EPISODE · Apr 23, 2025 · 58 MIN
#6 Der Deutsche Film - Deutschlands liebstes Stiefkind
from Bang und Nensala (Der Podcast) Von Zuhörer Für Zuhörer · host Chris und Nino
Heute diskutieren wir, warum der deutsche Film nicht den Stellenwert genießt, wie ausländische Filmstandorte. Unser Sehverhalten ist durch Hollywoodfilme geprägt, die bis heute der Maßstab für die Art des Filmemachens sind. Die Briten und Franzosen sind ebenfalls führend in der Welt. Die Skandinavier (Thriller), Spanier (Haus des Geldes), Italiener (Gamorra) und Asiaten (Squid Game) sind in den letzten Jahren nachgezogen. Einzig Deutschland hatte sich filmtechnisch nicht weiter entwickelt. Wir stellen uns die Frage, woran das liegen könnte.In den 1920er war der deutsche Film führend auf der Welt (Metropolis/berühmter Science Fiction Film), bis die Nazis im Jahr 1933 die Macht übernahmen. Dies führte dazu, dass viele deutsche Filmemacher mit jüdischem Background entweder Berufsverbot erhielten, in Konzentrationslager umkamen oder in die USA flüchteten (Marlene Dietrich oder Billy Wilder) und dort Karriere machten. Nach den Propagandafilmen der Nazis (Jud Süß, der ewige Jude) entstanden in Nachkriegsdeutschland die sogenannten Heimatfilme (Komödie, seichte Unterhaltung), die die heutige DNA des deutschen Films ist.In den 1970er gingen eine neue Generation deutscher Filmemacher (Fassbender, Von Trotha und Schlöndorff) neue Wege und produzierte an Realismus angelehnte Filme (Angst essen Seelen auf, die Blechtrommel, die verlorene Ehre der Katharina Blum), die von der Auslandspresse gefeiert wurden, aber von den Deutschen kaum konsumiert wurde. Das deutsche Publikum beschränkte sich auf Fernsehen und bevorzugte seichte Unterhaltung (Dr. Specht, Schwarzwaldklinik) und seit der erfolgreichen Kinokomödie Männer, gibt es in Deutschland nur eine Erfolgsformel: Komödien...Die zentralen Fragen sind:- Gibt es in Deutschland auch andere Genres außer Komödien?- Für welche Zielgruppe werden deutsche Filme gemacht?- Wie sieht die deutsche Filmfinanzierung aus?- Gibt es innovative Ideen?- Geht es um Political Correctness?- Wer bestimmt, welche Filme in die Kinos kommen?Diese und andere Fragen stellen wir uns in dieser Folge(00:00:00) - Begrüßung(00:00:56) - Der Blick auf den deutschen Film(00:03:30) - Deutschlands weltweite Dominanz in den 1920er Jahren(00:06:13) - Das Naziregime und die Propagandafilme(00:08:56) - Die Heimatfilme der 50er Jahre(00:09:33) - Die Schulklassenkomödien der 60er Jahre(00:10:17) - Die DNA des deutschen Films(00:11:45) - Der neue Realismus der 70er Jahre (Fassbender, Petersen, Schlöndorff und Von Trotha)(00:14:37) - Die 80er Jahre: Zwischen Männer, Götz George und die Supernasen(00:16:18) - Boom in den 90er(00:16:53) - Neue deutsche Kinostars(00:17:23) - Ursachenforschung(00:19:55) - Immer die gleiche Formel(00:22:55) - Genrekino im Ausland(00:25:16) - Finanzielle Anreize(00:26:10) - Deutsche Produktionen sind regional gebunden(00:27:03) - Bernd Eichinger(00:28:13) - Die deutsche Filmförderung und der komplizierte Finanzierungs- und Entscheidungsprozess(00:32:55) - Kein Freiraum für innovative Ideen(00:38:05) - Actionserien Made in Germany(00:39:53) - Til Schweiger(00:43:01) - Tattoo(00:44:45) - Gute deutsche Filme(00:46:15) - Der künstlerisch deutsche Film(00:47:12) - Deutsche Polizeiserien und Krimis(00:47:48) - Verantwortung der deutschen Zuschauer(00:48:30) - Appell an die deutsche Filmförderung(00:53:55) - Filmfinanzierung in den USA(00:56:10) - DNA ausländischer Filme(00:57:13) - Verabschiedung
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Heute diskutieren wir, warum der deutsche Film nicht den Stellenwert genießt, wie ausländische Filmstandorte. Unser Sehverhalten ist durch Hollywoodfilme geprägt, die bis heute der Maßstab für die Art des Filmemachens sind. Die Briten und Franzosen sind ebenfalls führend in der Welt. Die Skandinavier (Thriller), Spanier (Haus des Geldes), Italiener (Gamorra) und Asiaten (Squid Game) sind in den letzten Jahren nachgezogen. Einzig Deutschland hatte sich filmtechnisch nicht weiter entwickelt. Wir stellen uns die Frage, woran das liegen könnte.In den 1920er war der deutsche Film führend auf der Welt (Metropolis/berühmter Science Fiction Film), bis die Nazis im Jahr 1933 die Macht übernahmen. Dies führte dazu, dass viele deutsche Filmemacher mit jüdischem Background entweder Berufsverbot erhielten, in Konzentrationslager umkamen oder in die USA flüchteten (Marlene Dietrich oder Billy Wilder) und dort Karriere machten. Nach den Propagandafilmen der Nazis (Jud Süß, der ewige Jude) entstanden in Nachkriegsdeutschland die sogenannten Heimatfilme (Komödie, seichte Unterhaltung), die die heutige DNA des deutschen Films ist.In den 1970er gingen eine neue Generation deutscher Filmemacher (Fassbender, Von Trotha und Schlöndorff) neue Wege und produzierte an Realismus angelehnte Filme (Angst essen Seelen auf, die Blechtrommel, die verlorene Ehre der Katharina Blum), die von der Auslandspresse gefeiert wurden, aber von den Deutschen kaum konsumiert wurde. Das deutsche Publikum beschränkte sich auf Fernsehen und bevorzugte seichte Unterhaltung (Dr. Specht, Schwarzwaldklinik) und seit der erfolgreichen Kinokomödie Männer, gibt es in Deutschland nur eine Erfolgsformel: Komödien...Die zentralen Fragen sind:- Gibt es in Deutschland auch andere Genres außer Komödien?- Für welche Zielgruppe werden deutsche Filme gemacht?- Wie sieht die deutsche Filmfinanzierung aus?- Gibt es innovative Ideen?- Geht es um Political Correctness?- Wer bestimmt, welche Filme in die Kinos kommen?Diese und andere Fragen stellen wir uns in dieser Folge(00:00:00) - Begrüßung(00:00:56) - Der Blick auf den deutschen Film(00:03:30) - Deutschlands weltweite Dominanz in den 1920er Jahren(00:06:13) - Das Naziregime und die Propagandafilme(00:08:56) - Die Heimatfilme der 50er Jahre(00:09:33) - Die Schulklassenkomödien der 60er Jahre(00:10:17) - Die DNA des deutschen Films(00:11:45) - Der neue Realismus der 70er Jahre (Fassbender, Petersen, Schlöndorff und Von Trotha)(00:14:37) - Die 80er Jahre: Zwischen Männer, Götz George und die Supernasen(00:16:18) - Boom in den 90er(00:16:53) - Neue deutsche Kinostars(00:17:23) - Ursachenforschung(00:19:55) - Immer die gleiche Formel(00:22:55) - Genrekino im Ausland(00:25:16) - Finanzielle Anreize(00:26:10) - Deutsche Produktionen sind regional gebunden(00:27:03) - Bernd Eichinger(00:28:13) - Die deutsche Filmförderung und der komplizierte Finanzierungs- und Entscheidungsprozess(00:32:55) - Kein Freiraum für innovative Ideen(00:38:05) - Actionserien Made in Germany(00:39:53) - Til Schweiger(00:43:01) - Tattoo(00:44:45) - Gute deutsche Filme(00:46:15) - Der künstlerisch deutsche Film(00:47:12) - Deutsche Polizeiserien und Krimis(00:47:48) - Verantwortung der deutschen Zuschauer(00:48:30) - Appell an die deutsche Filmförderung(00:53:55) - Filmfinanzierung in den USA(00:56:10) - DNA ausländischer Filme(00:57:13) - Verabschiedung
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#6 Der Deutsche Film - Deutschlands liebstes Stiefkind
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