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PODCAST · society

Jüdisches Leben in Hessen

In Hessen hat jüdisches Leben eine lange und starke Tradition und prägt in seiner Vielfalt das gesellschaftliche Miteinander. Ein zentrales Anliegen dieses Podcasts ist es, diese Vielfalt für ein breites Publikum aufzubereiten und darüber hinaus auch Bildungsmaterial für den Einsatz in der historisch-politischen Bildung an die Hand zu geben. Neue Zugänge und Inhalte sollen bisherige ergänzen, um zu zeigen, dass jüdisches Leben seit Jahrhunderten bis heute konstitutiver Bestandteil deutscher und speziell hessischer Geschichte und Gegenwart ist. Den inhaltlich-thematischen Einstieg einer jeden Folge bildet ein Einspieler mit hörspielartiger Charakteristik, auf dessen Grundlage die unterschiedlichen geladenen Studiogäste unter Moderation von Isabel Gathof interessante Aspekte jüdischen Lebens, Geschichte & Kultur Hessens mit Aktualitätsbezug diskutieren.

  1. 14

    Folge 14: Landjudentum & die Synagoge Felsberg

    Alle  Angebote, Veranstaltungen, Publikationen, Onlineformate der hessischen Landeszentrale für politische Bildung sowie Unterrichtsmaterialien zum Podcast finden sie auf unserer Homepage unter www.hlz.hessen.de Die Landeszentrale für politische Bildung freut sich über Feedback, Anregungen und Kritik zum Podcast. Schreiben sie uns eine E-Mail an [email protected] Ein gesungener Ausschnitt aus Psalm 121 – „Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen“ – von Kantorin Annette Ejnat Willing eröffnet diese Episode. Kantorinnen sind in Hessen eine Seltenheit – und ebenso außergewöhnlich ist der Ort, an dem sie wirkt: die einzige jüdische Landsynagoge mit aktivem Gemeindeleben in Hessen. In dieser Episode sprechen die Vorstandsmitglieder der Liberalen Jüdischen Gemeinde Felsberg „Emet ve Shalom“ (Wahrheit & Friede), Sarah-Elisa Krasnov und Christopher Willing, mit Moderatorin Isabel Gathof über eine Gemeinde, die für gelebte Vielfalt und starkes ehrenamtliches Engagement steht. Die Synagoge in Felsberg blickt auf eine bewegte Geschichte zurück: von der Einweihung im 19. Jahrhundert über die Zerstörung in der NS-Zeit, bis zur Wiedereröffnung der Synagoge im Jahr 2022 – nach Jahrzehnten der Zweckentfremdung. Im Fokus des Gesprächs stehen die konkrete Gemeindearbeit vor Ort, die Rolle im liberal-egalitären Dachverband JLEV sowie die besonderen Bedingungen einer Flächengemeinde mit großem Einzugsgebiet. Zugleich wird deutlich, wie jüdisches Leben heute unter veränderten Sicherheitsbedingungen stattfindet – zwischen geschütztem Raum, gesellschaftlicher Sichtbarkeit und dem Anspruch, durch Bildungsarbeit und Dialog (etwa im Projekt „Meet a Jew“) aktiv in die Mehrheitsgesellschaft hineinzuwirken. Timestamps zu Folge 14 „Landjudentum & die Synagoge Felsberg“ (00:00:32) – Musikalisches Intro: Die Kantorin der Jüdischen Gemeinde Felsberg, Annette Ejnat Willing, singt einen Ausschnitt aus dem Psalm 121                       (00:03:37) – Einführung zur Jüdischen Gemeinde Felsberg „Emet ve Shalom“ und Vorstellung der Studiogäste Sarah-Elisa Krasnov & Christopher Willing (00:04:13) – Jüdische Kantorinnen in Hessen haben Seltenheitswert (00:05:15) – Sarah-Elisa Krasnov über die vielen Besonderheiten der Felsberger Jüdischen Gemeinde (00:06:42) – Bedeutung der Arbeit im Vorstand, Mitgestaltung von Jüdischem Leben in Nordhessen (00:09:34) – Christopher Willing zur Historie der Synagoge & Jüdischen Gemeinde Felsberg (00:14:12) – Besonderheiten im Vergleich zu städtischen Gemeinden in Hessen (00:18:24) – Herausforderung, Menschen zu motivieren, „auf’s Land zu kommen“, großes Einzugsgebiet (00:20:12) – Letzte und einzige Landsynagoge mit aktivem Gemeindeleben in Hessen (00:21:50) – Neue Fortführung an historischem Ort, Re-Etablierung jüdischen Lebens (00:27:12) – Persönliche Motivation Sarah-Elisa Krasnovs; persönliches Engagement bei „Meet a Jew“ (00:29:34) – Wunsch nach mehr Mitgliedern; besondere Herausforderungen während gegenwärtiger Krisenzeit (00:38:40) – Wunsch an die Zukunft: pluralistisches Zusammenleben auf Basis von Grundgesetz & Religionsfreiheit (00:39:25) – Besuchsmöglichkeit der Synagoge nach Anmeldung (00:40:20) – Benefiz-Konzert muslimischer Schülerinnen und Schüler (00:42:27) – „Mitzvah Day“ in Kooperation mit der Freien Schule Waldau (00:44:18) – Appell, Haltung zeigen, Soziale Medien sind kein regelfreier Raum (00:46:03) – Schlusswort und Abmoderation

  2. 13

    Folge 13: Über den Umgang mit Erinnerungskultur

    Alle  Angebote, Veranstaltungen, Publikationen, Onlineformate der hessischen Landeszentrale für politische Bildung sowie Unterrichtsmaterialien zum Podcast finden sie auf unserer Homepage unter www.hlz.hessen.de Die Landeszentrale für politische Bildung freut sich über Feedback, Anregungen und Kritik zum Podcast. Schreiben sie uns eine E-Mail an [email protected] Bewegender Auftakt der Folge: Eva Szepesi singt ein Lied aus ihrer Kindheit – ein Lied, das ihr ihre Mutter vor dem Holocaust immer sang. Im Gespräch mit der Moderatorin Isabel Gathof erzählt die über 90-Jährige Auschwitz-Überlebende, die im Januar 1945 als 12-Jährige von Soldaten der Rote Armee befreit wurde, von Verlust, Überleben und dem langen Weg, über das Erlebte sprechen zu können. Auch Eva Szepesis Tochter Anita Schwarz kommt zu Wort und beschreibt, wie die Erfahrungen der Mutter ihr eigenes Leben prägen: Als Teil der zweiten Generation, die mit den Spuren transgenerationaler Traumata lebt und zugleich Verantwortung für das Weitertragen der Erinnerung übernimmt. Gemeinsam reflektieren sie, wie Erinnerung heute weitergegeben wird – etwa durch Zeitzeugen-Theater, Schulgespräche und Begegnungen mit Jugendlichen. Mit spürbarer Besorgnis sprechen sie über Antisemitismus, Unsicherheit und die Frage, wie Erinnerungskultur lebendig bleiben kann – eine eindringliche Folge über jüdisches Leben, gemeinsame Verantwortung und die Notwendigkeit, nicht zu schweigen. Timestamps zu Folge 13 „Über den Umgang mit Erinnerungskultur“ (00:00:32) – Eva Szepesi singt das ungarische Lied „Szeressük egymást gyerekek“ (00:01:06) – Anmoderation, Kontextualisierung des Liedes, Vorstellung der Gäste Eva Szepesi & Anita Schwarz (00:01:06) – Inhalt, Bedeutung und Übersetzung des Liedes; persönliche Bedeutung (00:05:50) – Bedeutung künstlerisch-kreativer sowie medialer Formen der Erinnerungskultur (00:07:46) – „Treffpunkt“ der Jüdischen Gemeinde Frankfurt als „geschützter Raum“ für Überlebende des Holocaust (00:08:56) – Erinnerung an Gespräch vor 1.000 Schülern in Offenbach nach dem 7. Oktober (00:10:51) – Eva Schwarz begleitet ihre Mutter als „Zeugin einer Zeitzeugin“; Weitergabe eines transgenerationalen Traumas (00:12:30) – Wie Eva Szepesi nach Deutschland kam und in Deutschland blieb (00:14:03) – Wieso Eva Szepesi die jüdische Identität vor ihrer ersten Tochter verbarg (00:16:00) – Umgang mit dem Holocaust innerhalb der Familie Szepesi; 50 Jahre Schweigen (00:18:35) – Besuch der Gedenkveranstaltung 50 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz brachte Eva Szepesi zum Reden (00:21:20) – Wie kann man mit dieser Vergangenheit leben ohne von ihr überwältigt zu werden? (00:22:05) – Familie spendet Liebe – Kinder, Enkel; außer Onkel blieb ihr niemand unmittelbar nach dem Krieg (00:23:58) – Teilnahme am „March of the Living“ mit der ganzen Familie offenbarte 2016 schließlich trauriges Schicksal der Eltern & des Bruders (00:27:46) – Flucht als Kind über die Slowakei; Lebensaufgabe, Geschichte weiterzugeben (00:29:45) – Eva Szepesi: „Die Shoah begann nicht mit Auschwitz, sondern mit Schweigen“ (00:29:45) – Anita Schwarz: Über Jüdisches Leben ist bei den meisten Schülerinnen und Schülern wenig bekannt (00:30:35) – Problematischer Umgang mit jüdischen Menschen nach dem 7. Oktober 2023 (00:32:34) – Appelle: Nicht schweigen und Haltung zeigen, Ungerechtigkeit entgegentreten! (00:34:01) – Hoffnung, dass in Zukunft weniger Schutz für Jüdisches Leben erforderlich wird (00:35:09) – Schlussappell und Abmorderation – Schutzräume / „safe places“ sind wichtig

  3. 12

    Folge 12: Israelis in Hessen

    Alle  Angebote, Veranstaltungen, Publikationen, Onlineformate der hessischen Landeszentrale für politische Bildung sowie Unterrichtsmaterialien zum Podcast finden sie auf unserer Homepage unter www.hlz.hessen.de Die Landeszentrale für politische Bildung freut sich über Feedback, Anregungen und Kritik zum Podcast. Schreiben sie uns eine E-Mail an [email protected] In dieser Podcastfolge stehen die persönlichen Erfahrungen von Eliya Kraus und Nir Rosenfeld im Mittelpunkt, die als Israelis seit mehreren Jahren in Hessen leben. Auftakt des Gesprächs mit Moderatorin Isabel Gathof bildet der musikalische Einspieler „HaBaita“ („zuhause“ bzw. „nach Hause“ – auf hebräisch), der als Appell nach dem 7. Oktober 2023, die Geiseln zurück nach Hause zu bringen, gleichzeitig zu einem Symbol für Zusammenhalt, Hoffnung und der Sehnsucht nach „Zuhause“ geworden ist. Von dort aus entfaltet sich ein vielschichtiges Gespräch über Identität, Zugehörigkeit und die Bedeutung von Heimat in Zeiten gesellschaftlicher und politischer Umbrüche. Die beiden Studiogäste schildern ihre individuellen Wege nach Frankfurt, ihre familiären und beruflichen Entscheidungen sowie ihre Erfahrungen innerhalb der jüdischen und israelischen Community in Hessen. Thematisiert werden sowohl gelungene Integrationsprozesse und der Aufbau geschützter Gemeinschaftsräume als auch die spürbaren Veränderungen seit dem 7. Oktober 2023, insbesondere im Hinblick auf Antisemitismus, Sicherheit und gesellschaftliches Klima. Darüber hinaus gibt die Episode Einblicke in die israelische Kultur und Mentalität, die durch starke Gemeinschaftsbindung, Offenheit und historische Prägung gekennzeichnet ist. Zugleich wird der Blick nach vorne gerichtet: Welche Erwartungen richten Israelis in Hessen an Politik, Zivilgesellschaft und Bildung? Und unter welchen Bedingungen kann Hessen für jüdisches und israelisches Leben ein dauerhaftes Zuhause sein? Diese Episode ist mehr als ein politisches Gespräch: Sie ist ein eindrucksvolles Porträt israelischen Lebens in Hessen, voller Emotionen, ehrlicher Worte und persönlicher Einblicke. Timestamps zu Folge 12 „Israelis in Hessen“ (00:00:32) – Einspieler „HaBaita“ – Homeland Concert Israel, Oktober 2023 (00:03:03) – Einordnung des Liedes, Vorstellung der Gäste (00:04:18) –  Erläuterungen zum Lied, Bezug zu den Geiseln des 7. Oktobers 2023 (00:05:30) – Nir Rosenfeld über Frankfurt als neue Heimat, aber auch Gedanken an Rückkehr nach Israel (00:09:55) – Eliya Kraus’ Weg nach Frankfurt 2019 (00:13:35) – Gründung von „Zusammen Frankfurt“ (00:16:18) – Frage nach Bleiben oder Gehen (00:17:25) – Nirs persönliche Erfahrungen als israelischer Neuankömmling und Gastronom (00:21:49) – Nirs Tierrechtsaktivismus; Veränderungen des gesellschaftspolitischen Klimas (00:24:03) – Solidarität und Unterstützung aus nichtjüdischem Umfeld (00:25:49) – Bedeutung Israels als sicherer Hafen für jüdische Menschen (00:30:35) – Was vermissen die Studiogäste aus Israel? (00:32:08) – Frage nach der israelischen Mentalität und jüdischen Identität (00:35:38) – Nirs prägende Zeit beim Militärdienst in Israel (00:37:29) – Nirs persönliche Erfahrungen in Amsterdam 2024: Hatz auf Juden nach einem Fußballspiel (00:39:15) – Erwartungen an Politik und Zivilgesellschaft (00:40:55) – Eliya fordert verpflichtende Besuche von KZ-Gedenkstätten (00:42:38) – Antisemitismus im Wandel, Antizionismus auf dem Vormarsch (00:44:08) – Nirs möglicher Abschied von Hessen (00:46:52) – Schlussworte, Dank, Abmoderation

  4. 11

    Folge 11: Synagogen in Hessen – Das Gedenkbuch-Projekt und virtuelle Rekonstruktionen

    Alle  Angebote, Veranstaltungen, Publikationen, Onlineformate der hessischen Landeszentrale für politische Bildung sowie Unterrichtsmaterialien zum Podcast finden sie auf unserer Homepage unter www.hlz.hessen.de Die Landeszentrale für politische Bildung freut sich über Feedback, Anregungen und Kritik zum Podcast. Schreiben sie uns eine E-Mail an [email protected] Ein seltener Zeitzeugenbericht über das innere Erscheinungsbild der heute komplett zerstörten Synagoge an der Friedberger Anlage eröffnet Podcast-Folge 11: Anfang der 1930er Jahre prägten noch rund 400 Synagogen das Bild Hessens – darunter prachtvolle Bauten in Städten wie Frankfurt und Kassel – ebenso wie schlichte Beträume in kleinen Dörfern. Sie erzählten von der Vielfalt jüdischen Lebens, von Verwurzelung und kulturellem Reichtum. Doch kaum eine überstand die nationalsozialistische Gewaltherrschaft unversehrt. Heute verfügen hessenweit nur noch 16 Synagogen über ein aktives Gemeindeleben. Im Gespräch mit Dr. Stefanie Nathow und Dr. Marc Grellert – die über ihre Arbeit im Rahmen des Kooperationsprojekts der Goethe Universität Frankfurt & der Technischen Universität Darmstadt zum Synagogen-Gedenkbuch Hessen berichten – wird deutlich, wie akribische historische Forschung und virtuelle Rekonstruktionen sich ergänzen: Aus alten Fotografien, Archivalien und Erinnerungen entstehen virtuelle Räume, die teils aus dem Stadtbild gänzlich verschwundene Synagogen wieder erlebbar machen. Das Projekt „Zerbrechliche Nachbarschaft. Gedenkbuch der Synagogen und jüdischen Gemeinden in Hessen“ will dieses Erbe bewahren. Ein Brückenschlag zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Gedenken und Lernen. Virtuelle Realität öffnet hier nicht nur Türen zu zerstörten Bauten, sondern zu Geschichten von Vielfalt, Verlust und Erneuerung jüdischen Lebens in Hessen. Timestamps zu Folge 11 „Synagogen in Hessen – Das Gedenkbuch-Projekt und virtuelle Rekonstruktionen“ (00:00:32) – Zusammenschnitt aus dem Interview mit dem Zeitzeugen Yehuda Ariel (1990)      (00:03:31) – Erläuterung des Einspielers, Anmoderation und Vorstellung der Studiogäste                             (00:05:15) – Kooperationsprojekt „Synagogen-Gedenkbuch“ (00:07:06) – Die virtuell rekonstruierten Synagogen: Dieburg, Alsfeld, Burghaun (00:09:44) – Wie kam es zur Kooperation der beiden vorgestellten Projekte (00:15:42) – Zur Bedeutung von Zeitzeugen und ihre Erinnerungen an zerstörte Synagogen (00:17:02) – Die Dauerausstellung im Hochbunker Friedberger Anlage (00:17:50) – Welche Quellen finden Verwendung? (00:22:04) – Synagogen spiegeln das jüdische Selbstverständnis der jeweiligen Zeit wider (00:24:07) – Was kann man von virtuell rekonstruierten Synagogen erfahren? (00:25:31) – Moritz Daniel Oppenheims Gemälde „Der Segen des Rabbi“ (00:26:39) –  Erinnerung an unsichtbare Orte – wie wird die Erinnerung lebendig gehalten? (00:27:22) – Wie man virtuelle Rekonstruktionen nutzbar machen kann (00:29:16) – Perspektiven auf jüdisches Leben weiten (00:30:35) –  Wie interessierte Lehrkräfte vorgehen sollen; Kontaktmöglichkeiten (00:31:32) –  weitere Pläne und Zukunftswünsche; Datenbank: Synagogen-Internet-Archiv, neuer Webauftritt zum 9. November: www.virtuelle-synagogen.de (00:36:03) –  Abmoderation (00:36:23) - Informationen zur Hessischen Landeszentrale für politische Bildung (HLZ)

  5. 10

    Folge 10: Makkabi & die jüdische Eintracht

    Alle  Angebote, Veranstaltungen, Publikationen, Onlineformate der hessischen Landeszentrale für politische Bildung sowie Unterrichtsmaterialien zum Podcast finden sie auf unserer Homepage unter www.hlz.hessen.de Die Landeszentrale für politische Bildung freut sich über Feedback, Anregungen und Kritik zum Podcast. Schreiben sie uns eine E-Mail an [email protected] Was macht Eintracht Frankfurt eigentlich „jüdisch“ und welche Geschichte verbirgt sich hinter Makkabi, dem jüdischen Sportverein? Diese und weitere Fragen beleuchtet Moderatorin Isabel Gathof in der 10. Folge des Podcasts zu „Jüdischem Leben, Geschichte & Kultur in Hessen“ gemeinsam mit den Studiogästen Alon Meyer – Präsident von Makkabi Frankfurt & Makkabi Deutschland – sowie Matthias Thoma, Leiter des Museums von Eintracht Frankfurt. Die Gründung der Sportgemeinde Eintracht Frankfurt (1899) sowie des Jüdischen Sportvereins Makkabi (1898 in Berlin) gehen beide auf das Ende des 19. Jahrhunderts zurück – doch die beiden Vereine verbindet mehr als nur das. Angefangen bei den Gründervätern des Vereins, zu denen jüdische Frankfurter zählten und in den 1920er Jahren der Eintracht dazu verhalfen, zu einem Spitzenverein zu werden, aber auch dem Ausschluss erfolgreicher jüdischer Sieler (wie Julius „Jule“ Lehmann) in den 1930er Jahren zieht sich eine jüdische Traditionslinie wie ein roter Faden durch die Geschichte der Eintracht, die Matthias Thoma u.a. in seinem Eintracht-Museum aufgreift und gemeinsam mit Alon Meyer, dessen Herz nicht nur für den blau-weißen Verein mit dem stilisierten Davidsstern im Logo – MAKKABI – schlägt, sondern auch für die schwarz-rote SGE. Neben einer Zeitreise durch die Vereinsgeschichte und Mitglieder, die diese im Laufe des vergangenen Jahrhunderts prägten, steht auch eine Diskussion über den Umgang mit Antisemitismus und Rassismus auf und neben dem Spielfeld im Fokus dieser besonderen Episode, die nicht nur das Herz von Fußballfans höherschlagen lässt. Timestamps zu Folge 10 „Makkabi & die jüdische Eintracht“   (00:02:02) – Anmoderation und Vorstellung der Studiogäste Alon Meyer & Matthias                                    Thoma (00:02:44) – Beginn der Makkabi-Geschichte in Deutschland (00:04:32) –  Gründung von Makkabi Frankfurt (00:05:58) –  60-jähriges Gründungsjubiläum von Makkabi Frankfurt (00:10:50) – Jüdische Sponsoren / Ursprung der „Schlappekicker“ (00:12:30) –  Erinnerungskultur bei der Eintracht (00:14:42) –  Begegnungen zwischen Makkabi und der Eintracht (00:20:15) – Konfrontation mit der Vergangenheit (00:21:45) – Auseinandersetzung mit der Vereinsgeschichte beim DFB (00:22:41) – Das Eintracht Museum als Folge der Erinnerungsarbeit (00:24:19) – Vereine und NS-Vergangenheit (00:24:30) – Vergessene/verstoßene Vereinsmitglieder (00:24:49) – Verantwortliche benennen (00:26:38) –  Helmut „Sonny“ Sonneberg (00:30:25) – Begeisterung für die demokratische Werteordnung (00:31:39) –  Antisemitismus gegenüber Makkabi-Vereinsmitgliedern (00:35:25) –  Emotionen als Chance zur Wertevermittlung    (00:38:48) – Schlussworte, Zukunftswünsche und Abmoderation

  6. 9

    Folge 9: Eine Torah zieht ein – Jubiläen in den Jüdischen Gemeinden Hanau und Offenbach

    Alle  Angebote, Veranstaltungen, Publikationen, Onlineformate der hessischen Landeszentrale für politische Bildung sowie Unterrichtsmaterialien zum Podcast finden sie auf unserer Homepage unter www.hlz.hessen.de Die Landeszentrale für politische Bildung freut sich über Feedback, Anregungen und Kritik zum Podcast. Schreiben sie uns eine E-Mail an [email protected] Die Jüdische Gemeinde Hanau feiert das 20-jährige Jubiläum ihrer Neugründung nach der Shoah. Zu diesem besonderen Anlass geht Episode 9 auf Zeitreise in die frühen 2000er Jahre – und im Gespräch mit dem Geschäftsführer der Jüdischen Gemeinde Hanau, Oliver Dainow sowie Rivkah Gurewitz, Frau des Offenbacher Gemeinderabbiners Mendel Gurewitz dem Thema auf den Grund, welche besondere Bedeutung einer neuen Torahrolle bei freudigen Ereignissen, wie z.B. Jubiläen, zukommt. 2005 wurde in Hanau ein bedeutendes Kapitel jüdischen Lebens wieder neu aufgeschlagen: Mit der Neugründung der Jüdischen Gemeinde kehrte nicht nur erstmalig nach dem Holocaust wieder religiöses und kulturelles jüdisches Leben zurück in die Stadt, sondern auch ein lebendiges Zeichen des Miteinanders, der Erinnerung und der Hoffnung. Anlässlich des 20-jährigen Gemeindejubiläums im April 2025 berichtet Oliver Dainow von den Anfängen der vornehmlich durch jüdische Kontingentflüchtlinge aus der ehemaligen Sowjetunion gegründeten Jüdischen Gemeinde Hanau. Rivkah Gurewitz, die damals gerade frisch verheiratet mit ihrem Mann aus New York ins Rhein-Main-Gebiet kam, erinnert sich noch gut, welche besonderen Ereignisse sie mit den Menschen verbindet, die – wie sie selbst – eine neue Heimat in der Region fanden. Welche besondere Bedeutung der Torah – der zentralen religiösen Schrift des Judentums, welche die fünf Bücher Mose umfasst und grundlegende religiöse, moralische und gesellschaftliche Gebote für gläubige Jüdinnen und Juden enthält – bei freudigen Festen in den Gemeinden im Laufe der Jahre zukommt, darüber diskutieren die beiden Studiogäste in Episode 9 mit Moderatorin Isabel Gathof. Eine neue Torah zieht ein – nun auch in Hanau, wenn auch nicht am eigentlichen Gründungsjubiläum, dem 17. April, da dieser Tag im Jahr 2025 mit dem jüdischen Feiertag Pessach zusammenfällt (eines der wichtigsten Feste im Judentum, das an den Auszug der Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten erinnert): ein öffentliches Bekenntnis zu Glaube, Tradition, Gemeinschaft und die Kontinuität jüdischen Lebens. Timestamps zu Folge 9 (00:00:32) – Einspieler / Musik: „Torah tziva lanu Moshe“ (Die Torah, die Moses uns gegeben hat) (00:01:51) – Vorstellung der Studiogäste Rivkah Gurewitz & Oliver Dainow (00:03:12) – Was die Jüdischen Gemeinden in Hanau und Offenbach verbindet (00:07:12) – Familie Gurewitz als erste Rabbinerfamilie nach der Shoah in Offenbach (00:09:46) – Geschichte der Jüdischen Gemeinde Offenbach – erster Synagogen-Neubau in Hessen (00:11:30) – Provisorium der Jüdischen Gemeinde Offenbach heute Sitz des Tonstudios (00:14:58) – Rivkah Gurewitz’ Erinnerungen an den einstigen Offenbacher Gemeinde-Kantor (00:21:01) – 20-jähriges Gemeindejubiläum in Hanau - eine neue, aus der Ukraine stammende Torah-Rolle (00:24:15) – Große Feierlichkeiten am 29. April 2025 im Congress Park Hanau (00:25:34) – Judaica – Torah-Schild findet Weg aus Auktion in New York zurück nach Hanau (00:28:21) – Die Torah als Erbe von Moses und Wort Gottes; Jahreszyklus & Bedeutung der Torah (00:31:15) – Einbringung der neuen Torah-Rolle in die Jüdische Gemeinde Hanau im Rahmen einer Prozession (00:32:34) – Schlusswort: Jüdisches Leben soll sichtbar und lebendig sein

  7. 8

    Folge 8: Moritz Daniel Oppenheim

    Alle  Angebote, Veranstaltungen, Publikationen, Onlineformate der hessischen Landeszentrale für politische Bildung sowie Unterrichtsmaterialien zum Podcast finden sie auf unserer Homepage unter www.hlz.hessen.de Die Landeszentrale für politische Bildung freut sich über Feedback, Anregungen und Kritik zum Podcast. Schreiben sie uns eine E-Mail an [email protected] Anlässlich des 225. Geburtstags Moritz Daniel Oppenheims (geboren am 8. Januar 1800 in Hanau) spricht Isabel Gathof mit den Oppenheim-Experten Dr. Esther Graf (Kunsthistorikerin, promovierte über M.D. Oppenheims Genrekunst) und Erik Riedel (Ausstellungsleiter des Jüdischen Museums Frankfurt & Kurator für Kunst des 20. Jahrhunderts) über den ersten jüdischen Künstler der Moderne mit akademischer Ausbildung, der als Ausnahmepersönlichkeit der Jüdischen Emanzipation zum „Maler der Rothschilds & Rothschild der Maler“ avancierte. Was macht Moritz Daniel Oppenheim und seine Kunst zu einem Paradebeispiel jüdischer Emanzipation im 19. Jahrhundert? Wie wurde aus einem talentierten Jungen aus dem einstigen jüdischen Ghetto Hanaus ein Künstler von Weltruhm, dessen Werke sich heute in Jerusalem und New York – aber auch Frankfurt und Hanau – finden? Welche besondere Bedeutung kommt seinen Werken – gerade im Hinblick auf interreligiösen Dialog – bis heute zu? Antworten auf diese und weitere Fragen liefert die Gesprächsrunde im Rahmen der „Oppenheim-Jubiläumsepisode“ des Podcast zu Jüdischem Leben, Geschichte und Kultur Hessens und lädt dazu ein, die Meisterwerke auf Leinwand einmal persönlich zu betrachten. Timestamps zu Folge 8 „Moritz Daniel Oppenheim“ (00:00:32) – Einspieler „Auszug aus M.D. Oppenheims Erinnerungen“, eingesprochen von Majer Szanckower (00:03:18) – Vorstellung der Studiogäste: Dr. Esther Graf & Erik Riedel (00:05:25) – Einblicke in die Oppenheim’schen Kinderjahre sowie das Elternhaus; Bedeutung von säkularer Bildung (00:06:52) – Jüdische Ghettos im Umbruch (00:08:20) – Weltgewandte Eltern, Besuche im Hanauer Stadttheater (00:10:09) – Wertschätzung von Kultur & Bildung in repressiven Zeiten (00:11:02) – Ein Jude als bildender Künstler im Kontext des vermeintlichen jüdischen Bilderverbots (00:12:27) – Verbürgerlichung der Kunst (00:13:40) – Begriffsklärung Jüdische Emanzipation (00:15:05) – Oppenheim als aktiver Protagonist der Jüdischen Emanzipation (00:16:52) – 1825 Niederlassung in Frankfurt; Politisierung / Beziehung zu Dr. Gabriel Riesser (00:18:14) – Auftakt zu jüdischen Genrebildern durch das 1833/34 geschaffene Werk „Heimkehr des Freiwilligen…“ (00:19:04) – Bilderzyklus zum Altjüdischen Familienleben (00:22:30) – Darstellung von jüdischem Leben jenseits antisemitischer Stereotype (00:23:45) – Nutzung visueller Codes für jüdische sowie nicht-jüdische Zielgruppen (00:25:27) – Museen in aller Welt beherbergen Oppenheims Werke – insbesondere New York, Jerusalem, Frankfurt & Hanau) (00:25:58) – Was unterscheidet die einzelnen Sammlungen; Bedeutung von Exil, Shoah & Nachkriegszeit (00:25:58) – Zur Person Ludwig Rosenthal (Initiator der Hanauer Oppenheim-Gemäldesammlung) (00:31:14) – Oppenheims Zyklus zur Darstellung der biblischen Geschichte von Sarah & Hagar im Jüdischen Museum Frankfurt (00:34:40) – interreligiöser Brückenschlag (00:35:52) – Was macht Oppenheims Werk bis heute so relevant? (00:38:09) – Oppenheim als Vorbild für marginalisierte Gruppen (00:39:24) – Verabschiedung, Appell zu Museumsbesuch

  8. 7

    Folge 7: Das Jüdische Museum Frankfurt

    Alle  Angebote, Veranstaltungen, Publikationen, Onlineformate der hessischen Landeszentrale für politische Bildung sowie Unterrichtsmaterialien zum Podcast finden sie auf unserer Homepage unter www.hlz.hessen.de Die Landeszentrale für politische Bildung freut sich über Feedback, Anregungen und Kritik zum Podcast. Schreiben sie uns eine E-Mail an [email protected] In der 7. Folge unseres Podcasts stellen wir das Jüdische Museum Frankfurt vor – und damit ebenfalls das zugehörige Museum Judengasse sowie den erst kürzlich entdeckten Gewölbekeller des Hauses „Zum goldenen Apfel“ der einstigen Frankfurter Judengasse. Moderiert von Isabel Gathof nehmen die Frankfurter Museumsdirektorin Prof. Dr. Mirjam Wenzel und Vizedirektor i.R. Michael Lenarz, der auch das „Gedächtnis des Museums“ genannt wird, die Hörerinnen und Hörer mit auf eine Zeitreise, die fast vier Jahrzehnte in der ersten jüdischen Museumsinstitution der Bundesrepublik Deutschland umspannt.   Bei diesem Blick hinter die Kulissen erfahren wir aus erster Hand von den Anfängen des Museums in den 1980er Jahren, den Eckpfeilern der musealen Neukonzeption in Verbindung der Wiedereröffnungen des Museums Judengasse (2016) sowie dem Jüdischen Museum im Palais Rothschild und dem direkt daneben gelegenen Neubau (2020) und nicht zuletzt der gesellschaftspolitischen Herausforderungen, mit denen sich jüdische Museen in Europa und der ganzen Welt konfrontiert sehen.   Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den vielen digitalen Angeboten, die das Jüdische Museum und dessen medienpädagogische Vermittlungsarbeit auszeichnet. Ein Blick in die Zukunft des Museums rundet diese letzte Folge des Jahres 2024 ab. Wir freuen uns schon auf die nächste Episode (#8), die nicht nur Bezug auf die hier erwähnte Bedeutung bildender Kunst im Museumskonzept nimmt, sondern einen Künstler in den Mittelpunkt stellt, dem die Dauerausstellung des Jüdischen Museums Frankfurt gleich zwei Säle widmet… Timestamps zu Folge 7 „Das Jüdische Museum Frankfurt“ (0:00:32) - “Wir sind jetzt!“-Einspieler und Vorstellung der Studiogäste (0:02:18) - Was macht die Arbeit des Jüdischen Museums so besonders (0:06:12) - 850 Jahre jüdische Tradition der Stadt Frankfurt (0:08:27) - Verschiedene jüdische, museale Institutionen im Stadtbild Frankfurts (0:09:10) - Neuentdeckung eines Gewölbekellers / „Goldener Apfel“ (0:11:38) - Michael Lenarz über die Anfänge des Jüdischen Museums Frankfurt (0:15:10) - Orientierung am Diaspora Museum in Tel Aviv, Israel (heute „Anu“) (0:17:38) - Nationale Einrichtung vs. lokale, jüdische Perspektive (0:18:45) - Bedeutung von bildender Kunst im Museumskonzept (0:21:40) - Säulen der Kunstsammlung des Jüdischen Museums Frankfurt (0:24:21) - Eckpfeiler der musealen Neukonzeption / starker Gegenwartsbezug (0:26:00) - Pluralität jüdischer Geschichten (0:27:14) - Museum ohne Mauern / Stadtraumbezug aber auch digitale Angebote (0:28:45) - Forschung an der Sammlung / digitale Infrastruktur des MetaHUB (0:30:27) - „Immersive Jewish Frankfurt“ (0:34:01) - medialer Wandel nimmt Einfluss auf Forschungsfragen (0:36:40) - Association of European Jewish Museums (0:38:16) - Mobilität der Menschen seit früher Neuzeit / globales Frankfurter Netzwerk (0:40:32) - gesellschaftspolitische Herausforderungen (0:41:40) - Wünsche für die Zukunft des Museums (0:43:57) - Schlussworte

  9. 6

    Folge 6: Jüdische Logen in Hessen

    Alle  Angebote, Veranstaltungen, Publikationen, Onlineformate der hessischen Landeszentrale für politische Bildung sowie Unterrichtsmaterialien zum Podcast finden sie auf unserer Homepage unter www.hlz.hessen.de  Die Landeszentrale für politische Bildung freut sich über Feedback, Anregungen und Kritik zum Podcast. Schreiben sie uns eine E-Mail an [email protected] Folge 6 unseres Podcast behandelt die Geschichte der jüdischen B’nai B’rith-Logen in Hessen, insbesondere in Frankfurt. Der Podcast erzählt von der Gründung des jüdischen „B’nai B’rith“-Ordens im 19. Jahrhundert – den Zielen, Aufgaben und Werten der jüdischen Logen, als Treffpunkte für jüdische Gemeinschaften und den Biografien und Schicksalen ihrer Mitglieder. Wir erfahren von der sozialen und karitativen Arbeit der Logen, der Verfolgung während des Holocaust und der aktuellen Situation der Logen in Deutschland. Welche Werte und Geschichte haben die jüdischen Logen in Hessen geprägt? Welche Struktur und Aufgaben haben jüdische Logen? Welche bekannten Mitglieder gehörten ihnen im Laufe der Jahrhunderte an? Mit welchen Herausforderungen waren und sind die jüdischen Logen konfrontiert? Was bewegt die jüdischen Menschen in den Logen? Diese und weitere Fragen bespricht Gastgeberin Isabel Gathof (Moderatorin, Filmemacherin und Medienproduzentin aus Hanau) mit ihren Gästen Dr. Birgit Seemann, wissenschaftliche Autorin des Standardwerkes zur Geschichte B’nai B’rith- Logen sowie Ralph Hofmann, Präsident der B’nai B’rith Frankfurt Schönstädt Loge e. V., Frankfurt am Main. Wir wollen in dieser Folge die Geschichte und wichtige Arbeit der altehrwürdigen jüdischen Logen in Hessen hörbar machen und schauen auf deren Gegenwart und Zukunft. Timestamps zu Folge 6 „Jüdische Logen in Hessen“ (0:00:30) - Gründung und Entwicklung des Ordens B'nai B'rith (0:06:20) - Ziel und Funktion der jüdischen Logen (0:08:01) - Wissenschaftliche Aufarbeitung des jüdischen Ordens (0:10:14) - Struktur, Aufgaben und Mitgliedschaft der B’nai B’rith-Logen (0:14:18) - Ursprung und Grundwerte der jüdischen Logen (0:17:23) - Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu anderen Orden (0:21:20) - Veränderungen im Judentum und in den Logen (0:26:10) - Bekannte Persönlichkeiten und Familien in den B’nai B’rith-Logen (0:28:34) - Verfolgung der Logenmitglieder und ihr Beitrag zur Gesellschaft (0:30:00) - Interreligiöser Zusammenhalt und Erinnerungsarbeit (0:32:00) - Rolle der jüdischen Soldaten im Ersten Weltkrieg (0:34:02) - Rolle der Rabbiner in den Logen (0:35:26) - Vorurteile gegenüber Juden und Verfolgung der Logen (0:40:02) - Schicksale der Logenmitglieder, Flucht und Gründung von B'nai B'rith-Logen (0:43:10) - B'nai B'rith heute und ehrenamtliches Engagement (0:45:18) - Aktuelle Herausforderungen und Unterstützung für Israel (0:48:16) - Wiederbegründung der Loge und Nachkriegsgeschichte (0:49:34) - Unbeleuchtete Aspekte der jüdischen Geschichte zur weiteren Erforschung (0:50:38) - Abschluss des Podcast und Feedback

  10. 5

    Folge 5: Jüdische Gemeinden in Hessen

    Alle  Angebote, Veranstaltungen, Publikationen, Onlineformate der hessischen Landeszentrale für politische Bildung sowie Unterrichtsmaterialien zum Podcast finden sie auf unserer Homepage unter www.hlz.hessen.de Die Landeszentrale für politische Bildung freut sich über Feedback, Anregungen und Kritik zum Podcast. Schreiben sie uns eine E-Mail an [email protected] Folge 5 unseres Podcasts nimmt die Geschichte der jüdischen Gemeinden in Hessen nach 1945 in den Blick, die von Zuwanderung, Vielfalt und Lebendigkeit geprägt ist. Ausgehend von der bewegenden Wiedereröffnung einer Synagoge in Kassel am 15. Dezember 1965 – 27 Jahre nach der Zerstörung durch die Nationalsozialisten – nimmt diese Folge die Geschichte der jüdischen Gemeinden in Hessen nach 1945 in den Blick, die von Zuwanderung, Vielfalt und Lebendigkeit geprägt ist. Der Podcast berichtet von den verschiedenen Aktivitäten, die in der jüdischen Gemeinde stattfinden. Ebenso werfen wir einen Blick auf die Ausstellung "Displaced at Home" im Sarah-Nussbaum-Zentrum in Kassel, die sich mit wichtigen Themen rund um jüdische Identität und Zugehörigkeit auseinandersetzt. Was hat die jüdischen Gemeinden in Hessen geprägt? Wie viele Gemeinde gibt es noch und wie groß sind sie? Wie sieht das aktive Leben in den Gemeinden aus? Vor welchen Herausforderungen stehen Sie? Was bewegt die jüdischen Menschen in den Gemeinden seit dem 7. Oktober 2023? Welche Rolle spielt dabei der Umgang und die Konfrontation mit Antisemitismus? Diese und weitere Fragen bespricht Gastgeberin Isabel Gathof, Moderatorin, Filmemacherin und Medienproduzentin aus Hanau, mit ihren Gästen Daniel Neumann, Vorsitzender des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Hessen (LVJGH) und Ilana Katz, Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Kassel. Wir sprechen über die Sorgen und Enttäuschungen, aber auch die Hoffnungen jüdischer Menschen in Hessen und schauen auf Ihre Zukunft und Sicherheit, die ohne Solidarität der Mehrheitsgesellschaft mit den jüdischen Gemeinden nicht zu haben ist. Timestamps zu Folge 5 „Jüdische Gemeinden in Hessen“ (0:00:31) – Wiedereröffnung der Synagoge in Kassel und jüdisches Gemeindeleben in Hessen (0:14:03) – Zuwanderung, Vielfalt und Kultur: Demografischer Wandel, Aktivitäten und Herausforderungen jüdischen Lebens nach dem Krieg (0:18:08) - Ausstellung „Displaced at Home" und Gründung des Sara-Nussbaum-Zentrums in Kassel (0:24:22) – Antisemitismus, Sicherheit und Sorgen. Herausforderungen für das Leben und die Identität der Juden in Hessen (0:31:03) - Wächterdienst vor Kasseler Synagoge und Solidarisierung der Bevölkerung (0:38:49) - Reaktionen auf die Documenta und Diskussion über Antisemitismus (0:41:30) – Zukunftsaussichten: Perspektiven für jüdische Menschen in Deutschland; Schlussworte

  11. 4

    Folge 4: Jewrovision – mehr als nur ein Song Contest

    Alle  Angebote, Veranstaltungen, Publikationen, Onlineformate der hessischen Landeszentrale für politische Bildung sowie Unterrichtsmaterialien zum Podcast finden sie auf unserer Homepage unter www.hlz.hessen.de  Die Landeszentrale für politische Bildung freut sich über Feedback, Anregungen und Kritik zum Podcast. Schreiben sie uns eine E-Mail an [email protected] Seit über zwanzig Jahren gibt es ihn: den Jewrovision Song Contest, einen Gesangs- und Tanzwettbewerb für jüdische Jugendliche in Deutschland, der von dem Eurovision Song Contest inspiriert ist. Mit der Jewrovision 2024 in Hannover geht er in die 22. Runde. Bei der „Jewro“, wie der Contest oft auch genannt wird, treffen sich jährlich über tausend jüdische Kinder & Jugendliche, um Gemeinschaft zu leben, gemeinsam die jüdische Kultur zu feiern und sich in Gesang, Performance und Tanz zu messen. Was genau bedeutet die Jewrovision für die jüdische Gemeinschaft und wie fing alles an? Was ist die Idee dahinter? Wie bereiten sich die Jugendlichen eigentlich vor? Welche Themen verarbeiten jüdische Jugendliche in Ihren Songtexten und Performances? Was macht das mit den Jugendlichen? Welche besondere (Aus-) Wirkung hat die Jewrovision auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und auf die Sichtbarkeit jüdischer Identität in diesen Zeiten? Diese und weitere Fragen bespricht Gastgeberin Isabel Gathof, Moderatorin, Filmemacherin und Medienproduzentin aus Hanau, mit ihren Gästen Susanne Benizri, Leiterin und Erziehungsreferentin des Erziehungs- und Jugendreferates der Israelitischen Religionsgemeinschaft Baden (IRG Baden), und Zvi Bebera, Leiter des Jugendzentrum Amichai der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main. Von Jugendbegegnungen, aktuellen Herausforderungen, Verzweiflung und Hoffnung jüdischer Jugendlicher, der Kraft der Musik und jüdischer Identität und Ihrer vielfältigen Perspektiven und Themen erzählt diese Folge unseres Podcast. Timestamps Folge 4  (0:00:22) - Jewrovision: Eine Bühne für jüdische Jugendliche in Deutschland (0:03:16) - Geschichte und Entwicklung der Jewrovision (0:05:02) - Bedeutung und Auswirkungen der Jewrovision auf die Teilnehmenden (0:08:00) - Die Themen von Jewrovision (0:09:50) - Jewrovision und jüdische Identität (0:10:32) - Von der Vorbereitung bis zur großen Show: Der Weg zur Jewrovision (0:12:18) - Themen und Inhalte der Jewrovision (0:14:01) - Proben und Vorbereitungen für die Jewrovision (0:15:17) - Wettbewerb und Engagement in der Jewrovision (0:16:04) - Jewrovision und jüdische Gemeinden (0:19:18) - Vielfalt und Förderung in der Jewrovision (0:21:24) - Gemeinsam stark: Persönliche Erfahrungen und Gewinne durch die Jewrovision (0:24:30) - Hoffnung und Ausdruck: Die Botschaft, der Einfluss und die Wirkung der Jewrovision (0:26:40) - Jewrovision und Antisemitismus (0:29:12) - Jüdisches Leben in Deutschland: Jewrovision als Spiegel (0:32:12) - Jewrovision: Wo Musik und Identität verschmelzen (0:34:36) - Auswirkungen von Ausgrenzung und Antisemitismus (0:36:00) - Die Kraft und Magie der Musik: Jewrovision als Inspirationsquelle & Feier der Vielfalt und Einheit (0:37:40) - Die Stimmen der Jugend: Jewrovision als Sprachrohr und Plattform für Selbstentfaltung. (0:38:48) - Abschluss und Dankesworte (0:39:48) - Podcast-Informationen und Kontaktmöglichkeiten

  12. 3

    Folge 3: Antisemitismus auf dem Vormarsch

    Alle  Angebote, Veranstaltungen, Publikationen, Onlineformate der hessischen Landeszentrale für politische Bildung sowie Unterrichtsmaterialien zum Podcast finden sie auf unserer Homepage unter www.hlz.hessen.de  Die Landeszentrale für politische Bildung freut sich über Feedback, Anregungen und Kritik zum Podcast. Schreiben sie uns eine E-Mail an [email protected] „Der 7. Oktober 2023 wird für immer ein Wendepunkt in der Geschichte Israels und der jüdischen Gemeinschaft weltweit sein, der alle in tiefem Schmerz und Trauer zurücklässt. Die jüdische Community nicht nur, aber auch in Hessen, ist zutiefst betroffen von all dem. Das Sicherheitsempfinden jüdischer Menschen in Hessen ist davon ebenso beeinträchtigt wie das Gefühl, nicht mehr willkommen, nicht mehr sicher zu sein. Der 7.10. und seine Folgen für den Antisemitismus sind eine tiefe Zäsur. Auch hier in Hessen. […]“ Timestamps Folge 3: Antisemitismus auf dem Vormarsch  (0:00:20) – Antisemitismus und Proteste (0:04:20) – Die dunkle Seite der Studentenproteste 1969 und heute: Antisemitismus an Universitäten (0:08:01) – Zwischen Kritik und Hass: Antisemitismus an Unis und in der Gesellschaft (0:15:01) – Verschmelzung von Ideologien, Formen und Entstehung israelbezogener Antisemitismus (0:19:52) – Jüdisches Selbstverständnis und Identität (0:24:11) – Mechanismen und Auswirkungen des Antisemitismus (0:26:58) – Resilienz und Solidarität in der jüdischen Community (0:29:15) – Neue Ansätze antisemitismuskritischer Bildung und Erinnerungskultur in der postmigrantischen Gesellschaft (0:35:12) –  Kritische Betrachtung von NS-Verbrechen und Zionismus (0:38:10) – Mutige Stimmen erheben und Zukunftsperspektiven (0:40:06) – Herausforderungen und Solidarität in der Gesellschaft (0:42:10) – Meldung von antisemitischen Vorfällen. Ein Appell zum Handeln Dieses Lagebild zum Antisemitismus in Hessen, skizziert von der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Hessen (RIAS Hessen), liefert den Impuls für die dritte Folge unseres Podcast. Woher kommt die aktuelle Welle des Antisemitismus in Hessen, Deutschland und weltweit? Welche Anschlussmöglichkeiten bietet Antisemitismus in den unterschiedlichen sozialen Milieus? Wo und wie äußert sich Antisemitismus in unserer heterogenen Gesellschaft? Welche Rolle spielen dabei Universitäten, Schulen, documenta und Kultur und die sozialen Medien? Was sind jüdische Reaktionen und Perspektiven nach dem 07. Oktober 2023? Und welche Ansätze zur Prävention und antisemitismuskritischen Bildung gibt es und was ist zu tun? Welche Rolle spielt dabei der Wandel der Erinnerungskultur in einer postmigrantischen Gesellschaft? Diese und weitere Fragen bespricht Gastgeberin Isabel Gathof, Moderatorin, Filmemacherin und Medienproduzentin aus Hanau, mit ihren Gästen Dr. Susanne Urban, Leiterin der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) Hessen, und Daniel Navon, gewähltes Vorstandsmitglied des Verbands Jüdischer Studierender Hessen (VJSH) Ausgehend von einem antisemitischen Vorfall im Kontext der Studierendenproteste an der Universität Frankfurt im Juni 1969 während eines Referates des israelischen Botschafter Asher Ben Natan zeichnet der Podcast historische Kontinuitäten nach, hinterfragt kritisch antisemitische Narrative und beschreibt die Gegenwart von Antisemitismus aus Sicht der Wissenschaft und aus persönlichen Perspektiven jüdischer Menschen in Hessen.

  13. 2

    Folge 2: 60 Jahre Frankfurter Auschwitz-Prozess

    Alle  Angebote, Veranstaltungen, Publikationen, Onlineformate der hessischen Landeszentrale für politische Bildung sowie Unterrichtsmaterialien zum Podcast finden sie auf unserer Homepage unter www.hlz.hessen.de  Die Landeszentrale für politische Bildung freut sich über Feedback, Anregungen und Kritik zum Podcast. Schreiben sie uns eine E-Mail an [email protected] „Bewältigung unserer Vergangenheit heißt Gerichtstag halten über uns selbst, Gerichtstag über die gefährlichen Faktoren unserer Geschichte, nicht zuletzt alles, was hier inhuman war, woraus sich zugleich ein Bekenntnis zu wahrhaft menschlichen Werten in Vergangenheit und Gegenwart ergibt.“ Diese Worte von Fritz Bauer waren das Leitbild des ersten Frankfurter Auschwitz-Prozesses (20. Dezember 1963 bis zum 20. August 1965), der international mediale Aufmerksamkeit und Resonanz erfuhr. Er war der größte öffentliche NS-Schwurgerichtsprozess der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte und markierte einen Wendepunkt in der Aufarbeitung der NS-Geschichte und des Holocaust in Deutschland. Maßgeblich wurde der Prozess vom hessischen Generalstaatsanwalt Fritz Bauer angestoßen und geprägt. Zum ersten Mal wurde der barbarische Zivilisationsbruch des Holocaust am Beispiel des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz in seiner Dimension durch die sogenannten Opferzeugen in der deutschen Öffentlichkeit sichtbar und hörbar. Was zeichnete den Frankfurter Auschwitz-Prozess aus? Welche Rolle spielte dabei der Generalstaatsanwalt Fritz Bauer und seine Lebensgeschichte? Welche Bedeutung haben die Opferzeugen und der Auschwitz-Prozess in Frankfurt für die Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit? Und welche Relevanz hat er für unsere heutige Demokratie und Erinnerungskultur in der Bundesrepublik? Diese und weitere Fragen bespricht Gastgeberin Isabel Gathof, Moderatorin, Filmemacherin und Medienproduzentin aus Hanau, mit ihren Gästen Dr. Katharina Rauschenberger, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Fritz Bauer Institutes in Frankfurt am Main und Gerhard Wiese, Zeitzeuge und beteiligter Staatsanwalt im Auschwitz-Prozess. Timestamps zu Folge 2 „60 Jahre Frankfurter Auschwitz-Prozess“  (0:00:01) - Jüdisches Leben, Geschichte und Kultur in Hessen (0:00:19) - Ein Meilenstein der deutschen Justizgeschichte (0:03:12) - 360 Zeugen, 9 Monate Verhandlung (0:04:06) - Gäste im Studio: Dr. Rauschenberger und Gerhard Wiese (0:05:01) - Das „System Auschwitz“ (0:06:10) - Erster Tag des Prozesses: Ein Zeitzeuge des Frankfurter Auschwitz-Prozesses berichtet (0:08:06) - Vorbereitung durch Sachverständige (0:09:26) - Vernehmung der Angeklagten (0:10:32) - Belastende Reise der Zeugen (0:11:36) - Fritz Bauer und der Auschwitz-Prozess (0:14:12) - Zwei Begegnungen mit Fritz Bauer (0:15:33) - Dr. Fischer – SS-Arzt im Nebenlager Monowitz (0:19:05) - Mitarbeiter der IG Farben als Zeugen (0:20:10) - Ende des Prozesses (0:22:01) - Die geretteten Tonbandmitschnitte (0:25:02) - Gründung des Fritz Bauer Instituts (0:28:08) - Zeuginnen und Zeugen aus verschiedenen Sprachräumen (0:31:45) - Zeugenaussage von Simon Gotland (0:39:16) - Die Rolle der Verteidiger (0:40:14) - Verständnisschwierigkeiten vor Gericht (0:41:56) - Die erinnerungspolitische Wende?! (0:44:25) - Bedeutung für unsere Demokratie heute (0:45:17) - Gerhard Wiese als Zeitzeuge: Persönliche Erfahrungen und Vorträge in Schulen (0:46:12) - Wie Gerhard Wiese Zeitzeuge wurde (0:47:12) - Dank an die Gäste (0:47:46) - Informationen zur Hessischen Landeszentrale für politische Bildung (HLZ)

  14. 1

    Folge 1: Kampf um Gleichberechtigung – der jüdische Abgeordnete Gabriel Riesser in der Paulskirche

    Alle  Angebote, Veranstaltungen, Publikationen, Onlineformate der hessischen Landeszentrale für politische Bildung sowie Unterrichtsmaterialien zum Podcast finden sie auf unserer Homepage unter www.hlz.hessen.de Die Landeszentrale für politische Bildung freut sich über Feedback, Anregungen und Kritik zum Podcast. Schreiben sie uns eine E-Mail an [email protected] Es war die Geburtsstunde der deutschen Demokratie. Am 18. Mai 1848 trat in der Frankfurter Paulskirche erstmals die Deutsche Nationalversammlung zusammen – das erste gesamtdeutsche Parlament. Im Jahr 2023 wurde das 175. Jubiläum dieses Ereignisses in Frankfurt am Main mit viel öffentlicher Aufmerksamkeit begangen und der Bau eines „Hauses der Demokratie“ im Umfeld der Paulskirche in Aussicht gestellt. Dieses soll an die demokratische Geschichte Deutschlands und Hessens erinnern. Weniger bekannt hingegen ist die Person Gabriel Riessers. Der jüdische Anwalt aus Hamburg setzte sich als Mitglied und späterer Vizepräsident des Paulskirchenparlaments für die rechtliche Gleichstellung der Jüdinnen und Juden ein. Er beeinflusste die Debatten in der Frankfurter Nationalversammlung um die Grundfreiheiten maßgeblich und zeichnet dafür verantwortlich, dass die Religionsfreiheit als Grundfreiheit Eingang in die Paulskirchenverfassung von 1849 fand. Ein guter Grund, dem Engagement Riessers für Demokratie und jüdische Gleichberechtigung die erste Folge unseres Podcast zu jüdischem Leben, Geschichte und Kultur in Hessen zu widmen, um seine Person und die jüdische Emanzipation ins Bewusstsein zu rücken.  Wer war Gabriel Riesser? Welche Rolle spielte er im Paulskirchenparlament und für die jüdische Emanzipation? Wie sahen ihn seine Zeitgenossen im Spiegel von Karikaturen? Was sagen uns der Lebensweg und die Gedanken Riessers heute angesichts des wachsenden Antisemitismus? Und warum und wie sollten wir an ihn erinnern? Diese und weitere Fragen stellt Gastgeberin Isabel Gathof, Filmemacherin und Medienproduzentin aus Hanau, ihren Gästen Abraham de Wolf und Kerstin von der Krone, die sich intensiv mit dem Leben und Wirken Gabriel Riessers auseinandergesetzt haben. Ein wichtiger Beitrag zum pluralen Erzählen jüdischer Geschichte und Gegenwart und der deutschen Demokratiegeschichte. Timestamps (0:00:01) - Einführung in das Thema: Jüdisches Leben, Geschichte und Kultur in Hessen (0:00:20) - Hörspiel: Rede des jüdischen Abgeordneten Gabriel Riesser (0:03:57) - Fokus auf jüdische Abgeordnete der Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche (0:04:47) - Vorstellung der Moderatorin Isabel Gathof (0:05:02) - Diskussion über Moritz Daniel Oppenheim und Gabriel Riesser (0:10:20) - Diskussion über jüdische Emanzipation und deutsche Demokratiegeschichte; (0:11:46) - Wer war Moritz Mohl? (0:13:33) - Analyse der Karikatur „Er wird mir gemütlich schwer“ (0:15:24) - Diskussion über visuelle Kommunikation in der Paulskirche (0:18:07) - Zugang zur Sammlung der Universitätsbibliothek (0:19:13) - Wahl von Gabriel Riesser zum Vizepräsidenten und antisemitische Reaktionen (0:21:48) - Analyse von Karikaturen als Quelle für Antisemitismus (0:23:47) - Diskussion über die Paulskirche als Ort der deutschen Demokratie (0:25:14) - Diskussion über Gabriel Riesser und die Gleichheit vor dem Gesetz (0:27:14) - Diskussion über die Bedeutung von Quellen in der Vermittlungsarbeit (0:28:30) - Diskussion über jüdische Geschichte und Kultur in Sammlungen (0:30:03) - Abschluss der Pilotfolge, Credits und Ankündigung des nächsten Themas

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In Hessen hat jüdisches Leben eine lange und starke Tradition und prägt in seiner Vielfalt das gesellschaftliche Miteinander. Ein zentrales Anliegen dieses Podcasts ist es, diese Vielfalt für ein breites Publikum aufzubereiten und darüber hinaus auch Bildungsmaterial für den Einsatz in der historisch-politischen Bildung an die Hand zu geben. Neue Zugänge und Inhalte sollen bisherige ergänzen, um zu zeigen, dass jüdisches Leben seit Jahrhunderten bis heute konstitutiver Bestandteil deutscher und speziell hessischer Geschichte und Gegenwart ist. Den inhaltlich-thematischen Einstieg einer jeden Folge bildet ein Einspieler mit hörspielartiger Charakteristik, auf dessen Grundlage die unterschiedlichen geladenen Studiogäste unter Moderation von Isabel Gathof interessante Aspekte jüdischen Lebens, Geschichte & Kultur Hessens mit Aktualitätsbezug diskutieren.

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