PODCAST · society
zur debatte
by Katholische Akademie in Bayern
Dokumentierte Vielfalt hören von Veranstaltungen der Katholischen Akademie in Bayern. Referate, Diskussionen und Gespräche zu Themen, die Kirche und Gesellschaft interessieren: Expertinnen und Experten haben das Wort.
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Gespräch zum Thema 'Klimaschutz durch Unternehmen und Märkte - Verantwortung übernehmen und Chancen nutzen'
Wärmerekorde, Überschwemmungen, Dürren – unsere Zeit ist zunehmend von den Folgen des globalen Klimawandels geprägt. Angesichts zahlreicher anderer Krisen verliert der Klimaschutz gleichzeitig in der Politik an Bedeutung. Regelungen und Gesetze werden auf europäischer wie deutscher Ebene abgeschwächt oder sogar ganz zurückgenommen. Wo sich gemeinsames staatliches Handeln als schwierig erweist, rückt die Wirtschaft umso mehr in den Fokus, wenn es darum geht, nachhaltige Lösungen zu entwickeln und umzusetzen. Können Marktmechanismen und unternehmerisches Handeln dort weiterführen, wo Politik zögert? Welche Rolle und Verantwortung haben Unternehmen in diesem Zusammenhang? Diese Veranstaltung diskutiert, wie Unternehmen den Klimaschutz aktiv voranbringen können – nicht nur aus Verantwortung, sondern auch aus Überzeugung, dass Nachhaltigkeit und Klimaschutz zentrale Innovations- und Wettbewerbsfaktoren sind. Wie kann ein marktwirtschaftlicher Rahmen aussehen, der klimapositives wirtschaftliches Handeln ermöglicht und belohnt? Welche Spielräume eröffnen sich für kreative Geschäftsmodelle, für neue Technologien und für wirtschaftliche Allianzen? Impulse geben Vertreter:innen aus Wirtschaft und Wissenschaft. Im Zentrum steht die Frage: Wie kann die Wirtschaft zum zentralen Treiber einer wirksamen Klimastrategie werden – und dabei Zukunft sichern, Werte schaffen und Verantwortung übernehmen? Auf dem Podium am 29. Oktober 2025 in der Katholischen Akademie in Bayern: Renate Bleich, Dr. Martin Dabrowski, Prof. Dr. Andreas Löschel, Sébastien Schikora, Christine Völzow.
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Gespräch zum Thema 'Literatur als Therapie' - Erich Garhammer trifft Rilke-Biograf Manfred Koch
Wohl kein Dichter hat die Poesie des 20. Jahrhunderts mehr geprägt als Rainer Maria Rilke. Der Germanist Manfred Koch legt zu dessen 150. Geburtstag eine augenöffnende Biografie vor. Er nähert sich Rilke über den Roman „Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge“. Von der Erfahrung der Großstadt aus und ihren Abgründen, vor allem aber der Begegnung mit dem Bildhauer Auguste Rodin erschließt Koch die bekannten Gedichte „Der Panther“ und „Archaischer Torso Apollos“. Rilke überträgt das Handwerk des bildenden Künstlers Rodin auf die Lyrik: So schafft er Kunst-Dinge, tötet ihre bloße Materialität, bevor er sie mit einer neuen Perspektive zum Leben erweckt. Sie bekommen dadurch Offenbarungscharakter. Literatur wurde für Rilke zur „Selbstheilung der Seele“. Eine Psychoanalyse lehnte er ab, weil er mit der „Austreibung der Teufel“ auch eine Beschädigung seiner „Engel“ fürchtete. Koch gelingt mit seiner Biografie ein neuer Blick auf Leben und Werk von Rainer Maria Rilke. Über seine wichtigsten Entdeckungen wird er an diesem Abend im Gespräch mit Erich Garhammer berichten. Das Gespräch zum Thema "Literatur als Therapie" von Erich Garhammer mit Manfred Koch fand am 4.12.2025 in der Katholischen Akademie in Bayern statt
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Gespräch zum Thema 'Kann KI moralisch sein? Ethik in unsicheren Zeiten'
Künstliche Intelligenz beschäftigt wie kein zweites Thema die aktuellen gesellschaftlichen Diskurse. Die Frage „Was kann KI?“ ist dabei eng verbunden mit der Frage „Was darf KI?“. In besonderer Weise sieht sich die Ethik hierbei herausgefordert, wenn es darum geht, die Möglichkeiten dieser faszinierenden und zukunftsweisenden Technik kritisch anzufragen. Dabei stellt sich nicht zuletzt die Frage „Kann KI moralisch sein?“. Im Rahmen des Akademiegesprächs soll KI unter ethischen Gesichtspunkten in den Blick genommen werden. Hierzu konnte Frau Prof. Dr. Petra Grimm als Referentin gewonnen werden. Sie ist die Leiterin des Instituts für Digitale Ethik an der Hochschule der Medien in Stuttgart und forscht seit vielen Jahren im Feld der Medienethik und der Ethik der Digitalisierung. Mit ihren Büchern und Vorträgen ist sie gleichermaßen im akademischen Fachdiskurs wie auch in der breiten öffentlichen Debatte als eine führende Stimme bei Fragen der Ethik von Künstlicher Intelligenz präsent. Auf dem Podium diskutieren: Prof. Dr. Petra Grimm, Prof. Dr. Bernhard Koch und Mandy Balthasar (M.A., M.Sc.), beide Wiss. Mitarbeitende des Instituts für Wehrmedizinische Ethik der Bundeswehr, Sanitätsakademie der Bundeswehr München Moderation: Dr. Dr. Dirk Fischer, Leiter des Instituts für Wehrmedizinische Ethik der Bundeswehr, Sanitätsakademie der Bundeswehr München. Das Gespräch zum Thema 'Kann KI moralisch sein? Ethik in unsicheren Zeiten' fand am 21.10.2025 in der Katholischen Akademie in Bayern statt.
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Gespräch zum Thema 'Die „Renaissance“ der Gotik - Kathedral-Bau als Konstruktion von Geschichte'
Prof. Dr. Hans-Christoph Dittscheid, Prof. Dr. Hiltrud Kier, Prof. Dr. Barbara Schock-Werner und Dr. Nathalie-Josephine von Möllendorff vertieften im Nachgang zu ihren Vorträgen das Thema Kathedral-Bau im 19. Jahrhundert. Die drei Expertinnen und der Experten diskutierten, moderiert von Akademiedirektor Dr. Achim Budde, im Regensburger "Herzogshof". Der Studientag fand in Zusammenarbeit mit der KEB im Bistum Regensburg und dem Akademischen Forum Albertus Magnus unter dem Titel: "Die „Renaissance“ der Gotik - Kathedral-Bau im 19. und 21. Jahrhundert als Konstruktion von Geschichte und Identität" am 22.11.2025 statt. Die mächtigen gotischen Kathedralen gelten als Erben unserer mittelalterlichen Vergangenheit. Sie prägen auch heute noch architektonisch viele Städte und bestimmen die Skyline, tauchen prominent auf Werbefotos auf. Doch oft sind diese Kirchen in ihrer jetzigen Gestalt erst im 19. Jahrhundert entstanden, und nicht nur baulich, sondern auch gedanklich und in ihrer Aussagekraft so konstruiert, wie sie sich heute zeigen. In der Veranstaltung blickten wir auf den gotischen Regensburger Dom, der seine Grundsteinlegung vor 750 Jahren feierte, der aber im 19. Jahrhundert neu erfunden wurde. Wir schauten Deutschlands wohl bekanntesten Dom, den zu Köln, genauer an, ein Werk der evangelischen Könige von Preußen und des deutschen Nationalstolzes. Ein Blick nach Frankreich und in die unmittelbare Gegenwart erläuterte uns am Beispiel des Wiederaufbaus von Notre Dame, warum auch ein dezidiert laizistischer Staat von Geschichtserzählungen mit Gotteshäusern profitiert.
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Gespräch zum Thema 'War das Grab, in das man den Gekreuzigten gelegt hatte, am Ostermorgen leer?'
Das Thema der Biblischen Tage waren die Auferstehungstexte im Neuen Testament, also die biblischen Zeugnisse von der Auferstehung Jesu. Diese bilden die Basis des Christentums. Es ist keine Kirche, keine christliche Kultur ohne diese Texte aus dem Neuen Testament vorstellbar. Aus der sich ergebenden Fülle an Perspektiven auf dieses vielschichtige Thema haben wir die Aufzeichnung der Diskussionsrunde im Arbeitskreis von Professor Bründl ausgewählt. Prof. Dr. Jürgen Bründl ist Inhaber des Lehrstuhls für Fundamentaltheologie und Dogmatik an der Universität Bamberg und seit 2015 zudem Geschäftsführender Direktor des Instituts. Das Gespräch zum Thema 'War das Grab leer?' fand im Rahmen eines Arbeitskreises der Biblischen Tagen 14.4.-16.4.2014 in der Katholischen Akademie in Bayern statt.
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Gespräch zum Thema 'Menschenrechte verteidigen - Auf der Suche nach einer gemeinsamen Strategie'
Die Professoren Heiner Bielefeldt und Daniel Bogner, Professorin Angelika Nußberger und Generalleutnant Wolfgang Wien machen sich in diesem Beitrag zur Veranstaltung "Menschenrechte verteidigen!" auf die Suche nach einer gemeinsamen Strategie für den Schutz. Unter anderem versuchen sie sich im Gespräch an Konzepten für die Politik, wie man den Verfall der internationalen Ordnung aufhalten kann. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Katholischen Kreisbildungswerk Deggendorf und dem Münchner Bildungswerk statt. Klar wurde in der Diskussion, dass man an Prinzipien festhalten muss, diese aber auch flexibel zu handhaben sind. Die Antwort auf die Frage, wo da die Grenze liegt, fiel ihnen nicht leicht und wurde sehr unterschiedlich gezogen.
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Wolfgang Wien: Militärische Thesen - Geopolitische Zeitenwende: Die Zeit zu Handeln ist jetzt!
Vier Statements aus unterschiedlichen Feldern bildeten den Auftakt unserer Veranstaltung "Menschenrechte verteidigen!" vom 28. Januar 2026. Gerade nach dem Seitenwechsel der USA stehen die sicher geglaubte und immer stabiler gewordene regelbasierte Ordnung der internationalen Politik und mit ihr die Menschenrechte unter großem Druck. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Katholischen Kreisbildungswerk Deggendorf und dem Münchner Bildungswerk statt. Zu ihrem Schutz plädiert Heiner Bielefeldt dafür, in der Politik selbst regelbasiert zu agieren und sich dadurch als verlässlicher Vertragspartner zu bewähren, statt als egoistischer Deal-Maker. Auf rechtlicher Ebene braucht die Justiz Schutz vor Demontage und scharfe Schwerter zur Durchsetzung des Rechts gegen den Stärkeren - postuliert Angelika Nußberger. Generalleutnant Wolfgang Wien spricht sich für ein starkes und einsatzfähiges Militär aus, um uns dauerhaft gegen territoriale und neuartige Übergriffe wehren können. Und ethisch ist es notwendig, hinter dem universellen Anspruch der Menschenrechte auch die einzelnen Geschichten ihrer kraftvollen Durchsetzung zu verstehen – und daraus einen neuen Realismus für heute abzuleiten, so Daniel Bogner.
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Angelika Nußberger: Juristische Thesen - Justitias Schwerter schärfen!
"Menschenrechte verteidigen!" vom 28. Januar 2026. Gerade nach dem Seitenwechsel der USA stehen die sicher geglaubte und immer stabiler gewordene regelbasierte Ordnung der internationalen Politik und mit ihr die Menschenrechte unter großem Druck. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Katholischen Kreisbildungswerk Deggendorf und dem Münchner Bildungswerk statt. Zu ihrem Schutz plädiert Heiner Bielefeldt dafür, in der Politik selbst regelbasiert zu agieren und sich dadurch als verlässlicher Vertragspartner zu bewähren, statt als egoistischer Deal-Maker. Auf rechtlicher Ebene braucht die Justiz Schutz vor Demontage und scharfe Schwerter zur Durchsetzung des Rechts gegen den Stärkeren - postuliert Angelika Nußberger. Generalleutnant Wolfgang Wien spricht sich für ein starkes und einsatzfähiges Militär aus, um uns dauerhaft gegen territoriale und neuartige Übergriffe wehren können. Und ethisch ist es notwendig, hinter dem universellen Anspruch der Menschenrechte auch die einzelnen Geschichten ihrer kraftvollen Durchsetzung zu verstehen – und daraus einen neuen Realismus für heute abzuleiten, so Daniel Bogner.
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Daniel Bogner: Ethische Thesen - Pragmatischer Realismus im Engagement für konkrete Politik
Vier Statements aus unterschiedlichen Feldern bildeten den Auftakt unserer Veranstaltung "Menschenrechte verteidigen!" vom 28. Januar 2026. Gerade nach dem Seitenwechsel der USA stehen die sicher geglaubte und immer stabiler gewordene regelbasierte Ordnung der internationalen Politik und mit ihr die Menschenrechte unter großem Druck. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Katholischen Kreisbildungswerk Deggendorf und dem Münchner Bildungswerk statt. Zu ihrem Schutz plädiert Heiner Bielefeldt dafür, in der Politik selbst regelbasiert zu agieren und sich dadurch als verlässlicher Vertragspartner zu bewähren, statt als egoistischer Deal-Maker. Auf rechtlicher Ebene braucht die Justiz Schutz vor Demontage und scharfe Schwerter zur Durchsetzung des Rechts gegen den Stärkeren - postuliert Angelika Nußberger. Generalleutnant Wolfgang Wien spricht sich für ein starkes und einsatzfähiges Militär aus, um uns dauerhaft gegen territoriale und neuartige Übergriffe wehren können. Und ethisch ist es notwendig, hinter dem universellen Anspruch der Menschenrechte auch die einzelnen Geschichten ihrer kraftvollen Durchsetzung zu verstehen – und daraus einen neuen Realismus für heute abzuleiten, so Daniel Bogner.
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Heiner Bielefeldt: Politische Thesen - Vertragstreue schlägt Egoisten-Deals
Vier Statements aus unterschiedlichen Feldern bildeten den Auftakt unserer Veranstaltung "Menschenrechte verteidigen!" vom 28. Januar 2026. Gerade nach dem Seitenwechsel der USA stehen die sicher geglaubte und immer stabiler gewordene regelbasierte Ordnung der internationalen Politik und mit ihr die Menschenrechte unter großem Druck. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Katholischen Kreisbildungswerk Deggendorf und dem Münchner Bildungswerk statt. Zu ihrem Schutz plädiert Heiner Bielefeldt dafür, in der Politik selbst regelbasiert zu agieren und sich dadurch als verlässlicher Vertragspartner zu bewähren, statt als egoistischer Deal-Maker. Auf rechtlicher Ebene braucht die Justiz Schutz vor Demontage und scharfe Schwerter zur Durchsetzung des Rechts gegen den Stärkeren - postuliert Angelika Nußberger. Generalleutnant Wolfgang Wien spricht sich für ein starkes und einsatzfähiges Militär aus, um uns dauerhaft gegen territoriale und neuartige Übergriffe wehren können. Und ethisch ist es notwendig, hinter dem universellen Anspruch der Menschenrechte auch die einzelnen Geschichten ihrer kraftvollen Durchsetzung zu verstehen – und daraus einen neuen Realismus für heute abzuleiten, so Daniel Bogner.
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Ulrich Haider: Laudato si’ - Franziskus’ Erbe für die Schöpfung
Dieser Beitrag dokumentiert den Vortrag von Ulrich Haider, Orchester des Wandels, der sich mit der Bedeutung von Musik für politische Fragen befasst: sei es ihr Beitrag zum gesellschaftlichen Wandel oder sei es konkret im Engagement gegen die Klimakrise. Ulrich Haider referierte zum Thema 'Laudato si’ - Franziskus’ Erbe für die Schöpfung' bei der Studientagung 'Laudato si’ und die ökologische Transformation' am 2.10.2025 in der Katholischen Akademie in Bayern.
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Joseph Bastian: Laudato si’ - Franziskus’ Erbe für die Schöpfung
Dieser Beitrag dokumentiert den Vortrag von Joseph Bastian, Chefdirigent und Künstlerischer Leiter - Münchner Symphoniker, der sich mit der Bedeutung von Musik für politische Fragen befasst: sei es ihr Beitrag zum gesellschaftlichen Wandel oder sei es konkret im Engagement gegen die Klimakrise. Joseph Bastian referierte zum Thema 'Laudato si’ - Franziskus’ Erbe für die Schöpfung' bei der Studientagung 'Laudato si’ und die ökologische Transformation' am 2.10.2025 in der Katholischen Akademie in Bayern.
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Andreas Batlogg SJ: Laudato si’ - Franziskus’ Erbe für die Schöpfung
Dieser Beitrag dokumentiert den Vortrag von P. Andreas Batlogg SJ zum Thema "Chancen und Widerstände der ökosozialen Impulse von Papst Franziskus aus vatikanischer Sicht". Er referierte zum Thema 'Laudato si’ - Franziskus’ Erbe für die Schöpfung' bei der Studientagung 'Laudato si’ und die ökologische Transformation' am 2.10.2025 in der Katholischen Akademie in Bayern.
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Martin Geilhufe: Laudato si’ - Franziskus’ Erbe für die Schöpfung
Dieser Beitrag dokumentiert den Vortrag von Martin Geilhufe zum Thema "Die Bedeutung der Faktoren Kirche und Religion aus zivilgesellschaftlicher Sicht". Martin Geilhufe referierte bei der Studientagung 'Laudato si’ und die ökologische Transformation' am 2.10.2025 in der Katholischen Akademie in Bayern.
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Sabine Schlacke: Laudato si’ - Franziskus’ Erbe für die Schöpfung
Dieses Video dokumentiert den Vortrag von Prof. Dr. Sabine Schlacke zum Thema "Die Enzyklika aus völkerrechtlicher Sicht". Sie referierte zum Thema 'Laudato si’ - Franziskus’ Erbe für die Schöpfung' bei der Studientagung 'Laudato si’ und die ökologische Transformation' am 2.10.2025 in der Katholischen Akademie in Bayern.
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Marianne Heimbach-Steins: Laudato si’ - Franziskus’ Erbe für die Schöpfung
Prof. Dr. Marianne Heimbach-Steins, seit Jahrzehnten eine wichtige Stimme im Chor der deutschsprachigen Sozialethikerinnen und Sozialethiker, arbeitet in ihrem Referat die Stärken und Schwächen der Enzyklika Laudato si' heraus. Sie referierte zum Thema 'Laudato si’ - Franziskus’ Erbe für die Schöpfung' bei der Studientagung 'Laudato si’ und die ökologische Transformation' am 2.10.2025 in der Katholischen Akademie in Bayern.
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Markus Vogt: Laudato si’ - Franziskus’ Erbe für die Schöpfung
Ernüchtert aber dennoch hoffnungsvoll leitete Prof. Dr. Markus Vogt inhaltlich ein in die Tagung Franziskus’ Erbe für die Schöpfung: Aktualität und Bedeutung der Enzyklika Laudato Si'. Der Professor für Christliche Sozialethik an der LMU München verwies auf die große mediale Resonanz des Dokuments, als sie vor zehn Jahren erschienen war. Bedauern äußerte er aber darüber, dass die Gedanken von Papst Franziskus zehn Jahre nach Erscheinen der Enzyklika weder innerhalb der Kirche noch in Gesellschaft und Politik durchschlagenden Erfolg zeitigen. Der "revolutionäre Geist der Enzyklika" mache für die Zukunft dennoch Hoffnung. Prof. Dr. Markus Vogt referierte zum Thema 'Laudato si’ - Franziskus’ Erbe für die Schöpfung' bei der Studientagung 'Laudato si’ und die ökologische Transformation' am 2.10.2025 in der Katholischen Akademie in Bayern. Die vollständige Videodokumentation der Tagung befindet sich auf https://www.youtube.com/@KatholischeAkademieinBayern
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Gespräch zum Thema 'Social-Media-Verbot für Jugendliche?'
Probleme und Risiken der Social-Media-Nutzung werden breit diskutiert. Aber was hilft? Dass ein pauschales Verbot für Jugendliche die Probleme lösen könnte, lässt sich wissenschaftlich nicht erhärten. Aber welche präziseren Instrumente helfen weiter? Wir wollen uns auf der Höhe der Forschung informieren: Welche Regelungen und Gesetze gelten bereits, und welche Wirkung zeigen sie? Wo liegt die Grenze zwischen Kundenbindung und Sucht? Gäbe es Alternativen zu den eingesetzten Algorithmen? Was will die Europäische Union und welche Handlungsoptionen hätte sie? Welche pädagogischen Methoden können die Kinder und Jugendlichen für einen verantwortungsvollen Umgang rüsten? Wie weit und um welcher Vorteile willen darf Teilhabe eingeschränkt werden? Wie müsste das Handeln von Staat, Eltern, Schule, Konzernen und den Kindern und Jugendlichen selbst zusammenspielen? Heute zu Gast: Dr. Stephan Dreyer ist Senior Researcher für Medienrecht und Media Governance am Hamburger „Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI)“. Er befasst sich vor allem mit den rechtlichen Fragen rund um die Regulierung von Social Media im Schnittfeld von Jugendschutz und Datenschutz und kann eine fundierte Einschätzung geben, welche Lösungsansätze angesichts neuer Technologien, Angebotsstrukturen und Nutzungspraktiken Erfolg versprechen. Kerstin Heinemann vertritt das „JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis“, das seit 77 Jahren in einer besonderen Verbindung aus Theorie, Forschung und Praxis die Medienaneignung kleiner und großer Menschen begleitet. Ihre medienpädagogische Arbeit ist geprägt von dem Anliegen, das Handlungsrepertoire der Jugendlichen zu erweitern und die Größen Schutz, Kompetenz und Teilhabe in ein ausgewogenes Verhältnis zu bringen.
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Gespräch zum Thema 'Luctus et angor (Trauer & Angst)“: die Minus-Zeichen der Zeit deuten!'
„Gaudium et spes (Freude & Hoffnung)“, so heißt die Pastoralkonstitution, die unser Konzil vor exakt 60 Jahren erlassen hat: Was die Menschen von heute bewegt, wollte sich die Kirche zu eigen machen, endlich positiv auf die moderne Welt und ihren Fortschritt schauen und die Zeichen der Zeit im Licht des Evangeliums fruchtbar machen. Das zweite Begriffspaar, „luctus et angor (Trauer & Angst)“ hat es zwar nicht in den Titel des Textes geschafft, gehört aber als Rückseite zur Medaille dazu. Heute drückt es vielleicht sogar eher das aus, was Menschen empfinden, wenn sie auf die Welt von heute schauen: Unsere Lebensgrundlagen sind kaum noch zu retten. Die Völkergemeinschaft bricht wieder auseinander. Die Demokratie gerät unter Druck. Der Krieg ist zurück. Wie gehen wir als Christen damit um, dass die „Zeichen der Zeit“ heute überwiegend Minus-Zeichen sind? Verdrängen hilft da ebenso wenig, wie die Hoffnung einfach „thetisch“ zu behaupten. Welche tatsächlichen Anzeichen für Hoffnung lassen sich denn noch entdecken? Wie kann ich mich auch ohne konkrete Erfolgsaussichten zum Guten motivieren? Wie sind die Propheten oder andere Zeugen unserer Ur-Kunden mit Katastrophen klargekommen? Aber auch: Was brauchen meine Mitmenschen in dieser Lage von mir? Heute zu Gast: Sr. Dr. Katharina Ganz ist Franziskanerin und war zwölf Jahre lang Generaloberin ihrer Gemeinschaft. Sie hat Theologie und Sozialwesen studiert und promovierte über das pastorale Konzept ihrer Ordensgründerin Antonia Werr, in dem Verletzlichkeit (Vulnerabilität) die entscheidende Rolle spielt. Abt Dr. Johannes Eckert ist Benediktiner der Abtei Sankt Bonifaz in München und Andechs. Mit seiner reichen Vortrags- und Autorentätigkeit bereichert er die öffentliche Diskussion durch zeitgemäße Auslegungen biblischer Texte und frische Denkansätze zu Fragen des kirchlichen Lebens. Moderiert wird das Gespräch am 28.1.2026 von Akademiedirektor Dr. Achim Budde.
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Gespräch zum Thema 'Ein russischer Aufruf gegen den Krieg in der Ukraine'
Ein russischer Aufruf gegen den Krieg in der Ukraine Akademiegespräch am Mittag mit Prof. Dr. Kristina Stoeckl und Dr. Johannes Oeldemann Mutig, fromm, riskant: Anfang Januar 2025 veröffentlichen ein paar Dutzend russische Geistliche und Laien anonym einen Aufruf gegen den Krieg in der Ukraine, der sie ihre Freiheit oder ihr Leben kosten könnte: Theologisch begründen sie, warum sich Patriarch Kyrill zu Unrecht auf die Bibel und die kirchliche Tradition beruft, um den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg zu legitimieren. Wir wollen zunächst die Aktion würdigen: Was steht in dem Text? Wie argumentiert er theologisch? Unter welchen Bedingungen mussten die Gleichgesinnten sich finden und arbeiten? Wie veröffentlichten sie ihre Botschaft und welche Risiken gingen sie damit ein? Wie organisiert und wie motiviert sich aktuell die Opposition? Manches Hintergrundwissen ist nötig, um die Situation zu bewerten: Wie wird in der orthodoxen Welt traditionell das Verhältnis von Kirche und Staat bestimmt? Und was hat die neue Lehre von der „Russischen Welt (Russkij mir)“ daraus gemacht? Schließlich interessieren uns die Perspektiven: Für die kirchliche Opposition unter Patriarch Kyrill. Für die Zivilgesellschaft unter Putin. Für den ökumenischen Dialog. Heute zu Gast: Prof. Dr. Kristina Stoeckl ist Religionssoziologin an der Freien Internationalen Universität für Soziale Studien (LUISS) in Rom und forscht intensiv über die Russische Orthodoxie und ihr Verhältnis zum Staat. Dr. Johannes Oeldemann ist Direktor am Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik, Schriftleiter der Zeitschrift „Catholica“ und profunder Kenner der Ostkirchen und ihrer Theologie insbesondere in Russland. Er hat den Aufruf ins Deutsche übersetzt. Moderiert wird das Online-Gespräch am 14.1.2026 von Akademiedirektor Dr. Achim Budde. Russischer Aufruf gegen den Krieg in der Ukraine von 2025: https://www.herder.de/stz/online/chri... Erklärung von 2022: https://publicorthodoxy.org/2022/03/1... Report von Sergej Chapnin: https://ocl.org/religious-communities... Newsletter-Anmeldung: https://kath-akademie-bayern.de/newsl...
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Gespräch zum Thema 'Missbrauch aufdecken und erinnern: das Paderborner Mahnmal'
Wie kann das Monströse ins kulturelle Gedächtnis gehoben werden? So, dass es Betroffene nicht retraumatisiert, sondern aufatmen, Mut und Trost fassen lässt? So, dass die Kirche damit keine lästige Pflichtübung vollzieht, sondern ernsthaft bereut und sich auf einen unabgeschlossenen Prozess verpflichtet? So, dass es in die Gesellschaft hineinwirkt, die Tabuisierung überwindet und Passanten zur Auseinandersetzung drängt. So, dass es die verleugneten Geschichten erzählt und die brutale Wahrheit ins Gespräch bringt, ohne voyeuristisch zu werden? Das Erzbistum Paderborn gestaltet pünktlich zum Erscheinen des Missbrauchsgutachtens im Frühjahr 2026 die Brigidenkapelle im Hohen Dom zu einem Mahnmal um. Der Siegerentwurf dafür stammt von dem Münchner Künstler Christoph Brech, der hierzulande u.a. durch die Lungenflügelfenster in der Heilig-Kreuz-Kirche von sich reden machte, und der der Akademie durch Ausstellungen und die jährliche Weihnachtskarte eng verbunden ist. Das Projekt wird in engem Austausch mit dem Domkapitel, vertreten durch Generalvikar Mrgs. Dr. Michael Bredeck, und dem Betroffenenbeirat, vertreten durch seinen Vorsitzenden Reinhold Harnisch, durchgeführt. Alle drei lassen sich heute zum diesem vielschichtigen Prozess befragen. Was ist die Grundidee hinter dem Entwurf „Memory – Aufdecken und Erinnern“? Was sind seine einzelnen Elemente? Warum hat er sich durchgesetzt? Was hat der Hahn mit dem Missbrauch zu tun? Wieso ein Kinderspiel als Bezugsgröße? Was steht auf der Unterseite der Karten? Aber uns interessiert auch das methodische Vorgehen: Wie designt man einen Prozess, für den es keine Blaupause gibt? Wer hat die Ziele definiert? Wie wird ein Ausgleich gefunden, wo die Anliegen nicht deckungsgleich sind? Wann und wie wurden Betroffene einbezogen? Welche Grenzen sind gesetzt? Und was sagt eigentlich der Denkmalschutz? Mit Akademiedirektor Dr. Achim Budde diskutierten am 26.11.2025: Christoph Brech, Msgr. Dr. Michael Bredeck und Reinhold Harnisch.
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Gespräch zum Thema 'Optionen der demokratischen Mehrheit'
Gehen den Demokraten im Kampf gegen die Demokratie-Verächter die Ideen aus? Und die Puste? An Vorschlägen und Rezepten mangelt es nicht. Aber sie haben alle ihre Haken. „Gut regieren“ wäre vielleicht das Wichtigste. Aber genau dies ist schwieriger geworden in einer grundständig veränderten Parteienlandschaft – und in Zeiten multipler Krisen. Und die vom rechten Rand geschürten Ressentiments ein bisschen zu bedienen, hat bislang auch nicht geholfen. „Argumentieren“ müsse man, und die Populisten inhaltlich stellen. Was aber, wenn diese sich der faktenbasierten Debatte entziehen, und stattdessen in ihrer immer größeren Blase konkurrenzfrei kommunizieren können? Auch „verbieten“ ist nicht trivial: Einmal, weil ein Verbotsverfahren scheitern könnte. Aber auch, weil ein Drittel oder Viertel der Wählerschaft ein Verbot „ihrer Partei“ als antidemokratischen Affront deuten dürfte. Sind die Verfassungsfeinde inzwischen „too big to ban“? Bleibt nur „entzaubern“? Also (mit-) regieren lassen und hoffen, dass die Anhänger bald sehr enttäuscht sein werden? Aber werden unsere demokratischen und rechtsstaatlichen Institutionen das schadlos überstehen? Für immer mehr Engagierte ist auch „resignieren“ inzwischen eine echte Option, um sich nicht bis zur Erschöpfung aufzureiben – sei es als Rückzug aus der Politik, als Auswanderung oder auch als Flucht ins Biedermeierlich-Private. Vor den drei Kommunal- und fünf Landtagswahlen des kommenden Jahres wollen wir darüber nachdenken, welche Strategie die demokratischen Kräfte verfolgen könnten, um – in allem Ringen um konträre politische Konzepte – doch gemeinsam die Vorzüge der Demokratie zu verkörpern. Zum Thema 'Optionen der demokratischen Mehrheit' diskutierten Prof. Dr. Ursula Münch und Marco Wanderwitz mit Akademiedirektor Dr. Achim Budde online am 12.11.2025.
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Gespräch zum Thema 'Rennt die medizinische Innovation der Ethik davon?'
Rennt die medizinische Innovation der Ethik davon? - Akademiegespräch am Mittag mit Prof. Dr. Alena Buyx und Prof. Dr. Markus Lerch Der medizinische Fortschritt ist ein Segen. Aber er kann auch Angst und Bange machen: Weil man immer weniger davon verstehen kann. Weil es immer schneller geht. Und weil auf einem milliardenschweren Markt immer auch wirtschaftliche Interessen im Spiel sind, die mit denen der Patienten nicht deckungsgleich sind. In dieser Konstellation sind ethische Fragen vorprogrammiert. Aber bleibt im Wettlauf der Innovationen überhaupt Zeit zum Nachdenken? Wir wollen darüber reden mit Prof. Dr. Markus Lerch, der als Ärztlicher Direktor der Uniklinik der LMU und Innovationen forciert, und mit der wohl prominentesten Vertreterin der medizinischen Ethik in Deutschland, Prof. Dr. Alena Buyx. Wo eröffnen sich aktuell neue Therapiemöglichkeiten und welche Risiken sind damit verbunden? Ist in die Innovationsprozesse der großen Player eine „ethische Reflexionsschleife“ implementiert? Worauf ist zu achten, wenn Gesundheitsforschung und klinische Studien auch unternehmerische Potenziale wecken sollen? Werden neue Geschäftsmodelle, die Triebfedern des Fortschritts sind, durch Ethik ausgebremst? Welche Rolle spielen die Kirchen bei alledem? Das Gespräch mit Akademiedirektor Dr. Achim Budde fand am 29.10.2025 online statt.
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202
Heinrich Bedford-Strohm: Laudatio auf Patriarch Bartholomäus I.
Patriarch Bartholomäus I. erhielt am 6. Juni 2025 den „Ökumenischen Preis der Katholischen Akademie“ und den „Abt-Emmanuel-Heufelder-Preis“. Die Katholische Akademie in Bayern und die Benediktinerabtei Niederaltaich haben vereinbart, im Jahr 2025 den Ökumenischen Patriarchen, Seine Heiligkeit Bartholomäus I. gleichzeitig mit dem Ökumenischen Preis der Akademie und dem Abt-Emmanuel-Heufelder-Preis der Abtei auszuzeichnen. Der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel ist das Ehrenoberhaupt der Orthodoxen Kirchen weltweit, deren synodale Zusammenarbeit er koordiniert. Rechtlich unterstellt sind ihm neben seiner Ortskirche in der Türkei auch der Athos und die griechischen Diasporakirchen. Die Auszeichnungen wurden unter Anwesenheit des Preisträgers in einer Zeremonie in der Katholischen Akademie in Bayern verliehen. Der Laudator der Preisverleihung war der Vorsitzende des Zentralausschusses des „Ökumenischen Rates der Kirchen“ (ÖRK), Herr Landesbischof em. Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm. Kardinal Reinhard Marx trug traditionell das Schlusswort zu der Zeremonie bei. In der Preisbegründung heißt es u.a. „Bartholomäus I. zählt innerhalb der Orthodoxie zu den engagiertesten Verfechtern einer echten ökumenischen Zusammenarbeit. Antiwestliche oder antiökumenische Ressentiments sind ihm fremd. Eine solche Präsenz der Orthodoxie in der Welt-Ökumene bereichert auch die innerwestliche Ökumene“ sowie „Patriarch Bartholomäus pflegt beste Beziehungen zu Papst Franziskus, die in mehreren Begegnungen und gemeinsamen Verlautbarungen ihren Ausdruck fanden“. Er werde auch als der „grüne Patriarch“ bezeichnet, was eine weitere Parallele zu Papst Franziskus darstelle.
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Patriarch Bartholomäus I.: Dankesrede bei der Verleihung des „Ökumenischen Preises 2025"
Patriarch Bartholomäus I. erhielt am 6. Juni 2025 den „Ökumenischen Preis der Katholischen Akademie“ und den „Abt-Emmanuel-Heufelder-Preis“. Die Katholische Akademie in Bayern und die Benediktinerabtei Niederaltaich haben vereinbart, im Jahr 2025 den Ökumenischen Patriarchen, Seine Heiligkeit Bartholomäus I. gleichzeitig mit dem Ökumenischen Preis der Akademie und dem Abt-Emmanuel-Heufelder-Preis der Abtei auszuzeichnen. Der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel ist das Ehrenoberhaupt der Orthodoxen Kirchen weltweit, deren synodale Zusammenarbeit er koordiniert. Rechtlich unterstellt sind ihm neben seiner Ortskirche in der Türkei auch der Athos und die griechischen Diasporakirchen. Die Auszeichnungen wurden unter Anwesenheit des Preisträgers in einer Zeremonie in der Katholischen Akademie in Bayern verliehen. Der Laudator der Preisverleihung war der Vorsitzende des Zentralausschusses des „Ökumenischen Rates der Kirchen“ (ÖRK), Herr Landesbischof em. Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm. Kardinal Reinhard Marx trug traditionell das Schlusswort zu der Zeremonie bei. In der Preisbegründung heißt es u.a. „Bartholomäus I. zählt innerhalb der Orthodoxie zu den engagiertesten Verfechtern einer echten ökumenischen Zusammenarbeit. Antiwestliche oder antiökumenische Ressentiments sind ihm fremd. Eine solche Präsenz der Orthodoxie in der Welt-Ökumene bereichert auch die innerwestliche Ökumene“ sowie „Patriarch Bartholomäus pflegt beste Beziehungen zu Papst Franziskus, die in mehreren Begegnungen und gemeinsamen Verlautbarungen ihren Ausdruck fanden“. Er werde auch als der „grüne Patriarch“ bezeichnet, was eine weitere Parallele zu Papst Franziskus darstelle.
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Gespräch zum Thema 'Kult & Welt – über die gesellschaftliche „Außenwirkung“ der Eucharistie'
Der christliche Kult will nach außen wirken. Er gehört in die Öffentlichkeit und entfaltet eine heilsame gesellschaftspolitische Ausstrahlung. Deshalb hat er Bedeutung für alle. Mit seinem Buch „KULT“ hat Kardinal Reinhard Marx eine beachtliche Resonanz ausgelöst und die öffentliche Debatte um die Kirche befeuert. Er sieht aktuelle Leitbegriffe wie Freiheit, Zusammenhalt, Menschenwürde, Frieden und Versöhnung fest im christlichen Gottesdienst verankert und benennt sehr konkrete sozialpolitische Implikationen mit echter Relevanz für das Leben aller Menschen: Ein so verstandener Kult ist politisch! Zugleich liefert Marx eine schonungslose Analyse der innerkirchlichen Hindernisse, die dieser Außenwirkung im Wege stehen: Fundamentalismus und Ablehnung der Moderne. Rückzug in die Blase. Mängel in der organisatorischen Gestalt der Kirche und in der Ästhetik ihrer Feiern. Zu enge Zulassungskriterien zum kirchlichen Amt. Zu wenig liturgische Bildung. Angst vor der inneren Vielfalt. Wir wollen im Gespräch zentrale Aspekte seiner Kernthese vertiefen und auch nachbohren, was für die Gestalt der Kirche und ihrer Liturgie konkret daraus folgt. Kardinal Reinhard Marx stellt sich online am 22.10.2025 eine Stunde lang den Fragen von Akademiedirektor Dr. Achim Budde und der Zuhörerschaft im Mittagsgespräch der Katholischen Akademie in Bayern.
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Gespräch zum Thema 'KI-Chip im Hirn - Transhumanistische Träume für unser Beziehungsorgan'
Die Verschmelzung von Mensch und Maschine ist in der Medizin bereits in vollem Gang: Implantierte Computer-Chips überwinden Taubheit, Lähmung oder Parkinson, teils durch gedankliche Impulse. Entwickeln wir uns zu Cyborgs? Großes Aufsehen – von quasi-religiöser Hoffnung bis hin zu tiefsitzenden Ängsten – erregt die Vision, bereits in wenigen Jahren unser Gehirn durch KI-Chips mit dem Internet und dem Wissen der Welt zu verbinden. Das wirft große Fragen auf: Ist eine solche Entgrenzung des menschlichen Geistes wirklich vorstellbar und biologisch möglich? Bettet sie sich in das uns bekannte Verschmelzen mit Werkzeugen – mit dem Handy oder auch mit einer Geige – ein? Kann das Bewusstsein dann noch unterscheiden, ob sein verfügbares Wissen aus eigener Lernerfahrung oder aus dem Web stammt? Welche Chancen und welche Gefahren sind mit der Entwicklung verbunden? Welche Gerechtigkeitsfragen wirft sie auf? Wird durch den Brain-Booster für Reiche ein Teil der Menschheit noch weiter abgehängt? Oder sind die Gechipten dann nur noch Handlanger der KI? Für diese Klärungen haben wir Prof. Dr. Thomas Fuchs zu Gast, der wie kein anderer das Gehirn als ein dem ganzen Menschen zugeordnetes und für (Außen-) Beziehungen zuständiges Organ versteht. Auf dieser Basis bettet er die Erkenntnisse der Neurologie und auch die neuen medizinischen Möglichkeiten in ein ganzheitliches Bild des Menschen in seiner körperlichen Verfasstheit ein. Auch Prof. Dr. Georg Gasser aus Augsburg hat als Philosoph an der Theologischen Fakultät einen geeigneten Referenzrahmen, um die transhumanistischen Träume einer Bewertung aus christlicher Sicht zu unterziehen. Prof. Dr. Thomas Fuchs und Prof. Dr. Georg Gasser diskutierten online mit Akademiedirektor Dr. Achim Budde am 15.10.2025.
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Markus Vogt: Ambivalenzen der Macht – Überlegungen aus sozialethischer Sicht
Romano Guardini veröffentlichte 1951 unter dem Titel „Die Macht – Versuch einer Wegweisung“ eine Denkschrift, die auffällig viele Bezüge zu unserer Gegenwart aufweist – in Europa und weltweit. Bisher für stabil gehaltene soziale Systeme scheinen plötzlich zu erodieren. Autokraten bemächtigen sich immer häufiger offener Zivilgesellschaften. Aber auch die Mächtigen fühlen sich zunehmend vereinnahmt von ihrer eigenen Machtfülle. „Die Familie verliert ihre gliedernde und ordnende Funktion“, resümiert Guardini, „die neuen Städte gleichen einander immer mehr, ob sie nun in Europa oder in China, in Nordamerika, Russland oder Südamerika entstehen.“ Von dieser Nivellierung ausgehend bildet sich ein neuer Typus Mensch heraus, „der aus dem Augenblick lebt, einen beängstigenden Charakter beliebiger Vertretbarkeit bekommt und dem Zugriff der Macht bereitsteht.“ Die Rückbesinnung auf die transzendente Dimension kann eine Wegweisung sein. Die Beziehung zu Gott öffnet dem Menschen einen Freiraum, der ihn vor dem Zugriff der Macht wappnen kann. Guardini bleibt in der Kritik an den Verhältnissen nicht stehen. Es geht ihm um die Aufgabe, die Macht so einzuordnen, dass der Mensch in ihrem Gebrauch als Mensch bestehen kann und nicht restlos Machtmechanismen ausgesetzt ist oder ihnen gar verfällt. Prof. Dr. Markus Vogt, Professor für Christliche Sozialethik an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, referiert zu dem Thema Ambivalenzen der Macht – Überlegungen aus sozialethischer Sicht.
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Michael Seewald: Menschlichkeit und Machtgefahr - Überlegungen zu Begriffen Romano Guardinis
Romano Guardini veröffentlichte 1951 unter dem Titel „Die Macht – Versuch einer Wegweisung“ eine Denkschrift, die auffällig viele Bezüge zu unserer Gegenwart aufweist – in Europa und weltweit. Bisher für stabil gehaltene soziale Systeme scheinen plötzlich zu erodieren. Autokraten bemächtigen sich immer häufiger offener Zivilgesellschaften. Aber auch die Mächtigen fühlen sich zunehmend vereinnahmt von ihrer eigenen Machtfülle. „Die Familie verliert ihre gliedernde und ordnende Funktion“, resümiert Guardini, „die neuen Städte gleichen einander immer mehr, ob sie nun in Europa oder in China, in Nordamerika, Russland oder Südamerika entstehen.“ Von dieser Nivellierung ausgehend bildet sich ein neuer Typus Mensch heraus, „der aus dem Augenblick lebt, einen beängstigenden Charakter beliebiger Vertretbarkeit bekommt und dem Zugriff der Macht bereitsteht.“ Die Rückbesinnung auf die transzendente Dimension kann eine Wegweisung sein. Die Beziehung zu Gott öffnet dem Menschen einen Freiraum, der ihn vor dem Zugriff der Macht wappnen kann. Guardini bleibt in der Kritik an den Verhältnissen nicht stehen. Es geht ihm um die Aufgabe, die Macht so einzuordnen, dass der Mensch in ihrem Gebrauch als Mensch bestehen kann und nicht restlos Machtmechanismen ausgesetzt ist oder ihnen gar verfällt. Prof. Dr. Michael Seewald, Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Universität Münster, stellt seine Überlegungen zu zwei Begriffen Romano Guardinis vor.
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Jean Greisch: Romano Guardinis Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Macht
Romano Guardini veröffentlichte 1951 unter dem Titel „Die Macht – Versuch einer Wegweisung“ eine Denkschrift, die auffällig viele Bezüge zu unserer Gegenwart aufweist – in Europa und weltweit. Bisher für stabil gehaltene soziale Systeme scheinen plötzlich zu erodieren. Autokraten bemächtigen sich immer häufiger offener Zivilgesellschaften. Aber auch die Mächtigen fühlen sich zunehmend vereinnahmt von ihrer eigenen Machtfülle. „Die Familie verliert ihre gliedernde und ordnende Funktion“, resümiert Guardini, „die neuen Städte gleichen einander immer mehr, ob sie nun in Europa oder in China, in Nordamerika, Russland oder Südamerika entstehen.“ Von dieser Nivellierung ausgehend bildet sich ein neuer Typus Mensch heraus, „der aus dem Augenblick lebt, einen beängstigenden Charakter beliebiger Vertretbarkeit bekommt und dem Zugriff der Macht bereitsteht.“ Die Rückbesinnung auf die transzendente Dimension kann eine Wegweisung sein. Die Beziehung zu Gott öffnet dem Menschen einen Freiraum, der ihn vor dem Zugriff der Macht wappnen kann. Guardini bleibt in der Kritik an den Verhältnissen nicht stehen. Es geht ihm um die Aufgabe, die Macht so einzuordnen, dass der Mensch in ihrem Gebrauch als Mensch bestehen kann und nicht restlos Machtmechanismen ausgesetzt ist oder ihnen gar verfällt. Prof. Dr. Jean Greisch, Professor em. für Philosophie und ehemaliger Inhaber der Guardini-Professur für Religionsphilosophie und Katholische Weltanschauung an der Humboldt-Universität zu Berlin, gilt als einer der besten Kenner Romano Guardinis. Prof. Dr. Jean Greisch referierte zum Thema 'Romano Guardinis Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Macht' bei der Guardini-Tagung 30.1.-1.2.2020.
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Thomas M. Schmidt: Jürgen Habermas und die Religion
Am 14. Januar 2020 haben wir uns in der Katholischen Akademie in Bayern darum bemüht, das Denken von Jürgen Habermas zu ergründen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich Glauben und Wissen zueinander verhalten. Die Akademie knüpfte damit an das berühmte Gespräch des Philosophen mit Kardinal Joseph Ratzinger in der Akademie an, als Habermas und der nachmalige Papst Benedikt XVI. das schwierige Verhältnis von Vernunft und Religion vor einem kleinen Kreis von Geladenen diskutierten. Der Habermas-Schüler Thomas M. Schmidt, Professor für Religionsphilosophie an der Goethe-Universität Frankfurt, den wir als Referenten gewinnen konnten, gilt als einer der besten Kenner des Habermas-Kosmos. Die Diskussion moderierte Dominik Fröhlich, Katholische Akademie in Bayern.
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John Arnold: Der Erzbischof von Canterbury in der DDR
Für besonderes Engagement in der Ökumene der katholischen Kirche mit den Kirchen der Reformation wurde 2001 der „Ökumenische Preis der Katholischen Akademie“ an Stephen Sykes und John Arnold vergeben. Letzterer berichtete in seiner Ökumenepreis-Rede von einer weitgehend unbekannten Episode aus der Zeit der deutschen Teilung, dem Besuch des Erzbischofs von Canterbury, Michael Ramsey, in der DDR. Arnold begleitete 1974 den Erzbischof auf seiner Reise. Sein persönlicher Blick als Zeitzeuge dieses Ereignisses aus den siebziger Jahren im Osten Deutschlands ist gleichermaßen spannend wie berührend: John Arnold berichtet als Zeitzeuge von den Verhältnissen in der DDR und wie die anglikanischen Gäste aus dem Vereinigten Königreich damit umgingen. Dr. John Arnold, geb. 1933 in London, ist Träger des „Most Excellent Order of the British Empire“ OBE. Er studierte Französisch, Deutsch, Russisch und Theologie, wirkte nach einer wissenschaftlichen Tätigkeit als Dean of Rochester und Dean of Durham. Im Rahmen seiner diplomatischen Aufgaben begleitete er The Most Reverend and Right Honourable Michael Ramsey, Archbishop of Canterbury 1961 – 1974, bei seinem Besuch in der DDR.
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Gespräch zum Thema 'Geld, Strukturen, Macht: das „Unternehmen Kirche“ im Umbau'
Zum Thema 'Geld, Strukturen, Macht: das „Unternehmen Kirche“ im Umbau' diskutierten online Thomas von Mitschke-Collande und Christian Gärtner am 8.10.2025 mit Akademiedirektor Dr. Achim Budde. Das reiche kirchliche Leben muss mit immer weniger Geld auskommen. Wo sparen? Nach welchen Kriterien? In welchen Strukturen? Und wer entscheidet? Für einen klugen Plan, muss ein tiefes Verständnis für Wesen und Mission der Kirche auf Professionalität im Umgang mit unternehmerischen Ressourcen treffen. Christian Gärtner, der neue Vorsitzende des Landeskomitees, bringt seinen beruflichen Blick als Volkswirt und Marktforscher mit in sein Ehrenamt als höchster Repräsentant der katholischen Laiinnen und Laien in Bayern. Er kennt Organisation und Verwaltung der Kirche von innen, und um kluger Entscheidungen willen ist er ein Freund echter Mitbestimmung. Dr. Thomas von Mitschke-Collande war als Unternehmensberater u.a. für Bistümer und die DBK tätig. 2012 machte er mit einer schonungslosen Analyse der kirchlichen Lage von sich reden, deren Befürchtungen sich seitdem teils bestätigten, teils aber auch von der Wirklichkeit noch übertroffen wurden. Bei diesem Mittagsgespräch soll der Frage nachgegangen werden, wie die Kirche trotz der unumgänglichen Einsparungen ihren Auftrag erfüllen und ein verlässlicher Partner für die Gläubigen sowie für die haupt- und ehrenamtlich Engagierten bleiben kann.
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Gespräch zum Thema 'Biodiversität & Schöpfungsspiritualität'
„Biodiversität“ – klingt sperrig, entscheidet aber über Leben und Tod der Menschheit. „Schöpfungsspiritualität“ – klingt fromm, könnte aber helfen, die Kurve zu kriegen: wenn immer mehr Menschen die Verbundenheit aller Geschöpfe spüren und zu einem Leitmotiv ihres eigenen Lebensweges machen. Vier Pilgerwege durch artenreiche Naturlandschaften im Werdenfelser Land vermitteln erstaunliches Naturwissen und sind zugleich spiritueller Proviant für den eigenen geistig-geistlichen Weg. Konzipiert hat diese Routen Benjamin Schwarz, der Geschäftsführer des Katholischen Bildungswerks in Garmisch-Partenkirchen, das dort seit Jahren geführte Wanderungen erfolgreich anbietet. Er und der BR-Journalist Wolfgang Küpper, der sich im Ruhestand als 2. Vorsitzender des „KBW-GAP“ engagiert, sprachen am 24.9.2025 mit Direktor Dr. Achim Budde über theologische Grundlagen und praktische Erfahrungen, über Quellen der Hoffnung angesichts der drohenden Katastrophe, über Gesellschaft und Politik, über Gerechtigkeit und Bewusstseinsbildung, über Bildungsarbeit und das Genießen der Natur – und natürlich über das Wunder der Artenvielfalt, das einen um so mehr in Erstaunen versetzt, je mehr man darüber erfährt.
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Gespräch zum Thema 'Die Dritte Gewalt in Gefahr'
Wo immer weltweit Demokratien ins Autokratische kippen, steht (neben der Bildung) die Justiz zuerst im Visier. Deshalb wurde unser Grundgesetz vor der Bundestagswahl noch einmal nachgerüstet, bevor die Zweidrittel-Mehrheit für solche Operationen verlorenging. Wird das reichen? Wo sind die Schwachstellen, an denen eine Demontage weiterhin ansetzen kann? Welche Strategien lassen sich aus den Erfahrungen in anderen Staaten ableiten? Was können wir als Kirchen und Christ:innen tun? Welche Instrumente zur Bekämpfung ihrer Feinde kann unsere „wehrhafte Demokratie“ einsetzen? Zu diesen Fragen ruft Dr. Achim Budde die Expertise von zwei Hochkarätern ab: Dr. Hans-Joachim Heßler ist Präsident des Bayerischen Verfassungsgerichtshofs und des Oberlandesgerichts München. Als höchster Repräsentant der Dritten Staatsgewalt in Bayern träg er Verantwortung für den Rechtsstaat. Frau Prof. Dr. Angelika Nußberger ist Ordinaria für Verfassungsrecht, Völkerrecht und Rechtsvergleichung an der Universität Köln. Von 2011 bis 2020 war sie Richterin, von 2017 bis 2019 Vizepräsidentin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR). Am 10.12.2024 erhielt sie den Romano-Guardini-Preis der Katholischen Akademie in Bayern.
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Jürgen Bründl: Was heißt heute „Gott handelt“?
Mit der Veranstaltung „(Wie) handelt Gott?“ am 3. Dezember 2016 versuchte die Katholische Akademie Bayern den beiden im Titel verwobenen Fragen näherzukommen und Nachdenklichkeit zu erzielen. Denn zum christlichen Glauben gehört ja die feste Überzeugung, dass Gott nicht nur am Anfang der Welt als Schöpfer tätig war, sondern auch in der Welt handelt. Jedes Gebet, jeder Gottesdienst ist durchdrungen von der Annahme, dass sich Gott den Menschen zuwendet. Wer biblisch-christlich glaubt, ist überzeugt: Gott handelt in und an der Welt. Deckt sich diese gläubige Grundannahme mit der alltäglichen Erfahrung unseres Lebens? Denn unsere Erfahrung scheint allzu oft eine gegensätzliche zu sein - wir erleiden die Abwesenheit, das Schweigen Gottes. Wie kann man also ernsthaft von einem Handeln Gottes sprechen? Theologisch formuliert: Was hat „Offenbarung“ mit unserer Lebenswirklichkeit zu tun? Prof. Dr. Jürgen Bründl ist Professor für Fundamentaltheologie und Dogmatik an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.
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Thomas Söding: Das Handeln Gottes in der Bibel - Strukturen und Kategorien
Mit der Veranstaltung „(Wie) handelt Gott?“ am 3. Dezember 2016 versuchte die Katholische Akademie Bayern den beiden im Titel verwobenen Fragen näherzukommen und Nachdenklichkeit zu erzielen. Denn zum christlichen Glauben gehört ja die feste Überzeugung, dass Gott nicht nur am Anfang der Welt als Schöpfer tätig war, sondern auch in der Welt handelt. Jedes Gebet, jeder Gottesdienst ist durchdrungen von der Annahme, dass sich Gott den Menschen zuwendet. Wer biblisch-christlich glaubt, ist überzeugt: Gott handelt in und an der Welt. Deckt sich diese gläubige Grundannahme mit der alltäglichen Erfahrung unseres Lebens? Denn unsere Erfahrung scheint allzu oft eine gegensätzliche zu sein - wir erleiden die Abwesenheit, das Schweigen Gottes. Wie kann man also ernsthaft von einem Handeln Gottes sprechen? Theologisch formuliert: Was hat „Offenbarung“ mit unserer Lebenswirklichkeit zu tun? Prof. Dr. Thomas Söding ist Professor für neutestamentliche Exegese und Theologie an der Ruhr-Universität Bochum.
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Udo Schnelle: Die Kreuzestheologie des Paulus
Paulus ist ein sperriger Autor (und auch eine sperrige Person...). Seine Briefe sind zumeist Gelegenheitsschreiben, anlassbezogen und somit tief verwurzelt in der Geschichte des frühen Christentums. Unsere Welt ist zwar anders geworden, aber die Probleme und Fragestellungen der frühchristlichen Gemeinden klingen häufig doch recht aktuell. Auf der anderen Seite erreicht die zweite Ebene seiner Briefe, nämlich die kreative und existentiell tief gehende Theologie, ein Abstraktionsniveau, das höchsten intellektuellen Ansprüchen genügt. Dadurch wird er allerdings nicht leichter verständlich. Bei den Biblischen Tagen, 21. bis 23. März 2016, zum ersten Korintherbrief referierte Prof. Dr. Udo Schnelle über die Kreuzestheologie des Paulus.
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Hans-Georg Gradl: Stadt und Gemeinde von Korinth
Paulus ist ein sperriger Autor (und auch eine sperrige Person...). Seine Briefe sind zumeist Gelegenheitsschreiben, anlassbezogen und somit tief verwurzelt in der Geschichte des frühen Christentums. Unsere Welt ist zwar anders geworden, aber die Probleme und Fragestellungen der frühchristlichen Gemeinden klingen häufig doch recht aktuell. Auf der anderen Seite erreicht die zweite Ebene seiner Briefe, nämlich die kreative und existentiell tief gehende Theologie, ein Abstraktionsniveau, das höchsten intellektuellen Ansprüchen genügt. Dadurch wird er allerdings nicht leichter verständlich. Bei den Biblischen Tagen, 21. bis 23. März 2016, zum ersten Korintherbrief referierte Prof. Dr. Hans-Georg Gradl zum Thema 'Stadt und Gemeinde von Korinth'.
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Marlis Gielen: Paulus – vier Spotlights auf eine vielschichtige Persönlichkeit
Paulus ist ein sperriger Autor (und auch eine sperrige Person...). Seine Briefe sind zumeist Gelegenheitsschreiben, anlassbezogen und somit tief verwurzelt in der Geschichte des frühen Christentums. Unsere Welt ist zwar anders geworden, aber die Probleme und Fragestellungen der frühchristlichen Gemeinden klingen häufig doch recht aktuell. Auf der anderen Seite erreicht die zweite Ebene seiner Briefe, nämlich die kreative und existentiell tief gehende Theologie, ein Abstraktionsniveau, das höchsten intellektuellen Ansprüchen genügt. Dadurch wird er allerdings nicht leichter verständlich. Bei den Biblischen Tagen, 21. bis 23. März 2016, zum ersten Korintherbrief referierte Prof. Dr. Marlis Gielen zum Thema: Paulus – vier Spotlights auf eine vielschichtige Persönlichkeit.
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Reinhard Stauber: Wege durch Italien im 18. Jahrhundert
Die Reise nach Italien war in der Frühen Neuzeit wichtiger Bestandteil der Erziehung deutscher Adeliger. Sie sollte erworbenes Wissen demonstrieren, adelige Manieren verfeinern und politische Beziehungen stärken oder neu knüpfen. Und natürlich gehörte auch die Besichtigung bedeutender Stätten der Kunst und Kultur dazu. So brach auch Karl Albrecht, Sohn des bayerischen Kurfürsten Max II. Emanuel und nachmaliger Kaiser Karl VII., am 3. Dezember 1715 zu einer Reise auf, die ihn von München über Salzburg und Innsbruck, über Venedig und Loreto nach Rom und Neapel führen sollte. Dabei waren Papstaudienzen, Besuche bei Kardinälen und dem jeweiligen Stadtadel Höhepunkte dieses Unternehmens. Beim sechsten Karl Graf Spreti Symposium, das vom 30.6.-2.7.2016 in der Katholischen Akademie in Bayern abgehalten wurde, fanden Aspekte dieser Reise nähere Beleuchtung und wurden in einen größeren historischen Kontext gestellt. Die Reise nach Italien war in der Frühen Neuzeit wichtiger Bestandteil der Erziehung deutscher Adeliger. Sie sollte erworbenes Wissen demonstrieren, adelige Manieren verfeinern und politische Beziehungen stärken oder neu knüpfen. Und natürlich gehörte auch die Besichtigung bedeutender Stätten der Kunst und Kultur dazu. So brach auch Karl Albrecht, Sohn des bayerischen Kurfürsten Max II. Emanuel und nachmaliger Kaiser Karl VII., am 3. Dezember 1715 zu einer Reise auf, die ihn von München über Salzburg und Innsbruck, über Venedig und Loreto nach Rom und Neapel führen sollte. Dabei waren Papstaudienzen, Besuche bei Kardinälen und dem jeweiligen Stadtadel Höhepunkte dieses Unternehmens. Das sechste Karl Graf Spreti Symposium wird Aspekte dieser Reise näher beleuchten und in einen größeren historischen Kontext stellen. Zum Thema "Amphitheater oder Papstmesse? Wege durch Italien im 18. Jahrhundert" referiert Prof. Dr. Reinhard Stauber, Professor für Neuere und Österreichische Geschichte, Universität Klagenfurt.
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Carola Finkel: Barocke Tanzkultur im Kontext von Karl Albrechts Italienreise
Die Reise nach Italien war in der Frühen Neuzeit wichtiger Bestandteil der Erziehung deutscher Adeliger. Sie sollte erworbenes Wissen demonstrieren, adelige Manieren verfeinern und politische Beziehungen stärken oder neu knüpfen. Und natürlich gehörte auch die Besichtigung bedeutender Stätten der Kunst und Kultur dazu. So brach auch Karl Albrecht, Sohn des bayerischen Kurfürsten Max II. Emanuel und nachmaliger Kaiser Karl VII., am 3. Dezember 1715 zu einer Reise auf, die ihn von München über Salzburg und Innsbruck, über Venedig und Loreto nach Rom und Neapel führen sollte. Dabei waren Papstaudienzen, Besuche bei Kardinälen und dem jeweiligen Stadtadel Höhepunkte dieses Unternehmens. Beim sechsten Karl Graf Spreti Symposium, das vom 30.6.-2.7.2016 in der Katholischen Akademie in Bayern abgehalten wurde, fanden Aspekte dieser Reise nähere Beleuchtung und wurden in einen größeren historischen Kontext gestellt. Unter dem Titel: "'gegen abend aber vor Seiner Durchlaucht in dem palast ein adel voller bal gehalten worden - Barocke Tanzkultur im Kontext von Karl Albrechts Italienreise" referiert Dr. Carola Finkel, Dozentin für Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Frankfurt am Main.
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Andrea Zedler: Musik und Politik während Karl Albrechts Aufenthalt in Venedig
Die Reise nach Italien war in der Frühen Neuzeit wichtiger Bestandteil der Erziehung deutscher Adeliger. Sie sollte erworbenes Wissen demonstrieren, adelige Manieren verfeinern und politische Beziehungen stärken oder neu knüpfen. Und natürlich gehörte auch die Besichtigung bedeutender Stätten der Kunst und Kultur dazu. So brach auch Karl Albrecht, Sohn des bayerischen Kurfürsten Max II. Emanuel und nachmaliger Kaiser Karl VII., am 3. Dezember 1715 zu einer Reise auf, die ihn von München über Salzburg und Innsbruck, über Venedig und Loreto nach Rom und Neapel führen sollte. Dabei waren Papstaudienzen, Besuche bei Kardinälen und dem jeweiligen Stadtadel Höhepunkte dieses Unternehmens. Zum Thema: "Nach dem Krieg ist vor dem Krieg: Musik und Politik während Karl Albrechts Aufenthalt in Venedig" referiert Mag. Andrea Zedler M.A., Wiss. Mitarbeiterin am Lehrstuhl für bayerische Landesgeschichte, Universität Regensburg, beim sechsten Karl Graf Spreti Symposium, 30.6.-2.7.2016, in der Katholischen Akademie in Bayern.
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Jörg Zedler: Konfliktlinien während Karl Albrechts Aufenthalt in Rom 1716
Die Reise nach Italien war in der Frühen Neuzeit wichtiger Bestandteil der Erziehung deutscher Adeliger. Sie sollte erworbenes Wissen demonstrieren, adelige Manieren verfeinern und politische Beziehungen stärken oder neu knüpfen. Und natürlich gehörte auch die Besichtigung bedeutender Stätten der Kunst und Kultur dazu. So brach auch Karl Albrecht, Sohn des bayerischen Kurfürsten Max II. Emanuel und nachmaliger Kaiser Karl VII., am 3. Dezember 1715 zu einer Reise auf, die ihn von München über Salzburg und Innsbruck, über Venedig und Loreto nach Rom und Neapel führen sollte. Dabei waren Papstaudienzen, Besuche bei Kardinälen und dem jeweiligen Stadtadel Höhepunkte dieses Unternehmens. Beim sechsten Karl Graf Spreti Symposium, das vom 30.6.-2.7.2016 in der Katholischen Akademie in Bayern abgehalten wurde, fanden Aspekte dieser Reise nähere Beleuchtung und wurden in einen größeren historischen Kontext gestellt. Zum Thema "Zeremoniell und politisches Kalkül: Konfliktlinien während Karl Albrechts Aufenthalt in Rom 1716" referierte Jörg Zedler, der zu diesem Zeitpunkt als Wiss. Assistent am Lehrstuhl für bayerische Landesgeschichte an der Universität Regensburg tätig war. Gegenwärtig ist Prof. Dr. Jörg Zedler Vertreter der Professur für Neuere und Neueste Geschichte, LMU München.
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Armin Nassehi: Die Zukunft der Gesellschaft
Rund 150 Menschen nahmen an den Philosophischen Tagen 2016 der Katholischen Akademie Bayern statt. Das Thema der drei Tage vom 6. bis zum 8. Oktober war nichts weniger als die "Zukunft". Versehen mit dem Untertitel "Welchen Fragen stellt sich die Philosophie?" ging die Veranstaltung unter Leitung von Prof. Dr. Dr. Winfried Löffler, Professor am Institut für Christliche Philosophie der Universität Innsbruck, das weitgespannte Thema an. Das geschah zu Beginn unter anderem mit Hilfe von Experten verschiedener Wissenschaftsgebiete, die der Philosophie helfend zur Seite standen. Am Freitagvormittag sprachen der Astrophysiker Josef M.Gaßner über die wohl sehr zerstörerische Zukunft des Kosmos und der Klimaforscher Ottmar Edenhofer über die Zukunft der Menschen auf der Erde, die immerhin noch möglich ist. Nachmittags referierte der Soziologe Armin Nassehi über die Gesellschaft, deren Zukunft sehr unterschiedlich sein kann. Am Abend sahen die Teilnehmer dann die Zukunft leibhaftig: Die Technische Universität München hatte in ihr "Robotor-Laboratorium" in der Barer Straße eingeladen und die Ingenieure dort zeigten die Prototypen zukünftiger Roboter-Generationen. Am Samstag dann berichtete die Historikerin Elke Seefried über die Vergangenheit, die Geschichte der Zukunftsforschung seit 1945. Und den Abschluss bildete schließlich der Blick auf die Zukunft schlechthin: die Ewigkeit. Thomas Schärtl-Trendel, Philosoph und Theologe, stellte die Frage, ob Gott denn auf uns zukomme? Prof. Dr. Armin Nassehi referierte über das Thema "Die Zukunft der Gesellschaft" bei den Philosophischen Tagen, 6. - 8.10.2016, in der Katholischen Akademie in Bayern.
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Gespräch zum Thema 'Transformation der Landnutzung - Zukunftsverantwortung für Gesellschaft, Politik & Land-Wirtschaft'
Dr. Achim Budde, Ely Eibisch, Prof. Dr. Anna Henkel, Dr. Jörg Lüer, Prof. em. Dr. Peter Strohschneider, Prof. Dr. Dr. Johannes Wallacher diskutieren über Zukunftsverantwortung für Gesellschaft, Politik und Landwirtschaft. Die Landnutzung hat sich weltweit, aber auch bei uns in den vergangenen Jahrzehnten schneller und einschneidender verändert als jemals zuvor in der Geschichte der Menschheit. Dies führt zu zunehmenden Nutzungskonkurrenzen um knappe Böden, was die Landwirtschaft national und international vor gewaltige Herausforderungen stellt: Sie soll einer wachsenden Bevölkerung gesunde Lebensmittel liefern, den Klimawandel eindämmen, zur Energiewende beitragen, Biodiversität schützen und zugleich wirtschaftlich tragfähig bleiben, eine Herkulesaufgabe, die nur im Zusammenwirken der gesamten Gesellschaft gelöst werden kann. Unser Podiumsgespräch brachte Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Praxis und Verbänden zusammen, um unterschiedliche Sichtweisen und Perspektiven einzubeziehen. Sie führten eine fundierte und zugleich lösungsorientierte Diskussion, die sowohl für Entscheidungsträger als auch für Landwirte und interessierte Bürgerinnen und Bürger wertvolle Erkenntnisse lieferte. Die Katholische Akademie in Bayern ist eine selbstständige kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts. Die bayerischen Bischöfe haben die Akademie 1957 als unabhängige Denkwerkstatt gegründet und finanzieren sie bis heute, ohne auf ihre Arbeit Einfluss zu nehmen. Mit ihrer Satzung erhielt sie den Auftrag, „die Beziehungen zwischen Kirche und Welt zu klären und zu fördern“. Unser Themenspektrum umfasst Religion und Politik, Naturwissenschaft und Technik, Geschichte und Philosophie, Kunst und Kultur.
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Gespräch zum Thema 'Auswirkungen der Zoll- und Wirtschaftspolitik unter Donald Trump'
Seit Beginn seiner zweiten Amtszeit im Januar 2025 verfolgt Präsident Donald Trump eine radikale Neuausrichtung der US-Zoll- und Wirtschaftspolitik. Unter dem Motto „America First“ wurden z.T. drastische Importzölle eingeführt, die zu wachsenden Spannungen mit den Handelspartnern (insb. China) führten. Während Trump betont, dass seine Politik die US-Industrie schützen und Arbeitsplätze sichern soll, zeigen die bisherigen Entwicklungen vor allem eine Verunsicherung bei Unternehmen und an den Börsen. Die langfristigen Folgen dieser protektionistischen Ausrichtung bleiben abzuwarten, doch die bisherigen Indikatoren deuten auf negative Konsequenzen für die US-Wirtschaft (das US-BSP schrumpfte im ersten Quartal 2025 um 0,3 %, und die Verbraucherpreise stiegen spürbar an) und die Weltwirtschaft hin. Professor Goldschmidt wird die Zoll- und Wirtschaftspolitik Trumps aus volkswirtschaftlicher Sicht einordnen und die nationalen und globalen Konsequenzen analysieren. mit: Dr. Martin Dabrowski, Prof. Dr. Nils Goldschmidt
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Gespräch zum Thema 'Rohstoffe für die Energiewende - Lieferketten, Abhängigkeiten und Verantwortung'
Ohne Rohstoffe ist unser modernes Leben nicht denkbar, ohne Rohstoffe gäbe es keine Technik. In einem Smartphone stecken 60 verschiedene Metalle. Batterien, ein zentraler Baustein der Energiewende, benötigen Lithium und Kobalt. Auf welche weiteren Rohstoffe ist die deutsche Industrie angewiesen? Welche Mengen werden benötigt und wo kommen diese her? Ist unsere Rohstoffversorgung auch langfristig gesichert – und zu welchem Preis, mit welchen Abhängigkeiten? Welche sozialen und ökologischen Probleme ergeben sich entlang der Lieferkette der Rohstoffe? Gemeinsam mit Fachleuten aus Wissenschaft und Wirtschaft und auch mit Ihnen diskutieren wir diese Fragen am Beispiel der für die Energiewende erforderlichen Rohstoffe wie Kupfer und Lithium. Wir werfen einen Blick auf den globalen Rohstoffhandel und die Lieferketten. Welche Rolle spielt der Import mineralischer Rohstoffe? Natürlich wollen wir sicherstellen, dass der Import sozial und ökologisch verantwortbar ist – selbst, wenn die Rohstoffe aus weit entfernten Ländern kommen, meist aus Regionen außerhalb Europas. Wie können neue und nachhaltige Wege unserer Rohstoffversorgung aussehen? Welchen Beitrag leisten heimische Lagerstätten? Und welche Rolle spielen Sekundärrohstoffe aus Abfällen und Schrott? Können Recycling und die Kreislaufwirtschaft einen zentralen Beitrag zur Deckung des steigenden Rohstoffbedarfs leisten? mit: Dr. Achim Budde, Prof. Dr. Jens Gutzmer, Luise Müller-Hofstede Moderation: Dr. Martin Dabrowski
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Gespräch zum Thema 'Gibt es überhaupt ein gerechtes Wahlrecht? Von Tücken und Tricks beim Ankreuzen'
Gerechte Wahlen, deren Ergebnisse den Volkswillen abbilden, sind eine fundamentale Herausforderung für das Funktionieren einer Demokratie. Doch das Wahlrecht steht immer wieder in der Kritik. Politischer Streit darüber, dass es nicht gerecht sei, ist an der Tagesordnung. Aber! Gibt es überhaupt ein gerechtes Wahlrecht oder gibt es nur weniger ungerechte? Im Mittagsgespräch gehen wir besonders folgenden Fragen nach: Welches sind die besonders kritischen Punkte zum Beispiel im US-Wahlrecht? Welche Kritik gibt es am neuen deutschen Wahlrecht? Wie sollte sich das deutsche Wahlrecht ändern, um weniger ungerecht zu sein? Welche vorsätzlichen Manipulationen zeigten und zeigen sich in anderen Demokratien? Wie kann man das Wahlrecht vor Manipulation schützen? Unser Gesprächspartner am 16.7.2025 ist Prof. Dr. Michael Zöller, Professor em. für Politische Soziologie an der Universität Bayreuth. Der Soziologe forscht seit Jahren zum Thema Wahlrecht und ist seit Jahrzehnten ein sehr guter Kenner der US-Verhältnisse. Gerade dort ist die Problematik des Wahlrechts ja besonders virulent. Das Gespräch führt Akademiedirektor Dr. Achim Budde.
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Gespräch zum Thema 'KI in den Medien'
In vielen Redaktionen hat die künstliche Intelligenz schon lange Einzug gehalten. Was aber bedeutet das für Redakteurinnen und Redakteure sowie Verlage oder Sender? Große Umstellungen, Vereinfachung, Arbeitsverdichtung, Stellenabbau, Ökonomisierung? Und was für die Nutzer? Wem und was können sie noch glauben? Wird das Vertrauen in die Medien dadurch geschwächt? Was sind die Chancen, Risiken und Herausforderungen beim Einsatz von KI in den Medien? Und hat der Einsatz von Künstlicher Intelligenz nicht auch Auswirkungen weit über die Medien hinaus? Ethische und politische Implikationen für die Gesellschaft? Diesen und weiteren Fragen widmen sich die Gesellschaft der Katholischen Publizistinnen und Publizisten (GKP) sowie die Katholische Akademie in Bayern beim gemeinsamen Symposion mit dem Titel "Zwischen Innovation und Ethik. KI in den Medien". Expertinnen und Experten werden am 12. November 2024 einen Tag lang die praktischen und ethischen Auswirkungen der Veränderungen auf Beruf und Gesellschaft analysieren. Eingeladen sind neben Journalistinnen und Journalisten alle anderen in Medienberufen tätigen Menschen und Interessierte, die gerne wissen wollen, wie in Zukunft Nachrichten entstehen. Prof. Dr. Hannah Schmid-Petri ist Inhaberin des Lehrstuhls für Wissenschaftskommunikation an der Universität Passau. Christine Ulrich, Medienethikerin und Redakteurin bei epd. Moderation: Joachim Frank, Chefkorrespondent und Mitglied der Chefredaktion beim Kölner Stadt-Anzeiger, Vorsitzender der GKP, der Gesellschaft Katholischer Publizistinnen und Publizisten Deutschlands. Die GKP ist Kooperationspartner der Katholischen Akademie in Bayern bei dieser Veranstaltung.
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Dokumentierte Vielfalt hören von Veranstaltungen der Katholischen Akademie in Bayern. Referate, Diskussionen und Gespräche zu Themen, die Kirche und Gesellschaft interessieren: Expertinnen und Experten haben das Wort.
HOSTED BY
Katholische Akademie in Bayern
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