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#07 Tauchlehrer Werner am Rursee

Episode 7 of the Der Wandel entlang des RurUfer-Radwegs podcast, hosted by RurUfer-Radweg, titled "#07 Tauchlehrer Werner am Rursee" was published on July 4, 2021 and runs 3 minutes.

July 4, 2021 ·3m · Der Wandel entlang des RurUfer-Radwegs

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Vor 100 Jahren hätten wir mit unserer Tauchausrüstung hier noch mitten im Wald gestanden! "Hallo in die Runde, ich bin Werner, und habe die Ehre, euch heute bei eurem ersten Tauchgang im Rursee zu begleiten. Ich habe lange Zeit als Berufstaucher gearbeitet und bin seit 15 Jahren auch Tauchlehrer beim Tauchsportverband NRW e.V. Ich habe also quasi mein halbes Leben unter Wasser verbracht. Der Helmtauchanzug hier, der aussieht, als wäre er direkt aus Jules Vernes Nautilus gefallen, war über 20 Jahre lang mein Arbeitsgerät. Als Berufstaucher habe ich in diesem 100 Kilogramm-Panzer an unzähligen Brückenfundamenten, Staudämmen und anderen Unterwasser-Baustellen gearbeitet. Das ist kein Freizeitvergnügen, sage ich euch! Mit der modernen Sporttauchausrüstung, mit der wir heute ins Wasser gehen, ist das aber natürlich überhaupt nicht zu vergleichen: die wiegt ja nur etwa 35 Kilogramm. Mit so einem Helmtauchanzug ist der Taucher auch gezwungen über den Grund zu gehen und kann sich nicht mit Flossen schwimmend fortbewegen. Daher sind die Sohlen der Schuhe zum Beispiel auch aus dickem Blei – aber das nur am Rande. Nun zum heutigen Tauchgang: Der Rursee ist ein Ausbildungsgewässer, aber nicht für blutige Tauchanfänger geeignet. Das Ufer fällt hier 40 Meter tief und steil nach unten. Ab einer Tiefe von etwa 15 bis 20 Metern ist es so dunkel, dass ihr eure eigenen Hände nicht mehr vor den Augen sehen könnt und ihr unbedingt eine Tauchlampe mitnehmen müsst. Hinzu kommt, dass das Wasser da unten das ganze Jahr über eine Temperatur von nur 6 Grad Celsius hat. Aber genau das ist es, was den Rursee zu einem so spannenden Tauchrevier und einem wichtigen Gewässer für den Tauchsport in ganz NRW macht. Ihr werdet merken, dass ihr hier sehr schnell unter gehörigen psychischen und auch physischen Druck geratet. Perfekt also, um euch Tauchschüler an derartige Stresssituationen unter Wasser heranzuführen und um euch beizubringen, wie ihr damit umgehen könnt. Der Rursee wird schon seit etwa 1980 als Tauchgewässer genutzt, seit Anfang der 90er Jahre als Ausbildungsort des Tauchsportverbands NRW e.V. Die Jungs und Mädels die damals als erste im Rursee getaucht sind, zählten damals wirklich zu den Hartgesottenen. Ich war übrigens auch einer davon, der hier freiwillig ins Wasser gestiegen ist. Ach ja, einen Tipp habe ich noch für euch: Solltet ihr jetzt doch etwas Muffensausen vor dem Tauchgang haben, stellt euch beim Abtauchen einfach vor, ihr würdet durch einen kühlen, dunklen Wald spazieren! Vor hundert Jahren gab es diesen Stausee nämlich noch gar nicht und hier war ein dichter Wald. Die wenigen Bewohner hätten uns in unseren Tauchanzügen damals wahrscheinlich für Außerirdische gehalten. So genug geredet: dann alle mal rein ins Neopren, hier drüben an den Rödeltischen die Geräte anlegen und mit eurem Tauchbuddy den Partnercheck durchführen. Und dann: Ab ins kalte, tiefe, dunkle Wasser mit euch!" Lust auf mehr? Dann hör Dir auch gleich noch die anderen Geschichten an! Oder erlebe sie einfach selbst auf Deiner Tour zwischen der Quelle im Hohen Venn bei Botrange in Belgien und der Mündung in die Maas bei Roermond in den Niederlanden. An den interaktiven Rast- und Erlebnisstationen entlang der Strecke erzählen Zeitzeugen eindrucksvoll über ihr Leben an und mit der Rur. Bis bald und eine gute Fahrt für Dich auf dem RurUfer-Radweg! Infos und Tipps für Deine individuelle Tour auf dem RurUfer-Radweg findest Du auf www.rurufer-radweg.de

Vor 100 Jahren hätten wir mit unserer Tauchausrüstung hier noch mitten im Wald gestanden!

"Hallo in die Runde, ich bin Werner, und habe die Ehre, euch heute bei eurem ersten Tauchgang im Rursee zu begleiten. Ich habe lange Zeit als Berufstaucher gearbeitet und bin seit 15 Jahren auch Tauchlehrer beim Tauchsportverband NRW e.V. Ich habe also quasi mein halbes Leben unter Wasser verbracht.

Der Helmtauchanzug hier, der aussieht, als wäre er direkt aus Jules Vernes Nautilus gefallen, war über 20 Jahre lang mein Arbeitsgerät. Als Berufstaucher habe ich in diesem 100 Kilogramm-Panzer an unzähligen Brückenfundamenten, Staudämmen und anderen Unterwasser-Baustellen gearbeitet. Das ist kein Freizeitvergnügen, sage ich euch!

Mit der modernen Sporttauchausrüstung, mit der wir heute ins Wasser gehen, ist das aber natürlich überhaupt nicht zu vergleichen: die wiegt ja nur etwa 35 Kilogramm. Mit so einem Helmtauchanzug ist der Taucher auch gezwungen über den Grund zu gehen und kann sich nicht mit Flossen schwimmend fortbewegen. Daher sind die Sohlen der Schuhe zum Beispiel auch aus dickem Blei – aber das nur am Rande.

Nun zum heutigen Tauchgang: Der Rursee ist ein Ausbildungsgewässer, aber nicht für blutige Tauchanfänger geeignet. Das Ufer fällt hier 40 Meter tief und steil nach unten. Ab einer Tiefe von etwa 15 bis 20 Metern ist es so dunkel, dass ihr eure eigenen Hände nicht mehr vor den Augen sehen könnt und ihr unbedingt eine Tauchlampe mitnehmen müsst. Hinzu kommt, dass das Wasser da unten das ganze Jahr über eine Temperatur von nur 6 Grad Celsius hat.

Aber genau das ist es, was den Rursee zu einem so spannenden Tauchrevier und einem wichtigen Gewässer für den Tauchsport in ganz NRW macht. Ihr werdet merken, dass ihr hier sehr schnell unter gehörigen psychischen und auch physischen Druck geratet. Perfekt also, um euch Tauchschüler an derartige Stresssituationen unter Wasser heranzuführen und um euch beizubringen, wie ihr damit umgehen könnt.

Der Rursee wird schon seit etwa 1980 als Tauchgewässer genutzt, seit Anfang der 90er Jahre als Ausbildungsort des Tauchsportverbands NRW e.V. Die Jungs und Mädels die damals als erste im Rursee getaucht sind, zählten damals wirklich zu den Hartgesottenen. Ich war übrigens auch einer davon, der hier freiwillig ins Wasser gestiegen ist.

Ach ja, einen Tipp habe ich noch für euch: Solltet ihr jetzt doch etwas Muffensausen vor dem Tauchgang haben, stellt euch beim Abtauchen einfach vor, ihr würdet durch einen kühlen, dunklen Wald spazieren! Vor hundert Jahren gab es diesen Stausee nämlich noch gar nicht und hier war ein dichter Wald. Die wenigen Bewohner hätten uns in unseren Tauchanzügen damals wahrscheinlich für Außerirdische gehalten.

So genug geredet: dann alle mal rein ins Neopren, hier drüben an den Rödeltischen die Geräte anlegen und mit eurem Tauchbuddy den Partnercheck durchführen. Und dann: Ab ins kalte, tiefe, dunkle Wasser mit euch!"

Lust auf mehr? Dann hör Dir auch gleich noch die anderen Geschichten an! Oder erlebe sie einfach selbst auf Deiner Tour zwischen der Quelle im Hohen Venn bei Botrange in Belgien und der Mündung in die Maas bei Roermond in den Niederlanden. An den interaktiven Rast- und Erlebnisstationen entlang der Strecke erzählen Zeitzeugen eindrucksvoll über ihr Leben an und mit der Rur.
Bis bald und eine gute Fahrt für Dich auf dem RurUfer-Radweg!

Infos und Tipps für Deine individuelle Tour auf dem RurUfer-Radweg findest Du auf www.rurufer-radweg.de

Der brand eins safari Veränderer-Podcast brand eins safari Die Teilnehmer unserer Peergroups – mittlerweile mehr als 100 Unternehmerinnen und Unternehmer – eint eine besondere Haltung: sie sind veränderungsfreudig. Der Wandel schreckt sie nicht, im Gegenteil. Sie begrüßen und treiben ihn, sind dabei offen und zuversichtlich. Alles in allem also prädestiniert, die aktuelle Krise gut zu meistern, sie (auch) als Chance zu begreifen – um zu zeigen, was im positiven Sinne möglich ist.In diesem Podcast teilen unsere Peers im Interview mit brandeins-Redakteurin Patricia Döhle ihre Erfahrungen. Arbeitswelten der Zukunft: Visionen, Chancen, Risiken Karlsruher Institut für Technologie (KIT) Die Arbeitswelt von morgen wird eine andere sein als heute. Hierfür spielt die digitale Transformation eine herausragende Rolle. Die technologischen Innovationen bieten neue Möglichkeiten für die Zusammenarbeit, die Produktion und die Organisation von Unternehmen. Doch gerade mit Blick auf die Arbeitswelt bildet sich hier ein bekanntes Spannungsverhältnis: Für die einen bedeutet die voranschreitende Digitalisierung Hoffnung und Chance, für die anderen große Unsicherheit. Mit dem Wandel von Wirtschaft und Gesellschaft ändern sich zudem Alltag, Lebensentwürfe und Werte. Wichtiges Schlagwort dafür ist etwa die Individualisierung. Auch das sich ändernde Bild von Familie und des gesellschaftlichen Zusammenlebens sowie neue Ansprüche an die Arbeit und ein neues Konsumverhalten spielen eine bedeutende Rolle. Die neuen Möglichkeiten der Digitalisierung und der Wandel von Kultur und Alltagsleben stehen entsprechend in einer engen Wechselbeziehung. Auch der demografische Wandel, der mitbeeinflus BE THAT CHANGE (mp3) Gabriele Oltersdorf Leben heisst Veränderung und nichts ist so beständig wie der Wandel. Gabriele Oltersdorf teilt ihre Erfahrungen und erzählt von hilfreichen Tools um Veränderungen zu meistern. InnenReise Doris Bergmann Mit diesem Podcast möchte ich einen Betrag dazu leisten, dass der Wandel in der Welt nicht nur einfach mit dir passiert, sondern auch etwas ist, was du aus deinem Inneren heraus gestaltest. Gerade wenn es im "Außen" herausfordernd für uns wird, sind wir mehr denn je gefragt bei uns zu bleiben und für uns selbst gut zu sorgen. Nicht nur für unser Wohlbefinden, sondern weil wir genau dann die Chance haben mehr Klarheit zu finden, innere Stärke zu entdecken und emotional zu wachsen! Es geht um deine Vision, die Entdeckungsreise zu dir selbst und deine persönliche Weiterentwicklung.
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