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WORLD.OS_Neue Partnerschaften für Europa
by Julius Murke
Wie kann Europa in einer sich neu ordnenden Welt handlungsfähig bleiben? Wie können Europa und der globale Süden echte Partner werden – nicht durch Entwicklungshilfe, sondern durch gemeinsame Industrie- und Technologiepolitik? Ich bin Politikberater, Arzt und Software-Projektmanager und arbeite für die GIZ in Kamerun. Gemeinsam mit Gästen aus Politik, Wirtschaft und internationaler Zusammenarbeit teste ich, wie diese neue Partnerschaft konkret aussehen kann.
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Industriepolitik als neue Außenpolitik: Europas neue Allianz mit Mittelmächten und der globalen Mehrheit
Europa kann seine wirtschaftliche, technologische und sicherheitspolitische Handlungsfähigkeit in Zukunft nicht mehr allein sichern. In dieser Folge geht es deshalb um die Frage, warum eine neue Form internationaler Zusammenarbeit nötig ist — und warum ihr Kern in einer partnerschaftlichen Industriepolitik liegen sollte.Ich beschreibe, weshalb Europa neue Partner braucht, warum klassische Entwicklungslogiken nicht mehr ausreichen und wie Sicherheits-, Wirtschafts- und Entwicklungspolitik in einem kohärenten Ansatz zusammengeführt werden können. Im Mittelpunkt steht die Idee, Zukunftstechnologien nicht mehr nur innerhalb Europas zu fördern, sondern gemeinsam mit Mittelmächten und Ländern der globalen Mehrheit zu entwickeln, zu finanzieren und zu skalieren.Außerdem geht es um eine Taxonomie verschiedener Technologiepartnerschaften, um die Analyse konkreter Beispiele wie Airbus, SEMATECH und die European Battery Alliance sowie um die praktische Frage, wie Europa und Deutschland Themen für eine solche partnerschaftliche Industriepolitik priorisieren können.Die Folge zeigt, warum es nicht mehr um Geber und Empfänger gehen kann, sondern um gemeinsame Wertschöpfung, gemeinsame Standards und gemeinsame strategische Handlungsfähigkeit.
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Handel neu denken: 14. Minister*innen-Konferenz der WTO - was es beduetet und wie sich Handel im Multiplex verändert
Die WTO trifft sich in Yaoundé – aber viele Entscheidungen über Handel fallen längst woanders.In dieser Folge geht es um eine grundlegende Verschiebung: Weg vom regelbasierten, neoliberalen Handelsmodell – hin zu einer Welt, in der Industriepolitik, Technologie und geopolitische Allianzen den Ton angeben.Warum fördern die USA plötzlich aktiv ihre Industrie?Welche Rolle spielt China mit seinem staatlich gesteuerten Modell?Und was bedeutet das für Europa – gerade im Verhältnis zur globalen Mehrheit?Ich spreche darüber, wie sich Handel gerade verändert:Warum es nicht mehr nur um Zölle geht, sondern um Resilienz, Sicherheit und strategische Partnerschaften.Warum klassische Handelsabkommen oft zu kurz greifen.Und warum wir beginnen zu sehen, dass sich ein neues Modell herausbildet: partnerschaftliche Industriepolitik.Gleichzeitig werfen wir einen Blick auf die WTO-Verhandlungen in Yaoundé – und warum es dort für Europa vor allem darum geht, sich als verlässlicher Partner zu positionieren, multilaterale Regeln weiter zu nutzen und mit neuen Formen der Kooperation zu verbinden.Am Ende bleibt eine zentrale Frage:Wenn sich das System ohnehin verändert – warum nutzen wir diesen Moment nicht konsequent, um Handel wirklich partnerschaftlich neu zu gestalten?
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Vom Regelmacher zum Mitspieler? Europas Platz in der neuen Welt
In dieser Folge geht es um einen grundlegenden Umbruch der Weltordnung – und darum, was er konkret für Europa bedeutet.Die globale Ordnung verschiebt sich von einer westlich dominierten, regelbasierten Struktur hin zu einer multipolaren Realität, in der wirtschaftliche Stärke, technologische Kontrolle und geopolitische Allianzen neu verteilt werden. Macht entsteht heute nicht mehr primär militärisch, sondern entlang von Lieferketten, Daten, Plattformen und technologischen Standards.Europa steht dabei vor einem doppelten Problem: sinkende wirtschaftliche Dynamik und wachsende Abhängigkeiten in zentralen Zukunftstechnologien – von Halbleitern bis zu künstlicher Intelligenz. Gleichzeitig nimmt die Zahl globaler Krisen zu. Klimawandel, Pandemien und geopolitische Konflikte überlagern sich zu einer dauerhaften „Polykrise“, die bestehende Systeme überfordert.Die zentrale These dieser Folge: Internationale Zusammenarbeit ist kein Randthema mehr – sie ist ein strategisches Kerninstrument für wirtschaftliche, technologische und sicherheitspolitische Handlungsfähigkeit.Doch das bestehende System ist dafür nicht ausgelegt. Es ist fragmentiert, projektgetrieben und oft noch von überholten Denkmustern geprägt.Was es stattdessen braucht, ist ein grundlegender Perspektivwechsel: weg von Entwicklungshilfe, hin zu echten Partnerschaften.
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Pilot - Wir brauchen ein neues Konzept für Europas und Deutschlands internationale Zusammenarbeit
In dieser Folge beschreibe ich, worum es in diesem Podcast geht und warum wir klassische Entwicklungszusammenarbeit und unsere Außenpolitik neu denken müssen.Europa steht an einem Wendepunkt. Die bisherige Ordnung trägt nicht mehr, während der Wettbewerb mit den USA und China zunimmt. Gleichzeitig wird klar: Ohne neue Partner wird Europa weder seine wirtschaftliche und technologische Handlungsfähigkeit sichern noch globale Risiken wie Klimawandel, Pandemien oder digitale Abhängigkeiten bewältigen können.Internationale Zusammenarbeit muss grundlegend neu gedacht werden. Weg von fragmentierter, projektbasierter Entwicklungszusammenarbeit – hin zu einer partnerschaftlichen Industrie- und Technologiepolitik.Der Podcast zeigt, warum Europa bislang in alten Denkmustern verharrt, weshalb sich die Ausgangslagen mit vielen Ländern des sogenannten globalen Südens zunehmend angleichen und welche Chance darin für echte strategische Partnerschaften liegt.Die Folge ist der Auftakt zu einem Podcast, der praktische Erfahrungen aus der Umsetzung mit konzeptionellen Überlegungen verbindet und die Frage stellt: Wie kann internationale Zusammenarbeit so gestaltet werden, dass sie Europas Zukunft sichert?
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Wie kann Europa in einer sich neu ordnenden Welt handlungsfähig bleiben? Wie können Europa und der globale Süden echte Partner werden – nicht durch Entwicklungshilfe, sondern durch gemeinsame Industrie- und Technologiepolitik? Ich bin Politikberater, Arzt und Software-Projektmanager und arbeite für die GIZ in Kamerun. Gemeinsam mit Gästen aus Politik, Wirtschaft und internationaler Zusammenarbeit teste ich, wie diese neue Partnerschaft konkret aussehen kann.
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Julius Murke
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