EPISODE · Mar 17, 2026 · 45 MIN
#6: Cash or Crash History: Die Geschichte der USA
from Cash or Crash - Der Wirtschaftspodcast · host Wolfgang Unterhuber, Manuel Correa (Producer)
Am Anfang steht Hochverrat. Am 4. Juli 1776 sagen sich die Vertreter von 13 britischen Kolonien in Nordamerika von ihrem Mutterland los und gründen einen eigenen Staatenbund. Grund waren die hohen Steuern und Zölle, die London seinen amerikanischen Kolonien auferlegt hatte, wie Newald erläutert. Die Briten verlieren Krieg und Kolonien. 1783 anerkennt Großbritannien die Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten von Amerika. Ein Glück für die Gründerväter. Hätten sie den Krieg verloren, wären sie gehängt worden. Was folgt, ist eine politische und ökonomische Expansion, wie sie die neuere Geschichte selten kennt. Rund acht Jahrzehnte nach ihrer Gründung erstrecken sich die USA bis an den Pazifik. Nach dem Bürgerkrieg von 1861 bis 1865 erfolgt der Aufstieg zur stärksten Wirtschaftsmacht der Welt. In der Außenpolitik folgen die USA lange Zeit dem Prinzip des Isolationismus, analysiert Newald. Erstmals durchbrechen die USA dieses Prinzip mit dem Eintritt in den Ersten Weltkrieg 1917. Das endgültige Ende des Isolationismus erfolgt im Zweiten Weltkrieg. Mit dem Kalten Krieg gegen die Sowjetunion wurde ein Rückzug auf die isolationistische Position undenkbar. Eines der Hauptinteressen der politischen Repräsentanten in Washington war seit jeher der Schutz der eigenen Wirtschaft. In Form von Zöllen. Schon 1789 verabschiedete der US-Kongress die ersten Zollgesetze. Auch der Aufstieg zur wirtschaftlichen Weltmacht zwischen 1865 und 1914 wurde durch Zölle begünstigt. Newald bringt noch ein anderes wichtiges Beispiel. Nach dem Ausbruch der Weltwirtschaftskrise versuchte die US-Regierung 1930 mit flächendeckenden Zollerhöhungen die eigene Wirtschaft vor dem Zusammenbruch zu wahren. Der globale Warenaustausch kam dadurch beinahe zum Erliegen und befeuerte die Krise erst so richtig. Die Zoll-Politik ist also keine Erfindung von Donald Trump. Stellt sich die Frage, wohin die USA in den kommenden Jahrzehnten steuern? Die USA werden in 25 Jahren so wie heute eine Demokratie sein, betont Newald. Mit einem klaren Bekenntnis zu den Prinzipien der freien Marktwirtschaft. Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht.
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What this episode covers
Am 4. Juli feiern die USA ihren 250. Geburtstag. Mit Rainer Newald, dem Generalsekretär der Österreichisch-Amerikanischen Gesellschaft, beleuchte ich die Geschichte der USA. Der Schwerpunkt liegt dabei vor allem auf die wirtschaftlichen Aspekte. Und dabei zeigt sich rasch, dass viele Themen der Gegenwart ihre Wurzeln tief in den Ursprüngen der amerikanischen Geschichte haben.
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#6: Cash or Crash History: Die Geschichte der USA
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