Die ePA und wie wir durch das GeDIG zum gläsernen Patienten werden | Laura Dalhaus episode artwork

EPISODE · Jul 19, 2026 · 17 MIN

Die ePA und wie wir durch das GeDIG zum gläsernen Patienten werden | Laura Dalhaus

from 5 Minus

Gerne – etwas zugespitzter, aber weiterhin sachlich und im Stil von Laura:Habt ihr schon vom GeDIG gehört – dem Gesetz für Daten und digitale Innovationen im Gesundheitswesen?Der Name klingt nach Fortschritt. Für Dr. Laura Dalhaus steckt dahinter allerdings ein Digitalgesetz mit erheblichem Konfliktpotenzial.Das Bundesgesundheitsministerium bewirbt das Gesetz aus dem Jahr 2024 als wichtigen Schritt in Richtung Digitalisierung und europäischen Gesundheitsdatenraum. Doch je tiefer Laura in den Gesetzestext eintaucht, desto mehr stellt sich für sie die Frage: Geht es hier noch um Digitalisierung – oder längst um Kontrolle?Nach den Plänen sollen Krankenkassen künftig Patientendaten anonymisieren und weiterverarbeiten dürfen. Mit entsprechender Einwilligung könnten sie zusätzlich Informationen wie Ernährungsgewohnheiten, Raucherstatus oder Körpergewicht erfassen und auswerten.Dabei macht Laura eines ganz deutlich: Sie ist überzeugte Befürworterin der elektronischen Patientenakte (ePA), der Digitalisierung und einer starken Prävention. Was sie jedoch entschieden ablehnt, ist eine Entwicklung, bei der Krankenkassen zunehmend in die Rolle der Behandler schlüpfen.Auch der Berufsverband Deutscher Psycholog:innen warnt vor den geplanten Regelungen. Künftig könnten Betriebsärzt:innen ohne ausdrückliche Zustimmung umfassenden Zugriff auf Inhalte der ePA erhalten – darunter psychiatrische Befunde, Persönlichkeitsdiagnostik und Entlassbriefe.Für Laura ist das ein direkter Angriff auf das Arztgeheimnis. Und sie betont: Diese Kritik kommt nicht von einzelnen Stimmen, sondern wird von vielen Ärzt:innen geteilt.Besonders kritisch sieht sie außerdem, dass Krankenkassen auf Basis der ePA eigenständig Leistungsempfehlungen an Versicherte aussprechen dürfen – ohne Rücksprache mit der behandelnden Praxis. Gleichzeitig sollen sie stärker mitentscheiden können, welche medizinischen Maßnahmen als notwendig gelten.Für Laura ist damit eine rote Linie überschritten. Digitalisierung darf die Versorgung verbessern – aber nicht dazu führen, dass Krankenkassen Schritt für Schritt ärztliche Entscheidungen übernehmen. Die zentrale Frage lautet für sie deshalb: Wer behandelt künftig eigentlich die Patient:innen – die Ärzt:innen oder die Krankenkassen?Folg Laura auch hier:LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/dr-laura-dalhaus-mahm-5470b597/Instagram: https://www.instagram.com/lauradalhaus/TikTok: https://www.tiktok.com/@laura.dalhausMehr über Laura: https://linktr.ee/lauradalhausUnterstütz die Mission: https://www.paypal.com/paypalme/podcast5minusoderhttps://buymeacoffee.com/lauradalhausZum Shop von Laura: https://lauradalhaus-shop.de/

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