten bleibt. Außerdem gibt es eine besonders erfreuliche Nachricht für alle, die diesen Sommer ins kühle Nass springen möchten: Österreich zählt zu den Ländern mit den saubersten Badegewässern Europas. https://www.tagesschau.de/wissen/badegewaesser-qualitaet-europa-100.html Title Music: Dyo by Sascha Ende

  43. 58

    Sommerpause: UNCUT: Solidaritätswanderung nach Bürgelkopf und Lamm8

    Am 13. Juni führt eine Solidaritätswanderung zu zwei Asylunterkünften, die durch extreme Abgelegenheit verbunden sind: Das Lager Bürglkopf in Tirol liegt auf 1.250 Meter Seehöhe, sieben Kilometer vom nächsten Ort entfernt, ohne öffentliche Anbindung. Amnesty International bezeichnete die Zustände dort 2019 als menschenrechtswidrig – damals traten Bewohner in den Hungerstreik. Das zweite Ziel ist Lamm8 in Kärnten, wo Menschen auf ihren Asylbescheid warten, weitgehend abgeschnitten vom öffentlichen Leben. Die Veranstalter:innen sehen diese Isolation als politisch gewollt. Sie fordern die Schließung solcher Lager und menschenwürdige Alternativen. Im Gespräch mit zwei Personen der Initiative: Lamm8 schließen, geht es um die konkreten Lebensbedingungen – und darum, was würdige Unterbringung konkret bedeuten würde. Hier findet ihr mehr Informationen zu den Initiativen Bürgelkopf schließen und Lamm 8 schließen. Hier findet ihr den Beitrag zur Wanderung nach Lamm8.

  44. 57

    Was hindert dich daran so zu pflegen wie du es gelernt hast?

    Was passiert, wenn in der Pflegearbeit nur noch zählt, was messbar ist – und für das Menschliche kaum Zeit bleibt? In dieser Sendung sprechen wir über den täglichen Spagat zwischen Anspruch und Realität und warum viele Pflegekräfte mit einem schlechten Gewissen nach Hause gehen. Wir fragen, was sich ändern muss, damit Pflege wieder das sein kann, was sie sein soll: ein Beruf mit Würde, Anerkennung und Zeit für Menschen. Im Rahmen einer aktuellen Studie der Arbeiterkammer Wien wurden die Arbeitsrealitäten von Pflegekräften in Österreich analysiert. Es zeigt sich ein starkes professionelles Selbstverständnis mit Fokus auf personenzentrierte Versorgung, das durch Personalmangel, Zeitdruck und ökonomische Logiken eingeschränkt wird. Die Inhalte aus der AK-Studie und dem Pflegealltag verknüpfen folgende Gäste: Wolfgang Schwab, DGKP, Betriebsratsvorsitzender Diakoniewerk Steiermark, Pflegegeldgutachter, Gesundheits- und Pflegewissenschafter, Arbeitskreis Pflege in Bewegung Robert Irmler, Pflegeassistent, Schwerpunkt Demenz, Betriebsrat sowie im vorproduzierten Interview: Florian Kirschner, Soziologe, DGKP, Referent in der Abteilung Arbeitnehmer:innenschutz & Gesundheitsberuferecht der Arbeiterkammer Wien, Studienautor “Vom Anspruch zum Alltag” Moderation: Karin Schuster   Relevante links: AK-Studie “Vom Anspruch zum Alltag”, Florian Kirschner: https://emedien.arbeiterkammer.at/viewer/image/AC17836370/2-3/ Radiosendung “Zeitgemäßer Personaleinsatz in Pflege & Betreuung” vom 13.2.2026: https://cba.media/758869 Informationsseite zu Pflege und Betreuung in Österreich: https://pflegereporting.at/ Missed Nursing Care – Studie: https://www.kl.ac.at/de/universitaet/wissenschaftliche-organisationseinheiten/fachbereich-pflegewissenschaft-mit-10 Masterplan Pflege Steiermark: https://www.news.steiermark.at/cms/beitrag/13007114/29771102/ Masterplan Pflege der KPÖ: https://www.kpoe-steiermark.at/masterplan-der-pflege.phtml Ergebnisse der Zukunftswerkstätten für professionelle Pflegepersonen und Akteur:innen der Pflege (im Rahmen vom Pflegestützpunkt 4.0): https://helsinki.at/wp-content/uploads/2024-03-05_Ergebnisse_4-Zukunftswerkstaetten_geclustert_PSP4.0.pdf

  45. 56

    Was hindert dich daran so zu pflegen wie du es gelernt hast?

    Was passiert, wenn in der Pflegearbeit nur noch zählt, was messbar ist – und für das Menschliche kaum Zeit bleibt? In dieser Sendung sprechen wir über den täglichen Spagat zwischen Anspruch und Realität und warum viele Pflegekräfte mit einem schlechten Gewissen nach Hause gehen. Wir fragen, was sich ändern muss, damit Pflege wieder das sein kann, was sie sein soll: ein Beruf mit Würde, Anerkennung und Zeit für Menschen. Im Rahmen einer aktuellen Studie der Arbeiterkammer Wien wurden die Arbeitsrealitäten von Pflegekräften in Österreich analysiert. Es zeigt sich ein starkes professionelles Selbstverständnis mit Fokus auf personenzentrierte Versorgung, das durch Personalmangel, Zeitdruck und ökonomische Logiken eingeschränkt wird. Die Inhalte aus der AK-Studie und dem Pflegealltag verknüpfen folgende Gäste: Wolfgang Schwab, DGKP, Betriebsratsvorsitzender Diakoniewerk Steiermark, Pflegegeldgutachter, Gesundheits- und Pflegewissenschafter, Arbeitskreis Pflege in Bewegung Robert Irmler, Pflegeassistent, Schwerpunkt Demenz, Betriebsrat sowie im vorproduzierten Interview: Florian Kirschner, Soziologe, DGKP, Referent in der Abteilung Arbeitnehmer:innenschutz & Gesundheitsberuferecht der Arbeiterkammer Wien, Studienautor “Vom Anspruch zum Alltag” Moderation: Karin Schuster   Relevante links: AK-Studie “Vom Anspruch zum Alltag”, Florian Kirschner: https://emedien.arbeiterkammer.at/viewer/image/AC17836370/2-3/ Radiosendung “Zeitgemäßer Personaleinsatz in Pflege & Betreuung” vom 13.2.2026: https://cba.media/758869 Informationsseite zu Pflege und Betreuung in Österreich: https://pflegereporting.at/ Missed Nursing Care – Studie: https://www.kl.ac.at/de/universitaet/wissenschaftliche-organisationseinheiten/fachbereich-pflegewissenschaft-mit-10 Masterplan Pflege Steiermark: https://www.news.steiermark.at/cms/beitrag/13007114/29771102/ Masterplan Pflege der KPÖ: https://www.kpoe-steiermark.at/masterplan-der-pflege.phtml Ergebnisse der Zukunftswerkstätten für professionelle Pflegepersonen und Akteur:innen der Pflege (im Rahmen vom Pflegestützpunkt 4.0): https://helsinki.at/wp-content/uploads/2024-03-05_Ergebnisse_4-Zukunftswerkstaetten_geclustert_PSP4.0.pdf Foto: Robert Irmler, Wolfgang Schwab, Karin Schuster bei der Sendungsaufzeichnug am 2.7.2026

  46. 55

    Graz hat gewählt: Die Wahlanalyse

    Am 28. Juni hat Graz einen neuen Gemeinderat gewählt, und die KPÖ von Bürgermeisterin Elke Kahr hat ihren historischen Erfolg von 2021 noch einmal deutlich ausgebaut. In dieser Ausgabe schauen wir uns genau an, was hinter diesem Ergebnis steckt: wie sich die Stimmen stadtweit und in den einzelnen Bezirken verteilt haben, wo die FPÖ ihre Hochburgen hat, und was die Wählerstromanalyse darüber verrät, woher die KPÖ ihre Stimmen wirklich bekommen hat und wohin die SPÖ ihre verloren hat. Auch die Grünen, die spürbar Mandate eingebüßt haben, nehmen wir genauer unter die Lupe – und fragen, warum sie bei der parallel stattfindenden Bezirksratswahl deutlich besser abschneiden als bei der Gemeinderatswahl. Wir fragen auch, warum so viele Grazerinnen und Grazer Elke Kahr nach wie vor ihr Vertrauen schenken, wie es um die Koalitionsfrage und den Grazer Proporz-Stadtsenat steht, und werfen einen Blick auf eine Wahl, die oft übersehen wird: die des Migrant:innenbeirats, samt der Frage, welche Befugnisse dieses Gremium überhaupt hat. Reinhören lohnt sich!

  47. 54

    Meldungen 01.07.26

    1. USA – Antifa-Prozess Texas In den USA hat ein Bundesgericht in Texas acht Personen wegen einer Demonstration vor dem Prairieland-Abschiebezentrum zu teils jahrzehntelangen Haftstrafen verurteilt. Wie Al Jazeera berichtete, erhielt der ehemalige Marine-Reservist Benjamin Song mit 100 Jahren die Höchststrafe, weitere Angeklagte wurden zu 30 bis 70 Jahren verurteilt. Die Staatsanwaltschaft bezeichnete die Tat als „Terrorismus“ und stellte Verbindungen zur Antifa her, die Donald Trump per Erlass zur „inländischen Terrororganisation“ erklärt hatte. Bürgerrechtsorganisationen warnen, das harte Urteil könnte weitreichende Folgen für Versammlungs- und Meinungsfreiheit in den USA haben. 2. Griechenland – Hungerstreik Prosfygika In Athen haben Bewohner:innen der besetzten Wohnsiedlung Prosfygika nach monatelangem Hungerstreik einen Erfolg vermeldet. Wie die Aktivist:innen selbst auf Instagram mitteilten, hätten die Hungerstreikenden Aristotelis, nach eigenen Angaben am 140. Tag, und Suzon, am 54. Tag, einen Rückzug der Räumungspläne erreicht. Prosfygika ist Heimat von mehr als 400 Menschen und gilt seit Jahrzehnten als Rückzugsort für Migrant:innen, Arbeiter:innen und antifaschistische Gruppen. Die Bewohner:innen wehrten sich gegen eine geplante Umwandlung des Areals zugunsten kommerzieller Interessen. 3. Deutschland – Prozess gegen die „Ulm 5″ In Stuttgart-Stammheim läuft der Prozess gegen die sogenannten „Ulm 5″ – fünf Aktivist:innen, die im September 2025 die deutsche Niederlassung des israelischen Rüstungskonzerns Elbit Systems in Ulm beschädigt haben sollen. Wie der Journalist Hanno Hauenstein auf Substack dokumentierte, wird ihnen neben Sachbeschädigung auch Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung nach Paragraf 129 vorgeworfen – ein Vorwurf, den Amnesty International Deutschland als rechtsstaatlich bedenklich kritisiert. Der Prozess findet im selben Gerichtssaal statt, der einst für die RAF-Prozesse gebaut wurde, und wurde von ursprünglich 16 auf über 40 Verhandlungstage ausgeweitet. Die Angeklagten sitzen seit mehr als neun Monaten unter verschärften Bedingungen in Untersuchungshaft. 4. Deutschland – Klimawandel-Fakes zur Hitzewelle Während der Deutsche Wetterdienst weiter vor extremer Hitze warnt, kursieren in sozialen Netzwerken zahlreiche Falschbehauptungen, die den menschengemachten Klimawandel relativieren oder leugnen. Wie der ARD-Faktenfinder recherchierte, verbreiten unter anderem rechte Portale wie „Auf 1“ den Vorwurf, öffentlich-rechtliche Medien würden Hitzetote erfinden oder Wetterkarten durch intensivere Rottöne manipulieren – nachweislich falsch, wie das ARD-Wetterkompetenzzentrum erklärt. Auch aus dem Kontext gerissene alte Bild-Schlagzeilen von 1957 und 1975 kursieren erneut, obwohl sie sich in Wahrheit auf eine defekte Bahnhofsuhr beziehungsweise eine nicht eingetroffene Prognose bezogen. Die Faktenlage ist eindeutig: Heiße Tage haben überall in Europa langfristig deutlich zugenommen. 5. Deutschland – AfD-Gutachten In Berlin hat die Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) ein rund 1.500 Seiten starkes Gutachten vorgestellt, demzufolge die AfD nach Artikel 21 des Grundgesetzes verfassungswidrig ist. Wie die GFF in einer Presseaussendung mitteilte, verstoße die Partei sowohl gegen das Demokratieprinzip – durch die geplante strafrechtliche Verfolgung politischer Gegner:innen – als auch gegen die Menschenwürde, etwa gegenüber Musliminnen, Doppelstaatsbürger:innen und Schutzsuchenden. Ein achtköpfiges Team hatte binnen 13 Monaten rund drei Millionen Datenpunkte ausgewertet und stützt seine Einschätzung auf mehr als 2.500 Belege. Ein Verbotsantrag hätte demnach vor dem Bundesverfassungsgericht wahrscheinlich Erfolg. Über die Einleitung entscheidet allein der politische Wille von Bundestag, Bundesrat oder Bundesregierung. 6. Österreich – Überwachungssoftware Innenministerium Das österreichische Innenministerium hat laut Recherchen des Standard die Lizenzen für die Überwachungssoftware „Tangles“, „Webloc“ und „Webeye“ des US-Unternehmens Penlink um zwei weitere Jahre verlängert – Kostenpunkt rund 1,85 Millionen Euro. Die Systeme können laut Bericht Aktivitäten im Internet, auf Social Media und im Darknet analysieren und werden auch von der umstrittenen US-Migrationsbehörde ICE eingesetzt, die für ihre brutale und teils mörderische Abschiebepraxis unter der Trump-Regierung bekannt ist. Datenschützer:innen äußern Bedenken zu Umfang und Kontrolle der Überwachung, das Innenministerium selbst hält sich zu konkreten Einsatzbereichen bedeckt. 7. Hitzewelle in Österreich Österreich erlebt aktuell eine markante Hitzewelle. Wie der Standard berichtete, wurden am Sonntag in der Wiener Innenstadt erstmals 40 Grad gemessen, am Montag kurzzeitig sogar 40,1 Grad im niederösterreichischen Bad Deutsch-Altenburg. Für Dienstag prognostiziert Geosphere Austria bis zu 38 Grad, bis dahin gilt die höchste Warnstufe. Solche Extremtemperaturen stehen laut Klimaforschung im direkten Zusammenhang mit der fortschreitenden Erderhitzung und dem menschengemachten Klimakollaps – dazu gleich mehr in unserer nächsten Meldung. 8. Graz – Wegener Center, Klimaprognose Auch die Wissenschaft in Graz warnt vor weiter steigenden Temperaturen. Wie das Climate Change Centre Austria berichtete, prognostizieren Gottfried Kirchengast und Moritz Pichler vom Wegener Center der Universität Graz für 2026 eine globale Erwärmung von 1,62 Grad und für 2027 bereits 1,71 Grad über dem vorindustriellen Niveau. Damit würde auch der 20-Jahres-Mittelwert der Erderwärmung ab 2026 die 1,5-Grad-Grenze des Pariser Klimaabkommens überschreiten. Möglich wurde die frühzeitige Prognose durch ein verbessertes Verständnis des Zusammenspiels von menschengemachten Treibhausgasemissionen und natürlichen Schwankungen wie El Niño. 9. Wohnungslose ukrainische Familien im Metahofpark In Graz machen die Aktivistinnen Tamara und Ola auf eine akute Notlage aufmerksam. Wie sie auf Instagram schreiben, schlafen aus der Ukraine vertriebene Familien – darunter Babys, Kinder, Schwangere und chronisch kranke Menschen – unter freiem Himmel im Metahofpark, weil es seit Anfang Mai keine Notquartiere für ukrainische Vertriebene in Graz mehr gibt. Eine Lösung der politisch Verantwortlichen sei nicht in Sicht, schreiben sie. Das Vizinest sagt auf Anfrage, dass sie nun nach dem Umzug in das neu renovierte Quartier nun keinen Platz mehr haben. Auf den Appell ans Land verwiesen die Verantwortlichen auf den Bund. Streetwork Graz betreut die Personen im Rahmen der mobilen Marienambulanz mit der notwendigsten medizinischen Versorgung. Georg Eichberger von der Caritas meint auf telefonische Nachfrage von Radio Helsinki: Die Caritas hilft Vetriebenen aus der Ukraine dabei, nach der Registrierung bei der Polizei ein Ansuchen auf Grundversorgung zu stellen, sie sind in regelmäßigem Austausch mit der Stadt Graz aber ihre Einrichtungen sind voll. Eine Notunterkunft für Menschen deren Antrag auf Grundversorgung noch nicht bewilligt wurde, wurde vom Land kürzlich gestrichen. Das betrifft eben auch die Familien und Kinder, die nun im Metahofpark übernachten müssen. Die Pressestelle der FPÖ Steiermark war bis Redaktionsschluss nicht erreichbar. Die beiden Aktivistinnen, die zu Spenden aufrufen, versorgen die Betroffenen derzeit privat mit Essen, Getränken, Windeln und Hygieneartikeln und bitten um finanzielle aber auch organisatorische Unterstützung über GoFundMe. Kontakt und weitere Infos gibt es über den Instagram-Account @demo8maerz_graz, @trashyspice oder @olavonschmolla.

  48. 53

    Graz hat gewählt: Die Wahlanalyse

    Am 28. Juni hat Graz einen neuen Gemeinderat gewählt, und die KPÖ von Bürgermeisterin Elke Kahr hat ihren historischen Erfolg von 2021 noch einmal deutlich ausgebaut. In dieser Ausgabe schauen wir uns genau an, was hinter diesem Ergebnis steckt: wie sich die Stimmen stadtweit und in den einzelnen Bezirken verteilt haben, wo die FPÖ ihre Hochburgen hat, und was die Wählerstromanalyse darüber verrät, woher die KPÖ ihre Stimmen wirklich bekommen hat und wohin die SPÖ ihre verloren hat. Auch die Grünen, die spürbar Mandate eingebüßt haben, nehmen wir genauer unter die Lupe – und fragen, warum sie bei der parallel stattfindenden Bezirksratswahl deutlich besser abschneiden als bei der Gemeinderatswahl. Wir fragen auch, warum so viele Grazerinnen und Grazer Elke Kahr nach wie vor ihr Vertrauen schenken, wie es um die Koalitionsfrage und den Grazer Proporz-Stadtsenat steht, und werfen einen Blick auf eine Wahl, die oft übersehen wird: die des Migrant:innenbeirats, samt der Frage, welche Befugnisse dieses Gremium überhaupt hat. Reinhören lohnt sich! Veranstaltungshinweise: AntiRa Stammtisch Graz: Urlaub & Rassismus Donnerstag, 2. Juli 2026, 17 bis 19 Uhr, Sigmundstadl 1 Beim nächsten AntiRa Stammtisch – diesmal ausnahmsweise an einem Donnerstag – dreht sich alles um das Thema „Urlaub & Rassismus“. Zur Diskussion steht: Erholung für die einen, Exotisierung für die anderen? Wer genießt im Urlaub weiterhin Privilegien, und wer weniger? Organisiert von THE CAKE ESCAPE. Antifa Camp Kärnten/Koroška – Jetzt anmelden Vom 1. bis 6. September 2026, Peršmanhof, Kärnten/Koroška – ein antifaschistisches Vernetzungs- und Bildungscamp. Für die Anmeldung wird gebeten, eine E-Mail mit Antworten auf folgende drei Fragen zu schicken: Wie haben sich deine politischen Ansichten entwickelt? Was gibt dir Hoffnung im Kampf für eine bessere Zukunft, und warum? Womit hast du in linken Kreisen oder innerhalb der linken Gruppen, in denen du aktiv bist, Schwierigkeiten? Diese Fragen sollen den Organisator:innen helfen, Hintergründe und Motivationen der Teilnehmenden besser zu verstehen – wer noch wenig Erfahrung hat, muss sich davon nicht abschrecken lassen und kann einfach so antworten, wie es sich stimmig anfühlt. Zusätzlich wird gebeten, die bevorzugte Anrede, die Herkunfts- bzw. Organisierungsregion sowie die Sprachen mitzuteilen, in denen dem Programm gefolgt werden kann. Jetzt anmelden: [email protected]

  49. 52

    „Over all you can describe the living conditions as horrible“- Ehemaliger Bewohner von Lamm 8

    In dieser Ausgabe VON UNTEN im Gespräch berichten wir über die Solidaritätswanderung vom 13. Juni, die zu zwei besonders abgelegenen Asylunterkünften führte: dem Lager Bürglkopf in Tirol und Lamm 8 in Kärnten. Unser Beitrag widmet sich Lamm 8. Lamm 8 ist weitgehend abgeschnitten vom öffentlichen Leben; die Menschen dort warten auf ihren Asylbescheid. Die Veranstalter:innen der Wanderung sehen diese Isolation als politisch gewollt und fordern die Schließung solcher Lager sowie menschenwürdige Alternativen. Enric von der VON UNTEN Redaktion war bei der Wanderung zu Lamm 8 dabei. Ihr hört zunächst ein Interview mit einer Teilnehmerin der Wanderung. Danach sprechen ein:e Mitorganisator:in und eine solidarische Person, die sich für die Schließung von Lamm 8 einsetzen, darüber, wie sie davon erfahren haben, dass das Heim lange Zeit kaum Aufmerksamkeit bekommen hat – und auf welchen Wegen man die Bewohner:innen unterstützen kann. Außerdem hat Enric mit einem ehemaligen Bewohner von Lamm 8 über die menschenunwürdigen Bedingungen gesprochen – abgesehen von zu wenig Wasser und der Isolation, erzählt er auch von keinem Zugang zu warmem Wasser im Winter und eine Heizung die auf Minimalbetrieb lief. Sie berichten außerdem von Gesprächen mit der umliegenden Bevölkerung, geprägt von viel Skepsis und auch Angst. Rund um das Camp stehen Schilder mit gelben Pfeilen, die die Bewohner:innen auffordern, nicht weiterzugehen – viele halten das für Vorschrift und folgen dem. Aus Sicht der Initiative ist das Problem damit für die Bürgermeisterin gelöst, weil die österreichische Bevölkerung die Geflüchteten dadurch seltener zu Gesicht bekommt. Für die Bewohner:innen selbst bedeutet das jedoch eine weitere Verschärfung ihrer Isolation. Der Beitrag ist auf Englisch und Deutsch. Fotocredits: Initiative Lamm 8 schließen Shownotes: Mehr Informationen zu den Initiativen findet ihr hier: Bürglkopf schließen (Instagram) und Lamm 8 schließen.

  50. 51

    Wer wir sind, was wir tragen [c/o HLW Weiz]

    Wir sind die 4C-Klasse der HLW Weiz und durften im Rahmen eines Radioprojekts in Kooperation mit Radio Helsinki eine Sendung zu den Themen Mode-Trends, Musik, Diversity und Free Places, also Orte ohne Konsumzwang, in Graz produzieren. Wir bedanken uns recht herzlich bei Radio Helsinki für diese tolle Erfahrung und auch bei der HLW Weiz. Lara, Lara, Wally, Sally, Nina, Emily, Amela, Kati, Rosali, Elisa, Jenny, Valentin, Leonie, Leonie, Lizzy, Selina, Franka, Emily, Emma, Vicky, Katja, Hannah und Elisa. Begleitung durch Radio Helsinki: Gea Gracner, Walther Moser, Mirza Mulalić Audioschnitt: Schüler:innen HLW Weiz Lehrer:innen: Anna Wechselberger und Florian Schmidt  

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Radio Helsinki 92.6 - Freies Radio Graz.Radio Helsinki ist ein Freies Radio, ein Community-Radio. Rund 280 Menschen gestalten bei Radio Helsinki eigenverantwortlich und selbstbestimmt 160 verschiedene Sendungen in elf Sprachen (Stand Winter 2023/2024). Übernahmen von anderen Community-Radios ergänzen das Programm.

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