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Cash or Crash - Der Wirtschaftspodcast

Der Podcast CashorCrash behandelt jede Woche die Hintergründe zu wichtigen nationalen wie internationalen Wirtschaftsthemen. Analysiert werden Zusammenhänge und die Folgen der jeweiligen Ereignisse sowie die Auswirkungen auf die finanzielle Situation für die Menschen in Österreich. Feedback bitte an: [email protected]

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  1. 35

    #21 Warum man Angst vorm Fliegen und Vorsicht bei Elon Musk haben sollte

    Die Fluglinien wollen für Verspätungen oder Flugausfälle künftig weniger Entschädigungen bezahlen. Bei vielen Regierungen in der EU haben die Airlines damit Gehör gefunden. Auf EU-Ebene wird derzeit darüber intensiv verhandelt. Derzeit erhält man ab drei Stunden Verspätung 250 Euro bei Kurzstrecken, 400 Euro bei Strecken zwischen 1500 und 3500 Kilometern und 600 Euro auf der Langstrecke. Die Airlines wolle das deutlich reduzieren. Dafür gibt es gute Nachrichten aus Italien und Kroatien. In Italien heißt es auf den Autobahnen seit 1. Juni „Maut zurück“, wenn man in einen längeren Baustellen-Stau gerät. Und Kroatien will ab September ein neues Mautsystem einführen und die bisherigen Mautstellen abschaffen, vor denen es immer wieder zu langen Staus kommt. In der Finanzwelt ist das Thema der Woche der Börsengang von SpaceX; das ist die Weltraumfirma von Elon Musk. Dabei handelt es sich um den größten Börsengang der Geschichte.  Warum ich trotzdem vorsichtig bin, sage ich Euch in diesem Podcast.   Links:  https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/verhandlung-fluggastrechte-100.html https://www.oeamtc.at/laenderinfo/italien/news/italien-rueckerstattung-der-maut-bei-stau-durch-baustellen-87267967 https://www.oeamtc.at/laenderinfo/kroatien/kroatien-umstellung-auf-digitale-maut-84319698 https://www.zeit.de/news/2026-06/11/was-den-spacex-boersengang-besonders-macht   Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht. 

  2. 34

    #20: Wie es mit der Inflation weitergeht und wer die Paketsteuer zahlt

    Die Inflation in Österreich steigt und steigt. Im Mai lag sie bei 3,7 Prozent. Politischer Hintergrund ist der Iran-Krieg. Typisch ist natürlich wieder, dass die Inflation in Österreich höher liegt als in der EU. Aber auch in der EU liegt sie mittlerweile bei 3,2 Prozent. Deshalb läuten auf europäischer Ebene die Alarmglocken. Und deshalb wird die Europäische Zentralbank EZB den Leitzins ziemlich sicher erhöhen. Die EZB ist der Kernreaktor der Banken im Euro-Raum. Unter anderem legt sie fest, wie hoch die Zinsen sind. Derzeit liegt der Leitzins bei zwei Prozent. Eine Anhebung bedeutet, dass die Kredite teurer werden. Das soll die Konjunktur abkühlen und die Inflation einbremsen. In Österreich gibt es dafür wieder eine neue Steuer. Die Paketsteuer. Eigentlich sollen diese Steuer die großen internationalen Onlineplattformen wie Amazon bezahlen. Am Ende werden es die Kunden sein. Und: Neue Steuern kurbeln immer die Inflation an.    Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht. 

  3. 33

    #19: Das Milliardengeschäft mit der Fußball-WM und wer davon profitiert

    Am 11. Juni beginnt die Herrenfußball-WM in Nordamerika. 48 Mannschaften nehmen daran teil. Der Präsident des Weltfußballverbandes FIFA, Gianni Infantino, hat angekündigt, dass die WM „das größte Sport-Ereignis werden wird, dass die Menschheit je gesehen hat“. Wie auch immer. Eines steht jedenfalls schon fest: Diese WM wird für die FIFA die lukrativste aller Zeiten. Der Weltfußballverband FIFA rechnet aktuell mit rund 9,3 Milliarden Euro an Einnahmen. Das ist mehr als doppelt so viel wie die Einnahmen bei den Olympischen Sommerspielen 2024 in Paris. Der Verkauf der weltweiten Fernsehrechte ist die größte Einnahmequelle der FIFA. Dazu kommen die Einnahmen von den Ticketverkäufen und die Gelder von den Sponsoren. Auch der Österreichische Fußball-Bund profitiert von seiner Teilnahme am Großereignis sowie der Handel und die Wettanbieter. Zahlen stehen natürlich noch aus. Aber allein die Fußball-EM 2024 brachte dem österreichischen Handel und der Wirtschaft branchenübergreifend geschätzte Zusatzeinnahmen von rund 200 Millionen Euro.  Links:  https://www.businessinsider.de/wirtschaft/es-geht-um-milliarden-die-fussball-wm-2026-bricht-alle-rekorde/ https://www.theguardian.com/football/ng-interactive/2026/apr/30/the-13bn-world-cup-how-the-numbers-stack-up-on-fifas-2026-balance-sheet Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht. 

  4. 32

    #18: "Entweder ignorieren oder regulieren"

    In meinem Podcast Cash or Crash habe ich heute Carmen Treml zu Gast. Sie ist Analystin beim wirtschaftsliberalen Think Tank Agenda Austria. Mit ihr spreche ich darüber, ob es zwischen Österreich und Argentinien Parallelitäten gibt, wie attraktiv unser Land als internationaler Standort ist und ob unser Bildungssystem noch zeitgemäß ist.  Für Carmen Treml steht fest, dass der Kurs von Argentiniens Präsident Javier Milei erfolgreich ist. Nicht zuletzt, weil er die Inflation dramatisch gesenkt und notwendige Einsparungen im staatlichen Verwaltungsbereich vorgenommen habe. Dies sei auch ein Punkt, wo sich Österreich ein Beispiel nehmen könne.  Die von der österreichischen Regierung beschlossene Senkung der Lohnnebenkosten für die Wirtschaft um einen Prozentpunkt ist für Treml ein Schritt in die richtige Richtung. Ansonsten sieht Treml die Arbeit der Regierung kritisch. „Es wurde extrem viel versprochen. Eine Pensionsreform, eine Bildungsreform eine Gesundheitsreform. Und passiert ist in Wahrheit sehr wenig.“ Die Ursache dafür kann Treml nicht orten. „Es ist wirklich fragwürdig, warum da einfach nichts weitergeht.“ Gerade in puncto Pensionssystem sei es inzwischen allgemein bekannt, dass ein höheres Antrittsalter nötig sei.  Eine aktuelle Studie des KSV, wonach jeder sechste Betrieb in Österreich daran denkt, zumindest Teile der Produktion oder des Geschäftes ins Ausland zu verlagern, sieht Treml als „Alarmsignal“. Dazu passe auch, dass es in Österreich keine großen internationalen Betriebsansiedlungen mehr geben würde so wie etwa in Ost-Europa. Dafür sei Österreich einfach als Standort zu un-attraktiv.  Hauptproblem sei die Bürokratie. Die ufere seit Jahren aus. Hier sei es dringend notwendig, radikale Schritte zu setzen und Doppelgleisigkeiten endlich abzubauen. Treml: „Also dieser Föderalismus, so wie er jetzt gelebt wird, ist wirklich tödlich, weil Sachen doppelt und dreifach gemacht werden, weil es Bereiche gibt, wo sich keiner so wirklich zuständig fühlt.“ Gerade das Bildungssystem sei ein Beispiel dafür, dass der Föderalismus den effizienten Einsatz der finanziellen Mittel eher verhindern als fördern würde. Denn grundsätzlich sei das Bildungssystem in Österreich gut, man bräuchte allerdings mehr Transparenz, sagt Treml. Die Integration neuer Technolgien wie KI in den Unterricht sei dringend erforderlich. Österreich sei hier viel zu lange säumig gewesen. Österreich würde neue technologische Entwicklungen "entweder ignorieren oder regulieren". Die Debatte, ob Fächer wie Latein zu streichen seien, sei die falsche, sagt Treml. Viel sinnvoller sei es, neue Fächerkombinationen anzudenken.   Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht. 

  5. 31

    #17: Die Kriegsgewinner - wer von der Iran-Krise profitiert

    Der Iran-Krieg verteuert unser Leben. Die Preise für Benzin und Diesel sind eine Belastung für die Menschen und die Unternehmen. Als nächstes werden die Preise in den Supermärkten steigen. Und generell wird die Inflation wieder anziehen. Gleichzeitig aber gibt es auch eine Reihe von Kriegsgewinnern. Das sind in erster Linie einmal die großen Öl- und Energiekonzerne. Die drei größten europäischen Ölkonzerne Shell, BP und TotalEnergies erzielten im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum Mehreinnahmen von mehreren Milliarden Euro. Der saudi-arabische Staatskonzern Saudi Aramco steigerte den Gewinn trotz des Iran-Kriegs um 26 Prozent. Der Ölkonzern umgeht die Blockade der Straße vom Hormus mit Hilfe einer Pipeline durch das Land. Zu den großen Profiteuren zählen auch die Rüstungskonzerne. Wobei die schon seit dem Ukraine-Krieg Hochkonjunktur haben. Der Krieg im Nahen Osten hat die Nachfrage nach Raketen und Drohnen jetzt weiter befeuert. Vor allem die drei großen US-Rüstungsunternehmen Lockheed Martin, Boeing und Northrop Grumman profitieren davon. Auch die Hersteller von E-Autos zählen zu den Kriegsgewinnern, weil  der Anstieg der Spritpreise die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen steigen lässt. Insbesondere Chinas Hersteller profitieren. Und schließlich gibt es auch noch geostrategisch ein paar große Gewinner.  Links:  https://www.journal21.ch/artikel/wer-sind-die-gewinner-und-verlierer-im-iran-krieg https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/industrie-diese-branchen-und-firmen-profitieren-vom-iran-krieg/100224434.html https://taz.de/Kriegsgewinner-Iran/!6167331/ https://www.merkur.de/wirtschaft/energie-wendepunkt-wie-der-iran-krieg-die-welt-veraendert-zr-94310716.html   Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht. 

  6. 30

    #16: Klimawandel und weniger Agrarflächen - wo Österreich sich noch selbst versorgen kann

    Heute spreche ich über die Situation in der Landwirtschaft und wie es mit der Selbstversorgung in Österreich steht. Im März und April war es nämlich viel zu trocken. Die Regenfälle jetzt im Mai haben dann zwar für eine Entspannung gesorgt. Beim Grundwasser bleibt die Lage aber angespannt. Auf jeden Fall drohen Ernteausfälle. Grundsätzlich ist zudem auffallend, dass Österreich immer häufiger von langen Trockenperioden heimgesucht wird. Stellt sich die Frage, ob und wie sich Österreich überhaupt selbst ernähren kann. Auf jeden Fall sinkt die Agrarfläche. Ein Grund dafür ist das seit Jahrzehnten anhaltende Bauernsterben. Landwirtschaft lohnt sich für viele Bauern einfach nicht. Trotz diverser Förderungen ist die Tierhaltung oder die Erzeugung von agrarischen Rohstoffen teurer als der Preis, den die Landwirte dafür bekommen. Ein anderer Grund für den Rückgang der Agrarflächen ist, dass  Österreich in den vergangenen Jahrzehnten schlichtweg zubetoniert und zu-asphaltiert wurde.  Links:  https://www.noen.at/korneuburg/landwirtschaft-trockenheit-fuer-die-gerste-kommt-jeder-regen-zu-spaet-521881406 https://www.diepresse.com/23569192/regentage-sorgen-in-oesterreich-fuer-leichte-entspannung-bei https://www.bmluk.gv.at/themen/lebensmittel/lebensmittel-in-oesterreich/selbstversorgungsgrad.html https://www.statistik.at/fileadmin/announcement/2025/06/20250626AS2023.pdf https://www.wwf.at/wp-content/uploads/2025/06/WWF_Bodenreport_2025.pdf   Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht. 

  7. 29

    #15 Österreich ist Weltmeister

    Österreich hat rund 160 Unternehmen, die an der Weltspitze mitspielen. Aktiv sind diese Unternehmen in speziellen Bereichen, den sogenannten Nischenmärkten. Deshalb sind sie der Weltöffentlichkeit nicht so bekannt.  Und deshalb bezeichnen Wirtschaftsexperten diese Unternehmen als Hidden Champions, was frei übersetzt soviel wie „heimliche Weltmeister“ bedeutet.  Die Bandbreite der österreichischen Hidden Champions reicht von milliardenschweren Konzernen wie der voestalpine bis hin zu hochspezialisierten Mittelstandsbetrieben wie Komptech. Die voestalpine ist Weltmarktführer bei Werkzeugstahl, Komptech stellt Maschinen und Anlagen für das Abfallrecycling her. Andere heimliche Weltmeister sind zum Beispiel der Kristallglaskonzern Swarovski, der Baustoffriese Wienerberger oder der Seilbahnhersteller Doppelmayer. Zuletzt haben die österreichischen Weltmeister zusammen einen Umsatz von 136 Milliarden Euro erzielt und 577.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.  Weltweit gibt es an die 4.000 Hidden Champions. Rechnet man die Zahl der Hidden Champions auf die Zahl der Einwohner pro Land um, dann liegt Österreich weltweit sehr weit vorne.  Die Liste der Hidden Champions findet ihr zum Download in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsmagazins BOMM unter dem Link https://senat.at/boom/ Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht. 

  8. 28

    #14: Woran über 100.000 Unternehmer denken und wer das größte Sorgenkind in der Wirtschaft ist

    In dieser Spezial-Ausgabe meines Podcasts Cash or Crash spreche ich mit KSV-Chef Ricardo-Jose Vybiral über die aktuelle Pleitewelle und über die generelle Lage der Wirtschaft in Österreich. Immerhin denkt jeder sechste Betrieb an eine Produktionsverlagerung ins Ausland nach. Für Vybiral ein klares „Alarmzeichen“.   Laut aktueller Auswertung des Kreditschutzverbandes 1870 (KSV) mussten im ersten Quartal 2026 in Österreich 1.769 Unternehmen Insolvenz anmelden. Das sind im Schnitt fast 20 Betriebe pro Tag. Zu den Insolvenztreibern zählen vor allem der Handel, das Baugewerbe und die Gastronomie. Diese Branchen verzeichnen seit Jahresbeginn 44 Prozent aller Firmenpleiten. Wobei für Vybiral die Gastronomie aktuell das große Sorgenkind der heimischen Wirtschaft repräsentiert.  Dort sind die Pleiten zuletzt auffallend gestiegen. Die Gründe für die Krise in der „Gastro“ sind für den KSV-Chef hohe Betriebskosten (wie Energie-, Lebensmittel-, Personalkosten) dann die schwache wirtschaftliche Gesamtlage, wodurch Restaurantbesuche vermehrt reduziert werden, und strukturelle Probleme wie geringe Gewinnmargen und ein starker Konkurrenzkampf.  Generell auffallend ist auch, dass mittlerweile 40 Prozent aller Pleitefirmen nicht einmal mehr ein ordentliches Insolvenzverfahren einleiten können. Weil diese Betriebe nicht in der Lage sind, die Kosten in der Höhe von 4.000 Euro für ein ordentliches Insolvenzverfahren aufzubringen.  Eine konkrete Prognose für das gesamte Jahr will der KSV-Chef aufgrund der unsicheren Lage durch den Iran-Krieg nicht abgeben. Auch in der Wirtschaft ist die Stimmung verhalten. Zwar bewertet laut KSV die Hälfte der heimischen Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage mit gut, doch vor der Covid-Pandemie waren das 60 Prozent gewesen.  Die hohe Kosten, die starke Konsumflaute und der Fachkräftemangel setzen den Betrieben laut Vybiral immer stärker zu. Infolgedessen denkt jeder sechste Betrieb  darüber nach, zumindest einzelne Geschäftsbereiche ins Ausland zu verlagern. Für Vybiral ist das ein ernstes Signal. Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht. 

  9. 27

    #13 Was hohe Staatsschulden und ein Erdbeben in der OPEC für unsere Geldbörse bedeuten

    In diesem Podcast geht es um das Budget der Regierung für die kommenden zwei Jahre und um den Austritt der Vereinigten Arabischen Emirate aus der OPEC. Beides hat direkte bzw. indirekte Folgen für unsere Geldbörse. Dass die österreichische Regierung sparen muss, ist kein Geheimnis. Die Staatsschulden sind laut EU-Finanzregelwerk zu hoch. 418 Milliarden Euro betrugen sie am Ende des vergangenen Jahres. Das entspricht einerSchuldenquote von 81,5 Prozent. Die Schuldenquote ist das Verhältnis der gesamten Staatsschulden zum nominalen Bruttoinlandsprodukt (BIP) eines Landes. Die EU erlaubt aber nur 60 Prozent. Österreich liegt also deutlich darüber. Hoch sind auch die Lohnnebenkosten in Österreich. Insgesamt betragen sie 47 Prozent. Bezahlt werden sie sowohl von den Arbeitnehmern wie Arbeitgebern. Für die Unternehmen werden sie jetzt um einen Prozentpunkt gesenkt. So zählt die Wirtschaft, mit Abstrichen, zu den Gewinnern der aktuellen Budgetverhandlungen. Darüber hinaus gibt es aber auch noch andere weitaus größere Gewinner. In der internationalen Politik musste die OPEC zuletzt eine Niederlage einstecken. Das Öl-Kartell verlor mit den Vereinigten Arabischen Emiraten ein wichtiges Mitglied. Nach einem ersten Schockmoment in den Medien stellte sich dann aber heraus, dass der Austritt der Emirate uns langfristig an den Tankstellen zugute kommen könnte – sofern der Iran-Krieg bald endet.  Links https://orf.at/stories/3428086/ https://www.derstandard.at/story/3000000318427/regierung-will-ein-paket-von-fuenf-milliarden-stemmen-die-eckpunkte-des-doppelbudgets https://www.tagesschau.de/ausland/asien/vae-austritt-opec-folgen-100.html Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht. 

  10. 26

    #12 Der EU-Mercosur-Pakt tritt in Kraft - was das für unsere Geldbörse bedeutet

    Am 1. Mai tritt der Handelspakt zwischen der EU und den südamerikanischen Mercosur-Ländern Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay in Kraft. Zumindest einmal vorläufig, da das EU-Parlament noch Bedenken hat. Für die Geldbörse der Konsumentinnen und Konsumenten bietet das Abkommen jedenfalls Vorteile. Konkret geht es bei dem Abkommen um die Abschaffung von Zöllen. Insgesamt sind rund 90 Prozent aller Zölle davon betroffen. Rindersteaks aus Argentinien und Kaffee aus Brasilien werden also billiger.  Mit dem Abkommen entsteht eine der größten Freihandelszonen der Welt mit über 700 Millionen Einwohnern und einer gesamten Wirtschaftsleistung von 19.000 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Die Wirtschaftsleistung der USA betrug zuletzt 25.000 Milliarden Euro. Das Handelsabkommen beinhaltet für die EU aber auch strategische Vorteile. Es minimiert die Abhängigkeit der EU von Rohstoffen, da Brasilien und Argentinien über Mineralien verfügen, die in der EU etwa für die Energiewende dringend benötigt werden. Nicht zu den Gewinnern zählt die EU-Landwirtschaft. Der Konkurrenzdruck für diese Branche wird durch das Abkommen nicht geringer.  https://austria.representation.ec.europa.eu/news/eu-mercosur-abkommen-vorlaufige-anwendung-ab-dem-1-mai-2026-03-23_de https://orf.at/stories/3424701/ Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht. 

  11. 25

    #11 Hoffnung für die ungarische Wirtschaft und Angst vorm Fliegen

    Für diese Woche habe ich zwei Themen vorbereitet. Zunächst Ungarn. Nach der Wahl von Péter Magyar zum Regierungschef stellt sich die Frage, welche Folgen das für die Wirtschaft hat. Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Ungarn und Österreich sind jedenfalls sehr intensiv. Konkret ist Ungarn für Österreich derzeit der siebentwichtigste Exportmarkt. Umgekehrt ist Österreich für Ungarn der viertwichtigste Handelspartner. Insgesamt sind 1.400 österreichische Unternehmen in Ungarn aktiv. Prominente österreichische Unternehmen in Ungarn sind zum Beispiel Spar, Voestalpine, Wienerberger, die Raiffeisenbank International und die Erste Bank. Nach Deutschland zählen österreichische Unternehmen zu den zweitwichtigsten Investoren in Ungarn. Sie hoffen auf ein Ende der nationalistischen Wirtschaftspolitik.  Das zweite Thema sind die Flugpreise. Durch den Iran-Krieg explodieren die Treibstoffpreise. Der Preis für Kerosin hat sich seit dem Ausbruch des Krieges mehr als verdoppelt. Wer seinen Sommerurlaub oder vielleicht sogar schon seinen nächsten Winterurlaub im Süden plant, sollte das rasch tun, bevor die Preise noch weiter steigen. Asien sollte man dabei vermeiden. Ansonsten gilt es gerade bei Online-Buchungen mehr denn je auf das Kleingedruckte zu achten. Sonst drohen im Nachhinein böse Überraschungen.  Links zu den Themen:  https://www.wko.at/aussenwirtschaft/ungarn-wirtschaftslage https://www.bmeia.gv.at/oeb-budapest/oesterreich-in-ungarn/wirtschaft https://www.derstandard.at/story/3000000315084/fliegen-wird-wegen-des-iran-kriegs-immer-teurer https://orf.at/stories/3423994/     Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht. 

  12. 24

    #10 Eine politische Nebelgranate und die strenge Kammer

    Ich habe für heute zwei Themen vorbereitet. Das eine sind die hohen Preise für Benzin und Diesel. Das andere Thema ist die Aufarbeitung des Wirtschaftskammer-Skandals vom Ende des Vorjahres. Zum Zeitpunkt, da ich diesen Podcast aufnehme, haben die USA und der Iran eine zweiwöchige Waffenruhe vereinbart. Ob die hält, wird man sehen.  Eines ist klar: Die Preise für Benzin und Diesel werden sicher einmal hoch bleiben. Die Politik gibt dafür den internationalen Öl-Konzernen die Schuld. Die Öl-Multis sind aber nicht die einzigen Profiteure von den hohen Spritpreisen. In Österreich ist auch der Staat neben den Öl-Multis der große Krisen-Gewinner, wenn an der Tankstelle die Preise explodieren. In diesem Podcast sage ich, warum das so ist.  Das zweite Thema für diesen Podcast ist die Wirtschaftskammer. Denn dieser Tage tagt der ÖVP-Wirtschaftsbund. Der hat in der Kammer das Sagen. Dabei sollen die Weichen für die Zukunft gestellt werden. Denn nach dem Wirtschaftskammer-Skandal vom Vorjahr ist der Reformdruck groß. In dieser Folge meines Podcast erkläre ich nochmal, worum es beim Skandal ging, wer jetzt die Fäden zieht, wie sich die Kammer finanziert und ob eine Reform überhaupt möglich ist.  Links:  https://www.energynewsmagazine.at/2026/04/08/minister-fuer-uebergewinnsteuer/ https://www.oeamtc.at/autotouring/reportage/so-kommt-der-spritpreis-zustande-85731949 https://www.parlament.gv.at/dokument/XXVII/A/2951/fnameorig_1482926.html https://noe.orf.at/stories/3342621/ https://www.diepresse.com/20738491/wirtschaftsbund-kuenftig-ohne-ruck-schultz-baut-fuehrung-um Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht. 

  13. 23

    #9: Wieviel uns die Bürokratie von Bund, Ländern und Gemeinden kostet

    Österreichs Politiker wollen den Staat reformieren und die Bürokratie abbauen. Dazu haben sie eine sogenannte Reformpartnerschaft gegründet. Vertreten sind dabei die Spitzenpolitiker der Bundes- und Landesregierungen sowie des Gemeindebundes.  Reformiert werden sollen unter anderem die Bereiche Gesundheit, Bildung und Verwaltung. Bis zum Sommer soll es eine Lösung geben.  Passend dazu hat die Wirtschaftskammer neue Zahlen präsentiert. Österreichs Unternehmer müssen demnach jährlich rund 320 Millionen Arbeitsstunden für bürokratische Aufgaben aufwenden. Darunter fällt die gesamte Bandbreite administrativer Tätigkeiten, von der Buchhaltung bis hin zu umfangreichen Melde- und Dokumentationspflichten, wie die Wirtschaftskammer berichtet. Umgerechnet entspricht das rund 195.000 Vollzeitstellen, die mit Bürokratie beschäftigt sind. Auch das Wirtschaftsforschungsinstitut Economica hat den „Bürokratiestandort Österreich“ untersucht. Dabei hat das Institut herausgefunden, dass jährlich allein durch die Bürokratie zehn bis 15 Milliarden Euro an Kosten für die Wirtschaft entstehen. Zudem herrscht zwischen Bund, Ländern und Gemeinden ein Wirrwarr an Doppelgleisigkeiten. Allein in den Bereichen Verwaltung, Bildung und Gesundheit könnte man laut dem Institut zwischen zehn und 19 Milliarden Euro einsparen. Ohne, dass darunter das Leistungsangebot leiden würde.  Links:  https://www.iv.at/news/detail/buerokratie-standort-oesterreich/#:~:text=%C3%96sterreich%20ist%20B%C3%BCrokratie%2DMittelma%C3%9F,deren%20Vollzug%20durch%20heimische%20Beh%C3%B6rden. https://orf.at/stories/3424596/ https://de.linkedin.com/comm/pulse/bürokratie-kostet-und-zwar-mehr-als-viele-denken-wirtschaftskammer-fnnbf?lipi=urn%3Ali%3Apage%3Aemail_email_series_follow_newsletter_02%3Bmio8UQZDS5mQMavWmQUsMw%3D%3D&midToken=AQHCRF208nvMqQ&midSig=28D0ONCOlAcsc1&trk=eml-email_series_follow_newsletter_02-newsletter_content_preview-0-read_more_banner_cta_&trkEmail=eml-email_series_follow_newsletter_02-newsletter_content_preview-0-read_more_banner_cta_-null-rwmtmm~mn1eqg2y~dp-null-null&eid=rwmtmm-mn1eqg2y-dp Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht. 

  14. 22

    #8: Warum die Preise im Supermarkt steigen und wem Spar, Billa und Co. gehören

    Die Krise im Nahen Osten rund um den Iran macht unser Leben wieder teurer. Weil es aus dem Krisengebiet keine Öl- und Gaslieferungen gibt, sind die Spritpreise in die Höhe geschossen. Das verteuert die Lebensmittelproduktion und die Kosten für die Lebensmitteleinzelhändler. Die Preise für die Grundnahrungsmittel in den Supermärkten werden also bald kräftig anziehen. Zählen die Eigentümer der großen Supermarktketten somit zu den Krisengewinnern? Und wem gehören Spar, Billa, Hofer und Lidl eigentlich? Diese Fragen versuche ich in diesem Podcast zu beantworten. Soviel vorab: Österreichs große Supermarktketten sind in deutscher Hand. Bis auf eine große Ausnahme. Links:  https://www.sn.at/wirtschaft/oesterreich/brauchen-wir-staatliche-lebensmittelbevorratung-ja-meint-spar-chef-hans-reisch-im-interview-art-640040 https://kurier.at/wirtschaft/spar-reisch-supermarkt-kette-lebensmittelhandel-shrinkflation-teuerung/403114600 https://www.krone.at/4083086 https://www.manager-magazin.de/unternehmen/lidl-aldi-edeka-und-co-das-sind-die-besitzer-der-wichtigsten-supermarkt-ketten-a-ee1745ad-2f6b-43bb-879c-9a406ff1556f https://kurier.at/wirtschaft/karriere/firmenuebernahme-lebensmittel-marke-oesterreich-wiesbauer-truenkel/403069671           Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht. 

  15. 21

    #7: Das Schreckgespenst Inflation ist wieder da

    Das Schreckgespenst namens Inflation kehrt zurück. Dabei sah es zu Jahresbeginn noch gut aus. Da lag die Teuerungsrate in Österreich bei zwei Prozent; im Februar waren es dann 2,2 Prozent gewesen. Doch dann sorgte der Iran-Krieg für einen Anstieg der Öl- und Gaspreise. Das wird eine Kettenreaktion auslösen. Sehr bald werden die Preise für Heizöl, Strom und Lebensmittel steigen. Bereits gestiegen sind die Flugpreise, wie der ORF berichtet hat. Der Treibstoff-Preis für das Kerosin macht bei den Fluglinien ein Viertel der gesamten Kosten aus.  Das hat dramatische Folgen. So hat das deutsche „Handelsblatt“ berichtet, dass ein Economy-Flug von München nach Bangkok jetzt 3.200 Euro kostet. Das ist ein Plus von 160 Prozent. Bei Singapore Airlines haben sich die Preise für Flüge von Frankfurt nach Singapur verzehnfacht, schreibt das deutsche Portal Reisereporter. Wie  sehr das alles die Inflation befeuern wird, ist noch unklar. Laut ersten Experten-Schätzungen wird die Inflation in Österreich bereits im März wieder von 2,2 auf 2,6 Prozent steigen. In den Folgemonaten wird sie sich dann weiter erhöhen, wenn der Iran-Krieg andauert.  Zugleich kommen schlechte Nachrichten von der Österreichischen Gesundheitskasse ÖGK. 2020 hatte die ÖGK noch finanzielle Reserven von 1,4 Milliarden Euro verbucht. Die sind jetzt aufgebraucht, hat die Kronen Zeitung berichtet. Grund sind die hohen Verluste. Seit 2020 schreibt die ÖGK jährlich Verluste zwischen 300 und 600 Millionen Euro. Und es wird schlimmer. In zwei Jahren rechnet die ÖGK mit einem Verlust von knapp einer Milliarde Euro.  Der Grund ist einfach. Die Österreicher werden immer älter. Das strapaziert das Gesundheitssystem. Haupttreiber der Kosten sind steigende Ausgaben – vor allem für Spitäler Ärztehonorare und teure Medikamente.  Links https://www.derstandard.at/story/3000000312818/inflation-bei-22-prozent-wegen-des-kriegs-wird-die-teuerung-richtung-drei-prozent-springen https://kurier.at/wirtschaft/iran-krieg-inflation-duenger-gas-oel-halbleiter-chips-hormus-blockade/403140476 https://www.reisereporter.de/reisenews/fluege-fuer-2026-und-2027-jetzt-buchen-warum-das-sinnvoll-sein-kann-XW3WS27FP5E7BI6ONKT4XERFUU.html https://www.focus.de/reisen/flug/preishammer-bei-lufthansa-fluege-bis-zu-300-euro-teurer_fb66e883-71f3-4c71-a89f-54a17f0201a2.html https://orf.at/stories/3423994/ https://www.krone.at/4080076   Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht. 

  16. 20

    #6: Cash or Crash History: Die Geschichte der USA

    Am Anfang steht Hochverrat. Am 4. Juli 1776 sagen sich die Vertreter von 13 britischen Kolonien in Nordamerika von ihrem Mutterland los und gründen einen eigenen Staatenbund. Grund waren die hohen Steuern und Zölle, die London seinen amerikanischen Kolonien auferlegt hatte, wie Newald erläutert. Die Briten verlieren Krieg und Kolonien. 1783 anerkennt Großbritannien die Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten von Amerika. Ein Glück für die Gründerväter. Hätten sie den Krieg verloren, wären sie gehängt worden.  Was folgt, ist eine politische und ökonomische Expansion, wie sie die neuere Geschichte selten kennt. Rund acht Jahrzehnte nach ihrer Gründung erstrecken sich die USA bis an den Pazifik. Nach dem Bürgerkrieg von 1861 bis 1865 erfolgt der Aufstieg zur stärksten Wirtschaftsmacht der Welt.  In der Außenpolitik folgen die USA lange Zeit dem Prinzip des Isolationismus, analysiert Newald. Erstmals durchbrechen die USA dieses Prinzip mit dem Eintritt in den Ersten Weltkrieg 1917. Das endgültige Ende des Isolationismus erfolgt im Zweiten Weltkrieg. Mit dem Kalten Krieg gegen die Sowjetunion wurde ein Rückzug auf die isolationistische Position undenkbar.  Eines der Hauptinteressen der politischen Repräsentanten in Washington war seit jeher der Schutz der eigenen Wirtschaft. In Form von Zöllen. Schon 1789 verabschiedete der US-Kongress die ersten Zollgesetze. Auch der Aufstieg zur wirtschaftlichen Weltmacht zwischen 1865 und 1914 wurde durch Zölle begünstigt. Newald bringt noch ein anderes wichtiges Beispiel. Nach dem Ausbruch der Weltwirtschaftskrise versuchte die US-Regierung 1930 mit flächendeckenden Zollerhöhungen die eigene Wirtschaft  vor dem Zusammenbruch zu wahren. Der globale Warenaustausch kam dadurch beinahe zum Erliegen und befeuerte die Krise erst so richtig. Die Zoll-Politik ist also keine Erfindung von Donald Trump.  Stellt sich die Frage, wohin die USA in den kommenden Jahrzehnten steuern? Die USA werden in 25 Jahren so wie heute eine Demokratie sein, betont Newald. Mit einem klaren Bekenntnis zu den Prinzipien der freien Marktwirtschaft.  Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht. 

  17. 19

    #5: Wem gehören eigentlich die Tankstellen-Konzerne

    Durch den Iran-Krieg sind die Spritpreise an den Tankstellen nach oben geschossen. Durch den Krieg sind nämlich die Öl- und Gas-Lieferungen massiv beeinträchtigt worden. Allein durch die sogenannte Straße von Hormus wird ein Fünftel des weltweiten Bedarfs an Öl und Gas transportiert. Diese schmale Seestraße zwischen dem Iran und der arabischen Halbinsel wurde aber gleich nach Kriegsausbruch blockiert. In dieser Folge geht es daher um die Tankstellenkonzerne in Österreich. Von der OMV bis zu Turmöl, von ENI bis Shell. Wem gehören diese Unternehmen eigentlich? Wieviel Gewinn haben sie zuletzt erzielt und wie steht es um ihre Aktienkurse? Und schließlich gehe ich noch der Frage nach, wie sich der Sprit-Preis eigentlich zusammensetzt. Und da habe ich dann eine große Überraschung für euch.  Übrigens: Durch die höheren Öl- und Gaspreise wird die Inflation im März wieder steigen. IHS-Chef Holger Bonin rechnet mit einer Steigerung von 2,2 auf 2,6 Prozent. Damit werden auch die Lebensmittelpreise weiter anziehen. Und wer seinen Sommerurlaub - inklusive Flug - noch nicht geplant hat, sollte das rasch tun. Denn die Fluglinien werden die Preise ziemlich rasch erhöhen.  Links zum Thema https://www.bp.com/en/global/corporate/investors/results-reporting-and-presentations/annual-report.html#ar-highlights-1-1 https://www.tikr.com/de/blog/who-owns-shell-biggest-shareholders-and-insider-moves https://goldesel.de/aktien/news/shell-erhoht-dividende-setzt-35-mrd-usd-ruckkaufe-fort-gewinn-2025-steigt https://www.wko.at/oe/industrie/energierohstoff-kraftstoff/tankstellenstatistik https://www.investopedia.com/articles/insights/062016/top-5-british-petroleum-shareholders-bp.asp https://www.oeamtc.at/thema/verkehr/mineraloelsteuer-co2-bepreisung-17914742 Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht. 

  18. 18

    #4: Die Folgen der Iran-Krise: Inflation und drohende Rezession

    Die Iran-Krise hat tiefgreifende Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Wie sehr und wie stark, hängt natürlich davon ab, wie lange die Krise dauern wird. Die Geldbörse der Menschen wird aber so oder so wieder stark belastet werden. Im Februar lag die Inflation in Österreich bei 2,2 Prozent. Im März wird sie höher liegen. In weiterer Folge könnte die Inflation sogar das zarte Wirtschaftswachstum abwürgen, das für heuer prognostiziert wurde. Dieser Podcast liefert aber nicht nur Informationen über die ökonomischen Folgen der Iran-Krise; ich gebe auch einen kompakten Überblick über den Iran. Ich beleuchte die Macht der Revolutionsgarde und die wirtschaftliche Situation im Land. Weiters skizziere ich die Bedeutung der sogenannten "Straße von Hormus" und gehe der Frage nach, wie es in Österreich um die Versorgungssicherheit von Öl und Gas steht.   Links zu dieser Folge: https://www.watson.ch/international/naher-osten/756014753-die-strasse-von-hormus-warum-diese-meerenge-so-wichtig-ist • https://www.dw.com/de/was-ist-irans-revolutionsgarde/a-64453930 https://www.wiwo.de/technologie/wirtschaft-von-oben/wirtschaftslage-im-iran-hier-floriert-irans-wirtschaft-trotz-sanktionen/100190643.html   Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht. 

  19. 17

    #3: Dauerbrenner Erbschaftssteuer: Ein Streitfall in Zahlen

    Seit 2008 gibt es in Österreich keine Erbschaftssteuer mehr. Das bedeutet aber nicht, dass bei Erbschaften nicht trotzdem eine Steuer bezahlt werden muss. Nur heißt diese Steuer eben nicht Erbschaftssteuer. Dennoch wird im "linken Reichsdrittel" regelmäßig die Forderung nach Wiedereinführung einer Erbschaftssteuer laut. Um für mehr Steuergerechtigkeit zu sorgen, wie betont wird. Die Gegner sprechen von einem Angriff auf das Privateigentum und erwidern, dass Österreich jetzt schon unter einer hohen Steuerlast leidet.  Das Thema spaltet aktuell jedenfalls gerade wieder einmal das Land. Die Bruchlinien verlaufen dabei häufig zwischen Erben und Nichterben. Auffallend ist auch, dass über kaum ein wirtschaftliches Thema so emotional diskutiert wird. Die Erbschaftssteuer ist Thema an den Stammtischen, am Arbeitsplatz und in der Politik. Ich bin daher der Frage nachgegangen, wie die aktuellen Modelle einer Erbschaftssteuer aussehen. Welche Auswirkungen sie im Vergleich zur jetzigen Besteuerung von Erbschaften hätten? Wie die Position der einzelnen Parlamentsparteien ist und welche Zahlen, die im Zusammenhang mit einer Erbschaftssteuer genannt werden, seriös sind. Dazu bringe ich Fallbeispiele  und werfe einen Blick ins Ausland.  Links zum Thema:  https://www.finanz.at/steuern/erbschaftssteuer/ https://de.euronews.com/business/2024/04/16/erbschaftssteuer-in-europa-wer-zahlt-wo-wieviel-und-wer-kassiert-was https://gemeindebund.at/februar-vorschuesse-stagnation-durch-einbruch-der-grunderwerbsteuer/ https://www.wko.at/oe/news/analyse-erbschaftssteuer.pdf https://www.meinbezirk.at/wien/c-politik/keine-mehrheit-fuer-erbschaftssteuer-im-nationalrat_a8302802         Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht. 

  20. 16

    #2: Warum Österreich von einer Pleitewelle überrollt wird

    Eine Pleitewelle braust über Österreich. Zuletzt sind täglich fast 19 Unternehmen in die Pleite geschlittert. Das ist rekordverdächtig. Was sind die Ursachen dafür? Und wie geht es den österreichischen Unternehmen überhaupt? Dazu habe ich im Vorfeld für diesen Podcast mit Ricardo-José Vybiral gesprochen. Er ist der Chef des Kreditschutzverbandes KSV und ist mit der wirtschaftlichen Lage und vor allem mit der finanziellen Situation der heimischen Unternehmen bestens vertraut. Österreich war in den vergangenen drei Jahren in einer Rezession. Das war die längste Flaute seit dem Zweiten Weltkrieg und hat die Unternehmer massiv unter Druck gesetzt. Dazu gehe ich mit Vybiral auch der Frage nach, wie es aktuell um die Bonität der Unternehmen steht und wie er die Lage für 2026 sieht. Links zu dem Thema findet Ihr auf: https://www.ksv.at/insolvenzstatistik/unternehmensinsolvenz-2025https://www.statistik.at/fileadmin/pages/513/04_Branchendaten_nach_Beschaeftigtengroessenklassen.pdfhttps://www.derstandard.at/story/3000000307938/zahl-der-insolvenzen-stieg-2025-das-f252nfte-jahr-in-folge-anhttps://www.tagesschau.de/wirtschaft/energie/eu-gruener-industriedeal-100.htmlhttps://www.oesterreich.gv.at/de/lexicon/I/Seite.991151https://www.usp.gv.at/themen/veraenderung-aufloesung/insolvenz/ablauf-insolvenzverfahren.html#:~:text=Insolvente%20Unternehmen%20m%C3%BCssen%20sp%C3%A4testens%2060,die%20M%C3%B6glichkeit%2C%20einen%20Sanierungsplan%20vorzulegen.https://www.ksv.at/https://www.akv.at/ Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht. 

  21. 15

    #1: Warum Grönland plötzlich wichtig ist

    In dieser Folge spreche ich über Grönland. US-Präsident Donald Trump hat seit seinem Amtsantritt Anfang 2025 mehrfach angekündigt, Grönland annektieren zu wollen. Das belastet das Verhältnis zwischen den USA und der EU. Ausgehend davon gebe ich einen Überblick über die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den USA und der EU und beleuchte die finanziellen Folgen des Konflikts für die Menschen. Zunächst aber gebe ich euch einen kurzen Überblick, was man über Grönland wissen muss. Seit wann dort Menschen leben, was die Wikinger mit Grönland zu tun hatten und warum Grönland zu Dänemark gehört. Siehe dazu auch Infos unter https://www.geo.de/wissen/darum-gehoert-groenland-zu-daenemark-35366970.htmlÜbrigens: Grönland war kurzzeitig Mitglied der EU. Eine Zusammenfassung über die Geschichte von Grönland findet Ihr unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Gr%C3%B6nlandsIm Grönland-Konflikt geht es vor allem um die sogenannten Seltenen Erden. Grund genug also, einmal kurz zu erklären, was es mit diesen Metallen überhaupt auf sich hat. Wer es ganz genau wissen will, findet Details dazu hier. https://www.ardalpha.de/wissen/umwelt/nachhaltigkeit/seltene-erden-seltenerdmetalle-metalle-rohstoffe-technologie-smartphones-china-100.htmlGrönland verfügt über ein sehr großes Vorkommen an Seltenen Erden, während die USA und vor allem die EU bei der Produktion dieser Metalle nahezu völlig von China abhängig sind. Zugleich macht der Handel zwischen den USA und der EU 30 Prozent des globalen Handelsvolumens aus. Ein Konflikt zwischen den USA und der EU, egal ob um Grönland oder aus einem anderen Grund, würde unsere Wirtschaft massiv schädigen. Mehr Infos zum transatlantischen Handel findet Ihr hier: https://www.consilium.europa.eu/de/infographics/eu-us-trade/Seite dem Vorjahr gibt es in den USA übrigens schon Sonderzölle auf Produkte aus den Europa. Das könnte unser Leben teurer machen und sogar Jobs in bestimmten Branchen gefährden. Weitere Links: https://www.geo.de/natur/oekologie/-warum-groenlands-rohstoffe-auch-fuer-die-eu-interessant-sind-35506956.htmlhttps://www.faz.net/podcasts/f-a-z-podcast-fuer-deutschland/warum-viele-groenlaender-immer-noch-mit-einer-us-invasion-rechnen-200501914.htmlhttps://www.spiegel.de/ausland/groenland-frankreich-eroeffnet-generalkonsulat-a-2f882a7b-dc96-4e8e-b646-49964e2b74fc Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht. 

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