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PODCAST · society

Korte & Rink

In dem wöchentlich erscheinenden Podcast „Korte & Rink“ analysiert Dennis Rink, Chefredakteur der VRM, gemeinsam mit dem renommierten Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte jeweils ein politisches Thema, das die Menschen in Hessen und Rheinland-Pfalz bewegt. Produktion: Mike DornhöferEin Angebot der VRM.

  1. 84

    Folge 81: Ein Jahr Merz, GroKo und der fehlende Masterplan

    Ein Jahr Große Koalition unter Friedrich Merz – und die Bilanz fällt ernüchternd aus. Für Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte ist die Stimmung im Land geprägt von „aggressiver Ratlosigkeit“. Egal ob im Fernsehstudio, bei der IHK oder in Gesprächen mit Arbeitgeberverbänden: Die Unsicherheit ist greifbar. Diskussionen um die 1.000-Euro-Entlastungsprämie („Verschwendungsharmonie“), durchgestochene Details aus eigentlich vertraulichen Verhandlungen („da dringt zu viel nach außen“) und ein zunehmend scharfer Ton aus dem Kanzleramt („wir wollen umworben werden“) prägen das Bild. Derzeit fehle es der Bundesregierung an emotionaler Ansprache. Der „nüchterne Pathos“ im Führungsstil von Kanzler Merz käme bei den Wählern nicht gut an: „Was er macht, macht er falsch“. Statt klarer Prozesse dominiere ein politisches Versuch-und-Irrtum-Prinzip – ein Masterplan sei nicht erkennbar. „Da hatte man mehr erwartet.“ Und doch sieht Korte eine Chance: „Politik bewegt viele Menschen. Was wir brauchen ist organisierte Zuversicht.“ Reformvorhaben wie die Einkommenssteuer- und Rentenpolitik stehen an – Stillstand herrscht also nicht. Ein Angebot der VRM.

  2. 83

    Folge 80: GroKo in RLP – Mehr als nur ein Zweckbündnis?

    SPD und CDU haben in Rheinland-Pfalz ihre Koalitionsverhandlungen abgeschlossen und den Vertrag vorgestellt – „mit weniger Getöse als in Stuttgart“, bilanziert Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte. Im Zentrum stehen die klassischen Schlüsselressorts Finanzen, Bildung und Inneres. Auffällig: Die SPD ist trotz Wahlniederlage mit fünf Ministerien mittendrin statt nur dabei – darunter ist auch das wichtige Finanzressort. Neu zugeschnitten wird auch die Ministerienlandschaft. Ein eigenes Haus für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur soll künftig zentrale Aufgaben bündeln. Für Korte der richtige Schritt, denn „wer sich um Daseinsvorsorge kümmert, schafft Vertrauen.“ Ein Ministerium, das gezielt soziale Infrastruktur stärkt und Gemeinwohl organisiert, sei ein wichtiges Signal. Nach 35 Jahren Regierungszeit bringt der Machtwechsel dennoch tiefgreifende Veränderungen mit sich. Die CDU müsse sich zunächst orientieren – für Korte läuft das „erstmal auf betreutes Regieren hinaus“. Und wie steht es um die große Koalition im Bund? Dort werde SPD und CDU aktuell als schwaches Bündnis wahrgenommen, das „wenig gemeinsam“ habe, so Rink. Ob die gleiche Konstellation in Rheinland-Pfalz stabiler funktioniert, ist eine der zentralen Fragen der Folge - wie auch in unserer Spotify-Umfrage. Diese findet ihr in der aktuellen Folge auf Spotify unter den Shownotes. Jetzt abstimmen! Ein Angebot der VRM.

  3. 82

    Folge 79: Wa(h)l und Wahnsinn

    Ein gestrandeter Wal als politische Metapher: Für Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte zeigt der Fall „Timmy“, wie sehr Wahrnehmung und Wirklichkeit auseinandergehen können. „Ein Wal im Wasser muss eben auch schwimmen, so denkt der Mensch.“ Ein Bild für politische Fehlannahmen, für den Umgang mit komplexen Lagen in Zeiten wachsender Unsicherheit und medialer Überzeichnung. Im Zentrum der Folge stehen die Koalitionsverhandlungen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Es gehe vor allem um Vertrauen: „Kollaborationen sind zuständig für vertrauensbildende Maßnahmen.“ Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie Regierungen künftig aufgestellt sein sollten – etwa mit stärkerem wissenschaftlichen Einfluss oder neuen Ressorts wie einem eigenen Wissenschafts-, Verkehrs- oder sogar Medienministerium. Auch der Vorstoß von Markus Söder, Ilse Aigner als Bundespräsidentin ins Spiel zu bringen, werden eingeordnet. Für Korte ist klar: In Zeiten des Gewissheitsschwunds braucht es die richtigen Persönlichkeiten, um durch Erklärung und Sprache Vertrauen zu schaffen. Ein Angebot der VRM.

  4. 81

    Folge 78: Politik ohne Plan?

    Welche Zukunftsvorstellung hat die Bundesregierung? VRM-Chefredakteur Dennis Rink und Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte blicken auf eine politische Lage zwischen Krisendruck und Orientierungssuche. In Berlin erkennt Korte eine „Verschwendungsharmonie“ in einer angespannten Wirtschaftslage. Statt sich auf Kürzungen zu verständigen, werde verteilt, – teils auf Kosten Dritter. Vorschläge wie Tankrabatt oder Prämien stoßen auf Kritik, „quasi Geld ohne Haushalt“ analysiert der Experte. Auch inhaltlich wirkten viele Entwürfe „handwerklich nicht rund“. Die eigentliche Herausforderung liege tiefer: „Das Unvorhersehbare zu managen in Zeiten des Gewissheitsschwundes“ sei die zentrale Aufgabe der Politik. Doch strukturelle Reformen bleiben schwierig, etwa beim Bürokratieabbau, wo oft eher ein Durchwurschteln zu beobachten sei – mit politischen Folgen. Rink und Korte diskutieren, warum sich dadurch immer mehr Menschen nach rechts orientieren, welche Rolle die AfD spielt und wie wehrhaft die Demokratie aktuell ist. Und: Was hat eine positive Zukunftserzählung mit „Kathedralendenken“ zu tun? Ein Angebot der VRM.

  5. 80

    Folge 77: Aufgehende Sonne in Mainz, Krise in Berlin

    In Rheinland-Pfalz laufen die Sondierungen erstaunlich harmonisch – trotz einer „asymmetrischen Machtkonstellation“, wie Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte beobachtet. Die Regierungsbildung der ersten großen Koalition im Land wirkt auf ihn „wie bei einer aufgehenden Sonne“: respektvoll, konstruktiv, fast schon ungewöhnlich eingespielt. Die Spitzenkandidaten Alexander Schweitzer und Gordon Schnieder begegnen sich auf Augenhöhe – das Du ist längst gefunden, der Ton geprägt von Feingefühl und Professionalität. Nun geht es an die entscheidenden Fragen: Eckpfeiler setzen, Arbeitsgruppen bilden, Ministerien zuschneiden. Erste Signale? Kaum. Für Korte ein gutes Zeichen: „Alles ist professionell und gut, wenn wir nichts dazu hören.“ Ein ganz anderes Bild zeigt sich in Berlin. Die große Koalition um Kanzler Friedrich Merz wirkt in der öffentlichen Wahrnehmung wenig krisenfest. Reformideen werden angekündigt, zurückgenommen und kontrovers diskutiert. Für Korte entsteht der Eindruck einer „inszenierten Kompromisslosigkeit“ bei gleichzeitig schwacher Führung. Der Unmut vieler Wählerinnen und Wähler sei nachvollziehbar – es dominiere ein „Defensiv-Bündnis“ mit begrenzter Zukunftsperspektive. Der Kanzler wirke derzeit vor allem „hilflos“. Ein Angebot der VRM.

  6. 79

    Folge 76: FDP in der Krise, SPD in der Offensive

    Nach der Osterpause melden sich VRM-Chefredakteur Dennis Rink und Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte zurück und nehmen sich gleich ein politisches Dauerproblem vor: die Krise der FDP. Mit dem Vorstoß von Wolfgang Kubicki für den Parteivorsitz und dem Rückzug von Christian Dürr rückt die Frage in den Mittelpunkt, ob bekannte Gesichter allein reichen, um verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen und die Partei aus der Krise zu führen. Korte ordnet ein, warum die Liberalen trotz Nachfrage nach ihren Kernthemen – weniger Bürokratie, mehr Freiheit – politisch kaum profitieren. Er nennt ein grundlegendes Wählerparadox, strategische Fehler und das Ampel-Aus unter Christian Lindner. „Das wirkt bei der FDP auf jeden Fall nach.“ Neben der Bundespolitik richten Korte und Rink den Blick auch auf Rheinland-Pfalz nach der Landtagswahl. Dort deute sich in den laufenden Sondierungen ein vergleichsweise stabiler Prozess an, bei dem interne Machtkämpfe bislang ausblieben. Ein Angebot der VRM.

  7. 78

    Folge 75: Die SPD in RLP - Zwischen Schock und Sondierung

    Nach der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz analysieren VRM-Chefredakteur Dennis Rink und Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte die politische Lage der SPD zwischen Schock und Neuaufstellung. Für Korte ist klar: „Gewissheiten haben sich pulverisiert.“ Die rheinland-pfälzische SPD versucht trotz Niederlage handlungsfähig zu bleiben, während sich in den Sondierungen zeigt, wie entscheidend Erfahrung und Geschlossenheit sind. Dabei gehe es weniger um Inhalte als um Vertrauen und Struktur – denn: „Am Ende muss man sich klar machen, welchen geringen Stellenwert diese Aushandlung hat, weil vieles nach einem Jahr ohnehin überholt ist.“ Einordnungen, Hintergründe und Perspektiven zur Regierungsbildung in RLP sowie ein spezielles Ostergeschenk von Korte & Rink – jetzt in der neuen Podcast-Folge. Ein Angebot der VRM.

  8. 77

    Folge 74: „Dosierter Machtwechsel“ – Landtagswahl in RLP

    Am Wahlabend der rheinland-pfälzischen Landtagswahl verpassten sich VRM-Chefredakteur Dennis Rink und Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte noch zwischen ZDF- und Phoenix-Analysen vor dem Landtag. Am Morgen danach treffen sie sich zwischen weiteren Terminen für Funk und Fernsehen – mit frischen Eindrücken, Analysen und Hintergründen. Kortes Bilanz fällt deutlich aus: „Gewissheiten haben sich pulverisiert“ – auch mit Blick auf die historische Zäsur und die Niederlage der SPD um Alexander Schweitzer. Der Kandidatenfaktor habe diesmal kaum getragen, vielmehr hätten die Bundestrends der großen Parteien durchgeschlagen. Zugleich sei „kein Abwahl-Wahlkampf“ erkennbar gewesen, so Korte. Rink und Korte analysieren den Wahlkampf, diskutieren, warum besonders junge Wählerinnen und Wähler ihre Stimme der AfD gegeben haben – und blicken auf die anstehenden Koalitionsgespräche. Denn trotz klarer Mehrheitsverhältnisse bleibt die politische Lage im Land(tag) spannend. Ein Angebot der VRM.

  9. 76

    Folge 73: Im Windschatten der rheinland-pfälzischen Landtagswahl

    Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte meldet sich diesmal aus Mallorca – dort ist er mit Freunden auf dem Rennrad unterwegs und erklimmt die Berge der Insel. Beim Rennradfahren wie in der Politik gilt für den Politikwissenschaftler ein ähnliches Prinzip: „Wenn der Führende zu weit weg ist und die Folgenden verliert, ist das auch schlecht. Da müssen schon irgendwie alle zusammen ankommen. Dafür trägt der Führende die Verantwortung.“ Auch die Kräfte richtig einzuteilen, sei entscheidend – wer sich zu früh verausgabt, kommt am Ende nicht mehr ins Ziel. Ob den Kandidatinnen und Kandidaten für den rheinland-pfälzischen Landtag dieses Gespür gelungen ist, diskutieren Korte und VRM-Chefredakteur Dennis Rink in der neuen Folge von „Korte & Rink“. Kurz vor der Landtagswahl geht es um ein knappes Rennen um den Ministerpräsidentenposten, rund 30 Prozent unentschlossene Wähler – und die schwierige Prognose, wer im Landtag die Interessen der Bürgerinnen und Bürger vertreten wird. Dabei erinnert Korte auch an die Bedeutung des politischen Engagements: „Hunderte Kandidaten sind bereit sich auf so eine Berufssituation einzulassen. Sie stehen auf dem Wahlzettel. Dass sie das machen, ist keine Selbstverständlichkeit.“ Belohnen könnte die Bewerber eine hohe Wahlbeteiligung. Ein Angebot der VRM.

  10. 75

    Bonusfolge: Hinter den Kulissen unserer Demokratie-Tour

    Wie viele Anzüge besitzt Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte? Warum wurde Dennis Rink einst Schulsprecher? Und woher rührt bei beiden die Leidenschaft für Politik? Diese besondere Bonusfolge von Korte & Rink wirft einen dokumentarischen Blick hinter die Kulissen der Demokratie-Tour durch Rheinhessen. In einer reportagehaften Collage begleiten wir die beiden Hosts an ihren Marktstand, hören ihnen bei Gesprächen mit Passantinnen und Passanten zu und erleben, wie aus spontanen Begegnungen politische Gespräche entstehen. Zwischen persönlichen Anekdoten und nachdenklichen Momenten entsteht ein lebendiges Bild der Menschen hinter dem Podcast – und eine kleine Momentaufnahme davon, wie Demokratie im Alltag wirkt, wenn man ihr ganz nah kommt. Ein Angebot der VRM.

  11. 74

    Folge 72: Landtagswahl in BW – Özdemirs knapper Sieg, Hagels Sturz

    In der aktuellen Folge blicken Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte und VRM-Chefredakteur Dennis Rink zunächst auf ihre Demokratie-Tour zurück – und teilen die Begeisterung ihrer Gesprächspartner:innen, die sich Demokratie aktiv gestalten wollten. Am Ende, so Kortes Fazit, sei es genau darum gegangen: „Freiheit inhaltlich übersetzen.“ Eine Kernaufgabe, die diese journalistische Sonderveranstaltung eindrucksvoll eingelöst habe. Dann geht es nach Baden-Württemberg, wo Cem Özdemir gestern mit nur knapp 30.000 Stimmen Vorsprung zum Wahlsieger der Landtagswahl 2026 wurde. Die CDU um Spitzenkandidat Manuel Hagel gewinnt zwar dazu, scheitert aber denkbar knapp und Fraktionsvorsitzender Hagel räumt die Niederlage überraschend schnell ein. Kurz darauf folgt bereits die „Totalumarmung mit der CDU“ durch den neuen designierten Ministerpräsidenten. War die „Schmutzkampagne“ gegen Hagel ausschlaggebend? Und was verriet die Körpersprache der beiden Spitzenkandidaten, als sie erstmals nach dem Wahlabend hinter den ZDF-Kulissen aufeinandertrafen? Korte & Rink liefern Insider-Einblicke zur Landtagswahl in Baden-Württemberg – jetzt in der neuen Folge. Ein Angebot der VRM.

  12. 73

    Folge 71: Demokratie-Tour #6 – "Stricken für die Demokratie"

    Die letzte Station der Demokratie-Tour führt Korte & Rink nach Nierstein-Schwabsburg – zu einer Gruppe, die Woche für Woche sichtbares Zeichen für Demokratie setzt. Jeden Freitag sitzen die Frauen des Handarbeitsbüros der Initiative „Nierstein gegen Rechtsextremismus“ vor der Kirche, mit direktem Blick auf das AfD-Büro im Ort. Ihr Ansatz: Farbe zeigen – im wahrsten Sinne des Wortes. Bunt, freundlich, zugewandt, interessiert. Gegenprotest nicht mit Lautstärke, sondern mit Haltung. Sabine Rieß beschreibt, warum sich die Gruppe gegründet hat: „Weil wir uns alle Sorgen um die Demokratie machen. Das war ausschlaggebend.“ Mit Korte & Rink sprechen die Frauen über Mut im Alltag, über politische Präsenz in kleinen Gemeinden – und darüber, wie wichtig es ist, dass Demokratie sichtbar bleibt. Ein Angebot der VRM.

  13. 72

    Folge 70: Demokratie-Tour #5 – Schülerstimmen zur politischen Weltlage – Live-Podcast am Gymnasium Nieder-Olm

    Die vorletzte Station der Demokratietour steht an. VRM-Chefredakteur Dennis Rink und Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte besuchen den Sozialkunde-Leistungskurs der 11. Klasse am Gymnasium Nieder-Olm. Dort sprechen sie mit Schülerinnen und Schülern von Sozi-Lehrer Mario Spieker über die Sicht junger Menschen auf Politik, Weltlage und Zukunftsaussichten. Rink stellt die zentrale Frage des Tages: Macht euch die Weltlage Sorgen – oder fühlt sich das alles noch weit weg an? Eine Schülerin formuliert, was viele in der Klasse bewegt: „Es ist egal, wie viele Krisen es gibt, jede Krise ist etwas Schlimmes. Es ist zwar kaum vorstellbar, dass es in Deutschland einen Krieg gibt, aber natürlich macht man sich Sorgen und Gedanken, wenn man die Nachrichten hört.“ Korte und Rink diskutieren mit den Jugendlichen darüber, wie politische Bildung helfen kann, Orientierung zu geben, warum Krisenwahrnehmung von Generation zu Generation unterschiedlich ist – und wie wichtig Räume sind, in denen junge Menschen ihre Perspektiven einbringen können. Ein Angebot der VRM.

  14. 71

    Folge 69: Demokratie-Tour #4 – VG-Bürgermeister Maximilian Abstein ist „nah bei de Leut’“

    Die Demokratietour von Korte & Rink führt uns weiter nach Eich – und damit direkt zu einer der zentralen Fragen unserer Zeit: Welche Probleme kann der Staat für uns eigentlich noch lösen? Gerade in der Daseinsvorsorge sind die Erwartungshaltung enorm. Für Maximilian Abstein, den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Eich, bedeutet das vor allem eines: sehr viel Arbeit. Kommunen, so schildert er im Gespräch, „ersticken an Aufgaben“. Jeden Tag gehe es darum, pragmatische Lösungen zu finden – trotz begrenzter Mittel, wachsender Ansprüche und komplexer Zuständigkeiten. Abstein, früher CDU, heute parteilos, regiert ohne den Rückhalt einer Partei. Entscheidungen trifft er gemeinsam mit Verwaltung, Ortsbürgermeistern und Ortsbeirat. Sein Erfolgsrezept klingt simpel, hat aber große Wirkung: „Einfach nah bei de Leut’ sein.“ Wie viel Nähe braucht lokale Demokratie? Wo stößt sie an Grenzen? Und was bedeutet es, im Alltag eines überlasteten Systems handlungsfähig zu bleiben? Antworten darauf – in dieser Folge der Demokratietour. Ein Angebot der VRM.

  15. 70

    Folge 68: Demokratie-Tour #3 – Demokratie hautnah – Das Podium mit Korte & Rink

    Bergfest unserer Demokratie-Tour: Chefredakteur und Politikwissenschaftler lassen den Tag bei einem besonderen Podiumsgespräch auf dem Mainzer Lerchenberg ausklingen – vor Live-Publikum. In Anekdoten blicken die beiden auf ihre bisherige Tour durch Rheinhessen zurück. „Sie können ja Autofahren“, neckt Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte seinen Mitreisenden, während Dennis Rink das brillante Wetter und die vielen begeisterten Podcast-Fans hervorhebt. Verschiedene Demokratie-Orte wurden an diesem Tag schon angesteuert, jeder mit eigener Atmosphäre und eigenen Impulsen. Im Zentrum des Abends steht schließlich die große Frage: Wie steht es um die Demokratie – in Rheinhessen, in Deutschland, in der Welt? Ein roter Faden zieht sich durch alle Gespräche: „Demokratie funktioniert nur analog“, sagt Korte. Begegnungen vor Ort, echte Gespräche, persönliche Nähe – all das sei unverzichtbar, um in den Dialog zu kommen. Immer wieder berichten Menschen aller Altersgruppen, die Politik beschäftige sich zu wenig mit ihrem Alltag. Für den Experten ist klar: „Politik ist Handlungsauftrag eines gelungenen Lebens.“ Womöglich liege ein Teil des Problems in der zunehmenden Professionalisierung und der von Umfragen getriebenen Tagespolitik. Natürlich geht es an diesem Abend auch um Wählermärkte – thematisch, aber auch ganz haptisch: Korte signiert im Anschluss noch lange Bücher für die Besucherinnen und Besucher dieses atmosphärischen Live-Events. Ein Angebot der VRM.

  16. 69

    Folge 67: Demokratie-Tour #2 – Zu Gast bei Ortsvorsteher Alper Kömür (SPD)

    Für die dritte Station ihrer Demokratietour besuchen VRM-Chefredakteur Dennis Rink und Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte den Mainzer Lerchenberg. Dort treffen sie Alper Kömür (SPD), studierter Politikwissenschaftler, Gewerkschafter, zweifacher Vater – und Ortsvorsteher eines Stadtteils, der politisch wie gesellschaftlich vielschichtig ist. Kömür beschreibt im Gespräch, wie begrenzt der Gestaltungsspielraum politischer Arbeit auf dieser lokalen Ebene oft ist: „Als Ortsvorsteher stößt man schnell an Grenzen." Eine eigene Verwaltung habe er nicht, Entscheidungen könne er nicht einfach anordnen. „Ich kann nicht sagen: Wir machen dies oder jenes." Stattdessen müsse er Anliegen der Bürgerinnen und Bürger an Ämter und Dezernate weiterleiten – und dort würden sie nach deren Prioritäten abgearbeitet. Korte und Rink sprechen mit ihm über Erwartungsdruck, strukturelle Hemmnisse – und darüber, warum Demokratie gerade auf der lokalen Ebene viel Engagement braucht. Ein Angebot der VRM.

  17. 68

    Folge 66: Demokratie-Tour #1 – Aus dem Sozialkunde-Leistungskurs (Nordpfalzgymnasium)

    Wie steht es um unsere Demokratie? Das wollen Chefredakteur Dennis Rink und Politikwissenschaftler Karl-Rudolf Korte auf ihrer Tour durch Rheinhessen herausfinden. Nach dem Auftakt mit einem Stand auf dem Mainzer Wochenmarkt sprechen unsere Experten im ersten Podcast der Tour mit dem Sozialkunde-Leistungskurs am Nordpfalzgymnasium in Kirchheimbolanden. Wie nehmen junge Menschen Politik wahr? Darüber sprechen Korte und Rink mit den Schülerinnen und Schülern im Livepodcast. Ein Angebot der VRM.

  18. 67

    Folge 65: "Merzel-Festspiele" - Macht, Projektion und Aufbruch auf dem CDU-Parteitag

    Nach Cem Özdemirs vielbeachteter „Wahlkampf-Hochzeit“ diskutieren VRM-Chefredakteur Dennis Rink und Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte, wie viel Pomp ein Wahlkampf eigentlich verträgt. Anlass genug bietet auch der CDU-Bundesparteitag. Dort wird Friedrich Merz als Vorsitzender deutlich bestätigt – doch die meiste Aufmerksamkeit gilt einer anderen: Angela Merkel. Die „Grande Dame der CDU“ stellt sich sichtbar in die Kontinuität der Partei, und der „Merkelkult“ prägt, wie Korte es nennt, regelrechte „Merkel-Festspiele“. Das wirke in Teilen sogar „merzlindernd“. Die neu entstande Wortschöpfung „Merzel“ zeige für Korte trotz mancher Konfliktlage, dass beide „nicht ins Lager der Unversöhnlichkeit wechseln wollen“. Zugleich erinnert er daran: Macht entsteht über Projektion und Wirkung. Merkel treffe nach wie vor „die nostalgische, aufbruchsbereite Merkel-Mitte“. Doch gerade diese Mitte fühle sich politisch verwaist. „So richtig kümmert sich keiner um diese Mitte“, stellen Korte und Rink fest. Eine enkelfähige Politik, die an das Gewissen appelliert, zukunftsorientiert denkt und Bündnisse ermöglicht, werde kaum betrieben. Was Bundeskanzler Merz tatsächlich noch vorhat, bleibt vorerst offen. Ein Angebot der VRM. Nächste Woche gehen "Korte & Rink" auf große Demokratie-Tour durch Rheinhessen. Die nächste Folge "Korte & Rink" erscheint am 3. März. Hier eine Übersicht über die Stationen unserer Demokratie-Tour: 3. März: - Stand auf dem Markt in Mainz - Gesprächsangebot an Bürger:innen - Podcast mit dem Leistungskurs Sozialkunde des Nordpfalz-Gymnasium in Kirchheimbolanden - Gespräch mit dem Lerchenberger Ortsvorsteher Alper Kömür (SPD) - VRM-Podiumsgespräch auf dem Mainzer Lerchenberg 4. März: - Gespräch mit dem Bürgermeister der VG Eich, Maximilian Abstein (parteilos) - Podcast mit dem Leistungskurs Sozialkunde des Gymnasiums Nieder-Olm - Podcast mit Vertreterinnen von “Stricken gegen rechts” in Nierstein

  19. 66

    Folge 64: Von Satire bis Sitzungsdruck – Warum Fastnacht für Politiker Pflicht ist

    Die heiße Phase der Narrenzeit beginnt – und auch in der Politik steigt der Takt. VRM-Chefredakteur Dennis Rink und Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte sprechen darüber, wie stark Fastnacht und politische Präsenz inzwischen miteinander verwoben sind. Besonders in der Fernsehfastnacht werden politische Räume ausgelotet: Wer dort nicht erscheint, verliert Sichtbarkeit. „Da braucht man Durchhaltevermögen“, sagt Korte. Rink ergänzt: „Und eine hohe Leidensfähigkeit.“ Diese benötigen diesmal beide selbst – denn Korte und Rink sitzen am Freitag bei „Mainz bleibt Mainz“ im Publikum. Ein besonderer Ort, an dem politisches Kabarett mit Satire, Ironie und Übertreibung den berühmten Narrenspiegel vorhält – während die Politikerinnen und Politiker selbst mit im Saal sitzen. „Kritik von der Bühne am Establishment“, so fasst es Korte zusammen. Am Rosenmontag sind Korte und Rink „uff de Gass“ – daher erscheint an diesem Tag keine Folge. Die nächste Episode kommt am 23. Februar. Ein Angebot der VRM.

  20. 65

    Folge 63: Was macht einen guten Landtagswahlkampf aus?

    Kurz vor den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz sprechen VRM-Chefredakteur Dennis Rink und Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte darüber, was einen erfolgreichen Wahlkampf heute prägt. Große Themen, klare Linien und einprägsame Slogans gehören dazu – doch für Korte steht fest: „In Deutschland ist Problemlösekompetenz am wichtigsten.“ Entscheidend sei, lösungsorientierte Inhalte zu präsentieren und Botschaften zu senden, „die die Menschen in der Region wirklich empfangen“. Ein guter Wahlkampf verlangt zudem das richtige Timing, ein feines Gespür für den Wählermarkt und das Vermitteln glaubwürdiger Zukunftskompetenz. Aber welches Gewicht haben die Parteien hinter den Politikern bei der Entscheidung? Welche Wahlkämpfe bleiben in Erinnerung – und welche gelten als besonders schwach? Außerdem widmen sich Korte und Rink dem Tod von Rita Süssmuth. Für Korte war die CDU-Politikerin eine „emanzipatorische Vorkämpferin im Bundestag“, eine prägende Gastprofessorin der NRW School of Governance und eine zentrale Figur der politischen Epoche um Helmut Kohl, zu der er selbst intensiv geforscht hat. Ein Angebot der VRM.

  21. 64

    Folge 62: Zwischen Weltpolitik und Landtagswahlen in RLP

    Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte meldet sich diesmal von den Malediven und spricht mit VRM-Chefredakteur Dennis Rink über die Bedeutung persönlichen Austauschs als Fundament von Politik und Demokratie. Es geht um Verbindlichkeit in der internationalen Politik – und um die Frage, warum demokratische Prozesse in einer beschleunigten Welt oft als zu langsam wahrgenommen werden. Der Blick richtet sich außerdem nach Rheinland-Pfalz: Neue Umfragen zur Landtagswahl zeigen eine aufholende SPD bei weiterhin führender CDU. Korte und Rink diskutieren Wahlkampfstrategien, den Wert des Haustürwahlkampfs und die Wirkung prominenter Unterstützung aus Berlin. In einem Punkt sind sie sich einig: Der Kampf um die Staatskanzlei verspricht spannend zu werden. Ein Angebot der VRM.

  22. 63

    Folge 61: Trump, NATO und EU – Orientierung in unsicheren Zeiten

    Politik im Krisenmodus – und die Epizentren liegen längst nicht mehr nur in Berlin oder Brüssel. Unser Blick geht mal wieder über den deutschen Tellerrand hinaus, denn Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte meldet sich in dieser Folge aus Abu Dhabi, einem Ort mit geopolitischer Bedeutung. Im Mittelpunkt der aktuellen Folge steht die Frage, wie Politik und Gesellschaft krisensensibler und überraschungsfester werden können. Politikwissenschaftler Korte betont: Auch bei den Bürgerinnen und Bürgern braucht es mehr Agilität – und das Verständnis, dass Politik nicht alles wissen und lösen kann. Krisenfestigkeit beginnt auch individuell. Außerdem schauen Chefredakteur Dennis Rink und Experte Korte auf die EU, Donald Trumps "Ansprüche" an Grönland, die Rolle der NATO in dem derzeitigen Konflikt und die außenpolitische Rolle des Bundeskanzlers Friedrich Merz. Ein Angebot der VRM.

  23. 62

    Folge 60: Ein Blick auf das Superwahljahr 2026

    Zum Jahresauftakt melden sich VRM-Chefredakteur Dennis Rink und Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte zurück – und blicken auf ein politisches Jahr, das es in sich hat. 2026 stehen fünf Landtagswahlen an, ein echtes Superwahljahr. Aktueller Auslöser für eine Grundsatzdebatte: der Berliner Stromausfall. Während ein Teil der Hauptstadt im Dunkeln lag, stand Bürgermeister Kai Wegner auf dem Tennisplatz – und informierte die Öffentlichkeit unzureichend. Rink fordert den Rücktritt, Korte bremst: „Für diesen Fehler etwas Falsches gesagt zu haben, muss er sich natürlich entschuldigen, aber ich finde es nicht angemessen, dann gleich zurückzutreten". Eine Diskussion über politische Präsenz in Zeiten permanenter Beobachtung. Für den Politikwissenschaftler stehen im Wahljahr 2026 die Resilienz des Staates, Katastrophenschutz und die Frage der Bezahlbarkeit für die Bürger im Zentrum des Wahlkampfes. Auch die FDP, die CSU und andere kleinere Parteien wie das Bündnis Sahra Wagenknecht geraten in den Blick der beiden Experten. Wie regierungsfähig sind sie? Dazu sprechen Rink und Korte über politisches Storytelling – und darüber, wie viel Humorfürsorge ein politischer Podcast 2026 eigentlich braucht. Ein Angebot der VRM.

  24. 61

    Folge 59: Politischer Jahresrückblick ... mal anders

    Das Jahr neigt sich dem Ende zu – eine Zeit der Rückblicke und gemeinsamen Momente. In ihrer letzten Folge vor der Winterpause nehmen VRM-Chefredakteur Dennis Rink und Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte das politische Jahr noch einmal genau unter die Lupe. Eine besondere Ausgabe samt neugierigem Chefredakteur, unwissendem Wissenschaftler und einem breiten Potpourri politischer Themen. Die beiden sprechen über die Abwehr von autoritärem Extremismus, über „aggressive Ratlosigkeit“ und darüber, wie anschlussfähig Deutschland außen - wie innenpolitisch geblieben ist. Korte erinnert daran, dass Deutschland trotz der vorgezogenen Bundestagswahl über eine stabile Regierung verfügt – ein Zustand, der im internationalen Vergleich zur Seltenheit geworden ist. Auch die großen Streitpunkte des Jahres werden nicht ausgespart: das Ampel-Aus, parteiinterne Konflikte, Debatten über Stadtbilder, der verpasste „Herbst der Reformen“ – und die Frage, wo dennoch Hoffnung bleibt, etwa beim Ringen um Frieden oder bei geplanten grundlegenden Veränderungen. Zum Schluss wagen Korte und Rink einen Ausblick auf die ersten Landtagswahlen 2026. Das Team wünscht schöne Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr. Die nächste Folge erscheint am 12. Januar. Ein Angebot der VRM.

  25. 60

    Folge 58: Advent im Kanzleramt - Söder und Merz im Jahresendspurt

    VRM-Chefredakteur Dennis Rink und Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte stimmen sich auf die Adventszeit ein – eine Phase der Gespräche, der Geselligkeit und der Bestandsaufnahmen. Wie ist die Stimmung im Land kurz vor Weihnachten? Ein Blick nach München liefert Hinweise: Auf dem CSU-Parteitag zeigt sich, wie Markus Söder nach dem Wahlergebnis in der eigenen Partei dasteht. Ein Denkzettel? „Parteitage sind Seismographen“, sagt Korte. Sie zeigten, „wie Parteien so drauf sind – wie gut man sich fühlt“. Zugleich sei der politische Zeitraum derzeit „relativ unspektakulär“, weil keine großen Wahlen anstehen. Rink und Korte diskutieren außerdem, wie es um die Zukunft Söders steht, wie der Reformkurs von Friedrich Merz läuft – und warum der Bundeskanzler gerade auf dem internationalen Parkett sichtbar punktet. Ein Angebot der VRM.

  26. 59

    Folge 57: „Deutschland hat Rücken“ – Was die Rentenreform über die Lage in Berlin verrät

    VRM-Chefredakteur Dennis Rink und Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte melden sich mit frischen Eindrücken aus Berlin zurück. Der Wissenschaftler war vor Ort, als das Rentenpaket im Bundestag verabschiedet wurde – und zugleich Gast beim deutsch-japanischen Forum des Auswärtigen Amts. „Eine tolle Veranstaltung“, sagt Korte und betont, wie essenziell Wertepartnerschaften in einer unruhigen Welt geworden sind. Ganz anders die Stimmung rund um die Rentenreform: Korte diagnostiziert eine „mühsame Mehrheit“, die sich Friedrich Merz und die Regierungskoalition erneut „systematisch erarbeiten“ mussten. Der Sozialstaat sei zentrale Voraussetzung demokratischer Qualität, mahnt er: „Er muss nicht nur erhalten, sondern kraftvoll und gut sein – und da haben wir leider viele Probleme momentan.“ Korte warnt vor einem drohenden „Mehrfrontenkrieg“ bei kommenden Sozialstaatsreformen. Die politische Großwetterlage? „Die schlechte Laune in Berlin ist mit Händen zu greifen.“ Rink und Korte diskutieren außerdem, wie die „Wut der Wählerschaft“ zu einem „Mut der Politiker“ werden könnte – auch dank bestimmter „Übersetzungslotsen“. Ein Angebot der VRM.

  27. 58

    Folge 56: Berliner Blick – Rente, Haushalt, Radikalisierung

    VRM-Chefredakteur Dennis Rink und Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte blicken zurück auf eine intensive Woche in Berlin. Im Fokus vieler Panels und Vorträge: das umstrittene Rentenpaket der Bundesregierung. Um Abweichler in den eigenen Reihen zu binden, setzte die CDU intern auf „Beichtstuhlgespräche“. Doch reicht das, um in der politischen Mitte eine tragfähige Mehrheit zu sichern? Der begleitende Nachrichtenhype ist programmiert. Ebenfalls Thema: der neue Bundeshaushalt. Projektgelder können wieder fließen, doch Politikwissenschaftler Korte warnt: „Die Summen sind abenteuerlich“. Er kritisiert das Tempo der Neuverschuldung. Unterdessen stellt die AfD eine neue Jugendorganisation vor. Experte Korte nennt sie „hilfreich für die AfD“ und spricht von einem „Sammelbecken junger Männer“, in dem "Hass hungrig bleibt" und menschenunwürdige Positionen zur Normalität werden. Abschließend plädiert Korte für mehr „Zumutungs-Mut“ der Bundesregierung – denn: „Wähler haben auch Wut auf Nichtstun.“ Ein Angebot der VRM.

  28. 57

    Folge 55: Am Kamin mit Korte & Rink – Was Politik aus Expertise macht

    Zum ersten Mal seit ihrem gemeinsamen Live-Auftritt vor fast einem Jahr treffen sich unsere beiden Hosts wieder persönlich: In dieser Sonderfolge empfängt Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte VRM-Chefredakteur Dennis Rink bei sich zu Hause in der Alten Schule in Worms. Im Schein des Kaminfeuers, bei Plätzchen und Mozartkugeln, diskutieren die beiden über die Funktionsweise politischer Beratung. Wie laufen Beratungsgespräche in der Politik eigentlich ab? Warum scheitern aus Sicht vieler Wählerinnen und Wähler politische Entscheidungen trotz fundierter Expertise? Und: Gibt es ein „zu viel“ an Beratung? Korte betont, dass keine Entscheidung allein aufgrund von Wissen getroffen werde – und dass Politik sich nicht vor der Wahrheit, sondern vor der Mehrheit verantworten müsse. Rink hinterfragt kritisch die Rolle von Gremien, Experten und wissenschaftlicher Beratung. Was macht die Politik am Ende daraus? Ein Gespräch über Nähe, Einfluss und politische Wirklichkeit. Ein Angebot der VRM.

  29. 56

    Folge 54: Zwischen Existenzangst und Misstrauensarbeit – Warum die Rentenfrage spaltet

    In dieser Folge von „Korte & Rink“ widmen sich VRM-Chefredakteur Dennis Rink und Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte den Rentenplänen der Bundesregierung – und fragen, warum das Thema so viel Sprengkraft hat. Die Ampel will das Renten­niveau über 2031 hinaus festschreiben – mehr, als im Koalitionsvertrag ursprünglich vereinbart. Doch die politische Kommunikation wirkt holprig. „Das Politikmanagement und die Rolleneinteilung wirken nicht professionell“, urteilt Korte. Nicht überraschend, dass die Junge Union auf Distanz geht. „Man muss sich bemühen“, kommentiert der Politikwissenschaftler – und verweist auf die „Kunst der Moderation von Unterschieden“, die Bundeskanzler Friedrich Merz nun beweisen müsse. Doch echte Lösungen bleiben rar. „Letztlich ist es Existenzangst, die aus Misstrauensarbeit entsteht“, sagt Korte. Ein Gespräch über Sicherheit, Generationengerechtigkeit und politische Glaubwürdigkeit – in einer Gesellschaft, die ihre Zukunft neu verhandeln muss. Ein Angebot der VRM.

  30. 55

    Folge 53: Bundespräsidenten – Moralische Selbstgespräche oder Kompass der Republik?

    „Der Zauber des Wochenbeginns“ trifft auf den „November-Blues“ – so starten VRM-Chefredakteur Dennis Rink und Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte in eine neue Folge von „Korte & Rink“. Im Mittelpunkt steht das Amt des Bundespräsidenten – zwischen moralischer Autorität und institutioneller Ohnmacht. Nach der jüngsten Rede von Frank-Walter Steinmeier fragen sich die beiden, ob wir uns die AfD "herbeifürchten". Oder anders gesagt: Wie klar muss die Sprache der Freiheit formuliert sein? Korte erkennt einen „Kontrollverlust des Staates“ und warnt zugleich vor dem Einreißen der Brandmauer. Die moralische Instanz des Amtes, so sein Befund, wirke abgenutzt. Trotzdem bleibt das Bundespräsidentenamt ein faszinierendes Symbol politischer Reife. Doch braucht es dafür Alter und Erfahrung? „Nicht zwingend notwendig“, meint Korte – entscheidend sei ein „gewisser Blick auf die Welt und die Grammatik der Freiheit“. Und wer könnte Steinmeier eines Tages folgen? Namen wie Ilse Aigner oder Ursula von der Leyen stehen im Raum. Oder doch ein Bundespräsident Karl-Rudolf Korte? Die überraschende Antwort gibt es in der neusten Podcast-Folge zu hören. Ein Angebot der VRM.

  31. 54

    Folge 52: Politik braucht Nähe – Warum Gespräche Brücken schlagen

    In dieser Folge von „Korte & Rink“ werfen VRM-Chefredakteur Dennis Rink und Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte einen breiten Blick auf die politische Lage – vom Berliner Regierungsalltag bis hin zur Reise von Bundeskanzler Friedrich Merz in die Türkei. Bei Treffen von Spitzenpolitikern auf internationalem Parkett zeige sich, wie stark persönliche Kontakte die Diplomatie prägen. „Nichts ersetzt das persönliche Gespräch“, sagt Korte – und sieht das direkte Miteinander als „Brücke, über die beide Seiten gehen können“. Gleichzeitig brennt innenpolitisch der Alltag: Bürgergeld, Sozialpolitik, Staatsmodernisierung. Welche Rolle dabei eine "Sozialstaatssehnsucht" spielt und was es mit der "Aura" von Angela Merkel auf sich hat, hören Sie in dieser Podcast-Folge. Ein Angebot der VRM.

  32. 53

    Folge 51: „Empörungsdemokratie“: Sprache, Streit und Scheindebatten

    In dieser Folge von „Korte & Rink“ widmen sich VRM-Chefredakteur Dennis Rink und Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte einem Begriff, der aktuell die politische Debatte prägt: der sogenannten „Stadtbild-Diskussion“. Beide stellen die Frage, warum wir uns häufig über Nebensächlichkeiten empören, statt über die wirklich wichtigen Themen zu sprechen. „Wir sollten uns als Bürger nicht ablenken lassen durch solche Scheindebatten“, mahnt Korte. Außerdem richtet sich der Blick auf die Ministerpräsidentenkonferenz – und die zunehmenden Spannungen zwischen Bund und Ländern. „Die Länderchefs positionieren sich in vielerlei Hinsicht sehr konträr zur Bundesregierung und üben offen Kritik“, beobachtet Rink. Besonders Alexander Schweitzer werde diese Dynamik in Rheinland-Pfalz geschickt zu nutzen wissen, sagt Korte. Ein Angebot der VRM.

  33. 52

    Folge 50: Verliert die Koalition die Bürger aus den Augen?

    In der Jubiläumsfolge analysieren VRM-Chefredakteur Dennis Rink und Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte die aktuelle Lage der Bundesregierung – und stellen fest: Die Koalition „wirkt holprig im Politikmanagement“, fast wie eine Notgemeinschaft. „Man bekommt den Eindruck, es wurde das Momentum verpasst, die Reformkanzlerschaft zu stärken“, so Korte. Auf Rinks Frage, „Vor was hat die Koalition Angst?“, folgt eine klare Antwort: „Vor sich selbst.“ Selbstbewusstsein und Stärke fehlten derzeit, beide Regierungspartner wirkten angeschlagen – das zeige sich besonders im Umgang mit dem geplanten neuen Wehrdienstkonzept. Korte hält das Losverfahren für wenig überzeugend und warnt vor schwindender Akzeptanz in der Bevölkerung. Auch den möglichen CDU-Kurswechsel in Richtung AfD bewertet Korte kritisch: „Vor diesen Typen zucken die Wähler bei Stichwahlen zurück.“ Dies sei ein klares Zeichen dafür, dass Bürgerinnen und Bürger eine Regierungsverantwortung der AfD ablehnen. Warum Korte dennoch Zuversicht für die Demokratie behält – und welche politischen Dynamiken er hinter den aktuellen Machtspielen erkennt –, hören Sie in dieser Folge „Korte & Rink“. Ein Angebot der VRM.

  34. 51

    Folge 49: Meinungsmache in Zeiten der "Lieferando-Demokratie"

    In der vergangenen Woche geriet die Redaktion der VRM ins Visier: AfD-nahe Gruppen und Verschwörungs-Influencer Ken Jebsen attackieren gezielt VRM-Chefredakteur Dennis Rink und die Allgemeine Zeitung. Gemeinsam mit Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte spricht der Journalist über digitale Dynamiken, aggressive Meinungsmache – und die Frage, wie wir unsere Demokratie verteidigen können. Zeitung, Presse und Medien sind laut Korte „Übersetzungslotsen“, deren Aufgabe es sei, „den Kern der Demokratie zu verteidigen, nämlich unsere Freiheit“. Denn es seien vor allem laute, digital sehr aktive Minderheiten, die die Polarisierung an den politischen Rändern immer größer machten. Während sich unser Informationshaushalt radikal verändert und Digitales immer wichtiger wird, nutzen manche den Dialog vor Ort, um einzuschüchtern. Doch Korte betont: „Andere zu treffen, kann auch verbinden, dadurch kann die gemeinsame Wertschätzung für Freiheit wachsen.“ Wie wirkt sich also die "Lieferando-Demokratie" auf unsere Gesellschaft aus – und gefährden Soziale Medien wirklich unsere Freiheit? Ein Angebot der VRM.

  35. 50

    Folge 48: Über Symbolpolitik, Reformdruck und den "leisen Charme der Anarchie"

    Nach seiner Seereise ist Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl‑Rudolf Korte wieder zurück an Land und richtet gemeinsam mit VRM-Chefredakteur Dennis Rink den Blick auf Deutschlands politische Zukunft. CDU und SPD planen bereits den Herbst der Reformen und nutzen Klausur‑ und Strategietagungen, um gemeinsame Themen zu schärfen. Besonders symbolträchtig wirkt die Tagung in der Villa Borsig: Korte lobt die „Modernisierungsoffensive“ und konkrete Zielmarken. Er hebt hervor, dass hier eine strategische Herangehensweise aus dem Unternehmertum sichtbar wird – etwas, das in der Politik eher unüblich ist. Dennoch bröckelt an manchen Fronten bereits der Rückhalt: Die Wiedereinführung der Wehrpflicht sorgt für heftige Diskussionen. Korte spricht vom „leisen Charme der Anarchie“, der auf krisenmüde Deutsche trifft. Zentrale Fragen dieser Folge: Wie viel Veränderung traut sich die Bevölkerung zu? Wie weit kann die Politik dabei gehen? Und wie begegnet man einer wachsenden „Bevölkerungsverdrossenheit gegenüber Politikern“? Ein Angebot der VRM.

  36. 49

    Folge 47: Über die "Kraft der Mandate" – Führung zwischen Kreuzfahrt, Krisenrat und Kanzleramt

    VRM-Chefredakteur Dennis Rink und Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte begegnen sich ein letztes Mal an Bord der MS Europa. Auf seiner dreiwöchigen Forschungsreise in Richtung Québec bleibt Korte weiter auf „Wa(h)l‑Beobachtung“. Im Mittelpunkt dieser Folge stehen drei besondere Persönlichkeiten: der _erwählte_ Kapitän der MS Europa sowie die _gewählten_ Friedrich Merz als Bundeskanzler und Annalena Baerbock als Präsidentin der UN-Generalversammlung. Rink fragt, was die Vereinten Nationen in schwierigen Zeiten noch zusammenhält. Korte antwortet: „Ich würde nicht unterschätzen, dass immer noch viele Länder zusammenkommen in diesem Rahmen – mit all den Problemen, die die UN hat. Und Baerbock ist mit einer überwältigenden Mehrheit in dieses Amt gewählt worden. Also ein ganz kräftiges, großes Mandat für diese zwölf Monate. Auch das macht diese Frau in diesem Amt stark.“ Auch die OB-Wahlen in Nordrhein-Westfalen werden analysiert – ganz ohne AfD-Erfolge. „Die klassische, konstruktive Mitte hat überall gewonnen, hat sich massiv durchgesetzt. Das ist ein super ermutigendes Zeichen“, bilanziert Korte. Was sagt das über die Reformfähigkeit der Bundesregierung? Warum gewinnen autoritäre Muster an Reiz? Und was hat es mit „paradoxen Wählern“ auf sich? All das – jetzt in der neuen Folge von „Korte & Rink“. Ein Angebot der VRM.

  37. 48

    Folge 46: "Zyklen der Macht" – noch 6 Monate bis zur Landtagswahl in RLP

    Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte und VRM-Chefredakteur Dennis Rink feiern ein Jahr ihres Podcasts und richten den Blick auf die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz in sechs Monaten. Die politische Grundstimmung: Die CDU liegt in den Umfragen vorne – wie schon bei den vergangenen Wahlen. Doch hält die SPD Mainz seit 1991. „Das hatte viel mit der Person Malu Dreyer zu tun“, bewertet Rink. „Genau“, ergänzt Korte, "einen Triumph der Sesshaftigkeit wird es diesmal nicht geben“, bilanziert der Politikwissenschaftler, der sich auf der MS Europa zurzeit auf Vortragsreise befindet und Kanada ansteuert. Ob das auch für Alexander Schweitzer (SPD) gilt, der sich immerhin ein Jahr als Ministerpräsident auszeichnen konnte? Weitere Kandidaten im Fokus: Gordon Schnieder (CDU) und Daniela Schmitt (FDP), die sich nach „kurzen und heftigen Aufständen“ intern durchsetzen konnte. Ein Wunsch vieler Bürger: „Keine streitende Regierung zu haben, sondern eine, die sich kümmert.“ Zur AfD sagt Korte: Immunitätsreserven in Rheinland-Pfalz existieren. „Ein deutliches Erstarken der AfD wird nicht passieren.“ Welche Koalitionen sind möglich? Wie stark wirkt die generelle Unzufriedenheit im Land – und wie viel Rückenwind ist aus Berlin zu erwarten? Was das alles mit „niveauvoller Ratlosigkeit“ zu tun hat, hören Sie in unserer Jubiläumsfolge. Ein Angebot der VRM.

  38. 47

    Folge 45: Von Island nach NRW – Eine Kommunalwahl mit Signalwirkung?

    Zugeschaltet aus den kühlen Gewässern vor Island, wo er auf politischer Vortragsreise unterwegs ist, analysiert Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte die Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen. Gemeinsam mit VRM-Chefredakteur Dennis Rink wirft der emeritierte Professor der Universität Duisburg-Essen einen Blick auf die Ergebnisse – und erklärt, warum diese Wahl über das Bundesland hinaus Bedeutung hat. Mit fast 15 Millionen Wahlberechtigten ist NRW ein politischer Kompass für ganz Deutschland. Die CDU geht als klare Siegerin hervor. "Das 'Kümmer-Image' von Ministerpräsident Hendrik Wüst wirkt beruhigend auf die Bürger", erklärt der Experte. Für Bundeskanzler Friedrich Merz könnte das Rückenwind bedeuten. Die SPD hingegen bleibt blass: „Kein Markenzeichen erkennbar“, urteilt Korte. Und die AfD? Trotz wachsender Umfragen zeigt sich: „Die AfD punktet kaum mit ihrer 'Gestaltungsillusion'“ – in den Stichwahlen spielt sie kaum eine Rolle. Warum NRW ein Bundesland von „Maß und Mitte“ ist, welche politischen Linien sich daraus für Berlin ableiten lassen – und was diese Wahl mit dem Bundestrend zu tun hat, hören Sie in dieser Episode. Ein Angebot der VRM.

  39. 46

    Folge 44: „Schlaglöcher ebnen der AfD den Weg"

    In der aktuellen Folge blickt VRM-Chefredakteur Dennis Rink nach Sachsen-Anhalt: Die AfD liegt in Umfragen deutlich vor der CDU. Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte warnt: „Das sieht unaufhaltsam aus.“ Aber wer wählt die AfD – und warum? Der Politikexperte analysiert das Sammelbecken aus Protestwählern, bisherigen Nicht-Wählern und radikalen Kräften. Die Ursachen reichen tiefer: "Angebotslücken" der etablierten Parteien, falsche politische Schwerpunkte, ein Gefühl von Handlungsunfähigkeit des Staates. „Schlaglöcher ebnen den Weg für die AfD", meint Korte. Investitionen in Infrastruktur, mehr Zuversicht und eine liberale, offene Gesellschaft könnten ein Gegenmodell sein. Doch in der Defensive funktioniere das nicht. Sein Appell: „Richtig radikal angehen.“ Auch die Bundesregierung steht im "Herbst der Reformen" auf dem Prüfstand: Mutlose Politik, verpasste Chancen, bröckelnde Zuversicht. Wie „enkelfähig“ ist unsere Politik noch? Und wie gelingt es Robert Habeck, "würdevoll bedeutungslos" zu werden? Ein Angebot der VRM.

  40. 45

    Folge 43: Schluss mit der "Jammer-Folklore" – Innovationstreiber dringend gesucht

    In der aktuellen Folge spricht VRM-Chefredakteur Dennis Rink über das „Knirschen“ in der Koalition. Noch sei es keine „Streitkoalition“, betont Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte – doch eine gewisse „Vielstimmigkeit“ sei deutlich erkennbar. „Die Koalition wirkt wie ein Defensivbündnis der parteilichen Mitte“, erklärt Korte. Zwischen SPD und CDU sei bislang wenig gemeinsame Linie zu sehen – obwohl die Rahmenbedingungen günstig wären: keine Landtagswahlen in Sicht, Spielraum für inhaltliche Arbeit. Korte mahnt: „Die Fahrspur ist da, wir brauchen weniger Moralspektakel, weniger Jammer-Folklore, weniger Berliner Bummelmodus, und mehr Innovation.“ Der politische Alltag nutze derzeit nur der AfD. Sein Fazit ist klar: „Wir brauchen Führung. Jetzt.“ Ein Angebot der VRM.

  41. 44

    Folge 42: Die zwei Gesichter des Friedrich Merz

    Zurück aus der Sommerpause – und es bleibt politisch brisant. Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte und VRM-Chefredakteur Dennis Rink werfen einen Blick auf die Lage im Kanzleramt unter Friedrich Merz. Außenpolitisch zeigt sich Merz überraschend souverän: „Es wirkt fast so, als hätte er nie was anderes gemacht – das ist unbeeindruckt selbstsicher.“ Die Moderation der Vorgespräche zu den geplanten Gipfeln zwischen Trump und Putin gelingt ihm mit internationaler Präsenz. Innenpolitisch dagegen bleibt vieles im Argen. „Das Politikmanagement der Koalition ist rumpelig“, sagt Korte, und die vollumfängliche Unterstützung in der eigenen Fraktion sei „fraglich“. Was wurde bislang erreicht? Die Migrationswende ist spürbar, bei der Wirtschaftswende fehlt es jedoch an Konkretem. Die Koalition wirkt noch immer wenig eingespielt. Korte bringt es auf den Punkt: „Eine Paartherapie brauchen wir noch nicht, aber das Verständnis füreinander muss besser werden.“ Wie eine gemeinsame Leitvorstellung für die Regierung aussehen könnte, hören Sie in der neuen Folge von „Korte & Rink“. Ein Angebot der VRM.

  42. 43

    Folge 41: Von "Merkel-Lücke" bis "Verschwendungsharmonie" - Die besten Wortschöpfungen

    In der letzten Folge vor der Sommerpause dreht sich alles um die kreativsten Wortschöpfungen aus 40 Podcast-Folgen "Korte & Rink" – von „Merkel-Lücke“ bis „Verschwendungsharmonie“. Kann Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte seine besten Kreationen zuordnen? Und wie entstehen solche Begriffe eigentlich? Der Politikwissenschaftler verrät: „Sprachwachheit entwickelt sich über literarische Texte. Gegoogelt wird bei mir dazu jedenfalls nichts.“ Natürlich können die beiden es nicht lassen – und so wird es doch politisch. Korte äußert sich zum "trumpistischen Stil" von Friedrich Merz und meint: „Das ist MAGA – auf sauerländisch.“ Die nächste Folge "Korte & Rink" erscheint am 18. August. Ein Angebot der VRM.

  43. 42

    Folge 40: Chaos bei Wahl der neuen Bundesverfassungsrichter

    „Wie viel Unwahrheit ist verbreitet worden, um eine Person zu diskreditieren?“, fragt sich Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte mit Blick auf eine turbulente Woche rund um die Plagiatsvorwürfe gegen Frauke Brosius-Gersdorf. Um die gescheiterte Wahl der neuen Bundesverfassungsrichter zu besprechen, haben VRM-Chefredakteur Dennis Rink und Politikwissenschaftler Korte ihre Sommerpause kurzerhand verschoben. Die noch junge Koalition steht vor der dringenden Aufgabe, ihre Steuerungsmechanismen zu überarbeiten. „Da ist noch einiges zu lernen“, sagt Korte. Trotz langer Vorbereitungszeit sei es nicht gelungen, eine „ampelige Szenerie“ bei der Richterwahl zu vermeiden – die Erwartungen wurden enttäuscht. Im Fokus steht auch CDU-Fraktionsvorsitzender Jens Spahn, der die Lage offenbar unterschätzt hat. „Das Abstimmverhalten war offensichtlich unklar“, sagt der Politikwissenschaftler und ergänzt: „Wenn es dann derart öffentlich wird, beschädigt man automatisch Leute.“ Ein Angebot der VRM.

  44. 41

    Folge 39: Das Ende der "Verschwendungsharmonie"? – Koalitionsvertrag trifft auf Realität

    „Die Fallhöhe ist groß“, sagt VRM-Chefredakteur Dennis Rink – und bringt damit die Lage der neuen Bundesregierung auf den Punkt. Vieles wird auf Pump finanziert, der Koalitionsausschuss ringt um erste Entscheidungen, CDU und SPD positionieren sich – auch gegeneinander. Was steckt hinter dem aktuellen Machtgerangel? Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte analysiert: „Außenpolitisch sehr professionell, innenpolitisch ... geht so.“ Die Einigkeit der Anfangszeit sei verloren gegangen – die frühere „Verschwendungsharmonie“ existiert nicht mehr. Stattdessen fehlt der Regierung ein strategisches Zentrum. Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sorgt für Gesprächsstoff. Wie viel Einfluss hat die CSU noch – und was will sie? Und Söder? Korte kritisiert den in den sozialen Netzwerken aktiven Parteivorsitzenden deutlich: „Mir fehlt es da an Amtswürde.“ Ein Angebot der VRM.

  45. 40

    Folge 38: „Worthülsen-Woodstock“ – So lief der Retro-Parteitag der SPD

    In der neuen Folge von "Korte & Rink" analysieren Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte und VRM-Chefredakteur Dennis Rink den jüngsten Bundesparteitag der SPD – und stellen sich die Frage: Wie viel Aufbruch steckt noch in der Sozialdemokratie? SPD-Chef Lars Klingbeil wird mit überraschend schwachem Ergebnis (64,9 %) wiedergewählt. Für Korte ein klares Signal: „Das ist eine Abstrafung, die er bekommen hat für die internen Umbrüche.“ Vertrauen verloren, Rückhalt geschwunden – ein Bruch, der sich nicht wegmoderieren lässt. „Führende brauchen Folgende – und genau die fehlen hier ein bisschen“, so der Politikwissenschaftler. Arbeitsministerin Bärbel Bas bildet mit Klingbeil die neue Doppelspitze, erhält deutlich mehr Stimmen (95 %), überzeugt aber nicht mit neuen Impulsen: „Ihre persönliche Aufstiegsgeschichte dank der Sozialdemokratie war nicht mehr als eine Beschreibung einer Arbeiterpartei, die es so nicht mehr gibt“, bilanziert der Experte im Gespräch. Kortes Fazit: Kaum frische Ideen, stattdessen ein Fest der Floskeln. „Worthülsen-Woodstock“, nennt er das rhetorische Dauerfeuer – und vermisst die Kraft, politische Zukunft wirklich neu gestalten zu wollen. Ein Angebot der VRM.

  46. 39

    Folge 37: Zwischen Drecksarbeit und Diplomatie – Deutschlands Rolle im Nahost-Konflikt

    Die Eskalation zwischen Israel und Iran sorgt weltweit für Verunsicherung – auch in Deutschland. Wie klar kann, wie klar muss sich Berlin positionieren? In der neuen Folge von „Korte & Rink“ analysieren VRM-Chefredakteur Dennis Rink und Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte die geopolitischen Spannungen, die außenpolitischen Reaktionen – und wie geschlossen die Bundesregierung in dieser Krise wirklich agiert. „Es macht schon Sorge, dass Interessendurchsetzung immer häufiger in Krieg mündet“, warnt Korte. Während Kanzler Friedrich Merz von „Drecksarbeit“ spricht, setzt Außenminister Johann Wadephul auf diplomatischere Töne. Zwei Stile – ein gemeinsamer Kurs? Und zum Einstieg: ein überraschend leichtes Thema – Korte und Rink verraten ihre liebsten Eissorten. Ein Angebot der VRM.

  47. 38

    Folge 36: Friedenspolitik oder Flügelkampf? – Das SPD-Manifest zum Russland-Kurs

    In der aktuellen Folge analysieren Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte und VRM-Chefredakteur Dennis Rink das jüngst veröffentlichte SPD-Manifest zur Russland-Politik – und die damit verbundene Kritik an der aktuellen Linie der Bundesregierung. Im Zentrum steht der Ruf nach einer neuen Friedenspolitik und der Widerstand gegen militärische Aufrüstung und Waffenlieferungen an die Ukraine. Doch welche Strategie verfolgt die SPD mit dem Vorstoß – kurz nach dem Start in die neue Regierung? „Normalerweise werden solche Inhalte parteiintern diskutiert oder auf Parteitagen besprochen“, sagt Korte. Der öffentliche Vorstoß sei daher „nicht nur unüblich, sondern auch potenziell schädlich für das Koalitionsklima“. Und: Wo bleibt eigentlich das zentrale sozialdemokratische Thema in dieser Regierung? Zwischen Unsicherheit, Krieg und sicherheitspolitischen Herausforderungen stellen sich Korte und Rink die Frage: Wie viel Einfluss hat die SPD noch – und wie geschlossen steht sie hinter ihrem Kurs? Ein Podcast der VRM

  48. 37

    Folge 35: „Polen First!“ – Über die EU-Skepsis unserer Nachbarn

    „Polen First!“ – mit dem knappen Wahlsieg des rechtskonservativen Karol Nawrocki hat sich in der Stichwahl um das Präsidentenamt das EU-kritische Lager durchgesetzt. Was bedeutet das für Europas Zukunft? In dieser Folge analysieren Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte und VRM-Chefredakteur Dennis Rink die Folgen der Wahl für das deutsch-polnische Verhältnis und die europäische Zusammenarbeit. „Dass wir beim Mindset nicht immer in der gleichen Liga spielen, ist Teil der europäischen Realität – die Vielfalt gehört dazu“, erklärt Korte. Gleichzeitig mahnt er: „Die Entscheidung gegen eine EU-freundliche Perspektive wird die Alltagsarbeit nicht erleichtern.“ Im Kontrast zur kürzlichen Ehrung von Ursula von der Leyen mit dem Aachener Karlspreis sieht Korte die Wahl in Polen als Konterbewegung: „Kein Trend ohne Gegentrend.“ Auch ein kurzer Blick auf die Lage in Deutschland darf nicht fehlen – und ein Zwischenfazit zur bisherigen Kanzlerschaft von Friedrich Merz. Ein Angebot der VRM.

  49. 36

    Folge 34: Über Lars Klingbeil und die Situation der SPD

    Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte analysiert gemeinsam mit VRM-Chefredakteur Dennis Rink die Situation der SPD auf Bundes- und Landesebene – und sie erörtern, warum Lars Klingbeil aktuell ein sehr mächtiger Sozialdemokrat ist. Ein Angebot der VRM.

  50. 35

    Folge 33: „Nicht mehrheitsfähig“ – Das Für und Wider eines AfD-Verbots

    Nach abgeschlossener Italien-Reise nun aus Salzburg zugeschaltet: Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte analysiert gemeinsam mit VRM-Chefredakteur Dennis Rink das derzeit meistdiskutierte Thema der deutschen Innenpolitik – ein mögliches AfD-Verbotsverfahren. Der Anlass: Die Einstufung der Partei als "gesichert rechtsextremistisch" durch den Verfassungsschutz. Doch reicht das für ein Verbot? Politikexperte Korte ist skeptisch: "Diese Stoffsammlung fasst für mich zu viel zusammen – daraus ein tragfähiges Verfahren zu machen, wird nicht ausreichen." Auch der Zeitpunkt sei unglücklich gewählt, meint er. Die Partei selbst hält Korte auf lange Sicht für "nicht mehrheitsfähig". Ein gescheiterter Antrag könne hingegen wie eine politische "Heiligsprechung" wirken. Beide ordnen ein, welche Auswirkungen ein Verbot auf das deutsche Parteiensystem hätte – und welche politischen und gesellschaftlichen Ursachen hinter dem Erfolg der AfD stecken. Ein Angebot der VRM.

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In dem wöchentlich erscheinenden Podcast „Korte & Rink“ analysiert Dennis Rink, Chefredakteur der VRM, gemeinsam mit dem renommierten Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte jeweils ein politisches Thema, das die Menschen in Hessen und Rheinland-Pfalz bewegt. Produktion: Mike DornhöferEin Angebot der VRM.

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