PODCAST · society
Tierrechtsradio
by Martin Balluch
Wir berichten jeden Freitag von 10 – 11 Uhr auf Radio ORANGE 94.0 von neuesten Aktionen und Veranstaltungen, diskutieren aktuelle Themen aus der Tierrechtsbewegung, kommentieren allgemeingesellschaftliches Geschehen vom Tierrechtsstandpunkt aus und spielen häufig Musik von Vegetarier_innen und Veganer_innen.
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Das Projekt Sinai für Streunerkatzen
3 Aktivist:innen erzählen darüber Im Jahr 2024 von einer österreichischen Tierschützerin etabliert, wurden in Dahab (Süd-Sinai, Ägypten) bereits 460 Behandlungen an über 220 Katzen, durchgeführt. Finanziert von Österreich aus, arbeiten 2 Tierärztinnen und ihre Helfer:innen daran, die Streunerkatzensituation einzudämmen. Mehr dazu: sandyppeng.com/projekt-sinai
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Rinderversteigerungen in Österreich
Augenzeugenberichte In 13 Versteigerungshallen österreichweit finden laufend Versteigerungen von Zuchtstieren, schwangeren sogenannten Kalbinnen und Nutz- oder Zuchtkälbern statt, wie die Branche zu diesen Tieren sagt.
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Neue Details zum Skandal-Rindertransport der Spiridon II
Ein Unternehmen aus Österreich ist mitverantwortlich für diesen Tiertransportskandal. Die Tiertransport-Kampagnenleiterin des VGT erklärt die auch für Österreich brisanten neu aufgedeckten Details in Zusammenhang mit diesem international für Aufsehen erregten Schiffs-Rindertransport, bei dem unzählige Tiere auf einer nicht enden wollenden Reise qualvoll gestorben sind. Die schockierende Rücksichtslosigkeit solcher Transporte auf hoffnungslos veralteten und unzureichend ausgestatteten Schiffen ist leider nicht ungewöhnlich. Nur weil in diesem Fall auch administrative Probleme auftraten, die für alle involvierten wirtschaftlich sehr relevant waren, ist dieser Fall an die Medienöffentlichkeit gedrungen.
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Wie sogenannte SLAPP-Klagen zivile Mitgestaltung behindern
Der Stand nach dem letzten Verhandlungstag im SPAR-Prozess. Weltweit gibt es zahlreiche gezielte Kampagnen gegen Konzerne, die gesellschaftsschädlich agieren. Solche Bemühungen sind sogar häufiger als Versuche die geltenden Gesetze zu verbessern. In Österreich sind allerdings Kampagnen gegen Unternehmen aufgrund der rechtlichen Lage kaum möglich. Obwohl Tierschützer:innen das wissen und sehr umsichtig vorgehen, hat der SPAR-Konzern es geschafft, eine solche Klage vom Zaun zu brechen, die den Tierschutz in Österreich seit Jahren gezielt von konstruktiveren Aktivitäten ablenkt. Von Gerichten äußerst fragwürdig bereitwillig erlassene einstweilige Verfügungen behindern aktiv eine kritische und effektive Thematisierung von problematischen Praktiken. Auf EU-Ebene soll zwar eine neue Richtline nun das Problem solcher strategischen Klagen gegen öffentliche Beteiligung (Englisch: Strategic Lawsuits Against Public Participation, kurz: SLAPP) eindämmen, aber in Österreich ist davon leider noch keine Spur zu bemerken.
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Zu den Novellen der 2. Tierhaltungsverordnung und der Sonderhaltungsverordnung
Im Gespräch mit der Präsidentin der Vereinigung NÖ Tierheime. Es gibt wieder eine Reform im Tierschutzrecht. Die Novelle zur 2. Tierhaltungsverordnung steht an. Diese Verordnung regelt die Haltung von Haustieren und Exoten. Reformiert werden die Voraussetzungen, einen Hund halten zu dürfen. In Zukunft braucht es dafür einen Hundeführschein. Weiters wird die Sonderhaltungsverordnung reformiert. Da geht es um Anforderungen an Tierheime und die Zucht von Haustieren. In dem Zusammenhang ist auch interessant, welche Qualzuchten verboten werden sollen.
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Das autoritäre System Fico in der Slowakei gegen NGOs
Im Gespräch mit Tierschutzaktivist Martin Smrek. Wir kennen es aus Österreich, wie Herbert Kickl von der FPÖ gegen NGOs hetzt, sie mittels Transparenzgesetz Vorbild Russland um Spender:innen bringen und ihnen alle Förderungen streichen will. Orban in Ungarn ist dabei das Vorbild aller rechten Parteien, Fico in der Slowakei will es ihm nun nachmachen. Ein Erfahrungsbericht von einer Tierschutzorganisation aus der Slowakei.
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Neugründung des Vereins: Wölfe in Österreich
Im Gespräch mit einem der Gründer. Bis Ende 2025 gab es in Österreich keine Organisation, die sich nur dem Schutz der Wölfe verschrieben hat. Jetzt gibt es den Verein Wölfe in Österreich, der versucht, Wissenschaft und Vernunft in die Diskussion über das Zusammenleben mit Wölfen zu bringen.
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Polen hat Pelzfarmen verboten!
Im Gespräch mit einer polnischen Aktivistin. Polen hat die zweitgrößte Pelzproduktion der Welt nach China und die größte in Europa, nachdem die Pelzfarmen in Dänemark wegen COVID schließen mussten. Seit 2012 lief in Polen eine Tierschutzkampagne zum Verbot der Pelzfarmen, 7 Mal gab es Eingaben mit Gesetzesvorschlägen ans Parlament. Ende 2025 war es endlich so weit: das Verbot, Tiere ausschließlich wegen ihres Pelzes zu halten und zu töten, mit Ausnahme von Kaninchen, wurde beschlossen. In 8 Jahren tritt es in Kraft. Pelzfarmen allerdings, die eine Kompensationszahlung möchten, müssen schon innert 5 Jahren aufhören, je früher, desto mehr Geld bekommen sie.
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Tierleid im Lachsfleisch
Der VGT Lachs-Tierschutzbericht vorgestellt vom Autoren dieser umfassenden Broschüre. Der VGT Wassertiere-Experte Erich hat lange recherchiert und mit dem Lachsbericht eine umfassende Bestandsaufnahme aller Aspekte geliefert, die in Zusammenhang mit Lachsen aus Sicht des Tierschutzes relevant sind. Er gibt einen Einblick in die darin aufbereiteten Informationen.
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Ein Aktivist aus Großbritannien im Gespräch
Ben von der Organisation Animal Rising gibt einen Langzeiteinblick in die Bewegung seit den 80er-Jahren. In Großbritannien war die Tierrechtsbewegung sehr radikal und anfangs landeten daher viele Aktivist:innen im Gefängnis. Im Laufe der Jahre trat nicht nur eine neue Generation von Aktivist:innen auf den Plan sondern sowohl die Methoden der engagierten Leute als auch die Vorgehensweisen der Tierausbeutungsindustrie haben sich geändert.
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Das Tierschutzjahr 2025
Wie sah das vergangene Jahr aus Sicht der Tierschutzbewegung aus? Weltweit häuften sich 2025 Konflikte und in der Politik reduzierte sich fast überall merklich die Bereitschaft, die Schwächsten in unserer Gesellschaft zu berücksichtigen. Diese Tendenzen sind leider auch im Tierschutz spürbar. Schutzbestimmungen werden nur selten erweitert und selbst die Umsetzung von beschlossenen Gesetzen muss an allen Ecken und Enden gegen große Wiederstände verteidigt werden. Der Tierrechtskongress war allerdings dennoch ein Höhepunkt des vergangenen Tierschutzjahres in Österreich, der vielfältige Einblicke in eine mittlerweile sehr erwachsene Bewegung für Tierschutz und Tierrechte in Österreich gegeben hat. Immer mehr Menschen spezialisieren sich auf unterschiedlichste Themenfelder und decken somit auch durchaus neue Aspekte ab, die bisher nicht bedacht wurden.
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Plant based universities
Plant based universities Es geht um pflanzliche Ernährung in Universitäts-Verpflegungsangeboten. Zwei Studentinnen haben sich der Sache angenommen und inzwischen international auch schon recht beachtliche Erfolge. Sie hatten auch einen Vortrag am Tierrechtskongress 2025, der online nachgehört werden kann.
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Der Resch Hundetrainingsskandal
Was ist vorgefallen und wie funktioniert verantwortungsvolles Hundetraining? Die erfahrenen Hundetrainerinnen Brigit Weinzinger und Ursula Aigner sprechen über ihre Perspektiven auf den Fall Resch und welche Strategien ihrer Erfahrungen nach im Umgang mit traumatisierten Hunden funktionieren. Sie erklären auch welche Veränderungen sie in Behörden, Medien, Tierheimen und anderen gesellschaftlichen Akteuren als notwendig erachten, um zu einem vernünftigeren und tierfreundlicheren Umgang mit „schwierigen“ Hunden zu kommen.
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Gerichtsurteil zum Ende der Singvogelfangsaison
Es gibt ein wegweisendes Landesverwaltungsgerichtsurteil in einem Prozess zum Singvogelfang. Was wurde vor Gericht verhandelt und welche Bedeutung hat das für den Singvogelfang in Österreich – im Spezifischen im Salzkammergut, wo das ja auch dieses Jahr immer noch praktiziert wurde? Alle Bescheide zur Erlaubnis des Singvogelfangs, die mangelhaft begründet erteilt und schließlich beanstandet wurden, sind aufgehoben worden. Aber weil aus Kostengründen nur ein Teil der Bescheide eingeklagt wurde, sind auch nur jene Bescheide aufgehoben, die eingeklagt wurden.
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Das war der 9. Österreichische Tierrechtskongress
Wie haben Besucher:innen und Organisator:innen die Veranstaltung erlebt? Im November 2025 fand nach 3 Jahren wieder ein deutschsprachiger Tierrechtskongress in Wien statt. Als der Kongress 2002 zum ersten Mal in Österreich organisiert wurde, gab es noch wenige derartige Veranstaltungen in Europa. Mittlerweile gibt es viele Kongresse in verschiendenen europäischen Ländern. Ist der österreichische Tierrechtskongress angesichts dieser Vielfalt noch relevant? Was macht diese in Wien organisierte Veranstaltung aus?
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Der Singvogelfang aus juristischer Sicht
Welche juristischen Probleme sind mit diesem Brauchtum verbunden? Im Oberösterreichischen Salzkammergut ist es immer noch erlaubt, Singvögel zu fangen. Aber es gibt Hoffnung diesen Missstand auf rechtlicher Basis zu verbessern. Juristin Elisabeth, gibt Auskunft.
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Gehts mit Veganismus, Tierschutz und Tierrechten bergab?
Kritische Fragen im Gespräch mit 3 Aktivist:innen. Das Imperium schlägt zurück: die Tierindustrie formiert sich gegen Veganismus und Tierschutz. Doch aktive Tierschützer:innen bleiben optimistisch. Ein kenntnisreiches Gespräch mit einer Langzeitaktivistin (>30 Jahre), einem Mittelzeitaktivisten (10 Jahre) und einem noch recht Neuen über den Stand der sozialen Bewegung für Tiere in Österreich.
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Internationale konfrontative Pelzkampagnen
CDog im Gespräch über Erfahrungen aus den USA und Europa. Nach der großen staatlichen Repression gegen den Tierschutz in vielen Ländern Europas und der USA hat sich 2020 wieder die Coalition to Abolish the Fur Trade CAFT formiert und seitdem mit konfrontativen Kampagnen in den USA einige Erfolge gegen pelzführende Geschäfte eingefahren. Das Animal Activism Collective aus den USA organisiert sogenannten „convergences“, also Aktionswochen, mit 30-40 Beteiligten, die täglich mehrere Anti-Pelz Aktionen machen. Zuetzt gab es das erstmals in Europa, nämlich in Paris. Mit dem Mentorprogramm sollen Neuaktive in diesen Kampagnenstil eingeführt werden. In Europa hat sich das Netzwerk Abolish Fur Worldwide AFW formiert, das in unserem Kontinent seit Sommer 2022 konfrontative Kampagnen fährt und dabei auch schon erfolgreich war. Österreich mischt mit, z.B. mit der Kampagne gegen Max Mara und Loro Piana. cdognow auf Instagram
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Tierrechte im Fernsehen
Anne Eck spricht im Interview über die Aufnahme der ORF-Sendung Ansichtssache. Am 22. Oktober war die Künstlerin und Tierrechtsaktivistin Anne Eck gemeinsam mit Gatterjäger Max Mayr-Melnhof in der ORF-Sendung Ansichtssache zu sehen. Im diesem Tierrechtsradio-Interview spricht Anne darüber, wie sie zur Tierschützerin wurde, über ihren Aktivismus, ihre Kunst und teilt Hintergründe zu den ORF-Dreharbeiten. Die Sendung kann noch bis 19. April 2026 in der ORF Mediathek nachgesehen werden.
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Singvogelfang
Nur in Oberösterreich ist der Singvogelfang noch erlaubt. Tierschützer:innen haben dokumentiert, dass sich die Vogelfänger:innen in ihrer anachronistischen Praxis noch nicht mal an die geltenden Gesetze halten. In Anbetracht des Umstandes, dass Singvögel überall weniger werden und der Singvogelfang ohne Tierqual nicht praktisch durchführbar ist, sollte diese Ausnahmeerlaubnis in Oberösterreich endlich überwunden werden.
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Sonderausstellung: Fleisch
Im Wien-Museum gibt es derzeit eine bemerkenswerte Ausstellung zu sehen. Vom 2. Oktober 2025 bis 22. Februar 2026 läuft die von Sarah Pichlkastner und Jakob Lehne kuratierte Ausstellung zum Thema Fleisch im Wien Museum. Die beiden berichten von der Entstehungsgeschichte und anderen Hintergründen dieser Ausstellung, die einen seltenen Rückblick auf das historische Wien bietet.
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Kundgebungen und andere Tierrechtsaktionen
Die Tierschutzszene ist Österreich weit auf der Straße außergewöhnlich aktiv. Tierschutzarbeit beschränkt sich nicht auf gelegentliche große Kampagnenaktionen oder Aufdeckungen. Neben gründlicher Recherchearbeit sind vor allem auch Infostände in der Öffentlichkeit seit Jahrzehnten ein fixer Bestandteil des Tätigkeitsspektrums von Aktivist:innen. Diese Arbeit wird oft nicht groß thematisiert, aber sie hat ihre eigenen Herausforderungen, Chancen und Möglichkeiten. Sie stellt vor allem auch eine direkte Möglichkeit dar mit der generellen ungefilterten Öffentlichkeit in Kontakt zu treten. Ein sehr erfahrener Aktivist erzählt von dieser Art der Interaktion mit verschiedensten Menschen.
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Zu Gast am Lebenshof „Leben lassen“
84 Tiere auf 23 ha Wiesen und Wald! Im Jahr 2006 kaufte die Gründerin des Lebenshofs Leben lassen, das 23 ha Grundstück im Brand-Laaben im Wienerwald. Mittlerweile leben dort 84 Tiere, und zwar 22 Pferde und ein Maulesel, 3 Rinder, 5 Ziegen, 5 Schafe, 12 Hunde, 8 Katzen, 7 Hähne, 4 Gänse, 3 Schweine und 15 Enten. Seit 2016 ist der Gnadenhof ein Verein und bittet um Spenden, die mittlerweile auf steuerlich absetzbar sind. Momentan wird beantragt, dass der Lebenshof als Gnadenhof anerkannt wird. In der Folge könnte er, einerseits, mehr als 12 Hunde aufnehmen, und andererseits beschlagnahmte Tiere gegen Bezahlung durch die Behörde übernehmen. Geld ist auf Lebenshöfen ja immer knapp. Alle Tiere leben hier frei und können über die Artgrenzen hinweg interagieren. Vor Wolf, Fuchs oder anderen Beutegreifern hat Gundula keine Angst. Sie schützt die Tiere, aber wenn der Wolf eines erwischen sollte, dann hat sie Verständnis: er hat ja auch Hunger. Die weiten Wiesen und der Wald sind unfassbar riesengroß. Die Tiere sind kaum sichtbar, so weit vom Hof können sie sich entfernen. Jederzeit steht ihnen aber auch ein Platz im Stall zur Verfügung. Erfahrungsgemäß gehen sie dort aber im Sommer nur hin, wenn es zu heiß ist.
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Bericht vom Tierbefreiungskongress in Kopenhagen
Zwei Teilnehmer:innen berichten. Von 29.-31. August 2025 fand im Demokratiehaus in Kopenhagen ein Tierbefreiungskongress statt. Im Gegensatz zu den Kongressen in Luxemburg und Warschau ging es dort um konfrontative politische Reformkampagnen einer Grassrootsbewegung, um Tierbefreiung statt Leidreduktion. Ca. 150 Personen nahmen teil. Diesen Kongress gibt es seit 3 Jahren. https://www.liberation.dk/
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Bericht von 2 Tierrechtskongressen
2 Aktivisten erzählen von Luxembourg und Warschau. IARC heißt die eine, International Animal Rights Conference in Luxembourg. Sie war von 4.-9.9.2025. CARE heiße die andere, Conference on Animal Rights Europe in Warschau. Sie war von 11.-16.9.2025. Sehr verschieden im Charakter, zeigen sie und insbesondere ihre zeitliche Entwicklung, wohin sich die internationale Tierrechtsbewegung bewegt.
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Tierrechtskongress Luxemburg 2025: Blick hinter die Kulissen
Interview mit Langzeitorganisator Heiko. Seit 2011 findet in Luxemburg jedes Jahr die International Animal Rights Conference statt, siehe https://ar-conference.org
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Die Initiative CLAW – Climate Law
Klara König von CLAW beantwortet Fragen zur Person und Arbeit dieser Initiative für Klimagerechtigkeit. Was ist Klaras persönlicher Hintergrund und wie kam sie zu Ihrer Arbeit bei CLAW? Wie nehmen andere Menschen in ihrem Umfeld ihr Engagement wahr und welche Herausforderungen geht die Initiative auf welche Weisen an? Mehr Infos unter: www.climatelaw.at
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24 Stunden auf Schweine-Vollspaltenboden
Im Gespräch mit 2 Aktivist:innen über die Kampagne gegen den Vollspaltenboden. Seit 2019 läuft die Kampagne gegen den Vollspaltenboden in der Schweinehaltung und die Tierschützer:innen lassen nicht locker. Jetzt hat eine Aktivistin aus Vorarlberg 24 Stunden auf einem original Schweine-Vollspaltenboden verbracht und berichtet davon.
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Fiaker attackieren Tierschützer
Körperverletzung und Festnahme wegen Dokumentierens von Gesetzesverstößen der Fiaker. Heiße Tage in Wien heißt Kontrollen der Fiaker. Bericht von einer Attacke auf einen filmenden Tierschützer, eine Festnahme einer filmenden Tierschützerin und Proteste gegen Fiaker in Wien.
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Aktueller Bericht: leere Pelzfarmen in Finnland
Das Pelzfarmverbot in der EU steht vor der Türe. 1998 erreichte Österreich als erstes Land der Welt ein Pelzfarmverbot. Dann wurden osteuropäische Pelzfarmen von Österreich auch öffentlich gemacht, doch die Kürschnerinnung meinte dazu, der Skandinavische Pelz unter „SAGA-Fur“ sei das Beste. Also recherchierte man aus Österreich in dortigen Pelzfarmen und es zeigte sich: überall sind die Haltungsbedingungen gleich schlecht. Mittlerweile sind nur mehr in Finnland und Polen relevant große Pelzfarmen in der EU zu finden. Eine aktuell Recherche von Österreich aus fand aber, dass 15 besuchte Pelzfarmen in 2 Tagen alle leer waren und sogar größtenteils abgebaut wurden. Schuld sei die Vogelgrippe. Ein neuer EFSA-Bericht beweist, dass Pelzfarmen immer Tierquälerei sind. Der VfGH in Bulgarien hat das Pelzfarmverbot aufrecht erhalten. Und in der EU ist der Mink nun eine invasive Spezies, die nicht gehalten werden darf. Zum Pelzfarmverbot in der EU kann es nicht mehr weit sein!
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Aufdeckung von Rinderexporten
Aktivist:innen erzählen von ihren Aktivitäten und Geschehnissen rund um Rinderexporte aus Österreich. Was war die Vorgeschichte zu diesen Aufdeckungen, was wurde herausgefunden und welche Problemfelder sind für die aktuelle Situation relevant? In welcher Weise verursacht unser Milchkonsum laufend unvorstellbares Rinderleid weit außerhalb Österreichs?
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The Marker – Das Aufdeckungsteam
Eine Mitarbeiterin gibt tiefere Einblicke in die Arbeit der jungen Organisation. Georg Prinz befragt Ann-Kathrin Freude zu ihrer Arbeit im Rahmen der journalistischen Aufdeckungs-Organisation The Marker. Was bezweckt sie und wie arbeiten sie? Welche Unterschiede bringt ihre ganzheitlichere Herangehensweise an gesellschaftliche Problemfelder wie Menschenrechte, Tier- und Umweltschutz?
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Bericht Konferenz „Access to Justice for Animals“
Am MPI Hamburg für vergleichende internationale Gesetzgebung. Konferenz 1.+2. Juli 2025 Towards an Aarhus Convention for Animals. Wie kann die Zivilgesellschaft Tiere vor Gericht vertreten? Wie kann das Vollzugsdefizit abgebaut werden? Wie kann es Gerechtigkeit für Tiere geben? Bei dieser Konferenz ging es nicht darum, Tierschutzgesetze zu verbessern, sondern um die Frage, wie kann man sicherstellen, dass die Interessen von Tieren juristisch berücksichtigt werden.
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Tierindustrie will EU-weit Tierproduktnamen für vegane Alternativen verbieten
Im Gespräch mit VGÖ-Obmann Felix Hnat. Seit den 1990er Jahren darf man in der EU Pflanzenmilch nicht mehr als Milch bezeichnen. 2020 hätten rigorose Verbote dazu kommen sollen, wie eine Pflanzenmilchwerbung mit weißer Flüssigkeit und der Verkauf in Tetrapacks. Zusätzlich sollte Wurst, Steak, Schnitzel usw. als Begriffe für pflanzliche Alternativen verboten werden. Das wurde abgewendet. 2024 urteilte der EuGH, dass es auch keine solchen nationalen Verbote geben darf. Jetzt gibts einen neuen Anlauf für solche Verbote, u.a. angeführt durch Österreich. Wer will das? Wie stehen die Chancen? Was spricht dagegen? Und was hätte das für Konsequenzen?
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Große Aufdeckung: Legebatterien aus 37 Ländern
Interview mit einer Aktivistin. Legebatterien wurden in Österreich am 27. Mai 2004 mit einstimmigen Beschluss im Parlament verboten. Übergangsfrist bis 2009. ABER: die Firlefanz-Version des Käfigs, die laut Tierindustrie den konventionellen Käfig für immer ersetzen hätte sollen, durfte bis 2020 weiter betrieben werden. Auch beim Schweine-Vollspaltenboden ist die Tierindustrie mit einer Firlefanz-Version aufgetaucht und bisher ist diese gesetzlich für immer erlaubt! Die Open Wing Alliance hat jetzt Legebatterien aus 37 Ländern in allen Kontinenten aufgedeckt, siehe Aufdeckung zeigt brutale Realität der Käfighaltung.
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Stadt Salzburg lässt Tauben verhungern
Hans Lutsch zum „Taubenproblem“ und den Anzeigen gegen Fütterung. Seit Monaten gibt es verzweifelte Hilferufe aus Salzburg. Menschen, die Tauben füttern, werden angezeigt, sogar strafrechtlich verfolgt und zivilrechtlich geklagt. Die Stadt Salzburg spielt verrückt, oder vielmehr ihr ÖVP Vizebürgermeister. Statt einem versprochenen Taubenschlag gibt es massenweise Anzeigen gegen tierliebe Menschen, die nicht zusehen können, wie die Stadt die Tauben gezielt verhungern lässt. DAS ist nämlich die neue Strategie der Stadt, um die Anzahl der Tauben zu reduzieren. Es gibt auch eine Petition.
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Bericht vom großen Tierrechtskongress in den USA
2 Aktivisten waren dort. Von 15.-18. Mai 2025 fand in Los Angeles in den USA der von AVA organisierte Kongress mit mehr als 860 Teilnehmer:innen statt. Ein Kongress nicht, wie noch vor 20 Jahren, der sich an die Öffentlichkeit und an Aktivist:innen richtet, sondern ein Kongress von Organisationen. Ein Business-Treffen sozusagen aus dem Tierrechtsbereich. Mit Dresscode: business casual.
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Tierschutzaktivismus vor 30 Jahren und jetzt
2 Aktivistinnen erzählen wie es früher war. 30, ja fast 40 Jahre sind die ersten Tierschutzaktionen der sogenannten zweiten Welle (die erste wurde durch das Dritte Reich beendet) der Tierschutzbewegung her. Wie war das damals (vor Internet und Handy) und was ist heute anders? Diese Fragen beziehen sich nicht nur auf die Art der Aktionen und die Organisationen im Tierschutz, sondern auch auf die Reaktion von Medien, Öffentlichkeit, Polizei, Behörden, Politik und Tierindustrie.
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SLAPP: Der SPAR-Prozess gegen den VGT
Bericht aus dem Verhandlungssaal. Anfang Juli 2022 brachte SPAR eine massive Klage gegen den VGT ein und forderte einen Widerruf und eine Unterlassung. Der VGT sollte SPAR nicht mehr mit Schweineleid in Verbindung bringen, nachdem er der Supermarktkette vorgeworfen hatte, Tierqual-Schweinefleisch aus Vollspaltenbodenhaltung zu verkaufen. SPAR erreichte eine umfassende Einstweilige Verfügung, die es dem VGT tatsächlich verboten hat, SPAR in auch nur irgendeiner Weise mit Schweineleid in Verbindung zu bringen. 1 1/2 Jahre später hat der Oberste Gerichtshof diese Verfügung weitgehend aufgehoben. Jetzt läuft der Hauptprozess, am 19. Mai 2025 hat der dritte Verhandlungstag stattgefunden. Insbesondere wurde Dr. Johann Schlederer, Geschäftsführer der Schweinebörse, als Zeuge von SPAR dazu einvernommen, ob der Vollspaltenboden überhaupt eine Tierquälerei sei. Wenig überraschend meinte er: nein. Vielmehr sei Stroh eine Quälerei, weil die Tiere dann Strohstaub einatmen, möglicherweise Pilzsporen oder sogar Erreger der Afrikanischen Schweinepest in die Tierfabrik eingetragen bekommen.
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Das Parlament hat ein Gesetz zum Schweine-Vollspaltenboden beschlossen
Im Gespräch mit zwei Aktivist:innen, die dieses Gesetz bekämpfen. Ist nicht der Vollspaltenboden verboten worden? Mit kürzerer Übergangsfrist? Nein, ist er nicht. Entgegen der Staatspropaganda wurde das bestehende Verbot aufgehoben und eine Firlefanzversion des Vollspaltenbodens für immer festgeschrieben. Die Übergangsfrist wurde verkürzt, aber was dann in Kraft tritt, wurde verändert. Statt einer Stroheinstreu soll die Firlefanzversion des Vollspaltenbodens in allen Schweinebetrieben eingebaut werden. Die Firlefanzversion sieht so aus: 1,5 A4 Seiten mehr Platz für ein 100 kg Schwein die Buchten etwas größer aber mit mehr Tieren ein Drittel des Buchtenbodens mit nur halb so viel Spalten die Schweinefabrik muss irgendwie gekühlt werden Mehr dazu VGT fordert: sämtliche Einschränkungen des Vollspaltenbodens aus dem Gesetz streichen! Sleep-In in Klagenfurt, Aktion Wien: Appell an Politik, aufzuwachen und Schweinen Stroh zu geben!
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Amphibienhilfe am Hanslteich
2 Aktivistinnen berichten von ihrem Projekt. Vor 8 Jahren waren sie erstmals beim Hanslteich, um zunächst per Hand die Erdkröten und andere Amphibien über die Straße zu tragen. 2 Jahre später begann die Stadt, das Projekt durch einen 850 m langen Amphibienzaun und 84 Kübel zu unterstützen. Heuer ging die Saison von 20. Februar bis 1. Mai. 78 Aktivist:innen halfen in 608 Stunden mit, insgesamt 692 Tiere zu retten, darunter 399 Erdkröten, 137 Springfrösche und 38 Grasfrösche. Die traurige Bilanz: vor 6 Jahren waren es noch 1.200 Erdkröten!
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Reform des Tierversuchsgesetzes
Was ist am bestehenden Tierversuchsgesetz schlecht? In Österreich hat es – wenn man von der Besetzung durch Nazideutschland absieht – 4 Tierversuchsgesetze gegeben, also 3 Reformen. Das letzte Gesetz wurde 2012 beschlossen. Es wäre also an der Zeit, eine neue Reform durchzuführen. Und in der Tat sieht das Regierungsprogramm eine solche Reform vor. Das Gesetz soll modernisiert werden. In dieser Sendung werden die Geschichte des Tierversuchsrechts, seine Shortcomings und Vorschläge zur Reform besprochen.
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58
Interview mit Schweinehaltungspionier Andreas Hubmann
Er hat die Schweinehaltung im Acker am Zelt entwickelt – richtungsweisend für Österreich. Er hatte eine klassische Schweinehaltung auf Vollspaltenboden in der Tierfabrik, wollte sich damit aber nicht zufrieden geben. So entwickelte er mit seinem Bruder die Haltung von Schweinen ganzjährig im Freien auf einer Wechselweide. Zwar auf Naturboden, aber auf einer tiefen Strohmatte, um die Wasserverschmutzung zu verhindern. Die Vorteile sind offensichtlich: die Schweine laufen fröhlich herum, sind gesund, haben eine Vielfalt an Nahrung, liegen in der Sonne und im Regen und können sich eine Suhle einrichten. Muttertiere leben mit einem Eber zusammen und gebären ebenfalls im Freien ihre Babys. Aber weder die Behörden noch der Bauernbund und die Schweinebauernschaft wollen diese Haltung dulden. Man legt ihr möglichst viele Hindernisse in den Weg.
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Tierschutzpositionen der Wien-Wahl-Parteien
Georg gibt Auskunft über die Antworten auf die Umfrage des VGT anlässlich der bevorstehenden Wahl. Was konkret versprechen die Parteien in Angriff nehmen zu wollen und was ist aus Tierschutzsicht davon zu halten? Die Auswertung der Wien-Wahl-Umfrage 2025 mit aktuellen Tierschutzthemen ist mit einer Übersicht und zusätzlich in vollem Detailgrad online auf der VGT-Webseite zugänglich.
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Aufdeckung einer Schweinefabrik in der Steiermark
Fürchterliche Bedingungen für die betroffenen Tiere in dem Betrieb. David berichtet, welche Zustände bei dieser Schweinehaltung im Bezirk Leibnitz vorgefunden wurden und welche Missstände angezeigt wurden. Leider handelt es sich einmal öfter um keinen außergewöhnlichen Skandalbetrieb, sondern um übliche Praktiken wie eine eng gedrängte Haltung auf Beton-Vollspaltenboden, die leider eben zwangsläufig zu unvorstellbarer Tierqual führen.
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Regierungspläne, die relevant für den Tierschutz sind.
Georg hat sich näher mit dem Regierungsprogramm befasst. Im Vergleich zum zwischen FPÖ und ÖVP geplanten Regierungsprogramm zeigen sich im Programm der Deierkoalition ÖVP, SPÖ und NEOS die tierfeindlichen Positionen kaum noch. Natürlich garantiert ein Fehlen explizit tierfeindlicher Vorhaben keine echte Tierfreundlichkeit, aber es ist eindeutig besser, wenn die Regierung nicht explizit die Tierausbeutung als dezidiertes Vorhaben hat. Gleichzeitig bemüht sich die FPÖ nun in der Opposition möglichst alle Tierschutzbemühungen zu überwinden. Aber was steht im aktuellen Regierungsprogramm nun tatsächlich?
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Neues von der Schweine-Vollspaltenboden-Kampagne
Aktivist:innen David und Joey geben detailliert Auskunft über die Kampagne. David und Joey berichten nicht nur vom aktuellen Stand der Kampagne gegen Vollspaltenboden in der Schweinemast sondern beleuchten sowohl die Geschehnisse bisher als auch wie es weiter gehen könnte, nachdem die Karten erneut durch die erst seit Kurzem ihren Dienst aufgenommene Dreierkoalition in der Regierung neu gemischt wurden. Leider muss immer noch gegen die irreführende Kommunikation angekämpft werden, dass der unstrukturierte Vollspaltenboden bereits verboten wäre, obwohl der praktisch nicht unterscheidbare strukturierte Vollspaltenboden weiterhin erlaubt sein soll. Es hilft auch nicht, dass in der Praxis ebenso gut funktionierende wie kostengünstige und wesentlich tiergerechtere alternative Haltungssysteme weithin ignoriert werden.
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Open Wing Alliance Konferenz in Porto
Denise und Georg erzählen vom Gipfel der Open Wing Alliance. Als Gegengewicht zu multinationalen Konzernen wurde die OWA – Open Wing Alliance gegründet, weil nationale Organisationen mit ihren Möglichkeiten zu beschränkt sind, wenn es um die Einforderung der Verbesserung von den Bedingungen geht, in denen Geflügel gehalten und benutzt wird. In dieser Sendung wird nicht nur die Geschichte, sondern es werden auch die Ziele und Aktivitäten dieses internationalen Zusammenschlusses erörtert.
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Freispruch nach großer Besetzung einer Schweinefabrik in den Niederlanden
Meet The Victims Aktion – Im Gespräch mit Aktivistin Lea, die freigesprochen wurde. Es war der 13. Mai 2019. 250 Aktivist:innen besetzen eine Schweinezucht mit 6.000 Tieren in Boxtel, Den Bosch, in der Provinz Brabant in den Niederlanden. 120 Personen betreten um 10 Uhr vormittags die Tierfabrikshallen, 130 bleiben vor der Türe. Es wird gefilmt und live gestreamt. Dann treffen immer mehr Landwirt:innen ein, hunderte, die die Autos der Tierrechtler:innen zertrümmern und Gewalt ausüben. Auch hunderte Polizist:innen erscheinen. Schließlich werden 70 Aktivist:innen nach 10 Stunden Besetzung festgenommen. Im ersten Rechtsgang kommt es zum Schuldspruch: 2 Wochen Gefängnis bedingt und € 300 Strafe. Es wird berufen. Am 16. Dezember 2024 spricht das Berufungsgericht die 60 Angeklagten tatsächlich frei!
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Die Hohe Jagd Messe in Salzburg 2025
Aktivistinnen Julia und Mona berichten von der Veranstaltung. Die Subkultur der Jagd wirkt mit ihren abstrusen Auswüchsen auf normale Bürger:innen verstörend. Aber mit 74.000 Besucher:innen ist diese Messe in Salzburg die größte derartige Veranstaltung in Österreich. Waffengewalt und Tierqual mit Trophäenjagd wird dort als Hobby beworben und es wird deutlich, wie unglaublich viel Geld von manchen Personen in derartige Aktivitäten investiert wird. Leider werden diese Praktiken bisher von der Politik geschützt und es war bisher nicht möglich derartige unzeitgemäße Handlungsweisen zurückzudrängen. Der Handel mit Tierpelzen in jeder Form ist extrem stark vertreten. Auch ein Anbieten von Reisen für die Jagd auf in Gehengen gezüchtete Wildtiere in Afrika wie etwa auf Löwen und Elefanten ist auf dieser Veranstaltung offenbar völlig normal und mehrheitsfähig. Zusätzlich werden bereits Kleinkinder mit Schusswaffen vertraut gemacht und an die Jagd auf Tiere gewöhnt. Die Jägerschaft fröhnt auf dieser Messe völlig ungeniert ihrer höchst fragwürdigen Freude am sinnlosen Töten von Tieren.
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