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PODCAST · society

zur debatte

Dokumentierte Vielfalt hören von Veranstaltungen der Katholischen Akademie in Bayern. Referate, Diskussionen und Gespräche zu Themen, die Kirche und Gesellschaft interessieren: Expertinnen und Experten haben das Wort.

  1. 230

    Gespräch zum Thema 'Haltung zeigen, Räume schützen: Strategien gegen Anfeindungen in Gemeinde und Ehrenamt'

    Anfeindungen, aggressive Debatten und Einschüchterungen – analog wie in der digitalen Welt – treffen längst nicht mehr nur prominente Personen. Auch in Pfarrgemeinden, Vereinen und kommunalen Gremien geraten engagierte Menschen zunehmend ins Visier, der Ton wird vielerorts rauer. Immer wieder machen Meldungen von Mandatsträgerinnen und Mandatsträgern die Runde, die sich mit persönlichen Bedrohungen konfrontiert sehen – was nicht selten zu deren Rückzug aus dem Amt führt. Auch sollte nicht unwidersprochen bleiben, wenn im eigenen Umfeld menschen-, minderheiten- und demokratiefeindliche Äußerungen vorkommen. Dafür braucht es Mut und Haltung. Gleichzeitig sind gerade die lokalen Räume entscheidend für das Gelingen einer offenen, toleranten Gesellschaft. Wie können sie geschützt werden? Wie kann man sich als Gremium oder Gemeinde entschieden rechtsradikalen und populistischen Tendenzen stellen und entgegenwirken? Wo finden Betroffene Hilfe und Unterstützung? Und was leistet die bayerische Justiz in diesem Zusammenhang? Diese und weitere Fragen sollen am Mittwoch, 20. Mai 2026 in einer weiteren digitalen Veranstaltung der Reihe „Akademiegespräch am Mittag“ diskutiert werden. Heute zu Gast: David Beck ist seit 2024 Beauftragter der bayerischen Justiz zur strafrechtlichen Bekämpfung von Hate-Speech und hierzu an die Generalstaatsanwaltschaft München abgeordnet. Er schildert Fälle von Hass und Hetze im Netz und wie diese sich vielfach auch in das reale Leben der Betroffenen auswirken, wie Gremien mit diesen Fragen umgehen können und welchen Handlungsspielraum die Justiz hat. Florian Hölzl ist seit 2008 Bürgermeister der Marktgemeinde Pfeffenhausen im Landkreis Landshut. Pfeffenhausen ist überregional bekannt für seinen Einsatz für Toleranz und gegen Rechtsextremismus. Bürgermeister Hölzl wird Initiativen seiner Gemeinde vorstellen, die andere ermutigen können, ebenfalls aktiv zu werden und wie es gelingt, lokal und kommunal demokratische Diskurse zu fördern. Im Juli 2023 wurde die Marktgemeinde als erste Kommune mit dem „Toleranzzeichen“ des Bayerischen Vereins für Toleranz, Demokratie und Menschenwürde e.V. ausgezeichnet.

  2. 229

    Michael Blume: Immer noch und immer wieder Antisemitismus - Was heißt das für jüdisches Leben in Deutschland?

    Antisemitismus ist wieder eine beständige Herausforderung der Gegenwart – offen oder subtil, laut oder leise, teilweise in neuen Formen wiederkehrend. In Deutschland, mehr als 80 Jahre nach der Shoah, erleben Jüdinnen und Juden Antisemitismus im Alltag, in politischen Debatten, im digitalen Raum und nicht zuletzt im Kontext internationaler Konflikte. Die Frage, was das immer noch und immer wieder vorhandene antisemitische Denken und Handeln für jüdisches Leben in Deutschland bedeutet, ist daher von zentraler gesellschaftlicher Relevanz. Doch nicht nur Jüdinnen und Juden, auch Antisemitismusbeauftragte verschiedener Bundesländer begegnen selbst aufgrund ihrer Arbeit Antisemitismus. Dazu sagt Samuel Stern, der bei der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt den Kooperationsverbund gegen Antisemitismus leitet, dass ihn das nicht wundere: „Bei Antisemitismus geht es in den meisten Fällen nicht um real existierende Jüdinnen und Juden, auch wenn diese die primären Betroffenen sind, sondern um ein Zerrbild dessen, was man sich als ,jüdisch‘ vorstellt. Dieses antisemitische Konstrukt kann sich gegen alles richten, was entsprechend markiert oder wahrgenommen wird.“ (FAZ, 16.1.2026) Dr. Michael Blume, der Antisemitismusbeauftragte in Baden-Württemberg, der selbst auch schon zum Ziel von Bedrohungen wurde, warnt an derselben Stelle davor, judenfeindliche Reden und digitale Gewalt zu verharmlosen. Wer Hass und Hetze nicht rechtzeitig stoppe, trage zur „Radikalisierung von Verschwörungsgläubigen bis zur Gewaltbereitschaft“ bei. Mit Michael Blume wollen wir diskutieren, was der wieder zunehmende Antisemitismus für jüdisches Leben in Deutschland heißt und was jede:r dagegen tun kann. Er referierte zum Thema 'Immer noch und immer wieder Antisemitismus - Was heißt das für jüdisches Leben in Deutschland?' am 10.3.2026 in der Katholischen Akademie in Bayern.

  3. 228

    Gespräch zum Thema 'Rechtsextreme im Pfarrgemeinderat? Die Lage nach den Wahlen'

    Der diesjährige März ist ein Superwahlmonat in Bayern – am 1. März finden die Pfarrgemeinderatswahlen statt, bereits eine Woche später, am 8. März 2026 die Kommunalwahlen. Beide Ereignisse werfen bereits seit Wochen ihre Schatten voraus. Was davon nun Spekulation bleibt und was neue Realität sein wird, das soll am Mittwoch, 25. März 2026 in einer Online-Veranstaltung der Reihe „Akademiegespräch am Mittag“ diskutiert werden. Unter dem Titel „Rechtsextreme im Pfarrgemeinderat? Die Lage nach den Wahlen“ geht es um eine Analyse und Einordnung der bayernweiten Wahlergebnisse. Vor Ort stehen die gewählten Mitglieder in den kommunalen Parlamenten und den Pfarrgemeinderäten vielfach vor ähnlichen Herausforderungen: zurückgehende finanzielle Mittel und die Frage nach dem Umgang mit Rechtsextremen – um nur zwei zu benennen. Die Forschung hat in den vergangenen Jahren zielführende Strategien und Verfahrensweisen für Parlamente vorgelegt, die sich in der Praxis als wirksam erwiesen haben. Was davon auch für kirchliche Gremien adaptierbar ist, will diese Veranstaltung aufzeigen. Heute zu Gast: Christian Gärtner ist Vorsitzender des Landeskomitees der Katholiken in Bayern sowie Vizepräsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. Er kennt die Situation der Ehrenamtlichen vor Ort in den bayerischen Pfarrgemeinden und kann die Ergebnisse der PGR-Wahlen 2026 einordnen. Jan Riebe leitet das Kompetenzzentrum Rechtsextremismus und Demokratieschutz bei der Amadeu Antonio Stiftung in Berlin und ist Experte für Extremismusprävention. Er wird Strategien zum Umgang mit Rechten in Gremien und Parlamenten vorstellen. Das Gespräch moderiert Akademiedirektor Dr. Achim Budde.

  4. 227

    Handeln …jetzt! Kongress zu planetaren Grenzen und unserer globalen Verantwortung

    Bei der Kooperationsveranstaltung der Katholischen Akademie in Bayern mit dem Katholischen Deutschen Frauenbund diskutieren auf dem Podium: Beate Eichinger, Pfr. Dr. Andreas Frick, Anja Karliczek MdB, Maria Noichl MdEP, Dr. Locardia Shayamunda, Sabine Slawik Moderation: Monika König, Misereor Bayern. Täglich erhalten wir alarmierende Nachrichten: Klimawandel und Umweltzerstörung bedrohen unsere Erde und verschärfen Ungerechtigkeiten weltweit. Gerade die Ärmsten und Schwächsten, sowohl im Globalen Norden, aber um vieles mehr im Globalen Süden und besonders Frauen sind den Veränderungen oft wehrlos ausgesetzt. Sie haben nur eingeschränkte Möglichkeiten auf die Folgen zu reagieren, die sie selbst nicht verursacht haben. Doch wie genau hängen Klimawandel und Ungerechtigkeit tatsächlich zusammen? Was kann der und die Einzelne beitragen, diese Entwicklungen zu stoppen? Diskutieren Sie mit uns ethische Fragen und lassen Sie uns gemeinsam konkrete Schritte für eine gerechtere und zukunftsfähige Welt entwickeln. Zusammenarbeit mit: KDFB Landesverband Bayern; KDFB Landesbildungswerk Bayern. Der Kongress fand am 18.4.2026 in der Katholischen Akademie in Bayern statt.

  5. 226

    Gespräch zum Thema 'Wertorientierte Entwicklungszusammenarbeit und wirtschaftliche Interessen'

    Geopolitischer Wandel, wirtschaftliche Abhängigkeitsverhältnisse und neue Technologien machen eine Neuordnung der Entwicklungszusammenarbeit unabdingbar. Zwischen diesen Bewegungen drohen nachhaltige Entwicklungsziele und das Streben nach globaler und sozialer Gerechtigkeit zerrieben zu werden. Die Anfang 2026 veröffentlichte Strategie zur Neuorientierung der deutschen Entwicklungspolitik zielt vor allem darauf, Partnerschaften an den eigenen geopolitischen und wirtschaftlichen Interessen auszurichten. Gleichzeitig eröffnen die dynamischen wirtschaftlichen und technologischen Entwicklungen einen Handlungsraum, der das Verhältnis von Wertorientierung und ökonomischen Interessen neu verhandelt: – Wie lassen sich wirtschaftliche Kooperationen fair gestalten? – Wo können neue Allianzen – etwa mit Unternehmen oder entlang globaler Lieferketten – zu mehr Stabilität beitragen? – Was kann die strategische Neuausrichtung des Entwicklungsministeriums zu einer solidarischen, wertorientierten und nachhaltigen Entwicklungszusammenarbeit beitragen? Das Podiumsgespräch bringt Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zusammen, um die Thematik aus unterschiedlichen Perspektiven zu analysieren und zu diskutieren (v.l.n.r. in der Sitzordnung): Christoph Angerbauer, Mitglied der Hauptgeschäftsführung, IHK für München und Oberbayern Dr. Wolfgang Stefinger, MdB, Vorsitzender des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Dr. Maria Flachsbarth, Parlamentarische Staatssekretärin a.D. beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Karin Kortmann, Parlamentarische Staatssekretärin a.D. Hubertus Paetow, Präsident der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG). In das Thema leitete ein: Prof. Dr. Dr. Johannes Wallacher, Präsident der Hochschule für Philosophie München Moderation: Dr. Maria Flachsbarth. Das Gespräch zum Thema 'Wertorientierte Entwicklungszusammenarbeit und wirtschaftliche Interessen' fand am 29.4.2026 in der Aula der Hochschule für Philosophie in München statt.

  6. 225

    Gespräch zum Thema 'Entwicklungszusammenarbeit unter Druck'

    Globale Krisen erschüttern die Entwicklungszusammenarbeit – und die Folgen sind dramatisch: Zuerst die Pandemie, dann der Ausfall ukrainischer Getreidelieferungen und zuletzt die Sperrung der Straße von Hormus haben Versorgungsketten weltweit ins Wanken gebracht. Gleichzeitig brechen zentrale Geldgeber weg: Die USA haben unter Präsident Donald Trump die Entwicklungsbehörde USAID aufgelöst – ein Schritt, den Expert:innen als „Todesurteil für Millionen Menschen“ bezeichnen. Finanzierungslücken treffen vor allem Gesundheit, Ernährungssicherung und Demokratieförderung, während sich viele Länder des Globalen Südens neuen Partnern wie China oder Russland zuwenden. Was bedeutet all das für die Zukunft der Entwicklungszusammenarbeit? Welche neuen Allianzen entstehen – und welche Risiken bringen sie mit sich? Wie können lokale Initiativen – wie die „Learning Lions“ – trotz globaler Schocks erfolgreich sein? Welche Chancen bieten private Initiativen gegenüber knapperer staatlicher Finanzierung? Was unterscheidet sie in ihrer Herangehensweise? Und welche Art Engagement von uns als Kirchen und Privatpersonen hier in Deutschland ist besonders hilfreich? Unsere Veranstaltung zeigt die Brennpunkte der internationalen Zusammenarbeit – die mutigen Projekte und die überraschenden Erfolgsrezepte – und fragt, wie eine gerechte, nachhaltige Entwicklung in einer Welt im Umbruch gelingen kann. Zu Gast: Prinz Ludwig von Bayern engagiert sich vielfältig in der Entwicklungshilfe in Afrika. Sein Projekt „Learning Lions“ ist eine gemeinnützige Organisation in Kenia, die kostenlose IT-Ausbildungen für junge Erwachsene anbietet. Dr. Gerd Müller ist seit 2021 Generaldirektor der Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO). Von 2013 bis 2021 war er bereits Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Das Gespräch am 6.5.2026 führte Akademiedirektor Dr. Achim Budde.

  7. 224

    Gespräch zum Thema 'Ludwig I. von Bayern - Träume und Macht'

    Tiefe Gläubigkeit prägte lebenslang Ludwigs Wertesystem. Sein Glaube bildete für ihn keinen Gegensatz zu seinen Freiheitsidealen. Doch standen seine liberalen Ideen von Beginn an neben seinem Wunsch, die katholische Kirche zu fördern. Er wollte seit seinem Regierungsantritt 1825 Fortschritt und Tradition versöhnen. Doch seinen Zeitgenossen erschien dies als nicht lösbarer Widerspruch. Ludwigs Klostergründungen und seine katholische Politik stießen auf scharfen Widerspruch der Liberalen und die zunehmende Rekatholisierung Bayerns verärgerte die evangelischen Bürger im Königreich. 1848 trat der König zurück, weil er seine Politik nicht mehr durchsetzen konnte. Prof. Dr. Marita Krauss, Professorin em. für Europäische Regionalgeschichte sowie Bayerische und Schwäbische Landesgeschichte an der Universität Augsburg, beantwortete bei der Veranstaltung am 16.10.2025 zu Ludwig I. Fragen aus dem Publikum und über "frag.jetzt" eingereichte Stellungnahmen. Das Gespräch moderierte Studienleiter Dr. Robert Walser.

  8. 223

    Marita Krauss: Ludwig I. von Bayern - Prägungen, Konzepte und Politik eines katholischen Herrschers

    Tiefe Gläubigkeit prägte lebenslang das Wertesystem von König Ludwig I. Sein Glaube bildete für ihn keinen Gegensatz zu seinen Freiheitsidealen. Seine Biografin Marita Krauss erläutert in diesem Video, dass seine liberalen Ideen von Beginn an neben seinem Wunsch standen, die katholische Kirche zu fördern. Er wollte, so die Kernaussage der Veranstaltung vom 16. Oktober 2025, seit seinem Regierungsantritt 1825 Fortschritt und Tradition versöhnen, was vielen Zeitgenossen aber als nicht lösbarer Widerspruch erschien. Ludwigs Klostergründungen und seine katholische Politik stießen auf scharfen Widerspruch der Liberalen und die zunehmende Rekatholisierung Bayerns verärgerte die evangelischen Bürger im Königreich. 1848 trat der König zurück, weil er seine Politik nicht mehr durchsetzen konnte. Den Vortrag über Ludwig I. von Bayern hielt Marita Krauss am 16.10.2025 in der Katholischen Akademie in Bayern.

  9. 222

    Gespräch im "Digitalen Salon" zum Thema 'Was macht das Netz mit mir und was kann ich dagegen tun?'

    Digitaler Salon: Was macht das Netz mit mir und was kann ich dagegen tun? Über digitale Meinungsbildung, Desinformation und Abhängigkeiten Es gibt nichts, was nicht per Smartphone abrufbar ist: tagesaktuelle Nachrichten, das Wetter, Katzenvideos, komplett individualisierte Apps. Da das Smartphone immer greifbar ist, nutzen wir es auch ständig und begeben uns auf die Suche nach Orientierung oder Unterhaltung. Viele Menschen verbringen dadurch sehr viel Zeit online und werden abhängig von Likes, Followern und endlosem Scrollen. Was bleibt vom Versprechen digitaler Medien, zur umfassenden Information und Meinungsbildung beizutragen? Werden wir zwangsläufig manipuliert und abhängig, wenn wir digitale Geräte mit ihren Apps nutzen? Der „Digitale Salon“ von acatech und Katholischer Akademie in Bayern fragt deshalb: Wie breiten sich Informationen im Internet und speziell in Social Media aus? Welche Inhalte werden mir (auch ungewollt) aufgrund welcher Algorithmen angezeigt? Welche neuronalen Effekte hat das permanente Starren auf Bildschirme? Und was kann ich selbst tun, um mich gegen Desinformation, Manipulation und Abhängigkeit zu schützen? Das Gespräch im "Digitalen Salon" mit: Apl.-Prof. Dr. Julia Brailovskaia, Prof. Dr. Claudia Eckert, Kerstin Heinemann zum Thema 'Was macht das Netz mit mir und was kann ich dagegen tun?' fand am 4.11.2025 in der Katholischen Akademie in Bayern statt.

  10. 221

    Nora Bossong und Markus May: Jenseits der Schutzzonen

    Wie verändern sich Individuen, wenn sich die Gesellschaft wandelt – und umgekehrt? Diese Frage zieht sich durch das Werk der vielfach ausgezeichneten Autorin Nora Bossong. In ihren Büchern richtet sie den Blick auf die feinen Verflechtungen von persönlicher Erfahrung und politischer Wirklichkeit. Sie zeigt, wie äußere Umbrüche individuelle Krisen hervorrufen können – und wie die Neuorientierung eigener Werte und Überzeugungen wiederum gesellschaftlich wirkmächtig werden kann. Nach einer Einführung und der Lesung ausgewählter Textstellen wird Nora Bossong mit dem Literaturwissenschaftler Markus May ins Gespräch kommen – eine Einladung über die Dynamiken von Transformation und die gegenseitige Abhängigkeit von privatem Erleben und öffentlichem Wandel nachzudenken. Der literarische Abend mit Nora Bossong und Markus May fand am 24.11.2025 in der Katholischen Akademie in Bayern statt.

  11. 220

    Gespräch zum Thema 'Klimaschutz durch Unternehmen und Märkte - Verantwortung übernehmen und Chancen nutzen'

    Wärmerekorde, Überschwemmungen, Dürren – unsere Zeit ist zunehmend von den Folgen des globalen Klimawandels geprägt. Angesichts zahlreicher anderer Krisen verliert der Klimaschutz gleichzeitig in der Politik an Bedeutung. Regelungen und Gesetze werden auf europäischer wie deutscher Ebene abgeschwächt oder sogar ganz zurückgenommen. Wo sich gemeinsames staatliches Handeln als schwierig erweist, rückt die Wirtschaft umso mehr in den Fokus, wenn es darum geht, nachhaltige Lösungen zu entwickeln und umzusetzen. Können Marktmechanismen und unternehmerisches Handeln dort weiterführen, wo Politik zögert? Welche Rolle und Verantwortung haben Unternehmen in diesem Zusammenhang? Diese Veranstaltung diskutiert, wie Unternehmen den Klimaschutz aktiv voranbringen können – nicht nur aus Verantwortung, sondern auch aus Überzeugung, dass Nachhaltigkeit und Klimaschutz zentrale Innovations- und Wettbewerbsfaktoren sind. Wie kann ein marktwirtschaftlicher Rahmen aussehen, der klimapositives wirtschaftliches Handeln ermöglicht und belohnt? Welche Spielräume eröffnen sich für kreative Geschäftsmodelle, für neue Technologien und für wirtschaftliche Allianzen? Impulse geben Vertreter:innen aus Wirtschaft und Wissenschaft. Im Zentrum steht die Frage: Wie kann die Wirtschaft zum zentralen Treiber einer wirksamen Klimastrategie werden – und dabei Zukunft sichern, Werte schaffen und Verantwortung übernehmen? Auf dem Podium am 29. Oktober 2025 in der Katholischen Akademie in Bayern: Renate Bleich, Dr. Martin Dabrowski, Prof. Dr. Andreas Löschel, Sébastien Schikora, Christine Völzow.

  12. 219

    Gespräch zum Thema 'Literatur als Therapie' - Erich Garhammer trifft Rilke-Biograf Manfred Koch

    Wohl kein Dichter hat die Poesie des 20. Jahrhunderts mehr geprägt als Rainer Maria Rilke. Der Germanist Manfred Koch legt zu dessen 150. Geburtstag eine augenöffnende Biografie vor. Er nähert sich Rilke über den Roman „Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge“. Von der Erfahrung der Großstadt aus und ihren Abgründen, vor allem aber der Begegnung mit dem Bildhauer Auguste Rodin erschließt Koch die bekannten Gedichte „Der Panther“ und „Archaischer Torso Apollos“. Rilke überträgt das Handwerk des bildenden Künstlers Rodin auf die Lyrik: So schafft er Kunst-Dinge, tötet ihre bloße Materialität, bevor er sie mit einer neuen Perspektive zum Leben erweckt. Sie bekommen dadurch Offenbarungscharakter. Literatur wurde für Rilke zur „Selbstheilung der Seele“. Eine Psychoanalyse lehnte er ab, weil er mit der „Austreibung der Teufel“ auch eine Beschädigung seiner „Engel“ fürchtete. Koch gelingt mit seiner Biografie ein neuer Blick auf Leben und Werk von Rainer Maria Rilke. Über seine wichtigsten Entdeckungen wird er an diesem Abend im Gespräch mit Erich Garhammer berichten. Das Gespräch zum Thema "Literatur als Therapie" von Erich Garhammer mit Manfred Koch fand am 4.12.2025 in der Katholischen Akademie in Bayern statt

  13. 218

    Gespräch zum Thema 'Kann KI moralisch sein? Ethik in unsicheren Zeiten'

    Künstliche Intelligenz beschäftigt wie kein zweites Thema die aktuellen gesellschaftlichen Diskurse. Die Frage „Was kann KI?“ ist dabei eng verbunden mit der Frage „Was darf KI?“. In besonderer Weise sieht sich die Ethik hierbei herausgefordert, wenn es darum geht, die Möglichkeiten dieser faszinierenden und zukunftsweisenden Technik kritisch anzufragen. Dabei stellt sich nicht zuletzt die Frage „Kann KI moralisch sein?“. Im Rahmen des Akademiegesprächs soll KI unter ethischen Gesichtspunkten in den Blick genommen werden. Hierzu konnte Frau Prof. Dr. Petra Grimm als Referentin gewonnen werden. Sie ist die Leiterin des Instituts für Digitale Ethik an der Hochschule der Medien in Stuttgart und forscht seit vielen Jahren im Feld der Medienethik und der Ethik der Digitalisierung. Mit ihren Büchern und Vorträgen ist sie gleichermaßen im akademischen Fachdiskurs wie auch in der breiten öffentlichen Debatte als eine führende Stimme bei Fragen der Ethik von Künstlicher Intelligenz präsent. Auf dem Podium diskutieren: Prof. Dr. Petra Grimm, Prof. Dr. Bernhard Koch und Mandy Balthasar (M.A., M.Sc.), beide Wiss. Mitarbeitende des Instituts für Wehrmedizinische Ethik der Bundeswehr, Sanitätsakademie der Bundeswehr München Moderation: Dr. Dr. Dirk Fischer, Leiter des Instituts für Wehrmedizinische Ethik der Bundeswehr, Sanitätsakademie der Bundeswehr München. Das Gespräch zum Thema 'Kann KI moralisch sein? Ethik in unsicheren Zeiten' fand am 21.10.2025 in der Katholischen Akademie in Bayern statt.

  14. 217

    Gespräch zum Thema 'Die „Renaissance“ der Gotik - Kathedral-Bau als Konstruktion von Geschichte'

    Prof. Dr. Hans-Christoph Dittscheid, Prof. Dr. Hiltrud Kier, Prof. Dr. Barbara Schock-Werner und Dr. Nathalie-Josephine von Möllendorff vertieften im Nachgang zu ihren Vorträgen das Thema Kathedral-Bau im 19. Jahrhundert. Die drei Expertinnen und der Experten diskutierten, moderiert von Akademiedirektor Dr. Achim Budde, im Regensburger "Herzogshof". Der Studientag fand in Zusammenarbeit mit der KEB im Bistum Regensburg und dem Akademischen Forum Albertus Magnus unter dem Titel: "Die „Renaissance“ der Gotik - Kathedral-Bau im 19. und 21. Jahrhundert als Konstruktion von Geschichte und Identität" am 22.11.2025 statt. Die mächtigen gotischen Kathedralen gelten als Erben unserer mittelalterlichen Vergangenheit. Sie prägen auch heute noch architektonisch viele Städte und bestimmen die Skyline, tauchen prominent auf Werbefotos auf. Doch oft sind diese Kirchen in ihrer jetzigen Gestalt erst im 19. Jahrhundert entstanden, und nicht nur baulich, sondern auch gedanklich und in ihrer Aussagekraft so konstruiert, wie sie sich heute zeigen. In der Veranstaltung blickten wir auf den gotischen Regensburger Dom, der seine Grundsteinlegung vor 750 Jahren feierte, der aber im 19. Jahrhundert neu erfunden wurde. Wir schauten Deutschlands wohl bekanntesten Dom, den zu Köln, genauer an, ein Werk der evangelischen Könige von Preußen und des deutschen Nationalstolzes. Ein Blick nach Frankreich und in die unmittelbare Gegenwart erläuterte uns am Beispiel des Wiederaufbaus von Notre Dame, warum auch ein dezidiert laizistischer Staat von Geschichtserzählungen mit Gotteshäusern profitiert.

  15. 216

    Gespräch zum Thema 'War das Grab, in das man den Gekreuzigten gelegt hatte, am Ostermorgen leer?'

    Das Thema der Biblischen Tage waren die Auferstehungstexte im Neuen Testament, also die biblischen Zeugnisse von der Auferstehung Jesu. Diese bilden die Basis des Christentums. Es ist keine Kirche, keine christliche Kultur ohne diese Texte aus dem Neuen Testament vorstellbar. Aus der sich ergebenden Fülle an Perspektiven auf dieses vielschichtige Thema haben wir die Aufzeichnung der Diskussionsrunde im Arbeitskreis von Professor Bründl ausgewählt. Prof. Dr. Jürgen Bründl ist Inhaber des Lehrstuhls für Fundamentaltheologie und Dogmatik an der Universität Bamberg und seit 2015 zudem Geschäftsführender Direktor des Instituts. Das Gespräch zum Thema 'War das Grab leer?' fand im Rahmen eines Arbeitskreises der Biblischen Tagen 14.4.-16.4.2014 in der Katholischen Akademie in Bayern statt.

  16. 215

    Gespräch zum Thema 'Menschenrechte verteidigen - Auf der Suche nach einer gemeinsamen Strategie'

    Die Professoren Heiner Bielefeldt und Daniel Bogner, Professorin Angelika Nußberger und Generalleutnant Wolfgang Wien machen sich in diesem Beitrag zur Veranstaltung "Menschenrechte verteidigen!" auf die Suche nach einer gemeinsamen Strategie für den Schutz. Unter anderem versuchen sie sich im Gespräch an Konzepten für die Politik, wie man den Verfall der internationalen Ordnung aufhalten kann. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Katholischen Kreisbildungswerk Deggendorf und dem Münchner Bildungswerk statt. Klar wurde in der Diskussion, dass man an Prinzipien festhalten muss, diese aber auch flexibel zu handhaben sind. Die Antwort auf die Frage, wo da die Grenze liegt, fiel ihnen nicht leicht und wurde sehr unterschiedlich gezogen.

  17. 214

    Wolfgang Wien: Militärische Thesen - Geopolitische Zeitenwende: Die Zeit zu Handeln ist jetzt!

    Vier Statements aus unterschiedlichen Feldern bildeten den Auftakt unserer Veranstaltung "Menschenrechte verteidigen!" vom 28. Januar 2026. Gerade nach dem Seitenwechsel der USA stehen die sicher geglaubte und immer stabiler gewordene regelbasierte Ordnung der internationalen Politik und mit ihr die Menschenrechte unter großem Druck. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Katholischen Kreisbildungswerk Deggendorf und dem Münchner Bildungswerk statt. Zu ihrem Schutz plädiert Heiner Bielefeldt dafür, in der Politik selbst regelbasiert zu agieren und sich dadurch als verlässlicher Vertragspartner zu bewähren, statt als egoistischer Deal-Maker. Auf rechtlicher Ebene braucht die Justiz Schutz vor Demontage und scharfe Schwerter zur Durchsetzung des Rechts gegen den Stärkeren - postuliert Angelika Nußberger. Generalleutnant Wolfgang Wien spricht sich für ein starkes und einsatzfähiges Militär aus, um uns dauerhaft gegen territoriale und neuartige Übergriffe wehren können. Und ethisch ist es notwendig, hinter dem universellen Anspruch der Menschenrechte auch die einzelnen Geschichten ihrer kraftvollen Durchsetzung zu verstehen – und daraus einen neuen Realismus für heute abzuleiten, so Daniel Bogner.

  18. 213

    Angelika Nußberger: Juristische Thesen - Justitias Schwerter schärfen!

    "Menschenrechte verteidigen!" vom 28. Januar 2026. Gerade nach dem Seitenwechsel der USA stehen die sicher geglaubte und immer stabiler gewordene regelbasierte Ordnung der internationalen Politik und mit ihr die Menschenrechte unter großem Druck. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Katholischen Kreisbildungswerk Deggendorf und dem Münchner Bildungswerk statt. Zu ihrem Schutz plädiert Heiner Bielefeldt dafür, in der Politik selbst regelbasiert zu agieren und sich dadurch als verlässlicher Vertragspartner zu bewähren, statt als egoistischer Deal-Maker. Auf rechtlicher Ebene braucht die Justiz Schutz vor Demontage und scharfe Schwerter zur Durchsetzung des Rechts gegen den Stärkeren - postuliert Angelika Nußberger. Generalleutnant Wolfgang Wien spricht sich für ein starkes und einsatzfähiges Militär aus, um uns dauerhaft gegen territoriale und neuartige Übergriffe wehren können. Und ethisch ist es notwendig, hinter dem universellen Anspruch der Menschenrechte auch die einzelnen Geschichten ihrer kraftvollen Durchsetzung zu verstehen – und daraus einen neuen Realismus für heute abzuleiten, so Daniel Bogner.

  19. 212

    Daniel Bogner: Ethische Thesen - Pragmatischer Realismus im Engagement für konkrete Politik

    Vier Statements aus unterschiedlichen Feldern bildeten den Auftakt unserer Veranstaltung "Menschenrechte verteidigen!" vom 28. Januar 2026. Gerade nach dem Seitenwechsel der USA stehen die sicher geglaubte und immer stabiler gewordene regelbasierte Ordnung der internationalen Politik und mit ihr die Menschenrechte unter großem Druck. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Katholischen Kreisbildungswerk Deggendorf und dem Münchner Bildungswerk statt. Zu ihrem Schutz plädiert Heiner Bielefeldt dafür, in der Politik selbst regelbasiert zu agieren und sich dadurch als verlässlicher Vertragspartner zu bewähren, statt als egoistischer Deal-Maker. Auf rechtlicher Ebene braucht die Justiz Schutz vor Demontage und scharfe Schwerter zur Durchsetzung des Rechts gegen den Stärkeren - postuliert Angelika Nußberger. Generalleutnant Wolfgang Wien spricht sich für ein starkes und einsatzfähiges Militär aus, um uns dauerhaft gegen territoriale und neuartige Übergriffe wehren können. Und ethisch ist es notwendig, hinter dem universellen Anspruch der Menschenrechte auch die einzelnen Geschichten ihrer kraftvollen Durchsetzung zu verstehen – und daraus einen neuen Realismus für heute abzuleiten, so Daniel Bogner.

  20. 211

    Heiner Bielefeldt: Politische Thesen - Vertragstreue schlägt Egoisten-Deals

    Vier Statements aus unterschiedlichen Feldern bildeten den Auftakt unserer Veranstaltung "Menschenrechte verteidigen!" vom 28. Januar 2026. Gerade nach dem Seitenwechsel der USA stehen die sicher geglaubte und immer stabiler gewordene regelbasierte Ordnung der internationalen Politik und mit ihr die Menschenrechte unter großem Druck. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Katholischen Kreisbildungswerk Deggendorf und dem Münchner Bildungswerk statt. Zu ihrem Schutz plädiert Heiner Bielefeldt dafür, in der Politik selbst regelbasiert zu agieren und sich dadurch als verlässlicher Vertragspartner zu bewähren, statt als egoistischer Deal-Maker. Auf rechtlicher Ebene braucht die Justiz Schutz vor Demontage und scharfe Schwerter zur Durchsetzung des Rechts gegen den Stärkeren - postuliert Angelika Nußberger. Generalleutnant Wolfgang Wien spricht sich für ein starkes und einsatzfähiges Militär aus, um uns dauerhaft gegen territoriale und neuartige Übergriffe wehren können. Und ethisch ist es notwendig, hinter dem universellen Anspruch der Menschenrechte auch die einzelnen Geschichten ihrer kraftvollen Durchsetzung zu verstehen – und daraus einen neuen Realismus für heute abzuleiten, so Daniel Bogner.

  21. 210

    Ulrich Haider: Laudato si’ - Franziskus’ Erbe für die Schöpfung

    Dieser Beitrag dokumentiert den Vortrag von Ulrich Haider, Orchester des Wandels, der sich mit der Bedeutung von Musik für politische Fragen befasst: sei es ihr Beitrag zum gesellschaftlichen Wandel oder sei es konkret im Engagement gegen die Klimakrise. Ulrich Haider referierte zum Thema 'Laudato si’ - Franziskus’ Erbe für die Schöpfung' bei der Studientagung 'Laudato si’ und die ökologische Transformation' am 2.10.2025 in der Katholischen Akademie in Bayern.

  22. 209

    Joseph Bastian: Laudato si’ - Franziskus’ Erbe für die Schöpfung

    Dieser Beitrag dokumentiert den Vortrag von Joseph Bastian, Chefdirigent und Künstlerischer Leiter - Münchner Symphoniker, der sich mit der Bedeutung von Musik für politische Fragen befasst: sei es ihr Beitrag zum gesellschaftlichen Wandel oder sei es konkret im Engagement gegen die Klimakrise. Joseph Bastian referierte zum Thema 'Laudato si’ - Franziskus’ Erbe für die Schöpfung' bei der Studientagung 'Laudato si’ und die ökologische Transformation' am 2.10.2025 in der Katholischen Akademie in Bayern.

  23. 208

    Andreas Batlogg SJ: Laudato si’ - Franziskus’ Erbe für die Schöpfung

    Dieser Beitrag dokumentiert den Vortrag von P. Andreas Batlogg SJ zum Thema "Chancen und Widerstände der ökosozialen Impulse von Papst Franziskus aus vatikanischer Sicht". Er referierte zum Thema 'Laudato si’ - Franziskus’ Erbe für die Schöpfung' bei der Studientagung 'Laudato si’ und die ökologische Transformation' am 2.10.2025 in der Katholischen Akademie in Bayern.

  24. 207

    Martin Geilhufe: Laudato si’ - Franziskus’ Erbe für die Schöpfung

    Dieser Beitrag dokumentiert den Vortrag von Martin Geilhufe zum Thema "Die Bedeutung der Faktoren Kirche und Religion aus zivilgesellschaftlicher Sicht". Martin Geilhufe referierte bei der Studientagung 'Laudato si’ und die ökologische Transformation' am 2.10.2025 in der Katholischen Akademie in Bayern.

  25. 206

    Sabine Schlacke: Laudato si’ - Franziskus’ Erbe für die Schöpfung

    Dieses Video dokumentiert den Vortrag von Prof. Dr. Sabine Schlacke zum Thema "Die Enzyklika aus völkerrechtlicher Sicht". Sie referierte zum Thema 'Laudato si’ - Franziskus’ Erbe für die Schöpfung' bei der Studientagung 'Laudato si’ und die ökologische Transformation' am 2.10.2025 in der Katholischen Akademie in Bayern.

  26. 205

    Marianne Heimbach-Steins: Laudato si’ - Franziskus’ Erbe für die Schöpfung

    Prof. Dr. Marianne Heimbach-Steins, seit Jahrzehnten eine wichtige Stimme im Chor der deutschsprachigen Sozialethikerinnen und Sozialethiker, arbeitet in ihrem Referat die Stärken und Schwächen der Enzyklika Laudato si' heraus. Sie referierte zum Thema 'Laudato si’ - Franziskus’ Erbe für die Schöpfung' bei der Studientagung 'Laudato si’ und die ökologische Transformation' am 2.10.2025 in der Katholischen Akademie in Bayern.

  27. 204

    Markus Vogt: Laudato si’ - Franziskus’ Erbe für die Schöpfung

    Ernüchtert aber dennoch hoffnungsvoll leitete Prof. Dr. Markus Vogt inhaltlich ein in die Tagung Franziskus’ Erbe für die Schöpfung: Aktualität und Bedeutung der Enzyklika Laudato Si'. Der Professor für Christliche Sozialethik an der LMU München verwies auf die große mediale Resonanz des Dokuments, als sie vor zehn Jahren erschienen war. Bedauern äußerte er aber darüber, dass die Gedanken von Papst Franziskus zehn Jahre nach Erscheinen der Enzyklika weder innerhalb der Kirche noch in Gesellschaft und Politik durchschlagenden Erfolg zeitigen. Der "revolutionäre Geist der Enzyklika" mache für die Zukunft dennoch Hoffnung. Prof. Dr. Markus Vogt referierte zum Thema 'Laudato si’ - Franziskus’ Erbe für die Schöpfung' bei der Studientagung 'Laudato si’ und die ökologische Transformation' am 2.10.2025 in der Katholischen Akademie in Bayern. Die vollständige Videodokumentation der Tagung befindet sich auf https://www.youtube.com/@KatholischeAkademieinBayern

  28. 203

    Gespräch zum Thema 'Social-Media-Verbot für Jugendliche?'

    Probleme und Risiken der Social-Media-Nutzung werden breit diskutiert. Aber was hilft? Dass ein pauschales Verbot für Jugendliche die Probleme lösen könnte, lässt sich wissenschaftlich nicht erhärten. Aber welche präziseren Instrumente helfen weiter? Wir wollen uns auf der Höhe der Forschung informieren: Welche Regelungen und Gesetze gelten bereits, und welche Wirkung zeigen sie? Wo liegt die Grenze zwischen Kundenbindung und Sucht? Gäbe es Alternativen zu den eingesetzten Algorithmen? Was will die Europäische Union und welche Handlungsoptionen hätte sie? Welche pädagogischen Methoden können die Kinder und Jugendlichen für einen verantwortungsvollen Umgang rüsten? Wie weit und um welcher Vorteile willen darf Teilhabe eingeschränkt werden? Wie müsste das Handeln von Staat, Eltern, Schule, Konzernen und den Kindern und Jugendlichen selbst zusammenspielen? Heute zu Gast: Dr. Stephan Dreyer ist Senior Researcher für Medienrecht und Media Governance am Hamburger „Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI)“. Er befasst sich vor allem mit den rechtlichen Fragen rund um die Regulierung von Social Media im Schnittfeld von Jugendschutz und Datenschutz und kann eine fundierte Einschätzung geben, welche Lösungsansätze angesichts neuer Technologien, Angebotsstrukturen und Nutzungspraktiken Erfolg versprechen. Kerstin Heinemann vertritt das „JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis“, das seit 77 Jahren in einer besonderen Verbindung aus Theorie, Forschung und Praxis die Medienaneignung kleiner und großer Menschen begleitet. Ihre medienpädagogische Arbeit ist geprägt von dem Anliegen, das Handlungsrepertoire der Jugendlichen zu erweitern und die Größen Schutz, Kompetenz und Teilhabe in ein ausgewogenes Verhältnis zu bringen.

  29. 202

    Gespräch zum Thema 'Luctus et angor (Trauer & Angst)“: die Minus-Zeichen der Zeit deuten!'

    „Gaudium et spes (Freude & Hoffnung)“, so heißt die Pastoralkonstitution, die unser Konzil vor exakt 60 Jahren erlassen hat: Was die Menschen von heute bewegt, wollte sich die Kirche zu eigen machen, endlich positiv auf die moderne Welt und ihren Fortschritt schauen und die Zeichen der Zeit im Licht des Evangeliums fruchtbar machen. Das zweite Begriffspaar, „luctus et angor (Trauer & Angst)“ hat es zwar nicht in den Titel des Textes geschafft, gehört aber als Rückseite zur Medaille dazu. Heute drückt es vielleicht sogar eher das aus, was Menschen empfinden, wenn sie auf die Welt von heute schauen: Unsere Lebensgrundlagen sind kaum noch zu retten. Die Völkergemeinschaft bricht wieder auseinander. Die Demokratie gerät unter Druck. Der Krieg ist zurück. Wie gehen wir als Christen damit um, dass die „Zeichen der Zeit“ heute überwiegend Minus-Zeichen sind? Verdrängen hilft da ebenso wenig, wie die Hoffnung einfach „thetisch“ zu behaupten. Welche tatsächlichen Anzeichen für Hoffnung lassen sich denn noch entdecken? Wie kann ich mich auch ohne konkrete Erfolgsaussichten zum Guten motivieren? Wie sind die Propheten oder andere Zeugen unserer Ur-Kunden mit Katastrophen klargekommen? Aber auch: Was brauchen meine Mitmenschen in dieser Lage von mir? Heute zu Gast: Sr. Dr. Katharina Ganz ist Franziskanerin und war zwölf Jahre lang Generaloberin ihrer Gemeinschaft. Sie hat Theologie und Sozialwesen studiert und promovierte über das pastorale Konzept ihrer Ordensgründerin Antonia Werr, in dem Verletzlichkeit (Vulnerabilität) die entscheidende Rolle spielt. Abt Dr. Johannes Eckert ist Benediktiner der Abtei Sankt Bonifaz in München und Andechs. Mit seiner reichen Vortrags- und Autorentätigkeit bereichert er die öffentliche Diskussion durch zeitgemäße Auslegungen biblischer Texte und frische Denkansätze zu Fragen des kirchlichen Lebens. Moderiert wird das Gespräch am 28.1.2026 von Akademiedirektor Dr. Achim Budde.

  30. 201

    Gespräch zum Thema 'Ein russischer Aufruf gegen den Krieg in der Ukraine'

    Ein russischer Aufruf gegen den Krieg in der Ukraine Akademiegespräch am Mittag mit Prof. Dr. Kristina Stoeckl und Dr. Johannes Oeldemann Mutig, fromm, riskant: Anfang Januar 2025 veröffentlichen ein paar Dutzend russische Geistliche und Laien anonym einen Aufruf gegen den Krieg in der Ukraine, der sie ihre Freiheit oder ihr Leben kosten könnte: Theologisch begründen sie, warum sich Patriarch Kyrill zu Unrecht auf die Bibel und die kirchliche Tradition beruft, um den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg zu legitimieren. Wir wollen zunächst die Aktion würdigen: Was steht in dem Text? Wie argumentiert er theologisch? Unter welchen Bedingungen mussten die Gleichgesinnten sich finden und arbeiten? Wie veröffentlichten sie ihre Botschaft und welche Risiken gingen sie damit ein? Wie organisiert und wie motiviert sich aktuell die Opposition? Manches Hintergrundwissen ist nötig, um die Situation zu bewerten: Wie wird in der orthodoxen Welt traditionell das Verhältnis von Kirche und Staat bestimmt? Und was hat die neue Lehre von der „Russischen Welt (Russkij mir)“ daraus gemacht? Schließlich interessieren uns die Perspektiven: Für die kirchliche Opposition unter Patriarch Kyrill. Für die Zivilgesellschaft unter Putin. Für den ökumenischen Dialog. Heute zu Gast: Prof. Dr. Kristina Stoeckl ist Religionssoziologin an der Freien Internationalen Universität für Soziale Studien (LUISS) in Rom und forscht intensiv über die Russische Orthodoxie und ihr Verhältnis zum Staat. Dr. Johannes Oeldemann ist Direktor am Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik, Schriftleiter der Zeitschrift „Catholica“ und profunder Kenner der Ostkirchen und ihrer Theologie insbesondere in Russland. Er hat den Aufruf ins Deutsche übersetzt. Moderiert wird das Online-Gespräch am 14.1.2026 von Akademiedirektor Dr. Achim Budde. Russischer Aufruf gegen den Krieg in der Ukraine von 2025: https://www.herder.de/stz/online/chri... Erklärung von 2022: https://publicorthodoxy.org/2022/03/1... Report von Sergej Chapnin: https://ocl.org/religious-communities... Newsletter-Anmeldung: https://kath-akademie-bayern.de/newsl...

  31. 200

    Gespräch zum Thema 'Missbrauch aufdecken und erinnern: das Paderborner Mahnmal'

    Wie kann das Monströse ins kulturelle Gedächtnis gehoben werden? So, dass es Betroffene nicht retraumatisiert, sondern aufatmen, Mut und Trost fassen lässt? So, dass die Kirche damit keine lästige Pflichtübung vollzieht, sondern ernsthaft bereut und sich auf einen unabgeschlossenen Prozess verpflichtet? So, dass es in die Gesellschaft hineinwirkt, die Tabuisierung überwindet und Passanten zur Auseinandersetzung drängt. So, dass es die verleugneten Geschichten erzählt und die brutale Wahrheit ins Gespräch bringt, ohne voyeuristisch zu werden? Das Erzbistum Paderborn gestaltet pünktlich zum Erscheinen des Missbrauchsgutachtens im Frühjahr 2026 die Brigidenkapelle im Hohen Dom zu einem Mahnmal um. Der Siegerentwurf dafür stammt von dem Münchner Künstler Christoph Brech, der hierzulande u.a. durch die Lungenflügelfenster in der Heilig-Kreuz-Kirche von sich reden machte, und der der Akademie durch Ausstellungen und die jährliche Weihnachtskarte eng verbunden ist. Das Projekt wird in engem Austausch mit dem Domkapitel, vertreten durch Generalvikar Mrgs. Dr. Michael Bredeck, und dem Betroffenenbeirat, vertreten durch seinen Vorsitzenden Reinhold Harnisch, durchgeführt. Alle drei lassen sich heute zum diesem vielschichtigen Prozess befragen. Was ist die Grundidee hinter dem Entwurf „Memory – Aufdecken und Erinnern“? Was sind seine einzelnen Elemente? Warum hat er sich durchgesetzt? Was hat der Hahn mit dem Missbrauch zu tun? Wieso ein Kinderspiel als Bezugsgröße? Was steht auf der Unterseite der Karten? Aber uns interessiert auch das methodische Vorgehen: Wie designt man einen Prozess, für den es keine Blaupause gibt? Wer hat die Ziele definiert? Wie wird ein Ausgleich gefunden, wo die Anliegen nicht deckungsgleich sind? Wann und wie wurden Betroffene einbezogen? Welche Grenzen sind gesetzt? Und was sagt eigentlich der Denkmalschutz? Mit Akademiedirektor Dr. Achim Budde diskutierten am 26.11.2025: Christoph Brech, Msgr. Dr. Michael Bredeck und Reinhold Harnisch.

  32. 199

    Gespräch zum Thema 'Optionen der demokratischen Mehrheit'

    Gehen den Demokraten im Kampf gegen die Demokratie-Verächter die Ideen aus? Und die Puste? An Vorschlägen und Rezepten mangelt es nicht. Aber sie haben alle ihre Haken. „Gut regieren“ wäre vielleicht das Wichtigste. Aber genau dies ist schwieriger geworden in einer grundständig veränderten Parteienlandschaft – und in Zeiten multipler Krisen. Und die vom rechten Rand geschürten Ressentiments ein bisschen zu bedienen, hat bislang auch nicht geholfen. „Argumentieren“ müsse man, und die Populisten inhaltlich stellen. Was aber, wenn diese sich der faktenbasierten Debatte entziehen, und stattdessen in ihrer immer größeren Blase konkurrenzfrei kommunizieren können? Auch „verbieten“ ist nicht trivial: Einmal, weil ein Verbotsverfahren scheitern könnte. Aber auch, weil ein Drittel oder Viertel der Wählerschaft ein Verbot „ihrer Partei“ als antidemokratischen Affront deuten dürfte. Sind die Verfassungsfeinde inzwischen „too big to ban“? Bleibt nur „entzaubern“? Also (mit-) regieren lassen und hoffen, dass die Anhänger bald sehr enttäuscht sein werden? Aber werden unsere demokratischen und rechtsstaatlichen Institutionen das schadlos überstehen? Für immer mehr Engagierte ist auch „resignieren“ inzwischen eine echte Option, um sich nicht bis zur Erschöpfung aufzureiben – sei es als Rückzug aus der Politik, als Auswanderung oder auch als Flucht ins Biedermeierlich-Private. Vor den drei Kommunal- und fünf Landtagswahlen des kommenden Jahres wollen wir darüber nachdenken, welche Strategie die demokratischen Kräfte verfolgen könnten, um – in allem Ringen um konträre politische Konzepte – doch gemeinsam die Vorzüge der Demokratie zu verkörpern. Zum Thema 'Optionen der demokratischen Mehrheit' diskutierten Prof. Dr. Ursula Münch und Marco Wanderwitz mit Akademiedirektor Dr. Achim Budde online am 12.11.2025.

  33. 198

    Gespräch zum Thema 'Rennt die medizinische Innovation der Ethik davon?'

    Rennt die medizinische Innovation der Ethik davon? - Akademiegespräch am Mittag mit Prof. Dr. Alena Buyx und Prof. Dr. Markus Lerch Der medizinische Fortschritt ist ein Segen. Aber er kann auch Angst und Bange machen: Weil man immer weniger davon verstehen kann. Weil es immer schneller geht. Und weil auf einem milliardenschweren Markt immer auch wirtschaftliche Interessen im Spiel sind, die mit denen der Patienten nicht deckungsgleich sind. In dieser Konstellation sind ethische Fragen vorprogrammiert. Aber bleibt im Wettlauf der Innovationen überhaupt Zeit zum Nachdenken? Wir wollen darüber reden mit Prof. Dr. Markus Lerch, der als Ärztlicher Direktor der Uniklinik der LMU und Innovationen forciert, und mit der wohl prominentesten Vertreterin der medizinischen Ethik in Deutschland, Prof. Dr. Alena Buyx. Wo eröffnen sich aktuell neue Therapiemöglichkeiten und welche Risiken sind damit verbunden? Ist in die Innovationsprozesse der großen Player eine „ethische Reflexionsschleife“ implementiert? Worauf ist zu achten, wenn Gesundheitsforschung und klinische Studien auch unternehmerische Potenziale wecken sollen? Werden neue Geschäftsmodelle, die Triebfedern des Fortschritts sind, durch Ethik ausgebremst? Welche Rolle spielen die Kirchen bei alledem? Das Gespräch mit Akademiedirektor Dr. Achim Budde fand am 29.10.2025 online statt.

  34. 197

    Heinrich Bedford-Strohm: Laudatio auf Patriarch Bartholomäus I.

    Patriarch Bartholomäus I. erhielt am 6. Juni 2025 den „Ökumenischen Preis der Katholischen Akademie“ und den „Abt-Emmanuel-Heufelder-Preis“. Die Katholische Akademie in Bayern und die Benediktinerabtei Niederaltaich haben vereinbart, im Jahr 2025 den Ökumenischen Patriarchen, Seine Heiligkeit Bartholomäus I. gleichzeitig mit dem Ökumenischen Preis der Akademie und dem Abt-Emmanuel-Heufelder-Preis der Abtei auszuzeichnen. Der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel ist das Ehrenoberhaupt der Orthodoxen Kirchen weltweit, deren synodale Zusammenarbeit er koordiniert. Rechtlich unterstellt sind ihm neben seiner Ortskirche in der Türkei auch der Athos und die griechischen Diasporakirchen. Die Auszeichnungen wurden unter Anwesenheit des Preisträgers in einer Zeremonie in der Katholischen Akademie in Bayern verliehen. Der Laudator der Preisverleihung war der Vorsitzende des Zentralausschusses des „Ökumenischen Rates der Kirchen“ (ÖRK), Herr Landesbischof em. Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm. Kardinal Reinhard Marx trug traditionell das Schlusswort zu der Zeremonie bei. In der Preisbegründung heißt es u.a. „Bartholomäus I. zählt innerhalb der Orthodoxie zu den engagiertesten Verfechtern einer echten ökumenischen Zusammenarbeit. Antiwestliche oder antiökumenische Ressentiments sind ihm fremd. Eine solche Präsenz der Orthodoxie in der Welt-Ökumene bereichert auch die innerwestliche Ökumene“ sowie „Patriarch Bartholomäus pflegt beste Beziehungen zu Papst Franziskus, die in mehreren Begegnungen und gemeinsamen Verlautbarungen ihren Ausdruck fanden“. Er werde auch als der „grüne Patriarch“ bezeichnet, was eine weitere Parallele zu Papst Franziskus darstelle.

  35. 196

    Patriarch Bartholomäus I.: Dankesrede bei der Verleihung des „Ökumenischen Preises 2025"

    Patriarch Bartholomäus I. erhielt am 6. Juni 2025 den „Ökumenischen Preis der Katholischen Akademie“ und den „Abt-Emmanuel-Heufelder-Preis“. Die Katholische Akademie in Bayern und die Benediktinerabtei Niederaltaich haben vereinbart, im Jahr 2025 den Ökumenischen Patriarchen, Seine Heiligkeit Bartholomäus I. gleichzeitig mit dem Ökumenischen Preis der Akademie und dem Abt-Emmanuel-Heufelder-Preis der Abtei auszuzeichnen. Der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel ist das Ehrenoberhaupt der Orthodoxen Kirchen weltweit, deren synodale Zusammenarbeit er koordiniert. Rechtlich unterstellt sind ihm neben seiner Ortskirche in der Türkei auch der Athos und die griechischen Diasporakirchen. Die Auszeichnungen wurden unter Anwesenheit des Preisträgers in einer Zeremonie in der Katholischen Akademie in Bayern verliehen. Der Laudator der Preisverleihung war der Vorsitzende des Zentralausschusses des „Ökumenischen Rates der Kirchen“ (ÖRK), Herr Landesbischof em. Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm. Kardinal Reinhard Marx trug traditionell das Schlusswort zu der Zeremonie bei. In der Preisbegründung heißt es u.a. „Bartholomäus I. zählt innerhalb der Orthodoxie zu den engagiertesten Verfechtern einer echten ökumenischen Zusammenarbeit. Antiwestliche oder antiökumenische Ressentiments sind ihm fremd. Eine solche Präsenz der Orthodoxie in der Welt-Ökumene bereichert auch die innerwestliche Ökumene“ sowie „Patriarch Bartholomäus pflegt beste Beziehungen zu Papst Franziskus, die in mehreren Begegnungen und gemeinsamen Verlautbarungen ihren Ausdruck fanden“. Er werde auch als der „grüne Patriarch“ bezeichnet, was eine weitere Parallele zu Papst Franziskus darstelle.

  36. 195

    Gespräch zum Thema 'Kult & Welt – über die gesellschaftliche „Außenwirkung“ der Eucharistie'

    Der christliche Kult will nach außen wirken. Er gehört in die Öffentlichkeit und entfaltet eine heilsame gesellschaftspolitische Ausstrahlung. Deshalb hat er Bedeutung für alle. Mit seinem Buch „KULT“ hat Kardinal Reinhard Marx eine beachtliche Resonanz ausgelöst und die öffentliche Debatte um die Kirche befeuert. Er sieht aktuelle Leitbegriffe wie Freiheit, Zusammenhalt, Menschenwürde, Frieden und Versöhnung fest im christlichen Gottesdienst verankert und benennt sehr konkrete sozialpolitische Implikationen mit echter Relevanz für das Leben aller Menschen: Ein so verstandener Kult ist politisch! Zugleich liefert Marx eine schonungslose Analyse der innerkirchlichen Hindernisse, die dieser Außenwirkung im Wege stehen: Fundamentalismus und Ablehnung der Moderne. Rückzug in die Blase. Mängel in der organisatorischen Gestalt der Kirche und in der Ästhetik ihrer Feiern. Zu enge Zulassungskriterien zum kirchlichen Amt. Zu wenig liturgische Bildung. Angst vor der inneren Vielfalt. Wir wollen im Gespräch zentrale Aspekte seiner Kernthese vertiefen und auch nachbohren, was für die Gestalt der Kirche und ihrer Liturgie konkret daraus folgt. Kardinal Reinhard Marx stellt sich online am 22.10.2025 eine Stunde lang den Fragen von Akademiedirektor Dr. Achim Budde und der Zuhörerschaft im Mittagsgespräch der Katholischen Akademie in Bayern.

  37. 194

    Gespräch zum Thema 'KI-Chip im Hirn - Transhumanistische Träume für unser Beziehungsorgan'

    Die Verschmelzung von Mensch und Maschine ist in der Medizin bereits in vollem Gang: Implantierte Computer-Chips überwinden Taubheit, Lähmung oder Parkinson, teils durch gedankliche Impulse. Entwickeln wir uns zu Cyborgs? Großes Aufsehen – von quasi-religiöser Hoffnung bis hin zu tiefsitzenden Ängsten – erregt die Vision, bereits in wenigen Jahren unser Gehirn durch KI-Chips mit dem Internet und dem Wissen der Welt zu verbinden. Das wirft große Fragen auf: Ist eine solche Entgrenzung des menschlichen Geistes wirklich vorstellbar und biologisch möglich? Bettet sie sich in das uns bekannte Verschmelzen mit Werkzeugen – mit dem Handy oder auch mit einer Geige – ein? Kann das Bewusstsein dann noch unterscheiden, ob sein verfügbares Wissen aus eigener Lernerfahrung oder aus dem Web stammt? Welche Chancen und welche Gefahren sind mit der Entwicklung verbunden? Welche Gerechtigkeitsfragen wirft sie auf? Wird durch den Brain-Booster für Reiche ein Teil der Menschheit noch weiter abgehängt? Oder sind die Gechipten dann nur noch Handlanger der KI? Für diese Klärungen haben wir Prof. Dr. Thomas Fuchs zu Gast, der wie kein anderer das Gehirn als ein dem ganzen Menschen zugeordnetes und für (Außen-) Beziehungen zuständiges Organ versteht. Auf dieser Basis bettet er die Erkenntnisse der Neurologie und auch die neuen medizinischen Möglichkeiten in ein ganzheitliches Bild des Menschen in seiner körperlichen Verfasstheit ein. Auch Prof. Dr. Georg Gasser aus Augsburg hat als Philosoph an der Theologischen Fakultät einen geeigneten Referenzrahmen, um die transhumanistischen Träume einer Bewertung aus christlicher Sicht zu unterziehen. Prof. Dr. Thomas Fuchs und Prof. Dr. Georg Gasser diskutierten online mit Akademiedirektor Dr. Achim Budde am 15.10.2025.

  38. 193

    Markus Vogt: Ambivalenzen der Macht – Überlegungen aus sozialethischer Sicht

    Romano Guardini veröffentlichte 1951 unter dem Titel „Die Macht – Versuch einer Wegweisung“ eine Denkschrift, die auffällig viele Bezüge zu unserer Gegenwart aufweist – in Europa und weltweit. Bisher für stabil gehaltene soziale Systeme scheinen plötzlich zu erodieren. Autokraten bemächtigen sich immer häufiger offener Zivilgesellschaften. Aber auch die Mächtigen fühlen sich zunehmend vereinnahmt von ihrer eigenen Machtfülle. „Die Familie verliert ihre gliedernde und ordnende Funktion“, resümiert Guardini, „die neuen Städte gleichen einander immer mehr, ob sie nun in Europa oder in China, in Nordamerika, Russland oder Südamerika entstehen.“ Von dieser Nivellierung ausgehend bildet sich ein neuer Typus Mensch heraus, „der aus dem Augenblick lebt, einen beängstigenden Charakter beliebiger Vertretbarkeit bekommt und dem Zugriff der Macht bereitsteht.“ Die Rückbesinnung auf die transzendente Dimension kann eine Wegweisung sein. Die Beziehung zu Gott öffnet dem Menschen einen Freiraum, der ihn vor dem Zugriff der Macht wappnen kann. Guardini bleibt in der Kritik an den Verhältnissen nicht stehen. Es geht ihm um die Aufgabe, die Macht so einzuordnen, dass der Mensch in ihrem Gebrauch als Mensch bestehen kann und nicht restlos Machtmechanismen ausgesetzt ist oder ihnen gar verfällt. Prof. Dr. Markus Vogt, Professor für Christliche Sozialethik an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, referiert zu dem Thema Ambivalenzen der Macht – Überlegungen aus sozialethischer Sicht.

  39. 192

    Michael Seewald: Menschlichkeit und Machtgefahr - Überlegungen zu Begriffen Romano Guardinis

    Romano Guardini veröffentlichte 1951 unter dem Titel „Die Macht – Versuch einer Wegweisung“ eine Denkschrift, die auffällig viele Bezüge zu unserer Gegenwart aufweist – in Europa und weltweit. Bisher für stabil gehaltene soziale Systeme scheinen plötzlich zu erodieren. Autokraten bemächtigen sich immer häufiger offener Zivilgesellschaften. Aber auch die Mächtigen fühlen sich zunehmend vereinnahmt von ihrer eigenen Machtfülle. „Die Familie verliert ihre gliedernde und ordnende Funktion“, resümiert Guardini, „die neuen Städte gleichen einander immer mehr, ob sie nun in Europa oder in China, in Nordamerika, Russland oder Südamerika entstehen.“ Von dieser Nivellierung ausgehend bildet sich ein neuer Typus Mensch heraus, „der aus dem Augenblick lebt, einen beängstigenden Charakter beliebiger Vertretbarkeit bekommt und dem Zugriff der Macht bereitsteht.“ Die Rückbesinnung auf die transzendente Dimension kann eine Wegweisung sein. Die Beziehung zu Gott öffnet dem Menschen einen Freiraum, der ihn vor dem Zugriff der Macht wappnen kann. Guardini bleibt in der Kritik an den Verhältnissen nicht stehen. Es geht ihm um die Aufgabe, die Macht so einzuordnen, dass der Mensch in ihrem Gebrauch als Mensch bestehen kann und nicht restlos Machtmechanismen ausgesetzt ist oder ihnen gar verfällt. Prof. Dr. Michael Seewald, Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Universität Münster, stellt seine Überlegungen zu zwei Begriffen Romano Guardinis vor.

  40. 191

    Jean Greisch: Romano Guardinis Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Macht

    Romano Guardini veröffentlichte 1951 unter dem Titel „Die Macht – Versuch einer Wegweisung“ eine Denkschrift, die auffällig viele Bezüge zu unserer Gegenwart aufweist – in Europa und weltweit. Bisher für stabil gehaltene soziale Systeme scheinen plötzlich zu erodieren. Autokraten bemächtigen sich immer häufiger offener Zivilgesellschaften. Aber auch die Mächtigen fühlen sich zunehmend vereinnahmt von ihrer eigenen Machtfülle. „Die Familie verliert ihre gliedernde und ordnende Funktion“, resümiert Guardini, „die neuen Städte gleichen einander immer mehr, ob sie nun in Europa oder in China, in Nordamerika, Russland oder Südamerika entstehen.“ Von dieser Nivellierung ausgehend bildet sich ein neuer Typus Mensch heraus, „der aus dem Augenblick lebt, einen beängstigenden Charakter beliebiger Vertretbarkeit bekommt und dem Zugriff der Macht bereitsteht.“ Die Rückbesinnung auf die transzendente Dimension kann eine Wegweisung sein. Die Beziehung zu Gott öffnet dem Menschen einen Freiraum, der ihn vor dem Zugriff der Macht wappnen kann. Guardini bleibt in der Kritik an den Verhältnissen nicht stehen. Es geht ihm um die Aufgabe, die Macht so einzuordnen, dass der Mensch in ihrem Gebrauch als Mensch bestehen kann und nicht restlos Machtmechanismen ausgesetzt ist oder ihnen gar verfällt. Prof. Dr. Jean Greisch, Professor em. für Philosophie und ehemaliger Inhaber der Guardini-Professur für Religionsphilosophie und Katholische Weltanschauung an der Humboldt-Universität zu Berlin, gilt als einer der besten Kenner Romano Guardinis. Prof. Dr. Jean Greisch referierte zum Thema 'Romano Guardinis Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Macht' bei der Guardini-Tagung 30.1.-1.2.2020.

  41. 190

    Thomas M. Schmidt: Jürgen Habermas und die Religion

    Am 14. Januar 2020 haben wir uns in der Katholischen Akademie in Bayern darum bemüht, das Denken von Jürgen Habermas zu ergründen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich Glauben und Wissen zueinander verhalten. Die Akademie knüpfte damit an das berühmte Gespräch des Philosophen mit Kardinal Joseph Ratzinger in der Akademie an, als Habermas und der nachmalige Papst Benedikt XVI. das schwierige Verhältnis von Vernunft und Religion vor einem kleinen Kreis von Geladenen diskutierten. Der Habermas-Schüler Thomas M. Schmidt, Professor für Religionsphilosophie an der Goethe-Universität Frankfurt, den wir als Referenten gewinnen konnten, gilt als einer der besten Kenner des Habermas-Kosmos. Die Diskussion moderierte Dominik Fröhlich, Katholische Akademie in Bayern.

  42. 189

    John Arnold: Der Erzbischof von Canterbury in der DDR

    Für besonderes Engagement in der Ökumene der katholischen Kirche mit den Kirchen der Reformation wurde 2001 der „Ökumenische Preis der Katholischen Akademie“ an Stephen Sykes und John Arnold vergeben. Letzterer berichtete in seiner Ökumenepreis-Rede von einer weitgehend unbekannten Episode aus der Zeit der deutschen Teilung, dem Besuch des Erzbischofs von Canterbury, Michael Ramsey, in der DDR. Arnold begleitete 1974 den Erzbischof auf seiner Reise. Sein persönlicher Blick als Zeitzeuge dieses Ereignisses aus den siebziger Jahren im Osten Deutschlands ist gleichermaßen spannend wie berührend: John Arnold berichtet als Zeitzeuge von den Verhältnissen in der DDR und wie die anglikanischen Gäste aus dem Vereinigten Königreich damit umgingen. Dr. John Arnold, geb. 1933 in London, ist Träger des „Most Excellent Order of the British Empire“ OBE. Er studierte Französisch, Deutsch, Russisch und Theologie, wirkte nach einer wissenschaftlichen Tätigkeit als Dean of Rochester und Dean of Durham. Im Rahmen seiner diplomatischen Aufgaben begleitete er The Most Reverend and Right Honourable Michael Ramsey, Archbishop of Canterbury 1961 – 1974, bei seinem Besuch in der DDR.

  43. 188

    Gespräch zum Thema 'Geld, Strukturen, Macht: das „Unternehmen Kirche“ im Umbau'

    Zum Thema 'Geld, Strukturen, Macht: das „Unternehmen Kirche“ im Umbau' diskutierten online Thomas von Mitschke-Collande und Christian Gärtner am 8.10.2025 mit Akademiedirektor Dr. Achim Budde. Das reiche kirchliche Leben muss mit immer weniger Geld auskommen. Wo sparen? Nach welchen Kriterien? In welchen Strukturen? Und wer entscheidet? Für einen klugen Plan, muss ein tiefes Verständnis für Wesen und Mission der Kirche auf Professionalität im Umgang mit unternehmerischen Ressourcen treffen. Christian Gärtner, der neue Vorsitzende des Landeskomitees, bringt seinen beruflichen Blick als Volkswirt und Marktforscher mit in sein Ehrenamt als höchster Repräsentant der katholischen Laiinnen und Laien in Bayern. Er kennt Organisation und Verwaltung der Kirche von innen, und um kluger Entscheidungen willen ist er ein Freund echter Mitbestimmung. Dr. Thomas von Mitschke-Collande war als Unternehmensberater u.a. für Bistümer und die DBK tätig. 2012 machte er mit einer schonungslosen Analyse der kirchlichen Lage von sich reden, deren Befürchtungen sich seitdem teils bestätigten, teils aber auch von der Wirklichkeit noch übertroffen wurden. Bei diesem Mittagsgespräch soll der Frage nachgegangen werden, wie die Kirche trotz der unumgänglichen Einsparungen ihren Auftrag erfüllen und ein verlässlicher Partner für die Gläubigen sowie für die haupt- und ehrenamtlich Engagierten bleiben kann.

  44. 187

    Gespräch zum Thema 'Biodiversität & Schöpfungsspiritualität'

    „Biodiversität“ – klingt sperrig, entscheidet aber über Leben und Tod der Menschheit. „Schöpfungsspiritualität“ – klingt fromm, könnte aber helfen, die Kurve zu kriegen: wenn immer mehr Menschen die Verbundenheit aller Geschöpfe spüren und zu einem Leitmotiv ihres eigenen Lebensweges machen. Vier Pilgerwege durch artenreiche Naturlandschaften im Werdenfelser Land vermitteln erstaunliches Naturwissen und sind zugleich spiritueller Proviant für den eigenen geistig-geistlichen Weg. Konzipiert hat diese Routen Benjamin Schwarz, der Geschäftsführer des Katholischen Bildungswerks in Garmisch-Partenkirchen, das dort seit Jahren geführte Wanderungen erfolgreich anbietet. Er und der BR-Journalist Wolfgang Küpper, der sich im Ruhestand als 2. Vorsitzender des „KBW-GAP“ engagiert, sprachen am 24.9.2025 mit Direktor Dr. Achim Budde über theologische Grundlagen und praktische Erfahrungen, über Quellen der Hoffnung angesichts der drohenden Katastrophe, über Gesellschaft und Politik, über Gerechtigkeit und Bewusstseinsbildung, über Bildungsarbeit und das Genießen der Natur – und natürlich über das Wunder der Artenvielfalt, das einen um so mehr in Erstaunen versetzt, je mehr man darüber erfährt.

  45. 186

    Gespräch zum Thema 'Die Dritte Gewalt in Gefahr'

    Wo immer weltweit Demokratien ins Autokratische kippen, steht (neben der Bildung) die Justiz zuerst im Visier. Deshalb wurde unser Grundgesetz vor der Bundestagswahl noch einmal nachgerüstet, bevor die Zweidrittel-Mehrheit für solche Operationen verlorenging. Wird das reichen? Wo sind die Schwachstellen, an denen eine Demontage weiterhin ansetzen kann? Welche Strategien lassen sich aus den Erfahrungen in anderen Staaten ableiten? Was können wir als Kirchen und Christ:innen tun? Welche Instrumente zur Bekämpfung ihrer Feinde kann unsere „wehrhafte Demokratie“ einsetzen? Zu diesen Fragen ruft Dr. Achim Budde die Expertise von zwei Hochkarätern ab: Dr. Hans-Joachim Heßler ist Präsident des Bayerischen Verfassungsgerichtshofs und des Oberlandesgerichts München. Als höchster Repräsentant der Dritten Staatsgewalt in Bayern träg er Verantwortung für den Rechtsstaat. Frau Prof. Dr. Angelika Nußberger ist Ordinaria für Verfassungsrecht, Völkerrecht und Rechtsvergleichung an der Universität Köln. Von 2011 bis 2020 war sie Richterin, von 2017 bis 2019 Vizepräsidentin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR). Am 10.12.2024 erhielt sie den Romano-Guardini-Preis der Katholischen Akademie in Bayern.

  46. 185

    Jürgen Bründl: Was heißt heute „Gott handelt“?

    Mit der Veranstaltung „(Wie) handelt Gott?“ am 3. Dezember 2016 versuchte die Katholische Akademie Bayern den beiden im Titel verwobenen Fragen näherzukommen und Nachdenklichkeit zu erzielen. Denn zum christlichen Glauben gehört ja die feste Überzeugung, dass Gott nicht nur am Anfang der Welt als Schöpfer tätig war, sondern auch in der Welt handelt. Jedes Gebet, jeder Gottesdienst ist durchdrungen von der Annahme, dass sich Gott den Menschen zuwendet. Wer biblisch-christlich glaubt, ist überzeugt: Gott handelt in und an der Welt. Deckt sich diese gläubige Grundannahme mit der alltäglichen Erfahrung unseres Lebens? Denn unsere Erfahrung scheint allzu oft eine gegensätzliche zu sein - wir erleiden die Abwesenheit, das Schweigen Gottes. Wie kann man also ernsthaft von einem Handeln Gottes sprechen? Theologisch formuliert: Was hat „Offenbarung“ mit unserer Lebenswirklichkeit zu tun? Prof. Dr. Jürgen Bründl ist Professor für Fundamentaltheologie und Dogmatik an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.

  47. 184

    Thomas Söding: Das Handeln Gottes in der Bibel - Strukturen und Kategorien

    Mit der Veranstaltung „(Wie) handelt Gott?“ am 3. Dezember 2016 versuchte die Katholische Akademie Bayern den beiden im Titel verwobenen Fragen näherzukommen und Nachdenklichkeit zu erzielen. Denn zum christlichen Glauben gehört ja die feste Überzeugung, dass Gott nicht nur am Anfang der Welt als Schöpfer tätig war, sondern auch in der Welt handelt. Jedes Gebet, jeder Gottesdienst ist durchdrungen von der Annahme, dass sich Gott den Menschen zuwendet. Wer biblisch-christlich glaubt, ist überzeugt: Gott handelt in und an der Welt. Deckt sich diese gläubige Grundannahme mit der alltäglichen Erfahrung unseres Lebens? Denn unsere Erfahrung scheint allzu oft eine gegensätzliche zu sein - wir erleiden die Abwesenheit, das Schweigen Gottes. Wie kann man also ernsthaft von einem Handeln Gottes sprechen? Theologisch formuliert: Was hat „Offenbarung“ mit unserer Lebenswirklichkeit zu tun? Prof. Dr. Thomas Söding ist Professor für neutestamentliche Exegese und Theologie an der Ruhr-Universität Bochum.

  48. 183

    Udo Schnelle: Die Kreuzestheologie des Paulus

    Paulus ist ein sperriger Autor (und auch eine sperrige Person...). Seine Briefe sind zumeist Gelegenheitsschreiben, anlassbezogen und somit tief verwurzelt in der Geschichte des frühen Christentums. Unsere Welt ist zwar anders geworden, aber die Probleme und Fragestellungen der frühchristlichen Gemeinden klingen häufig doch recht aktuell. Auf der anderen Seite erreicht die zweite Ebene seiner Briefe, nämlich die kreative und existentiell tief gehende Theologie, ein Abstraktionsniveau, das höchsten intellektuellen Ansprüchen genügt. Dadurch wird er allerdings nicht leichter verständlich. Bei den Biblischen Tagen, 21. bis 23. März 2016, zum ersten Korintherbrief referierte Prof. Dr. Udo Schnelle über die Kreuzestheologie des Paulus.

  49. 182

    Hans-Georg Gradl: Stadt und Gemeinde von Korinth

    Paulus ist ein sperriger Autor (und auch eine sperrige Person...). Seine Briefe sind zumeist Gelegenheitsschreiben, anlassbezogen und somit tief verwurzelt in der Geschichte des frühen Christentums. Unsere Welt ist zwar anders geworden, aber die Probleme und Fragestellungen der frühchristlichen Gemeinden klingen häufig doch recht aktuell. Auf der anderen Seite erreicht die zweite Ebene seiner Briefe, nämlich die kreative und existentiell tief gehende Theologie, ein Abstraktionsniveau, das höchsten intellektuellen Ansprüchen genügt. Dadurch wird er allerdings nicht leichter verständlich. Bei den Biblischen Tagen, 21. bis 23. März 2016, zum ersten Korintherbrief referierte Prof. Dr. Hans-Georg Gradl zum Thema 'Stadt und Gemeinde von Korinth'.

  50. 181

    Marlis Gielen: Paulus – vier Spotlights auf eine vielschichtige Persönlichkeit

    Paulus ist ein sperriger Autor (und auch eine sperrige Person...). Seine Briefe sind zumeist Gelegenheitsschreiben, anlassbezogen und somit tief verwurzelt in der Geschichte des frühen Christentums. Unsere Welt ist zwar anders geworden, aber die Probleme und Fragestellungen der frühchristlichen Gemeinden klingen häufig doch recht aktuell. Auf der anderen Seite erreicht die zweite Ebene seiner Briefe, nämlich die kreative und existentiell tief gehende Theologie, ein Abstraktionsniveau, das höchsten intellektuellen Ansprüchen genügt. Dadurch wird er allerdings nicht leichter verständlich. Bei den Biblischen Tagen, 21. bis 23. März 2016, zum ersten Korintherbrief referierte Prof. Dr. Marlis Gielen zum Thema: Paulus – vier Spotlights auf eine vielschichtige Persönlichkeit.

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Dokumentierte Vielfalt hören von Veranstaltungen der Katholischen Akademie in Bayern. Referate, Diskussionen und Gespräche zu Themen, die Kirche und Gesellschaft interessieren: Expertinnen und Experten haben das Wort.

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Katholische Akademie in Bayern

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How many episodes does zur debatte have?

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What is zur debatte about?

Dokumentierte Vielfalt hören von Veranstaltungen der Katholischen Akademie in Bayern. Referate, Diskussionen und Gespräche zu Themen, die Kirche und Gesellschaft interessieren: Expertinnen und Experten haben das Wort.

How often does zur debatte release new episodes?

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Who hosts zur debatte?

zur debatte is created and hosted by Katholische Akademie in Bayern.
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