Die Mittwochskatechesen

PODCAST · religion

Die Mittwochskatechesen

Herzlich willkommen! Wir sind Anna, Rapha, Clemens und Teresa. Du hörst jetzt eine der Mittwochskatechesen von Papst Johannes Paul II. Woche für Woche tauchen wir in eine der 133 Katechesen ein, um die Schönheit der Liebe zu entdecken. Ob beim Putzen, auf Reisen oder abends im Bett – schließ die Augen, atme tief durch. Stell dir vor, du befindest dich am Petersplatz in Rom: Gespannt lauschst du den Worten des Papstes. Genau hier bist du richtig.

  1. 72

    #69. Katechese: Die bräutliche Bedeutung des Leibes voll verwirklicht

    In der heutigen Katechese hören wir erneut davon, wie der Mensch im Eschaton den bräutlichen Sinn seines Leibes nicht verliert, sondern im höchsten Maße verwirklichen wird. Ehe und Fruchtbarkeit sind bloß die Konkretisierung dieses bräutlichen Sinnes im Leben auf Erden - nach der Auferstehung wird der Mensch seine immerwährende Berufung als Person anders, doch vollkommener erfüllen.

  2. 71

    #68. Katechese: Den Engeln gleich

    In der heutigen Katechese betrachten wir den auferstandenen Mensch, der auch im Eschaton immer noch körperlich und Individuum bleibt.

  3. 70

    #67. Katechese: Vergöttlichung und wahre Selbstverwirklichung

    Der Mensch bleibt auch in der Vollendung Leib und Geist. Die Vergeistigung hebt den Körper nicht auf, sondern bringt ihn in vollkommene Harmonie mit dem Geist. In der Auferstehung nimmt alles Leibliche am Geistigen teil, und die menschliche Person wird ganz verwirklicht. Die Vergöttlichung löscht den Menschen nicht aus, sondern lässt seine Persönlichkeit klarer und reiner hervortreten – in der Begegnung mit Gott von Angesicht zu Angesicht.

  4. 69

    #66. Katechese: Sie werden sein wie die Engel

    In dieser Katechese wenden wir uns erneut der Auferstehung des Leibes zu. Wie JPII klarstellt, bedeutet die Aussage Christi „Sie werden sein wie die Engel“ (Mt. 22,30) nicht, dass der eschatologische Mensch rein geistlich sein wird. Ganz im Gegenteil: Auferstehung meint nämlich die Wiedervereinigung des Leibes mit dem Geist, allerdings ohne jene innere Unordnung, die wir alle nach dem Sündenfall erfahren. Denn die Vollkommenheit und das Glück des Menschen besteht nicht im Zustand einer vom Körper getrennten Seele, sondern eben in ihrer Verbindung - ebenso wie es von Anfang an gedacht war und noch besser.

  5. 68

    #65. Katechese: Die Macht des lebendigen Gottes

    „Ihr irrt euch; ihr kennt weder die Schrift noch die Macht Gottes“ (Mt 22,29) Mit diesen Worten weist Christus die Sadduzäer, welche die Auferstehung der Toten leugnen, zurecht. Obwohl sie sich selbst für Fachleute in der Auslegung der Hl. Schrift halten, glauben sie nicht an die Macht des lebendigen Gottes, der sich schon im Alten Testament als solcher offenbart. Christus selbst ist die Offenbarung dieses lebendigen Gottes!

  6. 67

    #64. Katechese: Streit um die Auferstehung

    Als dritte Aussage Jesu über die Bedeutung des Leibes betrachtet Johannes Paul II. dessen Worte im Streit mit den Saddduzäern über die Auferstehung der Toten. Auf die Worte "Sie werden nicht mehr heiraten, sondern sein wie die Engel im Himmel." baut der Papst das Thema der eschatologischen Bedeutung des Leibes und der Ehe auf.

  7. 66

    #63. Katechese: Die Verantwortung des Künstlers

    Wir behandeln zum letzten Mal das Thema des Ethos des Leibes in der Kunst. Wir begegnen in dieser Katechese einem neuen vertieften Aspekt, nämlich der der ethischen Verantwortung des Künstlers: Im Schaffen einer Darstellung des nackten menschlichen Körpers verwirklicht er seine eigene innere Idee, geprägt von Reinheit oder Unreinheit. Nun stellt sich an den Betrachter der Darstellung die Frage: Trägt diese zu einer „Erhöhung“ oder zu einer Reduktion des menschlichen Leibes bei? Wird der Mensch in seiner ganzen Wahrheit dem Betrachter geoffenbart oder verkürzt das Kunstwerk den Leib auf ein anonymes Objekt sinnlichen Genusses?

  8. 65

    #62. Katechese: Die Gesetzmäßigkeit des Geschenks der Person in der Kunst

    Wir hören in dieser Katechese, dass der menschliche Leib in seiner Nacktheit Ausdruck der ganzen Person ist und als Geschenk zur Hingabe berufen ist. Daher hat die Darstellung von einem nackten Körper in der Kunst nicht nur ästhetischen, sondern auch ethischen Charakter. Wenn ein Künstler diese „Inschrift“ des Geschenkes außer Acht lässt und somit die Person zu einem „anonymen Objekt der Aneignung“ macht, entwürdigt er in der Darstellung des nackten Körpers die ganze Person.

  9. 64

    #61. Katechese: Der nackte menschliche Körper in der Darstellung: Kunst oder Pornographie?

    Auch in dieser Katechese widmen wir uns dem Thema der Darstellung des nackten menschlichen Körpers in der Kunst. Der Mensch, existierend als Geschenk von Person an Person, will nicht durch eine „anonyme Nacktheit“ in künstlerischen Darstellungen zum Objekt werden. JPII lenkt unsere Aufmerksamkeit auf dieses delikate Problem, denn wo die Schwelle der Sensibilität und Scham in der Darstellung und Kunst überschritten wird, landen wir in der Pornographie.

  10. 63

    #60. Katechese: Die Reinheit des Herzens und die Kunst

    Am Ende seiner Betrachtung des geschichtlichen Menschen und somit auch der Begierlichkeit, wendet der hl. Papst sich einem praktischen Thema zu, der Kunst. Gilt der Ethos des Leibes auch dort, wo der Mensch nur dargestellt wird?

  11. 62

    #59. Katechese: Eine Pädagogik des Leibes

    In dieser Katechese spricht Johannes Paul davon, dass die „Theologie des Leibes“ der Grundstock für eine angemessene Pädagogik des Leibes ist. Die Aussagen Christi der Bergpredigt haben nämlich einen erzieherischen Charakter, da sie dem Menschen aufzeigen, wie er seiner Würde entsprechend leben soll. Diese Erziehung zu einem besseren Verständnis des eigenen Leibes ist in unserer heutigen Zeit, wo durch technischen und wissenschaftlichen Fortschritt der ganzheitliche Blick auf den Menschen oft verloren geht, sehr wichtig. Gleichzeitig hilft sie uns die Lehre der Kirche tiefer zu verstehen.

  12. 61

    #58. Katechese: Befähigt zur Reinheit des Herzens

    In dieser Folge blickt Johannes Paul II. auf den ersten Teil der Theologie des Leibes zurück. Ausgehend von den Worten Jesu über den Anfang und das menschliche Herz wird der Weg vom ursprünglichen Plan Gottes über die Wirklichkeit der Sünde bis zur Erneuerung des Menschen in Christus nachgezeichnet. Im Zentrum steht die Verheißung eines erneuerten Herzens und die Berufung zur Reinheit, getragen vom Geist der Liebe (vgl. Röm 5,5).

  13. 60

    #57. Katechese: Reinheit als Gabe

    Die Reinheit ist nicht nur eine Tugend, welche man als Mensch erlernen kann, sondern auch eine „Gabe“, die man sich von Gott schenken lassen muss. Ja, Reinheit kann eingeübt werden, aber nicht ohne die Hilfe des Heiligen Geistes! Die Geistesgabe der „Ehrfurcht“ scheint der Tugend der Reinheit am ähnlichsten zu sein, da sie uns befähigt die Dinge um uns herum so zu sehen, wie sie wirklich sind. Daher ist auch die Gabe der Weisheit die Voraussetzung für die Tugend der Reinheit.

  14. 59

    #56. Katechese: Der Leib als Tempel Gottes

    Durch Jesus Christus wohnt der Heilige Geist im Menschen – der Leib wird zum Tempel Gottes.Daraus ergibt sich eine klare Berufung: den eigenen Leib und den der anderen mit Achtung und Ehrfurcht zu behandeln. Reinheit ist dabei nicht nur eine moralische Forderung, sondern ein Geschenk und Ausdruck des neuen Lebens in Christus.

  15. 58

    #55. Katechese: Ehrfurcht vor dem Leib

    In dieser Podcastfolge geht es um die paulinische Sicht auf den menschlichen Leib und die Bedeutung der Reinheit. Ausgehend von 1 Kor 12 beschreibt Paulus den Leib als wertvoll und von Gott gewollt, wobei gerade die scheinbar schwächeren oder weniger geachteten Glieder besondere Achtung verdienen. Der Text zeigt, dass Scham nicht aus dem Körper selbst entsteht, sondern aus dem inneren Zwiespalt des Menschen nach dem Sündenfall. Gleichzeitig kann Scham zu Ehrfurcht führen und so helfen, die Würde des Leibes zu bewahren. Paulus weist damit einen Weg zu Reinheit, innerer Heilung und neuer Harmonie – im eigenen Herzen, im Umgang mit dem eigenen Körper und in den Beziehungen zu anderen.

  16. 57

    #54. Katechese: Die Reinheit als Tugend

    Paulus spricht im 1. Thessalonicherbrief davon, dass sich die Reinheit darin äußert, dass der Mensch „seinen Körper in Heiligkeit und Ehrfurcht bewahrt, nicht in leidenschaftlicher Begehrlichkeit.“ Johannes Paul II liest aus dieser Bibelstelle zunächst die Tatsache heraus, dass die Reinheit eine Tugend ist, die jeder erwerben kann. Sie ist eine „praktische Fähigkeit“, die einen Menschen dazu befähigt, Herr über seine eigene sinnliche Begehrlichkeit zu werden und sich somit jeglicher Unreinheit zu enthalten. Reinheit beinhaltet aber noch ein zweites wichtiges Element: die Fähigkeit den eigenen Leib und den Leib des anderen „in Heiligkeit und Ehrfurcht“ zu bewahren. Beides - „Enthaltsamkeit“ und „Bewahren“ - sind Ausdruck eines Lebens nach dem Geist.

  17. 56

    #53. Katechese: Die Verwirklichung der Freiheit in der Liebe

    In dieser Katechese hören wir erneut das Wort des Apostels Paulus: „Ihr seid zur Freiheit berufen, Brüder. Nur nehmt die Freiheit nicht zum Vorwand für das Fleisch, sondern dient einander in Liebe“ (Gal 5,13). Die Freiheit nämlich ist nicht Selbstzweck, sondern auf die Liebe hin geordnet. Durch die Liebe aber erfahren wir die Erfüllung des Gesetzes ebenso die volle Verwirklichung aller menschlichen Anlagen. Zugleich warnt Paulus davor, die Freiheit für die Sünde, also das Leben nach dem Fleisch, zu missbrauchen: Durch die Sünde verliert der Mensch seine von Christus geschenkte Freiheit. Wahre Freiheit, die bleibt, zeigt sich jedoch in der Selbsthingabe, die Frucht und Ausdruck der Liebe ist. Diese paulinische Abhandlung, so JPII, ist ein echter Widerhall der Bergpredigt und lässt uns die Reinheit des Herzens tiefer verstehen: Vor allem lässt es uns die Reinheit mit der Liebe verbinden.

  18. 55

    #52. Katechese: Leben nach dem Geist

    In dieser Katechese wird erneut das Leben nach dem Geist dem Leben nach dem Fleisch gegenübergestellt, wie es der paulinischen Rechtfertigungslehre entspricht (vgl. Gal 5). Rechtfertigung, also das Leben nach dem Geist, bedeutet dabei ein Überfließen der Gerechtigkeit, wie sie am Anfang gedacht war: nicht das bloße Befolgen gesetzlicher Vorschriften, sondern deren Erfüllung durch die Liebe, in und durch Christus. Das Leben nach dem Fleisch hingegen umfasst nicht nur sexuelle oder „fleischliche“ Sünden, sondern jede Form von Sünde, das heißt jeden Verstoß gegen den Geist. Es kann somit mit dem Begriff der Unreinheit im allgemeinen Sinn gleichgesetzt werden.

  19. 54

    #51. Katechese: Leib und Geist nach Paulus

    Was meint Paulus wirklich, wenn er vom Gegensatz zwischen „Geist“ und „Fleisch“ spricht? In dieser Folge gehen wir mit JP II. einer häufig missverstandenen Gegenüberstellung auf den Grund. Es geht nicht um einen Dualismus von Seele und Körper, sondern um eine innere Kräfteverteilung im Menschen, die seit der Erbsünde wirksam ist. Wir beleuchten, wie das „Fleisch“ den Menschen beschreibt, der innerlich von weltlichen Werten und Begierden geprägt ist – und warum es ohne Gnade unmöglich ist, das Gute dauerhaft zu tun. Anhand zentraler paulinischer Texte zeigen wir, was ein Leben „nach dem Fleisch“ kennzeichnet und wie sich dem die „Frucht des Geistes“ gegenüberstellt: Liebe, Freude, Friede, Geduld, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung.

  20. 53

    #50. Katechese: Die sittliche Reinheit kommt aus dem Herzen

    In Matthäus 15,11 heißt es: ,,Nicht das, was durch den Mund in den Menschen hineinkommt, macht ihn unrein, sondern was aus dem Mund des Menschen herauskommt, das macht ihn unrein." Damit stellt Christus klar, dass alles sittlich Gute und Böse nicht von außen, sondern von innen her kommt. Daher kann keine äußere rituelle Waschung die sittliche Reinheit bewirken, sofern keine innere Waschung passiert. Denn die Reinheit kommt aus dem Herzen.

  21. 52

    #49. Katechese: Das Ethos der Erlösung des Leibes

    Christus konfrontiert den geschichtlichen, gefallen Menschen in der Bergpredigt mit einem neuen Ethos. Christus ruft uns allerdings nicht dazu auf, zu jenem ursprünglichen Zustand, d.h. zum „Anfang“, zurückzukehren (was tatsächlich ein Ding der Unmöglichkeit wäre), sondern verweist vielmehr auf die kommende Erlösung: So soll „im Ethos der Erlösung des Leibes (…) das ursprüngliche Ethos der Schöpfung neu verwirklicht werden.“ Die ursprüngliche Fülle der Gerechtigkeit und Liebe kann so zurückgewonnen werden. Wie ein Mechaniker verweist Christus in der Bergpredigt auf das Zerbrochene, um es zu reparieren: Christus klagt nicht an, sondern ruft, um uns zu heilen, damit Mann und Frau, in ihrer Leiblichkeit und Gemeinschaft, erneut Bild und Gleichnisse des dreifaltigen Gottes sein können.

  22. 51

    #48. Katechese: Echte und reife Spontaneität des menschlichen Herzens

    In dieser Katechese hören wir, dass eine echte und reife Spontaneität das Ethos vom Eros nicht ausklammern darf. Jeder Mensch ist daher dazu aufgerufen, in der Beziehung zu einer Person des anderen Geschlechts, sich seiner inneren Haltung voll und ganz bewusst zu sein und Herr seiner inneren Triebe zu werden. Denn erst dann wird die Spontaneität menschenwürdig, da sie zu einer edlen Lust wird, die sich von der bloßen sexuellen Begehrlichkeit radikal unterscheidet.

  23. 50

    #47. Katechese: Eros und Ethos

    Alltagssprachlich ist der Begriff „Eros“ vor allem mit dem sexuellen Verlangen oder Tun verbunden. Es gibt jedoch auch andere Bedeutungen wie z.B. bei Platon, wo damit das Streben nach dem Schönen, Wahren und Guten bezeichnet wird. Von diesem Verständnis zeigt sich der Ethos als innere Kraft des Eros. Jesus klagt in der Bergpredigt das menschliche Herz nicht an, sondern ruft es und dieser Ruf kennzeichnet das Ethos der Erlösung. Wir können und müssen all das, was von der „Begehrlichkeit des Fleisches“ belastet wurde, umgestalten.

  24. 49

    #46. Katechese: Das Herz: Von Anfang an gerufen zur Liebe

    Heute spricht Johannes Paul II darüber, dass – entgegen den drei „Meistern des Argwohns“ – die dreifache Begehrlichkeit kein absolutes Kriterium der Anthropologie und Ethik darstellt. Der Mensch wird nicht durch seine Sündhaftigkeit definiert. Die Worte Christi, eingeordnet in die Erlösung, verleihen jedem Menschen die Kraft, die Berufung zu verwirklichen, die von Anfang an für ihn bestand: den Ruf nämlich, „zu jenem höchsten Wert, der die Liebe ist (…) in der personalen Wahrheit seines Menschseins, also auch in der Wahrheit seines Mann- bzw. Frauseins, in der Wahrheit seines Leibes.“

  25. 48

    #45. Katechese: Der Leib als ein nicht hinreichend gewürdigter Wert

    In dieser Katechese erklärt Johannes Paul II, dass die warnenden und harten Worte Christi (Mt 5,27-28) in keiner Weise eine Verdammung , sondern im Gegenteil eine Bejahung des Leibes darstellen. Denn der Leib und die Geschlechtlichkeit, so der Papst, stellen im Christentum stets einen nicht ausreichend gewürdigten Wert dar. Das Problem ist nicht der Leib, sondern die Sünde. So ruft uns Christus dazu auf, diese Begierde zu besiegen, durch welche unser Leib, als Kundgabe der Person, seiner Würde beraubt wird.

  26. 47

    #44. Katechese: Falsche Auslegungen der Worte Christi

    In dieser Katechese zeigt Johannes Paul II auf, dass jeder Mensch die Erfahrung der Begierde im Inneren des eigenen Herzens macht. Es liegt allerdings an ihm, wie er diese interpretiert und darauf reagiert. Sowohl in der Vergangenheit, als auch heute sehen wir ganz unterschiedliche Antworten darauf, welche häufig vom Extrem des Puritanismus in das andere Extrem der Vergötterung des Leibes übergehen. So stellt sich die Frage: Wie sind die Worte Christi in ihrem eigentlichen Sinn zu verstehen?

  27. 46

    #43. Katechese: Die Reinheit des Herzens – Erfüllung des Gesetzes in Christus

    In dieser Folge betrachten wir die Worte Jesu aus der Bergpredigt, wo er das Gebot „Du sollst nicht die Ehe brechen“ auf eine neue und tiefere Ebene hebt (vgl. Mt 5,27–28). Was bedeutet es, Ehebruch im Herzen zu begehen, und warum spricht Jesus hier von der Würde des Menschen und der Reinheit des Herzens? Wir sprechen darüber, wie das neue Ethos Jesu das Gesetz nicht abschafft, sondern erfüllt, und wie wahre Liebe die Person niemals zum Objekt macht, sondern zum Geschenk wird – so wie es Gott in der Einheit von Mann und Frau gedacht hat.

  28. 45

    #42. Katechese: Das Schlüsselwort zum Verständnis des neuen Ethos

    In dieser Katechese geht es um eine genauere Analyse des dritten Teiles der Aussage Jesu in der Bergpredigt (Mt 5,27-28): „hat in seinem Herzen schon Ehebruch begangen.“ Dieser Ausdruck „Ehebruch im Herzen“ ist das Schlüsselwort für ein besseres Verständnis des Gebotes „du sollst nicht die Ehe brechen“ (6. Gebot) und „du sollst nicht die Frau eines anderen begehren“ (9.Gebot). Um diese Gebote in ihrer Fülle zu verstehen, verweist Christus auf das Innere des Menschen. Es scheint so als hätten wir es hier mit einem Paradox zu tun - ist Ehebruch ohne äußere Handlung überhaupt möglich?

  29. 44

    #41. Katechese: Versklavung des Herzen durch innere Zustimmung

    Heute hören wir erneut vom Ehebruch im Herzen, also jener Akt der Begierde, welche sich durch den Blick ausdrückt. Nur wenn die betreffende Person wissentlich und willentlich diesen inneren Akt bejaht (d.h. das Gegenüber ausschließlich als potentielles Objekt der eigenen sexuellen Befriedigung anzusehen), beherrscht, bestimmt und versklavt diese Begierde sein Herz und somit den ganzen Menschen. Mehr noch, es vollzieht sich in tiefgreifende innerer Wandel in dieser Person und verunmöglicht es ihr, jene personale Gemeinschaft zu leben zu der sie gerufen ist.

  30. 43

    #40: Die Erbsünde und der historische Mensch

    Der Mensch ist zur Liebe geschaffen – und doch erfährt er in sich eine innere Zerrissenheit. In dieser Katechese zeigt Johannes Paul II., wie die Erbsünde den ursprünglichen Frieden von Leib und Seele zerstört hat. Aus dem „guten Blick“ des Paradieses wird Scham, aus der Einheit entsteht Misstrauen. Dennoch bleibt der Ruf Gottes zur Liebe bestehen. Christus offenbart, dass Erlösung möglich ist – auch im zerbrochenen Herzen des gefallenen Menschen.

  31. 42

    #39. Katechese: Begehrlichkeit als unstillbares Feuer

    In dieser Folge geht es um den „Menschen der Begehrlichkeit“ - um den Blick, der den anderen nicht mehr als Geschenk wahrnimmt, sondern zum Objekt des Verlangens macht. Von der Bibel bis zur Weltliteratur (Sirach, Augustinus, Dante) wird die Dynamik ungeordneten Begehrens beschrieben: ein unstillbares Feuer, das nie erfüllt. Diese innere Unruhe verdrängt das Gewissen und wird in Mt 5,28 von Jesus direkt aufgegriffen.

  32. 41

    #38. Katechese: Ehebruch im Herzen

    In dieser Folge geht es um folgende Aussage Jesu in der Bergpredigt: Ehebruch beginnt nicht erst mit einer äußeren Handlung, sondern kann bereits im Herzen vollzogen werden – durch den lüsternen Blick. Dabei erinnert Johannes Paul II an die Weisheitstradition der Heiligen Schrift, welche diese Sicht des inneren Menschen schon kannte. Somit ist klar, dass das Publikum Jesu wusste, was er mit diesem inneren Blick meinte.

  33. 40

    #37. Katechese: Monotheismus und Monogamie

    In Matt. 5,27 sagt Christus, dass er nicht gekommen sei um Gesetz und Propheten aufzuheben, sondern um zu erfüllen - dies gelte auch für das sechste Gebot. So zieht Johannes Paul II in dieser Katechese die Propheten heran, um aufzuzeigen, dass bereits in ihnen der wahre Sinn dieses, im alten Bund so oft verdrehten, Gebotes klargestellt wird. Denn durch den Vergleich von Ehebruch mit Götzendienst wird klargemacht, dass ersterer nicht aufgrund einer etwaigen Eigentumsverletzung sündhaft ist, sondern „weil er den personalen Bund zwischen Mann und Frau bricht.“ Das Element des Bundes sei also essenziell sowohl um die monotheistische Beziehung von Gott und Israel als auch die monogame Ehe von Mann und Frau zu verstehen.

  34. 39

    #36. Katechese: Zwischen Gesetz und Beziehung

    In der heutigen Episode beleuchten wir das Verständnis von Ehe und Ehebruch im alten Bund, Voraussetzungen für Christi Worte in der Bergpredigt. Der Focus wird auf der rechtlichen Umsetzung, insbesondere im Kontrast zu den Worten der Propheten liegen, die die Worte Ehe und Ehebruch vergleichsweise für die Gottesbeziehung des Volkes Israel nutzen.

  35. 38

    #35. Katechese: Der tiefere Sinn des Gebots

    In dieser Folge geht es um das Gebot „Du sollst nicht die Ehe brechen“. JP II beleuchtet dessen ursprünglichen Sinn im Alten Bund und zeigt, wie Jesus Christus dieses Gebot neu bzw. richtig deutet. Anhand der Begegnung mit der Ehebrecherin wird deutlich, wie Barmherzigkeit und Wahrheit in seinem Handeln zusammenfinden. Dabei wird sichtbar, dass das menschliche Gewissen oft tiefer für Gut und Böse empfänglich ist als das äußere Gesetz allein.

  36. 37

    #34. Katechese: Ganz persönlich gerufen

    In dieser Katechese wird erneut die Stelle aus der Bergpredigt aufgegriffen, wo Christus auf das neue Ethos der Liebe hinweist (Matt. 5, 27-28). Mit Blick auf den Anfang verweist er auf das Herz des Menschen, von dem jede Handlung hervorgeht. Dies ist der Schlüssel zum richtigen Verständnis der Gesetzgebung im Alten Testament. Seine Worte sind von universeller Bedeutung und dennoch an jeden Einzelnen einmalig und unwiederholbar gerichtet, da er das Herz eines jeden kennt.

  37. 36

    #33. Katechese: Mein/Meine

    In seiner Untersuchung der Folgen des Sündenfalls für die menschliche Liebe, insbesondere der Objektifizierung des Gegenübers, betrachtet Johannes Paul nun unter anderem auch die Begriffe mein/meiner in diesem Kontext.

  38. 35

    #32. Katechese: Zwischen Besitzergreifung und Hingabe

    In dieser Folge geht es erneut um die Begehrlichkeit/Begierde, durch welche die spezifische Fähigkeit des Leibes - nämlich Liebe auszudrücken, durch die der Mensch als Person zum Geschenk wird und sich so selbst verwirklicht - bedroht wird. Die Begehrlichkeit „entpersönlicht“, lässt Zweifel darüber aufkommen, ob der Mensch wirklich von Gott um seiner selbst willen gewollt ist. Es kommt zu einer einseitigen Reduktion der Person auf das bloß Sexuelle, zu einer Besitzergreifung des anderen anstelle von gegenseitiger Hingabe.

  39. 34

    #31. Katechese: Das Herz als Kampfplatz zwischen Liebe und Begehrlichkeit

    In dieser Katechese warnt Johannes Paul II. davor, dass Begehren – wenn sie isoliert von Liebe und Geschenk verstanden wird – den ursprünglichen, göttlichen Sinn des Körpers entstellt: Statt ein Zeichen selbstloser Hingabe zu sein, wird der Körper zum Mittel objektivierender Begierde.

  40. 33

    #30. Katechese: Von Ewigkeit zur Gemeinschaft berufen

    Nach dem Bruch mit Gott erfahren Mann und Frau auch einen Bruch in ihrer vollen Einheit als Personen - ,,Du hast Verlangen nach deinem Mann; er aber wird über dich herrschen." (Gen 3,16) Dennoch geht die Berufung der ehelichen Einheit von Mann und Frau nicht völlig verloren, denn sie sind ,,von Ewigkeit her zur Existenz in Gemeinschaft geschaffen". Daher sehnen sie sich immer noch nach dieser tiefen Gemeinschaft und Verbundenheit als Personen.

  41. 32

    #29. Katechese: Der Verlust des ursprünglichen Vertrauens

    In dieser Katechese hören wir, dass mit dem Sündenfall das ursprüngliche Vertrauen zwischen Mann und Frau verloren gegangen ist. Daher wird die Geschlechtlichkeit ihrem eigentlichen Sinn - nämlich Ausdruck der Gemeinschaft der Personen zu sein - beraubt und stattdessen als ein Hindernis hierfür gesehen. Die Scham zwischen Mann und Frau drückt diesen Verlust der ganzheitlichen Selbstmitteilung aus.

  42. 31

    #28. Katechese: Immanente Scham

    Erneut greift der Papst das Thema der Scham auf, diesmal die immanente. Diese ist Konsequenz des Sündenfalls, insbesondere aufgrund der scheinbaren Bedrohung der menschlichen Person und Würde durch die Konsequenzen des Falls.

  43. 30

    #27. Katechese: Der von der ursprünglichen Liebe entfremdete Mensch

    Durch die erste Sünde verliert der Mensch den von Gott geschenkten Zustand der Heiligkeit und Gerechtigkeit. Er wird sterblich, erlebt Scham, Angst vor Gott und wird von Begierden bestimmt. Die Einheit mit sich selbst, seinem Körper und Gott wird verletzt. Der Mensch fühlte sich von der göttlichen Liebe entfremdet. Auch das harmonische Verhältnis zur Natur geht verloren – sie wird ihm feindlich.

  44. 29

    #26. Katechese: Der Mensch der Begehrlichkeit

    In dieser Katechese hören wir von der dreifachen Begehrlichkeit des Menschen - die Begehrlichkeit des Fleisches, die Begehrlichkeit der Augen und der Stolz des Lebens. Sie tretet als Folge des Sündenfalls in dem Ort auf, wo der erste Bund mit Gott gebrochen worden ist: im Herzen. Die Scham offenbart dies, indem sie aufzeigt, dass im Inneren des Menschen etwas aufgetreten ist, das nicht vom Vater, sondern von der Welt stammt.

  45. 28

    #25. Katechese: Ehebruch im Herzen

    In dieser Katechese hören wir vom Ehebruch im Herzen, welchen Christus in Mt. 5,27-28 anspricht. Auch durch den innerlichen Akt des Begehrens einer Person, welche nicht der eigene Ehepartner ist, zerbricht jene Einheit zwischen den Eheleuten wie durch den äußeren Akt des Ehebruchs. Christus erläutert anhand von diesem Beispiel, wie das sechste Gebot in seiner ganzen Fülle zu verstehen ist.

  46. 27

    #24. Katechese: Ein neues Ethos der Liebe

    Johannes Paul II. legt dar, dass Christus im Zusammenhang mit dem sechsten Gebot nicht nur die äußere Tat des Ehebruchs, sondern bereits den begehrlichen Blick als sittlich verwerflich bezeichnet. Damit eröffnet er ein neues Ethos, das zur Reinheit des Herzens und zur Achtung der personalen Würde des anderen ruft.

  47. 26

    #23. Katechese: Eine ganzheitliche Sicht auf den Menschen

    Der Anfang ist das erste Erbe eines jeden Menschen und der Urgrund für die Gewissheit der Berufung des Menschen als Person. Die Antwort Christi hat nicht nur historische Bedeutung, denn Menschen aller Zeiten stellen die gleiche Frage. Christus würde sich auch bei unseren Fragen und Problemen auf den Anfang beziehen. Denn für die Antwort unserer Fragen bedarf es auch einer ganzheitlichen Sicht auf den Menschen. Aufgrund der Inkarnation Jesu ist es nicht verwunderlich, dass die Theologie auch den Leib miteinbezieht.

  48. 25

    #22. Katechese: Das "Erkennen" von Mann und Frau

    In dieser Katechese hören wir, dass sich Mann und Frau im "Akt des Erkennens" so innig miteinander als Personen vereinen, dass neues Leben entstehen kann. Im Bejahen dieses neuen Menschen nehmen sie als Vater und Mutter auch ihr eigenes Menschsein noch mehr in Besitz. Trotz des Sündenfalls nimmt der Mensch im "Erkennen" immer noch teil an diesem geheimnisvollen Schöpfungswirken Gottes.

  49. 24

    #21. Katechese: Elternschaft als Enthüllung der Männlichkeit und Weiblichkeit

    In dieser Katechese hören wir weiter vom Zusammenhang von Erkenntnis und Zeugung. Durch das „Erkennen“ Evas durch Adam wird ein neuer Mensch, ebenso als Abbild Gottes, im Schoß der ersten Frau gezeugt, d.h. von Gott geschaffen. So offenbart die Mutterschaft das Wesen der Weiblichkeit der Frau sowie der Männlichkeit des Mannes. Im Kind erkennen sich Mann und Frau gegenseitig neu wie auch ihr eigenes Menschsein im Bilde Gottes.

  50. 23

    #20. Katechese: Empfangen als Erkennen

    Nach der Thematik der Nacktheit sind wir nun beim Begriff des Erkennens angelangt. Der Mensch empfängt den anderen, in dem er ihn "erkennt", sich der andere ihm, durch das Kommunikationsmittel des Körpers, preisgibt.

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