EPISODE · Jul 28, 2026 · 1H 8M
AUDIO: DER TALK #98 : Gute Prozesse beginnen im Kopf – nicht in der Software #ProgressiveBPM
from processpitch · host Mirko Pawlak
Videoepisode: https://www.youtube.com/live/xnr2UUdWTxQ?si=GGzo7ARxFQuW-kc6DER TALK #98 | Progressive BPM: Raus aus dem Optimierungswahn! 🚀Schluss mit dem ewigen Drehen an der Effizienzschraube: Im Gespräch mit Mirko stellt *Prof. Volker Stiehl* (*TH Ingolstadt*) ein neues Denkmodell für das Prozessmanagement vor. Statt bestehende Abläufe in der „Kostenfalle“ totzuoptimieren, fordert *Progressive BPM* die radikale Ausrichtung auf neue, digitale Geschäftsmodelle – angetrieben durch KI und den prozessgesteuerten Ansatz.---#### Die wichtigsten Meilensteine & Kernkonzepte:*Eisberg-Analogie & das Ende des Classic BPM:* *Digitale Transformation = Geld verdienen:* *Das Geschäftsmodell-Vorbild „Flightright“:* *Ausgründung statt Konzern-Bremse:* *Der prozessgesteuerte Ansatz als Fundament:* *No-Code/Low-Code-Kritik:* Classic BPM (Optimierung, Effizienz, Transparenz) fühlt sich an wie die Positionierung von Liegestühlen auf der Titanic. Der IT-Tornado durch KI macht statisches Wissen wertlos – wer Prozesse nur noch verwaltet, verliert den Anschluss.Während Digitalisierung primär Kosten spart, fokussiert die digitale Transformation auf das Generieren neuer Umsätze. Prozesse müssen als eigentliches Produkt begriffen werden, für das der Endkunde (B2C) direkt bezahlt.Juristisches und organisatorisches Fachwissen wird in einen vollautomatischen, ausführbaren End-to-End-Prozess übersetzt. Der Kunde spart Zeit, der Anbieter skaliert am Erfolg.Neue Progressive-BPM-Modelle scheitern in internen IT-Abteilungen an Alltagsgeschäft und Security-Patches. Die Umsetzung gelingt nachhaltig nur über agile Startups oder hochfokussierte Einheiten (z.B. in Kooperation mit der TH Ingolstadt).Trennung von Fachlichkeit und Integration. Ein BPMN-Modell bleibt global identisch und flexibel; lediglich die Integrationsschicht (z. B. Apache Camel, Messaging via ActiveMQ) wird an lokale Märkte angepasst.Progressive BPM setzt auf offene Standards, Enterprise-Open-Source (Java, Camunda/Operaton, PostgreSQL) und echte Entwicklungsfreiheit statt proprietärer Plattform-Lizenzen.---#### Die kapitelgenaue Timeline:00:06 - Intro & Begrüßung: Warum die BPM-Bubble ein neues Denken braucht01:40 - Die Geburtsstunde von "Progressive BPM": Rückblick auf den Impulsartikel von Prof. Volker Stiehl03:54 - Digitalisierung vs. Digitale Transformation: Kosten sparen vs. Geld verdienen06:05 - Das Titanic-Dilemma: Warum das Optimieren alter Prozesse nicht mehr reicht10:59 - Die Wissens-Revolution durch KI: Warum statisches Fachwissen wertlos wird und in Prozesse überführt werden muss15:13 - Praxisbeispiel Flightright: Wie aus juristischem Wissen ein hochskalierbarer B2C-Prozess entsteht18:24 - Wer ist die Zielgruppe? Warum Progressive BPM für Handwerker, Konzerne und Einzelpersonen gleichermaßen gilt20:39 - Das Firmenbeispiel SAP: Wie ein internes Übersetzungsprojekt zum marktfähigen Produkt wird24:40 - Warum interne ITs scheitern: Die Notwendigkeit von Startups und Agilität31:32 - Ist Classic BPM tot? Warum Classic und Progressive BPM nebeneinander existieren35:20 - Fokus B2C: Warum Endkundenprozesse (z. B. automatisierte Altersvorsorge) riesige Potenziale bieten41:39 - Die Architektur hinter Progressive BPM: Der prozessgesteuerte Ansatz und die Trennung von Fachlichkeit & Integration48:25 - Technologiestack: BPMN-Engines, Open Source (Java, ActiveMQ, Apache Camel) statt No-Code/Low-Code53:33 - Ausblick & Aufruf: Wie Unternehmen und Studierende (MVP in einem Semester) gemeinsam neue Modelle testen können
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