EPISODE · Mar 26, 2026 · 58 MIN
Echte Gefühle haben immer Platz – wenn man weiss, wie
from Du führst. Der Podcast für klare, wertschätzende Führung. · host David Rossi
Gehören Gefühle in den Führungsalltag? Und wenn ja – wie? In dieser Folge spricht David Rossi mit Luana Almonte, HR-Leiterin und Mitglied der Geschäftsleitung bei der Gebäudeversicherung Bern. Es geht um das Bauchgefühl als Kompass, um den Unterschied zwischen echten Gefühlen und moralischen Urteilen, um Wertschätzung jenseits von Lob – und um die Frage, was stimmige Führung von «richtiger» Führung unterscheidet.So kannst du den Podcast bewertenIn der Ansicht des Podcasts kannst du unter «Informationen» direkt unter der Beschreibung des Podcasts eine Bewertung mit Sternen angeben. Oder du kannst auf die drei Punkte neben den Einstellungen klicken und dort «Podcast bewerten» wählen.Auf Spotify kannst du in der Ansicht der einzelnen Folge auch einen Kommentar abgeben.Auf Apple Podcast kannst du in der Ansicht des Podcasts (nicht in der Ansicht der einzelnen Folge) ganz hinunter scrollen. Dort siehst du die Sterne, mit denen du den Podcast bewerten kannst. Darunter findest du zudem einen Link, um eine kurze Rezension zu schreiben. Gesprächswiedergabe – Folge 3Gefühle gehören dazu – Warum Wertschätzung und Emotionen Führung stärker machenPodcast: Du führst. – Der Podcast für klare, wertschätzende FührungHost: David Rossi, Psychologe und CoachGast: Luana Almonte, HR-Leiterin und Mitglied der Geschäftsleitung, Gebäudeversicherung Bern (GVB)Dauer: ca. 64 MinutenDatum: 24.03.2026Hinweis: Dieser Text wurde aus einer automatischen Transkription in Schweizer Mundart erstellt und redaktionell aufbereitet. Einzelne Aussagen können vom Original abweichen. Der Text dient als Zusammenfassung des Gesprächs und gibt die wesentlichen Inhalte sinngemäss wieder.EinführungDavid Rossi begrüsst Luana Almonte als Gast der dritten Folge von «Du führst.». Sie kennen sich seit rund 20 Jahren – damals wohnten sie im selben Haus im Fischermätteli in Bern. Nach langer Zeit ohne Kontakt fanden sie sich auf LinkedIn wieder, wo Davids Eindruck von Luanas Fröhlichkeit, Leichtigkeit und Ruhe den Anstoss gab, sie für ein Podcast-Gespräch anzufragen.Das Gespräch dreht sich um die Bedeutung von Gefühlen in der Führung, um Vertrauen und Kontrolle sowie um Wertschätzung im Arbeitsalltag.Luana Almonte und die GVBLuana stellt sich als ehemalige Basketballspielerin, stolze Ehefrau einer Ehefrau und Migrantin vor. Ihre Eltern wanderten aus Italien – aus der Region Neapel – in die Schweiz ein. Sie hat unter anderem einen Bachelor in Sozialer Arbeit.Sie arbeitet bei der Gebäudeversicherung Bern (GVB), einem öffentlich-rechtlichen Unternehmen mit Monopolstellung im Kanton Bern. Dort sind sämtliche Gebäude gegen Feuer- und Elementarschäden versichert. Zum Konzern gehören zudem zwei Tochtergesellschaften für Zusatzversicherungen. Insgesamt beschäftigt die GVB rund 300 Mitarbeitende sowie etwa 150 externe Schätzungsexperten und Instruktoren. Luanas HR-Team umfasst acht Personen.HR: Zwischen Verwaltung und GestaltungLuana beschreibt die Doppelrolle von HR: Einerseits die transaktionalen Pflichtaufgaben wie Löhne und Mutationen – «das muss einfach stimmen». Andererseits die transformationalen Themen, die sie besonders reizen: Kulturentwicklung, Leadership-Entwicklung, digitale Transformation und die Begleitung von Veränderungsprozessen.Luana betont: «Ich bin Gestalterin, nicht Verwalterin.» Die Grösse der GVB schätzt sie, weil sie die Leute persönlich kennt. In einem anonymen Grosskonzern hätte sie zu wenig Zugang zu den Menschen.Von der sozialen Arbeit zum PersonalwesenDer Umstieg von der sozialen Arbeit ins HR sei gar nicht so gross gewesen, sagt Luana. «Das Herz hat schon immer für Menschen geschlagen.» Im Sozialbereich geht es darum, dass Rahmenbedingungen stimmen, damit Menschen weiterkommen. Im HR sei es im Kern dasselbe – einfach in einem anderen Kontext.Als Mitglied der Geschäftsleitung schätzt sie den Einfluss: «Du kannst für Leute einstehen, die nicht am Tisch mit der Geschäftsleitung sitzen.»Fachkräftemangel und Employer BrandingDer Fachkräftemangel hat das Bewusstsein für Employer Branding geschärft. Luana sieht Benefits wie Parkplatz, Kaffee oder Verpflegung als Hygienefaktoren – vergleichbar mit dem Lohn: «Das muss stimmen, aber das bindet niemanden langfristig.»Was wirklich bindet, ist ein sinnvoller Job, ein gutes Team, eine gute Kultur und eine gute Führungskraft. «Wenn Leute wegen dem Lohn kommen, gehen sie wahrscheinlich auch wegen dem Lohn.»Gefühle und Emotionen in der FührungDavid spricht Luanas emotionale Präsenz an. Luana bestätigt: «Bei mir merkt man sehr schnell, wie es mir geht.» Sie sei meistens positiv, optimistisch, vorwärtsgerichtet.Auch im Job lässt sie ihr Bauchgefühl zu. David erzählt, er habe als Führungskraft mehrmals erlebt, dass er besser auf sein Bauchgefühl hätte hören sollen, – etwa bei der Rekrutierung.Auf die Frage, ob Gefühle in die Führung gehören, antwortet Luana klar: «In einem Unternehmen arbeiten Menschen, und Menschen haben zum Glück Emotionen und Gefühle.» Wichtig sei aber, dass Emotionen konstruktiv eingesetzt werden – am richtigen Ort und zum richtigen Zeitpunkt.Gewaltfreie Kommunikation: Bedürfnisse statt UrteileDavid vertieft das Thema Gefühle mit dem Konzept der Gewaltfreien Kommunikation (GFK). Er erklärt den Unterschied zwischen echten Gefühlen und Pseudo-Gefühlen: «Ich fühle mich manipuliert» sei kein Gefühl, sondern ein moralisches Urteil über die andere Person. Echte Gefühle wären stattdessen: frustriert, verletzt, irritiert.Zentral ist die Unterscheidung zwischen Auslöser und Ursache: Wenn jemand 20 Minuten zu spät kommt, kann das Frustration auslösen – die Ursache des Gefühls liegt aber im eigenen Bedürfnis nach Verlässlichkeit, das in dieser Situation nicht erfüllt wurde. Dieser Perspektivenwechsel ermöglicht es, Verantwortung für die eigenen Gefühle zu übernehmen, statt der anderen Person Vorwürfe zu machen.Gefühle verweisen immer auf Bedürfnisse wie zum Beispiel Sicherheit, Verlässlichkeit, Erholung, Orientierung, Klarheit. Wenn man auf dieser Ebene spricht, findet man immer gemeinsamen Boden – denn Bedürfnisse sind universell und nicht angreifbar.Stimmige statt richtige FührungLuana spricht über den Anspruch, als Führungskraft alles wissen und alles richtig machen zu müssen. Sie hat sich davon gelöst: «Ich weiss nicht immer, ob das jetzt richtig oder falsch ist.» Statt von richtiger und falscher Führung spricht sie lieber von stimmiger Führung.Stimmige Führung bedeutet für sie: authentisch, transparent und reflektiert sein. Die Wirkung solcher Führung zeige sich in der Reaktion der Mitarbeitenden, im Engagement des Teams und in der Performance.Dahinter steht ein positives Menschenbild: «Wir gehen immer davon aus, dass die Leute gerne schaffen und etwas bewirken wollen.» Wenn Motivation oder Leistung nicht stimmen, sei die Frage nicht, was mit der Person falsch ist – sondern was im System, in der Organisation oder in den Strukturen fehlt.Was Wertschätzung wirklich bedeutetDas Thema Wertschätzung taucht laut David in fast jedem Konflikt zwischen Führung und Mitarbeitenden auf – auch Führungskräfte beklagen häufig fehlende Wertschätzung von oben. Luana kennt das auch. Sie sagt: Wenn man zehn Leute fragt, was sie unter Wertschätzung...
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Gehören Gefühle in den Führungsalltag? Und wenn ja – wie? In dieser Folge spricht David Rossi mit Luana Almonte, HR-Leiterin und Mitglied der Geschäftsleitung bei der Gebäudeversicherung Bern. Es geht um das Bauchgefühl als Kompass, um den Unterschied zwischen echten Gefühlen und moralischen Urteilen, um Wertschätzung jenseits von Lob – und um die Frage, was stimmige Führung von «richtiger» Führung unterscheidet.So kannst du den Podcast bewertenIn der Ansicht des Podcasts kannst du unter «Informationen» direkt unter der Beschreibung des Podcasts eine Bewertung mit Sternen angeben. Oder du kannst auf die drei Punkte neben den Einstellungen klicken und dort «Podcast bewerten» wählen.Auf Spotify kannst du in der Ansicht der einzelnen Folge auch einen Kommentar abgeben.Auf Apple Podcast kannst du in der Ansicht des Podcasts (nicht in der Ansicht der einzelnen Folge) ganz hinunter scrollen. Dort siehst du die Sterne, mit denen du den Podcast bewerten kannst. Darunter findest du zudem einen Link, um eine kurze Rezension zu schreiben. Gesprächswiedergabe – Folge 3Gefühle gehören dazu – Warum Wertschätzung und Emotionen Führung stärker machenPodcast: Du führst. – Der Podcast für klare, wertschätzende FührungHost: David Rossi, Psychologe und CoachGast: Luana Almonte, HR-Leiterin und Mitglied der Geschäftsleitung, Gebäudeversicherung Bern (GVB)Dauer: ca. 64 MinutenDatum: 24.03.2026Hinweis: Dieser Text wurde aus einer automatischen Transkription in Schweizer Mundart erstellt und redaktionell aufbereitet. Einzelne Aussagen können vom Original abweichen. Der Text dient als Zusammenfassung des Gesprächs und gibt die wesentlichen Inhalte sinngemäss wieder.EinführungDavid Rossi begrüsst Luana Almonte als Gast der dritten Folge von «Du führst.». Sie kennen sich seit rund 20 Jahren – damals wohnten sie im selben Haus im Fischermätteli in Bern. Nach langer Zeit ohne Kontakt fanden sie sich auf LinkedIn wieder, wo Davids Eindruck von Luanas Fröhlichkeit, Leichtigkeit und Ruhe den Anstoss gab, sie für ein Podcast-Gespräch anzufragen.Das Gespräch dreht sich um die Bedeutung von Gefühlen in der Führung, um Vertrauen und Kontrolle sowie um Wertschätzung im Arbeitsalltag.Luana Almonte und die GVBLuana stellt sich als ehemalige Basketballspielerin, stolze Ehefrau einer Ehefrau und Migrantin vor. Ihre Eltern wanderten aus Italien – aus der Region Neapel – in die Schweiz ein. Sie hat unter anderem einen Bachelor in Sozialer Arbeit.Sie arbeitet bei der Gebäudeversicherung Bern (GVB), einem öffentlich-rechtlichen Unternehmen mit Monopolstellung im Kanton Bern. Dort sind sämtliche Gebäude gegen Feuer- und Elementarschäden versichert. Zum Konzern gehören zudem zwei Tochtergesellschaften für Zusatzversicherungen. Insgesamt beschäftigt die GVB rund 300 Mitarbeitende sowie etwa 150 externe Schätzungsexperten und Instruktoren. Luanas HR-Team umfasst acht Personen.HR: Zwischen Verwaltung und GestaltungLuana beschreibt die Doppelrolle von HR: Einerseits die transaktionalen Pflichtaufgaben wie Löhne und Mutationen – «das muss einfach stimmen». Andererseits die transformationalen Themen, die sie besonders reizen: Kulturentwicklung, Leadership-Entwicklung, digitale Transformation und die Begleitung von Veränderungsprozessen.Luana betont: «Ich bin Gestalterin, nicht Verwalterin.» Die Grösse der GVB schätzt sie, weil sie die Leute persönlich kennt. In einem anonymen Grosskonzern hätte sie zu wenig Zugang zu den Menschen.Von der sozialen Arbeit zum PersonalwesenDer Umstieg von der sozialen Arbeit ins HR sei gar nicht so gross gewesen, sagt Luana. «Das Herz hat schon immer für Menschen geschlagen.» Im Sozialbereich geht es darum, dass Rahmenbedingungen stimmen, damit Menschen weiterkommen. Im HR sei es im Kern dasselbe – einfach in einem anderen Kontext.Als Mitglied der Geschäftsleitung schätzt sie den Einfluss: «Du kannst für Leute einstehen, die nicht am Tisch mit der Geschäftsleitung sitzen.»Fachkräftemangel und Employer BrandingDer Fachkräftemangel hat das Bewusstsein für Employer Branding geschärft. Luana sieht Benefits wie Parkplatz, Kaffee oder Verpflegung als Hygienefaktoren – vergleichbar mit dem Lohn: «Das muss stimmen, aber das bindet niemanden langfristig.»Was wirklich bindet, ist ein sinnvoller Job, ein gutes Team, eine gute Kultur und eine gute Führungskraft. «Wenn Leute wegen dem Lohn kommen, gehen sie wahrscheinlich auch wegen dem Lohn.»Gefühle und Emotionen in der FührungDavid spricht Luanas emotionale Präsenz an. Luana bestätigt: «Bei mir merkt man sehr schnell, wie es mir geht.» Sie sei meistens positiv, optimistisch, vorwärtsgerichtet.Auch im Job lässt sie ihr Bauchgefühl zu. David erzählt, er habe als Führungskraft mehrmals erlebt, dass er besser auf sein Bauchgefühl hätte hören sollen, – etwa bei der Rekrutierung.Auf die Frage, ob Gefühle in die Führung gehören, antwortet Luana klar: «In einem Unternehmen arbeiten Menschen, und Menschen haben zum Glück Emotionen und Gefühle.» Wichtig sei aber, dass Emotionen konstruktiv eingesetzt werden – am richtigen Ort und zum richtigen Zeitpunkt.Gewaltfreie Kommunikation: Bedürfnisse statt UrteileDavid vertieft das Thema Gefühle mit dem Konzept der Gewaltfreien Kommunikation (GFK). Er erklärt den Unterschied zwischen echten Gefühlen und Pseudo-Gefühlen: «Ich fühle mich manipuliert» sei kein Gefühl, sondern ein moralisches Urteil über die andere Person. Echte Gefühle wären stattdessen: frustriert, verletzt, irritiert.Zentral ist die Unterscheidung zwischen Auslöser und Ursache: Wenn jemand 20 Minuten zu spät kommt, kann das Frustration auslösen – die Ursache des Gefühls liegt aber im eigenen Bedürfnis nach Verlässlichkeit, das in dieser Situation nicht erfüllt wurde. Dieser Perspektivenwechsel ermöglicht es, Verantwortung für die eigenen Gefühle zu übernehmen, statt der anderen Person Vorwürfe zu machen.Gefühle verweisen immer auf Bedürfnisse wie zum Beispiel Sicherheit, Verlässlichkeit, Erholung, Orientierung, Klarheit. Wenn man auf dieser Ebene spricht, findet man immer gemeinsamen Boden – denn Bedürfnisse sind universell und nicht angreifbar.Stimmige statt richtige FührungLuana spricht über den Anspruch, als Führungskraft alles wissen und alles richtig machen zu müssen. Sie hat sich davon gelöst: «Ich weiss nicht immer, ob das jetzt richtig oder falsch ist.» Statt von richtiger und falscher Führung spricht sie lieber von stimmiger Führung.Stimmige Führung bedeutet für sie: authentisch, transparent und reflektiert sein. Die Wirkung solcher Führung zeige sich in der Reaktion der Mitarbeitenden, im Engagement des Teams und in der Performance.Dahinter steht ein positives Menschenbild: «Wir gehen immer davon aus, dass die Leute gerne schaffen und etwas bewirken wollen.» Wenn Motivation oder Leistung nicht stimmen, sei die Frage nicht, was mit der Person falsch ist – sondern was im System, in der Organisation oder in den Strukturen fehlt.Was Wertschätzung wirklich bedeutetDas Thema Wertschätzung taucht laut David in fast jedem Konflikt zwischen Führung und Mitarbeitenden auf – auch Führungskräfte beklagen häufig fehlende Wertschätzung von oben. Luana kennt das auch. Sie sagt: Wenn man zehn Leute fragt, was sie unter Wertschätzung...
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