PODCAST · business
Stimme der Wirtschaft. Der Podcast der IHK Köln.
by IHK Köln
Die "Stimme der Wirtschaft" ist der Video-Podcast der IHK Köln. Zu Gast im Kammer-Studio sind regelmäßig Personen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
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Folge 24: Startup City Cologne
Wie wird aus einer Idee ein starkes Geschäftsmodell? Woher bekommt man das dafür nötige Geld? Wie wird man vom Startup zum Scaleup – oder sogar zum Unicorn? Worauf warten, wenn man an seine Idee glaubt? „Ich kann jedem nur raten, jetzt zu gründen, weil es die beste Zeit ist. Mit KI kann man sich alles zusammenbauen“, sagt Markus Gick, Managing Partner von xdeck, in unserem Video-Podcast „Stimme der Wirtschaft“. Und weiter: „Man braucht natürlich immer noch Menschen. Ich glaube, das ist ganz wichtig, denn Menschen wollen auch mit Menschen arbeiten. Aber man kann sich sehr viel der lästigen Arbeiten, die man vorher von Hand erledigen musste, mittlerweile von KI-Agenten abnehmen lassen.“ Und was, wenn der erste Schritt gemacht ist? „Das Allerwichtigste ist, ganz nah am Kunden zu sein“, rät Gick. „Früh Kundeninterviews sammeln und versuchen, die eigenen Ansätze zu validieren oder auch gerne mal zu konterkarieren und zu überlegen, ob das wirklich der richtige Weg ist.“ Köln und der Kammerbezirk sind auch ein sehr gutes Umfeld für eine Gründung. „Wir haben als großes Plus unsere mehr als 100.000 Studierenden an den Hochschulen hier in Köln und in der Region”, sagt IHK-Präsidentin Nicole Grünewald. „Und wir haben natürlich auch viele Initiativen, viele Investoren und eine sehr gute Wirtschaftsstruktur. Das ist für ein Startup ein ganz gutes Ökosystem. Da kann man sich schon niederlassen und auch gut wachsen.“
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Folge 23: Mitten im Mittelstand
Wenn der Mittelstand läuft, läuft Deutschland! Darüber haben wir in der neuen Folge unseres Videopodcasts „Stimme der Wirtschaft” mit zwei Frauen gesprochen, die es wissen müssen. Alina Schmidt von „psw Bürobedarf” in Wermelskirchen und IHK-Präsidentin Nicole Grünewald diskutieren mit Moderator Konstantin Klostermann über den Wirtschaftsbereich, in dem mehr als die Hälfte der Beschäftigten in unserem Land arbeitet. „Die großen Unternehmen haben natürlich unheimlich viel Macht. Aber der Mittelstand ist der Treiber Deutschlands und muss deshalb auch Gehör finden“, sagt Alina Schmidt. „Und deshalb ist es unheimlich wichtig, dass man sich engagiert, dass man die Stimme für vielleicht die Branche oder auch für die junge Gesellschaft, für die jungen Unternehmerinnen, laut macht und sagt: Okay, ich habe die Chance, auch meine Themen zu platzieren, auch als mittelständisches Unternehmen.“ Nicole Grünewald ergänzt: „Viele aus der Politik können gar nicht so richtig einordnen: Was ist Mittelstand? Wirtschaft wird sehr oft mit Konzernen gleichgesetzt, weil diese in Berlin natürlich eine sehr hohe Präsenz haben. Ich wünsche mir, dass sich mehr Politikerinnen und Politiker dafür interessieren, wie es in einem typischen mittelständischen Familienunternehmen aussieht und welche Auswirkungen ihre politischen Beschlüsse haben.“
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Folge 22: Wie sich der Einzelhandel neu erfinden muss
In jeder Krise steckt die Chance auf Wandel. Und egal, wie groß die Krise ist, das Motto von Buchhändlerin Dorothee Junck lautet: „Gute Laune verbreiten und nicht nölen!“ Junck führt den Buchladen „Neusser Straße“ im Kölner Stadtteil und spricht im IHK-Videopodcast „Stimme der Wirtschaft“ mit Moderator Konstantin Klostermann und IHK-Hauptgeschäftsführer Uwe Vetterlein über die Lage im Einzelhandel. Obwohl es vor allem Geschäften in den Innenstädten immer schwerer haben, läuft der Buchladen in Nippes gut. Wie kommt das und was ist das Erfolgsrezept? „Nippes hat noch eine gute Einkaufsstraße mit einem Branchenmix, der passt“, sagt Junck, die auch Mitglied der IHK-Vollversammlung ist. Service und Kundenkontakt werde im Veedel anders gelebt als in der Innenstadt. Für Uwe Vetterlein liegt der Grund für die Krise des stationären Einzelhandels zum einen an Corona, weil seitdem noch mehr Menschen online einkauften. Zum anderen sei es aber auch eine Qualitätsfrage, ob die Menschen in die Innenstadt fahren oder nicht: „Die Erreichbarkeit, den öffentlichen Raum, die Verwahrlosung an verschiedenen Ecken und Enden, die es ja dann auch nicht mehr so lustig machen, einfach mal in die Stadt zu gehen, ohne Ziel, um ein bisschen zu flanieren.“ Seit 46 Jahren gibt es den Buchladen an der Neusser Straße schon, Dorothee Junck ist seit 20 Jahren mit im Geschäft und hat sich mit der Zeit den Veränderungen angepasst und die Herausforderungen angenommen. Kunden können zum Beispiel ihre Bücher im Laden bestellen, aber dann im Rewe, Kiosk oder beim Bäcker abholen, wenn das besser passt. Der Laden sei digital gut aufgestellt und biete den Kunden trotzdem einen guten Service, Lesungen und andere Veranstaltungen. Trotz Kollege Amazon hätten die Kunden Lust, sich wieder beraten zu lassen. „Dieser persönliche Moment ist durch nichts ersetzbar“, ist Junck überzeugt. Die IHK hilft Unternehmen dabei, neue Wege zu gehen und sich untereinander auszutauschen – zum Beispiel beim großen Branchentreff von Gastro, Handel und Tourismus (nächster Termin: 13. April). Junck hat noch einen weiteren wichtigen Tipp für gut laufende Geschäfte: Gute Laune verbreiten und nicht nölen! „Die Zeiten sind schwierig, keine Frage“, sagt sie. Aber: Es bringt nichts zu nölen. Der Kunde will einfach ein schönes Erlebnis haben. Er hat selber genug Sorgen.“
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Folge 21: Wie eine Nonne ein Traditionsunternehmen gründete
200 Jahre Klosterfrau Melissengeist: Wie eine Nonne ein Traditionsunternehmen gründete! Eine der bekanntesten Kölner Marken feiert ihren 200. Geburtstag – und hat gleichzeitig eine der spannendsten Entstehungsgeschichten überhaupt! Oder kennen Sie ein Unternehmen, dass am Anfang des 19. Jahrhunderts von einer Nonne gegründet wurde und sich bis heute am Markt behauptet? Genau das ist der Fall bei Klosterfrau Melissengeist! „Eine Frau, die ein Startup gründet, war vor 200 Jahren natürlich schon sehr außergewöhnlich“, erzählt Michael Reiss, CFO der Klosterfrau Group, in unserem Video-Podcast „Stimme der Wirtschaft“. Aber wie schafft man das überhaupt, ein Unternehmen über 200 Jahre durch alle Kriege und Krise zu führen, zumal eine Ordensfrau ja keine Nachkommen hinterlässt. „Es fängt mit einer guten Idee an, mit einem guten Produkt, das immer weiterentwickelt wird“, erklärt Reiss. „Ganz wichtig ist in unserem Fall, dass eine ganze Reihe von Persönlichkeiten für das Unternehmen brennen und es voranbringen wollen. Die Verbindung von Tradition und Innovation ist für unser Erfolgsgeheimnis.“ Und natürlich die Rezeptur der Produkte, aber die wird nicht verraten … Was die Gründerinnen und Gründer von heute von dieser Geschichte lernen können, erklärt Uwe Vetterlein, Hauptgeschäftsführer der IHK Köln: „Es geht um Mut und Resilienz! Man muss sich jeden Tag neu prüfen, sich auf veränderte Verhältnisse einstellen. Jeder gute und langfristig angelegte Plan muss anpassungsfähig bleiben. Diese Bereitschaft, sich ständig zu verändern, aber trotzdem an das eigene Produkt und die eigene Identität zu glauben – das ist beeindruckend und vorbildlich.“
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Folge 20: Einfach machen - Digitalisierung in der Wirtschaft
„Einfach machen – Digitalisierung in der Wirtschaft“. Die neue Folge unseres Video-Podcasts "Stimme der Wirtschaft dreht sich ganz um das Thema Digitalisierung! Moderator Konstantin Klostermann und unser Hauptgeschäftsführer Dr. Uwe Vetterlein sprechen mit Mike Gahn, Geschäftsführender Gesellschafter der ownSoft GmbH und Vizepräsident der IHK Köln. Gerade für den Mittelstand bietet die Digitalisierung enormes Potenzial: neue Geschäftsmodelle, effizientere Abläufe und mehr Geschwindigkeit. Die Digitalbranche selbst wächst deutlich schneller als die Gesamtwirtschaft und profitiert in der Region Köln von starken Standortfaktoren wie guter Infrastruktur und einem leistungsfähigen Bildungsumfeld. Ein besonderer Fokus der Folge liegt auf Künstlicher Intelligenz als praxisnahem Produktivitätshebel. KI ist längst kein Thema nur für Großkonzerne oder IT-Spezialisten, sondern bietet auch kleinen und mittleren Unternehmen konkrete Mehrwerte – etwa bei der Personaleinsatzplanung in der Gastronomie oder durch Chatbots im Kundenservice. Mit der neuen Veranstaltung „KI to go“ (18. März, leider bereits ausgebucht, es gibt eine Warteliste) schafft die IHK Köln eine kompakte, praxisorientierte Plattform für genau diese Anwendungsbeispiele. Das große Interesse an der Veranstaltung zeigt: Die Unternehmen in der Region wollen anpacken und sich aktiv mit den Möglichkeiten der KI auseinandersetzen. Zudem geht es um unseren Ausschuss für Digitales & Innovation. Dort werden von Expertinnen und Experten Potenziale identifiziert, Best Practices sichtbar gemacht und wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen mit Politik und Verwaltung diskutiert. Ziel ist es, digitale Infrastruktur auszubauen, vernetztes Arbeiten zu fördern und innovative Geschäftsmodelle zu ermöglichen. Klar ist: Unternehmen sollten die Chancen der Digitalisierung jetzt ergreifen, ausprobieren und ins Machen kommen – die IHK Köln ist dabei ein verlässlicher Sparringspartner auf dem Weg in die digitale Zukunft.
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Folge 19: Hochsaison für die Eventbranche
Der Jahresanfang ist die Zeit der Auftaktveranstaltungen. Im Rheinland kommt der Sitzungskarneval hinzu. Das heißt: Hochsaison für die Eventbranche! In der neuen Folge unseres Video-Podcasts "Stimme der Wirtschaft" sprechen Moderator Konstantin Klostermann und IHK-Präsidentin Dr. Nicole Grünewald mit Jutta Kirberg, Inhaberin von "Kirberg Catering" mit Sitz in Köln, Bergisch-Gladbach und Leichlingen, über die Eventbranche. Und was macht die Branche in Köln und der Region so besonders? "Man kann schon sagen, dass so regionale und kulturelle Unterschiede das Event-Geschehen schon bestimmen. München hat das Oktoberfest, Köln hat den Karneval", sagt Jutta Kirberg. "Die Region ist gut erreichbar, wir haben viele spannende Locations, die Kunden aus allen Bereichen ziehen, ergänzt durch Messen." Zur Aufnahme kam Jutta Kirberg direkt aus den Vorbereitungen für den Neujahrsempfang der IHK Köln in der Kölner Flora. Wie sie und ihre Mannschaft dieses Event vorbereiten und wann sie mit einer Veranstaltung wirklich zufrieden ist, erzählt sie in dieser Folge! "Wir haben mehr als 4200 Unternehmen, alleine bei uns im Kammerbezirk, die in irgendeiner Weise mit Veranstaltungen zu tun haben", erklärt Grünewald. Das zeigt, wie groß und wichtig diese Branche ist.
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Folge 18: Das war 2025 in der IHK Köln
Wieder ist ein Jahr (fast) vorbei. Und wieder ist bei der IHK Köln in den vergangenen zwölf Monaten jede Menge passiert. Grund genug, die letzte Folge unseres Video-Podcasts einem Jahresrückblick zu widmen. Das war 2025 in der IHK Köln! Gemeinsam mit Moderator Konstantin Klostermann lassen Präsidentin Dr. Nicole Grünewald und Hauptgeschäftsführer Dr. Uwe Vetterlein das auslaufende Jahr noch einmal Revue passieren. Angefangen vom ersten Highlight, dem Neujahrsempfang mit dem damaligen Bundeskanzler Olaf Scholz, mit dem man laut Nicole Grünewald „in so gut wie gar nichts einer Meinung gewesen sei“. Ende Februar wurde Nicole Grünewald dann zum zweiten Mal als Präsidentin der IHK Köln gewählt. Sie sagt: „Es macht richtig Spaß! Wir haben viele Projekte angestoßen. Ich bin immer dafür, wenn man etwas anstößt, dann soll man die Dinge auch zu Ende machen.“ Nach der Präsidiumswahl dann die Bundestagswahl. Die IHK Köln hat hier, genau wie bei der Kommunalwahl im späteren Jahresverlauf, überall im Kammer-Bezirk Wahlforen organisiert, in der sich die Kandidierenden vorstellen konnten. Nur ein Highlight war das Treffen vor der OB-Stichwahl in Köln mit Berivan Aymaz und dem späteren Wahlsieger Torsten Burmester. Ein wichtiges Thema, das sich als Herzstück der IHK durch das ganze Jahr zieht, ist die Ausbildung. Azubi-Speed-Dating, Last-Minute-Tag auf der Rennbahn, die Bestenehrung und Zukunft Ausbildung waren nur einige der wichtigen Events des Jahres dazu. Was war noch? Die Fußballmannschaft der IHK Köln ist eher überraschend Meister aller IHKs in Deutschland geworden, beim Frauen-Business-Tag kamen Hunderte Frauen und ein paar Männer auf einem Schiff zusammen und beim Tag der Sicherheit zeigten acht Speaker einen kompletten Tag lang, wie sich Unternehmen in Zukunft aufstellen müssen und womit wir auch hier in Deutschland zu rechnen haben. Abgeschlossen wird die Folge mit einem Ausblick auf das neue Jahr 2026. Nicole Grünewald: „Wir werden alles daransetzen, die Wirtschaftsbedingungen hier am Standort Deutschland, am Standort NRW, am Standort Köln und der Region wieder besser zu machen für unsere Unternehmen. Und daran arbeiten wir jeden Tag mit Herzblut.“
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Folge 17: Die Wirtschaft funkt "SOS"
Köln hat ein Platzproblem. Nicht mit der Größe, sondern tatsächlich mit den Plätzen. Neumarkt, Friesenplatz, Ebertplatz, Wiener Platz: Alles Orte mitten in der City, alle mit einem massiven Drogen- und Verwahrlosungsproblem. Diese Zustände haben nicht nur Auswirkungen auf Anwohner und Touristen, sondern auch auf Unternehmen. „Die Wirtschaft funkt SOS“, sagt Stefan Bisanz, IHK-Vizepräsident und Geschäftsführender Gesellschafter des Sicherheitsunternehmens Consulting Plus. SOS steht für Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit, erklärt er, „also alles Probleme, die es in Köln schon ewig gibt, ohne dass etwas dagegen unternommen wird“. Die Stadt komme ihrer Aufgabe nicht nach, ausreichend für Ordnung zu sorgen. Auch IHK-Präsidentin Nicole Grünewald bemängelt, dass Probleme nicht gelöst würden, im Gegenteil: „Das schlechte Niveau wird nicht gehalten, sondern es ist in den letzten Jahren noch einmal enorm viel schlimmer geworden.“ Die Kölner Plätze seien mittlerweile international bekannte Drogenkaufhäuser, dadurch würden immer weitere Konsumenten angezogen. „Und das ist eine Spirale, die muss man einfach mal durchbrechen“, sagt Nicole Grünewald. Eine gute Lösung wäre gewesen, ein Drogenkonsumzentrum aus der Innenstadt heraus nach Kalk zu verlagern, wie von Polizeipräsident Johannes Herrmanns vorgeschlagen. „Aber jetzt sieht es so aus, als ob es nicht so kommen würde. Und man verzweifelt daran“, so Nicole Grünewald. „Es ist unverständlich, warum Köln es sich so schwer damit macht“, findet Stefan Bisanz. In anderen Städten und Ländern gebe es funktionierende Konzepte. Er glaubt, dass es Köln an Durchsetzungskraft und -willen fehlt: „Wir haben in Köln leider auch in der Politik eine Verweigerung gegenüber der Repression.“ Dabei bedeute Repression vor allem, Regeln aufzustellen und Konsequenzen zu tragen, „so wie Eltern in der Erziehung ihrer Kinder“. Köln mache es Drogenabhängigen und Dealern zu bequem. „Ich finde, Sicherheit ist eine der wichtigsten Aufgaben, die ein Staat hat“, betont Nicole Grünewald. Und weiter: „Das Allerwichtigste ist, dass ich durch die Straßen gehen kann und dass ich nicht Sorge haben muss, angegriffen zu werden oder bespuckt zu werden oder in eine Situation gebracht zu werden, in der ich mich extrem unwohl fühle. Und genau das ist aber leider im Moment auf vielen Plätzen der Fall.“
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Folge 16: Der große Weihnachtsstau
Im Kölner Weihnachtsverkehr gibt’s eigentlich nur eine Sache, die fließt – und das ist das Wasser im Rhein … Pünktlich zum ersten Adventswochenende haben wir uns in unserem Video-Podcast „Stimme der Wirtschaft“ mit der Verkehrssituation in Köln beschäftigt. Eine Auswertung aus dem Jahr 2025 zeigt: An einem Samstagmittag im Advent geht nichts mehr, die City ist verstopft, die Autos stehen, der ÖPNV ist rappelvoll. Ein echter Verkehrsinfarkt! „Die Wochen vor Weihnachten sind die Spitze des Eisbergs“, sagt Roman Suthold, Mobilitätsexperte vom ADAC. „Da wird klar, dass wir in Köln ein Verkehrssystem haben, das am Limit läuft.“ Seine Analyse: „Die Parkhäuser sind ab 11:00 morgens voll – die, die dort keinen Parkplatz finden, fahren zusätzlich in der Stadt herum. Wir haben große Probleme mit dem Baustellenmanagement. Die Baustellen sind natürlich notwendig, aber sie sorgen auch für Engpässe. Auch das Verkehrsleitsystem ist noch optimierungsbedürftig. Durch die Mobilitätswende werden auch noch Kapazitäten aus der Straße rausgenommen, was die ganze Situation weiter verschärft.“ Dabei ist die Vorweihnachtszeit für den Einzelhandel von großer Bedeutung, wie IHK-Hauptgeschäftsführer Uwe Vetterlein erklärt: Zufriedene Gäste sind auch zufriedene Einkäufer, die ihr Geld beim Einzelhandel und in der Gastronomie lassen. „Da kommt es darauf an, dass die Leute auch von außerhalb von Köln gerne in die Stadt kommen. Das tun sie immer dann, wenn sie auch gut in die Stadt kommen können und nicht mit dem Auto herumstehen oder in überfüllten Bussen und Bahnen warten.“ Ein Problem ist auch der Umgang mit den Reisebussen, die von der Stadt Köln auf den Parkplatz P22 an der Messe geleitet werden, von dort aus gibt es einen Shuttle-Service auf die andere Rheinseite zum Heumarkt. Für diesen Shuttle-Service wird die Deutzer Brücke gesperrt, was zu einer erhöhten Belastung der anderen Brücken führt – und unzufriedenen Gästen, die oft im kalten, regnerischen Wetter warten müssen. Sowohl ADAC-Experte Suthold wie auch IHK-Hauptgeschäftsführer Vetterlein plädieren für ein dezentrales Shuttle-System mit mehreren Anlaufstellen für die Busse – entsprechende Konzepte liegen der Stadt Köln seit Jahren vor, doch eine Weiterentwicklung gibt es nicht.
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Folge 15: „Jungen Menschen eine Chance geben“
Die ganze Welt beneidet uns um das duale Ausbildungssystem – und zwar zu Recht! Die Ausbildung ist das Puzzlestück, das die deutsche Volkswirtschaft stark macht. Junge Menschen lernen unter hochprofessionellen Bedingungen einen Beruf in Theorie und Praxis, nehmen ihre Zukunft selbst in die Hand. Und die IHK führt alles mit viel Herzblut zusammen: Azubis, Betriebe, Prüfungen – und das bundesweit einheitlich! Allein im vergangenen Jahr haben wir rund 24.000 Prüfungen abgenommen, fast 5.000 Prüferinnen und Prüfer sind ehrenamtlich engagiert, dazu kommt ein hochmotiviertes Team im Hauptamt. Hinter dem Satz „Morgen sind Prüfungen!“ steht eine riesige logistische Kette, die wir organisieren. „Für jedes Unternehmen ist die Ausbildung ein echter Gewinn“, sagt IHK-Präsidentin Nicole Grünewald in unserem Video-Podcast „Stimme der Wirtschaft“. „Man macht sich seine Fachkräfte quasi selbst, die Auszubildenden sind nach 2-3 Jahren perfekt eingearbeitet – und können dann richtig loslegen!“ Grünewald bildet in ihrer Werbeagentur seit 25 Jahren selbst aus und sagt: Das macht natürlich auch etwas sehr Positives mit dem Betrieb, wenn dort junge Menschen ihre Karriere starten: „Dadurch gibt es immer wieder frische Ideen, man bleibt am Puls der Zeit.“ Auch IHK-Vizepräsidentin Mariska Hoffmann bildet seit Jahren in der Medienbranche aus und schwärmt von den Erfahrungen: Junge Menschen auf ihrem Weg ins Berufsleben zu begleiten und Erfahrungen weiterzugeben, ist ihr eine Herzensangelegenheit. Ihr Appell an alle Unternehmerinnen und Unternehmer, die vielleicht noch Zweifel haben: „Keine Angst, nur Mut! Einfach ausbilden, den jungen Menschen eine Chance geben.“ Sie selbst habe die Erfahrung gemacht, dass man als Ausbilderin von der IHK immer freundlich und kompetent unterstützt wird. Das sei, so ihre Erfahrung im Austausch mit anderen Ehrenamtlern, vor allen Dingen in kleinen Betrieben wichtig, wo die Verantwortung auf wenigen Schultern liegt: „Kein Betrieb, keine Ausbilderin und kein Ausbilder werden allein gelassen. Es gibt auf jede Frage eine Antwort und für jedes Problem eine Lösung.“
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Folge 14: Die Energie-Krise: Bitte sofort umsteuern!
Es ist das zentrale Thema der deutschen Wirtschaft: Wie schafft es die Politik, das Vertrauen in der Energie-Frage zurückzugewinnen? „Wir haben auf Sicht nicht genug Energie und die Energie, die wir haben, ist zu teuer“, sagt IHK-Präsidentin Nicole Grünewald im Video-Podcast „Stimme der Wirtschaft“. Diese Lage sei kein Zufall, sondern „das Ergebnis einer verfehlten Politik“ in Sachen Energiewende. Grünewald erklärt: „Unsere Mitgliedsunternehmen sagen: Ja, wir wollen eine Transformation – aber bitte so, dass wir wettbewerbsfähig bleiben. Das Ergebnis der aktuellen Energiepolitik ist: Die energieintensive Industrie verschwindet aus Deutschland und produziert in anderen Ländern weiter. Allein an der chemischen Industrie hängen an der Rheinschiene 150.000 Jobs. Die sind in akuter Gefahr und deswegen muss jetzt dringend umgesteuert werden.“ Während Deutschland den Ausstieg aus der Kernenergie vollzogen hat und der Ausstieg aus der Kohle immer weiter voranschreitet, fehlt die ganz konkrete Strategie, diese grundlastfähigen Kraftwerke zu ersetzen. Denn nur mit Wind- und Sonnenkraft lässt sich der Energiebedarf unseres Industrielandes nicht decken, schon aktuell sind wir auf Energie-Importe angewiesen. Immerhin sei mit Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche jetzt eine Frau am Ruder, die das Problem erkannt habe, meint Grünewald. Aber warum ist das so? IHK-Chefredakteur Willi Haentjes glaubt, dass der unterschiedliche Planungshorizont von Politik und Wirtschaft hier ein entscheidender Faktor ist. „Unternehmen planen in längeren Investitionszyklen, sie gucken weit nach vorne: Lohnt sich die Anlage hier? Was kostet Energie in 15 Jahren am Standort? Politik denkt immer nur bis zur nächsten Wahl.“ Und sie haftet auch ganz anders für ihre Entscheidungen: „Das größte Kapital von Politik ist das Vertrauen. Wenn ich das als Politiker aufgebraucht habe, werde ich nicht wiedergewählt – was Schlimmeres kann mir nicht passieren. Wenn ich als Unternehmer oder Konzern mein Kapital aufgebraucht habe, dann sind Jobs und Wohlstand weg. Diese Konsequenzen der eigenen Entscheidung haben ganz andere Dimensionen.“ Die ganze Folge mit Moderator Konstantin Klostermann finden Sie hier!
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Folge 13: Frauen in Männer-Domänen
Frauen in Männer-Domänen: „Während meiner Karriere musste ich immer wieder beweisen, dass ich es kann“ Wie macht man als Frau in einer Branche Karriere, in der es wenige Frauen gibt? Gibt es Stereotype, und wie geht Frau damit um? Darüber haben wir in unserem Video-Podcast „Stimme der Wirtschaft“ mit Dr. Petra Mayer gesprochen. Petra Mayer ist Ingenieurin und als Vorständin bei der Deutz AG (gegründet 1864) für die Produktion verantwortlich. Ehrenamtlich engagiert sie sich als Vizepräsidentin bei der IHK Köln und Co-Vorsitzende des IHK-Ausschusses Internationales. Als Petra Mayer ihr Studium aufnahm, war sie fast die einzige Frau im Hörsaal. Frauenförderung oder Mentoring gab es noch nicht. „Was mich durch meine Karriere hindurch begleitet hat: Bei Männern, auch bei jungen, heißt es oft: ‚Er kann das schon! Soll er jetzt mal ausprobieren, und er lernt das schon, was er nicht kann!‘ Bei Frauen ist es umgekehrt. Während meiner ganzen Karriere musste ich immer erstmal beweisen, dass ich es kann. Zum Beispiel, dass ich als junge, blonde Frau eine Produktion im Dreischichtbetrieb führen kann. Da bin ich von Mitarbeitern angesprochen worden, was mich eigentlich auszeichnet, dass ich glaube, dass ich das kann.“ Durch diese Denkweise haben Frauen es oft schwerer im Job und verlieren Zeit in ihrer Karriere: „Frauen, die heute in höheren Positionen sind, sind häufig wesentlich älter als ihre männlichen Kollegen, weil sie immer wieder zeigen mussten, was sie können. Den männlichen Kollegen wird vertraut. Den Frauen eben nicht.“ Eine Erfahrung, die auch IHK-Präsidentin Nicole Grünewald gemacht hat. Als erste Frau in der mehr als 200-jährigen Geschichte an der Spitze der Kölner Kammer wurde sie gerade zu Beginn ihrer Amtszeit kritischer gesehen als ihre männlichen Vorgänger. „Es hieß sogar: ‚Eine Frau kann keine Kammer führen!‘ Auch in Pressegesprächen hat unsere Pressesprecherin mir anfangs gesagt, dass das, was meine Vorgänger gesagt haben, oft als gegeben angenommen wurde. Bei mir war und ist das anders. Es wurde und wird vieles kritischer hinterfragt: ‚ Wie genau meinen Sie das? Bitte begründen Sie das!‘ Man wird als Frau oft getestet, ob man die Themen wirklich drauf hat. Deshalb müssen sich Frauen immer besser vorbereiten. Und das machen wir dann ja auch.“ Petra Mayer hat über die Erfahrungen auf ihrem Karriereweg auch beim Frauen-Business-Tag 2025 gesprochen und großen Zuspruch erhalten: Nach ihrem Beitrag vor 600 Gästen seien viele Frauen zu ihr gekommen und hätten gesagt, dass sie exakt dieselben Erfahrungen gemacht hätten. Ihr Rat an alle Frauen: Netzwerken! „Wir als Frauen haben oft ein Problem, Kontakte mit anderen Frauen oder mit einer Gruppe zu machen. Wir konzentrieren uns überwiegend auf unsere Arbeit und dann vielleicht zu Hause noch auf unsere Familie, aber das reicht einfach nicht. Netzwerken ist total wichtig!“ Deshalb jetzt schon mal im Kalender eintragen: Der nächste Frauen-Business-Tag der IHK Köln findet 24. September 2026 statt!
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Folge 12: Darauf kommt es für Kölns neuen OB Burmester an
Köln hat einen neuen Oberbürgermeister! Und jetzt? Was kommt da mit Wahlsieger Torsten Burmester (SPD) auf die Stadt zu, was bedeutet dieser Machtwechsel für die Menschen? Darüber haben wir mit Peter Pauls, Chef des Kölner Presseclubs und einer der besten Politik-Kenner der Stadt, in unserem Video-Podcast „Stimme der Wirtschaft“ gesprochen. Machtwechsel sei eigentlich der falsche Begriff für die Situation in Köln, sagt Pauls mit Blick auf die Vorgängerin im Amt. „Henriette Reker hat keine Macht ausgeübt, das war ihr wesensfremd. Ich habe sie nie als Kraftzentrum empfunden. Wir haben jetzt mit Torsten Burmester die Chance, an dieser Stelle einen Neuanfang zu machen.“ Auf Burmester ruhen riesige Erwartungen, schnell und spürbar bei den Themen Sicherheit, Sauberkeit und Mobilität zu liefern. Eine klamme Stadtkasse dürfe hier nicht als Ausrede gelten, meint Pauls: „Ich finde es nicht klug, von vornherein alles runter zu spielen und zu sagen: Wir haben kein Geld. Es braucht Entscheidungsfreude. Der Oberbürgermeister hat Macht – und wenn er sie geschickt anzuwenden weiß, dann kann er gestalten.“ Nicht über fehlendes Geld jammern, Gestaltungswillen und die Fähigkeit, zusammenzuführen. Diese drei Motive müssen Burmester jetzt leiten – und ein Team, das nach vorne denkt. „Burmester braucht jetzt gute Leute um sich herum, die quer denken. Praktiker, die sagen: Wie kriegen wir das in die Spur. Leute, die widersprechen, aber nicht an seinem Stuhl sägen.“ Burmester war kurz vor der Stichwahl noch bei der IHK Köln zu Gast und hat der Kölner Wirtschaft im Debattenduell stabile Rahmenbedingungen und eine Diskussion auf Augenhöhe versprochen. „Das kam sehr gut an“, berichtet IHK-Hauptgeschäftsführer Uwe Vetterlein. Dass die Wirtschaft wieder eine Rolle in der Ratspolitik spielt, sei aber auch bitter notwendig. „Die Ratsfraktionen haben die Wirtschaft im Prinzip ignoriert. Wenn jetzt der Oberbürgermeister sagt, dass Wirtschaft wichtig ist, dann sind das gute Voraussetzungen und die helfen der Stadt. Wir reichen Torsten Burmester da die Hand und sagen gerne, was die Wirtschaft wirklich braucht.“
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Folge 11: Gelingt uns die Infrastruktur-Wende?
Schaffen wir es, die Infrastruktur am Standort Rheinland zukunftsfähig zu machen? Diese Frage stellt sich Markus Krämer, CEO der HGK Logistics and Intermodal GmbH, im Video-Podcast „Stimme der Wirtschaft“. Der Chef des Container-Terminals im Niehler Hafen analysiert: „Es geht doch darum, dass wir hier in unserer Region zu dem Wohlstand gekommen sind, weil wir verkehrsgeografisch eine ideale Lage haben. Und wir viele Jahre von guter Infrastruktur gezehrt haben. Wenn wir weiterhin logistisch erfolgreich sein wollen, sind wir darauf angewiesen, dass hier Unternehmen produzieren bzw. Handel betreiben und auf eine leistungsfähige und nachhaltig ausgerichtete Infrastruktur zurückgreifen können. Und diese Fragestellung ist ein Stück weit der Wendepunkt, nicht nur hier im Rheinland, ob uns das gelingt.“ Hintergrund seiner Überlegung ist der Investitionsstau, den die Bundesregierung mit einem 500-Milliarden-Euro-Schuldenpaket („Sondervermögen“) bekämpfen will. Konkrete Pläne dazu stehen bisher aus. IHK-Präsidentin Dr. Nicole Grünewald zur Logistik-Lage im Kammerbezirk: „Es ist für unsere Unternehmen existenziell, dass die Güter von A nach B kommen, so schnell und so günstig wie möglich. Deshalb unterstützen wir den Ausbau der Bahnstrecken und – wo nötig – die Vertiefung der Fahrrinne im Rhein. Wir brauchen auch vernünftige Straßen von und zu diesen Umschlagknoten. Die Waren müssen ankommen: beim großen Industrieunternehmen genauso wie beim Schuhfachgeschäft in der Kölner Innenstadt. Leider geht das alles viel zu schleppend voran, wir brauchen mehr Tempo!“
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Folge 10: Darum ist die Kommunalwahl eine Zukunftswahl
Zukunftswahl im Westen! Am 14. September steht die Kommunalwahl in NRW auf dem Plan – gerade für die Unternehmen in der Region ist das ein wegweisender Tag, sagt Kim Bauer, Geschäftsführerin der Netempire Software GmbH: „Da werden die Bedingungen vor Ort entschieden – das, was den unternehmerischen Alltag prägt. Gewerbesteuer, Infrastruktur, Attraktivität des Standortes. Finden die Arbeitskräfte Kitas, Schulen, Wohnungen. All das wird vor Ort gestaltet. Der Weg ins Rathaus zum Bürgermeister ist nun einmal viel kürzer als der nach Berlin.“ Kim Bauer hat zuletzt unser IHK-Wahlforum in Rösrath moderiert und spricht in unserem Video-Podcast „Stimme der Wirtschaft“ über ihre Erfahrungen mit Lokalpolitikerinnen und -politikern. Ihr Wunsch für die Zeit nach der Wahl: „Ein konsequentes Miteinander und ein konsequentes Umsetzen“ zwischen Rathaus und lokaler Wirtschaft. Nicht nur im Gespräch sein, sondern auch konkrete Ziele vereinbaren – und dann auch realisieren. Nur so könne die Region wettbewerbsfähig und attraktiv für Unternehmen bleiben. IHK-Präsident Nicole Grünewald fordert für die Zeit nach der Wahl: „Wir brauchen ein ganz klares Bekenntnis zur Wirtschaft. Man muss Wirtschaft immer mitdenken – im Moment mehr als je zuvor. Wir sind seit fünf Jahren in der Dauerkrise. Unsere Unternehmen können teilweise nicht mehr und werden dann auch noch überschüttet mit zusätzlicher Bürokratie, mit unendlich vielen Regularien. Das geht nicht mehr!“ Politik müsse sich als Partner der Unternehmer verstehen, nicht als Gegner. Spätestens, wenn man auf die Einnahmen einer Stadt oder Gemeinde schaut, merkt man: „Wenn es der Wirtschaft gut geht, geht es auch der Kommune gut. Deshalb brauchen wir eine Verwaltung und eine Kommunalpolitik, die sagen: ,Wir stehen zu unserer Wirtschaft und wir sind stolz darauf, dass wir sie hier haben!‘“
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Folge 9: Das steckt hinter dem Bündnis für Biodiverstät
Er sprüht vor Energie und Tatendrang: Peter Zens, der sich selbst „Zukunftsbauer“ nennt und auf dem Gertrudenhof in Hürth nicht nur regionale Produkte vermarktet, sondern auch einen Umweltbildungsort geschaffen hat. Sein nächstes Projekt: Die Gründung Bündnisses für Biodiversität unter dem Dach der IHK Köln. Biodiversität – was ist das eigentlich und warum braucht es dafür ein Bündnis?! „Biodiversität bedeutet in einem Wort: Naturkapital“, erklärt Zens im Video-Podcast „Stimme der Wirtschaft“. Alles hängt mit allem zusammen, die Vielfalt von Pflanzen, Lebewesen und Organismen ist ein Netz, das allumfassend über den Planeten gespannt ist. „Biodiversität ist kein Phantasten-Thema für Gutmenschen, die die Welt retten wollen, sondern betrifft unserer aller Grundlage – auch in der Wirtschaft. Fast alle Unternehmen haben ihre Basis in Rohstoffen, die mit und in der Natur entstehen, sei es direkt oder über die Lieferketten.“ Weil Klimawandel und Artensterben voranschreiten, stehen viele Unternehmerinnen und Unternehmer schon heute vor großen Herausforderungen. Dabei, und da schließt sich der Kreis, sind intakte Ökosysteme wichtig für stabile Lieferketten und eine gesunde Wirtschaftsgrundlage … Peter Zens‘ aufrichtige Einladung: Jedes Unternehmen, egal ob Start-up oder Konzern, kann am 9. Oktober zum Gründungstermin kommen dem neuen Bündnis und beitreten – es lohnt sich. Die Netzwerk-Mitglieder erfahren, wie man Biodiversität leben kann und was das dem Unternehmen bringt. Auch bei Fragen zu Umweltmanagement, Nachweis- und Berichtspflichten soll das Bündnis zur Seite stehen. Dazu sind regelmäßiger Austausch mit Experten und Workshops geplant. Knapp 50 Akteure sind schon an Board, alle Angebote sind natürlich kostenfrei. Alle Informationen gibt es auch auf www.ihk-koeln.de/biodiversität. „Nachhaltigkeit ist für uns als IHK ein zentrales Thema, die Transformation in Richtung Klimaneutralität ist uns wichtig“, sagt IHK-Präsidentin Nicole Grünewald. „Wir wollen, dass Wirtschaft und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen. Die Wirtschaft ist die Lösung – und nicht das Problem.“
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Folge 8: Darum ist Köln ist das Home of Entertainment
Werk und Wesen: Diese Frau ist Unterhaltung pur! Ute Biernat hat Millionen Deutsche vor den Fernseher gelockt und den Medienstandort Köln entscheidend geprägt: „Deutschland sucht den Superstar“, „Das Supertalent“, „X-Faktor“, „Der Preis ist heiß“ – alles Produktionen, die sie als UFA-Chefin verantwortet hat. Köln ist für Biernat das deutsche „Home of Entertainment“, wie sie in unserem Video-Podcast „Stimme der Wirtschaft“ verrät: „In Köln muss man niemandem erklären, was Unterhaltung ist. Der Kölner an sich steht bei Drei auf dem Stuhl und weiß, was gemeint ist.“ Wissen Politik und Verwaltung das eigentlich zu schätzen und unterstützen die Branche ausreichend? Ute Biernat ist da diplomatisch: „Die Stadt gibt sich wie immer Mühe … Aber dabei bleibt es auch meistens. Köln könnte sehr viel mehr aus sich herausholen – aus der Stadt und aus diesem Home of Entertainment.“ IHK-Präsidentin Nicole Grünewald ist da deutlicher: „Die Stadt hat in den letzten zehn Jahren zu wenig getan. Die Stabstelle Events, Film und Medien ist seit Februar unbesetzt. Das kann ja nicht sein, dafür ist die Branche viel zu wichtig für diesen Standort.“ Dabei wäre ein Ansprechpartner bei der Stadt gerade in Zeiten der Transformation von großer Bedeutung. Ute Biernat lebt und liebt Unterhaltung und beobachtet mit großer Spannung, wie sich die Medienlandschaft gerade verändert: „Die Frage ist ja heutzutage: Was ist eigentlich noch Fernsehen?! Ist das nur noch der Tatort am Sonntagabend? Oder ist es Mediatheken- und Streaming-Nutzung?“ Köln hat die perfekten Voraussetzungen, um diese Transformation zu meistern: „Wir haben die YouTuber in Köln, wir haben die Gamer, wir fangen langsam an, uns alle miteinander zu vernetzen. Wir müssen uns fragen: Was könnt ihr, was können wir? Warum sind wir so behäbig mit so viel Technik unterwegs, die man vielleicht gar nicht mehr braucht? Können wir gegenseitig voneinander lernen?“ Dass Menschen nicht mehr alles sehen wollen, was ihnen vorgesetzt wird und stattdessen selbst Content hochladen und damit das Programm mitgestalten können, sieht UFA-Chefin Biernat als unaufhaltsamen Trend und Chance: „Ich glaube, dass das gesund ist. Aber ich glaube auch, dass es Fernsehen in zehn Jahren noch geben wird. Es wurde schon tausendmal tot gesagt! Das Radio hat auch nicht aufgehört, als es plötzlich das Fernsehen gab …“
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Folge 6: Das große Infrastruktur-Versprechen
Es ist die Gretchenfrage der deutschen Wirtschaft: Wie schaffen wir es, unsere marode Infrastruktur zu sanieren? „Über die letzten zwei Jahrzehnte ist zu wenig investiert worden. Jeden Tag gibt es 1400 Staus in Deutschland – davon alleine 100 in und um Köln“ erklärt Frank Oelschläger, Vorsitzender unseres Ausschusses für Mobilität und „Logistiker aus Leidenschaft“, wie er selbst sagt. Sein Unternehmen, die Gilog GmbH, hat er in diesem Jahr nach 22 Jahren Selbstständigkeit in die Pfenning-Gruppe überführt. In unserem Video-Podcast „Stimme der Wirtschaft“ spricht Oelschläger über das Versprechen der Bundesregierung, mit dem 500-Mrd.-Euro-Schuldenpaket („Sondervermögen“) den Sanierungsstau zu lösen. Seine Sorge: Nicht alles, was für Straße und Schiene versprochen war, kommt auch da an, wo es benötigt wird. Das Risiko des Scheiterns hätte gravierende Auswirkungen auf die gesamte deutsche Wirtschaft: „Ohne eine funktionierende Infrastruktur sind wir nicht wettbewerbsfähig, weder in Europa noch auf der Welt. Viele Unternehmen verlassen dann irgendwann Deutschland, weil sie sagen: Das bringt uns nichts mehr, wir haben hier keine Sicherheit.“ IHK-Hauptgeschäftsführer Uwe Vetterlein betont im Gespräch, wie wichtig das Thema für den Kammerbezirk ist: „Köln ist ein Verkehrsknoten – und zwar schon historisch! Schiffe, Autos, Eisenbahn, Flugzeuge – Köln liegt so in Europa, dass hier extrem viele wichtige Achsen zusammenlaufen. Dieser Standort basiert auf guter Logistik. Wenn die Infrastruktur dann nicht funktioniert, schadet es dem Standort.“ Das ganze Gespräch mit Moderator Konstantin Klostermann gibts auch bei YouTube: https://youtu.be/yjOx_tcJcxo
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Folge 5: Das bedeutet der Iran-Israel-Konflikt für unsere Wirtschaft
Als der schon lange schwelende Iran-Israel-Konflikt für 48 Stunden heiß wurde, hielt die Welt den Atem an: Was bedeutet dieser Krieg für die Welt? Im Video-Podcast „Stimme der Wirtschaft“ mit Moderator Konstantin Klostermann spricht einer der profiliertesten Krisen-Erklärer des Landes über die Auswirkungen des Konflikts für unsere Wirtschaft: Klemens H. Fischer, Professor für Internationale Beziehungen und Geopolitik von der Universität Köln. Besonders brisant war die Drohung des Iran, die so genannte Straße von Hormus zu sperren, eine 55 Kilometer schmale Meerenge am Persischen Golf. Fischer sagt: „Dort geht das Öl des Iran und des Irak hinaus in die Welt. Das heißt, wenn man diese Straße sperrt – und der Iran hätte sie mehr oder weniger 80 Prozent dicht machen können – könnte ein Land wie China seine Rohölimporte nicht mehr decken.“ China bekommt aktuell 20-30 Prozent des eigenen Bedarfs aus dem Iran. Wenn das wegfiele, erklärt Fischer, müsse China das fehlende Öl am freien Markt einkaufen – mit globalen Folgen: „Das würde den Öl-Preis explodieren lassen.“ IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Uwe Vetterlein ergänzt: „Und die berühmten Lieferketten funktionieren wieder nicht. Nachschub bleibt aus, andere Prozesse bleiben stecken …“ Schon Corona habe gezeigt, welche Auswirkungen das auf die Weltwirtschaft haben könne. Professor Fischer sagt dazu: „Lieferketten sind langfristig geschnürt. Der aktuelle Konflikt wurde nach 48 Stunden mit Waffenruhe beigelegt. Die Auswirkungen für die Unternehmen dauern Wochen, Monate, wenn nicht gar Jahre.“ Eine spannende Folge mit vielen Analyse-Punkten rund um die Lage im Nahen Osten, unbedingt reinhören!
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Folge 4: So machte die Stadt Köln aus der Schütte-Allee die Problem-Allee
Wie scheinbar überstürzte politische Entscheidungen große Unternehmen vor gewaltige Probleme stellen können, davon kann Carl Martin Welcker ein Lied singen. Das erklärt der Chef der „Alfred Schütte AG“ in Poll in der neuen Folge unseres Video-Podcast „Stimme der Wirtschaft“. Die Stadt Köln wollte Raser und Poser von der Alfred-Schütte-Allee an den Poller Wiesen fernhalten - mit einer Schranke und mehreren Pollern. Doch seitdem kommen Lkw kaum noch bis zum Werkstor. Vor allem Schwertransporte und lange LKW schaffen es nur noch schwer aufs Gelände. Carl Martin Welcker, geschäftsführender Gesellschafter der Alfred H. Schütte GmbH & Co. KG, erklärt im Gespräch mit IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Uwe Vetterlein und Moderator Konstantin Klostermann, wie es dazu kam und was aus seiner Sicht falsch gelaufen ist: „Fakt ist: Am Ende sind alle unglücklich! Die Fahrradfahrer sind unglücklich, weil es gefährlicher geworden ist. Die Lkw sind unglücklich, weil sie nicht vorwärts kommen. Wir sind unglücklich, weil die Zuwegungen zu unserem Gelände eingeschränkt sind. Und die Poller Bürger sind unzufrieden, weil die Raser- und Poser-Szene immer noch da ist.“ Und Welcker liefert auch direkt eine Lösung. Sein Vorschlag: „Ich würde sagen, die Schranke kann man lassen. Alles andere würde ich zurückbauen. Das macht die Straße sicherer, zugänglicher und würde uns als Firma sehr unterstützen, weil dann wieder die freie Zufahrt hätten.“ Uwe Vetterlein ergänzt: „Und wenn man dann auch bei der halben Schranke schlicht kontrolliert, dann kriegt man das Thema auch in Griff. Das ist auch eine Frage von Ordnung und Ordnungsvollzug. Und dann lässt es sich mit Sicherheit lösen.“ Lösungsorientierter Klartext in gut 20 Minuten Video-Podcast: Das ist die „Stimme der Wirtschaft“. Alle Folgen gibt’s auf unserem YouTube-Kanal!
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Folge 3: Warum ein Hotel-Chef seinen Gästen eine falsche Adresse gibt
Die Trankgasse als Fahrradstraße. Ein Verkehrsversuch, der vor allem eins gebracht hat: jede Menge Ärger für die Wirtschaft! Denn die Anlieger an der Straße sind jetzt nicht mehr so gut mit dem Auto erreichbar. Wie das Hotel „Excelsior Ernst“. Darum geht es in der neuen Folge unseres Video-Podcasts „Stimme der Wirtschaft“. Zu Gast: Georg Plesser, geschäftsführender Direktor des Hotels „Excelsior Ernst“. Sein Haus liegt unmittelbar am Dom. Weltstars wie Madonna haben hier schon eingecheckt. Und jetzt befindet sich das Fünf-Sterne-Hotel inmitten eines chaotischen Verkehrsversuchs, an dem selbst moderne Navis scheitern. Plesser erklärt: „Wir geben seit zwei Jahren unseren Gästen eine falsche Adresse an. Wir sagen, nehmt die Adresse des Alten Wartesaals. Beim Alten Wartesaal klappt es immer, weil der näher zum Rhein steht als wir, und dann wird wirklich über die Rheinuferstraße zu uns geleitet.“ Wie kam es dazu? Eigentlich war der Verkehrsversuch während der Sanierung des Domsockels geplant. Die wurde wegen der Fußball-EM 2024 aber verschoben, soll jetzt Ende dieses Jahres beginnen. Kölns Verkehrsdezernent Ascan Egerer beschloss im April 2023 aber trotzdem: Der Verkehrsversuch startet jetzt! Und damit begannen auch die Probleme für die Anlieger. Im Gespräch mit Dr. Uwe Vetterlein, Hauptgeschäftsführer der IHK Köln, und Moderator Konstantin Klostermann erläutert Plesser, was die neue Situation für das Hotel brachte: „Das Problem ganz am Anfang war, dass es null ausgeschildert war. Für uns war eine Zufahrt gestattet durch diese Fahrradstraße. Doch am Anfang gab es überhaupt kein Schild dafür. Das heißt, da war komplette Unwissenheit, man wusste überhaupt nichts. Und geschweige denn, dass die modernen Navisysteme es wussten, wie man denn jetzt fahren solle.“ Jetzt gibt es eine Beschilderung, die Hotelgästen die Zufahrt ausdrücklich erlaubt – aber die Unsicherheit ist geblieben … Uwe Vetterlein macht konstruktive Vorschläge. „Man muss das Thema Erreichbarkeit der Altstadt klären“, sagt er. „Man muss sich gemeinsam hinsetzen. Da braucht man vielleicht auch noch mal einen Wettbewerb und muss das Domumfeld, zumindest auf der Nord-Westseite inklusive Komödienstraße, gestalterisch noch mal von einem Stadtplaner überarbeiten lassen.“ Vetterlein und Plesser sind sich einig, dass durch eine vernünftige Neugestaltung des Umfelds an dieser Stelle auch das Thema Sicherheit, Ordnung, Sauberkeit einfacher würde. Vetterlein: „Bis dahin muss man halt diesen Verkehrsversuch einstellen. Und ich glaube schon, dass es uns viel geholfen ist, wenn man die Komödienstraße aus Westen wieder öffnet.“
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Folge 2: Dann wandert die Industrie ab...
Leverkusen ist einer der bekanntesten Industriestandorte des Landes – umso wichtiger ist daher die Frage nach der Energiesicherheit und den Energiepreisen! Uwe Richrath (SPD), seit 2015 Oberbürgermeister der Stadt, blickt deswegen erwartungsvoll nach Berlin, wo die neue Bundesregierung das Thema angehen möchte: „Die Industrie braucht einen bestimmten Preis, um zuverlässig zu produzieren.“ Die CEOs, mit denen er im Austausch steht, machten ihm sehr deutlich: „Wir brauchen jetzt die Sicherheit für den Standort in Deutschland. Sonst fallen die Investitionsentscheidungen nicht für Deutschland.“ Im asiatischen oder amerikanischen Raum hätten die Firmen größere Planungssicherheit und würden im Zweifel dort investieren, berichtet Richrath im Video-Podcast „Stimme der Wirtschaft“. „Das wäre absolut tödlich. Und deshalb müssen wir uns um jeden Preis Rahmenbedingungen schaffen, die die Industrie hier halten.“ Mit Blick auf die Energiepreise in der chemischen Industrie erklärt Richrath im Gespräch mit IHK-Präsidentin Nicole Grünewald und Moderator Konstantin Klostermann: „Ab einem bestimmten Punkt gibt es keine Wirtschaftlichkeit, dann gibt es wirklich Game Over. Die Unternehmen brauchen Planungssicherheit in den Energiekosten. Und alles andere werden sie in der Innovation schon selbst wieder nach vorne bringen.“ IHK-Präsidentin Nicole Grünewald unterstützt diese Analyse im Gespräch: „Wettbewerbsfähigkeit ist das A und O. Die Energiepreise sind ja wegen politischer Beschlüsse so hoch. Und da ist dann auch die Politik in Berlin gefragt, da wieder einzugreifen und das so zu steuern, dass wir tatsächlich wieder wettbewerbsfähig sind.“
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Folge 1: Über das verlorene Vertrauen in die Politik
Er ist 72 Jahre alt und einer der beliebtesten Politiker des Landes: Herbert Reul (CDU), seit 2017 Innenminister von Nordrhein-Westfalen. Im Video-Podcast „Stimme der Wirtschaft“ spricht der Politiker über die große Vertrauenskrise zwischen Bevölkerung und Staat. Vertrauen ist für Reul die wichtigste Währung in der Politik. Nur: „Wir erleben im Moment in der Bundesrepublik Deutschland, dass wir Vertrauen in den Staat verloren haben. Also, dass die Leute den Politikern oder den Parteien nicht mehr vertrauen und die Schnauze voll haben.“ Laut Reul sagen bis zu 70 Prozent der Bürgerinnen und Bürger: „Der ganze Staat ist Mist.“ Das stärke die Ränder und macht es in der Mitte immer schwieriger, handlungsfähige Mehrheiten zu organisieren. Außerdem Thema im Gespräch mit IHK-Präsidentin Nicole Grünewald und Moderator Konstantin Klostermann: Der Katastrophenschutz! Die bemerkenswerte Einschätzung von Reul: „Auf Katastrophen sind wir nicht gut vorbereitet.“ Was das konkret bedeutet und was er Unternehmerinnen und Unternehmern in diesem Zusammenhang rät, hören Sie im Podcast!
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Die "Stimme der Wirtschaft" ist der Video-Podcast der IHK Köln. Zu Gast im Kammer-Studio sind regelmäßig Personen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
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IHK Köln
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