EPISODE · Jun 10, 2026 · 3 MIN
6 Herbarium
from Foletto Museum · host eArs
Was veranschaulicht die Leidenschaft eines Botanikers besser als sein Herbarium? Hier sehen Sie eine Auswahl aus dem Herbarium von Angelo Foletto.Vor Ihnen sehen Sie etwa vierzig Exemplare der rund 2700 katalogisierten Arten, von denen die meisten aus dem Ledrotal stammen. Die Proben sind mit Datum und Fundort versehen und enthalten zudem wertvolle Kontextinformationen - etwa Besonderheiten des Gebiets, in dem die Pflanze wuchs, die klimatischen Bedingungen oder die Jahreszeiten, in denen sie zu finden war. Dieses Kompendium geht über die Arbeit eines bloßen Liebhabers hinaus und stellt ein wichtiges Zeugnis der Artenvielfalt unseres Tals in den Jahren dar, in denen das Herbarium gegen Ende des 19. Jahrhunderts angelegt wurde. Die Arten, die ein Gebiet bewohnen, sind keineswegs von ewigem Bestand, sondern variieren und passen sich den Veränderungen des Klimas, der geologischen Beschaffenheit und auch den menschlichen Gewohnheiten an. Aus diesen Gründen trifft man heute in der Natur nicht mehr auf einige der Arten, die in Angelos Herbarium zu sehen sind. Man bedenke zum Beispiel, dass der Strand von Besta zu Angelos Zeiten ein sumpfiges Gebiet mit einer reichen Flora war, die durch die anschließende Trockenlegung keinen geeigneten Lebensraum mehr fand. Dennoch bleibt das Tal ein fruchtbarer Ort für Pflanzenarten. So beschrieb es Angelos Sohn Achille Foletto: „Dies ist ein Gebiet, in dem es unzählig viele Arten gibt, von denen aber jeweils nur eine geringe Anzahl von Exemplaren vorhanden ist. Es gibt so viele Arten, dass ich sagen würde, dies ist eines der reichsten Täler des Trentino, was die Botanik betrifft. Nennen Sie einfach einen Namen, Sie werden hier mit Sicherheit ein Exemplar dieser Art finden, aber eben keine beachtlichen Mengen davon. Die Anliegen von Botaniker und Sammler sind gegensätzlich. Der Sammler benötigt nur wenige Arten in ausreichender Menge. Wir Botaniker hingegen sind auf der Suche nach vielen Arten, während uns die Quantität nicht interessiert. Das Herbarium ist eine Art Abbild des Tals aus vergangenen Zeiten. Sie finden es in Form einer Wandkarte, die im Buch von Angelo Foletto aus dem Jahr 1901 zu finden ist. Die Karte zeigt die wichtigsten Sammelgebiete für Arzneipflanzen. Wenn man Kräuter gesammelt hat, muss man anschließend entscheiden, wie man sie verwenden möchten. Nähern Sie sich dem Podest an der Wand gegenüber dem Eingang. Hier widmen wir uns nun der Phytotherapie, also der Pflanzenheilkunde. Neben der Karte finden Sie Erläuterungen zu den Werkzeugen, die zum Sammeln von Pflanzen und deren Katalogisierung im Herbarium benötigt werden.
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Was veranschaulicht die Leidenschaft eines Botanikers besser als sein Herbarium? Hier sehen Sie eine Auswahl aus dem Herbarium von Angelo Foletto.Vor Ihnen sehen Sie etwa vierzig Exemplare der rund 2700 katalogisierten Arten, von denen die meisten aus dem Ledrotal stammen. Die Proben sind mit Datum und Fundort versehen und enthalten zudem wertvolle Kontextinformationen - etwa Besonderheiten des Gebiets, in dem die Pflanze wuchs, die klimatischen Bedingungen oder die Jahreszeiten, in denen sie zu finden war. Dieses Kompendium geht über die Arbeit eines bloßen Liebhabers hinaus und stellt ein wichtiges Zeugnis der Artenvielfalt unseres Tals in den Jahren dar, in denen das Herbarium gegen Ende des 19. Jahrhunderts angelegt wurde. Die Arten, die ein Gebiet bewohnen, sind keineswegs von ewigem Bestand, sondern variieren und passen sich den Veränderungen des Klimas, der geologischen Beschaffenheit und auch den menschlichen Gewohnheiten an. Aus diesen Gründen trifft man heute in der Natur nicht mehr auf einige der Arten, die in Angelos Herbarium zu sehen sind. Man bedenke zum Beispiel, dass der Strand von Besta zu Angelos Zeiten ein sumpfiges Gebiet mit einer reichen Flora war, die durch die anschließende Trockenlegung keinen geeigneten Lebensraum mehr fand. Dennoch bleibt das Tal ein fruchtbarer Ort für Pflanzenarten. So beschrieb es Angelos Sohn Achille Foletto: „Dies ist ein Gebiet, in dem es unzählig viele Arten gibt, von denen aber jeweils nur eine geringe Anzahl von Exemplaren vorhanden ist. Es gibt so viele Arten, dass ich sagen würde, dies ist eines der reichsten Täler des Trentino, was die Botanik betrifft. Nennen Sie einfach einen Namen, Sie werden hier mit Sicherheit ein Exemplar dieser Art finden, aber eben keine beachtlichen Mengen davon. Die Anliegen von Botaniker und Sammler sind gegensätzlich. Der Sammler benötigt nur wenige Arten in ausreichender Menge. Wir Botaniker hingegen sind auf der Suche nach vielen Arten, während uns die Quantität nicht interessiert. Das Herbarium ist eine Art Abbild des Tals aus vergangenen Zeiten. Sie finden es in Form einer Wandkarte, die im Buch von Angelo Foletto aus dem Jahr 1901 zu finden ist. Die Karte zeigt die wichtigsten Sammelgebiete für Arzneipflanzen. Wenn man Kräuter gesammelt hat, muss man anschließend entscheiden, wie man sie verwenden möchten. Nähern Sie sich dem Podest an der Wand gegenüber dem Eingang. Hier widmen wir uns nun der Phytotherapie, also der Pflanzenheilkunde. Neben der Karte finden Sie Erläuterungen zu den Werkzeugen, die zum Sammeln von Pflanzen und deren Katalogisierung im Herbarium benötigt werden.
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