EPISODE · Jul 30, 2026 · 1H 23M
Exilstimmen: Vernetzen, Brücken bauen, Öffentlichkeit schaffen (Live-Podcast)
from Freie Rede · host taz Panter Stiftung
Bereits zum dritten Mal vernetzt die taz panterstiftung Journalist:innen aus Osteuropa und dem Südkaukasus, die von autoritären Regime ins Exil gezwungen wurden. „Wie Exil zur Kraftquelle wird“ – unter diesem Motto hat die taz panterstiftung 2025 eine zweijährige Workshop-Reihe ins Leben gerufen, die Exiljournalist:innen und -aktivist:innen aus Osteuropa und dem Südkaukasus zusammenbringt. Das Format: Pro Jahr finden zwei Präsenzworkshops statt – einer in Berlin, der zweite in einem Land mit einer großen Diaspora von Exiljournalist:innen aus Osteuropa. Dabei achten wir bewusst auf eine vielfältige Zusammensetzung der Gruppe: Mindestens ein Drittel der Teilnehmenden lebt nicht in dem Land, in dem der jeweilige Workshop stattfindet. Denn Exilerfahrungen unterscheiden sich erheblich – je nachdem, welches Land zum neuen Lebensmittelpunkt geworden ist. Auch 2026 setzen wir die Exil-Workshops fort. Bereits zum dritten Mal bringen wir Medienschaffende zusammen, die aufgrund autoritärer Regime ihre Heimat verlassen mussten und ihre journalistische Arbeit aus dem Exil fortsetzen. Der erste Workshop fand vom 6. bis 8. Juli 2026 in Berlin statt, der zweite folgt vom 16. bis 18. September 2026 in den Niederlanden. Der Großteil der Workshops findet unter vertraulichen Bedingungen statt. Viele der Teilnehmenden sind weiterhin von transnationaler Repression betroffen oder arbeiten unter erheblichen Sicherheitsrisiken. Deshalb schaffen wir geschützte Räume für Austausch, Weiterbildung und Vernetzung. Ein wichtiger Bestandteil der Workshops sind deshalb öffentliche Veranstaltungen, die wir gemeinsam mit Kooperationspartnern organisieren. Den Auftakt bildet am 7. Juli 2026 um 19.30 Uhr die Veranstaltung „LCB Diplomatique“ im Literarischen Colloquium Berlin (LCB) am Sandwerder 5, 14109 Berlin-Bezirk Steglitz-Zehlendorf (direkt an der S-Bahn Wannsee). Die Diskussion verlief auf Deutsch, Englisch und Russisch und kann hier abgerufen werden. Auf der Bühne: Die Historikerin und Journalistin Ksenia Lutskina lebt nach ihrer Freilassung aus politischer Gefangenschaft wie so viele belarusische Autor·innen mittlerweile im Exil, die ukrainische Journalistin Oksana Pugachova haben die Kriegsereignisse im Osten der Ukraine nach Lettland verschlagen, und die georgische Lyrikerin Eka Kevanishvili ist als Journalistin für Radio Free Europe in Tbilisi immer stärkeren Repressionen ausgesetzt. Wie kann man unter den gegebenen Umständen, „under pressure“, Unabhängigkeit und Integrität bewahren? Kann das Exil zur Kraftquelle werden?
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