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PODCAST · society

Radio Stimme

Radio Stimme - Die Sendung der Initiative MinderheitenDas politische Magazin zu den Themen Minderheiten - Mehrheiten - MachtverhältnisseKontakt: [email protected] | https://www.facebook.com/radiostimmeNewsletter: [email protected] Stimme ist das Radiomagazin der Initiative Minderheiten. In der einstündigen Sendung auf freien und nicht-kommerziellen Radiosendern und im Internet werden zweimal im Monat Live-Studiogespräche, Interviews, Reportagen und experimentelle Beiträge zu den Themen Minderheiten, Mehrheiten und Machtverhältnisse ausgestrahlt.Radio Stimme ist freies politisches Radio: ehrenamtlich, unabhängig und mit gesellschaftskritischem Anspruch. Radio Stimme macht

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  1. 100

    Die 1990er Jahre

    Hakan Gürses und Margit Reiter über Umbrüche und Aufbrüche Anlässlich des Jubiläums 35 Jahre Initiative Minderheiten und ihrer Zeitschrift STIMME reflektierten Akteur:innen die Gründungszeit und welche politischen Entwicklungen die Bildung von minoritären Allianzen Anfang der 1990er Jahre notwendig gemacht haben. Aus der Veranstaltung, die am 16. Juni im Haus der Geschichte Österreich stattgefunden hat, sind die Key Note Vorträge von Hakan Gürses und Monika Reiter zu hören. Hakan Gürses, Vorstandsmitglied der Initiative Minderheiten, erzählt aus „50 Jahren Unruhe – eine sehr persönliche Geschichte der sozialen Bewegungen“. Margit Reiter, Professorin für Zeitgeschichte an der Universität Salzburg, beschäftigt sich mit der Vermessung eines Jahrzehnts: „1986 und die Folgen“. Am Beginn hören wir einleitende Worte von Stefan Benedik, hdgö und Cornelia Kogoj, Initiative Minderheiten. Sendungsgestaltung: Stefan Resch Foto: asylkoordination österreich

  2. 99

    Retweet: „Träume, die bleiben: Sudans Jugend erzählt“ von Voice of Mendy

    Radio Stimme sendet heute eine Folge von Voice of Mendy: „Träume, die bleiben: Sudans Jugend erzählt“ (voiceofmendy.org): „Diese Sendung widmet sich den Stimmen, Geschichten und Realitäten aus dem Sudan. Wir hören die erschütternde Geschichte von Amina, einem Mädchen, das durch Krieg und Zwangsheirat um ihre Kindheit gebracht wurde – ein Schicksal, das viele Mädchen im Sudan teilen. Gleichzeitig feiern wir zum International Youth Day die Stärke und Vision der sudanesischen Jugend, die trotz Konflikten Hoffnung, Kreativität und Zukunft gestaltet. Mahmoud Abbas erzählt uns seine persönliche Reise von Flucht und Verzweiflung hin zu neuer Hoffnung durch das Programm „Om Jot Amal – Spark of Hope“. Zum Abschluss analysiert Osama die politischen Ursachen der Isolation Sudans und zeigt, wie koloniale Strukturen, islamistische Bewegungen und geopolitische Interessen das Land bis heute prägen. Eine Folge voller Schmerz, Mut, Hoffnung und kritischer Reflexion – Stimmen, die nicht überhört werden dürfen.“ Moderiert von Osama.

  3. 98

    Die Initiative Minderheiten stellt sich vor – Cornelia Kogoj im Interview bei Radio Stimme

    Radio Stimme wurde aus der Initiative Minderheiten heraus gegründet. Als Auftakt für unsere kommenden Folgen möchten wir deshalb die Initiative noch einmal vorstellen und darauf schauen, was sich in den letzten Jahren verändert hat und warum die Arbeit der Initiative nichts an Aktualität verloren hat. Cornelia Kogoj, Geschäftsführerin der Initiative Minderheiten, erzählt uns von deren Geschichte und Entwicklung über die Jahre. Sie stellt Anfänge vor, erzählt von Projekten und Idealen und wie und warum sie persönlich zur IM kam. Es geht auch darum, vor welchen Herausforderungen der Verein heute steht und was die Initiative tut, um Minoritäre Allianzen angesichts des politischen Klimas weiter zu stärken.

  4. 97

    70 Jahre Staatsvertrag – 70 Jahre Minderheitenrechte?

    Zum Jubilätum der Unterzeichnugn des Österreichsichen Staatsvertrags lud die Initiative Minderheiten zusammen mit dem Haus der Geschichte Österreich zu einer Diskusstion. Es ging dabei um die Rollen der Artikel 6, 7 und 9. In der Einladung heißt es: „Zehn Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der NS-Herrschaft wurde Österreich wieder ein souveräner Staat – mit dem am 15. Mai 1955 unterzeichneten Staatsvertrag. Die Zweite Republik verpflichtete sich darin zur Wahrung der Menschenrechte und garantierte die Sicherstellung der Rechte von Minderheiten. Mit dem Staatsvertrag assoziiert man in Bezug auf Minderheitenrechte in der Regel den Art. 7, auf den sich die slowenische und die kroatische Minderheit berufen können. Art. 6 geht jedoch über diese spezifischen Gruppen hinaus. Österreich verpflichtet sich damit, alle erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um allen unter österreichischer Staatshoheit lebenden Personen ohne Unterschied von Rasse, Geschlecht, Sprache oder Religion den Genuss der Menschenrechte und der Grundfreiheiten zu gewährleisten. Dies schließt potenziell alle Minderheitengruppen ein, unabhängig von ihrer expliziten Erwähnung. Art. 9 verpflichtet Österreich, Organisationen faschistischen Charakters aufzulösen. Eine zeitgemäße Anwendung lässt sich auf moderne rechtsextreme Parteien und neonazistische Gruppierungen erstrecken, deren Ziel die Errichtung autoritärer Systeme ist.“ Wir hören in die Veranstaltung hinein und präsentieren interessante Keynotes und spannende Beiträge aus der Podiumsdiskussion. Für all diejenigen, die die Veranstaltung oder einzelne Beiträge daraus in Gänze nachhören wollen, ist hier die Quelle dazu verlinkt: freshVibes-Spezial: Ein Staatsvertrag für alle? Eine Veranstaltung der Initiative Minderheiten. https://cba.media/707657 Vielen Dank an den Kollegen Simon Inou.

  5. 96

    [encore] The Art of Revolution

    In dieser Sendung vom Februar 2022 geht es um politische Kunst und Musik und die Frage, wie verschiedene Künstler*innen ihre Arbeit als politisches Medium nutzen, nicht zuletzt, um gegen Unterdrückung zu protestieren. In zwei Beiträgen setzen wir uns damit auseinander, was die Künstler*innen zu ihrer Arbeit motiviert, welche Macht Kunst haben kann, welche Herausforderungen ihnen begegnen und was sie sich von ihrer Arbeit erhoffen. Zunächst sprechen wir dazu mit der Social Media Künstlerin Heba aka @fathom_the_road, deren Zeichnungen international auf Missstände aufmerksam machen und die immer wieder in den Accounts von Celebrities, in Magazinen und auf der Straße in verschiedenen Protestbewegungen auftauchen. Im Anschluss folgt ein Gespräch mit zwei palästinensischen Künstlern in Wien, Asifeh und Firas Shehadeh, deren Musik auch in unserer Sendung zu hören ist. Mit ihnen sprechen wir unter anderem darüber, was für sie Protest mit Musik zu tun hat und wie ihre Herkunft diese beeinflusst. Es handelt sich um eine Wiederholung vom 1. Februar 2022.

  6. 95

    Pro Choice: der Kampf um reproduktive Gerechtigkeit

    Passend zum feministischen Kampftag am 8. März widmen wir uns in dieser Sendung dem Kampf um das Recht auf Abtreibung. Wie steht es um das Abtreibungsrecht in Europa – insbesondere in Deutschland und Österreich? Was bedeutet es, wenn Abtreibung zwar straffrei, aber rechtlich immer noch eine Straftat ist? Warum bleibt der Zugang trotz bestehender Regelungen oft erschwert? Wir werfen einen Blick auf die jüngsten Entwicklungen wie die gescheiterte Reform des § 218 in Deutschland und die anhaltenden Herausforderungen in Österreich. Dazu hört ihr ein Interview, das Radio Helsinki bereits 2023 mit Pro Choice Austria geführt hat – ein Gespräch, das leider immer noch brandaktuell ist. Pro Choice Austria: https://www.prochoiceaustria.at/ Weitere Ressourcen: https://www.changesforwomen.at/ https://www.instagram.com/ciociawienia/?hl=de

  7. 94

    Radikalisierter Konservatismus – was passiert gerade in der österreichischen und deutschen Politik?

    Rechtsradikale in der Regierung und sogar im Kanzleramt. Viele der Reden, die derzeit in Österreich und anderswo gehalten werden, können einem kalte Schauer den Rücken hinunter jagen. Viele der Maßnahmen, die gefordert oder auch umgesetzt werden, bedeuten mehr Leid, mehr Demütigung, mehr Hoffnungslosigkeit für viele Menschen. Diese Maßnahmen werden aber nicht nur von sogenannten rechten Parteien wie der FPÖ oder AfD propagiert, sondern teilweise scheint es, als würden konservative Parteien ihre Forderungen und Versprechen von Rechts abschreiben. Über das Phänomen eines solchen „radikalisierten Konservatismus“ hat die Politikwissenschaftlerin Natascha Strobl ein Buch gleichen Namens geschrieben, in dem sie aufzeigt, wie sich konservative Parteien an rechte Kräfte annähern. An den Beispielen USA/ Trump, der CDU/ CSU in Deutschland und der ÖVP in Österreich sprechen wir mit Natascha Strobl über die Hinwendung konservativer Parteien zu immer radikaleren rechten Inhalten und versuchen nachzuvollziehen, was gerade in der Politik passiert. Dabei geht es uns natürlich nicht nur darum, aufzuzeigen, was radikalisierter Konservatismus ist, sondern vor allem auch, wie wir uns wehren können – und auch dafür hat Natascha hilfreiche Strategien.

  8. 93

    Alle Kraft für was Besseres!

    Liebe Hörerinnen, Aktivist*innen, Freund*innen einer gerechteren Welt – so viel passiert überall und gefühlt ununterbrochen und macht leider meist mehr Sorgen als Hoffnung. Als Radiomacher*innen waren wir Ende 2024 selbst ziemlich erledigt und wollten gleichzeitig Hoffnung geben, aber auch sagen: wenn ihr genauso fertig seid, we see you. Und damit wir nicht alleine resignieren, motivieren, grantln, fordern, Mut machen, haben wir tolle und nette Menschen zum Gespräch gebeten, um sich gegenseitig den Rücken zu stärken, die Händchen zu halten und die Ideen sprudeln zu lassen. Ein wenig zu sudern auch, klar, aber vor allen Dingen zuhören, wie es den anderen geht, was uns umtreibt, was uns wütend macht und was hoffnungsvoll, was wir/ihr/ alle tun können, wo es mehr braucht…Wir sind ohne Plan und mit vielen offenen oder halbfertigen Gedanken an diese Sendung herangegangen und nennen sie einfach mal Group Therapy für Engagierte. Mit dabei waren die lieben und engagierten, coolen Menschen Mahriah, Sabine und Sali <3 Und eins verraten wir vorweg: Am Ende ging es uns allen besser. Und mit dieser Energie wollen wir in 2025 starten.

  9. 92

    [encore] Alle Zeit

    Wer kennt es nicht, das Gefühl, nie genug Zeit zu haben, die Zeit festhalten zu wollen, besser managen zu müssen, um nach der Arbeit und vor dem Einkauf noch kurz in Fitnessstudio zu können, wo wir nur noch schnell den einen Artikel parallel lesen, den wir dann morgen für das Meeting brauchen, nachdem die Kinder zur Schule gebracht sind… Wem die eigenen To-Do-Listen über den Kopf hinaus wachsen, der bekommt leicht das Gefühl, mit der eigenen Zeit irgendwas falsch zu machen, irgendwie besser damit umgehen zu müssen, immerhin schaffen die anderen das ja auch -oder? Dabei ist Zeitmangel kein individuelles Gefühl, sondern etwas Strukturelles, das unserer Gesellschaftsordnung zugrunde liegt. In ihrem Buch „Alle Zeit – Eine Frage von Macht und Freiheit“ diskutiert die Journalistin Theresa Bücker, warum Zeit ungerecht verteilt ist und macht Vorschläge, wie eine neue und gerechtere Zeitkultur aussehen könnte. Anhand ihrer Analysen und Vorschläge diskutieren wir in dieser Sendung über Arbeit, Care, Macht und Verteilung und das, was uns alle darin verbindet: Zeit.

  10. 91

    Wie sprechen über Israel und Palästina in Österreich und Deutschland?

    Was bedeutet es, über Israel und Palästina zu sprechen, und wie lässt sich dabei ein Raum schaffen, der nicht trennt, sondern vereint? Diese Frage führt uns in dieser Folge zu einem Thema, das vor allem in Österreich und Deutschland gleichermaßen Dringlichkeit und Feingefühl verlangt. Über den Krieg zu reden bedeutet mehr, als Standpunkte auszutauschen. Es bedeutet, Räume zu schaffen, in denen Menschen mit ihrer Trauer, ihren Fragen und ihrer Hoffnung Platz haben. Um zu erkunden, wie solche Räume aussehen und gestaltet werden können, haben wir mit Isabel Frey von Standing Together Vienna und Shai Hoffmann vom Trialoge-Projekt in Deutschland gesprochen. Beide Ansätze zeigen, dass es nicht nur um das Sprechen geht. Es geht auch um das Zuhören, das Erschaffen von Räumen, die in schwierigen Zeiten das Gemeinsame sichtbar machen. Räume, die uns daran erinnern, dass Dialog und Austausch nicht nur möglich, sondern notwendig ist, gerade jetzt. Die Initiativen Die israelisch-palästinensische Friedensinitiative Standing Together Vienna hat sich nach dem 7. Oktober 2023 der Schaffung eines kollektiven Raums des Trauerns und Zusammenkommens verschrieben. Entstanden aus dem Kunstkollektiv One State Embassy, bietet die Initiative durch, unter anderem, regelmäßige Mahnwachen in Wien einen Ort in dem sich Gemeinschaft und Empathie entfalten können und unterschiedliche Perspektiven miteinander in Dialog treten, um gemeinsam für Frieden einzustehen. Das Projekt Trialoge, ins Leben gerufen von Shai Hoffmann und Jouanna Hassoun, schafft an Schulen sogenannte „Brave Spaces“: Räume, die es Jugendlichen ermöglichen, ihre Gedanken und Gefühle zum Krieg in Gaza offen zu teilen. Seit dem 7. Oktober sind sie in den Schulen unterwegs, um mit Schüler*innen über die Ereignisse und ihre Folgen ins Gespräch zu kommen. Die Deutsch-Palästinenserin und der Deutsch-Jude mit israelischen Wurzeln teilen ihre eigenen Erfahrungen und laden die Jugendlichen zu einem Trialog ein, in dem alle Emotionen und Fragen willkommen sind. Wer mehr von den beiden lernen möchte, kann ihre Erfahrungen und Eindrücke in dem Buch „Trialog – Wie wir über Israel und Palästina sprechen“ nachlesen. Links: https://www.onestateembassy.com/standingtogethervienna https://www.xn--israelpalstinavideos-jzb.org/trialoge

  11. 90

    Komm runter!

    Wir sind zurück aus der Sommerpause und haben die Zeit genutzt, uns mal wieder in das ein oder andere Buch zu vertiefen. Eines dieser Bücher, das uns besonders gefallen hat, wollen wir euch vorstellen: den Jugendroman „Komm runter!“ von Sabrina Myriam Mohamed. Der Roman handelt von fünf Freund:innen, die in einem Wiener Gemeindebau leben und einem Sommer, der ganz anders verläuft, als geplant. Anstatt endlich Ruhe vor rassistischen Lehrpersonen und Schulstress zu haben und gemeinsam mit den Eltern wegzufahren, entscheiden alle Familien, in Wien zu bleiben. Obwohl die Kinder versuchen, das Beste aus ihrem „Alman-Sommer“ zu machen, sehen sie sich mit geheimniskrämerischen Eltern und wachsenden Herausforderungen konfrontiert.  Und dann taucht auch noch ein Schreiben auf, das die Zukunft der Jugendlichen bedrohen könnte… Das Buch liest sich wie eine Sammlung großer und kleiner Geschichten und trotz aller Herausforderungen stehen im Zentrum vor allem Freund:innenschaft und Zusammenhalt und ein Ort, an dem „Komm runter“ das Synonym ist für „Wir sind füreinander da“. Für unsere Sendung konnten wir nicht nur mit der Autorin Sabrina Myriam Mohamed über ihren Debütroman sprechen, ihr bekommt zudem Ausschnitte einer Autor:innenlesung zu hören. Viel Spaß mit der Sendung!

  12. 89

    „Angry Cripples – Stimmen behinderter Menschen gegen Ableismus“

    Der Titel „Angry Cripples – Stimmen behinderter Menschen gegen Ableismus“ macht deutlich, worum es in diesem Buch geht: Begriffe zurückzufordern und Standpunkte zu vertreten, die in einer ableistischen Gesellschaft viel zu wenig Raum finden. Die Herausgeber*innen Alina Buschmann und Luisa L’Audace legen einen Sammelband vor, in dem 15 Personen mit Behinderung und Erfahrungen mehrfacher Marginalisierung ihre Gedanken teilen und kraftvoll vertreten, auch in Form von Kunst und Illustrationen. Wir haben mit Alina Buschmann gesprochen und freuen uns euch dieses Gespräch und das Buch zu präsentieren. Buch-Info: „Angry Cripples – Stimmen behinderter Menschen gegen Ableismus“, Hrsg. Alina Buschmann und Luisa L’Audace, Illustrationen von Carolin Treml, Leykam Verlag 2023. (https://www.leykamverlag.at/produkt/angry-cripples/#description) Angry Cripples ist eine Empowerment-Plattform von behinderten Menschen für behinderte Menschen, die von den Herausgeberinnen ins Leben gerufen wurde: https://www.angrycripples.com/

  13. 88

    Wissenschaftsskepsis und ihre Folgen für die Demokratie – Teil 2

    Laut der Ende August 2023 veröffentlichten Ursachenstudie Wissenschafts- und Demokratieskepsis des Instituts für Höhere Studien liegt die österreichische Bevölkerung in Bezug auf Wissenschaftsskepsis im EU-Mittelfeld. Aufhorchen lässt jedoch die Feststellung, dass negative Äußerungen bzw. Desinteresse gegenüber Wissenschaft und Demokratie Hand in Hand gehen, wobei das Vertrauen in die Demokratie in den letzten Jahren deutlich abgenommen hat. Die Initiative Minderheiten hat, gemeinsam mit dem Verband Österreichischer Volkshochschulen und den Wiener Volkshochschulen am 17.11.23 zu einer Diskussionsveranstaltung zum Thema Wissenschaftsskepsis geladen. In der zweiten Folge zum Thema hören wir in den Vortrag „Wissenschaftsskepsis – Skeptisch betrachtet“ von zwei Autoren der Ursachenstudie Wissenschafts- und Demokratieskepsis hinein. Außerdem senden wir O-Töne aus der Podiumsdiskussion.

  14. 87

    Strategic Litigation – ein Interview zu Demokratie und Menschenrechten

    Nachdem wir im vergangenen Oktober das Thema strategic litigation in Bezug auf die sog. Klimaklagen behandelt hatten (https://www.radiostimme.at/eingriffsaehnliche-vorwirkung-und-intertemporale-freiheitssicherung-wie-wir-juristisch-den-generationen-gerecht-werden-koennen), folgt nun endlich die Fortführung, indem wir den Blick auf Migration und Asyl richten. Dazu haben wir mit Hannes Tretter und Eva Jana Messerschmidt gesprochen. Beide sind im Verein des Wiener Forums für Demokratie und Menschenrechte aktiv – Hannes Tretter als Vorstandsvorsitzender und Jana Messerschmidt als Beiratsmitglied. Sie erzählen uns vom Forum und von ihren jeweiligen Erfahrungen als Jurist*innen und Rechtsanwält*innen, die ihre Arbeit der Verteidigung und Durchsetzung der Grundrechte widmen. Unter anderem geht es um eine Studie zu „Antragsrechten der Zivilgesellschaft vor dem Verfassungsgerichtshof“, um die Möglichkeiten der strategic litigation und um die persönlichen Erzählungen der Interviewpartner*innen. Das Gespräch wurde bereits im November 2023 aufgezeichnet und ist zeitlos aktuell.

  15. 86

    Citizen Science – Wissenschaft neu denken. Ein Gespräch über das Sparkling Science Projekt “Kolonialismus heute?! Was hat das mit mir zu tun?”

    Nachdem wir euch in unserer dreiteiligen Reihe zum Thema Wissenschaftsskepsis und Demokratie Ursachen, Wirkmechanismen und Gefahren aufgezeigt haben, bringen wir euch in unserer Märzsendung nun ein praktisches Beispiel, wie Wissenschaft auch anders kann. Dafür haben wir zwei Gäst*innen von EDUCULT, einem Wiener Forschungsinstitut im Bereich Kultur, Bildung und Politik eingeladen, Anna Gaberscik und Helena Deiß, die von einem Citizen-Science Projekt berichten, das sie gemeinsam mit Schüler*innen durchgeführt und beforscht haben. In dem Citizen-Science Projekt “Kolonialismus heute?! Was hat das mit mir zu tun?” untersuchten die Forschenden zusammen mit Schüler*innen eines Wiener Gymnasiums und dem Naturhistorischen Museum Wien österreichische koloniale Vergangenheit und deren Auswirkungen auf die Gegenwart. Durch die Auseinandersetzung mit einer Sonderausstellung über Brasilien, Literaturrecherchen, Interviews und den Austausch mit Expert*innen aus verschiedenen Disziplinen entwickelten die Jugendlichen vielfältige Projekte. Das Projekt ermutigte die Jugendlichen, ihre persönlichen Lebensrealitäten und Zukunftsperspektiven in den Forschungsprozess einzubringen, ermöglichte eine kritische Reflexion und förderte dekoloniale Praktiken im Umgang mit kolonialer Vergangenheit und Gegenwart. In unserer Sendung sprechen wir mit Anna und Helena über das Projekt, ihre Erfahrungen und Eindrücke und darüber, auf wie vielen Ebenen Citizen-Science Projekte wie dieses wirksam werden können. Wir hatten eine tolle Zeit im Studio mit den beiden und wünschen euch viel Spaß beim Zuhören!

  16. 85

    Wissenschafts- und Demokratieskepsis – Teil 3

    Laut der Ende August 2023 veröffentlichten Ursachenstudie „Wissenschafts- und Demokratieskepsis“ des Instituts für Höhere Studien liegt die österreichische Bevölkerung in Bezug auf Wissenschaftsskepsis im EU-Mittelfeld. Aufhorchen lässt jedoch die Feststellung, dass negative Äußerungen bzw. Desinteresse gegenüber Wissenschaft und Demokratie Hand in Hand gehen, wobei das Vertrauen in die Demokratie in den letzten Jahren deutlich abgenommen hat. Die Initiative Minderheiten hat, gemeinsam mit dem Verband Österreichischer Volkshochschulen und den Wiener Volkshochschulen am 17.11.23 zu einer Diskussionsveranstaltung zum Thema Wissenschaftsskepsis geladen. In der dritten und letzten Folge zu diesem Thema, hören wir ein Interview mit Johannes Starkbaum. Er ist einer der Autoren der erwähnten Studie und erklärt uns ausführlich, wie die Ergebnisse zustande kamen und wie sie einzuordnen sind.

  17. 84

    Wissenschaftsskepsis und ihre Folgen für die Demokratie – Teil 1

    Laut der Ende August 2023 veröffentlichten Ursachenstudie Wissenschafts- und Demokratieskepsis des Instituts für Höhere Studien liegt die österreichische Bevölkerung in Bezug auf Wissenschaftsskepsis im EU-Mittelfeld. Aufhorchen lässt jedoch die Feststellung, dass negative Äußerungen bzw. Desinteresse gegenüber Wissenschaft und Demokratie Hand in Hand gehen, wobei das Vertrauen in die Demokratie in den letzten Jahren deutlich abgenommen hat. Die Initiative Minderheiten hat, gemeinsam mit dem Verband Österreichischer Volkshochschulen und den Wiener Volkshochschulen am 17.11.23 zu einer Diskussionsveranstaltung zum Thema Wissenschaftsskepsis geladen. In dieser und den kommenden Sendungen werden wir die Beiträge aus dieser Tagung Revue passieren lassen, sowie Interviews mit den Beitragenden senden. In der heutigen Sendung widmen wir uns dem Vortrag von Julia Mourao Permoser, Professorin für Migration und Integration der Donau Universität Krems. Sie erläutert darin und im anschließenden Interview Ursachen für Wissenschaftsskepsis und ihre politischen Implikationen und schlägt die Brücke zwischen Wissenschaft und Demokratie.

  18. 83

    „Eingriffsähnliche Vorwirkung“ und „intertemporale Freiheitssicherung“ – Wie wir juristisch den Generationen gerecht werden können

    „Eine Welt, die Platz für Öffentlichkeit haben soll, kann nicht nur für eine Generation errichtet oder nur für die Lebenden geplant sein; sie muss die Lebensspanne sterblicher Menschen übersteigen.“ Hannah Arendts Begriff von Welt fasst zusammen, vor welche Herausforderung uns die Klimakatastrophe stellt. Durch unser gemeinsames politisches Handeln schaffen wir die Welt, in der wir leben und zugleich sind wir darauf angewiesen, dass diese Welt uns überdauert, damit wir politisch handeln können. Politisches Handeln ist dringend gefordert, besonders von denjenigen, die entsprechende Verantwortung übernommen haben. Allerdings, und darauf legt auch Hannah Arendt wert, sind wir alle politisch handelnde Akteure. Wir haben zwar wenig Zeit (siehe unsere Sendung „Alle Zeit“)  – doch umso wichtiger ist es, dass Menschen ihre Kräfte bündeln und gemeinsam handeln. In dieser und der kommenden Sendung schauen wir uns eine ganz spezielle Form des gemeinsamen Handelns an. Und zwar geht es um Klagen als politischen Widerstand. Wir widmen uns den sogenannten Klimaklagen. Ihr hört Ausschnitte eines Interviews mit Judith Fitz (gesendet auf: https://www.fro.at/rechtsschutzdefizit-bei-fahrlaessiger-klimapolitik/, Redaktion Sigrid Ecker).

  19. 82

    Im Schatten des Regenbogens – Gedenken an homosexuelle Opfer des Nationalsozialismus

    Am 6. Juni wurde das Denkmal “ARCUS – Schatten eines Regenbogens” am Karlsplatz in Wien eingeweiht. Es erinnert an die Menschen, die als Homosexuelle von den Nazis verfolgt und ermordet wurden. Wir schreiben das Jahr 2023 und keines der Opfer von damals ist noch am leben. Keiner der Menschen, die während des NS Regimes als Homosexuelle in Österreich verfolgt wurden, hat zu Lebzeiten Anerkennung als Opfer der faschistischen Verfolgung erfahren. Im Gegenteil – die Kriminalisierung von Homosexualität wurde ungerührt fortgeführt, oftmals durch ebenjene Polizisten, die dies schon während des Nationalsozialismus taten. Umso wichtiger, dass wir uns bemühen jetzt unsere Aufmerksamkeit auf diese Opfergruppe zu richten. Unter anderem dieser Aufgabe hat sich QWien – das Zentrum für queere Geschichte verschrieben. Mit einer der Leiter von QWien und Mitherausgeber des Sammelbands über “Homosexualität und Nationalsozialismus” (Mandelbaum Verlag, 2023), Hannes Sulzenbacher, haben wir über diese Aufgabe gesprochen.

  20. 81

    Alles aus Liebe? Ein Blick auf die Krise unbezahlter Arbeit

    Nachdem wir in unserer vergangenen Sendung über Zeitkultur, Zeitpolitik und gerechte Verteilung gesprochen haben, widmen wir unsere aktuelle Sendung einem ganz zentralen Aspekt der Debatte: unbezahlte Sorge- und Reproduktionsarbeit, kurz Care Arbeit. Passend zum Muttertag sprechen wir über die Notwendigkeit einer Care Revolution, die eingefahrene Rollenbilder hinterfragt und neue Formen bzw. gerechte Verteilung der Care Arbeit ermöglicht. Nach wie vor wird ein Großteil der unbezahlten Arbeit – die Sorge um Kinder, Haushalt, Pflege von Angehörigen und gemeinschaftliche Sorge – von Frauen erledigt. Berufe im Care-Bereich werden schlechter bezahlt, Arbeitsbedingungen sind häufig prekär. Daran hat auch die Corona-Pandemie nichts geändert, ganz im Gegenteil. Care Arbeit wird beklatscht, belächelt oder mit Pralinen beschenkt – aber nicht fair verteilt und bezahlt. Um Kontinuitäten der feministischen Kämpfe rund um das Thema Care Arbeit aufzuzeigen, spielen wir euch außerdem zwei Interviews aus der Sendung „Sie nennen es Liebe. Wir nennen es Arbeit“ von Radio Helsinki. Darin beleuchten die Soziologin & Politologin Susanne Schultz und Judith Derndorfer, Referentin der Arbeiterkammer sowohl historische Aspekte des Kampfes um Care als auch die aktuelle Lage in Österreich.

  21. 80

    Alle Zeit

    Wer kennt es nicht, das Gefühl, nie genug Zeit zu haben, die Zeit festhalten zu wollen, besser managen zu müssen, um nach der Arbeit und vor dem Einkauf noch kurz in Fitnessstudio zu können, wo wir nur noch schnell den einen Artikel parallel lesen, den wir dann morgen für das Meeting brauchen, nachdem die Kinder zur Schule gebracht sind… Wem die eigenen To-Do-Listen über den Kopf hinaus wachsen, der bekommt leicht das Gefühl, mit der eigenen Zeit irgendwas falsch zu machen, irgendwie besser damit umgehen zu müssen, immerhin schaffen die anderen das ja auch -oder? Dabei ist Zeitmangel kein individuelles Gefühl, sondern etwas Strukturelles, das unserer Gesellschaftsordnung zugrunde liegt. In ihrem Buch „Alle Zeit – Eine Frage von Macht und Freiheit“ diskutiert die Journalistin Theresa Bücker, warum Zeit ungerecht verteilt ist und macht Vorschläge, wie eine neue und gerechtere Zeitkultur aussehen könnte. Anhand ihrer Analysen und Vorschläge diskutieren wir in dieser Sendung über Arbeit, Care, Macht und Verteilung und das, was uns alle darin verbindet: Zeit.

  22. 79

    „Hier sprichst du Deutsch!“ – Mehrsprachigkeit & Sprachpolitik

    Einerseits sollen bitte alle Englisch und am besten noch Französisch oder Spanisch lernen – toll, so bilingual! Aber wehe, das Kind spricht eine andere Sprache, wie etwa Türkisch oder Arabisch. Wir wollen diese Diskussion aufgreifen und spielen deshalb in dieser Sendung einen Beitrag aus dem Podcast Salongespräche des Vereins Fremde werden Freunde, in dem ihr einem spannenden Austausch zu dem Thema lauschen könnt. Ihr hört dazu Ausschnitte der Veranstaltung „Hier sprichst du Deutsch“, einer Lesung und Diskussion zu Thema Mehrsprachigkeit, die Fremde werden Freunde veranstaltet hat. Zu Gast waren an dem Abend Autorin Anna Kim, die aus ihrem Essayroman „Invasionen des Privaten“ gelesen hat; Sprachexperte und Logopäde Ali Dönmez; und Content Creatorin Chia Okpalaugo aka @servusmami, die die Veranstaltung moderiert hat.

  23. 78

    Wohnungslosigkeit

    Menschen, die ohne ein eigenes Zuhause leben, deren Obdach von der Fürsorge bestimmt wird oder die kein Obdach haben. In Wien sind uns diese Menschen weniger präsent und sichtbar, als in Bologna, wie unsere Redakteurin Petra Permesser festgestellt hat. Sie nahm diese Beobachtung zum Anlass, einen Beitrag zum Thema Wohnungslosigkeit in Bologna zu gestalten. Ergänzend dazu stellt die Sendung die Perspektive von queeren Menschen vor, die in Wien von Wohnungslosigkeit betroffen sind. Dieser Beitrag wurde erstmals 2021 auf Radio Stimme gesendet.

  24. 77

    Pro Sex? Pro Porno? Sexpositivismus in (queer-)feministischen Debatten

    Wir bringen in dieser Sendung zwei Beiträge, die sich aus unterschiedlichen Blickwinkeln damit beschäftigen, wie sexuelle Lust in emanzipatorischen und (queer-)feministischen Kontexten behandelt wird. Was sind feministische Positionen in Debatten über Sexualität und Konsens? Was bedeutet es für feministische Zugänge den eigenen Körper „zurück zu erobern“? Gibt es eine feministische Pornografie und wenn ja, was zeichnet sie aus? Im ersten Beitrag geht es um den Film „Narcissism“ von Regisseur:in Toni Karat, der beim diesjährigen Porn-Film-Festival in Berlin Premiere hatte. Im zweiten Beitrag senden wir einen Retweet des anarchistischen Radios von Radio Orange 94.0. Besonders interessieren uns hier die Argumente von Pro-Porno- sowie Anti-Porno-Feminist:innen in Bezug auf sexuelle Selbstbestimmung. Retweet aus: „Pro Sex? Pro Porno?„, Gestaltung: Anarchistisches Radio, Radio Orange 94.0 [erstausgestrahlt: 16.12.2012]. Hier geht es zum Trailer von Narcissism, R: Toni Karat (DE 2022)

  25. 76

    [encore] “Eure Heimat ist unser Albtraum”

    [encore]Der Begriff Heimat hat Hochkonjunktur in Österreich – linke und rechte Parteien versuchen sich den Begriff anzueignen und in den jeweils eigenen Weltbildern mit Bedeutung aufzuladen. Das muss nicht sein, meinen die Herausgeber_innen Fatma Aydemir und Hengameh Yaghoobifarah und haben im Buch „Eure Heimat ist unser Alptraum“ den Heimatbegriff seziert und für pathologisch befunden. Darin sind Texte unterschiedlicher Autor_innen versammelt, die sich mit dem Heimatbegriff und den damit eng verbundenen Rassismen befassen. Diese sind vielfältig und wuchern bis in den kleinsten Winkel des Alltags. Sie reichen von aufdringlichen und geringschätzigen Blicken im „hippen“ Museumsquartier bis zur Beurteilung dessen, wie und was gegessen wird. Radio Stimme bringt Ausschnitte aus einer Lesung der Autor_innen Vina Yun und Hengameh Yaghoobifarah.

  26. 75

    Der Klimastreik – erlebt und diskutiert

    Am 23.09.2022 war es wieder soweit – globaler Klimastreik. Für diese Sendung war Radiostimme beim Streik in Wien unterwegs und hat mit einigen Streikenden über ihre Visionen zu gelungenem Klimaschutz gesprochen. Im zweiten Teil der Sendung spielen wir ein Gespräch mit dem indigenen Klimaaktivisten Christopher Balsaldu, das diesen Sommer auf Radio Helsinki ausgestrahlt wurde. Im Gespräch erklärt Christopher Balsaldu den zerstörerischen Zusammenhang zwischen der Ausbeutung der Erde und des Kolonialismus.

  27. 74

    Den eigenen Weg finden: Coming-out, Coming-of-age, Transition

    In dieser Radio-Stimme-Sendung  stellen wir das Buch „Von Sie zu Er zu Mir: Wege der Transgeschlechtlichkeit“ von Karu-Levin Grunwald-Delitz vor, das sich zum Ziel gesetzt hat, Geschichten von Transidentität zu erzählen, die sich von klassischen Narrativen unterscheiden. Mit Info-Kapiteln, Lyrik und Kurzgeschichten vermittelt das Buch Wissen und gibt private Einblicke in oft vergessene Lebensrealitäten. Zudem senden wir eine Wiederholung der Buchpräsentation von „Mich hat nicht gewundert, dass sie auf Mädchen steht – Gespräche mit Eltern queerer Kinder” von Lisa Bolyos und Carolina Frank. Das Text-Foto-Buch enthält 18 Porträts aus der Perspektive von Eltern auf das Coming-Out ihrer schwulen, lesbischen, transidenten, bisexuellen, intergeschlechtlichen und nonbinären Kinder.

  28. 73

    [encore] „Sag, wie hast duʼs mit der Politik?“ Frage(n) an die Psychotherapie in Österreich

    „Du kannst alles schaffen, solange du dich nur genug anstrengst“: So lautet heutzutage oft das Heilsversprechen – auch in der unverändert boomenden Psychotherapie. Auf dem politischen Auge ist so ein Aufruf zum Self Empowerment oft blind. Wird jedes Problem individualisiert, sind strukturelle Benachteiligungen kein Thema mehr. Schaut jede und jeder nur auf sich, bleibt das solidarische Miteinander auf der Strecke. Und damit spielt die Psychotherapie letztlich dem Neoliberalismus in die Hände – zumindest, wenn es nach der Psychotherapeutin Angelika Grubner geht. Radio Stimme hat sie zum Interview getroffen.

  29. 72

    [encore] „Dual Use“ – Überwachen und Strafen im Digitalen Zeitalter

    Überwachungstechnologien und Fragen zum Datenschutz sind seit den frühen 2010er-Jahren fester Bestandteil einer breiten kritischen Debatte über Politiken im Netz. Neben Ländern, in denen Meinungs- und Pressefreiheit massiv beschnitten werden, nehmen auch die westlichen Industrienationen eine zunehmend ambivalente Position ein. Während vor einigen Jahren besonders der Export von Überwachungstechnologien an autokratische Regime Schlagzeilen machte, scheinen Zyklusapps im Vergleich erstmal harmlos. Tatsächlich zeigt die Debatte seit der Entscheidung des Supreme Courts in den USA, das Recht auf Schwangerschaftsabbruch zu kippen jedoch, wie Daten solcher Apps ebenfalls zu Überwachungs- und Kriminalisierungszwecken verwendet werden können. In dieser Sendung ergänzen wir einen Beitrag aus 2012, der sich damals mit Überwachung von Protestbewegungen in autokratischen Regimen beschäftigte, um die aktuelle Debatte rund um Überwachung und Abtreibung. Moderation / Technik (2022): Lilian Häge Moderation / Technik (2019): Melanie Konrad Gestaltung (2012): Alexandra Siebenhofer, Gerd Valchars, Ida Divinzenz

  30. 71

    [encore] Strombeziehung statt Strombezug. Bewusstseinsbildung in der Klimakrise

    In dieser Ausgabe von Radio Stimme dreht sich alles um Prozesse der Bewusstseinsbildung in Sachen Klimakrise. Woher kommt eigentlich der Strom, den wir beziehen? Und wie können wir zur Erreichung von Klimazielen beitragen, indem wir Strom nicht einfach nur ‚beziehen‘, sondern erkennen, dass auch der alltägliche Strombezug in einer ständigen ‚Beziehung‘ zu Umwelt, Klima und ökonomischen Machtverhältnissen steht. Radio Stimme spricht dazu mit einigen Strombezieher_innen sowie mit Ulfert Höhne von der Energiegenossenschaft Our Power. Zwei Retweets informieren anschließend über weitere Aspekte von Klimaschutz, die bisher in der Öffentlichkeit nicht breit genug diskutiert werden. Zunächst erhalten wir aus juristischer Perspektive Einblicke in legislative Errungenschaften und Versäumnisse bei Klimarechtsfragen im Rahmen von Krisenmanagement. Abschließend gibt es einen Kurzbeitrag zu Ökostromzertifikaten. Was sind diese eigentlich? Und wie können wir im Umgang mit ihnen zu bewussteren Verbraucher_innen, Konsument_innen und Klimaschützer_innen werden?

  31. 70

    Resilienz in der Klimakrise

    Weltweit nehmen Naturkatastrophen und Extremwetter-Ereignisse zu. Europa befindet sich schon wieder in der nächsten Hitzewelle. Der neueste IPCC-Bericht wurde im Februar 2022 veröffentlich und warnt eindringlich vor den Folgen der Klimakrise, die wie alle Krisen, die Ärmsten am schnellsten und am härtesten trifft. Der Bericht zeichnet ein katastrophales Bild: Der Klimawandel schreitet viel schneller voran, als viele Wissenschaftler:innen dies noch vor kurzem für möglich gehalten hätten. Die multiple Klimakrise ist da und der politische Kampf schwer und steinig. Immer wieder gibt es Rückschläge und schlechte Nachrichten. In so einer Zeit ist die persönliche und kollektive Resilienz besonders wichtig. In dieser Radio-Stimme-Sendung spielen wir Retweets, die sich mit dem IPCC-Bericht und mit emotionaler Resilienz beschäftigen.

  32. 69

    Verschwörungsmythen und antisemitische Erzählungen

    Echsenwesen, Flacherdler, satanistische Blutopfer – in der heutigen Sendung geht es um Verschwörungsmythen. Dazu senden wir Ausschnitte aus der ersten Folge des Podcast der Beratungsstelle für Extremismus, der 2020 erstausgestrahlt wurde. Nicht zufällig zur Zeit der höchsten allgemeinen Corona-Panik, haben sich Verschwörungsmythen in den Sozialen Medien sehr dynamisch weiterentwickelt. Dabei wurde ein Milieu stark mobilisiert, das sich zwischen esoterischen bis rechtsextremen und demokratieablehnenden Einstellungen etabliert hat. Gemein ist den sehr unterschiedlichen Positionen die Abkehr von gesellschaftlichen Institutionen zum Beispiel durch ein absolutes Misstrauen gegenüber Politik, Staat, Wissenschaft und seriösen Medien.

  33. 68

    Everyday Exploitation. Aktuelle Beiträge zu Ausbeutung und Widerstand

    Aus Anlass des 1. Mais strahlen wir in dieser Sendung Retweets zu Arbeiter:innenkämpfen aus. Dabei beleuchten wir einerseits globale Lieferketten. Anhand von Interviews zum derzeit diskutierten europäischen Lieferkettengesetz und dem Oxfam Supermarkt-Check 2022 werden aktuelle Debatten über die alltägliche Ausbeutung von Menschen im Globalen Süden beleuchtet. Andererseits bringen wir auch Beiträge zu den miserablen Arbeitsbedingungen bei Amazon-Subunternehmen und bei Lieferdiensten hierzulande. In beiden Branchen arbeiten vor allem Migrant:innen und People of Colour. Aufgrund von rassistischen Strukturen fällt es diesen oft schwerer von Arbeiter:innenrechten zu profitieren. Infos zur Sendung: Seit März 2021 gibt es die Möglichkeit ein „Lieferkettengesetz Volksbegehren“ für Österreich zu unterstützen, online oder auf dem Amt. (Liste aktueller Volkbegehren, Stand Mai 2022) Retweets: „#YesEUcan – starkes europäisches Lieferkettengesetz gefordert“, von Fabian Ekstedt, München: Radio LORA [erstausgestrahlt: 20.04.22]. „Das System Supermarkt steht weiterhin für Ausbeutung – Oxfam Supermarkt-Check 2022“, von Fabian Ekstedt, München: Radio LORA [erstausgestrahlt: 06.04.22]. „Arbeitsbedingungen bei Amazon-Subunternehmen“, von Tagesaktuelle Redaktion, Halle: Radio Corax [erstausgestrahlt: 18.01.22]. „Schlechte Arbeitsbedingungen bei Lieferdiensten: Gorillas-Riders wehren sich„, Berlin: Radio Onda – Agéncia radiofónica Latinoamérica-Europa [erstausgestrahlt: 21.02.2022].

  34. 67

    Rude Girls dürfen das

    Graphic Novels leben nicht nur von der Geschichte, die sie erzählen, sondern auch von den Bildern, mit denen sie das tun. Ist es daher überhaupt möglich, diese visuellen Bücher im Radio vorzustellen? Radio Stimme sagt ja und widmet sich diesmal „Rude Girl“ von Birgit Weyhe (Avant Verlag), in dem es um Indentität, Privilegien und kulturelle Aneignung geht. Zu Wort kommen in der Sendung neben der Autorin auch zwei kritische Leserinnen.

  35. 66

    Im Gespräch über das Queer Museum Vienna und EU-Migrationspolitik

    Im ersten Teil dieser Radio-Stimme-Sendung widmen wir uns dem noch relativ jungen Queer Museum Vienna. mirabella paydamwoyo dziruni kuratierte die dortige Austellung „my/his/her/queer-story wasn’t taught at school“ und führte mit uns auch ein Gespräch über diese Austellung. Zusätzlich sprachen wir noch über das Selbstverständnis und die Zukunftsvisionen des ersten queeren Museum Wiens. Der zweite Teil der Sendung thematisiert die aktuelle EU Migrationspolitik im Kontext des Krieges in der Ukraine. Leila Hadj-Abdou, Expertin des EU-Migrationsregime, führte mit uns ein Gespräch über Parallelen und Unterschiede der jetzigen Situation im Vergleich mit der Migrationsbewegung 2015.

  36. 65

    Aber Flagge zeigen, nein danke

    Derzeit sind die Farben blau und gelb ein allgegenwärtiges Protestzeichen gegen den Ukraine-Krieg. Sie symbolisieren – wie jede andere Nationalflagge – aber auch eine imaginäre Gemeinschaft und die Grenze zu den vermeintlich Anderen. Eine Nationalflagge kann also ein gutes Mittel sein, um Nationalismus voranzutreiben. Aber woher stammt der Nationalismus eigentlich? Diese Frage beantworten wir in der aktuellen Radio-Stimme-Sendung zuerst theoretisch, bevor wir uns zwei konkreten Beispielen für Nationalismen widmen.

  37. 64
  38. 63

    Ererbte Biografien im Land der Täter:innen

    Am 8. November 2021 fand im Republikanischen Club in Wien eine Diskussion mit dem Titel „Ererbte Biografien im Land der Täter:innen. Eine Diskussion über die Realitäten der zweiten und dritten Generation nach der Shoah und dem Porajmos“ statt – Porajmos bezeichnet dabei die systematische Ermordung von Roma*nja und Sinti*ze durch die Nationalsozialist*innen. Bei der Veranstaltung diskutierten Anna Goldenberg, Samuel Mago und Peter Schwarz, moderiert von der Historikerin Sarah Knoll. Diese spannende Diskussion senden wir erneut in bearbeiteter Version. Die Teilnehmer*innen berichten aus ihren Familiengeschichten und bringen in ihrer Diskussion diverse Facetten des Themengebiets um das Erinnern und Gedenken zusammen. Erstausgestrahlt wurde die Aufzeichnung von Teilen der Diskussion von der VON UNTEN-Redaktion im November 2021 auf Radio Helsinki.

  39. 62

    Migrationsgeschichte und Migrationsdiskurse

    Die neue Radio Stimme Sendung wirft einen Blick auf zwei Momente der letzten 100 Jahre österreichischer Migrationsgeschichte. Zunächst sprechen wir mit der Historikerin Theresa Gillinger über Migration in der späten Habsburgerzeit. Sie erzählt dabei unter anderem, dass dem sozialdemokratischen Grundsatz der internationalen Solidarität schon damals klare Grenzen gesetzt war wenn es um Migration nach Österreich ging. Der zweite Beitrag – ein Retweet aus der Podcast-Reihe „GEHÖRGÄNGE“ – beleuchtet die Entwicklung der zunehmend ambivalenten Position der Arbeitnehmer:innen-Vertretungen in Österreich zur Anwerbung von billigen Arbeitskräften aus dem Ausland ab den 1960er Jahren. Weitere Beiträge: Gehörgänge: 13. „Alle haben fürchterlich getobt!“ Über die zwiespältige Rolle der Gewerkschaften beim Anwerbeabkommen

  40. 61

    Politische Kämpfe von transidenten und intergeschlechtlichen Personen

    In unserer ersten Sendung im neuen Jahr geht es um politische Forderungen von transidenten und intergeschlechtlichen Personen in Österreich. Wir blicken zunächst auf das Jahr 2021 zurück und sprechen über drei offene Briefe mit Forderungen der österreichischen trans Community. Es geht um mehr Selbstbestimmung beim Personenstand, Verbesserungen der medizinischen Versorgung in Linz und um die Berichterstattung über trans exkludierende radikale Feministinnen. In der zweiten Hälfte senden wir im Retweet ein bearbeitetes Gespräch mit Tinou Ponzer und Noah Rieser vom Verein Intergeschlechtlicher Menschen Österreich (VIMÖ), die sich für den Schutz intergeschlechtlicher Kinder vor nicht-konsensuellen medizinischen Behandlungen einsetzen.

  41. 60

    Strukturen der Gewalt

    In dieser Radio-Stimme-Sendung widmen wir uns Gewalt an Frauen bzw. weiblich gelesenen Personen und den gesellschaftlichen Strukturen, die diese Gewalt bedingen. Wir senden dazu zwei Retweets aus den Bereichen Kriminologie, Polizeiarbeit sowie zur Situation von Migrantinnen und asylsuchenden Frauen. Im ersten Beitrag geht es um die Bedeutung von statistischen Daten zu geschlechtsspezifischen Gewalttaten oder Morden, die für den Kampf gegen Gewalt an Frauen zentral sind, weil sie starken Einfluss auf die Budgetverteilung für Sicherheitsbehörden haben. Vertreterinnen von maiz, dem autonomen Zentrum von und für Migrantinnen in Linz,  beschreiben im zweiten Beitrag, wie gesellschaftliche Strukturen spezifische Hürden für von häuslicher Gewalt betroffene Migrantinnen und asylsuchende Frauen erzeugen.

  42. 59

    Geschichten von Eltern über ihre queeren Kinder

    In dieser Radio-Stimme-Sendung senden wir Teile einer Buchpräsentation von „Mich hat nicht gewundert, dass sie auf Mädchen steht – Gespräche mit Eltern queerer Kinder“ von Lisa Bolyos und Carolina Frank. Die Präsentation wurde am 21.Oktober 2021 vom Verein Que[e]rbau Wien Seestadt veranstaltet und hat im Yella Yella! Nachbar_innentreff stattgefunden. „Mich hat nicht gewundert, dass sie auf Mädchen steht“ ist ein empowerndes Text-Foto-Buch und enthält 18 Porträts aus der Perspektive von Eltern auf das Coming-Out ihrer schwulen, lesbischen, transidenten, bisexuellen, intergeschlechtlichen und nonbinären Kinder.

  43. 58

    Bildungskämpfe an der Hochschule: Prekarität und „Leistung“ in der Wissenschaft

    In dieser Radio-Stimme-Sendung beschäftigen wir uns mit dem System der Hochschulen und ihrer arbeitsrechtlichen Sonderstellung. An den Hochschulen in Österreich sind nämlich befristete Verträge mit wenigen Monaten Laufzeit in der Lehre bzw. wenigen Jahren in der Forschung weit verbreitet. Die zu Jahresbeginn 2021 in Begutachtung geschickte und breit kritisierte Novelle des Universitätsgesetzes bringt für jene, die sich ohnehin schon prekär von Vertrag zu Vertrag hangeln mussten, nun die Aussicht auf ein indirektes „Beschäftigungsverbot“ nach sechs bis acht Jahren. Was das zugrunde liegende komplexe Geflecht an Vorstellungen, Normen und Regeln für die Diversität und soziale Mobilität in Forschung und Lehre bedeutet, haben wir mit zwei Vertretern der IG-Lektor:innen diskutiert. Ergänzt wird die Sendung durch einen Retweet zur Gruppe „Bildung brennt“, die das Leistungsprinzip an den Universitäten problematisiert.

  44. 57

    Mehr als eine Liebe

    Das Buch „Radikale Zärtlichkeit – Warum Liebe politisch ist“ von Şeyda Kurt ist im April 2021 erschienen. Radio Stimme nimmt dieses Buch zum Anlass, darüber zu reden, was es eigentlich bedeutet, über Liebe zu sprechen, welche vermeintlichen Wahrheiten über Liebe existieren und was das Ganze mit Macht und Unterdrückung zu tun hat. Aber auch darüber, wo Familie, Freund*innenschaft und andere Formen intimer Bindungen in unser Verständnis von Liebe einfließen. Im zweiten Teil der Sendung kommen die Autorin Lisa Bolyos und die Fotografin Carolina Frank zu Wort. Ihr neues Buch „Mich hat nicht gewundert, dass sie auf Mädchen steht“ porträtiert Familien mit queeren Kindern aus Elternperspektive.   Vorgestellte Bücher: „Radikale Zärtlichkeit – Warum Liebe politisch ist“ von Şeyda Kurt „Zu Lieben. Lieben als politisches Handeln.“ von Lann Hornscheidt „Mich hat nicht gewundert, dass sie auf Mädchen steht“ von Lisa Bolyos und Carolina Frank   Gestaltung: Dominika Krejs, Lilian Häge, Veza Govorcin

  45. 56
  46. 55

    Queere Utopien: Ein Besuch in der Villa Vida

    Auf der Suche nach Gegenentwürfen zur heteronormativen Mainstream-Gesellschaft haben wir, Lilian Häge und Ilyas Sana, das Villa Vida besucht. Villa Vida ist das Café in der Wiener Institution der queeren Community „türkis rosa lila Villa“ an der Linken Wienzeile. Um mehr über die Community rund um das Villa Vida zu erfahren, sprachen wir mit Inhaberin Denise Van de Cruz. Außerdem erzählte uns in einem weiteren Gespräch die Poetin J G Danso, die als Resident Poet die Atmosphäre des Cafés in ihren Gedichten einfängt, von der Bedeutung von Poesie für sich und die Community. Zwei ihrer Gedichte hört ihr auch in unserer Sendung.

  47. 54

    Neues Schuljahr, selbe Themen

    Angesichts der aktuellen Diskussionen um Maskenpflicht, Coronatests und Quarantäne, könnte mensch fast vergessen, dass es im Bildungsbereich auch schon vor Corona einiges an Verbesserungspotenzial gab. Wir widmen uns in der heutigen Sendung ein paar dieser älteren doch immer noch hochaktuellen Themen. Es geht um Sprache und Mehrsprachigkeit im Unterricht und die Herausforderungen des Lehrberufs. Dazu haben wir uns Vorträge angehört und mit zwei Lehrer*innen gesprochen.

  48. 53

    Die Klimakrise ernst nehmen – und handeln!

    Jedes Jahr steigt die Zahl der Hitzetage in Wien, also jener Tage mit über 30 Grad Celsius. Laut der Stadt gab es zwischen den Jahren 1961 und 1990 durchschnittlich 9,6 Hitzetage im Jahr. Von 1981 bis 2010 waren es durchschnittlich schon 15,2. 2019 waren es bis Juni bereits zwölf. Bis 2050 könnte es in Wien um bis zu acht Grad wärmer werden. Was können wir dagegen tun? In dieser Sendung stellen wir das partizipative Klima-Grätzl-Projekt „Mei Meidling“ vor und spielen im Retweet Gespräche mit Expert:innen, die Handlungsspielräume zum Thema Klimawandel aufzeigen. Weitere Infos zu „Mei Meidling“ findet ihr hier! Die Interviews von Marlena Schöttl mit Fridays-For-Future-Aktivistin Klara Butz & Umweltökonom Prof. Dr. Karl Steininger stammen aus der Sendung: „Klimaschutz – passt der Weg oder müssen wir mehr tun?„, experiment. Radio Helsinki [15.07.2021].

  49. 52

    Queer & wohnungslos in Wien

    Queere Personen sind überdurchschnittlich oft von Wohnungslosigkeit betroffen, und erfahren in den Unterstützungsstrukturen oft weitere Diskriminierungen. In Kanada wird zu diesem Thema schon länger systematisch geforscht; dort identifizieren sich beispielsweise 25-40% der wohnungslosen Jugendlichen als LGBTQIA+. Radio Stimme hat sich mit der Situation in Wien beschäftigt: Wir gehen in Interviews mit Sozialarbeiter:innen, Aktivist:innen und Organisator:innen einer Veranstaltungsreihe zum Thema der Frage nach, wie queere wohnungslose Menschen hier von Diskriminierungen betroffen sind, was sich ändern müsste und welche Strukturen und Initiativen es bereits gibt. Außerdem gibt es ein Gespräch mit der Queerbase Vienna, die geflüchtete LGBTQI+ Personen im Asylverfahren und bei der Wohnungssuche unterstützt.

  50. 51

    Jugendliche hinter Gittern. Gefängnis-Schule als Ausbruch aus dem Knastalltag

    Im Juni 2021 fand nach etlichen Corona-Lockdowns endlich wieder die DIAGONALE, das Festival des österreichischen Films, in Graz statt. Es wurde eröffnet mit dem Film FUCHS IM BAU des österreichischen Regisseurs Arman T. Riahi. Wir spielen ein Interview mit dem Regisseur und zwei der Hauptdarstellenden. Der zweite Beitrag aus dem Jahr 2017 knüpft inhaltlich an den ersten an und beschäftigt sich mit dem Maßnahmenvollzug, von dem häufig in den Medien zu hören ist. Was genau hinter diesem juristischen Begriff steckt, wird jedoch selten erklärt. Radio Stimme wollte es genauer wissen und hat mit Expert_innen über Hintergründe, Missstände und dringend notwendige Reformen gesprochen.

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