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PODCAST · science

Recht Ordentlich

Ein Jurist und ein Politikwissenschaftler unterhalten sich über politische, juristische und gesellschaftspolitische Fragen aller Art.

  1. 45

    Biodiversität - R.O. # 5.4

    Während der Klimadiskurs die öffentliche Debatte dominiert, droht ein paralleles Krisenszenario im blinden Fleck zu verschwinden: der dramatische Verlust der biologischen Artenvielfalt. In dieser Folge nähern sich Thomas und Daniel dem Thema mit juristischem Blick – und mit einem überraschenden Vorbild: Ecuador, das seit 2008 die Rechte der Natur verfassungsrechtlich verankert hat.Was bedeutet es, der Natur subjektive Rechte zuzusprechen? Brauchen wir eine Ökologiepflichtigkeit des Eigentums? Und weshalb denken wir Wohlstand so grundlegend falsch? Die Folge bewegt sich zwischen Verfassungsrecht, politischer Ökonomie und der unbequemen Frage, was das alles mit dem eigenen Einkaufskorb zu tun hat.Recht ordentlich ist ein Podcast für alle, die politische und rechtliche Fragen nicht an der Oberfläche belassen wollen – gesellschaftlich relevant, analytisch scharf, ohne erhobenen Zeigefinger.Infos zur Folge:Jens Kersten: Das ökologische Grundgesetz, 2022Buchkritik im DLF.Text von Steffen Knauß über die Verfassung und Ökologie in Ecuador.

  2. 44

    Alltäglicher Rassismus – R.O. #5.3

    Gibt es institutionellen Rassismus in deutschen Verwaltungen – und wie entsteht er? Diese Frage steht im Mittelpunkt der neuen Folge des Podcasts Recht Ordentlich, in der Thomas und Daniel eine aktuelle Studie des Politikwissenschaftlers Gert Pickel diskutieren: „Rassismus in deutschen Institutionen und institutioneller Rassismus in Deutschland".Der Podcast beschäftigt sich mit rechtlichen und gesellschaftspolitischen Fragen an der Schnittstelle von Verwaltung, Hochschule und Öffentlichkeit. In dieser Folge kommen zwei Perspektiven zusammen: die des Rechtswissenschaftlers und die des Sozialwissenschaftlers.Im Gespräch gehen die beiden weit über eine bloße Wiedergabe von Studienergebnissen hinaus. Sie arbeiten heraus, dass rassistisches Handeln in Verwaltungen selten auf expliziter Feindseligkeit beruht, sondern häufig aus verfestigten Stereotypen erwächst, die im Rahmen behördlicher Ermessensspielräume wirksam werden – oft ohne dass die Handelnden dies als Rassismus benennen würden.Besonders aufschlussreich ist die Diskussion über institutionelle Verantwortung: Welche Rolle spielen Führungskräfte dabei, rassistische Routinen zu normieren oder zu unterbinden? Reichen bestehende Rechtsnormen – darunter das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz und Artikel 1 des Grundgesetzes – aus? Und welche Konsequenzen hat es, wenn aus der Politik selbst Deutungsmuster kommen, die Stereotype bestärken?Die Folge berührt auch hochschulpolitische Dimensionen: Wie kann Sensibilisierung für Diskriminierung curricular verankert werden, und wie lässt sich die fehlende Diversität in Verwaltungsstudiengängen strukturell adressieren?Recht Ordentlich, Staffel 5, Folge 3 – ein Gespräch über Vorurteile, die wir alle kennen, über Gesetze, die allein nicht genügen, und über die Frage, was es bedeutet, wenn über jedem Büroeingang tatsächlich stünde: Die Würde des Menschen ist unantastbar.. Link zur angesprochenen Studie:https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/veroeffentlichungen/2026/inra-studie.pdf?__blob=publicationFile&v=3

  3. 43

    Reformierbar nur durch Katastrophe? R.O. #5.2

    Sind demokratische Systeme aus sich heraus reformierbar? Oder bedürfen tiefgreifende gesellschaftliche Transformationen eines radikalen Bruchs, um überhaupt möglich zu werden?In dieser Episode analysieren Daniel und Thomas die strukturellen Defizite gegenwärtiger politischer Systeme und diskutieren, ob tiefgreifende Reformen ausschließlich durch kriseninduzierte Umbrüche – historisch häufig in Form von Kriegen – realisierbar sind.Sie sprechen dabei u.a. über-              Die Systemische Stagnation und überlegen, welche warum etablierte Institutionen Reformen nur unzureichend implementieren können.-              Die Theorie des Schock‑Effekts und die These, dass ein gewaltsamer Systembruch als notwendiger Katalysator für grundlegende Neuordnungen fungieren muss.-              Eine mögliche „Dritten Republik“ die mit grundlegenden Veränderungen des politischen und administrativen Systems den Anforderungen von Digitalisierung, Globalisierung und demografischem Wandel gerecht wird.-              Und historische Vergleichspunkte, z. B. von der deutschen Wiedervereinigung über die Nachkriegsordnung bis zu aktuellen Konflikten (Ukraine, Nahost) – die möglicherweise die Thesen des Schock-Effekts bestätigen.Eine spannende Diskussion über die Reformierbarkeit unseres Systems.Der von Daniel erwähnte Artikel ist zu finden unter: https://dash.harvard.edu/server/api/core/bitstreams/7312037d-dde2-6bd4-e053-0100007fdf3b/content

  4. 42

    Die Erfindung der Demokratie - R.O. #5.1

    In der ersten Podcastfolge der fünften Staffel von „Recht Ordentlich“ begeben sich Daniel und Thomas auf eine gedankliche Reise von der antiken athenischen Demokratie bis in unsere politische Gegenwart. Sie sprechen über Herrschaft und den ursprünglichen Traum einer Gesellschaft ohne Unterdrückung. Warum wollten die Griechen keine Herrscher? Weshalb galt Machtkonzentration als Gefahr – und was sagt uns das heute?Zwischen Losverfahren, Scherbengericht und moderner Parteienlogik stellen Daniel und Thomas unbequeme Fragen: Warum sehnen sich immer mehr Menschen nach dem „starken Mann“? Was passiert mit dem Gemeinwohl, wenn nur noch Partikularinteressen zählen? Und ist direkte Demokratie ein Ausweg – oder eine Illusion?Eine nachdenkliche Folge über Gleichheit, Freiheit, Verantwortung und die Frage, ob unsere Demokratie gerade an einem Wendepunkt steht.Schreibt uns, was für Euch eine echte Demokratie ausmacht und wie Euch unser neues Konzept gefällt. Übrigens: Wir freuen uns über Themenvorschläge entweder an Daniel ([email protected]) oder Thomas ([email protected]).Hier geht es zum erwähnten Sachsen-Anhalt Monitor 2025.Das Titelbild wurde mittels eines Fotos von einer Scherbe von einem Athener Scherbengericht KI-generiert.

  5. 41

    Kapitalismus vs. Glück? R.O. #4.9

    Warum sind die Deutschen so unglücklich?Während Finnland im Glücksranking auf Platz 1 steht, dümpelt Deutschland weit abgeschlagen auf Platz 20. Daniel und Thomas gehen in dieser Folge der Frage nach: Was läuft schief in unserem System?Von leeren Schwimmbädern über Tech-Milliardäre bis zur Krise der Demokratie – die beiden nehmen kein Blatt vor den Mund. Kann ein kapitalistisches System überhaupt glückliche Menschen hervorbringen? Brauchen wir einen radikalen Systemwechsel? Und was haben Trumps Grönland-Drohungen mit dem Ende des Völkerrechts zu tun?Eine provokante Diskussion über Gemeinwohl versus Egoismus, die Macht der Tech-Konzerne und die Frage, ob Europa einen eigenen Weg gehen kann. Von der finnischen Sauna bis zur globalen Dystopie – diese Folge hat es in sich!Perfekt für alle, die mehr wollen als oberflächliche Tagespolitik.Jetzt reinhören – und danach: nachdenken!Die vierte Staffel endet mit einem Paukenschlag. Die fünfte kommt bestimmt!Wir bitten, die Tonqualität zu entschuldigen. Eines der Mikrophone gab während der Aufzeichnung den Geist auf.Bei dem in dieser folge erwähnten Roman handelt es sich um "Mona und Salinger" von Frederic Beigbeder (https://www.perlentaucher.de/buch/frederic-beigbeder/oona-und-salinger.html).Das Titelbild dieser Folge zeigt eine Wandmalerei im Tiroler Umhausen (Österreich). Das Bild von Christian Diaz Orejarena und Kornelia Kugler ist eine Stilmischung von Lüftlmalerein, einer traditionellen Bauernmalerei in den Alpen, und lateinamerikanischen Muralismo, einer gesellschaftskritischen Kunstform. Es thematisiert Landschaftszerstörung durch Klimawandel, moderne Lebensweise und Tourismus im Ötztal. Die Motive der Wandmalerei wurden in partizipativen Veranstaltungen mit Schüler*innen und Bürger*innen entwickelt.

  6. 40

    Abschied – R.O. #4.8

    Wann ist der richtige Zeitpunkt, Abschied zu nehmen? In der ersten Folge des neuen Jahres sprechen Daniel und Thomas über eine der schwierigsten Fragen im Berufsleben – und in der Politik. Eine Reflexion über berufliche Veränderungen, Abschiede, Neubeginn, Gestaltungswillen und die Frage: Wann hält man fest und wann lässt man los?Aber keine Sorge: Vom Podcast verabschiedet sich Daniel nicht!Das erwartet euch:🔹 Persönliche Einblicke: Daniel verlässt nach fast 10 Jahren die Hochschule Meißen und wechselt als Kanzler nach Leipzig. Wie fühlt sich der Abschied von Studierenden, Kolleg:innen und vertrauten Strukturen an?🔹 Politik und Macht: Warum halten sich manche Politiker viel zu lange im Amt? Von Helmut Kohl über Jens Spahn bis Angela Merkel – wir analysieren, wann Abschied zum Problem wird und wann er gelingt.🔹 Die Frage der Amtsbegrenzung: Sollte es auch für Bundeskanzler eine zeitliche Begrenzung geben? Und warum trifft Helmut Schmidt nach acht Jahren nur noch "Entscheidungen aus Erfahrung" statt Politik zu gestalten?🔹 Berufliche Neuanfänge: Alle 6-8 Jahre der Job wechseln oder 20 Jahre bleiben? Was ist gesünder für die persönliche Entwicklung?🔹 Die Kunst des richtigen Timings: Vom Abschied in der Kneipe bis zum Auszug aus dem Elternhaus – wann ist eigentlich der richtige Moment zu gehen?Diese Folge ist mehr als eine Reflexion über berufliche Veränderungen. Es ist ein ehrliches, manchmal emotionales Gespräch über Abschiede, Neubeginn, Gestaltungswillen und die Frage: Wann hält man fest und wann lässt man los?🎧 Jetzt reinhören! Neue Folge von Recht Ordentlich – eurem Podcast über Recht, Politik und Gesellschaft.📅 Nächste Folge: 21. Januar über Kapitalismus | Danach startet im März Staffel 5!💬 Eure Themenvorschläge und Feedback sind immer willkommen!

  7. 39

    GAUDIUM DISPUTANDUM

    Im Mittelpunkt des heutigen Gesprächs zwischen Daniel und Thomas steht der Streit. Weit auseinanderliegende Meinungen können zu persönlicher Entfremdung führen, politische Diskussionen in Familien und Freundeskreisen werden oft vermieden, um Konflikte zu verhindern. Dennoch müssen unterschiedliche Meinungen nicht zwangsläufig Freundschaften zerstören. Aber warum sind politische Gespräche schwieriger geworden? Welche Rolle spielt gegenseitiges Zuhören? Welche gegenseitiger Respekt? Wie können wir einen versöhnlichen Dialog über unterschiedlicher Meinungen und Standpunkte führen?

  8. 38

    Freiheit - R.O. #4.6

    Heute sprechen Daniel und Thomas über Freiheit im Kontext des 75-jährigen Jubiläums der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK). Sie erläutern, dass die EMRK zentrale Freiheitsrechte wie Versammlungsfreiheit, Meinungsfreiheit und Bewegungsfreiheit garantiert und diese Rechte auch über den nationalen Rechtsweg hinaus beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) einklagbar sind. Aktuelle Gefahren für die Freiheitsrechte entstehen durch Neonationalismus und mangelnde Umsetzung internationaler Gerichtsurteile in manchen Ländern. Freiheiten, da sind sich Thomas und Daniel einig, müssen wertgeschätzt und verteidigt werden. Freiheit und Sicherheit in einer freiheitlichen Gesellschaft hängen immer zusammen. Internetseite des europ. Gerichtshofes: https://www.echr.coe.intText der EMRK: https://prd-echr.coe.int/documents/d/echr/Convention_Instrument_DEUEuroparat: https://www.coe.int/de/web/porta Infragestellung des Gerichtshofes durch EU-Länder: https://www.coe.int/de/web/portal/-/alain-berset-on-the-joint-letter-challenging-the-european-court-of-human-rights

  9. 37

    Dysfunktion der Verwaltung - R.O. #4.5

    Was passiert in deutschen Behörden, wenn ein deutscher Gastronom einen brasilianischen Kellner aus Portugal in seinem brasilianische Restaurant in Berlin, das hauptsächlich von brasilianischen Gästen frequentiert wird, einstellen will? Spannende Geschichten hat Peter Westerhoff aus Berlin dazu zu erzählen. Daniel und Thomas haben ihn in seiner Tapiocaria in Berlin Friedrichshain-Kreuzberg besucht und mit ihm nicht nur über die Dysfunktion von Verwaltung gesprochen, sondern auch über die Sprache dieser Verwaltung. Leider konnten die Podcaster die leckeren Spezialitäten aus Recife nicht probieren, da die Küche noch den in der Vorbereitung des Gästebetriebes am Abend war, was einige Hintergrundgeräusche erklärt. Links:Tapiocaria Berlin, Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg: https://www.tapiocaria.de Rulemapping: https://www.wiwo.de/technologie/digitale-welt/rulemapping-start-up-verspricht-das-ende-uebertriebener-buerokratie/100119975.htmlhttps://rulemapping.com/de/stories/gruendung-rms  

  10. 36

    Grenzen - R.O. #4.4

    Als Mitglieder der Generation Boomer denken sowohl Daniel als auch Thomas bei diesem Thema zuerst an die deutsch-deutsche Grenze. Von dieser ausgehend, fragen sie sich, wozu es Grenzen gibt und was aus der Idee eines grenzfreien Europas geworden ist. Eingeleitet wird der heutige Podcast mit dem Lied „Grenzen“ von Dota Kehr, das auf dem Album „Keine Gefahr“ erschienen ist. Sehr hörenswert.Dota Kehr: https://kleingeldprinzessin.deCD "Keine Gefahr": https://tickets.kleingeldprinzessin

  11. 35

    Der Nah-Ost-Konflikt - R.O. #4.3

    Es gibt Themen, denen man eigentlich nicht gerecht werden kann, mit denen man sich aber dennoch beschäftigen muss. Der Konflikt zwischen Israel und der Hamas im Nahen Osten gehört dazu. In dieser Folge beschäftigen wir uns mit dem Palästina-Konflikt. Mit Hilfe von drei Studentinnen des Fachbereiches Allgemeine Verwaltung der Hochschule Meißen versuchen wir das Thema differenziert zu beleuchten: Jasmin Schlosser spricht mit uns über die Geschichte dieses komplizierten Konfliktes, Freya Bertram schaut darauf, was nach dem 7. Oktober 2023 passiert ist und Anna-Lena Hube gibt einen Überblick über bisherige Friedensbemühungen und Lösungskonzepte wie die Zwei-Staaten-, Drei-Staaten- oder sogar Ein-Staaten-Lösung. Viele Aspektes dieses Konfliktes, wie z. B. die Problematik israelischer Siedlungen und die Gewalttätigkeit der Siedler gegenüber der palästinensischen Bevölkerung, konnten nicht besprochen werden. Auch die aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Friedensplanes der US-Regierung konnte bei der Aufnahme des Podcasts am 29. September 2025 leider nicht berücksichtigt werden. Dennoch hoffen wir, ein wenig zur differenzierten Betrachtung dieses langanhaltenden und sehr blutigen Konfliktes beigetragen zu haben. Egal, ob die verletzten, getöteten und traumatisierten Menschen israelisch, palästinensisch, jüdisch, muslimisch, christlich oder arabisch sind: Allen gilt unser Mitgefühl und unsere Empathie. Und: Erst wenn man auch um die Toten seiner Feinde trauert, ist Frieden möglich. Artikel von Eva Illouz in DIE ZEIT vom 8.8.2025: "Der Antisemitismus ist globaler und tiefer in die Sprache politischer Eliten eingeschrieben als je zuvor - Vier Warnhinweise für die intellektuelle Diskussion über Gaza und Israel“. https://www.zeit.de/2025/33/debattenkultur-nahost-intellektuelle-antisemitismus-gaza-israelSchneider, Richard C.: Die Sache mit Israel – Fünf Fragen zu einem komplizierten Land“, München 2023. Bundeszentrale für politische Bildung: APuZ Nr.12/2024: Der Nahost-Konflikt, Bonn 2024. https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/naher-osten-2024/Wissen2Go: Der Krieg in Gaza (Juni 2025): https://www.youtube.com/watch?v=XV5pjEo6UXA 

  12. 34

    Demoskopie - R.O. #4.2

    Demoskopie – etwas, mit dem wir immer wieder in Berührung kommen: Was würden Sie wählen, wenn Sonntag Bundestagswahlen wären? Wie zufrieden sind Sie mit der Bundesregierung? Daniel Andrae und Thomas M. Schimmel sprechen heute darüber, welche Wirkung die Demoskopie hat. Kann sie Wahlen beeinflussen und sollten darum zwei Wochen vor Wahlen keine Ergebnisse von Sonntagsfragen veröffentlicht werden? Bringt sie einen plebiszitären Aspekt in unser repräsentatives System ein? Setzt sie Politikerinnen und Politiker unter Druck, nur noch kurzfristige und effektvolle Politik zu machen? Frustriert sie Teile der Bevölkerung, weil sie das Gefühl nach Umfragen haben, Politik orientiere sich nicht am Wählerwillen?

  13. 33

    Multithemenfolge: Rückblick, Vorschau, OB-Wahl, Systemmissbrauch

    In der 1. Folge der 4. Staffel schauen Daniel und Thomas zuerst auf die Ferienzeit zurück um dann eine Vorschau auf diese neue Staffel zu wagen (ab Min. 8.00). Im Anschluss unterhalten sie sich im Zusammenhang mit der Oberbürgermeisterwahl in Meißen am 14. September 2025 über die Frage von Parteilosigkeit von Kandidatinnen und Kandidaten (ab Min. 15.30). Eigentliches Thema ist aber die Frage, wie man mit Systemmissbrauch in der Demokratie umgeht. Anhand des Falls von Jens Spahn sprechen der Jurist und der Politologe ab Min. 27.00 über das Problem, wie man Fehlverhalten in der Politik sanktionieren kann/könnte.Ergebnis der Wahlen in Meißen: https://www.stadt-meissen.de/de/pressearchiv-detail/markus-renner-gewinnt-die-oberbuergermeisterwahl.htmlInformationen zu Jens Spahn und die Masken: https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/maskenbeschaffung-corona-spahn-sudhof-faq-100.html 

  14. 32

    Politik und Musik - R.O. #3.8

    Nach einem kurzen Rückblick auf das letzte halbe Jahr unterhalten sich Daniel und Thomas in dieser Folge über Politik und Musik. Dabei wird schnell deutlich, dass dieses Thema unerwartet facettenreich ist. So reißen die beiden in ihrem Gespräch Unterthemen wie Punk, Protestmusik, Nationalhymne, Großer Zapfenstreich, Rechtsrock an Schulen oder die Frage, ob prominente Musiker*innen sich politisch positionieren sollen immer nur an. Sie verabreden sich, in der nächsten Staffel eine fokussiertere Folge mit Musikbeispielen zu machen. Viel Spaß beim Zuhören und einen schönen Sommer!Titelfoto: Deutscher Bundestag, Fotograf: Thomas Köhler / photothek

  15. 31

    Olympia wieder in Deutschland? R.O. - #3.7

    Der Deutsche Olympische Sportbund hat sich mit Unterstützung der Bundesregierung dazu entschieden, sich für die Olympischen Spiele 2036 oder 2040 zu bewerben. Vier Städte haben ihren Hut für die Ausrichtung in den Ring geworfen: Berlin, Hamburg, München und das Ruhrgebiet.

  16. 30

    Macht - R.O. #3.6

    Max Webers Definition von Macht als „jede Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel worauf diese Chance beruht“ ist Ausgangspunkt des Gesprächs von Daniel und Thomas über Macht. Sie streifen dabei Aspekte, was Macht ausmacht und wie man Macht ausüben kann. Dabei kommen sie auch zu der Erkenntnis, dass ein wichtiges Element demokratischer Machtausübung die Kommunikation und Begeisterungsfähigkeit ist.Das Titelbild „Max Weber als Julius Caesar“ wurde von der KI ChatGPT erstellt.

  17. 29

    Regeln, die keiner braucht – R.O. #3.5

    Die Zeiten ändern sich und damit auch die Anforderungen an Normen und Gesetzte: Es werden immer mehr! Braucht die Welt zum Beispiel eine Fahrradsteuer? Oder wäre dies eine Norm, die schon von vornherein vollkommen sinn- und nutzlos ist? Können Regeln denn eigentlich nutzlos sein? Sie sollen doch zum inneren Frieden beitragen und für eine möglichst hohe Gerechtigkeit sorgen. Sorgen die Normenkontrollräte dafür, der Menge an Gesetzen, Verordnungen und Satzungen eine Grenze zu setzen? Darüber unterhalten sich heute Daniel Andrae und Thomas M. Schimmel.

  18. 28

    Feministische Außenpolitik – R.O. #2.4

    Zwei alte weiße Männer (awM) unterhalten sich über Feministische Außenpolitik und Rollenbilder in unserer Gesellschaft. Kann das gut gehen? Ist das überhaupt erlaubt oder ist nun mit einem Shitstorm linker Identitär*innen zu rechnen. Ja, es ist erlaubt und das ist ja das Schöne am politischen Gespräch: Mit dem Aussprechen der Gedanken kommen die Einsichten oder wie Wittgenstein sinngemäß sagt: „Woher soll ich wissen, was ich denke, wenn ich nicht höre, was ich sage?“ Was im Gespräch nicht erlaubt ist – und das fällt awM natürlich nicht leicht – ist ins kolonial-bevormundend-klugscheißerische zu verfallen und allen, die nicht so ticken wie sie, die Welt erklären zu wollen. Dafür gibt es zurecht Shitstorms.In dieser Folge, die im Wendland und somit im sogenannten Zonenrandgebiet aufgenommen wurde, unterhalten sich Daniel und Thomas also darüber, was es mit Feministischer Außenpolitik auf sich hat und ob das eigentlich nicht nur die schräge Idee einer links-grün-woken Mittelschichtsfrauengruppe ist. Daneben geht es um Rollenbilder und u. a. um die Frage, wie anstrengend das Leben als „Pferdemädchen“ ist.Das Zonenrandgebiet ist übrigens die Gegend, wo BRD und DDR bis 1989 aufeinandertrafen. Hier war in der Besatzungszeit 1945-49 die Grenze zwischen den westlichen und der sowjetische Zone aneinander, daher der Name. Durch die Grenze waren diese Gebiet im Westen und im Osten strukturschwach. Sie wurden im Westen wirtschaftlich besonders gefördert, z. B. durch so sympathische Einrichtungen wie Braunkohlekraftwerke (Buschhaus) oder Atommülllagerstätten (Gorleben). Die Gegend ist darum besonders politisiert. Das Titelbild dieser Ausgabe zeigt einen Aufkleber an einer Laterne in Hitzacker im Wendland. Antworten zu Fragen, die in der Folge aufgeworfen werden:Die DDR hatte tatsächlich vor der Bundesrepublik eine Botschafterin, und zwar schon 1950 mit der Botschafterin Änne Kundermann in Bulgarien. Näheres zu den beiden ersten Frauen in Ost/West im Botschaftsamt auf der Seite des Auswärtigen Amtes.Zur Rolle der Frau in der DDR siehe auch: Susan Arndt: „Ich bin ostdeutsch und gegen die AfD“ München 2024 (E-Book), Kap. 2: Überlegenheitsnarrative in West und Ost.

  19. 27

    NGOs und 551 Fragen - R.O. #3.3

    Nichtregierungsorganisationen (NRO oder auf Englisch NGO: Non-Governmental Organisations) sind wichtiger Bestandteil der pluralen Gesellschaft und unseres deliberativen politischen Systems. Daniel Andrae und Thomas M. Schimmel unterhalten sich in dieser Folge über NGO wie zum Beispiel den Verkehrs Club Deutschland (VCD), den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), den Naturschutzbund (NABU) oder die zahlreichen Freiwilligen Feuerwehren und ihre Funktion in unserem politischen System und unserer Gesellschaft. Sie bringen Themen und Meinungen in die gesellschaftliche und politische Debatte ein, sorgen für gesellschaftlichen Zusammenhang oder übernehmen Aufgaben, die die Politik zu Recht oder zu Unrecht nicht übernimmt. Eine der zentralen Fragen, die kurz nach der Bundestagswahl im Februar auch durch eine Kleine Anfrage der CDU/CSU-Fraktion gestellt wurde ist, inwieweit NGOs (partei-) politische neutral zu sein haben, vor allem, wenn sie Fördermittel durch den Staat erhalten. Während Daniel in der CDU/CSU-Anfrage kein Problem sieht, hält Thomas sie für einen Einschüchterungsversuch gegen die NGO. Anfrage der CDU/CSU-Fraktion und die Antwort der Bundesregierung sind hier zu finden: https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1057396  

  20. 26

    Zwei-Themen-Folge: Zwickau - Stadt des Friedens und Fasten vor Ostern und zum Ramadan - R.O. #3.2.

    Zwei Themen beschäftigen Daniel und Thomas heute: Zum einen geht es um einen Antrag des BSW im Stadtrat von Zwickau, der fordert, die Kommune zu einer "Stadt des Friedens" zu machen und sämtliche Werbe-Aktivitäten der Bundeswehr zu untersagen. Daniel erklärt die kommunalpolitischen Implikationen eines solchen Antrages.Zum anderen geht es um das Fasten: Der Monat März ist für Christ*innen und Muslim*innen ein Fastenmonat: Die Christenheit (Westkirche) bereitet sich auf Ostern vor und der Islam feiert weltweit den Heiligen Monat Ramadan. Daniel und Thomas schauen auf Praktiken und Hintergründe.

  21. 25

    Erratic New World - R.O. #3.1

    Diesmal unterhalten sich Daniel Andrae und Thomas M. Schimmel über Donald Trump. Hat der neue US-Präsident eine gesamtgesellschaftliche Agenda? Verkörpert er den typischen Tyrannen, der Angst und Schrecken verbreitet und aus den USA eine autoritäre Demokratie oder ist er ein Clown, der am Ende nicht wirklich weiß, was er tut? Was bedeutet die Politisierung der Staatsverwaltung der USA durch Elon Musk? Welche Wirkung hat die Politik dieses erratischen Präsidenten?

  22. 24

    Bundestagswahl 2025 - R.O. #2.10

    Zwei Weltprämieren bei Recht Ordentlich: Daniel Andrae und Thomas M. Schimmel begrüßen erstmalig einen Gast in ihrem Podcast und erstmals gibt es Doppelfolge. Die Folge wurde aufgenommen am 17. Janaur 2025. Mit dem Juristen Dr. Sebastian Seedorf, einem ausgewiesenen Experten im Wahlrecht und Ministerialrat im Bundeskanzleramt sprechen Daniel und Thomas im 1. Teil über Wahlrecht und praktische Aspekte der Bundestagswahl 2025. Es geht um die Auswirkungen der Reform des Wahlrechtes u.a. auf die Vorbereitung der kommenden Wahlen, Aufgaben des Bundeswahlausschusses und der Länder- und Wahlkreisausschüsse und der Zulassung von Parteien zur Wahl und Ausnahmeregelungen für nationale Minderheiten. Weitere Themen sind aber auch das Wahlalter und die Wahlberechtigung von Auslandsdeutschen.

  23. 23

    Bundestagswahl 2025 (II) - R.O. #2.11

    Im 2. Teil behandeln die zwei Juristen Dr. Sebastian Seedorf und Daniel Andrae und der Politikwissenschaftler Thomas M. Schimmel Fragen der Folgen knapper Fristen für Bürger*innen, Verwaltung und Parteien, die durch die verlorene Vertrauensfrage des Bundeskanzlers entstanden sind, z. B. bei der Erstellung von Briefwahlunterlagen. Darf jemand anderes meine Briefwahlunterlagen ausfüllen, wenn ich nicht da bin – zum Beispiel wegen einer Reise? Werden Briefwahlunterlagen pünktlich im Ausland sein? Was machen Menschen, die Wahlunterlagen selbst nicht ausfüllen können? Ein weiteres Thema ist die Frage nach digitalen bzw. Online-Wahlen und Wahlmaschinen: warum ist das in Deutschland – anders als in Estland – nicht möglich? Was hat das mit politischer Kultur zu tun? Zuletzt gehen Sebastian, Daniel und Thomas der Frage nach, was es mit dem „amtlichen Endergebnis“ auf sich hat.

  24. 22

    Jahresrückblick 2024 - R.O. #2.9

    Sie sitzen zwar nicht mit Robert am Küchentisch, sondern im Homeoffice von Daniel in Markkleeberg, dennoch unterhalten sich in dieser Folge Daniel und Thomas angeregt über die politischen Ereignisse des Jahres 2024: Was ist gut gelaufen? Was schlecht und was wünscht man sich für das neue Jahr 2025? Ein Jahresrückblick am letzten Tag des Jahres, während draußen schon die ersten Chinaböller explodieren. 

  25. 21

    Wehrhafte Demokratie - R.O. #2.8

    Die Demokratie ist die einzige Herrschaftsform, die sich selbst in Frage stellt und in der die Herrschenden Opposition zulassen. Gleichzeitig steckt die Demokratie immer in einem Dilemma: Kann sie zulassen, dass man sie mit demokratischen Mitteln abschafft. Sollte man an der Demokratie festhalten, wenn die Mehrheit sie ablehnt? Wie gehen wir mit Leuten um, die die demokratischen Verfahren nutzen, um die Demokratie zu desavouieren und zu beschädigen? Die Antwort des Grundgesetztes ist die Wehrhafte Demokratie. Aber reichen Regeln, Normen oder Verbote oder brauchen wir nicht eigentlich eine neue politische Kultur. Hierrüber sprechen Daniel Andrae und Thomas M. Schimmel in diesem Podcast.

  26. 20

    Neutralität - R.O. #2.7

    Muss man eigentlich als Dozent oder als Dozentin an einer Hochschule neutral sein? Oder darf man auch mal seine Meinung sagen? Wie ist das mit Studierenden und Dozierenden, die parteipolitische tätig sind? Hält man das besser verborgen oder sollte man auch mal in die Diskussion einsteigen? Daniel Andrae und Thomas Schimmel beleuchten in dieser Folge des Podcast diese Fragen zur politischen Neutralität in Wissenschaft, Forschung und Lehre.

  27. 19

    Politische Symbole - symbolische Politik - R.O. #2.6

    Diese Ausgabe unseres Podcastes wurde am 7. November 2024, dem Tag nach dem Bruch der Ampel-Koalition und der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten aufgenommen. Natürlich gehen Daniel Andrae und Thomas Schimmel auch auf diese aktuellen politischen Ereignisse ein: Und zwar im Rahmen ihres Themas „Politische Symbole und symbolische Politik“. Dabei geht es nicht nur um die Frage, warum u.a. Fußballnationalmannschaften schwarz-weiße Trikots tragen, sondern auch darum, was politische Symbolik und symbolische Politik sind und welchen Zweck sie erfüllen. Kommentare und Meinungsäußerungen der Hörer*innenschaft sind wie immer sehr erwünscht.

  28. 18

    Der Osten und der Westen - R.O. #2.5

    Daniel Andrae und Thomas Schimmel unterhalten sich heute über das Phänomen, dass im Osten viele Menschen gibt, die sich aktiv als Ostdeutsche bezeichnen, dass aber im Westen sich nur wenige als Westdeutsche identifizieren würden. Woran liegt das? Sind es die gemeinsamen Erfahrungen in der DDR oder Diskriminierungserfahrungen nach dem Mauerfall im Zuge der Vereinigung der beiden deutschen Staaten? Wird diese Diskriminierung auch 35 Jahre nach dem Mauerfall noch immer praktiziert oder sind die politischen Akteure in Ostdeutschland nur lauter?

  29. 17

    Expertokratie - R.O. #2.4

    Nach den Wahlen in Brandenburg, Thüringen und Sachsen ist allen klar, dass die Regierungsbildungen schwierig werden und zu Zerreißproben in den Parteien führen könnten. Insgesamt hat Politik und haben Politiker*innen zurzeit einen schlechten Ruf. Wäre die Lösung dieser Probleme eventuell, dass wir keine Regierung aus Politikern und Politikern bilden, sondern eine aus Expertinnen und Experten – eine sogenannte Experten- oder Beamtenregierung? Welche Folgen hätte eine solche Expertokratie? Gäbe es nur Vorteile oder auch Nachteile? Passen Expertokratie und parlamentarische Demokratie zusammen?

  30. 16

    Dysfunktion der Verwaltung - R.O. # 2.3

    Klagen allerorten: Deutschland funktioniert nicht. Die Verwaltung funktioniert nicht. Manche sprechen schon vom failed state Germany. Alles ist zu langsam. Infrastruktur verfällt. Der Öffentliche Dienst hat ein schlechte Image. Daniel und Thomas überlegen in dieser Folge, ob die Kritik berechtigt ist und aus welchen Gründe die Verwaltung diesen schlechten Ruf hat. Sie kommen zu überraschenden Ergebnissen.

  31. 15

    Föderalismus - R.O. # 2.2

    In dieser Folge unterhalten sich Daniel und Thomas über den Föderalismus in Deutschland. Geht es am Anfang noch um Gründe und Ursprünge der föderalen Struktur der Bundesrepublik (und der DDR) kommen die beiden schnell zur Frage, wo föderalen Strukturen eigentlich unerwünscht sind und wie man den Föderalismus reformieren könnte. In dem Podcast wird das Buch „Wem gehört das Heilige Land? Die Wurzeln des Streits zwischen Juden und Arabern | Die Geschichte Israels verstehen“ erwähnt. In diesem Buch gibt es das Kapitel „Frieden durch Föderalismus“ (S. 291ff).

  32. 14

    Medien und Wahlen - R.O. #2.1

    Die Wahlen in Thüringen und Sachsen liegen hinter uns und die Wahlen in Brandenburg liegen vor uns. Daniel Andrae und Thomas M. Schimmel unterhalten sich in dieser ersten Folge nach der Sommerpause über Fragen rund um die mediale Berichterstattung. Darf man seinen Wahlzettel auf Insta posten? Sind Journalisten und Journalistinnen kompetent genug, Fragen zu stellen? Ist der Wahlabend eines der letzten nationalen Lagerfeuer?

  33. 13

    Fahr'n, Fahr'n, Fahr'n auf der Autobahn - R.O. #1.11

    Dieses Mal geht es um was ganz anderes: Die Autobahn. Der Deutschen liebstes Kind. Symbol für Freiheit, Urlaub und Geschwindigkeit. Als Pendler zwischen Leipzig bzw. Berlin und Meißen verbringen Daniel und Thomas immer wieder Zeit auf der Autobahn. Wie nutzen sie die Zeit? Singend, hörend, schimpfend? Ein lockeres Gespräch darüber, wie man tote Zeit nutzen könnte und welche Bedeutung Geschwindigkeit hat.  Podcastempfehlungen für Autofahrten: Deutschlandfunk Systemfragen Deutschlandfunk Hörsaal Geschichten aus der Geschichte WDR Satire de Luxe hr Unter dem Gras darüber – 100 Jahre erlebte Geschichte Lied zur Folge:Fahr'n, Fahr'n, Fahr'n auf der Autobahn von Kraftw

  34. 12

    Politisches Gespräch II - R.O. #1.10

    Unser Podcast am 15. April zum Thema „Eckkneipe, Stammtisch, Instagram – wo wir politisch miteinander reden“ (R.O. #4) endete mit einer Wette zwischen Daniel und Thomas: Finden sich an einem Nachmittag in Meißen zehn Personen, die mit ihnen über Politik reden wollen? Einen Monat später standen Daniel und Thomas dann mit vier Studentinnen und Studenten auf dem Heinrichplatz, ausgerüstet mit bunten Sitzwürfeln der Hochschule und sogenannten Kundenfängern und schauten dann, was passierte. Letztendlich hat Thomas die Wette verloren. Es kamen nur sechs Personen, um über Politik zu sprechen. Aber dennoch war es eine gute und interessante Erfahrung, über die in dieser Folge des Podcast berichtet und gesprochen wird.

  35. 11

    Europa - R.O. #1.9

    In der neuen Ausgabe unseres Podcast geht es am Vorabend zur Wahl zum Europäischen Parlament am 9. Juni 2024 um die Europäische Union. Frust und Lust am europäischen Projekt? Wo liegt das Demokratiedefizit der EU? Könnte das Wahlsystem zu mehr Akzeptanz führen? Wer hat Visionen zur Weiterentwicklung der EU, die uns eine nie dagewesene Friedens- und Wohlstandsphase in Europa beschert hat? Studie zum Thema: https://www.tui-stiftung.de/wp-content/uploads/2024/05/2024_05_27-YouGov-Gesamtstudie_Junges_Europa_2024.pdf

  36. 10

    Heimat - R.O. #1.8

    Wenn man die Wahlplakate zur Kommunalwahl – aber auch zur Europawahl – sieht, fällt immer wieder auf, dass die Kandidatinnen und Kandidaten sowohl darauf hinweisen, dass sie „von hier“ seien und zum anderen, dass es um die „Heimat“ gehe. Was bedeutet aber eigentlich Heimat? Ist es ein natürliches Gefühl der Verbundenheit mit einem Ort? Gehört man irgendwo hin? Ist Heimat eine Konstruktion, die eine Art Vergangenheitsbewältigung darstellt und zusammengesetzt wird aus Erinnerungen an Landschaften, Gerüche, Hörgewohnheiten, Geschmackserinnerungen? Und was ist überhaupt „politische Heimat“? Darüber unterhalten sich der Sachse Daniel Andrae und der Westfale Thomas M. Schimmel. Text zum Podcast in den Meißener Hochschulschriften Nr. 10, S. 8: "Heimat, politisch. Aspekte eines aktuellen Begriffs" von Thomas M. Schimmel.

  37. 9

    Bürokratie - R.O. #1.7

    In der heutigen - zugegeben sehr langen - Folge unseres Podcast geht es um einen allgegenwärtigen Aufreger: Die Bürokratie. Seit es die Bürokratie gibt, wird über sie geschimpft und dem schließen wir uns diesmal an. Oder doch nicht? Ist die Bürokratie in Deutschland ein Monster? Warum bläht sie sich immer weiter auf? Sind die Politiker schuld am stetigen Wachstum der Bürokratie oder die Bürokratie selbst? Was, wenn die Bürokratie in Deutschland gar nicht so schlecht ist, wie ihr Ruf? Fragen über Fragen zu einem spannenden und kontroversen Thema. Und übrigens fast gänzlich ohne Bürokratenwitze. 

  38. 8

    Gretchenfrage - R.O. #1.6

    Daniel beginnt den heutigen Podcast mit der Gretchenfrage: „Nun sag', wie hast Du's mit der Religion?“ und gibt damit das Thema des Gespräches vor. Es geht um Fragen der Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Religionen. Aber wir gehen auch der Frage nach, ob die Religionen nicht für viele blutige Kriege verantwortlich sind. Und natürlich: Sollte sich der Staat grundsätzlich neutral zu Religionen und religiösen Zeichen verhalten – und wie sieht es dann mit den Weihnachtsbäumen im Foyer der Hochschule aus? Mal wieder ein Thema, das für 30 Minuten eigentlich zu facettenreich ist. 

  39. 7

    Strafrecht - R.O. #1.5

    In dieser Ausgabe geht es um die sogenannte "Lex Möhlmann", mit der das Bundesverfassungsgericht im Oktober 2023 den Grundsatz Ne bis in idem - nicht zweimal in derselben Sache bestätigt hat (Art. 103,3 GG). Warum darf ein Straftäter, der ursprünglich freigesprochen wurde, bei neuer Beweislage nicht erneut wegen derselben Sache vor Gericht gestellt werden? Entgeht er damit nicht seiner gerechten Strafe? Worum geht es aber überhaupt bei Strafe?  Begründung des BVerfG zum Fall Möhlmann.

  40. 6

    Eckkneipe, Stammtisch, Instagram - wo wir politisch miteinander reden - R.O. #1.4

    In dieser Ausgabe unseres Podcasts geht es um die Frage, wo wir in unserer Gesellschaft Räume haben, in denen wir politisch diskutieren: Gibt es die Stammtische und Eckkneipen noch, wo früher die Weltlage erörtert wurde oder ist das alles in die sozialen Netzwerke gerutscht? Am Ende der Folge nimmt das Gespräch eine denkwürdige Wendung und endet in einer folgenschweren Wette zwischen Daniel und Thomas. Wer macht mit und wer gewinnt? In dem Podcast geht es an einer Stelle um die Frage, wie viel Prozent der Bevölkerung in politischen Parteien organisiert sind. 1990 waren 3,02 % und 2022 waren 1,34% der Bevölkerung in Parteien Mitglied, die im Deutschen Bundestag vertreten sind bzw. waren (eigene Berechnung aufgrund der Daten von statista.de). Die Lieder zur Folge:Aus alten Boomerzeiten der Klassiker von Peter Alexander. Und ein moderner Aspekt auf Kneipe von "Von wegen Lisbeth"

  41. 5

    Kleben, streiken, schmieren – R.O. #1.3

    Heute unterhalten sich Daniel Andrae und Thomas M. Schimmel über die Frage, wie man politischen Einfluss nehmen soll/darf/kann. Auch wenn die Letzte Generation nicht mehr klebt: Ist Kleben nicht das Gleiche wie Bahnstreiken?

  42. 4

    Tonqualität - Hinweis

    Wir arbeiten an der Tonqualität unseres Podcastes. Wie immer wird alles besser - auch wenn andere im politischen Sinne das Gegenteil behaupten.

  43. 3

    Berlin.Berlin. - R.O. #1.2

    Eine Folge über die Bundeshauptstadt Berlin. Was ist das besondere Berlin? Das "failed State"-Image? Die Berliner Schnauze? Die Geschichte? Wozu brauchen wir eigentlich eine Hauptstadt? Literatur zum Thema: Berlin - Die Hauptstadt. Vergangenheit und Zukunft einer europäischen Metropole von Werner Süß und Ralf Rytlewski  (Herausgeber). Berlin 1999. HAUPTSTADT. Zum Wesen und Wandel eines nationalen Symbols von Jens Kirsch. Berlin 2005. Das Lied zum Thema: https://www.youtube.com/watch?v=I1X1hMeEAOc.

  44. 2

    Warum wir einen Podcast machen R.O. #1.00

    Noch ein Podcast? Warum wir den Podcast "Recht Ordentlich" machen und wer wir eigentlich sind.

  45. 1

    Wahl und wählen - R.O. #1.01

    Ständig wählen wir: Was wir beim Italiener bestellen. Welchen Bus wir nehmen. und am Ende auch, wer uns regieren soll. Wahlen sind eine Ausdruck von Freiheit und Selbstbestimmung. Doch was, wie und warum wählen wir eigentlich, wenn wir an politischen Wahlen teilnehmen?

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