EPISODE · Jun 23, 2026 · 1H 1M
Die Alpen - Von der Geschichte einer Kulturlandschaft
from FRAM Podcast · host Dr. André Baumeister
In der zweiten Folge unserer Alpen-Reihe widmen wir uns einer grundlegenden Frage alpiner Kulturgeschichte: Wie wurde aus einem schwer zugänglichen Hochgebirge der Kulturraum, den wir heute kennen – und welche Rolle spielte die Landwirtschaft dabei nicht nur als ökonomische, sondern auch als ökologische Gestaltungskraft? Im Zentrum steht eine These des Alpenforschers Werner Bätzing: Die alpine Kulturlandschaft ist kein Gegenentwurf zur Natur, sondern ihre lebensweltliche Form. Was wir heute an artenreichen Almwiesen, kleinteiliger Mosaikstruktur und Vielfalt der Höhenstufen schätzen, ist das Ergebnis jahrhundertelanger menschlicher Nutzung. Die romantische Vorstellung einer "unberührten" Alpenlandschaft erweist sich bei näherem Hinsehen als historische Fiktion – und gerade deshalb ist der Alpenraum heute ein schützenswerter Naturraum, dessen ökologischer Wert untrennbar mit seiner Bewirtschaftung verbunden ist. Wir verfolgen diese Entwicklung von den frühen Wegen über die Pässe, die bereits in römischer Zeit ausgebaut wurden, über die Etablierung einer differenzierten Höhenstufenwirtschaft bis zur "Hartkäse-Revolution" als wirtschaftsgeschichtlichem Wendepunkt – und fragen, warum gerade die traditionelle Almwirtschaft heute zu einer Schlüsselgröße im Diskurs um Biodiversität, Klimaschutz und nachhaltige Regionalentwicklung geworden ist.
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In der zweiten Folge unserer Alpen-Reihe widmen wir uns einer grundlegenden Frage alpiner Kulturgeschichte: Wie wurde aus einem schwer zugänglichen Hochgebirge der Kulturraum, den wir heute kennen – und welche Rolle spielte die Landwirtschaft dabei nicht nur als ökonomische, sondern auch als ökologische Gestaltungskraft? Im Zentrum steht eine These des Alpenforschers Werner Bätzing: Die alpine Kulturlandschaft ist kein Gegenentwurf zur Natur, sondern ihre lebensweltliche Form. Was wir heute an artenreichen Almwiesen, kleinteiliger Mosaikstruktur und Vielfalt der Höhenstufen schätzen, ist das Ergebnis jahrhundertelanger menschlicher Nutzung. Die romantische Vorstellung einer "unberührten" Alpenlandschaft erweist sich bei näherem Hinsehen als historische Fiktion – und gerade deshalb ist der Alpenraum heute ein schützenswerter Naturraum, dessen ökologischer Wert untrennbar mit seiner Bewirtschaftung verbunden ist. Wir verfolgen diese Entwicklung von den frühen Wegen über die Pässe, die bereits in römischer Zeit ausgebaut wurden, über die Etablierung einer differenzierten Höhenstufenwirtschaft bis zur "Hartkäse-Revolution" als wirtschaftsgeschichtlichem Wendepunkt – und fragen, warum gerade die traditionelle Almwirtschaft heute zu einer Schlüsselgröße im Diskurs um Biodiversität, Klimaschutz und nachhaltige Regionalentwicklung geworden ist.
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