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EPISODE · Oct 30, 2022 · 49 MIN

Bibellesen ist mehr als nur dran!

from Podcast de Hans-Claus Ewen

„Forscht im Buch des HERRN nach und lest!“ (Jesaja 34,16). Seit der Herr mich Ende 2017 zum Schreiben ermutigt hat, beobachte ich, dass das Lesen allmäh-lich aus unserem Leben verschwindet. Die meisten lesen nur, was sie lesen müssen. Das Lesen als Gewohnheit geht verloren. Zum Teil ist diese traurige Entwicklung den sozialen Netzwerken geschuldet, in denen die Kommunikation auf ein Minimum reduziert wird. Statt ganze Wörter oder Sätze zu schreiben, werden Abkürzungen und Emicons verwendet, zum Beispiel LG = Liebe Grüße. Obwohl es eine anerkannte Tatsache ist, dass Menschen, Kulturen und Gesellschaften mehr gedei-hen, wenn sie das Lesen als Lebensgewohnheit haben, hat die überwiegende Mehrheit diese gute Gewohnheit aufgegeben, insbesondere in europäischen Ländern. Neue Studien zeigen, dass die Nationen, die heute die meiste Zeit mit Lesen verbringen, Indien mit 10 Stunden 42 Minuten pro Woche, gefolgt von Thailand (9:24 Stunden) und China (8 Stunden) sind. Länder in Europa einschließ-lich der Vereinigten Staaten, die früher für ihr hohes Bildungsniveau bekannt waren, erscheinen mit deutlich niedrigeren Zahlen. Spitzenreiter ist Tschechien mit 7:24 Stunden. Spanien ist Nummer 20 (5:48 Stunden), Deutschland Nummer 22 (5:42 Stunden) genau wie wie die Vereinigten Staaten. Das Vereinigte Königreich liegt mit (5:18 Stunden) auf Platz 26. Bestes Land in Lateinamerika ist Venezuela, Nummer 14 mit 6:24 Stunden. Wirklich traurig und meiner Meinung nach tragisch ist die Tatsache, dass auch Christen, die sich bewusst sein sollten, ein Volk zu sein, das seinen Glauben auf das wichtigste Buch der Welt, die Bibel, stützt, ihre Lektüre auf ein gefährliches Minimum reduziert haben. Die Bibel ermutigt überall zum Lesen und fügt in ihrem letzten Buch, der Offenbarung, eine Seligpreisung für diejenigen hinzu, die diesem einfachen Gebot gehorchen: „Glückselig, der liest und die hören die Worte der Weissagung und bewahren, was in ihr geschrie-ben ist! Denn die Zeit ist nahe.“ (Offenbarung 1,3). 1. Gottes Volk und Lesen sind untrennbar Als das Volk Israel Ägypten verlassen hatte und schließlich den Berg Sinai erreichte, geschah etwas sehr Wichtiges. Gott gab sein Gesetz, die zehn Gebote, in schriftlicher Form, eingraviert auf den beiden Steintafeln, die Moses vom Berg herunterbrachte. Wir alle haben diese Geschichte schon gehört oder gelesen, aber nur wenige von uns haben darüber nachgedacht, was dies auch bedeutete. Gott übergibt sein Gesetz und seinen Willen in schriftlicher Form einem Volk des Altertums, unter dem sicher nur wenige lesen und schreiben konnten. In der Zeit um 1500 vor Christus beherrschten nur sehr wenige Menschen das Lesen und Schreiben ihrer jeweiligen Volksgruppen. Der Ursprung des Volkes Israel war semitisch, das heißt Völker, die in den Wüsten lebten und deren Kultur überwiegend durch mündliche Kommunikation funktionierte. Gott tat dann etwas ziemlich Revolutionäres, indem er sich Israel durch ein schriftliches Dokument offenbarte. Zwischen den Zeilen sagte Gott zu dem auserwählten Volk: ´Willst du mich kennenlernen? Dann lerne lesen!´ Wenn man sich die Geschichte der Menschheit ansieht, ist es ziemlich offensichtlich, dass Kulturen, die es geschafft haben, ihrer Sprache eine Schriftform zu geben, diejenigen sind, die sich am weitesten entwickelt haben. Im Falle Israels wurde dieses Volk semitischen Ursprungs wenige Jahrhunder-te nach dem sie aus der Sklaverei in Ägypten herausgekommen waren, zur Zeit von König David und seinem Sohn Salomo, zu einer starken Nation und einer dominierenden Kultur. Eines der Geheimnisse von Israels Erfolg als Nation und Kultur war die Tatsache, dass sie lesen konnten und die Macht der Meditation über das geschriebene Wort Gottes erkannt hatten. Gott hatte denen, die sich dafür entschieden, regelmäßig über sein Wort nachsinnen, in jeder Hinsicht Erfolg versprochen. Voraussetzung für das Nachsinnen über Gottes Wort war natürlich, dass man es vorher lesen konnte. ´Wenn ihr als Einzelne und als Nation gedeihen wollt, lest und meditiert über mein Wort!´ Schauen wir uns das „Ausmaß“ des Erfolgs an, das den gehorsamen Leser und „Nachsinner“ erwartet: Josua 1,8: „Dieses Buch des Gesetzes soll nicht von deinem Mund weichen, und du sollst Tag und Nacht darüber nachsinnen, damit du darauf achtest, nach alledem zu handeln, was darin geschrieben ist; denn dann wirst du auf deinen Wegen zum Ziel gelangen, und dann wirst du Erfolg haben.“ Psalm 1,1-3: „Glücklich der Mann, der nicht folgt dem Rat der Gottlosen, den Weg der Sünder nicht betritt und nicht im Kreis der Spötter sitzt, sondern seine Lust hat am Gesetz des HERRN und über sein Gesetz sinnt Tag und Nacht! Er ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und dessen Laub nicht verwelkt; alles was er tut, gelingt ihm.“ Bevor Israel einen König hatte, schrieb Gott im Gesetz des Mose, wie sich ein zukünftiger König zu verhalten hätte. Das tägliche Lesen des Gesetzes war aus Gottes Sicht eine der wichtigsten Aufgaben: „Und es soll geschehen, wenn er auf dem Thron seines Königreiches sitzt, dann soll er sich eine Abschrift dieses Gesetzes in ein Buch schreiben, aus [dem Buch, das] den Priestern, den Leviten, vor[liegt]. Und sie soll bei ihm sein, und er soll alle Tage seines Lebens darin lesen, damit er den HERRN, seinen Gott, fürchten lernt, um alle Worte dieses Gesetzes und diese Ordnungen zu bewahren, sie zu tun, damit sein Herz sich nicht über seine Brüder erhebt und er von dem Gebot weder zur Rechten noch zur Linken abweicht, damit er die Tage in seiner Königsherrschaft verlängert, er und seine Söhne, in der Mitte Israels“ (5. Mose 17,18-20). Heute repräsentiert die Nation Israel nur 0,2 % der Weltbevölkerung. Im Vergleich dazu machen die arabischen Volksgruppen etwa 20% aus. Der wirtschaftliche Wohlstand der Juden ist seit Jahrhunderten eine bekannte Tatsache, aber ihre Überlegenheit in Bezug auf ihre Beiträge zur Verbesserung der Menschheit muss ebenfalls anerkannt werden. Wikipedia informiert uns, dass von den mehr als 900 verliehenen Nobelpreisen mindestens 20 % von Juden gewonnen wurden. Bis zum Jahr 2021 wurden genau 232 Nobelpreise an Juden aus 18 Ländern verliehen. Im Vergleich dazu hat die mus-limische Welt 13 Nobelpreise oder 1,4 % aller gewonnenen Nobelpreise gewonnen. Das vollständige Predigt Konzept ist erhältlich unter [email protected] )

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