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Jul 19, 2024 27 min

Bye, bye Biden?

from Acht Milliarden: Der Auslands-Podcast des SPIEGEL Hosted by DER SPIEGEL

Der Druck auf Joe Biden wird immer größer. Mehr und mehr Weggefährten fordern den US-Präsidenten auf, den Weg für einen jüngeren Kandidaten, eine jüngere Kandidatin freizumachen. Bisher sperrt sich Biden gegen den Gedanken. Doch Medienberichten zufolge, scheint ihn die Situation zu belasten. Die New York Times berichtet, dass Vertraute des US-Präsidenten zu erkennen gegeben hätten, dass Biden über einen Rückzug nachdenke. In dieser Folge von »Acht Milliarden« spricht Host Juan Moreno mit US-Korrespondent René Pfister über die Frage, wie die USA überhaupt in diese Situation kommen konnten. Wird das Land zwischen einem 79-jährigen verurteilten Straftäter mit schwierigem Leumund und einem 81-Jährigen, mit offensichtlichen kognitiven Schwierigkeiten, wählen müssen? +++ Alle Infos zu unseren Werbepartnern finden Sie hier. Die SPIEGEL-Gruppe ist nicht für den Inhalt dieser Seite verantwortlich. +++ Mehr Hintergründe zum Thema erhalten Sie mit SPIEGEL+. Entdecken Sie die digitale Welt des SPIEGEL, unter spiegel.de/abonnieren finden Sie das passende Angebot. Alle SPIEGEL Podcasts finden Sie hier. Den SPIEGEL-WhatsApp-Kanal finden Sie hier. Hier geht es zu unserem SPIEGEL Shop. Alle Newsletter vom SPIEGEL finden Sie hier. Hier geht es zur SPIEGEL Akademie. Sie möchten den SPIEGEL mitgestalten? Registrieren Sie sich bei SPIEGEL Perspektiven. Informationen zu unserer Datenschutzerklärung.

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Bye, bye Biden?

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So tonight, with faith and devotion, I proudly accept your nomination for President of the United States. Hier ist 8 Milliarden, der Auslands-Podcast Spiegel. Mein Name ist Joel Moreno und das war ein Mann, den man eigentlich nicht vorstellen muss. Ich tue es ordnungsgemäß trotzdem. Das war Donald Trump bei dem Parteitag der Republikaner, der gestern zu Ende ging in den USA, in Milwaukee. Es war ja im Vorfeld spekuliert worden, ob Donald Trump vielleicht nach der Erfahrung des Attentatversuchs auf ihn andere Töne einschlagen würde, ein Zeichen der Einheit vielleicht setzen würde bei diesem Nominierungsparteitag. Ein Zeichen, um diese aufgeheizte politische Stimmung in den USA zu dämpfen. Nun ja, es ist halt...

I have the feeling that we will do in the next weeks and months more than enough. I speak today with René Pfister, CEO of the Spiegel in Washington. He is currently on the Nominations-Parteitag of the Republican Party in Milwaukee. And René, before I ask you about Biden, I have the impression that the delegates at the party party are pretty sure that their candidate, also Donald Trump, won't win.

Die Nazi-Zeit wirkt bis heute nach. Viele unserer Vorfahren waren tief in die Verbrechen Hitlers verstrickt. In Spiegel-Geschichte berichten Historiker und Spiegel-Autoren, wie die Diktatur entstehen konnte, wer sie trug und wie man mit gezielten Recherchen Familienlegenden enttarnt. Die Geschichte dieser Zeit geht uns alle an. Jetzt im Mini-Abo zwei Ausgaben für 18 Euro inklusive Digitalzugang. Mehr auf spiegel.de slash Geschichte minus Abo. Also ich glaube, das ist der ganz überragende Eindruck dieses Parteitages, dass sich hier Delegierte versammelt haben, dass die glauben, dass das Weiße Haus...

Greifbarer Nee ist, man beschäftigt sich kaum noch mit Joe Biden, den viele einfach abgeschrieben haben. Es geht darum, wie man jetzt Amerika verändern will. Es ging darum, mit welchem Team Donald Trump in diesen Wahlkampf zieht und auch die Regierung übernehmen wird. Das waren die Fragen, die die Delegierten bewegt haben. Es war eine große Zufriedenheit einfach zu spüren. Wenn man so will, auch was ein bisschen ironisch ist, auch so eine Erleichterung. Also man hätte ja denken können, dass nach dem Attentat gegen Trump die Stimmung aggressiv ist, aufgeladen, hasserfüllt. Und so ist es ja manchmal auch bei den Trump-Rallys. Aber das ist jetzt gar nicht mein Eindruck hier, sondern es ist so eine entspannte Zuversicht.

dass man nach vier Jahren demokratischer Regierung wieder das Weiße Haus übernehmen wird. Für wie begründet hältst du denn diesen Optimismus bei dem Parteitag der Republikaner? Also ich glaube, man muss nicht dann festhalten, die... The chances that Trump will win this Wahl are very big. If you look at all of them, if you look at all of them, if you look at all of them, in the Swing States, also in the six states, which always swanked between Republicans and Democrats, which are always important for the Wahl. There's Trump everywhere in front of the Nase. This is, I would say, the most important thing. Trump has also in the nationality of the Nase in front of the Nase. And if you look at how the popularity of both of them are, then they are just katastrophal. Since long, long, there's a lot of Americans in the U.S., and I think,

And that's what's the best for him is, that now two-thirds of the Democratic candidates say, he should go to the younger candidates, because two-thirds of the Democrats think, he's too old and too fragile, um nochmal eine Amtszeit durchzustehen. Heute wurde gemeldet, dass US-Präsident Joe Biden an Covid erkrankt ist und deswegen einige Termine ausfallen lassen musste. Ironischerweise ausgerechnet Termine, die gerade dafür gedacht waren, zu zeigen, wie fit Joe Biden noch ist. Wie geht es denn gerade Joe Biden? Naja, also ich glaube im Moment geht es ihm nicht so gut nach allem, was man von außen beurteilen kann. Also es gab gestern Bilder, wie er versucht hat nach einem Auftritt, ich glaube es war in Nevada, in die Air Force One einzusteigen. Er ist mit einem sehr, sehr schweren Schritt diese Treppen zur Air Force One hochgegangen und ist jetzt nach Delaware geflogen, wo er sein Privathaus hat.

I'm eligible for what I've been able to do with the COVID, excuse me, with dealing with everything we have to do with... Look, if... Und er hat einfach viel, viel fragiler gewirkt als Donald Trump. Und es gab dann danach eine Reihe von Wahlkampfauftritten, aber auch Interviews. Die Wahlkampfauftritte liefen ordentlich, würde ich sagen, die Interviews aber eher nicht. When I, in 2020, when Barack asked me to be Vice President, I joined him, which was a great honor. Of course, President Obama tapped Biden to be his running mate in 2008, not 2020.

Was in diesen Interviews ebenfalls passiert ist, ist, dass Biden plötzlich die Medien angegriffen hat. Unter anderem hat er sich ja darüber beschwert, dass die nachweislichen Lügen von Donald Trump während dieser Debatte nicht so thematisiert wurden, wie sein vermeintliches Zu Altsein für den Job. Also ich glaube, man kann tatsächlich so eine Trumpisierung von Joe Biden erleben. Wenn man die Lage nüchtern analysiert, dann ist es so, dass ganz, ganz viele Demokraten, insbesondere im Kongress, Angst haben, dass mitten im Kandidaten Joe Biden nicht nur das Weiße Haus verloren geht, sondern der Kongress. Also im Moment haben ja die Demokraten noch die Mehrheit im Senat. Wenn der Senat weg ist und die Republikaner das Repräsentantenhaus halten, dann ist es so, dass sie dann, falls Donald Trump gewinnt, die ganze Macht in der Hand halten. Und davor haben natürlich viele Angst. Und deswegen machen sie Druck auf Biden, dass er zurückzieht. Und dieser Druck wird immer größer. Also es waren erst Hinterbänkler, die gesagt haben, er müsse sich zurückziehen. Jetzt ist es offenkundig so.

dass die ehemalige Sprecherin des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi das intern gesagt hat, Chuck Schumer, der Fraktionschef im Senat, es gesagt hat, offenbar, so lauten zumindest im Moment die Medienberichte, auch Obama in diese Richtung argumentiert. Und das Gegenargument von Joe Biden ist also, das sind die Eliten der Partei, das Establishment, das gegen mich ist. Wer auch noch gegen mich ist, das sind die Medien, also die New York Times, die Washington Post. Und ich bin der Mann, der vom Volk getragen wird, den einfachen Parteimitgliedern, die mich immer noch wollen. Also sozusagen so eine Erzählung, die Elite gegen mich. Und das ist eine Erzählung, die man von...

Donald Trump natürlich sehr genau kennt und ist eine Erzählung, die einfach falsch ist. Also wenn man sich die Umfragen anguckt, dann ist es ganz, ganz eindeutig, dass Joe Biden enorm unter Druck ist, dass auch ein Großteil der Demokraten nicht will, dass er nochmal antritt. Das heißt nicht, dass er am Ende nicht gewinnen kann. Also ich würde das nie vollkommen ausschließen. Der amerikanische Wahlkampf ist unheimlich dynamisch, aber man muss halt feststellen, dass es im Moment sehr, sehr schlecht um ihn steht und dass deswegen ganz viele Demokraten Angst haben. Und ich glaube, und diesen Punkt würde ich schon noch gerne machen, ich finde, es ist nicht nur eine Frage des Alters, dass Joe Biden nicht nochmal antreten sollte, sondern es ist echt auch eine Moral.

because many people have at the moment Zurecht das Gefühl, dass er nicht mehr in der körperlichen Verfassung ist, vier Jahre durchzuhalten. Und wenn die Partei das nicht mitträgt und er trotzdem durchzieht, dann zwingt er die Demokraten dazu, eine Entscheidung sozusagen mitzutragen, die viele für falsch halten. Und das ist ja genau der Vorwurf gegen die Republikaner immer gewesen, dass Donald Trump die Partei dazu gezwungen hat, auf seine Linie einzuschwenken und sie unter ihm letztlich zu einer Sekte geworden ist, zu so einer Gemeinschaft von Ja-Sagern. Und ich finde, wenn die Demokraten jetzt nicht dafür sorgen, dass sie letztlich das durchsetzen, was sie auch wollen, dann können sie schlecht den Republikanern in Zukunft Opportunismus...

Es gibt ja auch, du hast es gesagt, gute Argumente aus rein wahltaktischer Sicht, warum man vielleicht nicht im Juli auf den Gedanken kommen sollte, seinen Präsidenten, seinen amtierenden US-Präsidenten auszutauschen, weil das natürlich enorme Gefahren im November bei den Wahlen bedeuten könnte. Was ist denn da die Logik? Warum ist das eine Gefahr, jetzt den Kandidaten auszutauschen? Das Argument ist natürlich nicht vollkommen von der Halt zu weisen. Also erstens war es so, dass Joe Biden in einem formal korrekten Prozess gewählt worden ist. Und die 4000 Delegierten, die Mitte August nach Chicago kommen, zu dem Parteitag, die sind an ihn gebunden, weil er diesen Vorwahlprozess durchlaufen hat.

er in allen Bundesstaaten zum Kandidaten der Demokratischen Partei gewählt worden ist. Also insofern hat er natürlich sozusagen das formale Argument auf seiner Seite. Und wenn man jetzt diesen Prozess nochmal aufmacht und sagt, also Kamala Harris ist die Kandidatin oder wir machen einen offenen Parteitag in Chicago, dann wirft man erstmal sozusagen diesen Willen, der sich artikuliert hat in diesem Vorwahlprozess, aus dem Fenster, wenn man so will. Und es besteht die Gefahr, dass man vor einem sehr chaotischen Prozess steht, weil es gab es schon lange nicht mehr, dass es einen offenen Parteitag gab, wo viele Kandidaten gegeneinander angetreten sind. Und wenn das passieren sollte, dann werden natürlich auch all die ideologischen Konflikte, die es in der demokratischen Partei gibt, an die Oberfläche gespült werden und es kann sehr, sehr hässlich werden. Also natürlich ist es so, das sollte sich Biden zurückziehen.

that this is a risk for the Democrats. Weißt du, für wen das möglicherweise auch ein Risiko sein könnte? Für die Republikaner. Weil ich habe den Eindruck, die haben sich ziemlich eingeschossen auf Joe Biden und zwar sehr früh bereits im Wahlkampf. Das Thema war Inflation, das Thema war die Grenze und das Thema war das Alter und in Anführungszeichen die Unfähigkeit, wie immer man die definieren möchte, aufgrund des Alters von Joe Biden. Das ist auch für die Republikaner keine ideale Lösung, wenn Joe Biden jetzt einfach sagen würde, ich trete zurück. Absolut. Also ich glaube, dass die Republikaner natürlich ihren Wahlkampf auf Joe Biden aufgebaut haben.

Die haben sehr, sehr früh erkannt und alle Umfragen und nicht nur die letzten, sondern schon seit vielen Monaten zeigen ja, dass eine große Mehrheit der Amerikaner findet erst zu alt. Das ist ihr Hauptargument. Wir haben einen schwachen Präsidenten und weil wir einen schwachen Präsidenten haben, geraten die Dinge aus den Fugen. Also insbesondere in der Außenpolitik. Russland hat nur angegriffen, weil ein schwacher Präsident im Weißen Haus sitzt. Die Hamas hat sich nur getraut, in Israel zuzuschlagen, weil ein schwacher Präsident im Weißen Haus sitzt. Das ist auch eine Botschaft, die hier auf dem Parteitag der Republikaner Milwaukee immer und immer wieder wiederholt wird. Man kann lange darüber streiten, ob das stimmt, aber ich glaube, es ist ein Gefühl,

das bei ganz vielen Amerikanern ankommt, das sie teilen. Und deswegen wird es auch immer wieder wiederholt von den Republikanern. René, du hast vor ein paar Tagen einen Kommentar geschrieben auf der Spiegelseite und bist relativ hart ins Gericht gegangen mit Teilen der US-Medien. Warum?

Naja, ich glaube, was wir da gesehen haben bei der Debatte gegen Donald Trump, war sicher ein extrem schlechter Tag von Joe Biden. Aber ich glaube, die Annahme oder die These, die von vielen amerikanischen Medien dann verbreitet wurde, da sei ein Vorhang weggezogen worden und man habe einen Joe Biden gesehen, der so noch nie aufgetreten ist. Die halte ich eben für falsch. Wenn man Joe Biden in den letzten Monaten, in den letzten anderthalb Jahren öfter mal gesehen hat, dann weiß man, dass es solche Auftritte schon häufiger gab. Also ich war zum Beispiel im vergangenen Herbst dabei beim G20-Gipfel in Neu-Delhi.

Es war wirklich sehr interessant. Die amerikanische Delegation hat es unheimlich professionell gemanagt. Diesen Gipfel, der war politisch sehr, sehr schwierig. Und es war wirklich beeindruckend zu sehen, wie die Amerikaner diese schwierige politische Lage als Xi Jinping, der chinesische Präsident. Der war nicht dabei. Der war nicht dabei, wie sie das gemanagt haben. Und letztlich sozusagen, zumindest öffentlich den Eindruck, wie politisch das tragfähig war, ist noch eine andere Frage, aber öffentlich den Eindruck erweckt haben, dass sie diese Gelegenheit genutzt haben, um Indien stärker an den Westen heranzubinden. Und ich glaube, das hätte eine Erfolgsbotschaft sein können.

Aber nach dem Gipfel hat dann Joe Biden eine Pressekonferenz gegeben, die total aus dem Ruder gelaufen hat. Er hat eine vollkommen wirre Geschichte erzählt über den Lieblingsfilm seines Bruders, aus der niemand schlau geworden ist. I'm just following my orders here. I met with this number two person here in, excuse me, in India today. I don't, anyway.

Ich habe damals auch eine Kolumne darüber geschrieben und es war schon so ein ähnlicher Moment, wie man ihn dann auch erlebt hat bei dieser Debatte. Also meine These ist eben, diese Debatte hat keinen neuen Joe Biden gezeigt, sondern es ist ein Joe Biden, der schon häufiger aufgetreten ist, der schon häufiger sichtbar wurde. Also auch bei Spendendinner, wo er aufgetreten ist, wo er Helmut Kohl mit Angela Merkel verwechselt hat. Es gab Gelegenheiten, wo er Emmanuel Macron mit François Mitterrand verwechselt hat. Also es gab so häufig so Auftritte von ihm, wo er letztlich Politiker herangezogen hat, die er eben kennt, weil er schon so lange in der Politik ist, aber die schon lange.

... ... ... ... ... ... ... ... ... ...

Klar, es gibt Probleme. Klar, ganz viele Leute haben Zweifel. Aber im Prinzip hat er eine gute Bilanz. Und ich glaube, wenn man sich dann anguckt, welchen Sturm der Berichterstattung es gab über den geistigen Verfall. von Joe Biden nach der Debatte, dann muss man das Gefühl haben, dass da irgendwas nicht berichtet worden ist. Weil wenn das so war, also wenn plötzlich alle darüber berichten, wie desolat der Geisteszustand vorbei ist, fragt man sich, also warum hat es diese Debatte gebraucht, um das ans Licht der Öffentlichkeit zu bringen? Du hast den schönen Satz in dem Text, das Drama in den USA zeigt in aller Schärfe, wohin es führt, wenn Journalisten glauben, sich für die richtige Sache einsetzen zu müssen und dabei die Realität nur noch partiell zur Kenntnis nehmen. Ich glaube, jetzt natürlich jedem klar ist, wenn man bei der Washington Post und bei der New York Times oder beim New Yorker arbeitet,

schlimm die Alternative zu Joe Biden ist. Und diese Analyse würde ich auch teilen. Ich würde es auch für ein großes Unglück halten, wenn Donald Trump nochmal ins Weiße Haus einzieht. Aber ich glaube eben nicht, dass es unsere Aufgabe ist, letztlich sozusagen so mit den Augen der Liebe auf Joe Biden zu gucken und nicht scharf darüber zu berichten, in welcher... mentalen und physischen Verfassung er ist. Und die Frage zu stellen, kann dieser Mann das nochmal durchhalten? Nur weil wir glauben, dass Donald Trump nicht nochmal ins Amt kommen sollte. Sondern ich glaube, wir dienen unseren Lesern am besten dadurch, indem wir eben ganz kalt und kritisch auf beide Seiten gucken. Und dass dann am Ende die Leser selber entscheiden können, wen sie wählen und zu welchen Schlüssen sie kommen. Und ich glaube, das Fatale ist im Moment, auch für die Medienlandschaft in den USA, es gab eine unheimlich hysterische Berichterstattung von rechten Fernsehsendern, insbesondere Fox News, über den Gesundheitszustand von Joe Biden. Und jetzt, glaube ich, fragen sich viele, ob dieser Ton nicht vielleicht näher an der...

like the milde Berichterstattung of the US-Quality. And this enormous shift in the Berichterstattung over Biden, in letters like the New York Times, is just enormous. Plötzlich comes out all these stories, how he is on the Gipfels, and how partners have been on him. They have so before the debate not released. You have the listeners, the listeners, the listeners, the listeners, the listeners, the listeners. I could imagine that the one or the other, who is right to us, thinks, also again, you tell me, that the US-American are in the way.

entweder einen 78-jährigen verurteilten Straftäter zu wählen, von dem die meisten, die ihn wählen, vermutlich kein Auto kaufen würden, weil er nicht sonderlich vertrauenswürdig daherkommt. Und auf der anderen Seite steht Joe Biden, 81 Jahre alt, ein Mann, den die meisten vermutlich nicht als Mitarbeiter gerne hätten, weil sie wahrscheinlich denken, dass der Herr zu alt ist und das mit den drei Excel-Formularen gleichzeitig nicht hinbekommt. Ich kann mir vorstellen, dass man sich fragt, wie um Himmels Willen Is this country in this situation geraten?

Alle Gegner, die er hatte in den Vorwahlen, mit Leichtigkeit aus dem Feld zu schlagen, also Ron DeSantis zum Beispiel oder Nikki Haley, die hier auf dem Parteitag jetzt den Kotau gemacht haben und ihn unterstützt haben und gesagt haben, er ist der richtige Kandidat. Also ich glaube, das ist die Erklärung, dass Donald Trump einfach nach wie vor die absolut dominierende Figur innerhalb der Republikanischen Partei ist. Das ist der eine Teil der Erklärung. Und der andere Teil der Erklärung ist, dass Joe Biden die Gunst der Stunde nach den Kongresswahlen im November 2022 genutzt hat. Es war damals die Situation, dass alle gesagt haben, oh Gott, oh Gott, die Demokraten kriegen jetzt eine auf die Mütze.

Das wird ganz schlimm. Es gibt einen Erdrutsch-Sieg für die Republikaner und dieser Erdrutsch-Sieg ist ausgeblieben. für die Demokraten war sehr, sehr ordentlich. Und mit diesem Momentum hat Joe Biden gesagt, Leute, also ihr seid bei mir immer skeptisch. Ihr habt gesagt, 2020, ich bin zu alt, ich habe keine Chance gegen Donald Trump. Ich habe ihn geschlagen. Ihr habt jetzt vor den Kongresswahlen gesagt, oh Gott, es wird wieder furchtbar. Mit diesem alten Präsidenten im Weißen Haus werden wir jetzt eine Klatsche kriegen. Und diese Klatsche ist ausgeblieben. Also ihr malt mir immer diese Doomsday-Szenarien an die Wand und am Ende zeige ich euch, dass ich Wahlen gewinnen kann. Und mit diesem Argument hat er dann sich die Kandidatur gesichert, letztlich. Und dieses Argument führt er jetzt natürlich wieder an. Er sagt, also das ist ein wiederkehrendes Thema in meinem Leben, dass mich

alle Leute abschreiben und ich werde es euch jetzt wieder zeigen. Aber ich glaube, das Problem ist jetzt, dass diese Bilder eines 81-jährigen Präsidenten, der nur noch in Trippelschritten ins Flugzeug einsteigt oder aussteigt, der enorm schwach wirkt, dessen Stimme sich auch sehr, sehr verändert hat, der Sätze oft einfach, wenn er sie nicht zu Ende bringt, mit anyway beendet, dass dieser Präsident ganz vielen Amerikanern den Eindruck vermittelt, das wird niemals klappen, dass er noch mal vier Jahre im Oval Office durchhält. René, ich weiß, du machst das nicht sehr gerne, aber ich werde dich trotzdem darum bitten, nämlich zu spekulieren. Ich habe den Eindruck, dass der Druck auf... Joe Biden is currently very high. You mentioned it at the beginning, many of them have a significant influence on the Democrats in the United States. Do you think Joe Biden is at the end of the ticket and is in November the election? Or do you think the things could change again?

Ich weiß es natürlich nicht. Niemand weiß es. Ich würde jetzt allerdings sagen, es wird ein Druckszenario aufgebaut, dass es für Biden unheimlich schwer machen wird, die Kandidatur zu behalten. Also wir erleben ja jetzt gerade, wie sozusagen die Temperatur im Kessel immer höher gedreht wird und mit der Hoffnung, dass der Frosch irgendwann mal hier rauspringt. Also wir erleben jetzt, dass der Druck einfach im Grunde stündlich auf Joe Biden erhöht wird. Wir haben erlebt, dass Nancy Pelosi, die ehemalige Sprecherin der Demokraten im Repräsentantenhaus, durchsickern hat lassen, dass sie findet, dass Joe Biden zurückziehen sollte. Chuck Schumer, der am vergangenen Samstag bei Biden war.

in dessen Ferienhaus in Delaware, hat ihm eine ähnliche Botschaft überbracht. Er ist offensichtlich nicht damit durchgedrungen. Und auch dieses Treffen wurde jetzt geleakt. Es gibt jetzt Medienberichte, dass Barack Obama, der ja ursprünglich zu ihm gehalten hat, der unmittelbar nach der Debatte gesagt hat, jeder kann mal einen schlechten Tag haben, dass der von Biden abrückt. Und ich glaube, wenn das keine Wirkung zeigt, werden diese Leute dann auch öffentlich sagen. Also es werden es nicht nur über irgendwelche Hintermänner an die Presse lancieren. Und es gibt noch...

I think, there are many possibilities, to increase the pressure on Biden. It's also thinkable that Kabinets-Mitglieder say, we don't believe that you're the right candidate. We're going to take back. We're going to take a look at this party. So I think, if you look at this, it's very hard to think that Biden will do it. Andererseits, if he doesn't want, no one can do it. He has these delegated votes for himself, and if he just says, I'm going to be there, I'm going to be the candidate, then they can't stop the candidate from the candidate for a second.

Das war 8 Milliarden, der Auslands-Podcast der Spiegel heute mit dem Büroschef der Spiegel in Washington, René Pfister. Und glaubt man der Berichterstattung verschiedener Medien in den USA, dann wird der Druck auf US-Präsident Joe Biden wirklich stündlich stärker, so wie René das gerade erzählt hat. Die Schlagzeile der New York Times, kurz bevor Donald Trump auf die Bühne kam bei dem Nominierungsparteitag der Volikaner, lautete gestern... Biden-Vertraute sagen, dass der Präsident zu akzeptieren scheint, dass er möglicherweise aus dem Rennen ausscheiden muss. Liest man dann den Text, muss man festhalten, es ist reine Spekulation, es werden keine Namen genannt. Die Frage also, ob Joe Biden im November antritt oder nicht, bleibt spannend. Eine Erkenntnis nehme ich sicher mit. Wer sich in den letzten Monaten mit amerikanischer Politik beschäftigt hat, fragt sich vermutlich irgendwann, wer braucht Hollywood, wenn man so einen Innenpolitik-Teil hat.

Das war 8 Milliarden, der Ausland-Podcast. Der Spiegel, mein Name ist Ron Moreno. Ich sage danke bei Ihnen, danke bei Euch fürs Zuhören und ich sage danke bei Janne Schakarian und Philipp Hackler für die Hilfe. 8 Milliarden erscheint immer am Freitag und zwar bei spiegel.de und überall da, wo es Podcasts gibt. I'm Sandra Sperber and by Firewall I tell you in every episode of an attack on a system. And it's just about the moments, in which they suck. Why? That's you at Firewall. On Spotify, Apple Podcasts or wherever you want to hear your podcasts.

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This episode was published on July 19, 2024.

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