EPISODE · Aug 2, 2026 · 1H 27M
#158 Ein Schmetterling mitten im Dezember: Petra über die Trauer um ihren Papa
from Trauerwelle · host Katy Biber
„Wir haben uns angeschaut und wir wussten beide, es wird nicht mehr." Manchmal geht alles so schnell, dass der Körper Wochen später noch nachzittert, während der Kopf längst wieder funktioniert. Bei Petra lag zwischen der Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs und dem Tod ihres Papas eine einzige Woche – ein letzter Abschied am Aufzug, ein letztes gemeinsames Abendessen, und dann ein Dezembertag, an dem plötzlich nichts mehr war wie vorher. In diesem Gespräch erzählt Petra sehr offen, wie ihre Familie den Enkelkindern einen echten Abschied ermöglicht hat, welche Rolle Musik in ihrer Trauer spielt – und warum sie zwischendurch vor allem Stille braucht. Sie spricht auch über ihren ersten Verlust mit dreizehn Jahren, der damals unbegleitet blieb und sich Jahrzehnte später in Erschöpfung, Verspannungen und Schlafproblemen gemeldet hat. Aus SeelenSport-Perspektive ist genau das der Punkt, an dem der Körper mitreden darf: nicht als Aufgabe, sondern als Ort, an dem Trauer Raum bekommen kann. ✅ Kinder und Jugendliche brauchen ein echtes Angebot zum Abschiednehmen – und die Erlaubnis, jederzeit auch wieder rauszugehen. ✅ Unverarbeitete Trauer aus der Kindheit meldet sich oft erst Jahrzehnte später über den Körper. ✅ Vor den eigenen Kindern zu weinen ist kein Kontrollverlust – Petra erzählt, wie sie ihnen dabei zeigt, dass sie sich um sich selbst kümmert.
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