Lebenswelten

PODCAST · religion

Lebenswelten

Sinnliche Reportagen, nüchterne Analysen, Porträts von lebenden und historischen Persönlichkeiten, philosophische Betrachtungen existenzieller Themen, kritische Berichte zu aktuellen Fragen, sowie Lebensberatung und Aufklärung.

  1. 57

    Himmelsvorstellungen in den Religionen – Süße Früchte, Glückseligkeit und Männerfantasien

    Die ersten Menschen lebten im Garten Eden, heißt es übereinstimmend in Judentum, Christentum und Islam. In allen drei Religionen gibt es die Sehnsucht, nach dem Tod in das Paradies zurückzukehren, das Adam und Eva nach dem Sündenfall verlassen mussten. Doch wer kommt nach muslimischer, christlicher und jüdischer Vorstellung überhaupt in den Himmel und was verstehen Gläubige von heute darunter?

  2. 56

    ME/CFS bei jungen Menschen - Wenn Alltag nicht mehr möglich ist

    Rund 650.000 Menschen in Deutschland sind an ME/CFS erkrankt. Menschen, die von heute auf morgen nicht mehr belastbar oder sogar bettlägerig sind. Doch viele Ärzte und Behörden verharmlosen die neurologische Krankheit als rein psychisches Problem. Eine Stigmatisierung, die die Isolierung der Betroffenen und ihrer Angehörigen noch verstärkt – bis hin zu Gedanken, das Leben eigenständig zu beenden.

  3. 55

    Ein Jahr Papst Leo XIV. - Für den Frieden auf Erden

    Als Robert Francis Prevost am Abend des 8. Mai auf die Loggia des Petersdoms tritt, präsentiert er sich der Welt erstmals als neuer Papst. Leo XIV. beginnt sein Pontifikat mit einem Friedensgruß: „Der Friede sei mit euch allen!“ - ein Leitmotiv. Die anfängliche Zurückhaltung ist inzwischen gewichen. Aus dem vorsichtigen ersten Auftritt ist ein Pontifikat mit erkennbarem Profil geworden.

  4. 54

    100 Jahre Vereinigung Evangelischer Freikirchen - Fromm und unabhängig

    Frei, unabhängig und auf dem Boden des Evangeliums, allein Christus verpflichtet. So sollte es sein, als vor 100 Jahren mehrere freikirchliche Gemeinden in Deutschland die Vereinigung Evangelischer Freikirchen gründeten. Als ökumenischer Zusammenschluss wollte man gemeinsame Interessen gegenüber den Landeskirchen und den staatlichen Behörden vertreten. Doch auch die Freikirchen haben mit Problemen zu kämpfen.

  5. 53

    Therapie endet nie - Wie wir unseren Alltag psychologisieren

    Immer mehr Menschen gehen in Therapie, um sich bei ihren Seelenleiden helfen zu lassen. Eine positive Entwicklung. Doch die zunehmende Therapieerfahrung führt dazu, dass medizinische Fachbegriffe Teil unserer Alltagssprache geworden sind. Welche Gefahren birgt der leichtfertige Umgang mit Vokabular aus der Psychotherapie? Wo liegen die Chancen und Grenzen der Entstigmatisierung mentaler Gesundheit?

  6. 52

    Flucht über den Ärmelkanal – Frankreichs Versuch der Abschreckung

    Die Lage der Migrantinnen und Migranten an der französischen Ärmelkanal-Küste sorgte lange Zeit täglich für Schlagzeilen. Noch immer versuchen zehntausende Menschen jedes Jahr, von den nordfranzösischen Stränden nach Großbritannien zu kommen. In Städten wie Grande-Synthe oder Loon-Plage leben bis zu 1.500 Geflüchtete in wilden Camps und warten dort auf die Chance auf eine Überfahrt.

  7. 51

    Der Glaube an Wunder - Wenn Gott wirklich hilft

    In der Bibel wird immer wieder von Wundern erzählt: Jesus Christus zieht im Neuen Testament als Wunderheiler durchs Land und erweist sich so als Sohn Gottes – zumindest haben das die ersten Christen so verstanden und erzählt. Und die Geschichte von Ostern, von der Auferstehung eines Toten – ist das nicht das Wunder schlechthin? Dennoch sind Wunder unter Christen und Christinnen auch umstritten.

  8. 50

    Umgang mit schwerer Schuld - Bin ich Mensch oder bin ich Mörder?

    Wer einen Menschen schwer verletzt oder gar tötet, lädt schwere Schuld auf sich. Die Aufmerksamkeit gilt meistens den Opfern und ihren Angehörigen. Doch auch Täter müssen sich die Frage stellen, wie sie nun weiterleben können. Ein Weg zurück ins Leben besteht darin, Verantwortung zu übernehmen. Das kann bedeuten, den Opfern oder den Hinterbliebenen Unterstützung anzubieten. Oder sich dafür stark zu machen, dass andere nicht den gleichen Fehler begehen.

  9. 49

    Die Beduinen in Israel – Zwischen Wüste und Wirklichkeit

    Die Beduinen in der Negev-Wüste gehören zu den am stärksten marginalisierten Gruppen in Israel. Viele ihrer Dörfer sind nicht anerkannt. Das bedeutet: kein Zugang zu grundlegender Infrastruktur wie Wasser, Strom oder Gesundheitsversorgung. Besonders dramatisch ist die Situation in der größten arabischen Stadt und Beduinenhochburg Rahat. (Übernahme aus Podcast "Weltzeit", Deutschlandfunk Kultur, 23.02.26)

  10. 48

    Der Traum vom Rampenlicht - Glück, Talent und viel Arbeit

    Eine Karriere verfolgen, bedeutet oft Verzicht, wissen Fußballer Emre Üstün und Schauspielerin Elina Vildanova. Der Spieler des Berliner Athletik Klub 07 hat das Potenzial, Profifußballer zu werden und steht an einem entscheidenden Punkt in seiner Entwicklung. Die Absolventin der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch muss sich nach ihrem Abschluss neu orientieren und bei Castings beweisen.

  11. 47

    Tag gegen Islamfeindlichkeit - Diskussion um einen neuen Berliner Gedenktag

    Am 15. März 2026 wird in Berlin erstmals der "Tag gegen Islamfeindlichkeit" begangen – nach dem Vorbild der Vereinten Nationen. Nach der Ankündigung wurde prompt Kritik laut, wozu die Gesellschaft noch einen weiteren Gedenktag brauche. Dass es antimuslimische Anfeindungen und Diskriminierung gibt, ist unumstritten. Doch was bringt Berliner Musliminnen und Muslimen dieses Datum im Landeskalender?

  12. 46

    Die erste jüdische Bundesministerin - CDU-Politikerin Karin Prien

    Bundesbildungs- und Familienministerin Karin Prien ist jüdischer Herkunft. Und sie bekennt sich dazu. Lange hielt sich die CDU-Politikerin an die Worte ihrer Mutter, das in der Öffentlichkeit lieber zu verschweigen. Die Ministerin will den Kampf gegen Antisemitismus verstärken. Zudem wirbt sie für eine differenziertere Israel-Debatte. Wie stehen die jüdische Community, Weggefährten und Kritiker dazu?

  13. 45

    Die Geschichte der ostpreußischen Wolfskinder - Hunger als ständiger Begleiter

    Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Ostpreußen zwischen der Sowjetunion und Polen aufgeteilt, die Deutschen vertrieben. Für viele Kinder begann eine Zeit bitteren Hungers. Immer auf der Suche nach Essen, zogen die sogenannten Wolfskinder durch die Wälder oder schlichen über die Grenze nach Litauen. Hier wurden sie oft von Bauern aufgenommen – als billige Arbeitskräfte oder als Teil der Familie.

  14. 44

    Medizin ohne Mitgefühl? - Ausbildung mit Lücke

    Ärztinnen und Ärzte, die mit viel Zeit und Einfühlungsvermögen auch schwierigste Befunde behutsam erklären. Die Realität scheint oft eine andere. Schicksalsschwere Diagnosen zwischen Tür und Angel. Patienten, die sich nicht betreut, sondern abgefertigt fühlen. Wie lernen angehende Mediziner, wie sie mit erkrankten Menschen und ihren Angehörigen umgehen? Und wieviel Empathie braucht die Medizin?

  15. 43

    Das neue Afghanistan - Die Taliban zwischen Radikalität und Pragmatismus

    Afghanistan ist im fünften Jahr der Herrschaft der Taliban deutlich auf dem Weg zu einem totalitären Gottesstaat. Vor allem in den Städten herrscht Angst – vor den Patrouillen der Sittenpolizei und dem allgegenwärtigen Geheimdienst. Doch die Taliban sind keine homogene Gruppe, es gibt deutliche Brüche zwischen den Pragmatikern in der Hauptstadt Kabul und den Radikalen im südafghanischen Kandahar.

  16. 42

    Quellen der Kraft - Verbunden sein

    Als sie 12 Jahre alt ist, verliert Selina rasch ihre Sehkraft. Heute ist sie 27 und hat Wege gefunden, mit ihrer Einschränkung zu leben: In ihrem Videoblog berichtet die Studentin über den Alltag mit Sehbehinderung und macht anderen Betroffenen Mut. Mit vielen Menschen in der digitalen, aber auch in der realen Welt verbunden zu sein, gibt ihr Kraft. Auch für Sagithjan Surendra ist der Austausch mit anderen Menschen die Kraftquelle schlechthin. Als Kind von Geflüchteten hatte er oft das Gefühl, nicht ganz dazu zu gehören. Mit 18 gründet er das Aelius Förderwerk, das sich für bessere Bildungschancen für sozial benachteiligte Schülerinnen und Schüler einsetzt. Auch beruflich sieht der talentierte Netzwerker seine Mission darin, den Interessen junger Menschen politisch mehr Gehör zu verschaffen.

  17. 41

    Mit Winkelmaß und Zirkel - Frauenlogen in Deutschland

    Die Freimaurer waren mit ihrer Gründung ein reiner Männerbund. Seit 1949 ist das anders. In Berlin wurde Deutschlands erste Frauenloge gegründet. Auch die Freimaurerinnen stehen für Offenheit, Respekt, für die Suche nach Wissen und Erkenntnis. Doch bei allem Freimut bewahren sie Ihre geheimen Rituale, ihre Tempelarbeit. Was heißt es Freimaurerin zu sein und wer wird aufgenommen?

  18. 40

    Das Archiv der Vernichtung

    Während der Recherchen für seinen Film "Shoah" (1985) traf sich Claude Lanzmann mit Überlebenden, Zeitzeugen und Tätern. Dabei sind zahlreiche, bisher nicht erschlossene Aufnahmen entstanden, die dem Jüdischen Museum Berlin 2021 übergeben wurden. Diese Aufnahmen zum Mord an den europäischen Juden werden der Öffentlichkeit nun zugänglich gemacht. Ein nicht unumstrittener Einblick. Schließlich spürte Lanzmann auch Täter auf und fertigte ohne deren Einwilligung Aufnahmen an.

  19. 39

    Irlands verlorene Kinder - Das Grauen von Tuam

    In der irischen Kleinstadt Tuam wird seit Mitte 2025 ein Massengrab ausgehoben. Forensiker vermuten in einem Abwassertank die Überreste von bis zu 800 Kindern. Sie starben im Mutter-Kind-Heim, das dort bis 1961 von Nonnen betrieben wurde. Insgesamt sind mehr als 57.000 Kinder in solchen Heimen zur Welt gekommen, denn uneheliche Kinder galten im katholischen Irland lange als Schande. Um Buße zu tun, wurden unverheiratete Mädchen und Frauen in Mutter-Kind-Heime geschickt, um dort ihre Kinder zur Welt zu bringen. Mit fatalen Folgen.

  20. 38

    Mein Weihnachten - Auf der Suche nach der ganz persönlichen Tradition

    Weihnachten ist das Fest der Traditionen. Aber was ist, wenn die Weihnachtsrituale nicht mehr zum eigenen Leben passen? Weihnachten ist auch die Zeit, Traditionen zu überprüfen und neue Rituale zu finden, mal freiwillig, mal aus Notwendigkeit. Eine Suche nach der eigenen Weihnachtstradition.

  21. 37

    Das Schweigen der Bischöfe

    Antonio Messina aus Enna in Sizilien war sechzehn Jahre alt, als ein Kirchenmann anfing, ihn zu missbrauchen. Jahre später hat Messina Anzeige erstattet, nachdem er vergeblich versucht hatte, innerkirchlich Gehör zu bekommen. Doch seit seiner Anzeige wird er angefeindet, eine Journalistin, die über das Thema berichtet hat, bedroht. Und Italien schafft es immer noch nicht, den Missbrauch in katholischen Gemeinden aufzuarbeiten.

  22. 36

    Späte Aufarbeitung – Die vergessenen Heimkinder der DDR-Behindertenhilfe

    Wie die Kinder in der DDR-Behindertenhilfe aufwuchsen, blieb lange unter Verschluss. Bei aller Fürsorge – auch in kirchlichen Heimen gab es Leid und Unrecht. Auch im uckermärkischen Dorf Haßleben erlebten die Kinder Schläge und Demütigungen. Nach Jahrzehnten beginnt nun die Aufarbeitung. Heute wird in einigen diakonischen Einrichtungen der Behindertenhilfe kritisch auf die eigene Arbeit zurückgeschaut.

  23. 35

    Mein letzter freier Wille - Die Debatte um den assistierten Suizid

    Das allgemeine Persönlichkeitsrecht umfasst auch das Recht auf selbstbestimmtes Sterben, urteilte das Bundesverfassungsgericht 2020. Seitdem ist Sterbehilfe auch in Deutschland erlaubt. Allerdings hat das Urteil neue Fragen aufgeworfen: Wer legt fest, wann ein Suizidwunsch eine freie Entscheidung ist und wann ein Ausdruck von Verzweiflung? Wie lässt sich verhindern, dass Alte und Kranke in den assistierten Suizid gedrängt werden? Ein neues Gesetz zur Regelung der Sterbehilfe lässt auf sich warten. (Wiederholung vom 24. November 2024)

  24. 34

    Quellen der Kraft - In Bewegung bleiben - 16.11.

    Mit Anfang 20 bekam Michael Krauser die Diagnose Typ 1 Diabetes. Bei körperlicher Aktivität können bei Diabetikern zwar gefährliche Unterzuckerungen auftreten, aber Sport hilft ihm auch, mit dem Stress der Krankheit fertig zu werden. Sport gibt auch der Syrerin Kamar Abou Kamar Kraft und hat ihr geholfen, sich zu integrieren.

  25. 33

    Margot Friedländer - Die Zeitzeugin und ihr Vermächtnis

    "Ich tue es für Euch" betonte Margot Friedländer immer wieder. Am 5. November 1921 in Berlin geboren, setzte sich die Holocaust-Überlebende dafür ein, die Erinnerung an die Verbrechen der Nazis wachzuhalten. Die traumatischen Erlebnisse haben die Jüdin noch als über Hundertjährige verfolgt. Besonders junge Menschen wollte Margot Friedländer zu Zivilcourage und gegenseitigem Respekt ermutigen, damit so etwas nie wieder geschieht.

  26. 32

    Laborräume des Glaubens – Gotteshäuser auf neuen Wegen

    Kirchen, Moscheen und Synagogen sind bis heute Symbolorte des Glaubens und zivilgesellschaftlichen Zusammenhalts. Angesichts von Mitgliederschwund bei den Volkskirchen und religiöser Pluralisierung bietet das Teilen von Sakralräumen neue Perspektiven. Welche Chancen ergeben sich, wenn Glaubensgemeinschaften sich anderen Gläubigen aber auch der Stadtgesellschaft öffnen?

  27. 31

    Quellen der Kraft - Schönes schaffen

    Wenn die Polizistin Deborah Buschendorf tanzt, vergisst sie alles. Zweimal die Woche streifen sie und andere Polizistinnen die Uniformen ab und tauchen ein in Klang und Farbe. Die Künstlerin Susanne Müller-Kölmel schöpft dagegen Kraft beim Malen. Malend oder tanzend entsteht neue Kraft und Resilienz in Beruf und Alltag.

  28. 30

    Geheimtreffen am Goldfischteich - Die Zeugen Jehovas

    Eine der ersten Gruppen, die während der NS-Diktatur verfolgt wurden, waren die Zeugen Jehovas. Sie verweigerten den Wehrdienst und den Hitlergruß und nahmen nicht an NS-Veranstaltungen teil. Anfang 1933 wurden sie verboten. Zeugen Jehovas wurden verhaftet, deportiert, ermordet. Doch erst 2023 hat der Bundestag beschlossen, eine Gedenkskulptur für diese vergessene Opfergruppe zu errichten.

  29. 29

    Quellen der Kraft – Rituale haben

    Ob individuell wie die Tasse Tee am Morgen oder religiös vorgegeben: Rituale sorgen für Struktur und Orientierung, schaffen Zusammengehörigkeit und helfen Krisen zu bewältigen. Rituale gehören seit jeher zum religiösen Leben, in der Spiritualität und im Alltag.

  30. 28

    Gegen den Hass - Muslimisch-jüdische Initiativen in Deutschland

    Seit dem Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 und dem folgenden Gazakrieg haben Antisemitismus und antimuslimischer Rassismus in Deutschland stark zugenommen. Doch jenseits der verhärteten Fronten gibt es Initiativen, die sich für die Verständigung von Juden und Muslimen engagieren.

  31. 27

    Zwischen Islamdebatte und Reformdruck - Imam-Ausbildung

    Seit 2020 werden am Islamkolleg Deutschland Imame und Seelsorger ausgebildet. Damit sollen die deutschen Moscheen langsam unabhängig werden von fremdem Geld und Einfluss wie dem der türkischen Regierung. Doch bisher haben nur wenige Absolventen des staatlich geförderten Kollegs eine Stelle gefunden. Nun sollen dort auch türkische Geistliche auf ihren Einsatz in Deutschland vorbereitet werden.

  32. 26

    Das Abfalldilemma - Wenn Mülltrennung die Existenz bedroht

    Das Thema Mülltrennung ist in vielen Ländern des globalen Südens umstritten. Die Müllberge der Großstädte bilden oft die Existenzgrundlage für die ärmsten Bevölkerungsgruppen. In Guatemala-Stadt sind mindestens dreitausend Familien auf den unsortierten Müll der Metropole angewiesen. Als die Regierung vor kurzem ein modernes Recyclinggesetz umsetzen wollte, gab es heftigen Widerstand.

  33. 25

    Und immer lockt die Pommesbude - Ernährungsarmut in Deutschland

    In Deutschland ist jeder zweite zu dick. Grund ist vor allem eine falsche Ernährung, man spricht auch von Ernährungsarmut. Menschen mit geringem Einkommen sind häufiger betroffen. Doch nur am Geld liegt es nicht, dass so viele Leute, statt gesund selbst zu kochen, lieber Fertigprodukte, Currywurst, Döner oder Pommes essen.

  34. 24

    Quellen der Kraft - Größeres glauben

    Die Erde schreit. So beschrieb es 2015 Papst Franziskus in seiner Sozial- und Umweltenzyklika Laudato si‘. Aus Sicht der Wissenschaft müssten wir radikal umsteuern, um die Ökosysteme des Planeten zu erhalten. Wir begleiten zwei engagierte Christen, die sich für einen verantwortungsvollen Umgang mit den natürlichen Ressourcen einsetzen. Ihre Kraft schöpfen sie auch aus ihrem Glauben.

  35. 23

    Geiseln, Gaza und Gewalt

    Der 7. Oktober 2023 war auch für Jüdinnen und Juden in Deutschland ein Schock. Das Massaker der Hamas hat traumatische Erinnerungen geweckt. Der folgende Gaza-Krieg wiederum zog einen ungeahnten Judenhass nach sich, ständig müssen sie sich für Israel rechtfertigen. Angesichts der Eskalation in Gaza wird aber auch in der jüdischen Community die Kritik an Netanjahus Regierung lauter.

  36. 22

    Quellen der Kraft - Nichtstun

    Einfach mal nichts tun – das müsste in den Ferien doch möglich sein. Trotzdem fällt das vielen Menschen gar nicht so leicht. Vielleicht weil wir Angst davor haben, was passiert, wenn wir uns nicht durch irgendeine Tätigkeit ablenken können? Für einen Revierförster, eine Kirchendekanin und einen Autor ist das Nichtstun eine Kraftquelle, die sie gern öfter anzapfen würden.

  37. 21

    Quellen der Kraft - Draußen sein

    Pit Rohwedder liebt die Berge. Sich ganz auf die Natur einlassen, rühre an spirituelle Dimensionen, sagt er. Draußen unterwegs zu sein, macht müde Beine, aber für Geist und Seele ist die Natur eine Quelle der Kraft. Auch die Philosophin Barbara Schellhammer ist gern in der freien Natur: Sie hat ihren Wohnsitz in die Tiroler Berge verlegt. Seitdem wohnt sie in einem Holzhaus, umgeben von Gipfeln.

  38. 20

    Quellen der Kraft - Verbunden sein

    Selina ist stark sehbehindert. In ihrem Videoblog macht sie anderen Betroffenen Mut. Auch Sagithjan Surendra schöpft Kraft daraus, mit vielen Menschen verbunden zu sein. Er hat ein Netzwerk für armutsbetroffene Jugendliche gegründet. Von Alina Ryazanova

  39. 19

    Zwischen Bauchfrei und Burkini

    Adam und Eva bedeckten ihre Scham mit einem Feigenblatt. Im Laufe von Jahrhunderten sind aus diesem biblischen Lendenschurz in den Religionen komplexe Bekleidungsregeln entstanden. Dabei ist bei den einen erlaubt, was den anderen als schamlos gilt: den Bauchnabel zu zeigen, schulterfrei in heiligen Räumen unterwegs zu sein oder das Haar fremden Blicken auszusetzen. Religiöse Berliner und Berlinerinnen erzählen

  40. 18

    Wege zum Selbst - Zum 150. Geburtstag von C.G. Jung

    Carl Gustav Jung war überzeugt: Im Laufe des Lebens führt der Weg vom Ich zum Selbst. Sein Konzept hat der Gründer der Analytischen Psychologie im engen Austausch mit spirituellen Lehren entwickelt: Meister Eckhart und seine Mystik spielen eine Rolle - und die Begegnung mit Yoga und Meditation. Eine solche ganzheitliche Psychologie ist derzeit wieder im Kommen.

  41. 17

    Das brennende Geheimnis des Heinrich Böll

    Vielleicht ist der berühmteste deutsche Schriftsteller der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, der Nobelpreisträger Heinrich Böll, bis heute der uns unbekannteste geblieben. Was war sein brennendes Geheimnis, die Quelle seines heiligen Zorns, die dem sanften, guten Menschen aus Köln seinen eigentlichen Antrieb gab? Von Tomas Fitzel

  42. 16

    Inklusion impossible - Brandenburgs Umgang mit behinderten Kindern

    Mika ist 14, hochbegabt und sitzt im Rollstuhl. Seine Mutter führt wie die meisten Eltern behinderter Kinder einen ständigen Kampf mit den Ämtern, sei es um Einzelfallhelfer oder um für ihr Kind einen Schulplatz zu finden. Inklusion muss eine Grundhaltung sein fordern engagierte Eltern in Cottbus. Von ihrer Arbeit profitieren auch die vermeintlich Normalen.

  43. 15

    Wenn die Wiedergeburt näher rückt - Der Dalai Lama wird 90

    Für viele Tibeter ist der Dalai Lama die Identifikationsfigur, nicht nur in religiösen Dingen, sondern auch gegen die Übermacht Chinas in Tibet. Nun wird das geistliche Oberhaupt der tibetischen Buddhisten 90 Jahre alt. In einer Videobotschaft teilte er mit, dass eine Stiftung die Verantwortung für die Suche nach seinem Nachfolger trage. Nur die Tibeter hätten das Recht, über die Wiedergeburt des Dalai Lama zu bestimmen. Doch die hochpolitische Frage seiner Nachfolge will Peking nicht den Tibetern überlassen.

  44. 14

    Vision 2030 - die Widersprüche des neuen Saudi-Arabiens

    Mit der Kaaba in Mekka und der Prophetenmoschee in Medina liegen zwei der heiligsten Stätten des Islam in Saudi-Arabien. Von Millionen frommer Pilger besucht, war das Königreich für internationale Gäste über Jahrzehnte verschlossen. Jetzt buhlt es um Touristen. Internationale Politiker gehen in Riad und Dschidda ein und aus. Wie erleben junge Saudis den von Kronprinz Mohammed bin Salman verordneten Aufbruch?

  45. 13

    Fragezeichen Gott - Autoren und der Allerhöchste

    Vor 10 Jahren starb die Schriftstellerin Gabriele Wohmann. Gegen Ende ihres Lebens sprach sie offen über ihren Glauben, den sie als Trost empfand. Gott blitzt auch hin und wieder in ihrem umfangreichen Werk auf: Die himmlische Gnade kommt in Gestalt eines lachenden Klempners daher. Auch andere Autoren scheuen sich nicht, über Religion zu sprechen und zu schreiben.

  46. 12

    Bruder Hahn darf wieder krähen

    Der Tierschutz ist im Grundgesetz verankert. Das soll Tiere vor vermeidbarem Leiden schützen. Doch egal ob sie in Massentierhaltungsställen oder auf einem Biohof leben - den meisten sogenannten Nutztieren, die Milch, Eier und Fleisch liefern, geht es gar nicht gut. Dass männliche Küken nicht mehr geschreddert werden dürfen, ändert daran nur wenig.

  47. 11

    Der Klang der Königin - Von Orgeln, Organisten und Orgelbauern

    In den Kirchen Berlins und Brandenburgs steht die Orgel als musikalische Vermittlerin des Glaubens hoch im Kurs. Zu ihren Schöpfern gehören Traditionsunternehmen wie die Firma Schuke aus Potsdam oder Deutschlands bester Nachwuchsorgelbauer aus Bad Liebenwerda. Doch es gibt nur noch wenige, die die Königin der Instrumente zu ihrem Beruf machen wollen.

  48. 10

    Glauben barrierefrei - Behinderung als religiöse Herausforderung

    Lange Zeit hatte Religion für behinderte Menschen neben Geschichten von göttlichen Wunderheilungen vor allem karitative Zuwendung anzubieten. Das genügt Menschen mit Behinderung heute nicht mehr. Sie fordern echte Barrierefreiheit in Glauben und Religion, und die nicht nur bis zur hintersten Kirchenbank, sondern ganz nach vorne bis zu Altar und Kanzel.

  49. 9

    Most Moral Army oder Kriegsverbrecher? Israels Streitkräfte

    Die israelische Armee, kurz IDF, gilt als eine Art „Schule der Nation“ und beschreibt sich als „most moral army in the world“, die vorgibt, auf Basis hoher ethischer Standards zu handeln. Doch auch in den Streitkräften finden sich immer mehr radikale Kräfte. Und Vorwürfe werden lauter, dass die IDF die Grenze zur Selbstverteidigung längst hinter sich gelassen hat und in Gaza Kriegsverbrechen begeht.

  50. 8

    Für ein enkeltaugliches Morgen - Der Weltzukunftsrat

    Seit Januar 2025 stehen die Zeiger der „Weltuntergangsuhr“ auf 89 Sekunden vor Zwölf. Weil staatliche Institutionen kaum 'enkeltaugliche' Politik machen, haben zivilgesellschaftliche Akteure sich vor 20 Jahren zum World Future Council, dem Weltzukunftsrat, zusammengetan. Von der Klimapolitik bis hin zur Förderung von Frieden und Demokratie diskutieren sie über eine lebenswerte Welt von morgen.

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