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EPISODE · May 19, 2026 · 1H 2M

Das GKV-Stabilisierungsgesetz - Form schlägt Inhalt! | Dr. Laura Dalhaus zum aktuellen Stand

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Das GKV-Stabilisierungsgesetz wurde inzwischen im Kabinett verabschiedet – der Unmut darüber ist allerdings enorm. Dr. Laura Dalhaus ordnet deshalb ein, was in den vergangenen Wochen gesundheitspolitisch passiert ist.Die Unzufriedenheit mit dem Gesundheitssystem wächst weiter: Mittlerweile ist jede dritte Person unzufrieden. Selbst Gesundheitsministerin Nina Warken hätte sich offenbar eine andere Lösung gewünscht. Gleichzeitig zieht sich der Bund zunehmend aus der Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung zurück. Der Bundeszuschuss soll von 14,5 auf 12,5 Milliarden Euro gekürzt werden.Für Laura wirkt vieles überhastet. Hauptsache, es werden schnell Ergebnisse präsentiert – auch wenn dabei der Eindruck entsteht, dass die Form wichtiger ist als der Inhalt. Zusätzliche Zweifel kommen durch Berechnungen des Handelsblatts auf, die Warken’s Sparpläne kritisch hinterfragen.Ein zentrales Thema bleibt die Finanzierung der Krankenversicherungsbeiträge für Bürgergeldempfänger. Derzeit tragen ausschließlich die gesetzlich Versicherten diese Kosten, während Privatversicherte und Beamte außen vor bleiben. Gleichzeitig wird auch die Pharma-Industrie kaum an den Sparmaßnahmen beteiligt. Laura erklärt die Preisproblematik am Beispiel von Jardiance, einem SGLT2-Hemmer, der mittlerweile auch bei Nierenschwäche eingesetzt wird – und plötzlich ein Vielfaches kostet.Besonders betroffen sind Kinder und Jugendliche. In diesem Bereich wird immer stärker gekürzt, etwa durch die Schließung der Dietrich-Bonhoeffer-Klinik für suchtkranke Jugendliche. Laura warnt: Wenn der ambulante Sektor weiter geschwächt wird, wird auch die Ambulantisierung scheitern – obwohl mehr als die Hälfte der derzeit stationären Behandlungen ambulant möglich wären.Gleichzeitig erwartet sie eine zunehmende Abwanderung von Gutverdienenden in die private Krankenversicherung, da diese Gruppe künftig noch stärker belastet werden soll.Die Finanzkommission Gesundheit hat inzwischen einen Notfallplan vorgeschlagen, zu dem auch eine Zuckersteuer gehört. Diese findet sich tatsächlich im neuen Gesetzesentwurf wieder – allerdings erst ab 2028.Die Realität der Versorgung bleibt dennoch alarmierend. Ärzteverbänden wird zwar vorgeworfen, zu dramatisch zu kommunizieren, gleichzeitig fordern die Krankenkassen verpflichtende Terminpools für Fachärzt:innen. Parallel sollen große Teile der Einsatzzentralen in NRW geschlossen werden, was Hendrik Wüst bereits als Erpressungsversuch bezeichnet hat.Für besonders widersprüchlich hält Laura die Diskussion um die Vorstandsgehälter der Krankenkassen. Eine Deckelung wird als Eingriff in die Selbstverwaltung abgelehnt – während selbstständige Ärzt:innen gleichzeitig immer stärkeren Begrenzungen unterliegen.Auch die Struktur der Krankenkassen hinterfragt sie kritisch. Deutschland habe aus ihrer Sicht zu viele Krankenkassen, während Digitalisierung und KI deutlich stärker genutzt werden könnten.Laura verweist außerdem auf die Bedeutung der HZV-Versorgung: In Deutschland gibt es rund 11 Millionen HZV-Versicherte in einem freiwilligen Primärarztsystem. Wissenschaftliche Daten zeigen, dass breit aufgestellte Praxen nach diesem Modell die Versorgung verbessern. Dass Krankenkassen dieses System teilweise blockieren, hält sie für scheinheilig.Ein weiteres großes Thema ist die Notfallreform. Ärzt:innen sollen künftig rund um die Uhr Notdienstangebote bereitstellen und gleichzeitig ihre regulären Praxen betreiben. Für Laura ist völlig unklar, wie das personell funktionieren soll. Statt Entlastung könnten die Notaufnahmen dadurch sogar noch stärker belastet werden.Die Folgen zeigen sich bereits: Fast jede zweite Praxis in Berlin denkt über eine vorzeitige Praxisabgabe nach, jede zehnte Praxis plant diesen Schritt konkret. Gerade in Großstädten verschärft der Personalmangel die Situation zusätzlich – auch weil Krankenkassen um MFA konkurrieren und bessere Arbeitsbedingungen bieten können.Für Laura steht fest: Wer Gesundheitspolitik macht, ohne die Aus- und Weiterbildung von Healthcare Professionals mitzudenken, gefährdet langfristig die Versorgung.Zum Kurs für PAs und PCM: https://bryght.social/shop/790Zur Communtiy für PAs und PCM: https://bryght.social/communities/physician-assistants-by-laura-dalhaus/membershipsFolg Laura auch hier:LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/dr-laura-dalhaus-mahm-5470b597/Instagram: https://www.instagram.com/lauradalhaus/TikTok: https://www.tiktok.com/@laura.dalhausMehr über Laura: https://linktr.ee/lauradalhausUnterstütz die Mission: https://www.paypal.com/paypalme/podcast5minusoderhttps://buymeacoffee.com/lauradalhausZum Shop von Laura: https://lauradalhaus-shop.de/

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