EPISODE · Sep 7, 2026 · 22 MIN
Folge 10: Mein bester Start in den Tag
from Ohmazing Inside Out · host Sandra Pikowski-Ohm
Wenn es mir gut geht, gewinnen alleLange Zeit dachte ich, ich müsste morgens besonders diszipliniert sein, um gut durch meinen Tag zu kommen. Früh aufstehen, meditieren, Journal schreiben, Sport machen, kalt duschen, lesen – überall gibt es diese perfekten Morgenroutinen. Aber heute sehe ich das anders: Ich muss nicht jeden Morgen fünf Uhr aufstehen und zehn Dinge erledigen, um erfolgreich und voller Energie in den Tag zu starten.Für mich geht es vielmehr darum, herauszufinden: Was brauche ich, damit es mir gut geht?Ein Satz begleitet mich dabei besonders: „Wenn es mir gut geht, gewinnen alle.“Früher war mein Gedanke oft: Erst kümmere ich mich um alle anderen, und wenn dann noch etwas übrig ist, bin ich dran. Heute weiß ich, dass das auf Dauer nicht funktioniert. Ich kann nicht aus einem leeren Akku liebevolle Beziehungen führen, Kunden begleiten, Mitarbeiter oder andere Menschen führen und gleichzeitig ein erfolgreiches Business aufbauen.Ich frage mich lieber: Was brauche ich heute? Was möchte ich mit diesem Tag erschaffen? Was tut mir gut?Das kann Wasser und Tee sein, ein Spaziergang, Musik oder Zeit mit meinen Tieren. Für mich kann sogar das morgendliche Versorgen der Pferde eine Art Yoga sein. Entscheidend ist nicht, was andere empfehlen, sondern was sich für mich richtig und stimmig anfühlt.Auch bei meiner Tagesplanung habe ich gelernt umzudenken. Ich muss nicht 17 Aufgaben auf meine To-do-Liste schreiben. Oft reichen drei wirklich wichtige Dinge. Und genauso wichtig wie meine Aufgaben ist meine Energie. Ich plane nicht nur Termine, Meetings und Umsatz, sondern auch meine Kraft.Wann bin ich kreativ? Wann kann ich wichtige Gespräche besonders gut führen? Wann habe ich mein Energiehoch und wann brauche ich eher Routineaufgaben? Gute Organisation bedeutet für mich deshalb nicht, jede Minute des Tages zu verplanen. Gute Organisation bedeutet, dass meine Zeit für mich arbeitet – und nicht gegen mich.Dazu gehören auch Pausen und Puffer.Und ich möchte mein Leben nicht ausschließlich um mein Business herum organisieren. Familie, Freunde, Tiere, Natur, Bewegung, Spaß und auch einfach einmal „nichts“ gehören genauso dazu. Ich schreibe mir manchmal bewusst freie Zeit in den Kalender. Nicht, weil ich dann nichts tun darf, sondern weil nichts geplant ist.Meine Pferde erinnern mich dabei immer wieder daran, im Hier und Jetzt zu sein. Wenn ich bei ihnen bin, kann ich nicht halb anwesend sein. Sie brauchen meine Aufmerksamkeit – jetzt. Und genau das ist auch eine wunderbare Business-Lektion: Wenn ich arbeite, möchte ich arbeiten. Wenn ich mit meiner Familie bin, möchte ich wirklich dort sein. Wenn ich mit Freunden unterwegs bin, möchte ich diese Zeit genießen. Ich glaube heute nicht mehr daran, dass Erfolg automatisch bedeutet: höher, schneller, weiter. Ich möchte erfolgreich sein und gleichzeitig ein wundervolles Leben leben. Mein Business soll Teil meines Lebens sein – nicht der Grund, warum mein Leben irgendwann keinen Platz mehr hat.Manchmal ist deshalb die beste Strategie des Tages ganz einfach: Laptop zu, Handy weg, Jacke an und raus. Der Tag passiert mir nicht einfach – ich darf ihn gestalten.Und deshalb möchte ich mich immer wieder daran erinnern: Ich bin nicht die letzte Position auf meiner To-do-Liste. Ich bin die Grundlage für alles andere.Mein Erfolg darf sich gut anfühlen. Mein Business darf mit meinem Leben zusammenspielen. Und mein „Warum“, mit dem ich einmal gestartet bin, darf weiterhin Raum bekommen.Denn am Ende geht es für mich nicht darum, alles perfekt zu organisieren.Es geht darum, ein Leben zu gestalten, in dem Business, Familie, Freundschaften, Abenteuer, Tiere, Pausen und ich selbst ihren Platz haben.Und wenn es mir gut geht, gewinnen alle.
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