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vertikal horizontal. Glaubens- und Gewissensfragen

Der Podcast greift spannende Glaubens- und Gewissensfragen aus Religion und Gesellschaft auf. Unsere Reporter*innen liefern Analysen, bieten Orientierung und erhellen Hintergründe. Was macht gute Pflege aus? Ist Religion für junge Menschen unattraktiv? Muss ich jemandem verzeihen, wenn er seine Schuld eingesteht? Unsere Reporter*innen spüren wöchentlich spannenden Glaubens- und Gewissensfragen nach: erhellend, überraschend, lebensnah. Themen auf den Grund gehen, den Horizont erweitern: "vertikal horizontal. Glaubens- und Gewissensfragen" ist der Religions-Podcast von NDR Info. Anregungen, Hinweise und Kritik gern an: [email protected]

  1. 25

    vertikal horizontal: Religion und Politik

    Nur noch knapp die Hälfte der Bevölkerung gehört einer der großen Kirchen an. In einer zunehmend säkularen Gesellschaft ist die Verschränkung von Religion und Politik eine Gratwanderung.

  2. 24

    Warum faszinieren nordische Schöpfungsmythen? Zwischen Ur-Leere, Feuer und Eis

    Während Judentum, Christentum und Islam von einem Schöpfergott erzählen, beginnt die nordische Mythologie mit einer gewaltigen Ur-Leere zwischen Eis und Feuer. Aus diesem Spannungsfeld entstehen Riesen, Götter und schließlich die Welt der Menschen. Was erzählen diese Mythen über den Ursprung der Welt? Wie unterscheiden sie sich von anderen Schöpfungs-Vorstellungen? Und warum sind die Helden des Nordens, Thor, Odin, Loki heute in der Popkultur so beliebt?

  3. 23

    Mehr Vertrauen wagen? Kirchen und junges Ehrenamt

    Ohne ehrenamtlich Engagierte würde in den christlichen Kirchen nicht viel laufen. Das ist unstrittig. Je mehr den Kirchen aber die Mitglieder abhandenkommen, desto wichtiger ist es, Jugendliche und junge Erwachsener fürs Ehrenamt zu motivieren. Denn sie sind die Zukunft. Wie müssen die Rahmenbindungen sein, damit die nachwachsenden Generationen zum Engagement bereit sind? Wir stellen Beispiele vor, wie es den Kirchen und ihren Wohlfahrtsverbänden gelingen kann, auf Jugendliche und junge Erwachsene zuzugehen.    

  4. 22

    Glaube, Ursprung, Sinn - Was erzählen uns die Schöpfungsmythen Südamerikas?

    Rätselhafte Steine, Mischwesen aus Mensch und Tier, ein vormaliges Volk und die immer wiederkehrende Geschichte einer großen Flut. Die Schöpfungserzählungen aus Südamerika sind so vielfältig wie die Natur dieses Kontinents. Und doch gibt es auch Gemeinsamkeiten. In der neuen Folge von Vertikal Horizontal fragen wir: Was erzählen uns die Schöpfungsmythen Südamerikas über den Ursprung der Welt? Wie verstehen sie das Verhältnis zwischen Mensch und Natur? Und warum wirken diese uralten Erzählungen heute noch so überraschend aktuell?

  5. 21

    Was ist eigentlich Seelsorge? Kirchlicher Kernauftrag im Wandel

    Die Hannoversche Landeskirche macht in diesem Jahr Seelsorge zum Top-Thema. Zwar ist Seelsorge ein Kernauftrag von Kirche. Aber auch dieser Arbeitsbereich verändert sich. So betreuen immer weniger Hauptamtliche immer größere Gemeindebezirke. Auch technische Entwicklungen beeinflussen die Seelsorge, vor allem die Digitalisierung. Wie funktioniert unter diesen veränderten Bedingungen Sorge um die Seele? Wir stellen die Stadtteilarbeit einer Kirchengemeinde vor, die Online-Seelsorge der Landeskirche und Krankenhausseelsorge, die mit dem Indikationenset arbeitet.  

  6. 20

    Pfingsten, Aufbruch, Tradition - Gewinnt die Taufe wieder an Bedeutung?

    Das Pfingstfest gilt als "Geburtsstunde der Kirche" und ist eng mit der Taufe verbunden. Sie gehört zu den ältesten Ritualen im Christentum und steht für Reinigung und Neubeginn. Durch die Taufe wird ein Mensch Teil der christlichen Gemeinschaft und geht, so verstehen es viele Christinnen und Christen, einen Bund mit Gott ein. Doch wie wird heute getauft – und warum entscheiden sich wieder mehr Menschen bewusst für diesen Schritt? Was hat es auf sich mit den Rekord-Taufen in Frankreich, wo sich mehr als 20.000 junge Erwachsene in der Osternacht katholisch taufen ließen? 

  7. 19

    Der 104. Deutsche Katholikentag in Würzburg - Aufstehen, aufbrechen, aber wohin?

    Am Mittwoch begann am Main das hierzulande größte Christentreffen in diesem Jahr. Die Veranstalter des Deutschen Katholikentags rechnen in den kommenden Tagen mit rund 30.000 Gläubigen, die in Gottesdiensten, Workshops, Podiumsdiskussionen das Motto des Treffens mit Sinn und Leben füllen wollen: „Hab Mut, Steh auf!“ Aber wofür, wie und mit wem? Der Katholikentag in Würzburg möchte Demokratie-Forum und Zukunftswerkstatt sein. Gelingt der Aufbruch Main auch hin zu neuen Ufern? Wir dokumentieren eine zentrale Veranstaltung des Katholikentags in Würzburg.

  8. 18

    Vor dem Katholikentag in Würzburg - Zum Zustand der katholischen Kirche in Deutschland

    Ein Jahr ist Papst Leo XIV. im Amt. Das Christentreffen in Würzburg ist das erste große Glaubensevent seit Leos Wahl. Der Papst reist nicht an den Main, schickt aber eine traditionelle Grußbotschaft. Wie steht es um die Gegenwart und Zukunft der katholischen Kirche in Deutschland, welche Themen beschäftigen die Katholikinnen und Katholiken hierzulande. Die ARD-Gemeinschaftsredaktion Religion schaut vor dem Katholikentag auf aktuelle Themen innerhalb der Kirche: Wie hält man‘s mit der Politik? Frieden schaffen – aber wie? Wie geht es mit dem Synodalen Weg weiter, dem innerkirchlichen Reformprozess?

  9. 17

    Ein Jahr Papst Leo XIV

    Leo XIV. beginnt sein Pontifikat mit einem Friedensgruß: „Der Friede sei mit euch allen!“ Wie sich zeigt: Mehr als eine fromme Formel – es ist ein Leitmotiv.

  10. 16

    Die Evangelische Kirche in der DDR und Aufarbeitung

    Kein Rückblick auf das Ende der DDR kommt ohne eine Würdigung aus, die die besondere Rolle der Kirchen bei der friedlichen Revolution hervorhebt. Gilt das Bild von kritischen Christinnen und Christen gegenüber dem SED-Staat uneingeschränkt?

  11. 15

    Schöpfungsmythen in Nordamerika - Spinnenfrauen, Kojote und Schildkrötenrücken

    Wenn die Rede von "Turtle Island", von der "Spinnenfrau" oder "Kojote" ist, dann sind wir mitten in den Schöpfungsmythen der Nordamerikanischen Ureinwohner. Hier mischen sich mystische Wesen mit einer - vom Westen bewunderten - Naturnähe. Warum aber wurden die Indigenen Völker des amerikanischen Kontinents fast ausgerottet, während man ihnen gleichzeitig eine romantisch überhöhte Naturverbundenheit andichtete? Wieso sind viele der Figuren in diesen Schöpfungsgeschichten ambivalent, tragen positive und negative Züge? Und welchen Stellenwert haben diese Mythen heute noch?

  12. 14

    Vielschichtig, tiefgründig, aufbrausend - Warum fasziniert uns Mutter Erde?

    Das Element Erde spielt seit Menschengedenken eine zentrale Rolle – in den Religionen, im Leben, in Erzählungen und in der Mystik.  Die Erde trägt und nährt. Doch sie ist weit mehr als Boden unter den Füßen. In vielen Religionen steht sie für Schöpfung, Demut und göttliche Nähe. In der Bibel heißt es: „Denn Staub bist du, und zum Staub kehrst du zurück.“ Im Koran fast identisch: „Aus Erde haben Wir euch erschaffen, in sie kehren wir zurück.“ Und auch im Judentum gilt sie als Zeichen des Bundes zwischen Gott und den Menschen – als Geschenk und Verantwortung zugleich. Welche spirituelle, symbolische und vielleicht auch existentielle Bedeutung hat dieses Element in den unterschiedlichen Religionen?

  13. 13

    Franziskanische Lebensschule und Ostern - Bruch und Neuanfang

    Die Natur ist erwacht. Rund um die Osterfeiertage blüht es, zwitschert es, grünt es. Neben dieser Feier des Lebens in der Natur, findet auch die Feier des Lebens im Christentum ihren Platz. Was bedeuten Karfreitag, Karsamstag und Ostermorgen für einen Theologen, der Natur, Wildnis, mit christlichem Erleben zusammenbringt? Martina Kothe spricht mit Jan Frerichs, dem Gründer und Leiter der Franziskanischen Lebensschule „barfuß und wild“. Wie bereitet man sich auf Übergänge vor? Was sagt die Bibel zum Wandel? Darum geht’s in der Oster-Ausgabe von Vertikal Horizontal, dem Podcast aus der Redaktion Religion und Gesellschaft.

  14. 12

    Schmerz und Stillstand am Karfreitag - Perspektiven aus Medizin, Psychologie und Theologie

    Karfreitag und Karsamstag sind herausragende Feiertage für Christinnen und Christen.  Herausragend, da hier nicht im üblichen Sinn gefeiert wird, es wird vielmehr dazu eingeladen das Gegenteil zu tun. Die Stille, die Leere, den Schmerz auszuhalten. Inwieweit etwas "auszuhalten", keine schnelle Lösung zu haben, sich auch der Trauer hinzugeben, zu unserem Leben dazugehört, und wie man mit Schmerzen umgehen lernen kann, darum geht es in der Ausgabe von Vertikal Horizontal am Karfreitag. 

  15. 11

    Das zweifelhafte Erbe der Mission - Wie umgehen mit spirituellen Kultobjekten?

    Mehrere Tausende Gegenstände, die Missionare vor mehr als 100 Jahren aus Missionsgebieten in Asien, Afrika und Südamerika nach Deutschland gebracht haben, lagern heute in Depots von Missionsgesellschaften oder in Museen. Die Sicht auf diese Gegenstände hat sich radikal verändert: Wurden die religiösen Amulette oder Masken einst als Beweise für die vermeintliche Überlegenheit des christlichen Glaubens gegenüber der Religion der Indigenen präsentiert, blickt man heute anders, sensibler darauf: Viele Gegenstände werden gewissermaßen mit den Augen der indigenen Priester als geheimnisvolle, heilige Subjekte betrachtet, denen man mit Respekt begegnen sollte.

  16. 10

    Kirchliche Küchen und Kantinen - Eine Frage des Preises?

    Umwelt- und Ernährungsexperten fordern eine radikale Ernährungswende. Sie sagen: Wir müssen anders produzieren und konsumieren, weil unsere Art der Ernährung schädlich ist für die Umwelt, das Klima und unsere Gesundheit. Ein Hebel zur Wende könnte die so genannte Gemeinschaftsverpflegung sein, also das Essen in Betriebskantinen, in Uni- und Schulmensen oder in Pflegeheimen. Auch viele kirchliche Einrichtungen verpflegen täglich Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Wie umweltverträglich und gesundheitsfördernd wird dort eingekauft und gekocht? Wir fragen nach in einem Krankenhaus, einer Schule und einer Kita.

  17. 9

    Besondere Zeiten - Sehnsucht nach Frieden (6/7): Alles fängt im Herzen an

    Innerer Frieden: das beschreibt eine große Sehnsucht. Bei sich ankommen, in sich ruhen, gelassen mit sein, ein ruhiges Herz bekommen. Aber dieser innere Frieden muss oft hart erkämpft werden. Manchmal im Angesicht einer lebensverkürzenden Krankheit, die die körperliche Autonomie beendet und zum Leben in wenig selbstbestimmten Pflegeeinrichtungen zwingt. Manchmal in Überwindung eines Traumas, das von Flucht oder menschenunwürdigen Lebensbedingungen erzeugt wurde. Und manchmal führt ausgerechnet der Kampf zum inneren Frieden. Dann nämlich, wenn Kampfsport über körperliches Training und Disziplin auch zu Gelassenheit der Seele führt. Wir begleiten Menschen auf der Suche nach ihrem inneren Frieden. 

  18. 8

    Mut - Macht - Wandel: Stimmen zum Internationalen Frauentag

    Frauen, die für ihre Rechte, sei es im Alltag oder im Glauben, arbeiten und sich auf unterschiedliche Weise engagieren, stehen im Mittelpunt dieser Folge von Vertikal Horizontal. Anlässlich des internationalen Frauentages am 08. März fragen wir: Was sagen Koran und Bibel über die Frauen und inwiefern hallt das bis heute nach? Welche Erfahrungen machen Frauen auf dem Land? Und welche Bedeutung haben Frauennetzwerke?

  19. 7

    Erste jüdische Bundesministerin - CDU-Politikerin Karin Prien

    Die jüdische Gemeinschaft in Deutschland ist stolz: Die neue Bundesbildungs- und Familienministerin Karin Prien ist jüdischer Herkunft. Und sie bekennt sich dazu. Sie war nicht immer so offen. Lange hielt sich die CDU-Politikerin an die Mahnung ihrer Mutter, ihr Jüdischsein in der Öffentlichkeit lieber zu verschweigen. Seitdem die ehemalige schleswig-holsteinische Bildungsministerin zum Bundeskabinett gehört, erhält sie aufgrund ihrer Positionen vermehrt Hassnachrichten. Prien vertritt entschieden ihre Standpunkte. Die Ministerin will den Kampf gegen Antisemitismus verstärken. Zudem wirbt sie für eine differenziertere Israel-Debatte. Karin Prien bringt eine neue Note ins Bundeskabinett. Wie stehen die jüdische Community, Weggefährten und Kritiker dazu?

  20. 6

    Ramadan und Fastenzeit? Glaube - Gemeinschaft - Geduld

    In früheren Zeiten verzichteten Christinnen und Christen in der vorösterlichen Fastenzeit konsequent auf Fleisch und andere tierische Produkte wie Eier. Die Tradition des Verzichts praktizieren viele heute noch. Auch im Islam wird gefastet. Im Ramadan wird darauf geachtet, erst nach Sonnenuntergang Speisen und Getränke zu sich zu nehmen. Beide Fastenzeiten finden in diesem Jahr praktisch zeitgleich statt. Was ist der Kern dieser Wochen des Verzichts? Wie will man seinem Gott näher sein? Geht es um eine spirituelle Reise?

  21. 5

    Besondere Zeiten - Sehnsucht nach Frieden (5/7): Was Krieg mit uns macht

    Was Krieg bedeutet, das haben bisher nur wenige am eigenen Leib erfahren. Von denen, die als junge Soldaten aktiv am Krieg teilgenommen haben, leben nur noch sehr wenige. Doch oft wirkt Tod, Trauer, Angst, Hunger, Zerstörung weiter, weit über das eigene Leben hinaus. Therapeuten wissen inzwischen: Was die Vorfahren erlitten haben, kann bei Kriegskindern, Kriegsenkeln und -urenkeln weiterwirken. Transgenerationale Traumata werden auf den ersten Blick häufig als unerklärliche Ängste, Aggressionen und Verhaltensweisen erlebt. Auch viele Soldaten im Auslandseinsatz leiden unter Depressionen und Angststörungen.  

  22. 4

    Besondere Zeiten - Sehnsucht nach Frieden (4/7): Wie man Feindbilder schafft

    „Wie man Feindbilder schafft“ erzählt von der Entstehung der Propaganda aus dem Geist der Inquisition. Was einst in Rom begann, findet heute seine Fortsetzung in den sozialen Medien. Christfluencerinnen predigen eine Weltsicht von „Licht“ gegen „Dunkel“, sie beschwören einen heiligen Kampf von „Gut gegen Böse“. Auch islamistische Influencerinnen erreichen Hunderttausende mit radikalen Botschaften und stacheln zum Dschihad auf. Propaganda funktioniert längst nicht mehr nur über Kanzeln, sondern über Feeds, Reels und Hashtags. Wie wird dieser Krieg um die Köpfe in der Religion geführt – und wer stemmt sich dagegen? Der Islamwissenschaftler Eren Güvercin und die Juristin Liane Bednarz analysieren die Propaganda und zeigen auf, wie gefährlich digitale Heilsbotschaften heute geworden sind. 

  23. 3

    Pflicht für alle oder mehr Freiwilligkeit? Über die Zukunft von FSJ und BFD

    Mit Beginn des Jahres 2026 ist das neue Wehrdienstgesetz in Kraft getreten. Gleichzeitig hat die Bundesregierung die Finanzierung der Freiwilligendienste verbessert. Aber reicht das aus? Oder wäre es sinnvoller, mit einem Wehrdienst auch einen Sozialen Pflichtdienst einzuführen? Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier fordert schon länger die Einführung eines Gesellschaftsjahres. Gleichzeitig gibt es daran Kritik - und einen Gegenvorschlag. Wir schauen auf die aktuelle Situation der Freiwilligendienste und diskutieren über das Modell eines Sozialen Pflichtdienstes. 

  24. 2

    Missbrauch in der evangelischen Kirche - Anerkennung und Aufarbeitung - ein Blick nach Niedersachsen

    Vor zwei Jahren wurde die sogenannte ForuM Studie veröffentlicht. Ein unabhängiger Forschungsverband hatte sich intensiv mit dem Thema Sexualisierte Gewalt in der evangelischen Kirche beschäftigt. Darin wurden auch Empfehlungen ausgesprochen, die unter anderem einheitliche Standards bei den Anerkennungsleistungen für das erlittene Leid und bei der Aufarbeitung vorsahen. Wir blicken in unserem Podcast nach Niedersachsen. Denn dort gilt wie auch bundesweit seit dem 1. Januar eine neue Ordnung für die Anerkennungsverfahren in den evangelischen Kirchen. Und wir schauen auf das Projekt der URAK, der Unabhängigen Regionalen Aufarbeitungskommission, eine Kommission, deren Arbeit eigentlich schon im vergangen März starten sollte, aber dazu kam bislang nicht. Warum eigentlich?

  25. 1

    Besondere Zeiten - Sehnsucht nach Frieden (3/7): Konflikte überwinden

    Vielerorts zeigt sich: Die Gesellschaft in Deutschland ist polarisiert. Das gilt auch für das Thema Krieg und Frieden. Nicht selten ist der Ton rau. Positionen prallen scheinbar unversöhnlich aufeinander. Gegen diese Entwicklungen versuchen zahlreiche Gruppen anzugehen: Sie wollen Brücken bauen, anstatt Gräben zu vertiefen. So wie die Initiative „Verständigungsorte“ der evangelischen Kirche, wo kultivierter Streit erwünscht ist, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen. So wie die Initiative „Kurve Wustrow“, die im niedersächsischen Wendland trainiert, wie man Konflikte gewaltfrei löst.

  26. 0

    Besondere Zeiten - Sehnsucht nach Frieden (2/7): Wehrdienst oder Verweigerung

    Seit mehr als 14 Jahren ist die Wehrpflicht in Deutschland ausgesetzt. Seit 2011 mussten sich daher junge Männer nicht mehr mit der Gewissensfrage auseinandersetzen, ob sie bereit sind zum Dienst an der Waffe oder nicht. Das Thema Krieg und Frieden war aus den Familien und aus der Öffentlichkeit verschwunden. Mit Beginn des Ukraine-Kriegs hat sich das geändert. Die aktuelle Diskussion um die Einführung einer neuen Wehrpflicht ist auch wieder bei den Jugendlichen angekommen. Frieden erhalten – aber wie? Was will die junge Generation verteidigen und was denkt sie über die Wehrdienstdebatte?  

  27. -1

    Schöpfung, Orientierung, Zukunft - Was erzählen uns die Sterne?

    Schon immer waren die Sterne und Sternbilder Orientierungspunkte für die Menschen. Frühere Kulturen erzählten sich ihre Schöpfungsmythen anhand der Sternbilder, die den nächtlichen Himmel erleuchteten. Für islamische Gelehrte waren die Sterne Fixpunkte, um Mekka zu finden. Und das christliche Bild des Sternes über Bethlehem, dem die Magier, oder Könige folgen, um den neugeborenen Jesus zu ehren, hat bis heute nichts an seiner Strahlkraft verloren. Warum verbinden wir so viel mit den Sternen? Wo verläuft die Trennlinie zwischen Glauben und Wissenschaft? Wie festigten islamische Herrscher ihren politischen Einfluss mithilfe der Sterne? Und was war das eigentlich genau für ein Stern, der die drei Weisen geleitet hat?

  28. -2

    Warum ist Aufhören so schwer? Über Schlussstriche und Neuanfänge

    Das Jahr ist fast zu Ende. Wir stecken kalendarisch mittendrin, in der Zeit zwischen den Jahren. Was geht, was kommt? Klar ist, damit etwas Neues anfangen kann, muss häufig erst etwas enden. Das aber muss dann keineswegs ein Endpunkt oder eine Art Sackgasse sein. In dieser Folge geht es deshalb um das Aufhören und um Wege, die sich dann erst zeigen.  

  29. -3

    Weihnachten 2025 - Woher kommt Hoffnung?

    Hoffnung ist immer eine Option, sagt die Benediktinerin Schwester Philippa Rath.  Was aber, wenn die Hoffnung schwerfällt? Was, wenn die Angst übermächtig wird? Was, wenn man nicht weiß, was die ureigenste Aufgabe im Leben sein könnte? Vielen Menschen gehen in diesen eher ruhigen Weihnachtstagen Fragen durch den Kopf. Über Ängste, über Hoffnung und das Kreisen der Gedanken spricht Martina Kothe mit der Ordensschwester Philippa Rath in dieser Folge von Vertikal Horizontal, dem Podcast aus der NDR Redaktion Religion und Gesellschaft. 

  30. -4

    Besondere Zeiten - Sehnsucht nach Frieden (1/7): Pazifismus neu denken

    Frieden schaffen – ohne Waffen. Anfang der 1980er Jahre demonstrierten in der Bundesrepublik Hunderttausende gegen den Nato-Doppelbeschluss. Auch in der DDR regte sich Protest gegen die zunehmende Aufrüstung. Unter dem Dach der Kirche warnten nicht nur Christen vor der Gefahr eines Atomkriegs. Gut 40 Jahre später ist die Diskussion um Aufrüstung und Atomwaffen nicht beendet, doch seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine hat sich die Stimmung in Deutschland geändert. Die Aufrufe der Friedensbewegung verfangen deutlich weniger. Viele Menschen bezweifeln, dass sich die angegriffene Ukraine ohne Waffen wehren kann. Müssen die Grenzen der Gewaltfreiheit neu verhandelt werden? 

  31. -5

    Zwischen Islamdebatte und Reformdruck - Imamausbildung in Deutschland

    Mehmet Akif Dökmetas hat es geschafft: Nach seiner Ausbildung am Islamkolleg Deutschland wurde er als Gefängnisseelsorger angestellt. Bisher haben jedoch nur wenige Absolventen der staatlich geförderten Imamausbildung einen gut bezahlten Job als Geistlicher gefunden. Die Frage der Finanzierung ist nach wie vor ungeklärt. Dabei sollen die deutschen Moscheen schrittweise unabhängig werden von ausländischen Geldgebern wie der türkischen Regierung und ihrem Einfluss. Doch in Zusammenarbeit mit dem Osnabrücker Islamkolleg bildet nun auch der umstrittene Islamverband DITIB mehr Imame in Deutschland aus. Rund 50 islamische Theologen aus der Türkei sind bereits eingetroffen und lernen Deutsch. Welches Islambild vertreten die neuen Imame? Und welche Rolle können sie als Brückenbauer spielen?

  32. -6

    Alles nur heiße Luft? Über die religiöse Dimension des vierten Elements

    Luft – sie ist unsichtbar und doch überall. Sie trägt uns, verbindet uns, und ohne sie gäbe es kein Leben. Erst wenn sie fehlt, merken wir, wie wesentlich sie ist. Doch Luft ist nicht nur ein physisches Element – sie hat auch eine tiefe spirituelle Dimension. In allen drei großen Religionen spielt der Atem eine zentrale Rolle: als Lebenshauch, als Zeichen göttlicher Gegenwart, als Brücke zwischen Himmel und Erde. Was bedeutet dieser göttliche Atem im Judentum, im Christentum und im Islam?

  33. -7

    Mehr Vertrauen wagen? Kirchen und junges Ehrenamt

    Ohne ehrenamtlich Engagierte würde in den christlichen Kirchen nicht viel laufen. Das ist unstrittig. Je mehr den Kirchen aber die Mitglieder abhandenkommen, desto wichtiger ist es, Jugendliche und junge Erwachsener fürs Ehrenamt zu motivieren. Denn sie sind die Zukunft. Wie müssen die Rahmenbindungen sein, damit die nachwachsenden Generationen zum Engagement bereit sind? Wir stellen Beispiele vor, wie es den Kirchen und ihren Wohlfahrtsverbänden gelingen kann, auf Jugendliche und junge Erwachsene zuzugehen.   

  34. -8

    Totenwürde nicht garantiert? Bestattungsgesetze und Trauerkultur

    Eine Flussbestattung, die Aufbewahrung der Urne zuhause, die Weiterverarbeitung eines Teils der Asche zum künstlichen Diamanten, das Verstreuen der Asche im eigenen Garten, Tuchbestattung auch aus nichtreligiösen Gründen: Dies alles ist seit kurzem in Rheinland-Pfalz möglich. Doch am liberalsten Bestattungsgesetz Deutschlands scheiden sich auch die Geister. Zu den Kritikern gehören die christlichen Kirchen. Aus ihrer Sicht sind einige der neuen Bestattungsformen nicht mit der Würde Verstorbener vereinbar. Und das Gesetz trage dazu bei, den Tod weiter aus der Gesellschaft zu verdrängen.

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