EPISODE · Apr 24, 2026 · 40 MIN
# 110 – Der KI-Gap: Zwischen Möglichkeit und gelebter Realität
from Mind / Machine - Emotionale Intelligenz trifft Künstliche Intelligenz · host Manuela Machner und Eliot Mannoia
KI kann theoretisch fast alles – aber was nutzen Menschen tatsächlich? Der Gap zwischen dem, was technisch schon möglich ist, und dem, was im Alltag wirklich ankommt, ist riesig. Diese Folge analysiert, warum das so ist – und was das für uns bedeutet.Mind/Machine ist der Podcast, der KI aus der Theorie in die Praxis holt. Manuela Machner und Eliot Mannoia reden jede Woche offen darüber, was KI wirklich kann, was sie nicht kann – und wie wir alle besser damit umgehen.Was dich in dieser Folge erwartet:Der Werkzeug-Gap im AlltagVoice-Features, Video-KI, Agentensysteme – alles längst verfügbar, kaum jemand nutzt es wirklich. Eliot zeigt live im Workshop: Wer nutzt Advanced Voice? Vier von zwanzig. Wer macht Videocalls mit ChatGPT? Einer. Der Multifunktionsdrucker als Metapher: Das Gerät kann alles, genutzt wird nur Print.Der Wissens-Gap: Wissen und Können sind nicht dasselbeNur weil jemand jung ist und viel am Handy ist, heißt das nicht, dass er arbeiten kann damit. Und nur weil jemand täglich in ChatGPT schreibt, heißt das nicht, dass er KI gut nutzt. Jugendliche in einem Workshop, die die Shift-Taste nicht kennen – ein Weckruf.Der Selbsteinschätzungs-GapViele buchen Fortgeschrittenen-Kurse und kennen keine Custom Instructions. Von 30 Teilnehmenden haben drei die Memory-Funktion aktiviert. Der Gap zwischen Selbstbild und tatsächlichem Wissen ist groß – und das ist keine Kritik, sondern eine Einladung zur ehrlichen Bestandsaufnahme.Europa vs. USA: Misserfolge feiern vs. Erfolge feiernIn Europa wird geschrieben über das, was nicht funktioniert. In den USA wird gefeiert, was geht. Beide Perspektiven haben ihre Berechtigung – aber das Verhältnis ist schief. Und der soziale Druck, sofort alles zu nutzen, macht es nicht besser.Druck rausnehmen – die Realität ist weniger dramatischMcKinsey: 1 von 10 KI-Pilotprojekten ist live. Gartner: 40 Prozent aller Agentenprojekte werden bis 2027 gestoppt. LinkedIn zeigt die Leuchttürme – nicht die Mehrheit. Niemand muss DeepSeek getestet haben. Fokus auf den eigenen Kernbereich ist smarter als Feature-Sampling.Häufig gestellte Fragen:Warum nutzen so wenige die verfügbaren KI-Features wirklich?Weil wir schnell zufrieden sind, wenn etwas "gut genug" funktioniert. Der Aufwand, mehr zu lernen, erscheint höher als der wahrgenommene Nutzen – obwohl das oft nicht stimmt.Wie erkenne ich, ob meine KI-Selbsteinschätzung realistisch ist?Teste die Basics: Hast du Custom Instructions eingerichtet? Weißt du, welches Modell du nutzt und welchen Wissensstand es hat? Kannst du KI mit einem Satz erklären? Diese Fragen zeigen schnell, wo man wirklich steht.Muss ich wirklich jedes neue Tool ausprobieren?Nein. Es ist schlicht unmöglich. Fokussiere dich auf Entwicklungen in deinem Kernbereich. Alles andere kannst du beobachten, ohne mitzumachen.Was tun, wenn man im Workshop eine gemischte Gruppe hat – Anfänger und Experten?Vorher abfragen. Alle abholen. Expertinnen als Gruppenführerinnen einbinden. Und klar kommunizieren: Wer schon weiter ist, bitte um Geduld.Über die Hosts:Manuela Machner ist KI-Expertin mit Fokus auf Tourismus und KMU. Sie berät Unternehmen, hält Workshops und Keynotes und zeigt, wie KI praxisnah und ohne Hype eingesetzt werden kann. Mehr: www.kinet.aiEliot Mannoia ist digitaler Psychologe und beschäftigt sich mit dem menschlichen Verhalten im Kontext neuer Technologien. Er bringt die psychologische Perspektive in die KI-Debatte – sachlich, fundiert, praxisnah. Mehr: www.brandkarma.atAbonniere Mind/Machine auf Spotify, Apple Podcasts und Amazon Music. Alle Folgen und mehr: www.mind-machine.at
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# 110 – Der KI-Gap: Zwischen Möglichkeit und gelebter Realität
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