PODCAST · religion
2 Minuten Bibel
by ERF Medien Schweiz
Was hat die Bibel mit meinem Alltag zu tun? Lass dich von Montag bis Freitag von einem kurzen Gedankenanstoss inspirieren. Zwei Gäste unterhalten sich über einen kurzen Text aus der Bibel. Hol dir in zwei bis drei Minuten Impulse und Ermutigung für deinen Tag – informativ, lebensnah, und immer wieder mit überraschenden Einsichten. Hinweis: Die Gäste in unseren Sendungen und Beiträgen geben ihre persönlichen Ansichten und Meinungen wieder. Diese müssen nicht zwingend mit den Ansichten der Redaktion übereinstimmen. ERF Medien arbeiten nach journalistischen Grundsätzen und bilden unterschiedliche Meinungen ab.
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An Gottes Segen ist alles gelegen
Dieser Abschnitt ist Teil des Segensgebets von König Salomo. Er hat damit den Tempel gesegnet. «Das erinnert mich an meine Heimat. Da gibt es alte Fachwerkhäuser mit der Innschrift ‹An Gottes Segen ist alles gelegen›», sagt Christine Schliesser. Salomo betont an dieser Stelle aber auch, dass man diesen Beistand von Gott immer wieder braucht im Leben. «Das ist auch mein innerer Schrei», ergänzt Andreas Boppi Boppart. «Die Gegenwart Gottes tut uns gut, gerade auch in herausfordernden Zeiten.» Die Erinnerung an das Gute hilft auch, dass man hoffnungsvoll in die Zukunft blicken kann.
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46
Wir müssen uns nicht ständig berieseln lassen
Jesus zieht sich allein zurück und betet am frühen Morgen. «Das ist eine der wenigen Stellen, bei denen Jesus bei mir ein paar Sympathiepunkte verliert. Allein sein und früh aufstehen – da bin ich nicht wirklich der Typ dafür», sagt Andreas Boppi Boppart. Christine Schliesser zitiert Dietrich Bonhoeffer und sagt: «Wer nicht allein sein kann, der hüte sich vor Gemeinschaft.» Allein sein können – mit sich und Gott – das kann eine Herausforderung sein.
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Die Hoffnung bleibt, die Tränen auch
Das Volk Israel wurde verschleppt und befindet sich in Gefangenschaft in Babylon. «Ich finde es tröstend, dass hier die Tränen erlaubt sind. Das wird nicht verurteilt. Wir dürfen vor Gott auch klagen und weinen», sagt Christine Schliesser. Menschen kommen zerbrochen zurück. «Millionen Menschen haben auch heute ihre Heimat verloren. Das ist hoffnungsvoll, dass es einen Gott gibt, der Menschen zurückführt.» Das Klagen, der Frust werden ernst genommen. Es ist aber nicht der Schlusspunkt, weil die Hoffnung bleibt.
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Frieden ist mehr als nur die Abwesenheit von Krieg
Frieden ist das Thema dieser Zeit. «Frieden kann man nicht ohne Gerechtigkeit denken», sagt Christine Schliesser. Die Bibel spricht von beidem. «Frieden ist auch nicht nur die Abwesenheit von Krieg. Da geht es um vielmehr als das». Andreas Boppi Boppart ergänzt: «In diesem Vers geht es auch nicht um den Weltfrieden. Es geht um den Frieden im inneren Unfrieden.» Und da gehören auch die beiden Begriffe von Nähe und Frieden ganz nah zueinander.
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Ein Friede, der von oben kommt
«Beim Wort Last denke ich sofort an die Lasttiere der Antike», sagt Christine Schliesser. «Damit kann ich mich gut identifizieren. Familie, Beruf, Freunde – da kann einiges zur Last werden.» Andreas Boppi Boppart erinnert der Vers direkt an eine Szene aus einer Reise nach Tansania, wo er Ähnliches erlebt hat. Ihn beschäftigt dann aber noch ein anderes Wort aus dem Text. «Abmühen – im Zusammenhang mit Frieden. Ich entdecke eher die Bemühung, dass man im Unfrieden bleiben will. Ein schöner Gedanke, dass der Friede von oben her kommt.»
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Wenn alle Gott anbeten, sind das schon viele
«Spannend ist, wer dieses Lied hier singt: Es sind Leute, die für ihren Glauben gelitten haben», beginnt Pascal Götz das Gespräch. Umso beeindruckender ist es, wenn gerade sie sagen können, wie gross Gott ist. Aber es ist auch sonst ein starkes Bild, das dieser Vers hier zeichnet. «Ich glaube, im Angesicht von Gottes Herrlichkeit kann man gar nicht anders als Gott anbeten», meint Lorena Marti.
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Wie ist der Mensch doch ungeduldig
Wenn manche also behaupten, Gott würde seine Zusage nicht einhalten, dann stimmt das einfach nicht. Gott kann sein Versprechen jederzeit einlösen. Aber er hat Geduld mit euch und will nicht, dass auch nur einer von euch verloren geht. Jeder soll Gelegenheit haben, vom falschen Weg umzukehren.
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Setzt euch für die Schwachen ein!
Wir hören hier einen Vers aus dem Alten Testament. Aber: «Das könnte auch direkt von Jesus kommen», sagt Lorena Marti. Auch er hat sich immer wieder für die Schwachen eingesetzt und denen geholfen, die sich nicht selbst helfen konnten. «Das ist auch heute noch aktuell», sagt Pascal Götz. «Auch bei uns gibt es Leute, für die wir einstehen sollen.» Ein alter Vers also mit zeitloser Aufforderung.
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39
Wer will, wird bei Jesus angenommen
Jesus weist niemanden zurück, der zu ihm kommt. Ist das nicht eine Ermutigung? «Es kann aber auch unfair wirken», wirft Lorena Marti ein, «wenn man sich ein Leben lang für Gott einsetzt, aber auch diejenigen Leute angenommen werden, die ein rücksichtsloses Leben geführt haben und sich dann am Ende doch zu Jesus hinwenden.» Das anzunehmen ist gar nicht immer einfach. Aber es ist auch nicht an uns, das zu beurteilen. «Was zählt: Wir dürfen einfach zu Jesus gehen und er nimmt uns an. Punkt», sagt Pascal Götz.
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38
Gott sorgt für uns
Mit dem Bild der blühenden Lilien will Jesus uns sagen: Macht euch keine Sorgen um den Alltag. «Die Natur zeigt uns, dass Gott schon schaut – und das ist doch ein schöner Gedanke», sagt Pascal Götz. «Damit zeigt Gott auch: Du, Mensch, sollst lieber nach den Dingen trachten, die ewigen Wert haben im Himmel», ergänzt Lorena Marti.
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37
Ein Neuanfang kann auch eine Chance sein
«Streut die Saat dorthin, wo sie etwas nützt», sagt Tobias Rentsch. «Wenn man etwas anpackt, dann soll man es möglichst schlau und gewinnbringend machen.» Evelyne Baumberger überträgt das Prinzip in den Alltag. «Überall da, wo ich etwas anpacke, kann ich schauen, dass es nicht von Dornen überwachsen wird.» Ein Neuanfang kann auch eine Chance sein.
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36
Freiheit und Verantwortung – passt das zusammen?
Gott hat dem Menschen die Erde anvertraut. «Das ist für mich wie eine Arbeitsteilung. Es geht auch um eine Freiheit und die Verantwortung dafür», sagt Tobas Rentsch. Im Vergleich zu anderen orientalischen Texten kann man hier ein positives Menschenbild entdecken. «Menschen sind gemeinsam in der Verantwortung. Wir gehören zusammen», ergänzt Evelyne Baumberger. «Wir sind nach dem Bild von Gott geschaffen, das ist eine grosse Ehre. Gott ist aber nicht fern von uns, das vermischt sich. Gott ist präsent.»
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35
Was wir von der Bibel lernen könnten
«Dieser Vers wird oft benutzt, um andere zu belehren und runterzudrücken», sagt Tobias Rentsch. «Zuerst sollte man einen solchen Text aber auf das eigene Leben beziehen». Dietrich Bonhoeffer sagte, dass man die Bibel immer zuerst gegen sich selbst lesen sollte. «Nicht für sich, sondern gegen sich», ergänzt Evelyne Baumberger. «Der Text sollte mich auslegen und interpretieren und nicht ich den Text. Der Text ist ein grösserer Massstab als ich selbst.»
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34
Kann ich mich auf Gott verlassen?
Der Psalmist besingt Gott, ehrt ihn für seine Schöpfung. In den Versen zuvor steht, dass die Welt untergeht, Gott aber bleibt. «Diesen Kontrast bemerken wir vermutlich stärker als die Menschen damals. Wir realisieren, dass unsere Welt zerfällt», sagt Evelyne Baumberger. «Was bleibt, das ist Gott. Wenn alles wankt: Er bleibt bestehen». Doch was bedeutet es, wenn man sich auf Gott verlassen kann? Tobias Rentsch ergänzt und sagt: «Sich auf Gott verlassen bedeutet, dass ich mich ein Stück weit selbst verlasse und ihm vertraue.»
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33
Der Heilige Geist – Person oder Kraft?
Dieser Text wurde knapp 100 Jahre nach Christus geschrieben. «Das ist wichtig», betont Tobias Rentsch. «Zur Zeit von Jesus war alles sehr lokal bezogen. Hier geht es dann plötzlich um alle Menschen.» Damit bezieht er sich auf das Wirken des Heiligen Geists. Evelyne Baumberger präzisiert: «Hier wird der Heilige Geist als Person dargestellt. Für mich ist in ihm Gott präsent. Da, wo sich etwas zwischen den Menschen abspielt.»
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Wenn mich die Sorgen niederdrücken
Mirjam Merz kennt das aus ihrem Alltag. «Sorgen, die drücken, kenne ich. Für ein gutes Wort braucht es ein Gegenüber, das hat sicher eine heilsame Wirkung.» Dafür gibt es auch in der Bibel Beispiele: Geschichten, in denen Menschen durch ein gutes Wort aufgerichtet werden. «Das setzt voraus, dass man die Menschen rundherum im Blick hat. Für sie betet und diese Sorgen wahrnimmt», ergänzt Thomas Zingg.
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31
Jesus Christus schafft Frieden
Paulus macht mit dieser Textstelle eine Abgrenzung gegenüber den anderen Göttern der damaligen Zeit. «Jesus als Einziger hat die Rolle eines Mittlers. Es braucht einen Menschen, der die Beziehung zu Gott wiederherstellt», sagt Thomas Zingg. Jesus musste sterben, um den Weg zu Gott freizumachen. «Er schafft Frieden. Das ist etwas aktives», ergänzt Mirjam Merz. Dieser Frieden geschieht hier im Kleinen, er wird eines Tages aber auch im Grossen geschehen.
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30
Werde ich belohnt, wenn ich mich an Gott festhalte?
Wenn man Bewährungsproben erlebt, dann soll man auch noch glücklich sein? «Ja, das ist ein hoher Anspruch», sagt Mirjam Merz. «Es ist wohl nicht die Zeit, in der man glücklich ist. Oft sind es aber diese Zeiten, die den Charakter schleifen und verändern.» Thomas Zingg ergänzt und erwähnt, dass es auch Zeiten sind, in denen der eigene Glaube gestärkt wird. «Im Wissen, dass ein Glaube auch daran zerbrechen kann.»
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29
Gott tröstet, auch wenn es sich nicht danach anfühlt
Mit diesen Zeilen schliesst der Apostel Petrus diesen Brief aus der Bibel ab. «Der Kontext ist das Leiden. Wichtig ist aber die Bemerkung, dass Gott mittendrin ist und man von ihm auch etwas erwarten darf», erwähnt Thomas Zingg. Gerade in Leidenszeiten taucht oft die Frage auf, ob Gott es denn wirklich gut meint mit uns Menschen. «Da setzt Petrus nochmal ein Punkt. Ihm ist wichtig zu sagen, dass sie daran nicht zweifeln sollen», ergänzt Mirjam Merz. Die Spannung ist aber nicht einfach auszuhalten. Auf der einen Seite steht das Erleben, auf der anderen Seite steht diese Zusage. Helfen können die Hoffnung und der Glaube daran, dass dieses Leiden auch mal ein Ende haben wird.
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28
Was ich säe, das ernte ich auch
«Das ist ein typischer Spruch aus dem Buch der Sprüche», kommentiert Thomas Zingg den heutigen Textabschnitt. Ein Spruch aus der Weisheitsliteratur der Bibel, wo es oft um Wahrscheinlichkeiten geht und eine Anleitung fürs Leben. «Es definiert auch, wie ein Leben aussieht, welches gefüllt ist mit Weisheit», ergänzt Mirjam Merz. Für sie sind zum Beispiel Begegnungen mit Menschen solche Momente, bei denen auch eine Art Geschenk zurückkommt. Das, was ich weitergebe, werde ich auch ernten.
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27
Gott steht zu seinem Wort
«Ganz ehrlich: Ich habe da eine grosse Frage», sagt Katharina Bänziger. «Was meint Jesaja mit dieser Aussage, dass Gott alles ausführt, was er beschlossen hat?» Mitten im Gericht lobt Jesaja seinen Gott. «Gott hat beschlossen, dass er uns liebt und mit uns den Weg gehen will.» Für Thomas Bänziger zeigt sich das an dieser Textstelle. «In den Herausforderungen haben die Menschen erlebt, dass Gott da war und den Weg mit ihnen gegangen ist.»
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26
Gott führt uns in keine Sackgasse
Wörtlich heisst es, dass das Herz des Menschen seinen Weg plant, aber der Herr lenkt seinen Weg. «Mich verunsichert das manchmal im Alltag», sagt Thomas Bänziger. «Ich weiss gerne was auf mich zukommt.» Doch dann kommt es oft anders. Katharina Bänziger erlebt das diametral anders. «Für mich hat das etwas Tröstliches. Gott lenkt meinen Weg auf einen sicheren Boden.» Gott durchkreuzt unsere Pläne. Das kann schlussendlich aber auch zu einem besseren Ende führen. Er führt nicht in die Sackgasse, er hat einen Weg bereit.
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Das ist zu gut, um wahr zu sein
«Dieser Vers ist zu gut, um wahr zu sein», sagt Thomas Bänziger. Der Überfluss an Gnade wird schon durch die Wortwahl deutlich. «Paulus hat das ganz bewusst gewählt», ergänzt Katharina Bänziger. Der Kontext der Textstelle ist eine Spendensammlung. «Fröhlich geben können wir nur dann, wenn wir überzeugt sind, dass Gott für uns schaut.» Es geht um die Grundhaltung, wie wir mit Geld umgehen können.
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24
Gott sieht alles!?
Thomas Bänziger stellt zu Beginn die Frage nach dem Gottesbild. «Steckt da nicht ein Gottesbild von einem Polizisten dahinter? Einer, der alles sieht?» Wenn es einen Gott gibt, der alles sieht, kann das bedrohen, aber auch befreien. «Wie in einem Glashaus. Das kann auch authentisch wirken.» Katharina Bänziger ergänzt und sagt: «Wenn alles transparent ist, dann kann dies auch Gerechtigkeit erwirken. Alles liegt offen da.» Wichtig ist aber auch der Kontext, die anderen Verse um die Textstelle herum. Da geht es darum, dass Jesus Christus für uns einsteht und selbst schon die Gerechtigkeit erwirkt.
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Ostern: Aus der Trauer in die Begeisterung! (Bonusfolge)
Voller Begeisterung rennen die Frauen vom leeren Grab zu den Jüngern und verkünden die Auferstehung von Jesus. «Die Frauen haben sich getraut zum Grab zu gehen und die Jünger sitzen irgendwo in ihrer Trauer», bemerkt Johannes Tschudi. Und auch die freudigen Ausrufe der Frauen ändern daran nichts. «Sie bleiben in dieser Starre. Nur Petrus springt auf und geht zum Grab», sagt Mimi Grauli. Vielleicht hat er persönliche Gründe, die noch stärker hoffen lassen, dass Jesus wirklich lebt?
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22
Ostern: Die Worte von Jesus wurden wahr! (Bonusfolge)
«Die Stelle zeigt schön, wie unglaublich die Vorstellung war, dass jemand von den Toten aufersteht», sagt Johannes Tschudi. Denn obwohl Jesus seinen Tod und seine Auferstehung mehrmals angekündigt hat, rechnet niemand mehr damit. Das ist umso erstaunlicher, wenn man bedenkt: «Die Jünger und Jüngerinnen haben erlebt, wie Jesus mit Lazarus bereits einen Toten wieder ins Leben geholt hat», sagt Mimi Grauli.
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21
Ostern: Er ist auferstanden! (Bonusfolge)
Zögernd betraten sie die Grabhöhle, sie war leer. Verwirrt überlegten sie, was sie jetzt tun sollten. Da traten zwei Männer in glänzend weissen Kleidern zu ihnen. Die Frauen erschraken und wagten nicht, die beiden anzusehen. «Warum sucht ihr den Lebenden bei den Toten?», wurden sie von den Männern gefragt. «Er ist nicht hier. Er ist auferstanden!»
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20
Ostern: Der Stein ist weg! (Bonusfolge)
Bis zum Tod haben die Frauen, die mit Jesus unterwegs waren, zu ihm gehalten. Nach dem Sabbat früh am Morgen machen sie sich auf, um ihm mit ihren Salben die letzte Ehre zu geben, denn: «Die Frauen mussten ihren geliebten Rabbi beerdigen, ohne ihn ölen zu können. Das muss hart gewesen sein», sagt Mimi Grauli. Johannes Tschudi ergänzt: «Die Frauen haben Mut bewiesen, sich zu jemandem zu bekennen, der gekreuzigt wurde.»
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19
Karfreitag: Mit Jesus ist die Hoffnung gestorben
Der römische Hauptmann erkennt, dass Jesus Christus Gottes Sohn gewesen ist. Für Evelyne Baumberger ist das eine bemerkenswerte Aussage: «Gottes Sohn war zu dieser Zeit eigentlich immer der Kaiser. Der Hauptmann sagt damit, dass Jesus diesen Status erhalten hat. Das ist nicht ungefährlich.» Tobias Rentsch sieht noch einen weiteren Punkt. «Der Hauptmann und die Frauen, das sind die, die erkennen, wer Jesus ist. Das ist nicht die theologische Elite.» Für ihn ist das ein Hinweis, dass wir alle eingeladen sind, um bei dieser Geschichte mitzureden.
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18
Karfreitag: Jesus stirbt am Kreuz
Der Text ist filmreif. «Die ganze Dramatik des Moments wird sichtbar in diesem Text», sagt Evelyne Baumberger. Und mittendrin stirbt Jesus Christuts. Es wird dunkler und schwärzer. «Und nun sagt Jesus, dass ihn auch noch Gott verlassen hat», ergänzt Tobias Rentsch. «Tiefer geht es eigentlich gar nicht.»
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17
Karfreitag: Jesus wird verspottet
«Es ist ein drastischer Moment», sagt Tobias Rentsch. «Die, welche ihn verspotten, machen sich lustig über den Fakt, dass er anderen Menschen geholfen hat». «Jesus geht untendurch», ergänzt Evelyne Baumberger. «Er, der eigentlich allen anderen geholfen hat, erhält nun die Todesstrafe.» Und neben ihm sterben zwei Verbrecher, die rechtmässig verurteilt wurden – und auch sie verspotten ihn.
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16
Karfreitag: Jesus verändert die Weltgeschichte
«Diese Geschichte hat die Welt so stark verändert wie keine andere», sagt Tobias Rentsch. Sie beginnt bei Weihnachten und endet vorerst am Karfreitag. «Hier wird die Geschichte richtig dicht!» Jesus wird als König der Juden betitelt. Evelyne Baumberger fügt hinzu: «Jesus sagt das nie von sich selbst, er verneint es aber auch nicht.» Vielleicht hat diese Geschichte gerade deswegen die Welt verändert. «Weil ein König am Kreuz stirbt.»
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15
Selbstbestimmt oder Gott geführt?
«Es geht um ziemlich viel in dem Text: Himmel, Hölle und Ewigkeit», sagt Johannes Tschudi. Dieser Vers könnte die Grundlage für eine ausufernde theologische Diskussion über Himmel und Hölle werden. Doch dafür reicht die Zeit nicht. «Aber was heisst das für unseren Alltag?», fragt sich Mimi. «Wie können wir uns von Gottes Geist leiten lassen?»
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14
Ewiges Lob
Hohe Ansprüche, die hier der Betende an sich selbst stellt. Wohl das Zeugnis einer starken Euphorie, die er erlebt. In guten Zeiten fällt es uns leicht dankbar und freudig zu sein. Doch können wir Gott auch dann preisen, wenn wir in schwierigen Zeiten stecken? Das fragen sich Mimi Grauli und Johannes Tschudi im Gespräch.
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13
Wenn Gott anders eingreift als erwartet
Ein klarer Imperativ wird hier formuliert! Ein Ausdruck von Hilflosigkeit? Für Mimi Grauli eine Ermutigung: «Es ist schön zu wissen, dürfen wir Gott gegenüber so flehen.» Johannes Tschudi versteht den Vers so, dass der Beter fast schon Angst hat um Gott: «Das ist doch ein sehr menschlicher Zug, dass wir manchmal denken, wir müssten Gott verteidigen.»
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12
Von Engel begleitet
Mit diesen Worten schickt Abraham seinen Diener auf eine wichtige Mission. Und ist es nicht eine schöne Zusage zu wissen, dass wir auf unseren Wegen begleitet sind und Gott uns nicht allein lässt? Ein Segen, der uns auch heute noch ermutigen kann, finden Mimi Grauli und Johannes Tschudi.
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11
Die Einheit von Vater und Sohn
Ein hoher Anspruch, der Jesus hier ausspricht: Er setzt sich gleich mit Gott dem Vater. Für Johannes Tschudi klärt sich damit die Frage, zu wem man eigentlich beten soll: «Es sind sowieso beide da, es spielt gar keine Rolle.» Oder wie Mimi Grauli sagt: «Sie teilen Schmerz, Freude und Sehnsüchte.»
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10
Der Glaube an Gott wirkt befreiend
«Dieser Start ist ganz drastisch. Diese Wortwahl! In einer anderen Übersetzung ist hier sogar vom elenden Menschen die Rede», sagt Tobias Rentsch. «Ich fühle mich grundsätzlich glücklich im Leben. Das ist eine Spannung.» Und doch gibt es Momente im Leben, wo man lieber nicht drinstecken würde. «Mich beruhigt das auch ein wenig, dass sogar Paulus diese Spannung kennt», ergänzt Evelyne Baumberger. Auch wenn wir als Menschen oder als gesamte Schöpfung geliebt sind, sind wir auf die Hilfe von Gott angewiesen.
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9
Gott schenkt ein Leben im Überfluss?!
«Man hört dieses Aber», sagt Evelyne Baumberger. «Im vorderen Teil des Verses geht es um den Dieb, der kommt, stiehlt und tötet. Da ist die Aussage von Jesus ein starker Kontrast dazu.» Für Tobias Rentsch ist klar, dass uns Jesus etwas geben und nicht etwas wegnehmen will. «Alles andere ist eine völlige Fehlinterpretation von Religion.» Der Dieb bezieht sich auf all das, was mir selbst nicht guttut. «Das Leben mit Gott ist das Gegenteil», ergänzt Evelyne.
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8
Bekomme ich alles, wenn ich Gott nur darum bitte?
Ein bekannter Vers, der auch oft missverstanden werden kann. «Ich habe mich immer gefragt: Stimmt das, was hier steht? Gott als eine Art Cola-Automat?», sagt Tobias Rentsch. Für Evelyne Baumberger könnte es auch eine Zukunftsvorstellung sein. «An einem Tag, irgendwann, wird das so werden. Es ist eine Art Vertröstung.» Gerade als Pfarrperson kann das auch spannungsvoll sein. «Seelsorger zu sein bedeutet, dass ich dieser Person zuhöre und aushalte», sagt Tobias abschliessend.
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7
Der Tod ist auch ein Neuanfang
«Ich finde bei diesem Text spannend, dass das ewige Leben so eng mit der Verherrlichung von Jesus zusammenhängt», sagt Tobias Rentsch. In der Verherrlichung erhalten Menschen das ewige Leben – oder umgekehrt. Für Evelyne Baumberger ist der Begriff etwas sperrig. «Beim ewigen Leben geht es auch um das volle Leben. Die Menschen fühlen sich darin angenommen. Damit wird Jesus verherrlicht.» Mit dem Tod von Jesus beginnt etwas Neues, das weitergeht.
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6
Sich an das Gute im Leben erinnern
Ein kurzer Ausschnitt aus einem typischen Psalm aus der Bibel. Es geht um Verfolgung und Angst. Evelyne Baumberger sieht darin ein Gebet: «Gott, ich spiele in deinem Team, hilf mir doch jetzt!» Tobias Rentsch sieht darin die Treue Gottes. «So wie die ganze Spanne des Lebens, die zeigt, wie Gott wirkt.» Es ist eine Erinnerung an das Gute, das Gott im Leben bewirken kann.
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Was hat die Bibel mit meinem Alltag zu tun? Lass dich von Montag bis Freitag von einem kurzen Gedankenanstoss inspirieren. Zwei Gäste unterhalten sich über einen kurzen Text aus der Bibel. Hol dir in zwei bis drei Minuten Impulse und Ermutigung für deinen Tag – informativ, lebensnah, und immer wieder mit überraschenden Einsichten. Hinweis: Die Gäste in unseren Sendungen und Beiträgen geben ihre persönlichen Ansichten und Meinungen wieder. Diese müssen nicht zwingend mit den Ansichten der Redaktion übereinstimmen. ERF Medien arbeiten nach journalistischen Grundsätzen und bilden unterschiedliche Meinungen ab.
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