PODCAST · education
Über Israel und Palästina sprechen
by Shai Hoffmann
Willkommen bei 'Über Israel und Palästina sprechen', dem Podcast, der die Vielfalt der Meinungen zu diesem komplexen Thema in unserer deutschen Gesellschaft hörbar macht. Begleitet uns auf einer Reise durch Perspektiven von Expert:innen, Lehrkräften und Pädagog:innen – mit und ohne Betroffenheitsperspektive – und taucht ein in den facettenreichen Nahostkonflikt. Ein Podcast der gemeinnützigen Gesellschaft im Wandel UG.Impressum: https://www.israelpalaestinavideos.org/impressum/
-
115
History, Language, Memory – Danielle Schwartz on her film "Mirror Image"
In this episode, Shai speaks with Danielle Schwartz, an Israeli filmmaker, writer, and interdisciplinary artist working at the intersection of cinema, research, and dialogical practice. She engages with memory, language, and contested histories.Together they explore her award-winning documentary "Mirror Image" (2013), which captures an intimate conversation with her grandparents about a mirror taken from the Palestinian village of Zarnuqa in 1948. They discuss how history is negotiated in private spaces, why words like "Nakba" or "plundered" carry such weight, and how art and dialogue can hold contradictions without resolving them.Danielle describes her approach as "a very Israeli film" – not about speaking the Palestinian story, but showing how difficult it is for Israelis to talk about 1948. Her current project "Witnessing '48" develops performative and dialogical formats for collective engagement.Guest: Danielle SchwartzHost: ShaiLinks:https://aicf.org/artist/danielle-schwartzhttps://luma.com/3sd3nsw9https://www.youtube.com/watch?v=QmRp-_7ntR4https://www.zegg.de/de/aktuelles/mirror-image-matinee-zu-den-wurzeln-des-israel-palaestina-konfliktsA podcast by Gesellschaft im Wandel gGmbH, supported by the Robert Bosch Stiftung.Video: Jordi Kuragari · Editing: Lea Volz & 365 Sherpas · Post-production: Simon Eichinger If you'd like to support our work: https://bcause.com/orgs/gesellschaft-im-wandelNewsletter: https://gesellschaftimwandel.us7.list-manage.com/subscribe?u=9f0f78b5be47e6ed6c1802b69&id=d10c96eec2Website: https://www.gesellschaftimwandel.org/About the film:https://linktr.ee/mirror.imageWatch a short film segment:https://vimeo.com/135460745?share=copyWatch the film online:https://dafilms.com/director/9834-danielle-schwartzContact Danielle Schwartz for educational licensing and organizing a public screening, presentations or workshop:[email protected] Image | תמונת מראה | Instagram, Facebook | LinktreeAn intimate documentary about language, memory, and identityhttps://linktr.ee/mirror.imageVimeoMirror Image | Short Film SegmentShort film segment from: Mirror Image | Short Documentary by Danielle Schwartz Israel | 11 min | 2013 dafilms.comDanielle Schwartz - dafilms.comThank you for listening! If you enjoyed the episode, please subscribe, leave a rating, and share it with others.
-
114
Demokratiebildung in Schulen – Prof. Dr. Michael Wrase über Handlungsspielräume für Lehrkräfte und rechtliche Grenzen politischer Bildung
In dieser Folge spricht Shai mit Prof Dr. Michael Wrase, Professor für Öffentliches Recht mit Schwerpunkt Sozial- und Bildungsrecht an der Stiftung Universität Hildesheim und Leiter der Forschungsgruppe „Recht und Steuerung im Kontext sozialer Ungleichheiten“ am WZB Berlin.Gemeinsam beleuchten sie, wie Lehrkräfte heute politische Bildung gestalten können – ohne Angst vor politischem Druck oder Meldeportalen. Es geht um die Balance zwischen Versammlungs- und Meinungsfreiheit, den Umgang mit Rechtspopulismus im Klassenzimmer und warum Schulen aktive Orte der Demokratiebildung sein müssen.Michael Wrase plädiert dafür, Handlungsspielräume statt Verbote zu klären: Wie reagieren Pädagog*innen auf verfassungsfeindliche Inhalte? Wie wird Demokratie resilient vermittelt – gerade im ostdeutschen Kontext?Gast: Prof. Dr. Michael WraseHost: Shai HoffmannLinks:https://www.watson.ch/international/iran/874521687-krieg-mit-usa-irans-neue-machthaber-drohen-noch-radikaler-zu-seinhttps://verfassungsblog.de/privatschulen-berlin/https://table.media/heads/michael-wrasehttps://www.watson.ch/international/interview/339900897-iran-usa-krieg-nahost-experte-andreas-boehm-im-interviewhttps://table.media/berlin/talk-of-the-town/rechtsrutsch-wie-gross-der-einfluss-der-afd-auf-schulen-jetzt-schon-ist-und-was-eine-regierungsbeteiligung-veraendern-koennteEin Podcast der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung.Props ans Team! Video: Jordi Kuragari · Redaktion: Lea Volz & 365 Sherpas · Postproduktion: Simon Eichinger · Wenn ihr unsere Arbeit unterstützen möchtet: https://bcause.com/orgs/gesellschaft-im-wandelNewsletter: https://gesellschaftimwandel.us7.list-manage.com/subscribe?u=9f0f78b5be47e6ed6c1802b69&id=d10c96eec2Website: https://www.gesellschaftimwandel.org/Vielen Dank, dass ihr zuhört! Wenn euch die Folge gefällt, abonniert den Podcast, gebt Sterne und teilt die Episode gern weiter.
-
113
Den Israel-Palästina-Konflikt multiperspektiv vermitteln – Ein Gespräch mit Christoph Dinkelaker
In dieser Folge spricht Vicky aus unserem Fortbildungsteam mit Christoph Dinkelaker, der für die Gesellschaft im Wandel regelmäßig Seminare zur Geschichte und Gegenwart des Israel-Palästina-Konflikts anbietet. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, wie sich ein so komplexes Thema multiperspektivisch vermitteln lässt, ohne in bipolare Darstellungen zu verfallen.Im Gespräch geht es darum, welche Betrachtungs- und Beurteilungsebenen Christoph jenseits von Regierungspositionen einbezieht und wie es gelingen kann, unterschiedliche Narrative nebeneinander stehen zu lassen. Außerdem sprechen die beiden darüber, was es mit Seminarteilnehmer*innen macht, wenn verschiedene Perspektiven und Deutungen zur Sprache kommen, und warum genau darin ein wichtiger Lernprozess liegen kann.Gast: Christoph DinkelakerHost: VickyLinks:https://megaphone.news/www.disorient.dehttps://www.standing-together.org/enhttps://il.boell.org/en/2021/06/01/truman-institute-atlas-jewish-arab-conflictwww.alsharq-reise.deEin Podcast der Gesellschaft im Wandel gGmbH, unterstützt von der Robert Bosch Stiftung.Redaktion: Postproduktion: Simon Eichinger · Video: Jordi Kuragari · Lea Volz & 365 SherpasWenn ihr unsere Arbeit unterstützen möchtet, freuen wir uns sehr über eine Spende an die Gesellschaft im Wandel: https://bcause.com/orgs/gesellschaft-im-wandelWenn ihr auf dem Laufenden bleiben wollt, meldet euch für unseren Newsletter an: https://gesellschaftimwandel.us7.list-manage.com/subscribe?u=9f0f78b5be47e6ed6c1802b69&id=d10c96eec2Oder schaut auf unserer Website vorbei: https://www.gesellschaftimwandel.org/Vielen Dank, dass ihr zuhört! Wenn die Folge euch gefällt, abonniert den Podcast, gebt Sterne und teilt die Episode weiter.
-
112
Blick hinter die Kulissen – Amina im Gespräch mit Vicky und Zakariyya über die Arbeit der Gesellschaft im Wandel
In dieser Take-over-Folge übernimmt Amina aus unserem Fortbildungsteam die Moderation und spricht mit Vicky und Zakariyya über die Arbeit von Gesellschaft im Wandel. Gemeinsam werfen sie einen Blick hinter die Kulissen und geben Einblicke in unsere Arbeitsansätze, unter anderem in die Trialoge und die Fortbildungsangebote. Im Gespräch geht es darum, was ein Braver Space ist und warum wir diesen Rahmen für unsere Arbeit so wichtig finden. Zakariyya erläutert, wie wir in den Trialogen mit Betroffenenperspektiven arbeiten, wie unterschiedliche Erfahrungen nebeneinander stehen können. Vicky berichtet, warum es uns darum geht, Raum für Begegnung, Reflexion und unterschiedliche Sichtweisen zu schaffen. Dabei wird auch deutlich, wie unser Ansatz dazu beiträgt, komplexe gesellschaftliche Themen nicht zu vereinfachen, sondern in ihrer Vielschichtigkeit und Mehrdeutigkeit sichtbar zu machen.Gäste: Vicky & ZakariyyaHost: AminaLinks:https://gishty.com/newsletters/what-happened-last-week https://www.bildungsbausteine.org/fileadmin/assets/PDF/BildungsBausteine/Debus_Saadi_2024_Wuensche_an_die_Arbeitsweise.pdfhttps://israelpalaestinavideos.org/bildungsmaterialhttps://monitor.civicus.org/press_release/2025/germany/Vlt. auch interessant, der Brief zu diesem Vorgang(https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2026-04/antisemitismus-deutschland-ihra-israel-europarat-kritik-gxe): https://www.coe.int/en/web/commissioner/-/germany-commissioner-calls-for-protection-of-freedom-of-expression-and-peaceful-assembly Danke fürs Zuhören! Wenn euch die Folge gefällt, abonniert den Podcast, bewertet ihn und teilt die Episode gern weiterEin Podcast der Gesellschaft im Wandel gGmbH, unterstützt von der Robert Bosch Stiftung.Redaktion: Lea Volz & 365 Sherpas · Postproduktion: Simon Eichinger · Video: Jordi Kuragari
-
111
Reupload: Nie wieder und jetzt? – Charlotte Wiedemann über Hoffnung, Verantwortung und den Blick nach vorn
In dieser Folge spreche ich mit Charlotte Wiedemann, Journalistin, Autorin und Public Fellow am Leuphana Institute for Advanced Studies. Seit den 1980er Jahren berichtete sie als politische Korrespondentin für große deutsche Medien wie Stern, Die Woche und die taz. Später schrieb sie von Malaysia aus für Die Zeit, Le Monde diplomatique und die NZZ über Menschenrechte, interreligiöse Beziehungen und globale Konflikte. Parallel dazu unterrichtete sie an Journalistenschulen und Universitäten in Deutschland. Heute zählt sie zu den wichtigsten Stimmen, wenn es um Erinnerungskultur und ihre Verflechtungen mit aktuellen Konflikten geht.Im Gespräch geht es um die Frage, wie sich das „Nie Wieder“ von einer Betroffenenbewegung hin zu einer Staatsräson entwickelt hat – und welche Folgen dies für die Debatten um Israel und Palästina hat. Wir sprechen über Engführungen und Leerstellen in der deutschen Erinnerungskultur, über multidirektionales Erinnern und darüber, welche neuen Perspektiven sich daraus für Politik und Gesellschaft eröffnen könnten.Außerdem diskutieren wir, welche Chancen es für eine inklusivere Erinnerungskultur gibt – von Schulen bis hin zu internationalen Kooperationen – und warum es für Deutschland entscheidend wäre, im Nahostkonflikt ein „konstruktiver und fairer Partner“ zu werden.Gast: Charlotte WiedemannHost: Shai HoffmannLinks:https://www.bic-media.com/widget/?isbn=9783549100493&textToSpeech=yes&showSettings=no&buyButton=no&spine=yes https://www.youtube.com/watch?v=Bc0QA14DTu8 https://www.leuphana.de/zentren/lias/fellows/charlotte-wiedemann.html http://charlottewiedemann.de/essays-and-medienethik https://taz.de/Solidaritaet-mit-Palaestina/!6106426/ https://x.com/chawichawi Danke an Jordi Kuragari (Video-Snippets), Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion) sowie Simon Eichinger (Postproduktion).Der Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung. Schön, dass ihr zugehört habt – abonniert den Podcast gern und teilt ihn mit euren Freund*innen und Familien!
-
110
Beziehung statt Abgrenzung — Prof. Ahmad Milad Karimi über die spirituelle Nähe von Judentum und Islam
Ahmad Milad Karimi ist Religionsphilosoph, Islamwissenschaftler und einer der profiliertesten muslimischen Intellektuellen im deutschsprachigen Raum. In dieser Folge spricht er über sein Buch „Die Schönheit des Judentums – Eine muslimische Liebeserklärung“ und darüber, warum Religion für ihn vor allem Beziehung bedeutet – zu sich selbst, zu anderen und zu Gott.Wir reden über die spirituelle Nähe von Judentum und Islam, über den Umgang mit Fremdheit und Mehrdeutigkeit und über die Frage, wie Glaube zu einem Ort des Dialogs werden kann – gerade in Zeiten von Polarisierung und gesellschaftlicher Spaltung. Karimi zeigt, wie Schönheit und Nachdenklichkeit neue Perspektiven auf Religion, Identität und Zusammenleben eröffnen können.Gast: Ahmad Milad KarimiHost: Shai HoffmannLinks:https://www.uni-muenster.de/ZIT/Personen/Professoren/personen_karimi_milad.shtmlhttps://de.wikipedia.org/wiki/Ahmad_Milad_Karimihttps://shop.verlagsgruppe-patmos.de/die-schoenheit-des-judentums-011639.htmlhttps://www.katholisch.at/aktuelles/156556/islamwissenschaftler-plaedoyer-fuer-schulterschluss-der-religionenEin Podcast der Gesellschaft im Wandel gGmbH, unterstützt von der Robert Bosch Stiftung.Redaktion: Lea Volz & 365 Sherpas · Postproduktion: Simon Eichinger · Video: Jordi KuragariDanke fürs Zuhören! Wenn euch die Folge gefällt, abonniert den Podcast, bewertet ihn und teilt die Episode gern weiter. 🎧
-
109
Hinter die Schlagzeilen blicken – Sophia Maier über Berichterstattung aus Israel und Palästina
In dieser Folge spreche ich mit der Journalistin, Autorin und Filmemacherin Sophia Maier, die seit vielen Jahren aus Krisen- und Kriegsregionen wie Afghanistan, Syrien, der Ukraine sowie Israel und der Westbank berichtet. Für Formate wie stern TV und #WHY hat sie vielfach ausgezeichnete Reportagen realisiert, in denen immer die Menschen im Mittelpunkt stehen – ihre Geschichten, ihre Verletzlichkeit, ihre Stärke. Im vergangenen Jahr ist ihr Buch „Herz aus Stacheldraht“ erschienen, ein sehr persönliches Plädoyer für Menschlichkeit und Verantwortung in Zeiten von Krieg und Polarisierung.Wir sprechen über ihre aktuelle Reise nach Israel und Palästina – über Begegnungen mit Menschen, die sie seit Jahren begleitet, und darüber, wie sich deren Leben seit dem Terrorangriff vom 7. Oktober und dem Krieg in Gaza verändert haben. Sophia erzählt, was sie dort erlebt hat, welche Stimmen in der deutschen Berichterstattung oft zu kurz kommen und wie es gelingen kann, Empathie zu zeigen, ohne journalistische Distanz zu verlieren. Wir reden über Verantwortung im Krisenjournalismus, über die Sehnsucht nach Verständigung und die Frage, wie man Hoffnung bewahrt in einer Zeit, in der viele den Glauben an friedliche Lösungen verloren haben.Gast: Sophia MaierHost: Shai HoffmannLinks:https://www.instagram.com/_sophiamaier/https://www.komplett-media.com/products/herz-aus-stacheldraht?srsltid=AfmBOooCd_ZnleK5XK37zQ1rf2DOnzJyBwE9iiZ86qq05g-fEOnEagLihttps://www.journalist.de/meinung/meinungen-detail/werden-wir-wieder-empfindsam/https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/beruf-kriegsreporterin-der-worst-case-ist-dass-ich-halt-nicht-mehr-lebe-15284586.htmlEin herzliches Dankeschön an Lea Volz und 365 Sherpas für die redaktionelle Begleitung, an Simon Eichinger für die Postproduktion und an Jordi Kuragari für die Video-Snippets.Der Podcast entsteht im Rahmen eines Projekts der Gesellschaft im Wandel gGmbH und wird durch die Robert Bosch Stiftung unterstützt.Danke, dass ihr zuhört! Wenn euch die Folge gefallen hat, abonniert den Podcast, hinterlasst gern eine Bewertung und teilt die Episode weiter.
-
108
Jubiläum zur 🥳 100. Folge: Gilda Sahebi spricht mit Shai über seine bisherige Podcastreise
In der 100. Folge von „Über Israel und Palästina sprechen“ werden die Rollen getauscht: Die Journalistin und Autorin Gilda Sahebi interviewt Podcast-Host Shai Hoffmann.Gemeinsam blicken sie auf zwei Jahre Podcastgeschichte zurück – auf prägende Gespräche, bewegende Begegnungen und Momente, die weit über die Aufnahme hinaus nachgewirkt haben. Welche Folgen haben besonders berührt? Wie hat sich der Blick auf die öffentlichen Debattenüber Israel und Palästina verändert? Und was bedeutet es, in einem hochpolarisierten Diskurs Räume für unterschiedliche Perspektiven offen zu halten?Außerdem geht es um die Arbeit hinter dem Podcast: Wie entstehen die Gespräche, wie wird mit Kritik umgegangen – und was hat in 100 Folgen Mut und Hoffnung gemacht?Zum Jubiläum schauen wir nicht nur zurück, sondern auch nach vorn: Wie soll der Dialog weitergehen?Gast: Shai HoffmannHost: Gilda Sahebi Besonderer Dank gilt dem Team hinter dem Podcast:Lea Volz und 365 Sherpas für die Redaktion, Simon Eichinger für die Postproduktion sowie Jordi Kuragari für die Video-Snippets.Der Podcast ist ein Projekt der Gesellschaftim Wandel gGmbH und wird mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftungrealisiert.
-
107
Humanitäre Hilfe unter Druck – Christian Katzer und Katrin Glatz Brubakk von Ärzte ohne Grenzen über die Arbeit in Gaza
In dieser Folge geht es um die Zukunft humanitärer Hilfe im Gazastreifen. Ich spreche mit Christian Katzer, Geschäftsführer von Ärzte ohne Grenzen Deutschland, und Katrin Glatz Brubakk, Trauma-Therapeutin, die mehrfach in Gaza im Einsatz war und dort mit Kindern gearbeitet hat, die Gewalt und Krieg erlebt haben.Auslöser des Gesprächs sind neue Registrierungsvorschriften der israelischen Regierung: Internationale NGOs müssen umfangreiche Informationen zu Mitarbeitenden und Strukturen offenlegen. Wer dies nicht tut, riskiert die rechtliche Grundlage für Einsätze in Gaza und im Westjordanland.Wir sprechen über die politischen und rechtlichen Hintergründe, die Herausforderungen für humanitäre Organisationen, die Auswirkungen auf die Versorgung der Menschen vor Ort, den Arbeitsalltag medizinischer Teams sowie die psychischen Belastungen für Helfer*innen. Und wir fragen: Was kann in dieser angespannten Lage Hoffnung geben?Gäste: Christian Katzer & Katrin Glatz BrubakkHost: Shai HoffmannLinks:https://westendverlag.de/Tagebuch-aus-Gaza/2282https://www.aerzte-ohne-grenzen.de/spenden/spendenservicehttps://www.aerzte-ohne-grenzen.de/unsere-arbeit/einsatzlaender/palaestinensische-autonomiegebieteDanke an das Team:Simon Eichinger für die Postproduktion, Lea Volz und 365 Sherpas für die Redaktion sowie Jordi Kuragari für die Video-Snippets.Der Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH und wird mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung realisiert.Danke fürs Zuhören! Wenn euch die Folge gefällt, abonniert den Podcast, bewertet ihn und teilt die Episode gern weiter
-
106
Sichtbar machen, was verschwindet – Dr. Sarah El Bulbeisi über palästinensische Lebenswelten in Deutschland
In dieser Folge spreche ich mit der Nahostwissenschaftlerin Dr. Sarah El Bulbeisi. Sie ist Akademische Rätin am Institut für den Nahen und Mittleren Osten der Ludwig-Maximilians-Universität München und forscht zu Krieg, Erinnerung und transgenerationalen Erfahrungen in der arabischen Welt und in der Diaspora.Im Mittelpunkt unseres Gesprächs steht ihre Forschung zu palästinensischen Lebensrealitäten in Deutschland und der Schweiz. In ihrer Monografie Tabu, Trauma und Identität untersucht sie, wie Erfahrungen von Gewalt, Flucht und politischer Unsichtbarkeit Biografien, Familiengeschichten und Identitätsbildung prägen.Wir sprechen darüber, warum palästinensische Perspektiven im deutschen Diskurs lange marginalisiert waren, welche Rolle Erinnerungspolitik dabei spielt und welche psychologischen, auch kollektiven Folgen es haben kann, wenn Gewalterfahrungen gesellschaftlich tabuisiert werden.Gast: Dr. Sarah El BulbeisiHost: Shai HoffmannLinks:https://geschichtedergegenwart.ch/autorin/sarah-el-bulbeisi/https://www.orient-institut.org/people/person/sarah%20el%20bulbeisi.htmlhttps://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-5136-2/tabu-trauma-und-identitaet/https://www.medico.de/tabu-und-trauma-20295https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/19436149.2025.2554027Herzlichen Dank an Simon Eichinger für die Postproduktion, Lea Volz und 365 Sherpas für die Redaktion und Jordi Kuragari für die Video-Snippets.Der Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH und wird mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung realisiert.Danke fürs Zuhören! Wenn euch die Folge gefallen hat, abonniert den Podcast, bewertet ihn und teilt die Episode gerne weiter. 🎧
-
105
Kultur, Kritik, Kontroverse – Dr. René Wildangel über deutsche Debatten zu Israel und Palästina
In dieser Folge spreche ich mit René Wildangel, Historiker, Journalist und Nahost-Experte. Seine biografischen und beruflichen Stationen führten ihn von Köln nach Jerusalem, Damaskus, Ramallah und immer wieder nach Gaza – Erfahrungen, die seinen Blick auf Israel/Palästina und die deutsche Debatte nachhaltig geprägt haben.Zu Beginn ordnen wir die Berlinale 2026 ein: Wie politisch ist Kultur? Wir sprechen über die Kontroversen rund um ein Zitat von Wim Wenders und die Debatte um Regisseur Al Khatib – und darüber, was diese Auseinandersetzungen über den deutschen Diskurs verraten.Im Zentrum steht Wildangels Perspektivwechsel: Wann kam er erstmals mit Besatzung und konkreten Ungerechtigkeiten in Berührung? Wie haben seine Zeit als Leiter des Büros der Heinrich-Böll-Stiftung in Ramallah und seine Aufenthalte in Gaza – zuletzt kurz vor Oktober 2023 – seine Sicht verändert? Und welche Rolle spielt seine Forschung zu „Palästina und der Nationalsozialismus“ für heutige Debatten?Wir sprechen über deutsche Erinnerungspolitik, ritualisierte Gedenkkultur und die Frage, warum Empathie gegenüber Palästinenserinnen und Palästinensern in Politik und Öffentlichkeit oft so schwerfällt. Eine Folge über Geschichte, Verantwortung und die Möglichkeit, festgefahrene Narrative zu hinterfragen.Gast: Dr. René WildangelHost: Shai Hoffmann Links:https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/515342/das-rebellische-spiel/https://www.zdfheute.de/ratgeber/ahnenforschung-ns-vergangenheit-familiengeschichte-erforschen-100.htmlhttps://www.ipg-journal.de/ipg/autorinnen-und-autoren/autor/rene-wildangel/https://www.sueddeutsche.de/politik/benjamin-netanjahu-biografie-israel-joseph-croitoru-li.3357417?reduced=truehttps://www.blaetter.de/ausgabe/2025/juli/denk-ich-an-gazahttps://www.festivalblog.com/Vielen Dank an Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion), Simon Eichinger (Postproduktion) sowie Jordi Kuragari (Video-Snippets)Der Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH und entsteht mit Förderung der Robert Bosch Stiftung.Danke fürs Zuhören! Abonniert den Podcast, hinterlasst eine Bewertung und teilt die Folge gerne weiter.
-
104
Arabisch-jüdische Identität und Dialog – Sapir von Abel über Sozialisation, Erinnerung und Bildung
In dieser Folge spreche ich mit Sapir von Abel, Kuratorin für Bildung und Vermittlung am Jüdischen Museum München. Geboren in Jerusalem und seit vielen Jahren in München lebend, verbindet sie persönliche Erfahrungen zwischen Israel und Deutschland mit Bildungs- und Dialogarbeit.Wir sprechen über arabisch-jüdische Identität, mizrachische Perspektiven im deutsch-jüdischen Diskurs und die Frage, warum jüdische Vielfalt im deutschen Diskurs oft unsichtbar bleibt. Sapir von Abel erzählt von ihrer Familiengeschichte mit marokkanischen Wurzeln, von innerjüdischen Spannungen und der Dominanz aschkenasischer Narrative in der Erinnerungskultur. Außerdem diskutieren wir, wie Antisemitismus und antimuslimischer Rassismus zusammenwirken und warum Allianzen zwischen Minderheiten entscheidend sind.Ein weiterer Schwerpunkt ist ihre praktische Dialogarbeit – etwa im jüdisch-muslimischen Kulturfestival ausARTen und in Bildungsformaten, die historische Perspektiven mit aktuellen Debatten verbinden. Wie kann Dialog in polarisierten Zeiten gelingen? Und welche Rolle spielen Kulturinstitutionen dabei?Gast: Sapir von AbelHost: Shai HoffmannLinks:https://www.instagram.com/saphirush/https://ausarten.org/about-us/https://www.muenchner-kammerspiele.de/de/wir/11323-sapir-von-abelhttps://www.youtube.com/watch?v=xXH4UbMjmGQhttps://www.deutschlandfunkkultur.de/junge-juden-und-muslime-wir-brauchen-vertrauen-zueinander-100.htmlHerzlichen Dank an Jordi Kuragari (Video-Snippets), Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion), sowie Simon Eichinger (Postproduktion)Der Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH und wird mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung umgesetzt.Danke fürs Zuhören – abonniert den Podcast, bewertet ihn und teilt die Folge gern weiter!
-
103
Law, Violence, and Accountability — Dr. Revital Madar on State Power and Trials
In this episode, I speak with Dr. Revital Madar, political theorist and Marie Skłodowska-Curie Fellow at the European University Institute. Her research examines how state violence is legalized, normalized, and contested, with a focus on Israel and Palestine.We discuss her project State Agents on Trial, analyzing trials of security forces as sites where the boundaries of legitimate violence are negotiated. Revital explains how legal frameworks and media narratives shape which forms of violence are sanctioned, ignored, or reframed, and reflects on the limits of law, the role of academia, and the ethical responsibility to critically engage with state power.Guest: Revital MadarHost: Shai HoffmannLinks:https://cadmus.eui.eu/entities/publication/f1ca9867-1621-485b-8018-db25f239defahttps://link.springer.com/rwe/10.1007/978-3-031-74932-2_122-1https://www.tandfonline.com/doi/pdf/10.1080/1070289X.2023.2259218https://www.berghahnjournals.com/view/journals/conflict-and-society/9/1/arcs090105.xmlVielen Dank an Simon Eichinger (Postproduktion), Jordi Kuragari (Video-Snippets), Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion).Der Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH, realisiert mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung.Danke fürs Zuhören – abonniert den Podcast, bewertet ihn und teilt die Folge gern.
-
102
Zeit zu reden — Dirigent und Aktivist Ido Arad über Zuhören, ZuMUTung und Räume für Dialog
In dieser Folge spreche ich mit Ido Arad, Dirigent, Aktivist und Mitinitiator der Berliner Gesprächsreihe „Zeit zu reden“. Geboren in den USA, aufgewachsen nahe Tel Aviv und seit vielen Jahren in Deutschland als israelischer Jude lebend, ist seine Biografie von unterschiedlichen kulturellen und politischen Kontexten geprägt. Arad studierte klassische Gitarre in Düsseldorf und Dirigieren an der UdK Berlin. Er arbeitete unter anderem an der Deutschen Oper Berlin, der Semperoper Dresden sowie an weiteren internationalen Opernhäusern und Orchestern.Im Gespräch geht es zunächst um seine Beobachtung als in Deutschland lebender Jude und seine Erfahrungen der letzten Jahre, insbesondere seit dem 7. Oktober 2023 innerhalb der palästinasolidarischen Bewegung. Wir sprechen über die Rolle von Kunst als Brückenbauerin in der Verständigung und welche Projektionen und Grenzen sie hat. Darauf aufbauend sprechen wir über die zunehmende Verengung politischer Debatten zu Israel und Palästina, über Sprachlosigkeit, Angst vor sozialer Sanktionierung und die Frage, warum viele Menschen sich aus öffentlichen Gesprächen zurückziehen. Ido Arad erzählt, wie aus dieser Situation heraus die Gesprächsreihe „Zeit zu reden“ entstanden ist – als bewusster Versuch, Räume zu schaffen, in denen widersprüchliche Perspektiven nebeneinander stehen dürfen. Wir diskutieren, was diese Räume anders machen als klassische Podien, wo Dialog an Grenzen stößt und warum es trotzdem mehr solcher Formate braucht. Zum Schluss geht es um Verantwortung, Zuhören als politische Praxis und die Frage, was nötig ist, damit gesellschaftliche Gespräche wieder möglich werden.Gast: Ido AradHost: Shai HoffmannLinks:https://zeitzureden.org/https://www.sueddeutsche.de/politik/palaestina-deutschland-dialog-stimmen-berlin-israel-li.3320315https://overton-magazin.de/hintergrund/politik/in-der-deutschen-staatsraeson-steckt-antisemitismus/https://www.radiodrei.de/programm/schema/sendungen/radio3_am_morgen/archiv/20250922_0600/radio3_aktuell_0710.html https://www.tagesspiegel.de/kultur/neukollner-gesprachsreihe-zu-nahost-die-leute-sollen-miteinander-ringen-anstatt-nur-die-eigene-weltsicht-zu-verteidigen-13853131.htmlVielen Dank an Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion), Jordi Kuragari (Video-Snippets) sowie Simon Eichinger (Postproduktion)!Ein Projekt von Gesellschaft im Wandel gGmbH, mit freundlicher Unterstützung der Robert Bosch Stiftung.Schön, dass ihr dabei seid – folgt dem Podcast, bewertet ihn und teilt die Folge gern.
-
101
Medien, Macht und Muslimfeindlichkeit — Prof. Dr. Kai Hafez über Berichterstattung zu Israel und Palästina
In dieser Folge spreche ich mit Prof. Dr. Kai Hafez, Kommunikations- und Politikwissenschaftler und einem der profiliertesten deutschen Forscher zu Medien, Islamfeindlichkeit und internationaler Berichterstattung. Seit 2003 ist er Professor an der Universität Erfurt für Vergleichende Analyse von Mediensystemen und Kommunikationskulturen. Er lehrte unter anderem in Kairo, Cambridge, Oxford und Bern, war Mitglied im Unabhängigen Expertenkreis Muslimfeindlichkeit der Bundesregierung und akademischer Berater von Bundespräsident Johannes Rau. Bereits in den 1990er Jahren arbeitete er intensiv zu Israel und Palästina und begleitete Dialogformate sowie die frühen Jahre des Oslo-Friedensprozesses.Im Gespräch erfahren wir zunächst was über die Familiengeschichte von Hafez bevor wir die die deutsche Berichterstattung zu Israel und Palästina analysieren, insbesondere seit dem 7. Oktober 2023. Kai Hafez erklärt, wie sich Orientalismus und Muslimfeindlichkeit in journalistischen Routinen niederschlagen, warum er von einer publizistischen Einseitigkeit spricht und welche historischen Muster sich immer wiederholen. Wir sprechen über Propaganda, Selbstzensur, die Verengung der Debatte auf Antisemitismus statt Konfliktanalyse sowie über die Frage, ob der Journalismus in Deutschland gerade eine Krise durchlebt. Zum Schluss geht es darum, wie Vertrauen in Berichterstattung und öffentliche Debatten wiederhergestellt werden kann.Gast: Prof. Dr. Kai HafezHost: Shai HoffmannLinks:https://www.deutsche-islam-konferenz.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Publikationen/Studien/uem-abschlussbericht.htmlhttps://journalistik.online/ausgabe-2024/der-gaza-krieg-die-deutschen-medien-und-die-falsche-seite-der-geschichte/https://www.uni-erfurt.de/philosophische-fakultaet/seminare-professuren/medien-und-kommunikationswissenschaft/personen/hafez-kaihttps://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.gespraech-mit-politikwissenschaftler-kai-hafez-warum-sich-deutsche-medien-mit-kritik-an-israel-schwer-tun.4010eac7-66c3-4c69-9bfe-152830d1f18a.htmlhttps://perspective-daily.de/article/3865-du-aergerst-dich-ueber-die-nahost-berichterstattung-10-ideen-dagegen-vorzugehen/probiereVielen Dank an Jordi Kuragari(Video-Snippets), Lea Volz, Marisa Raiser und 365 Sherpas (Redaktion) sowie Simon Eichinger (Postproduktion).Der Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH und wird mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung realisiert.Danke fürs Zuhören – wenn euch die Folge gefällt, abonniert den Podcast, gebt ihm eine Bewertung und teilt ihn gern weiter.
-
100
Alexandra Senfft über Schuld, Scham und Verantwortung in Täterfamilien
In dieser Folge spreche ich mit Alexandra Senfft über Schuld, Scham, Verantwortung – und darüber, warum das Schweigen oft lauter wirkt als jedes Wort.Alexandra Senfft ist Autorin und Islamwissenschaftlerin. Seit 1984 reist sie regelmäßig in den Nahen Osten und hat sich früh eine tiefe regionale Expertise erarbeitet. Sie war Pressesprecherin von UNRWA im Gazastreifen während der ersten Intifada und hat politische Gewalt, Alltag und Trauma aus unmittelbarer Nähe erlebt.Zugleich engagiert sie sich seit vielen Jahren in der Erinnerungs- und Dialogarbeit: als Vorständin im Arbeitskreis für die intergenerationellen Folgen des Holocausts, als Vorstand und Mitbegründerin von Parents Circle Friends Deutschland sowie als Beisitzerin des Präsidiums der Lagergemeinschaft Dachau.Ausgehend von ihrer eigenen NS-Familiengeschichte sprechen wir darüber, was es bedeutet, Täter*innenschaft innerhalb der eigenen Familie anzuerkennen – und warum genau diese Auseinandersetzung so schmerzhaft, aber auch so notwendig ist. Senfft hat diese Fragen auch literarisch und analytisch bearbeitet, unter anderem in Schweigen tut weh. Eine deutsche Familiengeschichte, Fremder Feind, so nah und Der lange Schatten der Täter. Zuletzt veröffentlichte sie 2024 gemeinsam mit Romeo Franz Großonkel Pauls Geigenbogen, die Familiengeschichte eines preußischen Sinto.Wir reden über Abwehrmechanismen wie Verdrängung, Relativierung und Schuldumkehr. Über den Unterschied zwischen Schuld und Verantwortung. Und über die Frage, was passiert, wenn Tätergeschichten nicht aufgearbeitet werden – weder im Privaten noch gesellschaftlich.Ein weiterer Fokus liegt auf Dialogarbeit und biografischem Erzählen: Was braucht es, damit solche Räume nicht nur symbolisch bleiben, sondern tatsächlich transformativ wirken? Welche Rolle spielen Initiativen wie der Parents Circle, in denen Menschen trotz Gewalt und Verlust bewusst auf Entmenschlichung verzichten?Diese Folge ist eine Einladung, Widersprüche auszuhalten, Ambivalenzen zuzulassen und Verantwortung nicht als moralische Pose, sondern als Voraussetzung für Empathie und Konfliktfähigkeit zu begreifen.Gästin: Alexandra SenfftHost: Shai HoffmannLinks und mehr: Homepage von Alexandra Senfft, Autorin und Publizistin: https://alexandra-senfft.deHompage vom Arbeitskreis für Intergenerationelle Folgen des Holocaust, ehem. PAKH: https://www.pakh.de/Homepage von Parents Circle Friends Deutschland e. V.: https://parentscirclefriends.deLink zum Instagram Account von Alexandra: https://www.instagram.com/alexandra_senfft/Handle zum Blue Sky von Alexandra: @alexsenfft.bsky.socialLink zum Linkedin Account: https://www.linkedin.com/in/alexandra-senfft-a3a7a0a2/Alexandra Senfft: Schweigen tut weh. Eine deutsche Familiengeschichte: https://www.ullstein.de/werke/schweigen-tut-weh/taschenbuch/9783548608266Alexandra Senfft: Fremder Feind, so nah. Gespräche mit Palästinenser und Israelis: https://www.edition-einwurf.de/kopie-von-zu-viel-f%C3%BCr-diese-weltAlexandra Senfft mit Romeo Franz: Großonkel Pauls Geigenbogen. Die Familiengeschichte eines preußischen Sinto: https://www.penguin.de/buecher/alexandra-senfft-grossonkel-pauls-geigenbogen/buch/9783442317073Danke an Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion), Simon Eichinger (Postproduktion), sowie an Jordi Kuragari und Saed productions (Video-Snippets).Der Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung.Schön, dass ihr zugehört habt – abonniert den Podcast gern und teilt ihn mit euren Freund*innen und Familien!
-
99
Ambiguität aushalten — Lehrkraft Tobias Nolte von related e.V. über Demokratiebildung in polarisierten Zeiten
In dieser Folge spreche ich mit Tobias Nolte, Lehrer, Schulberater für Demokratiebildung und Mitgründer von related e.V.. Zehn Jahre lang unterrichtete er am Campus Rütli in Berlin-Neukölln und entwickelte dort langfristige Kursformate wie Glauben & Zweifeln, Israel & Palästina und Social Justice, die Raum für komplexe gesellschaftliche Fragen schaffen. Für die Arbeit von related e.V., die Perspektiven von Schüler:innen und Lehrkräften an sogenannten Brennpunktschulen zusammenführt, wurde das Team mit dem Leuchtturmpreis Ehrenamt der Ravensburger Stiftung ausgezeichnet.Im Mittelpunkt des Gesprächs steht Ambiguität als pädagogische Praxis. Wir sprechen darüber, wie Lehrkräfte in Neukölln täglich mit Rassismus, Mehrfachdiskriminierung und Machtverhältnissen konfrontiert sind – und wie sie zugleich mit Verletzungen und verletzendem Verhalten von Schüler:innen arbeiten, ohne zu moralisieren oder zu vereinfachen. Es geht um intersektionale und rassismuskritische Ansätze, um Biografiearbeit als Ausgangspunkt, um die Auseinandersetzung mit Kolonialismus, Shoah, rechter Gewalt, Queerfeindlichkeit, Klassismus und nicht zuletzt um Israel/Palästina als Prüfstein politischer Bildung. Auch die Rolle weißer Lehrkräfte, Fragen von Haltung, Verantwortung und demokratischem Selbstverständnis stehen im Zentrum – besonders in einer Zeit zunehmender Polarisierung seit dem 7. Oktober 2023.Diese Folge versteht Pädagogik als demokratische Praxis: nicht als Ort einfacher Antworten, sondern als Raum, in dem Widersprüche ausgehalten und gemeinsam bearbeitet werden.Gast: Tobias NolteHost: Shai HoffmannLinks:https://www.instagram.com/related_ev/https://www.linkedin.com/in/tobias-nolte-73311039b?utm_source=share&utm_campaign=share_via&utm_content=profile&utm_medium=android_apphttps://www.ufuq.de/aktuelles/gaza-und-polarisierung/https://www.ufuq.de/online-bibliothek/mehr-als-eine-perspektive-handreichung-zum-projektkurs-naher-osten-erfahrungen-aus-zwei-jahren-arbeit-zum-nahostkonfilkt-an-einer-neukoellner-gemeinschaftsschule/https://www.spiegel.de/panorama/bildung/lehreralltag-in-neukoelln-zum-umgang-mit-schwierigen-themen-abschreiben-erwuenscht-gastbeitrag-a-9afb2b66-0c07-4c39-8625-afa1a2fa6a48https://open.spotify.com/show/6mWsKbIP7iBrnP7lUVYM9oVielen Dank an Saeed Productions (Video-Snippets), Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion) sowie Simon Eichinger (Postproduktion)!Ein Projekt von Gesellschaft im Wandel gGmbH, mit freundlicher Unterstützung der Robert Bosch Stiftung.Schön, dass ihr dabei seid – folgt dem Podcast, bewertet ihn und teilt die Folge gern.
-
98
Zwischen Kuffiyeh und Flagge - Tom Khaled Würdemann über Israel und Palästina als ideologische Symbole
In dieser Folge spreche ich mit Tom Khaled Würdemann, Politikwissenschaftler und Nahostforscher. Seit Oktober 2023 promoviert er zu palästinensischen Israel-Studien am Institut für Palästina-Studien in Beirut, Washington und Jerusalem, angebunden an die Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg.Im Gespräch geht es um die enorme symbolische Aufladung von Israel und Palästina im internationalen Diskurs – und besonders in Deutschland. Wir sprechen darüber, warum Symbole wie Flaggen oder die Kuffiyeh eine so starke emotionale Wirkung entfalten, was aktuell rund um Verbote und Deutungskämpfe verhandelt wird und weshalb Ambiguität in der Debatte oft kaum ausgehalten wird.Außerdem diskutieren wir, wann „Komplexität“ zur Ausrede wird, was der deutsche Diskurs über Macht, Geschichte und Identität verrät und wie analytisches Denken und moralische Klarheit zusammengehen können.Gast: Tom Khaled WürdemannHost: Shai HoffmannLinks:https://www.hfjs.eu/professuren/ben-gurion-lehrstuhl-fuer-israel-und-nahoststudien/team/wissenschaftliche-mitarbeiterinnen/tom-khaled-wuerdemann.htmlhttps://www.youtube.com/shorts/oNqLU_dJTfchttps://www.instagram.com/t.daraja/?hl=dehttps://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:1bcd588eaa810f2e/https://www.zeit.de/2025/43/gaza-plan-nahostwissenschaftler-frieden-donald-trump-tom-khaled-wuerdemannVielen Dank an Simon Eichinger (Postproduktion), Saeed Productions (Video-Snippets) sowie Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion)!Ein Projekt von Gesellschaft im Wandel gGmbH, mit freundlicher Unterstützung der Robert Bosch Stiftung.Schön, dass ihr dabei seid – folgt dem Podcast, bewertet ihn und teilt die Folge gern mit anderen!
-
97
Special: Witnessing and Resistance — Yuli Novak on Justice and Human Rights
In this episode, I speak with Yuli Novak, Executive Director of B’Tselem, Israel’s leading human rights organization documenting and opposing state violence and apartheid in the Palestinian territories. Yuli is among the few public voices in Israel who continue to insist on accountability and equality as civil society faces unprecedented pressure.Before joining B’Tselem in 2023, she served as Executive Director of Breaking the Silence, leading the publication of soldiers’ testimonies from the occupied territories — work that made her a frequent target of political attacks. Her memoir Who Do You Think You Are traces her journey from Israeli Air Force officer to outspoken critic of militarism and Jewish supremacy.In our conversation, Yuli explains why B’Tselem has now named Israel’s actions in Gaza as genocide, and describes how decades of occupation and apartheid have created a society increasingly desensitized to violence. She also reflects on becoming a parent during this political moment and how personal responsibility fuels her activism.We discuss international solidarity, the shrinking space for dissent, and the role queer and feminist activism can play in resisting systems of domination.Guest: Yuli NovakHost: Shai HoffmannLinks:https://www.btselem.org/node/215035https://www.medico.de/blog/wenn-nie-wieder-jetzt-ist-20208https://www.spiegel.de/ausland/israel-menschenrechtsorganisation-begruesst-deutschen-lieferstopp-a-90bd7e19-07e0-4396-8851-664f5dc202e6https://www.youtube.com/watch?v=N9eASwQIq40https://www.theguardian.com/profile/yuli-novakSpecial thanks to OFEK: The Israeli Center for Public Affairs, Jordi Kuragari (video snippets), Lea Volz and 365 Sherpas (editorial), Simon Eichinger (post-production).This podcast is a project by Gesellschaft im Wandel gGmbH and funded by the Robert Bosch Stiftung.If you enjoyed this episode, feel free to share it around!
-
96
Special: Bridging Faith and Justice — Limor Yaakov‑Safrai from Smol Emuni on Building the Faithful Left
In this episode, I speak with Limor Yaakov-Safrai, Israeli educator and CEO of the HaSadeh Association, focused on faith-based humanistic education. Limor grew up in Gush Katif in Gaza, a religious settlement evacuated in 2005, and now lives in the religious kibbutz Ma’ale Gilboa.She is also a co-founder of Smol Emuni (“Faithful Left”), a movement advocating for justice, equality, and coexistence through religiously grounded progressive values. We discuss her work in education, her approach to activism within religious communities, the challenges of promoting democratic values, and her vision for social change in Israel, including relations with Palestinians.This conversation highlights the intersection of faith, education, and social justice in times of political polarization.Guest: Limor Yaakov-SafraiHost: Shai HoffmannLinks:https://north.mandelfoundation.org.il/english/fellows/pages/default.aspxhttps://www.instagram.com/p/DRxMpuSAmBA/https://www.timesofisrael.com/under-shadow-of-war-conference-of-left-wing-religious-jews-grows-its-numbers/https://www.jpost.com/israel-news/article-867028Special thanks to OFEK: The Israeli Center for Public Affairs, Marisa Raiser and 365 Sherpas (editorial), Jordi Kuragari (video snippets), Simon Eichinger (post-production)Thanks for tuning in — don’t forget to subscribe and share!
-
95
Special: Palästinensische Familien stärken in Nazareth – Nabila Espanioly über Aktivismus und Bildung
In dieser Folge spreche ich mit Nabila Espanioly, palästinensische Bürgerin Israels, Psychologin, Sozialarbeiterin, Feministin und Friedensaktivistin. Sie leitet das Al-Tufula Center in Nazareth, das frühkindliche Bildung und Frauenförderung unterstützt.Nabila wuchs in einer palästinensisch-christlichen Familie auf, studierte Sozialarbeit in Haifa und Psychologie in Deutschland und ist seit Jahrzehnten in Hadash/Jabha und feministischen Bewegungen aktiv. Wir sprechen über ihre frühen Erfahrungen, ihr Engagement und die Arbeit, Brücken zwischen Gemeinschaften zu bauen.Wir werfen außerdem einen Blick auf das Al-Tufula Center, seine Entwicklung und die aktuellen Herausforderungen für palästinensische Kinder und Familien, besonders nach dem 7. Oktober 2023. Nabila teilt ihre Hoffnungen und die Bedeutung von Bildung und Empowerment.Ein besonderer Dank an OFEK: The Israeli Center for Public Affairs, Simon Eichinger (Postproduktion), Marisa Raiser und 365 Sherpas (Redaktion) sowie Jordi Kuragari (Video-Snippets)Dieser Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH und wird von der Robert Bosch Stiftung gefördert.Danke, dass ihr dabei wart – abonniert und empfehlt den Podcast weiter!Links:https://www.instagram.com/nabilaesphttps://altufula.org/en/files/userfiles/identity%20.pdfhttps://altufula.org/enhttps://www.bpb.de/mediathek/reihen/stimmenvielfalt-aus-israel/322068/nabila-espanioly/https://klinken.rosalux.de/objekte/al-tufula-centerhttps://en.wikipedia.org/wiki/Nabila_Espaniolyhttps://www.rosalux.org.il/autoren/nabila-espanioly/
-
94
Special: Law, Loss, and Accountability — A Conversation with Ziv Stahl from Yesh Din
In this episode, I speak with Ziv Stahl, the Executive Director of Yesh Din, an Israeli human rights organization that documents and challenges violations against Palestinians in the occupied West Bank. Ziv holds a Master in political science and is considering herself an activist, Ziv is one of the few public voices in Israel who continue to insist on accountability, equality, and the rule of law at a time when democratic space is shrinking and violence is escalating.Ziv’s commitment to human rights is shaped by profound personal loss. She grew up in Kibbutz Kfar Aza and survived the Hamas attack on October 7, 2023, during which her sister-in-law, was killed. Despite this trauma, she has chosen to continue her work — refusing to abandon the belief that justice must apply universally, even in moments of national grief.Under Ziv’s leadership, Yesh Din works to expose and challenge systemic impunity for settler and military violence in the West Bank through legal documentation, petitions, and public advocacy. In this conversation, we talk about her personal journey, the limits of legal protection for Palestinians, and what it means to defend human rights in a society where dissent is increasingly unpopular.We also discuss the role of international accountability, the pressures facing civil society, and the moral clarity required to continue this work despite fear, hostility, and political backlash.Thanks for listening — subscribe and share!Guest: Ziv StahlHost: Shai HoffmannSpecial thanks to OFEK: The Israeli Center for Public Affairs, Lea Volz and 365 Sherpas (editorial), Jordi Kuragari (video snippets), Simon Eichinger (post-production) Links:https://www.zeit.de/politik/2024-10/hamas-massaker-israel-ziv-stahl-palaestinenser-rechte https://www.blaetter.de/ausgabe/2024/januar/israels-zivilgesellschaft-zerrieben-zwischen-den-extremen https://nifcan.org/ziv-stahl/ https://www.youtube.com/watch?v=_l87o1XvLb8 https://www.faz.net/aktuell/politik/krieg-in-nahost/deutschland-blockiert-hilfsgelder-fuer-israelische-ngo-19337943.html https://www.haaretz.com/israel-news/2025-10-23/ty-article-static/.premium/erased-isr[…]unities-in-the-west-bank/00000199-4787-d6e0-a7fb-cfcfd0400000 https://www.haaretz.com/israel-news/2025-10-30/ty-article-magazine/.highlight/israel[…]-on-decline-of-democracy/0000019a-3629-ddf1-a1db-fefd25ee0000
-
93
Journalist Felix Tamsut: Die politische Sprengkraft der mizrahischen Erfahrung
In dieser Folge spreche ich mit Felix Tamsut, Journalist der Deutschen Welle, der seit vielen Jahren über Israel und Palästina berichtet und selbst aus einer marokkanisch-tunesisch-jüdischen Mizrahi-Familie stammt. Seine Perspektive – obwohl rund die Hälfte der jüdischen Israelis Mizrahim sind – kommt im deutschsprachigen Diskurs bis heute kaum vor.Wir sprechen über die innenisraelischen Spannungen, die das Land seit seiner Gründung prägen, und über die Geschichte arabischer Juden*Jüdinnen, deren Erfahrungen im europäisch geprägten Zionismus lange ignoriert oder abgewertet wurden. Gemeinsam analysieren wir, wie strukturelle Benachteiligung entsteht – auch dann, wenn sie eine große Bevölkerungsgruppe betrifft.Ein Schwerpunkt ist der politische Umbruch von 1977, als Menachem Begin mit der neu gegründeten Likud-Partei die jahrzehntelange Frustration vieler Mizrahim bündelte und damit Israels politische DNA nachhaltig veränderte.Wir blicken zudem auf Deutschland: Wie arabische Juden*Jüdinnen hier instrumentalisiert werden, welche Narrative verkürzt sind und warum diese Debatten die Komplexität mizrahischer Identitäten häufig unsichtbar machen.Ein Gespräch voller analytischer Schärfe und biografischer Tiefe – über Geschichte, Macht, Identität und die blinden Flecken unserer Debatten. Eine Folge, die Perspektiven verschiebt.Gast: Felix TamsutModerator: Shai HoffmannWeitere Infos zu Felix Tamsut: Amram: https://www.instagram.com/amrm_ngo?igsh=MWp1b3ZuamxueGxsNA==Was dachten sich die “founding fathers” Israel’s über die Mizrahis: https://www.haaretz.co.il/magazine/2014-02-13/ty-article/.highlight/0000017f-dc1f-db22-a17f-fcbfb4740000Die Rede von begin: https://youtu.be/AXJCH-UzQbo?si=BmewKu1mvMscamWuNordafrikanische Juden im Holocaust: https://www.yadvashem.org/articles/general/the-jews-of-north-africa.htmlMarokko: https://www.smithsonianmag.com/history/the-moroccan-sultan-who-protected-his-countrys-jews-during-world-war-ii-180983903/Ein besonderer Dank geht an Simon Eichinger für die Postproduktion, an Jordi Kuragari für die Video-Snippets, an 365 Sherpas und die Redaktionskoordinatorin Lea Volz für die Unterstützung.Vielen Dank fürs Zuhören – abonniert den Podcast und teilt ihn gerne weiter!
-
92
Kritik, Diskurs und Doppelmoral – Journalist Daniel Bax über Meinungsfreiheit und Islamdebatten
In dieser Folge spreche ich mit Daniel Bax, Journalist, Autor und Themenchef im Regieressort der taz. Zuvor war er viele Jahre Inlandsredakteur der Zeitung und arbeitet heute als freier Autor unter anderem für Qantara.de und die Blätter für deutsche und internationale Politik. Er schreibt zu Islamfeindlichkeit, Antisemitismus und den deutschen Debatten rund um Israel und Palästina. Seine Bücher „Angst ums Abendland“ und „Die Volksverführer“ haben sich kritisch mit rechtspopulistischen Denkweisen auseinandergesetzt.Wir sprechen über den Fall Ahmad Mansour, die Grenzen von Meinungsfreiheit und journalistischer Kritik, und darüber, wie sich Sprache und Macht in den deutschen Diskursen über Islam, Sicherheit und Integration verschränken.Daniel erklärt, warum er den Begriff „politischer Islam“ für irreführend hält und welche weiße Flecken er in der deutschen Nahost-Berichterstattung sieht.Außerdem geht es um die Rolle von Medien und Journalist:innen, wenn Polarisierung zunimmt – und was passieren müsste, damit Debatten wieder offener und differenzierter geführt werden.Zum Schluss sprechen wir über Daniels neues Buch „Die neue Lust auf Links“ – ein Plädoyer für politische Erneuerung, soziale Gerechtigkeit und den Mut zur Solidarität.Gast: Daniel BaxHost: Shai HoffmannLinks:https://taz.de/taz-Talk-Buchpremiere-mit-Daniel-Bax/!vn6120867/Vielen Dank an Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion), Jordi Kuragari (Video-Snippets), sowie Simon Eichinger (Postproduktion)Ein Projekt von Gesellschaft im Wandel gGmbH, mit freundlicher Unterstützung der Robert Bosch Stiftung.Schön, dass ihr dabei seid – folgt dem Podcast, bewertet ihn und teilt die Folge gern mit anderen!
-
91
Zwischen Völkerrecht und Realität – Prof. Dr. Nora Markard über das Gutachten des Internationalen Gerichtshofs und die Zukunft des Multilateralismus
In dieser Folge spreche ich mit Prof. Dr. Nora Markard, Juristin und Professorin für internationales Öffentliches Recht an der Universität Münster. Sie forscht zu Völkerrecht, Menschenrechten und Flucht, ist Mitbegründerin der „Refugee Law Clinic Hamburg“ und eine der profiliertesten Stimmen in Deutschland, wenn es um die Verteidigung von Menschenrechten und internationalen Rechtsnormen geht.Wir sprechen über das aktuelle Gutachten des Internationalen Gerichtshofs (IGH), das Israel verpflichtet, die Zivilbevölkerung in Gaza zu schützen – und über die Frage, was dieses Urteil juristisch, politisch und moralisch bedeutet. Außerdem geht es um die Rolle der UN, die Funktionsweise ihrer Organe und die Kritik an ihrer Handlungsfähigkeit, insbesondere im Umgang mit Israel und Palästina.Nora Markard ordnet ein, was das Gutachten für Drittstaaten wie Deutschland bedeutet, welche Verantwortung sich daraus ergibt und wie Völkerrecht und politische Realität zunehmend auseinanderdriften. Wir sprechen über den Wert internationaler Rechtsprechung, auch wenn sie scheinbar folgenlos bleibt – und darüber, wie ein erneuertes Verständnis von Recht, Empathie und Verantwortung aussehen könnte.Eine Folge über die Grenzen und die Kraft des Völkerrechts, über Multilateralismus im Krisenmodus und die Frage, wie juristische Sprache gesellschaftlich wirksam werden kann.Gast: Prof. Dr. Nora MarkardHost: Shai HoffmannLinks:https://www.instagram.com/noramarkard/?hl=dehttps://www.campus.de/buecher-campus-verlag/wissenschaft/politikwissenschaft/jura_not_alone-17962.html?srsltid=AfmBOort1vMEAZvn0JzTcO0uvPy-DD0QnufCWqb393b1PqeeIchTiCzaDas IGH-Gutachten zu UNRWA vom 22. Oktober 2025: https://www.icj-cij.org/case/196Eine kurze Analyse des israelischen Völkerrechtlers Eliav Lieblich: https://www.justsecurity.org/123215/icj-advisory-opinion-israel-unrwa/Zur Kritik am UN-Menschenrechtsrat: https://dgvn.de/meldung/dieser-oder-keiner-der-un-menschenrechtsratEine kritische israelische Perspektive zur Lage des Völkerrechts: https://verfassungsblog.de/farewell-to-the-rules-based-order/ Vielen Dank an Jordi Kuragari (Video-Snippets), Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion) sowie Simon Eichinger (Postproduktion)Ein Projekt von Gesellschaft im Wandel gGmbH, mit freundlicher Unterstützung der Robert Bosch Stiftung.Schön, dass ihr dabei wart – folgt dem Podcast, bewertet ihn und teilt die Folge gern mit anderen!
-
90
Nach dem IGH-Gutachten – Völkerrecht, Verantwortung und die humanitäre Lage in Gaza mit Johannes Gunesch (UNRWA Deutschland) & Dr. Alexander Schwarz (ECCHR)
In dieser Folge spreche ich mit Johannes Gunesch, Ansprechpartner für UNRWA in Deutschland, und Dr. Alexander Schwarz, Völkerrechtler und Co-Direktor des Programmbereichs Völkerstraftaten und rechtliche Verantwortung beim European Center for Constitutional Human Rights (ECCHR).Wir beleuchten das gestern veröffentlichte Advisory Opinion des Internationalen Gerichtshofs (ICJ), das Israel verpflichtet, die Zivilbevölkerung in Gaza zu schützen und mit UN-Organisationen wie UNRWA sowie Drittstaaten zusammenzuarbeiten. Aus völkerrechtlicher Sicht diskutieren wir, welche Konsequenzen sich daraus ergeben, welche Rolle Deutschland spielt und wie handlungsfähig die UN und sein oberstes rechtsprechendes Organ tatsächlich ist.Wir sprechen auch über die praktischen Herausforderungen für UNRWA vor Ort und den bereits laufenden institutionellen Reformprozess, der für eine weitere Unterstützung Deutschlands entscheidend ist. Außerdem geht es um den 20-Punkte-Plan der US-Regierung, seine Lücken im Hinblick auf die Zweistaatenlösung sowie eine mögliche völkerrechtliche Verantwortung Israels und was jetzt unabdingbar ist, um ein menschenwürdiges Leben in Gaza zu sichern.Gäste: Johannes Gunesch und Dr. Alexander SchwarzHost: Shai HoffmannLinks:https://www.icj-cij.org/sites/default/files/case-related/196/196-20251022-pre-01-00-en.pdfhttps://www.unrwa.org/newsroom/official-statements/unrwa-commissioner-general-gaza-i-welcome-unambiguous-rulinghttps://www.unrwa.org/newsroom/news-releases/advisory-opinion-delivered-icj-regarding-state-israels-obligations-occupied-Palestinian-territoryhttps://www.zdfheute.de/politik/ausland/gaza-scharfschuetze-strafanzeige-muenchen-israel-nahost-frontal-100.htmlhttps://www.lto.de/recht/hintergruende/h/gaza-waffen-waffenlieferungen-exporte-israel-ecchr-verfassungsbeschwerdehttps://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/anzeige-gegen-israelischen-scharfschuetzen-aus-muenchen,UwNmPppDanke an: Simon Eichinger (Postproduktion), Jordi Kuragari (Video-Snippets) sowie Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion).Ein Projekt von Gesellschaft im Wandel gGmbH, unterstützt durch die Robert Bosch Stiftung.Danke, dass ihr reingehört habt – abonniert den Podcast und empfehlt ihn gerne weiter davon!
-
89
Verlernen, Zuhören, Aushalten – Johanna Voß & Iven Saadi über kritische politische Bildung nach dem 7. Oktober
In dieser Folge spreche ich mit Johanna Voß und Iven Saadi über politische Bildungsarbeit zwei Jahre nach dem 7. Oktober.Johanna Voß leitet bei der Gesellschaft im Wandel den Bereich Politische Bildung und entwickelt mit ihrem Team Fortbildungen für Lehrkräfte, Sozialarbeiterinnen und andere Multiplikatorinnen zum Themenkomplex Israel-Palästina. In ihrer Arbeit verbindet sie rassismus- und antisemitismuskritische Ansätze und schafft Räume, in denen Emotionen, Perspektiven und Widersprüche besprechbar bleiben.Iven Saadi arbeitet seit über 15 Jahren in der diskriminierungskritischen Fachkräftebildung und Prozessbegleitung – zu Themen wie Rassismus, Antisemitismus und Geschlechterverhältnissen. Er beschäftigt sich mit der Frage, wie diese Ansätze trotz zunehmender Polarisierung wieder stärker zusammengeführt werden können und wie Solidarität zwischen Betroffenen gestärkt werden kann.Im Gespräch geht es darum, wie der 7. Oktober die politische Bildungsarbeit verändert hat – fachlich, strukturell und emotional. Wir sprechen über Spannungen und Sprachlosigkeit in Schulen, über Überforderung und Mut, über Räume, in denen Ambivalenzen Platz finden dürfen. Außerdem geht es um strukturelle Herausforderungen, den Druck auf unabhängige Träger und die Frage, was politische Bildung braucht, um unter den aktuellen Bedingungen handlungsfähig und offen zu bleiben.Gäste: Johanna Voß und Iven Saadi Host: Shai HoffmannLinks:https://www.instagram.com/hanni_vau/https://disruptif.org/https://israelpalaestinavideos.org/team/johanna-vosshttps://politischbilden.de/expertise/iven-saadi/https://www.bildungsbausteine.org/projekte/zusammen-denken-zusammen-handelnhttps://www.youtube.com/watch?v=wQHbIMgV9hkDanke an: Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion), Simon Eichinger (Postproduktion) sowie Jordi Kuragari (Video-Snippets)Ein Projekt von Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung.Danke fürs Zuhören – abonniert den Podcast und teilt die Folge gern mit anderen weiter!
-
88
Politische Bildung in herausfordernden Zeiten - Canan Korucu über Umgang mit Jugendlichen
Heute spreche ich mit Canan Korucu, Co-Geschäftsführerin von ufuq.de, wo bundesweit zu politischer Bildung, Prävention und Jugendkultur gearbeitet wird. Sie hat Erziehungswissenschaften und Gender Studies in Berlin studiert, ein Aufbaustudium in Islamwissenschaften absolviert und war unter anderem in der außerschulischen Bildungsarbeit sowie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Uni Bremen tätig. Heute liegt ihr Schwerpunkt auf rassismuskritischer Bildungsarbeit, Online-Prävention und der Fortbildung von Fachkräften im Umgang mit antimuslimischem Rassismus.Wir sprechen darüber, wie der 7. Oktober 2023 die Arbeit mit Jugendlichen verändert hat – emotional, inhaltlich und strukturell. Canan Korucu berichtet von Spannungen, Konflikten und neuen Dynamiken in Schulen, über den Einfluss sozialer Medien auf die Haltung junger Menschen und darüber, wie sie Polarisierung und Tabus im Unterricht begegnet. Außerdem geht es um die Unterstützung, die Lehrkräfte aktuell brauchen, um politische Bildung wirksam und zugänglich zu gestalten, und um langfristige Perspektiven, die trotz aller Schwierigkeiten Hoffnung geben.Gast: Canan KorucuHost: Shai HoffmannLinks:https://www.ufuq.de/israel-und-palaestina-in-berlin-paedagogik-und-politische-bildung-zu-israelbezogenem-antisemitismus/https://www.ufuq.de/publikation/nahostkonflikt-schule/https://www.taskcards.de/#/board/8430c432-8194-438d-8199-859f332c5bb2/viewhttps://mediendienst-integration.de/fileadmin/Dateien/Informationsschreiben_Umgang_mit_Sto__rungen_des_Schulfriedens.pdfhttps://www.ufuq.de/aktuelles/the-kids-are-alright/?utm_source=chatgpt.comhttps://www.ufuq.de/news_from_the_club/neue-webtalk-reihe-von-alpha-maennern-und-mincels/Herzlichen Dank an Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion), Jordi Kuragari (Video-Snippets) sowie Simon Eichinger (Postproduktion)Der Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung.Schön, dass ihr reingehört habt! Abonniert den Podcast und empfehlt ihn weiter.
-
87
Spezialfolge: Zwei Jahre 7. Oktober – Joana Osman über Trauma, Empathie und das Ringen um Frieden
In dieser Spezialfolge von „Über Israel und Palästina sprechen“ spreche ich mit Joana Osman über den 7. Oktober 2023 – zwei Jahre danach – und wie sie als Palästinenserin, Autorin und Friedensaktivistin auf die Entwicklungen seitdem blickt.Joana Osman ist Tochter eines palästinensischen Vaters und einer deutschen Mutter. Sie hat Amerikanistik, Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte studiert und war 2012 Mitbegründerin der Friedensbewegung The Peace Factory. Ihr Debütroman „Am Boden des Himmels“ erschien 2019 (Atlantik Verlag), 2023 folgte der autofiktionale Roman „Wo die Geister tanzen“ (C. Bertelsmann). Sie arbeitet als Autorin, Dozentin und Storytelling-Coach und lebt bei München.Im Gespräch geht es um den 7. Oktober 2023 – zwei Jahre danach – und um ihr Buch „Frieden“, das als Appell an Leser*innen und die Zivilgesellschaft verstanden werden will. Joana Osman spricht über die deutsche Debatte, Polykrisen und die Gründe, warum diese gerade jetzt eskalieren. Sie erläutert, wie sie den Begriff des Extraktivismus über Ressourcen hinaus auf Menschen, Gesellschaft, Demokratie und Werte ausweitet und wie sie Sprache, Bildsprache und Erzählung nutzt, um aktuelle Ereignisse begreifbar zu machen. Gleichzeitig diskutieren wir die Zumutungen, die wir uns und anderen abverlangen müssen, um empathisch zu bleiben, und die Verantwortung, die jede:r Einzelne in Krisenzeiten tragen kann. Die Folge endet mit einer Schweigeminute – zwei Jahre danach und immer noch mittendrinGast: Joana OsmanHost: Shai HoffmannLinks:https://www.instagram.com/joana_osman_author/https://www.hr2.de/podcasts/eine-reale-utopie-ist-aber-ein-positives-zukunftsbild-ein-wunschbild---joana-osman-schriftstellerin-und-mitbegruenderin-der-friedensbewegung-the-peace-factory,audio-112190.html https://www.penguin.de/autoren/joana-osman/738151https://www.penguin.de/buecher/joana-osman-frieden/buch/9783328604563https://www.republik.ch/2025/02/13/die-truemmer-dieses-kriegesDanke an: Jordi Kuragari (Video-Snippets), Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion) sowie Simon Eichinger (Postproduktion)Ein Projekt von Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung.Schön, dass ihr dabei wart! Abonniert den Podcast und teilt ihn gerne weiter.
-
86
Spezialfolge: Zwischen Plan und Realität - Kirsten Krampe & Nazih Musharbash über den 20-Punkte-Plan und Deutschlands Rolle
In dieser Folge spreche ich mit Kirsten Krampe, Leiterin des Büros der Heinrich-Böll-Stiftung in Ramallah, und Nazih Musharbash, Pädagoge, langjähriger SPD-Kommunalpolitiker und Präsident der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft.Ausgangspunkt ist der neue 20-Punkte-Plan von Donald Trump, der aktuell die Debatten um Israel und Palästina bestimmt. Wir diskutieren, warum er trotz massiver Schwächen – etwa dem völligen Fehlen des Rechts auf Selbstbestimmung der Palästinenser*innen – international so breite Unterstützung findet, während kaum jemand klar an der Seite der USA steht. Beide Gesprächspartner sind skeptisch, ob der Plan überhaupt eine Perspektive eröffnen kann.Außerdem geht es darum, wie Deutschland sich positioniert: Warum ist die öffentliche Stimmung hier deutlich pro-palästinensisch, ohne dass sich dies im Regierungshandeln widerspiegelt? Und welchen Einfluss hat diese Diskrepanz auf Bildungsarbeit, auf Schulen und den gesellschaftlichen Diskurs insgesamt?Gäste: Kirsten Krampe und Nazih MusharbashHost: Shai HoffmannLinks:https://www.boell.de/de/2025/06/27/tod-bei-humanitaerer-hilfehttps://www.boell.de/de/2025/08/01/die-hoelle-auf-erden-gaza-jetzt-ist-politisches-handeln-geforderthttps://www.deutschlandfunk.de/plan-fuer-gaza-interview-nazih-musharbash-dt-palaest-gesellschaft-100.htmlhttps://www.deutschlandfunk.de/plan-fuer-gaza-interview-nazih-musharbash-dt-palaest-gesellschaft-100.htmlhttps://www.deutschlandfunk.de/deutsch-palaestinensische-gesellschaft-begruesst-us-plan-102.htmlDanke an Simon Eichinger (Postproduktion) und Jordi Kuragari (Video-Snippets) sowie Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion)Der Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung.
-
85
Wie reagiert Erinnerungskultur auf Polarisierung? Mirjam Zadoff über NS-Erinnerung in Deutschland
In dieser Folge spreche ich mit Mirjam Zadoff, Direktorin des NS-Dokumentationszentrums München. Seit Mai 2018 leitet sie das Haus, das sich als international anerkannte Institution etabliert hat, die sich mit dem Nationalsozialismus und dessen Nachwirkungen auseinandersetzt. Unter ihrer Leitung entstanden innovative Projekte wie die Ausstellung Tell me about (yesterday) tomorrow, das Mobile Game Forced Abroad und die digitale Ausstellung Departure Neuaubing, die Geschichte auf zeitgemäße Weise vermitteln und auch jüngere Generationen einbeziehen. Parallel unterrichtet sie an der LMU München und der TUM und ist in zahlreichen Gremien zu Demokratie, Erinnerungskultur und Wissenschaft aktiv.Im Gespräch geht es um die Relevanz von NS-Gedenkstätten in Zeiten wachsender gesellschaftlicher Polarisierung, die Verantwortung von Erinnerungskultur in der Gegenwart sowie um kontroverse Debatten, wie die Einladung der niederländischen Schriftstellerin Chaja Polak, die sowohl Solidarität mit Opfern der Shoah als auch mit den Menschen in Gaza thematisiert. Wir sprechen darüber, wie man historische Orte und Wissen nutzen kann, um zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu differenzieren, Antisemitismus früh zu erkennen und Hass konstruktiv entgegenzutreten.Gast: Mirjam ZadoffHost: Shai HoffmannLinks:https://www.abendzeitung-muenchen.de/muenchen/rueckkehr-von-autoritaeren-und-faschistischen-haltungen-chefin-des-muenchner-ns-dokuzentrums-ueber-parallelen-mit-den-1920er-jahren-art-1045707https://www.sueddeutsche.de/muenchen/ns-dokumentationszentrum-ausstellung-wiedereroeffnung-mirjam-zadoff-muenchen-li.3244855https://www.merkur.de/kultur/ns-dokuzentrum-muenchen-wiedereroeffnung-mirjam-zadoff-max-mannheimer-platz-tag-der-befreiung-zr-93720681.htmlhttps://www.swr.de/swrkultur/leben-und-gesellschaft/mirjam-zadoff-direktorin-des-ns-dokumentationszentrums-muenchen-gespraech-2024-10-05-100.htmlhttps://www.zeit.de/news/2025-05/07/mehr-sicherheit-und-neue-objekte-im-ns-dokuzentrum-muenchenDanke an Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion), Simon Eichinger (Postproduktion) und Jordi Kuragari (Video-Snippets).Der Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung.
-
84
Nie wieder und jetzt? – Charlotte Wiedemann über Hoffnung, Verantwortung und den Blick nach vorn
In dieser Folge spreche ich mit Charlotte Wiedemann, Journalistin, Autorin und Public Fellow am Leuphana Institute for Advanced Studies. Seit den 1980er Jahren berichtete sie als politische Korrespondentin für große deutsche Medien wie Stern, Die Woche und die taz. Später schrieb sie von Malaysia aus für Die Zeit, Le Monde diplomatique und die NZZ über Menschenrechte, interreligiöse Beziehungen und globale Konflikte. Parallel dazu unterrichtete sie an Journalistenschulen und Universitäten in Deutschland. Heute zählt sie zu den wichtigsten Stimmen, wenn es um Erinnerungskultur und ihre Verflechtungen mit aktuellen Konflikten geht.Im Gespräch geht es um die Frage, wie sich das „Nie Wieder“ von einer Betroffenenbewegung hin zu einer Staatsräson entwickelt hat – und welche Folgen dies für die Debatten um Israel und Palästina hat. Wir sprechen über Engführungen und Leerstellen in der deutschen Erinnerungskultur, über multidirektionales Erinnern und darüber, welche neuen Perspektiven sich daraus für Politik und Gesellschaft eröffnen könnten.Außerdem diskutieren wir, welche Chancen es für eine inklusivere Erinnerungskultur gibt – von Schulen bis hin zu internationalen Kooperationen – und warum es für Deutschland entscheidend wäre, im Nahostkonflikt ein „konstruktiver und fairer Partner“ zu werden.Gast: Charlotte WiedemannHost: Shai HoffmannLinks:https://www.bic-media.com/widget/?isbn=9783549100493&textToSpeech=yes&showSettings=no&buyButton=no&spine=yes https://www.youtube.com/watch?v=Bc0QA14DTu8 https://www.leuphana.de/zentren/lias/fellows/charlotte-wiedemann.html http://charlottewiedemann.de/essays-and-medienethik https://taz.de/Solidaritaet-mit-Palaestina/!6106426/ https://x.com/chawichawi Danke an Jordi Kuragari (Video-Snippets), Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion) sowie Simon Eichinger (Postproduktion).Der Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung. Schön, dass ihr zugehört habt – abonniert den Podcast gern und teilt ihn mit euren Freund*innen und Familien!
-
83
Protest, Folter, Exil: Hamza Howidys Kampf für Freiheit und Recht auf Asyl (Folge auf englisch)
Hamza Howidy ist ein Friedensaktivist aus Gaza. In dieser Folge spreche ich mit ihm darüber, wie er sich schon vor dem 7. Oktober 2023 bei den „We Want to Live“-Protesten gegen die Lebensumstände in Gaza gestellt hat und dafür von der Hamas inhaftiert und gefoltert wurde. Er floh über Griechenland nach Deutschland und setzt sich heute als eine wichtige Stimme gegen Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus ein. Wir diskutieren seine Einschätzung zu den Plänen der israelischen Regierung und seine scharfe Kritik an der Hamas, die er für die fehlende demokratische Erneuerung in Gaza verantwortlich macht.Am Ende der Folge sprechen wir auch über die drohende Abschiebung, der Hamza aktuell ausgesetzt ist, und warum er juristisch für ein Bleiberecht kämpft.Weitere Infos zu Hamza Howidy:Instagram: https://www.instagram.com/hamzahowidyy/Taz Artikel über Hamza: https://taz.de/Aktivist-aus-Gaza-zwischen-den-Fronten/!6092641/Gast: Hamza HowidyHost: Shai HoffmannHört jetzt die ganze Folge auf Spotify oder Apple Podcast. Oder in meiner Bio im wonderlink direkt den Link anklicken.Über uns:Die Folge wird präsentiert von der Gesellschaft im Wandel gGmbH, die sich für Trialog und Bildung zu Israel und Palästina engagiert. Mehr Infos zu unseren Projekten findet ihr auf gesellschaftimwandel.org. Der Podcast ist gefördert von der Robert Bosch Stiftung. Unser Dank geht an Simon Eichinger für die Postproduktion, Jordi Kuragari für die Video-Snippets sowie 365 Sherpas und Redaktions-Koordinatorin Lea Volz für ihre redaktionelle Unterstützung.Vielen Dank fürs Zuhören – abonniert den Podcast und teilt ihn gerne weiter!
-
82
Kein legitimes Ziel – Anja Osterhaus von Reporter ohne Grenzen über getötete Journalist*innen im Krieg und der Verfassung der Pressefreiheit weltweit
In dieser Folge spreche ich mit Anja Osterhaus, Geschäftsführerin bei Reporter ohne Grenzen.Seit April 2024 verantwortet sie dort die politische Arbeit und strategische Ausrichtung. Zuvor leitete sie fast sieben Jahre das Deutschlandbüro von Oxfam als Programmdirektorin und war zuvor bei Transparency International für die Region Europa und Zentralasien zuständig. Mit einem Hintergrund in Politikwissenschaft (Berlin und Mexiko-Stadt) bringt sie jahrzehntelange Erfahrung in internationalen NGOs, im Menschenrechtsschutz und in der Pressefreiheit mit.Im Gespräch geht es um die gezielten Tötungen von Journalist*innen im Gazastreifen – aktuell am Beispiel von Anas al-Sharif und seinen Kollegen, allesReporter aus Gaza, deren Tod weltweit Schlagzeilen machte. Wir sprechen darüber, ob eine mutmaßliche Nähe zu einer Konfliktpartei jemals ein legitimer Grund für solch eine Tat sein kann, welche völkerrechtlichen Schutzmechanismen eigentlich greifen müssten und wie realistisch eine unabhängige internationale Aufklärung ist.Außerdem diskutieren wir, wie Reporter ohne Grenzen vergleichbare Fälle weltweit einordnet, welche Rolle internationale Organisationen wie die Vereinten Nationen dabei spielen – und was passieren müsste, damit Pressefreiheit auch in Kriegs- und Krisengebieten konsequenter verteidigt wird und wie es um die Pressefreiheit in Deutschland und der Welt steht.Gast: Anja OsterhausHost: Shai HoffmannLinks und mehr:https://www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/rsf-verurteilt-gezielte-toetungen-in-gazahttps://www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/neue-rsf-geschaeftsfuehrung-ist-kompletthttps://www.tagesspiegel.de/internationales/israel-totet-bekannten-journalisten-in-gaza-gegen-al-sharif-wurde-zuletzt-eine-regelrechte-kampagne-gefuhrt-14159960.htmlhttps://www.br.de/mediathek/podcast/br24-medien/pressefreiheit-wie-koennen-wir-sie-retten/2106020https://taz.de/Tag-der-Pressefreiheit-2025/!6062439/Danke an Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion), Simon Eichinger (Postproduktion), sowie an Jordi Kuragari (Video-Snippets).Der Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung. Schön, dass ihr zugehört habt – abonniert den Podcast gern und teilt ihn mit euren Freund*innen und Familien!
-
81
Zwischen Demonstrationen und Machtkampf – Dr. Ofer Waldman über ein verkämpftes Land
In dieser Folge spreche ich mit Dr. Ofer Waldman über die aktuellen Protestbewegungen in Israel und die politischen Spannungen, die sie erzeugen.Ofer Waldman ist Autor, Publizist und Redner. Seine Texte erscheinen u. a. bei Deutschlandfunk Kultur und im ARD-Netzwerk. 2023 veröffentlichte er den Erzählband Singularkollektiv, 2024 den Briefwechsel Gleichzeit mit Sasha Marianna Salzmann. Sein neues Buch Verkämpftes Land – Beobachtungen erscheint im September 2025 im Wallstein Verlag. Seit kurzem leitet er das Büro der Heinrich-Böll-Stiftung in Tel Aviv.Wir sprechen über die Samstagsdemonstrationen in Tel Aviv, den wachsenden Druck auf Netanjahu und die Rolle der Armee. Ofer ordnet die Genehmigung neuer Siedlungsprojekte, rechtsextreme Pläne für Gaza und Israels Angriffe auf Ziele im Jemen ein. Außerdem diskutieren wir den Zusammenhang zwischen den aktuellen Entwicklungen und dem bereits vor dem 7. Oktober begonnenen Justizumbau seitens der israelischen Regierung.Als Leiter des Böll-Büros reflektiert Ofer über die vielbeschworene Zweistaatenlösung – und darüber, ob sie noch eine realistische Perspektive bietet.Ein sehr interessantes Gespräch über Schock, Hoffnung und Verzweiflung.Gast: Ofer WaldmannHost: Shai HoffmannLinks und mehr:https://www.instagram.com/ofer_waldman/?hl=dehttps://www.wallstein-verlag.de/9783835359796-verkaempftes-land.htmlhttps://il.boell.org/enhttps://www.deutschlandfunkkultur.de/beendet-den-krieg-waechst-der-druck-auf-ministerpraesident-netanjahu-100.htmlhttps://table.media/security/heads-category/ofer-waldman-vom-orchester-in-den-nahostkonflikthttps://www.arte.tv/de/videos/122391-001-A/israel-und-gaza/https://www.ardmediathek.de/video/phoenix-der-tag/waldman-zu-israel-harte-worte-sind-wichtig/phoenix/Y3JpZDovL3Bob2VuaXguZGUvNTAyODYyNwHerzlichen Dank an Simon Eichinger (Postproduktion), Jordi Kuragari (Video-Snippets) sowie an Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion).Der Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH und wird von der Robert Bosch Stiftung gefördert.Danke fürs Zuhören – abonniert den Podcast gern und teilt ihn mit euren Freund*innen und Familien!
-
80
Zwischen Protest und Verantwortung – Prof. Dr. Julia von Blumenthal über die Rolle der Humboldt-Universität zu Berlin im Kontext Israel/ Palästina
In dieser Folge spricht Shai Hoffmann mit Prof. Dr. Julia von Blumenthal, Präsidentin der Humboldt-Universität zu Berlin, über die Rolle und Verantwortung einer Universität in gesellschaftlich hoch emotionalen Debatten – insbesondere rund um Proteste zu Israel und Palästina.Prof. Julia von Blumenthal ist seit Oktober 2022 Präsidentin der Humboldt-Universität zu Berlin. Die Politikwissenschaftlerin forschte zu Föderalismus, Governance-Strukturen und der Rolle von Amtsträger*innen in demokratischen Systemen. Zuvor leitete sie die Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) und prägte als Professorin und Gründungsdekanin die Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät der HU Berlin.Wir diskutieren, welche Formen des Protests in den letzten Jahren an der HU stattfanden, was sie einzigartig machte und wie sich pro-palästinensische und pro-israelische Gruppen artikulierten. Prof. von Blumenthal schildert die Herausforderungen, wenn Studierende von Gewalt und Bedrohung betroffen sind und wie Hochschulen Räume für Meinungsäußerung und Austausch gestalten können.Ein Schwerpunkt liegt auf der medialen Berichterstattung – von differenzierten Analysen bis zu schlagzeilengetriebener Zuspitzung, wie sie etwa die BILD lieferte. Wir sprechen darüber, wie viel Wut in Anbetracht des Leids gerechtfertigt ist, und wie man es aushält, in solch polarisierenden Momenten Verantwortung zu tragen. Hoffnung macht eine neue Studierendengruppe namens „Tacheles“, die antisemitismuskritisch arbeitet und selbstorganisierte Veranstaltungen zu Themen wie Zionismus anbietet.Gast: Prof. Dr. Julia von BlumenthalHost: Shai HoffmannLinks:https://www.hu-berlin.de/de/pr/nachrichten/november-2024/nr-24116-1https://www.instagram.com/tacheles.hu/?hl=dehttps://www.hu-berlin.de/de/pr/nachrichten/mai-2025/nr-25527-2https://chancengerechtigkeit.hu-berlin.de/deHerzlichen Dank an Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion), Jordi Kuragari (Video-Snippets), Simon Eichinger (Postproduktion).Dieses Podcastprojekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH wird von der Robert Bosch Stiftung gefördert.Vielen Dank fürs Zuhören – wir freuen uns, wenn ihr den Podcast abonniert und weiterempfehlt!
-
79
REUPLOAD: Staatsräson, Bundestagswahl und blinde Flecken: Kristin Helberg über den Nahost-Diskurs in Deutschland
In dieser Folge spreche ich mit Kristin Helberg über die politische Entwicklung nach der Bundestagswahl, die Einladung von Friedrich Merz an Benjamin Netanjahu und die Wahrnehmung der Staatsräson in Deutschland. Kristin Helberg ist Journalistin, Autorin und Nahost-Expertin. Sie berichtet und berät zu Syrien, Migration und Außenpolitik, moderiert Veranstaltungen und schreibt für verschiedene Medien. Zuvor war sie von 2001 bis 2008 die einzige westliche Korrespondentin in Damaskus und arbeitete für ARD, ORF und SRF. Ihre Arbeit bringt sie immer wieder an die Schnittstellen von Politik, Medien und Gesellschaft – auch in ihrer Forschung zur syrischen Diaspora in Deutschland.Was bedeutet sie in der politischen Praxis – und welche blinden Flecken gibt es? Gemeinsam sprechen wir über die Schwierigkeiten, pro-palästinensische Perspektiven in den öffentlichen Diskurs einzubringen, und darüber, wie vorschnelle Antisemitismusvorwürfe eine echte Auseinandersetzung verhindern. Warum fällt es Politik und Medien so schwer, zwischen dem Staat Israel und Jüdinnen und Juden zu unterscheiden?Zum Schluss geht es um die Frage, was sich strukturell ändern muss, damit Antisemitismus ernsthaft bekämpft wird – durch reflektierte Auseinandersetzung statt symbolischer Politik. Welche Rolle spielen Sprache, Medien und politische Räume? Und wie schaffen wir die Bedingungen für einen ehrlichen und differenzierten Diskurs über Israel und Palästina?Gast: Kristin HelbergHost: Shai HoffmannMehr über Kristin findet ihr hier:https://www.kristinhelberg.de/https://www.instagram.com/helbergkristin/https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2024-11/berlin-polizeipraesidentin-juden-homosexuelle-gefahr-orte-islamismushttps://spore-initiative.org/de/programm-in-berlin/besuchen-und-mitmachen/zeit-zu-reden-selektive-solidaritat-linke-positionen-zu-israel-und-palastinahttps://www.lehmanns.de/shop/sozialwissenschaften/43729092-9783451812750-der-syrien-krieghttps://www.amazon.de/-/en/Brennpunkt-Syrien-Einblick-verschlossenes-Originalausgabe/dp/3451065444https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1034848773https://buchhandel.de/buch/9783451811920Herzlichen Dank an Simon Eichinger für die Postproduktion, Jordi Kuragari für die Video-Snippets sowie an 365 Sherpas und Lea Volz für die redaktionelle Unterstützung.Dieser Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH und wird von der Robert Bosch Stiftung gefördert.Schön, dass ihr dabei wart! Abonniert den Podcast und teilt ihn gerne weiter.
-
78
REUPLOAD: Antisemitismus in migrantischen Communities: Saba-Nur Cheema über gesellschaftliche Spannungen nach dem 7. Oktober
In dieser Folge spreche ich mit Saba-Nur Cheema. Sie ist Politologin, Publizistin und Expertin für Antisemitismus, Rassismus und den jüdisch-muslimischen Dialog.Cheema war langjährige Leiterin der Pädagogischen Programme der Bildungsstätte Anne Frank und ist heute wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Goethe-Universität Frankfurt. Zudem war sie Mitglied im Unabhängigen Expertenkreis Muslimfeindlichkeit der Bundesregierung. Für ihr gesellschaftliches Engagement wurde sie gemeinsam mit ihrem Ehemann, Prof. Dr. Meron Mendel, u. a. mit dem Bundesverdienstkreuz und der Buber-Rosenzweig-Medaille ausgezeichnet.Ausgangspunkt unseres Gesprächs ist ihr Beitrag für die Bundeszentrale für politische Bildung, in dem sie sich mit Antisemitismus in muslimisch geprägten Communities auseinandersetzt – und dabei unterschiedliche Motive, Dynamiken und gesellschaftliche Faktoren beleuchtet.Wir sprechen außerdem über antimuslimischen Rassismus, gesellschaftliche Zuschreibungen und die Rolle der Medien im Umgang mit muslimisch gelesenen Menschen. Saba-Nur Cheema teilt ihre Beobachtungen zur gesellschaftlichen Stimmung vor und nach dem Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 – und wir diskutieren, warum Israel und Palästina auch für viele Menschen weltweit, etwa mit familiären Wurzeln in Pakistan oder Afghanistan, so emotionale und zentrale Themen sind, obwohl sie nicht unmittelbar betroffen sind.Ein Gespräch über Verantwortung, Perspektiven – und die Komplexität gesellschaftlicher Debatten.Gast: Saba Nur CheemaHost: Shai HoffmannWeitere Infos zu Saba Nur Cheema:https://www.instagram.com/sabanur.cheema/https://www.bpb.de/themen/infodienst/303898/antisemitische-narrative-in-deutsch-islamistischen-milieus/#footnote-target-25https://sabanurcheema.com/wp-content/uploads/2023/10/Cheema_-Nicht-jeder-der-die-Palaestina-Flagge-haelt-hasst-Israel-DER-SPIEGEL.pdfhttps://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/interview-eine-muslimisch-juedische-liebe-19968216.htmlhttps://www.deutsche-islam-konferenz.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Publikationen/Studien/uem-abschlussbericht.pdf?__blob=publicationFile&v=12Vielen Dank an Anna Janina Meyer für die Postproduktion, an Jordi Kuragari für die Video-Snippets sowie an 365 Sherpas und Lea Volz für die redaktionelle Unterstützung.Dieser Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH und wird von der Robert Bosch Stiftung gefördert.Schön, dass ihr zugehört habt – abonniert den Podcast und teilt ihn gern mit euren Freund:innen und eurer Familie!
-
77
REUPLOAD: Genozid-Vorwurf gegen Israel: Dr. Alexander Schwarz über Begriff, Instrumentalisierung und die Folgen für Deutschland
In der aktuellen Podcast-Folge diskutiere ich mit Dr. Alexander Schwarz den Genozid-Vorwurf gegen Israel im Gazakonflikt.Dr. Alexander Schwarz ist Jurist und Co-Programmleiter für Völkerstraftaten beim ECCHR. Er hat Rechtswissenschaften und Philosophie in Heidelberg und Santiago de Chile studiert und promovierte im Bereich Völkerstrafrecht. Er war unter anderem am Max-Planck-Institut tätig und arbeitete als Senior Legal Advisor für die GIZ in Tunis.Gemeinsam ordnen wir den Begriff „Genozid“ historisch ein und gehen auf dessen Begründer Raphael Lemkin ein. Wir betrachten, wie der Begriff in Deutschland genutzt oder instrumentalisiert wird, und beleuchten Aspekte wie den kulturellen Genozid und die damit verbundenen Assoziationen.Ein kurzer Blick ins Ausland liefert zusätzliche Perspektiven, bevor wir uns den Berichten von Amnesty International und Human Rights Watch widmen. Wir diskutieren, wie nicht-rechtliche Instanzen argumentieren und welche Bedeutung das für die öffentliche Debatte hat. Zum Schluss wagen wir einen Ausblick: Was passiert mit den politischen und gesellschaftlichen Lagern, wenn der Vorwurf bestätigt oder zurückgewiesen wird?Wir wünschen ein interessantes Hörvergnügen.Gast: Dr. Alexander SchwarzHost: Shai HoffmannMehr über Alex findet Ihr hier:https://archive.ph/YFYmF https://www.nd-aktuell.de/artikel/1187006.voelkerrecht-die-staerke-des-rechts.html https://www.instagram.com/p/C9hcgBdMGWj/?next=%2Fthomas_mandl%2F https://taz.de/Deutsche-Waffenlieferungen-an-Israel/!6005563/ https://www.zdf.de/politik/frontal/hamas-angriff-israel-deutschland-staatsraeson-bundesregierung-in-der-kritik-100.html https://www.youtube.com/watch?v=d0X0UlOCzPYUnser Dank geht an Simon Eichinger für die Postproduktion, Jordi Kuragari für die Video-Snippets sowie 365 Sherpas und Redaktions-Koordination Lea Volz für die redaktionelle Unterstützung.Der Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH und wird von der Robert Bosch Stiftung gefördert.Vielen Dank fürs Zuhören – abonniert den Podcast und teilt ihn gerne weiter!
-
76
Aus der Debatte gefallen – Hanno Hauenstein über politische Tabus und mediale Leerstelle Palästina
In dieser Folge “Über Israel und Palästina sprechen” spreche ich mit Hanno Hauenstein über strukturelle Probleme in der deutschen Berichterstattung zu Israel und Palästina – und über die Leerstellen, die dabei immer wieder sichtbar werden.Hanno Hauenstein ist freier Journalist, Kulturkritiker und Autor. Er schreibt u. a. für Haaretz, The Guardian, taz, +972 Magazine und ZEIT Online – mit einem besonderen Fokus auf Erinnerungspolitik, Staatsräson und den medialen Umgang mit Israel und Palästina. Er hat Philosophie und Literaturwissenschaften in Berlin studiert und war als research fellow an der Tel Aviv Universität tätig. Im Rahmen eines IPG Fellowships war er beim israelischen Nachrichtensender i24NEWS tätig und bis 2023 Kulturredakteur der Berliner Zeitung.Im Gespräch geht es um seine persönliche Beziehung zur Region, um israelische Innenpolitik – und um die Rolle rechter Medien wie Channel 14. Wir sprechen über die sprachlichen und politischen Leerstellen in der deutschen Nahost-Berichterstattung, die Ausblendung palästinensischer Stimmen und die Tabuisierung legitimer Kritik. Auch die deutsche Staatsräson, Erinnerungspolitik und der Umgang mit einem möglichen Genozid-Urteil des IGH stehen im Fokus.Ein Gespräch über journalistische Verantwortung, politische Rhetorik – und die Frage, wie Berichterstattung aussehen könnte, wenn wir wirklich hinschauen würden.Gast: Hanno HauensteinHost: Shai Hoffmann Links :https://www.instagram.com/hahauenstein/?hl=dehttps://hannohauenstein.substack.com – https://www.972mag.com/jenin-tulkarem-west-bank-refugee-camps-iron-wall/ https://www.rosalux.de/news/id/53553/israels-drecksarbeit-und-die-deutsche-staatsraesonwww.theguardian.com/commentisfree/2025/may/24/germany-nazi-past-gaza-media-prize-statehttps://www.deutschlandfunkkultur.de/kommentar-israel-gaza-deutschland-presse-schweigen-100.htmlhttps://jacobin.de/artikel/gaza-voelkermord-deutschland-hanno-hauenstein– Neuer Podcast: "Nullpunkt"Im Gespräch zitiert:– https://theintercept.com/2024/02/05/axel-springer-israel-settlement-profit/– https://www.972mag.com/bild-german-media-netanyahu-bibileaks/Danke an Simon Eichinger (Postproduktion), Jordi Kuragari (Video-Snippets), Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion).Ein Projekt von Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung.
-
75
(Reupload) Antisemitismus definieren: Antisemitismusforscher Dr. Dr. Peter Ullrich über Sprache, Macht und Politik
In dieser Folge spreche ich mit Dr. Dr. Peter Ullrich über den Begriff Antisemitismus: Was bedeutet er, woher stammt er, und wie wird er heute definiert?Peter Ullrich ist Soziologe und Kulturwissenschaftler mit den Schwerpunkten Politische Soziologie, Protest-, Polizei- und Antisemitismusforschung. Er arbeitet als Referent im Studienwerk der Rosa-Luxemburg-Stiftung, ist Senior Researcher am Zentrum Technik und Gesellschaft der TU Berlin sowie Fellow am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin und am Institut für Protest- und Bewegungsforschung. Er promovierte in Soziologie an der FU Berlin und erlangte eine zweite Promotion im Bereich Medizinwissenschaften.Gemeinsam betrachten wir die sprachliche Herkunft und historische Entwicklung des Begriffs, bevor wir uns mit aktuellen Definitionen auseinandersetzen – insbesondere der IHRA-Definition und ihren Unschärfen sowie der alternativen JDA- Definition, an der Ullrich mitgeschrieben hat. Wir diskutieren, warum sich die deutsche Politik oft auf symbolische Beschlüsse konzentriert, anstatt sichere Räume für Betroffene zu schaffen. Abschließend fragen wir, wie eine differenzierte Resolution aussehen könnte, die der Vielschichtigkeit des Antisemitismus gerecht wird.Hört in diese reichhaltige Folge rein, es lohnt sich sehr!Gast: Dr. Dr. Peter UllrichHost: Shai HoffmannMehr über Peter findet ihr hier:https://www.instagram.com/peterullrich43/https://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/rls_papers/Papers_2-2019_Antisemitismus.pdfhttps://www.wallstein-verlag.de/9783835350700-was-ist-antisemitismus.htmlhttps://jerusalemdeclaration.org/https://nexusproject.us/nexus-resources/the-nexus-document/Herzlichen Dank an Simon Eichinger für die Postproduktion, Jordi Kuragari für die Video-Snippets sowie an 365 Sherpas und Lea Volz für die redaktionelle Unterstützung.Dieser Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH und wird von der Robert Bosch Stiftung gefördert.Danke, dass ihr dabei wart! Abonniert den Podcast und teilt ihn gerne weiter.
-
74
„Keine Kollateralschäden“ – Gilda Sahebi über Iran, Medien und gefährliche Narrative
In dieser Folge spreche ich mit Gilda Sahebi über die aktuelle Lage im Iran.Gilda Sahebi ist Politikwissenschaftlerin, Journalistin und Autorin mit Fokus auf Nahost, Migration und Rassismuskritik. Sie publiziert regelmäßig zu gesellschaftlichen und politischen Themen und gilt als kritische Stimme für differenzierte Debatten rund um den Iran und internationale Konflikte.Gilda kritisiert die Bequemlichkeit vieler deutscher Medien und Publizist*innen, die den Iran mit erschreckend simplifizierender, schwarz-weiß Logik betrachten. Besonders diskutiert sie Podcasts von Jule und Sascha Lobo, die eine starre Täter-Opfer-Dichotomie aufmachen, das Aggressionspotential Israels ausblenden und Menschen im Gaza-Streifen als „Kollateralschaden“ abtun.Politisch beleuchten wir die sogenannte „Drecksarbeit“ von Politikern wie Merz und wie Journalist*innen über den Iran sprechen – oft distanziert und lebensfern. Gilda hat bisher selten öffentlich über Israel und Palästina gesprochen, hier gibt sie ihre erste differenzierte Position dazu preis.Das Gespräch zeigt, wie wichtig differenzierte, intelligente und mutige Berichterstattung ist – jenseits von Vereinfachungen und Polarisierungen.Gast: Gilda SahebiHost: Shai HoffmannMehr zu Gilda Sahebi:https://www.instagram.com/gilda_sahebi/?hl=dehttps://www.ardmediathek.de/video/das/das-mit-journalistin-autorin-und-aerztin-gilda-sahebi/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS9wcm9wbGFuXzE5NjM2NzY1OF9nYW56ZVNlbmR1bmchttps://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-1480068.htmlhttps://www.youtube.com/watch?v=sa6SAG6zJPchttps://www.sr.de/sr/srkultur/home/aktuelles/gilda_sahebi_iran_konflikt_israel_krieg_interview_100.htmlHerzlichen Dank an Jordi Kuragari für die Video-Snippets, Simon Eichinger für die Postproduktion sowie an Lea Volz und 365 Sherpas für die redaktionelle Arbeit.Dieses Podcastprojekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH wird von der Robert Bosch Stiftung gefördert.Danke fürs Zuhören – abonniert und teilt gern!
-
73
„Die Bomben bringen keinen Frieden“ – Daniela Sepehri über Iran, Widerstand und deutsche Verantwortung
In dieser Folge spreche ich mit Daniela Sepehri über die Sicht iranischer Aktivist*innen auf den Iran-Israel-Konflikt – und über die Verantwortung Deutschlands inmitten globaler Eskalation.Daniela Sepehri ist deutsch-iranische Aktivistin und Journalistin mit dem Schwerpunkt auf den Iran, Migration, Feminismus sowie Antirassismus.Sepehri hat Familie im Iran. Sie erzählt, wie sich Repression und Hinrichtungen seit dem 7. Oktober verschärft haben. Internet wird blockiert, Proteste niedergeschlagen. Und doch: „Die iranische Zivilgesellschaft leistet Widerstand – jeden Tag. Aber sie wird allein gelassen.“Kritisch spricht sie über die Eskalation mit Israel: „Die Bomben treffen nicht das Regime, sondern die Menschen.“ Sie fordert: konsequente Solidarität mit der Bevölkerung – statt geopolitischer Machtspiele.Gast: Daniela Sepehri Host: Shai HoffmannLinks und mehr:https://www.instagram.com/danielasepehri/https://www.danielasepehri.com/https://taz.de/Repression-in-Iran/!6092653/https://www.sr.de/sr/srkultur/radio/programmhighlights/im_namen_des_stiftes_daniela_sepheri_100.htmlhttps://politik.watson.de/politik/interview/681087229-iran-aktivistin-sepehri-ueber-angst-repression-und-europas-schweigenhttps://taz.de/Iran-im-Fokus/!6091739/Herzlichen Dank an Jordi Kuragari (Video-Snippets), Simon Eichinger (Postproduktion) sowie an Lea Volz und 365 Sherpas für die redaktionelle Arbeit. Dieser Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH und wird gefördert von der Robert Bosch Stiftung.Danke fürs Hören – abonniert den Podcast gerne und teilt ihn mit euren Freund*innen und Familien!
-
72
Special: Refusing to Serve the IDF: Tal Mitnick and the Cost of Conscience
In this powerful last „SPECIAL“ episode of "Talking About Israel and Palestine" from Israel und Palestine, we sit down with Tal Mitnick, a 19-year-old activist from Tel Aviv who made international headlines by refusing to serve in the Israeli military after the October 7 attacks. Tal spent over six months in military prison for his refusal and was officially exempted from service in July 2024.He speaks to us about what it means to resist militarization in a society where refusal is often equated with betrayal, and why he believes acts of conscience are essential to building a more just and empathetic future. As a leading voice in the grassroots network Mesarvot, Tal reflects on the rising risks of civil resistance in Israel today — and the new generation that is daring to say no.We talk about:Why Tal refused to enlist — and what personal and political consequences he facedHow refusal has changed since October 7, 2023The role of Mesarvot in supporting young refusers under growing repressionProtest work inside Israel and the West BankWhat solidarity, accountability, and hope can look like even nowThis conversation was recorded in the Rosa-Luxemburg Foundation in Tel Aviv during our podcast journey through Israel and Palestine. Thanks a lot to the staff.More Infos about: https://www.instagram.com/mesarvotFor the last time, I bow in deep gratitude to all the partners who made this important and deeply meaningful podcast journey possible:A special thank you to OFEK: The Israeli Center for Public Affairs! Thanks to Simon Eichinger for post-production, Jordi Kuragari for video snippets, and Lea Volz and 365 Sherpas for editorial support.This podcast is a project of Gesellschaft im Wandel gGmbH, funded by the Robert Bosch Stiftung. Thanks for listening — please subscribe and share with your friends and family. 🙏🏻___________________________________________________________________In der letzten Folge unserer Spezialreihe aus Israel und Palästina sprechen wir mit Tal Mitnick, einem 19-jährigen Aktivisten aus Tel Aviv, der nach dem 7. Oktober 2023 den Dienst in der israelischen Armee verweigerte – eine Entscheidung, die ihn zu einem Symbol des zivilen Widerstands machte. Für seine Verweigerung saß er über sechs Monate im Militärgefängnis und wurde im Juli 2024 offiziell vom Dienst befreit.Tal erzählt uns, was es bedeutet, in einer zunehmend militarisierten Gesellschaft Nein zu sagen – und warum Gewissensentscheidungen entscheidend für eine gerechtere Zukunft sind. Als Teil des Netzwerks Mesarvot spricht er über zivilen Ungehorsam, neue Generationen von Verweiger:innen und Hoffnung in schwierigen Zeiten.
-
71
Special: Bearing Witness — Nadav Weiman on the Cost of Breaking the Silence
In this episode, I speak with Nadav Weiman, Executive Director of Breaking the Silence, a group of former Israeli soldiers exposing the inner workings of military occupation. Nadav once served as a sniper in the West Bank — now he speaks out about what he saw, did, and was ordered to do.We discuss his personal journey from soldier to whistleblower, how the events of October 7, 2023, have escalated violence in the West Bank, and what it means to hold onto moral clarity in a system built on denial.Nadav also reflects on the backlash — from politicians, the army, and society — and the moral courage required to keep going. As international scrutiny grows and civil space shrinks, Breaking the Silence is doubling down: collecting testimonies, speaking abroad, and building pressure for accountability.This episode is about the cost of complicity — and the power of truth, even when it’s inconvenient.Special thanks to OFEK: The Israeli Center for Public Affairs, Jordi Kuragari (video), Simon Eichinger (post-production), and Lea Volz & 365 Sherpas (editorial support).This podcast is a project by Gesellschaft im Wandel gGmbH and is funded by the Robert Bosch Stiftung.Thanks for listening — subscribe and share!Guest: Nadav WeimanHost: Shai HoffmannLinks: Breaking the Silence – Official Site Democracy Now Interview (2024) Haaretz: Why I Broke the Silence Huck Magazine YouTube: Nadav Weiman YouTube: Breaking the Silence DocNadav Weiman war Scharfschütze in der israelischen Armee. Heute ist er Direktor von Breaking the Silence – einer Organisation ehemaliger Soldat*innen, die öffentlich über Menschenrechtsverletzungen in den besetzten Gebieten sprechen.Wir sprechen über sein persönliches Umdenken, den zunehmenden Druck auf Menschenrechtsarbeit seit dem 7. Oktober 2023 und den Mut, der nötig ist, um sich öffentlich gegen die Besatzung zu stellen.Ein besonderer Dank an OFEK, Jordi Kuragari, Simon Eichinger und Lea Volz & 365 Sherpas.Dieser Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH und wird von der Robert Bosch Stiftung gefördert.Danke fürs Zuhören – abonniert und teilt gern!
-
70
Special: Building Shared Society: Sally Abed on Grassroots Power with Standing Together and a new culture on left politics
In this episode, I speak with Sally Abed, a Palestinian activist, podcast host and a coalition partner of Haifa’s city council. Sally is part of the national leadership of Standing Together, Israel’s largest Jewish-Arab grassroots movement working for equality, peace, and social justice.We talk about the challenges and hopes of political participation for Palestinian citizens of Israel — especially in times of war, polarization, and censorship.In May 2025, Sally was dismissed from her role in Haifa’s city coalition for organizing a Nakba Day event and sharing a critical social media post. Critics accused her of "undermining coexistence." But Sally argues that true coexistence requires honesty, solidarity, and political courage.This conversation explores what grassroots organizing looks like in a shrinking democratic space, and what it means to keep hope alive when the risks of speaking out are high.We also reflect on the limits of formal politics, the power of municipal activism, and the vision of a shared society — not as a utopian dream, but as a political necessity.Sally’s voice is a reminder that change doesn’t come from silence — but from bold, collective action.Special thanks to OFEK: The Israeli Center for Public Affairs, Lea Volz & 365 Sherpas (editorial support), Jordi Kuragari (video) and Simon Eichinger (post-production).This podcast is a project by Gesellschaft im Wandel gGmbH and is funded by the Robert Bosch Stiftung.Thanks for listening — subscribe and share!Guest: Sally AbedHost: Shai HoffmannLinks: Groundwork Podcast Sally Abed on Wikipedia Emerging Voices Profile Progressive Israel Network Moment Magazine ReportIn dieser Folge spreche ich mit Sally Abed, palästinensische Aktivistin, Podcasterin und bis vor Kurzem Stadträtin in Haifa. Sie ist Teil der nationalen Leitung der jüdisch-arabischen Bewegung Standing Together, die sich für Gerechtigkeit, Frieden und soziale Teilhabe einsetzt.Im Mai 2025 wurde Sally nach der Organisation einer Nakba-Gedenkveranstaltung aus der Stadtkoalition ausgeschlossen – ein politisch aufgeladener Schritt in einem ohnehin angespannten Klima.Wir sprechen über politische Teilhabe in Zeiten des Krieges, die Kraft lokaler Bewegungen und darüber, was es heißt, Hoffnung zu bewahren, wenn Repression und Polarisierung zunehmen.Ein eindrucksvolles Gespräch über Mut, gemeinsame Visionen – und die Notwendigkeit, laut zu bleiben.Ein besonderer Dank an OFEK: The Israeli Center for Public Affairs, Lea Volz & 365 Sherpas (Redaktion), Jordi Kuragari (Video) und Simon Eichinger (Postproduktion). Dieser Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH und wird von der Robert Bosch Stiftung gefördert.Danke fürs Zuhören – abonniert und teilt gern!
-
69
SPECIAL: Hope in Collapse: Yehuda Shaul on Democracy, Occupation, and Moral Clarity
In this episode, I speak with Yehuda Shaul, longtime activist and co-founder of Breaking the Silence. Yehuda has spent years challenging the Israeli occupation from within — gathering testimonies from soldiers, advocating for accountability, and speaking to international audiences about the moral cost of ongoing violence.Today, he co-directs Ofek: The Israeli Center for Public Affairs, a progressive think tank committed to ending the occupation and promoting a political future based on equality and dignity for both peoples.We talk about what remains after October 7th — for activism, for democracy, and for Israelis and Palestinians who still believe in justice. Yehuda reflects on how Israel’s civic space has contracted, how his work has shifted, and why international pressure is more important than ever.He also shares what it means to be called a “traitor” by your own society, how he holds onto hope, and why giving up was never an option.A special thank you to OFEK: The Israeli Center for Public Affairs!Thanks to Simon Eichinger for post-production, Jordi Kuragari for video snippets, and Lea Volz and 365 Sherpas for editorial support.This podcast is a project of Gesellschaft im Wandel gGmbH, funded by the Robert Bosch Stiftung.Thanks for listening — please subscribe and share with your friends and family!In dieser Folge spreche ich mit Yehuda Shaul, Mitgründer der Organisation Breaking the Silence. Seit Jahren setzt er sich für ein Ende der israelischen Besatzung ein und sammelt Zeugnisse von israelischen Soldat:innen. Heute leitet er die progressive Denkfabrik Ofek: The Israeli Center for Public Affairs.Wir sprechen über den Zustand von Israels Demokratie nach dem 7. Oktober, über die Rolle internationaler Akteur:innen, die Reaktionen auf seinen Aktivismus – und darüber, warum er nicht aufgibt.Guest: Yehuda ShaulHost: Shai HoffmannLinks:🔗 https://www.ofekcenter.org.il/eng/🔗 https://www.instagram.com/breakingthesilenceisrael🔗 https://herzl.cuni.cz/HERZL-62.html🔗 https://www.crisisgroup.org/middle-east-north-africa/east-mediterranean-mena-israelpalestine/246-stemming-israeli-settler-violence🔗 https://ngo-monitor.org/ngos/breaking_the_silence_shovirm_shtika_/Produced by Gesellschaft im Wandel gGmbH and funded by the Robert Bosch Stiftung.Special thanks to OFEK: The Israeli Center for Public Affairs, Simon Eichinger (post-production), Lea Volz & 365 Sherpas (editorial support) and Jordi Kuragari (video), 🔗 LinksHaaretz (2018)972MagHaaretz (2025)Jewish Voice for Labour______________________________________
-
68
Special - Justice Under Occupation: Michael Sfard on Israel, Palestine, and International Law
In this episode, I speak with Michael Sfard, one of Israel’s most prominent human rights lawyers. As legal advisor to groups like Yesh Din and Peace Now, he has spent decades challenging Israel’s occupation policies — from settlement expansion and land grabs to military practices — often through Israel’s own courts.He is the author of The Wall and the Gate, a groundbreaking book exploring how law can both resist and entrench occupation. For Sfard, legal tools are no silver bullet — but they can delay injustice, document abuses, and carry symbolic weight.Sfard reflects critically on Germany’s crackdown on Palestinian solidarity, including restrictions on speech and protest. He warns of the dangers when dissent is silenced — whether in Israel or abroad.Guest: Michael SfardHost: Shai HoffmannListen, share, and subscribe.Produced by Gesellschaft im Wandel gGmbH and funded by the Robert Bosch Stiftung.Special thanks to OFEK: The Israeli Center for Public Affairs, Simon Eichinger (post-production), Lea Volz & 365 Sherpas (editorial support) and Jordi Kuragari (video), 🔗 LinksHaaretz (2018)972MagHaaretz (2025)Jewish Voice for Labour_________________________________________________________________________In dieser Folge spreche ich mit Michael Sfard, einem der führenden Menschenrechtsanwälte Israels. Er berät NGOs wie Yesh Din und Peace Now und hat zahlreiche Fälle zu Siedlungen, Enteignungen und Militärrecht vor Gericht gebracht.Wir sprechen über Völkerrecht, internationale Gerichte, die schrumpfende Zivilgesellschaft in Israel und Deutschlands Umgang mit all dem. Sfard erklärt, warum juristische Arbeit trotz Rückschlägen weiter wichtig bleibt — und was ihm Hoffnung gibt.Mit Dank an OFEK, Jordi Kuragari, Simon Eichinger, Lea Volz & 365 Sherpas
-
67
Special: Palestinian Perspectives in Israel - Amal Oraby on Discrimination and hardships
In this episode, I speak with Amal Oraby, a Palestinian lawyer, human rights activist, and writer based in Haifa. As one of nearly two million Palestinian citizens of Israel, Amal dedicates his work to exposing systemic discrimination affecting his community — from housing rights and educational inequality to social exclusion.We talk about Sabra, a new magazine and podcast he co-founded in Hebrew, aimed at Jewish-Israeli audiences. Amal explains why language matters — and how Sabra seeks to challenge mainstream narratives and create new cultural frameworks.He reflects on segregation, media exclusion, and the kind of Palestinian identity that is deemed “acceptable” in Israeli public discourse. We also explore current debates within Palestinian society in Israel and whether shared political transformation is still possible — even after October 7.Special thanks to OFEK: The Israeli Center for Public Affairs, Jordi Kuragari (video snippets), Simon Eichinger (post-production), as well as Lea Volz and 365 Sherpas (editorial).This podcast is a project by Gesellschaft im Wandel gGmbH and is funded by the Robert Bosch Stiftung.Thanks for listening — subscribe and share!Guest: Amal OrabyHost: Shai Hoffmann🔗 Links: Instagram Sabra: https://www.instagram.com/sabra_magazine/ Sabra Media: https://sabra.media/he Amnesty Interview: https://www.amnesty.de/aktuell/israel-palaestinenser-innen-israelische-staatsbuergerschaft-diskriminierung-rassismus-interview-amal-oraby-menschenrechtsaktivist Israelis for Peace: https://www.instagram.com/israelisforpeace_de/ YouTube Interview: https://www.youtube.com/watch?v=TOB-y8DTdQU New Arab Article: https://www.newarab.com/opinion/palestinian-political-prisoners-are-hostages-israelDEUTSCH (Kurzversion)In dieser Folge spreche ich mit Amal Oraby, palästinensischer Jurist, Autor und Menschenrechtsaktivist aus Haifa. Als palästinensischer Staatsbürger Israels kämpft er gegen die systematische Diskriminierung seiner Gemeinschaft – besonders in den Bereichen Wohnraum, Bildung und soziale Teilhabe.Amal ist Mitgründer von Sabra, einem neuen Magazin und Podcast auf Hebräisch, das gezielt jüdische Israelis anspricht. Sabra möchte bestehende Narrative hinterfragen und neue politische und kulturelle Räume schaffen.Wir sprechen über die strukturelle Ungleichheit, mediale Repräsentation, interne gesellschaftliche Debatten und die Frage, ob nach dem 7. Oktober noch Hoffnung auf gemeinsame politische Veränderungen zwischen jüdischen und palästinensischen Israelis besteht.Ein besonderer Dank an OFEK: The Israeli Center for Public Affairs, Jordi Kuragari (Video-Snippets), Simon Eichinger (Postproduktion), Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion).Dieser Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH und wird von der Robert Bosch Stiftung gefördert.Danke fürs Zuhören – abonniert und teilt gern!
-
66
Special: Nonviolence under Occupation — A Conversation with Issa Amro
In this episode, I speak with Issa Amro, a Palestinian human rights defender from Hebron in the occupied West Bank. Known globally for his commitment to nonviolent resistance, Issa is the founder of Youth Against Settlements (YAS) — a grassroots initiative that documents human rights violations, supports Palestinian communities, and promotes peaceful civic engagement.Hebron is one of the most militarized and volatile cities in the West Bank. Against this backdrop of settler violence and military repression, Issa has chosen a path of nonviolence — and paid a high personal price. Arrests, intimidation, and pressure from both Israeli authorities and the Palestinian Authority have not deterred him from his mission.In 2024, Issa and YAS received the Right Livelihood Award — often referred to as the "Alternative Nobel Prize" — for “their unshakable nonviolent resistance against the illegal Israeli occupation and for promoting civic engagement through peaceful means.”Issa calls for global action — not only in the form of statements, but through solidarity, presence, and pressure on decision-makers. His voice is a powerful reminder that nonviolence is not weakness, but a courageous and principled stand in the face of injustice.This episode is a deep dive into the human cost of occupation — and the radical power of peaceful resistance.Special thanks to OFEK: The Israeli Center for Public Affairs, Lea Volz and 365 Sherpas (editorial), Jordi Kuragari (video snippets), Simon Eichinger (post-production), This podcast is a project by Gesellschaft im Wandel gGmbH and is funded by the Robert Bosch Stiftung.Thanks for listening — subscribe and share!Guest: Issa AmroHost: Shai HoffmannLinks: Instagram Amnesty International: Letter Campaign Right Livelihood Foundation YouTube: Hebron Under Siege (YAS) YouTube: Right Livelihood InterviewGewaltloser Widerstand in Hebron – Im Gespräch mit Issa AmroIn dieser Folge spreche ich mit Issa Amro, palästinensischer Menschenrechtsaktivist aus Hebron im besetzten Westjordanland. Er ist Gründer von Youth Against Settlements (YAS), einer gewaltfreien Graswurzelbewegung, die Menschenrechtsverletzungen dokumentiert, friedliche Proteste organisiert und internationale Solidarität fördert.Hebron ist einer der gefährlichsten Orte im Westjordanland – geprägt von Siedlergewalt und militärischer Präsenz. Issa wählt dennoch den Weg des gewaltfreien Widerstands und wurde dafür 2024 mit dem Right Livelihood Award ausgezeichnet.Wir sprechen über seinen persönlichen Weg, die Arbeit von YAS, die aktuelle Lage in Hebron und über internationale Solidarität. Ein eindrucksvolles Gespräch über Mut, Prinzipientreue – und Hoffnung.Ein besonderer Dank an OFEK: The Israeli Center for Public Affairs, Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion), Jordi Kuragari (Video-Snippets), Simon Eichinger (Postproduktion), .Dieser Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH und wird von der Robert Bosch Stiftung gefördert.Danke fürs Zuhören – abonniert und teilt gern!
We're indexing this podcast's transcripts for the first time — this can take a minute or two. We'll show results as soon as they're ready.
No matches for "" in this podcast's transcripts.
No topics indexed yet for this podcast.
Loading reviews...
ABOUT THIS SHOW
Willkommen bei 'Über Israel und Palästina sprechen', dem Podcast, der die Vielfalt der Meinungen zu diesem komplexen Thema in unserer deutschen Gesellschaft hörbar macht. Begleitet uns auf einer Reise durch Perspektiven von Expert:innen, Lehrkräften und Pädagog:innen – mit und ohne Betroffenheitsperspektive – und taucht ein in den facettenreichen Nahostkonflikt. Ein Podcast der gemeinnützigen Gesellschaft im Wandel UG.Impressum: https://www.israelpalaestinavideos.org/impressum/
HOSTED BY
Shai Hoffmann
CATEGORIES
Loading similar podcasts...