EPISODE · Sep 28, 2025 · 21 MIN
5. Die Krise der liberalen Demokratie: John Rawls
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In dieser fünften Episode der Reihe „Die Krise der liberalen Demokratie“ betrachten wir John Rawls (1921–2002) und seinen Blick auf den klassischen Liberalismus der 1970/80er Jahre. Mit seiner „Theorie der Gerechtigkeit“ prägte Rawls die politische Philosophie der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er argumentierte, dass eine gerechte Gesellschaft auf zweiPrinzipien basieren müsse: gleiche Grundfreiheiten für alle und soziale Ungleichheiten nur dann, wenn sie den Schwächsten nützen. Sein Konzept der öffentlichen Vernunft trennte strikt zwischen politischen und privaten Überzeugungen, um einen rationalen und inklusiven Diskurs zu gewährleisten.Heute zeigt sich, wie weit sich liberale Demokratien von diesen Ideen entfernt haben. Während Grundrechte weiterhinbetont werden, sind soziale Gerechtigkeit und öffentlicher Diskurs zunehmend unter Druck geraten. Identitätspolitik und subjektive Wahrheitsansprüche gefährden die von Rawls geforderte rationale Debatte. Zudem haben sich wachsende soziale Ungleichheiten verstärkt, was die Stabilität demokratischer Gesellschaften infrage stellt.Rawls’ Werk erinnert uns daran, dass die liberalen Demokratien der 1970/80er Jahre durch die Ideen der sozialen Fairness, einer öffentlichen Vernunft und einer Trennung von Politik und privaten Überzeugungen geprägt waren, Ideen, von denen sich gegenwärtige liberale Demokratien entfernt haben.
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In dieser fünften Episode der Reihe „Die Krise der liberalen Demokratie“ betrachten wir John Rawls (1921–2002) und seinen Blick auf den klassischen Liberalismus der 1970/80er Jahre. Mit seiner „Theorie der Gerechtigkeit“ prägte Rawls die politische Philosophie der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er argumentierte, dass eine gerechte Gesellschaft auf zweiPrinzipien basieren müsse: gleiche Grundfreiheiten für alle und soziale Ungleichheiten nur dann, wenn sie den Schwächsten nützen. Sein Konzept der öffentlichen Vernunft trennte strikt zwischen politischen und privaten Überzeugungen, um einen rationalen und inklusiven Diskurs zu gewährleisten.Heute zeigt sich, wie weit sich liberale Demokratien von diesen Ideen entfernt haben. Während Grundrechte weiterhinbetont werden, sind soziale Gerechtigkeit und öffentlicher Diskurs zunehmend unter Druck geraten. Identitätspolitik und subjektive Wahrheitsansprüche gefährden die von Rawls geforderte rationale Debatte. Zudem haben sich wachsende soziale Ungleichheiten verstärkt, was die Stabilität demokratischer Gesellschaften infrage stellt.Rawls’ Werk erinnert uns daran, dass die liberalen Demokratien der 1970/80er Jahre durch die Ideen der sozialen Fairness, einer öffentlichen Vernunft und einer Trennung von Politik und privaten Überzeugungen geprägt waren, Ideen, von denen sich gegenwärtige liberale Demokratien entfernt haben.
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