EPISODE · Sep 28, 2025 · 24 MIN
2. Die Krise der liberalen Demokratie: Carl Schmitt
from KlarText Global · host Dr.Andreas Heuer
In dieser zweiten Episode der Serie „Die Krise der liberalen Demokratie“ wenden wir uns einem Denker zu, der wie kaum ein anderer die Schwächen des Liberalismus seziert hat – Carl Schmitt. Seine Kritik basiert auf der Annahme, dass der Liberalismus die politische Einheit schwächt, weil er Konflikte vor allem durch rechtliche Normen und Konsensmechanismen zu lösen versucht. Für Schmitt aber ist das „Politische“untrennbar mit der Unterscheidung zwischen „Freund“ und „Feind“ verbunden – eine klare Abgrenzung, die er für unverzichtbar hält, um die Stabilität eines Staates zu sichern. Der Liberalismus, so seine Diagnose, vermeidet dieseUnterscheidung und riskiert damit in Krisenzeiten Handlungsunfähigkeit.Diese Episode beleuchtet, wie Schmitts Erfahrungen in der Weimarer Republik sein Denken prägten – insbesondere seine Forderung nach einer starken souveränen Macht, die imAusnahmezustand entschlossen handeln kann. Auch wenn seine Antworten autoritär ausfallen, bleibt seine Analyse der Schwächen liberaler Ordnungen hochaktuell, gerade angesichts der Fragmentierung politischer Systeme und des Aufstiegs populistischer Bewegungen.
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In dieser zweiten Episode der Serie „Die Krise der liberalen Demokratie“ wenden wir uns einem Denker zu, der wie kaum ein anderer die Schwächen des Liberalismus seziert hat – Carl Schmitt. Seine Kritik basiert auf der Annahme, dass der Liberalismus die politische Einheit schwächt, weil er Konflikte vor allem durch rechtliche Normen und Konsensmechanismen zu lösen versucht. Für Schmitt aber ist das „Politische“untrennbar mit der Unterscheidung zwischen „Freund“ und „Feind“ verbunden – eine klare Abgrenzung, die er für unverzichtbar hält, um die Stabilität eines Staates zu sichern. Der Liberalismus, so seine Diagnose, vermeidet dieseUnterscheidung und riskiert damit in Krisenzeiten Handlungsunfähigkeit.Diese Episode beleuchtet, wie Schmitts Erfahrungen in der Weimarer Republik sein Denken prägten – insbesondere seine Forderung nach einer starken souveränen Macht, die imAusnahmezustand entschlossen handeln kann. Auch wenn seine Antworten autoritär ausfallen, bleibt seine Analyse der Schwächen liberaler Ordnungen hochaktuell, gerade angesichts der Fragmentierung politischer Systeme und des Aufstiegs populistischer Bewegungen.
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