Data Navigator

PODCAST · business

Data Navigator

Der EU Data Act verändert die Rahmenbedingungen für den Zugang zu und den Umgang mit Daten in der gesamten EU. Er betrifft Unternehmen nahezu aller Branchen – vom Hersteller vernetzter Produkte und Cloud-Dienstleistern zu deren Nutzern. Der Data Act schafft die Grundlage für datengetriebene Geschäftsmodelle. Dieser Podcast beleuchtet Chancen und Compliance Temen, die sich aus dem Data Act ergeben.

  1. 40

    Der Data Act als Gefahr für Geschäftsgeheimnisse

    In Folge 42 des Data Navigator Podcast sprechen wir mit Dominik Ebeling (Head of Data Governance, Rolls-Royce Power Systems) über die Frage, ob und wie Geschäftsgeheimnisse in IoT-Sensordaten stecken können – und was das für Ansprüche aus dem Data Act bedeutet. Eim EInzelnen geht es um: - das richtige Verhältnis von Datenzugang und Innovationsschutz, - das Kühlschrank-Beispiel: Wie man aus einer Temperatur-Zeitreihe die Steuerungslogik eines Produkts ablesen kann. - Reverse Engineering über Daten vs. über Hardware: Warum der Aufwand ein entscheidender Schutzfaktor ist. - eine praktische Kategorisierung von Sensordaten in vier Stufen – von Umgebungsvariablen bis zum geschützten Innovationskern. - Zahlen: Mindestens zwei Drittel der Sensordaten sind für die Herausgabe vollkommen unkritisch - sagt der Motorenhersteller und - dem Omnibus, die Bundesnetzagentur und die Forderung, den Kompromiss zwischen Datenteilen und Geschäftsgeheimnisschutz nicht aufzugeben.

  2. 39

    Ein Data Act Startup.

    Thema von Folge 41 des Data Navigator Podcast ist die Perspektive eines Startups, das sein Geschäftsmodell unmittelbar auf den Data Act aufbaut. Unser Gast ist Philip Schütz, Gründer von Data Revolution und zugleich Datenschutzexperte bei Mercedes-Benz. Philip bringt eine ungewöhnliche Kombination mit: Als Politikwissenschaftler hat er bei Fraunhofer den Gesetzgebungsprozess der DSGVO wissenschaftlich begleitet und anschließend in Unternehmen im Datenschutz gearbeitet. Über die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Data Act im Rahmen eines Kommentarprojekts zur EU-Digitalgesetzgebung entstand die Idee zur Gründung von Data Revolution. Wir erfahren, was Data Revolution konkret macht: Das Tech-Startup schaltet sich zwischen Dateninhaber und Datennutzer, bereitet die nach dem Data Act herauszugebenden Rohdaten auf und macht sie für Datennutzer verwertbar – von der Analyse über die Visualisierung bis zur Integration in bestehende Geschäftsprozesse. Daneben bietet das Startup KMUs Unterstützung bei der Data-Act-Compliance auf Dateninhaber-Seite. Ein Schwerpunkt der Folge liegt auf den praktischen Erfahrungen aus dem Agritech- und Fahrzeugdatenbereich. Philip berichtet aus erster Hand: Bei einem Traktorenhersteller konnten 750 Datenarten als CSV-Download abgerufen werden – Echtzeitzugriff über eine API wurde aber mit Verweis auf fehlende Infrastruktur verweigert. Ein anderer großer Hersteller stellt zwar eine API bereit, liefert aber nur fünf Datenarten. Im Fahrzeugdatenbereich wiederum werden für Echtzeitzugriff Kosten von 20 bis 30 Euro pro Fahrzeug pro Monat verlangt – ein Betrag, der innovative Geschäftsmodelle im Keim ersticken kann. Ausführlich diskutieren wir die Frage, warum der Data Act am Markt noch nicht angekommen ist: Viele Unternehmen nehmen ihn eher als regulativen Bremsschuh wahr statt als Enabler. Selbst in der Startup-Szene kennt kaum jemand den Data Act. Philip schildert auch, wie sein Team mit Themen wie Vertraulichkeit und Geschäftsgeheimnisschutz umgeht – gerade im B2B-Kontext erwarten Kunden, dass ihre Daten in ihrer Hoheit bleiben. Zum Abschluss formuliert Philip klare Forderungen: Die Bundesnetzagentur als künftige Aufsichtsbehörde müsse Non-Compliance konsequent verfolgen.

  3. 38

    Neues aus Berlin und Brüssel: Wohin fährt der Data Omnibus?

    Folge 40 des Data Navigator Podcast ist eine Sonderfolge ohne Gast: Hubertus von Roenne und Martin Schirmbacher ordnen die aktuellen regulatorischen Entwicklungen rund um den Data Act ein. Es gibt Neues aus Berlin und aus Brüssel. Teil 1: Das Data-Act-Durchführungsgesetz Wir beginnen mit dem Blick nach Berlin: Das Durchführungsgesetz zum Data Act hat dann jetzt doch überraschend schnell den Bundestag passiert. Wir erklären, warum es überhaupt ein nationales Begleitgesetz braucht und was die beiden Schwerpunkte sind: die Zuständigkeit der Bundesnetzagentur als zentrale Aufsichtsbehörde und die Ausgestaltung der Bußgelder. Dabei schauen wir auf die vier Bußgeldstufen – von fünfzigtausend bis fünf Millionen Euro – und erklären, warum die hohen Beträge nur für Gatekeeper nach DSA und DMA relevant sind. Besonders diskutieren wir die überraschende Herausnahme von Art. 4 Abs. 13 Data Act aus dem Bußgeldkatalog – einer Kernvorschrift, die regelt, unter welchen Voraussetzungen Hersteller IoT-Daten ihrer Kunden weiternutzen dürfen. Wir erörtern, ob das mit der europarechtlichen Pflicht zu wirksamen Sanktionen vereinbar ist und was die Bundesnetzagentur alternativ an Durchsetzungsinstrumenten hat – insbesondere Anordnungen und Zwangsgelder. Teil 2: Der Digitale Omnibus Im Hauptteil widmen wir uns dem Digitalen Omnibus der EU-Kommission. Wir erläutern die Hintergründe: den Draghi-Bericht, den Druck der Mitgliedstaaten und das Versprechen der Kommission, die europäische Digitalregulierung zu vereinfachen. Kern des Vorhabens ist die Konsolidierung von Data Act, Data Governance Act und Open Data Directive in einem einzigen Datengesetz – dem Data Act. Wir analysieren die wesentlichen Stoßrichtungen des Omnibus: Widersprüche zwischen bestehenden Gesetzen beseitigen, Definitionen schärfen, Ausnahmen für KMUs erweitern und die Überschneidungen zwischen Datennutzung und DSGVO klarer adressieren. Anschließend schauen wir auf die Konsultationsphase und die rund 170 eingegangenen Stellungnahmen. Auf Herstellerseite reichen die Forderungen von einer Ausnahme für B2B-Daten über die Beschränkung auf reinen Lesezugang bis zur sektoralen Herausnahme etwa von Batteriedaten. Wir ordnen ein, warum viele dieser Extrempositionen keine Chance haben werden. Auf Nutzerseite registrieren wir einen erfreulichen Trend: Mehr Nutzer melden sich zu Wort, liefern konkrete Use Cases – etwa aus dem ÖPNV – und fordern die Einbeziehung historischer Daten aus der Zeit vor dem 12. September 2025. Wir diskutieren, warum diese Altdaten für Predictive Maintenance und für die Bewertung und Finanzierung von Bestandsanlagen essentiell sein können. Zum Abschluss werfen wir einen Blick auf den weiteren Zeitplan, die zu erwartenden Trilogverhandlungen und die beteiligten Akteure – von Axel Voss über die irische Council-Präsidentschaft bis zur DG Connect. Außerdem geben wir konkrete Tipps: Jetzt mit Herstellern und Nutzern in den Dialog treten, die Bundesnetzagentur im Blick behalten und auf sektorale Standardisierungsinitiativen achten.

  4. 37

    Data Act und Windenergie aus Verbandssicht

    Thema von Folge 39 des Data Navigator Podcast ist - mal wieder - die Bedeutung des Data Act für die Windenergie. Unser Gast ist Stefan Grothe, Fachreferent Technik beim Bundesverband Windenergie (BWE), dem mit über 17.000 Mitgliedern größten Verband im Bereich der erneuerbaren Energien. Wir starten mit einem Überblick über das Windenergie-Ökosystem: Wer sind die typischen Beteiligten – von Betreibern und Betriebsführern über Hersteller und freie Serviceanbieter bis hin zu Direktvermarktern und Netzbetreibern? Stefan Grothe erklärt, warum die Betreiberstruktur in Deutschland besonders heterogen ist – von der Bürgerenergiegesellschaft bis zum großen Energieversorger. Ein Schwerpunkt liegt auf den Daten, die an Windenergieanlagen anfallen: Leistungsdaten, Wetterdaten, Temperatur, Schwingungsüberwachung und Spannungsdaten – üblicherweise als Zehn-Minuten-SCADA-Daten . Besonders spannend: Der Datenfluss ist bidirektional – Netzbetreiber und Direktvermarkter können Anlagen auch aktiv steuern, etwa bei Netzengpässen oder negativen Strompreisen. Wir diskutieren, welche neuen Möglichkeiten der Data Act eröffnet: höher aufgelöste Daten für besseres Condition Monitoring, präzisere Vorhersagen zur Lebensdauer von Großkomponenten und neue Geschäftsmodelle rund um Predictive Maintenance. Dabei spielen auch Subsysteme eine wichtige Rolle – etwa Condition-Monitoring-Systeme an Getriebe, Lagern und Rotorblättern, deren Daten bisher oft beim Hersteller oder Dienstleister verbleiben. Beim Thema Geschäftsgeheimnisse und IP-Schutz zeigt sich Stefan Grothe differenziert: Reverse Engineering über Datenanalysen sei grundsätzlich denkbar, aber in der Praxis erst nach langer Betriebszeit relevant, wenn unabhängiger Service überhaupt möglich wird. Deutlich wird auch, dass die Kenntnis über den Data Act in der Branche noch lückenhaft ist. Zum Abschluss wirft Stefan Grothe einen Blick auf wirtschaftliche Treiber: Sinkende Haftungscaps in Wartungsverträgen, steigende Anforderungen an Stromgestehungskosten und die zunehmende Bedeutung besserer Datenanalysen für Versicherer und Finanzierer machen den Data Act für die Branche strategisch relevant.

  5. 36

    Data Act aus Sicht eines Maschinenherstellers

    Thema von Folge 38 des Data Navigator Podcast ist die Bedeutung von Daten in der modernen Landwirtschaft – und was der Data Act konkret für Landmaschinenhersteller und Landwirte bedeutet. Unser Gast ist Georg Larscheid, Vice President Global Digital Business bei Claas, einem der weltweit führenden Landtechnikhersteller. Wir schauen darauf, welche Daten auf modernen Landmaschinen entstehen - von Maschinendaten über Prozess- und Produktionsdaten bis hin zu agronomischen Daten wie Ertrags- oder Proteinkarten. Georg Larscheid gibt dabei einen Einblick, wie über 100 Sensoren auf einer modernen Maschine arbeiten und welche davon tatsächlich für nachgelagerte Analytik und Entscheidungsunterstützung genutzt werden. Ein Schwerpunkt liegt auf der Frage, wer welche Daten braucht und welchen Mehrwert daraus zieht: Hersteller nutzen Maschinendaten zur Weiterentwicklung ihrer Produkte, Landwirte profitieren von Prozess- und agronomischen Daten zur Optimierung ihrer Betriebsführung – von der standortspezifischen Düngung bis zur gezielten Pflanzenschutzapplikation. Die Sicht des Herstellers: Landwirte wollen keine Rohdaten, sondern Lösungen und Entscheidungshilfen. Im zweiten Teil sprechen wir über die zentralen Spannungsfelder beim Datenteilen. Georg Larscheid erklärt anschaulich, warum der Schutz von Geschäftsgeheimnissen und geistigem Eigentum für Hersteller wie Claas essentiell ist: Über den Zugang zu Regeldaten automatisierter Systeme sei ein Reverse Engineering von Algorithmen möglich. Daneben diskutieren wir das Spannungsfeld zwischen Innovation und Standardisierung: Interoperabilität ist für Landwirte unverzichtbar, doch Standardisierung hinkt der Innovation naturgemäß hinterher. Zum Abschluss berichtet Georg Larscheid, wie Claas den Data Act konkret umgesetzt hat – von der internen Klassifizierung sensibler und nicht-sensibler Daten über die Zusammenarbeit zwischen Rechtsabteilung und Entwicklerteams bis hin zur Liveschaltung einer Datenexport-Schnittstelle im Kundenportal. Seine ehrliche Bilanz: Die Nutzung der Exportfunktion durch Landwirte ist bisher noch sehr verhalten. Sein Wunsch an die Weiterentwicklung des Data Act: mehr Klarheit beim IP-Schutz und eine stärkere Berücksichtigung der Wertschöpfungskette. Daten seien ein Betriebsmittel, das selbst einen Wert hat.

  6. 35

    Was macht die Bundesnetzagentur mit dem Data Act?

    Thema von Folge 37 des Data Navigator Podcast ist die Bundesnetzagentur als künftige Aufsichtsbehörde für den Data Act. Unser Gast ist Andrea Sanders-Winter, Leiterin der Digitalabteilung bei der BNetzA. Wir sprechen darüber, warum gerade die Bundesnetzagentur die geeignete Behörde für die Durchsetzung des Data Act ist – und welche Erfahrungen sie aus über fünf Jahren Digitalregulierung mitbringt, von Netzneutralität und Geoblocking über elektronische Vertrauensdienste bis hin zur KI-Verordnung. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Stand des nationalen Gesetzgebungsverfahrens: Wie weit ist das Durchführungsgesetz, welche Rolle spielen die BfDI und sektorale Fachbehörden – und wie realistisch ist die geplante Personalausstattung? Außerdem ordnen wir die Diskussion um die Bußgeldhöhe ein und erfahren, wie die Bundesnetzagentur ihre Durchsetzungsstrategie zwischen Unterstützung, Verwaltungsverfahren und Sanktionen ausbalancieren will. Im zweiten Teil geht es um die konkreten Vorbereitungen der Bundesnetzagentur: Aufbau von IT-Systemen für Beschwerdeverfahren, ein umfangreiches Informationsangebot auf der Website, FAQ-Formate und geplante Veranstaltungsreihen für Unternehmen und Verbände. Andrea Sanders-Winter erläutert, wie die Abstimmung mit der EU-Kommission und den europäischen Competent Authorities funktioniert und warum eine konsistente Auslegung über Ländergrenzen hinweg entscheidend ist. Zum Abschluss blicken wir auf die Marktreaktionen: Welche Fragen stellen Unternehmen bereits, wo liegen die größten Unsicherheiten – etwa beim Schutz von Geschäftsgeheimnissen oder den Auswirkungen des Digitalen Omnibus – und was wünscht sich die Bundesnetzagentur von den Unternehmen? Die klare Botschaft: Informiert euch, erkennt die Chancen des Data Act und nutzt die Unterstützungsangebote der Behörde.

  7. 34

    Standardisierung für den Datenaustausch

    Thema von Folge 36 des Data Navigator Podcast ist Standardisierung für den Austausch von Daten. Wir sprechen mit Benjamin Helfritz, Leiter der Stabsstelle Digitale Ökosysteme beim DIN. Am Beispiel des Digitalen Produktpass (DPP) erklärt Benjamin, worauf es bei Standards und Normung für eine Digitalisierung mit Daten ankommt. Wir sprechen über die Entstehung und Funktionsweise von Normen und Standards und den zentralen Organisationen für solche Standards. Dabei geht es auch um die Rolle des DIN, von Cen/CENELEC auf europäischer Ebene und ISO. Außerdem erörtern wir die Frage, warum Standards eine notwendige Voraussetzung für funktionierende Datenmärkte sind und nicht nur „Nice-to-have“? In der Episode arbeiten wir auch heraus, inwieweit sich der Digitale Produktpass auch für die Zurverfügungstellung von Daten nach dem Data Act eignet.

  8. 33

    Data Act im Öffentlichen Nahverkehr

    Thema von Folge 35 des Data Navigator Podcast ist die Rolle des Data Act für den öffentlichen Nahverkehr. Gast in der ersten Folge 2026 ist Kilian Spuck, Head of Digital Law, IT-Vergaberecht, Datenschutzrecht & Energierecht bei der Berliner BVG. Wir schauen darauf, welche Daten bei den Berliner Verkehrsbetrieben heute schon entstehen, welche davon besonders kritisch oder wertvoll sind, wer sie erzeugt und wer sie wie nutzt. Ein Schwerpunkt liegt auf Datenzugang und Abhängigkeiten in komplexen Systemen: Wie kommt die BVG an Maschinendaten, was erhebt sie selbst – und wie transparent ist eigentlich, wer welche Daten bekommt? Dazu besprechen wir, ob und wie Daten zentral ausgewertet werden und welche konkreten Schlüsse sich daraus für Betrieb, Planung und Service ableiten lassen. Im zweiten Teil ordnen wir den EU Data Act aus Nutzerperspektive ein: erste Reaktionen, Erfahrungen im Umgang mit Herstellern und die Bedeutung für den Verkehrssektor insgesamt. Aus unserem Data Navigator Forum greifen wir zentrale Punkte auf – fairer Zugang zu Maschinendaten, Datennutzung als Innovationstreiber sowie mögliche Rollen von Drittanbietern – und beleuchten typische Herstellerbedenken (z.B. Geschäftsgeheimnisse, personenbezogene Daten). Zum Abschluss geht es um Umsetzung und Praxis: Stand im Sektor, größte Hürden, Unterstützungsbedarf und Erwartungen an Politik, Behörden und Verbände. Kilian gibt außerdem konkrete Empfehlungen für andere ÖPNV-Unternehmen – und wir werfen einen Blick nach vorn: Welche Veränderungen könnte der Data Act bei der Datennutzung auslösen, und was wäre in den nächsten Jahren wünschenswert?

  9. 32

    Der Data Act aus Sicht eines Landwirts

    Episode 34 des Data Navigator Podcast zeigt die Sicht eines Nutzers. Bei uns ist Dag Frerichs, Landwirt beim Osterhof an der dänischen Grenze, kurz vor Sylt. Es geht um die Digitalisierung der Landwirtschaft und die Erhebung von Daten bei der Nutzung von Landmaschinen. Wir sprechen über die Rolle der Digitalisierung auf dem Osterhof und anderen landwirtschaftlichen Betrieben. Um welche Daten geht es überhaupt und wie fallen diese Daten an. Welche Daten sind wirklich wichtig und wer nutzt diese? Anschließend geht es um die Abhängigkeiten von Maschinenherstellern einerseits und Softwareanbietern andererseits. Wie transparent ist die Datenerhebung und -verwendung eigentlich? Natürlich reden wir über die Chancen, die der EU Data Act bietet. Was sind hier die konkreten Erfahrungen mit Herstellern aus Deutschland und Übersee? Wir werten auch noch einmal das Data Navigator Forum aus, an dem Dag teilgenommen hat. Schließlich schauen wir auf die größten praktischen Herausforderungen bei der Umsetzung und die Erwartungen der Agrarbauern an Politik, Behörden, die DLG und Verbände. Wie sieht Dag Unterstützungsbedarf und welche konkreten Erwartungen gibt es an die verschiedenen Stakeholder?

  10. 31

    Blitz-Recap: Data Navigator Forum

    Am 28. November 2025 fand das 1. Data Navigator Forum in Berlin statt. Unmittelbar im Anschluss haben sich Hubertus von Roenne und Martin Schirmbacher hingestellt und den Tag Revue passieren lassen. Ein bunter und sehr konstruktiver Tag mit konkreten Ergebnissen, über deren erste Eindrücke wir in Episode 33 des Data Navigator Podast berichten. Wir gehen ein bisschen durch den Tag und besprechen die Erkenntnisse aus den Impulsen von Damian Boeselager (MdEP), Staatssekretärin Prof. Luise Hölscher (BMDS) und Diana Harlinghausen (Bundesnetzagentur). Es geht um Sinn und Zweck des Data Act, um das Durchführungsgesetz zum Data Act und die Regelungen zu Zuständigkeiten, Personalbedarf und darum, wie sich die Bundesnetzagentur für die zukünftigen Aufgaben rüstet. Danach haben wir uns in drei parallelen Workshops (Erneuerbare Energien, Public Mobility, Landwirtschaft) den wirklichen Fragen bei der Umsetzung des des Data Act gewidmet: Welche Daten sind wirklich relevant? Wo bestehen welche Spannungsfelder? Welche Vorschläge und Ideen gibt es zum weiteren Vorgehen? Anschließend haben wir die Ergebnisse zusammen getragen und ausgewertet. Am Schluss blickten wir dann auf Lösungsansätze aus der Praxis: Merle Uhl vom DIN sprach über Standardisierung, Matthias Niebuhr über die von ihm mitgedrafteteten MCT und SCC, Hubertus von Roenne über organisierte Austauschformate und ich über Rechtsschutzmöglichkeiten.

  11. 30

    Neues zum Data Act aus Berlin und Brüssel

    Am 12. September 2025 trat der Data Act in Kraft und es gibt Neues schon gibt es Änderungen. Einerseits gibt es endlich den neuen Entwurf eines "Durchführungsgesetzes zur Datenverordnung" aus dem Digitalministerium. Andererseits wurde der den Data Act betreffende Teil des Digital Omnibus aus Brüssel geleaked. Über beides sprechen Hubertus von Roenne und Martin Schirmbacher und erläutern die Neuerungen. In Episode 32 des Data Navigator Podcast geht es also um - das Durchführungsgesetz zum Data Act - die Zuständigkeit von Bundesnetzagentur und BfDI für die Durchsetzung des Data Act - den Bußgeldrahmen nach deutschem Recht - die geplante Anpassung des Data Act durch den Digitalomnibus - die Integration von FFDR, ODD und DGA in den Data Act - die Nachjustierung beim Data Act selbst - Geschäftsgeheimnisse, B2G-Zugriffe und Cloudswitching

  12. 29

    Data Act für SaaS-Anbieter

    Endlich geht es im Data Navigator um das Cloudswitching. Zu Gast in Folge 31 ist Seda Dinc, Senior Associate bei HÄRTING Rechtsanwälte. Mit ihr sprechen Martin Schirmbacher und Hubertus von Roenne über Kapitel VI des Data Act und die neuen Regelungen für SaaS- und Clouddienste. Seda Dinc-Öztürk hat in Berlin Jura studiert und schon studiumbegleitend bei HÄRTING gearbeitet. Seit 2021 ist sie Rechtsanwältin im IT-Team von HÄRTING: Sie beschäftigt sich vorwiegend mit der Vertragsgestaltung. Im Mai hat sie auf der @KIT einen Vortrag gehalten, der sich u.a. mit dem Einfluss des Data Act auf Cloud-basierte Systeme befasst hat. In der K&R ist ein Beitrag von ihr zu diesem Thema erschienen. Im Gespräch mit Seda klären wir, wie inwiefern der Data Act auch Cloud-Anbieter betrifft, und zwar nicht nur große Hyperscaler, sondern auch kleinere SaaS-Unternehmen, die Cloud-basierte Dienste anbieten – vom E-Commerce-Tool bis zur Collaboration-Plattform. Wir gehen kurz auf die Ziele und die Wirkmechanismen der Regelungen ein. Dann gehen wir im Detail der Frage nach, welche Verpflichtungen sich für die Anbieter ergeben. Es geht also um die konkrete Beseitigung von Wechselhindernissen. Cloudswitching soll möglich und finanzierbarer werden. Wir sprechen über die Pflicht Verträge anzupassen und um Data Act spezifische Regelungen (vor allem Wechselrechte) zu erweitern. Thematisiert werden auch die umfassenden Informationspflichten und die schrittweise Abschaffung von Wechselentgelten. Schließlich werden wir konkret und sprechen über die Einzelheiten und Bedingungen beim Cloudswitching, insbesondere kürzere Kündigungsfristen und Anforderungen an die Datenherausgabe und Interoperabilität.

  13. 28

    Mit dem Data Act zur Smart City Osnabrück

    In Episode 30 geht es mal wieder um den Data Act und Smart Cities - in diesem Fall um die Smart City Osnabrück. Unsere Gäste sind Luca Elena Bauer und Jan Uhlenbrok, beide Teil des Projekts Smart City in der niedersächsischen Stadt Osnabrück. Mit den beiden besprechen wir, wie Osnabrück die Digitalisierung angeht und auf welche Daten dabei zurückgegriffen wird. Konkret besprechen wir folgende Fragen: • Warum hat Osnabrück sich mit dem Data Act beschäftigt? • Was war der Anlass für einen Workshop zum Thema? • Wie steht es um das Projekt Digitaler Zwilling? • WIe kann man in einer Großstadt zu datenbasierten Entscheidungen kommen? • Welche Bedeutung hat der Data Act für Städte? • Wer sind die typischen Player innerhalb der Verwaltung, die sich mit dem Thema beschäftigen sollten? • Wo bestehen Unsicherheiten oder offene Fragen? • Was für Projekte zur Datenutzung gibt es in Osnabrück? • Was braucht es für eine erfolgreiche Umsetzung? • Was können andere Städte von Osnabrück lernen?

  14. 27

    Wie der Data Act Informationsasymmetrien beseitigen helfen kann

    In Folge 29 sprechen Martin Schirmbacher und Hubertus von Roenne mit Martin Lundborg von WIK Consult über die nächste Ausbaustufe der Datenökonomie: Data Sharing und Datenräume. Ausgangspunkt sind zwei aktuelle WIK-Analysen zum Data Act und seinen ökonomischen wie rechtlichen Auswirkungen. Wir sprechen konkret über zwei Studien, die das WIK unter Beteiligung von Herrn Lundborg erstellt hat. Darin geht es einerseits um eine ökonomische Analyse des Data Act und Auswirkungen auf kleine und mittlere Unternehmen. In einer Studie für die Bundesnetzagentur geht es andererseits um die konkrete Umsetzung des Data Act durch Unternehmen in Deutschland. Wir klären, welche Branchen vor allem betroffen sind (u. a. IKT, Automotive, verarbeitendes Gewerbe, Energie, Gesundheit, Landwirtschaft, öffentlicher Sektor/Smart Cities) und warum sich die Effekte rasch in die Breite ziehen werden. Konkret wird’s bei Use Cases von Condition Monitoring und Predictive Maintenance über Qualitätsmanagement, Lieferketten-Transparenz und digitale Zwillinge bis zu CSRD-Reporting. Es geht auch darum, wie die Ausübung von Ansprüchen nach dem Data Act Datenqualität insgesamt verbessern und Informationsasymmetrien ausgleichen kann. Mögliche Hebel sind Standards & Normung, klare Verträge und abnehmende Transaktionskosten.

  15. 26

    Ein Monat Data Act: Stilblüten in der Praxis

    Am 12. September 2025 trat der Data Act in Kraft und Hubertus von Roenne und Martin Schirmbacher sprechen einen Monat danach über die unmittelbar erkennbaren Auswirkungen auf die Praxis. In dieser Folge schauen wir auf - Brüssel: Was gibt es Neues von der EU-Kommission? - Berlin: Was gibt es von den Ministerien? - Bonn: Welche Informationsangebote gibt es von der Bundesnetzagentur? - die Verbände: Wer sagt was zum Data Act? - die Unternehmen: Wie gehen große Hersteller mit dem Data Act um? - den Handel: Wie erfüllen Händler die Informationspflichten? - unsere Erwartungen an die nächsten Monate.

  16. 25

    Geschäftsgeheimnisse im Data Act

    In Episode 27 vom Data Navigator Podcast geht es um den Schutz von Geschäftsgeheimnissen im Data Act. Unser Gast ist Dr. Max Dregelies, Akademischer Rat und Habilitand an der Uni Trier am Lehrstuhl von Prof. Dr. Benjamin Raue sowie Fellow am Institut für Recht und Digitalisierung Trier (IRDT). Herr Dregelies hat sich aus Sicht der Wissenschaft mit dem Geschäftsgeheimnisschutz auseinandergesetzt und in der Sommerausgabe der GRUR einen Aufsatz dazu veröffentlicht. Das war der Anlass für unser Gespräch in dieser Folge des Data Navigator. Zunächst klären wir, wovor Unternehmen überhaupt Angst haben im Zusammenhang mit Data Act und Geschäftsgeheimnissen? Dann gehen wir im Detail darauf ein, was überhaupt Geschäftsgeheimnisse sind. Dann schauen wir auf den Schutzmechanismus des Art. 4 Abs. 6 Data Act und diskutieren, welche Informationen überhaupt Schutz genießen. Herr Dregelies erklärt, welche Maßnahmen der Hersteller vom Nutzer zum Schutz seiner Geschäftsgeheimnisse verlangen kann. Schließlich sprechen wir über die "Trade Secret Handbrake", die Notbremse, wenn Geschäftsgeheimnisse nicht zuverlässig geschützt werden können. Schließlich geht es um die absolute Weigerungsmöglichkeit, wenn mit hoher Wahrscheinlichkeit schwere wirtschaftliche Schäden drohen. All das hört sich nach schwerer juristischer Kost an, im Gespräch erklärt unser Gast das Konzept aber sehr anschaulich und an konkreten Beispielen.

  17. 24

    Data Act in der Elektro- und Digitalindustrie

    Gast in Episode 26 des Data Navigator Podcast ist Dominic Doll vom ZVEI, dem Verband der Elektro- und Digitalindustrie. Er ist dort Senior Manager Digitalisation and Innovation PolicySenior Manager. Es geht um über die Bedeutung des Data Act für die Elektronikindustrie. Mit Dominic Doll sprechen wir über die Berührungspunkte mit dem Data Act der Mitgliedsunternehmen und die konkreten Herausforderungen, die damit verbunden sind. Herr Doll bereichtet, wo die Mitgliedsunternehmen derzeit bei der Umsetzung stehen und wie wird der Datenzugang gewährt wird. Außerdem geht es um Kapitel VI des Data Act und zwar das Cloud Switching. Worum geht es da und inwieweit geht das die ZVEI-Mitgliedsunternehmen an? Wir sprechen über die Unterschiede in der Geltung des Data Act für SaaS, PaaS und IaaS-Anbieter einerseits und den B2B- und B2C-Bereich andererseits. Schließlich sagt Herr Doll, was er und der Verband aus Sicht von Herstellern der Elektronikbranche von der Politik erwarten.

  18. 23

    Data Act als Weckruf für Data Governance

    Thema von Folge 25 des Data Navigator Podcast ist Data Governance in Unternehmen. Unser Gast ist Daniel Esser, Managing Consultant Data Strategy bei Qunis. Mit dem Datenberater sprechen wir über seine Sicht auf Datenstrategien bei Kunden und den Umgang mit dem Data Act. Er appelliert an Hersteller, den Data Act nicht nur als Compliance-Thema zu sehen, sondern in eine vernünftige Datenstrategie einzupassen. Der Data Act ist aus seiner Sicht ein Weckruf, Daten professionell zu managen. Unternehmen, die nur minimale Compliancevorgaben einhalten, liefen Gefahr, Chancen zu verpassen. Außerdem sprechen wir über typische Herausforderungen bei dem Umgang mit Daten in Unternehmen. Aus Daniels Sicht sind das o Unterschätzen von Datenthemen o Überschätzung des organisatorischen Reifegrads o Falsche Selbsteinschätzung beim Überblick über eigene Datenbestände o Fehlende Projekt- und Transformationssicht Außerdem geht es um einen gesunden Aufbau von Datenstrukturen und -governance in Unternehmen. Es geht darum, die richtigen Menschen an einen Tisch zu bringen. Es bedarf eines Reifegrad-Assessments für Organisation und Datenstrategie und einer anschließenden Priorisierung der Handlungsfelder. Es bedarf eines Projekt- und Change-Ansatz: Den Data Act sollte man nicht als einmalige Pflichtübung ansehen.

  19. 22

    Was bedeutet der Data Act für die Agrarwirtschaft

    Es geht um Daten in der Landwirtschaft in Episode 24 des Data Navigator, dem Podcast zum EU Data Act. Unser Gast ist Prof. Dr. Reinhard Grandke, Professor an der Uni Gießen und Partner bei Upgrade. Er ist ehemaliger Hauptgeschäftsführer der DLG. Sein Spezialgebiet ist die Agrarwirtschaft und wir sprechen über die Digitalisierung und Datengetriebenheit der Landwirtschaft. Es geht um den Status Quo und darum, was sich durch den Data Act ändern wird in der Agrarindustrie. An konkreten Beispielen besprechen wir, wo Daten für Landwirte eine Rolle spielen. Wir beleuchten auch die Herausforderungen, die dem freieren Datenaustausch von Maschinendaten noch entgegenstehen. Zudem fragen wir, was es von Seiten der Politik und Verbänden braucht, damit Daten in Zukunft maximal genutzt werden können.

  20. 21

    Predictionfolge zum Start des Data Act: Was wird jetzt passieren?

    Am 12. September 2025 tritt der Data Act in Kraft und Hubertus von Roenne und Martin Schirmbacher sprechen just am 12.9. über ihre Data Act bezogenen Erwartungen für die nächste Zeit. In unserer Predictionsfolge schauen wir auf - den heutigen Tag - neue Geschäftsmodelle und mögliche Startups - Klagen, Bußgelder und Abmahnungen - die DSGVO als Rettungsanker - ausländische Unternehmen - die Modell-Clauses der EU - zu erwartende UseCases - den Data Act in der Presse

  21. 20

    From Fields to Fiber: How a Village Became a Digital Pioneer

    The Etteln Transformation: A Journey to Energy Mastery and Digital Innovation In this enlightening episode, we delve into the remarkable transformation of Etteln, a small village with 1,800 inhabitants, under the leadership of Ulrich Ahle, the current CEO of Gaia-X and former CEO of Fiware. Ahle, who interestingly serves as the "hobby" mayor of Etteln, has steered the village into becoming a model of sustainability and digital innovation. Producing 34 times the energy it consumes, Etteln has shifted focus from controlling energy production to influencing energy usage, leveraging renewable sources like wind and solar power. The catalyst for this transformation was the community's mobilization to save their local primary school from closure, launching the "Etteln Active" initiative. Despite Germany's moderate ranking of 19th in the DESI index and being five years behind digital leaders like Estonia and Finland, Etteln set out to become the "Digital Lighthouse Village of Germany" following a visionary conference in 2018. Starting with infrastructure, the village deployed fiber connections to 50 homes in just six months, a feat accomplished with the approval of 135 landowners and the collective effort of 60 people dedicating 3,500 hours. The adoption of Lora sensors and the open-source Fiware platform, alongside the creation of a 3D digital twin of the village, laid the groundwork for advanced digital solutions. Etteln's journey didn't stop at infrastructure. The village has introduced next-generation fire brigades equipped with drones and a flood prewarning system inspired by Montevideo's technology. At the heart of these advancements is a community-driven DNA or mindset, emphasizing the importance of standards for interoperability to ensure seamless integration of technologies.

  22. 19

    Data Excellence in Vienna

    In this episode, we dive into the innovative world of Brigitte Lutz, the Data Governance Coordinator for the city of Vienna. Lutz has been instrumental in positioning climate change as a catalyst for digital transformation, aiming to establish Vienna as the most livable city globally. Vienna took a pioneering step in 2011 by opening its data to the public, setting a precedent that has since inspired over 300 applications developed in Vienna and 700 across Austria. This initiative began with the crucial step of classifying which data could be publicly shared, a task complicated by data silos within Vienna's 100+ administrative departments. To engage its 60,000 employees, Vienna focused on defining roles and responsibilities, creating a network of data stewards and experts. However, Vienna recognized that merely publishing open data wasn't enough; it fostered community engagement through unique open data meet-ups, known as "Wien and Wine," boosting the ecosystem around this open data. Notable successes include the startup Runtastic, which leveraged Vienna's open data before being acquired by Adidas, and the development of apps that provide real-time data on elevator functionality and street curb heights for wheelchair users. Vienna is also at the forefront of smart city innovation with the creation of an urban data space initiative, utilizing Gaia-X for public utilities. To generate public enthusiasm for data, Vienna hosts "data walks" that conclude with discussions in the parliament house, often over wine, highlighting the city's approach to making data accessible and engaging. Additionally, Vienna participates in the Open Government Data Austria cooperative, consisting of 150 members brainstorming on data's value creation, and contributes to the Open Data DACHLi for the German-speaking community. Brigitte also has amusing stories, where data can be misleading - based on data, Vienna had a 100m wide tree and flying overground trains, - highlighting the importance for data quality and governance.

  23. 18

    Why the Data Act will lead to Innovation and Growth

    Malte is the mastermind behind the EU Data Act. He talks about the making of this ground-breaking EU legislation and its impact. Data is a novel type of asset, distinct because it can be copied without costs; a so-called non-rival economic good. Because this economical resource can be used many times and in parallel it has such great potential. The Data Act focuses on the specific category of IoT data. It connects the rights on physical hardware (ownership, lease etc) with the rights on the data. Listen to Malte who explains with many examples how this will work and what it will mean for innovation and economic growth.

  24. 17

    Smart Cities enhanced by the Data Act

    In today's podcast, we delve into the remarkable journey of Daniel Stölzle and the Mainzer Stadtwerke, a utilities company in Mainz, Germany, as they embarked on a transformative digital adventure. They established a "public data factory" in collaboration with DKSR, a startup offering an open-source data platform designed exclusively for municipalities. This and other ventures were fueled by Mainz's new tax revenues from the Covid vaccine producer, BioNTech, which were partly reinvested into digital projects. Despite lacking expert knowledge, Stölzl's fearless approach drove the project forward, underlining the belief that "the smart in smart city always has to be the people." The initiative began with a focus on air quality to meet EU regulations, emphasizing that data quality is a critical success factor. It evolved from manually collecting data at nine locations across Mainz every 14 days to becoming a sophisticated data-driven operation. This effort was certified by TÜV after a small but significant test convinced the city that its utility company should expand its services to include data. A notable achievement is a mobility project that identified a 60% misuse of parking slots reserved for electric vehicles, thanks to over 100 charging points equipped with additional sensors. Stölzle successfully persuaded his CEO to invest in data collection without a predefined business case, highlighting the importance of starting with a detailed analysis of potential gains for each stakeholder, achieving small successes, and fostering trusted environments for data sharing between city organizations. This story exemplifies overcoming challenges in data sharing due to trust issues and legal restrictions, setting a precedent for how utilities can innovate beyond traditional services

  25. 16

    Data Act aus Herstellersicht: Siemens Healthineers

    Episode 18 des Data Navigator, dem Podcast zum EU Data Act, geht es endlich einmal um die Herstellersicht: Was müssen Hersteller tun, um den Vorgaben des Data Act zu entsprechen und wie geht man das an? Unser Gast ist Christopher Peschel aus der Rechtsabteilung von des DAX-notierten Medizinproduktehersteller Siemens Healthineers. Es geht zunächst um die vernetzten Produkte, die bei Siemens Healthineers hergestellt werden und welche Daten dort üblicherweise erhoben und verarbeitet werden. Außerdem sprechen wir über Kritik am Gesetz aus Sicht von Siemens Heathineers und die Schwierigkeiten bei der praktischen Umsetzung: Wie geht man so ein Thema bei einem großen Hersteller an? Wie wird der Datenzugang gewährt? Wird zwischen Daten mit und ohne Personenbezug unterschieden? Und es gibt auch den Blick in die Praxis von der Rechtsabteilung: Rechnet man überhaupt mit Anfragen von Kundenseite? Wurden schon Anpassungen an den Verträgen vorgenommen? Was rät Herr Peschel den Herstellern in Bezug auf den Data Act? Und welche Wünsche gibt es an Gesetzgeber und Behörden?

  26. 15

    Was bedeutet der Data Act für die Stiftung Datenschutz?

    Auch die Stiftung Datenschutz kümmert sich um den Data Act und hat dabei auch und insbesondere die kleinen und mittleren Unternehmen im Blick. Ähnlich wie bei der DSGVO 2018 warten viele noch ab. Kritik übt Frederick Richter an der fehlenden gesetzlichen Grundlage. Solange zuständige Behörden nicht benannt sind und der Bußgeldrahmen nicht feststeht, werden viele Unternehmen sich noch nicht kümmern. Frederick zieht auch eine Parallele zu Art. 20 DSGVO, dem vergessenen Betroffenenrecht auf Datenportabilität. Dort sei trotz Sanktionsdruck seit 2018 nichts passiert. Es bleibe abzuwarten, ob das beim Data Act anders ist. Die Nutzer müssten einen klaren Mehrwert erkennen, damit das mit der Datenverwertung klappe. Wir streifen das Thema Personal Information Management (PIM) und die Frage, ob es eine neue Chance für das eigene Einwilligungsmanagement bei der Datenzugangsgewährung gibt. Datenmonetarisierung mag dann endlich zur Realität werden. Außerdem geht es um die für den Data Act zuständige Aufsichtsbehörde: Frederick weist darauf hin, dass wir ja nicht vom weißen Blatt Papier starten. Den Föderalismus bei den Datenschutzbehörden gebe es ja nun schon einmal. Eine spontane Zentralisierung der Datenschutzaufsicht wird jetzt eher nicht passieren, aber bestimmte Konstellationen könnten schon bei der Bundesbeaufragten zusammengezogen werden. Eine Mischzuständigkeit werde es auf jeden Fall geben. Insbesondere solle der Teil zu den personenbezogenen Daten bei den Datenschutzaufsichtsbehörden bleiben.

  27. 14

    Daten stärken Wind

    Zu Gast in Episode 16 des Data Navigator ist Gerrit Schmidt, Technischer Leiter bei Boreas, einem Spezialisten für erneuerbare Energien. Im Interview mit Hubertus von Roenne (Upgrade) und Martin Schirmbacher (HÄRTING Rechtsanwälte) stellt Gerrit zunächst den Windenergiemarkt und die beteiligten Player vor. Dabei erläutert er auch, dass es inzwischen bedeutende chinesische Hersteller gibt. Es geht auch um die gängige Praxis, dass die Hersteller als Verkäufer der Windkraftanlagen auch Wartungsverträge mit den Betreibern halten und schon deshalb Zugriff auf die bei dem Betrieb der Anlagen anfallenden Daten haben. Gerrit erläutert am Beispiel von Blattwinkelfehlstellungen, warum es einen riesigen Unterschied macht, ob man 10-Minuten-Mittelwerte bekommt oder Echtzeitdaten. Er spricht auch über die gravierenden Kostenvorteile, die ein Mehr an Daten as dem Data Act für Betrieb und Wartung der Anlagen haben kann. Wir sprechen auch über die Frage, ob Hersteller bereits Kontakt aufgenommen haben, um auch nach dem 12.9.2025 berechtigt zu sein, Daten im laufenden Betrieb zu erheben.

  28. 13

    Macht das Kartellrecht dem Data Act einen Strich durch die Rechnung?

    In Folge 15 des Data Navigator Podcasts sprechen wir mit Dr. Sebastian Louven, Rechtsanwalt und Gründer von LOUVEN.LEGAL über das Kartellrecht. Martin Schirmbacher (HÄRTING Rechtsanwälte) und Hubertus von Roenne (Upgrade) diskutieren mit Sebastian Louven über die Beschränkungen, die das Kartellrecht den Marktakteuren aufgibt, wenn sie sich zu Themen rund um den Data Act austauschen. Die Message ist klar: Solange keine Wettbewerbsbeschränkungen bezweckt oder bewirkt werden, ist gegen einen solchen Austausch nichts einzuwenden. Insbesondere dürfen Nutzer über die Daten sprechen, die sie von den Herstellern jeweils bekommen oder angefragt haben. Auch gegen einen Austausch dieser Daten ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Erst wenn solche Abreden diskriminierend werden, etwa weil sie andere ausschließen, kann die Abrede kartellrechtswidrig sein.

  29. 12

    Der Data Act aus Sicht der deutschen Industrie

    In Folge 14 des Data Navigator Podcasts sprechen wir mit Dr. Michael Dose, Referent Digitalisierung und Innovation beim Bundesverband der deutschen Industrie e.V. (BDI). Im Interview mit Hubertus von Roenne (Upgrade) und Martin Schirmbacher (HÄRTING Rechtsanwälte) stellt Michael die Haltung der Industrie zum Data Act vor. Aus seiner Sicht ist die Zuweisung des Datenzugangsrecht zu den Nutzern vernetzter Produkte nicht zwingend. Jetzt, wo das Gesetz da sei, müsse man sich aber damit auseinandersetzen und gute Lösungen für die Unternehmen finden. Wir sprechen über die Erwartungen des Interessenverbands an die Gesetzgeber und Behörden. Es gehe nun um klare Regelungen und konkrete Auslegungshinweise, damit die Unternehmen Rechtssicherheit haben.

  30. 11

    Startschuss zum Data Act - Der Blick aus Europa

    Gast in Folge 13 des Data Navigator Podcasts ist Damian Boeselager, Gründer von VOLT und maßgeblich an der Entstehung des Data Act beteiligt. Als Schattenberichterstatter für die grüne Fraktion im Europäischen Parlament war er in den Gesetzgebungsprozess zum Data Act eingebunden. Hubertus von Roenne (Upgrade) und Martin Schirmbacher (HÄRTING Rechtsanwälte) sprechen mit Damian Boeselager über - seine Sicht auf den Data Act über drei Jahre nach den Verhandlungen: Sind wir on track? - die Entstehungsgeschichte und das Verfahren - die Erwartungen an Kommission und Mitgliedstaaten - den Paradigmenwechsel bei dem Erstzugriffsrecht auf bei der Nutzung von Produkten anfallenden Daten und warum es hier ein Umdenken braucht - die Einstellung von Unternehmen zu Daten und dem Teilen von Daten - Plattformen, die sich auf das Teilen von Daten spezialisiert haben - seinen Ausblick: Was wird am 12.9. passieren und wo werden wir in 2 Jahren stehen

  31. 10

    Data Act und DSGVO - Wie passt das zusammen?

    Wie spielen Data Act und DSGVO zusammen? Und welches sollte die zuständige Aufsichtsbehörde für den Data Act sein? Darum geht es in unserem Gespräch mit Dr. Jens Ambrock, der das Referat Wirtschaft und Behörden bei dem Hamburgischen Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit leitet und Lehrbeauftragter für Datenschutz an der Uni Kiel ist. Daten nutzen vs. Daten schützen: Wie steht ein Behördenvertreter grundsätzlich zum Data Act? Ist die Anordnung des Gesetzes, dass die DSGVO unberührt bleibt und im Zweifel sogar Vorrang genießt, eigentlich sinnvoll? Wie sollen Unternehmen damit umgehen, dass eine trennscharfe Abgrenzung Personenbezug vs. kein Personenbezug häufig nicht möglich ist? Außerdem geht es um die für den Data Act zuständige Aufsichtsbehörde: Herr Ambrock sieht eine geteilte Zuständigkeit bei BNetzA und BfDI kritisch und sieht zunächst die Landesbehörden in der Pflicht. Überhaupt sei es europarechtlich schwierig, die DSGVO-Zuständigkeit von den Landesbehörden wegzuziehen.

  32. 9

    Data Governance für Städte und Kommunen

    Unser Gast Alanus von Radecki ist Unternehmer und Berater im Bereich von Smart-City-Strategien und -Technologien. Sein Ziel ist es, praktische Lösungen für komplexe urbane Herausforderungen zu entwickeln und diese mit Kunden und Partnern in skalierbare Projekte und Ventures zu übersetzen. Entscheidend sind dabei Daten, Daten in guter Qualität. Alanus leitet das Daten-Kompetenzzentrum für Städte und Regionen DKSR in Berlin, das sich zum Ziel gesetzt hat, Städten und kommunalen Unternehmen eine Open-Source-Dateninfrastruktur und professionelle Datendienste anzubieten. Mit ihm sprechen wir über die Rolle von Daten für Städte, Kommunen und Regionen. Wir diskutieren, wie man zu vernünftiger Datenqualität kommt und wie Gemeinden überhaupt herausfinden können, welche Daten sie haben ... und wo der Data Act helfen kann, Zugriff auf weitere Daten zu bekommen. Es geht auch darum, inwiefern der Data Act schon im Bewusstsein der Verantwortlichen angekommen ist (Spoiler: noch nicht so sehr).

  33. 8

    Drei Monate bis zum Data Act - Was jetzt noch passieren muss

    Hubertus von Roenne und Martin Schirmbacher ziehen ein kleines Zwischenfazit zum Stand der Umsetzung des Data Act in den Unternehmen. Entpuppt sich der Data Act als der Y2K-Fehler der zwanziger Jahre? Große Aufregung und nichts passiert? Ist der Data Act eine Luftnummer? Das ist der Einstieg in die aktuelle Folge von HÄRTING|fm. Wir analysieren, was wir von unseren Gesprächspartnern bisher gehört haben. Kann es sein, dass der Data Act seine Wirkung verfehlt? Die Berichte aus der Praxis lassen da nicht Gutes erahnen. Wir bleiben aber positiv: Es gibt Signale aus vielen Branchen, dass Bewegung in den Datenmarkt kommt. Bestehende Strukturen umzudrehen, wird aber noch ein bisschen Zeit brauchen. Es gibt den Paradigmenwechsel zur primären Nutzungsberechtigung an entstehenden Daten und wir schauen auf das Verhalten großer Hersteller (zwischen Stillhalten und Anpassung von Vertragswerken) und Nutzern (zwischen Abwarten und Vorbereitungen). Wir streifen auch den Cloudaspekt des Data Act: Kunden sollen einfacher, schneller und günstiger den Cloud-Provider wechseln können. Auch hier sind Änderungen noch eher zögerlich.

  34. 7

    Data Act – Vertragsmuster für den Datenaustausch

    In dieser Episode zum Data Act in der Praxis geht es um die von der Expertenkommission der EU Kommission entwickelten Musterverträge und Musterklauseln zum Datenaustausch. Unser Gast, der Anwaltskollege Matthias Niebuhr, war Mitglied dieser Kommission und so maßgeblich an der Entstehung der Klauseln beteiligt. Im Gespräch mit Matthias geht es zunächst um die Zusammensetzung der Expertenkommission und deren Ziele. Außerdem sprechen wir über die Ergebnisse: Konkrete Verträge für die Datenweitergabe und Datennutzung zwischen Dateninhaber und Nutzer einerseits und Nutzer und Datenempfänger andererseits. Wir diskutieren die verschiedenen Einsatzfelder der Regelwerke und die Schwierigkeiten bei der Verwendung. Matthias erklärt, warum es auf konkrete Use Cases ankommt und wo sich diese in den Klauseln womöglich wiederfinden. Wer sich bisher nicht mit den Ergebnissen der Expertenrunde beschäftigt hat, wird es nach Hören dieser Folge sicher tun.

  35. 6

    Data Act im Energieunternehmen - Mit interdisziplinären Teams zum Erfolg

    Gast in Folge 77 von HÄRTING|fm und absoluter Experte für den Data Act in der Energiewirtschaft ist Maximilian Hermann. Herr Hermann ist Anwaltskollege und Lead Counsel Kunde & Daten bei dem großen Energieversorger EnBW. Dort ist er zuständig für Kunden und Daten und für digitale Geschäftsmodelle. Im Gespräch mit Herrn Hermann geht es zunächst darum, welche Daten vernetzter Produkte bei der EnBW eigentlich anfallen. Wir schauen darauf, wie derzeit der Umgang mit den anfallenden Daten ist und was sich hier durch den Data Act ändern wird. Wir sprechen auch darüber, wie das Thema bei EnBW angegangen wurde und ob es schon Kontakt zu den Herstellern und deren Datenverarbeitung gab. Herr Hermann schildert eindrucksvoll, wie der Data Act auch konzernintern ein Marketingthema ist. Impulse aus der Rechtsabteilung in Richtung neuer Geschäftsmodelle mit Daten sind eher die Ausnahme, hier aber eben gegeben. Zudem gibt es Tipps, wie ein interdisziplinäres Team, das den Data Act intern umsetzen soll, zusammengesetzt sein sollte. Spoiler: It's not only lawyers... Schließlich geht es um das Verhältnis von Data Act und DSGVO, aber auch um die KI-Verordnung und die Berührungspunkte zum Data Act.

  36. 5

    Der Data Act aus Sicht eines Stadtwerks

    Unser Gast Jan Kropp ist Rechtsanwalt und Leiter Konzerndatenschutz eines großen Stadtwerks, nämlich der swb AG aus Bremen. Die swb ist der große kommunaler Energieversorger in Bremen und Umgebung, der die vollständige Wertschöpfungskette im Energiebereich abbildet. Die swb und damit Herr Kropp kommen auf verschiedene Weise mit dem Data Act in Berührung. Martin Schirmbacher und Hubertus von Roenne sprechen mit ihm über den Umgang mit dem Data Act in seinem Unternehmen. Dabei schauen wir zunächst darauf, welche Daten bei einem großen Stadtwerk denn überhaupt anfallen und welche Datenerhebung womöglich vom Data Act erfasst sind. Stadtwerke betrifft die neuen EU-Datengesetzgebung üblicherweise in Doppelrolle: Zum einen sind Stadtwerke häufig Hersteller bzw. Dateninhaber, zum Beispiel bei E-Ladesäulen oder häuslicher Ladeinfrastruktur. Auch beim Smart Metering kann ein Stadtwerk Dateninhaber sein. Andererseits sind Stadtwerke auch Energieerzeuger und je nach Ausgestaltung etwa bei Windenergieanlagen auch Dateninhaber. Um die verschiedenen Sichtweisen auf die EU Datenverordnung geht es in dieser Folge.

  37. 4

    Datenmacht im Kfz-Aftermarket - Kann der Data Act etwas ändern?

    Wir sprechen mit Tobias Kothy zum Data Act in der Automobilbranche. Herr Kothy ist Jurist und Leiter des Hauptstadtbüros des Gesamtverband Autoteile-Handel (GVA). Mit ihm sprechen wir über das vernetzte Auto und Daten, die bei dem Betrieb des Autos anfallen, und wie diese Daten genutzt werden können. Wir sprechen darüber, wie der Datenaustausch zwischen Herstellern, Automobilnutzern und Werkstätten derzeit geschieht. Dabei gehen wir auf die Vorteile ein, die Vertragswerkstätten gegenüber freien Werkstätten und Ersatzteilhändlern haben. Gemeinsam mit Herrn Kothy analysieren wir, wie die Datenflüsse derzeit geschehen und welches Potenzial der Data Act hat, für mehr Durchlässigkeit zu sorgen. Es ist eine Forderung des GVA (und anderer Verbände), den Nutzern die Entscheidung zu überlassen, welche Sensordaten, die bei dem Betrieb des Fahrzeugs anfallen, wem zur Verfügung gestellt werden. Dies könne in der Praxis dazu führen, dass die Angebote von freien Werkstätten und deren Zulieferern verbessert werden können. Wir sprechen auch über die Grenzen, die der Data Act hat: Während sich Ansprüche auf das Auslesen von Daten aus dem Fahrzeug ohne Weiteres ableiten lassen, gibt es erhebliche Schwierigkeiten Ansprüche auf einen Schreibzugriff zu begründen. Dies wirft etwa Probleme auf, wenn es um das Speichern von Informationen im Fahrzeug geht. Deshalb fordern eine Reihe von Verbänden in der Automobilbranche eine sektorspezifische Regulierung von Fahrzeugdaten.

  38. 3

    Der Data Act als Wendepunkt für die Druckindustrie

    Andreas Aplien ist Gründer und Geschäftsführer von CoCoCO, einer offenen Integrationsplattform, die die Konnektivität in der Druckindustrie fördern soll. Ziel der Plattform ist die Überbrückung von unternehmensinternen Datensilos. Grenzen zwischen Abteilungen, Anbietern und Maschinen sollen so überwunden werden. Dabei soll der Data Act helfen, den Druckereien einen Anspruch auf Zugang zu bei dem Betrieb der Anlage anfallenden Daten gibt, soweit die Hersteller solche Daten erheben. Mit Andreas Aplien sprechen wir über den Data Act und die Möglichkeiten, die sich daraus für Printunternehmen bieten. Dabei gehen wir zunächst darauf ein, welche Player in der Druckbranche typischerweise Zugriff auf welche Daten bekommen. Dann richten wir den Blick daruaf, für welche Datenarten der Data Act hier zu einer Änderung führen kann und welche Reaktionen es insoweit aus dem Markt gibt. Schließlich sprechen wir über gängige Datenstandards in der Druckindustrie und inwieweit diese für verschieden Datentypen fruchtbar gemacht werden können. Außerdem geht es um die Frage, ob Hersteller für Schnittstellen für den Zugang zu Daten Kosten verlangen können.

  39. 2

    Data Act und Windenergie - Neue Geschäftsmodelle in der Industrie

    Michael Tegtmeier ist Gründer und CEO von Turbit, dem führenden KI-Überwachungssystem für Windkraftanlagen. Ziel der Software ist es u.a. versteckte Leistungsanomalien zu entdecken und Unregelmäßigkeiten einzelner Komponenten früh zu erkennen. So können zum Beispiel Temparaturschwankungen erkannt und adressiert werden. Mit ihm sprechen wir über den Data Act und die Vorteile vom Teilen von Daten. Zunächst besprechen wir, welche Daten bei dem Betrieb einer Windenergieanlage überhaupt anfallen und welche Geschäftsmodelle sich daraus ergeben. Nach einem Blick auf den Status Quo ds Zugriffs auf die anfallenden Daten durch Hersteller und Nutzer in der Praxis schauen wir auf das Geschäftsmodell von Turbit. Eine Message: Es geht nur gemeinsam. Alle wesentlichen Player müssen an einen Tisch.

  40. 1

    Der Data Act in der Praxis - eine Einführung

    Über den Data Act und die Vorteile vom Teilen von Daten sprechen wir mit Hubertus von Roenne, selbständiger Digitalisierungs- und Datenberater. Wir sprechen über die Europäische Datenstrategie im Allgemeinen und den Data Act im Besonderen. An konkreten Beispielen bereden wir, welche Unternehmen von der neuen Gesetzgebung betroffen sind und was das für sie bedeutet. Am Beispiel von BMW und den Mainzer Stadtwerken erläutert Hubertus, wie wichtig das Teilen und die Nutzung von Daten ist. Es macht einen großen Unterschied, ob der E-Flottenbetreiber die Batteriedaten unmittelbar vom Hersteller bekommt, oder mühsam selbst das Verhalten der Batterien in seinen Fahrzeugen messen und bewerten muss. Wir arbeiten heraus, dass der Data Act zwar auch für den B2C-Bereich gilt, seine volle Wirkung aber wohl eher im B2B-Sektor und der öffentlichen Hand entfalten wird. Wir sprechen über die Abgrenzung zu personenbezogenen Daten und mögliche Ausflüchte von Unternehmen, Daten nicht zu teilen. Neben dem Datenschutz kommt hier vor allem der Schutz von Urheberrechten und Geschäftsgeheimnissen in Betracht. Auch die DSGVO enthält (in Art. 20) einen Anspruch der Betroffenen auf Datenübertragbarkeit. Hubertus erläutert, warum er glaubt, dass der Data Act hier deutlich stärker sein wird. Schließlich schauen wir auf die Praxis in Unternehmen: Wie müssen Daten aufbereitet werden? Warum ist Data Governance wichtig? Was ist der Schlüssel zu einer sinnvollen Datenstrategie? Was sind die Haupthindernisse für eine Datenrevolution in den Unternehmen? Spoiler: "Dürfen wir nicht! Können wir nicht! Wollen wir nicht!" In den News berichtet Marcus über ein aktuelles Projekt, in dem wir AGB und Datenschutzinformationen für den Hersteller einer Hörbuchbox - ganz ohne vernetzte Daten oder Software-as-a-Service. Martin erzählt von einem aktuellen DSA-Projekt für eine größere Plattform, an dem das Digital-Team arbeitet. Wir besprechen die Hintergründe des Digital Services Act und einige Detailfragen, zum Beispiel KYC-Regeln und Informationspflichten für Plattformbetreiber. Außerdem geht es um Art. 25 DSA und das Verbot von Dark Patterns - whatever that is.

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Der EU Data Act verändert die Rahmenbedingungen für den Zugang zu und den Umgang mit Daten in der gesamten EU. Er betrifft Unternehmen nahezu aller Branchen – vom Hersteller vernetzter Produkte und Cloud-Dienstleistern zu deren Nutzern. Der Data Act schafft die Grundlage für datengetriebene Geschäftsmodelle. Dieser Podcast beleuchtet Chancen und Compliance Temen, die sich aus dem Data Act ergeben.

HOSTED BY

Dr. Martin Schirmbacher, Dr. Hubertus von Roenne

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