EPISODE · May 15, 2026 · 48 MIN
E006 - Matthias Geertsema, WMT GmbH: Maximale Entwicklungsgeschwindigkeit durch 3D-Druck
from PEEKfeine Bauteile - Der 3D-Druck Industrie-Podcast · host Bastian Gaedike
KurzbeschreibungMatthias Geertsema hat einen elektrischen Rollator gebaut, eine Insolvenz durchgestanden und daraus WMT gegründet. Heute nutzt er 3D-Druck täglich – als Werkzeug, nicht als Selbstzweck. Ein Gespräch über Geschwindigkeit, Overengineering und ganzheitliche Produktentwicklung.Über den GastMatthias Geertsema ist Ingenieur, Mitgründer und Geschäftsführer der WMT GmbH in Stuttgart. Das Unternehmen entwickelt Produkte für Startups und kleinere Industrieunternehmen in den Bereichen Mechanik, Elektronik und Software. Vor der WMT hat er bei eMovements GmbH den elektrischen Rollator "ello" als Medizinprodukt zur Marktreife gebracht. Nach fünf Jahren endete das Unternehmen in der Insolvenz. Das Technik-Team blieb zusammen und gründete 2019 die WMT mit heute zwölf Personen und einer vollvernetzten Werkstatt in Stuttgart-Ost.Zentrale Themen und ErkenntnisseWas eine Insolvenz lehrt Bei der WMT haben Matthias und sein Team von Anfang an auf gemeinsame Entscheidungsfähigkeit, geteilte Beteiligung und konservative Finanzführung gesetzt. Nicht weil es schön klingt, sondern weil es die einzige Konsequenz aus der Vorgeschichte war.3D-Druck als Beschleuniger WMT nutzt FDM und SLA intern, vollautomatisiert und remote überwachbar. Das Ziel ist Geschwindigkeit: konstruieren, abends auf den Drucker, morgens ein physisches Teil in der Hand. Matthias nennt den Drucker das Mittel, den Punkt zu setzen und Overengineering zu unterbrechen. WMT ist dabei kein 3D-Druckdienstleister. Das Verfahren ist Werkzeug im Dienst der Produktentwicklung.Ganzheitliche Produktentwicklung Mechanik, Elektronik und Software arbeiten bei WMT von Beginn an gemeinsam. Ziel ist es, Bottlenecks aufzulösen, bevor sie entstehen. Das schließt Vertriebskanal, Zulassungsthemen und Patentsituation von Anfang an ein.Das Dilemma des Dienstleisters Wenn ein Kunde eine Lösung fordert, die Matthias für falsch hält, spricht er es aus. Einmal, zweimal. Danach dokumentiert er die eigene Einschätzung und führt aus. Erwartungshaltung, Budget und Zeit unter einen Hut zu bringen, ohne die eigene Integrität zu verlieren: das nennt er offen die härteste Challenge im Dienstleistungsgeschäft.Wissen darf nicht an Einzelpersonen hängen Der häufigste Fehler bei Kunden: 3D-Druck-Know-how liegt bei ein oder zwei Spezialisten. Fällt einer aus, steht die Maschine. WMT setzt auf Redundanz im Team. Wer keinen eigenen Drucker betreiben will, kann über ihren Coworking-Zugang erste Erfahrungen sammeln.LinksBastian Gaedike auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/bastiangaedike/Matthias Geertsema auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/wirmachentechnik/WMT GmbH: https://www.wmt.team/PEEKfeine Bauteile auf Spotify, Apple Podcasts und malping.de
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