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PODCAST · society

LET´S MEET! Der Kneipenpodcast

Wer eine Gaststätte hat, wird zum Diskussionspartner, zum Anwalt oder Psychologen. Er hört spannende Lebensgeschichten und interessante Thesen. Ich bin Max und betreibe eine kleine Eck-Kneipe mit südafrikanischer Küche in Bielefeld. Ich möchte Euch Menschen vorstellen, die ich in Tresengesprächen kennengelernt habe. Spannende Charaktere, interessante Lebenswege. Nicht nur Prominente mit stetiger Medienpräsenz haben spannende Biografien. Die wahren Helden leben oft nebenan!

  1. 20

    ANTHONY LAMBERT "Wales, Wehrdienst und Whisky"

    FOLGE 19 jetzt auf allen Plattformen hören! In dieser Folge nehme ich euch mit auf eine Reise in die walisische Heimat von Anthony Lambert und zurück nach OWL. Von der Atlantikküste bis an den Lutterbach (haha). Gemeinsam mit meinem langjährigen Stammgast, den alle "Tony" rufen, spreche ich über seine Wurzeln, seine Zeit in der britischen Armee und die Leidenschaft für Rugby – inklusive spannender Einblicke in die Six Nations und die Geschichte des Rugby-Sports. Natürlich darf ein ausgiebiges Whisky-Tasting nicht fehlen: Wir verkosten exklusive Tropfen aus Wales und tauchen tief in die Welt von Geschmack, Tradition und Gemeinschaft ein. Wenn du wissen willst, wie es ist, als Soldat in Nordirland zu dienen, warum Rugby in Wales eine Religion ist, oder was einen echten Whisky ausmacht, dann bist du hier genau richtig. Lass dich inspirieren und lerne die Menschen, Mentalitäten und Geschichten aus Tonys Leben kennen.

  2. 19

    NINA MOGHADDAM "Was im Iran passiert, zerbricht mir das Herz!"

    Wer mit dem Kinderfernsehen von Super RTL aufgewachsen ist, kennt natürlich Nina Moghaddam. Sie war viele Jahre das Gesicht von "Toggo TV" und "WOW - Die Entdeckerzone". Wenn Nina die Straße entlangläuft, wird sie oft von jungen Erwachsenen erkannt, die rufen: "Meine Kindheitsheldin!" Nina freut sich immer sehr über diese Anerkennung, auch wenn sie längst nicht mehr im Kinderfernsehen arbeitet. Sie ist mit der ProSieben-Sendung "taff" auf "City Trips" quer durch Europa und die Welt unterwegs, sie moderiert die "WDR Lokalzeit OWL" und andere Formate. Privat ist sie alleinerziehende Mutter von zwei Jungs und meistert ihr Leben zwischen Familie und Karriere. Ihre Heimatstadt ist Köln, dort ist sie aufgewachsen und glücklich bis heute. Wenn da nicht die stetige Sorge um das Heimatland ihrer Eltern wäre. Der Iran macht gerade weltweite Schlagzeilen, weil Menschen gegen einen Unrechtsstaat, gegen Korruption, Willkür und riesige wirtschaftliche Probleme auf die Straße gehen und mit unvorstellbarer Brutalität ermordet werden. Die Zahlen der Toten geht in die zehntausende, es gibt unzählige Gefangene, in den Foltergefängnissen des Regimes. Ein Großteil von Ninas Familie lebt nach wie vor im Iran und sie kann kaum mit ihnen kommunizieren, weil das Internet abgeschaltet ist. Nina spricht über ihre großen Sorgen, über Schuldgefühle und den Drahtseilakt zwischen ihrem Leben in Deutschland und der Hilflosigkeit, beim Anblick grausamer Videos und Nachrichten aus dem Iran.

  3. 18

    NICK KEMPER "Ich will nur eins: Rockstar werden!"

    Diese Folge ist ein Meilenstein, denn es gibt endlich ein fetziges Intro! Und der Mann, der dieses Intro maßgeblich mitgestaltet hat, ist auch der Gast! Nick Kemper wohnt in der Nachbarschaft des HOWZIT, bei seiner Pflegemutter Carina und er gehört zu den erlesenen Stammkunden unseres kleinen südafrikanischen Ecklokals. Mit gerade einmal 20 Jahren, hat Nick schon viel durchgemacht und er redet gerne und offen darüber. Seine Eltern waren sehr jung, als er zur Welt kam, es gab familiäre Turbulenzen, die ins Kinderheim führten. Und schließlich ging Nick auf eigenen Wunsch vor 6 Jahren zu seiner „neuen“ Mutter. Seine Leidenschaft ist Musik. Als Autodidakt hat er sich das Gitarrenspiel selbst beigebracht, er schreibt Songs und Texte. Mit seiner Band „Kill Marcie“ will er groß rauskommen und setzt alles auf die Karte Rockstar. Auch seine gelegentlichen Depressionen halten ihn nicht auf, an seinem Traum zu basteln: Ein erfolgreicher und auch gerne berühmter Musiker zu werden.

  4. 17

    ANJA MEYER "Ich bin zum Islam konvertiert und habe Jahrzehnte lang als Muslima gelebt"

    In dieser Episode spreche ich mit Anja, die offen ihre bewegende Reise vom deutschen Elternhaus über multikulturelle Jugendjahre bis hin zu einem Leben als praktizierende Muslima schildert. Wir tauchen gemeinsam in ihre Erfahrungen im Jugendzentrum KAMP ein, diskutieren, wie Religion Halt geben – und auch begrenzen – kann, und beleuchten, was es bedeutet, als Frau freiwillig den Islam zu wählen und wieder loszulassen. Anja erzählt, wie sie durch tiefgreifende Begegnungen, familiäre Verluste und interkulturelle Beziehungen ihren eigenen Weg gesucht und gefunden hat. Wir sprechen ehrlich über Vorurteile, gesellschaftliche Spannungen, die Rolle von Jugendzentren und die Herausforderungen für junge Menschen heute. Am Ende bleibt die Frage: Was brauchen wir, um wirklich zusammenzuleben – und was bedeutet es, sich selbst treu zu bleiben?

  5. 16

    ALEKSANDER MILADINOVIC "In der Kneipe habe ich laufen und sprechen gelernt"

    Aleksander – oder einfach Aleks – Miladinovic hat mit Mitte 30 ein wirklich bewegtes Leben hinter sich, das nicht immer einfach war. Er ist Sohn eines Serben und einer Kroatin und hat seine Kindheit in den 90er Jahren verbracht, als beide Völker sich nicht besonders grün waren - um es milde auszudrücken. Auch in der Diaspora war der Konflikt, der in Ex-Jugoslawien tobte, spürbar, allerdings nicht für den jungen Aleks, der als Kind gar nicht verstand, was in der Heimat seiner Eltern los war. Vater und Mutter betrieben zusammen die alte deutsche Kneipe „Zum Eggetal“ in Bielefeld. Der kleine Aleks wuchs zwischen den Thekenstühlen auf und das Kneipenleben war für ihn der ganz normale Alltag. Stammkunden wie „Asbach-Dieter“ gehörten genauso dazu, wie kroatische Zockerrunden, Zigaretten-Qualm und Schnitzel mit Kartoffelsalat. Als die Eltern sich trennten, lebte Aleks zunächst bei der Mutter, ehe die mit einem neuen Freund nach Kroatien türmte. Zurück beim Vater, wurde er als 17-Jähriger zum Pfleger, da sein alter Herr gesundheitliche Probleme bekam. Eigentlich wollte er sich auf Schule und Ausbildung fokussieren, doch die Situation zuhause wurde zur Überforderung. Schon mit Mitte 20 musste er seinen Vater beerdigen. Das Kind der Gastro, blieb in der Gastro, als „Küchenbulle“, „Theken-Cowboy“ und „Party-Tiger“. Fast hätte ihn das Nachleben verschlungen, doch er zog rechtzeitig die Reisleine und darf sich heute, nach einigen Umwegen, „Bachelor of Law“ nennen. Er arbeitet im Jobcenter in Gelsenkirchen, der Stadt mit den meisten Bürgergeld-Empfängern Deutschlands. Jeder fünfte lebt hier von Sozialhilfe, doch trotzdem hat Aleks nicht den Eindruck, dass er es mit vielen sogenannten „Totalverweigerern“ zu tun hat.

  6. 15

    BENJAMIN MEIS "Inside Einzelhandel"

    Mein Bruder Benni plaudert aus 10 Jahren Alltag im EDEKA-Center. Ladendiebstähle, Leute im Ausnahmezustand, kleine und große Katastrophen und natürlich auch die wunderschönen Erlebnisse, wie etwa ein Heiratsantrag zwischen den Produktregalen. Benni hat so einiges erlebt an diesem Ort, der mehr ist, als nur Einkaufen. Für einige ist er Zuhause, Meckerbox oder Hilfe-System. Und die Mitarbeiter leisten oft mehr, als nur Ware zu räumen oder an der Kasse zu sitzen. Die Konsumenten verbringen vielleicht eine halbe Stunde dort, die Mitarbeiter sind stundenlang lang, an bis zu 6 Tagen die Woche, da. Ein Einblick in den „ganz normalen Wahnsinn“ Einzelhandel.

  7. 14

    LENA OBERBÄUMER "Wir werden die Sparrenburg kriegstüchtig machen!"

    LENA OBERBÄUMER möchte „Oberbäumerin“… äh… Oberbürgermeisterin von Bielefeld werden. Sie ist vor fast 10 Jahren in die Politik eingestiegen, genauer in die Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative – kurz: Die PARTEI. Zur Kommunalwahl (am 14. September wählen gehen!) kandidiert Lena erneut für den Bielefelder Stadtrat, in dem sie seit 2020 mit ihrem Genossen Daniel Hofmann sitzt. Ähnlich wie Martin Sonneborn im EU-Parlament neben dem rechtsextremen Udo Voigt sitzen musste, musste Lena eine Zeit lang neben den AfD-Ratsherren Kneller und Sander sitzen. Sie schildert eindrücklich Ihre Erlebnisse aus 5 Jahren Bielefelder Stadtrat und lässt auch mal die Politikerinnen-Brille fallen. Sie spricht über ihre Kindheit in direkter Nachbarschaft zum HOWZIT – das damals noch nicht das HOWZIT war – und macht deutlich, dass sie eine vehemente Kämpferin gegen jede Form von Rassismus und Diskriminierung ist. Ein ernstes Gespräch mit einer Satire-Politikerin? Ja das geht (zum Teil), wie unser Podcast beweist. Wahl-Ziel ist übrigens 100% + X. Ganz ostwestfälisch bescheiden eben.

  8. 13

    KLAUS GOTTSPENN "Ich bin fasziniert von den Bergen und der Bielefelder Alm"

    Klaus Gottspenn ist ein Mensch, der sich begeistern lässt und seine Begeisterung dann auch gerne weitergibt und teilt. So entdeckte er seine Leidenschaft fürs Wandern, in den großen Bergmassiven Europas. Als junger Mann war er mit einem Freund mehrere Woche auf Teneriffa unterwegs und erkundete den Vulkan "Pico Del Teide" (3718 Meter über NN). Das Erleben der Berge hat ihn damals so fasziniert, dass er unzählige Touren allein oder mit Freunden und Arbeitskollegen unternommen hat. Und ein weiterer Berg, den er seit den 1960er Jahren schon oft erklommen hat, ist die "Bielefelder Alm" - das Stadion von Arminia. Sein Vater nahm ihn schon mit und heute steht Klaus mit seinem eigenen Sohn Jan alle zwei Wochen in der Kurve. Beruflich war er Radio und Fernsehtechniker, hat auf Lehramt studiert und viele Jahre als Krankenpfleger gearbeitet. Durch seine Begeisterungsfähigkeit hat er ein halbes Jahr in Finnland gejobbt und er war auf einem legendären Festival, 1970 auf der "Isle Of Wight" (Süd-England). Ein Rockfestival, wie Woodstock, mit Jimi Hendrix, The Who, Joni Mitchell und vielen mehr. Über 400.000 Festivalbesucher und Klaus, der mit seinen 16 Jahren eher zufällig dort gelandet war.

  9. 12

    MILA KOTZE "Deutsche glauben, dass ich einen Löwen als Haustier habe"

    Mila ist die bisher jüngste Gästin im „LET´S MEET! Kneipenpodcast“. Sie ist gerade 19 geworden und genießt ihr aufregendes Leben auf Reisen. Als Südafrikanerin hat sie in Bielefeld sofort das HOWZIT gefunden und sich mit ihrer lebhaften Art bei uns vorgestellt. Wir waren überrascht, wie gut sie deutsch spricht, neben Englisch und ihrer Muttersprache Afrikaans. „Einfach in Südafrika gelernt“ sagt sie – und bei einem mehrwöchigen Schüleraustausch in Bielefeld verbessert. Mit ihrem südafrikanischen Schulabschluss „Matrik“ in der Tasche, macht sie sich Anfang 2025 auf den Weg nach Europa, um „work and travel“ zu machen. Sie hat Geld für die große Reise gespart, weil sie nicht von ihren Eltern abhängig sein will, und sie sucht sich Jobs über das Internet. Spanien, Portugal, Niederlande, Deutschland… und bald auch Slowenien, Albanien, Panama und, und, und… Wir haben über Heimat, Südafrika, Sprachen, Musik und die Zukunft gesprochen. Für ihre „Gen Z“ hat Mila ein paar Tipps und sie erzählt, was für stereotype Vorstellungen manche Europäer von Afrika haben.

  10. 11

    MOH KANIM "Wenn der Krieg vorbei ist, möchte ich im Sudan etwas aufbauen"

    Moh Kanim (Jahrgang 1989) sagt über seine Familie, dass sie wie Nomaden sind. Schon im Heimatland Sudan haben seine Großeltern- und Elterngenerationen oft ihr Zuhause gewechselt. Und heute leben einige über die halbe Welt verteilt. Sein Bruder arbeitet als Polizist in Katar und er selbst ist seit 15 Jahren in Deutschland. Eine schwierige Situation, denn Eltern, zwei Schwestern und ein Bruder sind immer noch im kriegsgeplagten Sudan. Abseits der großen Schlagzeilen über Israel, Gaza, Iran und Ukraine, spielt sich in dem nordostafrikanischen Land ein grausamer Bürgerkrieg ab. Zwei Männer kämpfen dort mit Ihren Armeen um die Macht und richten grausame Massaker an. 14 Millionen Menschen sind im Sudan selbst auf der Flucht, weitere Millionen haben das Land verlassen. Krieg prägt die Geschichte des Sudan, so herrschten auch Konflikte während Moh's gesamter Kindheit. Aktuell ist die Hauptstadt Khartum (Moh hat dort lange gelebt) eine Geisterstadt, komplett zerstört von den Kämpfen. Moh hat sein Leben in Deutschland gemacht, aber ständig begleitet ihn die Sorge um sein Heimatland und seine Familie. Als Sozialarbeiter und Sprachlehrer engagiert er sich gegen Rassismus in unserer Gesellschaft. Eindrucksvoll schildert er seine eigenen Erfahrungen von Ausgrenzung und Stereotypisierung. Er hilft jungen schwarzen Menschen damit umzugehen und klärt auf, wie alltäglich Rassismus auftritt.

  11. 10

    ULRICH MEIS "Ich habe definiv einen Schutzengel"

    Mein Papa Ulrich Meis kenne ich als großen Geschichtenerzähler. Geschichten, die er nicht erfunden, sondern selbst erlebt hat. Die Startvoraussetzungen im Nachkriegs-Ruhrgebiet waren alles andere als einfach. Die Mutter früh verloren, Geschwister, die auch nicht alt wurden, eine Familie, die sich alles hart erkämpfen musste. Und als Abiturient schon ganz auf sich allein gestellt, in einer WG gelernt für sich selbst zu sorgen. Nach der Schule hat er das Landleben gesucht, raus aus der Bergbauregion, ins tiefste Münsterland. Studium in Münster, parallel die Welt entdeckt und verrückte Abenteuer erlebt. Und auch oft das Glück herausgefordert und trotzdem immer überlebt. Deshalb ist er überzeugt, dass ein Schutzengel über ihn wacht. Heute als Rentner genießt er das Leben, nach wie vor auf dem Land, im Kleinstädtchen Spenge. Viel E-Bike und Velo-Solex fahren, Boule spielen und mit Frau, Kindern und Enkelkindern Zeit verbringen. Verdient muss man sagen!

  12. 9

    [English] DAVID "QADASI" JENKINS "As a young white boy in South Africa, I wanted to be a Zulu Warrior!"

    David Jenkins was born in 1992 in the dying breath of the racist Apartheid system of South Africa. As a so called "born free", he grew up in a new South Africa, where all people are equal before the law. His upbringing was not marked by racial segregation anymore, he was allowed to wander between the so different worlds of South African cultures. Still, as a white male, he came from a privileged background and the norm would have been to stick with your white family and friends. David however had a curiosity in him and as a young white boy, he fell in love with the ancient Zulu culture, its customs, traditions, dances and first and foremost, its music! Thanks to his late father, who was a journalist, David got to experience the Zulu-Land, the old Zulu Kingdom, where traditions are practised to this day. He decided to learn the Zulu-language, he tried the Zulu-dances and he practiced the unique guitar and concertina play. In few words: he became a "Zulu warrior" and started to live the dream as a professional Maskandi (traditional Zulu music) artist. From the TV show "South Africa´s Got Talent" and little concerts, he started to build his career. But it really kicked of when he met Maskandi artist Maqhinga, a musical veteran, almost twice his age. Maqhiga became his teacher and let the young David, who soon became David "Qadasi" (old word for white boy), to greater heights. 15 years later they tour South Africa and the world as Maskandi-Duo "Qadasi & Maqhinga", released several Albums and numerous songs. We talk about this fascinating story, how David sees Germans and South Africans and of course, we touch on the present challenges of modern South Africa, more than 30 years after Apartheid ended.

  13. 8

    EVA-LOTTA BOHLE "Auch für die, die das nicht mehr erleben dürfen, fahren wir nach Berlin"

    Eva-Lotta Bohle (27) ist "born & raised" Bielefelderin, nur einen Steinwurf von der Alm entfernt liegen ihre Wurzeln. Der Papa hat versucht seine drei Töchter von seinen Hobbys Arminia Bielefeld und Eisenbahnen zu überzeugen - das mit dem Fußball-Club hat zumindest bei Eva-Lotta geklappt, denn die ist zur glühenden Anhängerin geworden. Sie hat ihre Dauerkarte für die Süd und fährt sehr oft auswärts! Sie ist nicht nur Fan, sondern kennt sich auch generell im deutschen Profi-Fußball sehrsehr gut aus. Das Wort "Nerd" in diesem Zusammenhang ist für sie keine Beleidigung, denn sie taucht wirklich sehr tief ein, in das Geschehen in Liga 1 bis 3. Regelmäßig hört man sie im 11FREUNDE-Podcast und im Rasenfunk-Podcast vom bekannten Journalisten Max-Jacob Ost. Natürlich hat Eva auch längst ihre Karte fürs DFB-Pokal-Finale in Berlin, guckt da ungläubig jeden Tag drauf, und kann es kaum erwarten am 24. Mai endlich im Olympiastadion ihre Arminia anzufeuern.

  14. 7

    LÉA GAUTHIER "Der Rugby-Sport hat mir Selbstbewusstsein und Glauben an die eigene Stärke gegeben"

    Léa Gauthier ist im Vorstand des 1. Rugby Clubs Bielefeld und spielt selbst aktiv und begeistert den Sport mit dem ovalen "Ei". Sie ist gebürtige Französin aus einem 500-Seelen-Dorf in der Bourgogne, aber sie lebt seit vielen Jahren in Deutschland und hat mittlerweile auch den deutschen Pass. In ihrem Heimatland ist Rugby extrem populär, während der Sport in ihrem neuen Heimatland ein Nischendasein fristet. Léa spricht über die Faszination des physischen Ballsports, vom Amateurlevel, bis zu den großen Turnieren, wie Six Nations oder WM. Und sie erklärt, warum Rugby gerade bei Frauen immer beliebter wird.

  15. 6

    UWE BANTON "Reggae-Musik hat mich begeistert und ich wurde als Ostwestfale zum Rasta"

    Uwe Banton wurde in dem kleinen Städtchen Lage in Ostwestfalen-Lippe geboren. Dort wuchs er mit den Dingen auf, die für Stadt und Region normal sind. Sportverein, Schützenverein und bald auch Musik-Klassiker auf der Gitarre. Dass aus Uwe Schäfer mal ein gläubiger Rasta werden würde, war kaum abzusehen. Aber genau das ist er heute: ein weißer Mann mit Dreadlocks, der sich eng mit der Rastafari-Bewegung verbunden fühlt, schon oft in Äthiopien und Jamaika war. Er wird von vielen akzeptiert und verstanden, aber er muss auch immer wieder Fragen beantworten. Wie kann ein weißer Ostwestfale ein gläubiger Rasta sein - eine Bewegung, die aus der Sehnsucht schwarzer Menschen in Karibik und Amerika nach ihrem afrikanischen Kontinent entstanden ist. Ist das "kulturelle Aneignung"? Steht ihm das zu? Wie erklärt er seine Hinwendung zu Rastafari? Diese Fragen beantortet Uwe sehr offen und ehrlich. Und natürlich reden wir auch über seine fast 40-jährige Karriere als Musiker, der auf allen großen Reggae-Festivals in Europa gespielt hat, der immer noch auftritt, Songs und Alben rausbringt.

  16. 5

    ISRAEL "ISI" BASURTO SOTO "Es sind die Erinnerungen, die wichtig sind"

    Heute zu Gast ist mein guter Freund Israel Basurto Soto, den alle liebevoll "Isi" nennen. Isi steht für "easy", denn mit seiner positiven Ausstrahlung fühlt sich das Leben gleich viel leichter an. Als Austauschschüler ist er im Teenager-Alter nach Deutschland gekommen und er ist bis heute geblieben. Als Mexikaner in Bielefeld, hat er eine neue Familie gefunden, mit "deutscher Mama" und "deutschem Bruder" und er hat sich ein Leben mit eigener kleiner Familie aufgebaut. In 25 Jahren, die er hauptsächlich in Bielefeld verbracht hat, hat Isi Abi gemacht, studiert, in der Gastro gearbeitet und die Ausbildung zum Altenpfleger gemacht. Und er hat eine absolute Leidenschaft für Arminia Bielefeld entwickelt. Vor vielen Jahren ging er mit dem "deutschen Bruder" Jan ins Stadion, dann alleine und heute ist er "El Presidente" der HOWZIT ARMINEN - dem Fanclub vom HOWZIT. Kurz vor dem historischen Pokal-Halbfinale gegen Bayer Leverkusen, haben wir miteinander gesprochen. Über Gastro, Altenpflege, Familie und die Dinge, die im Leben wichtig sind. Und wir haben über unsere Leidenschaft für Arminia gesprochen und die "Gänsehaut-Entzündung", die der Verein uns immer wieder gibt, gerade im 120. Jahr seines Bestehens. Fahren wir nach Berlin? Wir möchten es kaum aussprechen, dass es möglich wäre... träumen ist ausdrücklich erlaubt.

  17. 4

    GEORG HEEREN "Mit 47 musste ich nicht mehr arbeiten, aber ich war nicht glücklich"

    Georg Heeren hat sich im Leben nicht gescheut, gewohnte Wege zu verlassen und etwas ganz neues anzufangen. Den Aufbruch ins Ungewisse, vor dem so viele Angst haben, hat er gewagt. Warum? Weil er mit seiner Firma, die er über 10 Jahre aufbaute, nicht mehr glücklich war. Statt im Job zu bleiben, wie es so viele tun, die sich längst von Ihrer Arbeit entfremdet fühlen, machte Georg einen Cutt. Er verkaufte seine Firma mit 160 Mitarbeitern und stand plötzlich ohne Berufsalltag dar. Doch der Plan mit 47 nur noch Privatier zu sein, ging nicht auf, denn Georg ging es ohne Aufgabe garnicht gut. Aus der Krise befreite er sich, indem er den Vorstand des Amateurvereins SV Häger übernahm und eine neue Firma aufbaute. Für den Verein realisierte er als Ehrenamtler ein neues Vereinsheim für über 500.000 EUR; und in der neuen Firma coacht er Menschen, die mit Ü50 in berufliche Sinnkrisen geraten. Ein Gespräch mit einem Macher, der bei der Bundeswehr "der rote Georg" genannt wurde, weil er den konservativen Militärs eher links vorkam; neben dem Beruf spielte er Theater und er meditiert gerne. Und, er kann uns erklären, vor welchen Herausforderungen ein Kreisligaverein in der heutigen Zeit steht.

  18. 3

    NICU BURGHEIM "Für den Traum vom Profi-Fußball, habe ich meine Transition aufgeschoben"

    Nicu Burgheim liebt den Fußball-Sport. Bis in die erste Frauen-Bundesliga ging der Weg. Ja - richtig gelesen - Nicu war mal äußerlich eine Frau. Eine Karriere in verschiedenen Vereinen, wie SV Meppen, Herforder SV oder Arminia Bielefeld. Aber die Fußballerin Romina Burgheim wusste schon lange, dass sie eigentlich im falschen Körper steckt. Nach der Fußball-Karriere begann die Verwandlung von Frau zu Mann. Mit Testosteron-Infusionen und über 20 Operationen. Nicu erzählt offen und ehrlich, was es bedeutet im "falschen" Körper geboren zu sein.

  19. 2

    PETE ALDERTON "Die Musik war so gut zu mir!"

    Pete Alderton ist als junger Soldat nach Deutschland gekommen und hat 7 Jahre lang in der Britischen Armee gedient. Der Sohn eines Amerikaners und einer Britin, wurde in Ipswich in Südost-England geboren, fand in Paderborn eine neue Heimat und lebt für die Musik. Als Songwriter schreibt er Lieder über sein Leben: sie handeln von Heimweh, Sucht und Verlust, von Mittellosigkeit und Liebe. In einem persönlichen Gespräch erzählt Pete vom Abenteuer, das sein Leben ist.

  20. 1

    Trailer

    Ich bin Max - Kneiper und Journalist! Ich rede mit den unterschiedlichsten Menschen, die ich in meiner Kneipe - dem HOWZIT in Bielefeld - kennenlerne. Spannende Charaktere, interessante Lebenswege.

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