PODCAST
Stolpersteine
by SWR
Der Künstler Gunter Demnig verlegt Stolpersteine an Orten, an denen Opfer der NS-Zeit gelebt haben. SWR2 ging einzelnen Lebensgeschichten nach, die sich hinter den Stolpersteinen verbergen.
Episodes
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Beeindruckend, weil ganz nah dran: das Theater Lokstoff! lädt zu einem „Familienabend“ mit einer Holocaust-Überlebenden
Ein Theaterabend am Ort der Erinnerung: In ehemaligen Wohnungen deportierter Jüdinnen und Juden verbindet das Stuttgarter Theater Lokstoff! Gedenken mit Gesprächen am Familientisch.
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Musikalische Stolpersteine: Schüler-Projekt stellt jüdische Komponisten vor
Mit dem Projekt „Musikalische Stolpersteine“ vom Landesmusikrat Berlin erforschen Schülerinnen und Schüler jüdische Komponistenbiografien. Ihre Musik und Geschichten leben so als Podcast weiter.
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Alfred Flor, Heidelberg
Nach einer monatelangen Flucht erreichte er 1940 den Hafen von Haifa, saß aber auf der "Patria" fest, weil die Engländer keine Einwanderer mehr an Land ließen.
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Ludwig Hecht, Ulm
Er kümmerte sich auch um mittellose Patienten, bis die Nazis für seinen beruflichen Niedergang sorgten.
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"Bin allein, aber mutig"
Bei Kriegsende waren Menschen, die die Verfolgung überlebt hatten, in alle Winde zerstreut. Wie lebten sie weiter? Stimmen aus London und Mannheim, New York und Amsterdam, Haifa und Freiburg – aus Orten, an denen Menschen einen Neubeginn versuchten.
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Sofie Marie Stern, Heilbronn
Sie verzweifelte daran, dass ihr Mann Julius von den Nazis schikaniert wurde.
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Friedrich Wilhelm Wagner, Ludwigshafen
Schon im März 1933 wurde der SPD Politiker verhaftet, konnte aber in die USA fliehen. Nach dem Krieg arbeitete er an der Gestaltung eines neuen Deutschland mit und wurde 1961 zum Richter an das Bundesverfassungsgericht berufen.
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Franz Birnbräuer, Baden-Baden
Der dreifache Familienvater leidet an einer seltenen Form von Alzheimer. 1945 wird er in der hessischen Tötungsanstalt Hadamar umgebracht
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August Jooß, Heidenheim
Der Eisendreher hat Kontakt zu französischen Zwangsarbeitern. Ein Gespräch über die Aussichtslosigkeit des Krieges wird ihn sein Leben kosten.
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Beate Bravmann, Konstanz
Ihr Vater, Religionslehrer und Kantor, zögert die Auswanderung hinaus, weil er seine Gemeinde nicht im Stich lassen will.
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Otto und Frieda Michel, Mannheim
Sie sterben in Auschwitz, Sohn Ernest überlebt und berichtet nach dem Krieg als Reporter von den Nürnberger Prozessen.
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Viktor Ullmann, Stuttgart
Die Zeit in Theresienstadt ist eine sehr produktive für den Musiker und Komponisten: Viktor Ullmann wird zum Motor des Kulturlebens dort.
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Kurt Blum, Böhl-Iggelheim
Er verkauft seine Waschmaschine, und hat damit das Startkapital für Bauland in der neuen Heimat Palästina.
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Liselotte Spiro, Tübingen
Weil sie nicht in die Hitlerjugend aufgenommen wird, erzählen die Eltern der Zehnjährigen von ihrer jüdischen Herkunft.
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Elsa Hammer, Friedrichshafen
Als ihr christlicher Ehemann plötzlich stirbt, wird Elsa Hammer umgehend nach Auschwitz deportiert.
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Salomon Wolff, Landau
Der Weinhändler aus Böchingen wird - wie viele andere Juden aus der Umgebung - am 10.11.1938 im jüdischen Betsaal der Stadt Landau verhört - und stirbt kurz darauf an den Folgen.
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Ein Stolperstein für Georg Elser, Hermaringen
Er hätte die Welt verändern, und viel Leid ersparen können - hätte sein Attentat auf den "Führer" Erfolg gehabt.
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Lina Einstein, Ulm
Die alleinstehende Frau arbeitete bei den Wielandwerken, spielte Theater und war die Cousine von Albert Einstein!
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Ludwig Kahn, Kuppenheim
Der ehemalige Viehhändler wird nach Gurs deportiert. In seine Heimat kehrt er nach dem Krieg nicht zurück.
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Ludwig Schlorch, Kuppenheim
Der Jüngste der fünfköpfigen Familie Schlorch überlebte dank des beherzten Eingreifens eines Rot-Kreuz-Manns.
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Fritz Kaufmann, Ludwigshafen
Zur Behandlung von Kriegsneurosen geht er neue Wege. In der Fachwelt wird seine Therapieform als "Kaufmann-Methode" berühmt.
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Hans Spiro, Tübingen
Einmalig: Einen Gottesdienst zum Gedenken an Menschen jüdischer Herkunft wie Hans Spiro hielt der Pfarrer der Eberhardskirche in Tübingen am Sonntag, den 25. November 1945.
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Anna Reis, Kaiserslautern
Nachdem sie sexuellen Umgang mit einer Urlaubsbekanntschaft hat, wird sie verhaltensauffällig. Und damit interessant für die Psychiater des NS-Regimes.
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Salomea Kern, Böchingen
Für die Menschen in Böchingen war sie immer nur "die Selma". Salomea Kern lebte unverheiratet in dem kleinen südpfälzischen Dorf. Ein später geschichtsträchtiger Ort In den USA namens Selma sollte für sie zur neuen Heimat werden.
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Max Löwenstein, Tübingen
Als ihn Viehhändler vom Markt prügeln, scheinen die am eifrigsten gewesen zu sein, die einen laufenden Kredit bei Max Löwenstein hatten....
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Margit Oppenheimer, Esslingen
Für den Mann, den sie liebt, meldet sie sich freiwillig zur Deportation ins Vernichtungslager Auschwitz.
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Marcus Sternlieb, Ludwigshafen
Die Nazis sorgten dafür, dass der wichtigste Architekt Ludwigshafens nach dem Zweiten Weltkrieg völlig in Vergessenheit geriet.
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Gerhard Aufrichtig, Waldshut
Von seiner Mutter losgeschickt, geht er zu Fuß ohne Gepäck an die Grenze und schleicht sich heimlich in die Schweiz ein.
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Willy Stern, Montabaur
Der Lederwarenhändler überlebte den Holocaust nicht. Sein in England lebender Enkel initiierte das Gedenken an jüdische Schicksale in Montabaur.
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Barbara Levinger, Überlingen
Als Barbara Lee ist sie anerkannte Künstlerin - bis ihr die Gesellschaft ihre Gunst entzieht.
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Siegfried Aufrichtig, Waldshut
Nur die Flucht in die naheliegende Schweiz rettete dem angesehenen Geschäftsmann das Leben.
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Hermann Levinger, Überlingen
Der Jurist setzte sich für den Erhalt historischer Bauten ein und regte 1921 das Pfahlbautenmuseum in Unteruhldingen an. Der drohenden Deportation kam er 1944 mit seinem Selbstmord zuvor.
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Richard Neubauer, Ludwigshafen
Der Verleger mehrerer Wirtschafts- und Kulturzeitungen und Inhaber einer Druckerei wurde von den Nazis massiv unter Druck gesetzt.
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Villingen-Schwenningen: Berthold Haberer
Berthold Haberer kann den eigenen Sohn retten, zwei Pflegekinder werden mit ihm nach Gurs deportiert, wo er stirbt.
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Berthold Haberer, Villingen
Vor allem durch den Einsatz mutiger Menschen konnten seine Adoptivkinder überleben. Berthold Haberer selbst starb im französischen Internierungslager Gurs, seine Ehefrau Georgine wurde in Auschwitz ermordet.
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Julius Moses, Müllheim
Der jüdische Kaufmann flieht mit seiner evangelischen Frau nach Frankreich. Vermutlich aus Fürsorge lässt er sich von ihr scheiden - und stirbt im KZ Majdanek.
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Dr. Johann Reiner, Koblenz
Der jüdische Arzt aus Koblenz geriet immer wieder ins Visier der Gestapo, kurz vor Kriegsende wurde er erschossen.
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Emilie Hassler, Leutkirch
Emilie Hasslers Familie ist taub-stumm und sie selbst zudem psychisch krank. Nachdem sie in die evangelische Heil- und Pflegeanstalt Stetten kommt, wird sie mit nur 27 Jahren mit einem grauen Bus der NS nach Grafeneck abtransportiert, wo sie getötet wird. Thea Thomiczek hat sich mit dem Schicksal...
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Siegfried Mayer, Böchingen
Er wird mit 14 nach Großbritannien verschickt - und versöhnt sich als "Sidney" mit der alten Heimat.
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Margot Forbes geb. Gollowitsch, Leutkirch
Margot tritt in die Stapfen ihres Vaters und Onkels, Friedrich und Heinrich Gollowitsch. In Oxford betreibt sie ein erfolgreiches Bekleidungsgeschäft und eröffnet fünf Filialen.
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Carl Hermann Günner, Offenburg
Der Buchbinder geriet mit dem Gesetz in Konflikt, weil er homosexuell war. Er starb im KZ Dachau drei Monate vor Kriegsende.
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Erna de Vries, Kaiserslautern
Die Halbwaise und "Halbjüdin" wollte ihre Mutter nicht im Stich lassen und ging mit ihr nach Auschwitz, obwohl sie nicht auf der Deportationsliste stand.
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Sonja Hene, Eichstetten
"Sonja war die erste, die weggekommen ist", erinnert sich ihre älteste Schwester. "Ich habe sie nie wieder gesehen".
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Sigmund Hene, Eichstetten
An der Grünen Grenze wird er gefangen genommen und kommt ins KZ Dachau.
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Friedrich Gassmann, Stuttgart
Am Tag nach dem Gang zur Wahlurne verschwindet Friedrich Gassmann spurlos.
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Friedrich Gollowitsch, Leutkirch im Allgäu
Anfang 1939 wurden die Gollowitschs zwangsenteignet und ihr Kaufhaus arisiert.
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Friedrich Gollowitsch, Leutkirch
Seine Angestellten ließen sich von den Nazis nicht beirren und setzten sich für den jüdischen Kaufmann ein
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Julius Levi-Mager, Badenweiler
Der jüdische Hotelier gab das Bellevue in Badenweiler nach starken Repressalien auf.
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Herta Adler, Mainz
Fehlende Einreisepapiere werden der Mutter zum Verhängnis.
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Benno Bosch, Konstanz
Er wird nur vier Jahre alt: Benno Bosch
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