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PODCAST · education

Über Israel und Palästina sprechen

Willkommen bei 'Über Israel und Palästina sprechen', dem Podcast, der die Vielfalt der Meinungen zu diesem komplexen Thema in unserer deutschen Gesellschaft hörbar macht. Begleitet uns auf einer Reise durch Perspektiven von Expert:innen, Lehrkräften und Pädagog:innen – mit und ohne Betroffenheitsperspektive – und taucht ein in den facettenreichen Nahostkonflikt. Ein Podcast der gemeinnützigen Gesellschaft im Wandel UG.Impressum: https://www.israelpalaestinavideos.org/impressum/

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  1. 118

    Reupload: Erinnerungskultur, Förderlandschaft und die Funktion von Antisemitismus: Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum über den Umgang mit Geschichte und Gegenwart

    In dieser Folge spreche ich mit Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum über die Förderlandschaft in Deutschland, Erinnerungskultur und die Funktion von Antisemitismus.Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum ist eine renommierte Historikerin und Expertin für alte und neue jüdische Geschichte. Seit 2011 leitet sie das Zentrum für Antisemitismusforschung an der TU Berlin. Zuvor war sie unter anderem Direktorin des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg. Sie ist Mitherausgeberin der Zeitschrift Werkstatt Geschichte und des Jahrbuchs für Antisemitismusforschung sowie Sprecherin der Förderlinie Antisemitismus des BMBF.Wir sprechen über die aktuelle Förderlandschaft und den wachsenden Druck konservativer Kräfte auf progressive Projekte. Außerdem diskutieren wir die deutsche Erinnerungskultur – ihre Verflechtung mit dem Nahostkonflikt und die Frage, wie sie in die Gegenwart geholt werden kann. Schließlich geht es um die tiefere Funktion von Antisemitismus: Welche Bedürfnisse erfüllt er, warum ist er nicht nur von negativen Emotionen geprägt – und inwiefern dient er manchen Menschen auch zur Identitätsstiftung?Gast: Prof. Dr. Stefanie Schüler-SpringorumHost: Shai HoffmannMehr über Stefanie findet ihr hier:⁠https://www.deutschlandfunk.de/geschichte-einer-grossen-luege-wie-immer-wieder-neuer-antisemitismus-entsteht-dlf-2b90e738-100.html⁠⁠https://www.soziopolis.de/guernica-gaza.html⁠⁠https://www.berghahnbooks.com/title/SchulerSpringorumGender⁠⁠https://www.wallstein-verlag.de/9783835351592-hans-litten-anwalt-gegen-hitler.html⁠⁠https://www.hsozkult.de/publicationreview/id/reb-23308⁠https://www.academia.edu/108789870/Antisemitism_and_the_Politics_of_History_eds_Scott_Ury_and_Guy_Miron_Brandeis_2024_Herzlichen Dank an Simon Eichinger für die Postproduktion, Jordi Kuragari für die Video-Snippets sowie an 365 Sherpas und Lea Volz für die redaktionelle Arbeit.Dieser Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH und wird von der Robert Bosch Stiftung gefördert.Schön, dass ihr dabei wart! Abonniert den Podcast und teilt ihn gerne weiter.

  2. 117

    Reupload: Aus der Debatte gefallen – Hanno Hauenstein über politische Tabus und mediale Leerstelle Palästina

    In dieser Folge “Über Israel und Palästina sprechen” spreche ich mit Hanno Hauenstein über strukturelle Probleme in der deutschen Berichterstattung zu Israel und Palästina – und über die Leerstellen, die dabei immer wieder sichtbar werden.Hanno Hauenstein ist freier Journalist, Kulturkritiker und Autor. Er schreibt u. a. für Haaretz, The Guardian, taz, +972 Magazine und ZEIT Online – mit einem besonderen Fokus auf Erinnerungspolitik, Staatsräson und den medialen Umgang mit Israel und Palästina. Er hat Philosophie und Literaturwissenschaften in Berlin studiert und war als research fellow an der Tel Aviv Universität tätig. Im Rahmen eines IPG Fellowships war er beim israelischen Nachrichtensender i24NEWS tätig und bis 2023 Kulturredakteur der Berliner Zeitung.Im Gespräch geht es um seine persönliche Beziehung zur Region, um israelische Innenpolitik – und um die Rolle rechter Medien wie Channel 14. Wir sprechen über die sprachlichen und politischen Leerstellen in der deutschen Nahost-Berichterstattung, die Ausblendung palästinensischer Stimmen und die Tabuisierung legitimer Kritik. Auch die deutsche Staatsräson, Erinnerungspolitik und der Umgang mit einem möglichen Genozid-Urteil des IGH stehen im Fokus.Ein Gespräch über journalistische Verantwortung, politische Rhetorik – und die Frage, wie Berichterstattung aussehen könnte, wenn wir wirklich hinschauen würden.Gast: Hanno HauensteinHost: Shai Hoffmann Links :https://www.instagram.com/hahauenstein/?hl=de⁠https://hannohauenstein.substack.com⁠ – ⁠https://www.972mag.com/jenin-tulkarem-west-bank-refugee-camps-iron-wall/⁠ ⁠https://www.rosalux.de/news/id/53553/israels-drecksarbeit-und-die-deutsche-staatsraeson⁠⁠www.theguardian.com/commentisfree/2025/may/24/germany-nazi-past-gaza-media-prize-state⁠⁠https://www.deutschlandfunkkultur.de/kommentar-israel-gaza-deutschland-presse-schweigen-100.html⁠⁠https://jacobin.de/artikel/gaza-voelkermord-deutschland-hanno-hauenstein⁠– Neuer Podcast: "Nullpunkt"Im Gespräch zitiert:– ⁠https://theintercept.com/2024/02/05/axel-springer-israel-settlement-profit/⁠– ⁠https://www.972mag.com/bild-german-media-netanyahu-bibileaks/⁠Danke an Simon Eichinger (Postproduktion), Jordi Kuragari (Video-Snippets), Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion).Ein Projekt von Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung.

  3. 116

    Reupload: Zwischen Völkerrecht und Realität – Prof. Dr. Nora Markard über das Gutachten des Internationalen Gerichtshofs und die Zukunft des Multilateralismus

    In dieser Folge spreche ich mit Prof. Dr. Nora Markard, Juristin und Professorin für internationales Öffentliches Recht an der Universität Münster. Sie forscht zu Völkerrecht, Menschenrechten und Flucht, ist Mitbegründerin der „Refugee Law Clinic Hamburg“ und eine der profiliertesten Stimmen in Deutschland, wenn es um die Verteidigung von Menschenrechten und internationalen Rechtsnormen geht.Wir sprechen über das aktuelle Gutachten des Internationalen Gerichtshofs (IGH), das Israel verpflichtet, die Zivilbevölkerung in Gaza zu schützen – und über die Frage, was dieses Urteil juristisch, politisch und moralisch bedeutet. Außerdem geht es um die Rolle der UN, die Funktionsweise ihrer Organe und die Kritik an ihrer Handlungsfähigkeit, insbesondere im Umgang mit Israel und Palästina.Nora Markard ordnet ein, was das Gutachten für Drittstaaten wie Deutschland bedeutet, welche Verantwortung sich daraus ergibt und wie Völkerrecht und politische Realität zunehmend auseinanderdriften. Wir sprechen über den Wert internationaler Rechtsprechung, auch wenn sie scheinbar folgenlos bleibt – und darüber, wie ein erneuertes Verständnis von Recht, Empathie und Verantwortung aussehen könnte.Eine Folge über die Grenzen und die Kraft des Völkerrechts, über Multilateralismus im Krisenmodus und die Frage, wie juristische Sprache gesellschaftlich wirksam werden kann.Gast: Prof. Dr. Nora MarkardHost: Shai HoffmannLinks:⁠https://www.instagram.com/noramarkard/?hl=de⁠https://www.campus.de/buecher-campus-verlag/wissenschaft/politikwissenschaft/jura_not_alone-17962.html?srsltid=AfmBOort1vMEAZvn0JzTcO0uvPy-DD0QnufCWqb393b1PqeeIchTiCzaDas IGH-Gutachten zu UNRWA vom 22. Oktober 2025: ⁠https://www.icj-cij.org/case/196⁠Eine kurze Analyse des israelischen Völkerrechtlers Eliav Lieblich: ⁠https://www.justsecurity.org/123215/icj-advisory-opinion-israel-unrwa/⁠Zur Kritik am UN-Menschenrechtsrat: ⁠https://dgvn.de/meldung/dieser-oder-keiner-der-un-menschenrechtsrat⁠Eine kritische israelische Perspektive zur Lage des Völkerrechts: ⁠https://verfassungsblog.de/farewell-to-the-rules-based-order/⁠ Vielen Dank an Jordi Kuragari (Video-Snippets), Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion) sowie Simon Eichinger (Postproduktion)Ein Projekt von Gesellschaft im Wandel gGmbH, mit freundlicher Unterstützung der Robert Bosch Stiftung.Schön, dass ihr dabei wart – folgt dem Podcast, bewertet ihn und teilt die Folge gern mit anderen!

  4. 115

    „Our Time Is Now“ – Luzia Geier über Zohran Mamdani, New York und progressive Politik zum Abgucken?

    In dieser Folge spreche ich mit Luzia Geier über Zohran Mamdani, seinen politischen Aufstieg in New York und die Frage, was sein Erfolg über progressive Politik in den USA erzählt.Luzia lebt seit mehr als zehn Jahren in den USA, war US-Korrespondentin der dpa in Washington und berichtet heute wieder als freie Journalistin aus New York. In ihrem neuen Buch Our Time Is Now — Zohran Mamdani: Wie Mut, Haltung und Menschlichkeit Politik verändern können erzählt sie die Geschichte eines überraschenden Wahlerfolgs und ordnet ein, welche Impulse daraus für demokratische Bewegungen entstehen können.Mamdanis Wahlkampf war ungewöhnlich: er verband lokale Sozialpolitik, linke Strategie und eine unerwartete Allianz mit liberalen Zionisten, begleitet von heftigen Debatten um seine Positionen zu Israel und Palästina. Am Ende stand ein Ergebnis, das viele nicht für möglich gehalten hatten. Auch hierzulande stellen sich Politiker*innen in Anbetracht bevorstehender Wahlen die Frage, welche Strategien sie für ihren Wahlkampf ableiten können.Gast: Luzia GeierHost: Shai HoffmannLinks:https://www.instagram.com/luzia.geier/https://bastei-luebbe.de/Buecher/Sachbuecher/Our-Time-Is-Now/9783869951744https://krautreporter.de/newsletterhttps://krautreporter.de/politik-und-macht/6470-was-die-grunen-von-zohran-mamdani-lernen-wollen-und-was-nicht?shared=ddbbaa8f-b490-451d-9fed-631b58dcfaa0&utm_campaign=share-url&utm_medium=member-urlhttps://hpd.de/artikel/sozialistische-buergermeister-new-york-erstes-deutschsprachiges-buch-ueber-zohran-mamdani-erschienen-24143Ein Podcast der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert durch die Robert Bosch StiftungTausend Dank an das ganze Team! Redaktion: Video: Jordi Kuragari · Lea Volz & 365 Sherpas · Postproduktion: Simon Eichinger und Anna Janina Meyer · Falls ihr unsere Bildungsarbeit unterstützen wollt:Per Spendenplattform bcause: https://bcause.com/orgs/gesellschaft-im-wandelPer Banküberweisung: Konto: Gesellschaft im Wandel/ IBAN: DE61 4306 0967 1060 2814 03/ Bank: GLS GemeinschaftsbankDanke fürs Zuhören! Wenn euch die Episode gefallen hat, abonniert den Podcast, hinterlasst eine Bewertung und teilt sie mit anderen oder schickt uns eure Gästewünsche an [email protected]

  5. 114

    „Hilfe, die nicht ankommt" – Riad Othman von medico international über humanitäre Arbeit in Gaza und der Westbank

    In dieser Folge spreche ich mit Riad Othman über die humanitäre Lage in Gaza! Wir analysieren die Bedingungen für Hilfslieferungen und die Frage, warum Hilfe oft nicht dort ankommt, wo sie am dringendsten gebraucht wird.Riad ist Nahostreferent bei medico international und arbeitet seit 2016 von Berlin aus zu Israel und Palästina. Zuvor hat er das medico-Büro in Jerusalem und Ramallah geleitet. Seit fast zwei Jahrzehnten beschäftigt er sich damit, unter welchen politischen und rechtlichen Bedingungen humanitäre Hilfe in Krisengebieten überhaupt möglich ist.Anlass der Folge ist der aktuelle IPC-Bericht vom Juli 2026 der zwar leichte Verbesserungen zeigt, aber zugleich warnt, dass rund zwei Drittel der Bevölkerung weiterhin unter akuter Ernährungsunsicherheit leiden. Wir sprechen über den Registrierungsprozess für Hilfsorganisationen, über Dual-Use-Kontrollen an den Grenzen und darüber, welche Macht Israel über Art und Umfang der Hilfe ausübt. Außerdem geht es um Deutschlands Rolle als einer der wichtigsten Finanziers humanitärer Hilfe und die Spannung zwischen humanitären Verpflichtungen und politischer Unterstützung für Israel.Gast: Riad OthmanHost: Shai HoffmannLinks:https://www.ipcinfo.org/fileadmin/user_upload/ipcinfo/docs/IPC_Famine_Factsheet.pdf https://www.ochaopt.org/https://www.ipcinfo.org/ipc-country-analysis/en/?country=PSEhttps://www.ipcinfo.org/fileadmin/user_upload/ipcinfo/docs/1_IPC_Gaza_Strip_Acute_Food_Insecurity_Malnutrition_Apr_Dec2026_Special_Snapshot.pdfhttps://www.emro.who.int/opt/information-resources/emergency-situation-reports.html#gaza-emergency-situation-reportshttps://app.un2720.org/tracking/offloadedEin Podcast der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert durch die Robert Bosch StiftungTausend Dank an das ganze Team! Redaktion: Lea Volz & 365 Sherpas · Postproduktion: Simon Eichinger und Anna Janina Meyer · Video: Jordi Kuragari · Falls ihr unsere Bildungsarbeit unterstützen wollt:Per Spendenplattform bcause: https://bcause.com/orgs/gesellschaft-im-wandelPer Banküberweisung: Konto: Gesellschaft im Wandel/ IBAN: DE61 4306 0967 1060 2814 03/ Bank: GLS GemeinschaftsbankDanke fürs Zuhören! Wenn euch die Episode gefallen hat, abonniert den Podcast, hinterlasst eine Bewertung und teilt sie mit anderen oder schickt uns eure Gästewünsche an [email protected]

  6. 113

    „Was kommt nach der Zweistaatenlösung?“ – MENA-Experte Dr. Jan Busse analysiert den Status quo

    In dieser Folge spreche ich mit Dr. Jan Busse über den israelisch-palästinensischen Konflikt, die Lage nach dem erneut angeflammten Krieg zwischen den USA und Iran und die Frage, ob die Zweistaatenlösung noch mehr ist als ein politisches Mantra. Jan ist Politikwissenschaftler an der Universität der Bundeswehr München und einer der profiliertesten deutschen Experten für Israel und Palästina. Gemeinsam mit Muriel Asseburg hat er das Standardwerk Der Nahostkonflikt: Geschichte, Positionen, Perspektiven verfasst, das inzwischen in der 14. Auflage vorliegt.Anlass der Folge ist auch Netanjahus bevorstehender Besuch im Weißen Haus und die Frage, was das über das Verhältnis zwischen Washington und Jerusalem verrät. Wir sprechen über die Blockaden im Konflikt, über mögliche Zukunftsszenarien und darüber, was passiert, wenn die Zweistaatenlösung endgültig scheitert.Gast: Dr. Jan BusseHost: Shai HoffmannLinks:https://www.unibw.de/politikwissenschaft/professuren/lehrstuhl-ikf/bussehttps://www.bpb.de/shop/materialien/falter/572136/der-nahostkonflikt/ https://www.chbeck.de/asseburg-busse-nahostkonflikt/product/40951196https://www.inlibra.com/de/journal/view/issn/0946-7165 https://doi.org/10.1007/978-3-662-70217-8_26  https://www.alandforall.org/wp-content/uploads/2021/02/booklet-english.pdf Ein Podcast der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert durch die Robert Bosch StiftungTausend Dank an das ganze Team! Postproduktion: Simon Eichinger und Anna Janina Meyer · Video: Jordi Kuragari · Redaktion: Lea Volz & 365 Sherpas · Falls ihr unsere Bildungsarbeit unterstützen wollt:Per Spendenplattform bcause: https://bcause.com/orgs/gesellschaft-im-wandelPer Banküberweisung: Konto: Gesellschaft im Wandel/ IBAN: DE61 4306 0967 1060 2814 03/ Bank: GLS GemeinschaftsbankDanke fürs Zuhören! Wenn euch die Episode gefallen hat, abonniert den Podcast, hinterlasst eine Bewertung und teilt sie mit anderen oder schickt uns eure Gästewünsche an [email protected]

  7. 112

    „Ich gebe niemanden auf" – Engin Çatık über Schule, Führung und den 7. Oktober

    In dieser Folge spreche ich mit Engin Çatık über die Reaktionen nach dem  7. Oktober 2023 in seiner Schule und wie Engin und seine Kolleg*innen damit umgegangen sind. Engin ist in Berlin-Mariendorf aufgewachsen, hat Geschichte und Ethik studiert und über zehn Jahre im Berliner Bildungssystem gearbeitet, davon viele Jahre in Leitungsfunktionen. Bekannt wurde er als Schulleiter der Johanna-Eck-Schule in Schöneberg, die er aus einer Krise führte. Von Januar 2025 bis Sommer 2026 leitete er die Friedrich-Bergius-Schule in Friedenau, in die er ebenfalls nach einem Brandbrief aus dem Kollegium gerufen wurde.Im September erscheint sein Buch Ich gebe niemanden auf bei S. Fischer.Wir sprechen über seinen Ansatz, zwischen Verhalten und Mensch zu trennen, über strukturelle Herausforderungen und darüber, was Schule braucht, um mit polarisierenden Themen umzugehen. Außerdem geht es um seinen Weggang von der Bergius-Schule und seinen Wechsel in eine systemische Rolle beim Berliner Landesinstitut BLiQ.Ein hörenswertes und inspirierendes Gespräch eines Lehrers, der einen bemerkenswerten Ansatz des radikalen Vertrauens hat.Gast: Engin ÇatıkHost: Shai HoffmannLinks:https://www.urania.de/event/ich-gebe-niemanden-auf/https://www.fischerverlage.de/buch/engin-catik-ich-gebe-niemanden-auf-9783103977783https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/neugier-genuegt/redezeit-engin-catik-100.htmlhttps://www.news4teachers.de/2026/01/nach-brandbrief-wie-schulleiter-engin-catik-eine-bereits-abgeschriebene-schule-schritt-fuer-schritt-wieder-aufbaut/Ein Podcast der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert durch die Robert Bosch Stiftung. Tausend Dank an das ganze Team! Video: Jordi Kuragari · Redaktion: Lea Volz & 365 Sherpas · Postproduktion: Simon Eichinger und Anna Meyer · Falls ihr unsere Bildungsarbeit unterstützen wollt:Per Spendenplattform bcause: https://bcause.com/orgs/gesellschaft-im-wandelPer Banküberweisung: Konto: Gesellschaft im Wandel/ IBAN: DE61 4306 0967 1060 2814 03/ Bank: GLS GemeinschaftsbankDanke fürs Zuhören! Wenn euch die Episode gefallen hat, abonniert den Podcast, hinterlasst eine Bewertung und teilt sie mit anderen oder schickt uns eure Gästewünsche an [email protected]

  8. 111

    Zwischen den Fronten – Hamza Abu Howidy über sein neues Buch „Muscheln am Strand von Gaza“

    Hamza Abu Howidy ist Friedensaktivist aus Gaza. In dieser Folge spreche ich mit ihm über sein Debütbuch Muscheln am Strand von Gaza, über die Zeit nach den „We Want to Live"-Protesten und darüber, wie er heute von Deutschland aus als wichtige Stimme gegen Antisemitismus, antimuslimischen Rassismus wirkt und dabei zwischen die Fronten gerät.Wir diskutieren seine Einschätzung zur aktuellen Lage in Gaza, seine scharfe Kritik an der Hamas, der israelischen Regierung und die Frage, wie sich die öffentliche Debatte in Deutschland über Israel und Palästina seit unserem letzten Podcastgespräch verändert hat.Gast: Hamza Abu HowidyHost: Shai HoffmannLinks:https://www.fischerverlage.de/buch/hamza-abu-howidy-muscheln-am-strand-von-gaza-9783103977684https://www.srf.ch/kultur/gesellschaft-religion/muscheln-am-strand-von-gaza-aufwachsen-im-gaza-der-nullerjahrehttps://www.fr.de/politik/palaestinenser-floh-vor-hamas-aus-gaza-jetzt-lebt-er-im-fluechtlingsheim-94370815.htmlhttps://www.3sat.de/kultur/kulturzeit/hamza-abu-howidy-berichtet-vom-terror-der-hamas-sendung-vom-20-05-2026-100.htmlhttps://www.juedische-allgemeine.de/kultur/pageturner-zum-nahostkonflikt/Ein Podcast der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung. Tausend Dank an das ganze Team! Postproduktion: Anna Janina Meyer · Video: Jordi Kuragari · Redaktion: Lea Volz & 365 Sherpas ·Falls ihr unsere Bildungsarbeit unterstützen wollt:Per Spendenplattform bcause: https://bcause.com/orgs/gesellschaft-im-wandelPer Banküberweisung: Konto: Gesellschaft im Wandel/ IBAN: DE61 4306 0967 1060 2814 03/ Bank: GLS GemeinschaftsbankDanke fürs Zuhören! Wenn euch die Episode gefallen hat, abonniert den Podcast, hinterlasst eine Bewertung und teilt sie mit anderen oder schickt uns eure Gästewünsche an [email protected]

  9. 110

    #Reupload: Kein legitimes Ziel – Anja Osterhaus über getötete Journalist*innen im Krieg und der Verfassung der Pressefreiheit weltweit

    In dieser Folge spreche ich mit Anja Osterhaus, Geschäftsführerin bei Reporter ohne Grenzen.Seit April 2024 verantwortet sie dort die politische Arbeit und strategische Ausrichtung. Zuvor leitete sie fast sieben Jahre das Deutschlandbüro von Oxfam als Programmdirektorin und war zuvor bei Transparency International für die Region Europa und Zentralasien zuständig. Mit einem Hintergrund in Politikwissenschaft (Berlin und Mexiko-Stadt) bringt sie jahrzehntelange Erfahrung in internationalen NGOs, im Menschenrechtsschutz und in der Pressefreiheit mit.Im Gespräch geht es um die gezielten Tötungen von Journalist*innen im Gazastreifen – aktuell am Beispiel von Anas al-Sharif und seinen Kollegen, allesReporter aus Gaza, deren Tod weltweit Schlagzeilen machte. Wir sprechen darüber, ob eine mutmaßliche Nähe zu einer Konfliktpartei jemals ein legitimer Grund für solch eine Tat sein kann, welche völkerrechtlichen Schutzmechanismen eigentlich greifen müssten und wie realistisch eine unabhängige internationale Aufklärung ist. Außerdem diskutieren wir, wie Reporter ohne Grenzen vergleichbare Fälle weltweit einordnet, welche Rolle internationale Organisationen wie die Vereinten Nationen dabei spielen – und was passieren müsste, damit Pressefreiheit auch in Kriegs- und Krisengebieten konsequenter verteidigt wird und wie es um die Pressefreiheit in Deutschland und der Welt steht.Gast: Anja OsterhausHost: Shai HoffmannLinks und mehr:https://www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/rsf-verurteilt-gezielte-toetungen-in-gazahttps://www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/neue-rsf-geschaeftsfuehrung-ist-kompletthttps://www.tagesspiegel.de/internationales/israel-totet-bekannten-journalisten-in-gaza-gegen-al-sharif-wurde-zuletzt-eine-regelrechte-kampagne-gefuhrt-14159960.htmlhttps://www.br.de/mediathek/podcast/br24-medien/pressefreiheit-wie-koennen-wir-sie-retten/2106020https://taz.de/Tag-der-Pressefreiheit-2025/!6062439/Danke an Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion), Simon Eichinger (Postproduktion), sowie an Jordi Kuragari (Video-Snippets).Der Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung. Schön, dass ihr zugehört habt – abonniert den Podcast gern und teilt ihn mit euren Freund*innen und Familien!

  10. 109

    Reisen ins Verstehen – Dani Levy und Dr. Anne Rohrbach über VR, Humor und politische Bildung

    🥳 In dieser Folge stellen wir euch unser gemeinsames Projekt vor! 🎉www.reiseninsverstehen.orgWie kann ein künstlerisches Projekt zu einem Bildungsraum werden? Und was verändert sich, wenn Schüler*innen Israel und Palästina nicht nur besprechen, sondern räumlich, körperlich und emotional erleben?In dieser Folge sprechen wir mit Dani Levy und Dr. Anne Rohrbach über das Projekt „Reisen ins Verstehen – Mit VR-Brillen nach Israel und Palästina“. Im Mittelpunkt stehen vier Kurzfilme, die in Jerusalem entstanden sind und nun in einem pädagogischen Rahmen eingesetzt werden. Es geht um Wahrnehmung, Perspektivwechsel und die Frage, wie sich Komplexität vermitteln lässt, ohne zu vereinfachen oder zu überfordern.Dani Levy spricht über die Entstehung der Filme, über Jerusalem als Ort voller Widersprüche und über Humor als künstlerisches Mittel. Anne Rohrbach entwickelt daraus ein Bildungskonzept, das junge Menschen ab Klasse 9 emotional erreicht, ohne sie festzulegen, und das Reflexion, Ambiguität und Dialogfähigkeit stärkt.Gast: Dani Levy und Dr. Anne RohrbachHost: Shai HoffmannLinks:https://www.danilevystiftung.de/https://www.imdb.com/de/name/nm0506374/https://www.gesellschaftimwandel.org/angebote/reisen-ins-verstehenhttps://www.jmberlin.de/ausstellung-geschichten-aus-jerusalem-glaube-liebe-hoffnung-angst#media-2369https://www.youtube.com/watch?v=n-GNRYw-mAAEin Podcast der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung. Tausend Dank an das ganze Team! Redaktion: Lea Volz & 365 Sherpas · Postproduktion: Simon Eichinger · Video: Jordi Kuragari · Falls ihr unsere Bildungsarbeit unterstützen wollt:Per Spendenplattform bcause: https://bcause.com/orgs/gesellschaft-im-wandelPer Banküberweisung: Konto: Gesellschaft im Wandel/ IBAN: DE61 4306 0967 1060 2814 03/ Bank: GLS GemeinschaftsbankDanke fürs Zuhören! Wenn euch die Episode gefallen hat, abonniert den Podcast, hinterlasst eine Bewertung und teilt sie mit anderen oder schickt uns eure Gästewünsche an [email protected]

  11. 108

    Debattenräume sichern – Ilyas Saliba über Wissenschaftsfreiheit im Kontext Israel/Palästina

    Ilyas Saliba ist Politikwissenschaftler und forscht zu Wissenschaftsfreiheit, autoritären Dynamiken und den schrumpfenden Räumen zivilgesellschaftlicher und akademischer Debatte. Seine Arbeit verbindet MENA-Expertise mit der Frage, wie universitäre Diskursräume unter politischem Druck offen bleiben können.In dieser Folge spreche ich mit ihm über den Zustand der Wissenschaftsfreiheit in Deutschland. Wir sprechen über Selbstzensur und politische Einflussnahme an Hochschulen. Außerdem geht es darum, wie Debatten über Israel und Palästina an Universitäten geführt werden können, ohne dass Angst, Drohungen oder institutioneller Druck den Raum bestimmen.Die aktuellen Konflikte an der Hertie School sind ein zentrales Thema des Gesprächs. Wir diskutieren die Grenzen zwischen legitimer Kritik und Diskursverengung. Und wir sprechen über die Rolle von Hochschulleitungen, wenn es darum geht, pluralistische und geschützte Debattenräume zu sichern.Gast: Ilyas SalibaHost: Shai HoffmannLinks:https://www.uni-erfurt.de/staatswissenschaftliche-fakultaet/fachrichtung/sozialwissenschaften/internationale-politik-und-konfliktforschung/team/dr-ilyas-salibahttps://taz.de/Protest-an-der-Alice-Salomon-Hochschule/!6060185/https://www.scholarsatrisk.org/resources/free-to-think-2024/https://academic-freedom-index.net/https://www.youtube.com/watch?v=kOTPYMUU-xQhttps://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSfVy2D5Xy_DMiaMx2TsE7YediR6qifxoLDP1zIjKzEl9t1LWw/viewformhttps://docs.google.com/forms/d/1NbIQ2jmvuTih8wT9khMsOcsvOZtd7uwgwq4l6x5D_9I/viewform?pli=1&edit_requested=trueEin Podcast der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung. Tausend Dank an das ganze Team! Postproduktion: Simon Eichinger · Video: Jordi Kuragari · Redaktion: Lea Volz & 365 Sherpas ·Falls ihr unsere Bildungsarbeit unterstützen wollt:Per Spendenplattform bcause: https://bcause.com/orgs/gesellschaft-im-wandelPer Banküberweisung: Konto: Gesellschaft im Wandel/ IBAN: DE61 4306 0967 1060 2814 03/ Bank: GLS GemeinschaftsbankDanke fürs Zuhören! Wenn euch die Episode gefallen hat, abonniert den Podcast, hinterlasst eine Bewertung und teilt sie mit anderen oder schickt uns eure Gästewünsche an [email protected]

  12. 107

    Israel und Palästina am Campus Rütli in Neukölln – Lehrkraft Clara Debour über Verantwortung und Beziehung

    Clara Debour unterrichtet Deutsch, Politische Bildung und Französisch am Campus Rütli in Berlin-Neukölln. Vor ihrer Arbeit an der Schule war sie im Theaterbereich und in der außerschulischen politischen Bildung tätig. Heute versteht sie Schule als einen Ort, an dem Macht kritisch reflektiert und in Verantwortung übersetzt werden muss.Am Campus Rütli arbeitet sie vor allem an der Schnittstelle von Bildung, Beziehung und Konflikt. Dabei geht es nicht nur um Unterrichtsinhalte, sondern auch darum, wie Schule als sicherer Raum gestaltet werden kann – gerade für Kinder und Jugendliche, die mit unterschiedlichen Erfahrungen, Perspektiven und Belastungen in den Raum kommen.Seit dem 7. Oktober beschreibt Clara Schule als einen emotional aufgeladenen Ort, in dem Trauer, Wut, Ohnmacht und der Wunsch nach Solidarität gleichzeitig präsent sind. In dieser Folge sprechen wir mit ihr darüber, wie politische Bildung in solchen Situationen gelingen kann, was Gespräche über Israel/Palästina, Antisemitismus, Rassismus und Radikalismus brauchen und wie Schule mit Polarisierung umgehen kann, ohne Konflikte zu verdrängen.Gast: Clara DebourHost: Shai HoffmannLinks:​​https://www.focus.de/perspektiven/lehrerin-im-interview-deutschlands-einst-beruechtigtste-schule-warum-ruetli-lehrer-palaestina-flaggen-nicht-verbieten_id_254337698.htmlhttps://www.spiegel.de/panorama/bildung/lehreralltag-in-neukoelln-zum-umgang-mit-schwierigen-themen-abschreiben-erwuenscht-gastbeitrag-a-9afb2b66-0c07-4c39-8625-afa1a2fa6a48https://open.spotify.com/episode/6H2xZR2rT25zkWTgnuqF0G?si=0da6de750342404fhttps://www.zeit.de/wissen/2026-04/nsdap-mitgliederkartei-karteikarten-familienmitglieder-sucheEin Podcast der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung. Tausend Dank an das ganze Team! Redaktion: Lea Volz & 365 Sherpas · Postproduktion: Simon Eichinger · Video: Jordi Kuragari ·Falls ihr unsere Bildungsarbeit unterstützen wollt:Per Spendenplattform bcause: https://bcause.com/orgs/gesellschaft-im-wandelPer Banküberweisung: Konto: Gesellschaft im Wandel/ IBAN: DE61 4306 0967 1060 2814 03/ Bank: GLS GemeinschaftsbankDanke fürs Zuhören! Wenn euch die Episode gefallen hat, abonniert den Podcast, hinterlasst eine Bewertung und teilt sie mit anderen oder schickt uns eure Gästewünsche an [email protected]://bildungsluecke-rassismus.de/angebot/israel-palaestina-thematisieren/

  13. 106

    Empathie-Verbot und kollektive Traumata – Prof. Dr. José Brunner über Emotionen im Israel-Palästina-Konflikt

    Wie prägen Emotionen politische Konflikte – und warum reicht es nicht, nur über Interessen und Macht zu sprechen?In dieser Folge geht es um die psychologischen Dynamiken im israelisch-palästinensischen Konflikt: um Angst, Trauma, Narzissmus und Paranoia – und darum, wie sie Wahrnehmung, Gewalt und politische Entscheidungen beeinflussen.Wir sprechen über das von José Brunner beschriebene „Empathie-Verbot“ gegenüber der Zivilbevölkerung in Gaza, über gesellschaftlichen Druck und Verhärtungen auf beiden Seiten sowie über typische Verkürzungen im deutschen Diskurs.Außerdem geht es um die Frage, ob und wie ein Ausweg überhaupt denkbar ist: Was müsste passieren, damit wieder Empathie entstehen kann? Und braucht es dafür zuerst Sicherheit – oder ist es umgekehrt?Gast: José BrunnerHost: Shai HoffmannLinks:https://www.ullstein.de/werke/brutale-nachbarn/hardcover/9783549110034https://www.republik.ch/2025/09/10/jose-brunner-in-israel-besteht-ein-empathie-verbot-gegenueber-den-menschen-in-gazahttps://www.republik.ch/2023/11/16/beide-seiten-haben-eine-berechtigte-existenzielle-angsthttps://www.sueddeutsche.de/kultur/jose-brunner-debatte-gaza-voelkermord-kriegsverbrechen-israel-li.3291446Ein Podcast der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung. Tausend Dank an das ganze Team: Redaktion: Video: Jordi Kuragari · Lea Volz & 365 Sherpas · Postproduktion: Simon Eichinger Falls ihr unsere Bildungsarbeit unterstützen wollt:Per Spendenplattform bcause: https://bcause.com/orgs/gesellschaft-im-wandelPer Banküberweisung: Konto: Gesellschaft im Wandel/ IBAN: DE61 4306 0967 1060 2814 03/ Bank: GLS GemeinschaftsbankDanke fürs Zuhören! Wenn euch die Episode gefallen hat, abonniert den Podcast, hinterlasst eine Bewertung und teilt sie mit anderen oder schickt uns eure Gästewünsche an [email protected]

  14. 105

    Behind the News – Mary Abdelaziz-Ditzow über Framing, Reichweite und Vertrauensverlust

    Mary Abdelaziz-Ditzow ist Journalistin und Moderatorin. Nach Stationen beim Handelsblatt, ntv und seit 2025 bei Finanzfluss entwickelt sie journalistische Formate mit großer Reichweite. Für den ntv-Podcast „Wirtschaft Welt & Weit" wurde sie mit dem Friedwart Bruckhaus-Preis ausgezeichnet.Mit Behind the News legt sie eine kritische Bestandsaufnahme der deutschen Medienlandschaft vor. In ihrem im Februar 2026 erschienenen Buch geht es um Vertrauensverlust, Framing, Zuspitzung und die Frage, wie Journalismus seiner Verantwortung gerecht werden kann.In dieser Folge sprechen wir mit ihr über die Entstehung des Buchs, Medienmechanismen, Medienkritik und Marys eigenes Befremden über die mediale Berichterstattung zum Krieg in Gaza, den sie als biographisch Betroffene aus dem Schaltraum des Journalismus miterlebt hat Gast: Mary Abdelaziz-DitzowHost: Shai HoffmannLinks:https://www.ullstein.de/werke/mary-abdelaziz-ditzow-behind-the-news/taschenbuch/9783548074368https://www.deutschlandfunk.de/ki-generiertes-bildmaterial-zdf-entschuldigt-sich-fuer-fehler-im-heute-journal-100.htmlhttps://www.newsroom.de/news/aktuelle-meldungen/vermischtes-3/finanzfluss-chefredakteurin-mary-abdelaziz-ditzow-uebt-medienkritik-976679/https://www.leadersnet.de/news/97713,neues-buch-mary-abdelaziz-ditzow-blickt-behind-the-news.htmlEin Podcast von Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung. Vielen Dank an das ganze Team: Redaktion: Lea Volz & 365 Sherpas · Postproduktion: Simon Eichinger · Video: Jordi Kuragari Falls ihr unsere Arbeit unterstützen wollt:Per Spendenplattform bcause: https://bcause.com/orgs/gesellschaft-im-wandelPer Banküberweisung: Konto: Gesellschaft im Wandel/ IBAN: DE61 4306 0967 1060 2814 03/ Bank: GLS GemeinschaftsbankDanke fürs Zuhören! Wenn euch die Episode gefallen hat, abonniert den Podcast, hinterlasst eine Bewertung und teilt sie mit anderen oder schickt uns eure Gästewünsche an [email protected]

  15. 104

    Menschenrechte, Haft, Rechtsstaatlichkeit – Birte Brodkorb über den Alltag in Israel seit dem 7. Oktober

    In dieser Episode spricht Shai mit Birte Brodkorb, Juristin und Kriminologin, die seit vielen Jahren in Israel lebt. Als Leiterin des Bereichs Internationale Beziehungen der israelischen Menschenrechtsorganisation PCATI („Public Committee Against Torture in Israel") dokumentiert und analysiert sie Haftbedingungen, Foltervorwürfe und die Erosion rechtsstaatlicher Standards im Kontext des israelisch-palästinensischen Konflikts.Gemeinsam sprechen sie über die gesellschaftliche Stimmung in Israel nach dem Hamas-Angriff vom 7. Oktober, über die Situation palästinensischer Gefangener und die wachsende Einschränkung zivilgesellschaftlicher Räume. Sie diskutieren, wie Trauma und Sicherheitsdruck politische Debatten in Israel prägen – und warum diese Realität in europäischen Diskursen oft unterschätzt wird. Birte erklärt, was es bedeutet, wenn ein demokratischer Staat die Todesstrafe für terroristische Straftaten wieder einführen möchte, und warum Geständnisse, die unter Misshandlung entstanden sind, niemals Grundlage einer Verurteilung sein dürfen.Außerdem: Wo verläuft die Grenze zwischen legitimer Israelkritik und antisemitischen Narrativen? Welche Verantwortung tragen Deutschland und die EU? Und was gibt ihr – trotz allem – Hoffnung?Gast: Birte BrodkorbHost: Shai HoffmannLinks:https://stoptorture.org.il/en/https://www.ohchr.org/en/instruments-mechanisms/instruments/convention-against-torture-and-other-cruel-inhuman-or-degradinghttps://stoptorture.org.il/en/israels-proposed-special-tribunal-law-grave-concerns-for-the-rule-oflaw-due-process-and-the-death-penalty-against-palestinians/https://stoptorture.org.il/en/torture-in-israel-2021-situation-report-2/https://stoptorture.org.il/wp-content/uploads/2026/03/Briefing-Paper-Death-Penalty-Bill-March-2026_PCATI_Adalah_HaMoked_PHRI_updated-26032026.pdfEin Podcast von Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung. Vielen Dank an das ganze Team: Postproduktion: Simon Eichinger · Video: Jordi Kuragari · Redaktion: Lea Volz & 365 Sherpas Falls ihr unsere Arbeit unterstützen wollt:Per Spendenplattform bcause: https://bcause.com/orgs/gesellschaft-im-wandelPer Banküberweisung: Konto: Gesellschaft im Wandel/ IBAN: DE61 4306 0967 1060 2814 03/ Bank: GLS GemeinschaftsbankDanke fürs Zuhören! Wenn euch die Episode gefallen hat, abonniert den Podcast, hinterlasst eine Bewertung und teilt sie mit anderen oder schickt uns eure Gästewünsche an [email protected]

  16. 103

    Gaza in deutschen Medien – Journalistin Noura Mahdhaoui zur Berichterstattung

    In dieser Folge spricht Shai mit Noura Mahdhaoui, freier Fernsehjournalistin und Filmemacherin. Sie arbeitet an Dokumentationen und Debattenformaten zu gesellschaftspolitischen Themen und war Mitautorin der ZAPP-Reportage „Vertrauen verloren? Deutsche Medien und der Krieg in Gaza und Israel“.Gemeinsam sprechen sie darüber, wie Medienberichterstattung über Israel und Palästina wahrgenommen wird, warum die Debatte so polarisiert ist und welche Rolle Vertrauen, Kritik und journalistische Verantwortung dabei spielen. Noura Mahdhaoui bringt dabei die Perspektive einer Journalistin mit, die das Mediensystem von innen kennt, und zugleich den Diskurs um Israel/Palästina in Deutschland kritisch begleitet.Es geht um die Frage, wie Medienkritik von politisch instrumentalisierter Attacke unterschieden werden kann, warum der Gaza-Krieg besondere Herausforderungen für den Journalismus mit sich bringt und was eine ehrlichere, differenziertere Auseinandersetzung mit dem Thema ermöglichen könnte.Gast: Noura MahdhaouiHost: Shai HoffmannLinks:https://www.ardmediathek.de/video/Y3JpZDovL25kci5kZS9wcm9wbGFuXzE5NjM1MDcyOV9nYW56ZVNlbmR1bmc/https://www.ardmediathek.de/video/Y3JpZDovL25kci5kZS8xZjNmYWQ2Mi03NDUzLTQwNjAtYWYzNy0zY2RmYzUwYzFmNGM/https://www.civismedia.eu/mediendialog/dritter-dialog/studie-dialog/https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/inffratest102.pdfPublikation ZAPP von 2014 zu gesunkenem Medienvertrauen bei Ukraine-Berichterstattunghttps://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/ZAPP-Studie-Vertrauen-in-Medien-gesunken,medienkritik100.html Die "Jerusalem Post" gibt an, auch die New York Times ausgewertet zu haben und kam zu dem Schluss "pro Palestine Bias" (Mai 2024):https://www.jpost.com/israel-hamas-war/article-801593 https://journalistikon.de/hostile-media-effekt/Redaktion: Lea Volz & 365 Sherpas · Postproduktion: Simon Eichinger · Video: Jordi Kuragari

  17. 102

    History, Language, Memory – Danielle Schwartz on her film "Mirror Image"

    In this episode, Shai speaks with Danielle Schwartz, an Israeli filmmaker, writer, and interdisciplinary artist working at the intersection of cinema, research, and dialogical practice. She engages with memory, language, and contested histories.Together they explore her award-winning documentary "Mirror Image" (2013), which captures an intimate conversation with her grandparents about a mirror taken from the Palestinian village of Zarnuqa in 1948. They discuss how history is negotiated in private spaces, why words like "Nakba" or "plundered" carry such weight, and how art and dialogue can hold contradictions without resolving them.Danielle describes her approach as "a very Israeli film" – not about speaking the Palestinian story, but showing how difficult it is for Israelis to talk about 1948. Her current project "Witnessing '48" develops performative and dialogical formats for collective engagement.Guest: Danielle SchwartzHost: ShaiLinks:https://aicf.org/artist/danielle-schwartzhttps://luma.com/3sd3nsw9https://www.youtube.com/watch?v=QmRp-_7ntR4https://www.zegg.de/de/aktuelles/mirror-image-matinee-zu-den-wurzeln-des-israel-palaestina-konfliktsA podcast by Gesellschaft im Wandel gGmbH, supported by the Robert Bosch Stiftung.Video: Jordi Kuragari · Editing: Lea Volz & 365 Sherpas · Post-production: Simon Eichinger If you'd like to support our work: https://bcause.com/orgs/gesellschaft-im-wandelNewsletter: https://gesellschaftimwandel.us7.list-manage.com/subscribe?u=9f0f78b5be47e6ed6c1802b69&id=d10c96eec2Website: https://www.gesellschaftimwandel.org/About the film:https://linktr.ee/mirror.imageWatch a short film segment:https://vimeo.com/135460745?share=copyWatch the film online:https://dafilms.com/director/9834-danielle-schwartzContact Danielle Schwartz for educational licensing and organizing a public screening, presentations or workshop:[email protected] Image  | תמונת מראה | Instagram, Facebook | LinktreeAn intimate documentary about language, memory, and identityhttps://linktr.ee/mirror.imageVimeoMirror Image | Short Film SegmentShort film segment from: Mirror Image | Short Documentary  by Danielle Schwartz Israel | 11 min | 2013 dafilms.comDanielle Schwartz  - dafilms.comThank you for listening! If you enjoyed the episode, please subscribe, leave a rating, and share it with others.

  18. 101

    Demokratiebildung in Schulen – Prof. Dr. Michael Wrase über Handlungsspielräume für Lehrkräfte und rechtliche Grenzen politischer Bildung

    In dieser Folge spricht Shai mit Prof Dr. Michael Wrase, Professor für Öffentliches Recht mit Schwerpunkt Sozial- und Bildungsrecht an der Stiftung Universität Hildesheim und Leiter der Forschungsgruppe „Recht und Steuerung im Kontext sozialer Ungleichheiten“ am WZB Berlin.Gemeinsam beleuchten sie, wie Lehrkräfte heute politische Bildung gestalten können – ohne Angst vor politischem Druck oder Meldeportalen. Es geht um die Balance zwischen Versammlungs- und Meinungsfreiheit, den Umgang mit Rechtspopulismus im Klassenzimmer und warum Schulen aktive Orte der Demokratiebildung sein müssen.Michael Wrase plädiert dafür, Handlungsspielräume statt Verbote zu klären: Wie reagieren Pädagog*innen auf verfassungsfeindliche Inhalte? Wie wird Demokratie resilient vermittelt – gerade im ostdeutschen Kontext?Gast: Prof. Dr. Michael WraseHost: Shai HoffmannLinks:https://www.watson.ch/international/iran/874521687-krieg-mit-usa-irans-neue-machthaber-drohen-noch-radikaler-zu-seinhttps://verfassungsblog.de/privatschulen-berlin/https://table.media/heads/michael-wrasehttps://www.watson.ch/international/interview/339900897-iran-usa-krieg-nahost-experte-andreas-boehm-im-interviewhttps://table.media/berlin/talk-of-the-town/rechtsrutsch-wie-gross-der-einfluss-der-afd-auf-schulen-jetzt-schon-ist-und-was-eine-regierungsbeteiligung-veraendern-koennteEin Podcast der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung.Props ans Team! Video: Jordi Kuragari  · Redaktion:  Lea Volz & 365 Sherpas · Postproduktion: Simon Eichinger · Wenn ihr unsere Arbeit unterstützen möchtet: https://bcause.com/orgs/gesellschaft-im-wandelNewsletter: https://gesellschaftimwandel.us7.list-manage.com/subscribe?u=9f0f78b5be47e6ed6c1802b69&id=d10c96eec2Website: https://www.gesellschaftimwandel.org/Vielen Dank, dass ihr zuhört! Wenn euch die Folge gefällt, abonniert den Podcast, gebt Sterne und teilt die Episode gern weiter.

  19. 100

    Den Israel-Palästina-Konflikt multiperspektiv vermitteln – Ein Gespräch mit Christoph Dinkelaker

    In dieser Folge spricht Vicky aus unserem Fortbildungsteam mit Christoph Dinkelaker, der für die Gesellschaft im Wandel regelmäßig Seminare zur Geschichte und Gegenwart des Israel-Palästina-Konflikts anbietet. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, wie sich ein so komplexes Thema multiperspektivisch vermitteln lässt, ohne in bipolare Darstellungen zu verfallen.Im Gespräch geht es darum, welche Betrachtungs- und Beurteilungsebenen Christoph jenseits von Regierungspositionen einbezieht und wie es gelingen kann, unterschiedliche Narrative nebeneinander stehen zu lassen. Außerdem sprechen die beiden darüber, was es mit Seminarteilnehmer*innen macht, wenn verschiedene Perspektiven und Deutungen zur Sprache kommen, und warum genau darin ein wichtiger Lernprozess liegen kann.Gast: Christoph DinkelakerHost: VickyLinks:https://megaphone.news/www.disorient.dehttps://www.standing-together.org/enhttps://il.boell.org/en/2021/06/01/truman-institute-atlas-jewish-arab-conflictwww.alsharq-reise.deEin Podcast der Gesellschaft im Wandel gGmbH, unterstützt von der Robert Bosch Stiftung.Redaktion: Postproduktion: Simon Eichinger · Video: Jordi Kuragari · Lea Volz & 365 SherpasWenn ihr unsere Arbeit unterstützen möchtet, freuen wir uns sehr über eine Spende an die Gesellschaft im Wandel: https://bcause.com/orgs/gesellschaft-im-wandelWenn ihr auf dem Laufenden bleiben wollt, meldet euch für unseren Newsletter an: https://gesellschaftimwandel.us7.list-manage.com/subscribe?u=9f0f78b5be47e6ed6c1802b69&id=d10c96eec2Oder schaut auf unserer Website vorbei: https://www.gesellschaftimwandel.org/Vielen Dank, dass ihr zuhört! Wenn die Folge euch gefällt, abonniert den Podcast, gebt Sterne und teilt die Episode weiter.

  20. 99

    Blick hinter die Kulissen – Amina im Gespräch mit Vicky und Zakariyya über die Arbeit der Gesellschaft im Wandel

    In dieser Take-over-Folge übernimmt Amina aus unserem Fortbildungsteam die Moderation und spricht mit Vicky und Zakariyya über die Arbeit von Gesellschaft im Wandel. Gemeinsam werfen sie einen Blick hinter die Kulissen und geben Einblicke in unsere Arbeitsansätze, unter anderem in die Trialoge und die Fortbildungsangebote. Im Gespräch geht es darum, was ein Braver Space ist und warum wir diesen Rahmen für unsere Arbeit so wichtig finden. Zakariyya erläutert, wie wir in den Trialogen mit Betroffenenperspektiven arbeiten, wie unterschiedliche Erfahrungen nebeneinander stehen können. Vicky berichtet, warum es uns darum geht, Raum für Begegnung, Reflexion und unterschiedliche Sichtweisen zu schaffen. Dabei wird auch deutlich, wie unser Ansatz dazu beiträgt, komplexe gesellschaftliche Themen nicht zu vereinfachen, sondern in ihrer Vielschichtigkeit und Mehrdeutigkeit sichtbar zu machen.Gäste: Vicky & ZakariyyaHost: AminaLinks:https://gishty.com/newsletters/what-happened-last-week https://www.bildungsbausteine.org/fileadmin/assets/PDF/BildungsBausteine/Debus_Saadi_2024_Wuensche_an_die_Arbeitsweise.pdfhttps://israelpalaestinavideos.org/bildungsmaterialhttps://monitor.civicus.org/press_release/2025/germany/Vlt. auch interessant, der Brief zu diesem Vorgang(https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2026-04/antisemitismus-deutschland-ihra-israel-europarat-kritik-gxe): https://www.coe.int/en/web/commissioner/-/germany-commissioner-calls-for-protection-of-freedom-of-expression-and-peaceful-assembly Danke fürs Zuhören! Wenn euch die Folge gefällt, abonniert den Podcast, bewertet ihn und teilt die Episode gern weiterEin Podcast der Gesellschaft im Wandel gGmbH, unterstützt von der Robert Bosch Stiftung.Redaktion: Lea Volz & 365 Sherpas · Postproduktion: Simon Eichinger · Video: Jordi Kuragari

  21. 98

    Reupload: Nie wieder und jetzt? – Charlotte Wiedemann über Hoffnung, Verantwortung und den Blick nach vorn

    In dieser Folge spreche ich mit Charlotte Wiedemann, Journalistin, Autorin und Public Fellow am Leuphana Institute for Advanced Studies. Seit den 1980er Jahren berichtete sie als politische Korrespondentin für große deutsche Medien wie Stern, Die Woche und die taz. Später schrieb sie von Malaysia aus für Die Zeit, Le Monde diplomatique und die NZZ über Menschenrechte, interreligiöse Beziehungen und globale Konflikte. Parallel dazu unterrichtete sie an Journalistenschulen und Universitäten in Deutschland. Heute zählt sie zu den wichtigsten Stimmen, wenn es um Erinnerungskultur und ihre Verflechtungen mit aktuellen Konflikten geht.Im Gespräch geht es um die Frage, wie sich das „Nie Wieder“ von einer Betroffenenbewegung hin zu einer Staatsräson entwickelt hat – und welche Folgen dies für die Debatten um Israel und Palästina hat. Wir sprechen über Engführungen und Leerstellen in der deutschen Erinnerungskultur, über multidirektionales Erinnern und darüber, welche neuen Perspektiven sich daraus für Politik und Gesellschaft eröffnen könnten.Außerdem diskutieren wir, welche Chancen es für eine inklusivere Erinnerungskultur gibt – von Schulen bis hin zu internationalen Kooperationen – und warum es für Deutschland entscheidend wäre, im Nahostkonflikt ein „konstruktiver und fairer Partner“ zu werden.Gast: Charlotte WiedemannHost: Shai HoffmannLinks:⁠https://www.bic-media.com/widget/?isbn=9783549100493&textToSpeech=yes&showSettings=no&buyButton=no&spine=yes⁠ ⁠https://www.youtube.com/watch?v=Bc0QA14DTu8⁠ ⁠https://www.leuphana.de/zentren/lias/fellows/charlotte-wiedemann.html⁠ ⁠http://charlottewiedemann.de/essays-and-medienethik⁠  ⁠https://taz.de/Solidaritaet-mit-Palaestina/!6106426/⁠ ⁠https://x.com/chawichawi⁠ Danke an Jordi Kuragari (Video-Snippets), Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion) sowie Simon Eichinger (Postproduktion).Der Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung. Schön, dass ihr zugehört habt – abonniert den Podcast gern und teilt ihn mit euren Freund*innen und Familien!

  22. 97

    Beziehung statt Abgrenzung — Prof. Ahmad Milad Karimi über die spirituelle Nähe von Judentum und Islam

    Ahmad Milad Karimi ist Religionsphilosoph, Islamwissenschaftler und einer der profiliertesten muslimischen Intellektuellen im deutschsprachigen Raum. In dieser Folge spricht er über sein Buch „Die Schönheit des Judentums – Eine muslimische Liebeserklärung“ und darüber, warum Religion für ihn vor allem Beziehung bedeutet – zu sich selbst, zu anderen und zu Gott.Wir reden über die spirituelle Nähe von Judentum und Islam, über den Umgang mit Fremdheit und Mehrdeutigkeit und über die Frage, wie Glaube zu einem Ort des Dialogs werden kann – gerade in Zeiten von Polarisierung und gesellschaftlicher Spaltung. Karimi zeigt, wie Schönheit und Nachdenklichkeit neue Perspektiven auf Religion, Identität und Zusammenleben eröffnen können.Gast: Ahmad Milad KarimiHost: Shai HoffmannLinks:https://www.uni-muenster.de/ZIT/Personen/Professoren/personen_karimi_milad.shtmlhttps://de.wikipedia.org/wiki/Ahmad_Milad_Karimihttps://shop.verlagsgruppe-patmos.de/die-schoenheit-des-judentums-011639.htmlhttps://www.katholisch.at/aktuelles/156556/islamwissenschaftler-plaedoyer-fuer-schulterschluss-der-religionenEin Podcast der Gesellschaft im Wandel gGmbH, unterstützt von der Robert Bosch Stiftung.Redaktion: Lea Volz & 365 Sherpas · Postproduktion: Simon Eichinger · Video: Jordi KuragariDanke fürs Zuhören! Wenn euch die Folge gefällt, abonniert den Podcast, bewertet ihn und teilt die Episode gern weiter. 🎧

  23. 96

    Hinter die Schlagzeilen blicken – Sophia Maier über Berichterstattung aus Israel und Palästina

    In dieser Folge spreche ich mit der Journalistin, Autorin und Filmemacherin Sophia Maier, die seit vielen Jahren aus Krisen- und Kriegsregionen wie Afghanistan, Syrien, der Ukraine sowie Israel und der Westbank berichtet. Für Formate wie stern TV und #WHY hat sie vielfach ausgezeichnete Reportagen realisiert, in denen immer die Menschen im Mittelpunkt stehen – ihre Geschichten, ihre Verletzlichkeit, ihre Stärke. Im vergangenen Jahr ist ihr Buch „Herz aus Stacheldraht“ erschienen, ein sehr persönliches Plädoyer für Menschlichkeit und Verantwortung in Zeiten von Krieg und Polarisierung.Wir sprechen über ihre aktuelle Reise nach Israel und Palästina – über Begegnungen mit Menschen, die sie seit Jahren begleitet, und darüber, wie sich deren Leben seit dem Terrorangriff vom 7. Oktober und dem Krieg in Gaza verändert haben. Sophia erzählt, was sie dort erlebt hat, welche Stimmen in der deutschen Berichterstattung oft zu kurz kommen und wie es gelingen kann, Empathie zu zeigen, ohne journalistische Distanz zu verlieren. Wir reden über Verantwortung im Krisenjournalismus, über die Sehnsucht nach Verständigung und die Frage, wie man Hoffnung bewahrt in einer Zeit, in der viele den Glauben an friedliche Lösungen verloren haben.Gast: Sophia MaierHost: Shai HoffmannLinks:https://www.instagram.com/_sophiamaier/https://www.komplett-media.com/products/herz-aus-stacheldraht?srsltid=AfmBOooCd_ZnleK5XK37zQ1rf2DOnzJyBwE9iiZ86qq05g-fEOnEagLihttps://www.journalist.de/meinung/meinungen-detail/werden-wir-wieder-empfindsam/https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/beruf-kriegsreporterin-der-worst-case-ist-dass-ich-halt-nicht-mehr-lebe-15284586.htmlEin herzliches Dankeschön an Lea Volz und 365 Sherpas für die redaktionelle Begleitung, an Simon Eichinger für die Postproduktion und an Jordi Kuragari für die Video-Snippets.Der Podcast entsteht im Rahmen eines Projekts der Gesellschaft im Wandel gGmbH und wird durch die Robert Bosch Stiftung unterstützt.Danke, dass ihr zuhört! Wenn euch die Folge gefallen hat, abonniert den Podcast, hinterlasst gern eine Bewertung und teilt die Episode weiter.

  24. 95

    Jubiläum zur 🥳 100. Folge: Gilda Sahebi spricht mit Shai über seine bisherige Podcastreise

    In der 100. Folge von „Über Israel und Palästina sprechen“ werden die Rollen getauscht: Die Journalistin und Autorin Gilda Sahebi interviewt Podcast-Host Shai Hoffmann.Gemeinsam blicken sie auf zwei Jahre Podcastgeschichte zurück – auf prägende Gespräche, bewegende Begegnungen und Momente, die weit über die Aufnahme hinaus nachgewirkt haben. Welche Folgen haben besonders berührt? Wie hat sich der Blick auf die öffentlichen Debattenüber Israel und Palästina verändert? Und was bedeutet es, in einem hochpolarisierten Diskurs Räume für unterschiedliche Perspektiven offen zu halten?Außerdem geht es um die Arbeit hinter dem Podcast: Wie entstehen die Gespräche, wie wird mit Kritik umgegangen – und was hat in 100 Folgen Mut und Hoffnung gemacht?Zum Jubiläum schauen wir nicht nur zurück, sondern auch nach vorn: Wie soll der Dialog weitergehen?Gast: Shai HoffmannHost: Gilda Sahebi Besonderer Dank gilt dem Team hinter dem Podcast:Lea Volz und 365 Sherpas für die Redaktion, Simon Eichinger für die Postproduktion sowie Jordi Kuragari für die Video-Snippets.Der Podcast ist ein Projekt der Gesellschaftim Wandel gGmbH und wird mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftungrealisiert.

  25. 94

    Humanitäre Hilfe unter Druck – Christian Katzer und Katrin Glatz Brubakk von Ärzte ohne Grenzen über die Arbeit in Gaza

    In dieser Folge geht es um die Zukunft humanitärer Hilfe im Gazastreifen. Ich spreche mit Christian Katzer, Geschäftsführer von Ärzte ohne Grenzen Deutschland, und Katrin Glatz Brubakk, Trauma-Therapeutin, die mehrfach in Gaza im Einsatz war und dort mit Kindern gearbeitet hat, die Gewalt und Krieg erlebt haben.Auslöser des Gesprächs sind neue Registrierungsvorschriften der israelischen Regierung: Internationale NGOs müssen umfangreiche Informationen zu Mitarbeitenden und Strukturen offenlegen. Wer dies nicht tut, riskiert die rechtliche Grundlage für Einsätze in Gaza und im Westjordanland.Wir sprechen über die politischen und rechtlichen Hintergründe, die Herausforderungen für humanitäre Organisationen, die Auswirkungen auf die Versorgung der Menschen vor Ort, den Arbeitsalltag medizinischer Teams sowie die psychischen Belastungen für Helfer*innen. Und wir fragen: Was kann in dieser angespannten Lage Hoffnung geben?Gäste: Christian Katzer & Katrin Glatz BrubakkHost: Shai HoffmannLinks:https://westendverlag.de/Tagebuch-aus-Gaza/2282https://www.aerzte-ohne-grenzen.de/spenden/spendenservicehttps://www.aerzte-ohne-grenzen.de/unsere-arbeit/einsatzlaender/palaestinensische-autonomiegebieteDanke an das Team:Simon Eichinger für die Postproduktion, Lea Volz und 365 Sherpas für die Redaktion sowie Jordi Kuragari für die Video-Snippets.Der Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH und wird mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung realisiert.Danke fürs Zuhören! Wenn euch die Folge gefällt, abonniert den Podcast, bewertet ihn und teilt die Episode gern weiter

  26. 93

    Sichtbar machen, was verschwindet – Dr. Sarah El Bulbeisi über palästinensische Lebenswelten in Deutschland

    In dieser Folge spreche ich mit der Nahostwissenschaftlerin Dr. Sarah El Bulbeisi. Sie ist Akademische Rätin am Institut für den Nahen und Mittleren Osten der Ludwig-Maximilians-Universität München und forscht zu Krieg, Erinnerung und transgenerationalen Erfahrungen in der arabischen Welt und in der Diaspora.Im Mittelpunkt unseres Gesprächs steht ihre Forschung zu palästinensischen Lebensrealitäten in Deutschland und der Schweiz. In ihrer Monografie Tabu, Trauma und Identität untersucht sie, wie Erfahrungen von Gewalt, Flucht und politischer Unsichtbarkeit Biografien, Familiengeschichten und Identitätsbildung prägen.Wir sprechen darüber, warum palästinensische Perspektiven im deutschen Diskurs lange marginalisiert waren, welche Rolle Erinnerungspolitik dabei spielt und welche psychologischen, auch kollektiven Folgen es haben kann, wenn Gewalterfahrungen gesellschaftlich tabuisiert werden.Gast: Dr. Sarah El BulbeisiHost: Shai HoffmannLinks:https://geschichtedergegenwart.ch/autorin/sarah-el-bulbeisi/https://www.orient-institut.org/people/person/sarah%20el%20bulbeisi.htmlhttps://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-5136-2/tabu-trauma-und-identitaet/https://www.medico.de/tabu-und-trauma-20295https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/19436149.2025.2554027Herzlichen Dank an Simon Eichinger für die Postproduktion, Lea Volz und 365 Sherpas für die Redaktion und Jordi Kuragari für die Video-Snippets.Der Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH und wird mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung realisiert.Danke fürs Zuhören! Wenn euch die Folge gefallen hat, abonniert den Podcast, bewertet ihn und teilt die Episode gerne weiter. 🎧

  27. 92

    Kultur, Kritik, Kontroverse – Dr. René Wildangel über deutsche Debatten zu Israel und Palästina

    In dieser Folge spreche ich mit René Wildangel, Historiker, Journalist und Nahost-Experte. Seine biografischen und beruflichen Stationen führten ihn von Köln nach Jerusalem, Damaskus, Ramallah und immer wieder nach Gaza – Erfahrungen, die seinen Blick auf Israel/Palästina und die deutsche Debatte nachhaltig geprägt haben.Zu Beginn ordnen wir die Berlinale 2026 ein: Wie politisch ist Kultur? Wir sprechen über die Kontroversen rund um ein Zitat von Wim Wenders und die Debatte um Regisseur Al Khatib – und darüber, was diese Auseinandersetzungen über den deutschen Diskurs verraten.Im Zentrum steht Wildangels Perspektivwechsel: Wann kam er erstmals mit Besatzung und konkreten Ungerechtigkeiten in Berührung? Wie haben seine Zeit als Leiter des Büros der Heinrich-Böll-Stiftung in Ramallah und seine Aufenthalte in Gaza – zuletzt kurz vor Oktober 2023 – seine Sicht verändert? Und welche Rolle spielt seine Forschung zu „Palästina und der Nationalsozialismus“ für heutige Debatten?Wir sprechen über deutsche Erinnerungspolitik, ritualisierte Gedenkkultur und die Frage, warum Empathie gegenüber Palästinenserinnen und Palästinensern in Politik und Öffentlichkeit oft so schwerfällt. Eine Folge über Geschichte, Verantwortung und die Möglichkeit, festgefahrene Narrative zu hinterfragen.Gast: Dr. René WildangelHost: Shai Hoffmann Links:https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/515342/das-rebellische-spiel/https://www.zdfheute.de/ratgeber/ahnenforschung-ns-vergangenheit-familiengeschichte-erforschen-100.htmlhttps://www.ipg-journal.de/ipg/autorinnen-und-autoren/autor/rene-wildangel/https://www.sueddeutsche.de/politik/benjamin-netanjahu-biografie-israel-joseph-croitoru-li.3357417?reduced=truehttps://www.blaetter.de/ausgabe/2025/juli/denk-ich-an-gazahttps://www.festivalblog.com/Vielen Dank an Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion), Simon Eichinger (Postproduktion) sowie Jordi Kuragari (Video-Snippets)Der Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH und entsteht mit Förderung der Robert Bosch Stiftung.Danke fürs Zuhören! Abonniert den Podcast, hinterlasst eine Bewertung und teilt die Folge gerne weiter.

  28. 91

    Arabisch-jüdische Identität und Dialog – Sapir von Abel über Sozialisation, Erinnerung und Bildung

    In dieser Folge spreche ich mit Sapir von Abel, Kuratorin für Bildung und Vermittlung am Jüdischen Museum München. Geboren in Jerusalem und seit vielen Jahren in München lebend, verbindet sie persönliche Erfahrungen zwischen Israel und Deutschland mit Bildungs- und Dialogarbeit.Wir sprechen über arabisch-jüdische Identität, mizrachische Perspektiven im deutsch-jüdischen Diskurs und die Frage, warum jüdische Vielfalt im deutschen Diskurs oft unsichtbar bleibt. Sapir von Abel erzählt von ihrer Familiengeschichte mit marokkanischen Wurzeln, von innerjüdischen Spannungen und der Dominanz aschkenasischer Narrative in der Erinnerungskultur. Außerdem diskutieren wir, wie Antisemitismus und antimuslimischer Rassismus zusammenwirken und warum Allianzen zwischen Minderheiten entscheidend sind.Ein weiterer Schwerpunkt ist ihre praktische Dialogarbeit – etwa im jüdisch-muslimischen Kulturfestival ausARTen und in Bildungsformaten, die historische Perspektiven mit aktuellen Debatten verbinden. Wie kann Dialog in polarisierten Zeiten gelingen? Und welche Rolle spielen Kulturinstitutionen dabei?Gast: Sapir von AbelHost: Shai HoffmannLinks:https://www.instagram.com/saphirush/https://ausarten.org/about-us/https://www.muenchner-kammerspiele.de/de/wir/11323-sapir-von-abelhttps://www.youtube.com/watch?v=xXH4UbMjmGQhttps://www.deutschlandfunkkultur.de/junge-juden-und-muslime-wir-brauchen-vertrauen-zueinander-100.htmlHerzlichen Dank an Jordi Kuragari (Video-Snippets), Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion), sowie Simon Eichinger (Postproduktion)Der Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH und wird mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung umgesetzt.Danke fürs Zuhören – abonniert den Podcast, bewertet ihn und teilt die Folge gern weiter!

  29. 90

    Law, Violence, and Accountability — Dr. Revital Madar on State Power and Trials

    In this episode, I speak with Dr. Revital Madar, political theorist and Marie Skłodowska-Curie Fellow at the European University Institute. Her research examines how state violence is legalized, normalized, and contested, with a focus on Israel and Palestine.We discuss her project State Agents on Trial, analyzing trials of security forces as sites where the boundaries of legitimate violence are negotiated. Revital explains how legal frameworks and media narratives shape which forms of violence are sanctioned, ignored, or reframed, and reflects on the limits of law, the role of academia, and the ethical responsibility to critically engage with state power.Guest: Revital MadarHost: Shai HoffmannLinks:https://cadmus.eui.eu/entities/publication/f1ca9867-1621-485b-8018-db25f239defahttps://link.springer.com/rwe/10.1007/978-3-031-74932-2_122-1https://www.tandfonline.com/doi/pdf/10.1080/1070289X.2023.2259218https://www.berghahnjournals.com/view/journals/conflict-and-society/9/1/arcs090105.xmlVielen Dank an Simon Eichinger (Postproduktion), Jordi Kuragari (Video-Snippets), Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion).Der Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH, realisiert mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung.Danke fürs Zuhören – abonniert den Podcast, bewertet ihn und teilt die Folge gern.

  30. 89

    Zeit zu reden — Dirigent und Aktivist Ido Arad über Zuhören, ZuMUTung und Räume für Dialog

    In dieser Folge spreche ich mit Ido Arad, Dirigent, Aktivist und Mitinitiator der Berliner Gesprächsreihe „Zeit zu reden“. Geboren in den USA, aufgewachsen nahe Tel Aviv und seit vielen Jahren in Deutschland als israelischer Jude lebend, ist seine Biografie von unterschiedlichen kulturellen und politischen Kontexten geprägt. Arad studierte klassische Gitarre in Düsseldorf und Dirigieren an der UdK Berlin. Er arbeitete unter anderem an der Deutschen Oper Berlin, der Semperoper Dresden sowie an weiteren internationalen Opernhäusern und Orchestern.Im Gespräch geht es zunächst um seine Beobachtung als in Deutschland lebender Jude und seine Erfahrungen der letzten Jahre, insbesondere seit dem 7. Oktober 2023 innerhalb der palästinasolidarischen Bewegung. Wir sprechen über die Rolle von Kunst als Brückenbauerin in der Verständigung und welche Projektionen und Grenzen sie hat. Darauf aufbauend sprechen wir über die zunehmende Verengung politischer Debatten zu Israel und Palästina, über Sprachlosigkeit, Angst vor sozialer Sanktionierung und die Frage, warum viele Menschen sich aus öffentlichen Gesprächen zurückziehen. Ido Arad erzählt, wie aus dieser Situation heraus die Gesprächsreihe „Zeit zu reden“ entstanden ist – als bewusster Versuch, Räume zu schaffen, in denen widersprüchliche Perspektiven nebeneinander stehen dürfen. Wir diskutieren, was diese Räume anders machen als klassische Podien, wo Dialog an Grenzen stößt und warum es trotzdem mehr solcher Formate braucht. Zum Schluss geht es um Verantwortung, Zuhören als politische Praxis und die Frage, was nötig ist, damit gesellschaftliche Gespräche wieder möglich werden.Gast: Ido AradHost: Shai HoffmannLinks:https://zeitzureden.org/https://www.sueddeutsche.de/politik/palaestina-deutschland-dialog-stimmen-berlin-israel-li.3320315https://overton-magazin.de/hintergrund/politik/in-der-deutschen-staatsraeson-steckt-antisemitismus/https://www.radiodrei.de/programm/schema/sendungen/radio3_am_morgen/archiv/20250922_0600/radio3_aktuell_0710.html https://www.tagesspiegel.de/kultur/neukollner-gesprachsreihe-zu-nahost-die-leute-sollen-miteinander-ringen-anstatt-nur-die-eigene-weltsicht-zu-verteidigen-13853131.htmlVielen Dank an Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion), Jordi Kuragari (Video-Snippets) sowie Simon Eichinger (Postproduktion)!Ein Projekt von Gesellschaft im Wandel gGmbH, mit freundlicher Unterstützung der Robert Bosch Stiftung.Schön, dass ihr dabei seid – folgt dem Podcast, bewertet ihn und teilt die Folge gern.

  31. 88

    Medien, Macht und Muslimfeindlichkeit — Prof. Dr. Kai Hafez über Berichterstattung zu Israel und Palästina

    In dieser Folge spreche ich mit Prof. Dr. Kai Hafez, Kommunikations- und Politikwissenschaftler und einem der profiliertesten deutschen Forscher zu Medien, Islamfeindlichkeit und internationaler Berichterstattung. Seit 2003 ist er Professor an der Universität Erfurt für Vergleichende Analyse von Mediensystemen und Kommunikationskulturen. Er lehrte unter anderem in Kairo, Cambridge, Oxford und Bern, war Mitglied im Unabhängigen Expertenkreis Muslimfeindlichkeit der Bundesregierung und akademischer Berater von Bundespräsident Johannes Rau. Bereits in den 1990er Jahren arbeitete er intensiv zu Israel und Palästina und begleitete Dialogformate sowie die frühen Jahre des Oslo-Friedensprozesses.Im Gespräch erfahren wir zunächst was über die Familiengeschichte von Hafez bevor wir die die deutsche Berichterstattung zu Israel und Palästina analysieren, insbesondere seit dem 7. Oktober 2023. Kai Hafez erklärt, wie sich Orientalismus und Muslimfeindlichkeit in journalistischen Routinen niederschlagen, warum er von einer publizistischen Einseitigkeit spricht und welche historischen Muster sich immer wiederholen. Wir sprechen über Propaganda, Selbstzensur, die Verengung der Debatte auf Antisemitismus statt Konfliktanalyse sowie über die Frage, ob der Journalismus in Deutschland gerade eine Krise durchlebt. Zum Schluss geht es darum, wie Vertrauen in Berichterstattung und öffentliche Debatten wiederhergestellt werden kann.Gast: Prof. Dr. Kai HafezHost: Shai HoffmannLinks:https://www.deutsche-islam-konferenz.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Publikationen/Studien/uem-abschlussbericht.htmlhttps://journalistik.online/ausgabe-2024/der-gaza-krieg-die-deutschen-medien-und-die-falsche-seite-der-geschichte/https://www.uni-erfurt.de/philosophische-fakultaet/seminare-professuren/medien-und-kommunikationswissenschaft/personen/hafez-kaihttps://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.gespraech-mit-politikwissenschaftler-kai-hafez-warum-sich-deutsche-medien-mit-kritik-an-israel-schwer-tun.4010eac7-66c3-4c69-9bfe-152830d1f18a.htmlhttps://perspective-daily.de/article/3865-du-aergerst-dich-ueber-die-nahost-berichterstattung-10-ideen-dagegen-vorzugehen/probiereVielen Dank an Jordi Kuragari(Video-Snippets), Lea Volz, Marisa Raiser und 365 Sherpas (Redaktion) sowie Simon Eichinger (Postproduktion).Der Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH und wird mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung realisiert.Danke fürs Zuhören – wenn euch die Folge gefällt, abonniert den Podcast, gebt ihm eine Bewertung und teilt ihn gern weiter.

  32. 87

    Alexandra Senfft über Schuld, Scham und Verantwortung in Täterfamilien

    In dieser Folge spreche ich mit Alexandra Senfft über Schuld, Scham, Verantwortung – und darüber, warum das Schweigen oft lauter wirkt als jedes Wort.Alexandra Senfft ist Autorin und Islamwissenschaftlerin. Seit 1984 reist sie regelmäßig in den Nahen Osten und hat sich früh eine tiefe regionale Expertise erarbeitet. Sie war Pressesprecherin von UNRWA im Gazastreifen während der ersten Intifada und hat politische Gewalt, Alltag und Trauma aus unmittelbarer Nähe erlebt.Zugleich engagiert sie sich seit vielen Jahren in der Erinnerungs- und Dialogarbeit: als Vorständin im Arbeitskreis für die intergenerationellen Folgen des Holocausts, als Vorstand und Mitbegründerin von Parents Circle Friends Deutschland sowie als Beisitzerin des Präsidiums der Lagergemeinschaft Dachau.Ausgehend von ihrer eigenen NS-Familiengeschichte sprechen wir darüber, was es bedeutet, Täter*innenschaft innerhalb der eigenen Familie anzuerkennen – und warum genau diese Auseinandersetzung so schmerzhaft, aber auch so notwendig ist. Senfft hat diese Fragen auch literarisch und analytisch bearbeitet, unter anderem in Schweigen tut weh. Eine deutsche Familiengeschichte, Fremder Feind, so nah und Der lange Schatten der Täter. Zuletzt veröffentlichte sie 2024 gemeinsam mit Romeo Franz Großonkel Pauls Geigenbogen, die Familiengeschichte eines preußischen Sinto.Wir reden über Abwehrmechanismen wie Verdrängung, Relativierung und Schuldumkehr. Über den Unterschied zwischen Schuld und Verantwortung. Und über die Frage, was passiert, wenn Tätergeschichten nicht aufgearbeitet werden – weder im Privaten noch gesellschaftlich.Ein weiterer Fokus liegt auf Dialogarbeit und biografischem Erzählen: Was braucht es, damit solche Räume nicht nur symbolisch bleiben, sondern tatsächlich transformativ wirken? Welche Rolle spielen Initiativen wie der Parents Circle, in denen Menschen trotz Gewalt und Verlust bewusst auf Entmenschlichung verzichten?Diese Folge ist eine Einladung, Widersprüche auszuhalten, Ambivalenzen zuzulassen und Verantwortung nicht als moralische Pose, sondern als Voraussetzung für Empathie und Konfliktfähigkeit zu begreifen.Gästin: Alexandra SenfftHost: Shai HoffmannLinks und mehr: Homepage von Alexandra Senfft, Autorin und Publizistin: https://alexandra-senfft.deHompage vom Arbeitskreis für Intergenerationelle Folgen des Holocaust, ehem. PAKH: https://www.pakh.de/Homepage von Parents Circle Friends Deutschland e. V.: https://parentscirclefriends.deLink zum Instagram Account von Alexandra: https://www.instagram.com/alexandra_senfft/Handle zum Blue Sky von Alexandra: @alexsenfft.bsky.socialLink zum Linkedin Account: https://www.linkedin.com/in/alexandra-senfft-a3a7a0a2/Alexandra Senfft: Schweigen tut weh. Eine deutsche Familiengeschichte: https://www.ullstein.de/werke/schweigen-tut-weh/taschenbuch/9783548608266Alexandra Senfft: Fremder Feind, so nah. Gespräche mit Palästinenser und Israelis: https://www.edition-einwurf.de/kopie-von-zu-viel-f%C3%BCr-diese-weltAlexandra Senfft mit Romeo Franz: Großonkel Pauls Geigenbogen. Die Familiengeschichte eines preußischen Sinto: https://www.penguin.de/buecher/alexandra-senfft-grossonkel-pauls-geigenbogen/buch/9783442317073Danke an Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion), Simon Eichinger (Postproduktion), sowie an Jordi Kuragari und Saed productions (Video-Snippets).Der Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung.Schön, dass ihr zugehört habt – abonniert den Podcast gern und teilt ihn mit euren Freund*innen und Familien!

  33. 86

    Ambiguität aushalten — Lehrkraft Tobias Nolte von related e.V. über Demokratiebildung in polarisierten Zeiten

    In dieser Folge spreche ich mit Tobias Nolte, Lehrer, Schulberater für Demokratiebildung und Mitgründer von related e.V.. Zehn Jahre lang unterrichtete er am Campus Rütli in Berlin-Neukölln und entwickelte dort langfristige Kursformate wie Glauben & Zweifeln, Israel & Palästina und Social Justice, die Raum für komplexe gesellschaftliche Fragen schaffen. Für die Arbeit von related e.V., die Perspektiven von Schüler:innen und Lehrkräften an sogenannten Brennpunktschulen zusammenführt, wurde das Team mit dem Leuchtturmpreis Ehrenamt der Ravensburger Stiftung ausgezeichnet.Im Mittelpunkt des Gesprächs steht Ambiguität als pädagogische Praxis. Wir sprechen darüber, wie Lehrkräfte in Neukölln täglich mit Rassismus, Mehrfachdiskriminierung und Machtverhältnissen konfrontiert sind – und wie sie zugleich mit Verletzungen und verletzendem Verhalten von Schüler:innen arbeiten, ohne zu moralisieren oder zu vereinfachen. Es geht um intersektionale und rassismuskritische Ansätze, um Biografiearbeit als Ausgangspunkt, um die Auseinandersetzung mit Kolonialismus, Shoah, rechter Gewalt, Queerfeindlichkeit, Klassismus und nicht zuletzt um Israel/Palästina als Prüfstein politischer Bildung. Auch die Rolle weißer Lehrkräfte, Fragen von Haltung, Verantwortung und demokratischem Selbstverständnis stehen im Zentrum – besonders in einer Zeit zunehmender Polarisierung seit dem 7. Oktober 2023.Diese Folge versteht Pädagogik als demokratische Praxis: nicht als Ort einfacher Antworten, sondern als Raum, in dem Widersprüche ausgehalten und gemeinsam bearbeitet werden.Gast: Tobias NolteHost: Shai HoffmannLinks:https://www.instagram.com/related_ev/https://www.linkedin.com/in/tobias-nolte-73311039b?utm_source=share&utm_campaign=share_via&utm_content=profile&utm_medium=android_apphttps://www.ufuq.de/aktuelles/gaza-und-polarisierung/https://www.ufuq.de/online-bibliothek/mehr-als-eine-perspektive-handreichung-zum-projektkurs-naher-osten-erfahrungen-aus-zwei-jahren-arbeit-zum-nahostkonfilkt-an-einer-neukoellner-gemeinschaftsschule/https://www.spiegel.de/panorama/bildung/lehreralltag-in-neukoelln-zum-umgang-mit-schwierigen-themen-abschreiben-erwuenscht-gastbeitrag-a-9afb2b66-0c07-4c39-8625-afa1a2fa6a48https://open.spotify.com/show/6mWsKbIP7iBrnP7lUVYM9oVielen Dank an Saeed Productions (Video-Snippets), Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion) sowie Simon Eichinger (Postproduktion)!Ein Projekt von Gesellschaft im Wandel gGmbH, mit freundlicher Unterstützung der Robert Bosch Stiftung.Schön, dass ihr dabei seid – folgt dem Podcast, bewertet ihn und teilt die Folge gern.

  34. 85

    Zwischen Kuffiyeh und Flagge - Tom Khaled Würdemann über Israel und Palästina als ideologische Symbole

    In dieser Folge spreche ich mit Tom Khaled Würdemann, Politikwissenschaftler und Nahostforscher. Seit Oktober 2023 promoviert er zu palästinensischen Israel-Studien am Institut für Palästina-Studien in Beirut, Washington und Jerusalem, angebunden an die Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg.Im Gespräch geht es um die enorme symbolische Aufladung von Israel und Palästina im internationalen Diskurs – und besonders in Deutschland. Wir sprechen darüber, warum Symbole wie Flaggen oder die Kuffiyeh eine so starke emotionale Wirkung entfalten, was aktuell rund um Verbote und Deutungskämpfe verhandelt wird und weshalb Ambiguität in der Debatte oft kaum ausgehalten wird.Außerdem diskutieren wir, wann „Komplexität“ zur Ausrede wird, was der deutsche Diskurs über Macht, Geschichte und Identität verrät und wie analytisches Denken und moralische Klarheit zusammengehen können.Gast: Tom Khaled WürdemannHost: Shai HoffmannLinks:https://www.hfjs.eu/professuren/ben-gurion-lehrstuhl-fuer-israel-und-nahoststudien/team/wissenschaftliche-mitarbeiterinnen/tom-khaled-wuerdemann.htmlhttps://www.youtube.com/shorts/oNqLU_dJTfchttps://www.instagram.com/t.daraja/?hl=dehttps://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:1bcd588eaa810f2e/https://www.zeit.de/2025/43/gaza-plan-nahostwissenschaftler-frieden-donald-trump-tom-khaled-wuerdemannVielen Dank an Simon Eichinger (Postproduktion), Saeed Productions (Video-Snippets)  sowie Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion)!Ein Projekt von Gesellschaft im Wandel gGmbH, mit freundlicher Unterstützung der Robert Bosch Stiftung.Schön, dass ihr dabei seid – folgt dem Podcast, bewertet ihn und teilt die Folge gern mit anderen!

  35. 84

    Special: Witnessing and Resistance — Yuli Novak on Justice and Human Rights

    In this episode, I speak with Yuli Novak, Executive Director of B’Tselem, Israel’s leading human rights organization documenting and opposing state violence and apartheid in the Palestinian territories. Yuli is among the few public voices in Israel who continue to insist on accountability and equality as civil society faces unprecedented pressure.Before joining B’Tselem in 2023, she served as Executive Director of Breaking the Silence, leading the publication of soldiers’ testimonies from the occupied territories — work that made her a frequent target of political attacks. Her memoir Who Do You Think You Are traces her journey from Israeli Air Force officer to outspoken critic of militarism and Jewish supremacy.In our conversation, Yuli explains why B’Tselem has now named Israel’s actions in Gaza as genocide, and describes how decades of occupation and apartheid have created a society increasingly desensitized to violence. She also reflects on becoming a parent during this political moment and how personal responsibility fuels her activism.We discuss international solidarity, the shrinking space for dissent, and the role queer and feminist activism can play in resisting systems of domination.Guest: Yuli NovakHost: Shai HoffmannLinks:https://www.btselem.org/node/215035https://www.medico.de/blog/wenn-nie-wieder-jetzt-ist-20208https://www.spiegel.de/ausland/israel-menschenrechtsorganisation-begruesst-deutschen-lieferstopp-a-90bd7e19-07e0-4396-8851-664f5dc202e6https://www.youtube.com/watch?v=N9eASwQIq40https://www.theguardian.com/profile/yuli-novakSpecial thanks to OFEK: The Israeli Center for Public Affairs, Jordi Kuragari (video snippets), Lea Volz and 365 Sherpas (editorial), Simon Eichinger (post-production).This podcast is a project by Gesellschaft im Wandel gGmbH and funded by the Robert Bosch Stiftung.If you enjoyed this episode, feel free to share it around!

  36. 83

    Special: Bridging Faith and Justice — Limor Yaakov‑Safrai from Smol Emuni on Building the Faithful Left

    In this episode, I speak with Limor Yaakov-Safrai, Israeli educator and CEO of the HaSadeh Association, focused on faith-based humanistic education. Limor grew up in Gush Katif in Gaza, a religious settlement evacuated in 2005, and now lives in the religious kibbutz Ma’ale Gilboa.She is also a co-founder of Smol Emuni (“Faithful Left”), a movement advocating for justice, equality, and coexistence through religiously grounded progressive values. We discuss her work in education, her approach to activism within religious communities, the challenges of promoting democratic values, and her vision for social change in Israel, including relations with Palestinians.This conversation highlights the intersection of faith, education, and social justice in times of political polarization.Guest: Limor Yaakov-SafraiHost: Shai HoffmannLinks:https://north.mandelfoundation.org.il/english/fellows/pages/default.aspxhttps://www.instagram.com/p/DRxMpuSAmBA/https://www.timesofisrael.com/under-shadow-of-war-conference-of-left-wing-religious-jews-grows-its-numbers/https://www.jpost.com/israel-news/article-867028Special thanks to OFEK: The Israeli Center for Public Affairs, Marisa Raiser and 365 Sherpas (editorial), Jordi Kuragari (video snippets), Simon Eichinger (post-production)Thanks for tuning in — don’t forget to subscribe and share!

  37. 82

    Special: Palästinensische Familien stärken in Nazareth – Nabila Espanioly über Aktivismus und Bildung

    In dieser Folge spreche ich mit Nabila Espanioly, palästinensische Bürgerin Israels, Psychologin, Sozialarbeiterin, Feministin und Friedensaktivistin. Sie leitet das Al-Tufula Center in Nazareth, das frühkindliche Bildung und Frauenförderung unterstützt.Nabila wuchs in einer palästinensisch-christlichen Familie auf, studierte Sozialarbeit in Haifa und Psychologie in Deutschland und ist seit Jahrzehnten in Hadash/Jabha und feministischen Bewegungen aktiv. Wir sprechen über ihre frühen Erfahrungen, ihr Engagement und die Arbeit, Brücken zwischen Gemeinschaften zu bauen.Wir werfen außerdem einen Blick auf das Al-Tufula Center, seine Entwicklung und die aktuellen Herausforderungen für palästinensische Kinder und Familien, besonders nach dem 7. Oktober 2023. Nabila teilt ihre Hoffnungen und die Bedeutung von Bildung und Empowerment.Ein besonderer Dank an OFEK: The Israeli Center for Public Affairs, Simon Eichinger (Postproduktion), Marisa Raiser und 365 Sherpas (Redaktion) sowie Jordi Kuragari (Video-Snippets)Dieser Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH und wird von der Robert Bosch Stiftung gefördert.Danke, dass ihr dabei wart – abonniert und empfehlt den Podcast weiter!Links:https://www.instagram.com/nabilaesphttps://altufula.org/en/files/userfiles/identity%20.pdfhttps://altufula.org/enhttps://www.bpb.de/mediathek/reihen/stimmenvielfalt-aus-israel/322068/nabila-espanioly/https://klinken.rosalux.de/objekte/al-tufula-centerhttps://en.wikipedia.org/wiki/Nabila_Espaniolyhttps://www.rosalux.org.il/autoren/nabila-espanioly/

  38. 81

    Special: Law, Loss, and Accountability — A Conversation with Ziv Stahl from Yesh Din

    In this episode, I speak with Ziv Stahl, the Executive Director of Yesh Din, an Israeli human rights organization that documents and challenges violations against Palestinians in the occupied West Bank. Ziv holds a Master in political science and is considering herself an activist, Ziv is one of the few public voices in Israel who continue to insist on accountability, equality, and the rule of law at a time when democratic space is shrinking and violence is escalating.Ziv’s commitment to human rights is shaped by profound personal loss. She grew up in Kibbutz Kfar Aza and survived the Hamas attack on October 7, 2023, during which her sister-in-law, was killed. Despite this trauma, she has chosen to continue her work — refusing to abandon the belief that justice must apply universally, even in moments of national grief.Under Ziv’s leadership, Yesh Din works to expose and challenge systemic impunity for settler and military violence in the West Bank through legal documentation, petitions, and public advocacy. In this conversation, we talk about her personal journey, the limits of legal protection for Palestinians, and what it means to defend human rights in a society where dissent is increasingly unpopular.We also discuss the role of international accountability, the pressures facing civil society, and the moral clarity required to continue this work despite fear, hostility, and political backlash.Thanks for listening — subscribe and share!Guest: Ziv StahlHost: Shai HoffmannSpecial thanks to OFEK: The Israeli Center for Public Affairs, Lea Volz and 365 Sherpas (editorial), Jordi Kuragari (video snippets), Simon Eichinger (post-production) Links:https://www.zeit.de/politik/2024-10/hamas-massaker-israel-ziv-stahl-palaestinenser-rechte https://www.blaetter.de/ausgabe/2024/januar/israels-zivilgesellschaft-zerrieben-zwischen-den-extremen https://nifcan.org/ziv-stahl/ https://www.youtube.com/watch?v=_l87o1XvLb8 https://www.faz.net/aktuell/politik/krieg-in-nahost/deutschland-blockiert-hilfsgelder-fuer-israelische-ngo-19337943.html https://www.haaretz.com/israel-news/2025-10-23/ty-article-static/.premium/erased-isr[…]unities-in-the-west-bank/00000199-4787-d6e0-a7fb-cfcfd0400000 https://www.haaretz.com/israel-news/2025-10-30/ty-article-magazine/.highlight/israel[…]-on-decline-of-democracy/0000019a-3629-ddf1-a1db-fefd25ee0000 

  39. 80

    Journalist Felix Tamsut: Die politische Sprengkraft der mizrahischen Erfahrung

    In dieser Folge spreche ich mit Felix Tamsut, Journalist der Deutschen Welle, der seit vielen Jahren über Israel und Palästina berichtet und selbst aus einer marokkanisch-tunesisch-jüdischen Mizrahi-Familie stammt. Seine Perspektive – obwohl rund die Hälfte der jüdischen Israelis Mizrahim sind – kommt im deutschsprachigen Diskurs bis heute kaum vor.Wir sprechen über die innenisraelischen Spannungen, die das Land seit seiner Gründung prägen, und über die Geschichte arabischer Juden*Jüdinnen, deren Erfahrungen im europäisch geprägten Zionismus lange ignoriert oder abgewertet wurden. Gemeinsam analysieren wir, wie strukturelle Benachteiligung entsteht – auch dann, wenn sie eine große Bevölkerungsgruppe betrifft.Ein Schwerpunkt ist der politische Umbruch von 1977, als Menachem Begin mit der neu gegründeten Likud-Partei die jahrzehntelange Frustration vieler Mizrahim bündelte und damit Israels politische DNA nachhaltig veränderte.Wir blicken zudem auf Deutschland: Wie arabische Juden*Jüdinnen hier instrumentalisiert werden, welche Narrative verkürzt sind und warum diese Debatten die Komplexität mizrahischer Identitäten häufig unsichtbar machen.Ein Gespräch voller analytischer Schärfe und biografischer Tiefe – über Geschichte, Macht, Identität und die blinden Flecken unserer Debatten. Eine Folge, die Perspektiven verschiebt.Gast: Felix TamsutModerator: Shai HoffmannWeitere Infos zu Felix Tamsut: Amram: https://www.instagram.com/amrm_ngo?igsh=MWp1b3ZuamxueGxsNA==Was dachten sich die “founding fathers” Israel’s über die Mizrahis: https://www.haaretz.co.il/magazine/2014-02-13/ty-article/.highlight/0000017f-dc1f-db22-a17f-fcbfb4740000Die Rede von begin: https://youtu.be/AXJCH-UzQbo?si=BmewKu1mvMscamWuNordafrikanische Juden im Holocaust: https://www.yadvashem.org/articles/general/the-jews-of-north-africa.htmlMarokko: https://www.smithsonianmag.com/history/the-moroccan-sultan-who-protected-his-countrys-jews-during-world-war-ii-180983903/Ein besonderer Dank geht an Simon Eichinger für die Postproduktion, an Jordi Kuragari für die Video-Snippets, an 365 Sherpas und die Redaktionskoordinatorin Lea Volz für die Unterstützung.Vielen Dank fürs Zuhören – abonniert den Podcast und teilt ihn gerne weiter!

  40. 79

    Kritik, Diskurs und Doppelmoral – Journalist Daniel Bax über Meinungsfreiheit und Islamdebatten

    In dieser Folge spreche ich mit Daniel Bax, Journalist, Autor und Themenchef im Regieressort der taz. Zuvor war er viele Jahre Inlandsredakteur der Zeitung und arbeitet heute als freier Autor unter anderem für Qantara.de und die Blätter für deutsche und internationale Politik. Er schreibt zu Islamfeindlichkeit, Antisemitismus und den deutschen Debatten rund um Israel und Palästina. Seine Bücher „Angst ums Abendland“ und „Die Volksverführer“ haben sich kritisch mit rechtspopulistischen Denkweisen auseinandergesetzt.Wir sprechen über den Fall Ahmad Mansour, die Grenzen von Meinungsfreiheit und journalistischer Kritik, und darüber, wie sich Sprache und Macht in den deutschen Diskursen über Islam, Sicherheit und Integration verschränken.Daniel erklärt, warum er den Begriff „politischer Islam“ für irreführend hält und welche weiße Flecken er in der deutschen Nahost-Berichterstattung sieht.Außerdem geht es um die Rolle von Medien und Journalist:innen, wenn Polarisierung zunimmt – und was passieren müsste, damit Debatten wieder offener und differenzierter geführt werden.Zum Schluss sprechen wir über Daniels neues Buch „Die neue Lust auf Links“ – ein Plädoyer für politische Erneuerung, soziale Gerechtigkeit und den Mut zur Solidarität.Gast: Daniel BaxHost: Shai HoffmannLinks:https://taz.de/taz-Talk-Buchpremiere-mit-Daniel-Bax/!vn6120867/Vielen Dank an Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion), Jordi Kuragari (Video-Snippets),  sowie Simon Eichinger (Postproduktion)Ein Projekt von Gesellschaft im Wandel gGmbH, mit freundlicher Unterstützung der Robert Bosch Stiftung.Schön, dass ihr dabei seid – folgt dem Podcast, bewertet ihn und teilt die Folge gern mit anderen!

  41. 78

    Zwischen Völkerrecht und Realität – Prof. Dr. Nora Markard über das Gutachten des Internationalen Gerichtshofs und die Zukunft des Multilateralismus

    In dieser Folge spreche ich mit Prof. Dr. Nora Markard, Juristin und Professorin für internationales Öffentliches Recht an der Universität Münster. Sie forscht zu Völkerrecht, Menschenrechten und Flucht, ist Mitbegründerin der „Refugee Law Clinic Hamburg“ und eine der profiliertesten Stimmen in Deutschland, wenn es um die Verteidigung von Menschenrechten und internationalen Rechtsnormen geht.Wir sprechen über das aktuelle Gutachten des Internationalen Gerichtshofs (IGH), das Israel verpflichtet, die Zivilbevölkerung in Gaza zu schützen – und über die Frage, was dieses Urteil juristisch, politisch und moralisch bedeutet. Außerdem geht es um die Rolle der UN, die Funktionsweise ihrer Organe und die Kritik an ihrer Handlungsfähigkeit, insbesondere im Umgang mit Israel und Palästina.Nora Markard ordnet ein, was das Gutachten für Drittstaaten wie Deutschland bedeutet, welche Verantwortung sich daraus ergibt und wie Völkerrecht und politische Realität zunehmend auseinanderdriften. Wir sprechen über den Wert internationaler Rechtsprechung, auch wenn sie scheinbar folgenlos bleibt – und darüber, wie ein erneuertes Verständnis von Recht, Empathie und Verantwortung aussehen könnte.Eine Folge über die Grenzen und die Kraft des Völkerrechts, über Multilateralismus im Krisenmodus und die Frage, wie juristische Sprache gesellschaftlich wirksam werden kann.Gast: Prof. Dr. Nora MarkardHost: Shai HoffmannLinks:https://www.instagram.com/noramarkard/?hl=dehttps://www.campus.de/buecher-campus-verlag/wissenschaft/politikwissenschaft/jura_not_alone-17962.html?srsltid=AfmBOort1vMEAZvn0JzTcO0uvPy-DD0QnufCWqb393b1PqeeIchTiCzaDas IGH-Gutachten zu UNRWA vom 22. Oktober 2025: https://www.icj-cij.org/case/196Eine kurze Analyse des israelischen Völkerrechtlers Eliav Lieblich: https://www.justsecurity.org/123215/icj-advisory-opinion-israel-unrwa/Zur Kritik am UN-Menschenrechtsrat: https://dgvn.de/meldung/dieser-oder-keiner-der-un-menschenrechtsratEine kritische israelische Perspektive zur Lage des Völkerrechts: https://verfassungsblog.de/farewell-to-the-rules-based-order/ Vielen Dank an Jordi Kuragari (Video-Snippets), Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion) sowie Simon Eichinger (Postproduktion)Ein Projekt von Gesellschaft im Wandel gGmbH, mit freundlicher Unterstützung der Robert Bosch Stiftung.Schön, dass ihr dabei wart – folgt dem Podcast, bewertet ihn und teilt die Folge gern mit anderen!

  42. 77

    Nach dem IGH-Gutachten – Völkerrecht, Verantwortung und die humanitäre Lage in Gaza mit Johannes Gunesch (UNRWA Deutschland) & Dr. Alexander Schwarz (ECCHR)

    In dieser Folge spreche ich mit Johannes Gunesch, Ansprechpartner für UNRWA in Deutschland, und Dr. Alexander Schwarz, Völkerrechtler  und Co-Direktor des Programmbereichs Völkerstraftaten und rechtliche Verantwortung beim European Center for Constitutional Human Rights (ECCHR).Wir beleuchten das gestern veröffentlichte Advisory Opinion des Internationalen Gerichtshofs (ICJ), das Israel verpflichtet, die Zivilbevölkerung in Gaza zu schützen und mit UN-Organisationen wie UNRWA sowie Drittstaaten zusammenzuarbeiten. Aus völkerrechtlicher Sicht diskutieren wir, welche Konsequenzen sich daraus ergeben, welche Rolle Deutschland spielt und wie handlungsfähig die UN und sein oberstes rechtsprechendes Organ tatsächlich ist.Wir sprechen auch über die praktischen Herausforderungen für UNRWA vor Ort und den bereits laufenden institutionellen Reformprozess, der für eine weitere Unterstützung Deutschlands entscheidend ist. Außerdem geht es um den 20-Punkte-Plan der US-Regierung, seine Lücken im Hinblick auf die Zweistaatenlösung sowie eine mögliche völkerrechtliche Verantwortung Israels und was jetzt unabdingbar ist, um ein menschenwürdiges Leben in Gaza zu sichern.Gäste: Johannes Gunesch und Dr. Alexander SchwarzHost: Shai HoffmannLinks:https://www.icj-cij.org/sites/default/files/case-related/196/196-20251022-pre-01-00-en.pdfhttps://www.unrwa.org/newsroom/official-statements/unrwa-commissioner-general-gaza-i-welcome-unambiguous-rulinghttps://www.unrwa.org/newsroom/news-releases/advisory-opinion-delivered-icj-regarding-state-israels-obligations-occupied-Palestinian-territoryhttps://www.zdfheute.de/politik/ausland/gaza-scharfschuetze-strafanzeige-muenchen-israel-nahost-frontal-100.htmlhttps://www.lto.de/recht/hintergruende/h/gaza-waffen-waffenlieferungen-exporte-israel-ecchr-verfassungsbeschwerdehttps://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/anzeige-gegen-israelischen-scharfschuetzen-aus-muenchen,UwNmPppDanke an: Simon Eichinger (Postproduktion), Jordi Kuragari (Video-Snippets) sowie Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion).Ein Projekt von Gesellschaft im Wandel gGmbH, unterstützt durch die Robert Bosch Stiftung.Danke, dass ihr reingehört habt – abonniert den Podcast und empfehlt ihn gerne weiter davon!

  43. 76

    Verlernen, Zuhören, Aushalten – Johanna Voß & Iven Saadi über kritische politische Bildung nach dem 7. Oktober

    In dieser Folge spreche ich mit Johanna Voß und Iven Saadi über politische Bildungsarbeit zwei Jahre nach dem 7. Oktober.Johanna Voß leitet bei der Gesellschaft im Wandel den Bereich Politische Bildung und entwickelt mit ihrem Team Fortbildungen für Lehrkräfte, Sozialarbeiterinnen und andere Multiplikatorinnen zum Themenkomplex Israel-Palästina. In ihrer Arbeit verbindet sie rassismus- und antisemitismuskritische Ansätze und schafft Räume, in denen Emotionen, Perspektiven und Widersprüche besprechbar bleiben.Iven Saadi arbeitet seit über 15 Jahren in der diskriminierungskritischen Fachkräftebildung und Prozessbegleitung – zu Themen wie Rassismus, Antisemitismus und Geschlechterverhältnissen. Er beschäftigt sich mit der Frage, wie diese Ansätze trotz zunehmender Polarisierung wieder stärker zusammengeführt werden können und wie Solidarität zwischen Betroffenen gestärkt werden kann.Im Gespräch geht es darum, wie der 7. Oktober die politische Bildungsarbeit verändert hat – fachlich, strukturell und emotional. Wir sprechen über Spannungen und Sprachlosigkeit in Schulen, über Überforderung und Mut, über Räume, in denen Ambivalenzen Platz finden dürfen. Außerdem geht es um strukturelle Herausforderungen, den Druck auf unabhängige Träger und die Frage, was politische Bildung braucht, um unter den aktuellen Bedingungen handlungsfähig und offen zu bleiben.Gäste: Johanna Voß und Iven Saadi Host: Shai HoffmannLinks:https://www.instagram.com/hanni_vau/https://disruptif.org/https://israelpalaestinavideos.org/team/johanna-vosshttps://politischbilden.de/expertise/iven-saadi/https://www.bildungsbausteine.org/projekte/zusammen-denken-zusammen-handelnhttps://www.youtube.com/watch?v=wQHbIMgV9hkDanke an: Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion), Simon Eichinger (Postproduktion) sowie Jordi Kuragari (Video-Snippets)Ein Projekt von Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung.Danke fürs Zuhören – abonniert den Podcast und teilt die Folge gern mit anderen weiter!

  44. 75

    Politische Bildung in herausfordernden Zeiten - Canan Korucu über Umgang mit Jugendlichen

    Heute spreche ich mit Canan Korucu, Co-Geschäftsführerin von ufuq.de, wo bundesweit zu politischer Bildung, Prävention und Jugendkultur gearbeitet wird. Sie hat Erziehungswissenschaften und Gender Studies in Berlin studiert, ein Aufbaustudium in Islamwissenschaften absolviert und war unter anderem in der außerschulischen Bildungsarbeit sowie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Uni Bremen tätig. Heute liegt ihr Schwerpunkt auf rassismuskritischer Bildungsarbeit, Online-Prävention und der Fortbildung von Fachkräften im Umgang mit antimuslimischem Rassismus.Wir sprechen darüber, wie der 7. Oktober 2023 die Arbeit mit Jugendlichen verändert hat – emotional, inhaltlich und strukturell. Canan Korucu berichtet von Spannungen, Konflikten und neuen Dynamiken in Schulen, über den Einfluss sozialer Medien auf die Haltung junger Menschen und darüber, wie sie Polarisierung und Tabus im Unterricht begegnet. Außerdem geht es um die Unterstützung, die Lehrkräfte aktuell brauchen, um politische Bildung wirksam und zugänglich zu gestalten, und um langfristige Perspektiven, die trotz aller Schwierigkeiten Hoffnung geben.Gast: Canan KorucuHost: Shai HoffmannLinks:https://www.ufuq.de/israel-und-palaestina-in-berlin-paedagogik-und-politische-bildung-zu-israelbezogenem-antisemitismus/https://www.ufuq.de/publikation/nahostkonflikt-schule/https://www.taskcards.de/#/board/8430c432-8194-438d-8199-859f332c5bb2/viewhttps://mediendienst-integration.de/fileadmin/Dateien/Informationsschreiben_Umgang_mit_Sto__rungen_des_Schulfriedens.pdfhttps://www.ufuq.de/aktuelles/the-kids-are-alright/?utm_source=chatgpt.comhttps://www.ufuq.de/news_from_the_club/neue-webtalk-reihe-von-alpha-maennern-und-mincels/Herzlichen Dank an Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion), Jordi Kuragari (Video-Snippets) sowie Simon Eichinger (Postproduktion)Der Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung.Schön, dass ihr reingehört habt! Abonniert den Podcast und empfehlt ihn weiter.

  45. 74

    Spezialfolge: Zwei Jahre 7. Oktober – Joana Osman über Trauma, Empathie und das Ringen um Frieden

    In dieser Spezialfolge von „Über Israel und Palästina sprechen“ spreche ich mit Joana Osman über den 7. Oktober 2023 – zwei Jahre danach – und wie sie als Palästinenserin, Autorin und Friedensaktivistin auf die Entwicklungen seitdem blickt.Joana Osman ist Tochter eines palästinensischen Vaters und einer deutschen Mutter. Sie hat Amerikanistik, Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte studiert und war 2012 Mitbegründerin der Friedensbewegung The Peace Factory. Ihr Debütroman „Am Boden des Himmels“ erschien 2019 (Atlantik Verlag), 2023 folgte der autofiktionale Roman „Wo die Geister tanzen“ (C. Bertelsmann). Sie arbeitet als Autorin, Dozentin und Storytelling-Coach und lebt bei München.Im Gespräch geht es um den 7. Oktober 2023 – zwei Jahre danach – und um ihr Buch „Frieden“, das als Appell an Leser*innen und die Zivilgesellschaft verstanden werden will. Joana Osman spricht über die deutsche Debatte, Polykrisen und die Gründe, warum diese gerade jetzt eskalieren. Sie erläutert, wie sie den Begriff des Extraktivismus über Ressourcen hinaus auf Menschen, Gesellschaft, Demokratie und Werte ausweitet und wie sie Sprache, Bildsprache und Erzählung nutzt, um aktuelle Ereignisse begreifbar zu machen. Gleichzeitig diskutieren wir die Zumutungen, die wir uns und anderen abverlangen müssen, um empathisch zu bleiben, und die Verantwortung, die jede:r Einzelne in Krisenzeiten tragen kann. Die Folge endet mit einer Schweigeminute – zwei Jahre danach und immer noch mittendrinGast: Joana OsmanHost: Shai HoffmannLinks:https://www.instagram.com/joana_osman_author/https://www.hr2.de/podcasts/eine-reale-utopie-ist-aber-ein-positives-zukunftsbild-ein-wunschbild---joana-osman-schriftstellerin-und-mitbegruenderin-der-friedensbewegung-the-peace-factory,audio-112190.html https://www.penguin.de/autoren/joana-osman/738151https://www.penguin.de/buecher/joana-osman-frieden/buch/9783328604563https://www.republik.ch/2025/02/13/die-truemmer-dieses-kriegesDanke an: Jordi Kuragari (Video-Snippets), Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion) sowie Simon Eichinger (Postproduktion)Ein Projekt von Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung.Schön, dass ihr dabei wart! Abonniert den Podcast und teilt ihn gerne weiter.

  46. 73

    Spezialfolge: Zwischen Plan und Realität - Kirsten Krampe & Nazih Musharbash über den 20-Punkte-Plan und Deutschlands Rolle

    In dieser Folge spreche ich mit Kirsten Krampe, Leiterin des Büros der Heinrich-Böll-Stiftung in Ramallah, und Nazih Musharbash, Pädagoge, langjähriger SPD-Kommunalpolitiker und Präsident der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft.Ausgangspunkt ist der neue 20-Punkte-Plan von Donald Trump, der aktuell die Debatten um Israel und Palästina bestimmt. Wir diskutieren, warum er trotz massiver Schwächen – etwa dem völligen Fehlen des Rechts auf Selbstbestimmung der Palästinenser*innen – international so breite Unterstützung findet, während kaum jemand klar an der Seite der USA steht. Beide Gesprächspartner sind skeptisch, ob der Plan überhaupt eine Perspektive eröffnen kann.Außerdem geht es darum, wie Deutschland sich positioniert: Warum ist die öffentliche Stimmung hier deutlich pro-palästinensisch, ohne dass sich dies im Regierungshandeln widerspiegelt? Und welchen Einfluss hat diese Diskrepanz auf Bildungsarbeit, auf Schulen und den gesellschaftlichen Diskurs insgesamt?Gäste: Kirsten Krampe und Nazih MusharbashHost: Shai HoffmannLinks:https://www.boell.de/de/2025/06/27/tod-bei-humanitaerer-hilfehttps://www.boell.de/de/2025/08/01/die-hoelle-auf-erden-gaza-jetzt-ist-politisches-handeln-geforderthttps://www.deutschlandfunk.de/plan-fuer-gaza-interview-nazih-musharbash-dt-palaest-gesellschaft-100.htmlhttps://www.deutschlandfunk.de/plan-fuer-gaza-interview-nazih-musharbash-dt-palaest-gesellschaft-100.htmlhttps://www.deutschlandfunk.de/deutsch-palaestinensische-gesellschaft-begruesst-us-plan-102.htmlDanke an Simon Eichinger (Postproduktion) und Jordi Kuragari (Video-Snippets) sowie Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion)Der Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung.

  47. 72

    Wie reagiert Erinnerungskultur auf Polarisierung? Mirjam Zadoff über NS-Erinnerung in Deutschland

    In dieser Folge spreche ich mit Mirjam Zadoff, Direktorin des NS-Dokumentationszentrums München. Seit Mai 2018 leitet sie das Haus, das sich als international anerkannte Institution etabliert hat, die sich mit dem Nationalsozialismus und dessen Nachwirkungen auseinandersetzt. Unter ihrer Leitung entstanden innovative Projekte wie die Ausstellung Tell me about (yesterday) tomorrow, das Mobile Game Forced Abroad und die digitale Ausstellung Departure Neuaubing, die Geschichte auf zeitgemäße Weise vermitteln und auch jüngere Generationen einbeziehen. Parallel unterrichtet sie an der LMU München und der TUM und ist in zahlreichen Gremien zu Demokratie, Erinnerungskultur und Wissenschaft aktiv.Im Gespräch geht es um die Relevanz von NS-Gedenkstätten in Zeiten wachsender gesellschaftlicher Polarisierung, die Verantwortung von Erinnerungskultur in der Gegenwart sowie um kontroverse Debatten, wie die Einladung der niederländischen Schriftstellerin Chaja Polak, die sowohl Solidarität mit Opfern der Shoah als auch mit den Menschen in Gaza thematisiert. Wir sprechen darüber, wie man historische Orte und Wissen nutzen kann, um zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu differenzieren, Antisemitismus früh zu erkennen und Hass konstruktiv entgegenzutreten.Gast: Mirjam ZadoffHost: Shai HoffmannLinks:https://www.abendzeitung-muenchen.de/muenchen/rueckkehr-von-autoritaeren-und-faschistischen-haltungen-chefin-des-muenchner-ns-dokuzentrums-ueber-parallelen-mit-den-1920er-jahren-art-1045707https://www.sueddeutsche.de/muenchen/ns-dokumentationszentrum-ausstellung-wiedereroeffnung-mirjam-zadoff-muenchen-li.3244855https://www.merkur.de/kultur/ns-dokuzentrum-muenchen-wiedereroeffnung-mirjam-zadoff-max-mannheimer-platz-tag-der-befreiung-zr-93720681.htmlhttps://www.swr.de/swrkultur/leben-und-gesellschaft/mirjam-zadoff-direktorin-des-ns-dokumentationszentrums-muenchen-gespraech-2024-10-05-100.htmlhttps://www.zeit.de/news/2025-05/07/mehr-sicherheit-und-neue-objekte-im-ns-dokuzentrum-muenchenDanke an Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion), Simon Eichinger (Postproduktion) und Jordi Kuragari (Video-Snippets).Der Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung.

  48. 71

    Nie wieder und jetzt? – Charlotte Wiedemann über Hoffnung, Verantwortung und den Blick nach vorn

    In dieser Folge spreche ich mit Charlotte Wiedemann, Journalistin, Autorin und Public Fellow am Leuphana Institute for Advanced Studies. Seit den 1980er Jahren berichtete sie als politische Korrespondentin für große deutsche Medien wie Stern, Die Woche und die taz. Später schrieb sie von Malaysia aus für Die Zeit, Le Monde diplomatique und die NZZ über Menschenrechte, interreligiöse Beziehungen und globale Konflikte. Parallel dazu unterrichtete sie an Journalistenschulen und Universitäten in Deutschland. Heute zählt sie zu den wichtigsten Stimmen, wenn es um Erinnerungskultur und ihre Verflechtungen mit aktuellen Konflikten geht.Im Gespräch geht es um die Frage, wie sich das „Nie Wieder“ von einer Betroffenenbewegung hin zu einer Staatsräson entwickelt hat – und welche Folgen dies für die Debatten um Israel und Palästina hat. Wir sprechen über Engführungen und Leerstellen in der deutschen Erinnerungskultur, über multidirektionales Erinnern und darüber, welche neuen Perspektiven sich daraus für Politik und Gesellschaft eröffnen könnten.Außerdem diskutieren wir, welche Chancen es für eine inklusivere Erinnerungskultur gibt – von Schulen bis hin zu internationalen Kooperationen – und warum es für Deutschland entscheidend wäre, im Nahostkonflikt ein „konstruktiver und fairer Partner“ zu werden.Gast: Charlotte WiedemannHost: Shai HoffmannLinks:https://www.bic-media.com/widget/?isbn=9783549100493&textToSpeech=yes&showSettings=no&buyButton=no&spine=yes https://www.youtube.com/watch?v=Bc0QA14DTu8 https://www.leuphana.de/zentren/lias/fellows/charlotte-wiedemann.html http://charlottewiedemann.de/essays-and-medienethik  https://taz.de/Solidaritaet-mit-Palaestina/!6106426/ https://x.com/chawichawi Danke an Jordi Kuragari (Video-Snippets), Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion) sowie Simon Eichinger (Postproduktion).Der Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung. Schön, dass ihr zugehört habt – abonniert den Podcast gern und teilt ihn mit euren Freund*innen und Familien!

  49. 70

    Protest, Folter, Exil: Hamza Howidys Kampf für Freiheit und Recht auf Asyl (Folge auf englisch)

    Hamza Howidy ist ein Friedensaktivist aus Gaza. In dieser Folge spreche ich mit ihm darüber, wie er sich schon vor dem 7. Oktober 2023 bei den „We Want to Live“-Protesten gegen die Lebensumstände in Gaza gestellt hat und dafür von der Hamas inhaftiert und gefoltert wurde. Er floh über Griechenland nach Deutschland und setzt sich heute als eine wichtige Stimme gegen Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus ein. Wir diskutieren seine Einschätzung zu den Plänen der israelischen Regierung und seine scharfe Kritik an der Hamas, die er für die fehlende demokratische Erneuerung in Gaza verantwortlich macht.Am Ende der Folge sprechen wir auch über die drohende Abschiebung, der Hamza aktuell ausgesetzt ist, und warum er juristisch für ein Bleiberecht kämpft.Weitere Infos zu Hamza Howidy:Instagram: https://www.instagram.com/hamzahowidyy/Taz Artikel über Hamza: https://taz.de/Aktivist-aus-Gaza-zwischen-den-Fronten/!6092641/Gast: Hamza HowidyHost: Shai HoffmannHört jetzt die ganze Folge auf Spotify oder Apple Podcast. Oder in meiner Bio im wonderlink direkt den Link anklicken.Über uns:Die Folge wird präsentiert von der Gesellschaft im Wandel gGmbH, die sich für Trialog und Bildung zu Israel und Palästina engagiert. Mehr Infos zu unseren Projekten findet ihr auf gesellschaftimwandel.org. Der Podcast ist gefördert von der Robert Bosch Stiftung. Unser Dank geht an Simon Eichinger für die Postproduktion, Jordi Kuragari für die Video-Snippets sowie 365 Sherpas und Redaktions-Koordinatorin Lea Volz für ihre redaktionelle Unterstützung.Vielen Dank fürs Zuhören – abonniert den Podcast und teilt ihn gerne weiter!

  50. 69

    Kein legitimes Ziel – Anja Osterhaus von Reporter ohne Grenzen über getötete Journalist*innen im Krieg und der Verfassung der Pressefreiheit weltweit

    In dieser Folge spreche ich mit Anja Osterhaus, Geschäftsführerin bei Reporter ohne Grenzen.Seit April 2024 verantwortet sie dort die politische Arbeit und strategische Ausrichtung. Zuvor leitete sie fast sieben Jahre das Deutschlandbüro von Oxfam als Programmdirektorin und war zuvor bei Transparency International für die Region Europa und Zentralasien zuständig. Mit einem Hintergrund in Politikwissenschaft (Berlin und Mexiko-Stadt) bringt sie jahrzehntelange Erfahrung in internationalen NGOs, im Menschenrechtsschutz und in der Pressefreiheit mit.Im Gespräch geht es um die gezielten Tötungen von Journalist*innen im Gazastreifen – aktuell am Beispiel von Anas al-Sharif und seinen Kollegen, allesReporter aus Gaza, deren Tod weltweit Schlagzeilen machte. Wir sprechen darüber, ob eine mutmaßliche Nähe zu einer Konfliktpartei jemals ein legitimer Grund für solch eine Tat sein kann, welche völkerrechtlichen Schutzmechanismen eigentlich greifen müssten und wie realistisch eine unabhängige internationale Aufklärung ist.Außerdem diskutieren wir, wie Reporter ohne Grenzen vergleichbare Fälle weltweit einordnet, welche Rolle internationale Organisationen wie die Vereinten Nationen dabei spielen – und was passieren müsste, damit Pressefreiheit auch in Kriegs- und Krisengebieten konsequenter verteidigt wird und wie es um die Pressefreiheit in Deutschland und der Welt steht.Gast: Anja OsterhausHost: Shai HoffmannLinks und mehr:https://www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/rsf-verurteilt-gezielte-toetungen-in-gazahttps://www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/neue-rsf-geschaeftsfuehrung-ist-kompletthttps://www.tagesspiegel.de/internationales/israel-totet-bekannten-journalisten-in-gaza-gegen-al-sharif-wurde-zuletzt-eine-regelrechte-kampagne-gefuhrt-14159960.htmlhttps://www.br.de/mediathek/podcast/br24-medien/pressefreiheit-wie-koennen-wir-sie-retten/2106020https://taz.de/Tag-der-Pressefreiheit-2025/!6062439/Danke an Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion), Simon Eichinger (Postproduktion), sowie an Jordi Kuragari (Video-Snippets).Der Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung. Schön, dass ihr zugehört habt – abonniert den Podcast gern und teilt ihn mit euren Freund*innen und Familien!

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Willkommen bei 'Über Israel und Palästina sprechen', dem Podcast, der die Vielfalt der Meinungen zu diesem komplexen Thema in unserer deutschen Gesellschaft hörbar macht. Begleitet uns auf einer Reise durch Perspektiven von Expert:innen, Lehrkräften und Pädagog:innen – mit und ohne Betroffenheitsperspektive – und taucht ein in den facettenreichen Nahostkonflikt. Ein Podcast der gemeinnützigen Gesellschaft im Wandel UG.Impressum: https://www.israelpalaestinavideos.org/impressum/

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