EPISODE · Jun 10, 2026 · 3 MIN
4 Alte Apotheke - Die Behälter
from Foletto Museum · host eArs
Rundherum, können Sie hinter den Vitrinen die Behälter sehen, in denen die für die tägliche Arbeit benötigten Zutaten aufbewahrt wurden. Stellen Sie sich mit dem Rücken zum Fenster, das der eigentliche Eingang zur Apotheke war. (1 Sekunde Pause)Von links beginnend stellen wir Ihnen kurz einige der Exponate in den Vitrinen vor. In der Vitrine rechts, etwa in der Mitte, befinden sich Flaschen mit Halbfertigpräparaten zur Herstellung von Sirupen. Weiter oben sieht man ein paar weiße Gefäße. Sie enthalten Substanzen, die als Hilfsstoffe für die Herstellung medizinischer Cremes verwendet werden. Es handelt sich zum Beispiel um Fette tierischen Ursprungs wie Lanolin, axungia porci - also Schweinefett - , axungia taxi - also Dachsfett - und cetaceum, ein fetthaltiger Auszug aus dem Kopf von Pottwalen.In den Flaschen wurden aromatisierte Wässer und Spirituosen aufbewahrt. Rechts vor Ihnen stehen Flaschen mit pflanzlichen Ölen und Farbstoffen. Links stehen Gefäße mit Säuren, die daran zu erkennen sind, dass ihre Etikette verätzt sind. Die Namen sind auf den Etiketten zu erkennen. Die ältesten sind jene, bei denen der Name direkt auf die Gefäßoberfläche emailliert ist. Alle Gefäße sind Teil einer einzigartigen nummerierten Sammlung, die auf das späte 19. Jahrhundert zurückgeht. Stellen Sie sich vor: Alle Stücke, die Sie hier sehen, wurden während des Ersten Weltkriegs geplündert. Es gelang jedoch sie zu finden und zu bergen, weil jedes Gefäß nummeriert und mit einer Identifikationsmarke versehen war. Die Vitrinen waren nicht verschlossen, sondern mit Schiebetüren versehen, so dass der Apotheker, das jeweils Benötigte leicht entnehmen konnte.Eine Ausnahme stellt der kleine Schrank mit Glastür in der Nähe der Theke dar, der mit einem Schloss versehen ist. Dort wurden Gifte wie Strychnin gelagert. Giftige Substanzen sind leicht an dem schwarzen Etikett oder dem Totenkopfsymbol zu erkennen, genau wie die giftigen Fläschchen, die in illustrierten Romanen und Comics dargestellt werden!Auch andere Stoffe in der Apotheke sind giftig, aber diese hier sind selbst in kleinsten Dosen tödlich. Es gäbe noch viel mehr zu erzählen, aber dies ist nur der erste Raum...der Rest des Museums erwartet uns.Bevor Sie jedoch die alte Apotheke verlassen und dem Schaufenster den Rücken kehren, sehen Sie auf der linken Seite weitere Flaschen und Behälter in den verschiedensten Formen und mit den unterschiedlichsten Inhalten. Ein Blick auf diese Vielfalt genügt, um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie komplex und vielfältig das Apothekerhandwerk sein konnte!Begeben wir uns nun weiter zum Herbarium, dem Raum auf der rechten Seite des Ausgangs.
What this episode covers
Rundherum, können Sie hinter den Vitrinen die Behälter sehen, in denen die für die tägliche Arbeit benötigten Zutaten aufbewahrt wurden. Stellen Sie sich mit dem Rücken zum Fenster, das der eigentliche Eingang zur Apotheke war. (1 Sekunde Pause)Von links beginnend stellen wir Ihnen kurz einige der Exponate in den Vitrinen vor. In der Vitrine rechts, etwa in der Mitte, befinden sich Flaschen mit Halbfertigpräparaten zur Herstellung von Sirupen. Weiter oben sieht man ein paar weiße Gefäße. Sie enthalten Substanzen, die als Hilfsstoffe für die Herstellung medizinischer Cremes verwendet werden. Es handelt sich zum Beispiel um Fette tierischen Ursprungs wie Lanolin, axungia porci - also Schweinefett - , axungia taxi - also Dachsfett - und cetaceum, ein fetthaltiger Auszug aus dem Kopf von Pottwalen.In den Flaschen wurden aromatisierte Wässer und Spirituosen aufbewahrt. Rechts vor Ihnen stehen Flaschen mit pflanzlichen Ölen und Farbstoffen. Links stehen Gefäße mit Säuren, die daran zu erkennen sind, dass ihre Etikette verätzt sind. Die Namen sind auf den Etiketten zu erkennen. Die ältesten sind jene, bei denen der Name direkt auf die Gefäßoberfläche emailliert ist. Alle Gefäße sind Teil einer einzigartigen nummerierten Sammlung, die auf das späte 19. Jahrhundert zurückgeht. Stellen Sie sich vor: Alle Stücke, die Sie hier sehen, wurden während des Ersten Weltkriegs geplündert. Es gelang jedoch sie zu finden und zu bergen, weil jedes Gefäß nummeriert und mit einer Identifikationsmarke versehen war. Die Vitrinen waren nicht verschlossen, sondern mit Schiebetüren versehen, so dass der Apotheker, das jeweils Benötigte leicht entnehmen konnte.Eine Ausnahme stellt der kleine Schrank mit Glastür in der Nähe der Theke dar, der mit einem Schloss versehen ist. Dort wurden Gifte wie Strychnin gelagert. Giftige Substanzen sind leicht an dem schwarzen Etikett oder dem Totenkopfsymbol zu erkennen, genau wie die giftigen Fläschchen, die in illustrierten Romanen und Comics dargestellt werden!Auch andere Stoffe in der Apotheke sind giftig, aber diese hier sind selbst in kleinsten Dosen tödlich. Es gäbe noch viel mehr zu erzählen, aber dies ist nur der erste Raum...der Rest des Museums erwartet uns.Bevor Sie jedoch die alte Apotheke verlassen und dem Schaufenster den Rücken kehren, sehen Sie auf der linken Seite weitere Flaschen und Behälter in den verschiedensten Formen und mit den unterschiedlichsten Inhalten. Ein Blick auf diese Vielfalt genügt, um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie komplex und vielfältig das Apothekerhandwerk sein konnte!Begeben wir uns nun weiter zum Herbarium, dem Raum auf der rechten Seite des Ausgangs.
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