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PODCAST · religion

Tutzinger Seetalk - Rund um die Christuskirche

In diesem Podcast erzählen Menschen, was sie an der Kirche haben, mit der Kirche haben, über die Kirche denken. Warum sie dort arbeiten, warum sie dabei bleiben, warum sie ausgetreten sind. Was sie vom Evangelium halten und wie wichtig es ihnen ist. Und wie sie die Kirche(n) so in zehn, zwanzig Jahren sehen. Was wird sich in Zukunft ändern? Was wird bleiben? Und... welche Rolle spielt da eigentlich Gott? – Gastgeberin des Tutzinger Seetalks ist Anke Schaefer. Sie ist spätberufene Theologin und war Journalistin. Jetzt ist sie in der ELKB auf dem Weg in den Pfarrberuf. Dazu macht sie zwei Jahre lang ein Vikariat in der Gemeinde Tutzing am Starnberger See. Eines zeigt sich deutlich: Die „Ressource Segen“ ist nach wie vor sehr gefragt!

  1. 13

    Tutzinger Seetalk (10): „Das ist eine Zeit der Mutigen!"

    Elena Johnston hat Theologie studiert, wollte ins Pfarramt, hat sich aber dann anders entschieden. Heute arbeitet sie in der Baubranche und sagt: Umwege erhöhen die Ortskenntnis, das gilt auch für den Lebensweg. Ehrenamtlich ist sie der Kirche verbunden geblieben. Sie engagiert sie sich im Tutzinger Kirchenvorstand und im Dekanatsausschuss. An die Kirche der Zukunft hat sie konkrete Fragen. Zum Beispiel: Wie kann jeder und jede in der Kirche einen Platz finden? Und könnte man das Kirchengebäude eigentlich auch für Feste nutzen? Im Tutzinger Seetalk erzählt sie aber auch über das, was sie durch's Leben trägt.

  2. 12

    Tutzinger Seetalk (9): „Die Evangelische Kirche ist eine Bildungskirche!“

    Udo Hahn ist Pfarrer aus Leidenschaft. Er sieht sich als Übersetzer der Bibel. Er will zuhören, Fragen formulieren, im Dialog mit den Menschen Antworten suchen. So leitet er seit 2011 die Evangelische Akademie Tutzing, eine von 16 Evangelischen Akademien in Deutschland. Es ist eine Herausforderung, eine schwarze Null im Akademie-Haushalt zu schreiben. Dabei sind die Bedingungen richtig gut. Udo Hahn hat das Privileg in einem Schloss, direkt am Starnberger See zu den Tagungen einzuladen. Themen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Theologie, Philosophie, Medizin oder auch aus der Bioethik stehen auf dem Programm und werden mit den Gästen reflektiert und diskutiert. Die geistlich-theologische Ebene soll bei allen Gesprächen hier immer mitschwingen. Persönlicher Glaube und persönliche Lebensfragen sollen Raum haben in der Rotunde und in den Salons. Denn, so sagt Udo Hahn, es geht nie nur um den Diskurs an sich, sondern in „Fragen, die uns in der Seele berühren“ ringen wir wirklich um Antwort.

  3. 11

    Tutzinger Seetalk (8): „Ich bin ausgetreten. Meine Gelder sollen nicht in der Struktur versickern!“

    Gerald Herrmann ist aus der Kirche ausgetreten. Nicht wegen des Geldes. Er spendet, so sagt er, weiterhin. Aber: Direkt an die Gemeinde. Mindestens genau so viel, wie er einst Kirchensteuern zahlte. Er will nicht, dass seine „Gelder in der Struktur versickern“. Die Kirchenverwaltung sei zu groß, kritisiert er und fordert, dass die Gemeindearbeit und Seelsorge vor Ort in den Fokus genommen werden. Er spendet nicht nur, sondern engagiert sich auch: Er beackert den Garten rund um’s Gemeindehaus. Die Frage „was bedeutet Glauben?“, hält er für wichtig, auch für Menschen, die wie er kritisch-naturwissenschaftlich unterwegs seien. Im Übrigen sieht er die Aufgabe der Kirchen auch darin, Revoluzzerin zu sein, gegen Machtstrukturen. Sie solle sich für Menschenrechte einsetzen und das „aus dem Christlichen“ begründen, eine Tradition, die ein „Kitt der Gesellschaft“ sei.

  4. 10

    Tutzinger Seetalk (7): "Seelsorge bleibt Kernaufgabe der Kirche!"

    Susanne Räbiger ist Pfarrerin und Seelsorgerin am Westufer des Starnberger Sees. Sie besucht Menschen in schwierigen Situationen. Gerade auch in der Geriatrie, wenn Menschen sonst niemanden mehr haben. „Es braucht so wenig“, sagt Räbiger, „und das innere Ergehen ist so wichtig für die körperliche Heilung!“ Susanne Räbiger spürt immer wieder, dass Gott hilft und dass „Gottesmomente“ klar in ihrer Arbeit durchblitzen. Wenn die Kirche sparen muss, wird das auch Seelsorge betreffen. Aber: Es wird und muss Seelsorge in der Evangelischen Kirche weiterhin geben, da ist Susanne Räbiger sicher.

  5. 9

    Tutzinger Seetalk (6): "Wenn die Institution Kirche so weiter macht, geht sie ein!"

    Johannes Habdank ist Pfarrer in der Gemeinde Berg. Er liebt die Kunst. Kein Wunder, ist er doch Sohn des Kunstmalers Walter Habdank, der am Starnberger See sehr bekannt ist. Johannes Habdank präsentiert die Reihe „Kunstwerk des Monats“ in seiner Gemeinde und sagt: "Kunst und Kirche haben viel gemeinsam, sie weisen beide über sich hinaus." Er ist aber auch Spezialist für „Kasualien“. Also für Taufe, Konfirmation, Hochzeit und Beerdigung. Dabei ist er nicht nur für die Kirche unterwegs, sondern auch als freier Redner. Er will schlicht das Evangelium verkünden. Ob nun im Talar oder im Anzug spielt für ihn keine Rolle.

  6. 8

    Tutzinger Seetalk (5): „Kirche erinnert uns: Es gibt Dinge, die sind größer als du!“

    Boris Innecken ist im Kirchenvorstand, er hat das Titelbild zu diesem Podcast gestaltet. Sieht nach Segen aus, oder? Er ist 40, steht mitten im Leben, ist erfolgreicher Designer. Er sagt, Kirche erinnert uns an die zentralen Prinzipen, die eine Gemeinschaft tragen und daran, dass es Dinge gibt, die größer sind als wir. In Kirche sei Platz für die ungelösten Fragen. Boris Innecken ist geprägt von Lindenbichl, dem legendären Zeltlager im Staffelsee. Er ist dort als Jugendlicher gewesen, später als Ausbilder. Seine Frau hat er dort kennen gelernt. Inzwischen hat er selbst Kinder. Sind sie getauft? Darüber sprechen wir!

  7. 7

    Tutzinger Seetalk (4): „Ich arbeite auf der spirituellen Ebene!“

    Johannes Pfeiffer ist Künstler aus Feldafing und ein spiritueller Mensch. Er zeigt bis Ende März 2026 in der Tutzinger Christuskirche ein Werk aus giftgrünen Licht-Worten. Sie erscheinen überraschend und mysteriös an der Wand hinter dem Altar. „Mene Mene Tekel“ steht da. Johannes Pfeiffer erzählt von seinem künstlerischen Schaffen, aber auch von seiner schwierigen kirchlichen Sozialisierung. Ihm geht es in seiner Kunst weniger um einen christlichen, als vielmehr um einen spirituellen Zugang. Am Dienstag, 17.3.2026 ist er um 19 Uhr zum Künstlergespräch in der Christuskirche in Tutzing zu Gast.

  8. 6

    Tutzinger Seetalk (3): „Raus aus dem Kleinklein – in größeren Räumen zu denken macht Spaß!“

    Tobias Möller ist 22 Jahre alt und der Jugendvertreter im Kirchenvorstand. Er beobachtet, dass nur noch wenige junge Menschen in der Gemeinde Tutzing mitarbeiten. Daher begrüßt er es, dass das Dekanat Weilheim sich in Regionen aufgeteilt hat und es in der Region Nord (Starnberg, Berg, Feldafing-Pöcking, Tutzing und Penzberg) nun eine Pfarrstelle ganz allein für die Jugendarbeit gibt. Tobias Möller will raus aus dem Kleinklein der einzelnen Gemeinden und sagt, Jugendarbeit in größeren regionalen Räumen spare Ressourcen und mache mehr Spaß. Dass die Jugendlichen dabei größere Strecken fahren müssen, um sich zu treffen, das sei kein Problem. „Wir sind flexibel!“, sagt er.

  9. 5

    Tutzinger Seetalk (2) – „Segen? Da geht noch richtig viel!“

    Jörg Hammerbacher ist nicht nur Dekan in Weilheim, sondern auch Motorradpfarrer. Er segnet schon mal mit Segenswasser aus Benzinkanistern schwere Maschinen. Die "Ressource Segen" müsse die Kirche mehr nutzen, sagt er. Jörg Hammerbacher will das Evangelium nicht verkünden, sondern kommunizieren. Er sagt, die Evangelische Kirche lebe von der Sensibilität für die Bedürfnisse und Sehnsüchte der Menschen und diese Sensibilität müsse sich mit einer soliden Theologie verbinden. Für Kirche dürfe man auch (missionarisch) werben. Und wenn die Menschen trotzdem weiter austreten und das Kirchensteueraufkommen weiter sinkt? Wird das nicht das Ende der Evangelischen Kirche sein, sagt er.

  10. 4

    Tutzinger Seetalk (1) - "Ich habe Sorge vor der Eventisierung der Kirche!"

    Beate Frankenberger ist Pfarrerin in Tutzing. Sie bringt Kunst und Kultur in den modernen Tutzinger Kirchenraum. Hat sie doch viele Jahre zuvor in der Münchner Innenstadt in der "Kathedrale" St. Lukas gearbeitet. Die Gemeinde dort an der Isar setzt auf ein schillerndes Kulturprogramm. Trotz dieser guten Erfahrungen betont Beate Frankenberger: Events allein können die Zukunft der Kirche nicht sein. Eine Kirche der Zukunft müsse auch dem Religionsunterricht, der Jugendarbeit, den verschiedenen Gottesdienstformaten und der Seelsorge große Bedeutung zumessen.

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In diesem Podcast erzählen Menschen, was sie an der Kirche haben, mit der Kirche haben, über die Kirche denken. Warum sie dort arbeiten, warum sie dabei bleiben, warum sie ausgetreten sind. Was sie vom Evangelium halten und wie wichtig es ihnen ist. Und wie sie die Kirche(n) so in zehn, zwanzig Jahren sehen. Was wird sich in Zukunft ändern? Was wird bleiben? Und... welche Rolle spielt da eigentlich Gott? – Gastgeberin des Tutzinger Seetalks ist Anke Schaefer. Sie ist spätberufene Theologin und war Journalistin. Jetzt ist sie in der ELKB auf dem Weg in den Pfarrberuf. Dazu macht sie zwei Jahre lang ein Vikariat in der Gemeinde Tutzing am Starnberger See. Eines zeigt sich deutlich: Die „Ressource Segen“ ist nach wie vor sehr gefragt!

HOSTED BY

Anke Schaefer

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What is Tutzinger Seetalk - Rund um die Christuskirche about?

In diesem Podcast erzählen Menschen, was sie an der Kirche haben, mit der Kirche haben, über die Kirche denken. Warum sie dort arbeiten, warum sie dabei bleiben, warum sie ausgetreten sind. Was sie vom Evangelium halten und wie wichtig es ihnen ist. Und wie sie die Kirche(n) so in zehn, zwanzig...

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